:au»-g77i7CTön:-^7^.a». $ ;g\ !Z09 — Nr. M Msniag den (5. November jeheMMmillenbl c 4» Rhemlandstöchter. Roman von Clara Viebig. (Fortsetzirng.) (Nachdruck verboten.) IV. Der Wald ist jetzt grillt; schönes zartes Laub an den Buchen, und an den Dannen junge Triebe ivie Helle Kerzen. Unten tu der Schlucht das frohe Rauschen des Baches, und oben, über allen Wipfeln, ein heiteres Himmelblau mit einer lachenden Sonne. Selbst der düstere Mosenkopf zeigt sametiges Gras an allen Hängen; zwischen den Lavabrocken sprießen Kräuter. Und so ist es überall. Ueberall zwischen Mppigem Gestein ein Keimen und Wachsen; blaue Glocken- btzunen schaukeln im Wind, Erloeerblüten breiten sich als weißes Tuch au den Weg, und die Farren strecken ihre grüne Wedel wie Fächer. Langsam schlenderte Nelda über. den schmalen Pfad, der Hut hing ihr am Arm; sie hob die freie Stirn und ließ die Luft darum fächeln. Das helle Kleid spannte sich knapp um ihre Formen; sie war voller geivorbeit seitdem, scheinbar noch gewachsen. Leise fang sie vor sich hin, irgend ein gleichgültiges Lied, aber ihre Stimme, hatte Zärtlichkeit im Klang. Jetzt ging sie weiter, ohne zu singen; die Lippen blieben halbgeöffnet und sogen durstig den Walddust ein. Ihre Brust spannte sich zum Springen — wie würde sie's ertragen, wieder daheim? O Gott, in die alten Verhältnisse! Sie schauerte zusammen, der sorglose Ausdruck auf ihrem Gesicht verschwand; sie zog einen Brief aus der Tasche und setzte sich auf den nächsten Stein am Weg. Es Ivar ein Brief der Mutter, ftb c 9? cfb et! Heute schreibe ich Dir an Papas Statt, der leider wieder eine Grippe hat; aber es ist nicht schlimm, er liegt mir auf dem Sofa. Wir leben sehr still und sehen fast keinen Menschen; es ist ja auch alles so teuer, der Doktor hat Papa jetzt Tokayer verordnet, und der kostet viel, drei Mark eine ganz kleine Flasche. Davon muß er alle Stunde ein Likörgläschen nehmen; nun kannst Du Dir denken! Agnes Röder hat ein reizendes kleines Mädchen; ich habe ihr eine Wochenvisite gemacht, da beklagte sie sich», daß Du ihr auf ihren Brief nicht geantwortet hättest; das war sehr unrecht. Sie war ganz allein, ihr Mann dachte, die Mutter wäre bei ihr, und die Mutter, dachte, der Mann wäre bei ihr. tDfteit reitet alle Tage mit Anselma von Koch aus und mit ein paar Herren; sie kamen mal hier vorbei, die. Koch sah wunderbar schön ans in dem engen Reitkleid und dem Zylinder. Sie war sehr glücklich, aber sie sah sehr zart aus — Agnes Röder meine ich — ich sollte Dich grüßen und Dir sagen, wie sehr sie sich darauf freute, Dir ihre Felicitas zu zeigen. Ich finde den Namen ja auch etwas absonderlich, aber das kann doch jeder machen wie er will; Du heißt ja auch Thusnelda, das ist freilich nicht so anspruchsvoll wie Felicitas. Die Hauptmann Xylauder dreht den Kopf weg, wenn sie mich sieht, oder sie grüßt so bekniffen, daß mir schon lieber ist, sie grüßt gar nicht. Sie trägt jetzt ein unglaubliches karriertes Kleid. Er war schon ein paar Mal bei uns, er sieht nicht recht gesund aus, übrigens fragt er immer nach Dir und läßt Dich grüßen; wie schade, daß" er verheiratet ist! Aber so ist es immer! Die Zäng- lein ist jetzt ganz geschlagen, die sehe ich noch am häufigsten. Sie schrieb an mich, ich sollte doch in die Betstunde kommen, die ihr Mann eingerichtet hat — alle Freitag nachmittag von 5—6 — das würde mir gut tun. Ich gehe nun auch viel hin; es ist eine wahre Wohltat^ da hört und sieht man doch wenigstens etwas von der Welt und kann mal ein Wort reden. Herr Emil Boven- hagen, der das große Hüttenwerk int Lahntal hat, und der mal mit Milchen getanzt und sie zu Tisch geführt hat, hat sich mit Lena Rohling verlobt — auf einmal! Was sagst du dazu? Man dachte noch immer, Sena Rohling würde einen Offizier heiraten; sie sollen 100 000 Mark jährlich zu verzehren haben. Milchen leidet jetzt an Wein- krämpfen, sie muß nach Schmalbach in's Stahlbad. Es freut uns sehr, daß es Dir beim Onkel so gut geht, aber Du mußt nun doch bald an das Nachhausekommen denken, spätestens in vier Wochen. Du bist jetzt über sechs Monat fort! Der Papa ist manchmal komisch, er sagt dann: „es ist mir so, als wäre Nelda tausend Meilen von uns weg, so weit wie in Amerika!" Er hat dann Sehnsucht nach Dir, aber er will's nicht sagen. Jetzt tragen sie hier viel ganz große Schutenhüte mit massenhaften Blumen drauf. Und nun lebewohl, weiter Interessantes habe ich Dir nicht mitzuteilen. Grüße Onkel Konrad und sei Du selbst vielmals gegrüßt vom Papa und Deiner treuen Mama." Vier Wochen — nur noch vier Wochen — dann war's aus! Nelda zerknitterte den Brief in der Hand und sah mit weit aufgerissenen Augen um sich — nur noch vier Wochen! Eine plötzliche Angst jagte über ihr Gesicht, sie sprang auf und rannte mit großen Schritten weiter, immer rascher und rascher. Wie ihr das Herz im Leib pochte, es schlug ordentlich gegen die Brustwand ! Sie war so dahin geschlendert all die letzte Zeit; zwischen den Bergen, den ziehenden Wolken näher, war kein Laut der Welt zu ihr gedrungen, sie hatte sich eingesponnen in die einfachen Verhältnisse. Jedes Kind im Dorf kannte sie und lief ihr nach, Männer und Frauen schüttelten ihr die Hände; sie'hatte die Kranken in Mcerfeld besticht und sich gefreut über das erste Grün auf den nicht mehr übet» schwemmten Aeckern. Sie Ivar des. Onkels öüter Kamerad und strich mit Heinrich Hommes durch den Wald; die Leute nickten ihnen wohlgefällig nach. Das war einer von ihnen, und das Fräulein machte sich s o gemein! Heinrich Hommes — — —. in Neldas Stirn schoß 714 -c ürirt heißes Rot. Ja!, der war ihr wirklich ergeben! Seit Lein Frühjahr war feilt Tag vergangen, an deut sie nicht Miteinander gewesen. Er hatte sich ihr ganz Zur Ber- fügung gestellt; er trug ihr das Dich, wenn sie zusammen wanderten, er reichte ihr die Hand, wcmi's besonders steil war oder ein Bach den Weg versperrte, er hob sie bmtn saft mit feinem starken Arm. Er war wie ein Kavalier — wo er nur die guten Manieren her hatte?! Nelda verglich ihn int stillen mit sämtlichen jungen Herren aus Koblenz; nein, keiner hatte solch eine frische Männlichkeit! Und seine hübschen An gen, tcck und doch treuherzig, so blau wie der Himmel da Mischen den Bäumen! Und seine kräftige Gestalt! Gar nichts Bäurisches, schlank und ebenmäßig gewachsen wie die Tanne dort am Mhang. Ob er gescheit war? Daran hatte sie eigentlich itoch gar nicht gedacht, darauf kant's hier doch auch nicht an. Sie hörte ihm gern M, wenn er anr Abend mit dem Onkel auf der Bank vor .der Tur redete; sie saß dann auch dabei, es war ihr recht, wenn's spät wurde. Es gab nichts Beruhigenderes auf der Welt, als mit halbgeschlossencn Augen oben am Himmel das mildglitzernde Gewimmel der Sterne zu verfolgen und dabei die harmlosen Geschichten von Leid und Freud der Dörfler, vom Gedeihen der Feldfrucht, von der Witterung und so weiter, am Ohr vorübergleiten lassen. Auch ein bißchen Klatsch aus der Nachbarschaft lief mitunter, aber er trar nicht verletzend. Es tvar ihr eine Wohltat, dies sorglose Männerlachen zu höret!; der Onkel lachte auch gern mit. Der war überhaupt jetzt ganz verändert, ordentlich verjüngt. In Meerfeld grünten lustige Wiesen um's Maar herum, das armselige Vieh weidete sich darauf dick und fett; im nächsten Sommer würden sich schon Halme dort wiegen. Die Regierung hatte noch einmal einen geschickten Wasserbaumeister gesandt, der hatte dem Maar einen Abfluß geschafft und so jeder weiteren Neberschwemmung vor- gebcugt; auch Unterstützung für die Notleidendett tvar ein» getroffen. Dallmer hatte zur Feder gegriffen und in der verbreitetsten Zeitung des Rheinlandes für das arme Dorf in der armen Eifel gebeten. Es geschah in einer kleinen Erzählung, die Worte waren unendlich schlicht und einfach, aber ein warmes Herz hatte sie diktiert; darum gingen sie zu Herzen. Die Seute lasen die „Geschichte vonr armen Dorf", manch einer bekam Tränen in die Augen. Es trafen viele Gaben ein. Jetzt waren die baufälligen Hütten ausgebessert; dem war ein Schwein angeschafft, dem eine Ziege, mit „Hott" üud „Hahrn" jagten die flachssträhnigen Kinder hinter den Merfüßlern über den grünen Anger. Auf deut winzigen Kirchhof am kahlen Berghang spielte der laue Wind mit den langen Halinen auf dem Grab von Leisager und seinem Schatz; kleine, blaue Heidefelder jagten sich darüber. Bei den beiden war's geblieben, niemand Mehr gestorben; es waren wohl noch etliche krank geworden, aber der Bürgermeister ließ sie zusammen in ein Haus legen, kein anderer durfte sich dort unnütz aufhalten. Er selbst und Nelda kamen alle Tage und schauten zum rechten. Wenn jetzt der Bürgermeister in Meerfeld über die Gasse ging, grüßten die Leute schon von weitem; die Manderscheider aber sagten: „Kücktelhei, onsen Borgemaster — jao, jao, dat es aiten!" Und dabei zogen sie die Mäuler breit und nickten wohlgefällig. Einmal war Nelda auf dem Meerselder Kirchhof gewesen ; lange hatte sie an den beiden Mädern gestanden, die dicht nebeneinander lagen, jedes mit einem weißgestrichenen Holzkreuzchen besteckt, nicht viel besser, als es die Kinder zum Spielen schnitzen. Kein Schmuck, keine einzige Blume! Reldas Finger zitterten, als sie die Stiele von wilden Skabiosen und Glockenblumen zum Kranz ineinanderflocht. Es !var schwer, hier oben Mumett zu finden, der Hang lag allen Winden preisgegeben. Nun war der dürftige Kranz fertig, sie kniete nieder und hing ihn um das Kreuz auf des Mädchens Grab. „Dtt bist glücklich," sagte sie leise und legte die Hand auf den sonnverbrannten Erdhügel. Langsam stieg sie dann den schattenlosen Weg nieder, sie schleppte die Füße, daß kleines Geröll mitprasselte; sie war so müde, eine ungeheure Traurigkeit machte das. Dio Armseligen lagen da oben Vereint, schauten nieder in's Täl, ließen den Wind über sich gehen und fragten nichts nach dem, was die Menschen sagen. Und sie selbst? Allein ungeliebt! War denn keiner, der sie lieben konnte?! Unten am Dorf kant ihr Hommes entgegen. „Ich lvußt'. Sie waren hergegangen, Fräulein Nelda — ich weiß immech wohin jSie gehen, da wollt' ich Sie nach Haus begleiten!" Seine Stimme klang gedämpft, heimlich erfreut. Sie streckte ihm die Hand hin und ließ sie ihm; Hand in Hand gingen sie heim, den Weiten Weg. Aber das lvar anch das einzige Mal; seitdeut nie mehr so. •------Seitdem nie mehr so! Nelda zuckte zusammen, als sie heut an jenes Heimgehen dachte. Sie blieb stehen und sah sich schert ringsum — was tvar es denn gewesen? Es ist doch kein Unrecht, wenn man mit jemanden Hand in Hand geht? Aber das Gefühl, das so süß ist; das Gefühl, sich auf einen Starken zu stützen — fie wußte genau, sie hatte sich bei jeder Unebenheit des Weges ungeschickter gestellt, als nötig war — ist das recht? Es ist so natürlich. Sie ließ die Lider über die Augen sinken und dachte nach; das war ein ewiges Kommen und Gehen der Farbe ans ihren gebrannten Wangen. Plötzlich wurde sie duntelrot, „Besä — Nelda — Nelda — Befa!" Eine Männerstimme rief es, das Echo gab's wider. Heinrich Hommes, natürlich, er lvar es! Noch einmal: „Nelda — Befa — Nelda!" Immer rascher und rascher; die beiden Namen wirbelten untereinander, das Echo wurde ganz wirr, es gab nur noch eilt einziges langgezogenes „Ah—" zurück. Eiu nicht enden- wollendes Lachen folgte. Diese helle übermütige Stimme gehörte Befa. Wo waren die beiden? „Haha" tönte es tief und hoch durch den Wald und verschwebte zwischen den Bäumen. (Fortsetzung folgt.) Die Gitarre und ihr wiedererwachen. Seit den letzten 15 Fahren macht sich in musikliebenden Kreisen wieder eine Bewegung zugunsten der alten Znpf- instrumente, Laute und Gitarre, geltend. Diese Bewegung erklärt sich wohl aus dem Bedürfnis nach einem künstlerischen, sowohl leicht nach Noten als auch improvisatorisch spielbaren, mehrsaitigen Begleitinstrnment, das mit Bequemlichkeit untgetragen uud gespielt lverdeu kamt. In welchem Grade unsere Gitarre allen diesen Anforderungen genügt, soll hier gezeigt werden. Zuerst Einiges znr Geschichte der Laute uud der Gitarre. Beide Instrumente sind nahe verwandt und uralt; sie haben sich erst nach und nach entwickelt und im Laufe der Zeit verschiedene Formen und Stimmungen angenommen. Unter Gitarre gemeinhin — es gibt jetzt sehr verschiedene Formen — versteht man bei uns die einfach bezogene, üsaitige spanische Achtersormgitarre, die aus e a d g h e gestimmt ist und eine Oktave höher votiert wird. Der Körper der alten deutschen Laute hatte Kürbisform, vielleicht doppelt so groß wie der unserer Mandoline. Ihre Besaitung war doppelt und abweichend von der Giitarrestintmung; außerdem besaß sie vier bis acht freischwebenda Kontrasaiten, die stets leer angeschlagen und je nach der Tonart vorher entsprechend gestimmt wurden. Die Besaitung wechselte sehr nach Ländern und Zeiten, so daß es schwer ist, eine als die typische aufznstellen. Beide Instrumente wurden vornehmlich zur Begleitung von Liedern benutzt, kouuten sehr wohl aber auch Solo gespielt werden, was allerdings vom Spieler einen ziemlichen Grad von Fertigkeit erforderte und Unterricht vvranssetzte. So spielt man noch heute in Spanien Gitarresolo als Tanzmusik. Wer diese spanischen Tanz- weisen für Gitarre, die meistens einen stürmischen, wilden, dann wieder elegischen Charakter tragen, einmal gehört oder selbst gespielt hat, der wird sich eines tiefen Eindrucks nicht erwehren können. Die alte deutsche Laute existiert nicht mehr. Sie behauptete mit einer Abart der Theorbe bis in die Jahre 1740—1750 ihren Rang und ivurde damals uoch int Orchester zusammen mit dem Elavizimbali gespielt. Verschiedene Gründe verdrängten damals die Laute; z. B. die doppelte Besaitung, die das Stimmen erschwerte, die ihr eigentümliche, sehr unpraktische Notenschrift, vor allem aber die Vervollkommnung des Klaviers. Weilt das Bedürfnis eines mehrsaitigen, leicht transportablen Begleitinstruments mußte bald wieder fühlbar werden. Und wirklich war zwischen der Laute und ihrer Nachfolgerin, der Gitarre, nur eilte kleine Paufe. Die Gitarre, die jetzt bei uns gespielt wird, ist eigentlich! die spanische und nur aus Spanien — wo sie stets beliebt war und auch noch ist — nach Italien und Frankreich — 715 übersiedelt worden, tu welchen Ländern man sie auch unter dein Namen der spanischen Gitarre kennt. Von Frankreich kant sie dann nach Deutschland. Mc Liebhaberei für die einfach bezogene, 6 sättige, spanische Gttarre, die einst von Paganini und Berlioz sehr geltedt ivnrde, hat sich seit einigen Fahren sehr verbreitet M, lst, nach der Flut der erscheinenden Kompositionen zu >chueßen> itoüji int Steigen begriffen. Sicherlich hat die Gttarre manche Vorzüge. Ihr geringer körperlicher Umfang und ihre vorzügliche Transportfähigkeit machen sie zu dem veanemsten unter den Instrumenten, die der Harmonie ge- widmet sind und als solche zur Begleitung oder zur Aus- snyruug von Solostückeu gebraucht werden. Mit dein Klavier- Und !vtr zwischen unsere vier Wände gebannt. Die Gitarre dagegen kann uns leicht eine angenehme Begleiterin in Haus und Hof und im Freien sein; oder in Gesellschaft, wenn die Schönheiten der Natur das Herz für Freude und Gesang geöffnet haben. Wer vermöchte diese Gefühle stets vis zur Rückkehr zum Klavier festzuhalten- .. Der Ton der Gitarre schmiegt sich sehr vorteilhaft au me menschliche Stimme an, ist vor allem sehr mvdulations- sahig. Auch die Stimmung ist sehr glücklich, gewählt und besser als irgend eine andere dazu geeignet, eine vollständige Harmonie mit großer Leichtigkeit hervorzubringen. Durch diese Stimmung (e adgh e) ist man in den Stand gesetzt, durchaus vier- oder dreistimmig! rein zu spielen; d. h. auch-in Rücksicht auf die Entfernung der Töne, ans denen sich der Akkord zusammensetzt, und auf das Fortschreiten der Akkorde das richtige Verhältnis zu beobachten. Durch diese Stimmung wird es nicht nur möglich, in allen Tonarten zu spielen, ohne (wie bei der alten Laute) die Kontra- satten vorher umzustimmen, also auch tu alle Tonarten ausznweichen, sondern es gehört selbst zu den Vorzügen des Instrumentes, daß man bei einiger Gewandtheit im Gebrauch der Applikaturen in allen Tonarten spielen kann. Das Wiederaufleben der Gitarre muß besonders von Freunden des Volksliedes begrüßt werden, da die Gitarre zu diesen das Begleitinstrument Par excellence ist, das ein Mittel zur VoMlicderpflege ist. Wie schnell wird in jedem Kreise ein Volkslied angestimmt, wenn man in fröhlicher Stimmung ist und sich leicht eine Begleitung findet. Der Kgl. bayerische Kammermusiker H. Scherrer schreibt darüber: „Man hat die Zukunft der Volksliederpflege den Mäuner- gesangvereinen übertragen wollen, und wirklich haben sich diese manches Verdienst in dieser Sache erworben. Aber man darf nicht vergessen, daß der größere Teil des Volksliederschatzes nicht aus geselligen Liedern besteht, sondern aus Gesängen, die ganz persönliche Empfindungen ausdrücken und die tut Munde eines Chores stillos, unwahr, wenn nicht gar lächerlich wirken müssen. Eine Schar von Herren, die „wenn ich ein Vöglein wär" anstimmt, ist auf dem allerbesten Wege dazu. Der vierstimmige Satz, wo er nicht gar uni des größeren Effektes willen verkünstelt wird, gibt sozusagen die harmonische Unterlage her, ist also Stellvertreter des Begleitinstrumentes. Welches un- verhältnismäßige Aufgebot von Mitteln aber, wo ein einfaches Instrument dieselben Dienste leistet und noch den Vorzug hat, daß sich die Singstimme vom Instrument infolge des verschiedenen Klangcharakters deutlich, abhebt. Der Liedergesang zur Laute (gemeint ist Gitarre mit Lautenkörper d. V.) ist somit die natürliche Form des Bolkslieder- vortrags und für einen großen Teil der Volkslieder vor einem guten Geschmack auch die einzig mögliche." Scherrer versteht unter Laute ein Instrument, das erst neuerdings konstruiert wurde. Richtige Lauten gibt es nicht mehr. Es ist dies ein Instrument mit Lautenkörper, aber Gftarreu- stimmung und mit einigen frei schwebenden Kontrasaiten. Man hat es fälschlich Laute genannt, eigentlich ist es eine Lautengitarre. In neuerer Zeit haben sich um die Wiederbelebung der Gitarre besonders verdient gemacht: Sven Scholander, Freifrau Elsa Laura von Wvlzogeu und besonders zwei Münchener Künstler, der schon erwähnte H. Scherrer und Robert Kothe, den man ja int Herbst 1908 auch in Meßen hören durfte. München ist die Metropole der Gitarristik geworden. Im Mittelpunkt des 'dortigen Kreises steht H. Scherrer, der sich Verdienste erivorben hat durch Forschungen über alte deutsche Volkslieder von 1300 ab und zahlreiche Lieder mit den Originaltexten und Melodien und ausgezeichneten Gitarrebegleitnugen, foivie eine vorzügliche Mtarreschnle bei G. Callwey, München, hat er- fchetnen laften. Es gelang ihm, in Robert Kothe einen erfolgreichen Apostel feiner Sache zu finden, der auch selbst retzende Kompositionen hat. In München hat sich auch dis Ettarrtpiphe Vereintgung vor einigen Jahren gebildet, die AEMtischein Wege („der Gitarrefreund") danach strebt, Lie Künstlerische Wiedergeburt der Gitarre als Solo- und Beglettinsttument zu betreiben. Em Verlag guter Gitame- mufik ist Hofmeister, Leipzig. ,?’c ^5ünde, die unsere Gegner ins Feld führen, sind sämtlich nicht stichhaltig. Oft wird behauptet, die Gitarre set zu lege, oder sie habe einen häßlichen Ton, oder sie vcr- leite zur Oberflächlichkeit und schaler Klimperei. , . Gitarre ist nicht für den Konzertsaal bestimmt, sou- dern ftir ettteit kleinen Freundeskreis. Es ist ein intimes! ^5i 1)101111.6111. Da sie meistens als Begleitung ge- tptelt wird, muß |te leise fein. Aber auch zum Solospiel reicht sie tut Zimmer längst aus. Außerdem besitzen die Harrtengitarren, die wie Gitarren gespielt werden, beinahe tut -tone die Stärke eines Klaviers! In einem geistlichen Wiegenlied von 1623 heißt es sehr richtig: „Das Lautenspiel muß klmgeu stiß, davon das Kindleiit schlafen mtiß!" Etnen häßlichen Ton besitzen allerdings die billigeren Gitarren, dann ist es aber auch gewöhnliche Marktware, wie gewisse Violinen in der Preislage von 5—30 Mk. Vor allem sind Stahlsaiieit zu vermeiden, stets sollte man Darm- oder Keidesaiten aufzichen. Die Jnstrumentenfäbrik von ,schnltz in Nürnberg leistet •int Gitarrebau, was Form» Material, Arbeit und Ton anlangt, Mustergültiges. . Was die Oberflächlichkeit nnlangt, mit der die Gitarre oft behandelt wird, so trifft dieser Tadel nicht das Instrument, sondern den Spieler. Alle Volksinstrumeitte, dis von Leuten ohne Unterricht und Anweisung gespielt werden, werden in gewissem Sinne oberflächlich behandelt, sind aber dabei trotzdem nicht ohne Reiz, der vielleicht gerade in der natürlichen, unmittelbaren Behandlungsart liegt. Wer nur wenig Unterricht genossen und eilte Mtarrefchule durchst gearbeitet hat, kann sich sehr gut allein zum höheren Gitarre« spiel heraufarbeiten. Ich wünsche der Gitarre nur in dem! Sinne eine größere Verbreitung, daß man lernt, sie nach Noten zu spielen, was wirklich nicht schwer ist. Zum Schlüsse richte ich au alle Freunde des Liedes, insbesondere des Volksliedes, mit dem es heute nicht zum Besten steht, die Bitte, helft die langvergessene Gitarre iutl Volke etwas mehr zu verbreiten, denn durch sie unterstützt und Pflegt ihr das deutsche Volkslied! Walter Wetzell, Laubach. pariser heme-LrmnmmM. Die Pariser Annalen widmen ihre neueste Nummer einer! Ehrung Heinrich Heines und zwar „dem großen Mannes dem Freund und langjährigen Gaste Frankreichs". Während Emile Faguet den deutschen Dichter mit Frankreichs größtem Lyriker, Alfred de Muffet, vergleicht und eine Reihe in Frankreich noch unbekannter Gedichte in französischer Ueber- setzuug dargeboten werden, erzählt Adolphe Brisson Er- iniierungen ans Heines Pariser Zeit, die ihm ein bekannter' Journalist der 40er Jahre, der Chroniqueur der „Letzten Tage der Boheme", Philibert Audebrand, mitgeteilt hat. Um das Jahr 1840 pflegten sich die einflußreichen Kritiker des damaligen Paris in einem Cafe der Porte-Montmartre zu versammeln. Da erschienen Gerard de Nerval, Thsophile Gautier, Eugene Sue und Paul de Samt-Victor. „Bisweilen gesellten sich zu diesen zwei auffallende Erscheinungen. Ein großer blonder Bursche mit frischem Teint, jüdischem Profil und Wachshönden: Henri Heine, und eine Art Zwerg, ein hitziger, redseliger, kreischender Mensch, von Paradoxen über- sprudelud: Alexander Weill, der Freund und Tischgenosse Heines. Manchmal begleitete sie auch eine junge Frau von wunderbarer Schönheit. Heine liebte Mathilde und konnte sich nicht von ihr losmachen; Mathilde, die sich unentbehrlich fühlte, hatte böse Launen; und Weill diente zwischen ihnen als Puffer." Der Ruhm Heines, die. spitzige Grazie seiner Unterhaltung und die bizarre Eigenart seines Lebens machten ihn sogleich zum Mittelpunkt der Gesellschaft. Wenn er vor seiner Tasse Milchkaffee und der Schüssel mit rosigen Radieschen saß, aus denen sein frugales Mahl bestand, dann herrschte die Heiterkeit in der Porte-Moiitinartre. Eine Flut von Witzen ergoß sich über den Heilten Weill, der ruhig den Kopf unter die Traufe hielt, und wenn der Zwerg auf irgend ein Epigramm boshaft-schlagend erwiderte, daun sagte Heine: „Gut geantwortet, Weill, das Wort mußt Du 718 alles!' Als Stadt bin ich Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ichen Universitäts-Buch- und Stcindruckcrei. R. ßange, Gießen- K A I R 0 A I R 0 L B A B 0 A Rätsel. bekannt in Deutschlands Gauen, Schatz, Ivie findest du Lieb e über w i n d e t Fügst du „e l" hinzu, bin ich als Tier zu schauen. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des magischen Dreiecks in voriger Nummer: irgendwo gestohlen haben." Audebrand ging bei Heilte bald aus nnb ein und gewann einen Einblick in das Meuschliche-- Allzumenschliche dieses merkwürdigen Zusammenlebens. Vieles erfuhr er auch durch den klatschhaften Weill, und wir iverden diese Schilderunge,r mit Vorsicht aufnehmen müssen, besonders wo die ehelichen Streitszenen zwischen ihm und Mathilde in allzu grelles Lickt gerückt sind. Mathilde war Verkäuferin in einem Handschuhgesthäft der Passage Choiseul gewesen, ivo Heine sich seine Handbekleidung von ihr anmessen ließ, sich in sie verliebte und ihr den Vorschlag des Zusammenlebens machte. „Ein deutscher Dichter, was bringt das ein?" fragte Mathilde die Besitzerin des Ladens. „Das bringt noch etwas weniger ein als ein französischer Poet," antwortete die Patronin. Nach Ande- brands Darstellung wäre diese wilde Ehe ein ewiges Gezänk gewesen: „Er hatte keine Geduld und sie keine Nachs- giebigkeit; sie machte ihm Szenen und er schlug sie... Er schlug sie gewöhnlich Montags und versicherte, daß diese wöchentliche Züchtigung für sie unerläßlich tväre. Ihre Verteidigung bestand in einem Strom von Tränen, sonst wehrte sie sich wenig, zog ihn nur manchmal an den Beinen. Dann rollten sie beide über den Fußboden und erhoben sich endlich, von Müdigkeit gebrochen und ganz ruhig. Weill und Audebrand überraschten sie mehr als einmal in dieser merkwürdigen Situation. Sie lachten alle zusammen darüber." Heine verglich sich gern mit Sokrates; er heiratete seine ■ Xanthippe und warf sich nach der Zeremonie an den Busen seine Freunde im Cafe Porte-Montmartre. „Ich habe mein Testament gemacht," erklärte er, „ich vermache all mein Gut Mathilde, unter der Bedingung, daß sie sich wieder verheirate. Ich will, daß es einen Menschen auf Erden gibt, ; der mich jeoen Tag bedaure und sägen möge: „Warum ist der arme Heine tot? Wäre er nicht tot, hätte ich nicht seine Witwe." Neben seinen häuslichen Sorgen litt er unter beständigem Geldmangel. Er pumpte, um nicht selbst ange- pnmpt zu werden. „Verfügt über mich," sagte er zu seinen Freunden, „eßt einen Teller Suppe bei mir. Aber bittet mich niemals um Geld. Erstens habe ich keins und dann will ich Euch nicht als Freunde verlieren." Die großen Hoffnungen, die er auf eine Erbschaft von seinem reichen Onkel Salomon setzte, erfüllten sich nicht. Lachend zitierte er selbst grausame Bemerkungen, mit denen ihn der Hamburger Bankier gekränkt. „Na ja, mein lieber Neffe," schrie - Onkel Salomon, „tust Du immer noch nichts in Paris?" „Bitte um .Verzeihung, lieber Onkel, ich mache Bücher." „Na, das ist's ja eben,"was ich sage: Du tust nichts." Aude- brand erzählte auch von jenem berühmten Frühstück, zu dem sich auf eine Einladung Weills hin Heine, Eugene Sue und Balzac vereintem Die vorzüglichen Weine versetzten in eine angeregte Stimmung und die beiden Romandichter fingen an, miteinander über die soziale Frage zu streiten. Sue verfocht sozialistische Ideale und Balzac vertrat seinen mehr Aristokratischen Standpunkt. Schließlich wandten sich die beiden eifrigen Streiter an den stumm dabei sitzenden deine und fragten ihn um seine Meinung. Der hob sein ■ Kelchglas, schaute nachdenklich auf die weiße klare Flüssigkeit, in der Lichtreflexe aufblitzien und sprach dann: „Die Zeit ist gewoben aus einer ewigen Abfolge von Tagen und Nächten. Der Tag ohne die Nacht, die Nacht ohne den Tag, sie wären unfruchtbar und leer. Die Natur bietet nur Verschiedenheiten dar und Kontraste. Der Mann und die Frau... Gegensätze... Um ein gutes Geschäft zu machen bedarf es eines Schurken und eines Dummkopfs. Zwei Dissonanzen erzeugen eine Harmonie... Der Kontrast, sage ich Euch, ewig der Kontrast..." Wieder versank er in die Betrachtung des goldhellen Weines, in dem beim Kerzenschimmer die leichten Perlen emporstiegen; er schien darinnen nach der Zukunft zu spähen und er schloß: „Ich will weder allein die Republik, noch allein die Monarchie. Ich will die eine und die andere und nicht die eine oder die andere, ich glaube, daß es nichts Dauerhafteres gibt als Regierungsform denn eine Monarchie, beherrscht von Republikanern, oder eine Republik, geleitet von Monarchisten " Die beiden andern lachten zu dieser originellen Lösung der Frage, über die sich schon so viele vergebens den Kopf zerbrochen und Heiterkeit durchströmte wieder den Salon des Cafes Anglais, in dem Heine,Balzac und Sue tafelten... Der Fingerhut. Es gibt heutzutage wohl nur wenige Dinge, über die nicht Zum mindesten einige Bände vollgeschrieben sind, zu düsen wenigen aber gehört der Fingerhut. Selbst der alles wissende Brockhaus erwähnt ihn in seinen achtzehn dickleibigen Büchern nicht. Natürlich hat dieser kleine, aber nützliche Gebrauchsgegenstand seine Gc - schichte, wie jeder andere, nur muß man sich, um nur annähernd einen Einblick darin zu gewinnen, die einzelnen Notizen mühsam aus alten Folianten, Briefen und sonstiger Literatur zusammeit- suchen. Und doch blickt der Fingerhut auf ein längeres Dasein zurück, als die Nähnadel in ihrer heutigen Gestalt. Man war schon ziemlich weit in der Kunst der Stickerei, als man noch keine Nadel mit einem Oehr kannte; die ersten Stickereien wurden mit Pflanzendornen ausgeführt, später bediente man sich zu dem Zweck einer öhrlosen Nadel, vermöge deren Man Löcher in den Stoff stach, durch die man den Faden dann zog — in beiden Fällen! aber war, wollte man sich nicht verletzen, der Fingerhut fast noch unentbehrlicher als heute. Wie er ursprünglich beschaffen. war, weiß man freilich! nicht sicher, daß er aber existiert hat, feit geschickte Hände anfingen, Gewandstücke zusammenzufügen und mit Stickereien, zu schmücken, unterliegt in Anbetracht seiner Notwendigkeit keinem Zweifel. Wahrscheinlich hat er sich aus einem Ende 'Baumbast oder etwas Aehntichem, das man sich uni den Finger wickelte, um den Dorn durch das Fell zu drücken, entwickelt, später ersetzte man ihn! vielleicht durch ein Stückchen Fell, bis der Mensch in' der Kultur so weit vorgeschritten war, um sich Werkzeuge nach unseren Begriffen zu fabrizieren und sich demnach Fingerhüte aus Holz oder .Horn zu schnitzen. Jedenfalls sind die ältesten, die uns erhalten geblieben, aus diesem Material her- gestellt. Die wenigen Exemplare, die wir besitzen, rühren zum! Teil noch aus vorgeschichtlichen Zeiten her und sind teils in Höhlen, teils zwischen Schutt und Moder unter der Erde gefunden worden. , Während fast zwei Jahrtausenden find Horn und Knochen das beliebteste Material für den Fingerhut geblieben Nur aus^alt- ägyptischer Zeit stammen ein paar aus einem blauschwarzeu totem oder einer glasähnlichen Masse bestehende derartige Formen, doch sind sich die Gelehrten über ihre Bestimmung ebenio wemg völlig klar, alö über mehrere griechische, zierlich aus Gold gearbeitete. In einer englischen Sammlung befindet sich auch ein seltsames römisches Stück aus Gold, das wahrscheinlich einen Fingerhut vorstellen soll. Er hat Metallbänder, die über die Hand taufen nud zu seiner Befestigung dienen. . . Als der Fingerhut dann im Mittelalter allgentemer luurbe und man ihn außer ans Horn und Knochen mich aus HM, gehärtetem Leder und sogar ThoN verfertigte, bildete er, aus Edelmetall geschmiedet und mitunter mit Edelsteinen und Perlen besetzt, eilt beliebtes Geschenk für fürstliche Frauen. Zur Zeit, als die att- niederländischen Meister die Malerei in ihrem Vaterlande zm hoben Blüte brachten, wandten sie ihre Aufmerksamkeit auch diesem kleinen Gegenstände zu, indem sie ihn mit Mimaturbildcheit zierten. Mieris hat beispielsweise die ganze Passronsgeschichte auf einem Fingerhut dargestellt. Hand in Hand mit dieser malerischen Kleinkunst' stichelten Kupferstecher das Vaterunser, sowie lange Gebete in Fingerhüte ein. Der Burenprasident Pant Kruger, har übrigens in Erinnerung an jene winzigen Meisterwerke erneu, goldenen Fingerhut mit eingravierteiii Vaternuscr und Wappen nebst Initialen in Emaille als Hochzeitsgeschenk für die Königin Wilhelmine von Holland anfertigen lassen. , Ja unserer Gegenwart wird int allgemeinen wenig Luxu» mit Fingerhüten getrieben. Jede Frau besitzt einen oder mehrere, aber selbst Damen, die einen reichen Jüwelenschatz ihr eigen, neunen, begnügen fleh oft mit einem Fingerhut ans Zinik oder Messing. Wenns hoch kommt, ist er aus Silber. Ein goldenen gehört zweifellos zu den Seltenheiten. Hier erwüchse unser eist Kleinknustgewerbe noch eine hübsche Aufgabe. A n g e l ü.. Ein MLrtyr«r. Sie: „Nun sage mir ausrichtig, lieber meins Kochkunst?" — Er: „W sthr d humoristisches. * Ein Pfiffikus. Arzt: „Diese! Medizin nehmen Sie alle zwei Stunden. Auch dürfen Sie wieder ein Glas Bier trinken. — Patient: „Auch alle zwei Stunden?"