1909 MH äOelyJ fjggSK iTn> löSo IRK W W KE MH Spätinghof. gtoman von K. v. d- Eide v. (Nachdruck verboten.) (Fortjcvnng.i Das Verhältnis der Brüder gestaltete sich, wie Mamsell mit Genugtuung bemerkte, kühler und unfreundlicher als Zuvor, kein inneres Band vereinigte die beiden verschiedenartigen Menschen. Dies war allein Jaks Schuld; er war jetzt oft in unleidlicher Laune und kehrte immer mehr den Herrn heraus. Jan litt sehr unter diesem Verhältnis, doch konnte er sich nicht dazu aufraffen, dem Bruder energisch entgegenzutreten, und die Nachgiebigkeit von seiner Seite vermochte nichts daran zu ändern. So weit war alles beim alten, da trat eine Veränderung im Haushalt ein: Wiebke Themann, die Dienstdeern, wollte fort. Sie heiratete einen fünfzigjährigen Witwer mit drei Kindern und konnte nun ihrer Meinung nach nicht schnell genug in das Joch der Ehe hineinkommen. „Ich verheirate mich mit Niklas Weber, das ist ein Witmann!" sagte sie. „Ein Witmann kann sich seine Frau aus dem Stall unter der Kuh wegholen, wenn sie beim Melken ist; sie braucht nicht mal die Kuh zu Ende zu melken. Ich brauchte auch hellte mittag llicht mehr die Kartoffeln ab- zugießen und das Sauerfleisch braten, wenn ich nicht wollte. Mer ich bin nicht so, und inein Niklas auch nicht. Ich ivill man noch vier Wochen bleiben; bis dahin wird Mamsell wohl eine andere Deern haben." Jetzt war guter Rat teuer. Woher sollte ntait zum 1. März, außerhalb der Ziehzeit, ein Mädchen bekommen? Außerdem waren selbst die Mädchen, die zum 12. Mai zogen, längst vermietet. Der Mietsmann Jochen Kruse kratzte sich , hinter den Ohren. „Dat is en Stück itt de Dollkist," meinte er. „Ja, wenn die Frauensleute erst das Heiraten in den Kopf kriegen, dann lassen sie sich nicht „tüssen" lind „möten". Dann sind sie wie das Jungzeug, wenn es Alt-Mai auf die Fenne kommt. Man immer rin! Aber Rat muß geschafft werden. Ich wüßte wohl eine von der Geest her, ein ganz rares Frauensmensch. Hat aber noch nicht lange gedient. Drel Jahre ist sie bei den Bauern auf der Geest gewesen, dann hat sie das Nähen gelernt. Nun ist der Vater gestorben, und mit der Näherei will das nicht so recht flnschen. Das ivar' wohl was für Sie." 77 s"6te Jak. „Wenn sie nur etwas Ordentliches kochen kann." „Das kann sie, kann sie alles, sie ist gut angelernt von 7’ 47 Mutter 7 tüchtigste Frau an dem Ramstedter Deiche; die sollte es bloß so haben, ivie sie es nicht hat." 1 «Wer ist es denn?" fragte Jak interessiert. „Dem Bauernschlachter seine Tochter, Tine Klasen, eine rare Deern, bloß ebentürsch ist sie." ver- Erst will „Hab einer bloß mit Weibern zu tun!" seufzte Jochen ul IUI V» m Jak besann sich. „Ich werde man mal selbst nach Ramstedt rubergehn, Nachbar", sagte er. „Wenn die Deern zuiagt, kann Er sich seinen Taler holen" ^Bereits am nächsten Tage war Jak auf dem Wege nach Ramstedt. d * cm 7 derselben ^^it, als Jak Thomsen den einsamen Marschweg, der nach Ramstedt führte, eutlangschritt, trat Mels Sonkfen bet seiner Großmutter in die Stube. „Tag, Ode!" "Mels, mein Jung', >vo kommst du her?" rief die; ,llte. Mit jugendlicher Raschheit stand sie von ihrem Spinnrade auf. „Ich habe die Pferde zum Schmied' gebracht, sie sollen beschlagen werden. Das dauert noch 'ne Weile sdast du nicht 'ne Tasse Kaffee? Es ist gräßlich kalt "draußen!"- „Jawohl, mein Jung, ich hab' in der Küche noch Feuer, da brauch ich bloß eine Handvoll Sprock auflegeu, dann kocht das Wasser gleich. Du kriegst ganz frischen Kaffee. Stopf' man deine Pfeife in der Zeit und tvärni' dir die Hande." Eilig trippelte die Alte hinaus. Während Niels sich die Hände wärmte, klappte huf „Tine Klasen? Die habe ich gekannt, als sie noch so klein war. ^ak zeigte mit der Hand die Größe an „Oh, die ist gewachsen, die ist rank und schlank geworden. Wenn sie -phnen nach dem Kopf ist, kann ich ja mal rüber- gehen nach Ramstedt." „Ja, das tu Er man, Nachbar," stimmte Jak zu ?eine'Kleü,iakett" lt”8' U"b sechsundfünfzig Taler"sinZ iv-iuv- jtiviiiiyn ii, -Einige Tage später kam Jochen Kruse wieder nach Spätinghof. ^ak merkte es schon an der Art, ivie er sich beim Eintreten hinter den Ohren kratzte, daß rr nichts ausgerichtet hatte. 51 ' , . "Hab eurer bloß mit Weibern zu tun", sagte er or.leßlich. „Die wissen rein nicht, ivas sie ivolten w-ll d-e Tochter, dann ivill die Altsche nicht, uachher dre ?llte, dann will sie nicht. Es ist ei» Zustand!" 'Karnin denn nicht?" fragte Jak erstaunt. Jochen Kruse warf einen scheuen Blick um sich rind machte ent verzwicktes Gesicht. „Wegen dies und das Weiber sind schnaksch! Ich sagte ihnen alles, daß Späting- 7 J7 Staatshof wäre, wo man auf der Stalldiele Pfannkuchen essen könnte. Na, und dann hat sie doch frere Hantierung, denn die Alte kümmert "sich doch nicht mehr um die Wirtschaft, tlnd das Heren" — er bampfte seine Stimme — „nicht wahr, das hat sie sich wohl ganz abgewöhnt?" ; Lächeln"'^ unb 9ar!" versicherte Jak mit verstohlenem 230 der Diele eine Tür zu, und ein etwa neunzehnjähriges Mädchen trat ins Zimmer. Sie war hoch und schlank, und in ihren schönen, dnnkelbrannen Augen lag ein freundlicher Glanz. „Du bist da, Niels, mir war's doch so, als ob ich deine Stimme hörte." Niels hob den Wnschelkopf nnd lachte. „Ja, lütt Tine, ich bin aber bloß nnf ’ne Stippvisite hier, muß gleich iuicber• weg. Na, wie ist es, hast dn alt einen Dienst?" „Ich soll nach Spätinghof, aber ich mag nicht, gern," sagte sie, mit) ein rührendes Lächeln lag wie ein Ausdruck von Hilflosigkeit ans ihrem Antlitz. Niels kniff die Angen zusammen, als ob er in der Ferne etwas sähe. „Ich bin anch nicht für Spätinghof," gestand er. „Wenn dn bloß noch ivas Ordentliches zu Mai kriegst. Die guten Stellen sind rar." „Dao sagt Mutter anch." „Ja, es wäre ganz gut, wenn dn ’ne Stelle kriegtest, wo du dir ivas übersparen könntest. Ans deine Mutter kannst du dich so wie so nicht verlassen, die ist ja noch in die besten Jahre, die kann sich am Ende noch mal verheiraten!" ' „Ach!" „Ja, ja. Wir müssen schon für uns selbst sorgen. Ich komme ja nun Mai nach Dithmarschen, nach einem großen Hof, da werd’ ich Großknecht und kriege achtzig Taler Lohn. Das ist ja ganz schon, aber ich muß Ode doch auch ein bißchen abgeben. Ehe main denn ein paar hundert Taler Zusammen hat, können noch Jahre vergehen. Mit nichts önnen wir nicht anfängen; wenn nachher ’ne Reihe Kinder dazu kommt, dann wissen wir nicht ans und ein." Tine nickte, und wieder erschien das wehe Lächeln um ihren kleinen Mund. Mechanisch ließ sie sich auf einen Stuhl nieder und faltete die Hände; sie versank in grübelnde Gedanken. Sie dachte nach, ob sie jetzt wirklich Niels Sönksens Brant wäre. .Es mußte wohl so sein, er tat ja so, als wäre es selbstverständlich. Und doch war gar nichts anders geworden. Es war kein neues, fremdes Gefühl in ihrem Herzen auf- gewacht. Sie hatte so viel von Liebe gelesen, es hatte sich bonn immer etwas in ihr geregt, als müsse sie auch einmal heiß und stark lieben und geliebt werden, als müsse eines Tages ein Rausch über sie kommen, der ihr ganzes Herz Umwandelte. Sie seufzte. Ja, das stand, so in den Romanen; in der Wirklichkeit war alles anders. Es waren ja anch immer vornehme und reiche Leute gewesen, deren Liebesgeschichten sie in den Romanen verfolgt hatte. Ja, Liebe, wie sie sich diese gedacht hatte, ivar nur etwas für die Vornehmen. Wie lange war sie eigentlich schon Niels Brant? Früher ivar sie ihm doch wohl mehr Kameradin gewesen. Richtig! .Seitdem sie den letzten Pferdemarkt in Schwabstedt zu- fammen besucht. hatten, waren sie sich ein wenig nähergetreten. Abends hatten sie in der Jönsschen Gastwirtschaft getanzt und waren dann miteinander in die Stube zum Punschen gegangen. Als sie nun hier, mit den anderen Deems und Knechten eng aneinander gedrängt, um den xunden Wirtshaustisch saßen, tranken und sangen, d.a hatte es Niels ebenso gemacht wie die andern. Erst hatte er den Arm lose nm ihre Hüften gelegt, daun etwas fester, und schließlich hatte er sie ein wenig an sich gedrückt. Als der Punsch ihnen dann zu Kopf gestiegen war, die Mädchen verliebter blickten und die Männer dreister wurden, da hatte Niels sie anch geküßt. Ihr war es wohl gewesen, äks müßte sie sich wehren, aber sie hatte es doch still geduldet; denn die anderen Mädchen, das wußte sie, hätten sie nur ausgelacht. Als Niels sie an jenem Abend nach Hause brachte, hatte er mit einem langen Kusse Abschied von ihr genommen. „Tine, Deeru, ich habe dich gräßlich lieb!" jagte er. Seit dieser Zeit hatte Niels öfters von ihrer gemein» sarnen Zukunft gesprochen, als ob sie schon seine verlobte Braut wäre; heute ging er weiter; er sprach sogar schon von einer Reihe Kinder. Nachdenklich blickte Tine hinaus auf den kahlen Landweg. Niels chatte sich ihr langsam, nnmerklich genähert; seine Augen schimmerten vor Zärtlichkeit. „Wenn ich erst weg bin, dann kriegen wir uns lange Zeit nicht zu sehen." Tine nickte. „Darfst mich aber nicht vergessen, lütt Deeru." Sie lächelte. „Hab keine Angst/’ Immer zärtlicher blickten Niels Augen; sie schwammen förmlich. Er reckte feine lange Gestalt. „Deeru," sagte er leise, „was bist du doch lütt." Das Wort lütt (klein), in dieser, zärtlichen Weise gesprochen, war für ihn gleichbedeutend mit fein und lieblich; denn Tine war durchaus nicht klein. Sie verstand aber doch seine Zärtlichkeit, die sich so schlecht Ausdruck zu geben vermochte, und freundlich sah sie ihm ins Gesicht. Niels seufzte ein wenig und fuhr mit den fünf Fingern durch sein Wuschelhaar. Er hätte gar zu gern Tine einen Kuß gegeben und wußte nicht, wie er es anfangen sollte. Ja, wenn man beim Tanzen oder Punschen gewesen wäre, dann hätte er Courage gehabt. Tine erhob sich. „Ich! muß wieder rüber," sagte sie, „Mutter weiß nicht, daß ich hier bin. Adjüs, Niels." „Adjüs, lütt Deeru," sagte Niels, und plötzlich faßte er Mut. „Gib mir doch einen Süßen," bat er. Geduldig bot Tine die Lippen dar, und Niels küßte sie und kam sich dabei wie ein rechter Held vor. Als aber vor der Tür ein Klirren von Tassen erklang, fuhren sie auseinander. Schaue trat mit dein Kaffee ein. „Nein, was werde ich doch alt und tnutelich," klagte sie. „Es hat wohl lange gedauert, mein Jung? Willst nicht bleiben, mein Deeru? Ich wollte dir doch noch die Karten legen." „Ich komme heute abend noch mal herüber. Adjüs, Ode." Tine ging wieder in ihre Stube und setzte sich mit ihrer Näharbeit aus Fenster. Immer wieder flogen ihre Blicke träumerisch hinauf auf den kahlen Deich, wo doch gar nichts zu sehen war. Niels blieb nicht allzulange bei seiner Großmutter. Nach einer. Weile klopfte er mit dem Stil feiner kurzen Pfeife ans Fenster und nickte Tine noch einmal zu. Sie sah ihm nach, wie er mit langen Schritten über den Deich ging. (Fortsetzung folgt.) Dar Treffen bei Bergen am J3. April 1759. Mitgeteilt von Fr. Germer. In der Chronik von Gedern gibt ein Zeitgenosse folgende! Beschreibung des Ereignisses : „Am lOten April kamen die Aliirte, Cavalieri und Infanterie hier durchgezogen, hielten hier einen. Rasttag; den 12ten hujus (dieses Monats) frühe nm 8 Uhr, als die ersten kaum abgemarschiert waren, durchzogen Preußische Totenköpfe zu Pferd und Hußaren, und zu Fuß das Jäger Chor mit gezogenen Büchsen. Den 13ten unternahmen sie vor Törneckenl und Bergen einen Angriff auf die Franzosen, welche sic abeit lockten bis an ihre Batterien und aufgepflanzte schwere Canonen, deren 220 Stück sollen gewesen fei)»; die Atiirteu konnten vor Wuth nicht ihr schwer Geschütz erwarten, sondern stürmten, ihrer 10 Stück kleine Canonen, mit großem Verlust der ihrigen, so daß sie eine große Niederlage erlitten, nachdem sie frühe nm 8 Uhr zu schießen angefangen und Abends 8 Uhr solches ge- endiget. Den löten dito gegen 12 Uhr kämen 500 Wagen mit Blessürtcn beladen (ohne denen Bagage Wagen gerechnet) und wärte dieser Zug bis 12 Uhr Nachts; Infanteristen und Cavalle- risten bedeckten die Blessürteu. Nachmittags 4 Uhr kam auch zurück das Jäger Chor. Was war nicht hier ein Jammer voller Anblick. 1350 Personen waren erschrecklich mit Cartetschen und Kugel Geschoß erbärmlich zu gerichtet, das; man es ohne Wehmut und Thränen fast nicht anschauen fmuite. Davon 9 allhier gestorben und begraben liegen. Ten 18 hujus fuhren sie wieder ab und nahmen ihren Marsch »ach Fulda und Hirschfeld. NB. Der Prinz Casimir von Nfenburg ist in der Action geblieben. Ter Hertzog Broglio hat bei) den Franzosen eomman- diert, und haben dieselben 2225 Tadle und über 4000 Bleßürte gehabt. Tas französische Regiment von Beauvoisis, das vorgerückt gewesen, hat stark gelitten und das Cavallerie Regiment von Rvusillon ist in der Nacht von den Jägern gewaltig mitgenommen worden. Bon denen Franzosen sind 104 Mann zu Kriegsgefangenen gemacht worden. Ter Prinz Nsenbilrg, General der Aliirte», ist zu bedauern, daß er in der ersten Action durch die Brust geschossen .niederfiel. Er. hat noch im Tode eine so vergnügte und freudige Mine gemacht, daß alle, die ihn gesehen, sich höchstens darüber verwundert haben. Sei» Leichnam ist sogleich durch lu Mann in seinem Wagen nach Büdingen abgesührt. Außer dein Prinz van Mmburg ist der General Thüen (Düherrn?) geblieben. Die Darstellung deckt sich im wesentlichen mit bei.n liehen Verhalt. Uehertrieben ist die Angabe über die sraiizömchen Verluste. Berichte von Franzosen reden von 3 400Ö Mann an Daten und Verwundeten. Ter Glaubwürdigkeit des ChromstM tut der Irrtum weiter keinen Abtrag. Es ist bekannt, daß mm Katastrophen dse Verlustziffern zunächst gemeiniglich zu hach angegeben werden. Die Gefangenenzahl ist richtig angegeben. 231 Die Gartenbau Ausstellung in Berlin. ziimengckröntcil Hallen des Ausstel- «ingbaues nm Zovlvqi,chen Garten treibt der launische April Mann davon entfallen auf das Regiment Beauvoisis. Es war das vorderste bei der Verfolgung. Auf Befehl des Prinzen Ferdinand warfen sich ihm zwei Schwadronen des hessischen l-kasselischeu) Lcibregiments entgegen und sprengten es -auseinander. Der Re- gimcutskomiuaudeur geriet selbst 'in Gefangenschaft. 'Tas Gefecht kam damit zum Stehen. Tie Armee der Verbündeten verlor im ganzen 2357 Tote und Verwundete. Annähernd die Hälfte waren Hessen. Dec Prinz von Aseuburg hätte als Generalleutnant das Kommando auf dem linken Flügel gehabt. Er war einer ders tüchtigsten Führer, an dem sein Corps mit Hingebung hing. Wie war es zu dem Treffen bei Bergen gekommen? ■— Die sogenannte alliierte Armee unter dem Prinzen Ferdinand von Braunschweig setzte sich zusammen aus den mit Friedrich dem Großen verbündeten Engländern, Hannoveranern,- Braunschweigern und Hessen-Kasselern. Unterhalten wurde sie fast ausschließlich mit englischem Gelbe. In Ergänzung srühercv Abmachungen hatte sich der Landgraf von Hessen-Kassel durch den Vertrag vom 17. Januar 1759 zur Stellung von 19 000 Mann in britischem Sold verpflichtet. Im März 1759 hatte Ferdinand noch sein Hauptquartier in Münster in Westfalen. Am 30. brach er mit einem Teil seiner Truppen nach Süden auf, um die Oestrrr-eichcr aus dein Gebiet der Fulda und Werra zu vertreiben, also Hessen vom Feind zu säubern, und dann die südlich von Frankfurt stehende französische Mainarmee unter dem Herzoa von Broglin anzugrelst'n. Der erste Teil des Manövers glückte vollkommen. Dein Prinzen von Holstein war dabei die Ausgabe zugefallen die französischen Vorposten auf der nördlichen Seite dcs'Bogels- berges zurückzuwerfen. Unter ihm stand das hessische Grenadier- rearment des Obersten von Ditfurt, das nm 7. April das von l«0 Franzosen besetzte Bergschlop Ulrichstein stürmte. 'Am 10 April verlies; Ferdinand Fulda und rückte in Eilmärschen gegen Frank- jurt. Broglie hatte eiligst seine Truppen, 35 000' Mann, zn- tamiilcngezogen und eine feste Stellung nördlich von Frankfurt, voil Bergen bis Vilbel, eingenommen. Der Schwerpunkt ruhte in dem voii Natur günstig gelegenen und mit Mauern umgebenen ^crgcii. Ferdinand verstigte über 23 Bataillone und 35 Schwa- droneu, zusammen 22 000 Mann. Es war ein Wagnis, mit btefen an Bahl dem Feinde nachstehenden Truppen, die noch dazu durch starte Marsche ermüdet waren, den Gegner anzugreifen, der in wohlgeichutzter Stellung den Angriff abwartete. Es war am Karfreitag, am 13. April, morgens gegen 10 Uhr, als die Verbündeten angriffeu. ^n den Gärten vor dem Flecken Bergen kamen die hcfsischen und braunschweigischen Grenadiere hart mit den Franzofcu aneinander. Tie Franzosen wichen zcitlveilia bis rn den ^rt zurück, Manges an Munition zlvang dann aber die Anguiser zum Ruckzug. -sie risfen die hinter ihnen stehend« Abteilung des Prinzen von Ysenburg mit sich. Nun warf die französische Artillerie ihre Geschoße in die verwirrten Massen Auf «eiten der Verbündeten fehlte es an der nötigen Artillerie- iuc,( d'e. schweren Geschütze überhaupt noch nicht « c lünri,L SiU'ci _mtb eine halbe stunde hatte der Kampf ^r-»rme\nt h--6rlVn^rt ~lC Franzosen hatten ihre Stellungen behauptet. Cs war gegen die ausdrücklichen Weisungen des vor- sichttgen Broglie daß feine Infanterie zum Teil dem zurück- geworfenen iiVoraiissttzungeu aus dem Wege gegangen zu sein Das Gegenteil mußte Prinz Ferdinand büßen mit einer meW 1 verlorenen Schlacht. Bei Münster am' litb ÄSIb^-,'$wlci.enheit — „Nu, und?" — „Nu, die Jelegenhett hab ick eben erirtsfcn. * Nette Aussicht. , Ich möcht' mir eineu Zahn flehen lassen; habt Ihr Zeit, Bader?" — „Ja, die ganze nächste Woche hab' ich noch frei." * S t a r k e m p f o h l e n! Herr: „Also das ist Ihre Tochter, gnädige Frau? Uebrigens genau Ihr Ebenbild; derselbe kleine Mund, das herrliche blonde Haar, die schöne Figur ... — Dame: „Und kriegt auch fünfzigtausend Mark mit, genali so viel wie ich, als ich heiratete!" * Z n d e u t l i ch. Kellnerlchrlmg: „Herr Meherl, Sie sollen hinaiiskommeii, ein Herr steht draußen." — „Ach was, sag shw, er soll nur hereinkommeu!" — Kellnerlehrling (nach einer Weste) . „Herr Meherl, Sie sollen sofort hinauskommen, sonst--lonp — — kratzt sie Ihnen die Äugen aus!" Deutschen Fluß. Neapolitanischen Feldherrn. Schweizerischen Staatsmann, in nächster Nnmmer. Manisches Quadrat. In die Felder iiebeustehenden Quadrais find die Buchstaben DEE E E. F E K 0 0 B P 1 HY derart einzutragen, daß die wagrechtcii u. senkrecht.Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: Einen Teil des menschlichen Körpers. 1. 2. 3. 4. Auflösung Auflösung des Rätsels ans voriger Nummer, Radler Adler Ader (Ar) Aar Ar Rahe Nahe beinahe Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindriickerei, R. Lange, Gießen»