;»P4j 1909 — Nr. m mmM ^EtMM SbJ|«|l jmr Nisfc. WM WWKk^W WWWMM leitet U Rheinlandstöchter. Roman von Clara Vie big. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Die Tiergartenstraße liegt in Sonne und Duft gehülst. Bor den Billen blühen Flieder, Rotdorn, und der Gold- reoen fchüstet seine gelben Blüten nieder. Bersch."a,en Pa scher« ie S rin brun. en und di '.wunderv l n g An n Baume jen;ei.s im Park sie -en regungslos. Aus einem offnen Fenster Kommen abgcri sene K avierpa sagen; da übt jemand, aber er scheint mübe, immer langsamer tverden die Töne. Es ist Mittagszeit, sehr warm und still. Die Bonnen mit ihren Pflegebefohlenen sind längst daheim, die vornehmen Leute ruhen jetzt zu Hause. Auf der Schattenseite ging langsam eine Dame; sie setzte sich nun auf eine Bank und zeichnete mit dem Sonnenschirm allerhand Figuren in den staubigen Grund. 'Tas war Nelda Dallmer. Mit einem Seufzer sah sie nach der Uhr — sie mußte gleich an die Rauchstraße kommen. Jetzt wanderte sie vom Brandenburger Tor schon fast zwanzig Minuten. O wie war sie müde und heiß! Sie fühlte doch noch, daß sie eine Krankheit hinter sich hatte; die Füße wollten nicht wie sonst, die waren matt. Nur der Wille war stark. Drei Tage waren vergangen nach dem Besuch Frau von Ostens in der Oranienburgevstraße; Nrlda ha te s itdcm keine Ruhe mehr gehabt. „Geh, geh," sprach fortwährend eine Stimme in ihr, „geh, ehe es zu spät ist!" Mas wollte sie eigentlich sagen? Ja, das wußte sie selbst nicht; erst wollte sie die schöne Fran Arnheim vor sich haben, ihr ins Ange sehen, dann würden schon die Worte kommen. Sie mußten kommen! Mit einem energischen Ruck richtete sich die Mühe wieder auf, rascher setzte sie ihren Weg fort; nun bog sie in die Rauchstraße ein. Da war das große weiße Haus im Re- naifsancesttl mit den vergoldeten Gittern und der breiten Auffahrt! Sonst pflegte der vornehme Portier zu Leuten in so einfachem Anzug, wie Nelda ihn trug, barsch zn fageit: „Zur Hintertreppe!" und mit dem fetten Daumen rechts um die Ecke zu zeigen. Nelda wies er mit einer devoten Grimasse hinauf. Auch der Diener, der Damen zu Fuß und in Wolle mir für Schneiderinnen oder dergleichen hielt, lispelte: „Die gnädige Frau ruhn, aber wen habe ich die Ehre zu melden?" „Hier, meine Karte! Bitte sagen Sie „eine frühere Bekannte aus Koblenz"!" Nelda stand und sah sich um Und sah auf ihre staubigen Schuhe nieder und sah dann wieder nach den kühlen Marmorleibern hinter den exotischen Gewächsen. Es dauerte lange; endlich erschien der Diener wieder, «och geschmeidiger, noch lispelnder: „Gnädige Frau lassen sehr bitten!" Er warf die Flügeltür vor Nelda auf. Sie trat ein; sie ging durch ein erstes halbdunkles Zimmer ganz in orientalischem Geschmack, durch ein zweites ine Empirestil hätte sie nur Zeit und Lust gehabt, alle die Kuriosa an den Wänden anzustaunen — dann kam ein geschnitztes Madönnchen über der Tür, ihrer fünf, sechs noch an den Wanden — altdeutsch! In der Rische dort brannte sogar die Ampel vor dem Heiligenbild und ivarf kleidsame rosige Lichter auf den Betschemel drunter; ob hier einer betete? ,-Gnädige Frau sind im Boudoir, gestatten," flüsterte der Diener und schlug die seidene Portiere zur Seite. „Bitte!" Einen Augenblick sah Nelda nichts, nur ein Gewirr von Weiß und Ro;a; gegenüber das breite Balkonfenster blendete sie, es ging hinaus in den Garten. Schwüle Flieder- lnft kant herein. Sie machte die Augen groß auf — da war Anselma!. Die schöne Frau. hatte sich eben von der Chaiselongue erhoben, noch lagen die seidenen Kissen in Unordnung; ein anfgefchiageues Buch am Boden, ein elegantes Taschentuch daneben. „Fräulein Dallmer — ah — Nelda Dallmer!" Frau Arnheim neigte prüfend den Kopf zur Seite, dann lächelte sie, aber nur der Mund lächelte, die Augen blieben ohne Teilnahme. „Was führt Sie zu mir? Sie sehen mich ganz erstaunt — aber ich freue mich, freue mich sehr!" Nelda fand, soweit sie sich erinnern konnte, die Stimme sehr verändert; der stolze kühle Mädchenton wr w g. statt dessen das Organ belegt, wie von innerer Unruche durch- zittert. ' . „Ich freue mich," sagte Fran Arnheim mit dem verbindlichsten Lächeln, und es war doch, als fragte sie: „Warum kommst du, was ivillst du, was weißt du?" „Bitte, nehmen Sie Platz!" Frau Arnh.im zog ihren Besuch an beiden Händen neben sich auf die schwellende Chaiselongue mit weißer, rLs.ndurchblüm:er S.ide bezogen. „Ich freue mich, Ihr Gesicht zu sehen, es ist mir W ein Gruß aus alter Zeit. Sie haben sich gar mchi verändert; so frisch so rosig! Welch guter Einfall, mich aufzusuchenl Ich danke Ihnen, wirklich sehr, sehr liebenswürdig. Sie sind schon lange in Berlin, wo wohnen Sie, gefällt es Ihnen?" Wie das wirbelte und sich hetzte! Reldas Augen wurden immer größer — wie kam sie zu dieser Herzlichkeit? Sie konnte sich keiner freundschaftlichen Beziehungen zu An'elma von Koch erinnern. Frau Arnheim hatte gut den Ton der Weltdame studiert; sie leierte das alles so herunter — Phrasen, die man täglich, in andern Varianten wiederholt, von denen die Seele mchts tveiß. Diese lang- bewimperten Augen hatten jetzt nichts Sieghaftes, netiy etwas unendlich Müdes. Nelda rückte sich plö lrch zurecht, sie mußte mm sprechen, sowie die andere fte zu Wort """.Md^nste geht es Ihnen? Also es gefällt Ihnen gut — 774 — tyier? Was >— was — darf ich fragen, verschafft mir eigentlich die Freude ihres Besuches?" Halt, da war wieder die unruhige Frage! Nelda wurde blatz und rot, sie fühlte ihr Herz klopfen, und dann sagte sie mit topfern Entschluß: „Ich komme mit einem Anliegen, gnädige Frau. Sie tvürden es mir auch nicht glauben, wenn ich sagte, ich käme aus bloßer Neigung zu Ihnen. Bon so etwas war zwischen uns doch wohl nie die Rede!" Sie mußte lächeln, trotz ihrer inneren Erregung, und um die Lippen von Frau Arnheim spielte auch ein Lächeln; Jie dachten beide jenes Zusammentreffens in der blumen- mrchdufteten Veranda. „Sie trugen damals ein gesticktes Batnstkleid und einen Rosenhut — o ich weiß das alles kehr genau! Aber was Sie nicht wissen können, ist, daß ich eine Erinnerung an Sie mitnahm, als seien Sie so wahrhaft stolz, sich eines Unrechts zu schämen." „Sd??!" Frau Arnheim hob den Kvpf. „Wie kommen Sie bar auf?" Noch lächelte sie, aber Lächeln und Ton waren Maske — was sollte diese seltsame Einleitung des Gespräches? Neloa sah das unruhige Umherflackern der blauen Augen, aber sie fuhr gelassen fort: „Sie werden mich für" dreist, ja unverschämt halten; Sie werden mich vielleicht hinausweisen, mag sein, ich muß es eben daraufhin wagen. Ich habe eine Bitte an Sie" — zögernd hielt sie einen Zmgenblick inne — „an Ihren Edelmut!" Ah, daß war's! Die reiche Frau atmete erleichtert auf. Man wollte sie anbetteln! Diese Dallmer! Wer hätte das gedacht? Sie sah einfach aus, aber durchaus nicht dürftig, «n Gegenteil, ganz wie eine Dame. „Bitte, bitte, sprechen Me nur ohne G^ne!" „Frau Arnheim" — Reida konnte nicht mehr sitzen, sie sprang auf und stand in ihrer vollen schlanken Gcöße vor der andern — „ich bin die Freundin von Agnes von Osten!" Mit einem unterdrückten Laut fuhr die schöne Frau Empor; sie starrte Nelda an, als habe diese etwas Ungeheures gesagt. Dann biß sie sich rasch die Lippen und ließ sich zurück in die Polster fallen. „Ja, so, ,» eine Freundin der Kleinen! Sie waren schon in Koblenz sehr liiert, so viel ich mich erinnere!" Ein Zug unglaublicher Geringschätzung umspielte ihren Mund. „Gutes ileines Ding, die Agnes!" „Gewiß!" Nelda nickte sehr ernst, der geringschätzige Zug um den Mund der andern empörte sie; es flammte in ihr auf. „Sie sagen „gut" — ja, gut ist sie, aber anders gut, als Sie es jetzt meinen! Ich halte es für ein schweres Unrecht, eine Tat, Ihrer unwürdig, gnädige Frau, eine Schande, dies edle Herz zu betrügen — es zu berauben, es zu — brechen!" Nelda Ivar wieder ruhiger geworden, kalt und klar Rangen ihre letzten Worte: „Ja, es zu brechen «— wie Sie es tun, gnädige Frau!" Anselma lachte krampfhaft, sie raffte das feine Stttzen- taschentuch vom Boden und zerknäulte es in den Händen. „Sie sind wohl die Abgesandte der geängstigten Taube? Wie kommen Sie dazu? Sie sagen mir merkwürdige Dinge! Ich — ich — haha, es ist zu komisch! Was gehen m-ch Frau von Ostens Sentimentalitäten an?!" Sie werf den Kopf zurück! u.nd setzte eine eisig hochmütige Miene auf. „Ich muß Sie wirklich bitten, mich mit dergleichen lächer- kichen Anschuldigungen zu verschonen!" Als zöge sie einen Kreis unnahbarer Kühle um sich, so streckte sie abwehrend die Hand aus und raffte dann die Schleppe ihres Kleides zusammen. Nelda ließ sich nicht einschüchtern. Wie eine Rächerin stand sie '^ochaufgerichtet, die Arme unter der Brust gekreuzt. Sie tou*.e selbst nicht, woher ihr die Worte kamen, sie strömtet! ihr zu, eine grenzenlose Erbitterung war in ihr. Durch einen Schleier sah sie Agnes' blasses Gesicht, ihre Tränen, ihre vergehende Gestalt. Sie sprach laut: „Agnes war glücklich, wie man es mit einem Mann wie Osten überhaupt fein kann. Er ist leichtsinnig und unbeständig. Zucken Sie nicht zusammen, gnädige Frau, Sie möchten mir entgegnen und können es doch nicht. Sie sagen sich im innersten Herzen selbst: iver so rasch seine Plicht vergißt, kann der treu sein? O gnädige Frau" — die Erbitterung wich mehr und mehr, ihre S.imme wurde eindringlicher, ein sanfteres Zureden mischte sich ein — „.glauben Sw nicht, daß Sre Glück mit ihm finden werden! Glück auf den Trümmern eines andren! Ich weiß alles, ich weiß es von Mnes, ich Miß es von jenem Abend im Theater — entsinnen Sie sich? Tristan und Isolde! Ich habe Sie beobachtet, ich." „Sck)weigen Sie, schweigen Sie! Es ist alles nicht wahr, Lüge, lächerliche Lüge!" Mit dunkler Röte auf den Wangen sprang Anselma auf, hielt sich die Hände an die Ohren und ging erregten Schrittes hin und her. Die Schleppe raschelte hinter ihr drein, man sah, wie die volle Brust arbeitete. Sie erhob die Stimme. „Was wagen Sie? Und wenn es wahr wäre, ich verbitte mir jedes Wort! Was mischen Sie sich ein — mit welchem Recht?" „Ich habe gar kein Recht." Nelda sprach nicht lauter alA vorher, die andere hörte doch jedes Wort trotz der zngehaltenen Ohren, man sah's an ihrem Zusammenzucken. „Und doch das Recht, das jeder Mensch hat. der ehrenhaft denkt. Agnes von Osten verzehrt sich; sie hat den Stolz, nicht weichen zu wollen, sie hält es für Pflicht, zu bleiben. Ich weiß, sie wird das durchführen bis sie stirbt; und sie wird sterben — bald — ihr schwacher Körper kann bent Gram nicht Stand halten. Um Gotteswillen, gnädige Frau" — Nelda faßte nach dem Kleid der rastlos hin uno her Wandernden — „um G-otteswi len, hören Sie mich, werden Sie keine Mörderin! Sie können nie, nie glücklich sein! Tag und Nacht wird ihnen das bleiche Gesicht der andern erscheinen, auf all' ihre Freuden wird es sehen, daß sie Ihnen keine Freuden mehr sind! O liebe, liebe gnädige Frau" — mit einem warmen Ruf aus innerstem Herzen umklammerte Nelda die eiskalten Hände der anderen — „ich weiß. Sie sind nicht unedel! Sie können und werden nicht noch größeres Unrecht tun! Liebe Frau Arnheim, hören Sie mich, Agnes ist so gut, sie hat kein Wort des Zornes für Sie, nur Tränen! Seien sie barmherzig — gnädige Frau, ich bitte für Agnes, ich bitte für Sie selbst — bitte — bitte!" „Lassen Sie mich Y' Anselmas Lippen zitierten, das schöne Gesicht war weiß wie Marmor, mit einem Ruck machte sie ihre . Hände frei. „Ich will nicht, was hab' ich? Ich will gemeßen, ich verschmachte hier — oh!" S e packte den feiöneit Fenstervorhang nnö riß daran. „Ich sitze im goldnen Käfig, ich sterbe vor Langeweile! Gehen Sie fort, gehen Sie fort!" Sie schrie es fast. „Was quälen Sie mich?!" Sie drehte das Gesteht ab, der Wand zu und starrte trotzig vor sich nieder. Sekunden vergingen, Minuten, lange Minuten. Keine von ihnen sprach, nur ein banger A emzug zitterte durch den üppigen Raum mit den niederwallenden feidnen Vorhängen, von Amoretten gehalten. Neloa räusperte sich, die Stille hatte etwas unsäglich Beklemmendes, (Fortseining folgt.) Aus den Tagen der „Akren PB" Heute, wo sich Gießen in seiner elektrischen Straßenbahn ein zeitgemäßes Verkehrsmittel geschasfen hat, dürfte es angebracht sein, einmal zurückzublicken auf die Zeit vor Eröffnung der Eisenbahnen, auf die halb vergessenen und doch interessanten Tage der hiesigen Fürstlich-Tchurn- und Taxis'schen Post in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Das 1725 erbaute Pvstgebäude, dessen hohe Giebel noch immer auf das veränderte Bild der Walltorstraße herabschauen, kann manches von dem einstigen Leben und Treiben an dem jetzt so verkehrsarmen Walltor erzählen. Zu Ende des 18. Jahrhunderts lag der Postverkehr infolge beständiger krieger.scher Verwickelungen völlig darnieder. Noch 1796 hatte der französische General und nacl)- malige kaiserliche Marschall Ney in der Post sein Hauptquartier aufgeschlagen, und von hier aus zwang er der schon ausgejvgenen Stadt seine hohen Kciegsumlagen auf. Mit seiner Drohung, die Stadt im Falle der Verweigerung der geforderten Lieferungen zu beschießen, machte er nach dem Einrücken österreichischer Husaren durch das Neuenweger- und Selterstvr auch tatsäch.ich Ernst. Die Post, in deren Kellerräumen zahlreiche Einwohner Zuflucht sanden, wurde durch die Beschießung nicht beschädigt. Aber durch die fortgesetzten Kciegsunruhen blieb der Postverkehr gänzlich lahmge egt. Alle brauchbaren Postpferde waren von den Franzosen zum Vorspann auf Nimmerwiedersehen genommen worden, so daß der Poststall, als endlich 1199 die Franzosen Gießen geräumt hatten, völlig neu geschaffen werden mußte. Nur'allmählich erholte sich mit der schwer heimgesuchteu Stadt auch bie Post, und — 676 — tmb schließlich $ur Noch int selben Jahre wohnte Bliicher in der Post, Lessen Erscheinen damals bei der Gießener Studentenschaft einen Sturm der Be> der Verkehr erfuhr in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine langsame, aber stetige Steigerung, ja, er gelangte in den 30er und 40er Jahren zur höchsten Blüte, um 1869, nach Eröffnung der oberhessischen Bahnen, sein Ende zu ßttben. Die alten Postillone, die meist lange Jahre treu ge- ent, wie der treffliche Hornbläser Todt und der flinke »ettenreiter Wagner, mußten scheiden, die letzten Post- ? dem Dampfroß Platz machen. — Im Jahre 1813 ritt eines Morgens ein Trupp Reiter durch das Walltor herein. Es war Kaiser Napoleons Bruder, der von Kassel vertriebene König Jsröme von Westfalen, der mit wenigen Begleitern auf der Flucht in Wetzen zu kurzer Rast in der Post abstieg. Wer hier wurden die Flüchtigen bald durch den Ruf „die Kvsaken lontmen", der unheimlich durch die Walltorstraße hallte, aufgeschreckt und mußten schleunigst den Poschof verlassen. Die dort aufgefahrenen Gepäckwagen konnten nicht mehr angespannt und rechtzeitig in Sicherheit gebracht loerden und fielen in die Hände der verfolgenden Kvsaken, die bald auf den Posthos sprengten und die Wagen plünderten. Alles, was sie nicht mitnehmen konnten, wurde kurz und klein geschlagen, und nur wenige Stücke sind den Nachkommen des damaligen Poststallmeisters erhalten geblieben als Andenken an die Zeit der Befreiungskriege. In der Frühe des 16. Juni 1847 schallten schmetternde Posthorn klänge zum Walltor herein. Zwei Kuriere sprengten vor die Post und verkündeten das Nahen eines großen Zuges. Ihre Kaiserlichen Hoheiten der Großfürst Thronfolger von Rußland, der nachmalige Kaiser Alexander der Zweite, und die Großfürstin Maria Mexandrowna, die Tochter Gvoßherzog Ludwigs II. von Hessen, sollten kom- merr. Bald fuhr ein glänzender Wagenzug von 53 Pferden durch die Walltorstraße, wo auf dem Posthofe der Post- stallmeister mit allen Postillonen in Gala mit 56 neuen Pferden bereit stand. Der Zug zerfiel in zwei Abteilungen. Die erste Abteilung bestand zunächst aus den beiden je sechsspännigen „Leibwagen" des Großfürsten und der Äroß- türsnn. Diesen folgte ein vierspänniger Posthaitereitvagen für einen Mrrier, ern vierspänniger Sonderwagen, der v'.er- spännige Wagen des Hofmeisters und drei vierfvännige Wagen für Personen des Gefolges. Die zweite Abteilung setzie sich ans einem sechsspännigen und drei vierspännigen Reservewageu zusammen, denen ein zweizpänniger Posthaltereiwagen mit dem Zahlmeister folgte, der die Kosten sogleich zu berich igen IMe. In dem b e e Re.se betreffenden Befehl der Generaldirektion der Großherzoglichen Posten Meß es zum Schluß: „Die tüchtigsten Pst erde und Postillons sollen an die Wagen Rr. 1, 2, 4, 5, 6, 7. Die ganze erste Abteilung wolle sich möglichst zusammenhalten; namentlich darf der Wagen Nr. 5 fach nie von den beiden ersten, Bit. 1 und 2, entfernen. Die Herren Posthalter wollen tief» in Uniform präsentieren, um allenfalls ge Wunsche der Allerhöchsten Herrschaften von dem Hofmeister hm Wagen Nr. 5) zu vernehmen." —' Interessant ist auch, wenn man Fürstenreisen miserer Tage in Bergleich zieht, nachstehender Befehl des Oberpostmeisters vom 28. Juni 1830, betreffend die Reise des Großherzogs Ludwig II. und der Großherzogin Wilhelmine, aeborenen Prinzessin von Baden, die damals anläßlich ihres Regierungsantritts den kleinen Höfen der Provinz Ober- tzesten ihren Besuch abstatteten: „Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die WoßHerzogin von Hessen werden mit Allerhöchst rhrem Gefolge in die Provinz Oberhitzen reisen. Die anliegende Reiseroute besagt das Mhere über diese Reise; ich beziehe Mich daher auf diese Beilage und erteile den Herren Postbeamten auf den Routen, lvelche die Allerhöchsten Hsrr- etnen Sturm der Begeisterung für die Befreiung entfesselte s.stst ßst st „ .: Bildung eines freiwilligen Jägerkorps führte. Weniger freundlich begrüßte man den 1823 durchreisenden Prinzen Wilhelm von Preußen, der nur zum Pferdewechsel kurze Zeit vor der Post in der Walltorstraße hielt. Als der Prinz 1848 wiederum die Posthalterei passierte, konnte er nur mit Mühe vor den Drohungen der aufgeregten Smdenlenschaft bewahrt werden. Und wie stürmisch ist in späteren Jahren der alte Kaiser auf der Reise nach Ems so manches Mal am Gießener Bahnhof begrüßt worden! — schäften bereisen werden, noch folgende besondere Borschriften : Auf keiner der betreffenden Stationen tznd die erforderlichen 65 Pferde vorhanden. Die Herren Posthalter haben daher alsbald dafür zu sorgen, daß die benötigte Unterstützung nicht fehle. Sie haben sogleich die Herren Landräte und Bürgermeister hiervon in Kenntnis zu setzen und dieselben um Unterstützung zu ersuchen. Ich darf mich versichert halten, daß bei dieser für die Provinz Oberhessen so sehr ehrenvollen Reise Ihrer Königlichen Hoheiten die Herren Landräte und Bürgermeister mit größter Bereit- lvilligkeit alle Unterstützung gewähren. Da nur sechs- uich vierspännige Wagen bei dieser Reise der Allerhöchsten Herrschaften Vorkommen, so haben Sre zur Unterstützung des Poststalles nur solche Pferde zu nehmen, welche au vierspänniges Fahren gewöhnt sind. Diese Züge dürfen nur von im vierspännigen Fahren geübten Leuten geführt tott- deu. Für die beiden sechsspännigen Wagen der Allerhöchsten Herrschaften müssen Postpferde und ganz zuverlässige Postillons verivendet werden. Die Postillons müssen in der vorgeschriebenen Postillonsmontur reinlich und sauber gekleidet fern, vorzugsweise die, welche die Wagen Ihrer Königlichen Hoheiten fahren. Es müssen des Aus- und . Anspannens kundige Leute bei der Hand sein, welche zur schnelleren Beförderung bei dem Umspannen Hülfe leisten. Den Postillons ist gute und vorsichtige Beförderung anzuempfehlen. Die Herren Posthalter erscheinen in der Postuniform und reiten den Wagen Ihrer Königlichen Hoheiten vor. Das Extrapostgeld wird nicht sogleich bezahlt; die Rechnungen darüber werden an mich eingesandt, und die Zahlungen von hier erfolgen. Das Postillonstrinteeldi wird von jedem Wagen sogleich bezahlt. Der Herr Post- stallmeiister Kempff in Gießen ist beauftragt, von Gießen nach Alsfeld, sotvie von da über Grünberg, Hungen, Nidda und Büdingen, soweit es nötig ist, den Wägen der Allerhöchsten Herrschaften zeitig genug vorauszureiten, UM, weil auf diesen Stationen nur eine geringe Anzahl von Postpserden vorhanden ist, die für den Dienst in Bereitschaft gesetzten Pferde zu revidieren und die erforderlichen Anordnungen zu treffen. Seinen Anordnungen haben Sie Folge zu leisten. An die Stationen zu Grünberg und Hungen werden noch besondere Verfügungen erlassen. Ich darf mich dem Vertrauen überlassen, daß die sämtlichen Herren Posthalter sich bestreben werden, durch die pünktlichsten Dienstleistungen die Allerhöchste Zufriedenheit Ihrer Wniglichen .Hoheiten zu erlangen."--- Genau 75 Jahre später raste ein Automobil auf der Straße von Darmstadt nach Lich: Großherzog Ernst Ludwig unternahnr eine Reise in die Provinz Oberhesten. —> Vertuschtes. — Ein Gespräch«, t Maeterlinck. Maurice Maeterlinck befindet sich gegenwärtig in England, um an den Probest feines Märchendramas „Ter blaue Vogel" trrlznnehnen, das demnächst im Haputarlet-Theater in einer prächtigen. Jnizemerang» Ent ros aufgeführt iverdcn wird. Ein Mitarbeiter der Daily Marl, ö Hamilton Fine, hat den Blämischen Dichter ausgesucht und mit ihnl ein interessantes Gespräch geführt, in dein manch erhellendes Licht auf fein neues Wert und seine Xcunft überhaupt ml. Maeterlinck stand am Stemm seines Hotelzimmers und wärmte sich die Hände. „Dieser Besuch in London," sagte er mit ferner Wrictot Stimme, „manch mir viel Bergungen. Ich habe den „blauen Bogel" noch nicht ans der Bühne gesehen. Er ,st m Mv»ka« mtb St Petersburg gespielt worden, aber vor dem ross,scheu Winter hatte ich, wie Sie sich denken können, Angst. Auch der engt- lische Winter behagt ja dem Freunde der -Lonne und des Südens nicht; „Ich kann hier freilich nicht im Freien arbeiten, wie M Graste, wo ich den Winter so angenehm im ^vnnmschein verbringe. M liebe es, der Natur nahe zu sein, wenn, ich schreibe. Ich wun es nicht aushalten, in einem Zimmer euigepfercht zu sein. Aber Ihr englisches Klima hat viele Reize. Am Sonntag imachte ,ch eine Antomvbilfahrt über Land. Lie «mme Ivar lostüch und warm, der Himmel von einem zarte», dnrchfichttg seuasten Blau. Tie Farben der Landschaft waren entzückend. Aber große Städte kann ,ch Nickst leiden; ich werde, so müde von den endlosen Straßen. Und dann versenkt sich der Dichter in eine Beschrerbimg ack der Schönheiten, die ihm das lfeilte Graste, nahe an dir Käste d,Ä mittelländischen Ateeres,, eingebettet in seine bMmdm diMgen Gärten, gewährt. Auf semenr Motorrad macht er Ausflüge VIS m die Gebirge der Umgegend hinein. „Marick-e Leute lach:» über mich: ein Dichter ans einem Motorradi Sie denken, das paßte nickst rnsammen. Aber wieviel angenehmer ist es doch als em Anwmvbil Man ist nahe am Boden, man kann alles sehen, was 776 es da zu gibt. Man kann kkeiue Seitenwege cinschkageN, wundervoll stille Waldstraßen, nnj denen feist Andomobii fahren darf. Freilich hat es auch eine Schattenseite. Ment Hund kann nicht mit mir konimen, ttühreud er int Autotnobil mehr Vergnügen hat als sonst irgend wer. SH fahren wir denn Automobil, nur weil er Spaß davon Hat." Der feinsinnige Schilderer des Bienen- kerens ist übcrhanyt ein großer Tierfreund und hat auch int „blauen Bogel" das Seelenleben unserer vierfüßigen Brüder fein dargestellt. Sein Werk hatte in Rußland eilten geradezu erstaunlichen Erfolg: „Es ist wahr," erzählte er, „daß 52 Theatergesellschaften in Rußland das Stück spielen. Es ist so beliebt geworden, daß die Zeitungen sogar von einer „Blauen Bogel-Manie" sprechen. Warum man es noch nicht in Paris gegeben hat?" Er zuckto seine breiten Schultern. „In Paris hat man jetzt keinen Sinn für cinfachs Dinge, da muß es sich stets um Frau und Gatten und Liebhaber handeln, damit der verwöhnte Gaumen des Puöli-- lnms durch raffinierte Speisen gekitzelt werbe. Mein „blauer Bogel" ist nur eine Phantasie, ein Märchen. Wir suchen ja alle das Glück. Mm, der blaue Bogel ist das Glück, der Bogel, der niemals gefangen wird. Ganz einfach, eine Geschichte für Kinder — in jedem Alter. Manche sehen wohl einen mystischen Sinn darin, aber ich sehe keinen. Es war eine Zerstreuung, das Werk eines Feiertages." Maeterlinck sprach dann seine Verwunderung darüber aus, daß er in London kein Stück von Shakespeare sehen könne. „Sagen Sie mir," fragte er plötzlich, „Wie ist es nur möglich, daß ich hier in London mir kein Shakespeare-Stück ansehen kann? Das ist ja schrecklich ! Ich kann cs nicht verstehen. Ihre englische Nation ist doch so stolz auf ihre Vergangenheit. Ihr Shakespeare ist der größte Dichter der Wett. Und doch vernachlässigt Ihr ihn. Zum mindesten müßte er aus erzieherischen Gründen beständig aufgeführt Herben. Warum hat man bei Ihnen keine Institution, wie die Gomsdie-Franyaise?" * Goethe als Familienvater. Ein eigentliches Familienleben hat Goethe erst im Alter besessen. Als er sich vor der Welt inrmer mehr ohne Haß verschloß und sich seine Welt ganz in seinen vier Wänden aufbaute, da freute es ihn, die Seinen Nm sich zu wissen und in den Seinen zu leben. Christiane, die treue liebevolle Gefährtin seiner Mannesjahre, war „ihrem Geheimrat", wie sie ihn wohl nannte, in den äußeren Formen des Verkehrs doch immer etwas fremd gewesen, so daß sich kein inniger gleichgestimmter Kreis der Allernächsten herausbilden konnte. Tie Kinder, Knaben und Blädchen, die sie in den Jnhren. 1792—1803 Goethe geboren, blieben mit der einzigen Ausnahme Augusts alle nicht am Leben. Ter Sohn, den die Mutter stark verzärtelte, genoß mich1 dis volle Liebe des Vaters, der ihn gern mit auf Reisen nahm und dann die .Nnge-ogenhesten des verwöhnten Bürschchens humorvoll ertrug, Aber ein rechter Familienvater Würbe doch erst der alte Goethe, als August heiratete und mit dem Vater unter dem gleichen Dache wohnte. Ludwig Geiger, der in einem bei Ullstein erscheinenden Werke Goethes Leben und Schaffen benf deutschen Volke erzählt, schildert in hübschen Bildern diese. Beziehungen des gealterten Olympiers zu seiner Schwieger- tvchtec und seinen Enkeln und verschweigt auch die Schattenseiten nicht, die in diesem Familienleben anfstiegcn. Augusts Ehe mit Ottilie von Pogwisch war nicht glücklich; in beiden lebten dämonische Leidenschaften, aus denen Verwirrungen und Zwiste aller Art entstanden und die sich in peinlichen Auftritten entluden. Während Augusts bald überschau m ende, bald von Selbsterniedrigung gepeinigte Natur ihr tragisches Schicksal rasch vollendete, stand Ottilie an Goethes Seite bis zu seinem Tode und hat viel von seiner Liebe und Zärtlichkeit genossen. Goethe tvar der Schwiegertochter und den Enkeln gegenüber der gütigste Vater, der liebevollste Großvater. All den Zauber, den er jungen, anmutigen Frauen und Mädchen gegenüber zu beweisen verstand, entfaltete er im Verkehr mit dieser schillernden Fran, die ihn mit Freundlich- kett umgab, ohne ihm doch die Ruhe und Ordnung eines gut ge- grten Hauswesens zu bereiten. Er liebkoste, sie und schrieb ihr zierlichsten Briefe und Verse von spielerischer Anmut. Er besprach die neuesten Bücher mit ihr, sah mit ihr Zeichnungen durch und ließ sie Anteil nehmen an dem Genuß seiner Werkii. Und sie, die eine oberflächliche. Weltdame war und eine tiirruli-i- keidenschaftliche Gefallsucht besaß, wußte in .den stillen Räumen des Alten ihren ganzen Liebreiz $it entfalten, ihre gesellschaftlichen Gaben erglänzen zu lassen: sie machte sich ihm nützlich, fast unentbehrlich als anmutiges Schmeichelkätzchen und als unermüd- Mü bliche Kckan?enschweste>- Gegen die Enkel war der Großvater von einer rührenden Zärtlichkeit, die ans unzähligen Stellen der Briefe, Gespräche und Tagebücher hervortritt. Er Überbot noch ihnen gegenüber die sprichwörtliche großväterliche Langmut. Ihnen war die Arbeitsstube des großen Mannes, die Men anderen ein geheiligter Ort war, ein Tummelplatz kindlicher Spiele. Dort wurden sie liebreich unterwiesen, ihrem Alter gemäß, vft auch weit über ihre Jahre hinaus, durch Vorzeigen von Bilderbüchern Und Kunsiweritzn aller Art tändelnd belehrt; sie wurden aber auch gern von dem Alten auf Spazierfahrten und Reisen mitgenommen. Sie dursten zu Hause und in der Fremde zuhören, wenn Erwachsene sprachen und wohl auch in gewichtige Unterhaltungen dreinreden. Ihre Geburtstage wurden von Goethe, der seiner Neigung nach rauschendeu Vergnügungen ans dem Wege ging, lärmend gefeiert, der Weihnachtstisch wurde, ihnen bereitet, Schakb» tage nach ihrer Bedeutung erklärt, Mondfinsternisse und andere Naturerscheinungen ihnen sachgemäß erläutert. Jedes Vergnügen ward ihnen gewährt, schon in zarter Jugend waren sie Stamm- gäste des Theaters, sie durften durchreisende Künstler anschauear und sich mit ihren Altersgenossen froh tummeln, unter denen die Mitglieder des fürstlichen Hanfes die bevorzugten Spielkameraden, waren. * Das Alter dor Hauskatze. Viktor Hehn hat die bisher nicht widerlegte Vermutung aufgestellt, daß die Einführung der Hauskatze und ihre Verbreitung in ganz Europa durch die Völkerwanderung veranlaßt tvvrdcn sei tmd den Zweck gehabt habe, di« gleichzeitig mit den tvandernden Välkerscha.rqv aus Borderasien und Südrußland eiNboechenden Ratten zu bekämpfen. Er macht darauf aufmerksam, daß in der aktgriechischen und altrömischen Literatur als Feind« der Maus nur Wiesel, Marder, Iltis und Wildkatze genannt Werden, daß di« vermeintlichen antiken Abbildungen der Hauskatze vielmehr die Wildkatze darstellen und daß in Pompeji, wo man doch Reste von Pferden, Rindern, Hunden, .Ziegen und anderen Haustieren gefunden hat, nie ein Knochen einer Katze aufgetaucht ist. Neuerdings hat es nun O. Keller sehr wahrscheinlich gemacht, daß die von den Äegyptern oder Nubiern schon in allerältester geschichtlicher Zeit gezähmte, gepflegte und bekanntlich heilig gehaltene Hauskntzv doch schon ttach der Einverleibung Aegyptens in das Reich der Römer diesen bekannt und in den ersten Jahrhunderten nach Christus in Italien zum toeit verbreiteten Hausner geworden fei. Auch der aus Afrika stammende, ht der Literatur zuerst bei Palladius (zwischen 300 und 350) begegnende neue Name eattus, der in di« romanischen Und germanischen Sprachen übergegangen; ist, beweist, daß es sich tritt ein vorher unbekanntes Tier handelt; denn felis bezeichnet stets den Marder, das Wiesel und ihre Verwandten, allenfalls auch die Wildkatze, stöenn es richtig ist, was. aber bei der Kleinheit der Mbildungen nicht auszumachen i)X daß auf Münzen des 5. Jahrhunderts v. Ehr. aus Tarent und Rhegium das Tierchen, mit dem der jugendliche Demos spielt, ein Hauskätzchen sei und das; man ans apulischen Basen ebeq- dasfelbe erkenne, so muß vor der römischen (Eroberung Unten- italtens ein Akklimatisiertmgsversuch gemacht, dann, aber wieder verschollen sein. Jedenfalls ist das Tier in Italien bis in die Kaiserzeit sehr selten geblieben. Dem Horaz ist sie sicher, dem Plinius wahrscheinlich noch »mbekmmt. Die gestreifte verm-eiuib- tiche Hauskatze auf einem pompejanifchen Mosaikbilde im Neapeler Museum ist nach Keller ein Bastard von Sumpfluchs (felis chauss und nubischer Falbkatze (felis maculata), der auch in Aegypten gezähmt uud zur Jagd benutzt ward. Gegen die eingangs aw- geführte Vermutung Hehns wendet Keller ein, daß die Gleichzeitigkeit des Eiitbruches der Hausratte mit der Völkerwanderung durch nichts bnviesen ist, daß die Wanderratte erst 1727 aus den kaspischen Ländern nach Enropa kam und daß zur Bekämpfung beider das bereits Vorhandene und gezähmte Wiesel, das die Römer allgemein gegen die Mäuse benutzten, noch geeigneter war. * Ung al an t. „Warum glauben Sie, Herr Professor, daß tvir Frauen Talent für den tierärztlichen Beruf haben sollen?" — „Weil durch eine Frau schon mancher „Esel" kuriert worden ist." * Das Arztsö huch en. Lehrer: „Warte, du Range, ich werde mir mal deinen Vater kommen lassen." — Fritz: „Das kann Sie zwanzig Mark kosten, Herr Lehrer." * E i n g a n z S ch l a u er. Sie: „Es ist mir völlig nnerktär- lich, warum dir der Arzt das Bier nicht verboten hat." — Er: „Ich habe ihm gesagt, daß ich übe.rhanpt keines trinke!" * Gefühlvoll. Köchin (der eine Schüssel ans den Boden sältt): „Tas ist das erste Mal, daß ich einer Herrschaft das Porzellan vor der Mndignng zerbreche!" Krerrzriitsel» In die Felder nebenstehender Figur sind die Bucystaben a a a a a a, e c, d d, e e, g g g g, h h, i i, 1111111, m, n n n n, o o, p p, r r, s s s s, 11, z derart einzutragen, daß die wage- rechten und senkrechten Reihen gleichlantend folgendes ergebent 1. Wertvolle Erfindung, 2. Einen Philosophen. 3. Weibliches Wejen. Auftöiung tu nächster Nummer i Auflösung des Logogriphs in voriger Ntinnner: Hagen, Hagel. Nedaktwn: K. Neurath. — NolationSdruck und Verlag der Brtthl'schen Unwersitäis-Bnch- tmd ©tciubructerei, R. Lange, Gieße».