Samstag den 9. Oktober 1909 PhQl § v-t ‘^läi M ■ f - H W i (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) weiter. ♦ Etwa zwei Stunden später schritt Ranzer hinter einer Wärterin itber den langen Gang im Merten Stockwerke der großen Irrenanstalt zu Sinzdorf. Auf dem doppelten Lauser Rheinlandstöchter. Roman von Clara Viebig. Leutnant von Ramer saß im Bonner Schnellzug, m Zivil. Neben ihm lagen eine Tüte ititb ein kleiner Veilchenstrauß, sorgfältig in Seidenpapier gehüllt. „Tat Präsent for den Schatz," würde Gottlieb Schmitz sagen.,. Die Blumen waren für keine Geliebte; der Sohn brachte sie der Mutter. So geschah es jedesmal; im Frühjahr waren es Veilchen, im Sommer Rosen, im Herbst leuchtende Astern. Uitb jebe-»» mal steckte die unglückliche Frau die seine Nase rn, dre Bluinen, kicherte und reichte dann mit huldvoller Gebärde d,em Spender die Hand zum Kuß: „Wir geruhen sie anzu- nehmen. Wir danken!" So würde es auch heute feilt. Rainer seufzte, als er allein int Coups saß; mit einem müden gleichgültigen BUck schaute er durchs Fenster aus das wechselnde Laudschaftv- bild. Da floß der Rhein, breit gleitend; drüben an den Berghänge,i noch kein Grün, grauer Duft über Ufer und Strom. Noch ahnte mau nichts von Lenzherrlichkeit und Sommerpracht {— und wenn auch, es war fa ackeS 0tUC£et Zug fuhr langsamer, die dunklen runden Türme und alten Mauern von Andernach tauchten auf. Da war der Bahnhof — der Schaffner riß die Tür auf, und schob eine Dame nebst einem kleinen Mädchen ins Coups. „Fertig, abfahren!" Ein schriller Pfiff. Äerqerlich zuckte Rainer zusammen; das fehlte noch — Kinder! Er rückte ganz in seine Ecke und legte dre eine Hand über die Augen, die andere ließ er schlaff hermuer- hünqen.-----Was war das für ent Leben! Schrecklicher als der Galeerensklave es führt, der, in Ketten geschmiedet, täglich dieselbe Zwangsarbeit tut. War er mcyt auch em Sklave? War die Pflicht M leben - so M leben - nicht schwerer als die Galeerenarbeit eines halbvertierten W ^Ein unsagbar bitteres Gefühl beklemmte ihm die Brust, er schmeckte die Galle auf der Zunge. Warum war er denn auserlesen zu allem Mißgeschick? Was hatte die arme Frau in Sinzdorf verbrochen, daß sie hinter schloß und Riegel in geistiger Nacht saß? Ihr Leben war untadelig gewesen, ein stetes Opfer für Mann und Kinder — gut, saust, fromm - und das der Lohn?! Gott -! Wenn es einen Gott gibt, so ist er blind oder er schläft! Rainer biß die Zähne aufeinander, er hätte eine wilde Anklage hinausschleudern mögen — pah, «ich das nicht der Mühe wert; alles aus! Er wußte nicht, daß er schwer seufzte, er war versunken in düsterm Bruten. Plötzlich zuckte er zusammen, etwas Weiches, Warmes streifte seme Hand, zwischen den Fingern fühlte er Blumenstengel. Er fuhr auf. „Entschuldigen Sie nur, o bitte, entschuloigen Sie, stammelte die ihm gegenübersitzende Dame. „Märtechen, was fällt dir ein? Komm sofort hierher!" _ t Rainer wußte nicht, wie ihm geschah; in der Hano hielt er ein paar abgeschnittene Blumen, an sein Knie lehnte sich das kleine Mädchen und sah ihm mit großen Augen merkwürdig ernsthaft ins Gesicht. . „Bist du traurig?" sagte das Kind Mitleidig. „Sei nicht traurig! Mariechen schenkt dir alle Blumen von der Großmama. Mariechen will dir -auch einen Kuß geben! Sie streckte die Aermchen furchtlos nach dem,fremden Mann aus — ja, das waren Nelda Dallmers ernste graue Augen, auch solch blondes Haar! Ehe die verlegene Mutter wehren konnte, hob Ramer die Kleine auf den Scyoß. Er küßte nicht ihr Gesichtchen, aber er streifte den wollnetz Fausthandschuh voii der kleinen Hand und küßte die, lute er Nelda Dallmers Hand geküßt hatte. . Die junge Frau hatte ihre Fassung wiedergefunden, ein halb schelmisches, halb verlegenes Lächeln stand , ihr allerliebst. „Mariechen denkt gleich, wenn jemand so da,itzt, wie Sie eben dasaßen, er sei traurig; das tut ihr dann so leid und sie möchte ihm was zu Liebe tun. Sie ist ein drolliges Kind. Komm hierher, Mariechen, du belästigst den Herrn!" ,,, .Bitte, gnädige Frau!" Er verbeugte sich und ,teilte die Kleine auf den Boden. „Sieh hier, deine Blumen. Ich danke dir vielmals, aber die mußt du wieder nehmen, ich habe ja selbst welche." . Das Kind schüttelte verneinend den Kopf, daß ihm die wirren Locken in die Stirn fielen. Das tut sie nicht. Behalten Sie die Bluinen doch, bat die junge Frau freundlich. „Sie sind von meiner Mutter, an ihrem Fenster gezogen — wir waren bet ihr zu Besuch — beim Abschied schnitt sie nur die schönsten ab. Sie bringen Glück!" Ramer erwiderte nichts mehr, stumm wickelte er die Blumen zu seinen Veilchen und nickte der Kleinen zu. sie saß ihm jeßt gegenüber, ihre sprechenden Augen wandten sich nicht von ihm; es war ihm ordentlich unangenehm. Er mußte immerfort an Nelda Dallmer denken — fo hatte die gewiß als Kind ausgesehen — und in bet.en let g l e ul e Trieb, hier im Kind schon Weib, dort un Weib noch Kutd! Ein Verlangen stieg plötzlich in Ramer mtf, das 5inidm- qesicht da gegenüber zu küssen. Nein, nicht da» Ä tu Der- gesicht, Neidas Gesicht! Er schloß die Augen - lieber md)t§nS wwder eine Station, Mutier und Kind stiegen aus; die Kleine lächelte freundlich und winkte mit dem Händchen. Dann waren sie fort. Noch einmal schimmerte das rote Mützchen auf deut Perron. Der Zug schnaubte — 630 von Kokosfaser verfingen sich die Tritte unhörbar; es hatte etwas Unheimliches, dieses Nichthören des eignen Schritts, lautlos glitt die Führerin voran. Eine Stille ringsum, die den Atem beklemmt, die etwas Fürchterlichem vvrher- geht. Plötzlich ein gellender Schrei! Und nun ein wahnsinniges Lachen! Ein Lachen, so grell, tierisch, schauerlich in seinen hohlen Lunten, daß sich dem Hörer die Haare empor sträuben. Ramcr blieb unwillkürlich stehen, der Fuß war ihm wie an den Boden geschmiedet; die Führerin wandte sich um. „Kommen Sie nur," sagte sie gleichgültig, „das is Nummer elf, die hat mal wieder ihren Raptus." „Ich bitte Sie,^Fran Müller," — Ramer fühlte, wie dumpf die eigene Stimme war — „ist das eine Dame? Was fehlt der Unglücklichen?" Die große stämmige Person mit der blühenden Gesichtsfarbe Und den Grübchen in den Backen zuckte die Achseln. „Ja, da is nix bei zu machen! Wissen Sie, Herr Leutnant" — sie trat dem jungen Mann näher und tuschelte geheimnisvoll — „Nummer elf is ein Fräulein „von". Ja, ganz vornehm und steinreich — hübsch muß se auch gewesen sein! Ich sag' Ihnen, Haare hat se, um sich zweimal drin einzuwickeln, aber wenn se den Raptus kriegt, reißt se sich Hände voll ans. Sie sagen, se hätt' eine unglückliche Liebe gehabt: die Familie hat die Heirat nit zugegeben, da is se verrückt geworden und se haben se hier eingesperrt. Se bild't sich ein, se hat en Kind gekriegt, das schleppt se nu immer im Arm herum und singt und iviegt und küßt es. Wenn se so is, dann is se als ganz gut; aber wenn e ein Mannsbild zu sehen kriegt, den Herr Doktor oder duft jemand — o je, dann spektakelt se was! Se können ich nit vor ihr retten, se hängt sich ihnen an den Hals und wird zudringlich. Ne, man sollt et nit glauben, daß se mal eine anständige Dam' gewesen ist! Herr Leutnant, da könnt man Stückelcher erzählen — haha!" Frau Mittler lachte. „Hören Sie, wie se kreischt? Sie werden se gleich in die Zwangsjack stechen — da, sehn Sie!" Aus Nummer elf erklang ein grelles Glockensignal; nach wenigen Minuten kamen zwei Wärterinnen, starke sehnige Gestalten, den Gang herauf gestürzt. Die eine trug eine leinene Jacke ans dein Arm mit unnatürlich langen, nachschleppenden Acrmeln; nun verschwanden beide " in Nummer elf. Ramcr schreckte zusammen und fuhr mit beiden Händen an die Ohren; das war kein Gekreisch mehr, nein ein Geheul, wildes viehisches Geheul! „Um Gotteswillen!" Er fühlte, wie ihm der Schweiß ausbrach und kalte Schauer über den Rücken rieselten. „O, da sind wir dran gewöhnt," sagte seine Führerin ganz behaglich. „Jetzt schreit se sich aus und wenn se nach- her nit mehr kann, is se still. Aber kommen Sie jetzt zu der Frau Mama, Herr Leutnant!" Sie ging voran, unsichern Schritts folgte er, die Kniee zitterten ihm. Der Gang war endlos; Tür auf Tür, Nummer nach Nummer, noch immer das Geheul — jetzt Gott sei Dank nichts mehr zu hören! Hier war es ruhiger. „Wie geht es meiner Mutter, Frau Müller?" „O danke, recht gut! Ne, das is eine liebe Dam', wenn se alle so wären, wär' inan hier im Paradies! Ne, wirklich so nett und auch ganz gesund, die kann uns beide noch überdauern, Herr Leutnant! ---So, da wären wir!" Sie steckte den Schlüssel in's Schloß der letzten Tür und klopfte dann. „Se freut sich so, wenn man vorher klopft!" Sie traten ein. Das Fenster war vergittert, doch fiel das Licht freundlich in die Stube, auf das flache Bett in der Ecke mit dem grünen Schirm davor, auf die Chaiselongue, auf den kleinen Tisch und die wenigen Stühle. Die grau tapezierten Wände blickten kahl und nüchtern; kein Spiegel, kein Bild. Am Fenster saß Frau Constanze von Ramer. Sie war Mit peinlicher Sorgfalt gekleidet, die spärlichen Falten des einfachen Wollkleides waren so sorgfältig ausgebreitet, als spreite sich schwerer Damast oder Brokat. Sie saß kerzen- grade und hielt den Kops mit der kleinen Spitzenhaube über dem grauen Scheitel steil aufrecht. Beim Oeffnen der Tür wendete sie sich langsam, so steif und hölzern, als drehe sich ein Automat. „So, Madam/' — die Wärterin stieß ihren Begleiter mit dem Ellenbogen und zwinkerte ihm zu — „hier ist Ihr Sohn! Sagen Se mal guten Tag, Madam!" „Was — Mph am — ? !" Gereizt fuhr die Fran am Fenster auf, ihre unstät flackernden Pupillen bekamen plötzlich einen starren Blick, ihr eben noch sanfter Mund verzog sich hochmütig. „Was unterstehen Sie sich?" kreischte sic in den höchsten Tönen. „Madam — ich bin keine Madam! Wissen Sie nicht, daß ich die Kaiserin von Deutschland bin? Aus die Kniee — auf die Kniee!" Ihre zarte Gestalt zitterte vor Wut, ihre Lippen verzerrten sich, sie krallte die ansgestreckten Hände. Ramer prallte entsetzt zurück. Die Wärterin blieb gelassen stehen, sic knixte nur mehr- mals hintereinander und gab ihrer Stimme einen kriechend unterwürfigen Klang. „Majestät, verzeihen Se, allerhöchste Majestät, ich habe mich ja versprochen ■— no natürlich: Majestät, attergnädigste Majestät!" „Ah — ah!" Die Kranke war sofort ruhig, ein geschmeicheltes Lächeln glättete ihr wutverzerrtes Gesicht. „Das wollt' ich dir auch raten! Wir wollen diesmal gnädig fein gnädig sein," setzte sie in völlig verändertem Ton hui zu. , „Aber weißt du auch daß ich dich köpfen lassen kann, ja, köpfen lassen kann?" Sie lachte kindisch. „Eins, — zwei, — drei, — da fliegt der Kopf herunter! Siehst du, wre er in den Sand kullert? Die Leute schreien hurra! Oder," — sie machte eine lauge Pause, ihr Sprechen wurde ern Flüstern, wichtig, vertraulich, sie riß die Augen weit auf und ließ sie scheu im Zimmer umherrollen — „oder soll ich dich erschießen lassen — erschießen lassen?! Hier in den Kopf!" Sie fuhr mit beiden Händen an die Schläfen. „Er hat sich erschossen! Huh, erschossen — schossen — schoßen —!" Sie wiederholte lallend die letzten Silben und schüttelte sich dabei, als würfe sie ein innerer Krampf hin und her, Ramer lehnte sich dumpf stöhnend gegen die Tür; er glaubte es nicht mehr anhören gn können, er mußte fort- stürzen, nie wiederkehren, — Und doch war es seine Mutter, die da wahnsinnig schwatzte. „Huh erschossen — schossen — huh Huh — erschossen!" Dumpf hallten die leeren Wände wieder. Es Ivar nicht mehr zu ertragen. „Majestät!" Die stämmige Wärterin legte der Unglück- nchen die Hand auf den Mund und schob sie mit Gewalt aus ihren Sitz zurück. „.Huh — huh — schossen — schossen — —" „Still!" Frau Müllers Druck wurde ziemlich unsanft. „Keine Fisematenten, Majestät! Sie wissen doch, sonst gibt's was." Sie erhob drohend den Finger. Die Wahnsinnige duckte sich geschwind. „Keine Fisematenten, nein, nein" sagte sie ängstlich. „Wir find gut, wir sind gnädig," — sie erhob schon wieder steil den Kopf — „wir verleihen Ihnen den schwarzen Ädlerorden mit Eichenlaub, am Bande um den Hals zu tragen!" _ „No, das ist ja schön, da dank' ich. Mer nu kucken Se mal, hier is ja Ihr Sohn, der is weit hergekoiumen, der will Sie besuchen." Frau Müller gab dem jungen Mann einen Wink, näher zu treten. „Kucken Se, hier is er!" „Slh!" Frau Konstanze von Ramer erhob sich feierlich, faßte ihr Kleide mit zwei Fingern und machte eine tiefe abgemessene Verbeugung. „Ter Kronprinz! Seien Sie gegrüßt!" . Aie reichte ihm voller Hoheit die Hand zum Kuß; nnt einer unbeschreiblichen Pein im Herzen ergriff er sie. So standen sie eine Weile und starrten sich an, angstvoll forschten die Augen des Sohnes im Gesicht der Mutter. Sie kannte ihn nicht, keine Spur; leer, fremd der Blick der einst so liebevollen Augen. „Mutter! Kennst du mich nicht, Mutter?" Seine Stimme verging fast vor Erregung, Dränen dev Verzweiflung füllten seine Kehle; er schluchzte auf, ein gepreßtes, trockenes Schluchzen. „Wie er sich freut!" kicherte die Kranke. Haar^^ ihm mit den feuchtkalten Fingern durch die _ ^'Eei"^Majestät, der Kaiser und König, sind verreist (Fortsetzung folgt.) 631 Line Musterehe. Nach ixnt Polnischen des Wl. Stare. Pan Kajetan Klempecki hatte bereits die Vierzig „angerissen", Meter die Brauseköpfe gehörte er also nicht mehr. Er war vor- sichtigertveise Junggeselle geblieben. Die Liebe hatte ihm sein Herz noch nie blockiert, und so sagte er sich: Kajetan, wenn du als Einspänner aus deinem Gute sitzen bleibst, bist du ein kluger Mann, denn du kannst dein ganzes Einkommen in höchsteigener Person verzehren. Das war ein Grundsatz, dessen Richtigkeit niemand zu bestreiten vermochte. Da kam aber so kurz nach der Ernte dem braven Kajetan eine Sehnsucht nach Warschau — nach einem kleinen flotten Jauchen in einem Klub. Diese Sehnsucht liest ihn nicht los, er vermochte ihr nicht zu widerstehen und das war das Unglück für die ganze übrige Zeit seines Lebens. Rach einem rührenden Abschied! von seinen sämtlichen Hunden, suhr Kajetan stolzen Mutes und geschwollener Brieftasche nach Warschau. Er stieg im „Polnischen Hof" ab. .... Psia Krew war es heute nacht hoch 'hergegangen. Kajetan betastete seine Brieftasche, die bedenklich magerer ge- loorden war. Wenns noch ein paar Nächte so weiter ging und toemt er immer Pech hatte, bann würde er bald wieder nach Hause reisen müssen. Da hörte er hinter sich das Rollen einer Droschke. Der Kutscher gondelte das Gefährt bald rechts, bald links. Da prallte feines der Vorderräder an den Bordstein und die Droschke geriet bedenklich ins Wanken. „Aber Kutscher," kreischte da: eine Frauenstimme, „nach dem „Polnischen Haus". Ter Kutscher knurrte Psia: Krew, schlug dem Gaule die Peitsche Wm die Ohren und lenkte seine Karre auf die andere Seite hinüber. Er hielt vor dem „Polnischen Hofe". Die Dame stieg wus, Lohnte den Kutscher ab und spazierte in den Flur. . In diesem Augenblick erschien von der anderen Seite Paü Kajetan, der sehr höflich den Hut lupfte. „Kann ich Ihnen dienen, gnädige Frau?" : „Mein Herr, was für ein Hotel ist denn das?" ! ' „Tas ist der „Polnische Hof"!" ' „Voze, boze, —■ da habe ich mich, verwirrt. Ich bin tml -.Polnischen Hause" abgestiegen. Ist das wtzit von hier?" „Reii:, Gnädigste, dies Hotel liegt ganz in der Nähe. Wenn Sie gestatten, dast ich Sie dahin geleite . . . Kajetan Klempecki aus Sieradze." „Maryanna v. Lebioda," — die Dam« nahm das Anerbieten an und damit >var Kajetans Lebensschicksal entschieden. Auf seine Erkundigungen erfuhr er, dast Frau Maryanna eine Witlve sei, daß, sie ein Gut hesitze, daß sie zudem ver- tuBgend sei und dast ihr erster Mann lediglich aus Langeweile erkrankt und verschieden ssis Zwischen dem „Polnischen-Hof" und dein „Polnischen Haus'" entstand jetzt ein so regcw friedvoller Verkehr, dast ganz Warschau an eine Fusion beider Hotels zu glauben begann, lind dieser Glaube wurde tatsächlich zur Wahrheit. Die Hotels selbst allerdings konnten sich nicht vereinigen, wohl aber besorgten das Pan Kajetan unb Panie Mar Hanna. Ans diesen beiden wurde Koch im Laufe des Jahres 'ein Ehepaar. Welch ein idyllisches Leben gab es jetzt auf Kajetans Gute. Der junge Ehemann war die Güte, die junge Ehefrau die Liebe selbst. Er haspelte Garn ab, sie strickte Strümpfe. Hand in Hand saßen sie sich gegenüber. Sie lächelte, er lachte. Wurde er zu geräuschvoll, erhielt er einen liebevollen Klaps ans den Münd. Er quittierte darüber, indem er seiner Partnerin! durch feinen Kuß die Stricknadeln in Unordnung brachte. Diese Idylle währte zwei, — drei Monate. Noch 'immer haspelte Kajetan Garn ab, noch immer strickte Frau Maryanna! Strümpfe. Aber sie gähnte dabei und Käjetan verfiel in sausten Schlummer, — er schnarchte sogar und jeden Klaps beanttMrtcte fer mit einem bärbeißigen Gebrn'mm. Nach der Kreisstadt kam eine Schauspielertruppe. „Das Leben für den Zaren" hätte sich Kajetan für sein Leben gern angesehen. Seine Anregung wies seine Frau aber mit den Worten zurück: „fehlte mir gerade, da wirst du wieder in deine Jugendsünden zürückfälleu. Denn Schauspielerinnen sind auch dabei. . ." „Was gehen mich 'die Schauspielerinnen an," suchte er ans- zuweichen. „Früher sehr viel," gab sie gereizt zurück. „Was Mißt denn du?" brauste er aus. „Mehr als dir lieb ist," höhnte sie. Ehedonnerwetter, Faustschläg aus den Tisch, Tränen, Nerven- dirfall, Weinkrämpfe, vierundzwanzig Stunden tödliches Schweigen. Verzeihungsbitte, Absolution. Aber der Stachel des Mißtrauens war in den beiderseitigen Herzen zurückgeblieben. Diesem kleinen Scharmützel folgten bald größere Borposten- gefechte und schließlich Frontattacken.- Nach.einer für Frau Mary- mma günstig verlaufenen Schlacht forderte sie von Kajetan den Kassenschlüssel. „Hier hast dn das Ding," und klirrend lvarf er den Schlüssel ahf den Tisch, „aus einer Kasse, in der nischt drin istz kann ich! Virch nischt herausnehmen." „Nischt. . ., nischt," zeterte Fran Maryanna, „'n Dialekt West du schon wie ein Muschis. Wenn in der Kasse nichts drin! rst, ust's deine «schuld. Du versumst und verlotterst ja alles, was tn der Wirtschast cinfommt." Kajetan schnitt eine Grimasse: er hatte seit drei Wochen ausgerechnet drei Glas Dünnbier und die drei dazu gehöriges Wuttn getrunken. Er führte also schon ein menschenunwürdiges Da,em. Ec nahm die Flinte, ging hinaus und schoß, vor lauter Wut alles tot,- was zwischen Himmel und Erde einherflog, — selbst die Spatzen schonte er nicht. . J?'1? gesagtz die erste Wut. Die legte sich aber im Verlauf der Jahre, Monate und Tage imd schließlich breitete sich der Schleier der Resignation über Kajetan. Frau Maryanna machte ihm Vorwürfe, — Kajetan schwieg. Frau Maryanna räsonnierte, — Kajetan schwieg weiter Frau Maryanna tobte, spuckte Feuer und Flamme, wünschte sämtliches Erdenteck meilenweit weg von Kajetan, — aber der blieb stumm wie zlvei Fische. Weder rückte noch rührte er sich: vollständig gefühllos! In der Nachbarschaft hatte es sich schon herumgesprochen, daß Kajetan fest an der Ehetrippe gehalten wurde. Man lachte, man spottete, schließlich aber sand man die Sache ganz in der Ordnung. Es konnte diesem Sausewind gar nichts schaden, wenn er zur Ehrbarkeit und zu einem soliden Lebenswandel zwangsweise angehalten wurde! Frau Maryanna herrschte, sie regierte im Hause. Wenn sie Kajetan 'mal unter vier Augen sich vornahm, hagelte es Schmeicheleien: Mensch ohne Grundsätze, zynischer Patron, leichtsinniger Verschwender, alter großer Nichtsnutz. Nacht ward es um Kajetan — Nacht! Trr, — eines Tages ein Lichtblick. Kajetans Rechtsanwalt! schrieb aus Warschau, daß dessen persönliches Erscheinen zu einem Termin durchaus notwendig sei. Frau Maryanna prüfte den Briefunischlag, studierte das Schreiben und fand alles in bester Ordnung. „Na schön," dekretierte sie, „fahr nach 'Warschau, nimm deine Geschäfte wahr. Ich bewillige vier Tage Urlaub." Ein Schein der Freude flog über Kajetan's Gesicht. Er legte; dasselbe aber sofort wieder in die ernstesten Falten, und heuchelte furchtbaren Trennungsschmerz. Aber er überheuchelte sich derart, daß Maryanna stutzig wurde. Sollte ihr Mann etwas planen, von dem sie keine Ahnung hatte? Aufpassen, das war das Beste, was sie jetzt tun konnte. Und wie sie aufpaßte! Sogar die Schlafinütze setzte sie Kä- jetan auf, dmnit sie sich überzeugen konnte, daß die Nachtwäsche feilten „Kassiber" enthielt. Da kam der Tag vor der Abreise.. Maryanna ging umher mit den Nygen gleich einem Luchse. Sie bemerkte denn auch, daß ihr Mann heut länger am Schreibtisch saß, als er sonst zu sitzen pflegte. Er arbeitete an einem Briefe. Tie Arbeit war bedenklich schwierig, denn er begann mit dem Schreiben, zerriß den Briefbogen, begann noch einmal und zerriß das Papier von Neuem. Endlich ging's vorwärts. Er überflog den Brief noch einmal, kuvertierte ihn und schob ihn vorsichtig unter die Mappe. Tas Alles hatte Frau Maryanna genau beobachtet und jetzt stürmte sie mit dem Rufe ins Zimmer: „Kajetan, schnell das Gewehr znr Hand, ein Habicht will aus unseren Hühnerstall stoßen." In Kajetan regte sich das Jägerblut, er nahm die Flinte, die immer schußbereit in der Ecke des Zimmers stand und eilte hinaus um aus den Habicht zu pürscheu. Frau Maryanna stürzte nun selbst wie ein Habicht zum Schreibtisch, klappte die Mappe hoch und ergriff den Brief. Sie verbarg ihn unter der Schürze und ging in ihre Kenmate. Sie las den Umschlag: Frau Maryanna Klempecka —, hm, er hatte einen Brief an seine eigene Frau geschrieben? Hastig entfaltete sie das Blatt: „In der Seele geliebtes Weibchen! Mit großem Schmerze teile ich Dir mit, daß ich in Warschau «och einige Tage verweilen muß. Den Rechtsanwalt habe ich leider noch nicht sprechen können, weil er über Land gefahrest ist. Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich nach Dir bange, halb zu Tode habe ich mich bereits gelangweilt, denn ich vermisse hier jede angenehme Gesellschaft. Mein ganzes Vergnügen besteht in stillem Gedenken an Dich. Sobald ich den Rechtsamoalt werde erwischt haben, eile ich in Deine Umarmungen zurück. Dein Dich herzlichst liebender Gatie Kajetan." Während des Lesens färbte sich das Gesicht der Frau Maryanna bald rot, bald blaß. Schließlich biß sie die Zähne fest zusammen, verwahrte den Bries und ging nach dem Hos hinunter, wo ihr Mann hinter dem Hühnerstall stand und vergeblich nach bc'm Habicht ausspähte. Maryanna schritt schweigend an dem! Jäger vorüber, fixierte ihn mit einem giftigen Blick unb ging bann hinüber nach den Ställen. Kajetan erschrak ob dieser Begrüßung. Er ließ Habicht Habicht sein und suchte sein Zimmer auf. Er wollte seinen Koffer packen, da fiel ihm plötzlich der Brief ein. Er kramte und suchte, suchte und kramte .... Der Brief war spurlos verschwnude»! Eine Kerze, ein Licht, ein Gasometer, eine elektrische Zentralanlage stieg 632 Kajetan auf, — den Brief hatte seine Gnädige gesucht und gefunden!! Kajetan war zerknirscht, zerknittert, verknüllt, vernichtet. Gr packte resigniert seinen Koffer wieder aus . . . Seit diesem Tage war die Musterehe fertig! Marhanna markierte eine Woche die Salzsäule, auch Kajetckn hüllte sich in Schweigen. Man vertrug sich wieder. Man lieferte auch neue Gefechte. Aber Kajetan blieb an seine Scholle gefesselt, für ihn spielte sich das Leben lediglich auf seinem Gutshof ab. Er steckte einen Wunsch nach dem anderen zurück, begrub eine Sehnsucht um die andere. Frau Maryanna kommandierte, Ban Kajetan parierte, — es ging alles wie am Schnürchen. Und noch heute gilt diese Ehe als eine Musterehe! Das Reisen über den strich. Das „Berliner Tageblatt" vom 21. September schreibt: In einem bei B. G. Teubner in Leipzig erschienenen Büchlein „Das Wandern" (Anleitungen zur Wanderung und Turnfahrt in Schule und Verein) von Raydt und Eckardt wird auch eine Methode des Reisens erwähnt, die Schulrat Küppers als besonders genußreich empfiehlt: die Reise „über den Strich". In diesen Aus- führnngen heißt es: „Macht man über eine Eisenbahnkarte vom Ausgangspunkte zum .Ziele einen Strich, so ergibt sich, daß die Bahn wiederholt von unserer Geraden abbiegt, namentlich zur Umgehung von Gebirgen. Diese zu durchwandern, ist aber fast immer das Erquickendste. Man nimmt also einen Fahrschein nur bis an die Stadt, wo die Bahn ihren Umweg beginnt, wandert möglichst nach dem Strich von Ort zu Ort über Berg und Tal und steigt dort, Ivo die Bahn in den Strich einlenkt, wieder auf, um die eintönige Ebene zu durchfahren. Wer Zeit hat, kann eine Strecke von Berlin an den Rhein, die die meisten im Schnellzuge durchrasen, sich genußreich und kräftigend machen, indem er mit Durchwan- derung des Harzes, des hessischen Berg land es oder des Sauerlandes darauf etwa sechs Tage verwendet. Das Gepäck sendet man beim Verlassen des Zuges mit der Post an den Ort, wo Man wieder einsteigen will, und begnügt sich für etwa drei Tage Mit Nachthemd, Zahnbürste und Kamm, die sich in der Tasche mitführen lassen. Benutzt man die vierte Klasse, so kommt einem die ganze Reise nicht wesentlich teurer als die Schnellfahrt. Man kommt durch wenig bekannte Gegenden, sieht Städte, die für die reisende Menge gewöhnlich abseits bleiben, durchschneidet mächtige Waldgebiete, lernt namentlich Wasserscheiden kennen, was für die Erfassung der Bodengestaltung, entscheidend ist, und erfährt von Land und Leuten mehr, als wenn man den Wegen nachgeht, die von den Reisebüchern empfohlen werden. Fällt bei der Wanderung schlechtes Wetter ein, so ist es gewöhnlich nicht weit bis zu einer Bahn- oder Posthaltestelle." Der Vogelsberger Höheu-Klub wird nicht verfehlen, obiger Auslassung sein Interesse entgegenzubringen, da gerade das Hess. Bergland (besonders der Vogelsbergs ein dankbares Gebiet zum Reisen über den Strich ist. Daß aber auch immer und immer wieder (namentlich weiter außen) auf die Schönheiten unseres Vogelsbergs aufmerksam gemacht werden muß, ist einleuchtend; ebenso muß Wort und Bild dazu beitragen, das Interesse für das Gebirge zu wecken. Und namentlich gute Führer mit richtigen Markierungen, sowie etwa auch ein Neudruck des Wohnuugs-Ber-- zeichnisses sollten textlich und illustrativ hervorragend dastehen. Was bis jetzt in dieser Hinsicht geboten wurde, war vielfach mühsam und notdürftig zusammengetragen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wir hier in Oberhessen kennen nun beiläufig den Vogelsberg, cs gilt jetzt mit vereinten Kräften weiter nach außen zu wirken. Dazu sind gut redigierte und bildlich gut ansgestattete Schriften am besten geeignet, neben der Tätigkeit geeigneter Federn in Tages- usw. Blättern. Aber wohl zu bedenken wird es sein, daß diese Schriften nicht allzusehr den reklamehaften Charakter tragen, denn, wo die Inserate den Text geradezu erdrücken, ist wohl selten jemand willens, sich in einer solchen Schrift über eine geeignete Tour zu orientieren. Die besten Kräfte sollen sich also zusammentun und vereint in jeder Weise für noch größeren Fremdenzuzug im Vogelsberg wirken. August Konrad. VsvmischLeS. * Der Berliner Ti er schutz-Kal eNder 1910 ist erschienen. Dieses beliebte, mit zahlreichen Abbildungen versehene Büchlein erscheint nun schon seit Jahren in der Auflage von 1 Million 600 000 Stück. Hauptsächlich für die Kinder geschrieben, ist es ein vorzügliches und überaus wohlfeiles Mittel, um die Jugend tierfreundlich zu machen und der rohen Tierbehandlung entgegenzuwirken. Aber auch Erwachsene lesen den Tierschutz^ Kalender gern. Den Höhepunkt erreicht der neue Jahrgang' in der ergreifenden Erzählung „Meine kleine Freundin" von Karl Warteuburg. Die Außenseite des Umschlagdeckels stellt in hübschem Vierfarbendruck einen idyllischen, waldumhegten Teich dar, auf dem zwei Schwäne schwimmen. Das Heft hat 48 Seiten und 28 Textbilder. Für Schulen und Vereine, auch für Weih- nachtsbcscheruNgen eignet sich das billige Büchlein fehr. Die Preise gelten für Deutschland und Oesterreich. * Dom! n o. Das Geklapper der Dominosteine gehör! zü den französischen und belgischen Cafes wie der Kognak zuM caftz noir. Nach dem Diner eine Partie Domino in Verbindung mit dem schwarzen Tranke Arabiens und dem gelblichen Produkt der Champagne gilt als ein Verdauunzsmittel, vor deni sogar Lendenbraten mit Perigord-Trüffeln und Parfait von Günseleber en croüte wie Butter vor der Sonne zergehen. Der Geist braucht sich beim Spielen mit den achtnndzwanzig Steinen nicht sonderlich anzustrengen, bietet sich doch zu großen Kombinationen wie beim Schach kein Anlaß. Die Franzosen können ohne Domino nicht leben. Wer der langen, vieleckigen und vieläugigen Heerstraße auf der Marmorplatte seinen' letzten Stein anfügt, strahlt wie die Sieger von Austerlitz, und Magenta, denn den Mazagran muß der Partner zahlen. Solche Szenen spielen sich in den Pariser! Cafes seit zwei Jahrhunderten ab, denn nachdem das erste Safe, das des Sizilianers FranyoiS Procove, nm 1680 am Markt von St. Germain eröffnet war und alsbald zahlreiche Nachfolger gefunden hatte, nistete sich hier das Domino schnell ein. Gespielt war es schon früher worden, auch von Geistlichen und Mönchen. Der Sieger unter den geistlichen Herren pflegte dem lieben Herrgott zu danken mit dem üblichen „Penrdicamus, >Do- mino "oder „Gratias Domino". Daher der Raine „Domino", Anders führen, den Namen auf den angeblichen Erfinder des Spiels, den Abbe Domino, zurück. Leider ist der gute Abb« eine ziemlich Mythische Persönlichkeit, dessen Heimat auf Erden schwer nachweisbar ist. „Unsinn", sagen denn auch die Besserwisser» „bereits die Römer kannten das Spiel, und da es nur dem Herrn, dem domino, zustand, so nannten sie es „Domino". Auch diese Auslegung hat Widersacher gefunden; — sie geben zwar zu, daß das Spiel in Italien entstanden sei und einen italienischen Namen trage, behaupten aber, daß es auf diesen Rauten erst in Frankreich getauft sei: man habe den Spielstein, weil er aus zwei Platten, oben von Horn oder Elfenbein, unten von Holz, bestehe, nach 'dem Domino, der aus zwei aufeinandergeleimten Platten bestehenden Druckform des Dominotier, des Buntpapierfabrikanten, genannt und diese Benennung auf das ganze Spiel übertragen. Merkwürdig ist jedenfalls, daß die Gegend von Rouen, wo seit dem Ende des 16. Jahrhunderts viele Dominotiers, Bunlpapier- fabrikante'n, ansässig waren, schon seit geraumer Zeit das Zentrum der französischen Fabrikation von Dominospielen ist. Ob die Römer das Spiel schon gekannt haben, ob es aus dem Orient, dieser uralten Erfindungsstätte der Meisten Spiele, gekommen ist, oder ob es die spanischen Araber oder die Kreuzfahrer nach Europa gebracht haben, muß dahingestellt bleiben. Seinen eigentlichen Siegeszug über den Kontinent hat es erst im 17. und 18. Jahrhundert gehalten. Italienische und französische Dominospiele aus jener Zeit sind Luxusarbeiten ersten Ranges. Mancher Kasten ist kunstvoll ä jour in Elfenbein gearbeitet. Zur wahren Leidenschaft wurde das Dominospiel während der Zeit Ludwigs XV. in Paris. Tie Tiraden dec Gegner, biHiber basr Spiel spotteten, Machten keinen Eindruck. Unter Ludwig XVI. war das letzte Geschenk, das dem jugendlichen Dauphin von seinem Regiment „Royal Dauphin" am 21. März 1791 überreicht wurde, ein Dominospiel, gefertigt ans den MarmortrümMem eines Kamms der zerstörten Bastille. Eine Inschrift mahnte ihn, auch beim Spielen nie zu vergessen, daß die Liebe und dis Macht des Volkes nicht zu unterschätzen seien. Silbenrätsel. a, ac, be, der, dri, e, ie, ha, i, ir, ld, ui, >na, tni, ra, rd, sal, sch, sib, ti, ns. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen sieben Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach innen und die Endbuchstaben von unten nach oben gelefen ein Mittel ergeben, ivelches besonders bei drückender Sommerhitze eine ivohltuende Wirkung mit Körper und Geist ausübt. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter der Reihe nach folgendes: 1. Männlichen Vornamen. 2. Stadt in Krain. 3. Türkische Ortschaft. 4. Ein Nagetier. 5. Einen Vogel. 6. Fluß in Sibirien. 7. Chemisches Produkt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Kbeuzvätsels in voriger Nummer: ABC b r 1 e a u Abens berg Brasilien Club local eie r e a g n 1 Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße».