Htz ti» ~\rn fl ,T bv»*^ es Auf Liebespfaden. Roman DM S). Ehrhardt. 'Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Die junge Frau war au Hans von Hassingen durch eine schier Unzerreißbare Menge der grilnen, roten, blauen, gelben und Weißen Bänder gefesselt, die sich um beider Nacken schlangen und -sie bei jeder Bewegung zueinander zogen. Ter kleine Artillerist hatte einen unerschöpflichen Vorrat dieser Karnevalsuteusilien und füllte immer wieder die weißen Frauen- hände, bie, jeden der zudringlichen »Verehrer, die sich gewandt auf den Wagentritt schwangen, lachend eine Konfettiladung ins Gesicht schleuderten. Es nm rett immer dicht vermummte Mask u und an ben weißen Wildlederhaudschuhen doch leicht als Offiziere kenntlich, einer legte der jungen Frau einen Strauß weißer Narzissen in den Schoß., ein anderer haschte nach ihrer Hand und küßte sie. Diese Beiden fand Hans Hassingen zudringlich. Der Strom, des Uebermuts begann soeben ein wenig abzu- ebbeu, als ein lautes „Kutscher halten!" sie nach einer bestimmten Richtung blicken ließ. Die junge Frau hatte sich dabei von den Papierschlangen befreit, um den Kopf wenden zu können, sie hingen zerrissen als Schleier von ihrer ein wenig verbogenem Hutkreutpe, und zwischen ben flatternden Enden hindurch schenkte sie Hassingen einen raschen Blick, der deutlich sagte: Jetzt ist unser Rosenmontag vorbei, jekt trennt uns fremder Neid und Haß. Sie hatten nur Zeit zu diesem einen Blick, beim int nächsten Moment hielt der Wagen, der Schlag wurde aufgerissen und auf die Kniee der überraschten Herren schwangen sich zwei junge Mädchen, die rotblonde Erika, eine weiße Sportmütze keck attf dem linken Ohr, in einer gestrickten weißen Wollbluse, bei deren Anblick der Artillerist mit einem Ohnmachtsanfall kämpfte, so geschmacklos wirkte sie im Kontrast zu Fran von Riedings vor- nehm einfacher Tuchjacke und auch zu dem dunkelblauen Bolerokostüm mit diskreter Goldverzierung, das die junge Dame auf Hassingens Schoß, trug. Sie war eine kräftige, blonde Erscheinung, ihre Gesichts- Mge nicht häßlich, aber ihre Wangen waren zu dick und ihre Augen zu klein, auch-war sie sehr kurzsichtig, denn sie bob jetzt eine Schildplattlorguette an das kleine Näschen jtnb blickte auf die Straße hinüber, wo -eine größere Gesellschaft lebhaft gestikulierend staub. „Die sAeppel sichte kann hosgondeln!" schrie die kleine Schlettau, zappelnd vor Vergnügen. „Auf Wiedersehen im- Cafv de Paris oder gar nicht!" Von drüben rief mau zurück: „Gut, im Eafv de Paris!" Dann gondelte die Aeppelsiihre los. Erst jetzt giug's int Wagen Uns Begrüßen und VorsMen. , Darnach war Hassingens siche Last eine Baronesse Erb ha gen, Stile Majorskochter aus Wiesbaden. Sie war schon von Geburt Rheinlänberin und kannte ben Rummel. „Sie haben sich so heimlich mit Ihrem 'Herrn Neffen iveg- geschlicheu aus dem Holländer Hof, gnädiges Fräulein!" sagte sic mit einer sanften, vorwurfsvollen Stimme. „Fräulein Erika und ich wären gern rnitgekommen." „Ich hatte ja eigentlich nur eine Besorgung "vor!" entschuldigte sich das Tantchen, die Poularde neben sich liebevoll betrachtend. „Ich wollte gleich wieder zurück, aber der ungeratene Neffe schleppte mich auf die Messe." Der Wagen kam nur langsam vorwärts, so daß er mit den Fußgängern zugleich vor dem Casö anlängte. Die noch jugendliche Exzellenz, int dunkelvioletten Schneiderkostüm heut sehr vorteilhaft aussehend, war für Hans von Hassingen die einzige Bekannte, dann war da noch eine knochige, blonde Dame mit erneut gutmütigen, mütterliche» Gesicht, die Baronin Erbhagen, ihr Sohn, ein Leutnant von beit Mainzer Husaren, klein und beweglich, von einer Häßlichkeit, die etwas Anziehendes hatte, vielleicht weil er sie mit solchem unverwüstlichen Humor zur Schau trug. Seinen ebenfalls anwesenden Freund schien er sich in grausamer Selbsh- verhöhnung extra zur Folie gewählt zu haben, denn Leutnant von Morschen war ein so bildschöner Mensch, wie die Natur ihn nur in einer seltenen Berschwrnderlnmie schafft. Groß, schlank, brünett, mit etwas melancholischen Samtaugen, die aufblitzten, als er sich vor Frau von Rieding verbeugte. Sie erregte eben überall, ohne eine Schönheit zu sein, Bewunderung. Leutnant von Hassingen mußte sich den Platz aü ihrer Seite jetzt mühsam erkämpfen, bas brachte ihn ans bet' ruhigen Sicherheit heraus in unruhiges Fahrwasser. Es war' doch eigentlich ihr Karneval, den sie halten zusammen feiern wollen, und statt des intimen Reizes, den er sich fast unbewußt erhofft, umspann sie beide nun die Banalität der Gesellschaft, die Rücksichten forderte und Kritik übte. Ten Borwurf der steifen Formen konnte man ihr nicht- machen, im Gegenteil, die kleine Gesellschaft bewegte sich mit einer Freiheit und Ungeniertheit, die selbst im Karnevalstrubel auffiel. Es dauerte lang, ehe man nach vergeblichem Streifzuge durch die überfüllten Räume im Oberstock endlich unterkam. Die Zimmer waren dort nur für diesen einen Tag aufs primitivste eingerichtet. Man gruppierte sich lachend und lärmend, die Pritschen klatschten knallend auf den unsauberen Tisch als Signal für den Kellnex, der hochrot und verzweifelten Blickes gelaufen kam, hastig die Bestellung notierte und mit fliegenden Frackschößen einem neu eit stiufe folgte. Ter letzte rote Abendglanz blinzelte durch die trüben Scheilum, der Zigarrenrauch wallte. Wieder schwirrten die bunten Papierschlangen und woben ein Zeltdach über den schmucklosen, nüchternen Raum, in den immer noch neue Menschen drängten, sich in dis Nebenzimmer verteilten. Bänkelsänger mit Zsther und Mandoline traten in die Tür, eine Müdchmstimme schrillte, ein Tenor krächzte heiser in den dünnen Silberbon des Z therspiels hinein. Verbrauchte Stimmen, abgeleierte Melodien mit plärrend vvr-, getragenem Refrain. „Wir wollen schunkeln, Kinder!" schlug eins vvr. Keiner — 146 — Mdersprach, sie standest alle Unter dem Bann des schellenrasselnden Szepters, das Prinz Karneval Wer seinem Narrenreiche schwang. Sie faßten sich unter den Armen und wiegten sich, die Melodie mitsingend Hin und her, die weißhaarige Sechzigerin und, der schöne Husar mit den Samtaugen, der vernünftige Hassingen Und die vornehme Weltdame, selbst die dunkeläugige Exzellenz vergaß ihren Hatz und hatte den bürgerlichen Artilleristen unter» gefaßt, der das ruhigste Gesicht machte und es wie immer am tollsten trieb, so daß die äußere Reihe plötzlich ins Wanken geriet, sich nicht halten konnte und übereinander fiel. Tas dicke Tantchen kam zu unterst zu liegen. Durch das Gelächter der anderen tönte ihr Schmerzensschrei: „Meine Poularde,, meine Poularde!" Tas unglückliche Tier war unter ihre 180 Pfund geraten und der Reffe, der Tante und Poularde vom Boden aushob, betrachtete das etwas plattgedrückte Paket mit Mißtrauen. „Sie wird sich doch keinen Schäden getan haben!" meinte er und ließ die fragenden Blicke im Kreise wandern, „ich kann Nur fehlerlose Körperformen vertragen, auch bei einem Huhn. Ich glaube, die einzigen Prügel, die ich von meiner Mutter bekam, habe , ich wegen eines buckligen Huhns bekommen, das ich eben dieses Buckels wegen verschmähte." „Deine Mutter Wie gut getan, dich noch bei passenderen Gelegenheiten zu verprügeln!" sagte 'das vor Schreck noch atemlose Tantchen etwas grimmig, worauf der kleine Leutnant ihr einen schmerzlichen" Blick znwarf und die rotblonde Erika fragte, ob sie die Bemerkung seiner Tante nicht herzlos fände und ihn dafür trösten möchte. Sie tat beides nach seinem Wunsch. Später wurde das Publikum doch sehr gemischt, und die Gesellschaft besann sich auf ihre Exklusivität und flüchtete, da auch das Straßeuleben auszuarten begann, in den Koblenzer Hof, kvv ein kleines Zimmer ihnen ein lohnendes Feld für weitere Taten bot. Nur ein einzelner Herr am kleinen Ecktisch. Ein zerhauenes KorpZstudentengesicht, im braunen, spöttischen jAuge das Lentnantsmorwkel. Es dauerte nicht lange, so hatten die sicher gezielten Papierschlangen ihn int unentwirrbaren Netze gefangen, ihm wars will- kommene Fessel, im Karneval ist Einsamkeit ein schlechter Gefährte. Er ahnte wohl scharf beobachtend die Welt der Formen und stellte sich vor. Sein Name war b< c eines Schriftstellers von Ruf. Auch fein Interesse galt offenbar am meisten Lena von Rieding, an der alles vor lieber mut und Lebensfreude sprühte, die mit dem schönen Husaren kokettierte und sich mit dem häßlichen, 'kleinen Baron neckte, mehr denn je ein Rätsel für Hassingen, der allmählich schweigsam imirbe und den der Ekel anwandelte, der Glücklose int Narrentreiben plötzlich faßt,. sobald die klare Besinnung ihnen gekommen. Er versank in Träumereien. Wag sollten ihm eigentlich all diese fremden Menschen mit ihren Narrenspossen? Er gehörte ja gar nicht zu ihnen, für ihn waren diese Stunden des Genusses nur erborgter Glanz, hinter dem schon wieder die graue Sorge folterte. Wie konnte er tollen und lachen und sorglos Sekt schlürfen, der verschwenderisch in schlanken Gläsern verpeilte, und in dessen Kosten sich zum Schluß die Herren teilen sollten, wenn $r daran dachte, daß die Faschingsfreuden der Seinen in einem Glase dünnen Punsches und Pfannkuchen, zwei Stück für jeden, bestehen würden. Und feine kleine Helene? So traurig mahnend stieg auf einmal ihr totenblasses Gesichtchen vor ihm auf, daß eS ihn emportrieb in einem leidenschaftlichen Gefühl von Reue und Sehnsucht, er aufsprang und draußen int' Flur den Kellner nach dem Schreibzimmer des Hotels fragte. Etwas verlegen gestand der Befrackte, daß es Heul auch Habe in beit Dienst des Prinzen Karneval treten müssen, aber vielleicht nehme der Herr in der Portiers« löge vorlieb. So schrieb Hans Hassingen in dem kleinen, heißen Ramn, an dem Stehpult, an dem sonst nur der dicke Portier seine prosaischen Schristleistnngen vollbrachte, auf einen Firmenbogen des Hotels mit flüchtiger Hand die Worte: „Mein Liebling! Mitten im Trubel deö Mainzer Rosen- zubutags fühl ich mich einsam und sehne mich nach dir. Ich kann doch den Buchenwald und meine süße, kleine Helene Nicht vergessen, der ich im Geiste heiß und innig die blastroten Lippen küsse." Er trug den Brief selbst bis zum nächsten Brieftasten. _ W imir schon völlig Nacht draußen, eine klare Sierneim stckcht. Vom Rhein her wehte ein kühler, feuchter Hauch, Förmlich erstickend umfing die heiße, von Speisen- undWesii-- MjM Md verschiedene Parfüms gesättigte Luft des kleinen Zimmers den Zurückkehrenden. Niemand beachtete ihn, itttr ein Paar goldbraune Frauenaugeu sandten ihm mitten aus der Unterhaltung mit dem Husaren einen prüfenden, mißtrauischen Blick zu, den er nicht bemerkte. Die verwöhnte Frau begriff nicht ganz, warum er sie so kampflos den anderen überlassen hatte? und durch die Trennung von ihr anscheinend doch verstimmt war. Ersah gezwungen liebenswürdig drein, als die jugendliche Exzellenz eben an ihn herantrat und ihn etwas gönnerhaft ins GesiMch zog. Die Tochter platzte schon im nächsten Bloment dazwischen, „Mama, wir wollen tanzen — geh mal hier ein bißchen fort — wir räumen die überflüssigen Tische und Stühle in eine Ecke —i es geht famos." f > „Ihr seid verrückt, Kinder." „Aber es ist doch Karneval, Mamä; Leutnant Keßler sagt, die Verrückten sind die, die nicht alle Tollheiten mittnachen —> und wenn wir schon nicht in die Stadthälle gehen, dann tauzenj wir eben hier." „Und der Narr, der euch zum Tanze aufspielt?" Tie schmalen, schwarzen Augen lachten keck. „Leutnant Keßler sagt, Herr von Hassingen sei so Musikalisch, und da er doch mit seinem Knie nicht tanzen kamt — und weit gerade ein Klavier da ist." Sie hob bittend die vollen, rosigem Hände. „Picht wahr, Sie ttins, Herr von Hassingen?" „Wenn Sie mich denn durchaus zum Narren machen wollen, was bleibt mir schließlich übrig?" scherzte der blonde Offizier, ober feine Stirn entwvlkte sich nicht. So fast er denn am Klavier, während die anderen unter beit * surrenden Gasflammen des Kronleuchters sich drehten. Ter Raunt war eng, die Geschicklichkeit der Tanzenden groß. Man merkte die Erziehung der Hofbälle. Besonders Lena von Rieding und bet schlanke, schöne Husaren- Offizier taten sich durch Grazie und Gewandtheit hervor, und! .Hassingen sah sie zuweilen vorüberwalzen, sah, wie sicher er führte, wie schmiegsam sie sich dem Druck seiner Hand fügte. Er sah auch das Glühen der Bewundernng in den dunklest Männeraugen, die auf dem goldbraunen Köpfchen an seiner Schulter ruhten, und eine große Bitterkeit kam ihm, daß manche nur die Hand auszustrecken brauchten nach einem Glück und vor deut seinen Berge sich türmten. Finster starrte er aus seine mechanisch sich bewegenden Finger, da rauschte vor ihm ein Frauenkleid, wie fein anderes rauschte — Lena von Rieding lehnte vor ihm, die weiße Hand mit deut tückisch funkelnden Smaragden auf das Klavier gestützt. Ihr Haar war zerzaust, ihre Wangen glühten, aber eine leichte Unruhe flackerte in ihren Augen. „Warum auf einmal die finster gefaltete Stirn, mein Freund?" fragte sie halblaut zwischen Scherz und Ernst. Er bemühte sich heiter zu erscheinen. „Es ist die Hassingensche Sorgensalte, mir von einem Urahn überliefert, dem das Leben mehr genommen als gegeben hat. Zit Unrecht trag ich sie nicht. Aber gleichsam zur Entschädigung hat derselbe Ahn mir das Talent vererbt. Ihnen hent, ohne daß man mirs gelehrt, zum Tanz auffpielen z» können." „Es ist eilte schöne Gabe, sie Hilst über manches hinweg." Er ließ die Hände von den Tasten sinken, denn sie hatten schon ein paarmal in der geteilten Aufmerksamkeit ihres Besitzers daneben gegriffen. „Sie sind doch sicher auch musikalisch, gnädige Frau!" sagte er, der vielen neugierigen Ohren wegen den vertraulichen Toit vermeidend. „Ich habe früher viel gesungen, aber jetzt schon lange nicht . mehr." Ter traurige und zugleich sinstere Zug, der ihm schon einmal an ihr aufgesallen, huschte über ihr heißes Gesicht. „In Bordighera sang ich znm letztenmal!" setzte sie wie ztl sich selbst hinzn. Tann glitt das liebenswürdige Gesellschaftslächeln Wirt die roten Lippen. Es galt beut Husaren mit dem schönen, vornehmen Gesicht und den Samtaugen, der seine Tänzerin ganz selbstverständlich! wieder für sich beanspruchte, nachdem er notgedrungen eine Pflicht- runde mit den übrigen Damen erledigt hatte.. Eifersüchtig war er nicht ans den blonden Offizier. Eine Millionenwitwe konnte immer nur für den Kavalleristen in Betracht kommen. Sein „Bitte, Herr Kamerad, noch einmal den Tvnanwalzer!" klang zu verbindlich, um kameradschaftlich vertraut zu erscheint (Fortsetzung folgt.) — 147 — Wir erkundigten uns, fischen Stadt sei, und 20 Li (15 Kilometer), sicheren Boden unter ohne Zeitverlust den nächsten chinesischen Ort zu erreichen, damit von dort aus möglichst bald der nachfolgenden Kolonne Hilfe gebracht werden konnte. Der Zustand der Pferde nötigte mich aber, in diesem Talkessel die Nacht zu verbringen. Ssi-tschu-an-Leute, Mohammedaner, tote weit es nach der nächsten chine- erhielten die freudige Nachricht: tioch Jü dem beruhigenden Gefühl, wieder Die Rettung einer deutschen Tibet-Expedition. Sven Hedins Heimkehr aus dem Innern Asiens lenkt von neuem die Aufmerksamkeit auf die von Wilhelm F i l ch n e r geleitete deutsche Tibet-Expedition, deren umfangreiche wissenschaftliche Ergebnisse jetzt zutage gefördert werden und für bereu Bearbeitung der Kaiser sowie Reichsund Staatsbehörden soeben beträchtliche Mittel bewilligt haben. Nur dem glücklichen Umstand, daß es dem kühnen Forschungsreisenden gelungen war, sich der Verfolgung und den andauernden Neberfällen durch die räuberischen Nordost- Tibeter zu entziehen, hat er schließlich feine und seiner Begleitmannschaft Rettung und die erfolgreiche Durchführung des gefahrvollen Nitternehmens zu verdanken. In welcher verzweifelten Lage sich nach mehrmonatigen Märschen durch den unbekanntesten Teil Zentralasiens die deutsche Expedition .befunden hat, schildert Filchner in feinem fesselnd und volkstümlich geschriebenen, mit vielen Bildern geschmückten Reisewerke „Das Rätsel des Matschu", das bei E. S. Mittler & Sohn in Berlin erschienen ist. Das Schlimmste, was uns hätte begegnen können, war geschehen. Schnee war gefallen und hatte die an und für Mit leerem Magen traten wir am nächsten Morgen unseren Weitermarsch an. In prächtigen Waldpartien und in üppigen Hochgebirgslandschaften ging es immer stark talabwärts. Rauchgeschwärzte Höhlen deuteten darauf, daß hier Wanderer zu übernachten pflegten. Später bemerkten wir Köhlerhäuschen, von denen lange Holzrutschbahnen zu Tal gingen. Es bestand fein Zweifel mehr, daß wir hier die Vorposten chinesischer Ansiedlungen begrüßen fonuten. Die ersten nicht feindlich gesinnten Menschen kamen uns entgegen. Es waren wenn wir glaubten, dem Passe nahe) zu sein, so erwies es sich, wenn der Wind auf kurze Zeit die Nebel zerriß, jedesmal- als trügerisch. Zn einer halben Stunde muhte die Nacht anbrechen. Es war also Zeit, den aufzufinden, Um daun jenseits für die Nacht in wirtlichere Gebiete zu kommen. Der ©turnt heulte in allen Tonarten. Ringsum Halbdunkel und Schneegestöber. Endlich erblickte ich dicht' vor Wibsipr” Su-S'S , kurze Zeit ein Loch in den Nebel- » «uu, VCIII. lucugiv sunv vie Auszahlung galt, zze nacy den ! a ' etnen ttbetischeit Opferhügel. Rasch Verdiensten empfingen die Soldaten und Ma-fus zu ihrem nnw ^Ezmchen tibetischer Paßmarkie- Lohn noch ein Geldgeschenk. Wenn ich auch meinen Ma-fus ftcxni9eu S3oben und und Soldaten in Tibet oft grollte und sie über alle Berge Mir ffnVhPn »n S/SX/b