Donnerstag den 5. August 1909 — Nr. \2\ N^z^L >■- Die Pflastermeisterin. Roman .,.. A lfred B o cf. (Schluß.) (Nachdruck verboten.) Es War an einem linden Märzabend, daß Friedmar die Dietkirchner Höhe erstieg. Tagüber hatte er sich ziellos in der Gemarkung herumgetrieben, Dietkirchen selbst hatte er nicht wieder betreten. Hinter den Bergen glitt die Sonne hinab, das Farben- spiel des Tages erlosch und rings um den einsamen Wanderer tauchte sich mählich alles in Fahl und Grau. In der Krone einer Rotbuche sang eine Amsel ihr melodiöses Abendlied, waldeinwärts stritt sich ein Flug Krähen mit wildem Lärm um das Nachtquartier. Bäume und Sträucher waren noch unbelaubt, und der Blick schweifte ungehindert von der Höhe talab. Noch deutlich erkennbar zog sich drunten in Dietkirchen die langgestreckte Pflasterbahn hin, die Friedmars eigenstes Werk !var. Achtlos gingen die Menschen darüber hin, an den Pflastermeister dachte niemand mehr. Dort lugte aus dem Häusergewirre das rote Ziegeldach des Einhorns hervor. Eine feine, weißgraue Rauchsäule stieg aus dem Schornstein himmelwärts. Sonntag abend das wußte Friedmar — zündete die Einhornwirtin in der Küche das Feuer Widder an, für der: Fall, daß etwas „Warmes" begehrt wurde. In der Stube wartete Lina wohl jetzt den Leuten auf. Friedmar sah sie vor sich,' wie sie die Gläser füllte, und er vernahm den Klang ihrer Stimme, wie sie jedem Gast ein „Wohl bekomm's!" zurief. Und die Burschen lachten und sahen sie mit unverschämten Blicken an, denn ihr Zustand ließ sich nicht mehr verbergen. Nun fiel gar am Wirtstisch ein anzügliches Wort. Die Lina wußte nicht, wohin vor Scham. Friedmar zuckte das Herz. Er ballte die Faust. „§unb, ich schlag' dich tot!" Jawohl, so weit vom Ziel tat keinem >veh. Wäre er am Schenktisch gestanden, hätte keiner das Lästermaul aufgetan. Aber er sollte im Einhorn nicht mehr über den Zäun gucken, geschweige ins Haus kommen. So hatte 's die Lina gewollt, und an ihrem steinharten Kopf war all sein Zureden abgeprallt. Wozu das Verstecken, da alle Welt wußte, wie es mit ihnen beiden stand? Sie hatte allerdings einen gewichtigen Grund: „Du hast doch mal deine Frau," waren ihre Worte, „darüber kommst du nicht weg." Eine grenzenlose Wut erfaßte ihn. Warum kam er nicht darüber weg? Weil er ein Feigmatz war. Der Vorwurf, den er gegen sich selb-st -erhob, steigerte seine Erbitterung. Unwillkürlich zog er das Messer aus der Tasche und lockerte die Scheide. Was ivar dabei? Ein Stich, und er war die Klette los. Wenn er sich ausmachte und noch in dieser Nacht ans Werk ging. Es überlief ihn eiskalt. Mordgesetl'! Da kamen sie schon und griffen ihn und schleppten ihn ins Stockhaus. Und der baumlange Kerl grinste ihm entgegen: „Gelt', Kamerad, 's gefällt dir unter der Kamrusche?" Und rings schriee'.r sie: „Kopf ab, Kopf ab, hui, tote das flitzt!" Er. raufte sich das Haar. Sein heißes Blut brachte ihn noch aus Hochgericht. Zitternd steckte er das Messer ein. Gab's denn keine Ruhe vor den fürchterlichen Gedanken? Plötzlich spürte er einen brennenden Durst. Trinken, nur rasch trinken. Gott sei Dank, doch noch ein Trost. Weint das so sacht die Gurgel hinunterlief, das tat toohl. Da ward's einem leicht zum Davonfliegeit. Da vergaß man die Marter und das ewige Elend. Trinken, nur rasch trinken! Jetzt verließ er die Bergkuppe tlud wandte sich talab Orlenbach zu. In zwanzig Minuten hatte er das Dorf erreicht. Vornan lag die Schänke. Da war eine lustige Gesellschaft beisammen. Friedmar setzte sich still abseits. Zuerst trank er Bier in mächtigen Zügen, dann ordinären Fuselschnaps. Man beobachtete ihn, aber man hütete sich, mit ihm anzubinden. Seine starken Fäuste waren im ganzen Umkreis bekannt. Stunde um Stunde verrann. Ein Gast nach dem andern entfernte sich. Friedmar saß mit brandrotem Gesicht wie angewachsen und trank unaufhörlich. Gegen Mitternacht bot der Schankwirt „Feierabettd". Da stand er mühsam aitf und wankte hinaus. Der Weg nach der Stadt führte mitten durch das Dorf, dann zog sich die Chaussee in fast gerader Linie hin. Es ivar stockfinster und gewitterschwül. Friedmar hatte die letzten Häuser hinter sich. Eine Zeitlang hielt er die Richtung der Straße inne. Plötzlich schwenkte er ab, querfeldein auf den Ortenbacher Steinbruch zu. Bei klaren Sittnen kannte er hier Weg und Steg. Der Bruch hätte ihm in guten Tagen manche Fuhre ©teilte geliefert. Ihm war's, als schritte jemand neben ihm her. Er drehte sich nm. „Wer ist da?" Keine Antwort. Er torkelte weiter. Was ivar .das wieder? Da zupfte ihn wer am Rock. „Zum Teufel auch!" Vor ihm flammte ein Feuerschein auf. „Friedmar!" Das war die Stimme der Meisterin. „Marsch in dein' Stall. Den Schlüssel hab' ich. Hier bist du, und hier bleibst du. So sprech' ich!" „Gott verdamm' mich, du Satansweib. Hab' ich dich." Ein Griff und das Messer heraus. Er stach wild um sich. „Krieg' die Kränk'! " Er hatte gut getroffen. Ihr Blut floß in Strömen. Sie war hin. Jauchzend schwang er das Messer über seinem Kopf. „Alleweil bin ich dich los. Jetzt vorwärts zu der Lina." Er war in Schweiß gebadet. Er stolperte über den lockeren Grund. Nun stand er keuchend am Rand des Steinbruchs. „Lina, mach auf. Ich bin drüber weg. Da liegt sie — tot. Horch, das Gericht. Ich will nicht ins Stockhans. Nein, nein. Wir müssen fort. Aufs Schiff. Mach doch auf!" Sie hörte nichts. Di« Türe war verschlossen. Die Ver» ziveislung packte ihn. 482 „Sie greifen mich. Mach auf, mach auf!" Sie kam nicht. Da — ein mächtiger Tritt, die Türe flog krachend auf . . . Er verlor das Gleichgewicht Und stürzte, sich überschlagend, jählings in den Steinbruch hinab. Am andern Morgen fanden ihn die Steinhauer, die an ihr Tagewerk gingen. Er lag mit zerschmettertem Kopf da, aber er gab noch schwache Lebenszeichen von sich. In aller Eile holte'man aus Orlenbach einen Leiterwagenherbei, bettete den Verunglückten darauf, so gut es ging, uub schaffte ihu in die Stadt. Es läutete zehn Uhr. Der „narrige" Balduin suchte eben, leise vor sich hinpfeisend, die Straße nach Zigarrenstummeln ab. Da bemerkte er den Wagen, der langsam durch das Stadttor fuhr. Mit seinen Luchsaugen hatte er sofort auf dem Strohlager den Pflastermeister erkannt. Er stieß einen Schrei aus uub lief im Galopp in der Meisterin Haus. „Meisterin, sie kommen, heidi, ging das schnell. Er ist tot, mausetot. Das schöne Füllen. Hast's doch so fein gestriepelt. Ei du mein Vater! Arm geht er 'ans dem Erdenreich, sein himmlisch Bett ist wunderweich. Wie werden sich die Englein sren'n. Und die lieben Vettern und Basen kriegen alles. Hi, hi! Das junge Füllen und die alte Frau. Tut nicht gut. Heidi, ging das schnell. Tot, ntaufetot. Ei du mein Vater!" Als der Wagen vorfuhr, stand die Meisterin an ihrer Haustüre, den düstern Blick auf den todwunden Friedmar richtend. Hastig meldeten die Steinhauer, wie sie ihn ge- stniden hatten. „Lebt er noch?" fragte fie mit gedämpfter Stimme. „Ja, er lebt noch." „Seid so gut," sagte sie im Flüsterton, „und helft Wir, ihn ins Bett bringen." Indes eine Frau aus dem Haus zum Arzt lief, trug uiau den Pflastermeister vorsichtig in die Schlafkammer und legte ihn sanft auf sein Bett. Die Meisterin dankte den Steinhauern und gab jedem ein kleines Geldgeschenk. Dann setzte sie sich an Friedmars Seite nieder. Der Arzt kam und untersuchte den Schwerverletzten mit großer Sorgfalt. Darauf nahm er die Meisterin beiseite uub raunte ihr zu: „Da ist leider keine Hoffnung mehr. Ich geb' ihm nur noch ein paar Stunden Frist." Er drückte ihr teilnahmvoll die Hand und ging. Die Meisterin wich keine Sekunde vom Lager des Sterbenden. Um die Mittagszeit ging Friedmar still hinüber, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben. Wie er so dalag, von der Erhabenheit des Todes berührt, schien es, als schwebe ein Lächeln um feinen blassen Mund. Die Meisterin faltete die Hände des Toten und breitete ein weißes Linnentuch über ihn aus. Dann schritt sie mit feierlich ernster Miene langsam und lautlos aus der Kammer. Zwei Tage später trug man Friedmar zu Grabe. Das Trauergeleite war nicht sehr groß, allein die Verwandtschaft des erstverstorbenen Pfla'stermeisters war vollzählig erschienen. Die Meisterin in vollem Trauerstaat nahm alle Beileidsbezeugungen mit ruhiger Würde entgegen. Auch als der Pfarrer ihr Trost zusprach, blieben ihre Augen trocken. Da der Leichenzug sich schon in Bewegung setzte, humpelte der alte Kipping in der Meisterin „gute Stube" und erbot sich- ihr Gesellschaft zu leisten. Der Schrecken über Friedmars klägliches Ende war ihm in die Glieder gefahren, und der Weg nach dem Friedhof dünkte ihm bei seiner Hinfälligkeit zu beschwerlich. Die Meisterin setzte ihm beit bei Beerdigungen üblicken „Tröster" vor. Beim dritten Glas wurde der Alte gesprächig. „Ja, ja, man erlebt was, wann man alt wird. Wer hätt' das gedacht. Da krakel' ich mit meinen mürben Knochen herum, und so'n junger Mensch muß in seiner Kräftigkeit fort. Ich mein' als, er müßt' der Tür hereinkommen. Freilich, 's nutzt nichts. Hin ist hin. Wann man's so nimmt, er war doch gar leidlich, der Friedmar. Ja no, feine Mucken hat halt jeder, 's ist! jammerschad' um ihn. ©ein Mannwerk war ihm Spielerei. Und sein Geschäft M er verstanden wie einer. Ich will ja nicht sagen, daß er die Gescheidtheit mit Löffeln gegessen hat. Bewahr', sonst hätt' er sich nicht so festgeritten. Könnt' leben wie unser Herrgott in Frankreich, 's ist nicht zu glauben. Und dann die ewige Schnapstrinkerei. Meine Gret' selig hat als gesagt, die Welt geht noch am Schnaps zugrund. seh'n wir's wieder. So ’n Elend, o je, o je!" " „Er leerte sein Glas und schielte nach der Meisterin! hinüber, die, ohne auf sein Geschwätz zu hören, andächtm in ihrem Gebetbuch las. Jetzt drang durch das offene Fenster, von den Wellen der warmen Frühliugslust betragen, der wimmernde Ton des Stcrbeglöckchens herein Der Alte nahm rasch noch einen Schluck und faltete die Hände. Die Meisterin aber betete laut: „Herr, allmächtiger Gott und Vater, verleihe unferm Dahiugeschiedeneti um deines lieben Sohnes willen die ewige Freude und Ruhe; lass' ihm leuchten dein ewiges Licht und gib ihm das ewige Leben. Uns aber, die wir hienieden bleiben und dem Entschlafenen nachschauen, tröste aus der Fülle deiner Barmherzigkeit! Sei unser aller Pfleger, Helfer und Beistand und lass' uns deine Güte und Gnade reichlich erfahren, bis auch unser Stündlein kommt und wir selig dahinfähren. O getreuer Herr und Heiland, geleite die Seele unseres Entschlafenen, die du selber durch dein Blut erkauft hast, in die Herrlichkeit Gottes um deiner Liebe willen. Amen!" XII. Ein taufrischer Frühlingsmorgen. Ueber dem weitläufigen Gelände der Pflastermeisterin wob ein leichter Nebelschleier. Sobald die Sonne höher gestiegen war, zer- stob das feuchte Gespinst an der gotdnen Flut des jungen Lichtes. Nun trat der schöne Gartenbesitz in seiner ganzen Ausdehnung aufs anmutigste hervor. Aus dem satten Grün des Rasens hoben sich von kunstreich geformten Beeten farbenbunte Tulpen und Hyazinthen ab. Auf den Rabatten hatten Schneeglöckchen und Scilla abgeblüht, dafür standen jetzt Penss, Goldlack und Narzissen in vollem Flor. Die Bäume hingen voll Knospen und Blüten, und die Ziersträucher schwenkten lustig ihre zarten Blätterfahilen. Im Gemüsegarten, der teilweise bereits diirchgegraben war, hantierte die Meisterin mit Spaten und Rechen. In diesem Frühjahr hatte sie sich zur Bestellung des Gartens keine Hilfe genommen, fie getraute sich allein damit fertig zu werden. Die angestrengte körperliche Wbeit tat ihrem wunden Gemüt wohl. Die trüben Gedanken freilich- die sie gewaltsam verscheuchen wollte, kamen doch. Sie be- arbeitete das KUrtoffelland. Ihr Arm bog und straffte sich unermüdlich, und der scharfe, blinkende Spaten durch- schuitt klingend Scholle um Scholle. Seitwärts lagen die Setzkartoffeln geschichtet. Ein paar Zoll tief legte man sie in den Boden, dann keimten sie ohne große Pflege auf, trugen Blüten und gaben reichliche Frucht. Jahr um Jahr erfüllten sie ihre nützliche Bestimmung und blieben immer dieselben. Darauf komitc man bauen. Die Menschen dahingegen, die so vieler Wartung bedurften, bis sie erwachsen waren, blieben nicht dieselben und veränderten sich von Geschlecht zu Geschlecht. Der liebe Ävtt hatte sie geschaffen, daß fie blühen und gedeihen sollten, wie die > Blumen und die Pflanzen. Aber sie schlugen aus der Art. Sie kannten kein stilles, genügsames Dahinleben. Was jeg- i . lichem zuteil war, mißgönnten sie einander, und Haß und/ Scheelsucht hielten da ihre Wühlarbeit. Die Menschern wollten keine friedliche Gemeinschaftlichkeit. Alle ginge:« sie voll Eigensucht ihren verschiedenerlei Wünschen und (3rt lüsten nach. Nein, auf die Menschen war kein Verlaß. Am besten, man ging ihnen ganz aus dem Weg, und schloß sich in den Garten ein. Die Blumen und Pflaitzen waren dankbar für alles, was man an ihUen tat. Unter ihnen lauerte keine Hinterlist, war kein Verrat. Da war man gut aufgehoben. Und wenn der liebe Gott von droben eines Tages rief: „Komm', 's ist Zeit!", dann suchte man sich hier ein ruhiges Plätzchen aus und grub, tief und >- immer tiefer, und grub sich zuletzt das eigene Grab . . > Ganz unter dem Bann dieser Vorstellung setzte die Meisterin immer hastiger den Spaten ein. Und die Erdschollen flogen auf und nieder. Gegen Mittag hatte sie ein großes Stück Kartoffelland umgestürzt. Wer sie hatte sich doch wohl zu viel zugemutet, denn sie fühlte sich nut einem Mal so hinfällig, daß sie die Arbeit eiuftellte und sich mühsam an ihren Lieblingsplatz unter der alten Eberesche schleppte. Wie betäubt sank sie auf die Bank, doch erholte fie sich rasch wieder. „So geht's einem," sprach fie vor sich hin, „wann man's mit Gewalt packen will, 's war mir ganz eigen, ordentlich schwindelig. Vielleicht, daß mir vom Bücken das Blut in bett Kopf gegangen ist? Ach wo! Das Micken hat mich 483 — Dr. Ei. noch nie nicht schattiert. Was red' ich mir da ein? Ehnder ich den Garten fremden Lent' überlass', da müßt's noch ganz anders kommen. Ja, ist's dann ein Minder, daß nran so herunter ist, wann man so was durchgemacht hat? Du lieber Gott, wie die Zeit vergeht! Heut' sind's vier Wochen, seit sie ihn hinansgetragen haben. Und Johanni wird s schon ein Jahr, daß die Hochzeit war. Wann ich's noch einmal zu tun hält'! Hintennach kommt die Vernünftigkeit." . Sie fuhr mit der Schürze über die Augen. Ihr Blick glitt matt über das blühende Gelände hin. Da staiid alles im Festtagsschmuck, da war allenthalben Leben und Bewegung. Hoch in der Eschenkrone hatte der Goldammer wieder sein Nest gebaut und sang wie im vergangenen Sommer: „'s ich is, is früh, 's is, ich is früh!" Die Meisterin schüttelte wehmütig den Kops. „Du machst mir nichts mehr weiß da droben. Ich bin zii Verstand gekorninen. Für mich ivar's halt zii spät!" E ich ich rs früh," klang es wieder aus dem Gezweig. Die Meisterin aber mochte den kleinen Spötter nicht mehr hören, erhob sich und schritt langsam dem Hause zu. Die Gchmdheitspflege in der Sommerfrische. . Ä Die Ferienreisenden, die hochanfatmcnd die Mühen und Sorgen des Werktages hinter sich lassen, haben zunächst noch das Fegefeuer der Reise zu überstehen, bevor sie in das Paradies der Sommerfrische gelangen. Diese Stunden in der Bahn sind mehr oder ivemger nnhygienisch,- doch noch leichter ans der Hinreise Ms auf,der Rückreise zu ertragen. Ein notwendiges Uebel sind K hte sich der Wohlhabende durch Uebergang in die nächsthöhere Masse etwas erleichtern kann, die aber durch die Fahrkartensteuer m recht nngmistigem Sinne beeinflußt wird. Tenn die Ab- wanderuüg in die dritte Klasse füllt die Abteile immer Mehr. Auf der Riickrcisc ist das^ besonders peinlich, weil die Strapazen Und Mißheiligkciten die schöne gebräunte Farbe des Gesichts rasch verwischen und weil die an gute Lust gewöhnten Lungen die ver- vranchte Luft dann um so unangenehmer empfinden. Hier gibt es tm allgemeinen nur .ein Mittel: nicht zn' weite Reisen für erne verhältnismäßig zu kurze Zeil! Die Länge der Fahrt muß Mit der Langendes Aufenthalts in einem veriüiiistigeii Verhältnis stehen. Aber oagegen spricht wieder etwas anderes: diejenigen, vw sich nur kurzer Ferienzeit erfreuen u. die in der Nähe keine Höhen haben, werden weiter fort müssen. Dann fahre man rasch und vegnemt die paar Mark, die der D.-Zug mehr kostet, werden durch gesimdheitliche Vorteile reichlich ausgewogen. Wollte man sic.) nur ui bet jcälje be§ inK fc&en, fo kann man besser zu Hanse bleiben. Denn es fragt sich sehr, ob die Unbequemlichkeiten der Somnrerwvhnung dann wirklich durch ihren. Nuhen on'gewogen werden. Denn oft genug wird man es am eigenen! Serbe spüren müssen, daß Ruhe und bessere Luft allein Nicht den ganzen erwünschten Erfolg der Sommerfrische bringen, N«il die nötige Luft Veränderung fehlt. Nicht jeder ist gleich empfänglich und empfindlich dafür, aber für viele ist die Kiinatische Vcrandernng gerade der Faktor, der ihrem SßW neue wilhing gübt, dre Leoensgerster ausfrischt Und die Nerven stählt. der Lee und des Gebirges beruht zu eineM! Mwßeu Teil auf dieser Hebung der Blutzirkulation durch die 1 5?"hch fine Fußwanderung kann glislosen, namentlich für die Angehörigen „sitzen- b« Beruft. Die erforderliche Lnstverändernng hängt aber elbst- verstandlich nicht lediglich von der Weite der Entfernung der Sommerfrische vom Hauptdomizil ab. Wer so glücklich ist See oder Gebirge in der Nähe zu haben, erreicht das Gewünschte ost Mit ganz kurzen EntfernungeU: denn westn er in die Höhe steigt hat er schon bald Klimaveränderung, und die Seeluft aeiväbrt siü gegenüber dem BinNenlande ebenso. Aber die besondere Hygiene der Sommerfrische hat noch ein Seiten. Je nachdem, was man vvn der Reise er- luckn^'mü^w Jontmt, Anregung und Bildung ’ bliickluh ist, für die Gesundheit nichts besonderes nw ^llLbet stLstr unhygienisch und doch zweckmäßig durch dm. Besichtigung von Städteii, Museen, historischen Stätten die- Spaniikiajt, die er haben will. Andere — und die anie Lwi ,Abgeschiedenheit und Erholung in rrn»TtP?t gesundheitliche Bedürfnisse eines ist das Einholcn ärztlichen mates uUc^latzlw). Der bloß vom tnalickun Aus and Pww-,- Murde gemachte Naturmensch, der sich seinen Ruhr- mtb Lnst- reckro^Deu^'^ Ä'((ätF gewöhnlich in ein ländliches Biloiii rettro. Denn außerhalb der großeii Bade- und Gebirgshotels bei denen von einer besonderen SomMerfrischen-Hygiene kaum ■ xr 1^$eM der ländliche Aufenthalt, der dstn?o^sundheülicher Hinsicht vorzugsweise Berücksichtigung ver-- "'E^nen, den Blick durch leichtbewegte -matier ms Mail des Himmels gerichtet — das löst die Nerven- spannung iind tut gut für Auge und Gvil!, Nniß viel laufen und soll nicht mehr als gewöhnlich essen und umgekehrt. Das sind ;a alles bekannte Dinge. ^ß mit dem Landaufenthalt auch mancherlei hygienische Gefahren verbunden sind, weil die hygie- vischen Verhältnisse auf dem Lande keineswegs so einwandfrei ls^d, ww man sie sich bei der „guten Luft" auf dem Lande vor- #t r ist schon an sich von ganz verschiedener Gütc^ Mdrikarilagen m der Nahe, etwa in schönen Tälern, staubige Loi.chtiaßen, Eilenbahnen beeinträchtigen den Ozongehalt und die Reinheit der Luft ganz beträchtlich. Je nach der Beschassen- heit des Brennmaterials, das in Rauch ausgeht, ist die Einwirkung auf den menschlichen Organismus verschieden. Schwesel- verbindrmgen und Kohlenstoffverbindungen sind besonders schäd- lich, sei es nun, daß sie direkt die Lust verschlechtern, sei es! oatz ,ie die Nebeloildung begünstigen und die reinigende Kraft der SoNneustraUen abhalten. Also bei der Wahl der Sommer- sriiche weg von der Bahn und von Schornsteinen) weg auch von den Lagen, die gemäß der Hauptwindrichtung (in Tälern!) den I A^brrauch des ganzen Ortes zn schlucken haben! Aber auch fvbg I £{5. , Der Staub der Landstraße ist durchaus nicht indifferent. Wieviel Verwesungsprodukte ans dörflicher Straße juy versammelt finden, davon gewinnt man erst den rechten Begriff, wenn etwa das Kind auf der Landstraße hinsollt und sich eine Wunde reißt. Da wird man in vielen Fällen lmA die Wunde durch den Straßenschmutz infiziert der Landstraße nimmt aber noch erheblich an MNdlicher Wirkung neuerdings zn, weil er nicht Mehr nur durch Wind, und ivenige Wagen, sonderii durch die rasenden Automobils weittnn verichleudert wird, überdies vermehrt und „verschönert" durch den Benzingestank. Geht man aber weiter, weg von dem dörflichen Verkehr mit seinen unreinlicyieiten, seinen Abwässern und seiner Staub- mtivicklung, so entflieht 'man damit noch nicht beit unhygieuischen mbäuerlicher Wohnungen und Wasserversorgung. Tr. Roth, der in einer Lchrift über „Ländliche Hygiene" bei der Betrachtung der Gesundheitsverhältnisse auf dem Lande zu einer reckst ungünstigen Beurteilung des „gesunden Landlebens" kommt, macht nameiitlich auf die Gefahr der Whe der Düugerstätte und der rn der Nahe von Jauchegruben gelegenen Hofbrunneii auf- Ja9t/-Je weniger sorgfältig die Entfernung ^c-, WEofft gehaichhabt wird, uiii so näher liegt die Gefahr, daß Krankheitskeims durch den Verkehr von Mensch und Tier wie durch Vermittlung des Wassers verschleppt werden." Der Luden und Westen Deutschlands stehen hinsichtlich der Wasser- versorgniig hoher als der Norden und Osten, lieber schlechte Beschaffenheit der Einzelbrünnen wird viel geklagt. Wer also nicht, wie im Gebirge, kristallklares Oüellwasser beim Hanse findet, der sollte namentlich die Wasser Verhältnisse genau in Augenschein nehmen, ehe er für mehrere Wochen mietet Die Lage von der gesunden Luft des Kuhstalls soll auch zum alten Eilen^geworftn werden. Ländliche Unterkünfte dicht beim Knh- lUii> ^SWlnestall sind schon wegen der Lust und dann auch wegen der al» Krankheitsübertrager in Betracht kommenden Fliegen und E"rer Ungezieferarten zu vermeiden. Wer also eine beschaulich stille linterkniist rn ländlicher Ruhe liebt und den großen Hotel- betneb zu vermeiden spünscht, der sehe sich die Wohnung auf die angegebenen Eigenschaften hin sehr genau an, wenn er nicht Oie gute Wirkung seines Sommeraufenthalts verscherzen will Denn in den unvermeidlichen Regentagen ist man ja doch auf -^"ss'uer angewiesen und man wünscht in der goldenen! ms Wohltat des Bettes ausgiebiger zu benutzen ^duchüat man nicht kennt, trinke man mil besten überhaupt nicht. Die Milch aber geht jetzt meist in die und ui die Hobels so daß es- bei ländlicher Unterkunft schwierig wird, gute Milch zu bekommen. Also auch darüber vergewissere inan sich, damit man keinen Enttäuschungen »ns- gesetzt ist Daß man im übrigen auf gute Verpflegung sieht, braucht rncht besonders betont zu werden. Es ist also, wie man sicht, für deii Städter gar nicht so leicht, eine geeignete Sommerfrische zu finden, wenn er nicht E großen Heerstraße und dem Hotel!- und Pensionsbetrieb sich ausliefern will. Aber es ist auch nicht so, daß man verzagen und zu Hause bleiben solle. Es gibt iwch der schönen und sauberen Ltatten genug und der Linn unserer AusWhrnngen ist vielmehr der, daß man bei der Sluswahl mancherlei in Bettacht zielun möge, was leicht übersehen wird. Wald, Wiese und Bach — das ftnd die drei Hauptfaktoren der Reinhaltung der Lust und diö Bürgschaften für eine gesundheitliche vollkommene Sommerfrische. - — " — 484 — Napoleons Uebergetvatt eröffnete: es iffl di« unter dem Rainen der „Sachsenklemme" bekannte Aufhaltung und teilweise Vernichtung der hauptsächlich aus deutschen Kontingenten bestehenden Division des General Rouher in der Eisackfchlucht. Irr seinem grundlegenden neuen Werk über Tirols Erhebung im Jahre 1809 gibt Josef Hirn eine anschauliche Schilderung dieser aufgeregten Szene. Rach der Schlacht bei Wagram war zwischen Napoleon! Und Oesterreich der Waffenstillstand von Znain geschlossen worden, in den Tirol nicht eingeschlossen war. Napoleon wollte an diesem kühnen Banernvolk, gegen das seine unb seiner Bundesgenossen Truppen schon zweimal den kürzeren gezogen hatten, ein „Exempel statuieren" und schickte ihnen den Marschall Lesebre ins Land Mit dem grausamen Befehl, „150 Geiseln zu fordern, wenigstens 6 große Dörfer sowie die Häuser der Führer zu plündern und niedcrzubrennen und zu erklären, das Land würde in Blut und Eisen aufgehen, wenn nicht alle Gewehre, wenigstens 18 000, abgeliesert würden". Äefebre zog am 30. Juli in Innsbruck ein, erließ ein Manifest, das Unbedingt die Unterwerfung forderte, leitete strenge Untersuchungen ein und ließ zwei zufällig aufgegriffene Bauern hinrichten. Biele der Anführer der Freiheits- bewegung verzweifelten und schlossen sich den abziehenden äiester- reichern an. Rur der Sandwirt Hofer hielt treu am Kampf für die Heimat fest und bat und beschwor die Genossen, zu bleiben und sich zu wehren. Nur bei einem, aber bei dem tüchtigsten, fand diese Bitte Erhörung. Als S p e ck b a ch e r auf einem Transportwagen bei Bruneck an ihm vorüberfuhr, rief Hofer ihm zu: „Seppcl, Sie führen sich in die Schänd!" Da kehrte Speckbacher um und weihte sich wieder mit Herz unb Hand dem Freiheitskampfe. Und bald sollte er Gelegenheit haben, seinem Vatertande einen großen Dienst zu erweisen. Lefebre begnügte sich nicht mit der Besetzung der Hauptstadt, sondern sandte den General Rouher mit den sächsischen Kontingenten, dem 4. ^bayerischen! Chevaux-Legers-Regiment und einer Batterie nach Süden, um den Brenner zü überschreiten. Am 4. August morgens brach er gegen Britzen auf, um sich hier mit den befreundeten italienischen Heereskräften zu vereinigen. Um dies zii verhindern, hatten ;icf) unterdessen Haspinger, der Mahrwirt Peter Mahr und der Kreuz- Wirt Martin Schenk vereinigt. Mit der Schnelligkeit eines Blitzes ging ihr Gebot: „Zu den Waffen!" von Ort zu Ort: die Lturm- glocke sammelte die Schützenkompagiiien, die Geistlichen riefen von den Kanzeln zum Kampf auf. In Weitental zündete der Kurat Lantschncr das längst bereitgehaltene Kreidefeuer an, so daß „binnen 5 Minuten jeder Streitbare auf allen Berghütten sein Arbeitszeug wegwarf und zum Sammelplatz lies". Mit Haspinger und dem Mahrwirt tvar unterdessen Speckbacher zusammeugetroffen, der die Anlegung von Verhauen und die Aufrichtung von Steinlawinen anordnete nnd die Verteidigung organisierte. Die Vorhut Rouher, die sächsischen Bataillone, zogen nun mit klingendem' Spiel in die ihnen gestellte Falle, entfernten mehrere der Verhaue und drängen trotz namhafter Verluste tapfer vor. Als sie mitten in der Eisackschlucht an der Peißerbrücke ankommen, tvird die Brücke in Braud gesteckt und ein verwegener Reiter, der noch über die lohenden Bretter sprengen will, bricht durch das halb- verkohlte Gebälk und verschwindet in den Wogen des Bergstromes. IN der Nacht sind die Sachsen eingekeilt; sie entbehren jeder Verpflegung und sind von Rouher verlassen, der um Mitternacht seine unverletzten Streitkräfte nach SterziNg zurückzieht. Die „Sachsenklemme" ist fertig. Nächtliches Sturmgeläut zaubert neue Stürmermassen herbei, die die Bataillone umschwärmen; wer jetzt noch von Frieden sprechen will unter den Tirolern, wird arretiert. Am 5. August ist die Not der armen Sachsen aufs höchste gestiegen, immer neue Opfer werden durch das nun fast 36 Stunden währende Gewehrfeuer gefordert; sie leiden unter gnülenbem Durst; die Verwundeten sterben rasch ohne Pflege. Mit dem Mut der Ver- zweiflung versucht ihr Kommandeur Egloffstein einen letzten Durchbruch nach SterziNg und kommt, während feine Truppen durch unausgesetzte Attacken Speckbachers dezimiert werden, auch glücklich bis zur Feste Sprechenstein. Kugeln und Steine haben klaffende Lücken in seine Reihen gerissen. Ein Bataillon aber, das die Eisack überschritten hatte und bei Oberau stand, war direkt den Tirolern „auf die Schlachtbank geliefert". Tapfer hielt das Häuflein bis in die Nacht zum 6. August das verheerende Gewehrfeuer aus; endlich wurden die Häuser, in beiten sie sich verschanzt hatten, erstürmt und die Ueberlebenden gefangen genommen. Bon den 2000 Sachsen, die 2 Tage vorher den Marsch gegen Britzeni ängetreten hatten ,wären mehr als die Hälfte gefallen, verwundet Und gefangen. So war die Einsackschlucht zur Sachsenklemme geworden und der Vormarsch der französischen Truppen vereitelt. Vermlsehtes. * Theodor Storm hat länger als ein Jahrzehnt, dem Drucke der dänischen Gewaltherrschaft weichend, fern von der geliebten Holsteinischen Heimat weilen müssen. Die wundervollen Briefe, die er während dieser Zeit als preußischer Assessor und Kreisrichter von Potsdam und Heiligenstadt aus an seine Eltern gerichtet, und die neuerdings seine Tochter pietätvoll herausgegeben hat (Theodor Storms Briefe in die Heimat, Berlin, Verlag von Karl Curtins) gewähren einen tiefen Eindruck in das reiche Gemütslebeu des Dichters und legen auch Zeugnis von der Menschenfreundlichkeit und Vorurteilslosigkeit ab, die ihn beseelten. So schreibt er am 20. September 1863 an seine Eltern (Seite 200); „Unser älter Hans (Storms Sohn) ist nun fest entschlossen, Techniker zu werden. Dies definitive und rasche ANgreifen der Sache verdanken wir einem ueuerworbenen jungen Freunde, Herrn Ludwig Löwe in Berlin, Inhaber einer Maschinenfabrik, einem Juden, Sohn des hiesigen jüdischen Lehrers, eines armen, kinderreichen, aber sehr braven Mannes. Dieser Sohn — er ist jetzt erst 25 Jahre alt — ist in geistiger wie in sittlicher Hinsicht eine Art Seltenheit. Nachdem er hier aus Sekunda abging, wurde er zum Kaufmann ausgebildet und machte sich daun durch eigenes Studium zum Techniker, derart, daß er jetzt ein wissenschaftlich's Werk über Technik herausgibt. Er ist von einer Noblesse nnd Feinheit des Wesens und der Erscheinung, daß selbst die mit starker Judenantipathie ausgestattete Frau v. Wnssow (die Gattin des Heiligeiistadter Landrates) sich gänzlich überwunden erklärte, als sie einen Abend mit ihm bei uns zusammen wär. Mit 19 Jahren stand er einer großen Blechfabrik vor; ich meine in Frankfurt a. O. Nachdem er durch ein höchst energisches Eingreifen die Fabrik und den Besitzer bei einem entstandenen Brande gerettet, mußten aus Anordnung des Kommandanten ihm von bett Wachen dieselben militärischen Ehren gemacht werden wie einem Offizier, so lange er dort war. Bei seinem Fortgang brachten die 300 Arbeiter der Fabrik ihm einen Fackelziig, und als er am anderen Morgen in bett Eisenbahnwagen stieg, meldete sich eilt Unteroffizier int Auftrage des Kommandanten bei ihm, der ihn als Ehrenwache zur nächsten Station begleiten sollte. In Berlin, wo er seit zwei Monaten etabliert ist, bewegt er sich in den bedeutendsten Kreisen der liberalen Partei — Böckh, Stahr, Lassalle usw., dabei ist er der Restaurateur und Chef des ganzen Berliner Turuweseus; Pietsch sagt, Ludwig Löwe ist eine Macht, er kamt 4000 Arbeiter kommandieren. Noch ehe er etabliert war, nahm er zwei seiner Brüder nach Berlin und sorgte ganz für sie, wie er für den noch hier auf dem Gymnasium befindlichen, daS Schulgeld zahlt. Als Bismarck das Säbelgerassel in betreff Schleswig-Holsteins machte, meldeten sich viele seiner Turner tvemr er mit ihnen ziehen wollte, als Freiwillige, was er tljnert auch zusagte. Es wurde natürlich nichts daraus Daneben ist er Präsident einer BezirksvorsteherversüMmlung,, Mitglied Gott weiß welcher philosophischer Gesellschaften, nut einem Wort, ein selten begabtes Menschenkind. Ich habe diese Dinge nicht voN ihm, denn er tritt mit der Bescheidenheit eines vU>ngl>ngs auf unb spricht in biefer Weise nie von sich selbst. Da er ein uw» Haber meiner Schriften ist, machte er mir, da er neulich seine Familie besuchte, seine Visite, unb ba er uns wie allen McuM.u ausnehmend gefiel, veranlaßten wir ihn, während seines dreiwöchentlichen Aufenthaltes öfter za uns zu kommen, und dabei hat er sich denn mit der lebhaftesten Zuneigung an uns geschtosten und Namentlich aus Hans einen lebens frischen und anregenden Einfluß ausgeübt." In dem Briefe vom 8. Februar (Seite 217) heißt es: „Neulich hatten wir unseren jungen, manchen Freund Löwe wieder einige Tage hier unb hatten ihn habet noch lieber gewonnen." Subluig Löwe, von dem ber Dichter in 1» rühmenden Worten spricht, ist der Begründer der großen berliner Maschinenfabrik, der heute noch unvergeßliche, laugmyuge liberale Parlamentarier. Kreuzrätfel. --------1 In die Felder nebenslehendcr Figur sind die Buchstaben a a ccccdd ee lihlih iii ... j|mm nnnn oooo oorrrrrsttt u n derart einzutragen, daß die wage- rechten unb senkrechten Reihen gleichlautend Folgendes ergeben- 1. Form der Kirchenmusik. 2. Veralteten Frauennamen. 3. Bezeichnung für wichtige, aber uiiberühmte Sänger- ______ innen. Auflösung in nächster Nummert Auflösung der Charade in voriger Nummer: D o n a u w o r t h. Nebaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Gießen.