DrmeMag den 2. Dezember WS9 WZ SO WAk Rheinlandstöchter. Roman jou Clark Viebrg. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) .Jetzt ging der Borhang wieder auf. Lastende bange Stille — schleichendes Liebesgift in den Ader» — Todes- ahnung — Kehrende Sehnsucht. Möglich tönt die Dudelsackpfeife des Hirten am Meeresstranch der für den wunden Herrn nach der Ersehnten späht. Kommt sie? — Kommt sie noch nicht? !--— Immer wieder dieselben eintönigen schmachtenden Klänge! — Neida schauerte zusammen, es lief ihr kalt über den Rücken, sie fühlte, wie ihr das Mut jäh aus den Wangen tvich; sie hatte nicht den Mut, nach der Loge Zu blicken, mit klopfendem Herzen saß sie regungslos. Sie hätte die Hände an die Ohren pressen mögen: wenn es mir schon zu Ende wäret Auch Frau Rätin war es müde, sie rutschte unruhig auf ihrem Sitz hin und her; jetzt gog sie eine Düte Pralinds aus dem Pompadour — der gute Schmolte pflegte immer an eine kleine Erfrischung zu denken — und schob der Tochter ein paar Bonbons auf den Schoß. „Da, Nelda, iß! Das endlose Gedudel macht einen ganz krank, ich wünschte, es wär' nun zu Ende!" Endlich der letzte Ton! Meld« fuhr aus ihrer Erstarrung auf, hastig richtete sie den Mick nach der Fremdenloge — leer — eben klappte eine Gestalt im Frack die Tür hinter sich zu. „Nein, dieser Wagner! Gräßlich," sagte die Rätin und klammerte sich an den Arm der Tochter. Sie standen nun draußen auf der Straße und harrten ihrer Pferdebahn. „Wir könnten eigentlich gut den Groschen sparen und zu Fuß nach Haus gehen, aber mir ist der Wagner ordentlich in die Beine gefahren; ich bin auch ganz steif vom laugen Stillsitzen. H—-a—ah!" Sie gähnte. „Bist du auch so kaput, Nelda?" „Ja!" Die Tochter nickte mit glühenden Wangen. Sie hatte Kopfschinerzen; mit zitternde» Nasenflügeln sog sie die Nachtlnft ein, die war kalt und schneidend, aber rein. Ein unbeschreibliches Gemisch von Ekel, Trauer und Besorgnis machte ihr übel. Zerschlagen saß sie in der Ecke der Pferdebahn; ihr war schwindlig, sie war froh, als sie mit dem Wachszündhölzchen die Treppen hinaufleuchtete; sie dankte für Bier und Butterbrot, oas auf einer Ecke des Tischtuchs im Berliner Zimmer bereit stand und schlich fröstelnd zu Bett, Aufseufzend warf sie sich in die Wsen. Die Gedanken kreisten wild in ihrem Kopf, Dränen stiegen brennend in ihre Augen und tröpfelten ümgfam nieder. Melodien auf Melodien wogten durch die enge Kammer, sie hatten viel Süßes, aber noch viel Traurigeres — jetzt verschwimmen sie ins Unklare, man hört sie aus weiter Ferne — langsam schiebt sich drüben die kahle Wand hinter der Mutter Bett auseinander — was ist's? Ein grüner dämmernder Garten von zitterndem Btondlicht beschienen — eine Bank unter üppigem Gesträuch — jetzt, jetzt lockt die KaMigall — die Büsche schlagen zusammen, laugschleppend, gleich Trauer- gewänderu hangen sie über die Bank. Wie die Nachtigall singt, immer schmelzender, immer vergehender---1 Aus dem mvndbeschieneu Rasen steht König Marke, er trägt einen Frack, sein Haar ist grau, er hält die Hände vor's Gesicht — ob er weint? lind dort, dort die zarte Gestalt mit gerungenen Händen — die war nicht auf der Bühne, was will die hier?!----- „Agnes!" In Schweiß gebadet erwachte Nelda. Drüben raschelte das Bett der Mutter. „Aber Nelda,'H — die verschlafene Stimme der Bättn hatte einen Vorwurfs- vollen Klang — „wirf dich doch nicht so viel, du störst einen! Ich meine sogar, d>n hast' mal geschrien. Hör' mal, drüben der Star beim Schuster pfeift so schön! Herrjeh, schon Morgen! Der macht immer um fünf das Fenster auf —* reizend — „o du lieber Angustin" — hör nur!" Nelda tastete sich mit den heißen Finger» übers Gesicht und dann über ihre Kissen — es War naß geweint; »atz von Tränen tmt andere. IV. Nun war der Frühling gekommen, ein rechter Groß« städtfrühling, mit dunstiger Trockenheit in den Straßen, mit mattgrünen Bäumen und Scharen von Menschen im Tiergarten. Sonntag. Zum Brandenburger Tor hinaus greßt ein bunter Strom; die Charlottenburger Ehausse abwärts schlängelt sich ein Bandwurm von Pferdebahnen, Droschken, Equipagen: dazwischen huschen Radfahrer; am Goldfisch- teich auf den Steinbäuken sitzen Liebespaare und surren der Dunkelheit. Draußen in der Hafenhaids rasseln dis Karussels für'S Proletariat. _ Oranienburger Straße, drei Treppe» hoch, saß Nelda Dallmer in 'ihrer Schlafstube. Sie mochte nicht im Berliner Zimmer siüen. obgleich sie heute auch dort ungestört sein würde. Dem Halbdunkeln laugen Raum mit der permanenten Essenskuft und dem ewigen Tischtuch haftete etwas Ungemütliches an, ein „bei fid) selbst nicht zu Hause sein". Sie saß lieber «n der engen Komurke; das Tintenfaß hatte sie auf die Fenstsrbarr? gestellt, die Briefmappe hielt sie aus dem Sckoß. Eine sehr unbehagliche Situation zum Schreiben; sie mußte die Kurse hoch ziehen, damit bte Mappe nicht herunter rutschte. Der schräge Lonuenftrahl huschte über's Papier, ein leichter Zugwind verwehte ihr die Haare. , , Sie hielt die Feber an die Lippen und lauschte. Druve» beim Schuster sang der Star, nicht das eingelernte Lied, da« Entzücken der Frau Rätin, nein, eine einfache, kunstlose Waldmelodie. Nelda streckte den Kopf heraus. Der Schuster schien nickt zu Haufe; drüben am Fenster hmg der Käfig, der Bogel saß aufgeplustert auf der Stange. Mcm konnte deutlich sehen, wie trübselig er de» Kopf zur SeW Ung. Jetzt pnff er schrill, und dann fuhr er tote ein 754 — dunkler Ball kur Käsig tiiiif uM Meder und streß sich den Köpf und krallte sich'an die Trahtstäbe. Sv-hing er. „Armes Tier!" murmelte Nelda. „Wenn ich döch ber- jtber könnte, dir das Türchen aufmachen, und sagen: flieg! Ach, es würde dir nichts mehr helfen; bist schon so lang kn Gefangenschaft, du kannst nicht hoch in die Luft, die nächste Katze sängt dich. Armer Boger!" Sie senkte traurig den Kopf auf die Brust und hörte sein schrilles Zirpen N'.it an. „Drum fliege fort, wer kann! Elps zu spät' ist," sagte sie nach einer Pause und zog die Brauen schmerzlich zusammen. Der Hof war leer. Tas Haus wie ausgestorben, alles zum Sonntag ans. Vor einer halben Stunde war Marie abgezogen, die leibhaftige Hintertreppenprinzessin, mit einen: Hut an,s den gebrannten Haaren, belastet voll zwei weißen Federn und einem Knauf Blumen; mit dem: neuen Cape für fünfzehn Mark und viel zu engen Schuhen. Sie ging mit einen:, „der bei Jerson ins Feschäft is" — das! heißt, er war Ausläufer. „Ich siehe im los, jnä'jes Freilein, bitte uni den Hausschlüssel !" Marie war keine Schlimme, sie verlangte nur einmal in der Woche, abends, eine Besorgmm für sich zu machen; alle vierzehn Tage hatte sie ihren Sonntag, und dann kam sie meistens Punkt zwölf wieder oder -fünf Minuten später. „Adjö, jnä'jes Freilein," nickte sie vergnügt, „ame- sieren Se sich jut!" Amüsieren — wie hätte Nelda daS wohl anfangen sollen?! Sie verlangte auch gar nicht danach. Sie hätte ja die sieundliche Einladung von Herrn Schmol'ke annehmen Mmenh der sie und die Mutter zu einer Spazierfahrt «ufforderte. Sie hatte dankend abgelehnt, sie müsse notwendig schreiben — was sollte Onkel Korrrad in Manderscheid von ihrem langen Schweigen denken? Schmolte hatte es sehr bedauert. „O wie schade, da hätten die Leute am Ende gedacht, es wäre meine hübsche Tochter!" — worauf Frau Rätin etwas gezwungen lachte und unruhig hin und her lief. Sie war erst ungehalten, daß Nelda nicht mit wollte; 'es gab eine kleine Augenplänkelei zwischen Mutter und Tochter, dann entschloß sich erstere, allein mit dem guten Schmolle in der Droschke „auf Zeit" durch den Tiergarten zu fahren und im Zoologischen beim Militärkonzert Kaffee zu trinken. Die Luft war so warm, die Sonne schien herrlich, wer konnte es ihr verargen, wenn sie sich nach der Plackerei der ganzen Woche auch nach einer Stunde des Genusses sehnte? „Du bist alle Tage auf der Straße, ich stecke die gar^e Woche im Haus," sagte sie wie zur Entschuldigung, als sie der Tochter die Hand zum Abschied reichte. „Sieh mal, fitzt 'will Hut gerade? Ich bin bang, der schwarz,eidene Rock sieht im Hellen nicht mehr gut aus, er hat in der Hinter- vahn lauter Brüche." „Tu sitzt ja meistens," tröstete Nelda. Sie hielt die Korridortür noch offen, bis das Paar auf d-er untersten Treppe war ; Herrn Schmolkes behagliches Lachen war das Letzte, was sie hörte, dann schloß sie. Nun war noch Fräulein Berg zu Haus — Doktor Müller war schon njm drei sortgegangen — aber die würde sich auch bald aufmachen. Die wollte eine Kousine besuchen, die sehr weit wegwohnte, in Schöneberg. Man hatte bisher noch nichts von dieser Musine gehört. Es schien dazu großer Vorbereitungen zu bedürfen; seit einer Stunde schon'kramte sie in ihrer winzigen Hinterstube, man hörte, wie der Meiderschränk aus und zuging und unruhige Schritte hin und her tappten. So war es die ganzen letzten Nächte schon; Nelda hatte gar nicht darüber schlafen können. Nebenan diese ewige Unruhe! Tas Haus wär nur dünn gebaut. Als griffe jemand an die Wand hinaus und wollte sie schier abkratzen — dar::: unruhige Schritte — dann hatte sich jemand aus's Bett geworfen, daß das krachte; ein dumpfes Stöhnen kam Unheimlich durch, die Nacht. „O ich habe so furchtbare Zahnschmerzen gehabt," entschuldigte sich Pera Berg am Morgen. „In der Nacht ist's immer am schlimmsten," setzte sie mit verlöschender Stimme Mnzu. In der Tat, sie sah furchtbar aus, aber nicht erst jetzt, schon lange. Frau Rätin hatte sich längst vor den weiten Augen -mit den tiefen blauen Schatten gegrault und Doktor M-Mar zu Rat gezogen. „Bleichsucht, Bleichsucht," hatte dieser, kurz gesagt und mit den Achseln gezuckt. „Er wurde Ordentlich verlegen," weinte die Rätin nachher. „Ja, da ist immer so allerhand Peinliches für einen jungen Arzt einem jungen Mädchen gegenüber — Gott, jung ist sie ja eigentlich nicht mehr, aber doch noch jünger! Er ist eben, so zartfühlend, so dchent!" Die letzten Tage war Fräulein Berg nicht aus's Büreari gegangen, sie hatte sich krank gemeldet, Entweder hockte sie in ihrer nachlässigen müden Haltung, in einen alten! Regenmantel gewickelt, um Fenster ihrer winzigen Hinter-, sttiöe, oder sie lag stundenlang auf dem Bett, das Gesicht! in die Kissen vergraben. Nelda. war es angst geworden, als sie einmal unversehens hereintrat — was war das nur? Zart war Fräulein Berg.immer gewesen, aber jetzt war sie ängstlich elend. Das Leiden hatte angefangeu eines Abends, als Doktor Müller sie in einer Droschke ohnmächtig nach Hause brachte — welch eilt Glück, daß gerade er zufällig Fräulein Berg begegnet war! „Tas Frühjahr, das Frühjahr," sagte er, „nichts Schlimmes!" Aber seitdem ging es bergab; und nun wollte die elende Person heute allein so weit zu ihrer Kousine?! Nelda legte ihre Schreibmappe aus's Fensterbrett, ging hinüber und klopfte an die Tür der winzigen Hinterstube. „Fräulein Berg!" Keine Antwort. „Fräulein Berg!" Sie drückte aus die Klinke — verschlossen. „Fräulein Berg,, ich bin's, Nelda! Hören Sie?" „Ja," klang es halberstickt, „was denn?" „Liebes Fräulein Berg, machen Sie mal auf!" „Ich kann nicht, ich — ich — gleich — ich ziehe mich grade au!" „Ach, ich wollte Ihnen nur sagen, gehen Sie doch lieber nicht weg, den weiten Weg allein! Ich habe Sorge um Sie!" ' „Danke, danke! Sie brauchen sich, nicht zu — ach, muß gehen!" Es klang fast, als ob die da drinnen weinte. Nelda schüttelte den Kops, und dann ging sie und setzte sich wieder auf ihren Mei: Platz und begann zu schreiben r „Mein geliebter Onkel!" Weiter kam sie nicht, da war Fräulein Berg schon! Sie trat ein in ihrem besten Staat und sah doch ans, als! müsse sie jeden Augeublick umsinken. „Ich will nun gehen," sagte sie und nickte. „Adieu- liebes Fräulein!" Und daun, toic von einen: plötzlichen Jm- puls getrieben, eilte sie ans Nelda zu und ergriff deren beide Hände. „Ich danke Ihnen — Sie waren immer fo gut — ich —" die Stimme versagte ihr, eine tödliche Blässe überzog ihr Gesicht, man hätte nicht geglaubt, daß es noch blasser werden könnte. Sie schwankte. ' „Nein, Sie dürfen nicht, ich kann Sie nicht lassen!" Nelda sah erschrocken aus, es kam' ihr ein plötzlicher Gedanke, sie wußte nicht woher — das war ordentlich unheimlich! Won dieser Gestalt in dem mattblauen, etwas zerknitterten Frühlingskleid, seltsam verhängt mit der Pelerine des alten Regenmantels, dazu der modische Hut mit dem Mischel nickender Mohnblumen schlecht paßte, wehte ein Hauch des Unglücks. Diese zusammeugewachsenen Brauen schienen noch finstrer. Jetzt siel ein Sonnenstrahl ans den blassen Mund; die Lippen durchsichtig, jeder Blutstropfen aus ihnen gewichen, und dafiir em lastendes Geheimnis darauf, ein. angstvolles Schweigen! Nelda faßte Fräulein Bergs Hand und sah ihr von unten heraus forschend in die Augen/ „Sie sind unglücklich," sagte sie leise. . „Ich? Haha!" Vera Berg lachte nervös, griff dann um sich und stützte sich auf den Knauf des nächsten Bettpfostens. „Ich — haha — ich — hahaha!" Das Lachen war gar nicht mehr anznhören. Es klang schrill, fast schrecklich. „Und nun geh' ich — adieu — bald wird mir wieder ganz wohl sein!" Nelda wußte nicht, wie ihr geschah; sie suhlte die zwei h-eißfeuchteu Hände des Mädchens an ihren Wangen, ein Kuß streifte ihren Mund. Ein nur geflüstertes: „Ich danke Ihnen," und Bera Berg schritt schwerfällig zur TÜV- Das Schloß schnappte ein; sie Ivar fort, (Fortsetzung folgt.) Claudius^ Merck und Moser. (Ein Brittag zur Beurteilung' von Claudius' Darmstädter Anfeut-« hakt in den Jahren 1776—1777.) Bon Her m a n n Brä un in g (Darmstadt). (Hermann Franz Oktavw.) „Mr haben Nun Claudius, rin trefflicher, sehrieto* ständiger Mensch — sagen Sie Goethe — fo ungefähr wie Klop- stock im Mchemr stur mehr poetisch,s Lärme «M 765 ®K ift dörb, kalt tittb- schlagt alle -Seiii'eiii bie S&taht ; das fretit mich nun von Herzen, destn! ich gehe Mer des Menschen AM»- intttie mit der meinigen Me unter einer Dachtraufe, und die Herren Nbheritcn bekülnmern sich schon nicht mehr uhr mich. Ein schönes, schönes Weibchen hat er, existiert gaW ttr seinen Mindernr wenn die' Visiten ivmmen, seht er die 'Kistder anf'S Höfgen: weiß übrigens nichts was Geld und Gnt ist und ist Äberhmipt sehr brav. Nichts von der weisen, garstigen Mmw- nachte und dein Totengewimmer, könderw ist sehr lustig — halt d« Könige.... in einen!« großen Respekt, geht ohne Stoch Und Degen und Puder mit deut bloßen lKchft MM PrSside'E, und der kamrS doch nicht über nehmen, spielt ein1 herrlich Klavier usw." " mit diesen prächtigen Worten schildert I. H. Merck, der be- mnnts Darmstädter. Kriegsrat mit der kritischen Feder übern« Ohr, seinem Freunde Wieland in einem! Briefe Dort Anfang Mai 1776 den als „Oberlandkommissarins" nach Darmstadt ver-- schlagenen „Wandsbecker Boten", der am 17. April an I. H. Voß, di« fteudigen Zeilen schriet *): „Hier bin ich wohl ausgenom'men worden, und Himinel Md, Erde sind hier schön. Ans meinem Fenster sehe ich den Meiibvlus, einen großen Tannenwald int Vordergründe, und lveites Feld «und am Ende rundum eine Kette von Bergen in 'einer. Entfernung von 10—-20 Stunden. Ach. wohne, in der Neuen Vorstadt recht gut und bequem." Am Tage zuvor, am 1'6. April', Mr Claudius, der im! Tv- Mirber 1775 als „Ober l an d eskomisti s s ar ins" zur Laiidi'ommission nach Tarnistadt berufen worden, mit seiner Familie in der fürstlichen Hauptstadt eingeirofsen, wo er,, sich nur denk' üllzeit, gastlichen Hause Mercks enger befreundete. Vor seiner liebersiedelung war Claudius noch! für eine zweite Kommission,, die „Jnvalidenlommission" in Aussicht genommen und auch am 3. Januar 1776 dazu berufen. Diese Tatsache ist insofern wichtig, als Claudius erst durch die Stelle bei der „Invaliden körn'- Mission", mit der er 1777 die Redaktion der ncugegrüw- deten „Privilegierten H essen-Darm'städtischeu L a n d zeit n n g" lTarmitädtcr Zeitung') übernahm, die Wäg- lichkeit an die Hand gegeben wurde, sich in doppelter Hinsicht, kiter arisch, amtlich zu betätigen. Ich mutz hier verweisen auf bis bedeutende Veröffentlichung von Stadtpfarrer D. Dr. Diehl: „M. Claudius und die Darmstädter Zeitung" (Darnr- Wdter Zeitung, 1909, Beilage Nr. 44)3), wo zum' erstenmal daS Material über die zweite Berufung von Claudius mitgeteilt wird. In der ersten Zeit seines' Darmstädter Aufenthaltes, her in literarischer Beziehung nicht besonders reich a'w wertvollen Schiöpftmgen ist, — (ich teile hier ein Gedicht ■ dieser Periode, das ich in einem der Briefe von Claudius an Voß fand, mit, weil ps ungedruckt iW — weiß Claudius nur Erfreuliches an seine Freunde zu berichten; so schreibt er an Herder: „Der Herr Präsident von Moser hat mich nicht gnädig, sondern freundschaftlich empfangen. Gestern schickte er tote 2 Bvuteillen Bourgunder und 12 ditto Rheinwein 'M den gütigsten, feinsten Comp'limdntew." ?)- Ung'edruckt im Besitz der König,l. Hof- und EMtsbiblto-- the-k zu München. ") Die darin enthaltene Aufforderung veranlaßt rnvine grgen- wärtigs Veröffentlichung 8) ' Tas Gedicht, von Claudius, nach! einer beigeschlvssenest Melodie zu singen, lautet, nach« dcist Original der Hof- und Staatsbibliothek zu München: Schwei z e'rli oh. Es hätt ä'Butzr ä Tochtcrli, Mit Namen hieß, es' Babeli, Es hätt 'ä Paar Zöpfle, dich sind wis Gold; > ■ ' Trum ist ihM'Äuch der TnWe hvld. . Ter Dußle lief dem Vater nach: ' =. „O Vater, wollt ihr nrir's Babeli lahst?"' Tas Babeli istnoch vile zu klein, Es schlaft dies Jahr wohl noch aller,st. Ter TuUe lief in einer Stund Voir Basel bis nach Solothurn, Er lief die Stadt wohl auf und ad, Bis er zum öbersten Hauptmann kant. „O Hauptmann, lieber Hauptmann mi, Ich will mich dingen in Flaudrin nie'n." , . Der Hauptmann zog die Säckelschnur, ■ Gab dem TuHls dreh Thalep drns. Ter Tntzls lief wohl wieder heim) Heim, zu seinem lieben Bäbelein: „O Babeli, liebes Babeli mi, Itzt hab i mi düngen in FAnderst niest," Tas Babeli lies ivvhl hiuters Huß, Es greint ihm schier die Aeugle ust. „O Babeli, thu doch, nit so sehr, Ich will jo wieder kommen zu Dir." „Und ftmtin. i übers Jahr nit heim, Sv tvill i Dir schreibest ä Briefelein; Darinnen soll geschrieben stahn: „Will" W Babeli ntz p«rl«hn." . Tpch schon im Mgstst 1776 AM er, der .sich sicherlich seinen WntsgefchMkn nicht mit übertriebenem Eifer- widmete, in einem «ric-e an Herder über „Irrungen", die zwischen ihnr und dem Direktor der Landlom Mission, dem Landkammer- Etz'm es obgewaüet. „Davon ich Euch mündlich erzählest will, schreiben mag ich von solchem Quark nicht ... Es scheint auch, dan, nachdem' ich vor einigen Tagen dem Herrn Präsidenten der em trestsicher Mann ist, gerade herausgesprochen, alles besserst Gang gehest^wolle-, , . Sonst lebe ich hier still und vergnügt, ganz stm bis dato, und mein Geschäft ist sehr angenehm und das ganze Geschäft der Landstnmnission sehr gut und menschlich, aber ine Lust conveniert mir nickt. Sela!" , Kaum' nach Jahresfrist kehrte der „Wandsbccker Bote" Darmstadt den Rücken, am 20. oder 21. April! 1777. Nach dem! Grunde! fernes Weggangs srug schon Wieland ist einem! Briefe an Merck von« ,4. April 1777; Claudius selbst gab in einem Briefe an Herder als Hauptgrund „seine Gesundheit" an, — er war iwi .Februar an einer Pleuresie schwer erkrankt —. „Bon den Nebeuursachen", heißt es in dem Briefe weiter, „mündlich einmal mehr!" ,, lieber diese „Nebenursachen" entnehmen toir Mercks 1782 bis 1783 entstandenen „Ästtinecker" (vergl. auch: Loebell. der Antinecker Mercks und der Minister v. Moser, Darmstadt 1896), der gegen den 1780 verabschiedeten Präsidenten von Moser gerichtet ist und als Manuskript mi Grvßherzoglichen HauS- und Staatsarchiv zu Darmstadt aufbewahrt wird, interessante Aufklärungen. Wir sehen aus den folgenden Mitteilungen' (u n gedruckt), daß sich die „Irrungen" zwischen Claudius und Eym'es allmählich zum! völligen Bruch zuspitztsn, und wie Claudius, den man als überflüssigen Nichtstuer hinstellte, fein. Amt inmitten einer „Baud« Betrüger und Schelme" verleidet und verekelt wurde. In den« Abschnitt „Schätzung der gelehrten Md verdienten! Männer" heißt es von Claudius: „Dm guten Wandins', vdcr Asmus vön Mandsbeck hatte er fMofer) unter der Hoffirung, hier Ruhe und Friedest zu finden', aus seiner Wleu ^Hütte gelockt und unter eine Bande Bei- trüger und Schelms gesteckt. Waudrns glaubte bei der neu astgesteltten Landkommfisions nach seiner sich bewußten Redlichkeit viel gutes stiften zu können. Er, dessen Herz australlie, wenn er einen Bauer und einen grünest Baum eMicktr, bekam dafür nichts.als ein Bureau vonT ahellenn schniiedon, Projekte zu neuen, windigen, unpraktischen Ber- ordmmgen, und was das' Schlimmste, einen aufgeblasenen, zweideutigen Direktor (Eyrm-s) zu sehen. Er, dessen Nacken sich nicht gern für irgend jemand beugte, beugte sich also auch noch weniger vor der Wörda seines' Chefs, und ward daher von ihm bald bei dem Präsidenten M ein untauglicher Faule n z e r anW- schwärzt. Claudius sollt« Exercitia fertigen, und diese sollten von diesen« Chef kiorrigiert worden. — eine Lage, die noch etwas gewaltsamer ist', als die, wenn man sich .Hamann als Packhvf- inspektor denkt. Er ließ sich nach seiner bekannten Diskretion kein Wort weder vor seinen Ober» noch seinen Kollegen entfallen. Indessen kränkte man ihn genug, daß, man ihm nicht das Geringste zuteilte, unter dem Vorwande, daß er zu gar nichts tauglich fei. Zu Ende des Jahres erschien das Tesinitiv-Urteck deS Ober- Appcllationsgerichis in denk Prozeß EymeS contra Backhauß, wv vhngeachttt aller höherer» Versuche, den Richter zu intünidieren, derjenige, der sich über SchMnereien betiagt Hatto, selbst als ein Schelm dastand. Claudius hörte dieses von feinem würdigest Chef mit Indignation, toterem anderes Faktum, das die Würde d e r. M e n s ch h e i t s rn iebrigt. Er ließ einige Anmerkungest in der Gesctlschaft falle», und-diese wurden von einem! bekanntest Ohrenbläser dein Präsidenten sogleich überbracht.. Hierauf schrieb Moser rin ungezogenes Milet an Claudius, der derb darauf antwvrtcta.imd damit schloß, daß er seinen Abschied forderte. Er erhielt ihn sogleich rat» um so williger, als man sich, auch dadurch an ihm betrogen sah, daß er die ihn» astvertrante Landzeimng nach feiner eigenen Laune schrieb, da mäst doch von ihn» erwartet! hatte, daß er alle zweideutigen, neuen Einrichtungen der Land- kbminission für svviclo jährliche Besoldung der Welt als eine Panaees ankündigen sollte. ' . , Dieses Billett und Claudius' Antwort daran» fiel mir einen etwas unschicklichen Tag. Er (Claudius) hatte eben den Hvsrat Schlosser wn Emmendingen zum Besuch erwartet, mir sreiuid- liches Mahl bereitet nstd einige Gäsch gebeten Ohngeachtet dieses wichtigen.Entschlusses für das künftige Wohl, und Weh« seiner Familie, wär er imgeinein heiter und nötigte lerne Gasch, bis in die Nackt zu Miben. Ter Zwang und der Unmut uuerl «rlittenes Unrecht warf ihn den änderest Tag aufs Lager, und CT fteo in das hitzige Fieber, dessen Schilderung der Leser uul E’ttn Teile seiner Schriften findet?) Wäre Freund Harst mal nicht vorüber gMNtzen, so wär edi ein Todwchlag mehr, dessen man den um dis Welt so verdientest Beriafser des „verrst und Diener" (von Moser, 1759 erschienen) unschuldigen komite. Claudius ging, ohne ein Wort von Urteil oder. Wißvergnügsn st'ber Moser hören z,U kaffen, W? ’ «) Gemeint ist das Gedicht „Nach der Krankheit 1777": JA lag und schlief; da Al M W Fieber. —■ Isst dritten Teil feiMv Mmicheu, W-evke, 756 ois DeutMl- der WÄt, als v- es Mosers Ohr sei, baK er sich rtfö ASmus bei der Audieiiz mit dem Kaiser von Japan?) auK- bat, ist völlig ungegründet." . Soweit MeräS Worte, für Claudius' Charakter ein ehrendes Dokument! Vertrieben durch einen Schemen und nickst zum wenigsten durch Differenzen über die Redaktion der „Privil^ vierten Hessischen Landzcitnng" (Darmstädter Zeitung), ging er — ohne ein Wort von Urteil oder Mißvergnügen — und „machte Ss zur Ehre seines Herzens (so heißt es in § 74 der gegen ifer gerichteten Anklageschrift vom Jahre 1787), lieber jährlich 800 Gulden zu entbehren, als solche durch Windbeutelei zu ver- dienM." Hart und ungerecht klingt dagegen (wenigstens im ersten Teih Moiers Urteil über Claudius in einem Bericht« über die Land- Vonwriksivn vom 28. Juli 1779; »Ehrend er sich in Lobpreisungen der übrigen Beamten ergeht, von denen der eine „ein ehemaliger Smtfet, der andere ein verdorbener Kammerdiener Und der Direktor M (durchs Examrs» durchgefallener candidatus juriS gewesen War", weiß er von dem Wandsbecker Boten nur zu sagen ' „Er war zn faul, mochte nichts tun, als Böget singen hören, Klavier spielen rmd spazieren gehen, konnte die hiesige Lnft nid)t vertragen, fiel in eine tödliche Krankheit und ging von selbst $u seinen Seekrebsen imeder zurück. Doch hat man ihm dre ersten Monate der damals entstandenen Zeitung zu danken, welche die einziga dieser' Art in ganz Deutschland ist, die bisher innerhalb des Landes soviel Nüßen gestiftet und außerhalb soviel Beifall erhalten hat." Seines oben erwähnten Besuches ins Darmstadt an demselben Tage, als Claudius um seinen Abschied bat, gedenkt Schlosser in einem Briefe an Merck vom 3. Mai 1777; „Alle 14 Tage lvollten wir so eine Media irolle machen wie neulich bei Claudius !" — und wenn er weiterfährt: „Wohl dir, guter Claudius, daß dir ivieder W deiner Ziege kehrtest! — Hättest du sie nie verlassen!", so traf er toMommen die Herzensmeiimng des guten Minus, die sich wieder herrlich offenbart in einem Briefe Mercks an Maler Müller, vom 28. Mai 1777: „Mstr. Claudius laßt Euch herzlich grüßen. Frau und Wagen haben gehalten bis Wands- fca: er springt mit Caroline wieder im Garten bentin und ist so llng und vergnügt, als ob er gar nicht hier gewesen wäre." Merck selbst, dessen freundschaftliche Dienste „von der Aus- imtMieruno des Logis bis zum letzten Gastgebot" Claudius oft dankbar anerkannte, ist sich in feinem Urteil über den „Wauds- bvcker Boten" immer gleich geblieben. Vollkommen falsch haben Zimmermairn (I. H. Merck, Frankfurt 1871) und Fuchs (I. H. Merck, eine biogr. Skizze; Milgem. Konservat. Monatsschrift 1892) daS Urteil, das er in seinem 1781 in Wielands „Deutschem Merkur" veröffentlichtem „Akademischen Briestvechsel" über Claudius fällte, verstanden. Es ist kein absprechendes Urteil, sondern gerade das Gegenteil; Merck erzählt von einem der größten Zeichner, die er je gesehen. „Vielleicht hat keiner alle Verhältnisse und Formen so in seiner Gewalt rknd zum schnellen Gebote iuie er . . . In seinen! Kopfe stehen fertige Formen von Raphael, von Albrecht Dürer, von Buonarotti, von Paolo Veronese, und von wem du willst." Ties alles natürlich gilt von bent eineck Mnstler; nun fährt Merck fort: „Und dieser Mensch steht in Gefahr — weil er in Deutschland ist — Hungers zu sterben. Sein ganzer Charakter ist der leibhaftige Asmus. Er urteilt ebenso wenig wie jener, ist ebenso bescheiden, ebenso unnütz und ungeschickt, wie andere Lumpenhunde — Geld zu machen!" Was wollte Merck wohl anders sagen, als daß Claudius kein zudringlicher Schwätzer und Schmeichler, sondern ein schlich- ter, gerader, ehrlicher Kerl! — und eben weil er kein Lumpenhund gewesen, — unnütz und nnbrauch- bar unter einer „Bande Betrüger und Schelme"! Nevin! §ehtes. * Hängebrücken. Das vor kurzem geschehene Eisenbahnunglück in den französischen Pyrenäen hat die Aufmerksamkeit der technischen Kreise wieder auf die Hängebrücken gelenkt. Bei der Probefahrt auf einer neuen elektrischen Bahn war der mit Ingenieuren und Arbeitern besetzte Wagen auf dem stark geneigten Schienenwege ins Gleiten gekommen und von einer nach neuem System gebauten Hängebrücke in die Tiefe gestürzt. Obwohl die von dem Deutsch-Amerikaner Nöbling schon vor einem Menschenalter erbaute „Suspension bridge“ über den East River, die New-Pork mit Brooklyn verbindet, als eine großartige Schöpfung viel bewundert worden ist, so haben doch Hängebrücken für Ueberspannung großer Weiten in Deutschland wenig Eingang gesunden. Die von Köpke in den Jahren 1891 bis 1893 für den Fußgängerverkehr erbaute versteifte Hängebrücke über die Elbe bei Loschlvitz und die fünf Jahre später von Leibbrand und Kübler ebenfalls für Fußgängerverkehr erbaute versteifte Kabelbrücke über den Argen bei Langenargen, diese mit einer Hauvtweite von 72 und jene mit einer solchen von 146,68 Metern, sind so ziemlich die bedeutendsten Werke dieser Art, die in Deutschland zur Ausführung gelangt sind. Als wunder Punkt der Hängebrücken wurden besonders ihre starken Seitenschwankungen angesehen. Selbst bei geringen Weiten machen sich diese Schwankungen in sehr unangenehmer Weise bemerkbar. Als Beispiel seien nur die kleinen Hängebrücken über die Seine bei St. Denis angeführt. Zogen im deutsch- französischen Kriege Truppen über diese Brücken, so fanden Seitenschwankungen bis zu zehn Zentimetern statt. Vorsichtshalber wurde daher angeordnet, daß nur kleine Abteilungen ohne Taktschritt hinüberzuführen seien. Zur Vermeidung solcher Schwankungen haben die Hängebrücken über die Elbe und den Argen möglichst wirksame Versteifungen erhalten. Für den Eisenbahnverkehr hat man in Deutschland den Balken- und Brückenbogen den Vorzug gegeben, und zwar solchen Bauten, die sich bis in alle Einzelheiten genau auf ihre Tragfähigkeit und Haltbarkeit berechnen lassen. Die größte Sicherheit muß hierbei mit sparsamem Materialverbrauch und leichtem Aufbau zu verbinden sein. Wie dieses Prinzip sich bewährt hat, geht aus dem hohen Ansehen hervor, daS gerade unsere deutschen Brückenbauten in der Welt genießen. Lieber verzichten unsere Ingenieure auf eine Bauart, die, mag sie auch noch so kühn und schön sich ausnehmen, nur den leisesten Zweifel an Sicherheit aufkommen läßt. So hätte man für die neuen Nheinbrücken bei Köln, die bis zum Jahre 1911 völlig vollendet sein sollen, gern die Hängewerkform gewählt, aber man sah davon ab, weil die Berechnung ergab, daß die Durchbiegung über der 167 Meter weiten Hauptöffnung etwa 27 Zentimeter betragen würde. Diese 27 Zentimeter kommen also fast einem Sechshundertstel der Spann- ungsiveite gleich, während für Eisenbahnbrücken nicht einmal ein Zwölfhundertstel als zulässig angesehen wird und unsere meisten deutschen Brücken überhaupt nur ein Achtzehnhundertste! Durchbiegung zeigen. Es wurde denn auch bei den Kölner Brücken für die Hauptöffnungen auf die Bogenform zurückgegriffen, wie sie im letzten Jahrzehnt für die Brücken bei Bi a i n z. Bonn und Düsseldorf zur Anwendung gelangt ist. * Der Einkassierer: „Snip u. Co. haben mich engagiert, um den Betrag dieser Rechnung von Ihnen emWkassieren." — Der Schuldner: „Meinen herzlichsten Glückwunsch, mein Herr, zu der Lebensstellung." * Vererbung. Sie: „Ich weiß gar nicht, wo unser Fritz das liebenswürdige Wesen her hat?" — Er: „SelbstberständliM von dir. — — ich bin ja noch im Besitz des meinigen!" Literatur. — Mutter Und Kind. ZrvrimvustSfchrtst für SänMrtzN- sürforge. Herausgegeben von dem Verein für SängliugKfürsvrgp an Regierungsbezirk Düsseldorf und der Großherzoglichen Zentrale Sr Säuglings-- und Mutterschutz int Großherzoginm Hessen, unter Mitwirkung' bebtittenber Fachleute. Oktober 1909. 2. Jahrgang, Nr. 1. (Verlag der Düsseldorfer Zeitung, .Düsseldorf.) — Inhalt : der erste deutsche Kongreß für Säuglingsschuh, Dr. Marie, Baum; Entbindungsanstasten, Wöchnerinnen- und Säuglingsheime als Mittel zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit, Pwfessior Tr. v. Franquö Dießen); Uebcr die körperlich» Sauverhaltung der Säuglinge', Dr. Engel, Oberarzt der Akademischen Kinderklinik zu Düsseldorf; Tie Milchwirtschaft des Gutes Haus Horst bei Hilden; Meine ersten Unterrrchiskurfe in Kinder- und Säuglingspflege, Kornelie Babing, Wanderlehrerin für Kinder- mrd Säuglmgsl, pflege des Vereins für Sauglingsftirsovge im Regierungsbezirk DLMdorf; Kleine Mitteilungen. Geographisches Berschiebrätiel. Heidelberg - Elsaß — Amiens — Weißenburg — Friedrichsruh — Versailles — Lothringen. Vorstehende Namen sollen derart untereinander geschoben, werden, daß eine Buchstabenreihe, von oben nach unten gelesen, den Namen einer Stadt im nördlichen Deutschland ergibt. Auflösung in nächster Nummer. ^Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: M a n tri u 6 Amboß ode r H a in in e r fei n. r‘) Bergs. Dell 3 seiner sämtl. Werke: „Nachricht voll Meiner MndienA beim Kaiser ton Japan." Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu UniversitätS-Vuch- und Steindruckerei, R, Lange, Gießerin