Montag den 3V August 1908 »8 MEN •l I! il ich •i ■ Der Dorfkönig. Roman von Karl Böttcher. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Hennig reichte ihni die Hand : „Das ist brav, Hertz Gutter- niann. — Wenn viele so denken, dann hat keine Gefahr um unser Vaterland!"-- Diese Unterhaltung hatte die Herzen der beiden Männer näher gebracht, und als man auf Hugos Zukunft zu sprechen kam, unterhielten sie sich wie alte Freunde. Hugo klagte, das; sein Lieblingswunsch, zu studieren, am Starrsinn des Vaters zuschanden geworden sei und er nun verurteilt wäre, zu verbauern. r t .. . „Wenn Sie so denken, vom Landwirtsberuf, dann und ©te zum mindesten falsch unterrichtet. Ich beneide Sie um Ihr zukünftiges Leben. Sehen Sie, wo kann ein Gemüt, das Sinn für Poesie und Natur und Schönheit hat, mehr Genugtuung sin- ben als — verzeihen Sie dieses anscheinende Paradoxon — als bei einem gebildeten Bauer. Ich bin ja ein Großstadtkind durch und durch, und beim Großstädter, beim waschechten, erstarrt nach und nach der Natursinn. Aber diese herrliche Natur hier wirkt auftauend, und wer je Herz und Gemüt, besessen,, dem muß es doch hier, inmitten dieser Wälder wohlig und frei zu Mute werden. Sie werden nun hcreingesetzt wie weiland Adam ins Paradies. Sie können sagen: All das ist mein, ich kann darin schalten und walten wie ich will, das ist mein Reich, meine Heimat. — Nicht bloß ein Gut soll Ihnen gehören, — nein, ein ganzes Dorf, —• und gerät auf dieseni Felde die Frucht nicht, so auf einem anderen um so besser, — also die kleinlichen Sorgen, die den kleinen Landwirt sonst ängstigen und niederdrücken, bleiben Ihnen fern. Und mitten in aller Natur können Sie noch Ihrer Wissenschaft, dem Kunstschönen huldigen, nicht doktriert und gezwungen, sondern frei und nach Ihrem eigenen Willen! Sie können ein glücklicher Mensch werden!" „Und das will ich werden, Herr Baumeister! Ich bin Ihnen unendlich dankbar für Ihre Worte, und jetzt erscheint mir meine Zukunft in ganz anderem Lichte, — — und was ich bis jetzt für ein Opfer gehalten habe, das ich mdinem Vater und und --noch jeutandem Er stockte. Heber sein hübsches, frisches Gesicht zog ein vem klärender Schimmer. Vor seiner Seele stand wieder das Bild jenes blondlockigen Mägdleins mit dem knospenden Busen und den blitzenden Augen und weißen Perlenzähnchen. Die drei schwiegen. Gin jedes hing seinen Gedanken, nach. Von der Scheune herüber ttang ein Lied von den Italienern gesungen. Es mußte ein geistlicher Sang sein, denn die Worte „ave Maria" wiederholten sich. „Morgen ist Palm'arum," sagte Hugo. „Und nächsten Freitag kommt Otto, auf Urlaub," fügte «orene hilWU. Dann waren sie wieder still... Unten cm der Mühle, wo der Fluß die Biegung mdcht und der Fels gerade aus den Fluten em'porstrebt, liegt mitten int Wasser eine winzige Insel, die mit trockener Heide und üppigem Gestrüpp bewachsen ist,--und dort auf der Jusel lauschte auch jemand dem Monotonen Gesang der Italiener. Erika Gnitermann war es, die jüngste Tochter aus dem Herrenhause. — Sie hatte sich wohlig, auf das Moos hingestreckt und die Arme unter dem Kopfe verschränkt. Mit halbgeschlossenen Augen blickte sie in des Himmels düsteres Blau, ließ den Blick den kleinen Wölkchen folgen, die sich schäkernd haschten und wieder trennten, — oder sie suchte nach dem flimmernden Abendstern, der bald aufblitzte, bald wieder verhuschte. Erika trug offenes, schwarzes Haatz, das ihr im' Verein mit den mandelförmigen, tiefdunklen Augen und dem bräunlichen Teint etwas Südländisches verlieh. Für ihre 15 Jahve war sie ungemein stark entwickelt, doch int Herzen war sie noch ganz Kind. Plötzlich hob sie lauschend den Kopf: dem Wasser entstieg ein Plätschern und Knirschen. Am Ufer drüben schob sich vorsichtig eine weiße Gestalt hin; unheimlich hob sie sich von dem düsteren Schwarz des Felsens ab. Erika lächelte. . Die Gestalt trat jetzt behutsam in das Wasser und von ©teilt zu ©teilt steigend, kant sie zur Insel. „Herald?" rief sie leise. „Siehst du, Erika — ich halte Wort!" c entgegnete der Mullech bursche gedämpft und warf sich dann ohne weiteres neben der! Herrentochter auf das Moos. „Wie ein Gespenst sahst du aus, Herald, — als du aut Felsen hinkrochst." . „Es gibt auch gute Gespenster," meinte er trocken, dann blickte er, wie seine Nachbarin, träumend nach dem Himmelszelt. Erika bewegte jetzt ihre Hand und tastete suchend nach der Heralds. Nachdem sie sie gefunden, ballte sie ein Fäustchen und kroch damit in des Müllerknappen große, schwielige Hand, die dieser willig öffnete.--Weit unten am Flusse, wo an der Steinbrücke das kleine Häuschen mit dem breiten Dache standschob sich der volle Mond herauf und saß dann oben auf deM Dachfirst. Erika blickte unverwandt in die goldene Scheibe. „Sieh mal, Herald, — Luna reitet auf dem Dache." „Wer ist das: Suita?" „Ach — du Dummer! — H der Mond!" — „So.--— Alle Leute nennen mich dumm: Der Elan, der Obermüller, der Herr---und nun auch noch du, die Erika.--Ach!" — Er seufzte. . Das schnitt der Herrentvchter ins Herz, und sie löste ihr Fäustchen aus Heralds Hand und streichelte über seinen Arm'. „Siehst du, Erika, — wenn der Elan und der ObetmiUter und der Herr mich nennen: du Summer, —• das ist mit egal, •: denn wozu hat mir der liebe Hervgott zwei Ohren geschaffen! —; Aber wenn du mich dumm schiltst,--du, das tut mir wehetz wie die gröbste Ohrfeige voM Obermüller!" „Ich habe es nicht so gemeint, Herald. — Woher sollst du auch, wissen, wer Luna ist! —. Bitte nimM mirs nicht Übels": Ihre tiefen Augen blickten bittend zu ihn?. Aber der Bursche starrte in die Mondscheibe und sah den Blick nicht. —• Und das war vielleicht gut. Die verschleierten Gebilde auf dem fernen Himmelskörper fesselten seine Aufmerksamkeit und hatten ihn längst die Beleidigung seiner Freundin vergessen lassen. „Das sollen Berge fein, — hat unser Lehrer gesagt." „Ja, — die Nase. — Und die Augen sind Täler!" Dann schwiegen beide lange Zeit. Plötzlich warf sich Hcrald auf die Seite nnd griff mit der Rechten in Erikas volles Haar; die schwarzen Strähnen glitten spielend durch seine Finger. Bei dieser Berührung überrieselte Erika ein wohliger Schauer. Herald fragte leise: „Erika?" „Herald?!" „Du — wenn ich auf den Mond könnte, ich baute auf die Nase ein Schloß — — und du —. — „Und ich?" „Ach ---du wirst lachen!" „Nicht eine Miene verzieh ich!" „Und du — •— die Erika Guitermäun —' — du — ---. Soll ich?" „Also?" „Und du würdest meine — Mondprinzessin!" Nur ein Lächeln huschte über des Mädchens hübsches Gesicht, ein glückliches, seliges Lächeln, — dann streckte sie Arme und Beine von sich und rief: „Ach — das wär schön!" — Das tarn' aus tiefstem Herzen. Herald hatte feinen Arm unter Exikas Kbps geschoben und sse ruhte nun darauf. „Wie alt bist du, Herald?" ' „Ich werde Johannis achtzehn. — Und du?" ' „Am Tage, da du antratst, war ich fünfzehn!" „Ach--aut 1. November, — — und nicht mal Glück hab ich dir gewünscht!!" sagte er bedauernd. „Schon daß du kamst---war mir Glück!" Dieser Gedanke tvar für ihn wenig faßlich, und er grübelte darüber nach, erkennend, daß er unergründlich für ihn fei. Auch stieg schon ein anderer Gedanke in ihm! auf. „Gingst du mit auf den Mond mit mir, Erika?" „Wenn bu ein Schloß droben banst!" „Dann müßtest du aber meine Frau werden: Frau Erika Emmrich!" Die zukünftige Mvndprinzessin schmiegte sich eng an Herald, daß ihr dunkles Kleid liebevoll einen Teil des Mehlstaubes vom Müllergewand auf sich nahmt Sie flüsterte: „Die will ich auch werden, Herald; mein lieber, guter Herald!" „Das versprichst du mir?" „Das verspreche ich dir--hier mit der Hand!" Und sie reichte ihm die Hand, die er mit der linken fest drückte. — der linken, weil es ihn dauerte, die rechte unter Erikas Kopf hervorzuziehen. Dieser war jetzt seinem Gesicht ganz nahe, er fühlte ihren Atem, seine Wange streifte die ihre. _ I» dem Mädchen regte sich das Blut der Mutter. Unbe- wüßt blickten ihre Augen begehrlich nach ihres jungen Nachbars Münd, der ftch in schöner Linie wölbte, doch der noch rein und Unberührt war wie sein Herz und Gemüt. Herald blickte immer noch in Lunas freundliches Antlitz. Im' Gerste sah er sich Ivandelu in des Mondes Stilen, Seite an Seite mit Erika, feiner Mondprinzessin. Leise sagte er: „Du — Erika, sag aber deinem Vater noch nichts davon!" ,| „Nein — jetzt noch nicht. — Erst wenn ich groß bin." 1 »Ans bist du bald. — Morgen wirst du schon konfirmiert" "Und in vierzehn Tagen bin ich schon in der Pension!" Mit einen? Ruck zog Herald seinen Arm unter ihrem Köpfchen hervor, so daß dies etwas unsanft in die Heide sank. Der Bursche Achtete sich hoch auf die K'uiee und starrte nach der Herrentochter. Annn. schlug er die Hände vor das Gesicht und warf sich vorn über tu das Moos — und weinte. Uu& je mehr er weinte, desto größer dünkte ihn sein Schmerz, tz'eide — ^_rinäe6tf,'CK ^ht fort — — —" klagte er der struppigen ., Erika war tiefbewegt. Sie beugte sich über Herald und legte ihr Gesicht an leinen Kopf--und sie küßte ihn in den Nacken Itni) hinter das Ohr — — und da ward er still —: — und ferne Seele war ein einziges Lauschen.--Ferne Märchen- lI)m. lebendig, Bilder von schönen Prinzessinnen und Prmzen sUegen irt ihn? auf. Des Mädchens Küsse nahmen Sacherer um Schleier von seiner Seele, imd sie bauten die duftige Brücke von Freundschaft zur Liebe, — und nach den? letzten Küß I schlich Herald davon, fort von? Liebesinselchen durch das moudp spiegelnde Wasser in feine dunstige KamMer überm Mehlboden — Doch ihm war das heute keine Kammer — das war ein Schloß — nein, em Prunksaal mit diamantenen Wänden, in denen alles funkelte und gleißte; — und genau so sah es in seinem Herzen aus.-- Herald Emmrich, der Müllerbursche, feierte der Liebe Einzug. 5. Kapitel. Die alte Markgrasenstadt Meißen am' Elbstrom birgt in sich viele Reize, und der Besucher komült immer auf seine Kosten. • Sei cs nun, daß er sich an einem Schoppen zweifarbigen Meißner Landweius labt, sei es, daß er — poetischen Geuiüts — sich von der hehren Albrechtsburg alte Geschichten zuraunen läßt. — llnd deren weiß das alte Gemäuer da oben viel zu erzählen, man muß nur seine Sprache verstehen, muß Hertz und Sinn' haben für die Romantik längst vergangener Tage. St. Afra blickt auch ernst und würdig drein — und stolz. — Stolz auf die vielen, die gelahrt ihre Tore verließen. Doch die alte Dame, die unten im Eckhaus am Kleinmarkt sitzt, im trauten Erkerzimmer, denkt nicht an Albrechtsburg und Fürstenschule; — ihre Gedanken weiten weit, weit — und besonders jetzt, da sie den großen Brief in der Hand hält, dessen' markige Aufschrift verrät, daß ihr Sohn, der Baumeister Fritz Hennig, ihn abgesendet. Ehe sie jedoch die Epistel öffnete, trat sie in das Nebenzimmer, aus dem lustiges Lachen erklang, das Lachen sorgloser junger Mädchen. „Sffier Beate, — wo sitzest du?" fragte sie „Auf dem Neiderschrank, wie Sie sehen, Madame," antwortete das junge Ding und baumblte dabei vor Uebcrmut mit den Beinen. „Und du — Dora; was machst du?" „Ich Utache den König!" In der Tat hatte sich das Mädchen die Tischdecke um die Schultern gehängt, und ein Federwedel sollte vermutlich das Zepter darstellen. Doch das erschütternde Lachen trug keineswegs zur Erhöhung ihrer Königswürde bei. Dessenungeachtet begann sie zu deklamieren: „Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp, Zu tauchen in diesen Schlund?“ . Bei „Schlund" wies sie mit dem Zepter — Staubwedel — auf das Bett, welches vor deut Kleiderschrank stand, und Fräulein Beate sprang von luftiger Höhe in die Feder-Fluten, nachdem sie deklamiert hatte: „Und es wallet und siedet und brauset und zischt, luie wenn Wasser mit Feuer sich mengt."-- Mit einem Entsetzensrus trat Madame Hennig zurück und schlug die Hände zusammen. „Kinder — ich bitt euch!!--; Wenn Schiller diese Illustration seiner Ballade sähe, er bedeute noch im' Grabe jede Zeile, die er gedichtet!" Währenddessen hatte sich der „Taucher" aus den Betten heraus- gewühU und überreichte mit Grandezza dem Pseudokönig wirklich einen silbernen Becher, den sie aus dem! Unterbett hervorgescharrt hatte. (Fortsetzung folgt.) Der Fremd der Annette von Drssie-Mchoff. (Zum 25. Todestage Levitt Schückings, 31. August 1908.) (Nachdruck verboten.) Unter den Dichtern trifft den Romanschriftsteller das vergänglichste Los. Er entzückt wohl während seines Schaffens das große Publikum, reißt Tausende mit sich fort und ist in aller Munde. Aber nach seinem Tode verdrängen andere Erzähler das flüchtig bewahrte Andenken und fein Werk wird begraben rtt der ungeheuren bändereichen Flut der Uiiterhaltungsliteratur, die ttn ungerechten Durcheinander die toertlofen1 Produkte bloßen Seuiationsbedürfnisses und Bücher voll reicher Erzählungsknust miteinander fortführt. So geschieht es, daß Schriftsteller, die zu ihrer Zeit eine bedeutende Stellung einnahmen und ein imponierendes Talent der Gestaltung und des Wissens entfalteten, nur noch in den dürren Aufzählungen der Literaturgeschichte sortlebett, und daß so manche interessante Persönlichkeit nur durch einen Zufall der Vergessenheit entrissen wird. Auch Levin Schückmg gehört zu diesen Männern, die nicht ihre zahlreichen Werke, sondern eine rein persönliche Verknüpfung ihres Schicksals unsterblich gemacht hat. _ Sein Name wird heute nicht mehr genannt als der eines einflußreichen und hochbegabten Erzählers, depeN Erfindungen und Charaktere ein feinsinniger Leserkreis mtt Spannung und Begeisterung aufnahm, sondern alles Licht fallt aus ihn durch seine Beziehungen zu unserer größten deutschen' Wichteritt, die ihm eine merkwürdig wundervolle Neigung aus der reichen Trese ihres Gemüts geschenkt hat; er ist für uns der Freund der, Annette von Droste-Hülshosf. Der Knabe schon empfing den' ersten unvergeßlichen Eindruck — 543 XS.a«b?‘«S?l$ne2 A^aulem, ass thn sein Hauslehrer nach dem Edelhof Ruschhaus führte, um die innigste Freundin feiner ver- torbencn Mutter zu begrüßen. Mit ihren grasten redenden Augen, die starr wre dre Blicke einer Sibylle auf ihn gerichtet waren, ah sie rhu forschend an, als er schüchtern und blöde vor ihr land. Acht Jahre später, als er seine ersten juristischen Studien beendet hatte und wieder nach der westfälischen Heimat zurück- gekehrt war, traten sie einander näher und eine Freundschaft erblühte zwischen dem alten Fräulein und dem jungen Studenten, der wir nicht nur eine Anzahl der schönsten Gedichte in deutscher Sprache verdanken, sondern die auch in ihrem Ton und in ihrem Wesen etwas Einzigartiges besitzt. All die mütterliche Liebe und Zärtlichkeit, die im Herzen Annettes wohnte, überträgt sie auf Levin, der sie als sein liebes Mütterchen anredet itnb verehrt. Sie wird seine Beraterin, sein guter Engel in Wirrnissen des Herzens und des Lebens und sie spricht zu „ihrem Schlingel" in einer derblvütigen, robusten Art. Doch auch die Sehnsucht der Frau bricht ergreifend aus ihren' Briefen der Schrei einer Liebe, die leidenschaftlich stark ist: „Ach Du gut Kind, was habe ich schon für bittere Tränen darüber geweint, daß ich Dir noch zuletzt so harte Dinge gesagt hatte. Und doch war viel Wahres darin. Aber mich vergißt Du doch nicht, was die Zeit auch daran ändern mag; wenn der eine Haken bricht, so hält der andere; Dein Mütterchen bleibe ich doch, und wenn ich auch noch vierzig Jahre lebe; nicht wahr, mein Junge? mein Schulte, Mein kleines Pferdchen, — was hängen alles für Erinnerungen, die nie verlöschen können, an diesen Titeln! Schreib mir, daß Du mich lieb hast; ich habe es so lange nicht ordentlich gehört und bin so hungrig darauf. Du dummes, nichtswürdiges kleines Pferd!" In ihrer Scheu vor allem Sentimentalen, in ihrem spröden Schamgefühl sucht sie diese tieferen' Empfindungen zu verbergen: „Ich will jemand Haben, der Mein ist, und dem ich tote einem geduldigen Kamele 'alles aufpacken kann, was an Liebe und Wärme, an Drang zu ipflegen und zu hegen, zu beschützen und zu leiten in mir ist und übersprudelt! . . . Wer wenn Sie Kamel deshalb glaubet, tob er jemals sich einbilden, ich wäre verliebt in Sie, ich wäre 'eine Törin und würfe mich Ihnen an den Hals, so sind Sie Sticht nur ein eitler Geck, sondern Sie sind etwas Schlimmeres; ein verdorbener Mensch, der von einem reinen und edlen Verhältnis feinen Begriff hat." In diesem ungewissen Halbdunkel des Gefühls, in' dem neben dem offiziellen Sie so selbstverständlich das intime Du erscheint und in dem neben' robusten Schelt- Mortens zarte Bekenntnisse stehen, liegt der verschwiegendste Reiz des Briefwechsels, den Annette und Levin Schücking geführt haben. Er ist die weichere anschmiegsame Persönlichkeit, und wenn er sich ihr.ähnlich fühlt, so ist es mehr Abhängigkeit als Aehn- lichkeit. „Es ist erstens," so charakterisiert er sich selbst, „die westfälische, zweitens vielleicht auch etwas von Dichternatur in mir, iöenn Sie, wollen — zudem etwas weiblich Geduldiges, Anschmiegsames in meiner Natur, was mich unter meinen' Freunden immer die philisterhaften' Charakter- und Gesinnungsfesten hat aussuchen lassen, die gewöhnlich sehr beschränkt, aber durch Fleiß und Markiertes, festes Wesen sich auszeichneten." Sein Wesen alfo naturgemäß gegen das der großen Dichterin zurück, aber es ist doch, nicht gerecht, Levin Schücking 'Nur immer in diesem erborgten', Lichte erscheinen zu lassen, das von einer großen reifen Dichterliebe auf ihn zurückstrahlt; er leuchtet doch auch in einem eigenen. Glanze und darf auch heute noch ein' selbständiges' Interesse für seine, Werke beanspruchen. Es ist die Liebe zur Heimat, zur „roten Erde" Westfalens, dre. aus seinen besten Erzählungen warm und rein hervortritt. Nebeit Alexis etwa, dem Sänger der Mark, ober Josef Rank, dem Dichter des Böhmerwaldes, steht er als einer der frühesten und kräftigsten Vertreter der Heimatskunst, der die Stimmung des Jmmermannschen „Oberhofs" in realistischer Breite und poetischer Kraft durchgeführt, hat. Aus dem Elternhause wie aus dem Verkehr mit Altnette war ihm der ganze Schatz von UeberlieferungeN und Erinnerungen überkommen, der aus dem ehemaligen Münster- schen Staate stammte, Geschichte, Sage, Natur und Volksart des schönen Landes, das er in dem „romantischen und malerischen Westfalen" so farbig beschrieben hat. Dazu kam die wunderliche Welt der kleinen geistlichen und weltlichen Staaten, die einst hier im Nordwestwinkel des alten deutschen Reiches die bunte Vielgestaltigkeit des Südwestens wiederholt hatte, die Zeit der Pfaffen- und Dynastenherrschaft, als sich katholische Frömmigkeit und französische Aufklärung mitten unter den Gehöften deutscher Bauern ein Stelldichein gaben, die Perücken und Fontangen raschelten und das Schwertergeklirr des Krieges die steife Grazie des Menuetts iablöste. Annette hatte bereits bei einem seiner ersten und besten Bücher, dem Roman' „Die Ritterbürtigen", diesen großen Zug der HeinMtskunst schön erkannt: „Es ist noch' der Hauch der Heide mit ihren abgeschlossenen Charakteren, ihren bald barocken, bald träumerischen Wolkenbildern darüber; hüten Sie sich, ihn ganz zu tierltere'n' — er ist ihr eigenstes Eigentum, mit dem ersten Hauche eingesogen, und kein Fremder machts Ihnen nach. Ich will damit nicht sagen, Ihre Gestalten sollten und müßten' auf westfälischem Boden' wandeln, sondern bringen Sie die westfälische Naturwüchsigkeit in' die Fremde mit, sehen und hören Sie — d. h. lassen Sie Ihre Gestalten sehen und hören — mit der uw- Klasicrten Gemütlichkeit westfälischer Sinne, reden Sie mit den einfachen Lauten, handeln Sie in der einfachen Weise Ihres Vaterlandes, und die Ueberzeugung wird sich immer mehr in Ihnen' befesttgen, daß nur das Einfache großartig, nur das Ungesuchte wahrhaft rührend und eindringlich ist." Wir wandern mit Schücking in feinen besten Werken, dem „Bauern für st" oder in „Paul Bronckhorst", im „Sohn des Volkes" wie in „Die Heiligen und die Ritter" durchs weite westfälische Land mit seinen' dichten Wäldern und einsamen Weilern, seinen Hecken und Kämpen, treten in des Freibauern Gehöft, der sich als Fürst auf eigenen Grund und Boden fühlt, schauen in die niedrige Stube des spießbürgerlich-ehrlichen' kleinen Mannes, nehmen Platz an der üppigen Tafel des Domherrn und belauschen die phantastischen Pläne und Anschläge des Adels. Hier erreicht Schücking in der ruhigen Gegenständlichkeit der Schilderung, in der feinen Beobachtung der volkstümlichen Eigenart bisweilen fein großes Vorbild Walter Scott. Was die Romane dieses prächtigen Erzählers so schnell hat vergessen werden lassen, ist die lockere Kdmposition und die häufig allzu, extravagante Handlung. Schücking ist ein Meister der Expositionen. Wie kaum' ein anderer versteht er es, seine Figuren emzuführen, die Fäden des Stoffes zu verknüpfen und die großen Wendungen vorzubereiten, aber dann zerflattert das Ganze in eine Reihe fein ansgeführter Episoden interessanter Genrebilder, die einen idyllischen oder kuriositätenhaften Reiz haben, die einfachen' Linien der Handlung verschwinden unter der Fülle des Arabeskenwerkes und gewaltsam wird endlich die Auflösung herbeigeführt, der völlig verwirrte Moten des Stoffs mit einem unmöglichen Streiche entzweigehauen'. Daher das Unerwartete, Sprunghafte seiner Erzählung, feine Vorliebe für plötzliche Enthüllungen und unvermutete Ueberraschüngen. Schücking hat ein ausgezeichnetes Fabuliertalent; er kann mit der höchsten Anschaulichkeit erzählen', aber seine Begabung verleitet ihn zu Vir- tuosenstücken und mutwilligen Seitensprüngen. Der „Walter Scott Westfalens" hat sich im Laufe feiner Entwicklung von seinen historisch-romantischen Neigungen immer stärker zu einer gewissen Tendem gewandt. Die Emanzipationsgedanken des jungen Deutschlands wirkten auf ihn ein, wie er denn als den Grundgedanken feiner Schriften „Emanzipation des Menschen im Allgemeinen und der Frau insbesondere von den Fesseln jener Anschauungen und Lebensverhältnisse, die das Individuum in seinem Selbstbeftimmungsrecht beschränken und es hindern, sich seiner Natur gemäß zu echteni Menschentum zu entwickeln," bezeichnet. Von der koloristisch prächtigen Art und der frischen Naivität, wie er sie in Laubes Romanen kennen gelernt hatte, wandte er sich mehr der psychologisch grübelnden, in Reflexionen und Tendenzen sich erschöpfenden Manier Gutzkows zu. Die Bedeutung des Dichters Schücking aber wird immer aus seinen ersten Romanen beruhen, in denen er das Land und die Geschichte der „roten Erde" fo meisterhaft geschildert, daß diese Werke auch heute noch zu uns in' unverminderter Frische sprechen'. Dr. P. L. Schänken über die presse. Von Adolf Zimmermann. Die Preßfreiheit ist die wichtigste und politisch wirksamste der bekannten liberalen Errungenschaften. Es flingt banal, wenn man so etwas erst ansspricht. Dennoch ist es nötig. Es gibt nämlich Leute die heute, sechzig Jahre nach 1848, noch so zu Werke gehen, als könne man durch zielbewußtes Nichtbeachten unbequeme Dinge in ihren Wirkungen, und unbequeme Menschen in ihren Worten und Taten abschwächen. Leute an politisch einflußreichem Platz. Und bereit Dummheiten kosten Geld. * Der preußische Staat arbeitet Nach dem Satze: „So wenig Presse tote möglich." Dieser Sah ist politisch falsch, vom Standpunkt des herrschenden Systems aus. Er schädigt nur die diesem nahe stehenden Zeitungen, die durch ihn in Einfluß und Entwicklung beinträchtigt werden. Die gegnerische Presse wird,unbehindert groß und stark. Es muß heißen: „So viel Presse wie möglich!,; * Eine vernünstige Gesetzgebung darf das Bestehen kleiner Blätter, die ohne redaktionelle Unkosten mit Kleister, und Schere hergestellt werden s nicht begünstigen. Mag das Bedürfnis solcher Blätter zu selbständiger Stellungnahme irgendwelchen Tagesereignissen gegenüber auch noch so gering fein: über örtliche Angelegenheiten äußern sie sich. Damit üben sie auf Geschmack und Sprache ihrer Leser einen ungiinftigen Einfluß aus. Solche Käseblättchen, deren Herausgeber dem Analphabetentum ost verdammt nahesteht, nehmen kulturell wertvolleren Blättern ganz unnütz Licht und Luft weg und hindern diese, ins Volk zu dringen. * Der Deutsche ist ein' eifriger Zeitungsleser, doch hat er nur wenig Verständnis für Journalistik. Er ist zu wenig Politiker. Und dann ist dem Philister, wie überall in der Welt, auch bei uns eine Tätigkeit, die nicht positive, handgreifliche Werte erzeugt, im Grunde seines Herzens unsympathisch. Die kiiltiirgeschicht- liche Entwicklung hat ihn, Generation um Generation, so weit umgemodelt, daß er seine Abneigung im Hinblick auf einzelne 544 «freie Berufe an die Kette zu legen gelernt hat. Auch hilft ihm staatliche Etikettierung und Anerkennung, wo sie vorliegen,, über die Schwierigkeiten hinweg, innerlich in ein anständiges Verhältnis zu einer ihm wesensfremden Sache zu kommen. Darauf ist es zurüäzuführeu, daß der deutsche Philister den Gelehrten gelten läßt, den Maler und Komödianten noch immer mit leisem Mißtrauen ansieht hinter dem Schriftsteller aber und insbesondere hinter dem Tagesschriftsteller ironisch und überlegen herlacht. Er haßt ihn sogar heimlich, weil der Mann auf Grund seiner Intelligenz sich einbilden könnte, über ihm zu stehen. Der deutsche Journalismus hat eben einstweilen noch nicht genug Vergangenheit. Vernsk-Oßss. - Eine originelle Bismarck-Erinnerung teilt die „Pr.-Lit. Ztg." mit: Der Bismarckforscher Professor Dr. Horst Kohl hat c:t; Gymnasialdirektor Dr. Jänicke (Gumbinnen) folgendes, gewiß weitere Kreise interessierendes Schreiben gerichtet: Varzin, den 20. August 1908. Bei Ordnung der in Varzin ruhenden Papiere des Fürsten Bismarck fand ich einliegendes Gesuch früherer Sekundaner des königlichen Gymnasiums, das vermutlich in der Konfliktszeit an den damaligen Ministerpräsidenten gelangt ist. Ob ihnr statt- gegebeN wurde, weiß ich nicht; vermutlich nicht, sonst würde das Gesuch eine entsprechende handschriftliche Notiz enthalten. Frau Gräfin Bismarck hat mich beauftragt, Ihnen das Schriftstück für die Akten Ihrer Schule zuzusendcn als Beweis für die Naivetät uttd Selbstüberschätzung einer früheren Sekundanergeneration. Höchst amüsant ist es) daß die Frau Superintendent Ohlert als Schutzpatronin dieser gegen die Schuldisziplin gerichteten Aktion erscheint. Hochächtuwgsvollst und ergebenst Prof. Dr. Horst Kohl, Konrektor.des Carola-Gymnasiums in L: pzig. Das Gesuch hat folgenden Wortlaut: Sr. Exzellenz (so!) dem Wirklichen Geheimen Staatsminister uNd Ministerpräsidenten Grafen von Bismarck-Schönhausen, Ritter vieler allerhöchster Orden, Hochgeboren Berlin. IN Anbetracht dessen, daß wir durch unsere patriotische Gesinnung viel dazu, beigetragen haben, daß diesmal in Gumbinnen die konservative Partei in der großen Wahlschlacht gesiegt hat, bitten wir uns eine Gnade aus. Da es Ew. Exzellenz schwer fallen würde, unsere untertänigsten Wünsche zu kennen, so werben Ew. Exzellentes nicht übel aufnehmen, wenn wir Ew. Exzellenz einen Vorschlag machen. Dieser Vorschlag besteht in einem von NNs allen tiefgehegten Wunsche, gute Zigarren, ob Kuba, ob Ha- vannah, gleichviel zu erhalten. In der Hoffnung, daß Ew. ExzelleM unter tiefster Diskretion diesen Wunsch befriedigen werden) unterzeichnen wir uns alleruntcrtänigst H. Frost M. Kanzow. P. Balcke. Heinrich. Sekundaner des Kgl. Friedrichsgymnasiums zu Gumbinnen. PS. Sollten Ew. Exzellenz die Gewogenheit haben, unseren Wunsch zu befriedigen, so bitten ivir Elv. Exzellenz Ihren Brief folgendermaßen zu adressieren: H. Frost p. Adr. Frau Superintendent Ohlert, Gumbinnen, Unter den Linden. Das Schreiben trägt kein Datum, muß aber 1866/67 verfaßt worden sein, dä die unterzeichneten Schüler in diesem Schuljahr der Sekunda des' Friedrichsgymnasiums angehörten. * Ein neue s Mittel gegen die Motten teilt Dr. Gerstenberg in der Berliner Aerztekörrespondenz mit. Es ist konzentriertes Formalin, das sich gegen diese Vernichtungsgeister der Polstergegenstände vorzüglich bewährt haben soll. Dr. Gerstenberg spritzte 30 bis 50 Gramm davon mit einer alten Morphiumspitze möglichst tiefstechend in ein Sofa, mit dem Erfolg, daß das ganze Mottenleben in den: gefährdeten Stück nach einigen Wochen geschwunden war und blieb. In 24 Stunden war das betreffende Sofa schon wieder benutzbar. Da die Ausführung der Injektionen besonders für Hände und Nase wenig angenehm und auch nicht ungefährlich, z. B. für die Augen, beim Platzen der Spritze ist, so überlasse man die Einspritzung einer geübten Männerhand, die sich durch Abspülen in Wasser oder noch besser Mit Gummihandschuhen schützen kann. * Abbitte. Mutter: „Aber KarlcheN, Wie kannst du zum Onkel sagen, daß er dumm sei: gehe gleich zN ihm hin und tue Abbitte." — KarlcheN: „Lieber Onkel, es tut mir leid, daß du dumm bist." Literatur'. — Die Entwickelung d es Menschen aus b cnt Gr als Zeugnis für seine Stammesgeschichte. Unserer heutigen Generation, die sich — wenigstens in den gebildeten Schichten — mit dem Entwickelungsprinzig als der wissenschaftlich befriedigendsten Erklärung fü» das Werden der Organismenwelt jabgefunden oder vertraut gemacht hat, matz es oft verwunderlich erscheinen, wie es möglich war, daß die Beobachtung des Heran- wäichsens einzelner Tiere aus dem! Ei Nicht schon früher zu unserer gegenwärtigen Auffassung von der Bildung und Entwicklung der Arten geführt hat. Wenn ja auch die Entwicklung des Menschen in ihren frühesten Stadien erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit mit Hilfe der in hohem Maße vervollkommneten Methoden und Instrumente näher erforscht werden konnte, so sind doch schon jedem Kind die merkwürdigen Umwandlungen bekannt, die manche Tiere, wie Schmetterlinge, Frösche, bis' 'zu ihrem erwachsenen Zustande durchzumachen haben, Umwandlungen, die geradezu Widersinnig erscheinen müssen, so lange uns nicht die Stammesgeschichte darüber belehrt, daß z. B. das Kaulguappenstadium der Frösch« eine alte Ahnenform des' ganzen Froschgeschlechts darstellt, die auch heute noch von jedem jungen Fröschlein, Wenn auch mit gewissen Abweichungen, absolviert Werben mNß. Ganz besonders interessant, aber ebenso kompliziert ist es nun natürlich, unter dem' Gesichtswinkel der Stammesgeschichte die menschliche Entwicklung voM Ei ab zu verfolgen, die trotz mancher Lücken doch schon sehr gründlich erforscht ist. Hier aM eigenen Geschlechte wieder uralte Formen zu erkennen oder angedeutet zu finden, die als selbständige Wesen wohl vor vielen Jahrmillionen gelebt haben Mögen, ist für jeden auch nur einigermaßen naturwissenschaftlich Interessierten ungemein reizvoll. Es wirb deshalb auch von weiten Kreisen mit Freuden begrüßt werden, wenn sich ein Führer findet, der auf Gründ der neuesten wissenschaftlichen Forschungen auch dem gebildeten Laien die WunderWelt des organischen Werdens erschließt und ihn auf den verschlungenen Pfaden des Menschlichen Entwicklungsganges geleitet. Ein solcher Führer, der alle Bedingungen erfüllt, die in bezug auf wissenschaftliche Gründ- .lichkeit, Klarheit der Darstellung und Schönheit des Anschauungsmaterials gestellt Werbeit können, ist der von Dr. K. Günther heransgegebene entwicklungsgeschichtliche Bilderatlas „Boni Urtier des Menschen" (20 Lieferungen a 1 Mk.), dessen vor kurzem' erschienene Lieferungen 8 bis 10 ganz besonders die Einheit der Entwicklung aller Wirbeltiere einschließlich des Menschen zuM Gegenstand haben. Wir haben schon früher empfehlend auf das schöne Werk verwiesen und können das dort Gesagte angesichts der drei neuesten Lieferungen in vollem' Maße aufrecht erhalten und bekräftigen. Gedanke« und Betrachtungen. Von Helvstius. Was das Glück der Menschen ausmacht, ist dieses: Das zu lieben, was sie tun müssen. Das ist ein Prinzip, aus das die Ge- sellschast nicht gegründet ist. * Wer andauernd aus der Hut vor sich selbst ist, macht sich unglücklich, aus Furcht, es vielleicht einmal zu werden. Die kleinen Fehler in einer großen Arbeit sind die Brosamen, die man dem Neid himvirst. * Logisch zu denken, ist für die meisten eine Sünde wider die Natur. Die Tugend hat viele Prediger und wenige Märtyrer. Es gibt Tummköpie, welche gewöhnliche Dinge mit eindringlicher Art vorbringen, und die für kluge Leute gehalten werbeit. Während geistvolle Menschen, die kluge, durchdachte Dinge emsach ausdrücken, für beschränkt gelten. * Alle Tinge haben so verschiedene Gesichter, daß wir mir prüfen, nie verurteilen sollten. Die Anstrengungen und Intrigen, die nötig sind, Ruhm zu erwerben, verhindern uns, ihn zu verdienen. Verwandlungs-Rätsel. In folgenden 13 Wörtern sind die beiden mittleren Buchstaben jedesmal durch zwei andere zu ersehen, so daß neue Wörter von der angegebenen Bedeutung entstehen. Die neu eingefügten 26 Buchstaben ergeben zusammengesetzt einen Ausspruch aus Shakespeare s „König Heinrich VI.". ], Werk; Stadt, 2. Alge; Nebenfluß, 3. Silo; Nahrungsmittel, 4. Numa; Fluß, 5. Gurt; Stadt, 6. Rosa; Stadt, 7. Afan; Hafen, 8. Ulme; Kröte, 9. Liga; mythische Person, 10. Wort; Himmelsrichtung, 11. Anam; chemisch. Begriff, 12. Ajan; Schlußwort, 13. Efze; Begriff. hb. , Auflösung in wachster Nummer» Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: Karmin — K a m i n. Redaktion: P, Will ko. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'sche» Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Lange, Gieße«.