m. 91 KU W WZVN Wirket, so lange es Tag ist. Roman von Maximilian Böttcher. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Na. . . dann muß ich auch so zufrieden sein", antwortete Isabella und küßte ihn auf die Stint. „Hm", machte sie plötzlich und blickte nachdenklich, mit ein wenig zusammengezogenen Brauen, ins Leere, „eigentlich war es doch verteufelt unvorsichtig von Bannemann, auf Bartikow zu schießen, während du dicht daneben standest. Wenn die Kugel nur einen Zentimeter weiter nach links gegangen wäre, so wärest du tot gewesen." Sie erschauerte und schmiegte sich wieder an ihn. „Schrecklich, ime furchtbar nahe der Mensch doch oft dem Verderben ist! Ich werde Bannemann übrigens das nächste Mal, toenn er kommt, nicht empfangen — zur Strafe für seinen frevelhaften Leichtsinn!" „Möchtest du, wenn ich "dich recht herzlich "darum bitte, ihn dir nicht ganz vom Halse schaffen, ihn merken lassen, daß er besser täte, seine Besuche einzustellen, weil dir nichts mehr an ihnen liegt ?" brannte es Heinz auf der Zunge. „Fühlst du nicht, daß er die Hoffnung auf dich noch immer nicht aufgegeben hat?" Aber er brachte die Frage nicht heraus. „Isabella würde den Grund zu deiner Bitte nur in der Eifersucht suchen," dachte er. Doch das stand fest bei ihm: War sie erst als sein Weib ins Pfarr-' haus eingezogen, so wollte er schon Mittel und Wege finden, dem Forstmeister feine- Tür ein- für allemal zu versperren. . . • „Ach, tote bist du langweilig und kalt", stieß Isabella hervor, sprang von dem Sofa, auf dem sie neben Heinz gesessen hatte, auf und dehnte ihre schlanke Gestalt, die — wie einst an heißen Sommeü- tagen _ —• von den losen Falten eines weißseidenen Spitzenkleides umflossen war. Auch Heinz erhob sich, 1 „Komm", sagte er und warf einen Blick durch das offene Fenster in den Park hinaus, auf dessen Blättergewoge noch die Tropfen des herniedergegangenen Regens glänzten, „komm ins Freie." „Kvmm", antwortete Isabella und hing sich, rasch versöhnt, in seinen Arm. lieber die nur noch ganz wenig feuchten Kieswege schritten sie durch Garten und Park zum See hinab, wo Isabella einen Korb mit Backwerk aus dem Pavillon holte und die schwarzen Schwäne fütterte, die nahe ans Ufer herau- geschwommen waren, sobald sie das ihnen wohlbekannte weiße Kleid erspäht hatten. Darnach ging sie, immer eng an Heinz' Arm geschmiegt, zu ihrem Triumphstuhl, der im Schatten der großen Blutbuche stand. Während sie den Oberkörper weit zurück- lehnte, Hub sie wieder mit ihrer schmeichlerischen Stimme an: „Weißt du wohl, Süßer, hier war es, wo du mich zum erstenmal geküßt hast? Ruck' deinen Stnhl dicht an meinen heran. So. Nun leg' deinen Arm unter meinen Kbps, damit ich ein feines Kissen habe, und laß mich so schlafen. Nur ein Viertelstündchen . ... das Gewitter hat mich müde gemacht." Heinz willfahrte ihr. Sie ließ auch gleich die Lider zufallen, und er hatte Muße, ungestört und in aller Ruhe ihr Gesicht zu betrachten, das ihm trotz all seiner reizvollen Lieblichkeit heute weicher vorkommen wollte denn je zuvor. Und wieder, gegen seinen Willen, erschien vor seinem inneren Auge Martha Bartikows wie in Adarmor geschnittenes, vom Ansdruck keuscher Seelenreich- heit und unbeugsamer Charakterfestigkeit durchgeistigtes Antlitz. Wie im Zorn gegen sich warf er mit einer unwirschen Bewegung den Kdpf zurück; und gleich schlug Isabella die Augen' wieder auf. „Wie rücksichtslos du bist. Kttnnst du, mir zu Liebe, denn nicht ein paar Minuten still fitzen?" herrschte sie ihn an. ' Langsam zog er seinen Arm unter ihrem Nacken hervor und' stand auf. .. . „Nimm mrr's nicht übel, Isa. Ich muß nach Hause", sagte er nervös. „So so!" Sie schnellte aus ihrer liegenden Stellung auf und blickte ihn halb spöttisch, halb finster an. „Du warst gewiß heut' noch nicht bei deiner! Mutter. Und deine . . . deine Jugendfreundin wartet wohl auch aus dich?" fragte fie mit Ironie. „Nun bitte... so antworte doch!" stieß fie erregt hervor, als Heinz schweigend die Achseln zuckte. „Erwartest du wirklich auf solche Worte eine Erwiderung voll mir?" fragte er. „Leb' wohl! Ich will gehen!" Er streckte ihr die Hanv hin. „Bleib noch", befahl fie. Und gleich wieder in den Krallen ihrer Heftigkeit, fuhr sie mit tvogender Brust fort: „Denkst du vielleicht, ich durchschaue es nicht, daß deine sonst so stolze Freundin nur deshalb deiner Mutter iwch immer zur Last fällt, weil sie so die schönste Gelegenheit hat, alle Augenblicke mit dir zusammen- zutreffen? Ich weiß genau, daß du gestern, vorgestern und vorvorgestern abend mit ihr und deiner Mutter vor Eurer Tür auf der Bank unter der Linde gesessen hast, anstatt zu mir zu kommen. Aber natürlich — nach Fichtenhöhe brauchst du zwanzig Minute,: und über die Sttaße nur eine'oder zwei." „Gewiß", entgegnete Heinz gelassen; „meine Mutter nimmt es mir eben nicht übel, toenn ich nach einem Vierte lstimdcheu wieder zu meiner Arbeit zurückkehre, während du außer dir gerätst, wenn ich dir nicht den ganzen Abend widme." Isabella, die mit trotzig verzogenen Lippen dasaß, machte eine wegwerfende Geste. „Ach Gott... — Um Ausreden bist dir ja nie verlegen," wollte fie sagen; aber sie beherrschte sich und sagte nur: „Auch, daß du dieses Mädchen, trotz meines Protestes, doch noch als Lehrerin in die Abendschule auf genommen hast — das ist doch nichts weiter als ein Opiat für ihr Herz." Heinz fühlte, daß die Ruhe, mit der et nun schon Wochen und Wochen allen Ausfällen seiner Braut begegnete, ihn heute ver- lassen wollte. „Ich habe dir schon drei-, viermal erklärt, Isabella", antwortete er nach einem tiefen Atemholen, „daß ich Martha Bartikow deshalb um ihre Tätigkeit in der Abendschule gebeten habe, weil ich nach 'Fraulein Reichardts Fortgang um eine Hilfskraft in großer Verlegenheit war — du mußt endlich Begreifen lernen, daß ich das Wohl einer Einrichtung, die so viel Gutes stiftet wie die Abendschule, unmöglich deinen Launen hintanset^zr 386 Tarnt. Und um Martha Bartikows Angclegenheiteii, die dir so viel Kopfzerbrechen zu verursachen scheinen......" „0, nicht im geringsten", fiel ihm Isabella mit Auflachen ins Wort. „Also", sprach Heinz toeiter, „um diese Dinge einmal gründlich zwischen uns klarzulegen, will ich div Folgendes sagen: Martha Bartikow füllt meiner Mutter nicht zur Last. Im Gegenteil. Sie erleichtert ihr baS Leben auf jede erdenkliche Art, und seit vielen Jahren ist meine Mutter körperlich nie so rüstig und wohlauf gewesen !vie gerade jetzt, wo Martha ihr sieben Achtel ihrer Arbeit abnimmt. Wie wenig sie aber darauf ausgeht, „alle Augenblicke mit mir zusammenzutreffen," magst du daran sehen, baß sie sich seit dem Frühling, ohne daß wir etwas davon wußten, bemüht hat, in irgend einem Mutterhaus als Diakonissin anzu- Tom'men." „Und tvvher iveißt du diese interessante Tatsache jetzt auf einmal?" unterbrach Isabella. „Weil Martha Bartikow — nachdem ihre bisherigen Gesuche allenthalben abschlägig beschieden worden find — mich vorgestern um meine, sozusagen amtliche Empfehlung beim Mutterhaus in Kaiserswerth gebeten hat, zu dem ich noch von meiner Mifsionstütigkeit her Beziehungen habe." „And du hast ihr diese Empfehlung geschrieben?" fragte Isabella und streifte Heinz mit einem mißtrauisch-lauernden Blick. „Sa . ... da sie sich auf keine Weise von meiner Mutter und mit zum dauernden Bleiben bewegen lassen wollte." „Aha! Es scheint also, daß du mehr auf ihre Nähe erpicht bist, als sie auf die deine!" jedenfalls werde ich sie nach ihrem Weggänge im Interesse meinet Mutter und im Hinblick auf das Gedeihen der Abend- fthule schmerzlich vermissen." Isabella runzelte die Stirn. „Du tust fortwährend, als wenn das ganze Wohl und Wehe der Abendschule einzig von diesem Mädchen ab hinge; und für meine Tätigkeit findest du schon seit Monaten kein anerkennendes Wort mehr." „Das ist nicht meine Schuld, Isa. Du weißt, toie glücklich sth über den Eifer war, mit dem du gleich nach unserer Verlobung j in deiner Masse an die Arbeit gegangen bist. Aber dein Eifer ist lahm geworden, wie -deine Liebe zu mir." „Dos ist nicht wahr", fuhr Isabella auf. „Deine Liebe hat nachgelassen." Heinz biß sich auf die Lippen. Nach einem kurzen Schweigen fuhr er fort: „Ich muß oft an das Gespräch denken, das ich im vorjährigen Frühling mit dir hatte — bald nachdem du mißlaunig von deiner, Konzerttournse zurückgekehrt warst. Da sagtest du: ^Schließlich ist wohl alles im Leben nur schön, solange man sich darnach sehnt. Wenn miau es erst erreicht hat ...." Du brachest ab und drehtest an deinen Ringen. Im Geiste sehe ich es heute noch, und höre deine Worte, als hättest du sie erst gestern gesprochen.. Und so . . . ." „Nein. . . das ist nicht wahr", fiel ihm Isabella in die Rede. „Ich werde deiner nie überdrüssig l»erben. Gewiß gebe ich za, daß nicht der innige Friede zwischen uns herrscht, der zwischen Brautleuten herrschen sollte. Aber du trägst die Schuld • . . • oder vielmehr dein Beruf. Dein Beruf, der dich fo voll- ,ständig in Anspruch nimmt, daß ich mich von ihm zur Nebensache herabgewürdigt sehe, dein Beruf, der dich mir entzieht, der mich dir entfvenrdet. Werin du mich ioirklich so lieb hast, wie ich dich lieb habe, so gib deinen Beruf auf; und alles wird gut sein zwischen uns, fein Schatten wird mehr unser Glück trüben." „Was soll ich?" fragte Heinz, als ob er nicht verstanden, hätte. „Deinen Beruf sollst du aufgeben, den Talar ausziehen, der dich zum Sklaven macht," fuhr Isabella fort. „M i r sollst du gehören .... Oder wenigstens mich an erster Stelle stehen lassen in deinem Herzen, nicht an zweiter. . . ." Vollrath stand und schüttelte den Köpf. „Ich weiß wirklich nicht, was ich dir darauf antworten soll", sagte er endlich. „Heinz!" flehte Isabella mit Tränen in den Augen. „Bitte, bitte, lieber Heinz, tu’ doch, um was ich dich bitte. Sieh, ich habe schon keine Ruhe, mehr, weil ich immer denken muß, daß du mich Überhaupt gar nicht richtig lieb hast. Hub nun hab' ich rnir's in den Kvpf gesetzt, dich zu prüfen, wie du mich einst geprüft hast, von dir, zu verlangen, daß du mir deine Liebe beweist. Bitte, bitte, lieber Heinz, tu es doch." Sie haschte nach seiner Hand, die er ihr tvillenlvs überließ, und küßte sie. . „Ach, ich will dich ja auch so lieb haben zum Tank, viel mehr, als du ahnen kannst Hörst du? Viel mehr. Und du brauchtest darum nicht müßig dahin zu leben. Rein . . . das würde ich gewiß nicht von dir verlangen. Gine Tättgkeit ntitf? der Mairn Haben. Nur dein eigener Herr sollst du fein, frei, und nichr abhängig von Dienststuuden, Vortchrrften und Brrgesetzten. Du könntest als Teilhaber in Papas Geschäft eintreten . . . als mein Mann hast du doch das Recht dazu, und Papa wüche sich sicher furchtbar freuen. Und später, wenn Papa sich alt und nylde zurückzieht, könntest du dich mit Werner in die Leitung teilen, der so gut zu dir paßt und dich so lieb Hat." Auf Heinz Vollraths Stirn stand eine Falte. Eine Flut von Erivrdernngen wogte ihm durch Herz und Hirn. Aber nur die eine sprach er ans: „Nach allem, was über Mitgift- und ähnliche Fragen bisher zwrschen uns verhandelt worden ist hätt' ich's nicht für möglich gehalten, daß du mir zutrarren könntest, ich möchte meine Selbständigkeit und mein Selbstgefühl eintauschen gegen die Rolle des Mannes, der nichts weiter ist als der Mann seiner Frau. Und nun laß mich gehen, ehe. . . ." Er brach ab und streckte Isabella die Hand hin. „Leb Wohl." Isabella aber nahm die dargebotene Hand nicht. Regungslos saß sie, den Kopf vvrgebeugt, die Zähne trotzig in die Unterlippe grabend, und finstren Blickes sah sie Heinz nach, der, seinen Hut lüftend, mit einem letzten „Adieu" von bannen ging, ohne sich noch einmal umzuwenden. — — (£t war noch nicht lange fort, als Bannemann in seinem! gelben Jagdwagen am Schloßportal vorfuhr und den ihm öffnenden Diener fragte, ob der Herr Kvmmerzienrat oder das gnädige Fräulein zu sprechen wären. JSer Herr Kommerzienrat wären in Schönaue, dem gnädigen Fräulein würde er den Besuch melden, antwortete der Diener, führte den Forstmeister in den Empfangssalon und ging mit der Karte davon. Isabella ließ Bitten; — den vor kaum einer Stunde gefaßten Vorsatz, Bannemann zur Sttafe für seinen „leichtfertigen" Schuß bei feinem nächsten Besuch nicht zu empfangen, hatte sie vergessen. Nach Abstspelung der stereotypen Eiilleitungsphrasen sagte der Forstmeister mit einem prüfenden Blick in Isabellas Gesicht: „Gnädiges Fräulein antworteten mir zwar vorhin auf meine Frage, daß es Ihnen gut ginge. Ich möchte doch aber behaupten, daß gnädiges Fräulein heut noch weniger wohl aussehen als sonst in letzter Zeit. Ja .... ohne indiskret sein zu wollen, gnädiges Fräulein haben heute entschieden eine finstre Wolke auf der fchönen Stirn, die für eine glückliche Braut durchaus nicht paßt. Darf ein treu ergebener Freund nicht erfahren, aus welchem Wetterwinkel die Wolke herstammt? Natürlich nur deshalb, um zu sehen, ob er sich nicht mit Rat oder Tat als Besser- wettermacher betätigen kann?" schloß er. Isabella, die es nie für sich behalten konnte, wenn ihr etwas schwer auf dem Herzen lag, die immer ein offenes Ohr brauchte, ihr Leid oder ihren Verdruß zu klagen (mitunter nahm sie dabei fogar zur Zofe oder znm Wirtschaftsfräulein ihre Zuflucht), empfand es als Wohltat, daß sie sich heute so rasch über ihren Kummer aussprechen durste. Und sie verschwieg dem „treu ergebenen Freunde" nichts, weder den „ewigen" Hader um die Reise, noch ihr vergebliches Bemühen, Heinz zur Ausgabe seines Berufes zu bewegen, „dieses anspruchsvollen Berufes, den ich nun bald an- fangen werde, zu hassen". Nur von ihrer Eifersucht auf Martha Bartikow sprach sie nicht . . . (Fortsetzung folgt.) Goethes Litt. (Zum 150. Geburtstage Lilli Schünemanns.) Auf den gestrigen Tag (23. Juni) fiel der 150. Geburtstag Lilli Schönemanns, der blutjungen Frankfurter Patrizier- tochter, die Goethe beinahe geheiratet hätte. In dem Blüteu- kranz schöner Frauen, die in Goethes' Leben unb Dichten eine Rolle gespielt haben, nimmt Lilli durch Schönheit und Anmut eine besondere Stellung ein. Sie wird erst durch die neue in Weimar auftauchende Sonne, Frau von Stein, überstrahlt. Goethes Liebe zu Lilli währt verhältnismäßig nur kurze Zeit. In knapp einem Jahre, feit den ersten Januartagen des Jahres 1775, in denen er ihre Bekanntschaft machte, bis zu seiner fluchtartigen Reise nach Weimar währt dieser Liebesroman. Um so tiefere Spuren hat er in seinem Wesen und Dichten hinterlassen. Eine Reihe der herrlichsten Perlen seiner Lyrik — „Warum ziehst Du mich unwiderstehlich ach! in jene Pracht." „Im holden Tal der schneebedeckten Höhen" usw. — ist diesem schönen Menschen- kinde gewidmet. In „Wahrheit und Dichtung" hat er feine Leidenschaft zu Lilli noch als Greis mit so glühenden Färbest ausgemalt, daß allem durch dies: Schilderung die Frankfurter Schöne in die Unsterblichkeit eingegangen ist Zu Eckermann hat Goethe sich gelegentlich dahin geäußert, daß sie die erste und letzte gewesen sei, die er tief unb wahrhaft törschen" haben ihr Fe uer auf bem Hausberg schon an gebrannt. Auch vorn Jnzig flammt das Feuer schon auf Mir wir und „Johannis" warten noch. Enblich steckt auch dieser seinen Haufen in Brand. Jetzt kommt nun auch bet uns ein „alter Herr" mit der Fackel und setzt unfern Holzstoß kunstgerecht in Brand. Ta stimmen wir daim alle das Lied an: „Flamme empor, Flamme empor : /Steige nick lodernden Strahlen / Von den Gebirgen und Talen / Glühend empor, glühend empor!" Brausend mrfcht sich unser Gesang mit bem Prasseln des Feuers. Freude und Stolz erfüllt uns, denn unser Feuer war unstreitig das größte Kommando des Oberst: Zum Fackelzug antreten! Ein pdee entzündet nun seine Fackel an den Haufen und nun gehts unter den Klängen des Liedes „Ich hab muh ergeben den Zickzackweg vom Berg herab, herunter rn die Stadt. Hier zogen wir vor die Häuser derjenigen Burger, die unv einen besonderen Gefallen erwiesen hatten, und dankten ihnen durch eine kurze Ansprache und mit Liedern. Als ich eno- lich zur Ruhe gegangen war, träumte ich, daß ich nn: nächsten Jahre die Fahne tragen und im übernächsten Ooerst werden würde. . . ________ geliebt habe. „Ich bin meinem eigentlichen Glücke me so nahe gewesen, als in der Zeit jener Liebe zu Lilli. Die Hindernisse, 1 die uns auseinander hielten, waren mt Grunde nicht unuber- i sieialich — und doch ging sie nut verloren. Man hat Lilli, put ; derlich Goethe im Frühjahr 1775 verlobte, tage Zeck als einen . äußerlichen, koketten Menschen hingestellt. Was wir von ihrem , Leben wissen, spricht entschieden dagegen. Nach einer abermaligen unglücklichen Verlobung hat sie mehr aus Vernunft denn aus : Neigung dem Straßburger Bankier ton Dürkheim die Hand zum Bunde gereicht. Tie letzten Lebensiahre verbringt sic als Guts- berriu in Ktauteraersheim, einige Stunden von Srratzburg. «jn gern idyMchen Winkel des Elsaß ist Lilli, fast 59 Jahre alt, am 6. Mai 1817 gestorben. Zohanmsfeuer. Ju mailcheu Gegenden Deutschlands ist der alte Brauch des Johannisfeuer noch recht lebendig und zeugt von Opferbränden aus alter Zeit. In Ostpreußen zündet man heutigen Tages noch gern auf den Hügeln Johannisfeuer an. Teertonnen uiid alte Gummischuhe geben angezundet weithin sichtbare lodernde Flammen, durch die die tilgend in kühnen Sprüngerr hüpft. In Bergländern, wo die Flam- menzeichen weithin sichtbar sind, hat sich die Sitte noch lebhafter erhalten, so u. a. auch in Thüringen, wo ihn die Jugend hoch hält. Einer, der als Schulbube dort das Johannisfeuer mitgemacht hat, erzählt uns davon: . In Jena sind die Johannisfeuer ausschließlich em Privileg der Schuljugend. Sie sammelt sich selbst das ganze Holz, welches sie dazu gebraucht. Damit möglichst wenig Streitigkeiten beim Einsammeln Vorkommen, ist die Stadt m drei Bezirke geteilt. Nach diesen Bezirken, und zwar nach beit ehemaligen Stadttoren, nennen sich die „Neutörscyen , .welchen ich mit Stolz angehörte, die „Johannis- und «aal- törschen". Die Jugend dieser Bezirke versammelt sich alljährlich nach dem Pfingstfeste auf ihren Versammlungsorten zur „Wahl". Es hat da ein jeder seine Stimme, mag es ein Knirps von fünf Jahren oder ein Konfirmand fein. Zuerst wird der Oberst gewählt, daun ein zweiter Oberst und em erster und zweiter Fahnenträger, denn wir „Neu" hatten es auf zwei Fahnen gebracht. War die Wahl zu Ende, so teilte der Oberst seine Ordres aus und suchte sich einen Stab handfester Burschen mit noch handfesteren „Knütteln aus, um die Fahne vom vorjährigen Fahnenträger zu holen. Dann wird Befehl fiir den nächsten Tag erteilt und em jeoer noch zu treuer Pslichterfüllung ermahnt. Am nächsten Tage wird nun irgend ein Handwagen geliehen und es beginnt das Einfodern". Alte Besen, halbe Sofas, Maienbäume, leere Seifen- und andere Fässer, kurz, alles was brennbar ist, wird eingefordert.. Das Schwierigste aber kommt nun. Kurz vor dem 24. Juni muß der Oberst einen gutmütigen Geschirr sichrer suchen, der das Holz umsonst auf den Berg fährt, imd nicht minder schwierig ist bann das Emfordern fiir die Wache. Denn so lange Pas Holz auf bem Berge liegt, muß eine Wache dabei sein. Da wird dann beim Bäcker, Fleischer, Kolonialwarenhcmdler usw. geschniirrt, damit die Mache auch etwas tüchtiges zu essen hat. Zum Schlus e geht es in die Rosenbrauerei, wo wir jebe§ ein 25 Liter-Fäßchen Einfachbier erhielten. Wie stolz suhlte man sich, wenn man für würdig befintben wurde, an der Wache teilznnehmen. Da zog man denn abends in der schlechtesten Garnitur hinauf zum Holz. Neben mir pra,selte lustig das Wachtfeuer, unten im Tale schlummerte friedlich die Stadt. Da wurde tüchtig gegessen, getrunken, geraucht und lustige Reden dabei gehalten. Dazu donnerten unsere selbstgefertigten Kanonen, daß das Echo sechsfach an den Bergen widsrhallte. Endlich ist der große Tag da. Ta sieht man abends die Jungen mit Fackeln unterm Arm die Berge besteigen. Scharen von Erwachsenen, alte Jenenser, die früher auch als Jungen geflügelten Schrittes den Berg bestiegen hatten, folgen gemächlich nach, um sich das Schauspiel aus der Nähe anzusehen. Um 8 Uhr ist so ziemlich alles versammelt. Die Zeit bis zum Dunkelwerden wird durch ©tagen von Vaterlandsliederit verkürzt. „Guck mal unsern Haufen an, mir kriegen 's greßte Feier!" ruft da ein kleiner Gernegroß. „Das Tärfaß dadrinite habe ich eingefodert." „Von mir sind aber die drei Fasstet uttt Hobelsschpähnen", tust ein dritter. Und so ist ein lustiges Streiten untereinander, wer wohl das meiste eingefooert hat. „Ach, de Lobschen ha'm ihr Feier schon angebraiint! ruft einer, „De Ziegenhainer irsch ooch!" ein anderer. „Mir warten noch, bis es ganz dunkel is, dann brennt uns er sch am besten." Inzwischen ist es M Uhr geworden. Die „Saal- VevMihshtss. * Ueber Hahnenkämpfe lesen wir im 17. Heft der ittustrierten Zeitschrift „Ueber Land und Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt): Was für die Bewohner Spaniens und des südlichen Frankreichs die Stierkämpfe, für die oberen Zehntausend und die Großstädter die Pferderennen — das sind für die Nordfranzosen die Hahnenkampfe. Zur Frühjahrszeit — denn nur dann ist der Hahn kampf- lufög — hat beinahe jedes Dorf seine kleine Arena, und die Hahnenzüchter kommen von weither, um ihre Tiere sich im Streit messen zu lassen. Einsätze, Preise. und Wetten sind, wenn auch in geringerer Höhe, wie bet am dern sportlichen Veranstaltungen, und in manchem Dor> wurden bei einem interessanten Kampf schon über 1 w - Franken auf den Favoriten gesetzt. Eine besonders mm? tige Persönlichkeit bei diesen Hahnenkampsen ist der Fecytwar: (l’armeur), dem die Aufgabe obliegt, den Sporn mogu.u. kunstgerecht zu befestigen. Der Besitzer des Hahnes tarn ihn denn auch gewöhnlich am Gewimi teunehmen. Z!st - Sporn kunstgerecht befestigt, so führt ein gutgezielter L-cy. < 1 des wütenden Tieres oft ben sofortigen Tod des Gegnern herbei. Man hat verschiedene Rassen von Kampshahnen; der französische, flämische und holländische Hahn werden zurzeit am erfolgreichsten gezüchtet. Der Kampf beqmiu unter tiefem Schweigen aller Anwesenden. Auch die Hahn., die sich kaum ein paar Sekunden anstarren und dann wütend aufeinander losfahren, geben kaum einen Luuc von sich. Man hört nur das Schlagen der Flügel, das Springen im Sand und die scharfen schnabelhiebe. Oe-, Kampf dauert so lange, bis einer der Gegner am Booen liegt. Nun erst sindet der siegreiche Hahn seine Stimme tvieder, stolz bläht er sich über dem gefaöneit Gegiter um- verkündet mit lautem Triumphgeschrei feinen Sieg. Riaiich- mal macht der besiegte Hahn noch einen Versuch, den Kamps wieder auszunehmeit, aber meistens hat er genug. Liegt er eine bestimmte Zeit lang am Boden, ohne sich wieder zu erheben, wird er offiziell für besiegt erklärt, und dem Eigentümer des Siegers fällt der Preis zu. ♦ D i e £> ii h u e r i t a b t. Einige 80 Kilometer nördlich von San Francisco, anmutig eingebettet in die letzten Ausläufer öec großen Berge, liegt ein Städtchen von knavp 6000 Einwohnern, das sich rühinen kann ans der Welt wohl schwerlich ihresgleichen rn haben. Denn die 6000 Bewohner nennen nicht weniger als eine Million sorgsain gezüchteter Brnthühner ihr eigen und nicht weniger als 120 Millionen Eier nehmen alljährlich von, der Huhner- stadt aus ihren Weg nach Sau Francisco und weiter sort bis nach dem Osten der Vereinigten Staaten. Mit Ausnahme weniger Handwerker und ein'ger Kleinkaufleute, deren Vorräte und Arbeiten ausreichen, um die Ansprüche des täglichen Lebens zu befriedigen, gibt es nur ein Gewerbe, das in Petaluma ausgeubt wird, nur einen Beruf, dem ein jeder auhängt, die Hühnerzucht. Von dem kleinen Besitzer, in dessen Garten sich kaum emige Dutzend Hühner tummeln, bis hinauf zu den großen Züchtern, die m ihren sorglich angelegten Gärten Tausende, ja Zehntausende von Hühnern hatten, aibt es keinen Hof und keinen Garten in Petaluma, ans dem einem nicht das eifernde Gackern der Hennen oder der stolze herausiordernde Schrei des Hahnes entgegentönt. Natürlich haben die whrelangeu 388 Erfahrungen und Versuche die Züchter von Petaluina zu hervorragenden Kennern ihres Faches gemacht, und sie Haden es auch * verstanden, ihr Gewerbe zu einem außerordentlich nutzbringenden zu machen. Einer der bekannteren Züchter, der über die stattliche Zahl von 7000 Legehennen verfügt, erzielt im Jahre einen Reingewinn von über 24000 M. und ein anderer, der bei Beginn seiner Tätigkeit nur über das kleine Kapital von 4800 M. verfügte, verdient sich int Jahre fast das Doppelte seines Kapitals, nahe an 9000 M. Das freilich sind besonders gewiegte Geschäftslettte und sie erzielen durchschnittlich pro Henne "im Jahr 5,20 M. Im allgemeinen rechnet, die Züchter mit einem Gewüm von 4 M. pro Henne und Jahr. Es fehlte zu Anfang nicht an manchen bitterei, Erfahrungen, an Enttäuschungen und schlechten Geschäftsjahren, aber in kurzer Seit rangen einige Zähe sich durch und ihr Kapital an gewonnenen rfahrungen und Kenntnissen kam der Milbürgerschnü bald zu gute. Heilte besitzen fast alle Einwohner von Petaltlinn ihre Brutapparate und ihre geheizten Räume für die jungen Küken, und mit der Praxis des Landmannes vermählen sich die Errungenschaften der Wissenschaft, um dem Städtchen in Kalifornien noch eine weitere Entwicklung zu eröffnen. *£>0111 Schminken einst n nd jetzt. Aus der klassischen Zeit der Schminke und des Puders führt der Geschichtsschreiber der französischen Sitten, Alfred Franklin, in einem neuen Buche ein paar bezeichnende Beispiele an. In einem Hungerjahre des siebzehnten Jahrhunderts brauchten die eleganten Herren des französischen Hofes soviel Mehl zum Pudern, dass man damit gut 10000 Leute hätte speisen können. Zu der höchst schwierigen und keineswegs angenehmen Operation, die das Schminken darsteklte, kam ein Friseur, der mit einer Art Handblasebalg ausgerüstet war, und um das HauS nicht in eine Mühle zu verwandeln, wenigstens dem Aussehen nach, wurde das Pudern auf der Treppe vorgenommen. Der Elegant, eingehüllt in einem Bademantel und das Gesicht bedeckt, setzte sich ' geduldig dem langwierigen Spritzen mit dem Puder aus, bis das Haar wie mit einer dichten Schneeschicht bedeckt war, und dann bekam auch das Gesicht sein Teil ab. Eine wie absolute Herrschaft die wunderliche Mode ausübte, illustriert am besten folgender Zwischenfall. Als im Jahre 1745 Maria Theresa an§ Spanien kam, um mit dem Dauphin verheiratet zu werden, bemerkten die ihr entgegengesandten französischen Hoflente mit Entsetzen, daß sie sich nicht schminkte. Auf ihre Borstellungen, daß anch der frischeste Teint einer sechzehnjährigen jungen Dame keinen Vergleich mit der geschminkten Schönheit der französischen Hofdamen anshalten konnte, wollte die Prinzessin sich jedoch nicht fügen, es sei denn, daß der König, die Königin und der Dauphin es ihr befehlen. Ein Eilbote jagte mit verhängten Zügeln nach Versailles, wo man einstimmig der Meinug war, daß der Anblick eines ungeschminkten Gesichts allzusehr an einen Sterbenden erinnerte und den Dauphin erschrecken konnte. Der Herzog von Richelieu eilte selbst der Prinzessin entgegen, und es gelang ihm, sie endlich von der Notwendigkeit des Schminkens zu überzeugen... Andere Zeiten, andere Sitten. In England erlangte kürzlich ein Manu die Scheidung von seiner Fran, weil sie sich — schminkte! Sie hätte ihm damit vor der Hochzeit ein Gesicht vorgetänscht, das in Wahrheit nicht das ihre wäre, und eine Frau, die über ihr Gesicht eine Lüge verbreitete, — welcher Lüge wäre die nicht sähig? Aber das Merkwürdigste an der Sache ist," daß die Scheidung auf Grund eines Gesetzes ausgesprochen wurde, das zweieinhalb Jahrhunderte zurückdatiert, also gerade in der klassischen Zeit der Schminke erlassen wurde. Das ehrwürdige Gesetz aus dem Jahre 1670 erklärt, daß jede Fraii, welchen Alters und welchen Standes sie auch sei, die einen der männlichen Untertanen seiner Majestät durch den Gebrauch von Schminke, Schönheitsmitteln, künstlichen Zähnen, falschen Haaren, durch eine ausgepolsterte Büste oder allzu hohe Hacken zur Eheschließung verleitet, den Gesetzen verfallen solle, die gegen die Zanberer und Hexen (1) in Kraft sind, und daß ihre Ehe null und nichtig sein solle. Das Gesetz war, wie so viele andere in dem konservativen England, auch heute noch nicht außer Kraft gesetzt, und so konnte es angewendet werden, obwohl sonst kaum ein Engländer noch daran gedacht haben mag. "Eine Bulldogge als Bombenwers'er. Frys Magazine berichtet von einem seltsamen Uuglücksfall, der kürzlich einige junge Leute betroffen hak, welche auf einer Landpartie in der Umgegend von Melbourne in Australien begriffen waren. Sie wollten' sich ein Fischessen leisten, füllten eine Flasche mit Dynamit, befestigten einen Zeitzünder daran, und schlenderten die Flasche in einen äußerst fischreichen See. Das Fischen wird dann so gehandhabt, daß die Fische, welche bei der Explosion getötet werden und naturgemäß oben schwimmen, vermittelst eines Bootes ans dem Wasser herausgeholt werden. Einer der Kumpane besaß eine Bulldogge, welche die Landpartie mitgemacht hatte. Niemand hatte daran gedacht, daß das Tier daraus dressiert sei, alles aus dem Wasser herauszuholen, was vor seinen Augen hinein geworfen würde. Kaum war die Dynamitflasche ins Wasser geschleudert, als der Hund sich schleunigst daran machte, sie wieder zu apportieren. Vergebens versuchte sein Herr, ihn zurück zu rufen, das eifrige Tier hatte bald schwimmend die Flasche erreicht, saßte sie mit den Zähnen und schwamm zum Lande zurück. Die jungen Leute nahmen nun die Beine in die Hand und rannten in wahnsinnigem Entsetzen davon, während die arme Bulldogge, in der Annahme, daß es sich um einen guten Scherz handelte, so schnell wie möglich hinter ihnen hergaloppierte. Als der hinterste der jungen Leute nur uocb einen Borsprung von circa 20 Ellen vor dem Hunde hatte, gab es einen fürchterlichen Knall, zwei Personen wurden zu Boden'geschleudert ohne ledoch ernstere Verletzimgen davon zu tragen. Die unglückliche Bulldogge aber wurde in tausend Fetzen zerrissen Für die Hausfrau. — Frau Erna Grauenhorst, Katechismus für das feine Hous- nn b Stubenm ä dch en. Ein Lehrbuch in Fragen und Antworten über sämtliche Arbeiten im herrschaftlichen Haus- Ntte. 28stes Zehntausend. 65 Pfg. Fröbel-Oberlin-Vcrlog in Berlm-Sudende, «Mephaustraße 24. — Dieser Katechismus ist em Lehrbuch für Mädchen, ixle in Dienste gehen und dazu sich selbst vorbereiten wollen. Das Buch wird ferner von allen denen gern gekauft, die ein Mädchen anlernen oder ihm einen maßgebenden Leitfaden in die Hand geben wollen. Tenn hier findet man alle Arbeiten im Haushalt, Anstand, Decken, Servieren, Reinigen, Bohnern, Waschen, Plätten, Küchen, Frisieren, Zeit- emteilen usw. in Fragen und Antworten. Zeitschriften. — „Frühling", Wochenschrift zur Förderung deutscher Kulturinteressen (Jsaria-Verlag München, Preis pro Quartal 3 Mk., Einzelheft 30 Pfg. enthält u. a.: folgende Beiträge: Jta-Jta, Lärm. Ausgehend von den täglichen Attentaten auf unsere Gehörnerven werden die schädigenden Einflüsse lärmender Ereignisse, die zur psychischen Betäubung und zu einer gefährlichen Abstumpf- ung des Volkes führen, näher beleuchtet unter dem Hinweis, daß der kraftvergeudende Lärm nicht nur ein „hygienisches. Delikt", sondern vielmehr ein sozial-ethisches Verbrechen ist. — Dr. Alexander Lang, „Dietechnischen Hochschulen der Vereinigten Staaten." Eine Abhandlung über deren Einrichtung und Bedeutung. — Dr. Anton Baumstark, Hoffnungen der christlichen Archäologie im Gebiete der Bagdadbahn. Der Artikel mahnt zur Inangriffnahme christlicharchäologischer Forschungen in dem großen, Verkehrs- und wirtschaftspolitisch sehr wichtigen Ausbaugebiete der ana- tolischeu Bahn; reiche Ausbeute scheint bei gründlicher Arbeit bevorzustehen. — Dr. Alfred Berg, Ein Vorschlag zur Veredelung unserer Vergnügungsreisen. Das Verhältnis zwischen Vergnügungs- und Studienreisen wird erörtert unter Einschaltung vieler interessanter Hinweise auf alle Arten von Wanderfahrten zu Wasser, zu Lande und zur Luft. An- und Einsichten. In bet Männer Herrfchgebiete Gilt bet Stärke trotzig Recht. Schiller. * . . . im Töten unb im Küssen Zeigt sich bes ManneS höchste Kraft. Hainerling. Der wahre Mann ist bet, bet anbeten nichts zu benken gibt, sondern sie zwingt, ihm zu gehorchen ober ihn zu verabscheuen. * Turgenjew. Tas Glück bes Mannes heißt: Ich will. Nietzsche. Gar mancher spielt beit Löwen oft und gern; Mit seinem Brüllen schreckt er Leut und Kinder, Und steckt zum Schluß doch — ein Hanswurst dahinter. Bilderrätsel. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Feige — feige. Redaktion: P. Wittko. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.