1908 Z- ■ MM WWW - ■x5&&tyWit Der einsame Spatz. Novelle von Jassy T o r r u n d. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Und Haics war nicht bei mir, als unser Kind starb," sagte Anne Marie hart und bitter. „Und, Mutter, du hattest doch die anderen — ich aber hatte nur das eine — nur bas einzige — und Gott nahm es mir!" Ihre Stimme brach inl Schluchzen. Die Mutter schloß sic m ihre Arme. „Du bist noch jung, Anne Marie, der liebe Gott wird Euch ein anderes Kind zum Tröste geben." Anne Marie fuhr heftig auf. „Niemals, Mutter!" „Aber Kind .-Nein, Mutter, damit ist es ans," sagte die junge Frau hastig und trocknete ihr Gesicht, das schon wieder seinen starren, kalten Ausdruck ailiiahin. „Ich gehe nicht mehr zurück." „Aber um Gottes willen, Kind, was hat cs denn zwischen euch gegeben? Ich wundere mich ja selber, daß du gar nicht schreibst, und daß kein Brief von Hans kommt. Ist er böse, weil ivir dich mitnahmen? Habt ihr euch erzürnt?" Anne Marie schwieg. lieber diesen Punkt verweigerte sie jede Auskunft. Sie hätte es nicht über die Lippen gebracht, dies Schreckliche, ivas ihr Gatte, der Vater ihres Kindes, getan — das; ihm seine tote Wissenschaft über jedes väterliche und menschliche Gefühl ging. Was cs ihn selber gekostet hatte, mit wie viel Schmerzen, mit welch heiligem Opfermut Hans Birkholz dieses Werk vollbracht, das ging freilich weit über das Verstehen und Begreifen seines jungen Weibes hinaus. Er hatte etwas getan, was sie von jeher aufs tiefste verabscheut hatte, woran sich selbst die Gedanken der Dokto 'sfrau in diesen drei Jahren nur müsam und widerwillig gewöhnen konnten — und nun gar Ivar dies Ungeheuerliche, Niewiedergntzumachende au ihrem eigenen Kinde geschehen — ihr graute vor der Hand, die solches Werk vollbracht! Sie sagte sich ii^ der Bitterkeck ihres Schmerzes, bis zu ihrer Todesstunde würde sie's ihm nicht vergessen können, daß er das getan — und das; er nicht bei ihr gewesen, als das Kind starb! Was ein unglücklicher Zufall verschuldet — daß man den Arzt vom Bett des eigenen Kindes zu einem fremden, kranken gerufen — wurde in ihren Augen zur schwcr- lastenden Schuld für den Vater, die ihn anklagte vom Bdorgen bis in die Nacht hinein. Vielleicht, nein sicher wäre ihr Kind gerettet worden, wenn der Vater, der Arzt zur Stelle gewesen, wenn er all' sein Können aufgebotcn hätte. Hatte er doch in derselben Nacht das andere, das fremde Kind gerettet! — In diesem Gedanken, der bei ihr förmlich zicr fixen Idee wurde, versank alles übrige, — selbst die Trauer um den toten Liebling. „Sie wird sich schon wieder zurechtfinden," sagte die Mutter indes tröstend zum Vater. „Sie kann eben nicht darüber weg, daß Hans nicht bei ihr war, als der Kleine starb." ?lch — Anne Marie fand sich nicht so leicht zurecht, wie die Mutter glaubtr. (SS war, als sei etwas in ihr gestorben und mit deut Kinve zugleich ins Grab gelegt. Sie batte ihren Halt verloren, ihr Ideal, das sie angebetet wie einen Gott, lag zer- trünrmert im Staube — den Mann kannte sie nicht mehr lieben, niemals zu ihm mrückkehren, sagte sie sich in-den S'"idcn wilder, trotziger Verzweiflung. Dazwischen freilich kamen wieder andere Stunden, tvv sic in verzehrender Sehnsucht au ihren Gatten dachte, dm sie einsam und freudlos in seinem verödeten Hause znrückgelaffcn — aber helfen konnte ihr das auch nicht! Helfen konnte ihr keiner! — So verging eine Woche nach der anderen, die Tage wurden kürzer und dunkler, und die Zeit nahte heran, wo die ewige Liebe ihre Schwingen ausbrcitet, um cinz-ukchren in die Herzen und Wohnungen der Menschen. Weicher, weißer Schnee hüllte die erstarrte Erde ein, und Erbarmen und Liebe wachten auf in den Mmschenherzcn und schickten sich an, ihre Wunderwerke zu tun. Anne Marie war nun fast ganz auf sich uud ihren Kummer angewiesen. Die Mutter hatte alle Hände voll zu tun und den Kopf voll von hundert kleinen Geheimnissen, von fröhlichen Sorgen und wichtigen Plänen — und selbst die jüngeren Schwestern hatten in ihrem weihnachtlichen Eifer keine Zeit mehr für Anne Marie, und keinen anderen Gedanken, als die gestickten Morgenschuhs für den Papa, die trotz allen Fleißes nicht fertig werden wollten, und die wunderbare Zeichnung in rosa Seidenpapier für die Mama, woran sich schon ein halbes Dutzend Bleistifte verschönernd aogegnält und ein ganzer Gummi hoffnungslos zerrieben hatte. Einmal in dieser Zeit war ein Brief von Hans gekommen, eine kurze Anfrage, tvie es Anne Marie ginge und wann sie heimkehre. Hastig schob die junge Fran das Briefblatt zurück, um ihren Mund zuckte es in trotzigem Weh. Wie kühl seine Worte klangen! Das war nun der Brief, den sie längst erwartet, wonach sie sich heimlich gesehnt. Kein Wort von Rene stand darin, kein flehentliches Bitten, sie möge heimkchren zu ihm, dem verlassenen Gatten!. Trotz und Zorn kämpften immer noch in ihrem Herzen gegen die alte, heiße mächtige Liebe, und machten ihre Augen blind, daß sie nichit erkannten, was alles zwischen den Zeilen von Hans Birkholz stand — ein heißer, sehnsüchtiger Schrei: Kehr' heim, mein Weib, mein alles, ivas nur noch geblieben! Sie antwortete in gezwungen gleichgültigem Ton: Es ginge ihr nicht gut, sic müsse sich erholen und vergessen lernen. Dort aber — sie vermied das Wörtchen „daheim" — erinnere sie jedes Ding an das, was sie verloren. D rei Tage vor Weihnachten. Die Eltern hatten den Schwieger- svhn zum Feste eingeladen. Aber er hatte auch seinen Trotz und Stolz — er schrieb zurück, es sei unmöglich, er hätte zu viel zu tun und könne nicht fort. Schweigend legte die Mutter den kurzen Absagebrief in die Hände der Tochter: in ihren Augen stand die Frage: Wirst Du ihn allein lassen? Wirst Du nicht jetzt endlich heimkehren zu ihm? In Anne Maries Herzen kämpfte es übermächtig. ' Sie, die sonst immer klar und sicher ihren Weg gegangen war, fand, sich nicht mehr zurecht, wußte nicht mehr, was sie wollte. In dieser Stimmung, die ihr die Einsamkeit ihres Mädchenstübchens zur Pein machte, tvährend sie's doch in dem großen traulichen Fa- 802 milienKÜnmer, Ws es so verheißungsvoll nach Aepfeln und Pfeffer- wichen duftete, erst recht nicht anZhielt, da folgte sie der dringenden Bitte einer Freundin, mit ihr zu einem Wohltätigkeitskonzert zu gehen. Ein Kirchenkonzert — das konnte ihr niemand verübeln — trostbedürstige Seelen suchen und finden ja zuweilen ihren Trost in geistlichen Liedern und frommen Worte». Rach mehreren älteren Werken, die Anne Maries unruhige Seele teilnahmslos ließen, wurde die Komposition eines jüngeren, twch unbekannten Künstlers von dein gutgeschulten Domchor vor- getragen, einer der Psalmen Davids — lateinische Worte — aber bei den ersten Tönen horchte Anmr Mraie auf. Wie griffen die mächtigen Akkorde ihr ans Herz — ein gewaltiges, erschütterndes Klagelied. Das verstand sie, das begriff sie — das war Leid von ihrem Leide, Jammer aus ihrem eigenen, tiefzerrissnen Herzen! Und nun ringt sich aus den brausenden Orgeltönen eine wunderbare, klare, weiche Tenorstimme emtzor — kein Laut in der dichtgedrängten Menge, atemloses Lauschen auf allen Gesichtern — in den weiten Hallen nichts Ivie die Stimme der trostberanbken Menschenseele: Bigilavi et sactus sum sicut Hasser folitarius in tecto. Vorgebeugt, atemlos lauscht die junge Frau. „Bigilavi et sactus sum sicut Passer folitarius in tecto" setzt der Chor jetzt ein in schweren, tiefen Klagetönen — „Passer folitarius", das Wvrr, oder mehr noch, der tief ergreifende Klang haftet ihr im Gedächtnis, findet einen Widerhall in ihrem Herzen sie hebt das Textblatt in ihrer Hand und sucht die deutsche Ueber- fetzung: „Ich bin schlaflos und rote ein einsamer Sperling auf dem Dache." Und weiter: „Meine Tage gehen hin wie ein Schatten, und ich verwelke wie Heu." „Entfernet hast Du von mir den Fremck und den Nächsten..." Sie list nicht weiter, die Buchstaben verschwimmen vor ihren Klugen, das Textblatt zittert in ihrer Hand, sie lauscht und lauscht, und die erschütternde Klage des königlichen Sängers des einsam gewordenen Vcannes, steigt aus ihrem eigenen Herzen empor wie ein Schrei zum Schöpfer aller Kreatur. Der letzte Ton ist verhallt — es folgen andere Nummern, Weihirachtslieder, ein Choral — Anne Marie hört es kaum, immer noch klingt ihr dies unvergeßliche „Passer folitarius" im Herzen wieder. Ein grenzenlokcs Mitleid mit sich selber überfällt sie — sie wird es nicht los all die langen, langen schlaflosen Stunden der Nacht, ihr Kissen feuchtet sich von Tränen, und die bebenden Lippen murmeln: „Schlaflos bin ich und wie ein einsamer Sperling ans dem Dache." Mit verweinten Augen und schmerzendem Kopf kommt sie zum Frühstück. Die Mutter sieht es und macht sich ihre eigenen Gedanken. Ist endlich der Trotz gebrochen, hat endlich daS Heimweh dis rastlose Seele gepackt? „Ter Christbauni ist schon da, willst Du ihn schmücken helfen, Anne Marie?" fragte sie, nm die Tochter zu zerstreuen, die schweigend am Tische sitzt und das Brot in ihrer Hand zerbröckelt. Anne Marie fährt auf. „Ach nein — kein Christbaum, Mama! Laßt mich in Ruhe ich kann das alles nicht sehen." Sie nimmt Hut und Mantel und geht hinaus, die klare, kalte Mnterlust wird ihr gut tun. Planlos und ziellos wandert sie durch die Straßen, zuletzt durch eins der malerischen alten Stadttore, und ist mm draußen int Freien. Frischer weht hier der Wind in ihr blasses Antlitz, W)lt ihr die brennenden Augen, fängt sich in dem langen, schwärzst Schleier und wirbelt ihn übermütig.in die Luft. Anne Marie sieht sich um, jetzt erst merkt sie, wohin sie geht — den Weg zum Friedhof. „'s ist auch egal," denkt sie und wandert weiter, und durch den Kops klingen ihr die Töne des Psalmes. Fast wie ein Gebet, und Beten beruhigt ein trauernd Herz. Nun steht sie an der Pjvrte. Still und verschneit hegt die wohlbekannte Stätte vor ihr. Die Großeltern liegen dort, sie kann ihnen auch einen Kranz hintragen — zum Weihnachten. Sie geht die paar Schritte zurück bis zu der Bretterbude, wo ein altes Wtziblein Kranze feilhält. Ein Mann geht vorbei, ein Arbeiter in blauer Bluse, der hat die Wül)e nicht gescheut, den weiten Weg von der Stadt her seine Last von Tannenzweigen und ärmlichen Kränzen zu tragen. Auch «in winziges Bäumchen mit Lichtern. Langsam, gesenkten Hauptes geht er vorüber. Anne Marie legt ihren Kranz auf die Gräber der Großeltern nieder. Wie die Cypreisen gewachsen sind, seit sie zuletzt hier war — vor drei Jahren, kurz vor ihrer Hochzeit, am Arme ihres Verlobten. Und dann zog sie fort, und dann kamen jene Tage grenzenlosen Glückes, wo ihr das Herz so voll war, daß eS schier die ganze Glückseligkeit nimmer fassen tonnte. Goldene Tage — und was ist davon geblieben? Ein kleines, verschneites Grab, weit, weit von hier — zertrümmert ihr Glück, in den Staub gesunken ihr Ideal — und sie selber — allein, verlassen', „Passerv solitario" murmeln die zitternden Lippen die Worte, die ihr seit gestern so vertraut geworden wie Laute ihrer Muttersprache. Sie kniet nieder und drückt das heiße, junge Gesicht in den weichen, kühlen Schnee, der auf den Gräbern liegt. Milde Verzweiflung wacht auf in dem Herzen der einsamen Fran, die sich so weit, so hoffnungslos weit vom rechten Wege verirrt. Ach, wer dort liegen könnte und ruhen wie. die guten alten Leute, die im Leben so friedlich miteinander gingen und nun auch im Tode vereint ruhen dürfen. Ausruhen für immer! Dem Leben entfliehen, das so grausam sie getäuscht, das ihr alles genommen, daran ihr Herz hing. Wie ein Schleier legt es sich über ihre schmerzenden Sinne — langsam rinnt die Kälte ihr durch die Glieder, kriecht über sie hin tote lähmend. Stimmen und näherLnnmende Schritte wecken Anne Marie mts ihrer Versunkenheit. Sie fährt zusammett und rafft sich auf, hastig läßt sie den Schleier über ihre verweinten Augen fallen. Ter Totengräber und ein paar Leute mit Sck).aufeln und Geräteit gehen vorüber — die müssen ein frisches Grab graben — und morgen ist Heiliger Wend! Anne Marie schrickt zusammen. Art den stillen, mit Efe» begrünten und friedlich überschneiten! Grübest der Großeltern erwachte die Sehnsucht nach dem Todes- schtai und ewiger Ruhe im Herzet der jungen Fran — diese Männer mit ihren Schaufeln, mit ihren Brettern und Stricken, der bloße Gedanke an das gähnende dunkle Loch in der hart- gefrorenen Erde laßt sie erschauern. Die Liebe zum Leben regt sich in ihr — ein jähes Granen vor dem Tode scheucht ihren Fuß> daß sie eilfertig von dannen schreitet. Einen andern Weg als den, den die Männer gehen. Einen Weg, der an einer hohen' Zypresfenhecke entlang führt und dann plötzlich einbiegt in jenes! stille Revier, wo ein kleines Grab sich ans andere reiht — der Ktnderfriedhof. Winzige Kreuzchen und halbverschneite Engel ragen ans der tiefen Schiteedecke hervor. Und wieder schauert die junge Frau zusammen. So liegt jetzt auch Hansis Grab unter dem weichen, weißen Schnee. Ob wohl ein grüner Kranz! daranf liegt, oder ein Kreuzlein von Immortellen? — Weiter geht sie und weiter — sie möchte den traurigen Gedanken an das einsame Grab ihres Kindes entfliehen, das selbst die Mutter ungeschmückt ließ. Und der Vater? . . . Sollte seine Hand es! geschmückt leiben — dieselbe Hand, die. . . Es steigt in ihrer Kehle auf und würgt, als sollte sie dran ersticken. Sie muß steheu bleiben, um Luft zu schöpfen — und scharrt sich um. Unabsehbar breitet sich das Leichenfeld um sie her — und jetzt auf einmal, hier unter den Kindergräbern, geht ihr ein wunderliches Verstehst auf — so furchtbar traurig und doch so einfach, daß sie nicht begreift, weshalb sie nicht eher daran gedacht hat. Es ist, als ob all diese kleinen, verschneites Gräber eine stumme, ergreifende Sprache zu ihrem Herzen redeten/ als ob sie ihr erzählen von deut Herzeleid vieler hundert Mütter/ die gelitten haben, was sie leidet, die tljre Hände aufheben und schmerzvoll fragen: Wer kann uns helfen? Und sie Antwort kommt von selber: der Arzt. Aber auch er weiß nicht allerer findet nicht immer das Rechte. „Ja, wer das wüßte!" hatte! damals Hans Birkholz gesagt. Ja — wer das wüßte! Er wollte! es wissen, und dazu half ihm doch all seine tote Weisheit aus den Büchern nichts. Er mußte es erforschen an der Natur, am! menschlichen Leibe selber. Also darum, darum...! Sie nickte vor sich hin. Unfaßlich schien eS ihr immer noch, abex milder konnte sie jetzt darüber denken — begreifen zwar nicht —■< aber verzeihen. Sie geht weiter in schiveren Gedanken — und bleibt abermals! stehen, denn neben sich hört sie plötzlich einen Laut, einen einzigen! kurzen, halbunterdrückten Jammerlaut. Unweit vom Wege steht der Mann in der blauen Binse/der vorhin mit feinen Kränzen! an ihr vvrüberging, vor einem kleinen Grabe — ganz allein. Sie fieht nur das halbabgewandte Profil, hagere, vergrämte Züge, ein tiefgebeugtes Hairpt. Er hat ihre Schritte im weichen Schnee! nicht gehört, und glaubt sich allein mit seinem Weh — allein in der verschneiten Einsamkeit des Kirchhofes. Mitleidig blickt Ann« Mari« hierüber — solche Trauer ist heilig! Auch wieder einer, der sein Liebstes verlor. Unb er ist allein, der Mann, der Vater — wo ist des Kindes Mutter? Schon vorangegangen? Oder krank? — ober fern von ihm, daß er allein an seines Kindes Grabe steht? Passer folitarius — so ganz allein. . . Es gibt ihr einen Stich ins Herz, und nun hämmert es plötzlich wie rasend, als solle «S zerspringen. Passer folitarius/ — auch e x allein, ihr Gatte — allein wie dieser Mann! Zurück- gelassen als einsamer Wächter am Grabe ihres Kindes. Und nun heute am Vorabend des Weihnachtsfestes! Sv geht er wohl auch und trägt eilten Kranz hinaus, und steht und schaut auf das Grab. . . (Schluß folgt.) 803 — . -------- --- ---- ----- LV-Jtll >r em ganz anderes Bild — sie I i<®ie «tiifjeit unS mit Weihnachtsabend auch von viele,? I 'M.6 stnmgen deutschen W c ihn« chtslieder, und die Kinder feN« s-nae». - Sie wissen, mein Bruder liebt die deüttD Mü-'.66 J» Teutfchland, und kommt nur auf kurz-' 3®TA 3^r -^o üben Sie nur fleißig mit Nelly undKittv Jetzt muh ich aber einmal mit der HausWlterin sprechen . <« ^.annt entfernte )ie ficiji und ließ, Elfriede mit ihren 6k» danken an Weihnachten und au das Elternhaus allein . ^Ä?»66^ürdig, die Gedanken Elfriedens beschäftigten sich jetzt nrcht mehr unt deni letzten Weihnachten und dem lieben SÄF .fie vielmehr ein ganz'anderes Bild - sie sahen das weite, wogende Meer, auf Lein die Sommersouna Ä?' MJli> über dessen schaumgekrönten Wellen die weißen rVr5^,11 ~L.llTTk ^der schossen gleich silbernen Pfeilen. Und sie sah den Strand ton Westgate und sah sich selbst an der Seite eme^ jungen, schlank mch rank gewachsenen Mannes dahinschreite!!, Mbrend -kelty und, Mty uird Anny nach bunten Steinen und Muscheln am Ufer suchten. Sie blickte mir scheuem Auge empor M dem braunen Gesicht des starken Mannes, der ton seinen weiteir I *”et'en rn Jndleir und im Orient erzählte und wie er dann Tirektor | ?uter großen Maschinenfabrik im Herzen Deutschlands geworden, I L dem tleinen Städtchen ihrer Heimat, die von den Wäldern I Thurmgens umrauscht wurde. _ . "Ihre Elter» imrde ich aufsnchen, Fräulein Elfriede," sagte I ™ bann und sah sie so gut, so freundlich mit seinen klugen grauens Augen an. „Und werde ihnen erzählen, lute es Ihnen hier ergeht, und daß sie keine Sirge um sie zu haben brauchen, demr meina Schloester Elisabet ist eine gute Frau und hat Sie lieb, wie ihre Schwester." lind Elfriede errötete und freute sich über das letzte Wort und wußte doch nicht warum. Tas war Fredy Holm, der Bruder der Frau Elisabet Gordon, der einige Wochen mit ihnen in Westgate an der See verlebt hatte! ,, und letzt wollte Fredy Holm wiederkommen und ihr Herz klopfte heftiger rn dem Gedanken- und ihre Wangen glühten, wenn sie daran dachte, daß sie am Weihnachtsabend ihm entgegentreten Hilter dem Mistelzweig. Eine Weihnachtserz-Khlnng von O. Elster. Nachdruck verboten. Seit einem Jahre befand sich Elfriede in England — nicht W ihrem Bergmigen, sondern um beit Eltern daheim in der klemeir Provmzmlstadt Erleichterung zu verschaffen, denn außer ihr waren noch fünf Kinder zu Haus, alte jünger als sie, die Hoch alle die Schule besuchteii und viel kosteten. Und bet, Gehalt des Vaters, der Kantor unb Organist in- bet alten Kirche Mariae Birginis iuar, reichte kaum hin, Mil die hungrigen Mäuler satt zu machen und alle nötigen Aus-- gaben des Haushalts zu bestreiten. Wenn nicht für Elfriede das Lehrermnen-Seminar frei gewesen wäre, dann würde sie auch wohl kaum ihr Lehrerin-ELame» haben machen können, und wenn ihr Vater der Kantor und Organist Miterwerber, nicht ein so vorzüglicher Musiker gewesen wäre, der seine Tochter selbst Unterrichtet hatte,,würde es Elfriede wohl niemals zu derMeister- schart im Klavier,Piel gebracht haben, welckje jetzt jedermann ent- Z-l'ckte und die ihr hauptsächlich die Stelle als Erzieherin in dem reichen Hanse des Großkansmauns Mister Edward Gordon verschafft hatte. Ein Jahr war verflossen, seit sie in der großen Billa Mister Gordons weilte. Einige Tage nach Weihnachten hatte sie das Etliche Haus verlassen, um die Erziehung der drei Töchter Mister Gordons, Anny, Nelly und Kitty, gu übernehmen, die in bent Alter von zehn bis fünfzehn Jähren standen. Noch war ihr das letzte Weihnachtssest im Eltcrnhause in lebhafter Erinnerung. Ter strahlende Tannenbaum mit den einfachen bunten Schmucksachen und beit Aepfeln und vergoldeten Nüssen, der jubelnde Lärm der jungen Geschwister, die auch über die kleine», wenig kostbaren Geschenke sich unbändig freuten, das lächelnde und doch so ernste Gesicht des VaterS und das sanfte Antlitz der teueren Mutter, deren heitere Laune dem Baler über manche Sorge seines Lebeiis hinweggeholfen halte. Und dann, der Wschied tont Elternhause! Tie Tränen der Mutter und die sorgenden, so gut gemeinten Ermahumige» des Vaters! Sie meinen eS alle so gilt mit mir, sie hatten sie alle so lieb, und nun nrnßte sie doch — zum erstenmal m ihrem zwanzigjährigen Leben — das liebe traute Weihnachtssest fern von dem elterlichen Dause verleben, fern ton den jubelnden Geschwistern, fern von Vater und Mutter — und sie sollte zum erstenmal in ihrem Leben den strahlenden, duftenden, grünen Weihnachtsbaum vergessen, denn in dem kalten, nüchternen England, da gab es Teilten Meihnachtsbaum, und der heilige Abend, der in" jedes Knitschen Herz als schönste herrlichste Kindheitseriniteriing eiu- gegiaben ist, verlief hier so nüchtern und gleichförmig, wie jeder andere Abend im Jahr. Kein Meihnachtsbaum, keine Geschenke, kein Kinderjubrl, kein Kinderlärm, keine Tränen der Rührung in den Augen der Alten, die sich der Weihnachten erinnerten, da sie selbst noch Kinder gewesen, und die jetzt wieder jung wurden, in ihren Kindern. Ein gewöhnlicher Abend, an dem höchstens ein dampfender brennender Plumpudding nach dem Mendessen anzeigte, daß man jnvrgen das heilige Weihnachtssest feiern würde. Doch nein — so ganz gewöhnlich, so ganz wie jeder andere Al end im Jahre sollte der heutige Weihnachtsabend in der Billa Gordon diescsmal nicht verlausen, und wen» Elfriede daran dachte, was ihr Frau Elisabet Gordon vor einigen Tagen gesagt, dann glühten ihre Mangen und klopfte ihr Herz heftiger. „Meine liebe Elfriede," sagte Fra» Gordon, eine hübsche, sanit blickende Frau ton vierzig Jahren, „ich !uei& daß Ihr tit Deutschland Weihnachten ganz anders feiert, als wir in England. Ihr Herz wird Ihnen gewiß schwer, wenn Sie au Ihr dcutiches Weihnachten denken. Aber dieses Jahr wollen auch wir Weihnachten ordentlich feiern," setzte sie lächelnd hinzu, „ein echtes, altes, englisches Weihnachten, wie man es auf dem Lande Noch feier!, mit brennendem Plumpudding und dampfendem Punsch uns grünen Mistelzweigen. Sie kennen doch die Sitte, die sich Mit dem Mistelzweige verbindet?" fragte sie schelmisch. „Ich habe davon gehört," entgegnete Elfriede, „daß, wenn ein junger Mann ein Mädchen am Weihnachtsabend unter denk Mistelbaum trifft, er sie küssen darf." Fran Elisabet lachte. «Ja, so ist es. Also nehmen Sie sich Nur in Acht, beim wir werden am Weihnachtsabend Besuch haben. Ja mein Bruder Fredy .... aber was haben Sie denn, Elfriede? — Sie werden ja ganz rot?" „Nichts nichts, Frau Gordon . . ." versetzte Elfriede verwirrt und beugte sich tiefer über ihre Handarbeit. Frau Gordon lachte fröhlich auf, strich dem jungen Mädchen über das blonde Haar und sagte: „Es waren doch schöne Woche», die wir in Westgate an der See verlebte» — nicht wahr, Elfriede?" Tiefe nickte nur stumm mit dem Köpfchen, sie vermochte nicht zu antivvrten, sonst wäre» ihr die Tränen in die blaue» Auge» | getreten. Fran Elisabet betrachtete sie eine Weile schweigend mit einem j sinnenden freundlichen Lächeln auf dem gutmütigen Gesicht; dann 1 Das Ende -er Kultur durch das Luftschiff. Der englische Schriftsteller H. G. Wells veröffentlicht jetzt int Pall Magazine bett Abschluß seines Romans „Der Krieg in bett Lüften", der in seiner packenden phantastischen Ausmalung eines alles zerstörenben Weltkrieges jenseits des Kanals so großes Aufsehen erregt hat und demnächst auch in deutscher Sprache erscheinen soll. In großzügigen Bildern entrollt Wells hier die furchtbaren Folgen dieser netten Form der Kriegsführnng, läßt ein leeres totes ödes London vor den Blicken erstehen und zeigt, wie die Kültttr unter der Wucht der neucrsonneiten Zerstörungsmittel zu- sammenbricht und zugrunde geht, während fnrchtbars .Hungersnöte und Epidemien die von dem Kampfe erschöpfte Bevölkerung der Erde dezimieren. „Das ganze Finanzgetriebe der Welt stockte. Mit der Bernichtuttg der amerikanischen Flotte im Atlantischen Ozean mit der furchtbaren Schlacht, die das deutsche Seewesen in der Nordsee zerschmetterte, mit der Zertrümmerung und der Verbrennung von Billionen Werten an Eigentum in beit vier Hauptstädten der Welt kam zum erstenmale wie ein furchtbarer Schlag die klare Erkenntnis der nutzlosen, Verderblichkeit des Krieges zum Bewußtsein der Menschheit. Im wilden Wirbel überstürzter Verkäufe brach der Kredit zusammen^ Ueberall trat dies gleiche Phänomen auf, das in milderer Tackte sie an beit grüne» Mistelzweig mit den roten Beeren ? Dachte sie an die altenglische Sitte, die es dem junge» Mamr erlaubte, das Mädchen W küssen, welches er unter dem Mistelzweig traf! Eilt leises Beben durchrieselte sie! Nein, sie wollte nicht daran denken! Wie konnte sie nur solche Gedanken habe» — er, der wohlhabende, ja reiche Fabrikh-err, und sie, die arme deutsch« Erzieherin. Tennoch kehrte» ihre Gedanken immer wieder zu ihr zurück. Er war so lieb und freundlich zu ihr gewesen, seine Auge» hatten oft mit solch gedankenvollem Ausdruck auf ihrem Gesicht geruht, und als er zum Abschied ihr die Hand gereicht, da sagte er: „Auf Wiedersehen, Elfriede — zu Weihnachten. . ." Und immer hatte sie an ihn denken müssen seit jener Stund«! Und jhre Mutter schrieb fast in jedem Brief von ihm, wie freundlich und aufmerksam er sei; er komme fast jede Woche einmal und bliebe des Abends bei ihnen und plaudere mit ihnen ober lausche teilt Spiel der alten Kantors oder tummelte sich mit den Kindern in dem Garten umher. . . Ta sollte man nicht nnl ihn denken müssen! Nun kam er wirklich! Und Fran Elifabet hatte so schelmisch dabei gelacht, als sie Elfriede sagte, daß ihr Bruder kommen würde, und hatte ton dem Mistelzweig gesprochen, daß Elfriedc ganz rot vor Verwirrung geworden war. (Schluß folgt.) 804 Form vorher schon in Perioden einer wachsenden Panik sich angekündigt hatte; das Verlangen Gold zu erhalten und in Sicherheit zu bringen, ehe die Preise völlig gesunken wären, übermannte alle. Droben in den Lüften stürmte Kampf und Zerstörung seine furchtbare Bahn; unten aber vollzog sich etwas, das dem Geldwesen und dem Handel, auf die die Menschen so blind vertraut hatten, noch viel verderblicher wurde. Mährend droben die Luftschiffe ihren Kampf sortsetzten, schwand in den Tiefen das Gold. Eine Epidemie wilder Spekulationen und allgemeinen Mißtrauens brauste durch die Welt. In wenigen Wochen verschwand alles Geld, in Kellern, in Gewölben oder heimlich verscharrt an abgelegenen Stätten. Und mit dem Schwinden des Geldes starb Handel und Industrie. Die ökonomische Welt taumelte; dann brach sie tot zusammen. Es war wie der Anfall einer unfehlbar tödlichen Seuche; es war, als ob einem lebenden Wesen das Blut ansliefe; es war das jähe unaufhaltsame Erstarren jedes Verkehrs, llnb während die Völker, hilflos und staunend, das furchtbare Wunder eines mit einem Schlage zerstörten Kredites mit ansahen, brausten zahllos und ruhelos die Luftschiffer Asiens durch die Wolken, eilten ostwärts nach Amerika, westwärts nach Europa. Der Gang der Geschichte toard zu einem ivild aufbrausenden Creszendo von Kämpfen und Schlachten. Dann folgte die vierte Phase. In dem verzweifelten Ringen gegen das Chaos, in dem ohnmächtigen Kampf gegen die Hungersnot, trat ein anderer alter Feind der Menschheit ein: der schwarze Tod, die Pest. Doch der Krieg stockte nicht. Noch flatterten die Fahnen. Reue Luftflotten hoben sich vom Boden, neue Formen der Luftschiffe erstanden und im Schatten ihrer furchtbaren Kämpfe verdunkelte sich die Welt. Als eine unabwendbare Folge des weltenweiten Krieges folgte der allgenleine soziale Zusammenbruch. Wo immer die Menschen sich zusammendrängten, sahen die Volksmassei: sich ohne Arbeit, ohne Geld und ohne die Möglichkeit, Nahrung zu erlangen. Drei Wochen nach Ausbruch des Krieges herrschte die Hungersnot in allen Arbeitervierteln. Nach einem Monat gab es keine Stadt, tvo das Gesetz nicht durch Getvaltmaßregeln ersetzt wurde, in denen die Feuerschlünde und die militärischen Hinrichtungen mühsam eine Art Ordnung aufrecht erhielt. Ms endlich die Erschöpfung der technischen Hilfsmittel der Zivilisation die Lüfte von Kriegsfahrzeugen reinigte, da herrschten in der Tiefe die Anarchie, die Hungersnot und die Pest als unumschränkte Meister. Die großen Nationen im Reiche waren int Munde der Menschen nur noch leere Worte. Ueberall sind Ruinen, unbeerdigte Tote und die abgemagerten bleichgelben Ueberlebenden, die in tödlicher Apathie sich dahinschleppen. Hier arbeiteir Räuber, Guerillabanden beherrschen ausgesaugte Landstriche, seltsame Brüderschaften bilden sich und lösen sich aus und ans den hungerglänzenden Augen anderer spricht der religiöse Fanatismus, durch die Verzweiflung ausgepeitscht. Alles ist in Auflösung. Die Ordmcng und die Wohlhabenheit der Welt schrumpfen zusammen wie eine zerrissene Blase. In fünf kurzen Jahren wird die Welt in ihrer Entwicklung so weit zurückgeschlendert, wie der Abstand vom Zeitalter der Antonine bis zum Ecr- ropa des neunten Jahrhunderts . . ." Vermischtes. D i e j ü n g st e U r g r o ß m utter d e r W e l t. Frau Eda Bertonelle, eine Schneiderin aus dem Quartier Mont- martre in Paris, dürfte sicherlich die jüngste Urgroßmutter der Welt sein. Als dieser Tage ihr Urenkel angemeldet tvurde, stellte es sich heraus, daß sie mit 14 Jahren in Mailand geheiratet hatte. Mit 15 Jahren bekam sie das erste Kind, das mit 15 Jahren einen Mann nahm, unc ihrer Mutter in ihrem 16. Lebensjahre den ersten Enkel zuzu- führen. Frau Bertonelle war also mit 31 Jahren schon Großmutter. Ihr Enkel heiratete im 17. Lebensjahre eine gleichalterige Gefährtin, und nach einem Jahre konnte jetzt Fran Bertonelle im 48. Lebensjahre schon Urgroßmutter- fremden genießen. Ihr Mann erlebte dieses Fest nicht, da er tu jungen Jahren starb. * Das gepfändete Haar. Bei einer bekannten Berliner Käbarettdiva war, so erzählt die Nat.-Ztg., für einen Gläubiger fruchtlos gepfändet worden, doch schien dieser mit dem Resultat wenig zufrieden zu sein, jedenfalls beauftragte er den Gerichtsvollzieher, nochmals eine Pfändung vorzunehmen, wobei er vier herrliche braune Zopf« der Künstlerin mit Beschlag belegen solle. Der Beamte entledigte sich denn auch dieses Auftrages, doch stieß er hierbei aus hartnäckigen Widerstand auf feiten der Diva, welche der Meinung ivar, daß es ihr „ohne Haare" unmöglich sei, ihrem Bertcfe nachzugehen. Eine sofortige Beschwerde gegen diese Pfändung bei Gericht hatte jedoch mir den Erfolg, daß entschieden wurde, die vier herrlichen Zöpfe seien als Luxus der Klägerin anzusehen. Es blieb also bec der Pfändung, so daß ein treuer Freund beispringen mußte, um der „Haarlosen" zu helfen und die Sachen auszulösen. Am selben Abend bewunderte man denn auch erneut detc üppigen Haarwuchs der geschätzten Diva. * Die höhere Tochter. Das 12jährige Töchterlein eines reich gewordenen Landwirts weilt ans Ferien zuhause auf dem elterlichen Hof und ist in ihrer Lausanner Pensionstrecht und ihrer vielen, vielen Bildting der Stolz der Familie und man muß sagen, daß sie auch etwas gelernt hat für das viele sch. ne Geld; denn als der glückliche Vater int Nebenzimmer sitzt und belauscht, wie sie drinnen mn Frühstückstisch die jüngeren und älteren Geschwister belehrt und dirigiert, trifft auch der folgende tadelnde Ausruf sein Ohr: „Aber Fritz, schämst du dich nicht, wie ein Ferkel zu schmatzen? Du bist doch nicht der Papa!" * A.: „Wie geht es denn Ihrem kleinen Sohn?" — B< (Vegetarianer): „Danke — er schießt ganz gut ins Kraut " Literarisches. — I. P. E ck e r m a n u s G e s p r ü ch e m i t G o ethc, deren achte und neunte Originalauflage soeben bei F. A. BrockhauÄ in Leipzig erschienen ist, bietet in der auf Grund des ersten Druckes und des zum Teil noch erhaltenen Originalmanuskriptes Ecker- mauns von Tr. H. H. H o u b e n herausgegebenen Bearbeitung zunc erstenmal einen kritisch gesäuberten Text, der von den zahl- reichen Entstellungen, die allen bisherigen Ausgaben anhaftcten, gereinigt ist und daher als die erste echte Eckermann-Ausgab« bezeichnet werden darf. Der Text hat eine Redaktion erfahren, die sich nicht nur auf deic Stil, sondern sogar auf die Datierung der Gespräche erstreckt, mannigfache Irrtümer berichtigt und Ergänzungen aus dem Manuskript einschaltet. Dem Herausgeber stand außerdem ein reiches Briefmaterial zur Verfügung, das ebenfalls mancherlei Ergänzungen und Nachträge zu den Gesprächen bietet, die in ihren verschiedenen Phasen sehr interessante Entstehungsgeschichte des Buches wiedergibt und eine in vielen Punkten neue Betrachtung des Eckermannschen Buches nicht nur vom historischen, sondern auch vom psychologischen Standpunkte aus ermöglicht. Ein ausführliches Register, in das erläuternd« Anmerkungen verarbeitet sind, erschließt und vereinigt Text und Nachwort zur bequemsten Handhabung des bloß genießenden wie des wissenschaftlichen Lesers. Außerdem ist diese Neuausgabe reich illustriert mit 41 Abbildungen und 8 Dreifarbendrucken, und zwar int engsten Anschluß an den Text. Rösselsprung. hb. de muß eh die ster te iar und sie leer turnt ser dann blaß tuen der der» er dann den nach erde tot den neu er die den werde» fehlt not blu von wer ster schloß bens alle dann dem trä des te chen ohne die son wenn schlech den ne le der luß mensch dicht in die ge er li ung . einst ne Auflösung in nächster Nummer/ Auflösung der Charade in voriger Nummer: Postkarte. Redaktion: E. Anderson. — Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schev UntvrrstlätS»Buch- und Stemüruckeret, UL Lange, Gießen.