VssmerMg den 23. Januar VA D.A, 8 ■ W »K Kelmuth von Loy len. Roman von Ursula Zöge von Manteuffel. (Nachdruck verboten.). (Fortsetzung.) Der Wagen rollte fort und Luisaue stand da, verstört und hilflos. Sie empfand diese» ganzen kleinen Zwischenfall als etwas Entsetzliches, eine maßlose Demütigung. Der Stolz, mit ■ welchen«, sie bisher auf ihre' große, freie Liebe geblickt hatte, als .auf. etwas durch sich selbst Gerechtfertigtes, Abgeschlossenes, erlitt eine furchtbare Erschütterung. Sie verbrachte eine schlaflose Nacht, und säst den nächsten Tag von so qualvollen Kops- schmerzen gepeinigt im Haudschuhlnden, daß die gutmütige. Iaht« sie eine Stunde vor Ladenschluß entließ, mit dem dringenden Rat, . sich zu Bett zu legen und Umschläge zu machen. Luisaue schlich in das Hinterhaus, in welchen« ihr jetziges ; Stübchen lag, setzte sich an das Fenster und sah hinaus, zu elend, um sich auszuregen. ~ Draußen regnete es seit dem Morgen. Trübselige, graue Dämmerung füllte das Zimmer und den öden Hof. Ein feuchter, nebelartiger Dunst liest alles verschwommen erscheinen, die große,t, laufgestapelteu Holzvorräte glichen formlosen Ungeheuern, die sich in grausiger Schlucht zum- Sprung gelagert hatten. Wie hange sie so gesessen, wußte sie nicht, da pochte es leise und Loysen tilat, in einen Regenmantel gewickelt, den Loden Hut tief in die Stirn gezogen, ein. Auch ihm war seit gestern sehr unbehaglich zu Mute und da feilte Schwester Marie Anne abgereist war, kam er sogleich, um zu erklären, was eigentlich gar keiner Erklärung bedurfte. Sie stand auf und kam ihm entgegen, hing ihn, Mantel und Hut an einen Nagel und bestrebte sich ihn nicht merken zu lassen, wie trostlos ihr zu Sinne war. In gedruckter Stim- m-uu-g standen sie sich gegenüber. „Armes Ding," sagte er freundlich, „du hast Migräne, ich sehe dir's an." „Ich meinte, es Ware zu dunkel, um irgend etwas zu sehen" — Mang sie sich zu scherzen, „soll ich Lieht anzünden?" „Ach nein, laß nur." Er begann im Zimmer hin und her zu gehen, unschlüssig und zögernd. Sie sah ihn von der Seite an, ging dann wieder zum Fenster zurück und setzte sich aufs Fensterbrett. „Sei nicht döse, daß ich so lauge nicht kam," sagte er, „es- wurde mir schwer genug, liest sich aber nicht ändern. Als ich deinen Brief bekam, wollte ich dir mündlich Antwort bringen, aber es' war nicht möglich." „Nun bist du ja da," sagte sie matt. „Komm, Luisan-e, sei ein bißchen vergnügt! — Was hast du denn getrieben in dieser Zeit? — Tie La m Peng locke mit Bildern verziert? -Oder auS einen« alten Krug eine köstliche römische Base gezaubert? Ich bin bereit, alles zu bewundern. — Tu müßtest denn sehr arge Kopfschmerzen haben, dann will ich dich nicht quälen." Statt der Antwort sagte sie: „LvyS, du hast mir nie gesagt, daß du Schwestern hast." „AVer, liebes Kind, was konnte dich denn das interessieren!" — sagte er ausweichend. „Mich? — Altes was dich angeht, muß mir wichtig feilt. Düne Familie, deine Freunde, dein Beruf. . . und von alledem weiß ich nichts — nichts!" — „Ich dachte, cs hatte uns bisher nie au Gesprächsstoff gefehlt. Zu was willst du dich um diese Dinge kümmern, die —" er stockte. ,-,Tu meinst," sagte sie langsam, mit klangloser Stimme, „ich könne da doch nie mit hinein, wo dies alles ist, also wozu mir erst davon reden?" — Betroffen und unruhig rieb -er sich die Stirn. „Liebe Ltiisane, eigentlich hast du ja recht, aber daß es so ist, dafür können mir beide doch nichts." Sie holte tief Atem und glättete mechanisch das Kleid über ihren Knien, ein bitteres Lächeln auf den Lippen. „Rein,"" sagte sie endlich, ebenso langsam, „wir könne» nichts dafür. Die Welt ist nun einmal so verkehrt. Dn liebst mich — aber da würdest mich nie, nie deinen Schwestern vorstellen. Tu bist ei» guter Mensch, Lohs, herzensgut, — aber du hast mich neulich sogar in ihrer Gegenwart verleugnet. Es war so. Tu konntest nicht anders." Tas zu hören war ihm nun wieder schrecklich. Sic hatte so eine herbe, unerbittliche Art, die Wahrheit hervorzuzerren. Wie ein dunkler Schatten kauerte sie dort auf dem Fensterbrett utkd preßte die Stirn an die Scheibe. „Kind, gib dich doch nicht so trüben Reflexionen hin, das miacht dich nur krank. Du warst doch bisher so stolz und unabhängig — ist es das jammervolle Regenwetter, welches dich so trübe stimmt?" — „Ich bitt ja im Grunde ein todunglücklicher Mensch, Lohs, das weißt du. Jetzt endlich steht das Glück in dir verkörpert vor mir und schon fällt ein Wcrmutstropfen in den Frendmkelch, — der Gedanke: Er verachtet dich!" „Wie darfst du das sagen?" — fuhr er heftig auf, „du weißt, daß ich dich achte und bewundere." ~ „Aber du würdest mich niemals deinen Schwestern vorstellen," beharrte sie unerbittlich, resigniert. Er seufzte ungeduldig auf. Weshalb schwieg sie nicht hierüber? Konnte sie es denn selber wünschen, von Anne Marie mit kühler Verwunderung, von der warmblütigen Marie Anne mit Entrüstung angesehen zu werden? _ Er trat zu ihr und legte ihr die Hand auf die Schultern. „Sieh mlal, du tutft mir oft so schauderhaft leid, Luifanel Dies elende Leben, welches du führst. . . wie ost schon bat ich, dir zu einer angenehmen und anregenden Beschäftigung behilf- lieh fein' zu dürfen, dir einen, deinen Fähigkeiten entsprechenden Beruf zu sichern. Du willst nicht." Sie sah ihn an und der Glanz kehrte in ihre Augen zurück — sie lächelte, in seinen Anblick verloren. „Liebster, du mußt dich nicht so nm mein Wohlbefinden sorgen, das macht mich nervös. Mein Wohlbefinden, das bist du!" „Eben möchte ich stark daran zweifeln." „Nein! Du sollst nicht zweifeln!" Sie sprang vom Fenster- — 50 — firett und lief an den Tisch, wo sie eilig, eine Lampe anzündele, die unter bläulichem Seidenpapicrscheiir , ein zartes ~id)t verbreitete. Stenn fr amte sie in der Tischschieblade, während, sie hastig sortsuhr: „Bitte, Loys, setze dich, sei gemütlich — ja? Ich «rin dir jetzt den Beweis liefern, wie gleichgültig es mir ist, scheint eine kompetente Dame zu sein! Habe zufällig meinem Fähigkeiten entsprechende Stellung finde. Hier, dcefer Brief — du brauchst ihic nicht zu lesen. Er ist von Maxmann, du weißt wohl, daß das der Direktor des Theaters ist? Er fragt mich, ob ich mich dem Schauspiel zürnenden wolle. Seine, Fran, — scheint eine kompetente Tenne zu sein! Habe zufällig meinen Auftreten als „Margarethe" beigewohnt und mein Spiel be- lomldert. Wenn ich gewillt fei, würde er mich engagieren." „Der Mann hat recht., Ich auch habe dich bewundert. Dein stummes Spiel war Mramidal." . „So scheint es," versetzte sie achselzuckend, „ich tonnte also Mn, da meine Stimme endgültig vernichtet ist, als Tragödin mein Stück machen." „Fsamos! — Damit wärest du in deinem Fahrivasfer. Miß- erfolg ausgeschlossen! Und im besinnst dich noch?" , , , „Ja," versetzte sie, „so furchtbar gleichgültig ist mir jetzt jalles geivvrden, was nicht in Beziehung zu dir steht. Auch die Kunst." Er schwieg verstimmt und strich sich den Schnurrbart. Ihr war wirklich nicht zu Helsen. „Loys? Sagtest du etwas?" — „Nein, aber da du mich fragst, möchte ich dir doch noch einmal ans Herz legen, daß du nicht ohne weiteres nein sagst. Tn wärst dort an beinern1 richtigen Platz. Weshalb ihn nicht einnehmen?" — m t. „Ach laß das! Die Mühsal der Vorstudien!, das Lernen der Nollen, die Unruhe — es würde mich alles vonl Gedanken an dich ablenke»." Sie sah ihn mit in Tränen schwimmenden Augcn au, flehend Und unruhig. „Nun, da verschiebe es also noch — bis später" ... er wollte hinzusügen: Wenn ich fort bin! — brachte es aber nicht ] heraus, sondern sagte statt dessen: „Es fragt sich nur, ob der Direktor so ins Ungewisse hinaus tourten will." Sie war ganz weih im Gesicht geworden. „Spater"... sagte sie tonlos — „das heißt, wenn du ttufgehört hast, mich zn lieben? Loys! Meines Daseins Inhalt bist du — und ich, was biri ich dir? — Eine Episode — eine Erinnerung — und bann vergessen!" — Sie schrie das letzte fast gellend, warf sich .über den Tisch hin und drückte ben Kopf in die verschränkten Arme. Er setzte sich nun zu ihr und begann ihr zuznreden, sie zu beschwichtigen, sie durch Zärtlichkeit unb Liebkosungen wieder aufzuheitern. Ob sie sich denn nicht liebten ? Ob ihr das nicht genüge, diese süße Gewißheit? — Ob er denn schuld sei au der Tren- taung, die ihm selbst am schwersten falle? Ob sie sich denn nicht täglich schreiben könnten? — Und dann malte er das Wiedersehen jaus — denn natürlich wird er rviederkommen, so oft er kam. Hat sie etwa daran gezweifelt? Sie muß doch wissen, daß fein Herz ihn hertreiben werde. Er sprach wie ihm zu Mute war, toie es die augenblickliche Stimmung eingab, und sie saß da, sah ihn an mit flammenden Mugen und trank seine Worte wie einen Labeirunk. Nicht daß sie an dieselben geglaubt hätte — aber sie sah, daß er glaubte, was er versprach. VIII. „Du hast tzmvz recht, liebe Mieze, es wäre besser, toenn Helmuth seinen Nachurlaub bei Euch verbrächte. Nicht wegen der stärkeren LandÜuft, wie Du schreibst, sondern weil er sich hier in Berlin in unliebsamer Weise engagiert zu haben scheint. Du verstehst. Ich weih nichts Näheres und jede Spionage ist meiner Natur unmöglich, doch bemerkte ich schon seit einigen Wochen eine gewisse zerstreute Unruhe au ihm, die deinem harmlosen Blick entging, auch gibt er, der sonst so Mitteilsame, über manche 'Zeitanwendung keine Rechenschaft und dann — aber wozu Einzel- Heiten aufzähken, ick) kenne ihn eben zu gut, als daß er vor Mir eine ihn erfüllende Bewegung verbergen könnte. Neulich bei einer Fahrt durch den Tiergarten glaubte ich ihn auf einem Nebenwege, in Begleitung eines weiblichen Wesens gesehen zu haben. Es war nur ein Augenblick des Vorbeihastens, aber ich habe scharfe Augen, und obwohl mir beide Personen den Rücken kehrten, erkannte ich Brüderchens elegante Gestalt und Früh- kingszivil. Ttes Mädchen, trotz der kalten Luft ohne Jackett, sah mir aus, wie eine kleine Putzmacherin ober Choristin — eigentlich nicht, w,as ich von Hetnrnth erwartet Hütte. Ich denke, die Langeweile, die ihn nun einmal stets fern vom Regiment plagt, hat schuld daran. Es ist ja schließlich kein großes Unglück, aber doch immerhin verdrießlich, wenn ein junger Mann fein sogenanntes Herz in törichten kleinen Liüsons verzettelt. Dabei weiß ich, daß er feit seiner Knabenzeit so etwas toie eine stille Neigung mit sich herum trägt und daß sein Lebensplan geformt ist. Er hat mir auch dies nie gesagt, aber ich weiß es und du wirst unschwer erraten, in wem sich ihm die Zukmrft verkörpert. Wir reifert morgen nach Wiesbaden. Eine Depesche ruft uns an das Krankenbett meiner Schwiegermutter, die ihr Ende nahe glaubt. Helnvuth bleibt hier. Ich muß es also Dir überlassen, ihn hier loszueisen. Es toure besser. Sein Arm ist vollständig geheilt. Anne Marie." Die Folge dieses Briefes war, daß Helmuth Loysen verstimmt unter den Linden hinschlenderte und einen heftig einladenden Brief seiner ältesten Schwester in der Hand zerknitterte und rücksichtslos in die Brusttasck)e stopfte. Konnte er denn fort? — Wäre es nicht eine Grausamkeit gegen Lui saue gewesen? Er sagte sich, daß es seine Pflicht sei, hier zu bleiben, und fühlte ebenso lebhaft, daß es seine Pflicht fei, abzubrechen und ein Ende zu machen. Aber er war ein unfreier Mensch getoorben. Dieses jämmerliche, elende Geschöpf, dem er anfangs, wie einem hungrigen Hunde einen Knochen hatte zuwerfen wollen, damit sie „sich nur einmal satt äße", hatte ihm im Laufe dieser Wochen eine Kette angelegt, die zu zerreißen ihm nicht leicht wurde. Denn abgesehen davon, daß sie ihn noch fesselte und anzog, erfüllte ihn die Besorgnis, daß sie, toenn er sie verließ, zum zweitenmal versuchen könne, aller irdischen Pein zu entgehen, und das wäre ihm fürs Leben eine Anklage gewesen. Was sollte aber werden, toenn er sie nicht verließ, toenn er, toie sie sichs in glücklichen Augenblicken ausmalten, feine Beziehungen zu ihr durch Briefe und Besuche aufrecht erhielt, toenn er diese heimliche Kette mit herüber nahm in fein schönes, stolzes, freies Leben freudiger Dienstpflicht! Undenkbar! — Das entschied. Nein, das konnte er nicht, das durfte er gar nicht. Nun, da er hierüber mit sich im Klaren war, glaubte er sich gerade berechtigt, hier zu bleiben, so lange sein Urlaub es ge- shattete. Ja, das darf er sich und ihr doch noch schenken. Also schrieb er an seine Schwester, daß sich eine Ueber- siedlung nach Bardos kaum noch lohne, bat sie, nicht böse zu sein und blieb. Er wohnte nach toie vor im Troßschen Quartier, wurde von den gut geschulten Dienstboten vortrefflich bedient und lebte sozusagen inkognito, berat seine Bekannten bekamen ihn nicht zu sehen unb glaubten ihn schon wieder in Klippingen. Statt dessen benutzte er die schönen Frühlingstage, um mit Lnisane spazieren zu gehen. Einen ganzen Sonntag verbrachten sie am Schlachtensee in tiefer, Waldeinsamkeit. Nahm er sie so mit, so litt sie auch gern, daß er sie als Gast behandelte, ließ ihn die Billetts bezahlen und suchte sich auf der Speisekarte des Wald- restanrants aus, was sie gern aß. (Fortsetzung folgt.) Drr Prinz von Homburg. Am 24. Januar 1708 starb Friedrich II., Landgraf von Hefsen-Homburg, hochbetagt als ein wahrer Vater seines Ländchens, dessen Regierung er 1681 nach dem Tode seines älteren Bruders angetreten hatte, unb das feiner tatkräftigen Verwaltung viel verdankte.. Doch der wackere Regent und Fürst würde uns heute kaum noch irgend ein Interesse einflößen, lebte nickst seine Gestalt als Held eines dramatischen. Meisterwerks unvergänglich fort, wäre nicht „Prinz Friedrich von Homburg durch Heinrich von Kleists Schauspiel ein Besitz unserer Phantasie geworden, den uns eines Dichters Größe für immer geschenkt hat. Freilich nur unserer Phantasie, denn die Wirklichkeit iit hier von der dichterischen Schöpfung uodj weiter entfernt als in Goethes Götz und Egmont. Ter Kleistsche Prinz von Homburg entlehnt nur den Namen dem historischen, ja der wirkliche ist in allem fein Gegenteil, kein schwärmender Liebhaber und weicher Phantast, sondern ein „ernster Mann von mittleren und reichem Kindersegen", kein lyrisch empfindsamer, tragisch duldender unb wachsender Held, sondern ein resoluter Lebens- meufch und derber Reitersmann. Jung war er in schwedische Dienste getreten, hatte 1659 bei der Belagerung von Kopem Hagen ein Bein verloren, das ihm durch ein künstliches ersetzt wurde unb den Beinamen „Prinz mit dem silbernen Bern eintrug. Aus kühlster Berechnung heraus heiratete er dann eine reiche Skandinavierin, die um ein Menschenalter ihm voraus war, unb kaufte mit dem eingebrachten Ehegut das traulich« Neustadt a. d. Dvsse, das er durch kolonisatorische unb inbuftneiie Arbeiten zu heben unb zu einem blühenden wohlhabenden tW Erde au machen wußte. Seit 1670 war er zum zweiten MM 51 itfe arisge- : umwallte hi Mckttcher Ehe mit einet Prinzessin von Kurland, einer Nichte Les branoenburgischen Kurfürsten verheiratet, imb diese, seine „allerlibste Frawe" Luise Elisabeth hielt den hitzigen und heraus- polfernden, häufig unüberlegten Rcitergeneral recht kräftig in Kaum und Zucht, so daß er „dahero fast die Patience verlor". Wohl besäst dieser fröhliche Kriegsmann, der in den Kriegen des Großen Kurfürst«! so rühmlich seinen Mann stand, eine gewisse Eigenwilligkeit und ein ungestümes Feuer des Angriffs, aber die Erzählung von seiner gegen den Befehl ansgesührten Attacke in der Fehrbelliner Schlacht und von der in Gnaden wieder- aufgehobenen Verurteilung zum Tode ist eine Legende, die sich erst im 18. Jahrhundert gebildet hat. Tic Briefe, die er kurz vor und nach der Schlacht an seine Krau schrieb, verbannen in ihrer burschikosen Lustigkeit diese Geschichte ins Reich der Sage und charakterisieren zugleich den Mann selbst vortrefflich Von Rathenow aus schrieb er am« 17. 3uni, am Tage vor der Schlacht: „Meine Engeksdickc, wir feint straff auf der sacht mit den Herren Schweden, sie feint hier beim basse Nauen diesen nwrgen übergegangcn^ muffen aber bei 200 Todfen zurückelasscn von der arriergnarde; jenseits haben wir bei Fer-Berlin alle brücken abgebrannt und alle übriche f;tiefte so besetzet, daß sie nun nicht aus dem Lande wieder können. Sobald unsere infanferie fonrot, soll ob Gott wolle, die gmize arnmda dran." „ES ist die schönste netton von der Welt, vor der ganzen FeindH arnmda einen so konsiderablen Ort zu gemimten," heißt es des weiteren von der Erstürmrurg von Rathenow. „Ob Gott will, folgt bald ein mehreres; hätten wir unsere Infanterie bei uns, wollten wir den Feind gut schlagen, «tritt (Sott wird schon machen. Adieu, ich kann nicht mehr schreiben: sterb' Tein treuer Mann und Diener." Die glän- -ende Aktion, die er am! „Tage von Fehrbellin" mit der Avantgarde aussührte, erzählt er am 19. seiner „Engelsdicken". „Allcrlibste Frawe! Ich sage nun E. L. hiermit, das ich gester morgen, mit einichen Tausent mann in die aiwangnart comman- diret gewesen, aufs des Feindtes contenance achtung zu haben, La ich denn des Morgens gegen 6 Uhr des Feindtes gantzer Ürtntö ansichtig wurde, der ich dann so nahe ging, das er sich muffe in ein Scharmützel einlassen, dadurch ich ihn so länge auffhielte, bis mir I. II. der Churfürst mit seiner gantzen Ecröallcrie zu Hülfe kam. Sostalten ich des Churfürsfen an- kunft versichert war, war mir bang, ich möchte wieder andre vrdre bekommen, und fing ein hartes treffen mit meinen Bor- truppen an, da mir denn Dörffling sosorth mit einichen Regi- rnentent secontierte. Ta ging es mcht lustig ein fhntbte 4 oder 6 zu, bis cntlichen nach langem Gefechte die Feitidite weichen nutsten und verfolgten tott sie von Linum bis Fer-Berlin, und ist wohl nicht viel mehr gehört morden, das eine formirfe iarmee, mit einer starken Infanterie und cauonen so wohl versehen, von bloßer Cavallerie und tragonern ist geschlagen worden . . ." „Rachdeme alles nun vvrbey gewesen, haben mir au ff der Walstatt, da mehr als 1000 Todfen nmb uns lagert, gessen und uns braff lustig gemacht." Zu irgendwelchen Konflikten zwischen deut Großen Kur- fürst und dem Prinzen von Homburg ist es also bei dem fröhlichen Reifersiege nicht geformnen, doch scheint Friedrich Wilhelm allerdings mit seiner Kavallerie nicht ganz zufrieden gewesen zu sein, denn es ist ein Brief von ihm bekannt, in dem den Regimentern, die ihren Erfolg nicht ausgennht hätten, der Prozeß angedroht wird. Ter Prinz scheint jedenfalls nicht den T-ank erhalten zu haben, auf den er gehofft hatte; er zog sich Auf ein Jahr mißmutig zurück. 1676 aber war er wieder mit seinem kurfürstlichen Herrn im Felde. Tjas Geschick hat es gewollt, daß uns auch von dem wirklichen Prinzen von Homburg eine Darstellung durch die Hand eines genialen Meisters erhalten worden ist. Am Tore des Schlosses in Homburg v. d. Höhe findet sich als dekorativer Schmuck, als sog. „schwarzes Männchen" ein« Miste des Prinzen Von Homburg von 1,20 Meter Höhe, di-e von Gurlitt als ein eigenhändiges Werk Schlüters in Anspruch genommen wird tritt» in ihrer wundervollen bildnerischen Kraft wirklich von keinem anderen damals lebenden. Meister sonst hät' K werden können. Der von einer Lockenperücke _____________ zeigt in den derben breiten Zügen eine monumentale Ruhe und doch im festen Wick, im ausdrucksvollen Mund und breitem Kinn ein machtvoll .gesundes Lebensgesühi, dem Hermelin, Feldherrnschärpe und Rüstung die gedrungene Resonanz schaffen. Rekord. Rekord, Rekord, das Modewort, Der niederträchtigste Import! Ach mir zum Tort, an jenem Ort Treibt mit dem Wort man förmlich Sport! Ja flüchtest du zum fernsten Port — Wie im Akkord rennt mit das Work. Ich werde wild und rufe: MordI Fort mit dem Wort! Werft's über Bord! H S ch st leistung ist Rekords allein s kann Leistung auch, kann Wettstreit fein, Glanzleistung, Meisterschaft und Preis, Menn man's nur recht zu drehen weiß. Oft faßt man's bei dem rechten Zipfel Mit Vorrang, Borsprung, Abgrund, Gipfel, Mit Sieg und, frischer zum Gebrauch, Mit einem Obsieg, Wettsieg auch. Auch f ü h r 'n d e Stellung, Führung geht, Wenn einer a n der Spitze steht. Wenn er den Vogel abgeschossen. Voraus ist allen den Genossen, Wenn er den Rang hat abgelaufen Dem ganzen Wettbewerberhaufen. Und wer daun „den Rekord gebrochen". Der hat den Sieger a u s g e st o ch e rk. — Wenn einer hungert, einer frißt, Wie's noch nicht dagewcsen ist, So weiß es bald die ganze Welt, Daß „den Rekord" er a u f g e st e ll t". ®ie längste Rede, die je gehalten, Der härtste Schädel, der je gespalten. Die schnellste Fahrt, die je gemacht ist, Der dümmste Titel, der je erdacht ist. Die frechste Schnute, die jemals laut ward, Die dümmste Pute, die jemals Braut ward — Das alles und viel andres mehr Stolz! heute als Rekord einher. Sagt, muß das sein in deutschen Landen? Haöt ihr mich eben nicht verstanden. Als ich das Allerweltswort mied Und euch in schlichtem Deutsch beschied? Edward Lohmeyer (Mssel). * Genie und Körpergröße. Matt kann vielfach die Veobachtung machen, daß Gewandtheit und großes Talent mit einem kleinen Körper vereint find, und daß Genies, von denen die politische oder die Kulturgeschichte berichtet, mit auffallend kleiner Gestalt verbunden erscheinen. So finden wir unter den Staatsmännern und Feldherren Attila, Cromwell, Friedrich II., Napoleon, Gantbelta, Thiers, — sämtlich sehr klein gewachsen oder von unter Mittelgröße. Ueber Jesus aus Nazareth berichtet der Talmud, er sei von sehr kleiner Statur gewesen: Paulus war ebenfalls fTcin, Luther war mittelgroß und sehr stämmig. Von bildenden Künstlern ist bekannt, daß Raffael klein, Michelangelo mittelgroß und Adolf Menzel von kleinster Figur!var. Hingegen sollen Tizian und Leonardo da Vinci von Hoher Gestalt geweseir fein. Unter den Musikern finden wir die gettialsten, von Handel abgesehen, klein gewachsen. Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Richard Wagner waren sehr klein, Schumann, Schubert und Vrahms kaum von Mittelgröße. Von Dichtern und Schriftstellern waren von mittlerer Statur: Dante; klein: Horaz, Cervantes, Rabelais; hingegen waren hoch gewachsen: Pelrarka, Bac- eaccio und Tasso. Rousseau war sehr klein, Victor, Hugo war kurz und stämmig, Heine und Heinrich v. Kleist klein und dick. Unter den Philosophen und Naturforschern finden wir Spinoza klein. Newton und Leibniz rtur mittelgroß, Kant sehr klein, Schopenhauer klein, Hegel mittelgroß^ Mexauder v. Htunboldt, Rauke und Mommsen waren kleingeftaltete Figuren. In Gemeinde- und Verwaltungsräten, politischen Ausschüssen, bei Kaufleuten, die zueinander im Kompagnieverhältnis stehen, selbst bet Schulknaben wird man in den größeren Verstand vorwiegend ber den kleiner Gebauten finden. Diese bemerkenswerte Erscheinung hat nun Dr. I. Popper zum Gegenstand eingehender ^Uitter- suchungeit gemacht: (Polftisch-anthropolog. Revue 190 c, Heft o.) Durch den Schachmeister Wilhelm Steinitz, der sehr kurze Bente hatte, kam er zu der Ansicht, daß es atkf die Länge des Rumpfes oder des Oberkörpers, entweder absolut genommen oder im Verhältnis zu der Länge der unteren Gliedmaßen an- kommen müsse. Hierin wurde er bestärkt durch eine Stelle in Homers Ilias. Dort heißt es nämlich von Ulysses und Achtlces, daß, wenn sie nebeneinander standen, Achilles über Ulysses wert hervorragte, wenn sie aber faßen, sei Achilles kleiner erichcenen.i Und dieke Bemerkung deckt sich auch mit der Beobachtung, daß die relativ kleineren Menschen mit größerer Begabung beim Sitzen höher über ihren Sessel hervorragen, als die großer gewachsenen, unfähigen. Also.: je länger der Oberkörper eines Menschen im Verhältnis zu seinen Beinen ist, desto größer, sagt Popper, ist seine Begabung (Goethe, Bismarck, Lassale). Was nun die physiologische Bedeutung eines großen Oberkörpers/ resp. eines langen Rumpfes anlangt, so kann es sich 8er offenbar nur um die Hlolle handeln, die Herz, Lunge und dre Ver- daunngsorgane bei dem ganzen Lebensprozeß, insofern er auf den Jntellett Bezug hat, spielen. Es darf also wohl lircht bezweifelt werden, daß alle diese für die Blutbereitung und dre Kraft des Blutumtriebes so wichtigen Organe hierbei nrchr, wie. wir es bisher zu tun gewohnt sind, neben dem Gehirn — 52 — ganz vernachlässigt werden dürfen. Möglicherweise i|t auch die zn große Bevorzugung des Gehirns und Vernachlässigung der anderen Organe (des Rumpfes) daran schuld, das; alle Wägungen, Messungen und Studien der Windungen an den Gehirnen genialer Männer zn keinen; Ziele führten. Nach alledem erscheint cs erwünscht, daß durch Messungen an Schulkindern in io. sichere Ausschlüsse über die dargclegte Regel, welche zweifellos auch tu Bezug aus das Rassenvrvblem nicht zu unterschätzen ist, gewonnen werden (Umschau.) * Eine französische Vermög eilsstatistrk. Der Direktor des Pariser Statistischen Amtes, Dr. Jacques Bertillon, gibt einige interessante Zahlen über die französischen Vermögensverhältnisse und die Bevölkerungsziffern bekannt. Nach seinen Darlegungen besitzen % aller Franzosen im Alter von 50 Jahren Ersparnisse; aber in weitaus den meisten Fällen ist das Vermögen nur winzig; die Hälfte der Erbschaften geht über 1600 Mark nicht hinaus/ Von 770 000 Personen, die im Jahre 1905 starben, haben nur 1343 ein Vermögen von über 400000 Mark hinterlassen. 6257 besaßen ein Vermögen von 40 000 bis 400 000 Mark. Gegen 7000 hinterließen 40 000—80 000 Mk., 326 000 weniger als 8000 Mark. . . In Paris liegen die Verhältnisse hinsichtlich der größeren Vermögen günstiger, bei den kleineren Erbschaften dagegen unverhältnismäßig schlechter als in der Provinz. Hinterlassenschaften von über 80000 Mark sind drei- oder viermal zahlreicher in der Hauptstadt als auf dem Lande. Dr. Bertillon kommt dann auf den Bevölkerungsrückgang Frankreichs zn sprechen. Vor hundert Jahren stellte das französische Volk 27. Prozent der Bevölkerung Europas; heute ist diese Zahl auf 11 Prozent zusammcngeschrumpft. „Unser politischer, ökonomischer und intellektueller Einfluß ist nicht mehr der gleiche, wie vor hundert Jahren und in diesen Zahlen liegt das Geheimnis." Der Wohlstand eines Landes hängt nicht allein von der Fruchtbarkeit des Bodens und von beit Fortschritten der Industrien ab. Bor allein ist die Zahl der Arbeitenden in Rechnung zn setzen. „In Frankreich ist die Bevölkerung ein halbes Jahr stationär geblieben und unsere wirtschaftliche Lage hat sich kaum geändert", während in anderen Ländern der Wohlstand mit dem Anwachsen der Bevölkerung Schritt gehalten hat. * Die Riesenschlange als Friedensstifter. Ans Asmara in Abessinien wird dem „Corriere della ferro" ein Vorfall berichtet, der einen amüsanten Beitrag bildet zur Kennzeichnung der Macht des Aberglaubens, die selbst tm äthiopischen Reiche sich bisweilen ;u>ch stärker erweist, als die Autorität des Negus. Im vergangenen Jahre lies; der Statthalter von Amba Amba«, Averra Agos, einen benachbarten Tistriktchef, einet; Günstling Mcneliks, ermorden. Ter Negus ließ den Uebeltäker absetzeu und unterstellte dessen Gebiet dem Statthalter Garasellasi von Adua, aber Averra Agos schien nicht gesonnen, so ohne weiteres seine Macht niederzulegen und Garasellasi musste sich zu einem regelrechten Feldzug bequemen. Agos widerstand und nach zwei- wöchentlicher Belagerung mußten Garasellasis Soldaten sich einstweilen zurückziehen, um sich Nahrungsmittel zu verschaffen: als sie die Belagerung wieder aufuehmen wollten, stand ihnen ein neuer Gegner gegenüber. Agos hatte sich dem Statthalter Ghesseso von Semeen ergeben; Ghesseso ist als ein sehr eigenwilliger, trotziger, unbotmäßiger Führer berüchtigt und auch diesmal scheute er keinen Augenblick davor zurück, die Situation für sich auszuuützen und dem Befehl des Negus mit Waffengewalt zu trotzen. Averra Agos hatte Ghesseso herüeigernfen und ihm seine Stützpunkte nach vorheriger Absprache ausgeliefert. Eine prachtvolle Scheinfusillade war dem vvrhergegangen und Averra Agos machte nun glauben', daß er einen überraschenden Gewaltstreich zum Opfer gefallen. Inzwischen währte der 'Kriegszustand im ganzen Distrikt fort: in allen Schlupfwinkeln, in allen festen Plätzen liegen Ghessesos Truppen, von den Soldaten Garasellasis belagert. Monate gehen ins Land, keiner der Gegner erringt einen Mrteil, keiner denkt daran, einen Schritt zurückzuweichen. Der dkegus ist höchst ungeduldig, aber macht gute Miene zum chvsen Spiel und vermeidet es, von Amba Ambara zu sprechen. Da, an einem schönen Oktobertag. geschieht das Wunderbare, $3in Lande taucht eine gewaltige Schlange, eine Riesenschlange, EN man hat es gesehen, wie sie in eine Hohle, kriecht, an; Fuße dcs Hügels, auf den; die Hauptfestung Ambas liegt. Der iEindruck des Geschehnisses ist grenzenlos, alles zittert, nächt- Licherweiw von dem Ungeheuer erdrosselt zu werden. Was kein Wefehl Mcneliks, was kein monatelanger Kleinkrieg vermochte, .diese Schlange bringt es zuwege. Das Gerücht von ihrem' Erscheinen eilt durchs Land, seit den Tagen König Theodors hat man tu Amba kein solches Ungetüm gesehen, die Phantasie, feer 'Aberglaube tun ein Uebriges, die Schlange wird zum Symbol, zu einem Gotteszeichen und ein Grauen beschleicht die wackeren Kämpen. Ghessesos Truppen ziehen ab. Bald glückt es indessen, die Boa zu erlegen. Nach langwieriger Beobachtung ihrer Lebcns- gewohnheitcn gelingt es einigen Wagemutigen, eine Steinmasse über das satte, träge Reptil zu stürzen und die Schlange wird zerschmettert. Das wird zum neuen Symbol des Himmels; so wie diese Schlange werden alle zu gründe gehen, die stakt in Frieden und Eintracht zu leben, kämpfend einander befehden. Und alsbald herrscht in Amba Frieden und Eintracht. * Schutz des Elefanten in Afrika. Der französische Gelehrte G. Basse bringt interessante Mitteilungen über das Schicksal der afrikanischen Elefanten, über deren allmähliche Ausrottung auch schon von deutscher Seite, z. B. jüngst von Hans Dominik, Klage erhoben ist. Die unglücklichen Dickhäuter werden von einer ganzen Armee schwarzer und weißer Jäger auf das schonungsloseste verfolgt und die Zahl der jährlich getöteten Elefanten kann man mif wenigstens 25—3ÖÖ00 beziffern. Ta nun die weiblichen Elefanten nicht vor dem sechzehnten Jahre Junge bekommen und höchstens nach zweieinhalb Jahren wieder Junge zur Welt bringen, so nimmt die Zahl der Elefanten reißend schnell ab. Basse glaubt, daß dem entgegen gearbeitet werden könne durch Einführung einer ähnlichen Gesetzgebung in den französischen Kolonien kvie in den deutschen und englischen, in denen zur Erlegung zweier männlichen Tiere ein teurer Erlaubnisschein notwendig ist, für das Schießen jedes weiteren Tieres ein neuer kostspieliger (Erlaubnisschein gefordert ivird und di« Tötung eines weiblichen Tieres mit beträchtlicher Geldbuße bestraft wird. Das wirksamste Mittel aber wäre eine international« Organisation, die dieses Werk des Schutzes durch allgemeine Verfügungen regeln und in bestim-mten Zeiträumen die Jagd für mehrere Jahre verbieten müßte. * Aus der Gesellschaft. „Die Silvesternacht verbringe ich' immer äußerst lustig! Ta lesen mein Mann und ich die Nenjahrsrechnungen, die unsere Lieferanten schicken, und da lachen wir uns regelmäßig halb krank!" * Kindermund. Der kleine sechsjährige Knrk soll, wie gewöhnlich, das Abendgebet sprechen, ehe die Mutter ihm Gute Nacht sagt. Ein sehr lebhaftes Kerlchen wie er ist, fragt er: „Sag', Muttchen, warum muß ich eigentlich immer beten: Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen, als du allein; laß mich doch mal beten: Ich hall' einen Kameraden." Zur Winterszeit.") In tiefem Traum liegt Feld und Wald. Des Wiuters filbcrwetBe Hand Legt sich mit festem eif'gen Druck lieber das weite, weite Land. Da lauscht manch Herz dem Flügelschlag Ter Euglein, die von; Himmelszelt Jetzt in des Winters Friedenszeit Gott hat gesandt der Erdenwelt. Und manchem kommt int Tämmerschein Ter Traum der sel'gen Kinderzeit, 911*3 fei die Welt noch licht und schon, Voll Mürchenglanz und Herrlichkeit. Das ist die Stille vor dem Blühn, Bis bei der Frühliugölüite Wehn Tie dingen, noch von Tränen trüb, Tes Frühlings holdes Wunder sehn. *) Aus „Heimailieder" von Clara Schobest, Verlag von R. Zacharias in Magdeburg. Goldene Worte. Wer keine bitteren Erfahrungen und kein Leid kennt, der hat keine Maliee, und wer keine Malice hat, bekommt nicht den Teufel in den Leib, und wer diesen nicht hat, kann nichts Keruhastes arbeiten. Gottfried Keller. Men Liebe zum Berus durchdringt, Tcn er sich selbst erkoren, Tcn; geht, auch wenn er glücklos ringt, Doch nie ein Tag verloren. '• Greis. Charade. Tie erste ist ein männlicher Vorname, Die. zweite ein Ort in Baden, Das Gai^e ein Ausländer. Auflösung in nächster Nummer? Auflösung dcs Silbenrätsels in voriger Nummer: 0111 n ■: n Redaktion: B. Wittko. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.