1908 Samstag den 22. August IBM Der Dorskönig. Roman von Karl Böttche r. (Nachdruck verboten.) 1. K apitel- Von den Waldhöhen erklang cs wie Donnerkrachcn. Manch- mül war es ein scharfer, kurzer Knall, dann wieder ein langes, poliertes Brummen und plötzlich ein unaufhörliches Knattern wie Kleingewehrfmer. In der Gesindestube steckten sie die Köpfe zusammen. Alle lauschten denk grausigen Naturschauspiel. Der alte Elan, der Kutscher, stand auf und öffnete die Tür. Der fernklingende Lärm' erhob sich sofort MM betäubenden Gepolter. „Wie bei Waterloo!" sagte der Alte und starrte dann in die düstere Nacht. — Trotz des weihen, weichen Schnees, der in zackigen Riesenflocken niederrieselte, sah man nicht zwei Meter weit. Von Osten her blies schneidender Wind, —- ab und zu eine Schneewelle in die große, niedrige Stube treibend. Der Müllerbursche kroch vom' Ofen fort, wo er bisher gehockt hatte, und schlich zu Elan unter die Tür. Er sagte etwas zum Alten, doch des Donnerlärms wegen verstand dieser kein Wort. Elan beugte sich nieder, und Herald, der Bursche, schrie ihm! ins Ohr: „Was ist das für Krachen? — Sind das die Grenzteufel, die heut zu Silvester Waldfest feiern?" „Du Dumstter! — — Schneebruch — nichts tote Schneebruch!" — — antwortete Elan und hielt dann sein linkes Ohr lauschend in die Nacht hinaus, während drin am ungehobelten Eichentisch die böhmische Magd immerfort murmelte: „Joseph Maria, — heiliger Alvys', steh uns bei!" „Mir ist's," meinte jetzt Elan, „als läuteten drin in der Stadt die Silvesterglocken." Der Vorspannknecht griff zum Glase, in dem rot-gelbe Brühe dampfte, und trank daraus. Dann reichte er cs dem Obermüller, dieser Herald und der Müllerbursche endlich trug es zum alten Elan. „Ich trink nit solches Zeug, — du Dunüner!" — Herald nötigte nicht zum zweiten Male Und trank begierig den heißen Trank. „Bei uns int Niederlande ist doch Silvester schöner als hier oben," sagte er und zog fröstelnd die Schultern hoch. „Und bei uns im Böhmerlande allweil auch! — Da ging um zwölf in der Nacht das Glückwunschlaufen an zur Herrschaft und da gab's Küchen und Grog! — — Aber hier, — hier kümmert sich kein Mensch um einen. —• — Joseph Maria, — heiliger Aloys, steh uns bei; nicht mal ein anständig Stück Blei kriegt man zum Figuren gießen!" „Bei uns regiert um Mitternacht das Gold und nicht das Blei.--* Der Herr drüben zahlt das Geld, —: da schaut's!" Auf diese Worte des alten Kutschers drängten die anderen zur Tür und blickten hinüber nach dem massiven Herrenhause. Die großen Spitzbogenfenster des Erdgeschosses waren hell erleuchtet und ließen freien Einblick in das Parterrezimmer. Elan hatte recht. Am Tische saß der Herr, gebückt, mit vorgestrccktem Kopfe, und er wühlte in Gold und Scheinen, die er aus einem1 eisernen Kasten nahm. Die Zuschauer in der Gesindestube standen wie erstarrt. Das Gold bannte sie, sein Anblick machte sie fiebernd- Da ertönte, erst ganz zaghaft und leise, dann wie langgezogenes Wimmern, ein Glöcklein durch die Luft. Das Krachen des Schneebruches hatte ein wenig nachgelassen, so daß man das Glöcklein deutlich vernahm: Durch die Lauschenden ging ein Beben und Zittern, denn ein jeder wußte von der Bedeutung der Glocke. — Viele, viele Male war an Winterabenden von der geheimnisbollen Toten- glocke oben im Ecktürmchen erzählt worden, von der Totenglocke, uM die ein Leichentuch gehüllt sei. Alle wußten: wenn zu Silvester dieses Glöcklein. seine Stimme tönen läßt, niuß im kommenden Jahre eins im Orte sterben. Aber bisher hatte außer Elan noch niemand die Glocke läuten hören. — —■. — Und nun vernahmen sie e§' alle; ganz deutlich klang von oben herunter das klagende Stimmchen. „Die Tvtenglocke!" sagte Elan dumpf. „Die Dotenglocke!" wiederholte ein jeder des Gesindes mit geheimem Grauen. Auch drüben der Herr, der alte Guttermänn, mußte das Läuten vernommen haben; denn lauschend hob er das Haupt. Deutlich sah man sein scharfgeschnittenes' Profil, die vorspringende Nase, den eingeknifsenen Mund mit den schmalen Lippen. Er stand auf, raffte mit beiden Händen das Gold auf und toarf's in den eisernen Kasten. Dann reckte er sich, den linken ArM eingewickelt, und den rechten weit von sich gestreckt. Mit einem Ruck stand er gerade und aufrecht, eine Gestalt voll Energie und Kraft, in jedem Zug', in jeder Bewegung eilt Herrscher, ein Despot, dem das eigene „Ich" alles ist, der Rücksicht auf andere nicht kennt. Die Leute aus der Gesindestube zogen sich sofort zurück. Nach wenigen Augenblicken trat der Herr mit einer Windlaterne aus dem Herrenhaus und schritt über die Straße in das kleine Gesindehaus. Noch iminer heulte die Totenglocke- Als Guttermänn in das Zimmer trat, herrschte tiefes Schweigen. Kein Gruß ward gewechselt- „Dorias?!" — — Das war der Borspannknecht. „Herr?" , । ; „Wecke die böhmischen Knechte; sie müssen noch- vor Mittel nacht mit ihrer Mehlfuhre den Berg' hinaus!" Dorias erbleichte. „Herr, bei dem' Wetter!" „Schweig! — Was in einer halben Stunde noch in meinest Fluren ist, gehört mir!" Der Knecht widersprach nicht. Man wußte, der Herr spaßte nicht, — man wußte, daß er durch solche Manipulationen seinen' Reichtum erworben. Der ganze Ort wär sein, ein jeder ich Ort stand in seinen! Diensten. So lange Mühlwinkel stand, so lange es Mühltoinkel gab — so lange wären sie auch in Guttermannschen Diensten. Er. 522 hatte i>en Ort gegründet, "als er die Mühle kaufte und das Mühlgut. Das Volk klebte an der Scholle, die Kinder würden wieder für die Herrschaft erzogen, — es herrschte freiwillige Leibeigenschaft. --3d Dorias ging fluchend zur Scheune und weckte die böhmischen Fuhrleute, und fluchend machten sich diese bereit. Was würde ihnen heute der Vorspann wieder kosten? Der Vorspann, das war des Alten Trick- Von Böhmen herein brachte man auf alten, holprigen Straßen das goldgelbe Körn zur Talmühle Guttermanns. Der kaufte jede Quantität, und er zahlte gleich: aber nicht mit Geld, sondern mit Mehl. —• Und die böhmischen Bauern waren froh, wenn sie so ihr Getreide los wurden; denn ihre Felder trugen reich, und das Mehl verkauft sich leichter als das Kbrn. Guttermanns Mühle lag im Talkessel, nach allen Seiten strebten steile, dichtbewaldete Höhen empor. Ohne Vorspann kam mau nicht den Berg hinauf. Den Vorspann stellte Guttermann, seine Pferde zerrten die Fuhre bis auf die Höhe. Doch vorher müßte dieser Dienst bezahlt werden, und zwar mit Mehl. Der Preis war ein schwindelhaft hoher und nicht selten nahm Guttermann den vierten oder dritten Teil der ge- famterr Ladung wieder weg. Nach kurzer Zeit stand der Planwagen, beladen bis oben huf, zur Abfahrt bereit. Dorias mit seinem Viergespann stand am .Hoftor. Noch imüier krachte es in den Wäldern, noch immer rieselte der Schnee hernieder und deckte fußhoch den Boden. Der Herr trat auf den Hof. „Heut wird's eine schwere Fuhre," sagte er zu den mischen Knechten, — „unter zehn Sack kann ich euch nicht Vorspann geben!" Die Fuhrleute schwiegen in finsterer Wut. „Euer Ueberlegen dauert mir zu lange — jetzt kostet der Vorspann schon zwölf Sack!" ,',Lad ab, Blutsauger!" schrie der Fuhrmann und deckte die schwere Plane zurück. Das Schimpfwort verdroß Guttermann wenig. Er sprang selbst auf den Wagen und zerrte die Säcke herunter, die der Obermüller in Empfang nahm und in die Mühle karrte. Der Fuhrmann stand zähneknirschend dabei und zählte, weil er wußte, daß Guttermann sich gern verzählte und oft eine Zahl zweimal nannte. Unterdes spannte Dorias seine schweren Pferde vor, nnd unter Rufen und schreien ging es die Waldstraße hinauf. Die Küechte müßten noch tüchtig in die Speichen greifen, mußten oft den Wagen stützen, wenn er in ein ansgefrorenes Loch geraten war. Der Mühlherr stand am Hoftor und blickte ins Leere- Das war wieder ein Verdienst und kein geringer. Sein Ver- mögeil schwoll ihm an unter der Hand. Aber hente freute ihn das nicht. — Das Totenglöckchen war daran schuld- Sein klägliches Gewimmer gemahnte an das Ende des Ganzen. —- Ob er dann oben mit Mehlsäcken zahlen konnte, was er unten ver-, schuldet?! Ihn grauste es; — dann packte ihn der Zorn wegen der Glocke da oben. Morgen bestimmt mußte sie weg, das ganze unheimliche ,Erkertürmchen sollte fallen. GntternMnn achtete nicht auf die eisige Kälte. In seinem Herzen war es kälter, ihn fröstelte von innen heraus; das kalte schwere Gold hatte jeden warmen Funken drin erstickt. Er schnitt bis zum Kdpf der steinernen Brücke, die über den Fluß führte. Unten wälzte sich das schneegesättigte Wasser schwerfällig fort, vom Ufer riß es eckige Eisfetzen ab, die dann mit dumpfem Krach an den Pfeiler stießen. Das lange, breite Dach da drüben am' anderen Ufer, das fast bis zur Erde reichte und darunter! die niedrige Hütte, — das war fein Vaterhaus. Ost trieb es ihn nachts vom Lager; mit magischer Gewalt zog es ihn hierher an den Brückenkopf, und dann starrte er trübe sinnend auf sein Vaterhaus. —-. Als Müllerknappe hatte sein Vater drin gÄvdhut; dort, unter dieseni Dache waren die ersten Taler gespart worden, und als er das Erbe antrat, waren 1600 solcher harter Dinger sein. Danut hatte ev gewirtschaftet, schon jals 20 jähriger junger Mann- Alte Bilder stiegen in ihm' auf: Wie er vor dem greisen Pfarrer der Stadt gestanden, der für seinen Sohn eine Schuld zahlen müßte, wie er den Schein auf tausend Taler in der Hand hielt und er bloß achthundert aufo Kühlte; — wie ihn das auf deut Rückwege gereut hatte und er Mkehren wollte, feineij Wstckx.r rückgängig zu machen; aber die '00 Taler, die in seiner Tasche verblieben, waren so schweb gewesen und der Tag so heiß — da ist er heimgegangen. So hatte sich sein Besitz vermehrt und schon mit 25 Jahren war er Herr der kleinen Talmühle. Jetzt war sie die größte in weitem' Umkreise und er ein reicher Mann dabei geworden — und ein alter Mann. Guttermann lehnte noch immer am Brückenkopf, — schon langst hörte er nichts mehr vom Krachen des Schneebruchs, seine Gedanken waren weit, weit zurück. Er streichelte mit der Hand über den Steinblock. Der war kalt, und an seinen Fingern klebte Schnee. Wie gern streichelte er über den Stein; denn hier hatte sein Weib zum letzten Male gesessen und mit sehnsuchtsvollen Blicken hinüber nach denk Herrenhaus geschaut. — Sein erstes Weib, die treulich mit ihm gedarbt und geschafft hatte, die seinen Reichtum! mitbegründet und die er dann verstieß, Vertrieb — als die dunkeläugige Schenkmaid aus dem Schützenhaus drin in der Stadt hier einzog und sein Herz eroberte- So lange ist das schon her, — an die 25 Jahre, und so lebendig steht ihm! alles noch vor der Seele. Zaghaft blickte er hinauf nach dem' Erkertürmchen. Bon dort oben hatte er ihr nachgeblickt und dann in der Erregung mit dem! Kopfe an die Glocke gestoßen- Die gab einen kläglichen, wini- mernden Schrei — gerade löte jetzt. — Damals war auch Sil-- vesteruacht gewesen.-- „Morgen kommt die Glocke runter samt dem Turme," murmelte Guttermann und ging endlich ins Haus. Er wußte jetzt wirklich nicht, ob die Glocke noch lautete, oder ob er es nur in seinem' Innern vernahm, das Nagen und Wimmern und Anklagen?!! — — — ** (Fortsetzung folgt.) Die Mche von GrchM-rmöen. (Originalartikel der „Gieß. Fam'.-Bl.") Unter den Dorfkirchen Oberhessens ist kaum eine so berühmt geworden, wie die l' ' ~ ; Großen-Linden- Das verdankte sie allerdings wesentlich einer dekorativen Zutat, der sich in ganz Deutschland nur weniges vergleichen läßt, den Skulpturen ihres Portals- Es ist etwa ein halbes Jahrhundert her, daß v. Ritgen die Aufmerksamkeit einer Architektenversammlung auf dieses merkwürdige Portal lenkte nnd Professor Valentin Klein in Gießen! ein tiefsinniges, leider nur viel zu tiefsinniges Büch über die Bedeutung und Symbolik seiner Bildwerke schrieb- Die überaus primitiven, zum Teil kindlichen Formen, dieser Steinplastik, die Dunkelheit und Verworrenheit der Darstellung, in "der neben' ausgesprochen kirchlichen Gestalten von gewohnter mittelalterlicher! Typik heidnisch Germanisches vorzükorninen schien, bestimmte jene beiden Forscher zu der Annahme, daß dieses Portal und damit' auch die Kirche, mit der es zweifellos gleichzeitig ist, schon im 9- Jahrhundert entstanden, also wohl das älteste Gotteshaus des seit dem Ende des 8. Jahrhunderts in Urkunden erwähnten Linden: fei- War diese Datierung richtig, so besaß Großen-Linden ein Bau- und Bildwerk von ganz hervorragender kunstgeschichtlicher Bedeutung, ein vollständiges, in sich geschlossenes Skulpturwerk aus einer Zeit, deren Plastik uns sonst nur in dürftigen Bruchs, stücken bekannt ist. Und dann gewann auch die auffallende Bildung der Fassade mit ihren dicken Rund türmen an den Ecken eine! besondere Bedeutung; Man durfte sie mit der Fassade der Aachener! Pälastkapelle Karls des Großen vergleichen und den Schluß wagen, daß diese FassadenforM in karolingischer Zeit weitere Verbreitung! gefunden habe- Es dauerte Jahrzehnte, 'bis die kühne Hypothese, die ssus der früher kaum beachteten Dorfkirche eines der wichtigsten Monumente alter deutscher Kunst, ein Seitenstück zur Torhalle von Lorsch und den Einhardsbasiliken machte, einer schärferen Prüfung! unterzogen wurde- Die jüngere Forscher'generation, die mit viel reicherem Bergleichsmaterial arbeiten konnte, mußte die hohe Alter-, kümlichkeit der Skulpturen und damit des ganzen Baues bestreiten, mußte die unbeholfenen Gestalten des Portals als Werke! einer zurückgebliebenen, ländlichen Kunst auffassen. Das war ein großer Schmerz für die Verehrer der alten Ansicht- Ein! kurzer Kampf entspann sich!, in dem die neue Richtung leichtes Spiel hatte; die Datierung in die Karvlingerzeit fiel weg, die! Skulpturen waren int 12-, frühestens im 11. Jahrhundert entstanden- Aber damit waren die Probleme, die in diesem Kirchenbau! steckten, keineswegs. erledigt. Es blieb die geradezu singuläre Fassadenform, es blieb die wichtige Frage, was denn diese roten! Steinskulpturen des Portals bedeuten sollten- Und jetzt kaM der Forschung das Bedürfnis des Tages zu Hilfe- Die Kirche war zu klein und ihre RauMausüützung lange nicht so vollständig/ wie ,sie hätte sein könnett; sie verlangte neben Mancherlei tief-; greifende^ Aenderun'gen und Reparaturen eine bedeutende Erweiterung- In Anbetracht der Wichtigkeit des Baues kaM der Staat der Gemeinde zu Hilfe, nahm aber auch die LeiUmg dO 523 NMes in die Hand, die in stetigem Einverständnis mit der Denk- Malpflege sich vollzog. Nun gibt es ohnehin keine besondere Gelegenheit, Organismus und Geschichte eines Bauwerkes kennen zn lernen, als eine solche Umgestaltung und Erneuerung, bei der das Gefüge der Wände, der Untergrund des Fußbodens, die Kvnstruktion des Daches freigelegt wird und der Kenner! bequent übersehen und ablesen kann, was er sonst aus einzelnen! zufällig hervortretenden Merkmalen mit Mühe sich zusammen-? setzen muß- Und hier kam bei Gemeinde und Regierung der ausgesprochene Wunsch hinzu, diese auf lange Zeit letzte Ge-- legenheit zu möglichst vollständiger Erforschung der Baugeschichte des Gotteshauses auszunützen. So sollte auch int Innern der Kirche gegraben und die Spuren einer etwaigen älteren Raum- ?einteilung ausgesucht werden- Vor- altert hoffte man im Innern, nach Entfernung des Verputzes, die vermauerten Türen der beiden Fassadentürmd zu finden, durch diese Türöffnungen den Schutt, mit dem man sie bis zu ihren kegelförmigen Michern hinauf angefüllt wußte, herauszuschaffen und die zylindrischen Hohlräume Zur Aufnahme von Wendeltreppen für die neuen Emporen leicht herzurichten. Es kant alles anders als man erwartet hatte- Allerdings erkannte män in Empvrenhöhe, gerade in den inneren Ecken der Westwand, etwa Mannshohe Mctuerstücke von unregelmäßiger Fügung, als man sie aber beseitigte, stieß man keineswegs auf lockeren Schutt, sondern auf ein kompaktes Gußwerk, das sich von dem Bruchsteinmantel der Türme kaum unterscheiden liefe. Keine Spur also von ursprünglichen Türen; irrt Gegenteil, man hatte hier später einmal Türen einbrechen wollen, aber davon abgestanden, als Man die Türme mit so kompaktem, schwer zu beseitigendenk Füllwerk ausgegossen fand- Diesmal ließ man sich Mühe und Kasten nicht verdrießen, denn um auf den Emporen selbst Raum zu gewinnen, brauchte man sehr notwendig die Turmtrcppen- Man befreite also, vom Dachboden ausgehend, das Innere beider Türme von diesen Stein- und Mörtclmassen, fand die Mauern zwar unregelmäßig gefügt, aber reichlich fest und ferner brauchbar und hatte sie nur durch je zwei Türen, außen im Portal-, innen in Empör en höhe, zu durchbrechen, und mit steinernen Wendeltreppen zu versehen- , Bei dieser ganzen Arbeit sand sich überraschenderweise nur ein einziges Stück künstlich bearbeiteten Steins, ein Fragment eines mit Rundbogenfries geschmückten kleinen Beckens, wohl eines Weihwasserbeckens, also eines romanischen Werkes des 12- oder 13. Jahrhunderts. Zur Datierung der Türme oder ihrer Füllung half dieser Fund leider nichts; denn was kam darauf an, zu Ivissen, daß man sie nicht vor dem 12. Jahrhundert ausgesüllt habe. Dagegen war viel beachtenswerter, daß die beiden Rundtürme nirgends mit dem Mauerwerk des Langhauses in Verband standen und daß die in die Türme hiikeiirragendeir Mauerecken noch frischen, Hellen Vechntz aufwiesen; die Türirte waren also sicher nachträglich, doch aber! bald nach Vollendung der turmlosen Fassade angebaut, derselben Fassade, die als integrierenden Bestandteil, weder als älteren Rest noch als spätere Zutat, das Portal enthält- Spätromanische oder frühgotische Türme sind es also, die sich wie mächtige Eckstrebepfeiler an das Kirchcngebäude lehnen; aber cs wäre seltsam, wenn man so bald eine Verstärkung und gar eine so ungewöhnlich kolossale, der Fassadenmäner nötig gefunden hatte. Es sind wirkliche Türme, nur ausschließlich vom Dachboden, also nur in ihrem Helm zugängliche Türme, die, wie die ziemlich hohe Kircbihofsmauer verrät/ als Wart- und Verteidigungstürme für Kirche und Dorf dienen sollten- Karolingisch aber sind Türme und Fassade nicht- IM Innern des einfach saalförmigen Langhauses fand sich keine Spur voll Stützen, die Kirche war also von jeher nur ein» fchiffig, ursprünglich mit flacher Balkendecke, die im 18. Jahrhundert durch eine etwas höher gelegte Vontendecke ersetzt wurde- Man fand mehrere, nicht besonders alte Gräber, die wenig Bemerkenswertes enthielten- Dann aber traten hinter der Fassadenwand und in dem rechteckigen Chor sehr merkwürdige Fundamente zutage: hier eilt halbrundes, aus dem! hervorging, daß einst an den Turm mit seinem als Altarraum dienenden Erdgeschoß in voller Breite eine halbrunde Apsis sich anschloß, die erst in spätromanischer Zeit einem rechteckigen Chor weichen mußte; dort eine guer an die Fassadenwand sich? anlehnende Grundmauer, die für einen Turm zu schwach und in der Grundrißsorm nicht passend, für einen Einbau irgendwelcher Art jedenfalls zu stark ist- Hier liegen Reste eines Älteren Kirchenbaues vor, der von denk skulptur'en-- geschmückten Portal noch nichts wußte- Und demselben älteren Bau müßte man die Fundamente zuschreiben, die tm Westen, Süden und Norden zwischen den Turmpfeilern liegen, wahrend! das Turmviereck von der alten Halbkreisapsis im Osten durch kein Fundament getrennt ist- Es hat also hier vor der spatromanischen Zeit, der die erhaltene Kirche und ihr Portal an-, gehören, in der Tat einen älteren Kirchenbau gegeben, von dem nur zwei Komplexe deutlich erkennbar sind: , das Turmviereck mit der nach Osten anschließenden Halbkreisapsis und, genau in der Achse des Turükes, aber erheblich weiter westlich, ein guer-? liegendes Rechteck, dessen Westseite in der erhaltenen Fassade liegt- Der Befund ist so ungewöhnlich!, daß auch! eine ungewöhnliche Erklärung erlaubt sein wird- Ich wage das westlich« Fundament für has einer kleinen Torhalle zu erklären, durch! b.ie man einen. Borhof der nur aus Turük und Apsis bestehenden Kapelle betrat; die Umfassungsmauern dieses Vorhofes denke iH mir genau int Zuge der jetzigen Kirchemnauern errichtet und nach innen mit hölzerner Halle versehen, die an die Torhalle anschloß und dieser gegenüber zugleich den Eingang der Kapelle schützte. Also eine bescheidene Kapelle, wie sie für so frühe Zeit genügte, doch aber ein größerer umhegter Raum für zahlreiche Andächtige, die bei größeren Festen sich hier zusammenfinden mochtew Das wäre int Prinzip die Anlage der Einhardsbasilika von Steinbach, und der verschwundenen Basilika von Lorsch, von der eben nur die Tvrhalle in her Achse des Kirchenbaues erhalten ist, und in ganz anderem Sinne, als man früher meinte, würde der Großen-? Lindener Bau in karolingische Zeit hinanfrücken- Während so auf die Bangeschichte der Kirche, mag die vorgeschlagene Deutung der Funde richtig sein oder nicht, ein ganz neues Licht fällt, steht das altberühmte Portal noch auf dem alten Fleck- Zunächst im wörtlichen Sinne: man hat daran gedacht, es zu heben, da der Boden außen und innen jetzt beträchtlich höher liegt, aber man scheute schließlich vor so starkem Eingriff zurück und glich den Höhenunterschied durch Stufen aus- Dafür ist durch Beseitigung des Schwellsteins — es war, die Deckplatte des mittelalterlichen Altars! — das Portal in seiner ganzen Höhe und gefälligen Proportion freigelegt, uiid die sknlp- turengefchmückten Gewände wachsen nun wieder aus den schlichten roManischen Basen empor, die ein früherer Umbau ganz unterdrückt und verborgen hatte- Ein Schutzdach zieht sich um den! Portalbogen herum und wird es in Zukunft vor den Unbilden des Wetters nach Möglichkeit bewahren- Aber Mit der Deutung der Skulpturen sind wir keinen Schritt weitergekommen- Da stehen sie immer noch? an den Gewänden, der Bischof, die Träger des Kreuzes und der Prozessionsfahne, der Zimmermann mit Beil und Winkelmaß, der Baumeister mit Schlüssel und Hebezange, alle die Gestalten, die nach einer tieferen Deutung gar nicht zu verlangen scheinen- Aber schon der Schlüssel-, träger gilt manchem vielmehr als Petrus, und bann tritt em keulenbewehrter Drachenkämpfer auf, der weder Michael noch Georg zu heißen verdient, und irrt Bogen über den tier- und menschenverschlingenden Löwen sieht man wunderliche Szenen dar-, gestellt: eine Enthauptung vor Zuschauern, eine Schmiedeizene, fahrende Wagen, einen Jäger, der mit drei Hunden einen Ha;eN hetzt. Ist das alles Genre ober. Historie oder Legende? Von den urgermanischen Stoffen hat fich kaum etwas gehalten; aber die Legende ist nicht viel besser daran. Ein ernstlicher Versuch des Großen-Liubener Pfarrers Schulte, tiefe Szenen in der Legende des h. Wenzel nachzuweisen, der sichere Beziehungen zu Großen- Linden hat, ließ sich bis jetzt nicht zu voller Befriedigung durchführen- DeM Legendenforscher und dem Kunsthistoriker, am besten beiden zusammen, bleibt hier ein Problem auch ferner gesteckt; Pflicht der Gegenwart war es vor alleuk, diese kostoaren Bild-? werke, die schon 700 Jahre glücklich überstanden haben, unvmeyrt der Zukunft zu überliefern- Die Umgestaltung des Kirchenbauch, von der hier bisher nur gelegentlich die Rede war, hatte vor allem vier Ylufgaven. Freilegung des TurMerdgeschosses, das durch den mastigen Kmizel-? aufban der Zopfzeit unschön gesperrt war Erweiterung des Langhauses nach Norden, Erneuerung der Enkporen und der Decke. Nach außen bemerkt man davon nur die Erweiterung, die in einep neuen Nordwand mit hohen Barockfenstern ihren Abschniß findet; aber auch diese Wand rückt noch nicht in eine Lime mit dem nördlichen Eckturm, läßt also das charakteristischste Merkmal der Kirch«, das Hervortreten der Fassadentürme fast ungeschmälert zur Geltung kommen- Im Innern findet man vortrefflich ge-? formte hölzerne Empören, die sich? den wuchtigen Steinpfeilerrt des neuen nördlichen Seitenschiffes harmoniich anschließen, diej Künzel an der Südgrenze des alten roManischen TriumpAogens, so daß sie den neu geschaffenen Gesamtraum gut beherrscht, den bisher verödeten Chor dein Gottesdienst nutzbar gemacht, indem auch hier Gefühl Platz gefunden hat- Die farbige Gesamt-. Wirkung des Kirchenraumes wird bestimmt durch schwarzgrauen Lungstein, weiße Tünche und diskret bemaltes Holzwerk, ernst und unverkennbar mittelalterlich ist diese Wirkung^ aber sie.ist echter und ehrlicher, als wenn pian mit „stilvoller romanischer Wandmalerei, wie sie tatsächlich vorgeichlagen war, dieser Dorfkirche eine pomphafte Jnnenerscheinung gegeben hatte, Dtc sie nie gehabt hat- - Es ist ein eigener Zufall, daß in nächster Nähe Gießens in demselben Sommer zwei historisch interessante Dorfkirchen eine nicht minder interessante Anpassung an moderne Bedürfnis!e erfahren- War in Leihgestern die Konservl«üng des alten Langhauses eine Unmöglichkeit, eine radikale Erneuerung also Reckst und Pflicht des Baumeisters, so war in Großen-Linden mit einer gewiß nicht verschleierten, aber auch incyt aufdringlichen und störenden Anpassung das Mte in seinen Gruitdzügen zu retten. An beiden Bauten wird nian noch ttt ferner Zukunft deutlich und, wir dürfen es hoffen, mit Freude wahrnehmen können, wie man airt Anfang des.0- Jahrhunderts es verstand, zu modernisieren, ohne das gute Alte zu opfern, und zu konservieren, ohne die Rechte der Lebenden zu schmälern. Sauer. 524 Vermischtes. * Der schönste Hut für Damen. Kürzlich wurde hx Paris ein Preisausschreiben veranstaltet, um die „schönsten" Damenhüte festzustellen und zu prämiieren. Jü den illustrierten Zeitschriften und Modeblätterm waren die preisgekrönten Hüte abgebildet. Jede vernünftige Frau hat die Hände über dem Kopf zusammengcschlagen, als sie diese Gebilde sah. Hüte, die den Eindruck wuchtiger Lasten machten und an Größe und Umfang und Ausputz kaum uoch übertroffen werden können. Der wirklich schönste Hut ist der einfache Matrosenhut. Bor vielen Jahren schon kanx er in Mode, und in Mode wird er auch immer bleiben! Er ist leicht, er schützt vollkommen, er sitzt fest, er ist schnell zu reinigen, er verändert sich nur wenig als Modestück, er kann billig und doch auch elegant und teuer sein, er paßt zu jeder Toilette, zu jedein Haar, zu jedem Gesicht; einen fußfreien Rock mit Hemdbluse „krönt" er sogar, denn jeder andere Hut würde hier geradezu unharmonisch wirken; man kann ' ihn auf der Straße, auf der Promenade, im Konzert, in der Sommerfrische, auf der Reife, bei Sport und Spiel, man kann ihn früh und abends tragen, und obendrein — bewahrt er den Frieden tut Hause, Weibs keine hohen Putzmacher- rechnungen gibt! Es ist ivahrlich unverständlich, warum man nicht diesen herrlichen Matrosenhut als den „schönsten" gefeiert und prämiiert hat! * W e i b l i ch e s, a l l z u W e i b l i ch e s. In dieser Zeit des Ueberfeminismus verdient eine Eingabe der Pariser Telephonistinnen, die, wie die „Wie de Paris" berichtet, die Beseitigung der Aufsichtsdamen und die Wiedereinführung der männlichen Ressortchefs fordert, gebührende Beachtung. Die der schwesterlichen Kommandogewalt abgeneigten Telephondamen wollen mit Vergnügen einein Manne gehorchen, erklären aber die Tyrannei einer Frau nicht länger ertragen zu können. Die Gründe, mit betten die Pariser Fernfprech- vermittlerinnexx ihr Verlangen rechtfertigen, sind überaus kennzeichnend für den Geist, der dieser geschlechtsfeindlichen Petition das Lebexx gegeben: „Frauen können ihresgleichen ohne Voreingenommenheit schoxx aus dem Gruude nicht beurteilen, weil eine auf die audere eifersüchtig zxx seixx pflegt," heißt es da. „Eixx Kleid, eixx Hut, ein Band, ja eine einfache Schleife reichen aus, uxtt bei der Borgesetzten, die nur zu oft ein rechter Drache ist, Neid und Aerger zix erregen. Und wird nicht eine mäßig intelligente Aufsichtsdame, die es xnit einer geistig überlegenexx Untergebenen zxx tun hat, schwer unter einer Inferiorität leiden, die sie xvohl oder übel anerkennen muß? Da kann es schlechterdings nicht fehlen, daß sie gegebenenfalls ihre kleinliche Rache an derjenigen üben wird, durch die sie ihre Eigeu- liebe gedemütigt sieht!" * Wo leben mehr Vögel, auf der Wiese oder im Walde? Eine naturwissenschaftliche „Volkszählung" eigener Art haben zwei Gelehrte vorgenomxnen. Der eine, Forbes, hat ermittelt, wieviel Vögel auf Wald und Wiese entfallen, der andere, Mae Atee, hat ixn Anschluß daraxx festgestellt, wieviel Nahrungsmittel diesen Vögeln zur Ver- fügung stehen. Nach der Forbesschexx Statistik lebexx axxf einer Quadratmeile Wald 785 Vögel, auf einer Quadrat- meile Wiese aber 1551. Die „Vvgeldichte" ist also auf der Wiese uoch einmal so groß wie int Walde, obwohl ment dies kaum glauben möchte, denn ixn Walde hört und sieht man gemeiixhixx Viel mehr Vögel als auf der freien Wiese. Diese Statistik wird aber bestätigt durch die Zählung von Atee, bestätigt insofern, als es eine naturwissenschaftliche, längst feststehende Tatsache ist, daß Art, Zahl und Fruchtbarkeit der Lebewesen im Verhältnis stehen zur Bernich- tungsgefahr, zum Bewegungsraume und zur Nahrungs- mexxge. Mac Atee untersuchte Wald und Wiese nur auf die den Vögeln dienende tierische tttxb pflanzliche Nahrung ttxxb fanb in einem Acre (gleich 4500 Quabratmeter) Walb und Waldboben, durchschnittlich nur 1216 000 tierische und 2107 000 pflanzliche Lebewesen (Samen, Früchte usw.), auf ebensoviel Wiesenbodeu aber ' 13 654 000 tierische und 33 822 000 pflanzliche Jixdividuen. So bietet also die Wiese den Vögeln bedeutend mehr Nahrung als der Wald, und es wird dadurch verständlich, daß sich hier viel weniger Vögel tummeln als auf der Wiese. * S i e (von der Zeitung aufblickend): „Hier ist eixx Artikel über einen Sträfling, der im Gefängnis Gedichte macht." — E r : „Hm. -efi er dieses Verbrechens wegen eingesverrt worden?" Gemeinnütziges- — Mancher H a us fr a tt ist es unang'eixe h m, wexx^ ihre furnierten Möbel ohne die geringste sichtbare Ursache plötzlich Risse bekommen. Bei richtiger Behandlung halten, wie die Wochen- schrist „Fürs Haus" in ihrer neuesten Nummer ausführt, solche Möbel aber tadellos. Man muß nur beachten, daß sie ans zwei Arten Holz bestehen: innen Tannenholz, worauf dünne etwa messerrückendicke Lagen Hartholz aufgeleimt sind. Wenn nun solche Möbel zwischen dem Ofexx und einer Tür stehen,' die in kalte Räume führt, so daß kalte und warme Luft zusammen- schlägt, so sängt das Holz an zu „schaffen", es dehnt sich; Tannexx- nub Hartholz verträgt sich nicht mehr, und unter heftigem Krachen bekommt die polierte Fläche einen häßlichen Riß. Es müssen also solche Möbel ebenso tote die Klaviere vor Temperaturschwan- kungexx geschützt werden. Daß heiße Gegenstände, wie gefüllte Speiseschüsseln, nicht aus polierte Tische gesetzt werden dürfen, selbst wenn eine derbe Decke dazwischen liegt, sei ferner bemerkt. Der Dampf dringt immer nach unten und löst die Furniere los,' auch wird zugleich die Politur matt. Schließlich sollten polierte Möbel nicht nur abgestaubt, sondern täglich mit einem zarten Staublappen kräftig abgeriebexx werden. Das. Holz „schafft" erfahrungsgemäß beständig, wie an der auSgeschwitztexx Politur und kleinen flüssigen Holzüderchen ersichtlich ist. Durch das feste Andrücken des weichen Staublappens werden die ausgeschwitzten Teil- chext auf der polierten Fläche täglich verrieben unb die Möbel sehen xxoch nach 20 Jahren wie neu aus. — Insektenstiche von Bienen, Wespen und Hor- nissen sind ungefährlich, solange sie nicht im Gesicht oder ixx großer Zahl erfolgen. Einfache Waschungexx mit Weinessig oder Umschläge mit Ammoixiak helfen augenblicklich uxxd verhindern alle Folgexx. Wenn der Stachel in der Wunde geblieben ist, muß man ihn herausnehmen und zwei bis drei Tropfen Ammoniak auf der Stichnarbe verreiben. Phäensäure hat dieselbe Wirkung. Auf ähnliche Weise kaxxxx maix auch Stiche von Schnaken, Flöhen oder Manzexx heilen, doch genügt da schoxx Eixxreibxxng mit Lauch- wnrz. ___________ Goldene Worte. Wenn einen Menschen die Natxtr erhoben, Ist es kein Wunder, ivenu ihnt viel gelingt; Man mtiß in ihm die Al acht des Schöpfers loben, Die schivacheit Ton zxx solclxer Ehre bringt. . . . Boxt der Gewalt, die alle Wesen bindet, BesreU der Mensch sich, der sich überivindet. Goelhe. * Es wirkt mit Macht ein edler Manix Jahrhunderte aus Seinesgleichen; Denn xvas ein edler Mairn erreichen kamt, Ist nicht int engen Raum des Lebens zxx erreichen. Goethe, * Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, Der sroh voxx ihrexx Taten, ihrer Größe Dexx Hörer xmterhält uxxd still sich freuend AixS Ende dieser schönen Reihe sich Geschlossen sieht. Goethe. * Glaub' und Hoffnung sind erfüllt, wundertätig ist die Liebe, die sich im Gebet enthüllt. Goethe. * Herb ist des Lebens Innerster Stern. Schiller. * Es gibt der Tröstung keine als das Gebet. Shakespeare. * Aus dem Gebet erwächst des Geistes Sieg. Schiller. Zahlerr-Quadrat-Ratsel. iiii Fünf aufeinander folgende Zahlexx sind in Illi _ die Felder nebenstehenden Quadrats derart einzutrageu, daß die 5 wagrechten, die 5 seuk- ————— rechten und die 2 diagonalen Reihexx jedesmal die Summe 65 ergeben. Jede der —i—x---j—i— 5 Zahlen darf also in jeoer der 12 Reihen nur einmal vorkonxxnen und zwar in der iiii ersten wagerechten in richtiger Reihenfolge IIII (links kleinste, rechts größte Zahl), in den vier anderen wagerechlen ebensalls in Reihenfolge, aber jedesmal mit anderer Zahl anfangend. Wie sind die Zahlen zxx stellen? Ixb. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Spinat mit Ei. Redaktion: P. WtlIko. — Rotationsdruck und Verlag bet BtLhl'schev Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,