§am§tag Sen 20. zunr |908 — M. 95 bTbPM BjBÄsJji] Wirket, so lange es Tag ist. Roman von Maximilian Böttcher., (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Tie anwesenden jungen Damen aber waren einstimmig der Meinung, daß sie schönere und seelenvollere Augen, wie sie in des Bräutigams Gesicht leuchteten, nie gesehen hätten. Und Isabella, die wohl merkte, wie sie beneidet wurde, war selig. Ter Kommerzienrat aber in seiner Herzensfreude darüber, dos; nun doch noch alles zu einem guten Ende gekommen war, tat e:.n klebriges: zu den zwei Millionen, die er für seine Arbeiter stiftete (auf die Schönauer Fabriken entfielen von der Spende allerdings nur 600 000 Mark), gab er noch achtzigtausend Mark für den Bau neuer Schulhäuser in Fichtenhöhe und Schönaue und sagte zu Heinz, dem er bi; Summe aushändigte: „Alles Weitere veranlassen Sie nur. Und dast Sie mir recht hohe, lichte Klassenräume bauen, in denen es auch an Schönheitsschmuck nicht fehlt. Für die Kinder ist. nur das beste gut genug; die jungen Seelen müssen sich im Schulzimmer schon durch die äußere Umgebung erhoben fühlen, wie in einer Kirche. Und wenn das Geld nicht reiche, leiste ich hernach gern noch einen Zuschuß." Wenige Tage nach dem Fest sprach Isabella zu Heinz: „Morgen komme ich wieder in die Abendschule und übernehme den Unterricht in meiner Abteilung. Ehrlich gestanden, habe ich mich schon sehr gewundert, daß dn mich nicht längst darum gebeten hast." „Willst du es nicht lieber lassen?" fragte Heinz. „Ich fürchte, bit findest auf die Tauer keine rechte Befriedigung daran. Und schließlich leidet auch wohl deine Gesundheit wieder unter der doch immerhin recht anstrengenden Tätigkeit." „Tu!" schmollte Isabella und drohte ihm dabei scherzend mit dem Finger, „fängst du schon wieder mit deinem Mißtrauen an?" Und als er mit schweigendem Lächeln die Achseln zuckte, fuhr sie fort: „Ich habe den Kindern ohnehin ein kleines Freudenfest mit Schokolade und Küchen und allerhand Ueberraschungen zugedacht. Und dann muß ich meinem Bräutigam doch auch überallhin nachlaufen, wenn ich was von ihm haben will — so schrecklich rar, wie er sich macht." Ta ließ Heinz sie gewähren, und obgleich ers nicht gehofft hatte, konnte er doch in den nächsten Wochen mit Freude feststellen, daß sie sich ihrem Amt mit weit größerem Interesse hingab als früher; — wenn auch dem Ton, in dem sie mit den Kindern verkehrte, keine rechte Herzenswärme eigen war. Tie Jagd und das Reiten stellte sie ein, suchte überhaupt Heinz zu Gefallen zu leben; und wo es ihr nicht gelang, sagte er sich: „du mußt zufrieden sein. Sie richtet sich schon mehr nach dir, als du erwarten konntest." ' So ließ sie nicht von der Gewohnheit ab, sich elegant und luxuriös zu kleiden, und für irgendwelche wirtschaftliche Tätigkeit konnte sie sich absolut nicht erwärmen. . „Ich hab es wohl gemerkt," sprach sie mit Schelmenlächeln, „daß du meine lveißen, ivohlgepsiegleu Hände ganz besonders gern leiden magst. Ta wär ich schön dumm, sie mir mit Kvchen oder Nähen zu ruinieren! Kleider aber machen Leute; und ich will dir gefallen um jeden Preis." Heinz sagte nichts dawider. Er hatte längst erkannt, daß es Torheit gewesen war, von Isabella zu verlangen, sie sollte sich, ohne ihm eine Mitgift in die Ehe ju bringen, mit seinem geringen Gehalt einrichten lernen. Mochte sie sich mit ihrem Reichtum das Leben au seiner Seite so angenehnt machen wie möglich, wenn sie nur nicht nach außen hin durch übertriebenen Luxus Aussehen und Anstoß erregte. Vielleicht hatte sie auch gar nicht Unrecht, wenn sie sagte: „Frauen, die den ganzen Tag im Haushalt tätig sind, kommen mir immer wie Aschenbrödel vor. Uni) Aschenbrödel, meine ich, müssen die meiste Zeit schlechte Laune haben und werden so schwerlich imstande sein, beit Gedanken von Männern, deren Streben auf hohe Ziele gerichtet ist. zu folgen. Ich will aber sinnier gute .Laune haben, damit du bei mir alles vergißt, was dich drückt und dir Sorgen macht. Nicht dein Kamerad und Arbeitsgenosse will ich sein, sondern deine Geliebte, deine Freundin, dein Sing^- vogel, dein Sonnenschein." Mit dem Inhalt des letzten Satzes war Heinz zwar wenig einverstanden; aber wer konnte sein Leben ganz nach seinen Idealen gestalten, wer kam durch die Welt, ohne da oder dort ein Kompromiß zu schließen? Tie früher gepflegten Besuche bei Kranken und Armen nahm Isabella nicht wieder auf; und treuherzig erklärte sie: „Tarin hast du schon ganz recht, daß niemand aus sich heraus kann. Tu mufft mir also nicht böse sein, und darauf magst du dich getrost verlassen: mindestens die Hälfte von meinen Zinsen werd' ich immer für deine Bedürftigen hergeben. Und ist die Aussicht, ausgiebig helfen zu können, wo es irgend not tut, nicht auch eine Freude für dich, die manches aufwiegt, tvomit ich vielleicht dein Mißfallen errege ?" Und Isabella gab wirklich auch jetzt schon mit übervollen Händen. Daß sie dabei ihre persönlichen Ausgaben oft in kindlich-naiver Weise beschränkte, gewissermaßen im Sinne des Sprichwortes : „Arn Zapfen sparen, am Spundloch laufen lassen" —. durfte ihr Heinz deshalb zürnen? Konnte er mehr von ihr verlangen, als den guten Willen? „Ja, schon bei der Betätigung dieses guten Willens, ihm seine Wünsche möglichst von bm Augen abzuseyen, war es Heinz oft, als stünde er vor einem Rätsel. War die Liebe wirklich imstande, ein Weib in der Hand b:s geliebten Mannes völlig zu gefügigem Wachs zu machen? .... Dnmpf tönte eine Stimme in seiner Brust: „Flackerlicht flüchtiger Leidenschaft — Glucks- taumel. Wenn das Licht verlischt, wenn der Rausch verfliegt unter dem Truck der alltäglichen, alles nivellierenden Gewohnheit, tritt das ursprüngliche Temperament nur um so entschiedener wieder in seine alten Rechte ein." Aber viel zu sehr war de Optimismus der warmherzig vertrauende Grundsatz seines Wesens, als das; er der dumpfen Stimme länger denn einen raschen Augenblick Gehör geschenkt hätte. Und dann: et hätte kein Manu sein müssen mit Schön- heitsempfinden, mit jungem, heißem Blut und lebendigen Sinnen, 378 um nicht wieder und wieder rtll seine sorgenden Bedenken zu vergessen in dem Strom der Zärtlichkeiten und Liebkosungen, die seine Braut über ihn ergoß, die wirklich herrlicher erblühte von Woche zu Woche. „Welch ein Weib ist dein. EI wird alles gut werden. Du findest gewiß noch ein Gluck an ihrer Seite." Rur das eine bereitete ihm Kammer: daß seine Mutter und Isabella keinen Herzenston für einander finden konnten, daß sie sich fremd blieben. 19. K n p i t e l. Längst breitete der Winter wieder seine Schneedecke über das Land. Tie Stiftungen des Kommerzienrats hatten dazu beigetragen, die Arbeiter der fremden Betriebe, der Barthelschen Töpferei, der von Simonschen Holzbearbeitungsanstalt und der Frankenstein- schen Weberei, zu verbittern, und es brach alsbald, nach einigen Arbeiterentlassungen bei Frankenstein, ein allgemeiner Streik aus, der von Wilhelm Bartikow dermaßen geschürt wurde, daß Frankenstein. sich veranlaßt sah, allen seinen Leuten die Arbeitsbücher zuvückzustcllen mit dem Bemerken, daß er ein für allemal auf ihre ferneren Dienste verzichte, er habe im Eulengcbirge Weber angetvorbcn, die in acht bis vierzehn Tagen eintreffen würden. Barthel entließ seine Töpfer zwar nicht kurzerhand; aber auch er drohte mit der Einstellung fremder Mäste, wenn anr nächsten Montag früh die Arbeit in seinem Betrieb nicht wieder aufgenommen werden würde. Und sie kamen. Ter Helle Sonnenglanz eines herrlichen, frühlingswarmen Aprilnachmittags lag über der Welt. Tie Saatfelder mit den Schönauer Bahnhof herum lachten in zartem Grün, und das dichte Fliedergesträuch auf der Südseite des nüchteren Stationsgebäudes hatte schon seine jungen herzförmigen Blätter entfaltet. Auf dem mit schwarzer Schlacke beschütteten Bahnsteig ging Herr Von Banneinann auf und nieder, gefolgt von Gendarmen. An der Seite des grünen Uuiformrockes hatte Herr von Banne- Mann seinen Hirschfänger hängen, um die enge Taille geschnallt trug er Giirtel mit Pistolentasche, die große Spielhahnfeder seines Jagdhutes wippte im frischen Hauch des Lenzwindes. Ab und zu ließ Herr von Bannemann den Blick mit spähenden! Ausdruck zu der Lisisre des Kiefernwaldes hinübcrschweifen, der sich in einer Entfernung von etwa zwei- bis dreihundert Schritten jenseits des Bahngleises aufbaute und die Hütten des Dorfes Schönauc hinter seiner grünen Mauer verbarg. Eben öffnete sich im Stationsgebäude die Glastür des Sieitffc Wumes und der kurzgeschorene Kopf des Vorstehers reckte sich .neugierig durch den Spalt. „Wann kommt der Zug eigentlich?" fragte Banneinann. „Vier Uhr fünfzehn, Herr Forstmeister." Bannemann zog seinen Chronometer — das Schönauer- Stationsgebäude hatte eine Uhr nur im Warteraum — „Also »och zehn Minuten Zeit . . . langweilige Chose-" Genresseneu Schrittes setzte er seine Wanderung fort. Nach einer Weile holte Banmmann, ohne im Schreiten innc- Mhalten, eine Zigareitcntasche hervor und steckte sich eine Zigarette an. lieber das flammende Streichholz weg blickte er wieder zur Waldlisiere hinüber. Nanu .... der da iin Eiltempo die Chaussee entlang kam, war das nicht der Hilfsprediger? — Wahrhaftig! »Was wollen Sie denn hier?" fragte Bannemann, als Heinz Vollrath, bleich und augenscheinlich sehr erregt, mit flüchtigem Gruß den Bahnsteig betrat. „T e Schlesier mit Vaterunser und Kegen in Empfang nehmen?" „Ich fürchte Ausschreitungen," entgegnete Heinz. „Was hilft alles Warnen und Mahnen dieser Erbitterung gegenüber? Trotzdem hoffe ich, wenn ich den Leuten im letzten Augenblick noch einmal entgegen trete, eventuell-, bin ich entschlossen, mich zwischen ise und . . . . ." Er brach, die Stirn runzelnd, ab und biß sich fach auf die Lippen, als hätte er schon zuviel gesagt. „Lassen Sie man," entgegnete Banneinann, und ein Lächeln zuckte um seinen schmalen Mund. „Ich und mei ne Gendarnren haben in unseren Repetierpistolen je fünf Patronen — macht 15 Schuß für den ersten Anpralls Und ich denke, die werden beruhigender wirken als Reden." . Forstmeister . . . ." Heinz blieb stehen, seine Brust gmg m schweren Atemzügen. Sauer wurde es ihm, diesen Mann zri bitten. Unfähig war er, dein mit gelassener Miene seine Zigarette Rauchenden in die Augen zu sehen, befangen, gequält ließ er seinen Blick zur Wäldlisisre hinübcrschweifen, aus deren Grün r-etzt hie und da schwarze Gestalten auftauchten, um im Nächsten Moment wieder zu verschwinden. „Herr Forstmeister," Hub er noch -einmal an, „ich bitte Sie . . . ivenn es sich irgend vermeiden läßt. Die Senfe haben Frauen und Kinder daheim . . . ." Bannemann, die Zigarette zwischen den schmalen Lippen, streifte den Erregten mit einem Blick, in dem der Haß lauerte. „Was ich zu tun habe, das zu bestimmen, müssen Sic mir schon überlassen," antwortete er nach einem kurzen Schweigen. „U-eöngens" — es schien ihm einzufallen, daß in Anbetracht seiner Beziehungen zum Friedheimschen Hause der angeschlagene Ton zu schroff wäre „die Kerls wissen ja, wie ich mit der Pistole schreße Auge aus dem Kops auf fünfzig Schritt, wenn ich will, ^zch denke, sie werden sich hüten, mir zu nahe zu kommen." Wieder öffnete sich die Tür des Tienstrcmmes, und der Vor- steher, jetzt mit der roten Mütze auf dem Kopf, trat auf den Bahnsteig hinaus. „Ter Zug müßte eigentlich schon hier sein," sagte er, nach- dem er noch rasch auf seine Taschenuhr gesehen hatte, im Ton einer dienstlichen Meldung zu Bannemann. „An Zugverspätungeii ist man ja auf Ihrer Bahn gewöhnt," entgegnete der lässig. Heinz stand und spähte du schnurgerade Strecke entlang, deren sonnenüberstrahlter, frisch mit Kies beschütteten Schienenweg sich wie ein gelbes, silbergerändertes Band durch die Felder zog. Tort, wo die glitzernden Geleise zusammenzulaufen schienen und -das gelbe Band sich in blauer Ferne verlor, wurde ein schwarzer Punkt sichtbar, über dem eine winzige Rauchwolke schwebte. „Er kommt," sagte Heinz und fühlte sein Herz stärker klopfen. „Hm," machte der Forstmeister und holte wieder seine Zigarrentasche hervor. „Ihnen darf man ja wohl keine anbieten?" fragte er Vollrath und zündete sich, nachdem -dieser kurz gedankt hatte, eine dicke Upmauu an. , Trüben aus dem Wald quollen jetzt die schwarzen Gestalten in kleinen Trupps hervor, zogen sich gegen die Chaussee, welche die Bahnstrecke dicht bei der Station kreuzte, zusammen und wälzten sich auf ihr in einer geschlossenen, staubumwirbelten Masse von etwa 150 200 Mann int Taktschritt, die Stöcke und Knittel wie Gewehre geschultert, stumm und tu straffer Haltung, gleich einer Heermacht beim Vormarsch in die Schlacht, aus den Bahnhof zu. „Ter Bartikow natürlich an der Tete," sagte Baiinemanst und öffnete unauffällig den Truckknopf seiner Pistolentasche. Als der Zug stand, drehte sich Wilhelm Bartikow nm, ging ein paar Schritte rückwärts vor seinen Leuten her, machte mit der erhobenen Hand eine kurze Bewegung durch die Luft und kommandierte, fünfzig bis sechzig Meter vor -dem Stationsgebäude, mit lautsch-allender Stimme: „Abteilung Halt!" „Schöstaue, zwei Minuten," riefen die beiden Schaffner, die ob des uuertvarteten Schauspiels eine Weile bestürzt gestanden hatten, und liefen in Geschwindschritt längs der Wageureihe dahin. Tie ersten, die ausstiegen — gerade dort, wo der Forstmeister mit Heinz u. den Gendarmen Posto gefaßt hatte — tvarcn die beiden Prokuristen der Frankensteinschen Weberei, die den Arbeiter-Transport von Berlin hergeleitet hatten. „Aussteigen, aussteigen, wir haben keine Zeit," . befahl der Zugführer. „Na vorwärts; los doch, raus," riefen die Prokuristen in den Durchgangswagen dritter Klasse hinein, an dessen Fenstern sich viele Arbeitergesichter eng aneinander drängten. Zögernd, der eine vom andern vorwärts gestoßen, Bündel, in denen sie ihre Habseligkeiten bargen, in der Hand, schoben sich die schlesischen Weber durch die beiden, an Stirn- und Rückseite des Wagens befindlichen Türen aus den Bahnsteig hinaus. „Fertig?" fragte der Zugführer. Tie Prokuristen sahen in die Coupos hinein. „Ja," antworteten sie, „fertig." „Fertig," wiederholte der zweite Schaffner. Ter Zugführer, seine Trillerpfeife an die Lippen setzend, sprang auf das Trittbrett, die Lokomotive, auf der das rußbedeckte Gesicht eines jungen Heizers sichtbar wurde, stteß ihren gellenden Pfiff ans, die Räder ruckten an. „Vorsehn, da vorn!" ertönte eine Stimme, offenbar im Hinblick auf die Kolon ne der Streikenden, die hart an der rollenden Magenreihe entlang lautlos ein paar Schritt vormarschierte. „Mas wollt Ihr denn eigentlich hier?" rief der Forstmeister, aus dessen Stirn der drohende Faltemmilst, durch den grünen Hut halb verdeckt, schon wieder sein Spiel triebe (Fortsetzung folgt.) — 379 Der schlaue Spitz. Ein Märchen a n§ Oberhessen. 38 oit einem o b e r h e s s is chen Bauer n. (Originalbeitrag der „Gieß. Fam.-Blätter".) (Nachdruck verboten.) Dummbachshausen war ein gemütliches Dörfchen, beim da die Stadt weit davon entfernt lag, war geschäftliches Hasten noch nicht in die friedlichen Manern des stillen Ortes gedrungen. Der größte Schatz dieses Dorfes aber war der nute Rat des Bauern Spitz, der die einfältige Dummheit in dem Oertchen auf eine nie geahnte Höhe brachte. Dieser Spitz war ein ganz kurioser Kerl, der eine Stelle im Ge- meinderat sein Eigen nannte, und dessen Ziel die erhabene Würde eines Bürgermeisters war. Den Schmeichelnamen „Spitz" verdankte er dem Neide seiner Standesgeuossen, die dem superklugen Manne nicht hold gesinnt waren. Fuhr er aus, um feinen Acker zu bestellen, so zogen die munteren Gassenbuben scharenweise hinter ihm her und posaunten seinen Ehrennamen aus. Zuerst suchte dann der Schlaue sie mit Sirenentönen an sich zu locken. Hatte er die Freude, feinen Versuch mit Erfolg gekrönt zu sehen, so wand sich das arme Opfer seiner Schlauheit unter den wuchtigen Hieben seines derben Stockes. Im Gemeinderat gab er manchen ergötzlichen Rat. Einst wurde ein Gemeindebrunnen gemacht. Da man nicht itmfste, was man mit der airsgegrabenen Erde anfangen sollte, wurde Spitz um Rat gefragt. Der sagte: „Mir machst e Loach ean schebbe die Ere do eneann." Als man den Rat befolgte und sich getäuscht sah, wurde Spitz arg drangsaliert. Ebenso ging es, als einst der „Gickel" vom Kirchturm gefallen war und der kluge Mann riet, den Turm umzulegen, den Hahn draufzustecken und ihn dann wieder aufznstellen. Aber an Verfolgungen und Schmähungen lag Spitz nichts; er verfolgte fein ihm vorschwebeudes Ziel unermüdlich und wurde doch endlich Bürgermeister. Das kam so. Einst fuhr es ins Feld, um seinen größten Acker zn pflügen. Da er lange zu ackern hatte, nahm er sich ein gutes Frühstück mit. Als er dessen auf dem Wege sich plötzlich erinnerte, wurde er so lustig, daß er sang: „Hinaus in die Ferne, mit Botterbrut caitn Moscht, ean ach noch e Schnäpsche, dann gritt mr goar fan Doschd" (Durst. ) Als er ackerte, ließ ihm sein gutes Frühstück keine Ruhe. Endlich setzte er sich nieder, um es zu verzehren. Da kam ein Sperling und ließ sich auf dem einen Horn des faulsten Ochsen nieder, ohne daß dieser es merkte. Der muntere Spatz teilte die Lustigkeit des Spitz und Pfiff: spitz, spitz, spitz. Der Bauer meinte, der Sperling wolle ihn schelten und sagte: „Mvas, du willst mich nze? Aich toean dir sch schul ianscilze." Mit diesen Worten ergriff er den derben Stock und schleuderte ihn mit aller Wucht nach dem Spatz. Aber statt dessen traf er den Ochsen, der eine so schwere Ver- . wundung davontrug, daß er geschlachtet werden mußte. Mit der Haut des Ochsen machte sich Spitz einige Tage darauf auf den Wkg in die Stadt, um sie dort zu verkaufen. Tie Sonne schien so heiß und die Ochsenhaut lastete so schwer, daß der Spitz sie hinlegte und sich daneben, um ein wenig zu schlafen. Während er schlief, kam ein Schwarm Wespen daher, welche sich schnell in die Haut einnisteten. Als Spitz erwachte, — die Sonne sank schon — wickelte er die Haut sorgfältig zusammen und ging weiter. Er kam in ein Torf, und da es schon spät war, begab er sich in das erste Haus. Dort traf er nur eine Frau an. Als er um ein Nachtlager bat, wies sie ihm die Ofenbank au, wo er sich seine Ochsenhaut unter den Kopf legte und sich niederlegte. Als er gerade einschlafen wollte, kam plötzlich ein Mann herein, der Liebhaber der Frau. Diese backte schnell Pfannenkuchen und der Ankömmling stellte zwei Flaschen Wein auf sw» Tisch. Nun aßen und tranken beide vergnügt, ließen aber eine Flasche Wttn und ein paar Pfannenkuchen übrig, die sie am anderen Abend verzehren wollten. Der Wein wurde unter dem Bett und der Kuchen im Küchenschrank versteckt. Spitz, der sich nur schlafend stellte, merkte alles. Ta hörte man plötzlich die Tritte des gestrengen .Hausherrn, der unerwartet zurückgekehrt roar^ In der Angst retirierte der erschreckte Gast in einen Schrank, den die Frau eiligst verschloß. Der nichtsahnende Hausherr knüpfte alsbald mit Spitz, der aufgestanden war, ein Gespräch an und fragte ihn, auf die Ochsenhaut deutend: „Woas hoste do?" Spitz war zum Scherzen aufgelegt und erwiderte, es sei ein Wahrsage- apvarat. Das machte den andern neugierig und er sagte, wenn er i,hm etwas wahrsage und es träfe ein, gäbe er ihm zehn Pfund Silbergeld. Spitz entgegnete: „Doas will aich alcich mache", rüttelte zufällig an seiner Ochsenhaut, wobei die Mesven brummten, ohne daß er selber es merkte, und versickerte dem Frager, unter dem Bett sei eine Flasche Wein und in der Küche Pfannenkuchen. Der Mann, der das ängstlich empörte Gesicht feiner Frau nicht bemerkte, wollte das nicht glauben, sand aber zu seinem Erstaunen die Sache bewahrheitet. Spitz zeigte sich nun nicht als Unmensch und sagte: „Aich will soviel Geald uet hu, geabt mr den Schrank, der do stitt, daun fein aich schu fefrirre." Tie Frau, die.Spitz längst hatte fürchten gelernt, protestierte zwar schüchtern gegen diese Forderung; da der Mann aber einwilligte, mußte sie schweigen. Spitz lud am andern Tage, nachdem er die Nacht auf der Ofenbank wachsam zugebracht hatte, den Schrank mit seinem Inhalt auf die Schulter und ging davon. Um den Insassen recht ins Bockshorn zu jagen, sagte er unterwegs: „Woas fang aich mit dem Schrank o? Aich werf en ian die Bach." " Ta tönte es aus dem Schrank: „Laiwer Mann, nxmit du mich eraus lest, grift de dausig Mark." Spitz nahm natürlich das erfreuliche Anerbieten an und erhielt auch wirklich das Geld. Glückstrahlend erzählte er daheim, er habe für die Ochsenhaut tausend Mark bekommen. Das ließ der Bürgerineister, obwohl er es stark bezweifelte, sofort bekannt machen. Wer aber eine Ochsenhaut in der Stadt verkaufen und dasselbe Geschäft wie Spitz machen wollte, sah sich arg getäuscht, und einige Mißvergnügte beschlossen, Spitz nachts im Bett zu überfallen und ihm eine gehörige Tracht Prügel zu verabfolgen. Spitz aber hatte Lunte gerochen. Er legte sich überhaupt gar'nicht ins Bett, sondern stellte sich als Wache m eine Ecke an der Tür. Als die Verschworenen kamen, verdrosch er sie dermaßen mit einem Knüppel, daß sie einen gewaltigen Lärm schlugen. Doch die Frau des Spitz, die krank Ivar, glaubte das Haus voii Räubern überfallen und starb vor Schreck. Am andern Morgen belud Spitz, der seine böse Sieben nun los war, seinen Magen mit Aepfeln, fertigte eine Strobpuppe an, die seine Fran naturgetreu darstellte, band sie hinten auf den Wagen und fuhr in die Stadt. Dort hielt er vor einem Gasthaus. Da kam ein Bürger daher, der die Strohpuppe für eine Frau hielt. Er fragte: „Was kostet das Pfund Aepfel?" Keine Antwort., Als er wiederholt vergeblich gefragt hatte, geriet er so in Zorn, daß er ber Puppe einen Schlag mit dem Stock versetzte. Diese stel auf das Pflaster und blieb liegen. Das hatte Spitz gesehen. Sofort rief er: „Wann du mir uet fiefdausig Mark gebft, sahn ich dr Bolizei, du häßt ntei Fraa dut geschmeasse. Ter Bürger bezahlte in seiner Angst. Als Spitz heim fam, erzählte er, er habe all feine Aepfel auf die Straße geschüttet, die Leute hätten sie auf- qelesen und jeder ihm Geld gegeben, so daß er soviel Geld befommen hätte. 9hm fuhren andere Bauern ihre Aepfel in die Stadt und schütteten sie alle auf die Straße. Da kam alles, was laufen konnte, nahm soviel Aepfel, als jeder tragen konnte, aber ans Bezahlen dachte uiemanb. Nun war das Maß des Spitz in seinem Dorfe voll. Tie Bauern griffen ihn, steckten ihn in ein Faß und wollten ihn ins Wasser werfen. Als sie ihn schon nahe am Ufer hatten, kam ein Bärenführer ins Torf. Der unglückliche Gefangene schrie, was er konnte. Da fam zu seinem Gluck gerade der Gemeindeschäfer mit der Schafherde daher. Mitleidig fragte er den Spitz: „Moarim (warum) hu se dich dann do eneann geftobbt?" Klagend rief der Mann im Fasse: „Hanncher, aich soll Borgemaester wearn, do wollt aich uet, do hu se mich iaus Fässi gefaßt ian wollte mich ians Wasser werfe. Ach Heals mr doach erans." Der Hanncher willfahrte der Bitte des Arglistigen. Als dieser sich aber frei fühlte, steckte er den Schäfer ins Faß und trug ihn seitwärts in die Büsche. Die Schafherde aber trieb er ins Dorf. Als ihn die Leute sahen, riefen sie: „Spitz, wu kuiumste daun her met den Echos? Mir gtabte, du wirscht noch tarn Fatz." 380 Wie die Kraft, so ist daS Ideal. Tön Gießen. P. Auflösung Schopenhauer. L. Feuerbach. Erwünschte Ruhestätte müder Glieder, Q" '" ich doch auch vom Lärm der Waffen wieder. Literävischss. m 77, te* Erzählungen. Von Gustav Flaubert Ins Deutsche übertragen und eingel-itet von E. W. Fischer. Broschiert 3,7o Mk, vs. C. C. Bruns Verlag, Minden i. W. — Wer Flau-- berf noch nicht kennt, sollte zuerst zu den .Drei Erzählungen' b?ten, da sie einen Vorgeschmack seines gesamten künstlerischen Schassens geben. Und wenn der Leser die ganze Schöpfung dieses veormanneu ni sich ausgenommen hat, ivird er in der' mittelsten dieser Erzählungen — in der Legende vonr heiligen Julian — $te o« , ivlaubertschen Lebenswerkes erkenneu lernen. Gun de Maupassant nennt diese Legende ein unbedingtes Meisterwerk in Farbe und Stil. Die Erzählung Herodias inspirierte die Salome des Oscar Wilde, der ganze Partien dieser ,Drei Erzählungen'auswendig wußte. — Die Einleitung Dr Fischers gibt neue Studien. Sie verwertet die im Flaubert-Archiv in Antibes Forschungen und geht gleichzeitig der Inspiration des Dichters in seinem Heimatlaude, derNormrrndie, nach, die der Versnsser der Einleitung zu diesem Zwecke bereist hat. Akt- und Einsichten. Es ist eine Eigentümlichkeit, wenn nicht der Menschen im all- gemeinen, so doch der Deiitschen, daß der Unzufriedene arbeitsamer und rühriger ist als der Zufriedene, der Begehrliche flrebmmer £ Satte, daß eine größere Arbeitsamkeit existiert unter den »rasten, die das 'Bestehende angreifen, als rniter denen, die cs verteidigen. v. Bismarck. * ... dein des linersüllten Wniisches ist klein gegen die der Reue: denn jene sieht vor der stets offenen unabsehbaren Zukunft, bte[e vor der unwiderruflich abgeschlossenen Vergangenheit. Auflösung in nächster Nummer. des Ziffernblatt-Nätsels in voriger Nummer: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 a u e r l e b e r l i n Spitz aber antwortete: „Mai ihr all fottgelafe wott, schibilt (rollte) ds Faß ians Wasser met mir, ian do harr ich Zoan (Zorn) ian träte (trat) ds Faß kabut. Onne (unten) taut Wasser wo an ganz viele Schof, do hunn aich mr dar gegriaffe." Nun wollten sich manche int Wasser Schafe holen; es wurde aber bestimmt, daß nur der Gemeinderat und der Bürgermeister sich solche holen sollten, und zwar sollte der Bürgermeister zuerst ins Wasser springen, und wenn er rufe: „Kommt," sollten alle uachspringen. Als der Bürgermeister hineinsprang, klatschten die Wellen zusammen und es gab einen lauten Plumps. Die anderen sahen, wie der Bürgermeister rasend mit den Händen arbeitete. Die im Wasser sich spiegelnden Wolken hielten sie für Schafe und auch das Wort: „Kommt" glaubten sie beim Plumps gehört zu haben. So sprangen sie denn alle nach. Bald aber tönte es aus der blauen Flut mit Angst: „Spitz, wann du ois (uns) eraus helfst, dann mache mr dich zonm Borgemaester." Das hatte Spitz vorausgesehen. Er half den Bedrängten heraus und wurde Bürgermeister. Als solcher ist sein Wahlspruch: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten." Veemi^chtes. * Bekämpfung des Hagels mit Hilfe von Luftballons. lieber den Wert des sogen. Wetterschießens, der Verhinderung von Hagelwettern durch Böllerschüsse, sind die Meinungen noch sehr geteilt. Die in manchen Gegenden mit dem Wetterschießen erzielten mangelhaften Ergebnisse sind zum Teil darauf zurückgeführt worden, daß die Wirkung der Schüsse nicht hoch genug in der erforderlichen Stärke sich bemerkbar macht, um den gewünschten Einfluß auf die Wetterwolken ausüben zu können. Diesen Uebelstand wollen zwei belgische Offiziere, Marga und Adhsmar, dadurch beseitigen, daß sie durch „Hagelschutz- ballons" die Explosivstoffe möglichst nahe an die gefährlichen Wolken herantragen lassen und sie erst in der erwünscht erscheinenden Höhe zur Explosion bringen. Nach ihren Angaben hat der bekannte französische Ballonfabrikant Louis Godard zwei Ballons gebaut, deren nach oben spitze Form einmal ein schnelles, möglichst senkrechtes Aufsteigen ermöglichen und bann auch das leichte Abfließen etwa fallenden Hagels, Schnees ober Regens befördern soll. Die Ballons haben bei 1.6 Meter Dnrchmesser einen Inhalt von ca. 2.3 Kubikmeter, sie wiegen 1.5 Kilogramm und können, da sie eine Auftriebskraft von 2.5 Kilogramm besitzen, eine Ladung von 750 Gramm tragen, wenn noch 250 Gramm als Auftriebsreserve gerechnet werden. Die Ladung wird in beliebig großer Entfernung unterhalb des Ballons befestigt, so daß man beim Schuß, der durch Zeitzünder erfolgt, den Ballon mit zerstören ober ihn anbererseits auch erhalten kann. — Selbst menn die Schüsse vom Ballon aus wirksamer sein sollten, als die von t>er Erde aus Mörsern oder Böllern abgefeuerten, so durste die Methode doch viel zu teuer sein, als daß sie allgemein Anwendung sinden könnte. , * Geschichte eines Ziegenbockes. In seinen „Kriegs- erinneritngen von 1866 und 1870/71" erzählt Sanitätsrat.^r K Elster von.einem famosen Ziegenbock, bet int Felbzng gegen Oesterreich eine Gardebatterie begleitete. Wir lesen darüber: Ka- S? aad Artillerie halten sich häufig einen Ziegenbock: es herrscht der Aberglaube, er ziehe die Krankheiten der Pferde an sich. Er marschierte flott an der Spitze, und das ging gut, so mnge wir allein waren. Als wir aber später int Brigade- verbande uns vorwärts bewegten, wollte der Kerl keine Truppen vor sich dulden j er lief regelmäßig nach vorn, um wieder an der Spitze die Führung zu übernehmen. Es blieb deshalb nichts übrig, als ihn cuf einen Gepäckwagen zu nehmen und ihn dort AU befestigen Sobald wir ins Quartier einrückten, wurde er sich selbst überlassen. Et stuchte sich geschickt seine Lagerstatt und ebenso sein Futter. Lieblingsspeise waren ihm Zigarren. Er drang unverschämt in offenstehenbe Zimmer und suchte nach Zigarrenkisten, deren Inhalt er sofort vertilgte. Als ihtc einmal ein Banerletu überraschte, und ihn verjagen ivollte, ging der S,0“Jntt seinen großen Hörnern auf ihn los, jagte ihn in die und als das Bauerlein durchs offene Fenster flüchtete, beförderte et den Ruckzug durch einen kräftigen Stoß auf den Hinterteil. Selbstverständlich blieben Beschwerden über ihn nicht "ms tun? Kriegsgerichtlich konnte er nicht belangt rS. en' ^ets seine eigenen Wege, kein Mensch kümmerte erfrfiieu mit 2?e£n Appell der Mannschaften abgehalten wurde, hie KmTr* Würdigen Schritten auch der Ziegenbock, umkreiste unnschaft, und wehe, wenn ein Zivilist zu nahe zu kommen wagte Er ging Mit gesenkten Hörnern auf ihn los und hielt A" angemessener Entfernung. Wegen seiner löblichen Eigen- sch ast en wurde Jemen Schandtaten gegenüber ein Auge zugedrückt, < J p-UJ/W ar von den Mannschaften feierlich zum Vize- Zahlmeisteraspitant ernannt, und man verlieh ihm ein Halsband Redaktion: P. Wittko. - RotationZdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei,'R. Lange, Gießen? mit Setgeantenknöpseu, das er mit Stolz trug. Neugierig wären wir, wie er ttt der Schlacht sich benehmen würde. Unsere Er- Wartungen wurden übertroffen. Im Gefecht bei Königiiihof stand er hochaufgerichtet auf einem Protzkasten und hatte eine Haltung) als wenn er das Ganze kommandierte. Kugeln und einschlagende Granaten störten ihn auch nicht einen Augenblick. Dieses Verhalten hat ihn in die Zeitungen gebracht. Oesterreichische Ge- fangene schauten voll Verwunderimg zu ihm hin. Einer be- richtete dies nach Hanse und bemerkte dazu: Er wiindere sich ^V Ulcht mehr baß bte Preußen überall siegten, sie ständen a unter dem Befehl des Teufels; er habe selbst ihn in Gestalt -3tegenbocks gesehen. Dies Schreiben manberte durch die jölatter. So wurde unser Ziegenbock eine geschichtliche Persön- Weit Aber auch er sollte nicht ohne Unbill und Schädigungen davonkommen, njn seinem Drange war er einmal vom hohen Wageit gesprungmi, leider nicht geschickt genug: er brach dabei fmL e,Cltk Trauer wär groß. Der Tierarzt und ich legten ihm runstgerecbt einen Gipsverband an. Er war dadurch mehr aus den Wagen angewiesen, auf dem er sich bann auch im Bewußtsein seiner Verwundung ruhig verhielt. Seine Würde verlor er auch daher nicht. Auf unserm Rückmarsch begann man in beit Dörfern uns feierlich zu empfangen. Ein Lehrer erschien mit leinen Schulkindern; festlich wurden wir angesungen. Als uns Lorbeerkranze überreicht iverben sollten, entdeckten die Kinder uU-^uem Male den auf dem Wagen thronenden Ziegenbock.' „Suh, kiek, den Ziegenbock!" Alle Aufmerksamkeit wandte sich nunmehr von uns dem Ziegenbock zu, und eine Reihe Sorbeer- rranze, die uns zugedacht waren, wurden ihm um den Hals gehängt. Er fraß fte voll Würde ans! Der Ziegenbock-hat noch bbl der Batterie gelebt. Er fiel feiner Leidenschaft für Zigarren und für viel Bier zum Opfer. 9lad> reichlichem Genuß bott beiden fiel er Plötzlich infolge eines Schlaganfalles tot zu 'VvVtll. ,£-• *?' rc ^' Bettler: „Ich bin so durstig, liebe Frau, können -Mr E etlv?S trinken geben?" — Frau: „Sie armer wtensch! .ich werde Ihnen sofort Wasser holen." — Bettler- „Was soll ich denn damit? Ich will mich doch nicht waschen'" Treue, Liebe, religiöse intellektuelle Enlivicklung, das sind die Fundamente des öffentlichen und persönlichen Glücks und aller Konstitutionen, die ohne einen solchen Grund dein Kamps der Parteien unterliegen. Frhr. vom Stein. Rätsel.