M8 ®QT WW§ MWKMZZ ®®X®SOmä ?\ । j'ts ■- «K^tw Sie sollen ihn nicht haben! No.tz.elle aus der Zeit der Eisenbahufurchjt. KoN Johannes Proelß. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Freiherr du Thil war einer der befähigtsten unter den deutschen Kleinstaatministern der kläglichen Bundestagszeit. Bei starren konservativen Regierungsgrundsätzen fehlte cs ihm nicht an (Ansicht in die wirtschaftlichen Aufgaben der Zeit unb an Voraussicht in dsie künftige Gestaltung Deutschlands. Hessen- Darmstadt war der erste Staat an der Maingrcnze, der sich mit Preußen zu einem Zollverein verband. Jetzt hatte er im Auge, die ÜN stillen längst geplanten Eisenbahnen, welche für die wirt- schaftliche Entwickelung des Landes nötig waren, „langsam, aber sicher" auf Staatskosten zu bauen, um den für die Folgezeit sicheren Gewinn nicht den spekulationslustigen Geldherren in Frankfurt zu überlassen, soirdern dem Lande zu sichern. Seine Politik war von diesem Gesichtspunkte geleitet. Zu dem Handstreich gegen Nassau und den Biebricher Steindamin hatte er seine Einwilligung erteilt, weil er mit dieser starken Forderung der Mainzer Schiffahrtsinteressen die stets vppositionslustigen Rhein- Mssen für seine Eisenbahnpolitik zu gewinnen hoffte. Am Bundestag war er bestrebt, sich mit Oesterreich gut zu stellen, um bei Ausbruch der unvermeidlichen Streitigkeiten mit Nassau, die der zweite Steindamm vor Biebrich Hervorrufen muhte, daraus Vorteil zu ziehen. Durch diese Bemühungen sah sich du Thil aber auch genötigt, den österreichischen Zumutungen entgegenzukommen, welche verlangten, daß er dem neu eingeleiteten Prozeß der Zentwluntersuchungsbehörde für demagogische Umtriebe eine kräftige Unterstützung gewähre. Zwar scheute er davor zurück, weil der frühere Prozeß, dem der R e k t v r W e id i g zum Opfer gefallen war, int Lande eine tiefe Verstimmung zurückgelassen hatte; jetzt aber hatte man ihm einen Mann als verdächtig denunziert, von dem er gleichzeitig erfuhr, daß er der Verfasser von allerhand Zeitungsartikeln war, die in Frankfurter und Mannheimer Blättern seine, von ihm streng geheim gehaltenen Eisenbahnpläne äußerst wirksant bekämpften. Diese Artikel traten für den Gedanken ein, daß sich das Privatkapital der Aufgabe bemächtigen müsse, das hessische Bahnnetz zu bauen, da dessen Ausgestaltung sonst in unabsehbare Ferne gerückt werde. Jetzt hatte der schon im Prozeß gegen den Rektor W e i d i g als Untersuchungsrichter verwendete Hofgerichtsrat Georgi herausspioniert, daß ein Beamter der Taunusbahn, der in Kastel auf hessischem Boden wohnende hessische Staatsüntertan Fritz Hell, ein durch den früheren Prozeß kompromittierter Demagoge, der Verfasser der Artikel sei. Ein wilder Haß beseelte den fanatischen Inquisitor gegen diese Leute, die sich damals der Untersuchung durch die Flucht entzogen hatten, jetzt aber unbestraft wieder im Lande herumspazierten und als Männer der „neuen Zeit" den Kops gar hoch trugen. Nach Anhörung des Berichts, den G e o ü g i erstattet hatte, gab du Thil seine Einwilligung zur Verhaftung des gefährlichen Unruhestifters. Georgi hatte angeführt, daß in Brüssel ein Mitglied des neuentdeckten „Bundes der Berfetzmten" verhaftet worden sei. Unter den beschlagnahmten Papieren waren politische Flugblätter gefunden worden, die schon im Weidigschen Prozeß eilte Rolle gespielt hatten. Zu Weidigs Gesinnungsgenossen hatte Hell als Gießener Student gehört. „Daß er in seinen Gesinnungen noch ganz der Alte ist, das zeigt sich deutlich in diesen heillosen Journalartikeln, wie^ Exzellenz zugeben (werden!" So schloß Georgi seine Beweisführung. Tu Thil erhob sich und mit ihm zugleich Georgi. „Abers diesmal Vorsicht, Herr Hofgerichtsrat! Lassen Sie sich den verwegenen Kerl nicht wieder durch die Lappen gehen! Wie Sie aus den Akten initteilten, verlor sich damals seine Spurs nach Mainz, und es gelang ihm offenbar, trotz Ihrer Vigilanten über die Brücke zu entkommen." Der Minister unterbrach sich. Ein Einfall zuckte ihm durch den Kvpf, der seinen strengen Zügen ein Lächeln abzwang. „Hören Sie, Georgi!" Der Jnquisitionsrichter richtete seine scharfen Luchsaugen gespannt zu den Lippen Seiner Exzellenz entpor, die ihn um Haupteslänge überragte. „Ich bin zufällig unter-, richtet, daß uiorgen nacht für einen größeren Schiffsdurchzug der Verkehr über die Mainzer Schiffsbrücke ganz "gesperrt sein wird. Lassen Sie den Hell bis dahin beobachten, aber vermeiden Sie alles, was seinen Verdacht weckt. Keinen Steckbrief! Wer weiß, wer ihm dann diesen wieder zutragen könnte. Ich werde sorgen, daß er morgen dienstlich in Kastel zu tun hat. Werde ihm ganz wahrheitsgemäß durch den Kurier mitteilen lassen, daß er morgen abend den 23efuc() eines Beamten der diesseitigen Regierung tzu gewärtigen habe, wegen eines Grenzstveits mit Nassau . • . ." Wieder mußte er schmunzeln. „Und Sie tragen Sorge, daß er bei Anbruch der Nacht festgenommeu wird. Dann sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn er auch diesmal auf das linke Rheinufer entkäme, wo er schon einmal Helfer zur Flucht gefunden hat!" „Und die genaue Stunde, Exzellenz?" Der Minister besamt sich einen Augenblick. Dann sagte er, wiederum leise lächelnd : „Kommen Sie. Ich geleite Sie durch den Audienzsaal in das Vorzimmer. Dort verziehen Sie nodji einen Moment. Sie werden dann durch mich genau die Stunde erfahren!" Werner, der das lange Warten auf den Minister allmählich mit Verdruß empfunden hatte, war nicht wenig gefpannt gewesen, wer diesen wohl so lange von der doch, so dringlichen Konferenz abhielt. Hatte er doch in Mainz noch so vieles bis morgen abend zu tun! Seine Spannung verwandelte sich in Schrecken, als jetzt die Tür des Geheimkabinetts aufging und in ihr der Minister in Begleitung Georgis erschien. ■ Der Minister, der den Wartenden gleich beim Heraustreten mit den Augen freundlich begrüßt hatte, begleitete zunächst Georgi in leisem Gespräch an die gegenüberliegende Tür. 'Als diese sich hinter Georgi geschlossen hatte, trat er schnellen Schrittes auf Werner zu und sprach in hastigen Worten sein Bedauerti aus, daß er ihn habe warten lassen. „Eine eilige Angelegenheit! Ich werde sofort für Sie zur Disposition fein, Jetzt nM 514 eine Frage! Bon Wann tut wird die Mainzer Schiffsbrücke für! den Durchzug unserer „steinernen Flotte" geöffnet sein?" „Bon zehn Uhr an, Exzellenz." — „Die Genehmigung von Seiten des Festungsgouverneurs ist ohne Widerrede erfolgt?" — „Ohne Widerrede! Auf Grund einer Anmeldung der Hafen- inspektion, dass für Sonntag abend das Eintreffen einer größeren Anzahl Neckarschisfe mit Bausteinen zu erwarten sei. Das' Erstechen, die Brücke des Nachts fiir die Durchfahrt zu öffnen, ward bmnit begründet, daß die letztere tvohl einige Stunden in Aw- fprnch nehmen dürfte, was bei Tag für den lebhaften Verkehr ßitf der Brücke eine empfindliche Störung bedeuten würde." „Ganz recht! Also um zehn Uhr! Ich komme sogleich zurück." Damit ging der Minister an die Tür, hinter der vorher Georgi verschtvunden war, und folgte demselben. Es verging keine Minute, da war er wieder bei Werner und geleitete diesen, der feine innere Aufregung kaum unterdrücken konnte, in sein Geheimkabinett. Dort war der Minister so leutselig, nahm alle Einzelheiten des Berichts in so heiterer Laune auf, daß Werner jene Anivandlung schnell überwand. Auch forderte die Aufgabe, das Technische des Unternehmens in kurzen Worten auseinanderzusetzen, seine volle GeistesgegeMvart. Wiederholt rieb sich der gestrenge Staais- chef vergnügt die Hände, den Vortrag mit Worten des Beifalls und des Triumphes unterbrechend. „Jawohl, mein verehrter Herr Kdllega in Wiesbaden! Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein! Oder besser: wer seinem Nächsten einen Damnt in das Fahrvoasser setzt, kommt selber daran zum Scheitern!" Als Werner endete, erhob sich der Minister und drückte dem Regierungsbaumeister die Hand. „So tvare alles vorbereitet und es kann losgehen! Sie haben, lieber Banrat" — damit teilte er ihm eine Rangerhöhung mit — „eine schwere Aufgabe vor sich, aber eine pläsierliche! Wenn es Ihnen gelingt, die Sache ohne jeden Zwischenfall zu Ende, zu führen, so wird es dem ganzen Land einen Hauptspaß bereiten! Die Zeit ist gut ge-- wählt. Die Nacht dunkel- Wenn das gute Wetter anhält, wird's Nebel geben. Bis zur Stunde der Abfahrt aber bleibt das Hauptgebot: Vorsicht! Alles vermeiden, was itt Nassau oder . bei den Mainzer Festungsbehörden Verdacht wecken könnte! Auch von unserer Seite ist nichts versäumt. Das Verhältnis unserer Zivilbehörden in Mainz zu dem Gouvertiement ist mit ganz besonderer Sorgfalt gepflegt worden. Und die Herren Offiziere, die morgen nacht auf Wache sein werden, haben nach dem tollen Treiben der drei Kärnevalstage sicher etwas Schlaf in den Augen! Die einzige Sorge macht mir der Posten auf dem Fort am Südende der Peters-Aue, an dem Sie vorbei müssen, um dann am Mrdende Ihr nächtliches Zauberwerk zu betreiben!" „Exzellenz können auch in dieser Hinsicht beruhigt sein!" schaltete da Werner ein, und sein im Beginn der Audienz so ernstes Gesicht erhellte sich nun ganz. Er dachte au seine allzeit lustige Frau, die ihm während des Kttmevals mit einem Einfall, wie dieser Gefahr vorzubeugen sei, zu Hilfe gekommen war. „Ich habe den Namen des wachhabenden Offiziers", fuhr er fort, „rechtzeitig in Erfahrung gebracht und nun ist dafür gesorgt, daß der seine ganze Aufmerksamkeit morgen nacht auf das Ufer von. Kastel konzentrieren wird, ohne den dunklen Schatten unserer steinernen Flotte bei der Borbeifahrt und unferem! späteren Tun allzuviel Beachtung zu schenken!" Der Minister lachte jetzt laut auf. „Ein Nachklang des Karnevals, wie?" Dann aber erhob er abwehrend die Hand. „Die Zeit drängt! Jetzt müssen Sie aufs Hauptpolizeiamt wegen der Gendarmen. Sie bekommen Ihre Leute von hier, auch den Leutnant! Die Beamten aus Mainz zu nehmen, war nicht ratsain. Hier ist die Vollmacht! Man wird Ihnen auf dem Amt in jeder Weise entgegenkommen! Und nun, Herr Baurat, guten Erfolg! Noch einmal — Vorsicht!" Als Werner durch, die Tür schritt, durch welche vorhin Georgi abgegangen war, verflog auf einmal die Stimmung, in welche ihn der Verlauf der Audienz versetzt hatte. Als er aber gar beim Betreten des Hauptpolizeiamts die unheimliche Gestalt Georgis gerade wieder in' einer Tür verschwinden sah, da überfielen ihn aufs neue die quälenden Fragen: „Wem gelten diese Gänge? Wer soll verhaftet werden? Was hat das Vorhaben des berüchtigten Schleichers mit der Oeffnung der Rheinbrücke morgen Nacht zu tun?" Mer noch ehe er das Polizeigebäude verließ, hatte ihm der Zufall die Antwort auf diese Fragen gegeben. Ein Verhastbesehl gegen Hell war erlassen! Der Polizeichef selbst hatte bei der Auswahl der Gendarmen für das Werner zu- gewiesene Kömmando von zweien seiner Leute gesprochen, die gleichfalls nach Kastel in geheimer Mission gesandt würden. Und er hatte uwvirsch dem Leutnant zugebrummt: „Das' hat man von der Amnestie! Der Georgi ist wieder hoch!" Auch er schien für dm Mann keine Sympathie zu empfinden. Beim Durchschreiten eines Bureaus aber hatte W-erner dann gar Hells Namen gehört. Zwei Gendarmen standen vor einem Wachtmeister, der ihnen Weisungen gab. „Den Tag über wird Zivil getragen! Wenn ihr aber dann später den Hell festnehmt, seid ihr in Uniform! Verstanden?" Dem' neben ihm sitzenden Schreiber rief der Wachtmeister zu: „Ein Steckbrief wird nicht erlassen!" Das war für Werner nur noch die Bestätigung der inneren Gewißheit gewesen, aber gleichzeitig eine Erleichterung! Es blieb Zeit, Hells Flucht vorzubereiten. (Schluß folgt.) Aus der Lsmensette. Von M. T. in Gießen. Nachdruck verboten. Es waren zwei Bauernhöfe, hüben ititb drüben. Der hüben war klein, das bescheidene Anwesen eines Kleinbanern, aber unendlich freundlich spiegelte sich in seinen blanken Fensterscheiben die goldne Himmelssonne und lachte in den Flor blühender Blumen, welche die Fensterbänke zierten. Drüben der Hof war groß und stattlich, der stolze Hof eines Großbauern. Aber kalt erschien er, eiskalt, düster und unfreundlich. In dem kleinen Hof, da schaffte ein junger Mann in gesunder Kraft munter und vergnügt, und sein rotbackiges Weib mit den lachenden Blauangen und dem roten frischen Munde half ihm tüchtig bei der Arbeit. Und um die beiden her blühte ein Kranz sorglos fröhlicher, herziger, kleiner Menschenknospen auf, denen sie ihre besten Kräfte des Leibes und der Seele weihten. Drüben, da quäkelte ein alter gebrechlicher Manu, der selber keine Kraft mehr besaß zum Arbeiten, hinter Knechten und Mägden her keifte ein altes Weib in Mißmut und Uebellaune und saß ein junges und dachte an nichts Liebes und Freundliches, sondern nur an Haß und Rache. Einstens hatte drüben der kleine Hof dem nun reichen Großbauer gehört, da war er noch arm gewesen; doch dann fiel ihm durch Erbschaft Reichtum und Wohlstand zu. Da genügte ihm der kleine Hof nicht mehr, er wollte nun einen großen Hof haben; so baute er sich einen neuest auf die andere Seite der Dorfstraße. Stolz wandelte er dann durch sein Anwesen und verglich die beiden Höfe, den großen mit dem kleinen. So klein war „er" gewesen und so groß war „er" geworden! Doch daß er früher in der Sonne wohnte und nun im Schatten, das merkte er nicht .... Sein einziges Kind, die Anne, war eben den Kinderschuhen entwachsen, als das Glück kam in Gestalt des Reichtums. Bisher, da gehörte ihr Glück einen anderen Namen, da hieß es Franz Gebhard und war ein hübscher Bursche mit lachendem Gesicht und Sonnenaugen. Doch das konnte nun ihr Glück nicht mehr sein, denn Franz hatte weder Geld noch Gut und sie, Anne, war nun reich. Da paßten sie nicht mehr zusammen .... Als sie alt genug war, eben zwanzig Jahre, da nahm sie denn auch, wie sich das gehörte, einen reichen Burschen. Er gefiel ihr weniger, doch sein Hof war stattlich und schön. Seit Anne drüben auf der Schattenseite wohnte, war ihr Herz kalt geworden und hart, wie das ihrer Eltern. Was fragte sie da noch nach Liebe, da fragte sie nur noch nach Geld. So wurde sie äußerlich immer reicher, doch innerlich immer ärmer, aber das wußte sie uicht. Bis eines Tages; da sollte sie es erfahren. Zwei Jahre war sie verheiratet, da gab sie einem Kinde das Leben. Cs war ein Kuäblein. Doch es wollte nicht gedeihen; ihm erging es wie einem Blümlein, dem die Sonne fehlt. Ihm fehlte der warme Sonnenschein echter Mutterliebe. Die Mutter hatte wenig Zeit für ihr Kind, sie mußte sich um Knechte und Mägde und das ganze Getriebe aus dem großen Hofe kümmern, denn ihr Mann, dem das wohl zugekommen wäre, der tat es nicht. Der lebte seinen Freuden in den Tag hinein, ging auf die Jagd, spielte und trank, denn es war ein Leichtfuß, und das Arbeiten hatte er bei seinen reichen Eltern nie gelernt. Und in ein paar Jahren, da hatte er sein ganzes großes Vermögen verspielt und verjubelt und trotz Annes Fleiß und Sparsamkeit konnte sie den schönen stolzen Hof nicht halten. Da fühlte 51ö sie zum erstell Male Mieder, haß sie ein Herz von Fleisch und Blut hatte, denn das zersprang fast vor Schmerz, als sie ihr Eigentum verlassen und zurückkehren mußte in das Elternhaus. Ihren Mann nahmen ihre Eltern nicht auf, es war ihnen schon zu viel, daß sie nun Tochter und Enkelkind ernähren mußten. Da fing die Kälte, die in diesem Hause herrschte, an, auf Anne und das Kind zu drücken. Der Knabe gedieh denn auch hier nicht, obwohl die Mutter nun Zeit für ihn hatte und er nur noch ihre einzige Sorge war. Doch was ihm eigentlich fehlte, das konnte sie ihm nicht geben, sie konnte nicht mit ihm spielen und zärtlich tun, ihr war nicht darnach. Zorn und Verachtung für feinen Vater, Haß und Bitterkeit gegen das Schicksal erfüllten ihr Herz und ließen kein warmes Gefühl darinnen aufkommen. Ihr Mann vagabundierte irgendwo draußen in der Welt herum. Und eines Tages, ihr Knabe war gerade vier Jahre alt, da schnitt man ihn von einem Baum im Walde — er hatte sich erhängt.... Anne wurde nun noch verbissener über den neuen Schimpf, den er ihr angetan hatte, und zog sich noch mehr von der Außenwelt zurück, mit der sie wenig genug in Berührung gestanden hatte. Doch vollständig brach sie mit der Welt, als ihr auch noch ihr Knabe genommen wurde, ihr einziger Trost und Halt noch im Leben. Er fiel der Diphtherie zum Opfer. Zn spät hatte man bei dem stillen blassen Kinde die heimtückische Krankheit gemerkt. Mit ihm erschien in ihr alles erstorben zu fein, auch Haß und Groll. —- — Sie lebte völlig für sich, ließ sich von niemand sehen, um mit niemand sprechen, um nicht andere, glücklichere Leute sehen zu müssen. Und doch war da noch ein Etwas, für das sie sich interessierte, das sie belebte. Ihr völlig unbewußt, gab es ihrem geistigen Leben Nahrung. Ihr Zimmer lag nach der Straßenseite, kühl und ruhig, kein Sonnenstrahl traf es je. Hier saß sie an dem Fenster, hinter den dichten Tüllgardinen, und brütete über ihr Unglück. Dabei gingen ab und zu ihre Blicke durch das Fenster und hinüber nach dem niederen Hanse, über das die Sonne lachte und an dem die Blumen blühten. Dort drüben hatte sie ihre Jugend, ihre goldne sorglose Jugend verbracht. Arm war sie gewesen, so lang sie dort gewohnt hatte, und doch reich —, reich an Glück! Das Glück schien von ihr gewichen, seit sie aus dem Hause gegangen war. Doch in dem Hause war es wohnen geblieben und lachte aus jedem Fenster heraus. Es war ein rechtes Glückshaus. Franz Gebhard wohnte jetzt darinnen, dem ihr Herz gehört hatte, so lange sie arm gewesen war. Ihr reiches Herz! Seit sie reich war, war ihr Herz so arm — so arm! Sie hatte das noch nie so empfunden wie jetzt, wenn sie mit brennenden Augen da hinüber sah, und sah den jungen kraftvollen Mann so frohgelaunt seine Pflichten erfüllen, sah sein blühendes Weib, wie es lachend und scherzend seinen Haushalt versorgte und der Kinoer wartete, sah die Kinder gesund und schön — drei Mädelchen in roten Röckchen Und blonden Locken, wie kleine Glückskäferlein, im kleinen Hofe herumwirbeln. — — Dann wurmte sie etwas, dann fühlte sie, daß ihr etwas fehlte, ein Etwas, das sie sich verscherzt, das sie nicht geachtet hatte, für das sie zu reich gewesen war — das echte Herzensglück! Doch sie wurde nicht besser bei dieser Erkenntnis; im Gegenteil, immer bitterer, immer unzugänglicher. Sie haßte förmlich da drüben die Leute im kleinen Hause um ihres Sonnenhauses und ihres Sonnenglückes willen. Tagelang — wochenlang grübelte sie darüber nach, wie es sein müßte, wenn dort drüben einmal das Unglück einkehrte. Ja, das müßte ein Schlag sein! Dann würde die Sonne gewiß nicht mehr so protzig in den Fenstern leuchten, daß es ihr die Augen blendete. Dann müßte es finster werden und trübe. — Und das Unglück kam, wie sie es sich ausgemalt hatte, gleichsam als wolle es ihr Genugtuung verschaffen für all ihr Leid. Es war an einem regnerischen trostlosen Herbsttage. Die Sonne hatte sich so tief hinter den dunklen Wolken versteckt, daß man keinen Schimmer ihres goldenen Scheines sah. Der Mud raste pfeisend die Dorfftraße entlang und fegt die Kinder von der Straße fort in die gewärmten Stuben. (Schluß folgt-) Die militärische Bedeutung öes Zeppelin-Luftschiffes. Unter der Ueberschrift: „Was lehrt Zeppelins große Fahrt?" stellt das „Militär-Wochenblatt" folgende Betrachtungen über die militärische Verwendbarkeit des neuen Luftschiffes an: . ist eriviesen, daß das starre System Zeppelins mit einer Gasladung 750 Kilometer leistet; das ist die Entfernung Metz-Paris und zurück. Ein solcher Aktionsradius genügt den Anforderungen der strategischen Aufklärung völlig. Vorbedingung ist natürlich ein Motor, der so sicher arbeitet, daß die Notwendigkeit eines Heruntergehens zur Erde im feindlichen Gebiet ausgeschlossen ist. Sehr wesentlich ist auch, daß der Ballon in der Sage ist, an einer genau bestimmten Stelle zu landen, wie das Niedergehen auf den Rhem bei Oppenheim beweist. Für die im Notfall auch nötige Landung auf freiem Felde sind eine sehr feste Verankerung oder ganz ruhiges Wetter Vorbedingung, da es sonst nicht gelingen kann, ein 120 Meter langes Fahrzeug mit seiner gewaltigen Windangriffsfläche genügend festzu- machen, wie die durch den Gewittersturm am 5. August hervorgerufene Katastrophe zeigt. Benzin und Gas werden zudem stets, felbtzst bei den größtmöglichsten Sicherheitsvvr- rcchtungen, unzuverlässige Nachbarn bleiben. Explosions- motore sind aber des Gewichtes wegen leider unvermeidlich. Da dieses der Fall ist, muß die den Motor tragende Gondel jedenfalls Vor Erschütterung bewahrt bleiben. ' Aus dem Grunde werden die nach dem starren System erbauten großen Luftschiffe auf mehr oder minder vorbereitete Stationen und Landestellen angewiesen fein. Sie werden daher zweckmäßig nahe der Grenze und Küste in Ballonhallen stationiert werden, um die strategische Fernaufklärung mit Beginn der Feindseligkeiten eröffnen zu können. Ihre Beobachtungen werden die Grundlage für den Aufmarsch der Armee, für die zweckmäßige Verwendung der Heeres- kavallerie bildest. Sie werden einmal aus der gesteigerten Benutzung von Eisenbahnstrecken und Landstraßen, zum anderen aus der Beobachtung, welche Landesteile frei von Truppen sind, in der Lage fein, den strategischen Aufmarsch des Feindes zu erkennen. Erschwert wird allerdings die Beobachtung ans dem Ballon dadurch, daß man zur Vermeidung des Artilleriefeuers genötigt fein wird, aus der besten Seehöhe von 300 bis 400 Meter bis über 1500 Meter aufjufteigen. Auch ist noch nicht erprobt, ob die vom Grafen Zeppelin geplante Anwendung der Fnn keu- telegraphie ohne Gefährdung des Luftschiffes möglich sein wird. Es besteht die Ansicht, daß der Empfang ehep ausführbar fein wird, als das Geben von Funkensprüchen. Gerade die letzte Bedingung müßte aber erfüllt werden, um das Luftschiff der Aufgabe zu entheben, sein eigener Meldegänger zu sein. Namentlich im Seekriege zum unmittelbaren Verkehr zwischen Aufklärungsschiff,unb Flotte wär6 der funkentelegraphische Verkehr von größtem Werte. Für' die Zwecke der taktischen Nahaufklarung ist das starre System Zeppelins nicht geeignet, da ein hierzu bestimmtes Luftfahrzeug, der wechselnden Kriegslage entsprechend, ebenso wie die Divisionskavallerie jederzeit zur Verfügung des Uihrers stehen muß. Ein solches Luftschiff muß leicht transportabel sein und auf freiem Felde ohne den Schutz, einer Ballonhalle schnell gefüllt und montiert werden können. Da zur Lösung der Aufgaben der Nahaufklärung ein Aktionsradius von 75 Kilometer genügt, so erfüllen kleinere Ballons diese Anforderungen besser. Vermischtes. * D i c unmittelbare Ausnutzung der Sonnen- wärme zur Erzeugung von Kraft. Vor kurzem ist in Tacony, Philadelphia, eine „Sonnenmaschiue" nach einem neuen Prinzip gebaut worden; bei dieser Maschine werden die Sonnenstrahlen ohne irgendwelche Konzentration unmittelbar ausgenutzt. Ein sogenannter Wärmekasten dient zur Aufspeicherung der Sonnenwärme; er soll unter der Breite von. Philadelphia Temperaturen von bis 115 Grad und in tropischen Gegenden sogar solche von 150 Grad und darüber zu erzielen gestatten. Der „Wärmekasten" ist ein flacher Kasten von geeigneten Abmessungen, innerhalb dessen die Dampf- röhren angebracht sind; über letzteren befinden sich zwei durch eine isolierende Luftschicht von etwa 2,5 Zentimeter getrennte Lagen Fensterglas. Die Lichtstrahlen der Sonne gehen unbehindert durch das Glas hindurch und fallen auf die geschwärzten Ersenrohre, an denen die strahlende Wärme in Wärme gewöhnlicher Fornr um- gewandclt wird, der- gegenüber dann die beiden Glaslageu als Isolatoren wirken. Aul diese Weise kommt es zu einer Auf- 516 speichemng von Wärme in der innerhalb der Rohre befindlichen Müssigkeit, durch die schließlich der zum Betriebe der Maschine erforderliche Druck erzeugt wird. Der Abdampf wird kondensiert und wieder nach dem Kanal zurückgeleitet, so daß ein Kreislauf ohne Ende zustande kommt. In mittleren Breiten benutzt der Erfinder der Maschine, Herr Frank Shuman, Aether als Betriebsflüssigkeit, während man in den Tropen mit besonderem Vorteil Wasser benutzen kann. Ein besonderer Vorzug der eben beschriebenen Maschine ist, daß sie in beliebiger Größe konstruiert werden kann und in der Anlage nicht kostspieliger ist als eine gewöhnliche Dampfmaschine. Die Abnutzung ist hingegen wert geringer als die einer solchen; auch die UeberwachungskosteN sind entsprechend niedriger. Da selbst in tropischen Breiten der zum Antrieb der Maschine ersorderliche Sonnenschein nur wäh- reud eines Teiles der gesamten Tageszeit zur Verfügung steht, muß man, wenn eS1 sich um ununterbrochenen Betrieb handelt, für die Anlage eines besonderen Akkumulators sorgen. * Er war tungs Nervosität. Für Leute von einiger? maßen lebhaftem Temperament gehört das Warten zur größten aller körperlichen und geistigen Oualen. Der Ursprung dieser Tatsache würde auf psychologischem Wege wohl nicht schwer zu finden sein, denn es steckt in jedem Menschen mehr oder weniger das Verlangen, mit etwas, was er sich vorgenommen hat, möglichst bald fertig und in der Ausführung seiner Absicht nicht unnötig aufgehalten zu werden. Daher wird es auch mit vollstem Recht für eine der größten Unhöflichkeiten gehalten, wenn jemand ohne Grund und Entschuldigung andere aus sich warten läßt. Jmiuerhin wird der Zustand des Wartenmüssens in der Ziegel nur zu den Unannehmlichkeiten gehören, die sich, nachdem sie vorüber sind, rasch vergessen lassen. Bedenklicher wird die Sache bei der eigentlichen „Erwartung", namentlich wenn das bevorstehende Ereignis geeignet ist, den betreffenden Menschen in eine starke freudige oder ängstigende Erregung zu versetzen. In solchen Fällen kann die Erwartung, wenn sie auf eine langwierige Probe gestellt wird, sogar zu krankhaften Erscheinungen führen, die zu- toeilen recht ernste Formen annehmen. Auf diesen Zusammenhang hat namentlich Kraepelin aufmerffam gemacht, und jetzt hat Dr. Jsserlin nach seinen Erfahrungen an der psychiatrischen Klinik in München in der Münchener Medizinischen Wochenschrift einen größeren Aufsatz über die „Erwartungsneurose" veröffentlicht, der zum erstenmal ein zusammenfassendes Bild dieser merkwürdigen Erscheinung vermittelt. Zunächst veranschaulicht er sie durch eine Reihe von Beispielen. Bei eineni Rechtspraktikanten äußerte sich die Erwartungsüeurvse in ganz eigentümlichen Störungen beim Schreiben, die ihn in seiner Tätigkeit fast vollständig lahmlegten, ohne daß irgendwelche Erkrankungen an den beteiligten Muskeln nachgewiesen werden konnten. Auch wenn der junge Mann einen ganz guten Anfang mit dem Schreiben gemacht hatte, wurde er plötzlich von dem Bewußtsein befallen, daß es nicht weiter gehen werde, und dann stellte sich in der Tat bald die vollständige Unfähigkeit zur Fortsetzung des Schreibens ein. Bei einem älteren Fräulein äußerte sich die Krankheit in heftigem Brennen in den Augen und Kdpfschmerzen, die nach MugereM Lesen und Malen eintraten, ohne daß die geringste Erkrankung^ der Augen oder auch nur ein Zusammenhang der Anfälle mit blendendem Licht oder ähnlicher Einwirkung festzustellen war. Bei einem achtjährigen Knaben wurde die Nahrungsaufnahme in höchstem Grad durch heftige Hustenstöße gestört. Eine andere Patientin litt an fast völliger Unfähigkeit KuM Gehen. In einem Fall erreichten derartige Zustände einen so hohen Grad der Qual, daß die Kranke mehrere Selbstmordversuche verübte. Ueberall war das Vorhandensein einer ängstigenden Erwartung eingebildeter oder tatsächlich schon vorge- kommener Vorfälle nachweisbar. Meist werden Personen von solchen Störungen geistigen Ursprungs befallen, die bereits erblich belastet sind, während die Hysterie keine besondere Rolle in ihrer Entstehung zu spielen scheint. Häufig sind, wie sich von vornherein annehmen läßt, bestimmte Erlebnisse der eigentliche Ausgangspunkt der Erwartungsneurose. Jener Knabe, der vor Husten weder essen noch trinken konnte, hatte einmal eine sogenannte Angina erfahren und seitdem eine große Mgst vor einer Wiederholung dieses Zustandes, die nun erst recht zum Eintritt solcher Störungen führte. Bei deM Rechtspraktikanten lag der Anlaß der Schreibstörungen in der Befürchtung, daß die von ihm betriebenen Fechtübungen zu einem Schreibkampf führen könnten. Die dauernde Angst davor genügte, ähnliche Beschwerden tatsächlich hervorzurufen. In den Meisten Fällen scheint die hypnotische Behandlung eine schnelle Besserung und auch völlige Heilung herbeizuführen, doch ist es wichtig, daß diese Behandlung nicht zu spät eintritt, weil sich sonst das Leiden zu einem1 hohen Grad steigern kann und dann große Schwierigkeiten für den Arzt darbietet. Auch die lebhafte Erinnerung an schwere Krankheiten kann zu einer Erwartungsneurose führen. Zuweilen wird der Kranke durch einen glücklichen Zufall von diesem1 Zustand befreit, indem ihm einmal die Grundlosigkeit seiner Erwartungsängst eindrücklich gezeigt wird. Besonders häufig sind Störungen des Schlafes die Folge der Erwartungsnervosität. Der Arzt muß solchen Erscheinungen gegenüber eine große Aufmerksamkeit und Vorsicht beobachten. * Wie man richtig und schön lacht. Aus London wird uns berichtet: Die Künde, daß in Mailand eine Schule errichtet wird, in der u. a- auch die Kunst eines musikalischen Lachens gelehrt werden soll, hat in England lebhafte Erörterungen hervorgerufen. Der Gesangstechniker Noel Fleming, der das Studium der Mechanik der Stimmbänder seit Jahren emsig bei» treibt, hat sich über die Folgen des gewöhnlichen Lachens, des „Amateurlachens", sehr pessimistisch ausgesprochen- „Das italienische Lachen ist stets klangvoll, während man in England meist in der Kehle lacht und infolgedessen Dissonanzen hervorbringt. Es ist ein dringendes Bedürfnis, die Jugend von anfang an richtig lachen zu lehren- Der Fall ist gar nicht selten, wo das Lachen direkt physiologischen Schaden anrichtet. Das Lachen soll auf demselben Wege hervorgebracht werden, wie die menschliche StimMe. Man ist, überrascht, wie selten man ein natürliches schönes Lachen hört. Der populäre Ausdruck von dem1 „Sichtot- lachen" ist bezeichnend. Man sollte nie danach erschöpft sein. Ein richtiges Lachen ist eine durchaus gesunde Muskelbewegung, die niemals ermüden darf. Das falsche Lachen dagegen ist unmusikalisch und führt leicht zur Heiserkeit durch die Ueberanstrengung und Erregung der Stimmbänder. Der Ton des1 Lachens sollte stets der natürlichen StimMlage entsprechen. Mer dies findet män nur sehr selten und meist nur bei Leuten, deren Stimme systematisch geschult und entwickelt ist. Wie oft hört inan es, daß Menschen mit tiefer Stimme in den hellsten Tönen lachen. Auf die Stimmbänder ist das von verderblichem Einfluß. Es ist Merkwürdig, daß man gerade unter den Regem die größte Anzahl von Leuten findet, die „ridjtig lachen", wenngleich es bei ihnen nicht schon und musikalisch Hingt". * Schauspieler: „Wenn ich spiele, denke ich nie an mein Publiku m." —- Kritiker: „Aber glauben Sie nicht, daß Sie doch etwas Rücksicht auf die Leute nehmen sollten?" * Dame (zum blinden Bettler): „Wo ist der Knabe, der Sie sonst zu führen pflegte, Sie Aermster?" — Bettler: „O, der hat sich jetzt selbst etabliert." > * „Ich dachte, Sie sagten, als ich Sie engagierte, Sie tränken nicht." — „Das tat ich damals auch nicht. Ich konnte es mir nicht leisten, bis ich wieder eine Stelle hatte." An- und Einsichten. Nichts ist widerwärtiger als die Majorität: beim sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkommodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne im mindesten zu wissen, was sie will. Goethe. Der alte Pessimismus findet, daß die Natur verderbt sei durch die Sündhaftigkeit der Menschheit, der neue, daß die Menschen verderbt seien durch die Schlechtigkeit der Natur. Riehl. In der Gesellschaft hat man die Pflicht, zu sein, was man scheint, nicht, was man ist I Man hat auch Pflichten gegen sich, sagen d i e Leute gern, die andere Pflichten noch nie gekannt, haben. Es gibt sehr viele Leute, die nichts anderes wissen, als alles besser. * Bis die Leute dich einen guten Menschen heißen, müssen sie dich schon ost betrogen haben. Moritz Goldschmidt. Scherzsplitter. Sage mir an, warum ist wohl Tas Schwein vom Glücke ein Symbol? Nun, das führe ich darauf zurück: Es gibt so selten ein reines Glück. Alb. Roderich. Silbenrätsel. Die Erste ist ein wichtig Ding Und niemand achtet sie gering; Gar manchmal bringt sie Glück und Freud, Doch oft auch Gram und Herzeleid. Die Zweit' und Dritte, diese beiden Sind wohl von niemandem zu neiden; Oft große Bürde, schwere Last Legt'ihnen aus der fremde Gast. Das Ganze birgt und offenbart Geheimnisse gar vieler Art. Es trägt daran, doch kennt sie es nicht! Nun, kluger Leser, wirds bald Licht? Gießen. J. B. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Wahn, Kahn, Bahn, Hahn, Zahn, Jahn. Redaktion: P. Witt ko. — Rotationsdruck und Verlag der BrLhl'sche» Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R, Lange, Gießer,