Mittwoch den P. Februar E U ?l S|| I WZ>MAW.^ X X7J «LKWW to&IKIII Kelwuih von Loy len. Roman von Ursula Zöge von Manteuffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Ich wollte mit dir über Edmund sprech:»," sagte Anne Marie ruhig. Sie bückte sich. Pflückte eine Frühlingsblume ab und drehte sie zwischen spitzen Fingern, so ging sie langsam weiter, wahrend er hastig fragte: „Betrifft cs diese — diese Amerikanerin?" „Es handelt sich darum, daß er im Begriff ist, geistig zn entgleisen." „Was meinst du?" — fragte Loyscn ungläubig. „Ich spreche davon mit dir allein, sonst mit niemand. Edmund ist, meiner Ueberzeuguug nach, nicht mehr in geistig normaler Verfassung." „Mein Himmel! Tauschst du dich nicht?" . „Der Fall ist nicht ausgeschlossen, aber leider rausche ich mich selten." t . ... L. . „Und woraus schliesst du es? .Hast du einen Arzt gefragt? „Woraus ich es schließe, ist schwer zu sagen, und einen Arzt zu konsultieren, hatte ich bisher keine Veranlassung. Aoer Männer wie Edmund enden oft in tragischer Klügllcyi-ru. „Du sagtest, zu den Gästen in Schloß Test gehöre auch die verwitwete Gräfin Wendtleben." „Gewiß. Seit dem Tode ihres alten Grafen schleppt siechten schönen Titel, ihre Diamanten unb ihre extravaganten Toiletten in der ganzen modernen Welt herum, den Hinter war sw m Monte Carlo, jetzt grast sie alle Verwandten _ihres „old dear ab, dann geht sie nach Ostende. . . hinter diesen» Frrlicht flattert, als Motte, Edmund." , . „Anne, du nimmst die Tinge verzweifelt ta'tbiutig. „Bis zu einer gewissen Grenze, mein Bester., Die sapöne .Halbwilde mag voran-, Edmund nachflattern. Ja, seine schon ganz verjährte Beharrlichkeit rührt mich fast. Ich verlange nur, daß er mir die Rücksichten und die Höflichkeit erweist, die ich von ihm fordern kann. Das hat er stets getan und das nimmt retzt ein Ew.de Er leidet an Anfällen plötzlich ans brechender Heftigwit und macht mir dann regelmäßig den Vorschlag, der Scheidung: Sie runzelte leicht die Brauen, und ehe Loyfen etwas sagen konnte, fuhr sie fort: „Ich hatte diese Idee ür krankhaft, wie ich denn diese ganze, ihn» so wenig ähnliche Geschmacksverirrung für ein Symptom geistilzer Schwäche halte -7 non wie es auch sei, hier hört meine Nachgiebigkeit auf. Ein Famrllenskandal! Asfrenx. Niemals! Ich hab-e eine Abscheu vor einem beglaubigen Sen- sationsaktus, uiiti den man befragt werden darf, über oen man Rechenschaft ablegen muß." ■ . , Loysen ivar ganz erschüttert. Niemals hatte er geglaubt, daß cs zwischen den beiden. hierzu kommen könne. Sw vertrugen sich eigentlich so wunderbar und Troß war immer stolz auf feim Fran gelvesen. . Anne Marie schritt in der ihr eigenen, gleitenden Act neben ihm weiter, immer die Blume in der Hand betrachtend: „Und dann ist das zu bedenken: Kommt eö mit ihm, wie ich glaube, jo hatte dir Geschiedene niemand in der Welt, der sich seiner aunäyme, ich kann sagen, erbarmte, da er der letzte einer ausgestorbenc» Familie ist." Hätte sie das nicht so kühl und nüchtern gesagt, so wäre es ihrem Begleiter förmlich tröstlich gewesen, so aber erschien cs nur als eine Reflexion bedachtsamer Gewissenhaftigkeit. Es war ihm ganz unbegreiflich, wie sie so durchs Leben gehen konnte! unter der Last eines ihm furchtbar düukenden ehelichen Elends, leicht und gelassen, mit so völlig ungekünsteltem Gleichmut. Das hatte das Leben aus ihr gemacht, die einst mit den Geschwistern um die Wette in seligem Kinderglück über diese Wiesen gesprungen war, um, wie sie jubelnd verkündete: Schwalben zu fangen! und wie sie weinen und zürnen konnte, wenn die schnellen Bogel sie foppten und an ihr vorüber fuhren. Es war eine geringfügige Erinnerung, aber sic stimmte ihn nachdenllich. Am Nachmittag saß die ganze Familie beim Kaffee in jcitev buntfenstrigen Glasveranda, und Reckuitz, der jetzt erst recht dazu kam, sich des Besuches zu freuen, saß behaglich schmunzelnd zwischen den beiden Schwestern. Er hatte „sein Annchen" lieb, ob sie das nun zu würdigen wußte oder nicht, und seine drei einstigen Mündel so um sich zu haben, war ihm eine Herzensfreude. Kaffee und Kuchen ward genossen, die Sonne schien funkelnd durch die bunten Scheiben, die Finken schlugen in den alten Eichen des Parkes. < . , , c „Kinder," sagte Reckuitz gemütlich, „ich bin froh, daß ich euch nm mich sehe. So nett krieg ich euch doch nicht sobald wieder zusammen." , Anne Marie 'lächelte liebenswürdig und ließ ihre kühlen, müden Augen über seine stämmige Erscheinung gleiten. Er war natürlich ivicder mal in Joppe und hohen Stiefeln. „Warum denn nicht?" — rief seine Frau, „ich schlage vor, daß wir, so wir leben, nächstes Jahr an diesem Tage, zu dieser Stunde wieder hier zusammenkommen.— wir vier. Ja? Schlagt doch ein! Es ist hübsch, wenn man so etwas im Sinn behält, worauf man sich dann das ganze Jahr freuen kann." „Topp!"' — rief Reckuitz, „Hände her!" — Er nahm! die drei hingehaltcnen Hände in seine große Pratze — „hier Miezchens rundliche Hausfrauenband — hier Annchens zerbrechliche Feenhand, hier Helmnths Rciterhand — ein wenig zu schmal geraten für eine solche . . . so, da hab ich euch. Es gelte! —" ' „halt noch!" — sagte Marie Ann«, „wenn Helmuth vis dahin eine Fran hat, darf sie natürlich mitrommen." „Darf sie?" — fragte der lächelnd, — „das will nh mir denn doch anch ausgebeten haben." An Edmund Troß dachte niemand, am wenigsten seine Frau. Tic Herren gingen dann noch in die Ställe, um ein neue gekauftes Pferd zu besichtigen, die beiden Schwestern blieben allein. Lilly, deren Kräfte die ihr zu Ehren der Tante Anne auferlegte Manierlichkeit fast überstieg, entschädigte sich auf der« Kvockctplatz durch eine Art Veitstanz, den sie zwischen Bälle» und Mise» ausführte, Klein-Annchen saß, wie meist, zu Fußen d« Mutter, still damit beschäftigt, der prachtvollen Puppe, tue 110 ihr die Pate mitgebracht, ein Flachshaar nach dem andern auszuzichcn. Sie bückte den dunklen Kops über diese Arbeit, schob die Oberlippe vor und war das Bild emsiger Sittsamkeit. Anne Marie, in ihren Rohrsessel zurückgelehnt, betrachtete das Kind durch ihr Lorgnon. Kinder waren ihr, wie sie zu sagen pflegte, nicht unangenehm^, aber unheimlich. Marie Anne kramte in ihrem Arbeitskorb und räusperte sich. Sie konnte cs nicht lassen, zu seufzen: „Ach, Anne, wenn ihr — du und Edmund, doch auch Kinder hättet." Anne Marie klappte ihr Augenglas zusammen. „Das wäre ja gräßlich!" — sagte sie kurz. „Aber Anne —" „Bitte, höre davon auf. Ja? Sag mir lieber, !vie du dieseir Kuchen backen läßt. Er ist besser als meiner." Und das Gespräch glitt ins Häusliche. Anne Marie war als Hausfrau ebenso rühmlich bekannt wie ihr'« Schwester. Nur daß sie für gewöhnlich nie von solchen Dingen sprach und ihre Gäste den Eindruck empfingen, irgend eine unsichtbare Macht treibe das Uhrwerk ihres Hauswesens. Tas war auch etwas, !vas Troß an ihr bewunderte. Ten nächsten Morgen bat sie Lohsen, mit ihm nach Braunstadt zu fahren. Sie wollte ihrer Jugendfreundin Ada Valois einen Besuch machen — mehr ans Langerweile als aus Herzensbedürfnis. Die stolze Schönheit bewohnte mit ihrer alten Tante drei Parterveziimner der dem alten Grafen Trauen gehörigen Villa und empfing ihre Besucher in einem mit etwas verblichenen blauen Sammetmöbeln ausgestatteten Salon. Daß Loy- sen mitkam, sah sic nur als einen ihrer Schönheit schuldigen Tribut an und er sagte ihr all die Artigkeiten, die er immer für junge Damen in Bereitschaft hatte und die ihm nur Edel- traut gegenüber nie über die Lippen wollten. Als sie dann I fortfuhren, sagte Anne Marie: „Machtest du dich über meine Freundin lustig oder bist du I wirklich solch ein vielversprechender Courmacher?" „Ich denke, dazu seid ihr da," versetzte er sorglos. „Damit man sich über uns lustig macht, oder —" Sie lachten beide und Lohsen sagte: „Man kann ihr ivohl nun ungestraft dcu Hof machen, Nicht?" „Tu meinst, sie sei alt genug? Du bist ein netter Fraucn- kenuer. Ich werde dich bei meinen Verehrern in die Lehre schicken müssen." Am Abend reiste Anne Marie wieder ab. Lohsen mußte Marie Anne recht geben, die klagte: „Ich verstehe Anne gar nicht mehr. Wie kann nur jemand in ihrer Lage so gleichgültig bleiben. Ich würde cs wirklich begreiflich finden, wenn sic Edmund haßte — aber sie haßt ihn nicht int mindesten. Und Wenn du wüßtest, was sic mir gesagt hat — so unnatürlich!" z „Ich will dir sagen, Mieze, man muß sie in Tobrau sehen. | — Tie Luft von Bardes ist ihr nicht bekömmlich. Woran e§ | liegt, weiß ich nicht." Er wartete nun schon mit Ungeduld auf den nächsten Tag, Um, so wie es anging, nach Rothaide zu reiten und sein Fernbleiben zu erklären. Ta ward ihm, als er am Frühstückstisch erschien, eine Ueberraschung. Ein großes, weißes Couvert, an ihn adressiert, aber ohne Poststempel, lag auf feinem Platz. „Von Wilhelm," sagte er —• „wie kommt der Brief her?" I „Sie nach Jarowitz zum ersten Zuge fahrenden Milch- j jungen vermitteln solche nachbarlichen Korrespondenzen," er- I »2rte Recknitz, „wie wir versendet auch die Rothaider Gutsver- | Wallung die frische Morgenmilch in die Stadt. Gutes Geschäft." | Lohsen hörte natürlich gar nicht hin. Er hatte das Cou- | tert ausgeschnitten. Ter Brief war ton Edeltraut! — Die | Aehnlichkeit der Handschriften hatte ihn getäuscht. Sic schrieb: „Lieber Herr von Lohsen! — Wilhelm kann sich Ihr Fernbleiben . so wenig erklären wie Ihren neulichen plötzlichen Auf- | bnic) in der Pfarre und ist in Unruhe und Besorgnis, es I tonne ^irgend etwas Sic verstimmt und gegen uns abgekühlt ha- t)iet nn Kiner Beruhigung gelegen ist, bitte W ®ie verziel) um eine Aufklärung, ob irgend ein Grund ® „r,”ur, «usall Ihrem Verschwinden zugrunde liegt. Ist cs möglich, so Bringen Sie uns bitte Aufklärung mündlich. Es grüßt Sie freundschaftlich Edeltraut v. d. H." Lohsen sprang auf und griff nach seiner Mütze. „Frühstückst du denn nicht?" — rief Marie Änne „Nein. Ich muß augenblicklich nach Nothaide reiten" „Himmel, ist ein Unglück" — Recknitz legte seine Hand.auf den Mnnd der Eifrigen. Lohsen war schon aus der Tilot. „Ruhig Blut, Mieze," lachte der Hausherr, „wie Unglück sicht der nicht aus." Auf heißem, schäumendem Rappen ritt Loyscn in den Hof zu Rothaidc, brachte selbst das Pferd in den Stall und ging Wilhelm suchen. Ter war noch in seinem Zimmer, sagte Martens, nnd ehe Lohsen klopfen konnte, kamen schnelle, leichte Schritte die Treppe herab und er fühlte eine Hand aus seinem Arm. Edeltraut stand vor ihm in ihrem Reitkleid aus Lodcu- stoff, Hut und Gerte in der Linken. Tas ihm, schon so bekannte schnelle Erröten färbte ihre Wangen, als sie flüsterte: „Ich danke Ihnen, daß Sie gleich kommen. Und — ist alles gut zwischen uns?" Einen Augenblick sahen sie sich in die Augen, daun beiigte er sich auf die Hand, die immer noch auf seinem Arm lag und seine Lippen berührten dieselbe. „Zwischen uns soll es, so hoffe ich, immer gut blcibcn, und immer besser werden. Nun verzeihen Sic einem Vergeßlichen feine Rücksichtslosigkeit — ich _fami mir’S nicht vergeben, Wilhelm beunruhigt zu haben. Besuch meiner Schwester Ivar meines Fernbleibens Ursache." ^Sie hatte ihre Hand zurückgezogen, aber weder schnell iwch unwillig: „Ich bin ja so froh, daß kein Mißverständnis vorliegt. Bitte, gehen Sie hinein zu Wilhelm. Ich schicke Ihnen Frühstück. Mich selbst müssen Sie entschuldigen." Drinnen wartete seiner ein noch herzlicherer Empfang. Nach der Ursache seines Fernbleibens fragte Wilhelm gar nicht mehr, nachdem ihn Lohsen in altgewohnter Weise begrüßt und ein Blick in dessen noch froh bewegtes Gesicht ihm zeigte, daß auch nicht die geringste Verstimmung Vvrliegen könne. Ta er am Schreibtisch saß, zog sich Lohsen ohne weiteres einen Stuhl herbei und setzte sich. Cr erklärte nun auch, was zu erklären war. „Hast du dich ernstlich beunruhigt?" Wilhelm schüttelte den Köpf. „Was ich dachte, konnte ich meiner Edel nicht sagen. Sie sah nur die äußere Unruhe." „Und was dachtest du?" „Sic habe dich vielleicht durch ein unbedachtes Wort verscheucht." „Lieber Freund —" Loyscn lächelte, „ich muß cs dir sagen, daß ich die Absicht habe, mich nicht so bald verscheuchen zu lassen. Denkst du noch daran, was ich dir einst sagte?" „Ich habe in diesen Tagen dran.gedacht. Ich sehe doch, daß du nicht nur meinetwegen herkommst." Lohsen verbeugte sich nur. Ter andere schob die Bücher auf seinem Tisch zurück, lehnte sich in den Stuhl und strich sich gedankenvoll den krausen Moridbart. (Fortsetzung folgt.) Aus ser Geschichte der LüöoMML. Original-Artikel der „Gieß. Familienblätter". Die philosophische Fakultät. Die Stellung keiner der vier Fakultäten hat im Umversi-- tätsleben eine so gründliche Veränderung erfahren, als die der philosophischen. Sie stand nicht neben, sondern unter den drei anderen Fakultäten, sie bildete nur den Vorbercitungs- kurS für tiefe, die höheren Fakultäten, die man durchlaufen haben mußte, um in diesen das Studium beginnen zu können. Die Absolvierung des philosophischen Studiums berechtigte uickst 1 Sur Bekleidung eines Amtes, selbst die Professoren der Fakultät hatten säst ohne Ausnahme auch Theologie oder Rechtswissenschaft, seltener Medizin studiert und trachteten meist danach, rn die höheren Fakultäten aufzurückcn. Dieser untergeordneten Stellung entsprach cs, daß die Fakultät bei ihren Pro- motionen nicht den Toktortitel, sondern nur den Magistergrad vcrneihen durfte, und daß die Besoldung ihrer Mitglieder niedriger -war als -die der Professoren an den höheren Fakultäten. Als eme Art von Entschädigung sollten das Amt des Pädagogiarchen (Gymnaiialdirektors) und Bibliothekars statutengemäß Mitgliedern oer philosophischen Fakultät Vorbehalten bleiben, ersteres ist bis zum 15. September 1838, letzteres bis zum 16. Oktober 1885 der Fall gewesen. Eine Zeit lang wurde auch versucht- das Amt des Stipendiatenephorus der Fakultät zuzuweisen Ferner pflegte mit ihr das Amt des Zensors verknüpft zu sein, das teils der Professor der Beredsamkeit, teils der Dekan ver- sah und das bis zu seiner Aufhebuilg im 19. Jahrhundert bei der Facultät geblieben ist. Spezialisten für einzelne Fächer gab es im Anfänge nicht. Wenn auch der Einzelne für ein bestimmtes Fach angestellt wurde, so mußte er doch die übrigen auch beherrschen und wenn eö die Umstände verlangten, ein anderes Fach übernehmen oder neben seinem eigenen lehren. Deini nicht immer waren dre acht Professuren, die es im Anfänge gab, alle besetzt, und so fliideii wir als Kombinationen von Fächern, die einer lehren mußte, z. B, Logik, Metaphysik, Physik und Rhetorik, 111 »bet Logik und Griechisch, oder Griechisch, Hebräisch unb Physik. Zahlreicher als in anderen Fakultäten waren bei den Philosophen die Privatdozenten vertreten, zu denen ein großer Teil der Pädagoglehrer gehörte, so daß ihnen 1663 für ihre Kollegs ein eigenes Auditorium eingeräumt wurde. Das war Larin begründet, daß sie einem guten Teil der Studenten bei der äußerst verschiedenen, ost ganz mangelhaften Vorbildung erst die für das Hören von Vorlesungen nötigen Vorkenntnisse ibeibringcn mußten. Aus dem propädeutischen Charakter der Fakultät erklärt es sich auch, daß die meisten Studenten bereits in viel früheren Jahren immatrikuliert wurden als heute. Aus diesen Verhältnissen entspringen auch die mehrfach (z. B. 1665 von Hermann von Oynhausen und 1726 von Professor Nurmann) gemachten Vorschläge, mit der Universität eine Ritterakademie zu verbinden. . Einen breiten Raum nahmen m der ersten Zeit bte eigentlich philosophischen Fächer ein. Logik und Metaphysik wurden tüchtig gedrillt und noch ganz in mittelalterlichem Geiste gelehrt, so daß die Hauptlehrcii nur einen vernMserten Aristoteles boten Wie man zu dem Fortschreiten der Erkenntnis stand, zeigt, daß im Jahre 1673 aus Betrieb des Theologen Haber- iorn die Disputation von Wigand Kahler über die paradoxe Philosophie des Cartesius konfisziert tourbe. Dieser hatte nämlich zn verstehen gegeben, daß die vortrefflichen «ätze dieses Philosophen auch auf die anderen Wissenschaften mit großem Rügen anwendbar seien. Seit 1702 hielt der Philosoph Lange ein Collegium pansophicum als Einführung in die Theologie und Philosophie. Langwierige Verhandlungen riefen auch bie Theorien Christian Wolffs hervor, der seit 1723 in Marourg lehrte, unb über dessen Philosophie die Darmstadter Regierung 1726 ein Gutachten von der Fakultät einsorderte. Auch die Ethik wurde eifrig gepflegt. Aber sie mußte es sich gefallen lassen, nach dem kirchlichen Dogma zugestutzt zu werden. Als joeitere philosophische Disziplin galt die Politik, b. h. die Lehre vom Staatsrecht. Für eine Ergänzung dazu wurde das Raturrecht angesehen, das 1694 mit zuerst _ an deutschen. Universitäten in Gießen Eingang fand und hier stark gepflegt wurde. Seit 1761 erhielten auch die Juristen das Recht, diesen stoft in behandeln. Als Kuriosum sei erwähnt, daß der Prosesioe der Ethik, Blanckenhcim, 1637 über boS Kriegswesen, erklärt aus Aristoteles und den alten sowie über die heutigen modernen militärischen Sitlbn, „kurz und deutlich," vortrug. , Auch einen. Professor der Physik gab es von Anfang an. Doch was er vortrug war, wenigstens im 17. Jahrhundert, der Hauptsache nach philosophische Spekulation, vermischt mit allerhand abergläubischen Hypothesen. Wirkliche Naturerkenntnis ist dabei wenig gefördert worden. Daneben blühte das Studium der alten Sprachen. War doch noch im ganzen 17. und einem Teile des 18. Jahrhunderts die Unterrichtssprache durchaus lateinisch, oft genug freilich nicht int Interesse der Faßlichkeit des Borgetragenen, «o hieß es denn fleißig Latein treiben. Lateinische. Disputationen wurden in jeder Woche abgehalten. Geburts- und Todestage von fürstlichen und sonstigen vornehmen Perchn- lichkeiten wurden durch Festakte mit schwülstigen Reden ausgezeichnet. Daneben gab es noch besondere feierliche Redeakte. So traten %. B. am 30. August 1670 sechs Studenten hintereinander auf, die die Geschichte Davids behandelten. Daneben wurden fleißig lateinische Verse gedrechselt und bei allen möglichen Gelegenheiten Gedichte gewidmet. Ilm nur ems anzuführen, pflegte man neu Promovierte nnzudichteii, und diese Gedichtchen wurden am Ende der Dissertation mit abgedruckt. Statutengemäß gab es denn auch einen Professor der Beredsamkeit (Eloquenz) und einen der Poesie. Freilich wurden beide Professuren oft in eine Hand gelegt. In der ersten Zeit fehlte es auch nicht nn tüchtigen Philologen, deren Ruf weit über Gießen hinausdrang, so Caspar Finck (1605—1607) und Christoph Hellwig (1605—1617), deren Gießer Grammatik fange Zeit ein viel benutztes Lehrbuch war, Konrad Dieterich, dessen Rhetorik großes Ansehen genoß und Konrad Bachmann, der als berühmter Dichter galt. Von weitreichendstem Einfluß und noch heute viel genannt war Hellwig, der fein praktisches Organisationstalent in den Dienst der Pädagogik stellte unb so ber Verbündete und treue Genosse des Wolfgang Ratschins wurde. Mit ihm vereint suchte er den Unterricht zu vereinfachen, zu beleben und von totem Formelkram und Schematismus zu befreien. In der ältesten Zeit ivurde auch das Griechische wirklich gepflegt. In den Jahren 1658 und 1659 hielt ein Student sogar griechische Weihnachtspredigten. Aber bald verfiel diese Blüte der klassischen Studien, im Griechischen beschränkte man sich fast ganz auf das Neue Testament (nur bie Zeit Johann Heinrich May's — 1716 bis 1732 — bildete eine Ausnahme), im Lateinischen herrschte lvieder der alte Schematismus. Sehr gepflegt wurden die orientalischen Sprachen. Clodius, bie beiden May unb die Privatdozenten Bürklin und Kempffer hatten einen Ruf, der weit über Hessens Grenzen hinaus ging. Als Beweis für die hohe Blüte der sprachlicheit Studien sei noch angeführt, daß bei, der ersten Jahrhundertfeier int Jahre 1707 Studenten Reden in lateinischer, griechischer, hebräischer, chaldäischer, syrischer, arabischer und äthiopischer Sprache hielten. Daneben sanden auch die neueren Sprachen reichliche Pflegt Dem Geist der Zeit entsprechend kam es allerdings nur auf den fertigen Gebrauch der lebenden Sprache an, an historisch grammatische Kenntnisse und an Literaturgeschichte dachte niemand. Deshalb pflegte auch ber Unterricht in ber Regel nur Sprachmeistern, meist geborenen Ausländern, nicht Professoren, übertragen zu sein. Englisch wurde in der ersten Zeit gar nicht gelehrt, später nur spärlich, dafür aber viel Italienisch. Bor anderen Universitäten zeichnete sich Gießen aber dadurch aus, daß Professoren der fremden Sprachen angestellt wurden (Gar- nir, Hofstetter, Le Bleu). Etwas ganz außergewöhnliches war es, daß 1 t3o unb die folgenden Jahre Prof. König über eng!ische und französische Autoren (Ramfay, Addison, Spectator, FsirÄvu) las. der Mathematik fanden besonders die angewandten Disziplinen Pflege, in erster Linie Astronomie unb Kalenderkunde. Letztere war ja von besonderer Wichtigkeit bis zur Elnsührung des verbesserten (gregorianischen) Kalenders. Kein Wunder also, wenn am 5. September 1679 die Landgräsin Elisabeth Dorothea ein Gutachten über die Kalenderverbesserung von der Fakultät verlangte. Wie man damals die Mathematik trieb, zeigt die Ankündigung Prof. Christianas vom Jahre 1650. Im öffentlichen Kolleg will er das alte ptolo- mäische und AlphoNsiuische Weltsystem mit dem neuen des Kvpernikus und Tycho de Kratze vergleichen unb „das wahre Weltsystem" , aufspüren. Seine Privatvorlesnn gen sollen behandeln „Arithmetik, Geometrie, Geographie, Astronomie, Astrologie, Optik, Befestigungskunst — und Rhetorik", je nach Wunsch seiner Hörer. Astronomische Beobachtungen wurden reichlich an- gestellt in dem dazu dem Kolleghaufe aufgesetzten Türmchen. Besaß doch die Universität die kostbaren, ihr 1643 vom Landgrafen Philipp -von Butzbach vermachten astrouomisch-mathe- malischen Instrumente, von denen besonders ber ’ prächtige Himmelsglobus berühmt war, deren Beschreibung 1653 Christiam eine eigene besondere Schrift widmete. Wegen der Benutzung kam es allerdings des öfteren zu Konflikten zwischen Senat und dem Leh! der Mathematik, da ersterer eben um der Kostbarkeit will.,! die Apparate lieber unter Verschluß halten wollte, ans Angst, sie möchten ruiniert werden. Mit der Berufung des bekannten Verfassers der Kirchen- unb Ketzerhistorie, Gottfried Arnold, vom 24. März 1691 bekam die Geschichte einen selbständigen Vertreter. Nicht ohne Interesse durfte es sein, daß schon sein Nachfolger Immanuel SBeber, ein Kolleg über Zeitungen las. 1720 wird ausdrücklich emgeschärft, fleißig deutsche und hessische Geschichte zu treiben. Damit ist her Kreis der zur Fakultät gehörigen Wissenschaften so ziemlich geschlossen. Chemie oder besser das, was man so nannte, und bie bescheidenen Anfänge von Naturbeschreibung gehörten zur medizinischen Fakultät. An eine Pflege ber Muttersprache dachte niemand. Etwas anders wurde das im 18. Jahrhundert. Gerade int Jahre 1700 wagte der Professor der Moral Johann Christian Lange das erste ' deutsche Programm zu publizieren. Auch in den Vorlesungen fand nun allmählich die deutsche Sprache Eingang. Wie sehr gerade Lange bemüht war, frisches Leben in die akademischen Kreise zu bringen und die Ideen von Christian Thomasius in Gießen heimisch zu machen, zeigt die 1712 unter seinem Vorsitz verteidigte Rüffelsche Dissertation über die neueste Mode bei der gelehrten Welt, die über alten und neuen Studienbetrieb, Galantismus und Pedantismus, Gebrauch der lateinischen und deutschen Sprache und ähnliches handelt. Wie es scheint, führte Prof. König diese Richtung weiter, wenigstens las er 1736 über den Pedantismus. Auch im Promotionswesen brachte das neue Jahrhundert allerlei Reformen, insbesondere Vereinfachungen ber Formalien und allerlei Erleichterungen inbezug auf die Magisterschmäuse, deren Wegfall öfters verordnet wurde. Sonst ist ans der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nicht viel zu berichten; int allge- meinen ging alles im alten Geleise weiter. Als Amtssprache blieb das Latein noch lange !>errschend. Erst seit 1808 ist das Dekanatsbuch deutsch geführt, seit 1809 werden die Vorlesungsverzeichnisse deutsch abgefaßt, deren Latinisierung der Professor der Beredsamkeit bis dahiti zu besorgen hatte, und erst das Jubiläumsjahr 1907 brachte das erste deutsche Doftordiplom. Schluß folgt. VesMZßedßeD. * Der „Befreier" ber Koburgerin. Aus Wien wirb gemeldet: Vor bem Zivillandesgericht kam eine Klage gegen die Prinzessin Luise von Belgien zur Verhaubliing, bei ber man mancherlei interessante Wahrnehmungen machen konnte. Kläger war der frühere Rathauskellerwirt Josef Weitzer, bei ein rechtliches Guthaben von 36 527 Kronen einforderte. Dieser Weitzer ist der eigentliche „Befreier" ber Prinzessin aus ber Heilanstalt in Bad Elster gewesen. Er schoß das Geld vor, das die Flucht ermöglichte, bei der er übrigens auch eifrig mithalf. Freilich nicht aus reinem Edelmut. In der Verhandlung stellte sich heraus, daß er im ganzen ein Darlehen von 50 000 Kronen gegeben und dafür bereits 136 000 Klonen empfangen hat. El 112 wurde kostenpflichtig abgewiesen. Die Prmzesim hat sich übngens bereit erklärt, ihm noch weitere 25 000 Kronen zu zahlen, aber erst spater aus der Erbschaft, die ihr bercmst von rhrem Vater zufallen must. Der „Befreier" behauptet, dann 50000 Kronen erhalten zu müssen. m Tie Höhe des Bogelfluges. Prosestor P o c sch et aus Meisten, der jüngst in den russischen Ostseeprovmzen schifsahrtm unternahm und den beutsch-rnNlsche Blatter als „Rektor der Universität Gießen" bezeichneten, wobei sie die Ludo- viciana mit der Meißener Fürstenschule verwechselten, tagt m seinem Buche „Luftreifen": „Soeben fliegt ein Bogel rasch arr unserem Korbe vorbei, eine große Seltenheit in einer Hohe von 9200 Meter. Tie Vogelkunde verdankt erst der Luftsckusi- ' fahrt in dieser Himicht sichere Nachweise. Bis dahm überschätzte man die Höhe . des Bogelfluges ; ,o glaubte Alexander von Humboldt, der Kondor erreiche /100 Meter, und Gatke kam bei seinen Beobachtungen auf Helgoland zu der Annahme, . Wandervögel suchten Höhen von 3000 bis 5000 Meter auf, gewisse Arten sogar von 10 000 bis 12 000 Meter. Das Pt gänzlich ausgeschlossen. Tie Külte, bei 10000 Metern etwa minus 54 Grad Celsius, und der verminderte Luftdruck man,-en Vögeln den Aufenthalt in so hohen Luftschichten unmöglich. Luftschiffer, zum Beispiel Lucanus, haben festgestellt, daß sich die Vögel ungezwungen nicht über die erste Wolkenschicht erheben, vielmehr halten sie sich im allgemeinen innerhalb der ersten tausend Meter über der Erdoberfläche, die meisten. jedoch in sehr geringer Höhe. Nur vereinzelt beobachtet man Krähen 1400 Nieter hoch, eine Lerche in 1900, einen Adler in 3000 Meter Höhe. Auch der von uns bemerkte Vogel schien ein Raubvogel zu sein." *32 mal verheiratet. Ein soeben in Bristol zu sieben Jahren Zuchthaus wegen Bigamie verurteilter Witzoff erzählt, daß er 32 mal geheiratet habe, in Amerika, Italien und England unter 30 verschiedenen Namen. Jedesmal hat er die Frauen um ansehnliche Summen Geldes betrogen. Er stammt aus einer angesehenen Neufchateler Familie namens Schob und hat gründliche zahnärztliche Studien getrieben. Kunst und Literatur. — Ein neues Bild aus deut Mainzer Dom. Der Mainzer Maler Carl Goebel hat ein neues eigenartiges Motiv aus. dem Mainzer Dome in einem großen Oelgemälde künstlerisch zur Darstellung gebracht. Auf dem Goevelschen Bilde ist es insbesondere die eigentümliche Wirkung der Farbentöne des Steinmaterials, die den Künst- ler offenbar gefesselt und zur Darstellung gelockt hat, wie z. B. das zarte Grau der mächtigen Schiffpfeiler, neben das sich der warme rötliche Sandsteinton der Chorpartieen setzt, der nach dem Hintergrund zu in das schimmerige Düster der östlichen Vorhalle übergeht, in das magisch durch Oberlicht und Türspalte das Tageslicht hereinblitzt. Die wuchtigen Massen des Denkmals des Kurfürsten Franz von Ingelheim mit seiner Draperie aus schwarzem Marmor und das des Landgrafen von Hessen mit seinem mehrfarbigen Materiale derselben Steinart, wirken im Aufbau des Ganzen als kräftige Dominanten. — Wer h a t S h a k e s p e u r e' s D r a m e n geschrieben? Einen literarischen Scherz, der ebensoivohl die Geheiinniskrämerei der Baconianer und sonstigen Shakespcareleugner, als Vernard Shaws „Ueberwindnng Shakespeares" geißelt, läßt sich bnS „Literarische Echo" ans England mitteilen. Danach ist kein Geringerer als der geistreichste unter den lebenden cngl. Dramatikern, der schlagfertigste unter den sozialistischen Spöttern Englands, niemand anderes als Bernard Shaw selbst der vielgesuchte Verfasser der angeblichen Shakespeare-Dramen. Ein Kryptogramm beweist es unwiderleglich. Man nehme die Titel von cli der sogenannten Shakespeare'schcn Dramen, ordne sie wie folgt und unterstreiche in jedem den viertletzten Buchstabe». Diese Bnehsiabcn bilden den Namen des lange gesuchten Verfassers: MacBeth. Julius CaEsar. Coinedy of ErRors. Merchant of VcHice. Antony and CleopAtra. Two Gcntlemen of VcRona. Merry Wives of WinOsor. Troilus and CresSida. Timon of AtHens. Antony and CleopAtra. Alls Well That Ends Well. „.-"..Der kluge Theaterunternehmer. . In einem ttaliemschen Blatte klagt Ugo Pesci darüber, daß Schauspieler und Sänger oft schwer zu ihrem Gelde gelangen können. Es gwt Theaterdirektoren, die ihrer Künstlerschaar die höchsten Gagen versprechen, aber, sobald es ans Zahlen geht, sich ihren Ver- pflichttmgen durch alle erdenklichen Schliche zu entziehen suchen. Vor einigen Tagen, so erzählt Pesci, mußte ein Impresario sein Theater, das er erst kurz vor Beginn der Faschingszeit eröffnet hatte, wegen dauernden Zuschauermangels wieder schließen; die Operngesellschaft saß Plötzlich auf dem Pflaster und wusste sich nicht zu taten und zu helfen. Zu den Opfern gehörte auch die Primadonna X.; der Gatte dieser Dame, ein sehr energischer Herr, suchte seine Frau zu beruhigen unb sagte: „Mach dir nur keine Sorge, ich werde schon Mittel unb Wege finden, dir zu deinem Gelbe zu verhelfen." Sprach», nahm seinen Stock und eilte in bas Haus des Direktors; man suchte ihm den Eintritt zu verwehren, aber „er wußte sich burchzusetzen". Ter Direktor saß sorgenvoll am Schreibtisch, auf dem ein Revolver lag. Herr X. war überaus kampflustig; bevor er aber noch zu Worte kommen konnte, sagte der Impresario mit vibrierender Stimme: „Ich weiß, daß Sie gekommen sind, um mir eine Szene zu machen, und ich muß gestehen, daß Sie in Ihrem Rechte sind. Sie dürfet! tun, was Sie wollen, ich werde mich nicht wehren! Aber wenn Sie Mitleid mit mir haben, so prügeln Sie mich nicht durch; nehmen Sie lieber diesen Revolver und schießen Sie mich nieder. Ich kann all mein Leid nicht mehr tragen, habe aber nicht den Mut, mich selbst zu töten. Sehen Sic her: ich erkläre hier schriftlich, daß ich mir selbst das Leben genommen habe, und Sie werden nicht die geringste Unannehmlichkeit haben." Unb der Impresario begann wirklich zu schreiben; aber der Gatte der Primadonna nahm rasch Hut und Stock unb lief davoiw Der Impresario aber erhob sich eine Minute später vom Schreibtisch und rieb sich vergnügt die Hände; er hatte auch allen Grund zur Freude, da er nicht nur einer Tracht Prügel entgangen war, sondern auch noch ein hübsches Sümmchen gespart halte. Für rmfcrs Frauen. Die Fragen: „Wie frisiere ich ntich anfs vorteilhafteste?" und „Welches geeigneteste Kostüm wähle ich?" finden eingehende Behandlung in den im Verlag von M Bobach u. Co., Leipzig-R., erschienenen, illustrierten kleinen Werken: „Wie frisiere, Pflege und erhalte ich mein Haar? (Praktische Anleitung zur Selbstanfertigung von Damen imb Kinderfrisuren für Haus und Gesellschaft von A. Henkel und A. Witte; Preis 1.20 Mk.) und in dein „Masken-Ko stü m-Alb nm". (Eine Sammlung von 200 Vorlagen für Masken, Kostüme, Kopfbedeckungen usw. von Erna Orth-Steinberg; Preis 1.50 Mk.^ In beiden Schriften werden nicht nur die Bedürfnisse der Erwachsenen, sondern auch die der Kinder berücksichtigt. Das Frisurenbuch bietet noch den besonderen Vorteil, daß. es in feinen! Anhang die Behandlung und Pflege de? Haares in gesunden und kranken Tagen, von einem Arzte bearbeitet, bringt. Weisheitsworts, S v r n ch c. Warum kau» der lebendige Geist dem Geist nicht crichcinen? Spricht die Seele, so spricht, ach! schon die Seele nicht mehr. Au die A st r o n o m e n. Euer Gegenstand ist der erhabenste freilich im Raume; Aber, Freunde, im Raum wohnt das Erhabene nicht. Schiller. Der Wert eines Denkers steigt mit dem Sinken der Anzahl seiner Thesen. * Walter Calö, Jede MeuscheUklasse tendiert sich um so stärker zu vermehren, je weniger nach ihren Stcmbesbegriffeu zur Ausässigmachung einer Familie gehört. W. Roscher, Rätsel. Mein erstes Paar ist ganz vortrefflich, Au? alle Falle lob ichs mir. Mas es dir bringt, bekommt dir besser, Als Mein unb Sekt; das sag ich dir! Mein zweites Paar siclist du noch höher, Die ganze Welt ninnnfS in sich aus. Den Himmel jviegett cs dir wieder, ES leitet deinen LebenSlaus. Mein Ganzes ist dir nicht willkommen, Es schasst dir manche Not unb Pein. Doch hast das einmal ausgenommen, Nie wieder wirst du loS es sein, Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Buchstabenrätsels in voriger Nummer: 1. Gut, 2, Ochs, 3. Epheu, 4. Tara, 5. Hans, 6. Ems. Goethc' s Fnu st. Redaktion: P, Witlko. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche« Universitäts-Buch- unb Stembruckerei, R. Lange, Gießen.