1W8 M BBS WÄ5 ijJn H Kn W wÄl^JWWs^JM*®®! MM mWÄ WWWW WK« »sä Helmut8 von Lsvlen. Roman von Ursula Zöge von Manteuffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Es kam zu Plötzlich über sie. Zuerst war fit. wie betäubt von einen« unvorhergesehenen. Schlag, dann fühlte sie einen scharfeil Schmerz, der gleich einer PfeilMNde im Herzen brannte und nicht weichen wollte, so oft sie sich auch sagte: Was kann es mit ver- sch,lagen? Mir mich sind sie ja alle längst tot! Aver immer wieder las sie die Heide» kurzen Worte, die ihr plötzlich graul am und unversöhnlich klangen. Sie kannte ihres Bruders «chnft und wußte auch, so hart konnte nur er sein. Kurze Zeit später traf Loyscu in Berlin ein und durch ihn erfuhr sie nun alles, was sie noch nicht wußte, denn er hatte ihr bisher voll seinen Beziehungen zu Rothaide nichts gc,chrieben. Er sprach ernst und weich, und die Art, wie er ihres Baterhaui-» erwähute, vermehrte noch ihre innere Unruhe, bis das CetS Mmolz und all ihre kalte Gleichgültigkeit umichlug >n bittere Reue und heftiges Verlangen nach Aussöhnung., In ihrer ^idenschaftlichc» Weise steigerte sie diese Gefühle zu ficberhafler Ausschliestachkeit und quälte sich und ihn Mit Anfällen trostloser Verzweiflung. Loyse» hielt es jetzt selbst für besser, mit einem zweiten Aussoh- nungsvcrsilch zu warten, bis die'Trauung vorüber sei. Sowie dies der Fall war, schrieb er selbst an Pastor Becker, und Xmiie fügte einen Brief bei mit leidenschaftlichen Bitten nm Vergebung und Verhöhnung. , . „ , , Sie waren nach der in aller Stille m einem Vorort voll-- Hogeuen Trauung in eine Wohnung gezogen, welche er auf cm halbes Jahr gemietet hatte. Hier erwarteten sie die Antnwrt aus Rothaide, die auf sich warten liest. Endlich kau« sw. Ter Varer sicherte seiner Tochter seine Vergebung zu, aber er ne, sie nicht sit sich — »eilt, er verschloß ihr die Pforte des Elternhauses. Tenn daß du jetzt, so schloß der Brief, einen edlen Namen trägst und die Gattin eines großherzigen Mannes geworden bist, ändert nicht Vergangenes und macht dich nicht würdiger denn zuvor, den Platz zwischen deinen Schwestern wieder einzunehmen, um tmct» willen Mußt du fern bleiben. Vergiß nicht, daß eS em ..harr hau., ist, in welches du Einlaß begehrst. Fühlst du dich.schuldig gegen uns, so trage die Schuld ab an deinen Gatten, indem du ihn« untertan bist und alles tust, was in deinen Kräften steht, um ihm das Leben leicht zu machen. .. Dieser Brief versetzte die Empfängerin in die größte Auf- regung. Lohse» war nicht zu Hause und als er kann, fand er ,re schon in der vollen Arbeit des Antwortens. HalbbeschrtevML Bogen lagen nur sie her, auf ihren Wangen brannten rote Flecke, ihre Augen hatten gleißenden Glanz,' sie achtete kaum auf seme Vorstellungen, sondern schrieb und schrieb bis spät in die vtoQi, als wolle sie sich die Seele ausschreiben. Noch in derselben .-cacyr erkrankte sie an einem heftigen Fieber und mehrere Wochen war der Arzt in Besorgnis um den Verlauf der Krankheit, Als ne dann genas, kehrten die Kväfte langsam wiÄer und der Arzt empfahl einen Aufenthalt im Süden und Vermeidung aller Aufregungen. So reisten sie ab. Vorher hatte sie Lohsen gebeten, alles zu verbrennen, was sie damals geschrieben. Sie wollte nicht mehr darail denken — sie wollte ja glücklich sein und gesund werden. Abe^ der Stachel saß zu tief in« Hevzeu, und wenn sie sich auch wirklich körperlich wunderbar erholt hatte, ihr Wesen blieb krankhaft erregt und ihr Herz unbefriedigt. Umsonst versuchte er, sie zu zerstreuen. Sie Mächten Partien, sie besuchten Monte Carlo, sie unternahmen eine größere Segelpartie — Luise hatte weder Verständnis für landschaftliche Schönheiten, noch Interesse für die sie itw gebende, internationale Gesellschaft. Sie dachte nur an sich und ihn und an das, was sie zu erreichen strebte. .Dabei schwankten ihre Stimmungen zwischen bußfertiger Zerknirscqung und immer wieder sich aufbäumendem, bitterem Trotz, der Vergebung als fei» gutes Recht forderte. Tag auf Tag ging hin, ohne bett ersehnten Brief zu bringen, aber eines Morgens, da ihnen mit dem Frühstück die. Post ins Zimmer gebracht wurde, befand sich unter den Geschäftsbriefen, die Loyfen erhielt, ein Brief von Wilhelm. „Herr von Haide" — sagte Luise erblassend, „Loys, du hast doch nicht um seine Vermittlung gebettelt?" „Nein!" — sagte er kurz. „So lies doch!" — drängte sie ungeduldig. Tas war ihm noch neu und unangenehm, daß sie so sragen und sich gleichsau« zwischen ihn und Wilhelm stellen durfte. Er öffnete langsam und las. Wilhelm schrieb in feiner gewohnten, herzlichen Weise uttb lud Lochen ein, mit seiner J-rau, sowie es deren Gesundheit gestatte, nach Rothaide zu kommen und seine Gäste zu sein, bis über seinen künftigen Wohnort entschieden sei. Er und Edeltraut sähen diesem Besuch mit Freude entgegen. „Aber so sprich doch! Was schreibt er? Erwähnt er meine« Vater?" „Nein. Er ladet uns ein." ____ „Was? Wohin? Er ladet eilt? Laß mich lesen, bitte, Loys — fei nicht grausam t" Sie riß ihm das Papier fast aus der Hand- „Wahrhaftig!" — rief sie. „So groß denkt nur Wilhelm," murmelte Loyscu.. Er wandte, sich ab und sah aus dem Fenster. Ihm ivar ganz heiß geworden« Ter Gedanke, Edeltrant unter so veränderten Umständen wieder, zu scheit, hatte ihn wie ein scharfer Stich durchfahren. Er war fast unerträglich. Aber schließlich — was kam jetzt darauf an? Er hat Schlimmeres hinter sich, er wird auch hiermit fertÄ werden. Während Luise in tiefem Nachdenken über den Brte, sich beugte, faßte er schon einen schnellen Entschluß. Er wird sw hinbringen, ja, aber er kann nicht dort bleiben. Hat dazu auch in Wirklichkeit keine Zeit, denn der künftige Wohnplatz, den er sucht, liegt in jedem Fall weit ab von all den Orten, in denen er bisher gelebt hat, und er muß sich bei Zeit aufmachen, um ihn zu finden... „Loys! Hörst du? — Tas ist eine Idee. Eine rettende Idee! — Kannst du glauben, daß ich an diese Möglichkeit noch gar nicht dachte, und sie lag doch so nahe s — Haide ist dein Freund rmd niemand darf ihm verbieten, uns eiuznladen. Bm ich aber erst dort — oh" — sie holte tief Atem — „ich lasse nicht nach! 174 Auf »deinen Knien will ich i*r der verschlossenen Mir liegen und Warten, bis sie sich öffnet!" $ion nun an hatte sie keine Ruhe mehr, bis die Kbfserl gepackt waren und sie abreisten. Er telegraphierte an Wilhelm und meldete ihre Ankunft, und Wilhelm sandte sogleich ein herzliches Willkommen! entgegen. Und so geschah es denn wirklich, baßi er noch einmal am Bahnhof Jarowih landete und in die wohlbekannte, im ersten Frühliugsduft daliegende Landschaft hincinfuhr. Ter Rothaider Wagen holte sie ab. Luise saß, in sich zusammenschauernd, an seiner Seite. „Tiefen Weg bin ich damals zu Fuß gelaufen," flüsterte fie — „und nun bringst du mich wieder in Glanz und Ehren! Wie wollte ich mein Glück Preisen, wäre nur das eine erst errungen!" „Auch das wird kommen," — sagte er ruhig. Sie reckte sich im Wagen empor. „Rothaide!" — flüsterte sie und sank dann in die Polster zurück. T-nrch das dämmernde Abendlicht erblickte man die Kirche, und zu ihren Füßen im Tal gelagert das langgestreckte Dorf. Noch wenige Minuten und der Wagen rollte die lange pappelbesetzte Torfstraße hinab und bog in das Hoftor des Gutshauses. Ter Hund Dingo schlug an mit mächtiger Stimme, vor der Haustür auf den Stufen standen Wilhelm und Edeltraut und hatten für die Kommenden eine 'Begrüßung bereit, so einfach und herzlich und so ungekünstelt unbefangen, daß es Loysen war, als wehe ihn Heinmtsluft an. Luisen umfassend führte Edeltraut die fiebernd Erregte sogleich hinauf in das für die Gäste bereit gehaltene Zimmer, und es erwies sich, daß sie und Wilhelm es an zarten Aufmerksamkeiten in der Ausschmückung des Gemaches nicht hatten fehlen lassen. Unten wartete indessen Frau von Tahlen mit einem vorzüglich zubereiteten Abendessen auf die Gäste. Diese gute Dame war zwar prinzipiell durchaus nicht einverstanden mit Loysens Heirat und hatte mit ihrer Vertrauten, der Schulmeisterswittoe, viele erregte Auseinandersetzungen darüber gehabt, daß die davongelaufene Luise Becker, die Theaterprinzessin, nicht wert sei, eine so gute Heirat zu machen — aber schließlich, sie war nun mal Gast im Hause und sollte, so wünschte es Wilhelm, als Loysens Fran geehrt werden, so hatte Großmama ihr Bestes getan und sah dem Paar mit der größten Neugierde entgegen. Wilhelm führte Luise zu Tisch. Sie hing mehr tot als lebendig an seinem Arm und war während des Essens kaum eines Wortes Mächtig. Loysen sah blaß aus, sprach aber ziemlich viel, so daß, dank den beiden Herren, die Unterhaltung nicht stockte. Tie Reise mit ihren Se heuswürdigfeiten gab guten Stoff. Dazwischen sorgte Wilhelm mit fast altväterischer Zuvorkommenheit für das Wohlbefinden seiner Nachbarin. Vor ihrem Platz stand ein Veilchenstrauß. Wenn er mit ihr sprach, lief in seinem Ton eine fast gerührte Stimmung mit unter. Er nötigte sie zum Essen, wie man Mitleidig einem kranken Kinde zuredet. Frau von Dahlen konnte endlich nicht länger stumm bleiben. Sie hatte sich satt gesehen an der schmächtigen Gestalt im schwarzen Sammetkleid und dem breiten, weißen Spitzenkragen: , „Nie im Leben hätte ich das Luischen wieder erkannt — das Lutschen von damals! — Wissen Sie noch, als Sie jeden Tag herkamen und fangen und Klavier spielten und uns Komödie vorspielten? — Ta hatten Sie ja noch ganz rote Backen und glänzende Augen und waren nicht so mager. Es ist Ihnen gewiß recht schlecht ergangen imi Leben, wie?" — „Je nach dem," sagte Luise kalt. „Nun aber, das hat doch noch ein gutes Ende genommen und Sie tonnen srvh fein!" Edeltraut sprach schnell dazwischen: „Weißt du noch, Luise, wie du Gitarre spielen lerntest? Tn konntest eigentlich alles, was du wolltest! Und dann, Ivie Wilhelm uns den „Tafso" vorlesen wollte, und da erwies es sich, daß du ihn bereits auswendig konntest?" — Nun verlor sich das Gespräch ganz in Erinnerungen, und Loysen konnte nur zuhören. Tabei kam ihm plötzlich ein Gedanke, der ihn fast aufspringen ließ — doch beherrschte er sich noch und Niemand bemerkte seine Unruhe. Ihm siel ein, wie ihm Wilhelm einst von einer stillen Neigung zu einend jungen Mädchen gesprochen, deren Lieblichkeit sein Herz bewegt hatte, bis sie ging, nm nicht wiederzukehren. Er wunderte sich, daß er nicht eher an die Möglichkeit, dies könne Luise gewesen sein, gedacht hatte. Jetzt stand diese Gewißheit plötzlich sonnenklar vor ihm und erfüllte ihn mit größtem Unbehagen. So hat er dein Freunde ins Haus gebracht, was diesen zartfühlenden Gemütsmenschen immer schmerzlich an die Zeit erinnern muß, da sie noch jung, unschuldig Und froh hier eine zweite Heimat fand und seinem Herzen teuer war.. WS SitngtiM lvar dn.rch diese Entdeckung plötzlich mchaltbar geworden'. So wenig wie es ihm möglich gewesen iväre, wochenlang der Gast des Hanfes zu fein, darin Edeltraut waltete, sp wenig durfte Luise hier bleiben. Sie müß so bald wie möglich in die Pfarre übersiedeln. Gleich nach dem Abendessen sollte sie sich zur Ruhe begeben. Sie. widersprach nicht, denn sie fühlte ihre Kräfte schwinden. Eine Stunde hatte sie nun dasitzen müssen und die brennende Ungeduld bemustern, die sie forttrieb, noch heute abend im Elternhause Einlaß zu begehren. Loysen hatte ihr schon unterwegs das Versprechen abgenommen, nichts so Unüberlegtes zu tun. Aber fie erstickte fast an der inneren Qual. So war fie es zufrieden, als Edeltraut sich erbot, sie hinauf zu begleiten, und mit den Worten: „Arme Luise, du mußt ja todmüde fein," umfaßte sie mit starkem Arm die schwankende Gestalt und führte fie die Treppe hinauf. Kaum waren die Freunde allein in Wilhelms Zimmer, als Loysen diesem beide Hände reichte. „Wie soll ich dir danken!" — sagte er ergriffen, „du tust für mich, was kein anderer mehr für mich tun würde. Und wie htfjj du es! — So daß man sich des großen Opfers kaum beimißt wird." „Wils meinst du nur?" — fragte Wilhelm verwundert, „doch nicht etwa, daß ich euch mit tausend Freuden willkommen heiße, dich meinen besten Freund, und Luise, die einst in diesem Hause Kindesrechte hatte und als dein Weib wiederkehrt? — Geh, das ist nicht dein Ernst. Nein. Ich bin es, der mit Verehrung zu einem Manne ausblicken muß, den ich einst — verzeih! — für meinen lieben, jungen Schüler au sah, und der doch turmhoch über Mir steht. Tenn das, was du getan hast, macht dir so leicht kein andrer nach, und ich und die Meinen fühlen uns geehrt, daß du unter unserem Dachs weilst, und bitten dich, dies Hans so lange als das deine anzusehen, wie es dir nur gefällt." Loysen jrat ans Fenster und sah in den dunklen Hof hinaus, lFortsetzmig folgt.) „GsmWme Nacht". Militär-Humoreske von H e inri eh von Selbitz. (Nachdruck verboten.) --Hm — Hm —, nur hätte der Angriff von feitert des X. In fcmterie-Rc g i m e n ts etwas energischer durchgeführt werden können! Im übrigen war ich jedoch mit dem Manö- Ver-Berlans ganz zufrieden und danke Ihnen, meine Herren! Morgen — ans Wiedersehen im Manöver-Terrain! — 'n Tag? meine Herren!" schließt der Divisions-Kommandeur — ein Prinz, ein noch junger Herr, die Kritik und reitet freundlich nach allen Seiten grüßend, von seinem Stabe, begleitet, von dannen. Das Manöver hatte heute sehr lange gedauert; es war später Nachmittag geworden. Der Oberst des X. Infanterie-Regiments, auf welchen der Tadel — hätte „energischer durchgeführt werden können" — hinzielt, blickt eine kleine Weile gerade vor sich hin, bann schaut er auf seine Brust herunter, die das Eiserne Kreuz erster Klasse schmückt, das er sich 1870 dort unten bei Orleans verdient hatte — er denkt der damaligen Zeit — und lächelt still für sich hin, luie Einer, dem eine schöne Erinnerung durch die Seele zieht — er lächelt und reitet stumm der Sonne entgegen, die im Westen mit goldenen Strahlen leuchtet — vor seinem Regiment her. Die Soldaten marschieren, schwer bepackt, ermattet, schweigend dahin; es geht ein Flüstern durch die Reihen, daß „der Alte" heute einen „Wischer" bekommen hätte und das tut ihnen leid, denn sie haben ihn alle gern, ihren alten Obersten, den „BatSablanea", wie er feit dem Feldzuge seines großen- weißen Bartes halber von den Soldaten genannt wird. An einer Straßenkreuzung ziehen sich die Bataillone auseinander; sie werden in verschiedenen Ortschaften ein- q'nartsert. Das 1. Bataillon kommt nach Dingshausen. Dort angelangt — heißt es: „die 4. Kompagnie ist nach Weim detachiert" — und in Wenn: „der 1. Zug hat hier keinen Platz mehr und mutz noch „Ins Himmelreich" — eine kleine halbe Stunde von hier!" „Mlliouen-Donnerw.....!" flucht innerlich der Herr Leutnant Müller II. — denn dieser ist der glückliche Konm Mandant des detachierten Zuges — „natürlich — versteht sich — wieder mein Zug muß verlegt werden! O, du liebes gerechter Strohsack! Gerade mich muß alles treffen, was. unangenehm ist: das bin ich schon gewohnt," — fügt er mit grimmiger Ruhe bei „mein ganzes Leben lang geht! gerade mir alles konträr tn wo ein. Pech ist, muß schon ich 175 hineintappen! O, o, da könnt man schon gleich „Grünbäum- wirt" werden!" und er ballt die Hand zornig zu einer Faust Mammen. „Nun — Jammertal!" — das ist der Spitzuaine des Herrn Leutnants Müller II. bei seinen Kameraden, weil er bei jeder Gelegenheit zu jammern ansängt, — „nun — liebes Jammertal!" spricht zu ihm sein Koiupagnie-Kamerad, der -Ober" — „heute hast du doch auch einmal Glück! Du konnnst ja heute sogar „Ins Himmelreich" aus diesem irdischen Jammertal — —" c c „Herr Kamerad! Ich bitte dringend, dergleichen —. Scherzo heute sehr gefälligst zu unterlassen — ich bin heute durchaus nicht iit der Stimmung, solche kameradschaftliche Liebenswürdigkeiten <—" „Nun — nun —" begütigt der „Ober" — „es war in nicht böse gemeint, mein liebes Jammertal — Pardon, lieber Kamerad Müller" und schlägt sich seitwärts in die Mische, indem er sich denkt: „Der raucht heute keinen guten —" Der Herr Leutnant Müller II. — vulgo Jammertal — kommt „Im Himmelreich" an — natürlich zu Fuß — nicht auf Engels-Fittichen — sehr ermüdet, er wird vom auartier- machenden Korporal Prechtel empfangen und ins Quartier geleitet. „Im Himmelreich" heißt ein Einzelgut, eilt großer Bauernhof, der einsam an einer Waldblöße inmitten ferner Wiesen und Felder lag. Außer den Stallnngeu und Scheunen war nur uoch das einstöckige Wohnhaus des Bauern vorhanden; alles zeugte von landwirtschaftlichem Betriebe. „Nun, Prechtel! wie sind die Quartiere?" fragte der Offizier. „Schlecht, .Herr Leutnant — sehr schlecht! Der Herr Leutnant müssen in der Bodenkammer logieren!" „Kruzitürken! nun und die Fütterung?" „Auch nicht sehr proper, Herr Leutnant — ein Paar Hähudl aber find schon uoch da für den Herrn Leutnant!" „Granatenfeuerstein noch einmal! Schon wieder Hähnd'ln? Das ist ja jetzt die tägliche Atzung — Früh Hähudl — mittags Hähudl — abends Hähudl — nix als Hähnd'ln I O, du lieber schmerzhafter heiliger Sebastian!" jammerte das Jammertal — „toujours perdrix — is auch nix!!" „Wo sind die Leute untergebracht?" fragte er weiter. „In der Scheune, Herr Leutnant — oder wo's halt grad' an Unterschlupf finden — die „Rammet" sind so müd, daß ihnen gleich is, wo's liegen; die schlafen im Stehen ein!" Die ohnehin nicht rosige Laune des Herrn Leutnants steigerte sich nach diesem Rapport zu gelinder Wut und wieder hebt er sein Klagelied an: — „natürlich — versteht sich — ich muß — selbstverständlich — ein solch miserables Quartier bekommen — zuerst noch eine geschlagene halbe Stunde weitermarschieren und dann ein solches — gottserbärmliches — Nest. — O, es gibt keinen größeren Pechvogel aus dem ganzen Erdboden, als ich — o, du heiliger Marcellus — oder was sonst für ein Heiliger heut seinen Tag hat, hilf!" Und der Himmel voller Huld — hört auch dieses mit Geduld. Der Hofbesitzer, ein schlichter Bauer in den mittleren Jahren, empfängt den Herrn Leutnant mit vielen Bücklingen Und begleitet den Herrn ins Wohnzimmer, welches sauber aufgeräumt und dessen Boden mit weißem Sand bestreut ist. 'Die Bäuerin kommt auch herbei und macht dem Herrn Leutnant ihr „Kümplement": ,,gnä' Herr! Wir hab'n halt net viel da heraußen auf unserer Einöd — Sie müssen halt vorlieb nehmen mit dem, was wir geb'n könne — viel is net, aber von Herzen is Ihne vcrgunut." Der Leutnant läßt sich von seiner üblen Laune nicht «beherrschen, er erwidert gleichsalls freundlich den komm seiner Quartierleute, er nimmt am Tische Platz, ans welchem ein Laib Brot, frische Butter und Schinken bereit gestellt sind. Er wird von seinem Wirte freundlich zum Zulangen eingeladeu — und er tut auch dem „Vesperbrot" alle Ehre an, denn er hat den richtigen, rechtschaffenen Manöverhunger und diio — einen „Prügeldmst". Der Bauer bringt aus dem Keller einige Krüge „eingelegtes" Bier herauf, das dem durstigen Offizier ganz vorzüglich mundet und — allmählich — steht die Welt nicht mehr so grau und trüb vor ihm da, wie vorher, sondern! er blickt schon wieder mit heiterem Sinn hinein in das Leben nv.d Erwartet auch mit aller Ruhe und vollem Gleich- Er lä mit mut — ganz ergeben — die ihni als Abendessen avisierten „Hähnd'ln". Und sie kamen auch — und leider müssen wir wahrheitsgetreu berichten, daß der Herr Leutnant, trotz seiner vorher o laut und bestimmt knndgetanen Abneigung gegen diese nützlichen Vögel, die zwei „Hähnd'ln" bei Stumpf und Stiel aufaß, so daß nichts übrig geblieben — als die „Beene". Er lächelte ganz vergnüglich, wie ein „gut gegessener" Mann mit Wohlbehagen zu tun pflegt. „Ja, Hähnd'ln sind noch lange nicht das schlechteste Essen — man muß Gott ;nr alles danken." Er unterhielt sich sodann noch mit dem wackeren Land- manu und dessen Fran leutselig herablassend,, trank noch einige Krüge von dem „ausgezeichneten Stoff" leer, und rauchte dazu einige „Feld-Wald-Wiesen- und Manöver-Zigarren, von welchen er auch seinem Quartierträger einige verehrte, um dessen schändlichen Knaster „A. B. Schwarzer Reiter" — zum Schweigen zu bringen. Der junge Krieger ist müde, das heutige Manöver ist sehr anstrengend gewesen — „über Stock und Stein", über Sturzäcker ging die Infanterie immer im Laufschritt vor. „Immer vorwärts! Rascher! Marsch! Marsch!" als ob dis armen, bepackten Fußsoldaten Pferdelnngen und vier Beine hätten wie bei der Kävallerie! Der Leutnant ist schläfrig, er muß schon einigemal „mit dem Sandmann kämpfen", der ihm in die Augen kommen will — er gähnt — die Unterhaltung wird immer einsilbiger — die Bäuerin ist auf ihrem Stuhle schon eingenickt und der Bauer schickt sich eben an, dem Beispiel seiner Ehegenossin zu folgen und gleichfalls einzuschlafen, da erhebt sich der Offizier und erklärt, daß er sich zu Bette legen wolle. Die Bäuerin erwacht und eilt einen alten eisernen Leuchter zu holen, auf welchem sie ein Stückchen einer Unschlittkerze anzündete und wünscht sodann „dem gnä' Herrn recht geruhsame Nacht!" „Gute Nacht!" wünscht der Herr Leutnant feiner Quartiersrau auch und folgt dem Hofbesitzer nach, der ihm mit dem Lichte voranlenchtet über den Hausflur — eine steile Bodentreppe hinan; dann öffnet dieser eine Tür und „der Herr Leutnant sind in Ihren Schlaf-Appartemangs" aim gelangt. Der Bauer stellt das Licht aus den Stuhl —ein Tisch befand sich nicht in der Kammer — empfiehlt sich dem Herrn Offizier und wünscht — im Fortgehen — gleichfalls: „Recht geruhsame Nacht!" Der Leutnant schaut sich in seinen „Gemächern" um. Vier leere Wände - weiß gedüncht - gähnen ihn an. Außer dem Bett und dem Stuhle ist sonst kein Möbel ttt der Kammer; ans dem Boden steht ein sehr primitives Waschgeschirr; die Kammer ist eigentlich nur ein Bretterverschlag, der diesen Schlafraum vom übrigen Boden trennt. ' Der müde Krieger entkleidet sich rasch, denn das Licht droht zu erlöschen; er wirft nocb einen Blick in das Bett, das frisch überzogen ist — der Kerzenstummel ist zu Ende; noch einmal flammt das Licht hoch auf; der Leutnant springt mit einem Satz in seine Liegestätte; jetzt noch ein letztes Flackern der Flamme und — in Dunkel ist die Kammer gehüllt; noch ein wenig übelriechendes Qualmen des Dochtes, den der Leutnant mit nassem Finger ausdrückt und — nun kann das Schlafen losgehen! „Geruhsame Nacht!" „O, riecht das Bett so modrig — und die schwere Zudecke", wie ein Mehlsack liegt sie ihm auf der Brust. „O, du lieber Herrgott von Biberach!" jammert das „Jammertal" — „das wird eine recht geruhsame Nacht werden in diesem Bette! O, was hab ich denn nur verschuldet, daß gerade alles Pech über mich kommen muß!" Gerade will sich der Schlummer auf seine müden Augen niedersenken, da raschelt etwas unter dem Bett im,Str oh. — Der Leutnant horcht auf! „Sind es Ratten?" — Es raschelt wieder und dazu ertönt ein Wimmern, fast wie das eines kleinen Kindes. „Wer da?" ruft der Offizier. Nichts regt sich mehr! Er lanscht und horcht noch eine Weile, da raschelt es wieder unter dem Bette und wieder ertönt das Wimmern. Schluß folgt. Von der Mode. * Pariser Mode n. Die kurzen Röcke haben gesiegt. Seit Jahren tobt in Paris mehr oder weniger erregt der Kawpi um die kurzen Röcke. Sie haben jetzt gesiegt. Auf der Straße find fie heimatberechtigt und auch in genhlvssencu Raumen ve- ginnei, iie sich einzubürgern. Sm Bois de Boulogne helft man — 176 jetzt des Vormittags bis gegen 1 Uhr, in der Hauptspaziergchzeit I nur kurze Röcke, die, so sagt die Lästerzunge, vor allein ihrer | Jugendlichkeit wegen so gern gesehen werben. Für junge Mäd- j chen sind sie in den Nachmittagsstundcn tu allen großen Städten | aus der Straße, ja selbst in den Five o'eloks, in den großen Tee- I Häusern und in Privathäusern gleichfalls gestattet, tiitb man spricht | davon, das; sie auch an der Riviera den ganzen Tag für „äuge-- | zogen" gelten, ja, daß sie sich in die Abendgesetligkeit eindrängen | und bei Ball- unb Dinertoiletten für junge Mädchen, allerdings j nur da, !vo sie mit der Figur unb Größe der Trägerin harmo- | liieren, verwendet werden sollen. Das wäre bann eine wichtige I Neuerung. Denn bisher sieht man sie nur au Jackenkostümen, I niemals mit einem dazu gehörigen Mieder versehen. Für ihre I Herstellung bestehen feste unb unumstößliche Regeln, bie man I nicht allzu schwer unb belastenb fühlt, da sie immer noch der I Phantasie bes Einzelnen freien, unbegrenzten Spielraum lassen. I Sie müssen stets unabhängig von dem Futter gearbeitet werben. | Letzteres existiert entweder überhaupt nicht, oder es bildet einen | bauschenden Futterrock, der bis zu den Knien glatt, von da ab- I wärts mit Plissees und Volants ausgebauscht ist. Da, wo der I Futterrock nicht das Aufbauschen des unteren sehr weiten Rockes I besorgt, geschieht das durch den Nnterrock, der genau bis zum Raube des Kleides reichen und, da er bei raschen Bewegungen vielfach sichtbar wird — in der Farbe mit diesem harmonieren | muß., Taft ist natürlich bevorzugt, doch luerbeit auch steifer Mvirüe und gestärktes, lveißes ober buntfarbiges Leinen unb Batist mit Stickerei unb Spitzen verwendet. Die Röcke selbst liegen über den Hüften eng an. Das wird durch breite gesteppte Falten, durch kleine, gleichfalls gesteppte Faltengruppen ober durch regenschirmartiges Ansfüttern des Rockes nach unten bewerkstelligt. Unten sind sie sehr weit und können nngarniert »bet mit Blenden und tausenderlei anderem Besatz resch verziert getragen werden. Auch sonnenplissierte Röcke sieht inan. Au Stoffen ist sehr dünnes Atlastuch beliebt, sowie leichte Wolleustofse. Neben die ungemusterten Stoffe in den Modefarben, grün-blau oder dunkelviolett, stellen sich schmale Streifetimuster und kleine Karos, sowie schottische Muster. lieber neue Herr en Westen lasen wir in der „Köln. Ztg.": Paris wird anscheinend jetzt auch uoch neben der überlieferten Stellung der Kammerzofe die eines Kammerdieners Europas einnehmen. Es liefert immer neue Neuheiten auf dem Gebiete der Herrenmode. Der blaue Frack ist jetzt zu voller Daseinsberechtigung^ emporgestiegen, dadurch, daß ihn der König von Spanien bei seiner Anwesenheit in Paris abends zum Diner anlegte; für die buntseidenen Hemden wenigstens zuni Smoking- anzug hat man einige große Sterne am Himmel der Herrenmode, I darunter Herrn Le Bargy von der Comsdie-Francaise gewonnen, I und auf das modernste Erzeugnis eines der ersten Pariser Herren- I schneider hat sich alles mit loahrem Eifer gestürzt. Es ist das I eine neue Weste für den Tagesgebrauch. In der Form noch I genau wie die Westen des Vor. Sommers geschnitten, besteht ihre I Eigenart nur in der Art des Stoffes, die sie zu einem sehr teueren und darum um so begehrenswerteren Kleidungsstück macht. Es ist ein schwerer schottisch-karierter Wollenstoff, der in beit Schneiderateliers auf den großen Boulevards verarbeitet ivird. Das Muster, das in vierzehn oder sechzehn verschiedenen Ausführungen da ist, ist sehr hübsch und eigenartig und gewinnt an Wert vor allem dadurch, daß es aus dem Herzen Schottlands stammt, allwo die jetzt in Paris veröffentlichten Muster früher nur für bestimmte Familien des schottischen Adels ge- webt mürben. Uralte Muster werben in den Schlossern noch heute aufbewahrt und heilig gehalten, wie die alten Rüstungen. Die I Schals, Kniebänder, Mützen und mannigfachen Verzierungen der Htgyianderanzüge sollen alle verschieden, und sie sollen zur Zett ihrer Besitzet in Muster und Ausführung das ausschließliche Besttzrecht einer Familie gewesen sein, für die es ebenso ein Eiuennungszeichetr wat tote das Wappen. Die Wappenkunde !var für bett Laien kaum schwieriger zu lernen als die der karierten Gewebe, an denen jedoch Mitglieder des schottischen Adels ihre | Nmnen und Mstammung auf den ersten Blick errieten. Wenn I diese Erzählung nur ein Märchen ist, so hat sie jedenfalls zur Verbreitung der Westen in der französt Republik, wo man nichts i° lehr liebt als Tradition, alte Familien, uralte, durch Maffen- rateu glänzend gewordene Namen und alles, was damit zu- sammenyängt, ihr gutes Teil beigetragen, ganz abgesehen davon, bte besagten Westen auch au stch begehrenswert und hübsch sind. man die Behauptung des „Motorradfahrers" bezweifeln, daß sich die Bestimmtheit und Genauigkeit des französischen Wortes la banne bisher durch keinen deutschen Ausdruck habe ersetzen lassen. Es wäre doch gewiß nicht schwer, in dem reichest Schatze der deutschen Sprache einschließlich der Mundarten ein; Wort zu finden, das sich zur Wiedergabe von Panne eignete, „Patsche’, das man vor allen dazu Vorschlägen möchte, ist zudem ein Wort, das den Vorzug hätte, mit dem französischen die ursprüngliche Zugehörigkeit zur niebereit Umgangssprache gemein zu haben. Es sei hiermit ben Beteiligten ans Hetz gelegt; sie mögen sich zugleich bie Frage vorlegen, ob es nicht richtiger ist, bies ober ein ähnliches jebem Deutschen bekanntes Wort mit dem gewünschten Bedeutungsinhalte zu füllen, alsi das französische „Panne" zn gebrauchen, bei dem sich bie wenigsten etwas benkeu können. Es ist doch seltsam, um „der Bestimmtheit unb Genauigkeit" willen ein unverständliches Wort auzuwenden. So schreibt die Zeitschrift des Allgemeinen; Deutschen Sprachvereins. Leiber ist zu befürchten, daß dieser, vortreffliche Vorschlag von den Leuten des „vornehmen" Krafts Wagensports für nicht „vornehm" genug gehalten wirb. Aber „Panne" —■ ja, bas ist vornehm; allein beshalb schon, weil es „weit her" ist -— und Wenns auch bork jenseits der Grenzst eben nur in der niedrigsten Sprache gebraucht würde! Literarisches. Die 25. Lieferung voll Professor Dr. Amseln Salzers „Illustrierte Geschichte der deutschen Literatur" (München, Allgemeine Verlags-Gesellschaft, m. b. Preis, 1 Mk.) gibt u. a. eine Charakteristik Kleist's, die eich Beweis ist für Salzers Feinfühligkeit und Gerechtigkeits- liebe im Abwägen dichterischer Leistungen. Der geistige Gesamtzustand zur Zeit des Auftretens der Vorklassikey fesselt uns in besonderem Maße. Hier bekundet Salzer nicht nur die souveräne Beherrschung über den dichterisches Stofs, sondern auch über die philosophischen und religiöses Probleme, die in diese Zeit stark hineinspielen. Mit Klop- stock beginnt die Reihe der Dichter, deren Schöpfungen da« frische Keimen und Werden eines zweiten Frühlings unserer Literatur ankündigten. Würde, Anmut, sinnliche Pracht, Kühnheit, Reichtum und Kraft, Eigenschaften, die unmittelbar auf das Gemüt einwirken, offenbaren sich bei Klop- stock so sehr, daß er zum Reformator der poetischen Spracht gestempelt ivird. Im nächsten Kapitel wird Lessing und sein Kreis vorgeführt. Salzer zeigt, daß Lessing ein produktiver Kritiker ivar und lveist dessen hohe Verdienste nach. Goldene Worte. Alles Glück wurzelt in der Familie. Wilhelm Jordan. Ohne echte Müller unb Ehefrauen, ohne ein herziges Familienleben gibt es keinen konkreten, vollbeseelten Staat; ohne Familien- erziehtmg bleibt alle Schul- unb Weltbilbuug nur ein abstrakte» Schematismus, eine Verstandesinformation. _________ Bognmii Goltz. Rätsel. DaS Erste wohnt im Reich der ©ferne Unb ist uns allen wohlvertraiit; Mit stummem Gruß aus weiter Ferne Es freundlich zu uns niederschaut. Das Zweite ist von Hellem Schimmer Unb von ben meisten hoch geehrt, Doch von ben Weisen wirb es immer Nur nach des Kernes Wert begehrt. Das Dritte ist kein Bild des Schönen, Wenn e8 bie finstren Augen rollt, Doch spricht's zu uns in leisen Tönen Unb ist den Erbeukinbern hold. DaS Ganze ist von eignem Glanze, Es webt dem Laub ein neues Kleid; Manch Loblied aus der Sänger Kranze Warb mit Vegeistrung ihm geweiht. A, Ammam^ Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Magischen Quadrats in voriger Nummert N | A | H | E A | N | A I'm H | A | M j M E j Panne. ort „Pann e", bas bie Berichte über litt» falle von Kraftfahrzeugen ziert, ist toteber ein trauriger -öeluetj für bie sprachliche Abhängigkeit des Deutschen vorn 5ui§lanbe. Weil bie Pariser Volkssprache „stre.- bans la Panne" m dem Sinne unseres „in der Patsche sitzen" verw-enbet unb’ Pititgröjtfdjeit Kraftfahrer dieses Wort zur Bezeichmmg ber verschiebenen Betriebsstörungen hervorgeholt haben, müssen cS Ujre deiitscheu feenoffen . schleunigst nachäsfen. Mit Recht darf Redaktion: P. Witiko. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.