BBH wRä^-ö^ H aKiM M iMw l^Ä.1 öSS W i=52Sll3 ' MM Herr Lecoq. Kvimüral-Roman von E. Gaboriau. Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Die Liste der „Unglücksfälle" der Witwe Chupin war noch nicht erschöpft, aber Segmüller hielt c§! für unnötig, sich mit der Aufzählung derselben noch länger aufzuhalten und fuhr fort: Das wäre also Ihre Vergangenheit! Gegenwärtig ist Ihre Schenke eine Verbrecherhöhle. Ihr Sohn ist schon viermal bestraft, und es ist erwiesen, daß Sie seine verbrecherischen Neigungen ermutigt und begünstigt haben. Ihre Schwiegertochter ist wunderbarerweise ehrlich und fleißig geblieben. Sie haben sie deshalb aber auch so fürchterlich schlecht behandelt, daß der Kommissar Ihres Reviers einschreiten mußte. Als sie Ihr Haus verließ, wollten Sie ihr Kind zurückbehalten — ohne Zweifel, um es aufzuziehen, wie seinen Vater. Dies war, dachte bne Alte, der rechte Augenblick, gerührt zu werden. Sie zog ihr neues von der Appretur noch ganz steifes Taschentuch hervor und rieb damit kräftig ihre Augen, um denselben eine Träne zu entlocken. Oh, Elend! klagte sie, mich im Verdacht zu haben, ich wollte meinen Enkel, meinen armen kleinen Toto, zum Bösen erziehen! Da wäre ich ja schlimmer als die wilden Tiere, das hieße ja, mein eigenes Fleisch und Blut verderben! Aber diese Wehklagen schienen den Richter nur sehr luenigi zu rühren: sie bemerkte es und wechselte sofort System und Ton, indem sie zu ihrer eigenen Rechtfertigung überging. Ach! sie gehöre zu denen, die niemals Glück haben; sie wäre immer unschuldig verfolgt worden. Wo läge zum Beispiel bei dieser letzten Geschichte ein Verschulden von ihr vor? Ein dreifacher Mord wäre in ihrer Schenke vorgefallen, aber die anständigsten Wirtshäuser seien vor Katastrophen dieser Art nicht sicher. Sie hätte in der Stille ihrer Zelle Zeit gehabt über alles nachzudenken, sie hätte die verborgensten Falten ihres Gewissens durchsucht, aber sie fragte sich noch immer vergeblich, welche Vorwürfe man ihr vernünftigerweise machen könnte... Das kann ich Ihnen sagen, unterbrach der Richter sie; man wirft Ihnen vor, daß Sie nach Kräften dem Gang des Gesetzes Hindernisse in den Weg legen . . - Oh, mein Gott, ist das möglich? . . . . und daß Sie die Justiz irre zu leiten suchen. Das ist Mitschuld, Witwe Chupin, nehmen Sie sich wohl in Acht! Als die Polizei erschien, genau in dem Augenblick, wo das Verbrechen begangen wurde, da haben Sie Ihre Antwort verweigert. Ich habe alles gesagt, Inas ich wußte. So? Nun, das müssen Sie mir wiederholen. Herr Segmüller konnte mit sich zufrieden sein. Er hatte das Verhör so geführt, daß die Witwe Chupin, ohne etwas zu merken, sich in die Lage versetzt sah, selber den Hergang zu erzählen. Dies war eine große Hauptsache. Durch direkte Fragen wäre örel- leicht diese schlaue, kaltblütige Alte auf wichtige Punkte aufmerksam geworden und es war nötig, daß sie keine Ahnung hatte- was der Verhörrichter wußte oder nicht wußte. Indern man sie ihrer eigenen Einbildungskraft überließ, mußte miau die Lesart, die sie an Stelle der Wahrheit vorzutragen sich vorgenommen hatte, in ihrer ganzen Vollständigkeit vernehmen. Weder Lecoq noch dev Richter bezweifelten, daß diese Lesart auf der Polizeiwache an der Barriere d'Jtalie zwischen dem Mörder und dem vermeintlichen Trunkenbold vereinbart und darauf der Chupin durch den kühnen Komplizen mitgeteilt worden war. Oh, die Sache ist ganz einfach mein guter Herr, begann die ehrenwerte Schankwirtin. Sonntag abend saß ich allein an meinem Kaminfeuer in der Schankstube meiner Wirtschaft, da tut sich mit einem mal die Tür auf, und ich sehe drei Männer und zwei Damen eintreten. Herr Segmüller und der junge Kriminalbeamte tauschten einen blitzschnellen Blick miteinander aus: dev Vertraute hatte gesehen, wie die Fußspuren untersucht wurden, also versuchte man nicht, die Anwesenheit der beiden Frauen abzuleugneu. Wie spät war es? fragte der Richter. Ungefähr elf Uhr, Fahren Sie fort! Die Leute setzten sich und bestellten einen Napf boll Wein ä la franyaise. Ohne mich rühmen zu wollen, aber in der Zubereitung dieses Getränkes habe ich nicht meinesgleichen. Natür4 lich bediene ich sie, und unmittelbar dapauf gehe ich in Mist zubessern hatte, bessern hatte. Sie ließen die Leute allein? Ja, Herr Richter. Das war sehr vertrauensselig von Ihnen? Die Witwe Chupin schüttelte melancholisch den Kopf und sagte: Wenn man nichts hat, fürchtet man keine Diebe. Weiter! Jahren Sie fort! Ich war also seit einer halben Stunde oben, als da nutest einer ansäugt zu rufen: Heda Alte! Ich gehe hinunter und sehe vor mir einen Mann mit großem Bart, der eben eingetreten war. Er verlangt ein Gläschen „Doppelten Zwirn". Ich gebe es ihm, und er setzt sich allein an einen Tisch. Und Sie gingen wieder mich oben? unterbrach der Richter sie. Wurde die Ironie von der Chupin verstanden? An Mein Gesicht konnte man es nicht erraten. Ganz recht, mein guter Herr, antwortete sie, aber diesmal habe ich kaum Nadel und Fingerhut wieder zur Hand genommen, als ich einen furchtbaren Lärm in der Stube unten höre. Trapptrapp, bin ich die Treppen hinunter, um Frieden zu gebietest. Ach, jawohl! Die drei zuerst Gekommenen waren über den später Eiiigetretenen hcrgefallen und schlugen nuf, ihn los, oh mein guter Herr! sie massakrierten ihn. Ich schrie, als wenst ich am Spieße stäke. Aber auf einmal zieht der Mann, der allein gegen drei ist, ein Pistol aus dev Tasche: er schießt und tötet einen von dm anderen, dev auf den Fußboden rollt; ich sinke auf meiner Treppe zusammen, und, uni nichts zu sehen denn das Blut floß in Strömen — ziehe ich meine Schurze WM 650 beit Kbps. Den Augenblick nachher kam Herr Gsvrol mit seinen Beäntten, man schlug meine Tür ein — ifltb das ist alles . . . Diese scheußlichen abgefeimten alten Betteln bringen es zuweilen in der Verstellung zu einer Vollendung, die des größten Scharfblicks spottet. Ein nicht voreingenommener Mensch z. B. hätte von pent unschuldigen Ton der Chupin getäuscht werden können. Leider hatte sie ihre Augen gegen sich, ihre kleinen grauen Augen, die sie wie ein unruhiges Tier fortwährend hin- und herwandern ließ; aus diesen Augen funkelte eine innere Befriedigung über ihr« eigene Schlauheit. Sie jubilierte bei sich selber über ihre glückliche Geschicklichkeit, sie glaubte wirklich, der Richter würde ihre Erklärungen auf Treu und Glauben hinnehmen. Wirklich hatte in Segmüllers Antlitz kein Muskel gezuckt, während die Alte mit erstaunlicher Zungenfertigkeit ihre Geschichte vortrug. Als fie, ganz außer Atem, schwieg, stand er ohne ein Wort zu sagen aus und trat an seinen Protokollführer heran, um die Niederschrift dieses ersten Teiles des Verhörs sich anzusehen. Bon der Ecke aus, wo ev sich bescheiden auf einen Stuhl gesetzt hatte, beobachtete Lecoq unausgesetzt die alte Frau. Sie denkt wahrhaftig, fagte er bei sich selbst, es sei zu Ende, und ihre Aussage werde ohne weiteres angenommen werden, wie ein Brief am Postschalter. Wenn dies in der Tat die Hoffnung der Witwe Chupin war, so wurde sie schnell enttäuscht. Herr Segmüller hatte dem lächelnden Goquet einige unwichtige Bemerkungen gemacht und setzte sich nun neben den Kvmin; er hielt den Augenblick für gekommen. Mit dem Verhör energisch vorzugehen und begann: Also, Witwe Chupin, Sie behaupten, nicht einen einzigen Augenblick bei den Leuten -geblieben zu fein, die Ihr Lokal betreten hatten, um dort Wein zu trinken? Nicht eine Minute. Jene kamen herein und bestellten, Sie gaben ihnen das Verlangte und gingen eiligst hinaus. Ja, mein Herr. Es' scheint mir indessen unmöglich, daß Sie nicht ein paar Worte von der Unterhaltung aufgesangen haben sollten. Wovon sprachen sie? Es' ist nicht meine Gewohnheit, um meine Gäste herumzuspionieren. Kurz und gut, haben Sie irgend etwas gehört? Nichts. Der Untersuchungsrichter zuckte mit einer Miene des Bedauerns die Achseln und sagte: Mit anderen Wdxten, Sie weigern sich, dem Gericht Auskunft zu geb en. OH, wie kann man das sagen! Lassen Sie mich ausreden. Alle diese unwahrscheinlichen Geschichten: Daß Sie hinansgegangen wären, daß Sie in Ihrer Kämmer für Ihren Sohn Blusen ausgebessert hätten n. s. w., sind von Ihnen nur erfunden worden, um mir sagen zu können: „Ich habe nichts gehört, nichts gesehen, ich weiß von nichts." Wenn dies das System ist, das Sie sich vorgenommen haben, so erkläre ich Ihnen hiermit, daß es sich nicht aufrecht erhalten Wt, daß kein Gerichtshof etwas darauf geben würde. Es ist kein System, es ist die Wahrheit. Herr Segmüller schien nachzudenken, dann sagte er plötzlich: Also Sie haben mir ganz bestimmt nichts über diesen elenden Meuchelmörder zu sagen? Aber es ist kein Meuchelmörder, mein guter Herr. 'Was denn sonst? Er hat in Selbstverteidigung die anderen getötet. Man suchte Händel mit ihm, er war allein gegen drei, er sah wohl, er hätte keine Gnade zu erwarten von Banditen, die . . . Sie hielt ganz verwirrt plötzlich inne; ohne Zweifel warf sie fich vor, daß sie sich hatte fortreißen lassen, daß ihr die Zunge durchgegangen war. Allerdings konnte sie hoffen, der Richter habe nichts bemerkt. Ein brennendes Scheit war aus dem Kamin gerollt, er hatte die Feuerzange in die Haiw genommen und schien nur damit beschäftigt zu sein, das Feuer wieder in Ordnung zu bringen. Wer sagt mir, murmelte er halblaut, und wer garantiert mir, daß nicht im Gegenteil der Mann die drei anderen angegriffen hat? Ich! erklärte die Witwe Chupin bestimmt. Ich! ich schwöre es! Segmüller wandte sich um, augenscheinlich aufs höchste erstaunt und sagte: Wie können Sie das wissen? wie können Sie daraus schwören? Sie waren in Ihrer Kammer, als der Streit begann. Ernst und unbeweglich auf seinem Stuhl sitzend, jubilierte Lecoq innerlich. Er fand, es wäre ein hübsches und vielversprechendes Resultat, durch geschickte Fragen diese geriebene Alle dahin zu brittgen, daß sie sich selber Lügen strafte. Der Beweis! für ihr strafbares Einverständnis lag klar zutage. Ohne ein geheimes Interesse hätte die alte Schankwirtin nicht so unvorsichtig die Verteidigung des Angeschuldigten ergriffen. Nach alledem, fuhr der Richter fort, möchte man annehmen, daß Sie vielleicht infolge Ihrer Bekanntschaft mit dem Charakter des Mörders so sprechen. Wahrscheinlich kennen Sie den Mann? Ich hatte ihn vor jenem Abend niemals gesehen. Aber er war doch schon früher in Ihre Wirtschaft gekommen? Niemals in seinem Leben! Oh, oh! wie erklären Sie es sich dann, daß dieser Unbekannte, dieser Fremde, sofort bei seinem Eintritt in die Gaststube, während Sie oben in Ihrem Zimmer waren, zu rufen anfingr „Heda, Alte!" Er erriet also, daß die Wirtschaft von einer Iran besorgt wurde, und daß diese Frau nicht mehr jung war? Er hat das nicht gerufen! Sammeln Sie nur Ihre Erinnerungen ein wenig! Sie selber haben es mir gerade eben gesagt! Ich habe das nicht gesagt, mein guter Herr! Doch! Und man wird es Ihnen beweisen, indem man Ihnen! Ihre Aussage vorliest. . Goquet, lesen Sie, bitte! Der lächelnde Sekretär hatte schnell die betreffende Stellei gefunden und las mit seiner deutlichen Stimme wörtlich bent Satz der Chupin vor: Ich war seit einer halben Stunde oben, als da unten einer anfängt zu rufen: „Heda, Alte!" Ich gehe hinunter usw. usw. Sie sehen also! bemerkte Segmüller nachdrücklich. Die Sicherheit der alten Verbrecherin hatte augenscheinlich einen heftigen Stoß erhalten. Aber der Richter glitt über diesen Zwischenfall hinweg, als hätte er demselben keine große Wichtigkeit beigelegt, und begann wieder: Und die anderen Trinkgäste, die Getöteten, kannten Sie diese? Nein, Herr, weder von Eva noch von Adam her. Und sind Sie nicht überrascht gewesen, bei Ihnen drei Unbekannte in Begleitung von zwei Frauen ankommen zu sehen? Zuweilen bringt der Zufall . . . Ach, gehen Sie mir! Sie glauben ja selbst nicht, was Sie da sagen. Das ist kein Zufall, wenn nachts, bei einem abscheulichen Wetter, Gäste in eine übelberüchtigte Schenke wie die Ihrige kommen, die noch dazu ziemlich weit von jedem begangenen Wege mitten im freien Felde liegt. Ich kann nicht hexen; ich sage, was ich denke. Also, Sie kennen nicht einmal den jüngsten von den dreien, den, der als Soldat gekleidet war, ich meine Gustave? Ganz und gar nicht. Herrn Segmüller fiel bei dieser Antwort eine gewisse Betonung auf, und langsamer fügte ev hinzu: Wenigstens haben Sie aber doch von einem Freunde dieses Gustave sprechen hören, einem gewissen Lacheneur? Als sie diesen Namen hörte, geriet die Wirtin der „Pfefferbüchse" augenscheinlich in Verwirrung, und sie stammelte mit ganz veränderter Stimme: Lacheneur? Lacheneur? Niemals habe ich diesen Nainen aussprechen hören. (Fortsetzung folgt.) Zur Geschichte der Berliner Aongresses vsm P. Juni 1878. Alle Welt spricht gegenwärtig vom „Berliner Vertrag" und feiner Revision. Da interessiert die Frage: Wie kam jener Vertrag zustande, und welches waren seine Begleiterscheinungen? Im Juni 1878 hatten sich auf Anregung des Fürsten Bismarck in des deutschen Reiches Hauptstadt die Staatsmänner der europäischen Großmächte zu einem Kongreß eingefunden, um über die Lösung der orientalischen Wirren zu beraten. Anlaß zu einer allgemeinen europäischen Völkerberatung gab der Ausgang des russisch-türkischen Krieges. Im Jahre 1876 hatte Rußland gegen die Türket einen Krieg unternommen, von dessen glücklichem' Erfolg es sich die Verwirklichung seines Traumes, die Gründung eines großen panslavistischen Staates bis zum schwarzen Meere, versprach. Rußlands Waffen waren von Glück begünstigt. Nach vollständiger Vernichtung der türkischen Macht bei Plewna überstieg das russische Heer durch die Schipkapässe den Balkan, und in wenigen Wochen stand es vor der Hauptstadt des osmanischen Reiches, vor Konstantinopel. Dem weiteren Siegeszug der Russen gebot England Einhalt, das seine Flotte durch die Dardanellen in das Marinara-Meer einlaufen ließ. Eiligst schloß Rußland mit seinem Gegner den Frieden von San Stefano am 3. März 1878, .her dem Sultan nur einen mäßigen Rest seines europäischen Besitzes ließ. Im England, Frankreich und Oesterreich ries dieser Friedensschtuß eine heftige Erregung hervor. Ein europäischer Völkerbrand drohte. es an gegenseitiger Herzensgüte nicht fehlte, gelang es, die bestandene Spannung M heben. Trotz der gefühlvollen Kaiserbe- gegnung in Alexandrowa glaubte Bismarck, daß ein „vollständiges Jndiensttreten unserer Politik in die russische uns nicht davor schütze, gegen unseren Willen uitb gegen unser Bestreben mit Rußland in Streit zu geraten." Er suchte nach einem anderen Freunde; er fand ihn in Oesterreich. Als Bismarck in Gastein seinen cingeladenen Gast, den Grafen Andrassy in die Verhandlungen mit dem Petersburger Käbinett einweitzte und das Abzielen der russischen Politik auf ein Bündnis mit Frankreich berührte, erwiderte Andrassy: „Gegen das beabsichtigte russisch- französische Bündnis gibt es nur ein Gegengewicht: das deutsch- österreichische." Die beiden Staatsmänner reichten sich die Hand. Ein großes Werk war vorhereitet, das am 7. Oktober 1879 inj dem d e u t f ch - ö st e r v e i ch i s ch e n S ch u tz - u n d T r u tz b ü n d- nis seinen Abschluß fand. —e—. Morengas Ende. Der Friede von Ukamas vom 23. Dezember 1906 hatte dem deutschen Schutzgebiet in Südwestafrika noch nicht die ersehnte dauernde Ruhe bringen können. Noch lebten Morenga und Smron Köpper als unversöhnte Feinde. Das Kommando der deutschen; Schutztruppcn in dec südwestafrikanischen Kolonie mußte abermals zu kriegerischen Maßnahmen greifen, die im Laufe der Ereignisse sich zu Unternehmungen bedeutsamer Art gestalteten. Dee Vorgänge, die zu Morengas Ende führten, schildert das siebente (Schluß-) Heft der „Kämpfe der deutschen Truppen m Sudwestafrika" das, vom Großen Generalstab im Verlag herausgegeben und von E. S. Mittler u. Sohn in Berlin erschienen ist. Auf britischem Boden sollte Morenga sein Schicksal erreichen. Nachdem er zweimal sein Versprechen gebrochen Hatte, sich denr von der deutschen Regicrungsgewalt mit den unterworfenen Aufständischen getroffenen Abkommen zu fügen, wurde tm Einvernehmen mit der Kapregierung seine. Verfolgung aufgeiwmmen. Von deutscher Seite begleitete ein Generalstabsofstzier die Abteilung der Käppolizei, die dem unsteten Flüchtling au; den Fersen war. Anscheinend aufgescheucht durch das Herannahen emer vom Major Elliot entsandten englischen Patrouille unter Leutnant Currie, hatte er seinen letzten Schliipfwinkel verlassen. Ellivt entschloß sich daher, mit seiner gaiizen Truppe dem verwegenen Häuptling nachzusetzen, aber Morenga war, nachdem seine Spur ausgesunden ivar, wieder entwischt, — allen Anzeichen nach hu urteilen nach der deutschen Grenze. Und es blieb aucp kein Zweifel mehr übrig, daß Morenga nicht etwa tiefer in dem englische Gebiet, sondern durch die Kalahari zu Simon Copper gehen wollte. Der schlaue Fuchs rechnete damit, daß wohl einzelne Menschen, wie er mit seiner Bande, etwa 30 Kopfe, durch die wasserlose Kalahari ziehen und sich von Tsamas (der wilden Wassermelone) nähren könnten, daß aber Truppen mit Tuereii sich scheuen würden, die Verfolgung durch die Kalahari aufzu- nehmen. Major Elliot war sich klar, daß, wenn cs ihm mcht ge- 1 innen sollte Morenga jetzt zu saßen, er iN die schützende Wildnis encko imenwürde BÄhn Stunden lang blieb seine Kolonne linterweas UNI den Flüchtigen zu stellen. Hervorragend be- wäbrten sich die Scouts, eingeborene Aufklärer, im Spureu- fnrfwn so daß keine Verzögerungen eintraten. Leutnant Mauder Kbtt ÄSbatteWt feinem Zuge, nachdem er 36 Stunden im Sattel gewesen, iim 12 Uhr mittags Halt gemacht, um das mä-ä rs .sä?? ftenZTli6f?Sta95 des 20. September 1907 erreichte W WSNSN -MWMZWZ Gegner verlor dabei fünf V^^in^Sergeant^cin Mann wurde leichkversMndef^.Ge^ räuntte Re östlichem doch fielen aus den tm Gritnde daytnle i « , richteten | ft« SäSS»« sich zu entzünden. Deutschlands mächtiger Einfluß als Friedens- । Vermittler bewahrte Europa vor dieser Gefahr. Fürst Bismarck hatte sich während des orientalischen Krieges abwartend verhalten; denn er glaubte, so lange Deutschlands Interessen nicht auf dem Spiele ständen, „nicht die Knochen eines pommerschen Musketiers einsetzen zu dürfen". Nach dem Mieden von San Stefano hielt er die Pläne der Pan lavisten für eine Gefahr für Deutschland. Im Einverständnis Mit denn vster- reichisch-ungarischen Minister Grafen Andrassy machte er den Lor- scblag, die Lösung der orientalischen Verhältnisse aus einem all- o eme inen Kongresse zur Beratung zu stellmi. Die Rolle, dm Deutschland a,ls Vermittler dabei zufallen solle, bezeichnet Bismarck auf eine Anfrage im Reichstage folgendermaßen: „Dm Vermittlung des Friedens denke ich mir nicht so, daß wir nur bei auseinandergehenden Ansichten den Schiedsrichter spielen und sa- aen: so soll es sein, und dahinter steht die Macht des Deutschen Reiches, sondern ich bsenke sie mir bescheidener, mehr als das Geschäft eines schlichten Maklers, der das Geschäft wirklich zustande bringen lutII.' Am 30. Januar 1878 wurde der Kongreß tm Palats de» Deutschen RcickMkanzlers in Berlin eröffnet. Eine glanzende Ver- santmlung von Staatsmännern hatte sich dazu eingefunden Oester^ reich hatte den Grafen Andrassy, England seine Muttster Lord Beaconsfield und Lord Salisbury entsendet. Frankreich war durch seinen Minister Waddington, Italien durch den Grasen Corti dertveten Die Sendung des altersschwachen russischen Reichskanzlers Fürsten Gortschakoff war tont Zaren „aus persönltckMr Rücksicht gegen den etwas eitlen Greis" erfolgt. Der eigentliche Bevollmäckstigte des russischen Hofes war der russische Botschafter in London, Graf Peter Schuwaloff. Die Türker war vertreten durch Mohemed Mi Pascha. Von sonstigen hervorragenden Persönlichkeiten nahmen außerdem teil: von Bulow, Graf Herbert Bismarck, Lothar Bucher, Fürst Hohenlohe, Graf Caroly. Zum Vorsitzenden des Kongresses wurde auf allgemeinen Wunsch Fürst Bismarck gewählt. Dem Einflüsse des großen deutschen Staatsmannes gelang es, Rußlands Forderungen bedeutend yerunter- zustimmen. Nach einer vier'wöchentlichcn Tagung kam am 16. ^ult der B erliner Friedensv ertrag zum Wschluß. ^leichtert wurde der Abschluß durch das Fehlen des Fürsten Gortscha- kosf, der an dem entscheidenden Tage ivegen Erkraniung angeblich infolge des Getmsses von Erdbeeren der Sitzung fern bleiben mußte. Die wesentlichen Punkte des Berliner Vertrages waren folgende: Die seitherigen Vasallenstaaten der Türkei, Rumänien und Serbien werden als unabhängige Staaten erklärt, die Unabhängigkeit des Fürstentums Montenegro wird anerkennt, das Fürstentum Bulgarien wird halbselbständiges Fürstentum, mit fernem ost- Heften Teile, mit Ostrumelien, Vasallenstaat der Pforte, Oesterreich besetzte Bosnien und Herzegowina, die dem Namen nach unter Oberhoheit der Türkei bleiben. Rußland erhielt eme nicht unbeträchtliche Erweiterung seiner kleinasiatischen und befsarabischen Grenze, die Festung Mrs und die Hafenstadt Batum. Das Ergebnis des Berliner Vertrages wurde überall mit Befriedigung ausgenommen. Der europäische Friede schien gesichert. Nur Rußland war in seinen Erwartungen getauscht. Die panslavistische Partei bezeichnete den Vertrag als „eme freche Beschimpfung dessen, was Rußland geivollt, ein verMffendes Unding, eine Ohrfeige für Rußland. Und doch hatte Blomaick Rußland gegenüber die Rolle eines „ehrlichen Maklers gespielt Dies zeigen seine Ausführungen, die er 10 ^hre spLter ln seiner Reichstagsrede am 6. Februar 1888 über jene kritische Zeitgibt. „Mr hatten damals (1878) sehr wenig Neigung, uns m die orientalischen Sachen zii mischen, ebenso wenig wie peilte, -öd) war schwer krank in Friedrichsruh, als mir von rMscher Seite das Verlangen mitgeteilt wurde, zur definitiven Beilegung b j Krieges einen Kongreß der Großmächte nacy Berlin zu berufen. Ich ' hatte ziinachst wenig Steigung dazu, einmal weil ich m ber körperlichen Notwendigkeit war, dann über auch, weil ich keine Neigung hatte, uns so weit in die Sache zu verwickeln, wie die Rolle des Präsidiums eines Kongresses mit Mi bringt. Wenn iö schließlich nachgegeben habe, so war es einerseits das deutsche Rsiilbtaeiübl im Interesse des Friedens, namentlich aoer dos dankbare Andenken, das ich au die Gnade des Kaisers Alexantors l . für mich stets belvahrt habe, das mich veranlaßte, diesen ^Wunsch ZE'LMLWMM Kongreßverhandlungen erging man Ti^onIler Demfeiud- AL LZLMLWMZM 652 6 Uhr nachmittagss ein lebhaftes, gut gezieltes und' wirksames Feuer. Ms drüben kein Schutz mehr fiel, wurde das Gefechts- Slb ab gesucht. Hierbei fand man Morenga tot unter einem aum liegen. Er hatte drei Schüsse erhalten; ein Geschoß war durch die rechte Schläfe eingedrungen und hinter dem linken Ohr wieder herausgetreten, ein zweites hatte ihm den Hinter- kopf weggerissen, ein drittes das Herz durchbohrt. So hatte der tapfere und unversöhnliche Feind den Tod im Kampfe einer weiteren Flucht in die Wildnis vorgezogen. ZchMers Bildhauer. (Zu Danneckers 15 0. Geburtstage.) Am 15. Oktober 1758 wurde in Stuttgart Johann Hein- t i ch D a n necke r geboren, der Jugendfreund Schillers, dem die Nachwelt die bekannteste, lebendigste und zugleich erhabenste Darstellung des großen Dichters verdankt. Dannecker, der auf der Karlsschule erzogen wurde, sollte seiner zierlichen Gestalt wegen zum Ballettänzer ausgebildet werden und wurde „von rohen Aufsehern hart gehalten und nebenher zu gemeinen Verrichtungen mißbraucht". Doch erlangte er durch des Herzogs Gunst schließlich die Erlaubnis, Bildhauer zu werden. Der liebenswürdig heitere, stets gefällige und begeisterte Jüngling gehörte zu dem intimsten Freundeskreise des jungen Schiller, und ein enger Bund fchloß Poet und Bildhauer durchs ganze Leben aneinander. Ms Dannecker 1780 als „Hofbildhauer" mit 300 Gulden Gehalt die Karlsschule verließ, hatte er bereits den ernsten erhabenen Geist einer der Antike zugewandten Kunstrichtung in sich ausgenommen, obwohl er mehr zu handwerksmäßigen als zu künstlerischen Arbeiten verwendet. wurde. Die glatte Rokokoform des Parisers Pajou und die zierlich weiche Sinnlichkeit Canovas, bei dem er seine letzte Ausbildung suchte, haben die angeborene Graßheit und Kraft der Linien in seiner Begabung nicht verwischen können. In Rom leimte er vielleicht nur allzuviel vou der blendend spielerischen Technik seines Lehrers, die in seinem bekanntesten Werk, der Ariadne auf Naxos, uns heute kleinlich und ausdruckslos anmutet. Canova nannte den jungen Deutschen „il beato“, den Glücklichen, wegen seines liebenswürdig frischen Temperaments, und diese anmutige Begeisterungsfähigkeit blieb ihm, nachdem er als Professor der Bildhauerkunst an der Karlsschule eine gesicherte Stellung und allgemeine Anerkennung gefunden hatte. Die schön bewegte und gehaltene Grazie spricht auch heute noch lieblich zu uns aus den Parkfiguren und Wassergruppen des Stuttgarter Schlosses. Schillers Besuch in der Heimat brachte 1793 die Freunde wieder zusammen und Dannecker begann sogleich, eine Büste des von ihm so hoch verehrten Dichters des „Don Carlos" zu modellieren. Nach länger mühevoller Arbeit war das Merk endlich vollendet. Schiller war entzückt. Goethes Besuch im Sommer 1797 gab dem Meister hohe Anregungen; er war stolz darauf, daß Goethe zu ihm sagte: „Nun habe ich Tage hier gelebt, lote, ich sie in Rom lebte". Goethe war „frappiert von dem Originalausguß der Büste, der eine solche Wahrheit und Ausführlichkeit hat, daß es wirklich Erstaunen erregt". Als dann der große Freund so schnell und unerwartet starb, schrieb Dannecker im ersten Schmerz über den Tod: „Ich glaubte, die Brust müßte mir zerspringen, und so plagte michs den ganzen Tag. Den anderen Morgen beim Erwachen war der göttliche Mann vor meinen Augen; da kam mir's in den Sinn: ich will Schiller lebig tznächen, aber der kann nicht anders lebig sein, als kolossal. Schiller muß kolossal in der Bildhauerei leben, ich will eine Apotheose." Die also entstandene Monumentalbüste Schillers, die jetzt das Stuttgarter Museum ziert, ist das ergreifende Denkmal einer hingebenden Treue, mit der der Künstler den toten Freund ehrte, und zugleich sein gewaltigstes Werk. . Seinem Fürsten Friedrich II. von Württemberg, der sich über die Größe des Werkes wunderte, sagte er: „Ihre Durchlaucht, Schiller Muß so groß sein. Der Schwab muß dem Schwaben ein Monument machen, und sollte ich ein Terrain kaufen, daß nur so groß wäre um Schillers Büste aufzustellen." * Was den Kaiser die Theater kosten. Kaiser Wilhelm II. zahlt jährlich zu dem etwa 2Vs Millionen Mark betragenden Gesamtetat der Berliner Königlichen Bühnen aus seiner Schatulle 450 000 Mark, außerdem deckt er auch das Defizit mit jährlich etwa 300000 Mark, welche Summe häufig noch überschritten wird; daneben muß er bei einer „auf allerhöchsten Befehl" angesetzten Vorstellung die ganze Einnahme des Hauses bezahlen, zirka 5000 Mark. Diese an sich sehr bedeutenden Ziffern werden erst erklärlich, wenn man einen Blick auf die Einnahmen der hervorragenden Sänger und Sängerinnen wirft, die zwischen 15 0Ö0 und 40 000 Mark schwanken, während der Generalintendant neben freier Dienstwohnung pro Jahr 18 000 Mark bezieht. Wohl den größten Kostenaufwand hat das kürzlich neu einstudiert jaufgeführte Ballett „Sardanapal" gemacht. Um sich annähernd leinen Begriff von den Kosten einer solchen Ballettaufführung Machen zu können, genügt ein Vergleich mit dem Kostenaufwand eines' historischen Balletts, das vor vielen Jahren in dem längst nicht Mehr bestehenden Berliner Viktoria-Theater gegeben wurde, hinter dessen finanzielle Kulissen wir durch Zufall einen Blick werfen konnten. Die Ziffern sprechen für sich selbst. 1965 Kostüme lunb 600 Paar Schiuhe, 400 Trikots, Stosst, Goldbesatz, Arbeitslohn 45 000 Mark. Sieben neue Dekorationen nebst Maschinen zum Aufftellen und Zusammensetzen derselben 31000 Mark. 400 Helme und Rüstzeuge 8000 Mark. 600 Waffen, Schilde und Hörner 6000 Mark. Kränze, Girlanden, Schaustücke und Becher 2500 Mark. Römische Diwans und Sessel 3000 Mark. Musikinstrumente, abgetönte Glocken, Thyssosstäbe, Vasen 4000 Mark. Feldzeichen und Standarten 1550 Mark. 280 verschiedene Perücken 2500 Mark. Gagen während der fünf Probewochen, Studium und Reisegelder 23 800 Mark. Einreichungsgebühr an den Verfasser 500Ü Mark. Kurz ehe der Vorhang zur Premiere aufrollte, hatte das Ballett schon etwa 140 000 Mark verschlungen. Nun kommen erst die monatlichen Kosten: Gagen für 650 Personen mit Statisten und Orchester 40 000 Mark. Tantieme an den Autor ungefähr 7000 Mark, Theatermiete auf neun Monate in der Saison verteilt 9000 Mark. Steuern 900 Mark. Versicherung 650 Mark. Reparaturen 300 Mark. Annoncen 700 Mark. Zettel 700 Mark. Gas 1500 Mark, elektrisches Licht 1400 Mark. Heizung 900 Mark, was alles in allem wiederum ungefähr 60 000 Mark monatliche Kosten ausmacht. Das Sardanapal- Ballett aber hat weit mehr gekostet. * 350 Mark für die Minute Gesang. Von Caruso, dem großen Tenor, der in Kürze auch wieder in Berlin auftreten wird, erzählt man sich aus seinem Newyorker Aufenthalt eine kleine Anekdote, die beweißt, welche Summen Künstler in Amerika in wenigen Minuten verdienen können. Caruso besuchte dort- selbst das Theater von New Fields, als nach dem ersten Akt ein Herr in die Loge des Sängers trat, um mit ihm einige Morte zu wechseln. Caruso verließ kurz darauf das Theater, stieg in das bereit gehalteue Automobil, mit dem er in dreiviertel Stunden nach dem Theater zurückkehrte. In der Zwischenzeit hatte er bei dem vielfachen Millionär James Smith anläßlich eines Diners gesungen, wofür er die Kleinigkeit von 3000 Dollars erhalten hatte. Das macht auf die Minute Vortrag 350 Mark. * Humoristisches. Ein Idyll. Ms wahres Geschichtchen erzählt die „Münchn. Jugend": Dem Prinzchen einer deutschen Fürstenfamilie fällt es auf, daß der vor dem Palais stehende Posten weiße Beinkleider trägt. Die kleine Hoheit stellt sich breitbeinig hin und fragt wichtig: „Was hast du denn heute für Hosen an?" „Das sind Paradehosen heute", antwortete der Soldat belehrend. Ein Stündchen später ckonnnt das PrinzcheN wieder am Posten vorbei, und zwar diesmal mit seiner drallen Kinderfrau. Vor dem Posten hält er sie an, hebt ihr flink die Röcke ordentlich in die Höhe und sagt zum Posten stolz und triumphierend : „Frieda hat auch Paradehosen an, siehst du!" — Dr u ck- fehler. ... Die Landschaft, welche er durchreiste, bot einen traurigen Anblick; außer einigen verkümmerten Tanten und verkrüppelten Nichten begegnete der Blick nur ödem Felsgestein. —■ Aus dem Gerichtssaal. Richter: „Acht Jahre Zuchthaus. Das Urteil ist also rechtskräftig!" — Gauner: „Ja, recht kräftig ist's!" — mitten!efe der „Münehener Jugend". Eine Gouvernante, die sich mit dem Kinde ihrer Herrschaft in einem Nordseebade aufhielt, hatte sich in das Fremdenbuch des dortigen Hotels folgendermaßen eingetragen: „Fräulein Mttner mit Kind von Herrn N. N. aus Hamburg." Wer ist das würdigste Glied des Staates? Ein wackerer Bürger; Unter jeglicher Form bleibt er der edelste Stoff. ------------ Goethe. Logogriph. Blutdürstiger Vogel mit einem Sp, Doch ehrsamer Handwerker bin ich mit G; Und wer mich B in dem Hanpte sah, Dem künde ich Wunder aus Airika. In früherer Zeit mit bem W im Haupt, Da hab' ich manch jugendlich Glück geraubt,' Die Burschen trieb ich zu blutigem Streit, Nicht ungern seh'n mich die Mägdelein heut. R. Auflösung in nächster Nummer: Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: Universität, Rollendorf, Vlotho, Euphrat, Regenschirm, Harmonium, Ohio, Freidank, Freyeinet. Unverhofft fommt oft. Htedaktion: E. Anderson. — Rotationsdruck und Verlag bei Brühl'schev UniversitätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.