Donnerstag -en 16. Juli 1908 TQaTfl mitt \j@S& KäMBrai John Darrows Tod. Roman von Melvin L. S e v e r y. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Endlich kam ein langer Brief des Herrn Siddons, den ich mit vor Tlufregung bebender Stimme vorlas; es traf sich gut, daß Maitland, betf seit kurzem wieder ausgehen durfte, zum Abendbrot bei uns war. Der Brief lautete nach einer kurzen Einleitung, in der uns Herr Siddons noch einmal seiner steten Hilfsbereitschaft versicherte, wie folgt: ,;Zu meiner Freude habe ich etwas zu berichten, das auf unseren traurigen Fall Bezug hat. Es lag mir zunächst daran, den Hauptschauplatz des Dramas, das sich hier abgespielt hat, kennen zu ■ lernen, und so begab ich mich nach dem von Herrn Darrow mir gegenüber so oft erwähnten Malabarhügel, wo er die Geliebte zu treffen pflegte. Ich fand unschwer den Bananenbaum und dicht dabei die HöUe mit dem geheimnisvollen Schacht, —• alles genau Herrn Darrows Bericht entsprechend, bis auf den Parsenfriedhof mit seinem Turm des Schweigens. Die Höhle und der Baum liegen jetzt in dem Garten, der zu der Billa eines Herrn Blaschek gehört. Dieser Herr nahm mich mit echt deutscher Gastfreiheit auf, und als ich ihm sagte, ich wünschte näheres Über einen gewissen Rama Ragobah zu erfahren, der so etwas zwischen einem Rischi und einem Fakir gewesen sei, wies er mich sofort an einen Fakir namens Parinama, der mir sicher Auskunft geben könnte. « Sie können sich denken,, wie angenehm ich überrascht war, als ich fand, daß Parinama Ragobah gut kannte. Mittels einer Handvoll Rupien erfuhr ich folgendes: Ragobah, mit dem der Gefragte seit fünfunddreißig Jahren bekannt war, sei jahrelang von Bombay abwesend gewesen und auch zur Zeit nicht in der Stadt. Wegen seines grausamen, rachsüchtigen Wesens werde er von allen, die ihn kennen, gehaßt, airch von Parinama selbst. Dieser bestätigte mir, daß Ragobahs Frau vor mehr als zwanzig Jahren auf geheimnisvolle Weise gestorben sei, wo nicht durch Ragobahs eigene Haird, so doch sicher durch seine Schuld. Bon ihren Verwandten seien nur noch ihr Gatte und ein Vetter am Leben. Mehr als irgend ein anderer wisse über Ragobahs Frau dieser Vetter von ihr, namens Moro Scindia, der zwar ein persönlicher Feind Ramas sei, aber einen Eid geleistet habe/ über diese Ereignisse Schweigen zu bewahren. Schließlich ließ sich jedoch Parinama zu dem Versprechen bewegen, er wolle sich abends um acht Uhr mit Moro Scindia in Herrn Blascheks Villa einfindcn. Nach Besonderheiten in Ramas Äußerer Erscheinung befragt, erklärte er noch, Ragobah habe für seinen großen und starken Körper sehr kleine Hände und Füße; sein linker Fuß sei außerdem verunstaltet, das ganze linke Bein schwach und darum sein Gang lahm. Es scheint sich mir schon jetzt, wenn ich die gewonnenen Tatsachen von Anfang bis zu (Snbe überschaue, ein so dichtes Netz um Ragobah zu ziehen, daß keine Mücke durchschlüpfen kann. .Er allein hatte nach unserem Wissen einen Beweggrund zum Morde. Sein Opfer hat von der bestehenden Todfeindschaft Zeugnis abgelegt und den tatsächlichen Ausgang vovausgesagt. Weiter: Rama hat Indien verlassen, um nach der Ueberzeugung der Leute, die ihn am besten kennen, Rache an einem Feinde zu üben, und er konnte nach dem Zeitpunkt seiner Mreise gerade kurz vor Begehung des Mordes in Boston sein. So sicher bin ich, daß Ragobah der Schuldige ist, daß ich kein Bedenken tragen werde, ihn verhaften zu lassen, so bald er hier wieder eintrifft. Weiter habe ich Ihnen nun über meine Unterredung mit Moro Scindia zu berichten, die ohne Dolmetscher vor sich gehen konnte, da mein Gast, ein gebichetes und wohlhabendes Mitglied der Waisya-Kaste, leicht und fließend Englisch sprach. Es schien mir besser, den würdigen Herrn ohne Zeugen zu sprechen, weshalb ich Parinama und den Dolmetscher» die ihn zu mir begleitet hatten, aus dem Zimmer sandte. Ich denke, cs wird Ihnen lieb sein, über alles so genau als möglich unterrichtet zu sein; in diesem Sinne fasse ich dies« Mitteilungen ab. Moro Scindia bekannte sich offen als Feind Ragobahs, dessen Weib Somt seine, des Gefragten, Blutsverwandte gewesen sei. Er selbst habe'sie innig geliebt und nur wegen seincS bedeutend höheren Alters nicht um ihre Hand geworben. Ihre Che mit Ragobah, sagte er, sei unglücklich! gewesen. Den Grund könne er nicht angeben, denn er habe geschworen, die letzten Er-, eignisse iut Leben seiner verstorbenen Verwandten nur einer einzigen Person auf Erden mitzuteilen. Als ich ihin nun sagte, ich wüßte, wer diese Person sei, und den Namen John Hinton Dar> rows nannte, fuhr der Alte auf wie gestochen uitb sah mich mit fast entsetztem Erstaunen an. Er schien zuerst zu meinen, ich hätte seine Gedanken gelesen, und heftete seine dunklen Augen so starr auf mich, als wollte er cs mit mir ebenso machen. Dann antwortete er etwas ruhiger: „Ja, ich kann nur zu John Hinton Darrow sprechen." „John Darrow ist tot," sagte ich „Tot!" rief er, aufspringend; „Sahib Darrow tot!". Und er fiel wieder auf seinen Stuhl und bedeckte sein Gesicht mit den Händen. „O, meine arme Lona!" murmelte er leise, „ich habe mein Versprechen nicht gehalten. Tadle mich nicht, ich habe mein möglichstes getan. Zwanzig Jahre lang habe ich vergeblich den dir teuren Mann gesucht, und das erste, was ich erfahre, ist die Nachricht von seinem Tode." Ich teilte ihm nun mit, Darrow sei ermordet worden und die näheren Umstände iviesen insgesaint auf Ragobah als Täter. Darrows letzter Lebenswunsch sei die Bestrafung seines Verfolgers gewesen, und so gewiß Lona alles daran gesetzt haben würde, zur Erfüllung dieses Wunsches beizulragcn, so sicher müsse auch er, den sie gewissermaßen zum Vollstrecker ihres letzten Willens eingesetzt habe, seine Kraft der Erreichung dieses Zieles widmen. „Zweifellos," antwortete er mir, „wäre all ihr Sinnen und Trachten darauf gerichtet gewesen, und ich werde nun an ihrer Statt alles tun, was ich vermag, damit der Gerechtigkeit Genüge geschehe. Breche ich damit, luenn ich den Schleier von ihrem Leben ziehe, dem Buchstaben nach meinen Eid, jo würde ich ihn dem Geiste nach brechen, teilte ich heute nicht unumwunden mit, was ich weiß. Hören Sie also: 488 feine Ettern, die hergekommen waren, ihn jn verheiraten, wie RE imr sagte der alles zu wissen schien, - und neben ihm ein schönes Mädchen, mit dem er lachte und scherzte" Lona mußte einen Augenblick ruhen, bevor sie weiter sprechen konnte, dann fuhr sie fort: „Ich habe manchmal gedacht, daß meine Schuld dadurch so groß geworden ist, weil meine Liebe so öwß war Aus ihr ist eine ebenso gewaltige Eifersucht entbrannt, die mir den Verstand raubte. Ja, es ist wahr, — ich habe an ^ohns Umreue geglaubt, habe ihn geschlagen und zurückgestoßen, als er sich mir dort auf dem Hügel nahen wollte. Hinterher ersr nun ich halb und halb wieder zur Besinnung, und eine Stimme in meinem Herzen fing an mir zu sagen, ich hätte ihm unrecht gerau. Aber wenn es so war, warum sandte er mir keine Zeile, warum schrieb er mir kein Wort, um sich zu rechtfertigen? Ich habe darauf gewartet Tag für Tag, Stunde für Stunde. Aber kein Brief ist gekommen. Endlich schrieb ich selbst: ich sandte ihm das Schreiben durch eine alte Dienerin, die ich für treu 1 ... mir ergeben hielt. Sie brachte mir den Brief uneröffnet Sinucr mit der Botschaft, Sahib Darrow habe sich geweigert, ihn in Empfang zu nehmen. Nun war es aus. Ich habe mich gegen nichts mehr gewehrt, was mich traf, ich habe sogar Rama Ragobah geheiratet, als meine Eltern es immer dringender for- berien. Vch fytbe dann gehört, daß auch John sich verheiratet hat mit jenem Mädchen, das ich neben ihm im Wagen gesehen t^te. Und doch, ganz allmählich ist mir wie ein fernes Licht ote Ueberzeugung aufgedämmert, daß wir beide einem schändlichen Betrüge zum Opfer gefallen sind, daß eine solche Untreue von einem Manne unmöglich war. llnb endlich habe ich die Bestätigung für diese BermMung erhalten. Sterbend hat mir jene alte Dienerin offenbart, daß sie von Rama bestochen und ein Werkzeug in feinen Händen war. Sie hat ihin zuerst meine Liebe zu John verraten, sie hat Briefe von ihm aufgefangen und vernichtet und mein Schreiben niemals zu ihm getragen. Ich durfte wieder an mein Glück glauben lernen, als es zu spät war; aber an Rama habe ich mich gerächt und räche mich täglich, indem ich ihm immer aufs neue zurufe, daß ich ihn hasse und John Darrow ttebe bis an meinen Tod! Ich dachte, ich könnte ein Mittel finden, dich ins Vertrauen zu ziehen, damit du dem Sahib Darrow alles mitteiltest, und meine Seele in Frieden, wenn auch nicht ohne Schmerz, von hier scheiden könnte. Aber dies ließ sich' nicht so leicht ausführen, wie ich dachte. Tage vergingen, ehe ich einen Versuch machen konnte, der mir nur zeigte, wie scharf ick) bewacht wurde. War Ragobah selbst nicht da, so hatie regelmäßig jemand den Auftrag, jede Bewegung von mir im Ange zu behalten. Laß dir nur noch so viel sagen, daß ich schließlich mein Ziel allein dadurch erreichte, daß es mir gelang, den Ueber- bringer des Briefes an dich für mich zu gewinnen, einen Diener, auf den Ragobah das größte Vertrauen setzte, wie ich es mit jener falschen Dienerin getan hatte. Als Ragobah heute morgen fortging, überlies er mich Kandias Hut, und so allein wurde dein Kommen ermöglicht. Es ist ■d'ßneit, denke ich, ans Sahib Darrows Mitteilungen schon bekannt, was sich bei seiner letzten Zusammenkunft mit xonn auf dem Malabarhügel ereignete. Kurze Zeit darauf hei- ®*tete sie Ragobah, gegen den sie immer einen kaum verhehlten Ab scheu empfunden hatte. Ich sah sie damals nur selten, trotzdem fiel ntir eine große Veränderung an ihr aus. Nur auf eine Sbeife konnte ich mir ihr Verhalten erklären, nämlich, daß sie ihren Geliebten treulos gesunden und, wie man sagt, zum Trotz Ragobah geheiratet habe. Ich muß gestehen, mir gefiel dies nicht, und ich ging ihr fortan möglichst ans dem Wege. Ich hatte fch schon viele Wochen nicht gesehen, als ich eines Tages durch eine schriftliche Mitteilung von ihr überrascht itnirbe. Der Brief war kurz und machte solchen Eindruck auf mich, daß ich ihn noch Wort für Wort auswendig weiß. Sie schrieb: „Lieber Vetter! Ich sende Dir diese Zeilen durch Kandia, damit Du sie erhältst, ehe es zu spät ist zur Erfüllung meines Wunsches. Ich bin im Hanse meines Mannes' wie ein gefangener Vogel. Jede Bewegung von mir wird bewacht, und man ließe Dich gar nicht ein, wenn mein Mann hier wäre. So bitte ich Dich flehentlich, komm sofort, damit ich Dir meinen letzten Wunsch anvertrauen kann, ehe Ragobah zurückkommt. Ich liege auf beit ^Tod, Moro, und von Dir hängt es ab, ob mein Geist je Ruhe findet, oder endlos unter den Klauen einer bitteren fheue sich winden muß. Mein Geheimnis brennt mir wie glühendes Blei auf der Seele, und Dir allein kann ich es enthüllen. Komm — komm sofort! Lona." Sie Kinnen sich besser den Eindruck dieser Worte auf mich vorstellen, als ich ihn zu schildern vermöchte. Ich wußte nicht einmal, daß sie ernstlich krank war, und nun kam mit der dringenden Bitte um eine Unterredung die traurige Kunde, daß sie ihrem .Ende nahe war. Unverzüglich eilte ich zu ihr und sand sie in einem 3ußtanb fieberhafter Erwartung und voll Furcht, ich würde nicht kommen können, oder ihr Mann vorher zurückkehren. Sie war nur noch der Schatten ihres früheren Selbst, und ich empfand Mit Schmerz, daß sie in der Tat dem Ende ihrer Tage nahe sei. „Ich wußte, ich konnte mich auf dich verlassen, Moro," sagte sie bei memem Eintreten, „wenn ich auch glaube, ich habe deine Zuneigung verwirkt. Ich sagte mir: „Er wird kommen in Erinnerung an seine früheren Gefühle zu mir," und ich habe mich Nicht getauscht. „Ja," fuhr sie fort, als sie mein schmerzliches Instaunen über ihren Zustand bemerkte, „mit mir ist es bald ans. hatte nicht einmal so lange gelebt, aber ich konnte nicht sterben, ohne mich ausgesprochen, zu haben. 9tun wird mich nichts mehr hindern, und der Kampf wird bald vorüber sein." Nach einem Augenblick des Schweigens fuhr sie fort: „Es ift feine sehr lange Geschichte, und ich denke, ich beginne vom erstell Anfang an. Du erinnerst dich noch, daß ich von einem Engländer, einem Herrn John Darrow, vom Tode gerettet wurde. Wir traten nachher zneinaiider in ein inniges Verhältnis und wollten uns heiraten. Meine Eltern waren durchaus gegen diese Verbindung. &ie hatten meine Hand Rama Ragobah versprochen I und waren entsetzt, daß ich die heiligsten Vorschriften der Kaste durch Verehelichung nicht nur mit einem außerhalb der eigenen We Stehenden, sondern sogar mit einem Fremden und einem Christen verletzen wollte. Das hatte jedoch nur die eine Folge, baß wir uns insgeheim trafen und zwar bei dem großen Bananeii- baum auf dem Malabarhügel, wo ich die glücklichsten Augenblicke meines Lebens verbracht habe. Tort war es auch, wo wir eines Abends verabredeten, einander für immer anzugehören und mit- frtmmen zu entfliehen. Ehe jedoch diese Stunde schlug, trat etwas ein, das mich selbst und mein Leben von Grund ans verwandelte. Rama Ragobah hatte bis dahin nur ans respektvoller Entfernung um mich geworben, — gerade in jenen Tagen trat er unter Zustimmung meiner Eltern offen mit feiner Werbung hervor. Ich wies ihn ab und sagte ihm ohne Rückhalt, daß ich ihn nicht lieben blitzte er mich mit seinen bösen Augen an und sagte: "L'M weiß schon, — weil btt einen anderen liebst!" Ich gab keine Antwort, er aber fügte leise hinzu: „Und wenn ich bir fcX'Ht9"lLöeße' bc.1' englische Hund dich mit einer anderen meiß eo r § Tbe '”UC ein WinS Herz gestoßen. Ich weih, c.? war schlecht und gemein von mir, John zu mißtrauen, ? LT ®eiDaIt Über die Eifersucht? Auch ich habe heißes Blut gehabt, — jetzt wird es bald erstarren für immer, — unb feine Worte brachten es in wilbe Glut. Ich will nicht fchiloern, was in mir vorging; genug, ich folgte Rama, als er ' mtr Tagte, baß er mich an einen Ort führen wolle, wo ich mich mit eigenen Augen von Johns Untreue überzeugen könne. Dort mV* gesehen, und mein Herz ist mir fast gebrochen bei dem Anblick. Er fuhr an mir im Wagen vorüber, ohne daß er mw) sehen konnte; ein paar ältere Leute saßen mit ihm darin - (Fortsetzung folgt.) Mche Md §chu!e in Watzenborn Steinberg - Earbentrich im \L Jahrhundert. (Original-Artikel der „Gieß. Fam.-Bl.) (Schluß.) Der erste Pfarrer von Watzenborn, der unter den gegebenen Verhältnissen hier nicht aushalten konnte, war Jl i c o I a n s E l e Ni e n s ex inferior! Hassiaco (Niederhessen) uni) war daselbst von 1607—1624 tätig. Bei der einge- tretenen Vakanz sand sich kein Bewerber um die Pfarrstelle /cmTT^enbtV'11' Superintendent Winckelmann in Gießen (Mitbegründer der neuen Hochschule) hat eine Frau Weiß aus Garbenteich, die daselbst begütert war, „zu sich er- fordert oud ihr angezeiget, ihr sohn könne am bestensten diese Pfarrstelle annehmen, weil sie ihre eigenen Güter zu Garbenteich hatte, als welche ihr sohn gebrauchen und darauf seine eigene uahruug durch gottes wegen suchen konnte. Obwohl nun mein Vatter (schreibt der Berichtcrstat- ter, ochsen Sohn, Pfarrer Joh. Georg Weiß) als ein junger studiosus noch gern eine Zeitlang aus der Universitaet bleiben were, hat ihn doch endlich seine mutter beredet dahie diese Pmrre angenommen oud anno 1624 aufaeführt (ein- gesuhrt) worden ist. Da er dann bald, so viel thun möglich gewesen, noch etliche guter ferner erkaufet und davon seine gute nahrung gehabt hat. Nachdem nun mein Vatter 46 Jahr im Predigtamt gewesen, hat ihm H. D. Haberkorn gerathen, er unch zum adjuncto annehmen, darin mein Vatter gewilliget vend bin ich nach erlangtem hochfürstlichen consenA 439 anno 1666 a. 22. Febr. meinem Vatter adjunktiret worden, habe auch bisher mit schwerem ackerland auf meinem beschwerten gut meine Währung gesucht vnd durch Gottes mitten fegen (davor ich ihm täglich danke), reichlich überkommen." Zu den ans den Kirchenäckern lastenden „Beschwerungen" gehörten unter anderem Abgaben an Frucht an das Hospital und die Kellerei zu Gießen. Pfarrer Weiß hat jährlich an das Hospital in Gießen für die entliehenen 60 sl. die Zinsen bezahlt und auch das Kapital abgetragen, das ihm später aus dem Gotteskasten wieder zurückerstattet wurde. Das für die 60 fl. erkaufte Gut war zu sehr mit Lasten und Abgaben beschwert, so daß mau es nicht hätte kaufen sollen. Auf des Superintendenten Victor Zuspruch wurden die Einwohner zu Garbenteich veranlaßt, auch etwas zur Pfarrei zu stiften, was auch geschah. Aber diese Zuschüsse zur Besoldung des Pfarrers waren meistens Naturalien, wie unter anderem als ruhendes Vermächtnis auf ein Haus jährlich Vs Huhu, oder alle 3 Jahre 1. Diese freiwilligen stiftungsgemäß übernommenen Leistungen kamen mit der Zeit wieder in Abgang, „weil die lent keinen Pfarrer gewohnt vnd ihm sehr zuwider gewesen, also daß sie ihn mitten im Dorff, da das Pfarrhaus geftanben, nicht leiden können, sondern den Pfarr-Platz verkauft vnd das Pfarrhaus beh die Kirch gesetzt haben." Der Bericht, dem wir vorstehend meistens gefolgt sind, stammt aus der Feder des 3. Pfarrers von Watzenborn, des Johannes Weis, der von 1670—1708 daselbst amtierte. Dieser Pfarrer hat sich um die Besserilng der Verhältnisse in der Pfarrei eifrig bemüht. „Er war ein treuer Seelsorger und gewissenhafter Verwalter des Kirchen-Pfarrgutes." Sein Grabstein findet sieh noch wohlbehalten an der nördlichen Seite der heutigen Kirche zu Watzenborn. Zn den Gehaltsbezügen des Watzenborner Pfarrers, wie sie sich aus der Verpachtung der beiden Kirchengüter zu Garbenteich und „Obersteinberg", sowie aus der Nutzung des für 60 fl. erkauften Watzenborner in Selbstbebauung übernommenen Gutes sowie aus deu Naturallieferungen zusammensetzten, kamen noch die Akzidenzien. Sie ergaben folgende Gefälle: „von einer proelamation (kirchliche Bekanntmachung der Brautleute) wie auch von einer leichpredigt ist bis 2 fl. gegeben worden. Von einer Hochzeit-Predigt fyxt man dem Pfarrer bisher bracht auf den mittag eine suppe, etliches an gekocht fleisch, ein Stück Brot, ein stück Kuchen vnd ein mas Bier, nachmittag ist er zur mahlzeit berufen worden. Von der Kirchweihpredigt bekombt er seine Bezahlung aus dem Gottescasten, wie die Rechnungen besagen. Von einem Kind zu tauften bekombt er 4 alb. vnd Kindbett (soll wohl heißen Einladung zum Kindbettschmaus). Mit diesen geringen acci- bentien habe mich begnügen lassen, wiewohl vernommen habe, daß es auf hochfürstl. Verordnung anderwertzlich anders eingerichtet worden ist. Die Eher lest er auch erheben vnd samlen in beiden gemeinden auf grüudonnerstag, da von den meisten keine zwei gegeben werden." Das Diensteinkommen des Pfarrers konnte sich nur erhöhen durch Geldstiftungen in den Gotteskasten. So stifteten Jacob Schäfer 1629: 10 fl., Pet. Schneider 1631: 20 fl., Joh. Häuser 1635: 10 fl., Simeon Weiß: 10 fl., Elisab., Paul Gilberts Mwe. 5 fl., Andr. Gilbert: 20 fl. Während der Amtsperiode des Pfarrers Joh. Georg Weis find 2 Stifungen besonders protokolliert. „Heute am 3. Febr. ist Joh. Hirz, eiuwohuer zu Steinberg zn mir kommen und mir freiwillig und ohne Veranlassung zu verstehen gegeben, daß er und seine Hausfrau entschlossen seien, 20 fl. ad pias causas zu vermachen und sollte er zuerst sterben, so sollen nach seinem Tode die Erben 10 fl. zum Kirchenbau geben, welches ich nicht allein auf sein Bitten und Begehren hierher gesetzet, sondern er hat sich auch freiwillig unterschrieben. So geschehen Watzenborn am obgenanten dato 1691. Joh. Hinz. Joh. Georg Weis, Pfarrer." .„Es hat Hr. Joh. Jacob Hörle gewesener schultheis allhier in seinem testamento cläuso 15 fl. zu 27 alb. in hiesige Kirch gestiftet, whie die formalia im original (so feine Wittib unter Händen hat) also lauten: Meiner nach meinem tob hinfüro im besten gedenken will hiermit zu dies er Kirch f üns- zehn güldeu zu 2 7 alb. und 8 gestiftet haben. Dieses habe ich endesgenander beh Wohnung des testaments aufgeschrieben und zur nachricht hierher setzen wollen, actum den 7. Marty 1699. Joh. Georg Weis." In die Amtsperiode des Pfarrers Joh. Georg Weis fallt auch die Anschaffung eines neuen Abeudmahlskelches, die notwendig wurde, da der seitherige in der Nacht vom 25-/26. Juni 1674 dem damaligen Kastenmeister Joh. Jakob Leicht zu Steinberg gestohlen wurde. Den neuen Kelch, „einen von silber übergüldeten" lieferte für 22 rtl. 22 alb. 4 3 Bürger und Goldschmied Riese zu Gießen. Zur Anschaffung stiftete Leicht freiwillig 10 Rthlr. 4 alb., den Rest von 12 Rthlr. legte der Pfarrer vor. „Nachmahls habe meine Zuhörer auf der cantzel vermahnet, weil noch ein Zimliches an Bezahlung des Kelches restire, ivollen sie nach vermögen etwas hierzu steuern, darauf haben etliche meiner Zuhörer eine freiwillige steuer bracht, deren nahmen ich zu Gedächtnis hierher setzen und unserem kirchenbuch einverleiben will." 27 Bürger stifteten 6 rthlr. 4 alb. 4 4; ben Rest von 6 rthlr. 14 alb. schenkte der Pfarrer, wie der Bericht sagt: „dieses gelt will aus lieb gegen unsere kirch zu unserem kelch hiermit verrechnet und geschenkt haben. I. G. Weis. Dieser 1676 angeschaffte Abendmahlskelch wird heute noch als Krankenkelch benutzt. Er zeigt eine schöne kunstfertige, getriebene Arbeit des Gießener Meisters. Neber die Amtsverrichtung des Watzenborner Pfarrers, die recht anstrengend war, fagt der Bericht folgendes: „Am Sontag mus er an beiden orten predigen und zwar alteruatim und auf diese weis, wenn er diesen Sontag hier zuerst geprediget, er den folgenden Sonntag zuerst naher Garbenteich gehen mus. Auf den mittag wird Kinderlehr gehaltenn. Wo nun der Pfarrer zuerst prediget, mus der schulmeister (weil der Pfarrer am andern auch predigen mus) zu mittag kinderlehr halten. Wv aber der Pfarrer zuletzt predigt kau und mus er selber nachmittag kinderlehr halten. Bei den Freitags-Predigten habe es also befunden, daß nur au einem Orte ist geprediget worden, nemblich wenn diesen Freitag allhier, so ist dem folgenden zu Garbendeich der Gottesdienst verrichtet worden. Alle Apostel-tage wie auch monatliche Bettag wird ait beiden orten gepredigt. Die befttunde werden auf montag und mittwoch, Ivie auch, wenn in die Woch ein Aposteltag fällt, auf freitag gehalten, ausgenommen in höchster Win- derszeit." Es mögen schließlich hier noch die Namen der von 1667 bis 1843 in Watzenborn tätigen Geistlichen aufgeführt werden, Ivie mir sie auf den ersten Seiten der Urkunde finden. Nicol. Clemens, aus Niederheften 1607—1624, Joh. Weis, ans Garbenteich 1624—1670, Joh. Georg Weis, des Vorigen Sohn, 1670—1708, Ph. H einr. Pitz aus Rödgen 1708—1712, Joh. Heinr. Nebel, ans Groß- Linden 1712—1751 (eingeführt von Prof. D. Bielefeld aus Gießen), Heinr. Georg Nebel, 1751—1790, Ehr. A n d r. E ck h a r b, aus Lisberg, 1790—1799, (eingef. v. Dek. Bechthold aus Gießen), Friedr. Stückrab, aus Grebenau, 1799—1806, G. Lud. Beisenherz, ans Fron- Hausen, 1806—1811 (eingef. v. Jnsp. Buff aus Gießen), Joh. Ant. Müller, gewesener ordinierter Konrektor zu Biedenkopf 1811—1831, Her ui. d'Am o u r, aus Gießen, vorher Rektor der Schule zu Alsfeld, 1831—1841, Ludwig Palmer („wurde seines Dienstes entbunden 1843."). P. wohnte später in Gießen und war hier eine bekannte Persönlichkeit. Fr. Heinr. Wclcker, aus Pfungstadt, vorher Vikar in Kirchberg, 1843 (W. hat sich ein bedeutendes Verdienst durch die Anlage einer Kirchenchronik erworben). lieber die Watzenborner Schulverhältnisse liefert die Ur» knnde von 1683 nur spärliche Notizen. Sie betreffen den Ban eines Schulhauses, das Verzeichnis der Schuldner von den ausgeliehenen Schulkapitalien sowie die Lehrer-Bestallung. Neber den Bau eines Schulhanses wird berichtet: „Es ist hier kein schnlhans gewesen, sondern der schulmeister hat viel Jahr lang im Pfarrhaus, nachmals auch im Rathaus gewöhnet und schul gehalten. Wir haben aber anno 1680 Holtz (Bauholz) gesammelt und ein schnlhans auf den kirchhoff gesetzet, das Haus ist den 17. Aug. gedachten Jahres aufgerichtet worden, und haben Ludwig Hinkeler und Joh. Ludwig Scherfs ihr erstes meisterstück hieran erwiesen, der schulmeister anno 1681 den 5. Aug. eingezogen, Dieses Haus Hai zu machen gekostet 18 Rthlr. an gelb, 3 achtel körn, Ein ohm bier und 2 ohm Cövent." (Dünnbier, Abguß vou Trebern.) Um 1633 hat schon in Watzenborn eine Schule he» standen; der damalige Lehrer Heinrich Leister mußte im 440 Pfarrhaus wohnen und dort Schule halten. Der dritte Lehrer von Watzenborn, Joh. Jak. Ludwig, unter dem wahrscheinlich das Schulhaus errichtet wurde, stiftete 1662 zur Schule ein Legat von 4 fl. An Schulkapitalien waren etwa 114 ff. ausgeliehen, deren Inhaber jährlich davon die Pensionen (Zinsen) an den Lehrer zu entrichten hatten. Die Lehrerbesoldung setzte sich um 1718 aus folgenden Bezügen zusammen: „Von der Gemeind an Bestallung 7 fl. 15 alb., an Pensionen (Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien) 6 fl. 6 alb., von einer Kind- tauf ein Maaß Bier und gut stück Kuchen, von einer Hochzeit eine Brautsuppe, 6 alb. Werth, nemblich eine Suppe 2Pfd. Rindfleisch^ 1 Maaß fiter, 1 guth stück Kuchen und firodt, von einer leich 20 alb., von jedem Schul Kind den Winther (also nur Winterschule) über (und ohngefähr 40 od. 50 Kind) 13 alfi. 4 H, von jedem Mann (Ortsbürger) 2 Leib' Brodt (gemeinde ist ohngefähr stark 140, auch 50 Mann), ein Viertel dreißig zwei) rud acker an gutem orth gelegen, 3 Viertel an Wieswachs, Neu Jahr einen halben Kuchen, alle halbe tag von jedem Kind ein scheit Holtz (für Heizung des Schullokals) bei jedem Abendmahl 2 alb., das Graß auf dem Kirch Hoff und Obst." -6- Vernnfshtss. * Sommernacht. Im Juliheft von Velhagen und Klafings Monatsheften finden wir folgende Verse von Lüning: Wir saßen spät im Garten. Keiner sprach. Es stieg der Duft aus regenfeuchter Erde So weich und warm empor wie Frühlingsatem, Und unbeweglich standen alle Blätter. In unser traulich stilles Dunkel fiel Ein milder Schein ans halbverhängtem Fenster, Und eine Geige sang ein altes Lied, Von dir geliebt — nun hast du's längst vergessen. O Gott, es klang wie deine Stimme einst So süß und kühn, voll zärtlicher Verführung, Wie deine Stimme, als ich dir noch lieb war . . . Ich möchte nie mehr eine Geige hören. * Einbäume in der Kassubei. Bei Eberswalde wurde kürzlich ein Einbaum gefunden, der über tausend Jahre im Sumpf geruht hatte. Doch befinden sich derartige irfahrzenge noch heute im Gebrauch. Dem „Berl. Tagebl." chreibt ein Leser: Auf einer kürzlich von mir beendeten Fußtour durch die westpreußische Kassubei streifte ich den Weitsee, ein 6000 Morgen großes Gewässer, umgeben von Wald, Heideland und Sandflächen. Den See umwohnen ärmliche, anspruchslose Kassuben, die sich noch heute des Einbaums bedienen. Ein sehr gut erhaltenes, seetüchtiges sechs Meter langes Urboot befindet sich im Besitz des Gemeindevorstehers von Sanddorf, eines am Nordrande des Sees gelegenen Kassubendörfchens. Es ist lohnend, durch dieses verlassene Stück Erde zu streifen. * Ern Prets für spa rsa m e H ans f r an en. Während fite Tuchttgkeit eines Mannes öffentliche Anerkennung findet und auf ideelle und materielle Belohnung hoffen kann, bleibt fite Pflichttreue fier Hausfrau ineistens un- vekannt und unbelohnt. Diesem Uebelstand ist üt Paris durch eine Stiftung abgeholfen worden. Fran Christine Augustine Couronne hat dem Pariser Magistrat eine Summe äut Verfügung gestellt, von deren Zinsen sparsame und fletßtge Hausfrauen einen Preis erhalten sollen. Dabei ist tu erster Linie an Hausfrauen gedacht, deren Männer nur eilt kleines und bescheidenes Einkommen beziehen. Diejenige Hansftau soll des Preises für würdig erklärt werden, fite e| infolge ihrer Wirtschaftlichkeit möglich gemacht hat, «. e • Familie trotz des geringen Einkommens gut be- ushen kamt und die öffentliche oder private Wohltätigkeit ntch^ tn Anspruch zu nehmen braucht. Alle Hausfrauen, die auf dtesen Preis reflektieren, müssen genau über Einnahmen und Ausgaben Buch führen. ' Die Haushaltmigs- lt|teit werden am Schluß des Jahres dem Komitee fier Stiftung vorgelegt und einer genauen und eingehenden ^erS.ogen. In diesem Jahre erfolgte zum ersten s s^.Vbrteilung des Preises, fielt Fran Marie Conten- iUe e"Mlt. Vtelletchi darf man sich aber über die Person fier Pretstragertn und ihre Tüchtigkeit nicht gar so sefir wundern. Ihr Mann ist ein kleiner Beantter tut — Finanzministerium. 0 _ Todesfalle durch schlechte Arzneimittel. Dte Apotheker find verpfltchtet, fite Arzneimittel, fite sie verkaufen, vorher auf Echtheit und Güte zu untersuchen. In einem Falle ist der Tod zweier Menschen durch die Fahr- lasstgkett etnes Apothekers verursacht worden, der ein Arzneimittel aus einer Großdrogenhatldlung bezogen hatte und es verkaufte, ohne es vorher untersucht zu haben. Der Apotheker tst durch gertchtliche Entscheidung rechtskräftia wegen fahrlässiger Tötung zu vier Wochen Gefängnis ver- urtetlt worden. Der Preuß. Kultusminister hat aus diesem Anlaß fite Regterilngspräsidenten ersucht, fite Apotheker auf btefen Vorfall htnzuweisen und ihnen fite gewissenhafte Prüfung bei dem Einkäufe und der Abgabe der Arzneistoffe erneut zur Pflicht zu machen. Tie Apotheker werden dabei Esme):riam gemacht, daß sie durch Verabsäumung dieser Pfltcht sich ntcht nur ben Verwaltungsbehörden verani- lnVr?ctJi* machen, sondern sich auch schweren strafrechtlichen Ahndungen und der Heranziehung zum Ersatz etwaigen Schadens aussetzen. * Der weibliche Räuberhauptmann. Die Moskauer Polizei war schon längere Zeit einer anscheinend! größeren Räuberbande auf der Spur. Da fiel den Detektivs eme jüngere Bettlerin auf, die verdächtig um die Villa eures Großindustriellen Herumschlich, während in der Ferne fremde Gestalten auftauchten. Nach eingehender Rekoq-. noszierung begab sich die Bettlerin zum Bahnhof, wo sie in einem stillen Lokal des Stationsgebäudes verschwand. Nach einigen Minuten kam eine mit raffinierter Eleganz gekleidete junge Dame ft'n Seide dahergerauscht, in der die Detektivs jene Bettlerin erkannten. Sie war eben rm Begriff, ein Automobil, in dem vollendete Gentlemen saßen, zu besteigen und wieder zur Villa znrückzukehreu, als die ganze Gesellschaft verhaftet wurde. Wie die Po- ltzet eruierte, hat diese Bande eine ganze Serie von Ein-: brüchen und Diebstählen begangen. '(Sie wollte dem eben anlangenden Kassenboten des Fabrikanten das Geld ab- nehmen. Gesundheitspflege. — SchwarzerRettig als vorzügliches Mittel gegen Husten. Schwarzer Rettig wird gerieben und mit gleichen Teilen gestoßenen Kandis vermischt. Nachdem sich reichlich Saft gebildet hat, läßt man denselben durch eine feines Läppchen laufen und nimmt täglich einige Teelöffel voll, ganz besonders, hienn starker Reiz zum Husten vorhanden ift, sowie vor fieitt Schlafengehen. Goldene Worte. Es gibt keinen Stillstand und kann es niemals geben; Wenn ich, du und die Welten und alles, was unter oder auf ihrer Oberfläche ist, in diesem Augenblicke wieder in eine bleiche Flut zurückverwandelt würden, so würde es ans die Länge nichts ansmnchen, Wir würden sicher da wieder heranskommen, wo wir jetzt stehen, Und sicher noch so viel weitergehen, und dann wieder weiter und weiter. Ein paar Qnadrillionen von Zeitaltern, ein paar Oktillionen Quadratmeilen bringen die Spannweite nicht in Gefahr, noch macht eS sie ungeduldig; Sie sind nur Teile, jedwedes'Ting ist nur ein Teil. Blicke noch so weit — grenzenloser Raum liegt darüber hinaus, Zähle noch so hoch — rundum gibt es grenzenlose Zeit. Walt Whitman. Schiebe-Rätsel. Folgende Wörter: Ukraine, Hunsrück, Wilmersdorf, Salm, Tatra, Memel, Nehon, Psalter, Padua, Leander, Wellington sind derart nntereinandcrzusetzen, daß zwei nebeneinanderliegende Buchstabenreihen, von oben nach unten gelesen, eine zurzeit in Hessen bestehende wichtige Veranstaltung bezeichnen. hb. Auflösung in nächster' Nummer. Auflösung fies Rätsels in voriger Nummer: Sten er. Redaktion: P. W tttko. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts'.Buch-und Swindrtickerel'N, Lange, Gießen.