Dsmersjag den <6. Januar <908 MW ITA g|||O ■;Z?5272Ä5EM Kelmuiß von Lovlen. Roman von Ursula Zöge von Manteuffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Was aber am meisten auffiel, mar das sonderbar hin- hvrchcnde Lauschen der ganzen Erscheinung. Mit geläufiger, wortreicher Ausdatver pries sie die Gute der Ware und dabei schien sie inrmer wie träumend ins Weite zu horchen. Auf was? — Auf ihre eigene Stimme! Das wurde ihm plötzlich klar. Sie sprach, um sich zu hören, und sie konnte sich nicht satt hören an der wiederkehrenden Modulationsfähigkeit des verstimmten Instrumentes. Tic vier jungen Dauren hatten ihre Einkäufe beendet und wandten sich zum Gehen. Tie hübscheste von ihnen, die schneidige kleine Komtesse Waldheim, stieß einen allerliebsten kleinen Schrei aus, als sie den „herzigen Lotsten", diesen „Leutnant der Leutnants" so unbeweglich an der Türe stehen sah: „Jegcrl, der Herr von Lotsten! — Wie haben S' mich erschreckt! Ja, aber was wollen Sie denn hier?" „Ja, das fragt man aber nicht, Jelka," lachte eine Freundin, „er wird wohl eine Wette auf sechzehnknöpfige Glaces verloren haben." „Ah ya! Etwa an die Wcndtlebcn? Machen Sie der berühmten neuesten Gräfin auch bett Hof?" rief eine Tritte dazwischen. „Berüchtigt, nicht berühmt," korrigierte die Waldheim keck. „Sie ist aber enorm schön, nickst wahr?" „Tas darf ich doch vier schönen jungen Damen gegenüber gar nicht zugeben," scherzte Loosen. Er begleitete die Mädchen bis auf die Straste, sagte jeder iwch eine Artigkeit und verabschiedete sich dann. Als er in den Laden zurlickkehrte, fand er Luisane damit beschäftigt, alle die Handschuhe, welche die jungen Mädchen rücksichtslos durcheinander geworfen hatten, wieder zu ordnen. Sie sah auf, fuhr in die Höhe und ohne zu grüßen rief sie ihm zu: „Haben Sie cs gehört? Hörten Sie? Meine Stimme! Und das dank ich Ihnen!" Sie hielt ihm die Hand hin, welche er herzhaft schüttelte. „Freut nvich pyramidal, Fräulein Luisane! Sehen Sic, ich behalte recht. Immer Kopf hoch!" „Ich bin wie verwandelt — beseligt!" fuhr sie fort. „Wenn Cie nur wüßtetr, wie das tut Alle meine kühnen Luftschlösser erheben sich wieder — die Zukunft — die ruhmreiche Zukunft —" „Na, nur nicht gleich so himnrelstürmend — hübsch vernünftig," ermahnte er gutmütig. „Und dann — wie ist es denn mit Ihrer Prinzipalin? Tie ist Wohl gut für Sie?" „Ach, mag sie sein!vie sie Ivill — mich könnte sie weder durch Bosheit kränken noch durch Güte beglücken. Was frage ich nach Menschen! Was fiitb sie mir! Ich werde immer eine Einsame bleiben — war cs immer — in mir selbst liegt, was mich glücklich oder ttnglücklich nmcht." „Ich hätte es aber gut und nützlich gesunden, wenn Sie sich der Alten anvertraut hätten. Das gäbe Ihrer ganzen Existenz so einen gewisse» äußeren Halt." Sie sah ihn groß an. „Ich bin mir selber Halt genug. Ueöerdem — Frau Zahlt ist nur zti -geneigt, mir gegenüber die Wohltäterin zu spielen, Wohltaten aber verpflichten, und ich hasse diese Gebundenheit! — Diese gelbe Seidenfahne schenkte sie mir. Wenn ich abends fortgehe, wickelt sie mir Wurst und Stullen ein, und drängt mir diese Gaben auf, und schon zweimal hat sie mich mit ins Theater genommen, da sie durch viele neugierig« J-ragen herausgekriegt hatte, daß ich ursprünglich zur Bühn« gehen wollte." „Hören Sie, das ist ja aber eine prächtige Frau!" „Mir liegt nichts an ihrer Protektion. Gestern, da ich mich bereit erklärte, außer dem Berkaus auch die Buchführung zu übernehmen — was frage ich nach etwas mehr Arbeit —, schlug sie mir vor ganz zu ihr in Quartier zu komincn. Meine Stelle vertrat bisher eine ihrer Nichten, tvelche sich verheiratet hat. Tas Stübchen derselben ist frei geworden, ich soll es haben und umsonst." „Gratuliere Ihnen von Herzen! — Das ist ja fanws für Sie!" „Nein!" — versetzte sie heftig, „das tue ich nicht! — Es würde mich zu ferneren Gefälligkeiten verpflichten — der Alten abends die Gartenlaube oder was sie sonst erquickt, vorzulesen und ihre Wäsche auszubessern. Ich wäre keine Stunde des Tages mein eigener Herr — und das bin ich, sowie ich die elende Manfardeirstubc betrete, die mir bisher als Wohnung dient!" Er zuckte die Achseln. Ihr war nicht zu helfen. DicS Mädchen in all seiner Schwäche und Armseligkeit war ans zähem Holz gemacht, das liest sich weder biegen noch brechen. Er tvollte gehen, als ihm cinfiel, daß er doch etwas kaufen nwissc — das schien ihm schicklich. Anne Marie tjatte die Handschuhe gelobt, die er ihr mitgebracht, nun wollte er auch Marie Anne zum nahen Geburtstag welche schicken. Freilich eine Nummer größer, sie hatte nicht die feinen schmalen Feenhände der Baronin Trost. Wie er die Paare aussuchte, bemerkte das Mädchen zum erstenmal, daß er den Arm in der Binde trug oder war sie zum ersteirmal so weit ans ihrer teilnahmlofe» Lethargie erwacht, eine diesbezügliche Frage zu tun. „Gebrochen," sagte er kurz, „aber nichts von Bedeutung. Gut, daß das jetzt erst passierte," fügte er scherzend hinzu — „hätte ich das vor acht Wochen erlebt, so wäre mein Versuch, Sie von dem fatalen Hopser ins schwarze Wasser zu bewahren, wohl utistglückt und das wäre doch sehr schade gewesen." „Ja!" sagte sie mit fast naivem Egoismus — „nun sage ich das selbst. Es wäre schade gewesen." ■ Er lachte und da Frau Jahn jetzt aus dem Hinterstübchen in den Laden wat, verliest er denselben nach flüchtigem Gruß. Die Matvone sah dem Forteilenden forschend nach. „Das war doch tvieder der Herr von neulich," sagte sie. „Jawohl." 34 Luisane setzte sich ans Pult und begann zu rechn««. Sie hatte ihrer Prinzipalin wohl den Verlust ihrer Singstimme, doch nichts von ihren« Selbstmordversuch mitgeteilt. „Was hat er denn jekoost?" „Sechs paar dänische Damenhandschuhe." „Schon wieder? Hören Sie, Fräulein, dat fällt mir uff!" Das Mädchen zuckte die Achseln. „Er wird wohl eine Brant haben." „Wenn er man nicht wegen Ihrer schönen Augen herkommj." Ter blasse Mund krümmte sich spöttisch: „Ja, so sehe ich ja wohl aus, daß sich die jungen Herren wegen meiner Schönheit herbemühen. Tas wird's sein." Mit so tiefinnerster Bitterkeit ward das gesagt, daß die Alte schwieg. Das Ladenfräulein beugte sich wieder über ihre Zahlen. Sie hatte auch, während |ie sprach, weitergerechnet, ganz mechanisch mit unfehlbarer Sicherheit. Es lag fast etwas Som- nambulcs in dieser maschinenmäßigen Erledigung ihrer Obliegenheiten. Auch fühlte sie sich durch das Mißtrauen, welches in der Bemerkung lag, nicht getroffen. Liebesangelegenheiten hatten in ihren« Leben noch keine Rolle gespielt. Einige Tage später sah Loysen „sein armes Ting" im Opernhause. Von der Rangloge aus, in welcher er mit den Trotzens und einen« Freunde, einem Garde-Dragoner, saß, um ein neues Ballett in einer Ausstattungsoper zil sehen, erblickte er gegenüber, zwei Etagen höher, Luisanens Kopf über die Brüstung geneigt. Die gelbe Seidenbluse und das dunkle, krause Haar waren nicht zu verkennen. Sie Ivar wieder mit allen Sinnen auf der Bühne. Ihr Anblick, erregte von Neuem sein betroffenes Staunen — sie hatte sich in dies« wenigen Tagen noch mehr erholt. Sogar das Haar hatte einen matten Glanz aufsteigender Lebenskraft, ihr Gesicht hatte die spitzen, scharfen Linien des Hungerelends verloren, die gelbliche Hautfarbe erschien gleichsam geklärt und sein schimmerte das rote Blut durch die schmalen Wangen. Er mutzte sie immerfort beobachten und wurde ganz zerstreut. Zum erstenmal tvard er sich bewußt, daß sie sehr hübsch sei. lieber diese Entdeckung war er ganz verblüfft und nicht gerade erfreut. Je länger er sie ansah, desto unheimlicher wurde sie ihm — freilich unheimlich schön. So zart, so dünn, so zerbrechlich und dabei durchlodert von einer maßlosen Leidenschaftlichkeit. Brennemder Ehrgeiz, tolles Hoffen, Verzweiflung und Verzückung, alles spiegelte sich in ihren Augen wieder, die wie zwei schwarze Pechfackeln loderten. Tas Mädel wird noch toll über diese Singerei, dachte er verdrießlich Gab es eine magnetische Verbindung von Willen zu Willen? 1— Sie lenkte da oben den Blick zögernd, widerwillig von der Bühne und begegnete den seinen, ein ganz unbewußtes, zerstreutes Lächeln des Wiedererkennens glitt über ihr Gesicht und schor« drehte sich der Kopf wieder nach der Bühne hin. In Loysen regte sich die verletzte LentnantSeitelkeit, er legte sein Opernglas hin. ! „Jst's erlaubt zu fragen, wen Sie da oben so angelegentlich 'musterten, Kamerad?" — frug der Gardedragoner neben ihm. „Ein hübsches Mädchen." „Ah! Wo? Wo?" „Ja, lieber Freund, Sie haben doch selbst sehr gute Augen — suchen Sie nur." „Tw kleine Blondine in« dritten Rang? Eh?" Baron Troß wandte langsam den glattpolierten Kopf nach bett beiden: „Aber meine verehrten Herren Leutnants," tadelte er kopfschüttelnd — „wer wird denn offiziell das Publikum da oben mustern? Einfach verboten. Js nich. Gemüse!" „Sehr hübsch ausgedrückt, Ermund" — bemerkte seine Frau Uhl. Man lachte und von dem „hübschen Mädchen" luat' nicht mehr die Rede. . Am nächsten Tage begegnete Loysen der kleinen Verkäuferin auf der Straße. Es Ivar fast, als habe sie die Begegnung absichtlich herbeigeführt, denn sie eilte ihm entgegen: „Ich finge wieder! Ich singe wieder!" „Nicht möglich! —, Ra, wenn das nur nicht zu unvorsichtig ist!" „Ach, iventi sagen Sie das! — Wie mit einem rohen Ei gehe ich mit «reiner Stimme um. Erst klangs ja matt, wie wenn «in kranker Vogel zwitschert — aber jeder Tag brachte Kraft und Wohllaut. Noch wage ich nicht zu hoffen, daß alles so wird kvie einst . . , und doch klammert sich meine innerste Natur an diese Hoffnung. Wenn Sie mich doch hören könnten — selber urteilen wollten. Sie sollten der Erste fein, den« ich vorsinge. Wollen Sie?" Sie ging mit schwiMenden, elastischen Schritten an seiner Seite hin, gan!z achtlos darauf, wo sie warm und wohin sie gingen, nur von ihrem eigenen Denken erfüllt. Ihren« Begleiter ward etwas unbehaglich. Wie? und wann? Und wo denn? Rein, es ging doch gar nicht, und im Grunde lag ihm auch gar nichts daran. Dies Mädchen mit ihrer krankhaften Leidenschaftlichkeit, mit ihren brennenden Augen fing an, ihn zu beunruhigen. Ta er nicht gleich antwortete, sah fie ihn rasch an und lachte bitter. „Was soll cs Sie auch interessieren," sagte sie, als habe er schon einen Einwand erhoben. „Natürlich würde es mich interessieren. Ich weiß nur nicht, wie es sich bewerkstelligen ließe." „Aber auf das Einfachste. Besuchen Sie mich nur und ich finge Ihnen vor. Wahrhaftig," bat sie fast flehend, „es wäre mir eine Freude und eine Genugtuung. Sie sollen selber hören, w-as Sie durch zweimaligen Eingriff in mein Schicksal zum Leben zurückgerufen haben!" Ihre bisher so heisere Stimme klang mit fast schmeichelndem Wohllaut an sein Ohr. Ihm wurde wieder etwas unbehaglich, aber kurz entschlossen sagte er: „Natürlich &nmne ich, wenn Ihnen etwas daran liegt. Leider bin ich nur kein Richter in musikalischen Dingen. Also bitte, wo wohnen Sie?" Hastig zog sie Notizbüchlein und Stift aus der Tasche und kritzelte im Weitergehen die Adresse hin. Er nahm das Blättchen und las ab, was darauf stand. Die Straße war ihm völlig unbekannt und der Schluß: im Hinterhause vier Treppen bei Frau Schipcke l'lang nicht sehr einladend. Puh! Hinterhaus. Bier Treppe!«.... und wias für Trrppett. Er konnte sich den Schmutz unid die Dunkelheit lebhaft vorstellen, die zu Fran Schipckes Chambres garnies heraufführten. Luisane lvarf wieder einen scharfen Blick in sein Estsicht und das unfrohe, herbe Lachen erklang von neuem. „Ja, die Beletage, die ich einst zu bewohnen gedachte, ist's freilich noch nicht. Ich sehe, Ihnen läuft eine Gänsehaut über. Vielleicht muß ich Sie noch einmal darauf vorbereiten, wie es in meinem Palais aussieht. Wenn Sie Frau Schipckes Wohnung erstiegen haben und meinen, am Ende der vier Treppen zu sein, dann müssen Sie sich noch die Bodentreppe hinaufbemühen. Dort oben ist der Verschlag, das „Luftschloß", welches meine jetzigen Mittel mir zu bewohnen gestatten. Aus der Luke, die mir als Fenster dient, sehe ich einen Wald qualnvender Schornsteine, nnd ein Gewebe von Telephondrähten, und wie oft und in welchen Farben die Waide getüncht waren, ist noch deutlich nachzuweisen." (Forlscl'ung folgt.) der Geschichte von Hungen. Bon Oberlehrer Dreher, Friedberg. Nachdruck verboten. Ungefähr eine Viertelstunde Wegs südlich von Hungen zog sich die schier endlose Grenzscheide hin, welche das fruchtbare und dicht bevölkerte römische Gebiet mit seinen zahlreichen und vorzüglichen Verkehrswegeir von bat „schaurigen Wäldern" und „wüsten Sümpfen" Germaniens trennte: der um 100 n. Ehr. errichtete Pfahl grab en. Er verband dort das vorgeschobene Kastell Inheiden und das von Langsdorf, Langs vom „Feldheimer Wald" läßt sich sein Lauf noch ohne Mühe verfolgen. Hier hielten, um den Grenzverkehr zu überwachet», römische Posten Tag wie Nacht bei Wind und Wetter, scharf Ausschau; vor sich die sanften, waldigen Hügel der Horloffuser und weiter im Hintergrund die blaudämmernden, mächtigen Höhenzüge des Vogelsberges. In der Mitte des dritten Jahrhunderts nach Christi aber brausten die ungestümen Germanenscharei! mit unwiderstehlicher Macht heran und überrannten die fremden Eindringlinge. Bald überwucherte dann überall aufsprossender Wald mit dichtan Bnschwerk die in Trümmer gelegten römischen Kastelle, Billen nnd Tempel. Die Wetterau wurde bei dem gewaltigen Germanensturm von den „feindseligen" Chatten, den späteren „Hessen", überschwemmt. Daneben schoben sich vom Main her auch noch Alemannen ein; die Ortsnamen auf -weil, -weiter siird Zeugen hierfür. Genauere Kunde von unserer Gegend erhalten wir erst mit dem Einzug des Christentums, durch die Aufzeichnungen der Klöster. Tie Wetterau erscheint da urkundlich zuerst im Jahre 767 unter dem Namen Wettereiba (= Wettergau). Sie ist zu jener Zeit schon seit langem ein Teil des mächtigen Frankenreiches tAu- strasten) und dank ihrer Frnchtbarkeit mit Ortschaften dickst besetzt. Unter den Wetterauer Ansiedeluugen nun ist Hungen eine der ältesten. Der Name bedeutet „Tas Haus, das Anivesen des Höho". Andere Erklärungen sind „zu den Ab- kömmlmgen des Höho" und „Bewohner (am Fuße) der Höhe", Hungen wird zum erstenmal 782 urkundlich erwähnt. Am 28. Jul, dreses Jahres schenkte Karl der Große nämlich — SS — dein Kloster Hersseld Güter in Pago Wedrebense in loco qui dicitur Hoinge. Nach dem breviarium (Güterverzeichnis) Lulli besäst Hersseld 786 schon 40 Haben nnd 28 mansus (Höfe) in Villa Houngim. Gleichzeitig erwarb auch das Kloster Lorsch umfangreiche Ländereien dortselbst. Tas älteste Hnngcn lag wohl ans der Höhe, wo heute Schloß und Kirche stehen. Der sanfte Abhang nach der Horloff (= Sumpswasser), die hier in leichtern Bogen herumfließt, bietet einen natürlichen Schutz. Die Bogtei (Gerichtsbarkeit) in der Hungener Mark hatte Hersfeld, wie cS scheint, denerr von Münzenberg übertragen. Dadurch jedenfalls kanr Hungen während des 12. Jahrhunderts in den Besitz dieser Herren. Das Amt des Meiers (Rentmeisters) über den hersfeldischen Fronhof zu Hungen wurde während des 13. Jahrhunderts in Zeitpacht gegeben, war aber schon 1390 ein Lehen der Herren von. Bellersheim. Kircheupolitisch gehörte Hungen zum Archidiakonat St. Maria ad gradus in Mainz, insbesondere zum Dekanat Friedberg. Tochterkirchen der Hungener Pfarrkirche waren die in Willingen, Nonne n r o d, Mestfelden (ausgegaugen), alle mit eigenen Ple- banen (Läutpriestern), und eine Kapelle in Langsdorf. Bestimmtes über die Entstehungszeit der Hungener Kirche läßt sich nicht sagen. 1183 kommt eilt Lubrant cleri- cus de Höhungen vor. Ter Turm weist als ältester Teil der Kirche unten noch romanischen Stil auf und die jetzt in seinem Innern freigelegten Malereien gehen wohl bis ins 13. Jahrhundert zurück. Tie Kirche selbst wird 1286 als ecclesia ibidem erwähnt. Im Laufe der Zeit brachte sie es zu drei Altären, die der Jungfrau Maria (gegr. 1382), der hl. Katharina (gegr. 1405) und dem hl. Sebastian geweiht waren. Mit dem Tode Ulrichs II. von Münzenberg 1255 ging Hungen an das Haus Falkenstein über. Wenn anch Abt Johann nnd Konvent zu Hersfeld 1345 der Cistercieuserabtei Arnsburg gestatteten „in terminis inrisdictjonis nostre Höhungen" Erwerbungen zu machen, so hatte Hersfeld doch damals kaum noch einen unmittelbaren Besitz dort. Hungen muß sich inzwischen zu einem ziemlich bedeutenden Ort entwickelt haben. Tenn 1361 erhielt Agnes von Falkenstein von Karl IV. das Recht, Hungen zu einer Stadt zu machen, mit Freiheit, Halsgericht und Markt. Aehnlich wie Homberg an der Ohm hat auch Hungen neben seinem Wahrzeichen den Wappenschild seines Herrn. Hungen führt in weißem Feld einen sogenannten Wasserturm mit ze einem Erkertürmchen rechts und links; darunter liegt der schräg gestellte münzen- bergisch-falkenstcinsche Schild, oben rot, unten gold. Tie Burg von Hungen wird nicht vor 1383 erwähnt, wo deren Besitzer Philipp VIII. von Falkenstein ist. Ohne Frage hängt das rasche Aufblühen von Hungen in diesen Jahren damit zusammen, daß die Bevölkerung der zahlreichen Torfschaften ringsum unter dent Truck des immer mehr um sich greifenden Fehdewesens nach der naheliegenden festen Stadt answaudcrte. Ende des 14. und anfangs des 15. Jahrhunderts verstummt nämlich plötzlich jede Nachricht von folgenden Orten, die allesamt zur engsten Nachbarschaft von Hungen gehörten: Fellheim, Meßfelden, Rehinburn, Zelle, Grast, Weitershausen und Nordenhausen. Tatsächlich war man zu jener Zeit auf deut flachen Lande seines Lebens nicht mehr sicher. Tie ritterlichen Raufbolde kehrten mit ihren Händeln jede Ordnung_ um. Allenthalben in der Wetterau gab es „ezwepunge, erlege und irrunge". Auf allen „straszen“ mürben „Kauflude, pilgeryn und andere lute, geistliche und werutliche beraubet und beschediget". Deshalb forderte denn König Ruprecht 1405 die Stadt Friedberg neben anderen auf, sich an einem Zug gegen die Straßenränder in der Wetterau zu beteiligen. Tie Friedberger sollten dabei auch „ire großen büßen myde- furett, mit Pulver, steinen und andern gezuge". Die schnelle Entwickelung Hungens im 14. Jahrhundert war außerdem durch seine günstige Lage an der großen Handelsstraße bedingt, die aus Norddeutschland über Grünberg und Friedberg durch die ’ Wctterau nach Frankfurt führte. So hatten Kölner Kaufleute 1399 auf der Reife von Lübeck nach Frankfurt zuletzt in Hungen und Friedberg Halt gemacht. Für das Bild, das man sich von dem Aussehen Hungens zu Anfang des 15. Jahrhunderts zu machen hat, liegt vielleicht auch darin ein Anhaltspunkt, daß hier 1419 ein Tag zwischen Herzog Otto von Brauu- schweig und Landgraf Ludwig stattfand. Am 3. Oktober 1403 hatte Philipp VIII. von Falkcnstein und Münzenberg von Abt Hermann zu Hersfeld und dem dortigen Stift deren letzten Rechte zu Hungen aufgekauft. Den 21. Januar 1404 bescheinigte das Kloster Hersfeld den Empfang des Kaufgeldes und am 1. Februar 1405 trug Papst Jnnocenz VII. dem Dechanten zu Wetzlar. auf, diesen Verkauf zu untersuchen und A)m daun die päpstliche Genehmigung zu erteilen. 1407 starb Philipp VIII. von Falkenstein kinderlos und 1418 erlosch sogar der ganze Falkensteinsche Mannesstamm mit dem Hinscheidett des Erzbischofs .Werner III. von Trier. Bei der nun endlich am 28. Mai 1420 erfolgten Teilung der falkensteiuschcn Erbschaft ftel u. a. Hungen den Grafen Bernhard II. und Johannes Solms zu. Ihre Mutter Agnes war eine Tochter Philipps VIII. von Falkenstein und Gemahlin des Grafen Otto I. zu Solms (1409 f). Durch weitere Verträge zwischen den Brüdern Bernhard II. (f 1459) und Johannes wurde dann .Hungen ersterem überwiesen (16. Nov. 1432). Dieser ließ 1454—1456 die Burg in Hungen neu erbauen. Sein Sohn Otto II. (1459—1504) erwirkte für Hungen 1469 bei Kaiser Friedrich III. und 1494 bei Kaiser Maximilian I. Markb- privilegien. Ottos II. Nachfolger, der ihm 1468 geborene Graf Bernhard III. (t 1547), feierte 1492 unter großer Prächtenk- faltung seine Vermählung in Hungen. Ursprünglich war Braunfels dafür in Aussicht genommen. Da aber die auswärtigen! Gäste allein 1400 Pferde mitgebracht hatten, mußte man sich wohl oder übel noch nachträglich anders bequemen. Mehrere große herrschaftliche Gebäude neben dem Schloß in Hungen ermöglichten ein Unterkommen. Tie Festlichkeiten dauerten 14 Tage. Und nun zur Reformation. Am 29. April 1521 berührte Luth e r aus seiner Rückreise vom Wormser Reichstag Hungen. Es acht das aus einer kurzen Mitteilung hervor, die er an diesem Tag früh Morgens von Friedberg aus an seinen Freund Spalatin sandte: dieselbe besagt, daß er heute nach Grünberg reise. Worms hatte er Freitag, 26. April, „um 10 Uhr vor Mittag" verlassen und war „noch desselbigcn Tages gen Oppenheim gefahren". Noch zu Lebzeiten Bcrithards III. von Solms-Braunfels traten viele Geistliche der Grafschaft zur neuen Lehre über. Sein ©olm' und Mitregent Gras Philipp (1581 t) war ihr eifriger Förderer. Als Lehnsmann von Hessen hatte er Philipp den Großmütigen im schmalkaldischen Krieg mit Truppen unterstützt, fügte sich, wie allerwarts die Protestanten, nur notgedrungeti dem Augsburger Interim (Mai 1548) und trat, als die Verhältnisse sich günstiger gestalteten, offen zur lutherischen Kirche über. Ein solmsisever Rat war es auch, Johann Lieblich von Kröffelbach, der 1555 zu Augsburg namens der wetterauischen Grafen freie Religionsübung verlangte. 1558 fand auf Veranlassung von Graf Philipp im solms-braunfelsischen Gebiet die erste Kirchenvisitation statt. Als kluger Kopf wußte Philipp dem neuen Zeitgeist durchaus Rechnung zu tragen und hob für seine Untertanen die Leibeigenschaft auf. Bis ms 19. Jahrhundert hinein wurde dieser Tag gefeiert (am 13. August jeden Jahres). Graf Philipp hielt, sich mit Vorliebe in Hungen auf. 1572 vergrößerte er das dortige Schloß, indem er mehrere alte Gebäude niederreißen und durch einen ansehnlichen Bau ersetzen ließ. Hier starb er auch 1581 nach segensreicher Regierung (1545 Waldordnung, 1571 Gerichtsordnung und Landrecht, 1578 svlmfisches Hausgesetz) hoch betagt im Alter von 87 Jahren. Während der Regierung seines Sohnes .Konrad (1581—92) wurde im solms- braunfelsischen Land das lutherische Bekenntnis durch dos reformierte ersetzt (1583—87). Den Anstoß hierzu gaben die engen verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Oraniern «Nassau- Tilleuburg). Die reformierte Lehre in Solms-Braunfels witrde durch „Toctor Olivianus" (Oelmamt) eingeführt. Olivianus starb 1587 als Professor tu Heidelberg und ist neben UrsinuS Verfasser des Heidelberger Katechismus. Dem letzten Willett ihres Vaters entsprechend feilten die Söhne Konrads (1592 j) am 10. Juni 1602 das väterliche Erbe. Jvhamt Albrecht I. erhielt die Aemter Braunfels und Gambach, Wilhelm I. bekam Greifenstein und Wölfersheim und Otto („der Jüttgere") das Amt Hungen. Unter Ottos Leitung wurde die Stadtkirche zu Hungen neu erbaut (Schiff), ferner das jetzige Rentamtsgebäude im östlichen Schloßhof (Kanzleibau" und „Ktttschenhans") und „Die beiden schönen Säle" im Schloß. Zudem legte Otto neue Gärten an und versuchte unter bedeutenden Kosten das Wasser ans dem Westfelder Bruntten nach Huttgett zu leiten, weil dort kein gutes Trinkwasser zu haben war. 1605 wurde Hungen von der P e st heimgesucht. Die Hun-> gener Stadtrechnung gibt davon Nachricht. „4 fl. in die Apothek zu Frankfurt vor Arznei als es hier gestorben." Ta es zu dieser Zeit in Friedberg schon 3 Apotheken gab, handelt es sich hier wohl um Geheimmittel. Weiter besagt die Hungener Stadt- rechnmig von 1605: „1 fl. 3 th. als der Rhat benebeu dem Pfarherrn Ordttmng gemacht ivegen der Krancken." — „1 fl. 8 th. 14 Pf. als die Todtengräber gedingt worden." Nicht unerwähnt bleiben dürfen hier die Briefe eines Marburger Studenten aus Hrntgen 1606—1611. (Z. d. v. I. Hess. Gesch. u. Lltdeskde. N. F. Bd. XXIII.) Neben ihrer Wichtigkeit für die Geschichte des höheren Schulwesens sind sie auch kulturgeschichtlich recht ergiebig und geben manchen Aufschluß über Hungener Verhältnisse. Schreiber der Briese ist Joannes Eber- hardns Fabrieius Hoingensis Wedderavns (Johann Schmidt). Als Ämptmann zu Höingen geriet er später mit Pfarrer Johannes Cerviuus (Hirsch) zu Wetterfeld, dem Verfasser der Wetierselder Chronik, hart hintereinander (Wetters. Ehr. S. 52—54). 1608 (27. Okt.) trat 'Hungen das Recht des öffentlichen Weinfchanks an Otto ab. Dafür wollte Otto die „Erneuerung undt Erhaltung gemeiner Statt undt Burgerschafft Beuw an Mauren, Pfortten, Wegen, Stegen, Brücken rc. anstellen und ausz' feinen Rentten die Vorlag leistem Tie Burger aber, Einloufftige undt ackerleutt, sollten darbest die gemeine Dienst nach iedes gebür thun." Graf Otto zu Solms-Hungen fiel am 23. Juni 1610 in einem nächtlichen Scharmützel vor Mölsheim j. Elsaß, wohin er von Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz im Verlauf des jül.- clev. Erbfolgestreites geschickt worden war, um die Protestanten, vor den Gewalttätigkeiten des dort von Erzherzog Leopold — 88 gekommen. Goethe. Edel fei der Mensch- Hilfreich und gut l Denn das allein Unterscheidet ilm Von allen Wesen, Tie wir kennen. * Auflösung in n. Ker yiumtttet. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer. . Barbier. Goldene Worte. Geschickt die Zertrünunernng des Staates dnrcl, evolutionäre Elemente, so wird der acschichlliche KreislaM 'n oerl'äl n^ mcinia kurier Zeit zur Diktatur, zur GewaltberNchan, zum Mo lutismus zurückfichreu, «veil auch die Massen schltcsMch betei Cib nungsbedinsnis unterliegen. u> Bismarck. vermischte». * Wie behandelt man bei . Frostwetter das fLuben der Fensterscheiben? Tie gewöhnliche Art des Putzens, ein Abwischen mit feuchtem, Tuck)« oder Schwamm zur Entfernung von Staub und Ruß mit Nacqreiben mit tro^enem Leder ist unmöglich. Am praktischsten ist es zu solchen Zeiten, die Fenster erst mit weichem Tuche trocken abzureiben, dann em Musselinbeutelchen mit Schlemmkreide zu füllen, d,e ^Mben damit überall zu betupfen und dann mit weichem Pntztuche und zuletzt mit einem Leder blank und glanzend zu reiben, U- SScifc toitb bie 91 tbeil iflfd) öoit ! tcittcii qcIkh. f * Die Mode auf dem Eise. Aus Pans wlrd uns geschrieben: Das kalte Wetter hat uns die Freuden des SckMt- schuhlaufens in reichem Maße befeuert undiir dem bunteii Bild der auf dem Eise Tahinschwebenden entfaltet be anders das schöne Geschlecht nicht nur die Grazie der Haltung, sondern auch die Eleganz der Kleidung. Ein schickes Kostüm für den Ers- svort besteht in einem fußfrei gehaltenen, knapp auliegenden Glockenrock aus Samt, der mit weiger Seide ge,uttert ist. ^cr Saum des Rockes ist bis zu einer Hohe von acht bis zehn Zentt- meter mit Pelz, Chinchilla oder Skunk.garniert wodurch der Stoff das nötige Gewicht und den graziösen Fall erhalt Bei der flotten Bewegung der Läuferin schmiegen sich die Limen oeo Nockes in elegantem Schwung dem Körper au u-ch iu dcr reinen klaren Luft wirkt das matte Leuchten des Samtes höchst pikant. Dazu wird ein kurzer mit Pelz,besetzter Bolero getragen, der mit Tressen und Stickereien garniert ist und dessen Ausschnitt von einem großen Tülljabot ausgefüllt wird. ^cn Kops schmückt eine kecke Samttoque, ebenfalls mit, Skunk oder Chinchilla verbrämt, über der eine hohe Federaigrette nickt vervollständigt wird dieses Kostüm durch eine breite Stola von Breitschwanz oder einem andern Pelzwerk, das sich von den Besätzen unterscheidet. Dieses mächtige Kleidungsstück, das vorn in zivei breiten Falten herabgeht, in den Schultern sich bis her auf den Aermel herab verbreitert und dann wieder in zivei breit auslaufenden Stücken über , den Rücken hinab geht, wird mit schwarzem Seidenband um die Taille festgegalten, daß es die Trägerin beim Laufen nicht stört. , Für die knappe, ko rette Tracht die man in diesem Winter liebt, ist es bezeichnend, daß eine Pariser Bühnenkünstlerin vor einigen Tagen ui einer Nachmittagstoilette erschien, die ihre wichtigsten Nuancen einer Hnsarenuniform entlohnte: Der ganz kurze enge Rock aus „hwaren- blauem Tuch, ein fescher Samtdolman, mit Pelz verbrämt und eine ganz kleine hohe Dogue, aus dem breitfrifierteii Haar sitzend von einer hohen, Stolz nickenden Aigrette überkront. Wären die Faschingstage schon näher gewesen, so hätte man diese Toilette, die allgemeines Aufsehen erregte, für eine schicke Maskerade halten können, so aber ist es der ernsthafte Beweis einer schönen Frau, daß man sich in der heutigen Mode alles erlauben darf, was gut steht. Und das ist ja schließlich die Entschuldigung für alle Extravaganzen der Modelaune, daß aus ihnen der so vielgestaltige Reiz der Frau in einer immer neuen Form immer wieder eigenartig und verführerisch hervorgeht., * E i n e i n t r ä g l i ch e r B e r u f ist der — des Stierkämpfers in Spanien. Aber er ist auch gefährlich. Das Jahr 1907 hat grausam unter den Toreadvres aufgeräumt; niemals gab es vorher unter ihnen eine so große Anzahl von Getöteten und Verwundeten. Sieben sind tot in der Arena geblieben. Unter ihnen der berühmte Montes, der am 13. Januar tödlich getroffen züsammenbrach und um den das ganze Volk trauerte, dann der Banderillero Melito, der am 4. Februar während eines Kampfes, dem er als Zuschauer beiwohnte, von Leidenschaft fortgerissen, in die Arena sprang und von dem Stier gespießt wurde. Im aanzen gab es 82 Verwundete, unter denen srch fast alle berühmten Matadore befanden. Während des Vorjahres sind in Spanien 2980 Stiere und 2720 Pferde bei den Kämpfen hingeschlachtet worden. Ziffern, die die außerordentliche Verbreitung dieser Nationalunterhawmg beleuchten und deutlich erweisen, daß diese barbarische Sitte noch nicht abgenommen hat. Neue Arenen werden unmev wieder erbaut und Madrid wird bald eine zweite „Plaza ■ besitzen, die mehr als 8000 Sitze faßt. In diese Berechnung sind die Stierkämpse von Südamerika und Algerien noch nicht eingeschlossen, wo ebenfalls spanische Toreros ihre an Ruhm, Geld und Gefahr reiche Kunst ausuben. »Das gekreuzigte Liebespaar. Ein Beispiel chinesischer Rache meldet der „Abenir du TonkinD Französische Beamte bemerkten auf dem Clatreflnste ein kleine^ Holzfloß, das langsam den Strom herabgeglitten cam. Es schien, als ob auf dem Fahrzeug liegende Menschen zu erkennen wären, und ein Boot wurde^ ausgesandt, die Sache aufzukläreu. Ein schrecklicher Anblick bot sich den Beamten. Auf dem Boote lagen zwei Leichen. Eine Frau lag auf dem Rücken mit ausgestreckten Armen und über ihr der leblose Körper eines Mannes. Durch große Nägel, die Hände und Fußknöchel durchbohrten waren die beiden übereinander gekreuzigt. Die kippen der unglücklichen Frau waren zugenäht, aber tue gebrochenen Augen starrten offen ins Leere und zeigten die Spuren eines fürchterlichen Todeskampfev, der tagelang gewährt haben mochte. An einer Ecke des Floßes, est gebunden an die Balken, fand man em kleines Knrd, das noch leise wimmerte. Ein Zettel an den welchen gab Aufschluß über die Tat. Die Frau hatte ihren Mann betrogen, und der Betrüger war das zweite Opfer, der Dolmetscher des Mannes. Jeder, der es wagen sollte die beiden zu retten, wurde mit fürchterlichen Fluchen bedroht. Tie Fran war mit einer kostbaren Seidenrobe bekleidet, der Mann mochte zwanzig >;ahre alt sein und trug die Tracht der Dolmetscher. Das Kind wurde zwar sofort in Pflege genommen, aber die Hilfe war zu spät S S» I Orter Leichpredigten gehalten worden". Ter .Denkstein, den j feine Gemahlin Ursula ihm 1616 im Chor der Sungeiter Kirche [ft»fit heute noch. Infolge Ottos Too ftei veiirn (£kt an seinen (27. März 1573 geb ) Bruder Neuthard. Wie fein Vorgänger, so ließ auch er am Hungener Schloß ansehn liche Bauten vornehmen. Tie ^!°sen des Miahrigen Krwg - begannen für Hungen mit dem Ehristtag 1620, an Dem „'^m nola ins Land kommen und die Hoilgenses geschreckt . x 8» C »Ä SÄÄ»«» Freienseen aus starke Kontributionen in Hungen ein und 162 ward „die löbliche Gravschaft Höingen unter Verließen Volkern übel" mitgenommen. Es waren Bayern unter Dillys Befehl „Ta hat der arme Mann viel müssen au.'- stehen " Tie Unsicherheit der Straßen war groß. PiarrerEe- vinus von Wetterfeld z. B. Ivurde am 22. Februar 1625 bet | Hungen von Kurbairischen Soldaten beraubt und ihm ent neuer Mantel genommen. Schluß folgt. Nach einer Aussprache glaubt man stets, das „Eigentliche" nicht gesagt zu haben. Walter Calö. Zahlenspiele. Die Zahlen von 1-5 sollen 5 mal in nachstehendes Quadrat chtp.efclivicbeit werden und zwar so, daß in >eder senkrechten «n wagrechten Reihe und in jeder Diagonalreihe jede Zahl enuum vorkonnnt. Gegeben sind 2 Reiben. Redaktion: P. Witt ko. — Roiaiionsdrncl und Berlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lauge, Gieße».