Mittwoch den 15. April 1908 — rrr. 60 TOsuy ' ■ i .1 irirWt U Kesmuth Von Lonlen. Roman von Ursula Zöge von Manteuffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Schiweigend setzte sie sich wieder und im Zimmer watd es ganz still. Es schien, als habe er ihr wirklich nichts zu sagen. Mit jeder Minute ward das Schweigen peinlicher und fiihlte sie es quälender, daß dir schrankenlose, mitteilende Sympathie zwischen ihnen eine Erschütterung erlitten. Sir hielt es endlich nicht mehr aus, stand auf und machte sich im Zimmer zu schaffen, zog hier einen Vorhang zu, legte die Bücher in Ordnung und fuhr mit einem Wedel über die Palmblätter. Als sie sich endlich umsah, bemerkte sie, daß der Bruder sich erhoben hatte und Miene machte, auszustehen. „Mas willst du? Bleib doch liegen!" — sagte sie. „Nein, die Schmerzen lassen nach. Ich habe noch zu arbeiten. Vorher aber möchte ich etwas mit dir plaudern, Liebste. Stimm, setze dich hierher." Sie gehorchte schweigend. Er nahm ihre Hand und sah sie forschend und liebevoll an. „Denke dir" — begann er und stockte. „Ja? — Was meinst du?" — „Weißt du, wer mich heute besucht hat?" — Sie wurde dunkelrot. Nun galt es bekennen. „Ich weiß es nicht," stieß sie mit heißerer Stimme hervor — „aber ich ging durch den Garten — und sah — euch." „Du? Wirklich? Was hast du gesehen?" — fragte er betroffen, ein ganz leiser Ton des Unwillens lief mit unter, bei einem anderen hatte nm.it es nur Ueberraschung genannt, ihr aber klang cs aber wie bittere Rüge. Heftig wandte sie sich zu ihmj: „Wer war die Dame?" — Das hatte sie ja gar nicht fragen ivollen, bas war ihr vorläufig ja noch Nebensache. Die brennende Frage war: Was ist dir die Dame? —- Aber das wollte nicht über ihre Lippen. „Es war Helmuths Schwester, Anne Marie von Troß." „Ah?. —- Wahrhaftig . . . mir war sie ganz fremd." Kindererinnerungen stiegen in ihr auf, reimten sich aber nicht mit der Gegenwart. Jenes rosenwangige junge Mädchen, welches so freundlich und gern mit ihr, .Helenchen und Gustchen Puppen spielte oder Ball — das konnte doch nicht diese Frau geworden feilt ? „Sag mir doch alles!" — bat sie endlich gequält und ungeduldig, „ich bin nicht neugierig, aber ich kann es noch immer nicht glauben, daß meine Augen recht gesehen haben." „Was sahen sie denn?" — wiederholte er und über seine Stirn flog leichte Röte. „Du umarmtest sie und cs sah so aus, als — habe sie dich geküßt/' Er schwieg und sah ganz bekümmert in ihr flammendes Gesicht, legte ihr die Hand auf die Stirn und strich ihr über das Haar. Sie bog den Köpf zurück. „Wilhelm! — Liebst du diese Frau?" — „Ja, Edel, ich liebe Anne." „Aber — um Himmelswillen — seit wann oenn? Seit lvann?" — und sie starrte ihn ganz ratlos an. „Ich glaube, ich liebte sie schon, als ich noch ein Knabe war." „ltnd das — das hast du immer so — so mit dir her uns- getragen und ich — hab's nicht geahnt!" „Liebes Herz, was solltest du denn ahnen? Es war ja alles längst vorüber — seit siebzehn Jahren habe ich sie nicht mehr gesehen, — und damals, als ich sie zuletzt sah — ich meine, als sic immer mit den Kindern hcrkam, da warst auch du eist kleines Kind, kaum acht Jahr alt. Glaube mir, in diesen langest Jahren, als du Hexanreistest zur verständnisvollsten Gefährtist meines Lebens, hätte ich gern mit dir hierüber gesprochen. Es war unmöglich." „Weshalb war es unmöglich!" — Er sah sie ernst an: „Sie war das Weib eines anderen. Den Kummer über diese Ehe mußte ich still, allein tragen." Sic rückte nun doch näher. Schwesterliches Mitgefühl wallte heiß in ihr auf: „Armer Wilhelm — du Armer, Guter!" Er nahm ihre Hand und strich sanft drüber hin. „Ich hatte ja dich, mein Kind." DaS tut wohl — das labte. Sie sprach nun wieder ganz natürlich: „Denke dir, Wilhelin, daß ich mich so wenig auf sie besinnest kann! Sie muß sich doch wohl nicht so übermäßig viel mit mit} abgegeben haben." „Sie saß mehr bei mir in der Halle, das ist wahr." „Sie muß ja fast in deinem Alter fein. Aussehen tut sw zehn Jahr älter als du." „Sie ist fast fünf Jahr jünger." „Weshalb kam sie denn so oft hierher, wenn sie dir schliesst sich doch einen Parforccreiter vorzog?" — Ein stolz bescheidenes Lächeln flog übet sein schönes Gesicht, „Sie zog mir niemand vor. Edel." „Also? Du warst es, der entsagte?" „Wie hätte, ich denn gedurft? Ich?" — „Weil du krank warst? War das dein einziger Grund?" —> „Ich sollte meinen, er hätte genügt." Tas war nun wieder bitter. Nur deshalb — nicht ihret-, wegen? Und sic hatte bisher geglaubt, er habe viele Jahre später eine zärtliche Neigung für die reizende Luise Becker empfunden, sie aber der Schwester zum Opfer gebracht. Ja, das hatte sie bisher gedacht und sich immer gesagt, auch sie würde ihm eine Neigung ausopsern. Jetzt mußte sie erfahren, daß sie sich einer Täuschung hin gegeben hatte. Er hatte all diese Jahre nur an eine gedacht, und wenn er gesund gewesen wäre, und sie frei, so hätte er sie in fein Haus geführt unbekümmert um die Schwester. Nein, unbekümmert gewiß nicht, sie wollte nicht undankbar und nicht ungerecht sein, aber ihr war zu Mut, als sei ihr ganzes bisheriges Leben auf Truggrund gebaut gewesen. „Und jetzt?" — fragte sie nach einer Pause — „eigentlich kannst du dich jetzt doch zu den Gesunden rechnen." 238 „Ja, das tue ich auch dankbar." „Ich wünsche dir Glück, Wilhelm," brachte sie mühsam hervor — „du wirst — sic — ja — wohl heiraten." „Edel! Edel!" — rief er voll Wärme. Er zog die Schwester in die Arme und sprach beschwichtigend, wie zu einem aufgeregten Kinde — „nein! Beunruhige dich gar nicht hierum. Du kennst Anne eben nicht. Sie hat meine Bewerbung abgewiesen. Sie will nicht Jetzt, wo ich den Mut hätte — findet sie ihn nicht. Der Gedanke, dir Weh zuzufägcii, wäre ihr unerträglich, nein, sie will nicht." Sie empfand momentan eine gewisse Erleichterung — aber nicht auf lange. Im Grunde kam wenig darauf an, ob die wollte oder nicht. Wilhelms Herz war ihr ja doch verloren. Er war nicht mehr ihr unbestrittenes Eigentum. Ja — verwirrender Gedanke! — war es nie gewesen. Wie konnte solch Doppellieben Hand in Hand gehen - Hatte sie nicht das Bewußtsein gehabt, ihm alles zu sein, Schwester und liebste Freundin? Und nun? — Sie saß ganz stumm in sich zusammengesunken neben ihm und ließ alles, was er ihr sagte, über sieh ergehen. Er wußte es wohl, sie mußte sieh erst mit diesem Neuen, Bestürzenden abfinden. Tie Seelengemeiuschaft der Geschwister war y.t groß, als daß er ihr nicht alles hätte nachfühlen können, und sie jammerte ihn. Aber das ließ er sie nicht merken. Grade das, was sie jetzt erfuhr, Ivar vielleicht gut und notwendig für sie. Bitter blieb es deswegen freilich. „Ich muß fort," sagte sie endlich, sich ausraffend, „die Leute erwarten mich." „Meine Edel!" sagte er zärtlich. Fast zornig schluckte sie die Tränen herab, die sein weicher Ton heröorrief. „Gib mir nur noch einmal die Hand, Liebling. Zwischen uns bleibt ja doch alles beim alten. Siehst du, ich hätte dir diesen Schreck gerne erspart. Tu weißt, wie es kam, daß ich dir mehr mitteilen mußte als die Nachricht, Frau von Troß habe mich besucht." „Ich weiß," sagte sie hastig, „ich war selber schuld." „Gräme dich nun nicht hierum." „Nein — nein" — sagte sie ebenso und lies aus dem Zimmer. Sie mußte jetzt allein sein. Sie mußte all das Häßliche und Schwere in sich Niederkämpfen. Sie mußte sich dazu bringen, daß sie ihm heute abend aus voller Seele sagen konnte: Ja, es soll zwischen uns alles fein wie bisher! — Ihr Charakter hatte etwas vom klaren, hellgeschlisfenen Edelstein. Trübungen konnten nur äußerlich haften. Auch war sie jung, gesund an Leib und Seele. Als der Abend da war und sie dem Bruder Guteuacht wünschte, geschah es Ivarur und. herzlich. Unmut gegen Wilhelm wäre ja undenkbar gewesen. Und doch! . . . Sonderbar und beängstigend blieb es, sich in die veränderte Stellung zu ihm hereinzupassen. Als sie am nächsten Morgen die Posttasche rüstete, um sie dem Milchjungen nach Jawwitz abzugeben, hatte unter den von Wilhelm geschriebenen Geschäftsbriefen auch ein an Baronin Troß in Bordes adressierter Bries gelegen. Sie ließ ihn zögernd in die TasckZ: gleiten. Das hat er also gestern abend noch geschrieben, hat sich nach den Schmerzensstunden freiwillig die Nachtruhe verkürzt! — Am Fviihstückstisch erschien er indessen wieder völlig hergestellt und erklärte auf die besorgte Frage der Großmutter, er habe sehr gut geschlafen. Sein Gesicht war wieder frisch gerötet und die dunkelblauen Augen glänzten. „Tu expediertest wohl meine Briefe?" — fragte er, sich zu Edcltraut wendend. „Wie immer," entgegnete sie, „an die Firma Holzmann hatte ich übrigens schon geschrieben. Tas hättest du dir sparen können." „Wahrhastig! Ja, das war zerstreut von mir" •— er lächelte rtwas verlegen. Am Nachmittag gingen sie auf die hinter dem Garten gelegene Kirchbergwiese, die gestern gehauen Ivorden war. Als sie dabei an der Gartenhalle vorbeikamen, wandte sie unwillkürlich den Kops weg.. Etwas Fremdes, der Schatteir einer Peinvollen Erinnerung wird ihr jetzt immer diesen Lieblingsraum überschatten. Wilhelms Züge trugen den Ausdruck einer so friedlichen Freude, daß sie sich ihres Unbehagens schämte. Auf der Wiese lag das Gras trocknend in der Sonne. Sie gingen zwischen durch, die Arbeit des vergangenen Nachmittages prüfend. Wilhelm stand ans feinen Stock gestützt da und schaute zum Nave» Himmel empor. „Ich begreife deine Borliebe für die Wiesenarbeit," sagte er, *— „keine andre Ernte hat so viel Liebliches. Tort am Garten-- zann ist übrigens eine ganze Garnitur der schönsten Wiesenblumen verschont geblieben. Wohl bekomm's!" — „Tu bist ja heute sehr froh gestimmt." „Mehr als sonst? Nun ja, ich gesteh cs gern. Gewitter haben eine luftreinigende Kraft, und ein solches ging gestern über meinem Haupte hin. Es war auch für mich so tiefergreifend, sie wiederzusehen, so anders und doch im Grunde so sehr dieselbe. Ich habe ihr geschrieben, alles das, was ich gestern in der Bestürzung und Ungeschicklichkeit zu sagen versäumte. Dann habe ich fie gebeten, mir manchmal zu schreiben — es wäre solch ein Glück für mich." „Ja — natürlich." „Tenn siehst du, ich bin vielleicht dazu berufen, fie und Hel- muth wieder zufammenzuführen, ihr die Augen zu öffnen über ihn. Was könnten dann diese zwei Einsamen sich jetzt sein! Er hatte diese Schwester im tu er sehr lieb, ich wäre glücklich, wenn sie sich wieder sänden!" ■— Edeltrant bückte sich hastig und hob eine Handvoll Gras aus. In ihre Augen schossen Tränen, die er nicht sehen sollte. Das Selbstlose in feiner Liebe beschämte und rührte fie. Freudig teilte er mit dem Freunde. Fest nahm fie sich vor, ihn nicht merken zu lasseir, meld) tiefer Riß durch ihr ganzes Leben gegangen Ivar. Aber dieser Riß war da. Er ließ sich wohl kitten, aber nicht ungeschehen machen. Das Gespenst der grauen Frau ging von jetzt an immer neben ihr her, durch Haus und Hos. Was fie auch tat und wo fie auch war, fie mußte in jene andre denken, die um ein Haar hier Herrin geworden wäre. Sicherlich keine Herrin, welche sich in ihren, Edeltrauts Wirkungskreis drängen würde, ganz sicher aber eine, welche ihr das Süße des Lebens raubte — den Platz an Wilhelms Seite, Mit heroischer Anstrengung versuchte sie sich das klar zu machen und sich mit der Möglichkeit abzufinden. Aber ihre Natur bäumte sich gegen die Idee aus und ein scharfer Schinerz begleitete diese Versuche der Selbstüberwindung. Welch eine Wohltat war in diesen Tagen die Arbeit auf den Wiesen! — Sie griss selbst mit zu, um durch körperliche Ermüdung die Gedanken zu bannen. Täglich aussteigende dunkle Wolken, die sich dann zerteilten, gaben einen guten Grund, auch ihre Kräfte dranzufetzen. Ost vergaß fie dann wirklich. Wenn die diisten- beit Fuder schwergeladen in den Hos kamen, freute fie sich des ungewöhnlich reichen Segens, den kein Regentropfen gefeuchtet und entfärbt hatte. (Fortsetzung folgt.) Eründonnersiag. Die Bezeichnung des Donnerstags vor Ostern als grün kommt schon im Mittelhochdeutschen vor; man hat sie verschieden zu erklären gesucht. Denn weshalb gerade grün? Weil der Tag ins Frühjahr fällt, wo man leicht die ersten grünen Kräuter auf den Tisch zu bringen vermag? Kaum; die Sitte, an diesem Tage frisches Gemüse, grünen Kohl, Gründonnerstags-Kohl zu essen, dürste sich vielmehr erst aus dem Namen selbst entwickelt haben; nicht etwa hat umgekehrt eine uralte derartige Sitte den Namen veranlaßt, auch wohl nicht die Tatsache, daß das Osterlamm der Juden nach dem Gesetze mit grünen Kräutern zubereitet oder gegessen werden mußte. Auch braucht ja der lateinische Name „dies viridimn“, wie das Hermann Schrader nach Grimm in seinem „Wundergarten der deutschen Sprache" einmal so hübsch ausgeführt hat, gar nicht „Tag der grünen Kräuter" zu heißen, er heißt' nur „Tag der Grünen". Mit „grün" wird dann hier das bezeichnet, was frisches, neues Leben, was Heil bringt; „diejenigen, welche in der Fastenzeit öffentliche Kirchenbuße getan hatten und durch die Asche des Aschermittwochs Graue geworden waren, wurden an unserem Donnerstag wieder Grüne. Reine, Sündlose, und — fügen wir hinzu — Hossnungs- und Auferstehungsfreudige." Diese feine und "sinnige Erklärung wird bestätigt dadurch, daß Fischart den Tag den grünen oder weißen (also den unschuldigen) Donnerstag nennt, daß auch die Franzosen ihn jeudi saint oder jeudi äbsolu, auch jeudi de l'absolute (Donnerstag der Absolution, der Lossprechung) nennen, und daß die Engländer für ihn die Bezeichnung Sheer Thursdah haben, was den klaren, lauteren, reinen Donnerstag bedeutet (sheer ist unser schier). Auch die Bezeichnung „Guter Donnerstag" kommt vor und zwar schon recht früh, wie man denn au,ch die anderen Tage der Woche vor Ostern und diese selbst die gute nennen hören kann. — 239 Die Schlacht bei Sergen. Zum 13. April. (Original-Artikel der „Gieß. Fant.-Bl"). (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Als der Feind die Rückzugsbeweguug wahrnahm, kam er unter großem Geschrei aus dem Flecken heraus und ließ sich trotz des Verbotes des Herzogs Broglie verleiten, zur Verfol- gung vorzugehen. Am weitesten war das Regiment Beauvoisis nachgeeilt. General v. Urff, der dies bemerkte, sprengte mit fünf Schwadronen hessischer Reiter heran und ließ aus das isolierte feindliche Regiment einhauen, so daß es ganz aufgelöst wurde. Die alliierte Armee zog sich gegen Mittag hinter den „Hohen Stein" zurück. Nunmehr ließ der Herzog von Braunschweig eine veränderte Schlachtordnung eintreten und stellte seine Truppen so aus, das; die Kavallerie das Zentrum bildete, und die Infanterie die beiden Flügel einnahm. Nach dieser Formation rückte man wieder vom „Hohen Stein" vor. • Es folgten jetzt von 2—7 Uhr unter lebhaftem Kanonendonner auf beiden Seiten einzelne Vorstöße vom linken und rechten Flügel der Verbündeten gegen Bergen und den Vilbeler Wald hin. Bis zur einbrechenden Nacht ließ der Herzog die Kanonade fortsetzen. Aber -alle Manöver, die er am Nachmittag noch machen ließ, „waren bloß falsche Demonstrationen, um die Franzosen zu hintergehen und sie abzuhalten,. seinen Rückzug zu beunruhigen, keineswegs aber, nm Broglie aus dem festen Punkte herauszulocken und bequemer zu schlagen". Mit einbrechender Nacht wurden die Toten bestattet und die Verwundeten sortgeschafst. Die Armee zog sich mir 10 Uhr abends, der „Hohen Straße" meist folgend, nach Windecken zurück, wo man bei bcnt „Wartbaum", dem Rendezvousplatze des Morgens, um 121/2 Uhr das Lager bezog. Die Angaben über die französischen Verluste in der Schlacht bei Bergen sind sehr widersprechend. _ Während nach einigen französischen Berichten der Verlust auf 500 Tote und 1300 Verwundete berechnet wird, erwähnen andere Zusammenstellungen einen Verlust von 4000 Mann. Aus alle Fälle ist die Angabe 500 Tote und 1300 Verwundete zu niedrig. Wir können annehmen, daß der Verlust der Franzosen mindestens derselbe war, wie der der Verbündeten. Ans Seite der Verbündeten aber war ein Verlust von 122 Offizieren und 2521 Gemeinen, insgesamt von 2643 Personen zn beklagen. Aus der Liste der Toten stehen an höheren Hessen-Kassclschen Ossizieren Gc- uerallentnant Prinz von Isenburg, stellvertretender Brigademajor v. Gilsa, die bei den ersten Angriffen auf die Ostecke von Bergen fielen. Bon den höheren Offizieren der Hannoveraner und Braunschtveigcr blieben tot Oberstleutnant v. Dinklage, Oberst v. May. Der mißlungene Angriff des Herzogs Ferdinand aus Bergen wurde in Paris als großer Sieg gefeiert, der dem Herzog Broglie von seinem König den Biarschallstab und vom deutschen Kaiser die Würde eines Reichsfürsten einbrachte. Friedrich der Große suchte den Herzog Ferdinand wegen seines mißlungenen Unternehmens zu trösten. Der Herzog möge die Schlacht betrachten als „une assaire de bibus" (Bagatelle). Tie Schlacht bei Bergen gibt zu verschiedenen Betrachtungen Anlaß. Wir haben schon früher darauf aufmerksam gemacht, das; d'r Plan des Herzogs, die französische Armee am Main zu verdrängen, ausgesührt werden mußte, zu einer Zeit, da die Verhältnisse günstiger lagen, also Ende 1758, oder Anfang 1759. Weiter war die gewählte Marschroute durch das schwer passierbare Bogelsgebirge dazu angetan, die schnelle und schwere Ausführung des Planes in Frage zu stellen. Dem Herzog standen noch zwei andere, bedeutend kürzere Marschlinien nach Frankfurt zur Verfügung, die eine durch das Lahntal über Gießen, die andere, über Ziegenhain, Alsfeld, Grünberg, Lich, Hnngen, Nidda, Friedberg. Wenn der Marsch über Fulda mit Rücksicht auf die Bedrohung durch die Reichsarmee geboten war, so ist ein Verweilen der ganzen Armee daselbst während 10 Tagen nicht begreiflich. Ein zn Fulda zurückgelassenes kleines Korps hätte wohl die vereinigten Oesterreicher und Reichstruppen in Schach gehalten. Sollte der Feind bei Bergen überrascht werden, so Ivar Eile geboten. Ein so tüchtiger Feldherr, wie Herzog Ferdinand war, mußte über die Stärke des Feindes und die Verhältnisse bei Bergen unterrichtet sein. Es mußte ihm bei sorgfältiger Erwägung der Angriff auf Bergen sehr zweifelhaft erscheinen. Es wäre zweckmäßiger gewesen, ein kleines Korps zur Beschäftigung des Feindes in der Richtung auf Bergen abgehen zu lassen und mit der Hauptarmee auf der guten Straße von Windecken nach Friedberg (etwa 3—4 Stunden) zum Angriff auf letz- tcren Ort vorzugehen, den zn nehmen eher möglich war, als den durch feilte Lage schon geschützten Flecken Bergen. Der Marsch auf das Schlachtfeld durfte nicht so früh nngetreten werden, zumal auf die Unterstützung durch die dritte Kolonne des Herzogs von Holstein, da sie den weiteren Marsch über Gronau zu wählen hatte, am Vormittag !mtm, gerechnet werden konnte. Die leichten Truppen, die schon vor Tagesanbruch von Vilbel aus vorgingen, standen von 8 Uhr an gänzlich isoliert auf der Höhe des Vilbeler Waldes im heftigsten Feuergefecht, bis ihnen endlich um 8V2 Uhr durch d.u Anmarsch einer Grenadierkompagnie und des Leibdragonerregiments eine Erleichterung zuteil wurde. Im Laufschritt fönten die drei, die Spitze der Avantgarde bildenden Grenadierbataillone auf dem Schlachtfeld« an, als sie auch sofort zum Angriff auf die Ö st e ck e von Bergen vorgeschickt wurden. Anstatt die braven Grenadiere nach Ankunft der Division des Erbprinzen von Braunschweig mit allen verfügbaren Bataillonen sofort zu uitterstützen, wurden sie im heftigsten Feuergefecht nutzlos geopfert. Zum zweiten Male begeht man denselben Fehler, als mit dem Eintreffen der Jsenburgischen Division nur einzelne Bataillone zur Unterstützung der drei Grena- dierbataillone besohlen wurden. Nutzlos verbrachte man die Zeit mit der Formation der üblichen Schlachtordnung, wodurch man nicht nur nichts gewann, sondern sich sogar einem furchtbaren Geschützfeuer vom Wartberge aus aussetzte. LLenn Broglie den geschlagenen Feind nicht verfolgte, so geschah dies in der Ueberzeugung, daß dem Herzog Ferdinand nicht zu trauen war, indein dieser es wohl darauf abgesehen habe, in einer weniger günstigen Stellung wie Bergen ihm eine Schlacht anzubieten. Alle Truppen der Verbündeten hatten sich brav gehalten, besonders die hefsen-kaffelschen Regimenter, für die der Tag von Bergen hinsichtlich ihrer Leistungen ein Tag der Ehre war. Von Windeckeit aus setzte sich die „alliierte" Armee nm 15. April mittags nach dem drei Stunden entfernt liegenden Marienborn bei der Ronneburg in Bewegung und kantonierte zum Teil in den umliegenden Ortschaften, während der größere Teil ein Lager bezog. In größter Ordnung vollzieht sich der Rückzug, wie er selten bei einem geschlagenen Heere der Fall ist. Am 19. April befanden sich die Quartiere der sämtlichen Truppen in einer Stärke von 35 Schwadronen und 35 Bataillonen in Grünberg und Umgegend, lieber Alsfeld, Ziegenhain, zum Teil über Fritzlar, wurde der Rückzug nach Westfalen angetreten. Die französische Hauptarmee unter Contades setzte sich vom Rhein her in Bewegung, um dem Herzog zu folgen. Contades nahm feilten Weg über Gießen und bezog anfangs Juni sein .Hauptquartier in Wiese ck. Die französische Mainarmee unter Broglie folgte als Reserve nach. Ende Juni war der Rückzug der betder- seitigen Truppen aus dem nördlichen Hessen beendet und dadurch die Vorbereitung gegeben zu einem entscheidenden Schlage, der sich auf dem westsälischeit Kriegsschauplätze am 1. August bet Minden vollzog, durch den die Scharte von Bergen reichlich ausgemerzt wurde. ’es- Airs Kaiser Wilhelms Kindertage«. Miß Frith, eine Tochter des verstorbenen Malers Frith, hat ein Buch unter dem Titel „Blätter aus einem Leben" erscheinen lassen, das lesenswerte Dinge über die verstorbene Königin Viktoria und den fetzigen Kaiser Wilhelm enthält. Beide wurden von Frith gemalt und daher rührt die Bekanntschaft der Dame mit diesen hohen Personl-ch- keiteit. Miß Frith legt sich in ihren Beschreibungen und Aeußerungen keine Beschränkung auf und so schreibt sic über den Kaiser, wie sie ihn in seinem Knabenalter kennen lernte: „Würde es eine Majestätsbeleidigung sein, wenn ich einen kleinen widerspenstigen und recht schlimmen Knaben beschreibe, der sich gewöhnlich in Gesellschaft der Princeß Royal (seiner Mutter) befand und der jetzt der deutsche Kaiser ist? Nun wohl, wenn es Majestätsbeleidigung ist, will ich das Risiko aus mich nehmen. Er war ein winziges, hübsches, zartes Kind; er haßte die schottische Hochlandkleidung, welche er bei besonderen Gelegenheiten tragen mußte, aus deren Anlaß er nach England gebracht worden war. Ich glaube, der kalte Wind biß seine kleinen Kutee. Wie immer sich das verhalten mag, sein Benehmen war entsetzlich. Unter allen Umständen war er nicht mit dem Dolch ausgcstattet, der zu seiner Tracht gehörte, und es wurde ihm einer geliehen, den fein Onkel Leopold besaß. Während des ersten Teils der Zeremonie verhielt er sich ziemlich ruhig. Erst nachträglich tvurde entdeckt, daß er die großen Topase aus dem Griffe gebrochen und weggeworsen hatte, und ich glaube nicht, daß sie jemals wiedergefunden wurden. Dann wurde er unruhig; seine Mutter trachtete ihn festzuhalten, übergab ihn aber schließlich seinen zwei Onkeln, Leopold und Arthur, deren nackte Beine er biß, während sie die ihnen bereiteten Schmerzen mit stoischer Ruhe ertrugen. Ich hoffe nur, daß sie ihn tüchtig züchtigten, als sie den kleinen Ausbund wieder im Schlosse hatten. Seine Schwester, die kleine Prinzessin Charlotte, hatte viel durch ihn zu leiden und ich selbst versetzte ihm einmal einen scharfen Schlag über seine ungezogenen kleinen Finger, als er sie bei den Haaren zog. Er sah mich eine 240 Meile an, sagte aber nichts. Ich habe mich oft gefragt, ob er sich dieses Zwischenfalles erinnert. Ich meinerseits denke Immer gerne daran, daß ich einmal den allmächtigen Kaiser gezüchtigt habe, vor dem jetzt, wie es mir scheint, die ganze Welt zittert." Vermischtes. * Der ärmste König der Welt ist Georg von Griechenland. Seine Ziviilistc beläuft sich ans noch nicht ganz eine Million Mark pro Jahr. Es lvird ihm aber ein wenig geholfen. Die Regierungen von Frankreich, Rußland und England greifen dem König mit je 100000 Francs jährlich unter die Arme. »Sie Zivilliste des Fürsten von Monaco. Es dürfte interessant sein, zu erfahren, wie hoch sich die jährlichen Einnahmen deö Freundes Kaiser Wilhelms, des Fürsten von Monaco, stellen. Dieser regiert nur über eine Handvoll Einwohner. Obgleich sie sich fast alle einer gewissen Wohlhabenheit erfreuen, gibt es doch nur wenig reiche Leute int Lande. Die gesamte Zivilliste des Fürsten besteht in den Pachtgeldern, welche die Spielbank ihm zahlt, und die so reichlich ausfallen, daß alle Bewohner steuerfrei bleiben können, da der Fürst in der Lage ist, von den ihm gezahlten Geldern alle für das Land nötigen Anfwendnngen zu machen. Für seine Untertanen ist also der Fürst eilt Landesvater im wahrsten Sinne des Wortes. Als im Jahre 1898 die Bank ihre Spielkonzession, welche damals ablief, erneuert. erhielt, mußte sie an Prinz Albert zehn Millionen Francs einmalige Entschädigung zahlen, sich zu einer Jahresrente Volt zwei Millionen Mark, zahlbar an den Fürsten selbst, verstehen, und außerdem zu einer alljährlichen Zahlung von vier Millionen Mark für den Ausbau des Hafens von Monaco und andere öffentlichen Arbeiten int Lande. Im Jahre 1914, bei Ablauf der jetzigen Konzession, erhält der Fürst nochmals zlvölf Mill. Mark, auch hat sich die Baitk verpflichtet, die Jahresrentc nach dem Jähre 1914 zu erhöhen, falls ihr die Spielkon- zession über dieses Jahr hinaus verlängert werden sollte. * Roosevelts Tochter als Lokomotivführerin Die Reisenden der Eisenbahnlinie Atlanta—Georgia, die auf den Perrons der Bahnhöfe ihren Zug erwarteten, würben am 4. April morgens — so wird dem Matin aus New-Park gemeldet — nicht wenig überrascht, als sie mit großer Schnelligkeit einen Extrazug an sich vorbeisausen sahen, dessen Lokomotive von einem jungen Mädchen geführt wurde. Die Haare der kühnen Lokomotivführerin flatterten im Winde und sie stand ruhig und aufrecht auf der Maschine. Eingezogene Erkundigungen ergaben, daß die seltsame Maschinistin niemand anders war als Miß Ethel Roosevelt, des Präsidenten zweite Tochter, die mit ihrer Mutter nach dem Süden der Vereinigten Staaten reist. Miß Ethel war auf einer Station ans ihrem Schlafwagen herausgeschlüpft und hatte den Maschinisten gebeten, sie einmal den Zug fuhren zu lassen. Der Lokomotivführer hatte sich galant ihren Bitten gefügt, und zwei Stunden lang ließ nun die reizende Präsidententochter den Zug mit einer Geschwindigkeit von 80 Kilometer in der Stunde dahinfliegen, wobei sie sich so geschickt benahm, wie wenn sie seit langem schon auf einer Lokomotive heimisch wäre, und besonders die Pfeifensignale recht oft und ausgiebig ertönen ließ. Sechs Minuten vor der fahrplanmäßigen Zeit langte man in Atlanta an, und der Maschinist äußerte sich ganz entzückt über feine junge Schülerin, die die Bedienung der Maschine ausgezeichnet ausgeführt habe. v9ittr bei den Kurven fuhr sie etwas zu schnell," das war der einzige Punkt, in dem er nicht ganz zufrieden war. Miß Ethel hatte während der Fahrt ihren Hut und ihren Schleier eingebüßt und ihre Frisur wat' überhaupt ein wenig mehr in Unordnung geraten, als eS sich wohl für gesittete junge Damen schicken mag. * Nerven . . . Eine beispiellose Kaltblütigkeit und liervenstärke hat bei einem Eisenbahnunfall in Amerika einer »er verunglückten Passagiere gezeigt. Der reiche Viehhändler Mackittrik ans Missouri, der int Schaffnerwagen eines Güterzuges reiste, wurde bei einem Zusammenstoß seines Zuges mit einem Eilzuge unweit St. Louis ttnier der Lokomotive des Eilzuges festgeklemmt. Das Rad der Maschine ruhte auf seinem linken Bein unterhalb des Knies. Mackittrik rief den herbeigeeilten Passagieren zu, sie möchten die Lokomotive zurückstoßen, doch gelang eß ihnen nicht. Vielmehr begann Dampf aus der Maschine auszuströmen und drohte Mackittrick langsam zu verbrühen. Der Unglückliche rief darauf einen unter den Passagieren befindlichen Geistlichen heran, reichte ihm ein großes Messer aus seiner Tasche und bat ihn, fein Bein zu durchfchneiden. Der Geistliche machte sich ans Weck; da aber das Messer stumpf war, reichten seine Kräfte kaum aus, und es gelang ihm erst nach langer Mühe, die Sehnen und Knochen zu durchhacken. Mackittrick ermutigte ihn während der ganzen Zeit kaltblütig, rind die Passagierer fächelten den Dampf so viel wie möglich fort. Nachdem die letzte Sehne durchschnitten war, brach der Geistliche zusammen. Mait zog Mackittrik hervor und schaffte ihn nach Anlegung eines Notverbandes in das Hospital von St. Louis, wo er wenige Stunden danach verstarb. * Gibt es einen 30. Februar? Diese fast unglaubliche Frage ist auf einem Schiff durch folgenden seltsamen Sachverhalt zur Tatsache geworden: Vor einiger Zeit wurde bei einer amerikanischen Zeitung eine Menukarte vom 30. Febr. abgebilbet. Man war zuerst geneigt, an einen Fehler zu glauben; aber schließlich überzeugte man sich, daß diese ungewöhnliche Taganzeige eigentlich ganz und gar richtig wat'. Tas Essen, um dessen Speisekarte es sich handelte, fand auf einem Ozeandampfer „©ibiria" statt, der von Pokohama nach St. Francisco fuhr; auf diese Weise wird durch die Fahrt nach Osten ein Tag gewonnen, und da dieser Tag nach dem 29. Februar 1904 fiel, trotzdem aber der 1. März noch nicht da war, so mußte er notwendigerweise der 30. Februar fein, wogegen sich nichts sagen läßt. * „N a j a, ein Feuilleton!" „Eine Lumperei so ein Feuilleton schreiben," sagte der Stadtverordnete Flachkopp. — „Man nimmt Tinte, Feder und Papier — überlegt ein Weilchen — -überlegt noch ein Weilchen — und dann fällt einem etwas Ausgezeichnetes ein — nämlich, — daß man bei Meyer zum Skat erwartet wird." (IUI.1 * Die „sinkenden" Fleischpreise. Aber drängeln Se doch nidj so, Fran Krausen! — Ja, wenn't nich rasch seht, denn is det Fleisch schon Widder um de Hälfte dheurer, eh' bet man 'rankommt! Mnfik. Goldene Leier. Perlen moderner Tonkunst, ausgeivählt von E. Morena. Musikverlag Rich. Bong, Berlin-Leipzigs Stuttgart, Wien. Eine überaus reichhaltige Sammlung von Musikstücken für Klavier und für Gesang bietet E. Morena in einem reich aus- gestatteten Bande „Goldene Leier", Preis 12 Mk. Potpourris aus Opern und Operetten, dann ernste und heitere Klavierstücke, sowie Lieder und Tänze hervorragender Meister sind in diesem Bande vereinigt. Tas Werk meist u. a. Namen wie Bizet, Rob. Franz, Hrnnperdinck, Jensen, Kienzl, Leoneavallo, Liszt, Maseagni, Richard Strauß, Rich. Wagner — ferner Dellinger, Lehar, Lincke, Millöcker, Joh. Srrauß, Sullivan, Suppe, Waldteufel, Zelter, Ziehrer auf, und wird als hervorragendes Geschenkwerk gellen können. Goldene Worte. Sag, >vas dii willst, knrz und beftimmt, Laß alle schönen Phrasen fehlen; Wer nutzlos unsre Zeit uns nimmt, Bestiehlt uns — und du sollst nicht stehlen. Rittershaits. Noch giebt es ein religiöses Leben, das, wenn es sich auch tut Bestehenden nicht befriedigt fühlt, doch noch Kraft und Innigkeit genug besitzt, um ein höheres Nettes mit Inbrunst z>t ergreifen. Aber man sehe sich vor, daß dies.Gefühl nicht im Kampfe um verlorene Posten zur Gleichgültigkeit abgestumpft wird »mb das Volks- und Staatsbeivußlseitt, die nur auf religiöser Grundlage gedeihen können, dttrch die Unvernunft der bestehenden religiösen Zustande in nicht wieder gut ztt machender Weise erschüttert werde. Arthur Drews. Gleichlautende Wörter mit verschiedenartiger Bedeutung. Da, tvo's an mir gebricht, geht alles bald ztt Grunde, Im größten Reiche wie im kleinsten Haus. Doch mit deut Fortschritt ist's auf einmal aus, Sobald mein Ruf ertönt aus machtgewohittem Mtmde. Gießen. P. Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Rätsels in voriger Nummer: Waldesrauschen. Medaktion: P. Witiko. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch» und Steiadruckerei, R. Lange, Gießen«