M8 MM W sfi MAL M MM Mk«M- ■ M.dT^T" wMwia John Darrows Tod. Roman von M e l v i n L. S e v e r y. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Doch ich will hier nur Tatsachen berichten, ohne nach ihren Folgen zu fragen. Ein Schimmer von weißem . Musselin war alles, was ich von der Flüchtigen bemerkte, als ich mich mechanisch in Bewegung setzte, und ihr ohne eine besondere Absicht folgte. Da trat plötzlich ein Mann hinter einem Gesträuch zur Seite her» vor und versperrte mir den Weg. Seine riesige Gestalt hob sich unheimlich von der düsteren Felsenmasse ab, in welche die kleine obenerwähnte Höhle führte. Der volle Mondschein beleuchtete das finstere Antlitz; es war Rama Ragobah! Eine Minute standen wir uns schweigend Ange in Ange gegenüber und erwarteten jeder den Angriff des anderen. Ragobah redete zuerst. „Sie ist mein mit Leib und Seele, und der englische Hund mag sich aus der eigenen Brut eine Genossin suchen!" Er neigte sich gegen mich und zischte mir die Worte ins Gesicht; sein heißer Atem kam mir wie Gift vor. Ich ivar außer mir vor Wut. Aus dem scharfen Blick, den er nicht von meinem schweren Spazierstock wegwandte, ersah ich, daß er von seiner überlegenen Kör- perkraft Gebrauch machen und mich angreifen wollte. Er hatte offenbar erwartet, ich würde mit dem Stocke auf ihn losschlagen, jedoch meine große Uebung im Boxen machte meine Fäuste zu meiner natürlichsten Waffe, und da er mir gerade gute Gelegenheit zu einem „Unterstoß" gab, io versetzte- ich ihm diesen wirkungs- vollsten Schlag unter den Unterkiefer. Wenn ich ihn aber damit auch zu Boden brachte,, so machte ich ihn doch nicht kampfunfähig. Der Stoß saß leider nicht so, wie ich ihn hatte anbringen wollen. In einem Augenblick tvar Ragobah wieder auf den Füßen und zog schäumend vor Wut ein langes Messer. Ich wußte nun, daß ich verloren tvar, wenn cS ihm gelang, nahe heranzukommen. Um Hilfe zu rufen war nutzlos, denn damals war dieser Teil des Malabarhügels, der jetzt völlig bebaut ist, noch so menschenleer wie eine Wildnis. Ragobah schien keine Eile mit der Ausführung seiner Rache- tat zu haben; er entblößte kühl seinen rechten Arm bis zum Ellenbogen und schien mit seinen absichtlich langsamen Bewegungen sagen zu tvollen: „Ich kann mir Zeit nehmen, du entgehst mir doch Nicht!" Ich umfaßte krampfhaft meinen Stock Äs meine letzte .Hoffnung und erwartete seinen Angriff. .Hätte ich nicht Degenfechten gelernt, so würde ich zweifellos versucht haben, sihm einen kräftigen Schlag über den Kopf zu versetzen. 1P<1Y es auch, worauf er tvartete, aber es hätte mich mein Leben gekostet. Er brauchte nur feinen linken Arm zur Abwehr des Schlages aufzuhebcn und mir mit der Rechten das Messer ins Herz zu stoßen. Da ich aus Erfahrung wußte,, wieviel leichter man einen Hieb als einen Stoß parieren kann, beschloß ich schnell, mit dem letzteren mein Heil zu versuchen. Ragobah kam langsam auf mich zu wie eine Katze auf den wehrlosen Bogel, ^ch hob meinen Stock wie zum Schlage, und unwillkürlich hob auch er die linke .Hand empor und näherte sich mir. Jetzt war der .lugenblick gekommen; ich senkte meinen Stock bis zur -Höhe seines Gesichtes und machte einen kräftigen Ausfall nach vorn, iit< dem ich mich mit meinem ganzen Gewicht vorwärts warf. Die eiserne Spitze meines Stockes traf ihn, wie er sich vorwärtsbewegte, in die linke Augenhöhle und warf ihn geblendet und betäubt zurück. Ehe er sich so weit erholt hatte, daß er sich wieder zur Wehre setzen konnte, versetzte ich ihm einen Schlag über den Kopf, der ihn zu Boden streckte. Ohne mir die Zeit zu nehmen, mich zu überzeugen, ob ich ihn getötet hätte oder nicht, floh ich darauf Hals über Kopf in meine Wohnung. Worte vermögen nicht zu beschreiben, welche Seelenpein ich in dieser Nacht empfand. Zum erstenmal seit der schrecklichen Katastrophe hatte ict), Zeit, nachzudenken, wenn man den beständig sich erneuernden Andrang eines übermächtigen Schmerzes so nennen rann. Wahrhaftig, ich wundere mich, daß ich dabei nicht den Verstand verloren habe. Doch hielt mich der Gedanke aufrecht, daß ich versuchen müsse, Lona aufzuklären und zurückzugewinncn. Ich schrieb ihr einen Brief in den zärtlichsten Ausdrücken. Alle meine bisherigen Briefe hatten sie erreicht, jetzt kam keine Antwort. Ich schrieb nach einer Pause zum zweiten-, dann zum drittenmal, doch keine Silbe von Lona gab mir Nachricht, ob die Briefe in ihre Hände gelangt waren. Statt dessen erhielt ich durch einen Freund die Kunde von ihrer Vermählung mit Rama Ragobah! Nun war cs zu Ende für mich mit Lebensglück und Lebens- Hoffnung. Eine völlige Gleichgültigkeit hatte sich meiner bemächtigt, und cs war mir ganz gleich, ob ich noch länger auf der Erde weilen follte oder nicht. Liebe und Interesse für eine Person oder einen Gegenstand zu empfinden, war ich nicht mehr imstande, und wenn ich mir bewußt wurde, mit welcher kalten Teilnahmlosigkeit ich selbst an meinen Vater und an meine Mutter dachte, so kam ich mir wie ein fühlloses Ungeheuer vor. Ich suchte meinen Mangel an Zuneigung durch um so größere Rücksicht auf ihre Wünsche zu verbergen und gutzumachen, und so kam es, daß ich jetzt ohne Widerstreben ihren Heiratsplänen für mich nachgab. Ich war das einzige Kind, und !vie das in solchen Fällen oft geschieht, konnte mein Vater sich niemals an den Gedanken gewöhnen, daß ich schon seit längerer Zeit das Aller der Mündigkeit erreicht hatte. Seit meiner Knabenzeit ivar es sein Wunsch gewesen, ich sollte deine Mutter heiraten, und schließlich, als ich fast vierzig Jahre alt war, ging nun dieser Wunsch infolge meiner Gleichgültigkeit gegen alles, was mit mir geschah, in Erfüllung. Ich hatte deiner Mutter selbst offen erklärt, daß ich für niemanden auf der Welt eine warme Zuneigung empfände, aber das schien sie nur zu reizen, und ich glaube, sie beschloß, für ihre Person eine Ausnahme von dieser Regel zn werden. Unsere Heirat vollzog sich also, aber nur, um bald wieder aufgelöst zu werden. Wir trennten uns ohne Groll und sind, wie du weißt, bis zu ihrem Tode gute Freunde geblieben. Erst ein Jahr nach den Ereignissen auf dem Malabarhügel gewann ich es über mich, mit Deiner Mutter nach Bombay zurück- znkehren. Ich hatte gedacht, alles Feuer sei in mir auf immer erloschen, aber ach, wie tvenig kennen wir uns selbst! Noch waren keine zwölf Monate vorüber, und schon empfand ich ein unbe- 426 stinrmtes Weh — ein Gefühl, als sei etwas entsetzlich Unheilvolles — was, das wusste ich kaum — geschehen. Ich sagte mir, ich sei nun verheiratet und hätte meinem Weibe und der Gesellschaft gegenüber Pflichten zu erfüllen, versuchte auch mit aller Kraft, das Weh zu vergessen, cd nicht näher zu bestimmen und zu zergliedern. Aber der Wille war ohnmächtig. Das auf einem bis dahin unberührten Herde entzündete Feuer war weit davon entfernt, erloschen zu sein. Die Gesellschaft hätte ein wenig konventionelle Asche darüber gestreut, aber darunter hatte es nur um so besser seine Kraft bewahrt. Der Zug des .Herzens sprengt immer wieder die Fesseln des Zwanges. Eines Abends erhielt ich zu meinem größten Erstaunen einen Brief von Lonn, den Du unter meinen andern wertvollen Papieren finden wirst. Ich erkannte aus der Adresse ihre zierliche, kleine Handschrift und öffnete, heftig zitternd, den Umschlag. ES waren nur wenige Zeilen folgenden Inhalts: „Ich liege auf den Tod und habe Ihnen vieles zu erklären, ehe ich von hinnen gehe. Seien Sie großmütig und denken Sie nicht zu übel von mir! Halten Sie mit Ihrem Urteil zurück, bis Sie mich gesprochen haben. Sie müssen heimlich kommen, oder; man läßt Sie nicht zu mir! Folgen Sie genau meinen Weisungen, und Sie werden ohne Schwierigkeit zu mir gelangen. Gehen Sie sofort zu der Höhle auf dem Malabarhügel, pfeifen Sie dreimal, und es wird jemand erscheinen, der | ©ie ungefährdet zu mir führt. Folgen Sie ihm und vermeiden i Sie unter allen Umständen jedes Geräusch. Säumen Sie nicht | — es kann nicht mehr lange mit mir dauern. Lona." Ich nahm mir nicht einmal die Zeit, den Brief noch ein- I htal zu lesen oder mich zu fragen, ob dahinter nicht irgend ein Betrug lauere. Ich wußte nur, sie hatte mir geschrieben, sie war im Sterben, sie wollte mich sehen, — weiter bedurfte cs das war genug. Verwirrt und von einem sonderbaren Gefühl erfüllt, in den: sich Schrecken und Sehnsucht mischten, eckte ich zur Höhe, und erst während des weiten, einsamen Weges I landen meine Gedanken ein bestimmteres Ziel. Sie schlossen I M ?u dem einen unstillbaren Wunsche zusammen, in dieser Nacht endlich zu erfahren, was Sottet vor einem Jahre so wunderbar I und grausam gegen mich verwandelt hatte; ich zitterte vor Furcht, sre könnte sterben, ehe mir dies Rätsel gelöst worden war, das mern Leben so verhängnisvoll beeinflußt hatte. „Wie war es I '""glich — wie war es möglich?" fragte ich immer aufs neue, | nef;, tote oft hatte ich diese Frage schon vergeblich getan! ■— I und ie weniger ich auch jetzt eine Antwort darauf zu finden I wußte, um so glühender, brennender wurde in mir der Wunsch, I nun endlich diese peinvolle Ungewißheit beendet zu sehen. Bon der Hoffnung beflügelt, Lona wieder gegenüberzustehen, legte ich I '""3 önr Höhle zurück. Es war schon Nacht, als ich sie erreichte I — ebensolche Mondscheinnacht wie damals, als wir fast ein Jahr vorher zu unserer Hochzeit hatten entfliehen wollen, und jetzt I schlug das Hertz, das in jener Zeit oft so wild gegen das meine j gepocht hatte, langsam der Ewigkeit und ewigem Schweigen ent- ! gegen, und ich — ich hatte Aergeres erlitten, als den Tod. f°5 mich nach allen Seiten um, bemerkte aber keilt I menfchltches Wesen. Ich Mff dreimal, kein Ton antwortete mir. Noch einmal pfiff ich, Mit demselben Ergebnis Wo war mein Führer? Vielleicht befand er sich in der Höhle und hatte mich nicht gehört. Ich trat hinein, war jedoch kanm durch die etc^c ^Zangen, als dicht hinter mir eine Stimme sagte: I „J(t6e!t sie gepfiffen, sahib?" Tas Plötzliche und Seltsame dieser gespensterhaften Erscheinung so dicht hinter mir, daß ich den Atem des Sprechenden in meinem Nacken fühlte, ließ meinen Körper erschaudern. Nie werde ich dieses Gefühl vergessen! Oft I hübe ich seitdem von einer Hand geträumt, die aus deut Dunkeln I «fvnch nach mir führt, während dasselbe unaussprechi- I mem. dlut erstarren ließ, bis diese immer wieder- I holte Vorstellung sich als feste Ueberzeugung von etwas Unab- | anderlichem tief in meine Seele gesenkt hat. Während ich dies schreibe, weiß ich, das wird mein Ende sein, und seine Hand I And den Streich führen. Jeder Lebensfaden ist in besonderer Werse geknüpft und löst sich wieder aus seine eigene Art; bei | mir wird dies die Lösung sein. ., 2lls ich mich von der ersten Bestürzung erholt hatte, wandte ich mich um und schaute hinter mich. Da stand dicht bei mir, mit j letnctit gewaltigen Körper den engen Eingang sperrend, Rama j Ragobah, mein Nebenbuhler, dessen Gesicht ein schändlicher Triumph verzerrte! Ich war gefangen, und das von einem Manne, dem ich gern die Qualen der Hölle bereitet hätte. Ich tzwetfelie nicht, oaß meine letzte Stunde gekommen sei, doch mein oeind sollte nicht d-e Genugtuung haben, mich furchtsam zu sehen. Keine Spur von Angst ließ ich merken, und in der Tat, nach Ueberwmdung des ersten Schreckens sah ich meinem schein- | ^gesiegelten Geschick mit Gleichmut entgegen. Hatte ich nicht I mlbst ernstlich daran gedacht, mir das Leben zu nehmen? War es I offpnBar, daß Lona, deren eigene Handschrift mich ver- I lockt hatte, mrch rhrem Gatten in die Hände liefern wollte? Hatte ich vorher stlbst Hand an mich legen tvollen, so konnte doch jetzt - L- 6011 b/n Händen eines andern nichts Schreckhaftes haben! I ici) tun biefen (Utberti mit mit ins' SBctbetbcn ziehen können I rch würbe atlfgejauchzt haben bei dieser Aussicht. I trfd i oX'/? i-rx-p i,11 ~ „Sie haben diesmal, W, ^hren Stadt vergessen," sagte er, als er das lange Messer aus der Scheide zog und seine Schärfe prüfte. „Sie I harten s zu eilig, Sahib, als -sie das letztemal von mir gingen, fönst wurde ich jetzt nicht mehr das Vergnügen dieser Begegnung I HEM Seren .s.ie üh^Eugt, diesmal werde ich meine Arbeit I ürunmicher tun. Hinter Ihnen befindet sich ein Loch, in dem | süsser ist. Wenn Sie einen Stein hineintoerfen, so dauert j mehrere Sekunden, ehe Sie ihn aufschlagen hören, und die j \euie ia9en, das Wasser sei grundlos. Jchimöchte gern wissen, ob I Js A^sr ist, und Sie sollen einmal nachsehen. Natürlich, wenn die Gefchrchte wahr ist, kann ich nicht verlangen, daß Sie zurück- kommen und mir berichten; das wäre unvernünftig, Sahib." ^Lies fügte er mit einem ausgesuchten Hohn, der mich toll I "sachte, und als er ausgeredet hatte, fing er an, mir langsam I na herzurücken. Aber so stark ist der Instinkt der Selbsterhaltung I lck) nicht zweifle, ein Selbstmörder würde um sein I ^kben kämpfen, wollte ihm ein anderer den Strick um den Hals | ^e9en., Jedenfalls fühlte ich mich in diesem Augenblick ganz und I Wr nicht geneigt, mich von ihm in die Ewigkeit befördern zu j »Asbn. In der Absicht, Zeit zur Ueberlegung zu gewinnen, wie j 19 tym entgegen könnte, sagte ich zu ihm: „Warum verfolgest I Sie micy jo? drehen Sie nicht, daß ich! nur zur Selbstvertei- j ingung getan habe, was ich Ihnen etwa llebles zufügte? Sie suchteit den Streit, und ich griff nach dem einzigen Mittel, das mir I 8ur Verfügung stand, um mein Leben zu retten. Ich wollte Sie, I wie Sie wissen, nicht töten, was ich leicht hätte tun können, sondern I war zufrieden, unversehrt davvnzukommen. Ich —" „Bah", unterbrach er mich heftig. „Das hat nichts damit zu tun. Hatten Sie nur meinen Kopf verwundet, könnten Sie I memetwegen das Leben behalten, aber Sie haben mein Herz I Verwundet! Darum hasse ich Sie, und dafür müssen Sie sterben." (Fortsetzung folgt.) Da§ Römisch-Germanische Museum zu Mainz. Uns wird geschrieben: I Eine wissenschaftliche Exkursion nach' ■ Mainz machten am 4. und 5. ds. die Studierenden der Altertumswissenschaft an der hiesigen Universität unter Leitung der Professoren, die in diesem Fache hier tätig sind. Das Ziel war vor allem das Römisch- Germanische Zentral-Museum. Der reiche Wert dieser Sammlungen für das Studinm des Einflusses der römischen Kultur auf die deutsche ist ja weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Seither hatten aber die reichen Schätze des Mainzer Museums, die stetig durch neue Funde und Ausgrabungen zunehmen, int ehemaligen kurfürstlichen Schlosse in Mainz nicht entsprechenden Raum zur Verfügung, da sie sich mit einer Reihe anderer Sammlungen in die großen Säle des Schlosses teilen mußten. Die ungünstige Folge war, daß die Aufstellung des Vielen gedrängt, unter der Fülle der Einzelheiten der Neberblick bisweilen schwer zu gewinnen war. Seit lürzem ist darin em bemerkenswerter und erfreulicher Wandel eingetreten. Die meisten anderen Sammlungen der Stadt Mainz haben in anderen Gebäuden passende Unterkunft gefunden. Das kurfürstliche Schloß selbst wird jetzt seit einer Reihe von Zähren mit Reichshilfe unter sorgfältiger Schonung und Erhaltung alles vorhandenen ganz vortrefflich erneuert. In dem bereits fertiggestellten Teil des Schlosses nun, der seine volle Schönheit und seinen reichen Schmuck erst nach beendeter Erneuerung des ganzen prächtigen Baues Ivtrd zeigen können, sind dem Römisch-Germanischen Museum mne Menge der schönsten Säle znr Verfügung gestellt worden; darm stellt man jetzt die Sammlungen übersichtlich und wirkungsvoll auf. Wenn erst dieser Teil des Museums vollendet ist, wird Mainz ein Museum besitzen, das, was die .A,r Anordnung und Aufstellung angeht, hinter den größten deutschen Museen durchaus nicht zurücksteht. Nicht nur der Fachgelehrte wird einzig an diesem Orte eingehende • betreiben können, auch weiteren Kreisen wird vieles un Mainzer Museum interessant Vorkommen, werden die Anfänge unserer Kultur in dieser gefällig zugänglichen Form 427 wissenswert erscheinen; manche der Ausstellungsgegenstände und Wiederherstellungen sind geradezu künstlerisch schön zu nennen. Die Hauptzierde und der wertvollste Schmuck des Römisch-Germanischen Zentral-Museums in Mainz wird allerdings immer die gigantische, sigurenreiche Jupitersäule bleiben, das bedeutendste Denkmal römischer Skulptur diesseits der Alpen. Vorstand und Beamte des Mainzer Museums führten mit der größten Bereitwilligkeit die Gießener Studenten durch die Sammlungen und gaben in dankenswertester Weise eingehende Belehrung über alles Wissenswerte dieses bedeutenden Museums. Mit der gleichen Liebenswürdigkeit übernahmen die ersten Autoritäten die Führung durch die Stadt, die so reich ist an schönen alten Kirchen und anderen Kunstdenkmälern aller Zeiten, und zu den Resten römischer Kultur in der nächsten Umgebung der alten Römerfestung, der Stadtmauer und den malerisch gelegenen Resten der römischen Wasserleitung. Der Wert derartiger Exkursionen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Einerseits tragen sie zur notwendigen Bereicherung des Studiums bei durch die Anschauung und Erkenntnis dessen, was an alter Kultur in unserer Nähe erhalten ist, Dann , aber wird der Blick des Einzelnen geschärft und sein Sinn dafür geweckt, daß er aufmerksam wird auf die Reste alter Kultur an jedem Orte seines Wirkens. Wer derartige Belehrung und Anregung in sich ausgenommen, wird immer dafür tätig sein, daß alles, was irgendwo an wertvollem Gute alter Kultur zu Tage tritt, sorgfältig geborgen und dem Studium zugänglich gemacht wird. Es ist daher mit Anerkennung zu begrüßen, daß dieses Jahr zum ersten Male staatliche Beihilfe die bedeutenden Kosten der Exkursion mittrug. Seit einer langen Reihe von Jahren konnten diese Exkursionen nur dadurch ermöglicht werden, daß durch Vorträge der hiesigen Professoren der Altertumswissenschaft, Aufführungen der Studenten und freiwillige Beiträge ein einigermaßen genügender Fonds geschaffen wurde. Die dabei austretenden Schwierigkeiten stellten die Möglichkeit solcher Exkursionen ernstlich in Frage. So besteht nunmehr die Hoffnung, daß durch alljährliche Einstellung einer genügenden Summe in das Budget der Staat das Bestehen dieser verdienstlichen Einrichtung gewährlleistet wird, die eine Ergänzung der Universitäts-Institute und des Studiums darstellt; an den meisten deutschen Universitäten erfreuen sich denn auch diese Exkursionen ganz bedeutender staatlicher Unterstützung. Für- Altertumswissenschaft aber können solche Exkursionen mindestens benfelbeit wissenschaftlichen Wert und dieselbe Not- wendigkeit in Anspruch nehmen, wie die schon seit langem staatlich subventionierten Unternehmungen anderer Fächer an der hiesigen Universität. yamWümgs -Uochschukn. Die seit 2 Jahren durch das löbliche Vorgehen der Gießener Kreisbehörde ins Leben gerufenen Haushaltungs- Kochkurse finden überall großen Beifall, so daß auch andere Kreise bald nachfolgen werden. Noch mehr als in bcn ausgesprochenen Bauerndörfern sollten die Kochkurse namentlich in den Industrie orten Eingang finden. Hier tuts am meisten not, daß Mädchen und junge Frauen in der Kochkunst mehr Uebung und Erfahrung bekommen, als dies nach Lage der Umstände seither möglich war. Die jungen Mädchen besuchen, soweit sie im Hause entbehrlich sind, nach ihrer Konfirmation die Fabrik und bleiben in dieser Beschäftigung bis zu ihrer Verheiratung. Von einer Beteiligung an der Führung des Haushaltes kann kaum die Rede sein, noch viel weniger non der Erlernung der Kochkunst. Bei den jehigeir Teuerungsverhältnisseil kann sich die Familie glücklich preiseir, in der eine tüchtige Hausfrau mit wenig Mitteln eilt nahrhaftes und wohlschmeckendes Essen bereiten kann, und wo dies nicht der Fall ist, da geht der Haushalt doch rückwärts, auch wenn die Löhne steigen. Es sollte darum namentlich in den Jndustrieorten von den Ortsbehörden die Abhaltung solcher Kochkurse nicht verzögert, oder gar versäumt werden. Der Gedanke, den erwachsenen Mädchen auf dem Lande in Führung des Haushaltes schulmäßige Unterweisung zu geben, ist schon früher ausgetaucht ■ und von dem Geh. Oberforstrat Zaminer in Nr. 40 der Landwirtschaftlichen Zeitschrift vom Jahre 1839 ausgesprochen worden. Welchen Anklang die Anregung „für eine Unterweisung der Bauerntöchter in den zu ihrem künftigen Berufe gehörigen Haushaltungsgeschäften" bei der Landbevölkerung fand, geht aus einem Berichte hervor, der im Jahre 1844 auf eine Verfügung des Kreisamtes Gießen von dem damaligen Bürgermeister W. in K. abgefaßt wurde und der uns im Konzepte vorliegt. Der Bericht lautet: „Die Verfügung vom Großherzogl. Kreisrat zu Gießen wegen rubrizierten Gegenstandes ist mir zugekommen. Es ist nicht zu verkennen, daß der Wohlstand der Familie wesentlich von der Haus- srau abhangt, und es wird auch zum wahren Wohle führen, wenn alle Bauerntöchter in aller bäuerlichen Wirtschaft vorkommenden Arbeiten zur Tätigkeit, Ordnung, Reinlichkeit und Sparsamkeit angeloitet werden. Dies aber zur Ausführung zu bringen, scheint mir mit vielen Schwierigkeiten verbunden zu sein, wie Widerspruch, Eigensinn und Neid.' Wenn auch in jedem Ort, woran ich nicht zweifle, solche Frauen sein werden, die den guten Rus einer tüchtigen Hausiran haben, und die auch geneigt sind, die der Schule entlassenen Mädchen in der Haushaltung zu unterweisen, so möchten doch auch auf der anderen Seite Neid und Mißgunst es nicht zugeben, ihre Töchter einer anderen Frau aus dein Dors in die Lehre nnb Unterweisung zu geben. Indessen wäre meine Ansicht, für solche Mädchen, die im Alter von 16 Jahren und darüber sind und sich in Beziehung zum rubrizierten Gegenstand fleißig, reinlich, sparsam und sittsam zeigen, durch Belobigung oder ausgesetzte,Prämien aufgemnntert und ausgezeichnet werden, was andere wieder zur Nacheiferung antreiben soll." , Durch die treffliche Organisation der heutigen Kochkurse sind alle Schwierigkeiten, die Bürgermeister W. in seinem Berichte ins Feld führte, überwunden. Nicht Neid und Mißgunst können heute als Ablehnungsgrund ins Feld geführt werden, wohl aber mag es hier und da noch am guten Willen fehlen, die Hand zu reichen, wenn bessere Verhältnisse herbeigeführt werden sollen. * Aberglaube im kaiserlichen Hause. In welch lächerlicher Weise ausländische Zeitungen die gerrng- fügigsten Tatsachen ausbeuten, beweist eine Notiz des „Echo de Paris", die augenblicklich die Runde durch die Welt macht und angeblich von einem Mitglieds der Umgebung Kaiser Franz Josephs herstammen soll. Es soll in öftere. Hofkreisen bekannt sein, daß Kaiser Wilhelm II. einen Krieg deshalb unter allen Umständen zu vermeiden wünsche, weil zwei alte Prophezeiungen besagen, baß er der letzte Herrscher aus dem Hohenzollern-Geschlechte sein werde und ein Krieg seinem Ende gleichbedeutend sei. Die erste dieser Prophezeiungen sei in der Lehninschen Weissagung enthalten, die angeblich aus dein 13. Jahrhundert stammelt soll, von den Gelehrten aber fiir eine Fälschung aus dem 17. Jahrhundert angesehen wird. Sie wurde un Kloster Lehnin ausgesunden. Die zweite Prophezeiung^ die der ersten ähnlich lautet, soll in einem Mainzer Kloster entdeckt worden sein. Das französische Hetzblatt erzählt weiter, daß die Kaiserin von der Wahrheit differ Prophezeiungen überzeugt sei und daher aufs ängstlichste besorgt ist, dem Kaiser von jedem kriegerischen Vorhaben abzu- raten Auch sonst wäre die Umgebung des Kaisers bemüht, bei ihin den Glauben in diese Prophezeiung mit Eifer lebendig zu erhalten. * Ein Arzt, der 17000 Operationen a u - führte. In Battersea in England lebt ein Arzt, Eolmn Arthur Peters, der einen bemerkenswerten Rekord au Nationen aufgestellt hat. Diese Operationen waren durcyaus nicht einfacher, sondern größtenteils recht komplizierter Art und endeten, o Wunder, bis aus zwei Falle, in eenen die Patienten starben, äußerst glücklich. Londoner Blätter wissen nicht genug die geschickte und sichere Hand des Arztrs zu rühmen, umsomehr, als eine große Anzahl von ^ode^sacken narkotisierter Kranker in den Londoner Hospitälern in letzter Zeit Anlaß zu erregten Erörterungen gegeben hat. Infolgedessen wird jetzt eine schärfere Kontrolle in den Hospitälern ausgeübt, und auch gegen Peters wurde auf Grund einer unglücklich verlaufenen Operation eine Untersuchung em- aeleitet. Es handelte sich um einen, dreijährigen Knaben, der an Mandelanschwellung litt, und für die Operation nut Aethyl-Chlorid betäubt wurde. Die Operation hatte einen 428 . günstigen Verlauf genommen, und Dr. Peters wollte bereits das kranke Kind einer Krankenschwester übergeben — es waren vier Aerzte und drei Krankenschwestern zugegen — als er sah, wie der Knabe plötzlich im Gesicht weiß wurde und Krämpfe bekam. Das Kind konnte nicht Atem holen und drohte zu ersticken, weshalb sofort der Luftröhrenschnitt vorgenommen wurde. Trotz aller Maßregeln verstarb der Knabe. Eine Aerzte-Jury, die sich mit der Untersuchung dieses Falles befaßt hatte, erklärte, daß Dr. Peters keine Schuld träfe, und hierbei stellte sich das seltsame Faktum heraus, daß unter den 17 000 Operationen, die Dr. Peters vorgenommen hat, nur zwei tödlich Verliesen. "* Was gewisse Weiber lieben. In einer Chi- kagoer Tageszeitung erschien kürzlich eilte amüsante Annonce: „Ein a b s o l u t unfähiger, ziemlich ch a r a k t e r - loser Mensch, sechs Fuß hoch, dürr wie ein Streichholz, außerdem pockennarbig, sucht eine Beschäftigung. Ich bin ' 19 Jahre alt, sehe aber aus wie 25, habe kaum Elementarschulunterricht genossen, hingegen 22 verschiedene Berufe ausgeübt, und dies im Laufe von fünf Jahren. Aus Handelshäusern und Ministerialbureaus, aus Rechtsanwaltsoffices und Farmerschuppen hat man mich hinaus- geworfen, weil ich zu nichts zu geb rauchen bin. Ganz davon abgesehen, daß ich nichts kann und nichts bin, habe ich auch nichts — mit Ausnahme einiger schlechter Eigenschaften. Ich rauche nämlich, spiele und trinke. Ich bin also so ziemlich auf den Hund gekommen, bin das, was man eine verfehlte Existenz nennt, und glaube nicht, daß jemand ein besonderes Interesse an mir nehmen wird. Sollte es aber doch jemand geben, der es mit mir riskieren will, dann bitte ich um Mitteilung seiner Adresse. Ich werde mich ihm dann vorstellen. Ich persönlich kann nur jedem davon abraten." Amerika ist das Land der Paradoxe. Der Mann erhielt, der „Boss. Ztg." zufolge, einige Hundert Briefe, und nicht nur von Leuten, die ihm Beschäftigung anboten. Gegen fünfzig Frauen und Mädchen schrieben ihm, daß ein Mann, der so offen und ehrlich seine Fehler und Schwächen bekenne, „a good fellow" sein müsse, und daß sie lieber mit ihm durchs Leben wandeln möchten, als mit einem noch so fleißigen, streberischen Mustermenschen, der das Herz nicht auf dem rechten Flecke habe. ^Unseres Erachtens nach. „Diese Maßnahme ist unseres Erachtens nach nicht gerechtfertigt;" „meines Erachtens nach läßt sich da nichts mehr tun." Sollte man es für möglich halten, daß solche Fügungen und ähnliche, wie „meines Wissens nach" u. a., selbst bei hochgebildeten Deutschen immer wieder vorkommen?" Seit wann verbindet man denn „nach" mit dem zweiten Fall? Würde man auch etwa sagen: „nach meines Wissens?" Wie kommt man nur zu der doch eigentlich unglaublichen Nachlässigkeit, zwei Redewendungen, von denen jede für sich tadellos ist, so töricht zu verquicken? „Meinem Erachten nach" ist richtig, und „meines Erachtens" ist natürlich ebenso richtig wie „meines Wissens"; aber beides vermischt ist grundfalsch und muß unter allen Umständen vermieden werden. Das Vermittlungsglied für die unsinnige Wendung ivird die Fügung mit weiblichen Wörtern — „meiner Meinung nach, meiner Ansicht nach" — sein, in der man fälschlich den dritten Fall als zweiten ansieht. * Der siebenjährige Sohn eineö Gelehrten erhält englischen Unterricht, sinter den Vokabeln, die er in der ersten Lektion lernt, findet sich auch das Wort „highborn“ — hochgeboren. Am nächsten Tage schreibt der kleine Englishman an seinen abwesenden Vater eine Ansichtspostkarte und beginnt, nm seine englischen Kenntnisse in das rechte Licht zu sehen, mit den Worten: „Hochbornierter Herr Professor!" Bauernkraft. Der halbgebildete Städter dünkt sich hocherhaben über den einfältigeit Mann und merkt nicht, daß ihn derselbe den ungefügen, weltfremden Bauer des Gebirgs, verspottet seinerseits auslacht. Der wahrhaft Gebildete dagegen erkennt und ehrt die Naturkraft und sittliche Tüchtigkeit gerade jener vereinsamten Volksgruppen, die den härtesten Kampf ums Dasein führen, und denen dieser Kainpf eine stählende Schule ist, wenn sie auch blutwenig geschult sein mögen. Jede Nation, die nicht mehr eine gewisse Masse rohen Naturvolkes in ihren Gesamtkreis einschließt, ist ihren: Untergänge nahe. Kann sie sich aus sich selbst nicht mehr verjüngen, dann werden andere Völker über sie strömen, um sie wieder jung zu machen — aber freilich auf Kosten ihrer teuersten Besitztümer, ihres Stammes, ihrer Sprache, ihrer Sitte. Solange es aber Volksgruppen gibt, deren volle jugendliche Triebkraft noch halb im Schlummer liegt, gleich der Triebkraft ihres heimischen, vom Ackerbau noch nicht ausgesogenen Bodens, Volksgruppen, die irvch in den Flegeljahren ihrer Kulturgeschichte stecken wie die W e st e r w ä l d e r Bauern, solange soll man noch nicht vom Ende Deutschlands reden. Wenn die Mittagssonne der Zivilisation die Ebenen bereits versengt hat, dann wird von den külturarmen Berg- und Hochländern der Odem eines ungebrochenen, naturfrischen Volksgeistes wie Waldeslust wieder neu belebend über sie hinwehen. Aus Riehls „Land und Leute",. — Bauer oder G ro ßaru n d besitz e r von I. Jung- Darmstadt, 84 Seiten, drosch. 30 Psg,, herausgcgeben von Albcrt- Kuhlmcmn-Tarmstadt, im Kommisstönsverlag von Eduard Roether- Darmstadt. Die Kleine Abhandlung versucht das landwirtschaftliche Problem vom Standpunkt des liberalen Wirtschastsgedankens zu erfassen. Eine übersichtliche Einteilung in klar umgrenzte Abschnitte erleichtert wesentlich das Eindringen in den Gedankengnng des Verfassers. Alan kann Jedem, der ernstlich sich bemüht, zur Klarheit über die Lebensbedingungen unserer bäuerlichen Landwirtschaft zu gelangen, die Lektüre dieser Schrift empfehlen. Reife«. — Schwarzivald, Odenwald, Bergstraste, Heidelberg und Strastburg. Zwölfte Auflage. 1908. Mit 20 Karten, 10 Plänen und 1 Panorama. (Meyers Reisebücher.) Kartoniert 2 Mark, Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Unter unser» heimischen Gebirgen ist eins der besuchenswertesten der Schwarzwald, besonders wegen der Pracht seiner Wälder und der Großartigkeit seiner südlichen Täler, die manchem Alpentale an Schönheit nicht nachstehen, aber auch im Hinblick auf viel Eigenartiges, das die kernigen Bewohner in Sitte, Tracht und Wesen noch bewahrt haben. Wer im kommenden Sommer und Herbst dorthin seine Schritte lenkt, dem bietet sich in der soeben erschienenen 12. Auslage von Meyers „Schwarzivald, Odemvald, Bergstraße, Heidelberg und Straßburg" ein vorzüglicher Begleiter und vertrauenswürdiger Ratgeber. Beim Vergleich mit der vorigen Auflage finden wir nicht nur die wirtschaftlichen Angaben sorgfältig dürchgesehen und den veränderten Verhältnissen angepaßt, sondern auch in die Beschreibung sowohl des nördlichen, wie des südlichen Schwarzwalds eine Anzahl neuer Partien ausgenommen. Hier nennen wir z. B. die herrlichen Talschluchten der Wutach und Gauchach, die mit ihren Zugangswegen eingehend behandelt sind. An Plänen und Karten ist das Buch gleichfalls wieder bereichert: so begegnen wir jetzt ganzseitigen Textplänen von Darmstadt und Konstanz sowie einer neuen Karte des Rheinsalls bei Schaffhausen. Sehr vollkommen ist auch die Skizze der Alpenansicht vom Feldberg (Seebuck). Wir empsehlen das bewährte Büchlein und eine Wanderung in den Schwarzwald angelegentlich. Goldene Worte. Setz' dir Perrücken auf von Millionen Locken, Setz' deinen Fuß auf ellenhohe Socken, Tu bleibst doch immer, was du bist. Goethe. In mancher Hinsicht ists ein unnütz Wort: „Erkenne dich!" Viel vorteilhafter wäre: „Erkenn' die andern!" „Erkenne dich!" gilt nur, ivenn deine Lage Du klar erschaust und weißt, was du zu tun hast. Menander. Abstrich-Rätfel. Streicht man von den Worten: Austerninsel, Nagelhandlung, Namensvetter, Ovation, Haltestelle je zwei Silben ab und ordnet diese dann richtig, so erhält man eine in größeren Städten nicht seltene Veranstaltung. Gießen., W. S. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Tressen. Redaktion: P. Witiko. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.