1908 PI «SS TUaW WWWI DM ifl- Herr Lecoq. Kyimiiral-Roman von E. Gabor!au. Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Er unterbrach sich. Ein genialer Gedanke schoß ihm plötzlich durch den Kopf. Er rückte schnell einen Stuhl heran, legte eilt Zcitungsblatt darauf und sagte zum Mörder: Wollen Sie gefälligst; Ihre Füße darauf legen! Ter Mann versuchte sich zu strauben, aber der Direktor sagte mit Nachdruck: Oh! versuchen Sie keinen Widerstand. Hier haben wir die Gewalt! Ter Angeschuldigte gab sich zufrieden, legte seine Füße auf das Papier, wie Lecoq befohlen hatte, und dieser nahm ein Messer zur Hand und begann geschickt die Schmutzklumpen ab- gulösen, die an der Haut hafteten. An jedem anderen Ort, als in einem solchen Protokollzimmer hätte man ohne Zweifel über Lecoqs geheimnisvolles, sonderbares und zugleich groteskes Beginnen gelacht. Aber in diesem Vorzimmer des Schwurgerichts nehmen die unbedeutendsten Handlungen eine düstere Färbung an, das Lächeln erstarrt einem auf den Lippen, und man wundert sich über nichts. Uebcrdcm hatten alle Anwesenden, vont Direktor bis herab zum jüngsten Wärter, schon ganz andere Sachen gesehen. Es fiel keinem auch nur ein, Lecoq zu fragen, was er bezweckte. Es war klar, das; der Angcschuldigte vor der Gerichtsbehörde seine Identität zu verbergen suchte; wahrscheinlich hatte Lecoq ein Mittel ausgedacht, um dieselbe festzustellen. Er war übrigens schnell fertig geworden und hatte auf dem Jeitungsblatt eine Handvoll schwärzlichen Staubes gesammelt. Er teilte dies Häufchen in zwei Teile, von denen er den einen in ein Stück Papier wickelte und in die Tasche steckte, den andern reichte er dem Direktor mit den Worten: Ich bitte Sie, Herr Direktor, dies aufzubewahren, nachdem Sie es vor den Äugen des Angeschuldigten versiegelt haben, er darf nicht später behaupten können, das; dieser Staub vertauscht worden sei. L Der Direktor kam dieser Bitte nach, und wahrend er da^ „Beweisstück" in einem kleinen Säckchen verschnürte und versiegelte, zuckte der Mörder die Achseln und grinste. Lecoq glaubte jedoch hinter dieser zynischen Heiterkeit eilte wachsende Angst zu bemerken. ~ - . Dies war indessen nur ein kleiner Triumph für ihn, denn die weiteren Vorfälle bei der Durchsuchung warfen alle seine Erwartungen über den Haufen. Ter Mörder sagte kem Wort, alv mau ihm befahl, sich auszuzieheu und anstatt seiner blutbefleckte Kleider das von der Gefängnisverwaltung gelteserte Kostüm anzulegen. Keine Muskel in seinem Gesicht verriet, was tui seiner Seele vorging, während man an seinem Leibe die schmachvollen Rachsuchungen vornahm, die sogar hartgesottenen Verbrechern das Blut in die Wangen treiben. Er blieb völlig stumpf, als die Wärter ihm Bart und Haare kämmten, als sie m seiner Mund- höhle uachsahen, ob er dort ctiua eilte jener winzigen Uhrfedern versteckt hielte, womit man die stärksten Eisenstangen durchsägt, oder eines jener mikroskopisch kleinen Stücke Reißblei, dessen sich die Gefangenen zum Schreiben von Zetteln, sogenannten „Postillonen", bedienen, die in Brotkügelchen befördert werden. Die Einlieferungsformalitäten waren erledigt, der Direktor klingelte einem Wärter nnd sagte: Bringen Sie diesen Mann in die Einzelzelle Nummer 3. Man brauchte gegen den Mörder keine Gewalt anzuwenden. Er ging hinaus, wie er eingetreten war, dem Wärter vorausschreitend, wie ein alter Kunde, der seinen Weg kennt. WaS für ein Bandit! rief der Sekretär aus. Sie glauben? fragte Lecoq, durch das Gesehene verwirrt/ aber nicht in seiner Meinung erschüttert. Oh, daran ist nicht zu zweifeln! erklärte der Direktor. Der Kerl ist ganz gewiß ein gefährlicher Nebeltäter. Es kommt mir sogar so vor, als 'hätte er schon mal bei mir gewohnt... ich möchte beinahe darauf schwören! Diese in ihrem Fach durch und durch erfahrenen Leute teilte» also Gövrols Meinung; Lecoq stand mit seiner Ansicht allein. Er versuchte aber nicht, darüber zu streiten; was hätte das für einen Zweck gehabt? Uebrigens hatte man gerade eben die Witwe Chupin vorgeführt. Die Reise hatte ihre Nerven beruhigt, sie war sanfter geworden als ein Lamm. Mit schmeichelnder Stimme und mit Tränen in den Augen rief sie „die guten Herren" zu Zeugen auf für die himmelschreiende Ungerechtigkeit, womit man sie behandelte, sie, eine anständige, auf der Polizeipräfektur wohlbekannte Frau. Ohne Zweifel hätte man was gegen ihre Familie, weil mau schon ihren Sohn Polytc, eine so gute Seele, unter der Anschuldigung eines „Gelcgenheitsdiebstahls" hinter Schloß und Riegel hielte. Was sollte aus ihrer Schwiegertochter und ihre,» Enkelchen Toto werden, für die sie die einzige Stütze wäre! Aber als man sic, nach Eintragung ihres Namens und der Vornamen, wieder abführte, gewann ihre Naturanlage die Ober- hand und man hörte sie, kaum auf dem Korridor angekommen, auf den Wärter schimpfen. Vorläufig war nichts mehr zu tun; Lecoq war frei bis zur Aukituft des Untersuchungsrichters. Er ging zunächst tu den Korridoren und verschiedenen Zimmern herum, da man ihn aber überall mit neugierigen Fragen belästigte, so ging er auf bett Quai und setzte sich auf einen Prellstein neben der Torsahrt. , Er war sicherer denn je, daß der Mörder seinen wahren Stand verhehlte, andererseits aber ivar klar erwiesen, das; der Mann mit. bent Gefängnis und dessen Gebränchen vollkommen Bescheid wußte, daß er außerdem schlauer, tausendmal schlauer war, als Lecoq gedacht hatte. Welche Selbstbeherrschung! Welche vollkommene Berstellungskunst! Er hatte bei den unangenehmsten Untersuchungen nicht mit der Wimper gezuckt, und die besten Augen voll Paris getäuscht. , Ter junge Beamte wartete seit beinahe drei Stuudcn, trotz oec Kälte, so uitbeweglich wie der Prellstein, auf dem er saß, al? eine Halbkutsche vor der Torsahrt hielt und Herr d(Escorvas nebst seinem Protokollführer ausstieg. Lecoq sprang auf und Ue- auf ihn zu. 634 Meine Nachforschungen ans dem Schauplatz be3' Mordes, sagte der Richter zu ihm, bestätigen mich tu der Ansicht, dass Sie richtig gesehen haben. Ist etwas Neues cingctreten? Ja, Herr Richter, eine anscheinend unbedeutende Tatsache, die aber . . . Gur, gut! unterbrach der Richter ihn. Sie werden mir gleich im Augenblick Bericht darüber geben. Ich will vorher die Verhafteten summarisch vernehmen. . . eine reine Formsache für heute. Warten Sie also hier ans mich. Obwohl der Richter versprochen hatte, sich zu beeilen, rechnete Lccog doch darauf, mindestens eine Stunde warten zu müssen. Er hatte sich geirrt. Es waren noch keine zwanzig Minuten verstrichen, als d'Escorval wieder erschien — jedoch ohne seinen Sekretär. Er ging sehr schnell und rief schon von weitem dem jungen Beamten zu: Ich muss nach Hause, und zwar sofort. Ich kann Sie nicht anhören. Indessen, Herr Richter . . . Genug! man hat die Leichen der Opfer nach der Morgue gebracht. Passen Sie dort auf. Und: dann, für heute abend . . . ach, machen Sie, was Sic für gut halten. Aber, Herr Richter, ich müßte... Morgen, morgen! Um neun Uhr, in meinem Amtszimmer int Justizpalast. Lecog wollte noch etwas sagen, aber d'Escorval war schon in seinen Wagen gestiegen, hatte sich vielmehr hineingcworfen, und der Kutscher schlug auf das Pferd los. Tas ist einmal ein Richter! murmelte Lecog, der ganz verblüfft auf dem Quai stehen geblieben war; ist er denn verrückt geworden? Ta schoß ihm ein argwöhnischer Gedanke dnrch den Kopf: Oder sollte er vielleicht des Rätsels Lösung in der Hand halten, sich deshalb meiner Dienste entledigen wollen? Tiefer Gedanke war ihm so qualvoll, daß er eiligst wieder in das Gefängnisgebäude lief, in der Hoffnung, aus der Haltung des Mörders einige Anhaltspunkte gewinnen zu können. Er !eilte an dessen Zelle und legte sein Auge an das in der dicken Tür angebrachte Guckloch. Der Mörder lag auf der der Tür gegenüber an der Wand angebrachten Pritsche, das Gesicht nach der Wand gekehrt rind bis über die Ohren in die Decke cinge- wickelt. Schlief er? Nein; denn Lecoq beobachtete eine eigentümliche Bewegung, die er sich nicht erklären konnte, und die ihn daher beunruhigte. Er legte daher sein Ohr an die Ocssnnng und unterschied einen Ton, wie cht unterdrücktes Stöhnen. Kein Zweifel mehr! Der Mörder röchelte! Hierher! schrie Lecoq entsetzt. Zn Hilfe! Zehn Wärter eilten herbei. Mas ist los! Der Mörder da drinnen! Er bringt sich um! Man öffnete. Es' war Hohe Zeit. Der Elende hatte einen Zeugstreifen von seinen Kleidern abgerissen, um seinen Hals geschlungen, und erdrosselte sich mit Hilfe .eines ihm zugleich mit seiner Essenpurtion gebrachten Blcilöffels. Man holte den Gefäugnisarzt; dieser ließ dem Mörder zur Ader und erklärte, in zehn Minuten wäre es um den Mann geschehen gewesen, da die Erstickung schon fast vollständig gewesen sei. Als der Mörder wieder zum Bewußtsein kam,' sah er sich wie ein Wahnsinniger in seiner Zelle um, als sei er erstaunt, sich noch am Leben zu finden. Dann drang eine dicke Träne zwischen seinen angeschwollenen Augenlidern hervor und rollte über die Wange in seinen Bart hinunter. Man drang mit Fragen in ihn. Kein Wort. Da er nun ntat in E.inzelzelle gehalten werden soll, sagte schließlich der Arzt, und man ihm also keinen Gesellschafter geben darf, so muß ihm die Zwangsjacke angelegt werden. Nachdem er bei der Anlegung derselben geholfen hätte, zog Lecoq sich sehr nachdenklich und ganz schmerzlich bewegt zurück. Er ahnte hinter dem geheimnisvollen Schleier dieses Falles irgend ein furchtbares Trama. Aber was ist denn vorgefallen? murmelte er. Hat der Unglückliche geschwiegen, hat er dem Richter alles gestanden? . , . Warum diese Verzweiflungstat? . . . 13. Käpitei. Seeon schlief diese Nacht nicht, obwohl er seit mehr als vierzig Stunden fortwährend auf den Beinen war und sozusagen weder gegessen noch getrunken hatte. Was war der Mörder? Dieser Gedanke ließ ihn nicht zur ,iuhe kommen. Wer hatte recht oder unrecht: Gevrol, dem alle Beamten des Untersuchungsgefängnisses beistimmten, oder ttecoq, der mit seiner Meinung ganz allein stand? Gsvrols Ansicht gründete sich auf einen mächtigen Beweis: auf den Augenschein, der den Geist beeinflußt. Die Hypothese des jungen Polizei- manns beruhte nur aus einer Reihe von seinen Beobachtungen und Vernunftschlüssen, deren Ausgangspunkt ein einziger vom Mörder ausgesprochener Satz war. Trotzdem hatte Lecoq nach einem kurzen Gespräch mit dem! Sekretär des Untersuchungsrichters nicht den geringsten Zweifel mehr. Er hatte ihn am Ausgang des Untersuchungsgefängnisses getroffen, geschickt ausgefragt, und der brave Mann hatte ihm ganz harmlos alles erzählt, was in der Zelle zwischen dem Angeschuldigten und dem Richter vorgcgangen war. Dieses war sozusagen nichts. Ter Mörder hatte .Herrn d'Escorval nicht nur nichts gestanden, sondern er hatte alle Fragen auf die ausweichendste Art und mehrere gar nicht beantwortet. Der Richter hatte auch nicht darauf bestanden, ivcil dieses erste Verhör mir eine Formsache war. Was sollte man dann also von dem Verzweiflungsakt des Mannes denken? Aus der Gefäugnisstatistik geht klar hervor, daß „Gewohnheitsverbrecher" — wie der Fachausdruck lautet •— nicht Selbstmord begehen. Sie halten auf ihre Haut, sic sind feige, sogar weichlich.. Tas Scheusal Pullmann konnte sich während seiner! Haft nicht entschließen, sich einen Zahn ausziehen zu lassen, obwohl er solche Schmerzen darin hatte, daß er laut heulte und schrie. Der Unglückliche dagegen, der in einer augenblicklichen Verirrung ein schweres Verbrechen begangen hat, sucht fast immer! durch einen freiwilligen Tod den Folgen seiner Tat sich zu entziehen. Der mißlungene Selbstmordversuch sprach also sehr zugunsten von Lecoqs Annahme. Tas Geheimnis des Unglücklichen nmß furchtbar sein, sagte er sich, weil es ihm mehr wert ist als sein Leben, weil er versucht hat, sich zu erdrosseln, um dieses Geheimnis mit ins Grab zu nehmen. . . . (Fortsetzung folgt.) Arber CanMnst. Bon Karl Neurath.*) Der Tanz ist wie jede Aenßerung eines gesteigerten Lebens ein Ausdruck und ein Symbol der Freude, die in unserem rhythmisch bewegten Blute sitzt, um wie eine lauernde Katze ungestüm hcrvortzubrcchen, und wie ein Wirbelwind dahiuzurnsen in toller Gewalt. Denn das ist die Freude: eine Gewalt von unwiderstehlicher Wucht; sie ist Lebenstrieb, und all unser Arbeiten, all unser Mühen hat die Freude entweder als. Ursache oder als Zweck. Daher ist die Freude so alt wie die Welt; und so alt wie das lebendige Leben ist das innerlichste, naivste Ausdruck der künstlerischen Freude: der Tanz. Es wäre nun allerdings verkehrt, jeden Freudensprung gleich als Tanz zu bezeichnen, denn dazu macht ihn erst der Rhythmus der fortlaufenden Darstellung und die Freude am Ursachesein. Aber dieses impulsive Hüpfen aus der Freudeustimmnug des' Augenblickes heraus ist die Grundlage des Tanzes, den das erotische Element ausgestaltet und zur künstlerischen Höhe erhebt. Wir sehen das bei Tänzen der Naturvölker sowohl, als auch bei den gottesdienstlichen Tänzen der Negypter (Apistanz), der Inden (Tanz um das goldene Kalb), der Griechen (Dionysiest und Mhstherien) und auch bei unseren Gesellschaftstänzen. Bost den heutigen Tänzen, die ja noch teilweise symbolische. Bedeutung haben, kommt vor allem die beliebte Franyaise in diese Betrachtung, aber auch unser Walzer mit dem lüsternen wechsel- weisen Herausbiegen der Hüften, auf das K. Groos in feinest - „Spielen der Tiere" aufmerksam macht. Tanz. ist Gefühl, ist Lust. Tanz ist gesunde, frische Sinnlichkeit. Tanz ist plastische Umwertung und Darstellung der Freude. Denn auch das ist der Tanz: ein Rausch, der Schöpferkraft in sich trägt, wie alles andere künstlerische Schaffen. Schon vor dem Erscheinen des Menschen auf der Erde war der Tanz bei den Tieren zu einem hohen Grade von Vollkommenheit gediehen und ist hier, wie viele Tänze deü Naturvölker, als Bewerbungskunst anzusehen. Aus den über die Vogeltänzc angestellten Untersuchungen geht hervor, daß diese „tanzartigest Bewegungen" nicht nur „untergeordnete Mittel zum Zeigest schöner oder auffälliger Farben und Formen" sind, sondern daß ihnen auch eine selbständige erregende Wirkung zukommt. Der Tanz tritt uns hier also zweifelsohne als eine der vielen Bewerbungskünste der Vögel entgegen und hat mit dest Tänzen der Naturvölker, oder wenigstens mit ihrem größten Teile, *) Dieser Aufsatz ist ein knapper Auszug aus dem Schluß!- kapitel der seit Februar in der „Schönheit" erscheinenden „Kultur g e s ch r cht e des Tanze s" vom selben Verfasser. D. Red. 635 das gemein, das; cs das Ziel deS Männchens ist, seine Gewandtheit und seine Schönheit zur besten Geltung zu bringen. Allerdings gibt es auch bei den Naturvölkern, so bei einigen Stämmen an der Torresstraße, schon Tanze, die rein als Lustbarkeit an sich anzusehen sind. Sie bedeuten nur eine schickliche Gelegenheit zum geselligen Verkehr zwischen Jünglingen nnd Mädchen. Aber auch hier handelt es sich im Grunde genommen, genau wie heute noch bei uns, ebenfalls um eine Art Bewerbunas- knnst, wenn sie auch äußerlich verfeinert erscheint. Der Zweck der Veranstaltung ist eben, man verzeihe das harte Wort, eine Ausstellung von Mädchen, um sie im wahrsten Sinne des Wortes an den Mann zu bringen. Das hat nun eigentlich mit der Tanzkunst nichts zu tun, denn sie ist hier nur Mittel zum Zweck nicht Zweck. Aber bei diesen Festlichkeiten treten gewöhnlich die Tanzmeister des Landes mit neuen Tänzen hervor, und ihre technische Vollkommenheit bildet in Gemeinschaft mit ihrer individuellen Erfindung : Tanzkunst, der ihre Aufführung und Darstellung Endzweck ist. Daß diese Kunst nach Brot geht, tut ihr keinen Abbruch. Hier haben wir also ursprüngliche Tanzkunst: persönliche Darstellung einer Idee in Verbindung mit tüchtiger technischer Ausbildung. Nun gibt cs ja keinen bedingungslosen Unterschied zwischen primitiven Tänzen und anderen, denn das Verharren im Althergebrachten und das Suchen nach Neuem verbindet sich hier immer und überall, so daß sich manchmal gar keine Beziehungen zum wirklichen Leben mehr Nachweisen lassen. Der weitaus größere Teil hat jedoch Beziehungen zur Umgebung und zum wirklichen Leben, wie Tier- und Kriegstanze der Indianer u. v. a. Allen diesen Tänzen ist nun das gemeinsam, daß sie sich um einen wirklichen Mittelpunkt, wie z. B. den Marterpfahl oder dessen Phantom, um den Altar oder Tempel oder nm die Weiber herum- bewegen, «der auch um einen, bloß gedachten Mittelpunkt, wie. wir es bei den Reigen und Spielen unserer Kinder sehen können. Große und fördernde Pflege hat der Tanz im Mit gefunden. Dnrch die bei seiner Ausführung auftretende Extase — ich erinnere nur an die bekannten Derwischtänze, wo sie bewußte Absicht ist — erhielt er eine mysthische Färbung, die ihn zu etwas licberirdischem, den Göttern Wohlgefälligem machte. So betrachtet ihn nicht nur Plato, sondern auch der heilige Basilius als ein Geschenk des Himmels, und der Kirchenvater rät den Gläubigen, diese Kunst.zur Ehre Gottes recht eifrig zu pflegen. Das hinderte nieyt, daß spätere Kirchenväter ihn als Höllenwerk brandmarkten, obgleich er in der römisch-katholischen Kirche heute noch herrscht. Der Gesang und die Schreitbewegungen der Priester und der Meßdiener ist nichts anderes als ein letzter Rest der gottesdienstlichen Tänze, die int Christentnme auf jüdisch-griechische Einwirkung znrückznftihren sind. Auch die Echternacher Spriug- prozession gehört hierher. Die ursprünglichen Tänze werden alle mit einfacher Musikbegleitung ausgeführt, Harfe, Flöte, Pauke, Zimbeln. Das erhellt nicht nur aus Homer, sondern auch ans der Bibel. Die Musik hielt nur den Takt. Allmählich aber macht sie sich frei nnd saugte schließlich den Tanz ganz in sich auf. Sie ist dem Tondichter Hauptzweck geworden. Das ist vom Standpunkt der Musik aus, natürlich nur erfreulich. Aber selbst da, wo der Gedanke an die tänzerische Aufführung deutlich vorhanden ist, wie bei Lanner nnd den Straußen, erdrückt die Musik die Darstellung, ist die Musik schon Tanz, ist alle tänzerische Ausführung schon vollständig in Musik aufgelöst. So geschah es, daß der Tanz- künstler nicht mehr schöpferisch tätig sein fonntc, sondern daß er sich damit begnügen mußte, den musikalischen Tanz zu illustrieren. Unser Tanz soll aber soweit selbständige Kirnst sein, wie es etwa die Schauspielkunst ist, die ja auch mit gegebenen Werkelt rechnen Mitß und trotzdem ober gerade deshalb schöpferisch tätig ist. Mach dieser Selbständigkeit suchen wir jetzt wieder. Wir sind in dieser Beziehung genau so auf einem toten Gekeife, wie wir es nm die Mitte des vorigen Jahrhunderts mit der Baukunst waren. Weil uns die große Freude verloren gegangen ist, darum sind wir festgefahren. Weil wir anstatt der großen Freude nur das Vergnügen kennen. Wir haben fein Olympia. Wir haben auch keine Nationalfeste, die eine große Freudenfackel entflammen im 'ganzen Reich — wir haben Kirchweihen, Schützenfeste in Krähwinkel und Kuckucksheim, ein wirtliches Freudenfest fehlt uns. Wir „amüsieren" uns im engen und engsten Kreis. Wir haben noch keine Weite. Und nun müssen wir da aitfcmgen, wo frühere, freudigere Geschlechter aufgehört haben. Unser Tanz muß wieder Kunst werden, wie es' vor ein paar Jahren bei unserem Handwerk der Fall gewesen ist. Die wesenlose Schablone muß der Kunst weichen. So auch im Taitz. Die Versuche der Isidora Dunkan — Madame Madeleine scheidet von selbst aus — sind für uns nur Ausnahmen, gute zwar, wertvolle, für die wir ihr herzlich danken, aber doch nur -Ausnahmen. Ihrem Taitz als Unterricht fehlt die Freude, der Trieb, der lebendige. Er ist mehr Schule. Wenn es ihr Ziel geblieben wäre, uns zu zeigen, was die Griechen geleistet haben, mir dürften nur bewundern; nun sie aber eine Schule gegründet hat nnd darin d-cn griechischen Tanz zu unserem machen will, müssen wir uns verwahren. Wir greifen damit nicht ihre Kunst an sich an, die tu hohem! Grade schön nnd anmutig ist, sondern nur ihre Absicht, den griechischen. Tanr, zu unterem zu machen. Mit Archaismus ist uns nicht geholfen. Der griechische Tanz darf uns nur als Vorbtld dienen. Wir können daran lernen, wie Körper unb Geist ganz zusammen wirk«,! können, wenn sie zur Anmut, zur rhythmischen und metrischen Beherrschung aller Glieder erzogen sind, können uns daran sckuleu, aber unserer Eigenart müssen wir auch einen eigenartigen Tanz erfinden. Aber das eingehendste Studium kann nicht die Seele ersetzen, und die Tanzkunst der Dunkan ist nicht von Seele erfüllt ' Sie ift eine Mischung aus getanzter Wissenschaft und getanzter Bildhauerei, ein Tanz, dem der T rieb fehlt, der ihn einst geboren har. So ist ihr Tanz nur eine Nachahmung, und das darf unser Tanz nun mich wieder nicht sein. Deshalb ist der nanz der Dnnkan nur. eine Ausnahme, wie es der Tanz der Marte Taglioiti war, die int Jahre 1842 in Polladios „Antikem Theater" zu Vicenza Goethe, Sappho, Anakreon und Catull ge-- U 15t hat, wie Isidora Chopin tanzte. „ , DaS ist mm an sich gewiß kein Unding, denn wie Wagner se.tne Poesie in Musik anflößt, wie Klinger Beethoven plastisch oarstellt, so ist auch Chopin tänzerisch äusgeführt denkbar, nur darf dabei die Musik nicht entwertet werden; aber der Tanz darf auch nicht illustrieren. Ein großes Verdienst aber bleibt der Amerikanerin unbestritten. Sie hat uns wieder nachhaltig darauf hingewiesen, daß zum Tanz nicht nur die Beine gehören, sondern der ganze Körper und die ganze Hingabe des Tänzers. Sie hat wieder darauf hin- gcwiesen, daß der Tanzkünstler ebenso gehaltvoll sein kamt, wie wir es von jedem anderen Künstler fordern. Deshalb ist auch unser heutiges Ballett ein Unsinn. 'Auch ihm fehlt der Trieb, das individuelle Schaffen. Es ist Schablone, Gliedervcrrenkung — int besten Falle Gymnastik. Die Kunst ist zum Kunststückchen geworden. Auch hier „reden" nur noch die Beine. Wo die Arme Mitarbeiten, „plappern" sie nur hohle Phrasen; leere, eingelernte Gesten ersetzen anmutige Natürlichkeit. Das Gesicht zeigt ein erstarrtes Lächeln; wahrhaftig, man möchte die Gesichtsmaske fast wieder wünschen, die Maximilian Gardel, der Tanzmeister der Pariser Oper glücklicherweise beseitigt hat. Bon der einstmals vielgerühmten Künst ist nichts übrig geblieben, was au Knust erinnert; das technische Köiinen steht ganz allein da, in Pose, erhobenen Hauptes. . . ein Gefäß ohne Inhalt. Das, was den Tanz der Dunkan auszeichnet, das Sprechen aller Glie-der, aller Muskeln und Sehnen, das ist hier teils überhaupt nicht vorhanden oder es ist durch plumpe, ja häßliche Schuhe und lächerliche Trikots verdeckt. Der Tanz der Dunkan ist sinnlich, gewiß, im besten Sinne des Wortes, wies jede Kunst sinnlich ist, aber der Tanz des Balletts ist Nur lüstern, nur reizend. Er rechnet ganz beivußt ans die niederen Instinkte, die Jsidorens Tanz gav nicht aufkommeit läßt — weil er so urspriitglich, harmlos sinnlich ist. — Das Ballett ist das schlimme Gegenteil. Daß das Spiel der Spitzen unb Rüschen und Bänder seinen Reiz hat, iver ivollte das leugnen. Ebenso bei den Serpentintänzen! das Flattern, Fliegen, Bauschen der Gewänder, es ist nicht von der Hand zu weisen, aber das dürfte nur eine schöne Begleiterscheinung sein, nicht zur Hauptsache erhoben, nicht zu unlaiiteren' Spekulationen mißbraucht werben. So gehören denn auch die Serpentintänze einer Lose Fuller, die jetzt Salome tanzt, eigentlich gar nicht in diese Reihe, denn eS sind Tänze, die im Spiel von Gewändern, Schleiern und Licht- effekten ihre Aufgabe sehen und suchen. Aber die Sada Jacco gehört hierher mit ihrer Ausdrucksfä.higkeit, mit ihrer großen Linie, mit ihrer Konsegucnz und ihrer Selbständigkeit, die stark an den griechischen Tanz gemahnt, zumal beide mit nur geringem musikalischem Aufwand getanzt Würben. Und Irene Sanden und Rita Sacchetto gehören hierher und die drei Geschwister Mesental und die junge Olga Desmond, die aus dem Beginnet» der Dunkan die Folgest zieht und nackt auftritt. Die Amerikanerin und die Japanerin stehen sich eigentlich gegenüber. Hier eine äußerst gehaltvolle Musik mit plastischem; Tanz, ich möchte fast sagen mit aneinandergerwhlcn Skulpturen, dort einfache, primitive Musik mit einem malerischen Tanz; hier Stellungen, dort Fluß. Aber bei der Dunkan ist der Tanz mehr Selbstzweck, während er bei der Sada Jacco das weniger zu seist scheint. Die Saharet und die Guerrero endlich wollen in diesen Rahmen kaum noch passen. Es sind mehr AuSnahmefälle, bei denen das Künstliche, Gemachte so sehr mit Eigenart durchtränkt ist, daß es fast wie Natürlichkeit aussieht. Dabei ist ihr Tanz so übermächtig in seinem Temperament, daß er sich fast als eine Vollendung darstellt. Ein ganz anderer Typus scheint mir Freue Sanden zu sein. Sie tanzt zwar nicht mit primitiver Musik und tanzt auch iticht Chosnn, sie tanzt ihre Eigenart. Mit der Dnnkan hat sie gar nichts gemein. Sie lebt ihre eigene 'Seele in ihrem eigenen Tanze ans, so verschmilzt Musik und Tanz bei ihr in Eins. Und genau so ist es bei der Sacchetto und bei den Wiesental. Bei der Sacchetto, die ihre Tänze mit einer sehr gehaltvollen Musik begleiten läßt, kommt noch die stimmungsvolle Bühnenausstattung hinzu, um ihre tänzerischen Darbietungen zu einem! wahren Schönheitskultus -n. gestalten. Dabei führt sie die must- kalischen Absichten zu selbständigen Erlebnissen durch und ge- 638 stattet frei aus ityrtim retten Gefühl heraus lehendurchgluhte, blutvolle Bilder von entzückender! Schönheit und ungeinemem Keiz. Auch die Schulen Beginnen endlich einigen Wert auf ein rhytmischesi Und metrisches 'Beherrschen der Glieder zu legen. Das beweist, daß man vielerorts das Turnen mit Musikbegleitung abhält. Für die Tailzkunst selbst aber blerbt eben nur der Tanz- künstler von Bedeutung, von,dem man aber genau ,o viel ver- langen muß, wie vom Schauspieler. Daß c§ 7,iwg 1 rc£> ift, wiesen, aber der Schwierigkeiten sind viele. Nicht zu.eht werden die Leute vom Fach" und die Dilettanten zetern, aber das ist eben'nicht zu vermeiden. Und ... Keim tms des Körpers und Achtung vor seinen Darstellungsmöglichkeiten, ent ^h°res ntuii» italisches Gefühl und nicht zuletzt eine eigene Person ichken gehören dazu. Nicht zu vergeßen etne gewistenhaste, tüchtige Gchu- Lina Aber das alles ist noch lange nicht alles. . ^Beobachten wir uns doch selbst einmal. Wiwiel Menschen können denn überhaupt gehen! fast gar feiner. ote taUen-falt alle iuenn wir von unseren Schauspielern absehen, l-ud e^> gehörte doch eigentlich zur Erziehung, das Geheii-lernen, und em gebildeter Mensch müßte doch gehen können. Es, ist aber Nicht der Fall. Und ist doch gar nicht schwer, nur em klein wenig Wollen gehört dazu und ein klein wenig Eigenart. „Und doch gehen wir alle in Übereinstimmung mit unseren ^suhlen und Gedanken. Der Werliebte geht ander» wie der Gatte, bt.r —raurige anders wie der Fröhliche. n Und das ist in gewissem ötuue auch -tentg. Es ist die Umformung innerer Zustande in entsprechende Bewegungen des Körpers, in Gebärden. Tanz ist Gebärde. Und ,o ^ergibt sich von selbst ein weiteres. Tanz ist em „sich versenken m sich selbst, ist alleinsein mit sich selbst, ist eine Verzückung. Das bebingt nun wieder Naivetät, Natürlichkeit, so daß der Tanz wenn er sinnlich ist, und das muß er jein, ein natürliches, reine» uu- Man könnte behaupten, und es ist behauptet worden, die Tanzkunst sei gesunken, weil das Publikum ihre Feuiheiten lucht mehr verstanden habe. Nein, weil keine wirklichen Lanzkunstler da waren, darum hat man das Gefühl dafür verloren, st"d weiterhin, weil man dm Liebhabertanz, unseren Geiellfchaftstan!,. als Hauptsache angesehen hat, und weil der Tanzknnstler sich selbst oder vielmehr seine Kunst als Nebensache angesehen hat. Tanzkünstler sind ebenso selten tote andere Künstler, und so nahm man, in Ermangelung eines besseren Ersätze», die Halb- künstler die Techniker, die nichts Eigenes zu sagen hatten, als vollwertig an, wie es einzelne mit Madame Madeleine,getan hatten, deren Tanz doch auch nur tänzerisch illustrierte Musik ge- lt,e'%af' war eben der Fehler, daß man dm Tanz immer von der Musik ans bewertet hat, ihn kaum noch als eigene Kunst gelten ließ, und ihn so verlort Nun brauchen wir Künstler, die keine Skizzen,, sondern ganze, fertige Werke schaffen. Und dazu braucht es Personlichkeitm . . . und Freude. Freude an einem starken, diesseitigen Leben, tote es bei den Griechen war. Apollon und Dionysos müßen uns wieder segnen, Menschen müssen toir wieder werden, Menschen der Schönheit ilnd der Freude, die auf sich selbst gestellt mit zukunfts- freudigen Augen hinausfahren in das toogenbe Monnenmeer der Freude. _______ _ vermischtes. * Das Tektonhaus. Eine seltsame, bedeutungsvolle Neuerung auf dem Gebiete des Hausbaues stellt, so schreibt die „Bert. Volksztg.", das sogen. Tektonhaus des Architekten Baurat Karl Hengerer, Stuttgart, dar, das aus der Bauausstellung in Stuttgart errichtet wurde, und das zu seiner vollständigen Herstellung die unglaublich, kurze Zeit von nur zwei Tagen benötigte, eine Frist, die in Zukunft noch bedeutende Verkürzung erfahren soll. Das in Platten geformte Baumaterial wird fix und fertig angeliefert und bedarf nach erfolgter Zusammenfetzung keiner weiteren Behandlung mehr. Das technisch Bedeutsame der Sache ist jedoch in der Struktur des Baumittels zu suchen. Indem nämlich hier ähnlich wie bei dem schon länger geübten Vorgang des Eisenbetoubaues ein zugfestes und ein druckfestes Material kombiniert und so die Vorzüge beider m rationellster Weise ausgenutzt werden, entstehen die tragfähigen Bauteile der neuen Konstruktion durch Einbetten von Holz in eine künstliche, druckfeste, zugleich schützende Masse derart, daß bei gleichzeitiger Konservierung des vergänglichen Holzes seine Zug- und Biegungsfestigkeit für die auftretende Beanspruchung dieser Art nutzbar gemacht wird, während die Druckbeanspruchuug von der Umhüllungsmasse ausgenommen wird. * Im „Jahrhundert des Kindes". „Ich begreife sticht, Mama, wie du so häufig lächeln kannst." — „Ist denn dafür das Leben zu ernst?" — „Nein, aber zu fad." „Lust. Woche." Neue Bücher» ^Besprechung erfolgt narij Eine Verpflichtung zur Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt eingefanbtec Bücher wird nicht übernommen.) Paul Heyfe, Novellen, Band 19. . Stuttgart, Berlin, I. G. Cotta. W. Stu belli, Frühlingswehen, Roman. Leipzig-Gohlis» Bruno Bolger. G. Hildebrand, Herr mach uns frei! Leipzig-Gohlis/ Bruno Bolger. A. Wohlgemuth, Der Edelknabe, Schauspiel. Leipzig- Gohlis, Bruno Bolger. W. Häntzsch el-Clair mo u t, Mysterien des Isis, Drama. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger. N. Jordan, Khzikos, Komödie. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger. M. C. v. M a l a p e r t - N e n f v i l t e, Schottische Laud- 'chaftsbilder. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger. E. Stein, Wenn toir Dichter lieben —! Roman. Leipzig- Gohlis, Bruno Bolger. Th. Strasser, Wenn es tagt, Epos. Leipzig-Gohlis^ Bruno Bolger. M. D r e ß l e r j n n., Elisabeth, Tragödie. Leipzig-Gohlis/ Bruno Bolger. I. Fr iedricho iv i ez , Der verhängnisvolle Fund, Schauspiel. — Der Bund der Bier, Schauspiel. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger. B. Sasse, Rubbert und Jrmingarb, Ein Trauerspiel. Leipzig-Gohlis, Bruno Vvlger. E. Trampe, Serbin und Lecha, Tragikomödie. Leipzig- Gohlis, Brmw Bolger. M. v. S t r ü m p e l, Nervosität und Erziehung. Leipzig F. C. W. Bogel. Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. Wien und Leipzig, M. Hartlebeu. 31. Jahrg., Heft 1. Der heilige Garten, Beiträge zur Aesthetik der Kittd^ beit, 3. Jahrg., Heft 10 und 11. Leipzig, K. G. T. Scheffer. Leo Bloch, Soziale Kämpfe im alten Rontz Leipzig,- B. G. Teubner. A. H. Fried, Das internationale Leben der Gegenwart. B. G. Teubner in Leipzig. Ribot, Psychologie der Aufmerksamkeit. Leipzig, E. Maerter. Der Mensch und die Erbe. Herausgegeben von Hans Kraemer, Bong u. Co. . A. Bömel, Graf Ferdinand von Zeppelin, ein Mann dec Tat. Verlag von Johannes Blanke in Konstanz. Das Blaubuch, Wochenschrift für öffentliches Leben, Literatur und Kstust, begründet von Albert Kalthoff, herausgegebest von H. Jlgenstein und H. Kienzl. (Concordia Deutsche Verlags- Anstalt, übermann Ehbock in Berlin W. 30). . Sic. Dr. Paul Kal weit. Die Stellung der Religion im Geistesleben. („Ans Natur und Geisteswelt." 225. Band.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. P. 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' Sie beißt". Burlesker Schwank tn 4 Akten von Walter Mortier. Leipzig-Gohlis, Brtttto Bolger. Rätsel. Den nennt man so, der vieles kann und tveiB, Deut vieles sich erschloß durch Muh' und Fleiß, Und ohne Zweitel schätzt ihn jedermann. Doch stellt ein kleines Wörtchen man voran, So wird vom Weisen er gar leicht zum Toren, Demi die Bescheidenheit ging ihm verloren. Auflösung in nächster Nummer» Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Orb — Kor b. Redaktion! E. Anderson. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schert Universitäts-Buch- und Sleindrttckerei, N. Sange, Gießetr.