den November Wf 85SSB9J (QiejeüilQQ ' SHöss 8 Herr Lecoq. K>riminal-Roman von E. Gabor lau. Nachdruck Verbote«. (Fortsetzung.) Dia arme „Tugend-Toni" verstand keine Silbe von- diesem ganzen Abenteuer. Sie war. ihren Knaben an der Hand, auf ihrem Treppenabsatz stehen geblieben, neigte sich über das Geländer herüber und strengte Augen und Ohren an. Sobald sie die beiden Beamten bemerkte, die ebenso langsam wieder hinauf- stiegen, wie sie schnell hinuntergeeilt waren, lief sie ihnen entgegen und fragte: Um des Himmels Wille», was ist denn los? was bedeutet denn das alles? Mer Lecog war nicht der Mann, um seine Geschäfte in einem Korridor abznmachen, wo die Wände Ohren haben. Erst als er die Frau in ihre Dachstube hineingeschoben und die Tür wieder Verschlossen hatte, antwortete er ihr: Was los ist? Wir waren eben hinter eiitent Mann her, der an den Mordtaten in der „Pfefferbüchse" beteiligt ist. Er kam, in der Hoffnung, Sie allein zu finden, unsere Gegenwart hat ihn verscheucht. Ein Mörder! stammelte Toni mit gefalteten Händen. Wa- konnte er von mir wollen? Mer weiß? Es ist anzunehmen, daß er zu den Freunden Ihres Mannes gehört. Oh, bester Herr! Warum nicht! Sagten Sie uns nicht gerade eben selber, daß Polyte die abscheulichsten Bekanntschaften hat? Beruhigen Sie sich, das kompromittiert ihn nicht int geringsten. Sie haben übrigens eilt einfaches Mittel, ihn von jedem Verdacht reinzu- ivaschen. Ein Mittel? Welches? Oh, sagen Sie es geschwittd. Sie sind ja eine anständige Frau; also antworten Sie mir frei und offen und setzett Sie mich in den Stand, den Schuldigen fcstzunehmen. Kennen Sie unter all den Freunden Ihres Mannes Nicht welche, die des Verbrechens fähig gewesen »vären? Rennen Sie mir ihre Namen. Die Unglückliche zögerte augenscheinlich. Ohne Zweifel hatte sie oftinals schlimmen Beratungen beigewohnt, und man mochte sie unter furchtbaren Drohungen zum Schweigen verpflichtet haben. Sie haben nichts zu fürchten! fuhr Leeoq fort. , Niemals, das verspreche ich Ihnen, tvird man erfahren, baß Sie mir ein Wort gesagt haben. Außerdem werden Sie uns vielleicht nichts Neues berichten. Wir wissctt bereits recht viel von Ihrem Leben, ganz zu geschweige» der Mißhandlungen, die Sie von Polyte und seiner Mutter haben erleiten müssen. Mein Mann hat mich nieumls mißhandelt! sagte die junge Frau stolz. Ucbrigens ist das gattz allein meine Sache! Und Ihre Schwicgemtutter? Sie ist vielleicht ein bißchen heftig; int Grunde hat sie ei» gutes Herz. Warum denn in Teufels Namen haben Sie sich aus bei Schenke der Witwe Chupin geflüchtet, wenn Sie da so glücklich lebte»? „Tugend-Toni" war bis an die Haarwurzeln dunkelrot ge- worden. Ich bin aus anderen Ursachen weggelaufen! sagte sie. ES kamen viele betrunkene Männer dahin, und wenn ich mal allein war, kam es vor, daß innentb den Spaß ein bißchen weit treibe« wollte. Sie wollen sagen: ich hätte kräftige Fäuste. Das ist ja richtig; deshalb hätte ich mich auch vielleicht in Geduld gefaßt .... Aber wenn ich fort war, machten sich manchmal Leut« den dummen Spaß, deut Kleinen Branntwein zu trinken zu geben; einmal fand ich! ihn beim Nachhausekommen wie tot vor, er war ganz steif und kalt, und wir mußten den Doktor hole» lassen. Plötzlich schwieg sie, mit weit aufgerisseneu Augen. Alles Rot mar aus ihrem Gesicht gewichen, sie war leichenblaß geworden und schrie mit halberstickter Stimme ihrem Sohn zur Toto! Unglückskind! Lecog sah sich um und schauderte zusammen. Er hatte begriffen. Das Kind, das noch nicht fünf Jahre alt war, hatte sich auf Händen und Füßen an ihn heraugeschlichett und durchsuchte die Taschen seines Ueberzichers. Ein Taschendieb. . . , und zwar ein geschickter! Jawohl! rief die unglückliche Mutter unter strömenden Träne«. Jawohl, das kam auch noch dazu! Wenn ich den Kleinen mal aus dem Auge ließ, nahmen schlechte Menschen ihn mit in die Stadt. Sie gingen mit ihm irgendwohin, wo viele Menschen sind, und hatten ihn abgerichtet, diesen die Taschen zu durchsuchen und das Gefundene ihnen zu bringen. Wenn man etwas merkte, so entrüsteten sie sich ganz laut über den Jungen und schlugen ihn. Wenn aber niemand was gesehen halte, so gaben sie ihm einen Sou, um sich Gerstenzuckev zu kaufen, und behielten, was er gestohlen hatte. Sie schlug ihre Hände vor das Gesicht und setzte mit kaum verständlicher Stimme hinzu: Und ich, ich will nicht, daß mein Kleiner ein Spitzbube wird! Die arme Kreatur verschwieg, daß der Mann, der das Kind zum Stehlen abrichtcte, der eigene Vater war, ihr Mann, Polyte Chupin. Aber die beide» Polizeibeamten begriffen es wohl, und selbst ihnen schnitt dieses Weh einer Mutter ins Herz. Lecog wünschte daher diese peinliche Szene möglichst abzukürzen. Uebrigens bürgte die Bewegung der armen Frau für ihre Aufrichtigkeit.' Hören Sie, sagte er mit angenommener Barschheit, noch zwei Fragen, und ich lasse Sie in Ruhe. War unter den Kunden, die in ihrer Schenke verkehrten, nicht ein gewisser Gustave? Nein, Herr, ganz bestimmt nicht! Möglich Aber Lacheneur? Siemüssen doch Lacheneur kenuenl Jawohl, den keirne ich Lecog konnte einen freudigen Ausruf nicht unterdrücken. Endlich hielt seine Hand, so dachte er, ein Ende des Fadens, der ihlt zum Licht, zur Wahrheit leite» sollte. Und was ist das für ein Mann? fragte Lecoq lebhaft. 690 — Oh, das ift ein ganz anderes Herr, als die Leute, die sonst xu meiner Schwiegermutter zum Trinken komnien. Ich habe ihn Nur ein einzigesmal gesehen, aber sein Gesicht ist mir im Gedächtnis geblieben. Es war an einem Sonntag. Er war in eitlem^ Wagen, der dicht am freien Felde hielt, und er sprach mit Polyte. Als er wieder abgefahren war, sagte mein Mann zu mir: „Sieh dir mal den Alten da an, der wird unser Gliick machen!" Meiner Meinung nach sah er aus, wie ein recht anständiger Herr. . . Genug! nuterbrach Leeoq sie. Jetzt, meine gute Frau, handelt es sieh darum, das; Sie vor dem Richter Ihre Aussage machen. Ich habe einen Wagen unten. Nehmen Sie Ihr Kind mit, wenn Sie wollen, aber beeilen Sie sich. Kommen Sie schnell, kommen Sie! 26. Kapitel. Segmüller war einer jener Beamten, die mit Leib und Seele in ihrem Berns aufgehen. Man kann sich also denken, )uie sehr der ihm nuvertraute geheimnisvolle Vorgang in der Schenke der Witwe, Chnpin seinen Geist beschäftigte. Er fand dabei alles, was sein Interesse auf das höchste anstachelte: ein großes Verbrechen, dunkle Nebenumstände, ein undurchdringliches Geheimnis, das die Opfer lind den Mörder umhüllte, und endlich das seltsame Benehmen eines rätselhaften Angeklagten. Auch das romanhafte Element fehlte nicht; es war vertreten in den.Personen der beiden Frauen, deren Spuren man verloren hatte, und des unfaßbaren Komplizen. In der Ungewißheit eines glücklichen Erfolges lag noch ein weiterer Reiz. Ein bißchen Eitel ist wohl jeder Mensch, und Segnnillev dachte, der Erfolg würde nm so ehrenvoller für ihn fein, je größer die Schwierigkeiten gewesen Wären. Und er hoffte ans einen schließlichen .Sieg, besonders mit der Beihilfe eines solchen Mitarbeiters wie Leeoq. Ter Tag hatte eine harte, erschöpfende Arbeit gebracht; trotzdem dachte Segmtiller nicht daran, es an dieser Mühe genug sein zu lassen und seine Amtssorgen auf den nächsten Tag zu verschieben. Er beeilte sich bei seiner Mahlzeit und hatte kaum den Kaffee geschlürft, so saß er schon wieder am Schreibtisch. Er hatte bnS VerhörSprotokoll des angeblichen Jahrmarktskünstlers mit nach Hause genommen und studierte es nun, wie etwa ein Ingenieur um eine belagerte Festung he rumfchl eicht, um deren schwache Stellen auszuspähen. Er analysierte jede Antwort, prüfte Wort für Wort, jeden Ausdruck, ob er nicht irgendwo eine entscheidende Frage anbriugen könnte, durch die er, gleichsam wie durch eine Miene, Bresche in das Verteidigungssystem legen würde. Ein guter Teil der Nacht verstrich bei dieser Arbeit; trotzdem )var er am anderen Morgen früher aus dem Bett als für gewöhnlich. Schon um acht Uhr loar er angekleidet und rasiert, hatte seine Akten geordnet, feine Tasse Schokolade getrunken und machte sich auf den Weg. Er vergaß, daß die Ungeduld, die ihn verzehrte, nicht auch in "den Adern der anderen kochte. Doch" merkte er dies bald genug. Im Justizpalast war man kaum erst aufgewacht, als er ankam; es waren noch nicht einmal alle Türen üufgeschlossen. Ta er etwas mit dem Staatsanwalt zu besprechen hatte, so begab Segmüller sich zunächst nach dessen Amtszimmer. Es war noch Niemand da. Aergerlich ging er in sein eigenes Kabinett, wo er fortwährend auf die Wanduhr sah; er wunderte sich, wie langsam die Zeiger vorrückteu. Zehn Minuten nach neun erschien Äoquet, der lächelnde Protokollführer, und wurde mit einem: Ah, da sind Sie ja endlich! empfangen. Der Ton des Ausrufs ließ keinen Zweifel über die Stimmung des guten Untersuchungsrichters. Dabei kam Go- quet eigentlich- früher als gewöhnlich! Bon Neugierde getrieben, hatte er sich auf dem Wege zum Bureau befonders beeilt. Er wollte sich entschuldigen, Ausreden Vorbringen, abev Segmüller fuhr ihn dermaßen an, daß. ihm die Lust verging, noch ein Wörtchen zu sagen, Ahaf dachte er bei sich selbst. Der Wind bläst heute morgen von der schlimmen Seite her! Und mit philosophischer. Ruhe zog er seine Schreibärmel von schwarzem Glanzkattun über-, setzte sich an seinen kleinen Tisch und vertiefte sich in das Schneiden seiner Federn und die Zn-'" richtung des Papiers. Im Grunde seines Herzens ärgerte er sich aber doch. Am Abend vorher hatte er mit seiner Frau über den rätselhaften .Angeklagten geplaudert, und da waren ihm verschiedene Ideen gekomm-m, die er dem Richter gerne vorgelegt hätte. Die Gelegenheit wäre schlecht gewählt gewesen. Herr Segmüller, sonst die Bedächtigkeit und Ruhe selber, war kaum wiederzuerkennen. Er ging in seinem Kabinett hin und her, fetzte sich, sprang wieder aus, fuchtelte mit den Armen in der Luft herum-, kürz, schien es Nicht, ans seinem Platze aushalteu zu können. Ensichieden, sagte der Sekretär bei sich; das Knäuel will srch nicht entwirren lassen. Mais Sache steht sehr gut. In diesem Augenblick war er entzückt darüber; er war entschieden für den Angeklagten, so sehr hatte ihn des Richters Benehmen gefuchst. Bon halb zehn bis zehn klingelte Segmüller dem Gerichts- boten nicht weniger als fünfmal und richtete immer wieder dieselben Fragen an ihn: Sind Sie ganz sicher, daß der Kriminalschutzmanu Leeoq nicht dagewesen ist? Erkundigen Sie sich! Es ist gar nicht möglich, daß er nicht wenigstens jemanden geschickt hat. -Oder er muß mir geschrieben haben. Jedesmal mußte der Bote antworten: Niemand ist dagewesen, und ein Brief ist auch nicht gekommen. Schließlich wurde der Richter ganz wütend. „ Kann man so was begreifen! knurrte er. Ich sitze wie auf glühenden Kohlen, und so ein Schutzmann erlaubt sich, mich warten zu toffem Wo kann er bloß hingegaugen sein? Endlich befahl er deni Gerichtsdiener, nachzusehen, ob er Leeoq nicht in der Nachbarschaft, etwa in irgend einer Kneipe fände; er möchte ihn suchen und schnell, ganz schnell Herdringen. Als der Diener fort war, schien Segmüller seine Ruhe wie- derzusindei' (Forlfetznug folgt.) Dsr Uamps des Hauses Hessen mit der DeuWMens- ksmmeM Schiffenberg um die kaudeshstzeitüchen Rechte. In der alten hessischen Hauptstadt Marburg hatte im Jahre 1233, bald nach dem Tode der heiligen Elisabeth, der deutsche Ritterorden feinen Sitz ausgefchlagen. Hier widmete er sich in den Anstalten der hohen Stifterin der Armen- und Krankenpflege. Bald sah der Orden, mit Schenkungen reichlich bedacht, feinen Besitz mehren. Im Jahre 1325 ging an ihn auch das ehemalige Augustinerklvster S ch i f f e n b e r g bei Gießen über. Diese neue Ordensniederlassung suchte gleichfalls, durch fortwährenden Ankauf von Gütern, ihren Besitz abzuruuden. So stellte die ganze B a l l e i Hessen am Ende des 15. Jahrhunderts bereits eine politische und wirtschaftliche Macht dar. Am Anfang des 16. Jahrhunderts konnte sich die Ballei formell als re ichsu »mittelbar betrachten, wenn auch die „Geineng- lage" ihres töebietes die Behauptung dieser Ausnahmestellung im Lande erschweren mußte. Die Einführung der Reformation innerhalb der hessischen Ordensgebiete vollzog sich ruhig und glatt, nachdem der Hochmeister Albrecht in Preußen mit seinem Heber (ritt vom alten' zum neuen Kultus ein Beispiel gegeben hatte. Als 1532 die Gemeinde Leihgestern die Abschaffung der Messen von Schiffenberg verlangte, wurde von Marburg aus sofort verfügt, „statt der 3 Messen zwo evangelische predige halten lassen zu follen".- Die Reformation ist von dem Orden selbst ausgegangen. Es ist dies zu beachten, da man geneigt ist, den Grund der Spannung, die bald nach der Reformation zwischen dem Orden! und dem Landgrafen Philipp dem Großmütigen eintrat, in gewaltsamen religiösen landesherrlichen Bedrückungen zu suchen. Das religiöse Moment scheidet bei den Jahrhunderte lang währenden Streitigkeiten ganz aus; es ist nur die territoriale Frage, um die es sich dabei handelt. Landgraf Philipp betrachtete den Orden als adlige H i n t e r s a s s e n. Und in der Tat hatte derselbe auch bereits ohne Widerspruch gewisse Verpflichtungen wie der Adel übernommen. So finden wir bei dem Heereszuge, den Philipp im Jahre 1534 zur Wiedereinsetzung des Herzogs von Württemberg unternahm, den hessischen Landeskomtur im Felde. Durch die persönliche Feindschaft zwischen Philipp und dem LandeMmtur Wolfgang Schutzbar, gen. Milchling, spitzten sich die Verhältnisse so zu, daß dieser wegen Beeinträchtigung der Ordensrechte die Reichsstände gegen Hessen anrief. Philipp ging auch wirklich mit dem Gedanken nm, den Orden zu säkularisieren. Seine Gefangenschaft setzte seinen Zielen- ein Ende. Sie war für den Orden eine Zeit des Triumphes. Bei Philipps Demütigung in Halle 1546 war auch der Deutschordensmeister zugegen. So konnte dem inhaftierten Landgrafen Philipp zu Oudenarde in Flandern am 16. Juni 1549 ein Vertrag abgezwungen werden, der dem hessischen Landesherrn die Oberhoheit über den Orden entzog. Durch den Passauer Vertrag 1552, der den Vertrag von Oudenarde annullierte, begannen die Streitigkeiten von neuem. Durch den Carl ft adte r Vertrag vorn 18. März 1584, der zwischen dem Ordensmeister Heinrich von Bobenhausen und den Landgrafen Wilhelm, Ludwig und Georg von Hessen abgeschlossen wurde, wurde der Orden im wesentlichen dem landsässigeu Adel gleichgestellt. Der Carlstädter Vertrag bedeutete nur einen vorläufigen Waffenstillstand ; denn noch zwei Jahrhunderte versuchten der Lan- deskomtur und der Komtur zu Schiffenberg, sich der fürstlichen Oberhoheit Lw entziehen. Die viel umstrittene Frage wegen Iw- — 691 - erkennuNg der Reichsunmitielüarkeit der hessischen Kommenden! sand erst ihre Lösung, als am 24. April 1809 der Kaiser der Franzosen, Napoleon L, die geistlichen Stifter, rind so auch die Ordenskommenden säkularisierte. Der Rechtsstreit Mischen dem Hause Hessen und Schissenberg beschäftigte fortwährend Kaiser, Reichstag und Reichskammergericht, ohne jemals zum Airstrag gekommen zu sein. Hefsen- Darmstadt suchte die seitens des Ordens vorgebrachten „Grav'a- miua" zu widerlegen, indenr es sich stets auf den Carlstädtcr Vertrag von 1584 stützte. So sind denn auch in praxi trotz des Einspruches die hessischen Landeshoheitsrechte der Kommende v Schiffen berg gegenüber bis zu Ende des 18. Jahrhunderts ausgeübt worden, wie sich aus dem folgenden int einzelnen ergeben wird. Es handelte sich dabei um die Ableistung des Huldigungseides, die Ausübung der Gerichtsbarkeit, das Erscheinen auf den Landtagen, die Beitrags- pf licht zu. den Landes- und Reichs steuern, das Jagdrecht, die Beachtung der hessischen Kirchcn- v r d n u u g. Schon 1567 hat der Landkomtur v. Rehe Ludwig dem Aelteren zu Marburg im Beisein seiner vier Brüder und des kursäch^ sischeu Gesandten den Huldigungseid geleistet. Nachdem Ludwig V. von Hessen-Darmstadt für die Erbfolge das Er st- geburtsrecht eingeführt halte, hat der Schiffenberger .Komtur Joh. v. Liederbach nebst den Prälaten und Rittern dem Landesherrn und feinem ältesten Sohne Georg Treue geschworen. Außerdem bestätigt derselbe Komtur u. a. in einer Urkunde, daß schon vor 1611 von den; Orden das „Homagium" (Huldigungseid) geleistet worden fei. 1616 wurde nach einer Urkunde, die von dem Komtur v. Liederbach niit der Ritterschaft unterzeichnet ist, das 1611 geleistete Gelöbnis mit der Versicherung wiederholt, „allem dem, lvas das fürstliche Testament besage und ihnen befehle, so viel sie anbelange, getreulich und gehorsamlich nachzukonimen < und zu geloben, und die respektive zu Administratoren, Tutoren und Curatoreu verordnete Chur- und Fürsten (bei der Minderjährigkeit des Erbprinzen), und sonsten niemand, dafür gesamlich zu ehren, anzusehen, zu achten und zu respectieren, auch der- gestalten Ihnen sämtlichen Chur- und Fürstlichen Gnaden hold, treu und gehorsam zu sehn, wie gehorsamen, getreuen Land-Ständen u n d U u t e r t h a n e n wohl an- st eh et, auch von Rechts w eg en gebührt un d oblieget, g e t r e u l i ch u n d o h n e Gefährd e". Ebenso haben sich 1624 die Landkomture Friedrich von Hörde und 1648 Georg v. Habel zu einen: Gleichen „mit Hand gegebener Treue" an Eidesstatt verstanden. Bis in das 18. Jahrhundert hat Hessen- Darmstadt die Huldigung vom Schiffenberger Konctur verlangt, denn nach den „G i e ß e r A in t s r e ch u u n g e n" hat der Komtur Freiherr v. Diemar 1747 eine Strafe von 300 ff. erlegt, weil er der Erbhuldigungspflicht nicht entsprochen. Ebenso sind 1742 von den der Kommende Schiffenberg zustehenden (Gefällen 100 ft. an Strafe eingehälten worben, „weil die Ordensbedienten den Huldigungseid nicht vollziehen wollen". AuS den Akten über Schiffenberg ist ersichtlich, daß der Komtur daselbst wegen „s eines l a n d s a s s i g e n Verhalts" der La ndesg erichtsb arkeit in „realibus und persona- libus" untergeben toar, und ebenso wenig waren auch seine Hof- leicte und Hintersassen davon befreit. Der Komtur betrachtete sich freilich nicht »IS ,,Heegstöcke am Schiffenberger Weg behauen", worauf dw)er vor- geladcn worden, sich auch durch seinen Anwalt Heinrich Flügel k hat vertreten lassen, der „der Sache biß zu Enb-lirtheil av- gewartet". 1658 ist, als die Gemeinde Watzenborn sich beklagte, daß der Förster zu Schiffenberg, Heinrich Schmitt, „etuett ge--. wissen Baum" abgehaucn, derselbe auf die ergangene Zitation zu Gießen erschienen und „hat seine Verantwortung getan . 1710 hat in Sachen Tobias Kiwcker von Butzbach gegen die Kommende Schiffenberg „wegen eines mit deni Komtur v. War- teusleben getroffenen Schaafhandels" die Kommende ber fnrft- licher Regierung zu Gießen sich „eingelassen und sind $ulegt die Akten ad impartiales versendet worden". In Sachen Osterwald gegen den Komtur von Schiffenberg „eine Leyh und anderes jelr." hat letzterer chich ordentlich eingelassen und Urteil gehört; darauf die Sache nach emgewanbier Appellation an' das Kais, Cammergerrcht und vön diesem an die vorigen Richter hinwiederum verwiesen". Von den „Richtern und Schöpfen des sürstlich- hesslichen Hüttenberg,scheu Landgerichts zu Langgöns" wird unter oent 11. Juni 1726 bescheinigt, daß „von Menschen Gedenken! her vor Amt, als Gericht daher, die Beständer selbst und Dienst- boterl des Tentsch-Ordens Neuhof zu Lcigestern (N. toar eine Besitzung von Schiffenberg) auf bescheheue Citation nicht allein! sistiert und Verhör gepflegt, sondern and) nach Befund der Sache Bescheid angenommen, und sich ordentlich ab)trafen lassen". Nach den „Gießer Amtsrechmingen" sind von Angehörigen der Kommeiide Schiffenberg nach rechtsgültigem Urteil folgende Strafen bezahlt worden: 1705: 75 fl. von 3 komturischen Bedienten, welche im Walde die Watzenborner Untertanen geschlagen; 150 ft. von dem Obersten v. Wartensleben (Komtur), „weil er sich bei der Schlägerei im Walde auch interessiert"; 150 fl. von dem Schiffenberger Syndikus Dr. Hast, „daß er sich mit widerrechtlicher Examinierung itnb Coudemnation derer fürstlichen Untertanen zu Gefängnis ivider besseres Wissen und Gewissen eingelassen und auch sonsten beh der gangen Sache übel ausgeführet"; 10 fl. von dem Förster zu Schiffenberg, „daß er Caspar Hiltzen in der Gießer Gemarckung gepfändet nnb geschlagen". 1711; 50 fl. von Joh. Peter Schleich, Förster auf dem Schiffenberg „ivcgen Verschonung des Peinlichen Prozesses", 1716: 5 si. von dem Ordensförster zu Schiffenberg, weil er Ludivig Wallbott zu Watzenboru, „alß dieser einen Wald-Frevel verursacht, verwundet". 1721: 20 ft. von Dr. Meyfsart, Syn- bibtS auf deut Hause Schissenberg, „daß er ein von der fürstlichen Commission ihm insinuiertes Schreiben nicht angenommen- sondern zum Fenster hinausgeworfen". 1725: 5 fl. „von dorn Hofsiuann aufsm Nenhosf, iveil er einen Leyermann nnb Tantz gehalten"; 1 fl. von dem Knecht und der Magd desselben, „daß sie getantzet". 1726: 2 fl. 15 alb. von „dem Schiffenberger Commend-e-Müller, daß er auf einem Sonntag gemahlen". Die Zugehörigkeit des Schiffenberger Komturs zum Prälatenstand verpflichtete ihn zum Erscheinen auf den h e s s i s ch e n Landtagen. In der Druckschrift: „Historisch-diplomatischer Unterricht nsw." von 1751, die sich zur Aufgabe machte, des deittschen Ritterordens „von den ätteftcn Zeiten hergebrachte, nun aber seit ziveihuudert Jahren hart angefochtene Jmmedietät, Exemtion und Gerechtsame" den hessischen Schrift- stellern gegenüber, „die solche in Zweiffel ziehen und das Publicum irre macken wollen" zu verteidigen, bezeichnet der Verfasser die Einladung der Komture zu den Landtagen als „anmaßlich". Er bezweifelt, daß die Komture wirklich erschienen seien, und wenn dies der Fall, so sei dies nicht „aus Schuldigkeit" geschehen. Daß die Aufforderung der Landesfürsten an die Mm- ture gleich den übrigen Landständen auf den Landtagen zu erscheinen, keine Anmaßung war, beweisen die Earlstädter und Marburger Bestimmungen von 1584 und 1680. Im zweiten! Paragraph des Carlstädter Vertrags heißt es: „Wemt sich solche Fälle begeben, das ein landtag und gemeine Versammlung der Ritterschaft und aller Landstände des Fürstetttums Hessen, ins künsftig zu beschicken sei, so soll ein je zu zeiten Land-Eommenthnv berürter Bailey Hessen, für sich oder sonst einer seines Ordens derselben Valley darauf auch erscheinen, die gemeine Laudes- nottnrft neben andern von der Ritterschaft und Landständen beratschlagen, handtlcn und schließen helfen". In dem 1680 zu Marburg zwischen der hessischen Landesregierung und der Ballei Hessen geschlossenen Vergleich wird das Wkommen ge- trosscn, daß die Mtigen Komture auf den „fürftsicy Hessischen gemeinen, als Partinilar-Landtagen zu erscheinen und darauf mit und benebst anderen Land-Ständen ioegen gemeiner Lmides- Rothdurft zu beraten haben". (Schluß folgt.) Nerinkfchtes. * Bei Zar Ferdinand zu Gaste.' Henri des! Honx, der Vertreter des Watin in Sofia, ist von dem Zaren Ferdinand zn einem intimen Diner eingeladen worden/ desien Eindrücke er in den lebhaftesten Farben schilderr. Es war die erste Gesellschaft, die der Fürst überhaupt nach der Nnabhängigkeitserklcirung gab. In kleinem Kreise waren die höchsten Beamten nm den Herrscher versammelt; der! König, seine Generale und Adjutanten hatten dem Franzosen zu Ehren, der ein intimer Freund seiner Familie ist; die Abzeichen der Ehrenlegion angelegt. Nach dem Essen zog sick) Ferdinand mit des Honx zu einer vertrauten Unter- Haltung zurück, die zunächst keine politische Themen berührte, fonbern von den wissenschaftlichen und kunftlerifchen Liebhabereien des Fürsten handelte. Der Zar erzählte mit Stolz, daß alle Blumen und Früchte der königlichen Tafel! in bulgarischem Boden von ihm selbst gezüchtet und gepflegt worden feien, er sprach von seinen zoologischen For chungen, besonders von seiner Liebe zu Vögeln. Er ist ein großer Verehrer der Musik und erinnert sich voller! Freude an seine häufigen Besuche von UayreuM wo hchs 692 ihm der Genius Richard Wagners erschlossen Hat. Allmählich ging Ferdinand zu politischen Auseinandersetzungen über und sprach sich über seine Aufgabe und seine Ziele aus. „Man muß die Mission verstehen, die ich hier im Balkan zu erfüllen habe. Ich habe mich ganz diesen: Volk anheim- > gegeben, mit dem ich mich vor 22 Jahren verbunden. Dieses Kolk hat erstaunliche Tugenden. Es ist nüchtern, arbeitsam, stolz, eifersüchtig wachend für seine Unabhängigkeit und Freiheit. Wer der Bulgare ist nach so viel Jahren der Knechtschaft nun kaum vom muselmännischen Joch befreit, zu sehr auf sich selbst beschränkt geblieben. Er hat nicht gelernt, in die Ferne zu blicken. Die ganze Welt ist für ihn beschlossen zwischen den Bergen, dem Schwarz-en Meer und der Donau. Da stehe ich nun da als aufmerksamer Wächter, der unverweilt nach dem fernen Horizont schaut. Ich horch« für ihn auf alle Geräusche der Außenwelt; ich übermittle den Fremden seine Wünsche und seine rechtmäßigen Ansprüche. Ich bin wie die Lunge, die für ihn die Luft von außen einatmet und ihm die belebenden Lüfte mitteilt, die vom Ausland Herkommen. So bleibt Bulgarien durch feinen Herrscher nicht isoliert, nicht abgeschlossen in sich selbst, sondern es erhält seinen Anteil an der europäischen Bölker- familie. Ich will, daß Bulgarien in seiner auswärtigen Politik, in seinen Finanzen und seiner Kultur wie in seinen inneren Verhältnissen untadelig sei. Wenn Gott und meine Feinde mir das Leben schenken, so werden meine Nachfolger sicher auf dem Wege fortschreiten, dessen Bahnbrecher ich gewesen . . ." * Der Wahrheit die Ehre! Als General v. Caprivi Chef der Admiralität war, begab er sich — so erzählt man der Täglichen Rundschau — eines Tages in Kiel zu Jnformationszwecken an Bord eines Kriegsschiffes. Nachdem er sich hier vom Kommandanten rind 1. Offizier alles, was ihm noch fremd war, hatte erklären lassen, sprach er derr Wunsch aus, auch die Besatzrnrg des Schiffes kennen zu lernen. Infolge dessen rnußten die Uirter- offiziere und Mannschaften antreten, und der Gerreral ging die Front entlang und hatte seine Freude an dem schmucken Aussehen der kräftigen, sonnverbrannten junger: Scelerrte. Am rechter: Flügel der Unteroffiziere standen die Deckoffiziere, zum Teil schor: ältere, langgediente Leute, mit denen der General sich in eine freundliche Unterhalturrg einließ. Sein besonderes Wohlgefallei: erregte ein alter Steuermann mit tief gebräuntem, fast dunkelrotcm Gesicht, in welchem besonders die Nase, wie ein Leuchtturm in dunkler Nacht, in strahlender Nöte sich abhob. Mit diesem Steuermann unterhielt sich der General längere Zeit, und er erfuhr von ihm, daß er in seiner langen Dienstzeit fast ununterbrocher: ar: Bord geweserr wäre und auch viele Reisen ins Ausland mitgemacht hätte. „Nun," sagte darauf der General, „Ihrem braun gebrannten Gesicht sieht man es aber auch an, daß Ihnen Wind und Wetter tüchtig um die Nase geweht haben." „Ja, Exzellenz," meinte darauf zögernd der Dcckoffizier, „aber'n duschen Köhn: (Kornschnaps) ist wohl auch mit dabei". * Woher stammt das Wort „Schwindler"? Ueber die Herkunft des Wortes „Schwindler" macht der bekannte Sprachforscher Friedrich Kluge in seinem kürzlich erschienen Buche „Bunte Blätter"" (Freiburg i. B., Bielefeld) höchst interessante Mitteilungen. Das anscheinend urdeutsche Wort ist — ein Fremdwort, es ist das englische „swindler". Zwar Flügels englisches Wörterbuch erklärt das englische Wort für eine Entlehnung aus dem Deutschen. Aber das ist nicht möglich. Das Wort läßt sich in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts mehrfach im Englischen Nachweisen, während deutsche Belege aus dem 18. Jahrhundert vollständig fehlen. Kluge ist nun in der Lage, ein sehr lehrreiches Zeugnis aus Deiltschland für das englische Wort beizubringen, aus dem sich gleichzeitig ergibt, daß wir damals unser deutsches „Schwindler"" noch nicht besessen haben. Lichtenberg hat bekanntlich 1794—1799 seine „Ausführliche Erklärung der Hogarthifchen Kupferstiche" in Göttingen er- schernen lassen, worin sich auch „Szenen aus dein Leben emer Verführten"" finden. In der vierten Szene „Molly :m Zuchthause"" heißt es von einen: Glücksritter, der näher veschr:eben wird, folgendermaßen: „Demnach wäre er eure von den berüchtigten Personen, die der Gerechtigkeit irt London jährlich nicht wenig zu schaffen machen und di« man in England Sivindlers nennt ... Sie sind Betrüger, die durch fein ausgedachte Ränke und zwar hauptsächlich unter dem Schein eines Mannes von Stand und Vermögen die Mensche,: um ihr Eigentum zu bringen suchen."" Lichtenberg schildert offenbar eine Menschenklasse, für die ihm eine deutsche Bezeichnung fehlte. Dazu stin:mt denn auch ein Beleg für unser Wort in der 1786 verfaßten Autobiographie des Freiherrn Friedrich v. d. Trenck, der um 1775 in London als Weinhändler tätig war: „Ich war persönlich in Loudon und wurde durch einen Betrüger (in London Schwindler genannt) schändlich berückt." Mundartlich ist das Wort zuerst in Schützes „Holsteinischem Idiotikon"' (1806) bezeugt: „Swindler, so nennt, man in Hamburg undj Altona die Negozianten, Handelsleute, die sich mit Wechselgeschäften, Wechselreuterei zu sehr und über ihre Kräfte einlasfen und verwickeln, un: ihr gefährliches Negoz zch bezeichnen." Bei dem regen Verkehr, der zwischen Hamburg und London schon duxch das ganze 18. Jahrhundert; herrschte, dürfen wir Schützes Zeugnis als beweiskräftig dafür ansehen, daß unser Wort von London aus übep Hambicrg in die deutsche Sprache eingedrilngen ist. H. M. * Der kleine Max über dieSanität. Wir lesen im Neuen Tageblatt: Die Sanität ist eine ernste Sache, worüber man nicht lachen darf. Zur Sanität gehören viele Leute: Die wichtigsten sind die Dökter, die Hebammen, die Apotheker, und die Samariter. Die Zahndökter sind weniger tvichtig. Die jung«: Dökter erkennt man am Geruch Die alten Dökter haben Fuhrwerke, mit welchen sie durch die Stadt wettfahren. Biele Dökter verstehen nur eine Krankheit, diese heißen dann Spezialisten. Man erkennt sie daran, daß sie größere Preise haben und sagen, die anderen Dökter verstehen njchts von ihrer Krankheit. Die Dökter kommen in der Stadt und auf dem Lande vor. Sie lieben die armen Leute und tun ihnen Gutes. Sie lassen darum die armen Leute schneller gesund werden als die reichen. Das ist schön. Wenn die Dökter eine schlechte Laune haben, verbieten sie! den Patienten den Alkohol. Das ist nicht schön. Die Hebammen gehören auch zur Sanität. Dieselben bringen die kleinen Kinder. Früher brachten die Störche die kleinen Kinder. Aber bei uns gibt es jetzt mir noch einen einzigen Storch auf dem Wasserturm und der ist von Holz und gehört dem Stadtrat. Darum ist er zu nichts mehr zu gebrauchen. Die Apotheker verkaufen die Mixturen. Sie verdienen viel daran. Wenn viele Bauern in die Stadt kommen, doktern die Apotheker selber; aber es tut den Bauern nichts, weil sie viel vertragen können. Die Zahnärzte können die Zähne schmerzlos ausziehen. Das Schmerzlosmachen tut aber sehr weh. Wenn ein Zahnarzt einem Slmerikaner einen Zahn ausreißt, so bekommt er den Doktorhut. Die Zahnärzte sind bei den Damen meistens sehr beliebt, manchmal ist es auch umgekehrt. Die Samariter lernen die Sanität von den Döktern; im Frieden helfen die Samariter, welche alles umsonst machen, auch beim Pferderennen. Sie passen bei den Barrieren auf, bis ein Reiter herabfällt; wenn keiner herabfällt, so ist der Tag verloren. Die Samariter können allerlei, was man beim Dokter braucht, z. B. Verbände machen und schröpfen. Wenn sonst kein anderes Unglück passiert, wo sie helfen können, so machen sie-einen Wohltütig- keitsbazar. Dort wird man auch geschröpft. Es gibt auch Samariterinnen; diese hat man lieber. * Einen hübschen Entschuldigungszettel erhielt dieser Tage eine Lehrerin in Halle a. S. Das Schriftstück lautete: Görtes Schulfreulein! Indem meine Tochter Lrsoeth gestern über Ohrenschmerzen klagte, da wird Ihr wohl ein Ohrwurm ins Ohr gekrochen fein und hat sich auch noch erMtet. Zu diesem Zweck liegt sie im Bett und schwitzt mit aller Hochachtung Frau Neumann, Mutter." Veränderungs-Rätsel. Rast — Oder — Rand — Sieb — Outet — Laub — Hase. Die Anfangsbuchstaben vorstehender Wörter sind der Reihe nach durch andere zu ersehen, so datz ebenso viele neue Wörter entstehen, deren Ansangsbuchstaben eine Stadt am Stiebe tri; eilt ergeben. Auflösung in nächster Nummer: Auflösung der Charade in voriger Nummer: Damen, Kap, Elle; D a m e n k a p e i l e. Redaktion: (& Anderjom — Rotationsdruck und Verlag 6« Brühi'schev UnwerstlälS-Vuch» und Stemdruckerei, N. Lange. Gieße«.