Samstag -en 4- AM 1908 91 NSS Kelmutl) von Lovsen. Roman Don Ursula Zöge Don Manteuffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Marie Anne von Rccknitz er ernstlich böse auf dich! Fallt es dir benit gar nicht ein, daß Bardes dir näher steht als irgend ein „verlassenes Landhaus"? Schon im vorigen Soimner hast du uns stillschweigend links liegen lassen und dir ein buvn retiro gesucht. Weshalb kommst du nicht zu un§ ? .Hegen und pflegen loollen loir dich und können dir alles bieten, lvas du als Bedingung der Nervenstärkung hinstellst —- ländliche Stille, gute Lust und sogar ein Reitpferd nach deinem Sinn, d. h. eilt Tier, lvelches selbst deiner Kunst z-u raten geben wird: ich meine Helmuths Fra Diavolo, welcher bei uns in Pflege ist und der, nachdem er Helmi den jüngeren zweimal, den Kutscher dreimal und den Verwalter viermal abwarf, Wohl auf Gnade vor deinen Augen rechnen darf. Aber Scherz beiseite, last uns nicht vergeblich bitten. Was haben wir verbrochen, dast du uns so konsequent meidest? — Und ich hatte gehofft, du werdest Bardes nach Edmunds Tode nun endlich als deine Heimat ansehen lernen und dich von all dem Bitteren und Häßlichen, das dir das Leben in der großen Welt gebracht hat, bei uns erholen! — Deine Frage nach Hel- muths Rückkehr kann ich bejahend beantworten. Er kommt und zwar schon in den nächsten Wochen nach Berlin, und wenn er noch einiges warme, brüderliche Gefühl hat, von dort direkt hierher. Ich habe ihn sehr herzlich darum gebeten, natürlich ohne des Vergangenen mit einer Silbe zu erwähnen. Wir sangen leben ein neues Leben au. ®tt glaubst, dast er aus Empfindlichkeit schweigt? — Ich denke vielmehr, dast er sich nun endlich seiner Heirat schämt und sich uns Nicht aufdrängen will- Sei dem wie ihm wolle, wenn er kommt, so soll alles vergeben und vergessen sein, und ich denke, dann soll er auch bald Mut sassen und unS wieder frei ins Auge sehen. Wessen Leben stünde denn da, bar jeder Schuld und jeder Verirrung? Wir wollen milde zu ihm sein und dickt mochte ich besonders bitten, dein kleines ironisches Lächeln in die Tasche zu stecken, wenn er kommt. Konrad und deine Pate Annchen grpett. Lilly brachte ich Ostern in die Pension. Für mich ein schwerer Abschied, für dich eine Garantie mehr für „ländliche Stille". Die Kadetten lernen brav. Helmi erhielt zu Weihnachten einen langen Brief vom Onkel in Afrika, einen Brief, der das ganze Korps begeistert hat. Ist er auch ganz unpersönlich gehalten, so beweist et doch, dast Helmuth uns doch nicht vergessen hat, und die Art, wie er Land und Leute beschreibt, ist so fein und recht geeignet, Knaben zu belehren und zu beglücken. Liebe Schwester, komm und hilf mir. • Ich will ihn wieder für uns gewinnen, ich will ihn denen in Rothaide doch nicht ganz lassen. — Deine Marie Anne. Einige Tage nach Abgang des Briefes traf in Bardes ein« Drahtpost ein, des Inhaltes: Es sei. Ich komme also. Bin Donnerstag 5 Uhr in Jarowitz. Anne. Wieder rüstete die Recknitz das beste Gastzimmer des alten Hauses, diesmal mit besonderer Liebe, denn Annchen soll sich hier erholen. Das große Gemach bot einen lieblichen Ausblick auf die Rasenplätze und Bosketts, welche den Uebcrgang vom Garten zum alten Park bildeten. Marie Anne prüfte Vorhänge und Möbel, ob alles auch schön genug für die Schwester sei. Es war ein tiefes, sehr lauschiges Gemach mit einem großen Teppich über der braunglänzenden getäfelten Diele und bequemen, altmodischen, damastbezogenen Sesseln und Ecksofas. Ein schwerer' Vorhang schied es vom Schlafgemach. Hier stand die breite, weistlackierte Bettstelle mit der lichtblauseidenen Stepldecke und den spitzenbesetzten Kissen, frier ordnete Marie Anne auf dem Weißen breiten Toilettentisch die Schalen und stellte Flakons mit kölnischem Wasser und Annes feine Lieblingsparsüms hin, und in der anstoßenden Garderobe, die zugleich Badestube war, würden die Schränke gelüftet und das weiße Kachelüassin mit der Dusche- Vorrichtung sorgfältig hergerichtet, denn Anne Marie ist eilt kühles, duftendes Mvrgenbad gewöhnt und liebt Raum, viel Raum für ihre Neider. Die Riesenkoffer, mit denen sie zu reifen pflegt, erheischen eine besondere Abholung. Recknitz ging unterdessen in den Stall, Prüfte in der Sattelkammer Gurten und Schnallen das Damensattels, liest dann den! Fra Diavolo in die Reitbahn führen und satteln, worauf der Kutscher den Versuch machte, ihn zu besteigen und sich seitlings anfzusetzen, eine Zumutung, welche Loysens wilder Rappe durch drei Bocksprünge zurückwies, wobei er ausfeuerte, dast die Planken der Reitbahn krachten und splitterten. Recknitz aber lächelte be- sriedigt: Na, daS wird ihr ja Wohl genügen! -— murmelte er. Denn Anne Marie war dafür bekannt, dast sie mit jedem Pferde fertig wurde und an diesem Kampf Vergnügen fand. Am Donnerstag stand Marie Anne auf dem Bahnhof und' schaute dem hemnbrausenden Zuge entgegen. Er fuhr heran und hielt, und während ihre Blicke die Wagen erster Klasse absuchten, stieg eine lange, schmale Gestalt in grauem Reisemantel aus einem! Abteil der zweiten Klasse und kam, ihr Handköfferch.eu tragend, herbei. Die ganze Erscheinung war von so schlichter Einfachheit, so schmucklos, dast Marie Anne zuerst gar nicht daraus kam, das könne Baronin Trost sein . . . nur das kleine belustigte Lächeln war so ganz sie. „Nun Mieze? — hier hast du mich — oder sagen wir, was von mir noch übrig ist." „Verzeih!" — rief die Recknitz und umarmte die. Schwester — „ich must dumm ausgesehen haben. Und wo ist dein übriges Handgepäck?" . „klebriges ist nicht und meinen Koffer kann der Träger holest und ans den Bock stellen." „Und Konrad schickte den Pony mit einem Extrawagen!" „Schickte er? — Nun, dem Pony wird das angenehm fein." „Annchen, last dich noch einmal umhalsen — und nun komm! — Nein, erst last dich ansehen.... du siehst sehr blaß aus." 214 — Mcich Ivar das eigentümlich schmale Gesicht mit den larig- Seschnittenen Augen — aber diese Augen hatten den inhaltlosen, gleichgültigen Blick nicht mchr. Sie verrieten Jmteresse am Leben. Sowie sich der Wagen in Bewegung setzte, fragte sic: „Und wann kommt Helmnth?" -,Dns ist iwch nicht genau bestinrmt. Unterwegs ist er schon." >,Und bist du gclviß, das; er zu euch nach Barbes kommt?" „Ja, wenn ich das wüsste." Sie sahen beide nach Rothaide herüber, dessen Kirchturm sichtbar ward. „Du hast recht, er soll ihn nicht haben — der sonderbare Schwärmer," sagte Anne Marie, sie wandte den Kvpf langsam lvieder fort. „Was ist eigentlich aus der Familie geworden?" „Aus welcher Familie?" „Nun, ich muh ja jetzt wohl sagen: Ans Helmuths Familie. Man heiratet ja nicht die Frau allein, sondern alle Angehörigen mit. Sind sic noch in Jiothaide?" „Ja, gewiß." „Wie unangenehm." „Nun, weißt du, wir sehen ja nichts Von ihnen.^ -„Also absolut kein Verkehr mit den Haides?" „Ach, das will ich nicht sagen. Als luir zum Begräbnis hinsuhven" — Marie Anne wurde rot — „ja. . . ich habe dir das wohl gar nicht geschrieben?" . . . „Natürlich hast du wir das verschwiegen, weil du wohl wußtest, wie ich über solche Inkonsequenzen denke. Also zum Begräbnis der Frau Schwägerin warst du dort! Weißt du, das finde ich »in starkes Stück." „Es erschien mir eine passende Gelegenheit, um mit Helmuth Frieden zu machen. Sie war ja nun tot und ich dachte mir — schon wegen der Nachbarschaft. . . du glaubst nicht, wie die alle unser Verhalten beobachteten!" „Ja, arme Mieze, ihr wäret in einer peinlichen Situation dank Wilhelnr Haides unangebrachter Gastfreundschaft!" „Siehst du, mir schien es auch richtig, bei der Gelegenheit W zeigen, daß toir ja gegen ihre Familie nichts haben können . . . der arme, alte Pastor soll selbst unter bem Lebenswandel dieser Tochter gelitten haben." „Er ist auch tot, nicht wahr?" ' „Er starb einige Tage nach der Tochter, deren plötzlichen Tod er nicht mehr erfuhr. Der Tod machte großes Aufsehen. Ich sprach den Doktor kurz nachher, da wir ihn zur kranken Mamsell rufen ließen. Er sagte mir, die unglückliche Person — nicht die Mamsell, ich meine ine andere — habe einen bedenklichen Heitzfehler gehabt. Es sei ein Glück für sie, daß sie daran so jung und schmerzlos gestorben sei." „Auch ein Glück für Helmnth." „Nattirlich, siehst du, das war doch mein erster Gedanke. Ich fühle mich wie erlöst, und dies Gefühl trieb mich hin, Helmnth am Grabe der Frau, die sein Unglück geworden, zu umarmen! — Mer Doktor hatte mir alles erzählt, auch daß man ihm an dem Morgen, da man sie entseelt in ihrem Zimmer gefunden hatte, Nach Ostpreußen telegraphierte und er durch Tag und Stacht Gereift war. Also wußte ich, daß ich ihn dort treffen würde — Aber ich sage dir, es war schrecklich, er war wie von Stein." „Geschah dir schon recht." „Er hat mich weder umarmt noch mir ein Wort von seinen Aukunftsideen gesagt. Daß er sich zum Dienst nach Ostasrika gemeldet hatte und sofort angenommen worden war, erfuhren wir erst, als er schon dort war. Du, ich glaube wirklich, daß er eine maßlose Leidenschaft für diese Person empfunden hat." „Ach Torheit. Du wolltest mir aber noch von den Haides etwas sagen? — Du sahst sie also?" „Ja, wir gingen nachher hin und Haide erzählte uns noch Manches. Er sagte auch, wenn der alte Pastor stürbe, würde sicherlich sein Sohn die Stelle bekommen, und das ist auch geschehen. Er lebt dort mit seinen beiden Schwestern. Denke dir, Helmuth soll so reizend für die Zukunft der Jüngsten gesorgt haben. Weißt du, es gehörte Haides Ruhe und Herzlichkeit dazu, nm bei diesem Gespräch alles Peinliche zu vermeiden. Bei ihm kommt alles, ivas er sagt, so einfach und natürlich heraus, daß man ganz vergißt, wie ungeheuerlich er gehandelt hat, indem er sich bei dieser gräUichen Heirat auf Helmuts Seite stellte und dieser Frau sein Haus öffnete." »Eule Seele, daß du so schnell vergißt nnd vergibst!" sagte dre Troß ironisch — „nun aber sage mir noch ein Wort über die Schwester, von der du einst dachtest —" «Ach, darüber denke ich nichts mehr. Nicht, daß ich daran zweifelte, daß sie die einzig richtige Frau für Helmnth wäre, aber ich bin immer mehr zur Ueberzeugung gekommen, daß für sie nur ein Mann aus der Welt existiert — ihr Bruder. Von diesem Glück des Zusammenseins machst bu dir keinen Begriff. Sie wird ihn freiwillig nie verlassen — er füllt ihr ganzes Herz aus. Doch war sie sehr herzlich gegen Helmuth, schwesterlich herzlich — viel zu offenkundig und viel zu sehr „Wilhelm zu Liebe"." Anne Marie zuckte die Achseln. „Gönnen wir denen das geschwisterliche Glück und wollen wir Helmuth eine Frau wünschen, die ihn vollständig in der Gesellschaft wieder rehabilitiert." Die Recknitz lachte vor sich h ' „Ada Valois hat mir zu verstehen gegeben —" »Hat sie? — Ja, darin ist sie groß! — So ist wohl Helmuths Witwerschaft daran schuld, daß sie noch nicht nut denk Grafen Trauen verheiratet ist?" „So deutet sie an." „Wie sieht sie aus?" „Brillant. Annchen, wenn ich bedenke, daß sie nur ein Jahr älter ist als ich —" „Pst! — Von Adas Alter spricht man nicht. Denn erzähle mir doch von den Ellenheims. Man sagte mir bei Wahrendorfs, sie wollten Hochwerth wieder verkaufen. Weshalb?" „Die Baronin stirbt vor Langeweile auf dem Lande — sie stirbt faktisch, nicht nur bildlich. Es hat sich bei ihr ein Nervenleiden ausgebildet, welches seine Ursache im Mangel anregender Lebensweise haben und zu völliger Erschlaffung führen soll." „Wie interessant. Ich hoffe, ich bekomme sie noch zu pflegen. Ah, da sind wir ja, und dort winkt Kvnrad!" Auf der grAßen Veranda mit den bunten Glasfenstern stand der gedeckte Teetisch und Annchen kam der Tante in weißem Kleidchen entgegen, hübsch gewachsen und verständig. Man saß um den Tisch, die Hausfrau füllte die Tasscm, Anne Marie sah über die lichtgrünen Rasenflächen und buntleuchtenden Blnmen- beete nach dem Eichpark, dessen mächtige Wipfel im Abendlicht rötlich leuchteten. Die Schwalben flogen noch kreischend um das Dach, nnd in den Bosketts flöteten die Amseln. Es fiel fowohl Recknitz wie seiner Frau auf, daß ein ganz neuer sinnender Ausdruck auf dem Gesicht der Schwester lag. Ihre schmale Hand strich nachdenklich über Annchens dickes braunes Haar. „Es ist schön bei euch" ■— sagte sie, „und so heimatlich." „Brav, Amre!" — rief Recknitz erfreut, „spürst bu es endlich?" — er sah von einer zur anderen nnd dann seufzte er und schlug sich mit der Haird aufs Knie. „Ja, Kinder, es ist nett, daß wir wieder beisammen sind, aber Helmuth fehlt — und ich fürchte, zrr viel liegt zwischen daurals uitb jetzt, als daß es wieder je so werden könnte wie einst, als — ja, wißt ihr's noch? —■ Wir wollten gerade so, wir vier, wieder zusammenkommen!" „Oh, ich weiß", sagte Anne Marie. „Und ich sehe iwch Helmuths Gesicht," fuhr Recknitz seufzend fort, „tote er die Bedingung stellte, daß er seine Frau mitbriugen dürfe!" „Du warst unvorsichtig, das im Voraus zu erlauben, lieber Schwager — wie, wenn er dich beim Wort genommen hätte?" „Laßt jetzt diese Fatalitäten ruhen. Wemt er kommt, schlagen wir ein neues Blatt um und alles ist vergeben und vergessen." „Das sagte ich auch schon," rief Marie Anne — „und nun will ich Amte ihr Zimmer zeigen!" (Fortsetzung folgt.) Don Merkwürdigen Gsiereiem wird mit Hinblick auf die nahenden Osterfeiertage in beit „Lectnres ponr Tons" allerler. Interessantes erzählt. Im Mittelalter, als die Fastenvorschriften von unerbittlicher Strenge waren, galt eine Zeitlang selbst der Genuß von Eiern als Sünde und alles harrte dann mit doppelter Sehnsucht auf das Osterfest, das Ende der Fastenzeit, tun sich mit einem schönen goldbraun gebratenen Eierkuchen von den Entbehrungen der mageren Wochen zu erholen. Am Morgen des großen Tages Pflegte man die Eier ist der Kirche segnen zu lassen, und bald bildete sich auch die Sitte heraus, den Freunden und Angehörigen eines dieser geweihten Eier als Feiertagsangebinde zu überreichen. Die Sitte bürgerte sich rasch ein und als später die Strenge der Fastenzeit gemildert wurde, und der Genuß von Eierst gestattet war, da Pflegte man doch noch am Ostermorgen den Frennden das altgewohnte Ei zu übergeben. Aber bald trat das einfache rohe Ei dabei in den Hintergrund und mit dem 16. Jahrhundert beginnt die Zeit, da man die Eierschalen färbte. Später wurden die ursprünglich so bescheidenen und einfachen Ostereier ein Gegenstand des Luxus, und die Eier, die Ludwig XV. austeilte, waren oft von dest größten Künstlern mit erlesenen Miniaturen geschmückt. Lan- 215 — cret und' Watteau verschmähten es nicht, ihre Kunst ans der gebrechlichen Schale spielen zu lassen, und die Samm- lungen in Versailles zeigen noch heute zwei Eier, die der Mine. Victoire, der Tochter Ludwigs XV., angehörten und die von Watteau bemalt wurden. Später kam man von beit natürlichen Eiern immer mehr ab, das Zucker- und das Schokoladenei trat seinen Eroberungszug an und heute werden in Paris alljährlich beim Osterfeste nicht weniger als 2 000 000 Frs. für Schokoladeneier und 1000 000 Frs. für Zuckereier ausgegeben. Aber diese immerhin nicht allzu teuren kleinen Meisterwerke der Konditorkunst genügen nicht allen, um ihren Geliebten die Osterwünsche zu übermitteln. Ein englischer Lord ließ vor einigen Jahren bei einem berühmten Londoner Konditor ein riesiges Schokoladenei an- fertigen, das für seine Braut, die Tochter eines südafrikanischen Milliardärs, bestimnit war. Dieses Osterangebinde war nicht weniger als drei Meter hoch und hatte einen Durchmesser von 1.50 Meter, so daß sich in der Höhlung des Eies ein Mensch auf einem Sessel bequem niederlassen konnte. Das Ungetüm wurde mit nicht weniger als 1000 Pfund Bonbons aus gefüllt, und um es an den Bahnhof zu bringen und dann in Southampton au Bord zu schaffen, tvar eine besondere Tragbahre konstruiert worden, die auf den Schultern von sieben Männern ruhte. Das Ei allein kostete die Kleinigkeit von 10 000 Mk., wozu dann noch die Kosten des Transports nach Südafrika kamen, die außerordentlich hoch waren, weil es sehr schwer wurde, das kostbare Ei an Bord unterzubringen, daß keine Beschädigungen ihnu drohten. Aber den Rekord errang doch jener reiche Fremde, der einer bekannten Pariser Schauspielerin zu Ostern eine besondere „kleine" Freude machen wollte. Am Feier- Lagsmorgen rollte ein großer Güterwagen in den Hof des Hauses, in dem die Schauspielerin wohnte und auf dem Wagen ruhte ein riesiges Ei, aus Holz gefertigt und mit kostbarem Sammet überzogen. Die verblüffte Künstlerin erschrak, denn im ersten Augenblick wußte sie nicht, !vas sie mit diesem liebenswürdigen Geschenke anfangen sollte; dann aber gewahrte sie in der Mitte des Eies eine Tür und als sie die öffnete, fiel ihr Blick auf eine Equipage mit zwei prächtigen Pferden und einem Kutscher, der unbeweglich auf dem Bock thronte. Aber schließlich spielt bei dem Osterei nicht nur die Größe eine Rolle, sondern auch der Wert seines Inhaltes. Wenigstens bei den Amerikanern. So ist es doch nicht selten, daß in unansehnlichen Schokoladeneiern als köstliche Ueberraschung die teuersten Juwelen, Ringe, Ohr- ringe, Armbänder oder Broschen verborgen werden. In der letzten Zeit ist auch die hübsche Mode aufgekommen, die Ostereier aus Blumen Herstellen zu lassen, die dann mit großer Kunst so gebunden werdetr, daß sie die ovale Form genau wiedergeben. Veilchen und Rosen werden dazu verwendet, aber auch die Orchidee spielt neuerdings hierbei eine große Rolle und wird besonders in England von reichen Blumenfreunden bevorzugt. So wurde im vergangenen Jahre bei einem bekannten Londoner Blumenhändler ein Osterei aus Orchideen bestellt, das schließlich nicht weniger «ls 4000 Mk. kostete. Vom Farbensinn der Vögel. Während bas Problem vom Sehen der Tiere bislang fast aus- schließlich vom Anawmen untersucht worden ist, hat Geh. Hofrat Professor C. Hetz mit der Anwendung physiologischer Experimente eine neue Bahn beschritten, und über die Ergebnisse seiner Forschungen, die sich zunächst auf die Seh-Fähigkeit der Vögel erstreckt haben, gibt der Gelehrte in der Umschau einige interessante Einzelheiten. Die Versuche haben ergeben, daß alle Voaelarten, die bei den Experimenten geprüft wurden, bet der Ausnahme ihrer Nahrung sich ausschließlich vom Gesichtssinn leiten lassen. Selbst ein ausgehungertes Huhn beginnt nicht die vor ihm liegenden Körner aufzupicken, wenn der Raum so stark verdunkelt ist, daß cs die vor ihm liegende Nahrung nicht sieht. Professor Heß hat dann auf dunllem Grunde eine Anzahl Weizenkörner ausgestreut und darüber m einiger Höhe einen fchnialen Stab angebracht, der einen Schattcn- streifen über einen Teil der Körner warf. Das Huhn pickte nur die außerhalb dieses Schattens liegenden Körner auf und ließ die anderen liegen. Man kann auf diefe Art ganze Silhouetten aufpicken lassen, ohne daß von dem Tiere die im Schatten liegenden Körner beachtet werden. Ein Experiment mit einem jungen Turmfalken gab dasselbe Resultat. Man setzte den Raubvogel vor eine von oben beleuchtete dunkle «stäche, tn der Weise, daß ein etwa zehn Zentimeter von dem Tiere befindliches Fleischstück hell belichtet war. Der Falke stürzte sich sofort auf i>as Fleisch zu, wobei jedoch die Beute tn den Schatten seines eigenen Kopfes geriet. Das Tier war nur noch 1—2 Zentimeter von feinem Leckerbissen entfernt, aber es hielt sofort inne und zog den Kopf zurück, ohne das Fleisch zu fassen. Durch die Kopfbewegung wurde der Köder wieder sichtbar und der Falke stürzte sofort wieder darauf hin. Außerordentlich interessant sind alsdann die Versuche, die mit farbiger Belichtung gemacht wurden. Auf einem mit schwarzem Tuch bespannten Tische wurden Reis- und Weizenkörner ausgestreut und mit Hilfe einer Bogenlampe ein Spektrum über die Fläche geworfen. Die Hühner begannen alsbald zu picken, aber sie nahmen zuerst die in dem roten und gelben Teile liegenden Körner und wandten sich erst dann zn den gelb- grüncn und grünen. Die blauen und die violetten Körner aber und znm Teil auch die blaugrünen blieben unbeachtet und wurden auch nach längerer Hungerzeit nicht berührt. In dem Kvrnerstreif entstand dabei eine scharf begrenzte schwarze Lücke, die genau mit der Grenze des Spektrums am roten Ende für unser Auge zusammeitfällt und auf der anberen Seite vom Grünblau flankiert ist. Daraus ergibt sich die interessante Tatsache, daß die Hühner das Spektrum am roten Ende genau so weit sehen tote wir; am kurzwelligen Ende dagegen ist für diese Vögel das Spektrum hochgradig verkürzt. Das Experiment wurde auf Tauben und Turmfalken ausgedehnt und ergab die gleichen Resultate. Das Blau und Violett wurde überhaupt nicht wahrgenommen. Man kann daraus den Schluß ziehen, daß die blauen und violetten Tönungen als Schmuckfarben ausscheiden, und für die Hühner scheint dies int alb gemeinen ja auch bestätigt. Insofern geben Forschungen von Heß auch eine Erklärung für das Dominieren der roten, gelben und braunen Farben im Federschmuck dieser Bogelartcn; die Untersuchungen auf audere Vögel auszudehneit, würde für den Zoologen zweifellos von weittragendem Interesse sein. Auch die Annahme, daß die Tagvogcl im allgemeinen „n achtbliu d" sind, wurde durch weitere praktische Experimente erschüttert. Im Gegenteil zeigte sich bei den Versuchen, daß die Hühner einer Dunkeladaptation fähig find und daß diese Fähigkeit der des menschlichen Auges nahezu gleichkommt. Bei Falken und Habichten ist der Verlauf der Anpassnirg des Auges an die Dunkelheit etwas langsamer, weil ihre Netzhäute mehr Purpur enthalten. Ein überraschendes Ergebnis aber brachte die Ausdehnung dieser Versuche auf die Nachtvögel. Es zeigte sich, daß die schwächsten Lichtmassen, deren die Eule bedarf, um ihre Beute zu sehen und zu erhaschen, sich nur sehr wenig von der Lichtstärke unterscheidest unter der auch das menschliche Auge die betreffenden Gegenstände noch wahrnimmt. Auch die allgemein verbreitete Anschauung von der „Lichtscheu" der Nachtvögel wird durch die praktischen Forschungen zerstört. Professor Heß stellte mit mehreren Nachtvögeln Versuche au; nach mehrstündigem Aufenthalt im Dunkel brachte man sie ins Helle und durch Spiegelung warf man ihnen die Sonnenstrahlen unmittelbar in die Augen. Dabet zeigten sie nicht die geringste Spur von Lichtscheu und schnappten sofort nach den Fleischködern, die vor ihren Augen bewegt wurden.: * Das Ende der Blonden prophezeit Professor Mason in einem längeren Aufsatz der Contemporary Review, in dem er zu dem Schluffe kommt, daß die blonden Rassen, die in der Geschichte als die stärkste und überlegenste erscheint, in nicht allzu ferner Zeit erlöschen wird. Alle Erobererrasfen, alle kolonisierenden Stämme haben mit etn- ziger Ausnahme der Araber den blonden Rassen angehört. Was die Römer anbetrifft, so waren mehrere der Völkerschaften, die später die berühmte Bürgerschaft bildeten, von ausgesprochen blondem Typus, wie z. Ä. die Sanniten. Blond iuaren in Europa auch die Gallier, die Teutonen, die Slawen, die Griechen, die Skandinavier, die Engländer. Und in Asien vertreten die Arier, die Meder und die Perser den blonden Typus. Von den alten Griechen scheinen dte Mazedonier blond gewesen zu sein und blond sind auch alle Helden Homers. Das Volk, das Venedig gründete, hatte ebenfalls helles Haar und blaue Augen und auch bte Barbaren, die Spanien erobert haben, gehören, trotzdem fie Mauren genannt wurden, den Blonden an. Im allgemeinen scheint cs, daß die Menschen mit den hellen Haaren und den blauen Augen eine größere Widerstandskraft gegen Krankheiten zeigen, als die Brünetten. Darin gleichen ste den Schwarzhaarigen und auch den Rothaarigen, die körperlichen Leiden gegenüber viel zäher sind, als die Brünetten. Die nervösen Krankheiten z. B. verteilen sich wie folgt: Rote 0.6, Schivarze 5.6, Blonde 11, Hellbrünette 36.4, Dunkelbrünette 46.3. Mer die Ursachen für das schnelle tzinschwinden des blonden Typus hängt Wohl in erster Sune davon ab, daß er dem Großstadtleben sich nicht anpaßt unb im freien Landleben seine Hauptstärke hat. Da aber 216 ihm die J ‘V vimui vvviv[u;m. +J4,VJV||Vt VVVWJ VIV daß in sechs Jahrhunderten die Blonden verschwunden sein werden. * Der Verbrauch an Brot pro Kops der Bcvolle rung ist in einzelnen Ländern sehr verschieden und auch nicht unerheblichen Schwankungen unterworsen. Nach Angabe des Statistikers Sun borg waren bis zuin Jahre 1890 die Franzosen die stärksten Brotesser, sie verzehrten 258 Kilogr. pro Kopf und Jahr. An zweiter Stelle stand Dänemark mit 256 Kilogr., dann folgte Belgien mit 240 Kilogr., Deutschland mit 211 Kilogr., die Schweiz mit 205 Kilogr., Holland mit 201 Kilogr., Rußland mit 173 Kilogr., Oesterreich mit 155 Kilogr. Die geringsten Mengen Brot äßen die. Portugiesen mit nur 107 Kilogr. pro Kops und Jahr. Heute aber steht Dänemark mit 287 Kilogr. an der Spitze, Belgien hat mit einer Steigerung seines Verbrauches um volle 34 Kilogr. auf 274'Kilogr. die zweite Stelle behauptet, Frankreichs Brotverbrauch ist auf 254 Kilogr. zurückgegangen und der Deutsche steht mit seinem auf 230 Kilogr. gestiegenen Verbrauch nach wie vor an vierter Stelle, gefolgt vom Schweizer, der jährlich 212 Kilogr. Brot verzehrt. Eine gute Erziehung ist die beste Oekonomie, und Unwissenheit teuerste Sache int Lande. Adam Smith. Mode. — Ein interessantes Preisausschreiben für Unsere Damenwelt wird von der bekannten Modenzeitung „Die Mvdenwelt" (Berlin W. 35) veranstaltet. Die Redaktion will damit den Handarbeiten wieder mehr Beachtung und Würdigung verschaffen. Für in den verschiedenen, Techniken .hergestellte Handarbeiten — auch solche von Kinderhänden — setzt sie Preise im Betrage von 3000 Mk. aus. Literarisches. — Paul Sechse, Novellen. Wohlfeile Ausgabe. Best- lag der I. G. Cottaschen Buchhandlung in Stuttgart. Der kürzlich erschienene 16. Band, der den Titel „Dorfgeschichten" fuhrt, enthält folgende vortreffliche Novellen: Xaverl, Dorfroman- tik, Der Siebengescheite, Vroni. Der 17. Band vereinigt als erster Band der feinsinnigen „Frauenbilder" fünf Kabinettstück« Hcysescher Erzählungskunst (Doris Sengeberg, Das Freifräulein, Di« Märtyrerin der Phantasie, Zwei Seelen, Lucile). — Monatshefte für-graphisches Kirn st g e w erb e. Herausgeber Kunstmaler Albert Knab, Redakteur Carl Matthies, Berlin. Verlag vou Carl Fleinmirig, A.-Hl. Berlin W. 35. 6. Jahrgang, Heft 5 und 6. Die beiden Hefte stehen unter deut Zeichen der in Berlin veranstalteten „Ausstellung umfassend Ge- schaftsausstattung und Reklame". Carl Matthies widmet ihr ein' Bor- und Nachwort. Die Hefte enthalten eine Menge künstlerischer Beilagen, die für den Geschäftsmann das größte Interesse haben." Ganz besonders sei noch auf einen Aufsatz des Redakteurs , ,D i t Zigarreupackungcn" Angewiesen, der durch farbige Entwürfe wirksam illustriert ist. Einsichten. Kein Tier jemals quält um bloß zu quälen: aber dies tut der Men,ch, und dtes macht den teuflischen Charakter nttS, der weit arger tst, als der bloß tierische. * Schopenhauer. Die Erziehung umfaßt den ganzen, auch den körperlichen Menschen. Es ist gefährlich, die Seele zu üben und nicht zugleich den Dahlmann. Webattton: B. Wittko. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl's^n Universitäts-Buch- und Swindruckerei, R. Lange, Gießen. „Der soll nur . noch mal mit mir anfangen!" ,. „ an stein e ans Hansmüll. Das Neueste ist die Verarbeitung des Hausmülls zn Bausteineti. Das Verfahren ist da.v folgende: Das Müll wird in besonderen Oeseir auf etwa 100" C. erhitzt, einmal ans gesundheitlichen. Gründen, dann aber auch wohl, nut auf diese Weise bett größeren Teil der organischen Bestandteile zn verkohlen AM den Oefen gelangt das Müll mtf große Siebe, durch welche alle größere« Stücke zurückgehalten "werden Diese werden, nachdem zunächst Glas- und Porzellanscherben aus- gesucht stnd, fein vermahlen und zusammen mit den durch bte Siebe hmdurchgegangeneu feineren Teileti mit Wasser zn ernem plastischen Teig vermengt. Glas und Porzellan werden ebenfalls staubfein gemahlen und zn dein Teig gegeben. Jv nach Bedarf muß noch Glasstaub hinzugenom- men werden, da der Gehalt der Masse an Glas nicht unter 2o Prozent betragen sostl. Aus der fertigen Masse werden dann Sterne geformt, diese werden getrocknet und dann bet einer Temperatur gebranitt, die etwa dem Schmelzpunkt des Glases entspricht. Das in der Masse fein verteilte Glas bildet also das Bindemittel für die übrige,t Bestand- tetfe und soll den Steinen nach beut Erkalten eine genügende Festigkeit verleihen. * Wilhelm Busch als „netter Herr". Immer noch tauchen unbekaitnte Verse von Wilhelm Busch mtf, die der liebenswürdige Dichter seinen Verehrern auf ihre Bitten als Autogramme gewidmet hat. So teilte einem nordd. Blatte ein Leser in Bremen ein launiges Gedichtchen mit, das Busch im Jahre 1879 sandte. Es lautet wie folgt: „Muß ich mich schon wieder Plagen? . Also wieder ein Gedicht? . - Soll ich wagen nein! zu sagen? - Nein, ich bin kein Bösewicht! Dehne dich, Poetenleder! Werde flüssig, alter Leim! Sieh, schon tröpfelt aus der Feder Der mit Angst gesuchte Reim! Und so zeig' ich mit Vergnügen Mich als einen netten Herrn. —• Ach, mitunter muß man lügen. Und mitunter lügt man gern' ■ Borkum, 1879. Wilhelm Busch." * Der Millionennachlaß eines „armen Bauern". In Mirabel, Departement Dordogne, starb kürzlich ein alter Bauer namens Lavergne, dessen Vermögen auf einige tausend Franks geschätzt worden war. Der Nachlaß besteht, wie sich jetzt herausgestellt hat, ans drei Millionen Franks M Bargeld und sicheren Papieren. Alle diese Schätze mußten aus den Möbeln, Betten usw. hervorgesucht werden. Ein Testament wurde nicht vorgefunden, Gegemvärtig ist man damit beschäftigt, die Ansprüche der Verwandten festznstellen. Lavergne war nicht verheiratet, sein Verkehr beschränkte sich auf fein Dienstpersonal und einige Lieferanten. ,. ,.°Weibliche Boxer. Vor dem Polizeirichter in Sheffield ertöten eine Frau, namens Mabel Wood, unter der An- klage der schweren Körperverletzung, begangen an einem Manne, mit welchem sie in Streit geraten war. Der Kläger erzählte daß zwischen ihm und der Beklagten in früheren sielten ein freundschaftliches Verhältnis bestanden habe, das aber '«letzter I Zeit durch allerlei Vorkommnisse getrübt worden sei Vor ermgen Tagen war es nun zn einem Wortwechsel zwischen den beiden gekommen, die Lady sei ohne weiteres aus ihn zuqe- sprungen, habe ihn unter den Arm genommen und fürchterlich verprügelt. Es wäre ihm nach schwerem Bemühen gelungen, sich von ihr zu betreten, aber nur mit deni Erfolg daß I He ihm einen kunstgerechten Boxhieb versetzte, welcher seine I «mnlftbe ausrenkte. Der Richter betrachtete erstaunt den recht kräftig anstehenden Mann, der von einer Frau sich so hatte zurichten lassen — das Geheimnis ivurde aber bald gelöst, ab» die Beklagte, nach ihren Personalien gefragt, nngab, daß ici iSkAuszeichnungen gekrönte Preisboxerin sei, ivelche telbsi schon anerkannte Championboxer .geworfen habe. fnr?rthnSrr,tt' Äui .sagte der Kläger wehmütig lächelnd! starttte Mann nichts ausrichten." — hie1 frfrn^rm auch ein Einsehen und verurteilte I oie schneidige Dante, an den Klager eine gewisse Summe als I fnr ®üftorto)tett usw. zu zahlen, außerdem noch I .emSchmerzensgeld. — Die Preisboxerin sah den Kläger von > bw Städte immer mehr änwachsen ünd das Landleben dbsor- I vben bis unten verächtlich an, zog ohne citf Wort in saae« bieren, so treten auch die Blonden in den Bannkreis der I ei« Scheckbuch hervor und stellte eitlen Scheck aus den Betraa Städte, wo sie dann verlöschen. Professor Mason berechnet, | "us. -- Dann sich stolz dem Ausgang zuwendend, sagte sie - Gleichlautende Wörter mit verschiedenartiger Bedeutung. Gern leih' ich geist'gem Schaffensdrang mein Licht, Doch ungern sieht man meines Wirkens Spuren. Zn and'rem Sinne kennt ein alt Gedicht . Als Flüchtling mich ans herbstlich leeren Fluren. ® t e )3 e tt. P, Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nilmmer: Mauerblümchen.