AHBiSI ^ntzWWW , ' OöLflQ i ■SäetieeKÄiäSlSSi KekmuiH von Lonlen. Roman von Ursula Zöge von Manteuffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Schnadewitz war durch alte die an ihn gestellten zeremoniellen Anforderungen, durch Tischreden, Champagner und Verlicbthert in einer ihm sonst ganz fremden Aufregung. Wohl zum erstenmal im Leben umarmte er den jüngeren Kameraden und raunte ihm zu: „Helmuth, ich bin ja nun ein alter Ehemann — ich sage dir, heirate auch! — Es ist ja gräßlich — so'n Rummel — aber man überlebt es, und nachher hat man für's Leben was Gutes — habe ich dir schon gesagt, daß sie dem Köter —- dem Filou — Eintritt in die Wohnzimmer gestatter? Und dabei sind ihr Hunde schrecklich! Ermiß daraus . . . aber was ich sagen wollte: heirate! Und wenn du noch nicht weißt wen — ich weiß es jetzt. . . und ich bin erbötig, für dich den Freiwerber zu machen!" „Tanke. So etwas besorgt man selber." „Also wirklich? Eingeschlagen? — Famos! Daß du es weißt: Depeschen erreichen uns in Riva. Ich sehe der deinen entgegen!" Damit stieg er in den Wagen, in welchem die Braut, tn Ubschiedstvänen schwimmend, wartete. Loysen ging in sein Hotel. Hier vertauschte er die Uniform gegen einen dunklen Zivilanzug. Er tat es mühsam, als sei es eine schwere bedeutungsvolle Arbeit. Jedes Stück glättete er sorgsam, fast liebkosend, ehe er es fortlegte, den Palasch hing er an den Kleiderständer, und dabei strich seine Hand langsam über den glatten, funkelnden Stahl. Tann zog er das Taschentuch, um sich die Stirne zu trocknen. Es war merkwürdig und für ihn charakteristisch, daß ihm bei alledem nicht einmal der Gedanke an ben Revolver kam, den er auf Reisen mitnahm mit* der im Lederfutteral des juchtenen Handkösferchens stak. Seine Seele rang im Todeskampfe, aber er dachte nicht daran, diesen« Kampfe ein schnelles Ende zu machen. Seine kraftvolle, gesunde Natur nahm ihn auf und focht ihn durch. Eine halbe Stunde später war er schon auf seinem Wege. Er wußte, daß Luise Becker, seit sie bei der Bühne war, mit Frau Jahn zusammenwohnte. Tie Alte, welche stolz darauf war, daß eine so „berühmte Künstlerin" aus ihrem bescheidenen Laden hervorgegangen war, hatte längst ihr Geschäft der verheirateten Nichte übergeben, und da machte es sich von selbst, daß sie und Stufe zusammenzogen. Ihr war es recht und jener ersparte es alle häusliche.Arbeit. In die Miete teilten sie sich und so waren beide mit der Einrichtung zufrieden. Loysen ging geradenwegs nach dieser Wohnung. Sie lag in der Nähe des Theaters, an welchem sie spielte, und er hatte das Haus bald gefunden. Langsam stieg er die Treppen hinauf, die Stufen zählend, als sei das jetzt das Wichtigste. Endlich war er oben und klingelte. Alles blieb still. Er klingelte zum zweiten- und drittentnal und bemerkte bann erst einen seitwärts cmge- klebten Zettel: Berreist bis zum 6. Leipzig- Hotel — —• Zuerst überkam cs ihn wie Befreiung, als er, aber die Treppen herabging, wich diese Gehobenheit. Nein, diese Galgenfrist ist noch unerträglicher wie die Entscheidung. Er sah nach der Uhr, erkundigte sich nach ben Zügen und saß eine Stund« später im brausenden Knrierzug, um wieder einige Stunden später in Leipzig zu landen. Es war ein dunkler, nebliger Herbstabend, Bon den Bäumen der Stadtanlageu sielen die braunen Blattet naß und schwer ab, das Pflaster gleiste und die Laternen brannten in rotem Dunstkreise. Als er das angegebene Hotel erreicht hatte, ging er zuerst in bett Speisesaal, bestellte sich Essen und benutzte die Gelegenheit, um den höflichen Oberkellner auszufragen. Ja, Fräulein Luisane fei hier abgestiegen. Dritter Stock, Nummer 65, Tie junge Heroine gebe einige Gastrollen am Stadttheater. Sovrel er wisse, gefalle sie sehr. Er habe gehört, ihre Berliner Wer- pslickjtun.gen liefen. Ende des Jahres ab und sie suche Engagement an diesem Theater. Ob das Fräulein zu sprechen sei? — Ter Oberkellner zuckte die Achseln. Tie Borstellung sei schwerlich vor einer halben Stunde beendet — ehe sie bann hierher fahre, dauere es wohl noch länger. Loysen verabschiedete den Redselrgen und ließ sich dann ein Zimmer geben. Hier löschte er das blendende Glühlicht und ging bann in« Zimmer auf unb nieder, ruhelos, aber taktmäßig. An die Zimmerwand warfen bte Fenster große, weiße Vierecke. Trat er an eines der Fenster, so blickte er auf unzählige Lichter herab und sah die seinen Regentropfen; im Wiitde wirbeln. Während er so ging, kamen ihm die Gedanken, abgerissen und unzusammenhängend — bald war es ihm, als spüre er den würzigen Odem der Kiefern und der schwarzen Erde von Tvbrau — bald klang in seinen Ohren das Klirren der Gläser beim Hvchzeitsdieuer — und trotz dieser wechselnden Empfittduugen dehnten sich die Mintiten zu Ewigkeiten. Ungeduldig drehte er das Licht Wieben auf, setzte sich an den Schreibtisch und begann zn rechnen. Wieviel besaß er denn eigentlich? Ganz genau wußte er es selber nicht, aber jetzt wird es Zeit, daß er sich da hineinarbeitet. Er müßte es wissen, Recknitz legt ihm jährlich btiilbf-T. 3u benti, er von beit Client geerbt ijntbc, fattt, was ihm ein unverheiratet gebliebener Vatersbruder hinterlassen hatte. Er begann aufzuschreiben, wie und wo die verschiedenen Posten angelegt waren. Er wußte, daß er bei einer Heirat nicht auf Geld zu sehen brauchte. Tas war ihm immer lieb gewesen, Wenn unter keiner Bedingung durfte Wilhelmi daraus die geringste Ungelegenheit erwachsen, wenn ferne, Schwester heiratete. Nun strengte er sein Gedächtnis an, did Zahlen wieder zusammen zu reihen. Tas Resultat war eine Summe von dreimal hunderttausend Talern so ungefähr. Er kann also ein Gut kaufen und behält noch Betrieoskapital ul der Hand. Schattenhaft stieg Hochwerth vor ihm auf mit dem historischen Lohsenturm und dem Blick auf vielhundertjährige Eichen, die sein Vorfahr gepflanzt hatte — er lächelte bitter. Das wäre! . . . . Wie sie ihn wohl empfangen würden, sie alle ringsum? Nein, weiter, viel weiter ließ er die erwägenden Gedanken laufen bis in ferne, östliche Einöden. Dabei krallte sich ein bitterer Schmerz an sein Herz. Er sprang auf und begann wieder rastlos auf und nieder zu gehen und so weiter zu überlegen, und dabei geriet er wieder nach Tvbrau und sah sich auf seiner Fuchsstut« über die Ebene hinjagen, hier und da ein breiter Wassergraben- 142 tote sie es liebte — ach ja, diese Fnchsstute — sicherlich das eleganteste Pferd iml Regiment — etwas temperamentlos, aber flüchtig Ivie der Wind nnd im Flach- wie Höhensprung unüber- trofsen. Was war ihm schon für diese Siegerin in manchem Rennen geboten worden. Aber er gab sie nicht weg. Er dachte sich intimer, das müsse mal ein Reitpferd für seine Frau sein. Sie ging wie ein Lamm unter dem Tantensattel. Da war Fra Diavolo ein andrer Kerl — den konnte wohl selbst Anne Marie nicht reiten, „das Deibelsvieh, das ich nicht geschenkt haben Möchte", wie Schnadewitz zu sageit pflegte. Er war viel zn heftig, nm als Muster hingestellt zu werden, aber es war doch eine Lust, auf ihm hinzujagen! — Namentlich auf der weiten, mit bunten Blumen gesprenkelten Trift zwischen Tobrau nnd Rotthausen, jenem fragwürdigen nnd doch so unendlich reizvollen Terrain, daraus sich einzelne runde, struppige Erhöhungen, gleich grünen Gras-Igelit, erhoben, und darauf die jungen, Weißen Birken- stäntme leuchteten und ihr lichtes Laub flattern ließen, wie aufgesteckte Friedensfahnen. Balsamischer Wohlgeruch, Vogelgeschrei und menschenleere Einsamkeit ringsum ... er hatte das alles iwch nie so deutlich gesehen und empfunden wie eben, da er am dunklen Fenster stand, unter sich den Straßenlärm und die Lichter und die in der lebensarmen Stadtluft zu früh ent- blütterten Bäume. Plötzlich riß er feine Gedanken zurück und griff sich an die Stirn. „Ich bin toll," sagte er sich, „was soll mir das jetzt? Es entnervt mich völlig!" Mit raschen Schritten verließ er das Zimnter und ging wieder hinunter. Im Vestibül brannten die Kronen. Er fand eine Polsterbank im Schatten eines Mauervorsprunges unb- setzte sich so, daß er den Ausgang beobachten konnte. Nun mußte sie ja bald kommen. Noch einmal bäumten sich seine Lebensgeister gegen das Schicksal auf und suchten seine Gedanken in fieberhafter Hast einen Ausweg, eine andre Lesart. Es war der Kampf des Er- trinkettden, der, ehe er untersinkt, verzweifelt um sich greift — manch anderer hätte diese oder jene Ausrede für ein Rettungsseil angesehen und sich beruhigt. Ihm war das nicht möglich. Nein. Ein einziger Weg lag vor ihm, und den mußte er gehen, und dieser Weg führte als, ein Spießrutenlaufen zwischen all den Spottenden hin, die ihn verlachen oder verdammen würden. Hilfe ß ab es nicht, wenigstens für sein Ehrgefühl nicht. Vor dem, Hotel knallte ein Kütscher mahnend mit der Peitsche. ,Ter Portier eilte hinaus, hinter ihm flogen die Glastüren pendelnd hin und her — jetzt hielt er sie offen und zwei weibliche Gestalten traten ein, denen der Hotelpage Kartons und Taschen nachtrug. Es waren Luisane und Frau Jahn. Erstere ftonb einen Augenblick in voller Beleuchtung, während sie dem Portier schweigend den Zimmerschlüssel abnahm. Ter Tybus der Schauspielerin war ihr aufgedrückt, Loysen hätte sie unter vielen als, eine solche herausgefunden. Woran es lag, war schwer zu sagen. Sie hatten einen weiten, dunkelblauen, schwanbesetzten Mantel üm die Schultern hängen, darunter ein braun- seidenes, reich mit Schmelz besetztes Kleid, welches sie vermutlich in dem letzten Akt der ntobenten Tragödie auch angehabt. Auf dem schwarzbraun gelockten Haar saß ein schwarzer Federhut, groß und auffallenb durch seine Forme Nur die Schminke hatte sie sich {djon ab gewaschen und das Gesicht sah kreidig weiß aus. So, ohne ihn zu sehen, glitt sie au ihm vorüber und verschwand Mit ihrer Begleiterin im Fahrstuhl. Lohsen wartete noch fünf Minuten, dann stieg er langsam die Treppe hinauf. Endlich war er im dritten Stock und begann die Nummern der Türen zu studieren. Da war die, welche er suchte. Was nun? Ihm siel ein, daß er sich melden lassen müsse. Er konnte doch nicht einfach eintreten? Daun erschien ihm dies Bedenken lächerlich, er klopfte also an die Türe. Schritte nahten tapsend, der Schlüssel ward umgedreht, durch einen kleinen Spalt klaM Frau Jahns Stimme im echt Berliner Tonfall: „Kellner? Bringen Sie man zweimal Tee, aber ’n bisken hurtig!" „Es ist nicht der Kellner," sagte Lohsen, „bitte öffnen Sie." Ter Türspalt erweiterte sich und gewährte nun sparsamen ,Ausdruck auf das breite, bebrillte Antlitz mit dem glattgeschei- telten Grauhaar. „Wer ist da?" fragte sie. „von Lohsen. Wünsche Fräulein Becker zu sprechen." „Bedaure. Tas Fräulein empfängt Besuche von 12—1 Uhr mittags, sonst nicht!" Das ward kurz, fast schnappend gesagt. „Mich wird sie empfangen." Tie Frau stutzte. Sein Ton siel iHv auf. Weder Hoffen .noch Müffchen lag darin, sondern eine auffallende Resignation, als fürchte e«, es möchte so kommen. Tas Zögern benutzte er, öffnete ruhig die Türe und trat in das Zimmer. Durch eine halbvffeite Tür sah er in ein anstoßendes Schlafzimmer. Tort saß, ihm den Rücken kehrend, Luisane vor einer Toilette. Ihr Haar war gelöst, ihr Kopf rückwärts gebogen, mit beiden Händen hielt sie sich die Stirn, während sie ungeduldig rief: „Ich bitte Sie, wo bleibt der Dee — mein Kopf .bringt mir vor Schmerzen!" „Luise —!" sagte Lohsen. Er stand mitten im Zimmer, den Hut in der Hand, wartend. Trüben flog der Stuhl untl, die Gerufene sprang auf, wandte sich nach rechts und links, immer in die Höhe blickend, als erwarte sie eine Himmelserscheinung, plötzlich aber sah sie ihn, kam herbeigetaumelt, streckte beide Arme nach ihm aus und schriet „Loys! Lohs!" Tmtn, als sie ihn gerade erreichte, fiel sie an ihm herab, wie ein welkes Blatt zur Erde weht. Nicht das Bewußtsein, aber die Lebenskraft schien sie verlassen zu haben, denn während er sich herabneigte, sie auszuheben, ivimmerte sie, seine Hände um- klammernd, außer sich: „Lohs — Loys! . . . Tu bist da . . . ich wußte es ja, du mußtest einmal Kimmen — du konntest deine arme Luisane doch nicht ganz vergessen. Treu bin ich dir geblieben — treu!" „Beruhige dich, ich bitte dich!" murmelte er, beim Frau Iah» schlug unwirsch die Türe zu, durch die er eingetreten, und nahte, die Hände auf die Hüften gestemmt. „Was soll das man bloß vorstellen?" fragte sie, „Sie, Fräulein? Sie und so?" Er wandte den Kopf nach ihr. „Bitte, lassen Sie uns auf ein KUrzes allein. Was ich dem Fräulein zu sagen habe, ist ernst." Tie Alte zögerte, dabei schien ihr das Wiedeverkennen! auszudämmern, und sie ging in das Schlafzimmer, wo sie sich am Toilettetisch zu schaffen machte. Man konnte nur ihren breiten Rücken sehen und die mißbilligend hochgezogenen Schultern. (Fortsetzung folgt.) Eine Kordianöfahrt. (Originalbeitrag der „Gieß. Fam.-Blätter".) (Schluß.) Die weitere Fahrt nach dem Nordkap traten wir unter schlechter Wetterlwognose an, und wären teilweise lieber in Hammerfest zurückgeblieben, aber das Schiff nahm auf der Rückfahrt einen anderen Kurs, und so mußten wir beim nölens volens mittun. Sehr bald erfuhren wir die Tücken des nördlichen Eismeers, Nebel, eisige Kälte und schwere See verhängten harte Prüfungen über die nicht ganz Wetterfesten. Auch ich wurde zum erstenmal seekrank, unter der nicht ausbrechenden, aber den Körper tiefer erschütternden Form, die auch das Gehirn in Mitleidenschaft zieht. Bis zuletzt hielt ich mich auf dem Hinteren Teck — das vordere wurde oft von Wellen überspielt ■—, erlebte noch mit einiger Teilnahme das durch Kanonenschüsse herbeigeführte Anfslattern der Hunderttausende von Seevögeln, die mn sogen. Vogelberg nisten, bann schwand das Bewußtsein und ich überwachte unter mitleidig hilfreichen Händen erst wieder in der kleinen, etwas geschützten Bucht am Nordkap. Hier lagen wir 4 bisi 5 Stunden, um dem unternehmenden Teil der Gesellschaft Gelegenheit zum Aufstieg zu geben, der bei Nebel und schlüpfrigem Weg recht unangenehm verlief und- nur unternommen wurde, um nachher sagen zu können: „Wir sind auf dem Nordkap gewesen nnd haben eine Flasche Champagner dort geopfert." Trotz meiner kläglichen Verfassung weidete ich mich am Anblick der stürmisch erregten See. Die Wellen stürmten wie eine Horde wütender Eisbären gegen die Felsen heran, zerstäubten unter donnerähnlichem Getöse, einen weißen Gischt znm Nebelhimmel ausspritzend. Auf der Rückfahrt vom Nordkap besuchten wir ein Lappen- lager mit großer Rmntierherde, Erdhütten, Schmutz und Gestank, die nun einmal unzertrennlich sind von diesem merkwürdigen Nomadenvölkchen. Sie waren offenbar auf unseren Empfang vorbereitet, denn die meisten trugen Sonntagsstaat, grobe, dunkelblaue Kittel und Hosen mit roten und gelben Tnch- zackm verziert, die Frauen warm mit bunten Glasperlen behangen, das dichte Haar hatten sie mit Bändern zu kleinen Zöpfe» verflochten. Die Aermeren staken in ihren Renntierpelzm, das Rauhe, weil es Sommer war, nach außen gekehrt. Die Kinder liefen fast nackt herum, nur die ganz kleinen waren fest emgeschnurt in Kästm, die mit Renntierfell bezogen, oben eine kleine Schutzvorrichtung gegen Sonne, Wind und Regen hatten. Ich bin überzeugt, daß diese kleinen Augiasställe höchstens einmal in der Woche gesäubert werden. Trotzdem erwächst aus ihnen ein zähes, widerstandsfähiges Geschlecht, das sich seines Lebens freut und last not least seinen Vorteil nach allen Richtungen hin wahrzunehmen weiß. Einm gewissm, wenn auch rohen Kunstsinn zeigen die Lappen in Bearbeitung der Remitier-- — 143 knocheu und Geweihe zu allerlei Haus- und Schreibgeräte Ich erstand ein Papiermesser, auf dem sehr zierlich ein mit Renn- tieren bespannter Schütten cingeritzt war und einen Fellbeutel, der sich aber seines infernalischen Dustes wegen in der Folge als ganz unbrauchbar erwies. Viele Hunde waren int Lappenlager, Wohl zur Bewachung der Herde, sie sahen womöglich noch schmieriger aus wie ihre Herren, für beide galt die Parole: Drei Schritt vom Leibe. Nach diesem Ausflug ürs Unsaubere bestiegen !vir wieder unseren reinlichen ,,Neptun", der uns vorbei an zerrissenen Klippen und malerischen Gebirgsketten nach dem berühmten Thor- g h a t t e it brachte. Es ist ein gewaltiges Felsentor, von dem aus man, wie durch ein Riesenteleskop auf das Meer mit seinen unzähligen Scharen und Inseln blickt. Die letzte interessante Bergkette von Drontheim sind die sieben Schwestern, alle in ziemlich gleicher Höhe, nur ein kleineres, wahrscheinlich eilt Nachkömmling, ist dabei. Nach siebentägiger Seefahrt landeten wir wieder in Drontheim im Brittania-Hotel, machten am nachmittag noch eine Partie zu dem Lille Lerfos Wasserfall und rüsteten uns zur Nachtfahrt nach Brake, von wo wir die Fahrt auf dem Jndalself und vou da zurück auf den Angermannelf machen wollten. Bräke hat als Knotenpunkt ein großes, durch ganz Skandinavien berühmtes Bahnrestaurant, dessen Betrieb typisch für den ganzen Norden — einschließlich Rußlands — ist. Man findet zuerst die Tafel besetzt mit der sogen. Vorkost, einer überreichen Zusammenstellung kalter Fisch- und Fleischspeisen mit Butterbrot, smörbröd, dann folgen einige warme Fleischgerichte mit Gemüse und Kartoffeln in verschiedener Form, dann ein kalter Pudding und in der guten Jahreszeit stets Waldoder Gartenerdbeeren mit Flöt (süßem Rahm) und Zucker. Ter Bezahlungsmodus ist eigentümlich, es gilt dabei der Gefpenster- grundsatz: „Wo sie hinein, da müssen sie heraus", aber nur im Besitz einer Mark, die man drinnen für 3 Kronen (3 Mk. 36 Pf.) erstehen und am Eingang abliefern muß. Gesondert bestellt inan nur die Getränke, welche für die Leute des Orientklubs, abgesehen vom Wein in den Gesamtkosten mit einbegriffen waren. Auch für Gepäckbeförderung und die lästigen Trinkgelder brauchten wir keine Sorge zu tragen, das besorgte alles die Reiseleitung, die, obgleich selbst zum erstenmal in Skandinavien, durch Beziehungen dort alles vortrefflich organisiert hatte. Nach kurzer Eisenbahn- und einer längeren schönen Wagenfahrt von Bräke aus bestiegen wir bei Edset das Dampfboot Liden. Es hat der Stromschnellen wegen zwei starke Schraubenmaschinen, fährt mit reißender Schnelligkeit den Jndalself stromabwärts. Felsige User, schäumende Wasserfälle wechselten mit prachtvollen Wäldern, die in ganz Nordschweden den Reichtum des Landes ausmachen. Auf dem Jndals-, wie auf dem Angcr- mannelf treiben ungeheure Massen gefällten Holzes dem Meere zu, und werden von dort zu Schiffe weiter befördert. Hier und da sind große Holzrinnen gebaut, in denen die mächtigen Stämme heruntergleiten, dann in weitem Bogen herabspringen, hochaufspritzenden Schaum wie bei starker Brandung in die Luft sendend. Dreimal mußten wir, der Verschiedenheit des Stromwassers wegen das Schiff wechseln, wie man im Gebirg z. B. auf das Stanhcr Horn dreimal den Wagen wechseln muß. In S u n d s v a l l am Ausfluß des Jndalself nahm uns das vornehme Hotel Knaust auf, das zu jedem erdenklichen Komfort jedem Gast ein eigenes Telephon bietet. Ueberhaupt ist. in Skandinavien alles, was mit Elektrizität zusammenhängt, weiter fortgeschritten und verallgemeinert wie bei uns, was wohl durch die großen Wasserkräfte des Landes erklärt wird. Sundsvall ist wie Aalesund schon mehrmals durch Feuer zerstört worden, und nun in Stein sehr schön wieder aufgebaut. Nach dem Grundsatz, daß man den Brunnen zudeckt, wenn das Kind ins Wasser gefallen ist, hat cs jetzt die besteingerichtete Feuerwehr Schwedens, die — wohl vorher bestellt — uns in 2 bis 3 Minuten den ganzen Verlauf der Mobilmachung zeigte. Sehr stolz sind die Sundsvaller aus ihr schönes Rathaus, wo wir uns alle einschreiben mußten, und aus ihre Schuteinrich- tungen, die allerdings, so weit man sie von außen beurteilen konnte, mustergültig sind. Bon Sundsvall aus erreichten wir, geleitet vom liebenswürdigen Hafendirektor in 4 Stunden H ö r - nosand, wo inr Stadtgarten bei Musik unser Mahl gerichtet war. Ich wäre fast darum gekommen, denn in einem Anhängsel des Stadthotels ganz allein, wenn auch sehr hübsch einquartiert, konnte ich den Anschluß erst nach längerem Suchen erreichen. Tie reizend am Sund gelegene Stadt konnten wir leider nur flüchtig ansehen, doch machte sie wie fast alle Städte tit Schweden einen sehr reinlichen, wohlhabenden Eindruck. Fast einen ganzen Tag verbrachten wir auf dem Anger- n n n e l f, der anfänglich Meercsarm und mit Seewasser gefüllt erst allmählich Flußcharaktcr annimmt. Tie Ufer sind weniger romaittisch wie die des Jndalself, die großartige Holz- mdustrte gibt Strom und Ufer das besondere Gepräge. Da die erhabenen Eindrücke fehlten, hatte man auch Zett auf Kleinig- S.r^r 8lt ^-cken, und so bemerkte ich denn in meiner Nähe ein cmf dE mit großen goldenen Lettern bemerkt war, daß Kaper Wilhelm h. int Jahre 1898 — wie ich glaube — daran gefrühstückt habe, ein Beweis dafür, daß auch die alten Schweden aus zarte Weise Reklame zu machen verstehen. Der Wahrheit gemäß muß ich übrigens bemerken, daß das Deutschtum sehr angesehen ist in Schweden und Norwegen, zum Teil durch des Kaisers alljährliche Reisen dahin, die einen großen Touristenstrom und viel Verdienst dem Lande zuführen. lieber jedem Hotel, wo wir angemeldet waren, wehte die deutsche Flagge, selbst die Speisekarte wies neben Fähnlein in den Landesfarben stets ein schwarz-weiß-rotes auf. In S o l l e f t e a stiegen wir aus und erreichten mit der Onukbahn Bräke, wo .zu aller Freude das Tischlein wieder prächtig gedeckt war, int Gegensatz zu den etwas frugalen Schifssmahl- zeiteu. Am andern Morgen war früher Ausbruch. Die Bahn führte uns durch reizvolle Landschaften, dunkle Wälder, weite Seen, fesselnde Gebirgsbildcr, Städte und Dörfer, die von hohem Kulturstand zeugten, begleiteten den Weg, der sich leider zum Teil bei Nacht vollziehen mußte. Upsala, die berühmte alte Universitätsstadt, sahen wir nur von weitem, der viertägige Aufenthalt in Stockholm mußte dafür entschädigen. Man hat Stockholm wohl das Venedig des Nordens genannt, aber die Aehnlichkeit ist sehr gering, da die Kanäle, welche Venedig überall durchziehen, hier gänzlich fehlen; eher würde ich eine Aehnlichkeit mit Hamburg zugeben, schon wegen der Uebcreinstim'mung des Klimas, der Luft- und Wasser-Stim- iming. Unser Hotel zum Kronprinzen, mit einem langen Negerportier, lag leider in der lärmersüllten Hauptstraße, und ich war froh, schließlich int Annex ein stilles Zimmer mit Aussicht auf die Dächer zu erhalten. Ein Regentag erwartete uns, den wir morgens notgedrungen mit der Besichtigung einiger Kirchen — in einer derselben steht der Sarkophag" Gustav Adolfs — und am Nachmittag mit einer verunglückten Partie nach dem Park Hasselbaken ausfüllten. Eine kleine Gunst des Augenblicks, wo es nicht regnete, benutzend, ließen wir uns auf Katharina Hißen listen, einem ähnlich dem Eiffelturm aus Eisen konstruierten Gerüst, von dessen Spitze aus man einen herrlichen Blick über Stadt uud Mälarsee genießt. Ter kommende Tag brachte die Besichtigung des nordischen und des Freiluftmuseums. Ersteres bietet durch Jahrhunderte sortlaufende Eindrücke der Nordländer in Wohnung, Trachten, Lebensgewohnheiten und Bräuche, es ist ein Stück versunkener Welt mit dem Zauber eines eigenartigen Volkslebens. Das von dem reichen Bürger Slänsen gestiftete Freiluftmuseum vervollständigt den Eindruck, das nordische Bauernhaus, die Fischerhutte, die Kirche, der frühere Betrieb der Landwirt scha st, die verschiedenen Gewerke, alles findet sich in diesem schönen Park, Freilustmnseum genannt, vereinigt. Im Restaurant wird man von Mädchen in Landestracht bedient, die, wenigstens int Sommer, auch von Töchtern feiner Familien getragen wird und vorzüglich kleidet. Statt Besichtigung der Galerien wurde uns ein Ausflug nach Schloß Grypstöhn geboten, das durch seine schöne Lage am Mälarsee und die größte Porträtsammlung berühmter Schweden ausgezeichnet ist. Tic Fahrt geht durch einen Seearm mit bewaldeten und villenbedeckten Ufern, ist aber zu lang für das Opfer eines ganzen Reisetages. Weit genußreicher als dieser Ausflug war der nach S a k t t j ö b a t> e n, dem beliebtesten Seebad der Stockholmer in entzückender Lage. $a§_ Grand Hotel mit 100 Zimmern und einer großen Terrasse ist der Sammelplatz der seinen Welt, die, genau wie bei uns, geputzt und gelangweilt ist, trinkt, schwatzt und flirtet. Biel eigenartiger ist das kleine Seebad T a l a r ö , wo man int Glaspavillon, der an drei Seiten vom offnen Meer umschlossen ist, das alte ewig neue Spiel der Wellen aus erster Hand genießt. Das Badewesen ist in Schweden hochentwickelt, die Anstalten vornehm ausgestattet. Merkwürdig berührt es. daß in den m ei sten B ä d er n Damenbedienung ist, die auch das Einpacken, Abreiben und Massieren der Herren anstandslos besorgt. Ob wir in Deutschland uns jemals zu solcher Vorurteilslosigkeit durchringen werden? Mit Bedauern verließen wir nach vier Tagen Stockholm, um die Fahrt nach Ko pe nh a g en anzutreten, die durch das südliche Schweden, die Kvrukammer des Landes führt. Fruchtbar, aber unbedeutend ist die Landschaft, so daß wir durch die Nachtfahrt wenig einbüßten. Bei schlechtem Wetter kamen wir morgens früh in Kopenhagen an und wurden in zwei Hotels, von denen mir diesmal das bessere zufiel, verteilt. Statt einer Wagenfahrt zur Besichtigung der Stadt, die ich schon kannte, sagte ich mich bei einer liebenswürdigeit von Gießen her befreundeten Familie au und verlebte dort einen angenehmen Tag und Abend. Der nächste Tag war ein Sonn- und Sonnentag, so daß die große Wagenfahrt in die Umgebung unter besten Aussichten angetreten wurde. Zuerst besuchten wir Schloß Rosenborg, das so voll von Kunstschätzeu aller Art steckt, daß man es dem großen Gewölbe in Dresden und dem Musse Cluny in Paris dreist an die Seite stellen kann. Der Weg von da nach Klam- pcnborg ist ein wahrer Blumenweg. Vor jedem noch so kleinen Haus, in jedem Fenster Blumen, dazu die schönsten Meitscheublumen, lustige Radlerinnen, die zu hunderten unseren Weg begleiteten und Grüße mit uns tauschten. Im Strandhotel 144 triin-be die Magenfrage höchst befriedigend gelost, dann ging es durch den prächtigen Buchenwald nach S ko ds b or g.ivo gerade Pferderennen und Auffahrt des Hofes stattfand. A-cr Abmd sah uns im Tivoli, wohl dem größten Gartenlokal.Europa», wo man bei märchenhafter Beleuchtung rede Art Schaustellung vom arabischen Dorf bis zur moulin rouge innen und außen genießen kann. „« Ein Teil unserer Gesellschaft blieb in Kopenhag"» zurück«m die Kunstschätze zu studieren Ich habe ckrere in bwfetn bescheidenen Reisebericht nirgends erwähnt, da man iin engen Rahmen nur Namen bringen könnte, die ohne eigene Anschauung Fr den Leser doch nur Schall und Rauch fern wurden. Die Fahrt von Trelleborg nach Saßnitz wurde wegen hoher See diesmal recht verhängnisvoll für den größten Teil der Reisenden Ich hielt mich so tapfer, daß in Sicht der Insel Nüaen mein irdisches Teil sogar mit Speise und erfreuen Fnnte Tas seelische Gleichgewicht habe ich zum Gluck aus der aanien anstrengenden Reise nicht verloren, und wenn auch die Aclteste der Gesellschaft die Genußfreudigkeit der hungeren In» «it jeder Grenze verstanden und geteilt. Daher kann ich aus vollem Herzen sagen: Wohl dem, der wenigstens alljährlich einmal den Alltagsstaub abschütteln und mit den Erinnerungen eines frohen Sommers die trübm Tage des Winters vergolden kann! — __ VeNMZdchSss« * Der Ball im künstlichen Walde. Aus New York wird berichtet: Mit einer erstaunlichen Opferfreudigkeit kämpfen die Millionäre von Philadelphia um den Ruhm der höchsten Exzentrizität. Vor einigen Tagen opferte schon Mr. Paul 400 COO Mk. für feilten berühmten Schmetterlingsball, bei dem Hunderte von seltenen lebenden Faltern über den tanzenden Paaren freigelassen wurden, und ganz Philadelphia jubelte bei dem Gedanken, den Newhorker Millionären den Rang abgelaufen zu haben. Mr. Pauls Lorbeerkranz ist schon verwelkt. Philipp Randolph hat ihn besiegt und einen neuen Rekord aufgestellt: er hat es fertig gebracht, für ein Ballfest 860000 Mk. aus- zugeben. Es war das Debüt seiner Tochter Dorothy in der Gesellschaft von Philadelphia, und das denkwürdige Ereignis sollte von vornherein den Stempel des Außerordentlichen tragen. Als die Gäste die prachtvolle Villa Randolphs betraten, blieben sie verblüfft stehen. Das ganze Haus war in einen Wald verwandelt, mächtige Baumstämme ragten empor, mit dichtem Laub bekleidet, schmale Fußpfade führten durch das Dickicht, Bäche rieselten dahin, iiber die schmale Stege führten. Kleine Seen wechselten mit Wasserfällen und lieblichen Landschaften. Der große Tanzsaal dagegen war von Bäumen umrahmt, die durch geschickte Ausnutzungen von Spiegelwirkungetl einen unabsehbar tiefen Forst vortäuschten. In den übrigen Räumen raschelte natürliches Laub unter den Füßen der Gäste, Gräser bogen sich, und unter Palmen und Büschen blühten im frischen Erdreich allerlei köstliche Bliimen. Zwischen den Aesten des Waldes flatterten Hunderte von Kanarienvögeln, Nachtigallen und Drosseln, und ihr Gezwitscher mischte sich in die Klänge des verborgenen Orchesters. In den Bächen und Seen aber tummelten sich Scharen von lench- tenden Goldfischen. Auf den Stegen, an den Ufern, drängten sich die eleganten Damen, Netze und Angelgerät lagen sorglich bereit und fröhliches Jagdvergnügen verkürzte den Schönen die Tanzpausen. Den gefangenen Vögelchen gab man die Freiheit wieder, um sie dann wieder anmutig mit dem Netz zu Haschen. Und die geangelten Goldfische mußten den kleinen Scherz mit den Angelhaken nicht gleich mit ihrem Leben bezahlen. Man warf,sie wieder in die Fluten und freute sich an dem reizenden Spiel, wie die zappelnden kleinen Wasserbewohner dann pfeilschnell durch den See schossen, hin und her, und den schlimmen Schreck mit dem Angelhaken nicht vergessen zu können schienen. * Die schnellsten Hunde. In England, dem klassischen Land des Sports, feiern jetzt die Windhunde ihre großen Triumphe. Alljährlich mit dem 1. September beginnt die Zeit der Hunderennen, und erst mit dem März endet die Saison. Mit dem Waterloo-Cup, dem „Derby der Windhunde", erreicht die Kampagne ihren Höhepunkt; in den ersten Märztagen wird der Kampf um diesen Preis ausgetragen, und dem siegenden Hunde winkt eine Prämie von 10000 Mk. Der zweite erhält 4000 Mk. und auch für die übrigen sind noch eine Reihe von ansehnlichen Preisen Goldene Wor-Le. Nur Unerreichtes ist uns Wertes, Und nur Gejucktes, Ungeklärtes Vergnüglich, reizend^ wundermm. D.äs Volk ist siech und rasch verachtet, Das nicht nach Unerreichtem trachtet Und ihm vor Golt sich iestlich weiht. Nock tavire Mütter sind die deutschen Frauen, Noch herzenskeusch, noch schlickt und tugendsai , Doch schon beginnt, aus Schuldbewußtieni zahl , Ter Manneszörn bedenklich zu verfhntetL^^ ^rdE Rätsel. Aus mir entsteig! des Lebens Quelle, Wenn Morgens früh der Tag erwacht, Die Schatteii weichen meiner Helle, Und rings erstrahlt der Erde Pracht. Ein Zeichen vor mich und ich richte Manch Hausgeräte übel zu, Das ich entstelle iwd vernichte, Läßt ungebraucht man mich in Ruh! Davor ein Zeichen und ich bringe Dem Herzen Glück in tieisler Not, Und neuer Hoffurmg leichte Schwinge Verkündet ihm ein Morgenrot. A. A tu in a n n. Auflösung in nächster Nummer. ausgesetzt, die insgesamt eine Summe von 32 000 Mk. repräsentieren. Die Zahl derer, die sich den Luxus eines Hundestalles leisten, ist in England sehr groß, obwohl damit bedeutende Kosten verknüpft sind. Denn ein Stall von 100—150 Hunden, von denen gewöhnlich nur 20—30 alljährlich für bie Rennen konkurrieren, erfordert einen Kostenaufwand von 30—80 000 Mk., ungerechnet die Trans- vortkosten und andere mannigfache Nebenausgaben. Die Schnelligkeit der englischen Windhunde grenzt ans Fabelhafte. Ein guter Hund muß in einer Sekunde 18—20 Meter zurücklegen, also nahezu 70 Kilometer in der Stunde; ein Rennpferd erreicht durchschnittlich nur 16 Meter in der Sekunde und 60 Kilometer in der Stunde. Der berühmte „Monarch" hat in der Jagd auf einen Hasen sogar nicht weniger als 11 Kilometer in 9 Minuieu ..0 Sek. zurückgelegt. Die Zeitschrift „Je sais tont" erzählt von einem greyhound, der seinen Herrn zur Bahn begwuete. Der Herr vergaß ihn nach Hause zu schicken, und der Hund lief hinter dem Eisenbahnzng her und holte ihn auf der nächsten Station ein. Die Bahnbeamten hielten ihn auf, allein es gelang dem treuen Tiere, sich wieder freizumachen, und hinter dem davonbrausenden Zuge setzte er feine Jagd fort. Sein Herr stieg in der nächsten Station aus, und wenige Minuten später traf sein Hund keuchend am Bahnhof ein. Literarisches. , ... Mexiko Tas Land der blühenden.Agave ernst und letzt. «•» ä 'S wtoSeS. * sä fe-Ä’-Bstac finden. ____—— Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Wo man raucht, da magst du ruhig harren. Böse Menschen habe» nie Zigarren. Redaktion: P. Wittko. - Rotationsdruck und Verlag der B r ü h l 'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießer».