Montag den 2. November M8 i [jüti fBwäs^ ß8!£9B WBWLL ■ MK^W H W i bev Wecker getreulich los, aber der rasselnd: Lärm deS sinnreiche«« Mechanismus genügte nicht, um dm schweren Schlaf der beide,« Polizeibcamtcu zu unterbrechen. Sie hätten wahrscheinlich noch lange toeitergeschlafen, wenn nicht, gegen halb acht, zwei krästigv Faustschläge die Zimmertür erschüttert hätten. Mit einem Satz ,var Lecoq aus dem Bett, ganz überrascht, dasz der Helle Tag ins Zimmer schien, und wütend, daß seine Vorsichtsmaßregeln vergeblich gcivesen '.raren. Herein! rief er dem zeitigen Besucher zu. Sofort öffnete die Tur sich ein Stückchen, und in der Spalts erschien das Gesicht des Vater Papillon. Ach, mein braver Kutscher! rief Leeoq. Es gibt also "was Neues? ' , . Entschuldigen Sie Nur, Herr, es ist int Gegenteil intinet dieselbe Sache, die mich hierherbringt, wissen Sie, die dreißig Franken von den beiden Frauenzimmern. Ich kann nicht wieder ruhig schläfert, ehe ich nicht das Geld mit Droschlenfahren bei Ihnen abverdient habe. Gestern machte die Fahrt fünf Franken, also bin ich Ihnen «roch fünfundzwanzig schuldig. Aber das ist ja die reine Verrücktheit, mein guter Mann! Möglich! Dann ist es jedenfalls meine eigene Verrücktheit. Ich habe bei mir geschworen, wenn Sie mich nicht nehmen wollen, elf Stunden lang vor Ihrer Tür zu halten; die Stunde zu zwei Frankem fünfundzwanzig Centimes gerechnet, werden wir daun quitt sein. Entscheiden Sie sich! . Dabei sah er Lccoq ganz bittend an. feine Weigerung hatte ihm augenscheinlich wirtlich weh getan. Meinetwegen, sagte Lccoq. Ich nehme Sie für den Bor- mittag. Nur mus; ich Ihnen Voraussagen, daß wir euie richtige Reise vor uns haben. Cocotte hat gute Beine. Mein Kollege und ich haben in Ihrem Quartier zu tun. Wir müssen unbedingt die Schwiegermutter der Witwe Cyuptn ausfindig machen, und ich hoffe «au- bestimmt, daß wir beim Kommissar des Reviers ihre Adresse erhalten werden. DH, wir gehen, wohin Sie wollen; ich stehe ganz zu ^hvei« Diensten. .. f Einige Augenblicke später suhven sie ab. m , VaRllon saß stolz auf seinem Bock und ließ die Peitsche knallen, und die DrosWe sauste dahin, als hätten die Fahrgaste; fünf Franken Trinkgeld versprochen. Der alte Abstrich ivar trauttg. Lccoq hatte ihm zwar verziehen und sogar geschworen, daß er nichts sagen würde, aber er selber konnte sich nicht verzeihen. Er war untröstlich darüber, daß ein alter Polizetbcaniter wie. er sich Wie ein naiver Provinziale hatte übertölpeln lassen. — Wenigstens war die lauge Fahrt nicht ztvecklos Der Sekretär des 13. Polizeireviers konnte Lccoq mitteilen, daß die Ehefrau des Polhte Chupin mit ihrem Kinde ganz in der Mhe wohnte, in der sttuellc de la Buttc-aux-Cailles. Die Hausnummer iviiß.e er nicht, aber er gab einige Einzelheiten über die Frau an. Mutter Chupins Schwiegertochter ivar Auvergnatin, und sie wir sthw« dafür bestraft, daß sie, statt cims Pariser geheiratet hatte. Mit zwölf Jahren nach Paris gck'inmc.i, iw sic als Abbcitcrin in eine große Fabrik von Mvntrauge ein Herr Lecoq. Kriminal-Roman von E. Gabor«an. Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Zu des alten Absinths großer Ueberraschung schien Lccoq ülwr diese Geschichte noch weniger unzufrieden, als nachdenklich zu sein. Was halten Sie von diesem Bürgersmann, Papa? fragte er. Ich deirke, er war mir nachgegangen, während ich die anderen beobachtete, und er kam eigens zu dem Zweck, mich betrunken zu machen, in das Cafe. Können Sie ihn mir beschreiben? Er ist eilt großer Biedermann, ziemlich dick,,mit einem breiten roten Gesicht und einer sehr platten Nase, so recht gutmütig aussehend. Er ist es! rief Lecoq. Er? Mer? , Der Komplize, der Mann, dessen Fußspuren wir entdeckt hatten, der falsche Trunkenbold, ein leibhaftiger Teufel, der uns poch alle hineinlegen wird, wenn wir nicht die Augen aufbe- halten! Vergessen Sie ihn ja nicht, Papa, und wenn Sie ihm jemals begegnen sollten... Aber des alten Absinths Beichte war noch nicht zu Ende, und wie es beim Beichten üblich ist, hatte er die schwerste Sünde bis zuletzt aufgehoben. . ... Das ist leider noch nicht alles! begann er wieder. Ich will Ihnen nichts verschweigen: ES kommt mir so vor, als ob der Verräter mit mir von dem Mord in der „Pfefferbüchse" gesprochen hat. Und da habe ich ihm alles erzählt, was wir schon entdeckt haben und ivas wir zu liiachcn gedenken. Lccoq machte ein so fürchterliches Gesicht, daß der Alte ganz- entsetzt zurückwich. , ... Unglücklicher! rief er. Unseren Kriegsplan dem Fernde aus- liefern! Aber er gewanu schnell seine Ruhe wieder. Erstens war gegen das Geschehene doch nichts mehr zu machen; zweitens aber hatte der Vorfall sogar seine gute Seite: er benahm alle Zweifel, die seit der -Entdeckung im Marienburger Gasthof etwa noch in Lecoqs Geist vorhanden ivaren. Jetzt ist nicht die Zeit, darüber Betrachtungen anzustellen, sagte Lccoq zum Alten; mir tun vor Müdigkeit "lle Knochen wetz. Nehmen Sie sich meine Bttttratze aus meinem Bett, Alter, und dann wollen wir schlafen. 25. Kapitel. Lecoq ivar ein vorsichtiger junger Mann. Ehe er zu kett ging hatte er seine Weckuhr auf sechs gestellt. Auf diese Weise, sagte er mm alten Absinth, als er. das Licht ausblies, werden wir die Zett nicht verschlafen. ' Aber er rechnete ohne seine furchtbare Müdigkeit und ohne die Alkoholdünste, die noch das Gehirn fernes alten Kollegen umnebelten. Als es auf Saini Enstachc sechs Uhr schlug, schnurrte 686 (getreten itnb immer in demselben Dienst geblieben.. Mit zehnjährigen Entbehrungen und harter Arbeit hatte. sie, Sou bei Sou, dreitausend Frauken auf die Seite gelegt, als ihr böser Geist Polyte Chnpin auf ihren Weg führte. Sie verliebte sich in den blassen Mischen Taugenichts, und er heiratete sie ihrer Ersparnisse wegen. Sv lange das Geld vorhielt, d. h. etwa drei oder vier Monate, ging es in ihrer Ehe wie int Himmel zu. Aber mit dem letzten Silbertaler verschwand auch Polyte und nahm voll Entzücken fein ausschweifendes Faulenzer- und Verbrecherleben wieder auf. Seitdem liest er sich bei seinev Frau nur noch sehen, um ihr ihr Geld wegzunehmen, wenn er dachte, sie hätte sich wieder ein bißchen zusammengefpart. Und in regelmäßigen Zwischenräumen liest sie sich alles von ihm abnehmen. Er hatte sie gern Noch tiefer heruntergebracht, in der Hoffnung, von ihren Reizen Vorteil zu ziehen. Sie widerstand. Dieser Widerstand eben Ivar die Ursache des Hasses, den die alte Chnpin gegen ihre Schwiegertochter hegte, und der sich in so schlechter Behandlung äußerte, daß die arme Frau eines Abends flüchten mußte, ohne etwas mitnehnten zu können, als die Lumpen, die sie auf dem Leibe trug. Mutter und Sohn rechneten vielleicht darauf, daß dev Hunger bewirken würde, was ihre Drohungen und Ratschläge nicht hatten bewirken können. In diesen schändlichen Erwartungen hatten sie sich indes getäuscht. Der Sekretär fügte hinzu, diese Tatsachen wären allgemein bekannt, und alle Wtzlt ließe der tapferen Auverguatin Gerechtigkeit widerfahren. In dem Spitznamen, den man ihr gegeben, spräche sich sogar eine derbe aber aufrichtige Anerkennung aus: man nturnte sie nämlich „Tugend-Toni". Mit diesen Auskünften versehen, begab Leeoq sich zu seinem Magen zurück. Die Ruelle de la Butte-anx-Cailles, wohin Pa-, pillon sie mit Windeseile fuhr, hat wenig Aehnlichkeit mit deut Boulevard Malesherbes. Wenn Millionäre in beut Gäßchen wohnen, so merkt man jedenfalls nichts davon. So viel ist sicher, daß alle Bewohner sich gegenseitig kennen; es ist wie in einem Dorf. f&er erste Mensch, an den Leeoq sich mit einer Frage nach Frau Polyte Chnpin wandte, half ihm aus seiner Verlegenheit. Tugend-Toni wohnt in deut Hause hier, gleich rechts, so lautete die Antwort, im obersten Stockwerk, die Tür gerade der Treppe gegenüber. Leeoq und der alte Absinth traten in das Hans und fanden sofort das ihnen bezeichnete Zimmer. Es war eine traurige und kalte, ziemlich geräumige Dachstube, mit Fliesenfußboden; das Licht fiel durch ein Klappfenster hinein. Ein windschiefes Bett aus Nußbaumholz, ein wackliger Tisch, zwei Stühle und einige schlechte Kochtöpfe, das war die gattze Einrichtung. Aber trotz der offenbaren Armut blitzte alles vor Sauberkeit, und, wie der alte Absinth sich etwas kräftig ausdrückte, man Hätte vom Fußboden essen können. . Als die beiden Beamten eintraten, fanden sie eine Frau vor, die Säcke aus grober Leinwand nähte. Sie saß mitten im Zimmer, genau unten dem Fenster, iint das volle Tageslicht für ihre Arbeit auszunntzen. Beim Anblick der beiden fremden Männer erhob sie sich überrascht, sogar ein wenig erschreckt,. halb von ihrem Stuhl. Mit einem einzigen Blick hatte Lecoq die Wohnung und die Frau' gemustert. Sie war klein, stämmig-. dick, fürchterlich gewöhnlich. Ein Wald von struppigen, schwarzen Haaren über ihrer sehr niedrigen Stirn und große kornblumenblaue Augen gaben ihrem Gesicht jenen Ausdruck von Resignation eines verprügelten Tieres, der einem ins Herz schneidet. Vielleicht war sie früher in ihrer Jugendfrische nicht ganz häßlich gewesen; jetzt sah sie beinahe so alt aus wie ihre Schwiegerl- mntter. Aber von ihrer ganzen Erscheinung ging ein Hauch von angeborener Ehrenhaftigkeit aus, den auch ihre verbrecherische Umgebung nicht hatte zerstören können. Ihr Kind war ihr sehr unähnlich; bleich und schmächtig, mit eigentümlich glänzenden Augen, die Haare von jenem schmutzigen Gelb, das man „Pariser Blond" nennt. Ein Umstand fiel den beiden Beamten besonders auf: die Mutter hatte ein sehr schlechtes Kattunkleid an, der Kleine dagegen war in einen dicken warmen Tuchanzug gekleidet. Fran Chnpin, begann Leeoq freundlich, Sie haben ohne Zweifel von dem großen Verbrechen gehört, das, in der Wirtschaft Ihrer Schwiegermutter begangen worden ist, Ach ja, mein .Herr. Und lebhaft setzte 'sie hinzu: Aber mein Mann kann nicht dapin, verwickelt fein, denn er ist im Gefängnis. Ja, ich weiß, sagte Lecoq, Polyte ist schock vor viccheW Tagen verhaftet worden. Oh, ü-nd sehr ungerechter Weise, mein Herr, darauf schwöre! ich Ihnen! Er ist, wie immer, von seinen Freunden, schlechten Subjekten, verleitet worden. Er ist so schwach; wenn er ein Glas Wein im Kopf hat, kann man mit ihm machen, was man will. Bon sich selber aus würde er keinem Kinde was zu leide tun — man braucht ihn ja nur anzusehen. Und währeud sie sprach, sah sie mit flammenden Augen auf eine schlechte Photographie, die an der Wand hing. Sie stellte einen abscheulichen Burschen mit falschem Blick dar; ber IM-- liche Mund war kaum von einem leichten Schnurrbart beschattet, die geölten Haare waren in Locken an die Schläfen geklebt. Das war Polyte. Unverkennbar liebte die Unglückliche ihn immer noch; er war ja auch ihr Gatte. Ein minutenlanges Schweigen folgte diesem stummen Blick, aus welchem so viel Leidenschaft sprach, und während dieser Minute öffnete sich sachte die Tür der Dachstube. Ein Mann steckte seinen Kopf durch die Türöffnung, zog ihn aber sofort mit einem! unterdrückten Ausruf wieder zurück. Die Tür schloß sich .wieder, der Schlüssel drehte sich kreischend im Schloß, und man hörte schnelle Schritte die Treppen hinabeilen. Mit dem Rücken nach der Tür, mitten in der Stube sitzend, hatte Leeoq das Gesicht des sonderbaren Besuchers nicht sehen! können. 'Trotzdem zweifelte er nicht eine Sekunde daran, wer dieser war, und ries: Das ist er! Der Komplize! Der alte Absinth war stelstn geblieben und hatte das Gesicht daher gesehen. Ja, sagte er, ja, ich habe den Mann erkannt, der mich gestern betrunken machte. Mit einem Satz waren die beiden Beamten an der Tür, aber alle ihre Anstrengungen, sie aufzureißen, waren vergeblich; es war eine auf der Auktion gekaufte Tür aus altem Eichenholz-, mit einem soliden schmiedeeisernen Schloß. Aber so helfen Sie uns doch! rief der alte Absinth der Frau zu, die ganz starr vor Ueberrafchung dastand. Geben Sie uns eine eiserne Stange, einen großen Nagel oder sonst irgend !vas. Lecoq ^erarbeitete sich inzwischen die Hände blutig, bei dem! Bemühen, den Riegel abzureißen. Er zitterte vor Wut. — Endlich wurde die Tür ausgerissen, und die beiden stürzten, von' gleichem Eifer beseelt, hinaus, um ihren geheimnisvollen Wider-. facher zu verfolgen. In dem Gäßchen angekommen, erkundigten sie sich Sie! Gnnten den Mann genau beschreiben, das war immerhin einl Vorteil. Zwei Personen hatten ihn in das Haus, worin Tugend- Toni wohnte, eintreten sehen; eine dritte hatte ihn bemerkt, als! er Hals über Kopf herausgeeilt war. Kinder, die auf dem! Straßendamm spielten, versicherten, das Individuum! sei sehr schnell in der Richtung auf die Rue du Monlin-des-Pres weggelaufen. In dieser Straße, am Eingang des Gäßchens, hattcs Lecoq die Droschke halten lassen. Lausen wir hin! schlug der alte Absinth vor. Der Kutscher kann uns vielleicht irgend eine Auskunst geben. Aber Lecoq schüttelte entmutigt den Kopf und rührte sich nicht. Wozu? Die Geistesgegenwart, deu Schlüssel umzudrehen,; hat den Mann gerettet. Er hat jetzt zehn Minuten Vorsprung! vor uns, ist also schon weit. Wir werden ihn nicht mehr einholen. Der alte Beamte war ganz blaß vor Zorn. Er betrachtete! ■ jetzt diesen listigen Komplizen, der ihn so schändlich angeführt hatte, als seinen persönlichen Feind; er hätte ein Monatsgehalt darum gegeben, wenn er ihn hätte nm Kragen packen könnest. Rh, an Frechheit fchlts dem Banditen ebensowenig wie an Glück, rief der alte Absinth. Der Kerl macht sich ja über uns lustig, wie eine Maus, die zwischen den Kr'allen der Katze spielt/ und schon dreimal ist er uns entwischt. Dreimal! Lecoq war mindestens ebenso aufgebracht wie sein Kollege und dabei viel tiefer in seiner Eitelkeit verwundet. Aber er fühlte, daß er seine Kaltblütigkeit bewahren mußte und nuhuortetc daher in nachdenklichem Ton: Ja, der Bursche ist kühn und klng und legt sich nicht auf die Bärenhaut. Wir sind auch nicht faul, aber der ist uns über. Der Teufelskerl ist überall. Er hat Sie von Gustaves Fährte abgebracht, er hat die schöne! Komödie im Marienburger Hof ins Werk gesetzt . . . ja überall' ist er mir bis jetzt zuvorgekommen; darum hat er mich auch geschlagen. Hier sind wir wenigstens vor ihm da. Daß ev hierher kam, ist ein Zeichen, daß er irgend eine Gefahr witterte. Also können wir hoffen. Gehen wir wieder zu der Frau des scheußlichen Polyte hinauf. (Fortsetzung folgt.) fall vorteilhaftester! Weise, ein naturgetreues' Bild! Mz der ArbeitS» fhtbc Deutsch»-Süd-W«st-Afrikas offenbart, wovon der lebhafte Bei-- dein Redner des Mends ein dankendes Zeugnis gab. Sch. ASM Geschichten von einem Grotzen. Pauk Keller, dessen Erzählungen und Romane in alle GesellsEaftsschichten gedrungen sind, gibt im Roseverlag, Berlin SW. 48, unter dem Titel „Der Guckkasten" eine bunt» illustrierte Wochenschrift für Humor, Kunst und Leben heraus, von der uns die ersten prächtig ausgestatteten föcfte vorliegen. Das int besten Sinne moderne Blatt ist aus der bekannten humoristischen Zeitschrift „Die Lustige Woche." her- vorgegaugen und zeigt, wie Paul Keller in seinem gemiit- vollen Vorwort selbst sagt: „Humor und Leid, Karikatur und ernstes Menschen- und Landschaftsbild, Begeisterung und Spott, das fläche Leben und die blauen Berge des Sehnsnchtslandes." Wir entnehmen dem Heft folgeitde Erinnerungen an Wilhelm Raabe, der am 8. September sein 77. Lebensjahr vollendete: Wilhelm Raabe ist ein deutscher Dichter. Er ist der beste Gestalter tiefen deutschen Humors. Hat Romane und No- Vellen geschrieben. Das sage ich für die, die nicht wissen/ wer Wilhelm Raabe ist. Noch vor ganz kurzer Zeit konnte, es vorkommen, daß in Braunschweig, der Heimat des Dichters, ein „Gebildeter" den anderit fragte: „Wer ist denn eigentlich der große, alte Herr mit dem Schlapphut, der jedett Abend in die Herbstsche Weinstube geht?" — „Ach Gott, ich glaube, ein gewisser Raabe." Wenn der andere gefragt hätte: „Sagen Sie mal, wer hat denn eigentlich die „Litstige Witwe" geschrieben?" hätte ihn sein Bekannter für einen Idioten gehalten. * In der Arbeitsstube Raabes hängt ein großes Bis- m a r ck b i l d. „Sie haben mir's mal geschenkt," sagte der Alte; „aber ich hab' ein Bismarckbild, das mir noch lieber ist; das habe ich mir als armer Teufel in Berlin gekauft/- Er zeigte mir das Bild. Es war so groß wie ein Handteller, Auf der Rückseite stmtd: Gekauft 1863. ' Harte anno 63 ein Großer einen Großen gewittert. * Der Rektor einer Universität kant nach Brann- schweig, Raabe zu sehen, und wartete auf ihn in der Herbst- scheu Weinstube. Der Meister hatte seinen ganz schwetg- touten Tag. Als er nach Hause gehen wollte, sprang der Rektor auf, um Raabe den Ueberzieher zu halten. Ganz erschrocken sah ihn der Alte an und platzte heraus; „Sind Sie. verrückt?" * Es war nach schwerer Mühe den Freunden gelungen/ Raabe zur Annahme einer Feier seines 70. Geburtstages zu bewegen. Noch größere Mühe machte es dem ^usttz- rat Engelbrecht, Raabe einzureden, sich für dre Feier, an der heroorrageude Persönlichkeiten aus allen Teilen de^ deutschen Sprachgebietes teilnehmen, ja zu der Vertrete« aus Amerika kommen würden, sich einen neuen Frack bauen zu lassen. Endlich gab ßcr Starrkopf brutmnend und) Die Feier int alten Herrüchen Rathaus von Braun schweig verlief über die Maßen erhebend. AlsJte einige Wochen später in der Herbstscheu Weinstube kritisch besprochen wurde und jeder etwas b^onders Herrüches h^- vorhob, lächelte auch der alte Raabe glücklich vor Jid) hin und sagte/ „Und es war doch mettt alter Fracke Wir begleiteten den Meister nach Hause. Engelbrecht und ich. Wir sprachen darüber, daß so viele Ee merkwürdige Häuser moderner Spekulation zuliebe abgebrochen würden ,Ja," klagte Engelbrecht, „jetzt hat wieder einer ein Haus wegreißen Iassen, das 1624 gebaut war."- - „Nu," sagte Raabe, „wenn Sie schimpfen wollett, da schimpfen Sie doch auf den, der 16.4 do rtdas H w e g g e r i s s e n h a t. Das ^war ia noch alter. ■ Es war eine Feierstunde für mich. Ich stand an eurem Frühlingsabend mit Raabe am Fenster seiner Arbeit, s.uv.. DK llüuie-Lz'pediLisn M7-S8. Im Technischen Verein sprach am Donnerstag abend Stadt- baumeister Adolf Braubach über seine Erlebnisse auf der Reise und als Führer der Naute-Expeditivn in Dentsch-Sud-Mest-Afrika, im Winterhalbjahr 1907/08. Der Expedition gehörte noch der Privatdozent Dr. Golf aus Halle (Landwirtschaft), der. Kaisers. Landesgeologe Dr. Range aus Lübeck, jetzt in Alibis, sowie der Vermessungsingenieur Boos ans)Darm ft: ad t, an. Zur Ausgabe stand die wissenschaftliche Mstellnng der Riede', chlags- verhältnisse an der großen Nante (Enge) am Lowenslns;e, ca. 45 Kilometer südlich von K-tmanshoop, z»M Zwecke von großen Laiideskulturarbeiteu und eventueller Anlage einer bedeutenden Talsperre. Die meteorologischen Beobachtungen wurden nach^ den in Deutschland bestehenden Vorschriften sür meteorologstche Stationen Misgeführt. Es standen Fnessche Apparate, wie selbstregiprie- render Regenmesser, selbstregistrierender Pegel, Verdunst,mgsmeßer ' System Wild", wie auch Aspirationspsychrometer, nm den ä.euc,)- tigkeitSgehalt der Lust zu bestimmen, Maxintum- und Mimmum- Thermometer zur Vcrsüguug. Der Redner schilderte an Hand von Natnranfnahmen, durch 600 Lich tbild er prvjektionen, in anschaulichster Weise die Ausreise, bas Leben und Treiben an Bord des Dampfers „Fclomarschall der Dentschi-Ostasrika-Linie, die Ankunft in Swakoopmilud, dem nördlichen Hasen, und die in Lüderitzbucht, dem südlichen Hafen. Die Eigenart der beim Passieren der Aegnawrlime vor sich gehenden Bemühungen der Schiffsmannschaft, den Reisenden die sogenannte LinieUtanfe zu geben und die Ausstellung des hierzu gehörenden Unsere ^schwarzen Landsleute, die Hottentotten, Herreros und Buschleute ivarcn in hübschen Gruppen bildlich festgehalun. Hervorragend schön waren die Sanddünen von Lwawopmund, die Stadt, das Eiubootcn von Personen mittels Krahn, der Gedenl- stein von der Nebernahme des deutschen Protelwrates in der Lüderitzbucht, die Haifischinsel in der Lüderitzbucht und die Gnauofadrikauten auf der Pinguiueiunsel wtcdcrgegcbcn. Klar und verständlich kam diie Gefahr der Wanderdiinen, einen Bahnkörper verschüttend, zum Ausdruck, lieber die Station Roth kuppe (Wellblechhaus) ging die Reise nach Garub, lvv der Tigerberg, genannt der dicke Wilhelm, bet' flachen Einöde eine charakteristiiche Erhöhung bot, und wo bei 68 Ncetep Tiefe man jetzt auf etiil gutes Trinkwasser gestoßen ist. o „ In Aus, Station und tetabt, ist der «itz be» Reichu-Eiseu- bahnkommissars und bev Bauleitung ber Eisenbahnbau-Firma ^.enz u Co. Ter Schakalskuppe, durch ihre^SignalMtion int Aufstande bekannt, .reihten sich Bilder von Station Brack.was;er,der Hottentottenwerft am Wege nach Bethanien, be» chlst?.. E und des Missionsgarteus von Bethanien an. Die Schönheit und Ileppi gleit biefer Garten kamen durch den reichen Bestand an Palmen, Oleanbern und Feigenbäumen, Wein, Gemüse- und ^uzern- felder in schönster Weise zur Anschauung, und zeigten ^den Segen einer geordneten Arbeitsleistung nach den Gesetzen be». Ptelvra- tionsbauwesens. lieber die beiden militärischen Telegraphen- stationen Schlangkopf und Raiams wurde die klenie Nante und sodann der Nnnebisberg, bet der grotzen Raute gelegen, bemcht. Praktische deutsche Arbeit ist durch die Atisstelluug vo.t ^cko- metersteinrn geschaffen worden, worauf die Entfernung der nächsten Wasserstelle mitverzeichnet ist. Am Bestimmungsorteangelangt, in der Nahe der Wasserstelle NamebtS, entstand bald aus dest vorerst iit Gebrauch gehabteip Zeltlagern em..Alippenhaus, be m Wände durch Felsstücke und einfachen Lehmmvrtel heige,teilt wurden Die Dachfläche erhielt eine Tachpappenabbeckuiig und, damit die Sonnen strahlen den Teeranstnch nicht zum Avfluß bringen konnten, gab man dem Dache einen Lehmuberzug. Unter biijent Titb als praktisch erwiesenen Dache war man gegen die Regiu- niederschläge und die zeitweise cintretenden starken Wmde, che die Lust mit feinsten Sandvermeugungeu lullte, geschützt. £»ie Vorführung der Küche und der Beraumt ergaben humorvolle ^Der Landesgeologe besaß für seine Zwecke ein transportables <5nM"-tits wie solche in der Kolonie für vorübergehende Zlmcke M sind D e Sperrstelle in der Schlucht, Arbeiten am Jn- s r uneut die Vermessung des Löwenflusses und die mächtigen Gerolle 'im Flußbette gaben cjnc verständliche her k;-Intimitäten der Expeditionsarbeiten. Auch der Wagen uer Bvbrtruppe, mit 18 Ochsen bespannt, der Pontokbau kEingeooreiien- bauss wie die Diamautbohrmnschinen und deren .e>e>.wenbunuv- art waren in ber Wiedergabe und Einführung von Pra nsch m- gänzender Bedeutung. Seeheim mir FiMiiß, dev Oartm des Pächters Plichto, der mittels Dampfpumpe bewanett Vitd,^ste Ansicht von Moddcfontein, die Kamelreiterpatronille s» der Kalahari die Station „ Feldschuhhom" mit zwei grotzen Bohrtürmen, das Bild des alten' ,Hhbt", beS ältesten Ansiedlers, nnb nochwiele andere dem Lande entnommene Darstellungen zeichneten ui e scharfen Blick von dem Wesen unserer Kolonie. _ Die Heimreise führte über Teneriffa nach Dover desseilKre,oe- felsen, in Nebelschleier gehüllt, em künstlerisch vollendet,» Wolken B11!> Dcr'^zweistündige Vortrag, in angenehmer, verständlichr Sprache geführt, hätte den 3o0 Perionen zahlenden Zuhörer», m 688 „Sehen Sie, dort drüben liegt Lessing begraben nit'o die hohen Bäume dort hat der Campe gepflanzt, der den Robinson geschrieben hat." Da sagte ich: „Meister Raabe, ich möchte Ihnen jetzt mal sagen, ivas ich für Ihr bestes Buch halte." Er sah mich forschend, fast feindselig an. „Deu Stop fluchen," sagte ich. Da blitzte in seinen ernsten Augen eine Freude auf, und er rief: „Das ist wahr! Das ist wirklich wahr! Der „Stopfkuchen" ist mein Bestes! Können Sie das nicht den Leuten sagen?" Ich habe es schon öfters gesagt und sage es wieder, gleichzeitig als Geburtstagsgruß an den lieben Meister in Braunschweig. Wilhelm Raabe ivird in dieser Woche 77 Jahre. Paul Keller. vevmßschLss. * Preußische Grobheit. Eine holländische Firma in Rotterdam, anscheinend ein kleines Geschäft, hat, wie wir iir der „Köln. Ztg." lesen, die Naivität gehabt, in ihrer llnbe- holfenheit an einen preußischen Bahnhofsvorsteher — vielleicht auch an mehrere — ein Schreiben zu richten mit der Mtte um Aufgabe von Adressen deutscher Handelsfirmen. In den Hamburger Nachrichten lesen wir, daß der gedachte preußische Beankte „das Ansinnen der Firma mit gebührender Derbheit zurückge- getviefen" habe. Wahrscheinlich hat bei Holländer diese erste derbe Zurückweisung noch nicht im Besitz gehabt, denn inzwischen ist bei dem Bahnhofsvorsteher eine.zweite Karte mit Rückantwort eingelaufen, deren Inhalt luie folgt lautet: „Leider bis zur Stunde noch' ohne Antwort auf mein Schreiben, womit ich um gefl. Ausgabe einiger Adressen von Gemüsehandlungen ersuchte, wäre es mir sehr angenehm, solches noch von Ihnen erhalten zu dürfen, wozu Sie gefl. blie z. Z. angebogene Karte beuutzeir wollen. Indem ich Sie nochmals im voraus bestens danke, sehe ich Ihrer werten Rückän.ßerung gern entgegen und zeichne hoch-- achiend. . ." Und was antwortet der preußische Bahnhofsvorsteher, nach dem genannten Blatte, auf diese komisch-naive, vielleicht auch reichlich zudringliche, aber doch in der Form nicht unhöfliche Karte des biedern Holländers? Er antwortet unter dem unbegreiflicher Beifall der Hamburger Nachrichten folgendermaßen: „Ihre Dummdreistigkeit übersteigt alles, was mir je vorgekommeu ist. Ein preußischer Staatsbeamter ist doch reicht dazu da, holländischen Händlern Adressen zu verschaffen, an die sie ihre meist minderwertigen Wären schicken können. Wenderr Sie sich gefälligst an berufsmäßige Auskuuftgeücr, die vielleicht gegen Vorauszahlung Ihre anmaßenden Würrsche erfüllen. Können Sie mir nicht mitteilen, ob die dortigen Bahnhofsvorsteher Ans- kunftsstellen für d«as Ausland sind? In Preußen haben wir mit unserem Dienste zu tun, denken auch nicht daran, unsere eigenen steuerzahlenden Geschäftsleute zu schädigen. Die seinerzeit angebogene Karte hatte ich zur Antwort benutzt, die allerdings wohl faunt in Ihrem Sinne ausgefallen ist: daher stellen Sie sich dumm, denn meine Aeußerungen passen nicht in Ihren Kram. Ich würde es aufrichtig bedauern, wenn einer meiner Antts- brüder harmlos und gutmütig genug wäre, Ihr Ansinnen zu erfüllen. Leuten Ihres Schlages geblihrt eine ganz gehörig grobe Zurechtweisung. Schließlich empfehle ich Ihnen, einige Jahre die deutsche Sprache zu erlernen, denn „auf dem Hochdeutschen" vermögen Sie sich nicht richtig auszudrücken." Man brauchte sich wegen eines holländischen Krämers und eines vielleicht mehr von Beamtengefühl als von Herzenskultur beherrschten preußischen Bahnhofsvorstehers nicht weiter mit dem „Fall" zu beschäftigen, verdiente er nicht als ein kleines, aber vielsagendes Beispiel für die bedenkliche deutsche Grobheit Beachtung, die sich hier und da int Verkehr mit dem Auslände in der verfehlten Doppelpose polternder Schneidigkeit und scheltender Schulmeisterei breit macht. Eine solche Erscheinung ist, abgesehen vom rein menschlichen, vom wohlverstandenen nationalen Standpunkt aus ebensowenig rühmenswert wie ihr Gegenteil, die unwürdige Verhimmelung, die man ebenfalls bei manchen deutschen Handlungen und Aeuße- riiugcn dem Auslande gegenüber feststellen kamt. Beides sind Dinge, die dem Deutschen int Auslande das Leben recht sauer ntachen und die Kultur feiueA Vaterlandes in Verruf, das Deutschtum mutwillig um alle Sympathien bringen. Achtung und Sympathie für den deutschen Namen sind aber wichtige Imponderabilien, ote der im Ausland? lebende Deutsche gesellschaftlich und wirtschaftlich sehr gut gebrauchen kann. In diesem Falle kommt erschwerend hinzu, daß es sich um feen Angehörigen einer besonders veivenndeten und stammverwandten Nation handelt, in deren Landen ungezählte Deutsche leben. Zu der rein menschlichen und praktrschen Seite der groben Abfertigung braucht nur die Selbst- verstandltchkeit angeführt zu werden, daß die Wirkung der Zu- rechtwepung, die wir an und für sich tticht tadeln wollen, in Aleser Form auch gegenüber einem kleinen Manne sicher voll- kommen verfehltJein wird und daß sich der Preuße ohne Zweifel viel mehr dem Tadel ausgesetzt hat als der Holländer, der zwar ü-aiv-zudringltch, aber doch wenigstens in der Form entschieden höflich gewesen ist und damit Veit äußerlich doch wohl viel ge- bildctern Bahnhofsvorsteher beschämt hat. w * Marokkanische Ti s chüberraschungett. Im Anschluß an dre marokkanrschen Wirren erzählt Jules Claretie im „Temps" ein amüsantes Erleb ms, das der französische Admiral Dupetit-Thonars vor Jahren im nördlichen Afrika hatte. Dupetit-Thonars war damals Kapitän und hatte vott einem maurischen Bey Genugtuung ztt verlangen für irgend eine Kränkung, die einem französischen Konsul widerfahren war. Der Bey, ein verständiger Mann, entschuldigte sich, die Sache war erledigt, und zum Schluß bat er den französischen Schiffskommandanten zum Mahle. Obgleich vor den bisweilen ein wenig bitteren Scherzen des Maurenhäuptlings getvarnt, nimmt der Kapitän art. Matt setzt sich zn Tisch. In dem Augenblick, da Dupetit-Thonars seitte Füße ein wenig ansstreckt, fühlt er unter dem Tische einen lebenden Körper. Er beugt sich nieder und sieht auf deut Teppich ausgestreckt — einen großen ausgewachsenen Löwen. Mit einem leisen Lächeln der Schadenfreude aber streicht der Scheik feilten Bart und weidet sich an der pein- lickett Ueberraschung seines Gastes. Der Offizier verliert nickt die Fassung. Er ruft seinen Dolmetsch und befiehlt kurz: „Meine Revolver". Man bringt ihm die Waffen, und ruhig legt der Franzose sie vor sich auf den Tisch. Der Scheik lächelt spöttisch und wendet sich zum Dolmetsch: „Sagen Sie dem Kommandanten, daß diese kleinen Revolver ganz unnütz sind, dem Löwen können sie nichts anhaben, er hat einen soliden Schädel." Mit einem kalten Lächeln erwidert der Franzose den seltsamen Humor seines Wirtes: „Sage Seiner Hoheit, die Revolver liegen nicht hier, um gegen den Löwen zu dienen, sondern um mit ihren Kugeln den Schädel Seiner Hoheit zu zerschmettern, in demselben Augenblick, da dieser ungemütliche Fußschemel unbequem wird." Der Bey wurde ernst, sein Lächeln schwand und schließlich meinte er friedlich: „Mein Löwe ist gut gezogen und völlig ungefährlich, aber wenn er mißfällt, kann ich ihn fortschicken." Und folgsam wie ein Hund schlich das gewaltige Tier auf einen kurzen Zuruf langsam aus dem Zelt. . . * Eine Röhrenleitung für gekühlte Luft. Die Stadt St. Louis besitzt eine eigenartige, nachahmenswerte Einrichtung. Es besteht dort nämlich, wie die „Daily' News" melden, eilt Eiswerk, das seine Kunden mit kalter, frischer Luft versorgt, genau so, wie andere Gesellschaften Gas und Wasser liefern. Eine Röhrenleitung führt von der Fabrik zu den Häusern der Abnehmer. Wünscht man bei allzu großer Hitze das Zimmer auszukühlen, so braucht man nur einen Hahn aufzudrehen, und ein Strom reiner, kühler Luft ergießt sich in den Raum. — Bon besonderem Segen könnte eilte solche Einrichtung itt Krankenhäusern werden, wo die Luft, besonders bei heißem Wetter, oft geradezu unerträglich wird. Auch in Schulen ivird trotz Ventilation und Entstaubung in der Sommerhitze stets! drückende, stickige Luft herrschen. Ihre Erneuerung durch retne, kalte Luft wäre gleichfalls wünschenswert. Charade. Die Ersten von Schwärmern gepriesen werden 9l(§ „lieblichste Zierde" auf dieser Erden. Das Zweite, btt hast's in der Schule gelernt, Liegt draußen am Meere, gar weit entfernt. Die Landkarte zeigts an den äußersten Rändern, Du findest es nur an den Küstenländern. Da§ Dritte galt früher als Maß für die Längen; Es kam ein Franzose, da ließ sichs verdrängen, Wer Stoffe und Weißwaren bietet zum Kauf, Von dem wird behauptet: „Er reitet darauf". Das Ganze hat spielend oft Herzen entflammt; Doch seltsam ist's, daß es ans Wien meistens stammt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummerr Aristides Lena Epigramm King« Achmed Namur Delaware; Alexander Dumas. Redaktion: E. Anderjom — Rotationsdruck und Verlag 6ei Brühl'jchen Universität!? - Buch» und Slemdruckerei, R. Lange, Gießen.