Donnerstag den 2. Zuli 1908 htlliuil John Darrows Tod. Roman von Melvin L. ©euer h., (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Er schien eine Antwort zu erwarten, doch sprach niemand von uns. So fuhr er {ort: „Unser Freund, der Doktor, glaubt, Herrn Darrows Tod sei natürlichen Ursachen zuzuschreiben. Die Polizei wird sehr wahrscheinlich zuerst seiner Meinung sein; welcher Theorie sie am letzten Ende folgen wird, läßt sich freilich nicht Voraussagen. Lassen sich genügende Beweggründe dafür finden, so werden sicher manche Selbstmord annehmen. Sie selbst haben die Ueberzeugung ausgedvückt, daß ein Mord vorliege. Herr Brown und Herr Herne haben überhaupt keine Ansicht zur Sache geäußert —" Mit brennendem Eifer — oder war tS nur eine Folge nervöser Ueberreiztheit? — rief Florence: „Und was ist Ihre eigene Meinung?" „Ich glaube," versetzte Maitland mit Nachdruck, „der Tod Ihres Vaters ist die Folge von Blutvergiftung; das ist aber eine Frage, die sich leicht beantworten läßt, ich will also weiter keine Vermutung darüber aussprechen. Es gibt verschiedene Gifte, welche die von uns beobachteten Wirkungen hervorbringen können. Aller Wahrscheinlichkeit nach fand Ihr Vater, mag er nun selbst Hand an sich gelegt haben oder ermordet worden sein, seinen Tod durch die fast unmertliche Wunde unter seinen: Kinn. Ohne Anwendung des Glases vermag ich über die Natur und dre mögliche Ursache dieser Wunde keine bestimmte Vermutung auszusprechen. Natürlich muß bei dieser Annahme der Tod durch ein äußerst starkes Gift verursacht worden sein. Der wesentliche Punkt ist nun: Wo ist das Instrument, mit dem die Verletzung beigebracht wurde?" „Könnte es nicht int Fleisch stecken?" fragte Florence. „Möglicherweise. Da ich es aber nicht entdecken konnte, halte ich das nicht für sehr wahrscheinlich; vielleicht bringt es aber eine genauere Nachforschung noch zum Vorschein," entgegnete Maitland. „Der rechte Mittelfinger Ihres Vaters weist einen kleinen Blutflecken auf, die Wunde kann aber ihrer Beschaffenheit nach, nicht von einem vorher vergifteten Fingernagel herrühren. !Da wir wissen, daß er sich die Hand gegen die Kehle drückte, so will dieser Blutflecken ebensowenig etwas für die Selbstmord- theorie wie für die Annahme eines Mordes besagen." Er schwieg, einen Augenblick überlegend, dann fuhr er fort: „Welchen Standpunkt nimmt nun die Polizei bei der Annahme eines Mordes ein? Keilt Mörder, wird sie sagen, konnte unbemerkt das Zimmer betreten oder verlassen. Wem: daher cm Mensch hereinkam und unfern Freund tötete, so müssen totr sämtlich mit ihm unter einer Decke stecken." Diese Bemerkung rief allerseits einen lauten Protest hervor. Nur Brown schwieg zuerst und sagte dann mit schlecht verhehlter Gereiztheit:^ ,,^a, das ist wahrscheinlich die wirkliche Lösung des Rätsels." Diese Worte, und besonders der höhnische Ton, in dem sie gesprochen wurden, wären unter allen Umständen zum mindesten unhöflich gewesen, in der peinlichen Lage jedoch, in der wir uns alle befanden, schienen sie unerträglich , roh. Maitland aber fuhr ruhig fort, anscheinend ohne Browns Bemerkung gehört zu haben: „Sie sehen, diese Ansicht, deren bloße Erwähnung Sie alle schaudern macht — und das utrt so mehr, als die Tochter des Toten in unserer Mitte ist . kann keinen Augenblick aufrechterhalten werden und ist von mir nur angeführt ivorden, um zu zeigen, daß die Polizei logischerweise zu der Ueberzeugung gedrängt wird, daß der Mörder nicht ins Zimmer gedrungen und dann entwichen sein kann. Was bleibt also bei dieser Theorie übrig? Zwei Möglichkeiten: Erstens' kann der Mörder die Tat ausgeführt haben, ohne das Zimmer zu betreten. Ist dem so, dann muß er offenbar das teilweise geöffnete Fenster benutzt haben. Dies liegt so nahe, daß die Untersuchenden sich mit Gier daraus Mrzen werden. Zuerst werden sie sagen, der Mörder habe durch das Fenster herein-- gelangt und das davorsitzende Opfer getroffen. Da jedoch die Entfernung dafür viel zu groß war, — ich habe mit Absicht int Teppich die heutige Stellung des Sessels genau bezeichnet, — so wird diese Annahme sich als hinfällig erweisen, um bei der Polizei einer neuen Theorie Platz zu machen. Wenn das Opfer so weit vom Fenster saß, werden sie uns belehren, dann muß das Mordinstrument vom Täter geworfen oder abgeschossest worden fein." „In der Tat," fiel Herr Herne ein, „ich habe zwar an diese Theorie nicht gedacht, sie erscheint mir aber jetzt, da. Sie davon sprechen, so annehmbar, daß ich meine, die Polizei wird nur Scharfsinn zeigen, wenn sie dieser Theorie folgt. Es scheint mir, die Annahme hat viel für sich, daß irgend ein Geschoß durch das teilweise offene Fenster geflogen kam und so dte Tat von uns unbemerkt blieb." „Ja wohl," entgegnete Maitland; „wenn ich aber wiedeN- hole, daß Herr Darrow nicht nur zwei Meter siebenundvierzig! Zentimeter entfernt, sondern auch mit dem Rücken nach dem Fenster zu saß, und daß sein Stuhl eine solide Lehne hatte, die tote eilt schützender Schild volle fünfzehn Zentimeter über seinen Kops emporragte, so wird es schwer zu erklären sein, tute ein Mann, in seiner Lage, falls Geschosse nicht scharfe Kurven oder Winkel beschreiben sollen, eine Wunde gerade unter dem, Kinn erhalten konnte, eine Wunde, die so uiibedeutend ist, daß sie nicht einmal den unmittelbar darunterliegenden Schildknorpel durchdringt. Jn- folge dieser Erwägung wird man die Annahme, der Mord set von außen ausgeführt worden, fallen lassen müssen. Was bletbt nun übrig? Entweder müssen die mit der Untersnchnng Betrauten den Gedanken an Mord ganz, aufgeben, ober sie müssen zu der sogenannten Theorie der einzigen Möglichkeit ihre Zuflucht nehmen." . t „Theorie der einzigen Möglichkeit?" wiederholte Florence mit verlegenem Ausdruck. „Ich — ich fürchte, ich verstehe nicht recht, was das bedeutet." t Entschuldigen Sie, Fräulein Darrow» daß ich mich nicht klarer ausdrückte," sagte Maitland mit leichter Verbeugung. „Die Theorie der einzigen Möglichkeit bedeutet, auf unfern Fall angewandt, einfach folgendes: Wenn Herr Darrow ermordet worden ist, so ist einer von uns fünfen, die allein Gelegenheit zur Ms». 406 fitljrung bet iiüat Ijaitcn, nottoeniMgcriueife bet Tütet. Mag man nun aber an Mord glauben ober an Selbst nord, es ist unter «Hen Umständen von größter Wichtigkeit, die Waffe zu finden. Sehen Sie jetzt, warum ich nicht zulassen wollte, das; jemand bosä Zimmer verließ? Wenn die Waffe nicht gefunden wird, so würde man von jedem, der vor der Polizeilichen Untersuchung bas Zimmer verließ, glauben, er habe die Waffe mit sich ge- iwmmen und sie draußen von sich getan, weil er einzig und allein die Möglichkeit hierzu gehabt hatte. Einer muß das Mord- iustrument beseitigt haben, und kein anderer konnte es tun, — so würde man geschlossen haben. Da aber jetzt keiner von uns aus dem Zimmer gekommen ist, so muß eine gründliche Untersuchung der Räumlichkeit und unserer Personen die Polizei davon überzeugen, daß wir wenigstens für das Verschwinden dieser Todes- Waffe nicht verantwortlich fiub." Maitland machte eine Pause und blickte Brown an, als erwartete er von ihm eine Steigerung, doch dieser preßte seine kräftigen Kiefer nur noch fester zusammen und rührte sich nicht. Wenn aber Blicke wie Taten „lauter sprechen als Worte", so war dieses düstere Antlitz mit seinen beiden feurigen Punkten äußerst beredt. „Ich rate," fuhr Maitland, durch Browns Schweigen unbeirrt, fort: „daß jeder einzelne von uns darauf besteht, untersucht zu werden. Man kann von der Station eine Frau holen, bie Sie untersucht," sagte er leise zu Florence und fügte hinzu: „Ich hoffe bestimmt, Sie verzeihen mir, wenn ich dieses Verfahren Vorschläge, aber es liegen dringende Gründe dafür vor, die ich Ihnen später auseinandersetzen kann. Wollen wir das Geheimnis enthüllen, so wird uns dies nur gelingen, wenn wir jetzt mit der äußersten Gründlichkeit vorgehen." „Ich müßte ganz verkennen, eine wie große Geschicklichkeit Sie bereits bewiesen haben," versetzte Florence, „wollte ich nicht lebet Weisung Folge leisten. Tas ist ja alles, was ich Ihnen als Dank für das freundliche mir von Ihnen bewiesene Interesse bieten kann." Die Rückkehr des Polizisten Barker, mit dem noch drei weitere Beanrte emtrafen, gab der Unterhaltung eine andere Richtung. Maitland trat vor und begrüßte den einen der Ankömmlinge, ben er als ©errn Osborn vorstellte, und dieser stellte seinerseits als Kollegen im Polizeiberuf einen Herrn Allen und den Tctektiv- Spezialistei Godin vor. Osborn machte mir beit Eindruck eines nur mäßig begabten Mannes, der ganz von der Ueberzeugung durchdrungen schien, er sei ein Ausbund von Schlauheit. Er rebete in lautem und nach meinem Dafürhalten etwas prahlerischem Tone, dabei aber in so offener und herzlicher Weise, daß ich ihn trotz allem gern haben mußte. Ganz im ^Gegenteil trat Godin fast bis zur Selbstverleugnung zurück. Statt viele Worte zu machen, hielt er sich lieber im Hintergründe, wo et sich ungestörter über seine Wahrnehmungen Notizen machen konnte. Aenßerst höflich, war er dabei doch w offen, daß er mir wie ein Mann von GlaS vorkam, der jeden Gedanken ungehemmt durchstrahlen läßt. Ich wunderte Mich, löte ein Mann, der außer stände zu sein schien, seine eigenen Regungen zu verbergen, die Fähigkeit des Detektivs besitzen sollte, auf den dunklen und versteckten Pfaden des Verbrechens zu wandeln. Seme Stimme hatte einen leisen, samtenen, einschmeicheln- ben Klang, der auf das Ohr einen unwiderstehlichen Reiz aus- ubte. Machte Osborn eine gedankenlose Bemerkung, die Flo- renee verletzen mußte, so zog Über Godins schöne Zöge ein schmerz- licher Ausdruck, toie man ihn nur bei feinorganisierten sym- piithllchen Naturen, findet — meist gehören sie dem weiblichen Gefchlechte an , die den Pulsschlag eines gequälten Herzens anf- sangen, tote benachbarte Saiten beim Anschlag eines Tones mit- klmgen. Godin machte auf mich mehr den Eindruck eines Priesters, als ben eines Detektivs. Sein glattrasiertes Gesicht, seine prächtig atlsgemeißelten Züge, die jene eigentümlich blasse Farbe zeigten, so eiche an Durchsichtigkeit mit dem Marmor wetteifert, die großen hellbraunen Augen und der feingeschnirtene freundliche Mund — bteS alles im Verein mit tadellosen Manieren und einem Auf* treten, das vom Bewußtsein verhaltener Kraft getragen schien, wirkte ans mich so fesselnd, daß ich meine Augen nicht von ihm abwenden konnte Ich erinnere mich, daß ich unwillkürlich zu mir ~ JQ8tc: .7^5 t,ur eut gefährlicher Nebenbuhler um die Liebe emer Frau wurde das sein!" ... ,.^crr Een war in seiner Art und Erscheinung noch alltäglicheri ab Herr Osborn. Vielleicht war er ganz tüchtig in semem Beruf, und ich Me ihn zu wenig kennen gelernt, um itm gerecht werden zu können, aber in meiner Erinnerung lebt tr nur als ein langes, dürres, rothaariges, nach Tabak riechendes Ziidtviditum. Wahrend Osborn wie eine gutartige Hummel überall herum- summle, als wäre die ganze Welt ein blühendes Kleefeld, und Allen, jo viel nur bekannt, überhaupt nichts tat, verhielt sich >*n,jntbJ^neibig trotz seiner Höflichkeit und einer ' ihn fast beständig unauffällig in dem von ttet erwählten Winkel verharren ließ, wo er schweigend mit schneller Hand feine Notizen machte. Nichts schien ihm zu cnt- lneI)r ^ran, sich selbst als andere aufzuklaren. Schließlich fing er, als er eben ein Maß nahm, meinen Blick auf und sagte leise zu mir, um nicht von Florence gehört zu werden: „Entschuldigen Sie, hat nicht einer von Ihnen um die Zeit von Herrn Darrows Tod etwas Auffälliges wahr- genommen^j irgend ein Geräusch, einen Schatten, einen Luftzug, eene -remperaturverändernng, einen raschelnden oder zischen- "eu „ h kurz irgend etwas, das Ihnen ungewöhnlich vorkam?" „Nichts dergleichen," erwiderte ich „Alles schien völlig normal und alltäglich." „Hm, sonderbar," bemerkte er und wandte seine Aufmerksamkeit etwas anderem zu. Ich war Überzeugt, Herr Godin hatte eine bestimmte Theorie uud meine Erklärung diente sticht dazu, sie zu stützen, aber er kühlte sich zu keiner Aufklärung veranlaßt, und da er auch an der Untersuchung seiner Kollegen nicht teilnahm, so blieb meine Neugier unbefriedigt. So viel war klar, daß Godin nach anderer .viethode arbeitete als Osborn und Allen. Mit geringen Abweichungen stellten diese genau die Ueberlegungen an, die Mait- lanb vvrausgesagt hatte, während Godin höflich, aber unbeirrt seinen eigenen stillen Weg weiterging. Auf den Vorschlag meines Freundes war von der Station zur Untersuchung Florences eine Frau geholt worden, die soeben ankam. Wir alle bestanden nun darauf, daß eine möglichst gründ- Iici>e PersonaldurchsuckMiig jedes einzelnen von uns vorgenommen wurde, damit sich die Beamten davon überzeugten, daß keiner von uns die vermißte Waffe bei sich trage. Und in der Tat fand sich bei niemanden die geringste Spur davon. , Hierauf entfernten sich die Polizisten, sowie Herr Godin, indem sie Florence erklärten, daß sich bis zum nächsten Morgen nieh:s weiter tun lasse, und Osborn fügte, offenbar um sie zu trösten, hinzu: „Es wird Ihnen wohl tun, Fräulein, zu er* teuren, daß cs kaum zweifelhaft ist, daß sich Ihr Vater selbst das Leven genommen hat." Die Wirkung dieser Worte entsprach freilich durchaus nicht der Absicht, Florences Gesicht zog sich zusammen; sie fing, offenbar an zu glauben, man wolle ihr mit Geioalt eine falsche Ansicht aufbr.ingen. Herne und Brown brachen gleichfalls auf. Dagegen ent* uahm ich aus einem Blick, den Maitland mir zuwarf, seinen Wunsch, ich solle, wenn die anberit fort wären, noch eine Weile mit ihm dableiben, und ich handelte demgemäß. (Fortsetzung folgt.) MslMH haben die Damen nie Zeit. Bon Franziska Mann. (Nachdruck verboten.) „Aber, nicht wahr, in Ihrem Haushalt tun Sie doch gar nichts?" Diese Frage ist mir sehr oft und gerade von Frcruen vorgelegt worden im Anschluß an einen Eindruck, den ich durch meine künstlerische Tätigkeit hervorzurufen vermochte. Ich hätte mich saft schämen müssen, eine gute Haus- srau zu sein. Ueberhaupt, daß ich fast immer Zeit habe, fing an mich zu belasten. Es ist gewiß nicht richtig von „den Männern," von chwauen," „d en Damen" im allgemeinen zu sprechen. Individualisieren ist stets von größter Bedeutung. Trotz- dem -- ich weiß keine andere Form für diese I-rage: „Wes- Halo haben die Damen nie Zeit?" — Sollte man da nicht zu dem Resultat kommen: die lvenigsten erfassen die Kostbarkeit einer Minute? Ich ivill nicht ausführlich vom f^tei Aufstehen sprechen, nach oft in unlohnender Gesell,cha ft durchwachten Nächten; nicht von den Gewohn- te^sbesuchen, deren Zwecke selten Bereicherung ein* schließen; nicht von den Toilettenangelegenheiten, die kost- bare Zeit verschlingen. Wenn erst der „guten" Hausfrau stärkere geistige und körperliche Beweglichkeit anerzogen ist, dann werden wir staunen, wieviel größer ihre Leistungs- fahigkeit geworden ist. Geistige Befreiung schädigt keinesfalls den Wirtschaftsbetrieb der Frau. Das Gegenteil ish der Fall. Ein Heim wird sonniger, ruhiger, je einsichtsvoller die Hausfrau ist. Eine „Dame", die nie Zeit hat, ist ein schlechter Disponent. Man könnte fast an einen Schutz vor der guten Hausfrau denken.' Mancher Gatte wurde sich anschließen und manche regsame Frau. Die 407 — Beweglichkeit aller Kräfte nmß entfaltet werden, damit die Fran „Zeit hat" Bisher halten sich viele zu lange bei der Vorrede auf. Sie überlegen zu schwerfällig. Sie sprechen zu weitschweifig. Sie unterscheiden nicht genügend Wichtiges und Unwichtiges. Es ist herrlich, wieviel ein gesunder Mensch in vierundzwanzig Stunden leisten kann, vorausgesetzt, daß er den Mert der Arbeitseinteilung kennt! Ein Arzt, dessen Arbeitskraft erstaunlich ist, erklärte mir sein System dahin, er habe sein Leben stets nach Fernzielen geregelt und nach Nahzielen. Wer aus einen Berg wolle,, solle nie vergessen, wieviel Schritte er unbedingt in jeder Minute zurücklegen muffe. — Die, die nie laufen, sie stolpern, sie geraten außer Atem, sie ruhen zur unrechten Stunde, sie machen ungleichmäßige Schritte, mal zu flotte, mal zu schleichende. — Zeit haben ist eine Kunst, die früh geübt sein sollte. Im Alltag muß man anfangen, wenn man zum Feiertag gelangen will. Kein Ding im Hause mag zu gering sein, um nicht verstimmend ivirken zu können, sobald ihm sein Recht gekürzt wird. Die Wichtigkeit der Dinge richtig zu messen, ist von höchster Bedeutung. Man kann ein schmackhafteL Mittagessen Herstellen, ohne den ganzen Vormittag mit Zubereitung von Knödeln auszu- süllen. Die Amerikanerin — ich spreche nur von, bie zu rechnen gezwungen ist, — leistet Außerordentliches in Einteilung ihrer Tätigkeit. Ich beobachtete in Newyork Frauen von Aerzten, Schriftstellern, Kaufleuten, die zwar „Mädchen für- alles" in ihren Wirtschaften waren, die dennoch weit entfernt sind, zu denen zu zählen, „die den ganzen Tag nicht zum Linsetzen kommen". — Allerdings, so ein amerikanisches Hans ist verblüffend praktisch in jeder Beziehung eingerichtet. Daß eine Dame zum Beispiel in der Küche auf einer mühlenartig eingerichteten Vorrichtung wäscht, ist gar keine so große Leistung. , In Chicago lernte ich in einem glänzend geführten Sanatoriuin die Leiterin kennen, die tatsächlich ein organisatorisches Genie genannt werden dürfte. Die Dame erteilte vorzügliche gymnastische Uebuugsstunden, sie half durch ihr Verständnis Patienten jeder Art, sie übersah den umfangreichen ivirtschaftlichen Betrieb bis ins Detail, sie hatte jedes Möbel selbst ausgewählt, jeden Angestellten engagiert, im Garten wurde nach ihrer Anweisung gearbeitet, sie nähte die kleidsamen weißen Blusen für sich und ihre zwei kleinen Töchter selbst, sie musizierte jeden Abend mit den Gästen, sie war somit des Chefarztes unvergleichliche Gehilfin; diese Dame hatte scheinbar immer Zeit. Tas Geheimnis, Vieles leisten zu können, dünkt mir in strengster Pünktlichkeit zu beruhen. Jede Minute kann Nutzen schaffen, jeder Augenblick ist wertvoll. Der Hut, dessen Auswahl drei Tage erforderte, deckt einen Kopf, der hohl ist. In Amerika lachen die Frauen über die, die stundenlang Strümpfe stopfen. Sie behaupten, in dieser Zeit mehr verdienen zu können. Dieser Standpunkt ist nicht so „liederlich", als er den Tüchtigen in Deutschland vorkommt. Meine Bekannten in Amerika kauften sehr billige Strümpfe, warfen die zerrissenen fort und erklärten: „Zeit ist Geld!" „ Es würde zu weit führen, wollte ich hon den Möglichkeiten sprechen, die ein beweglicher Geist mit Leichtigkeit tut entgegengesetzten Arbeiten bewältigen kann. Die Frau eines Landgerichtsrats in einer kleinen Stadt unterrichtete — sie war ehemals Lehrerin —, gezwungen durch schlechte Schulverhältnisse, ihre zwei Kinder selbst. Nach uiid nach gab sie den Bitteic befreundeter Familien iiach und ließ deren Kiicder am Unterricht teilnehmen. Schließlich mußte sie Hilfen engagieren. Eine gut besuchte Schule wurde ihr Werk. Zu den Zeitkünstlerinnen rechne ich auch die Besitzerin eines sehr schönen, großen Sommerpensionates. Jene „hob" ihr Haus nicht allein dur ^wirtschaftliche Gewandtheit, sondern auch durch den Geist, den fie ausströmte, der freudeempfänglicher machte, der anregte und belebte. All diese Frauen blieben jung. Sie sanken ine zu nur nörgelnden Schwiegermüttern herab. Im Gegenteil: Sie sind es, die den traurigen Schwiegermutt er typus aus der Welt schaffen. Damen, die in mittleren Jahren meist keine Zeit hatten, haben später — längst vor dem Greisenalter — nur zu viel Zeit. Sie erwarben nichts, so reich an äußeren Gütern sie auch sein mochten. Diese allzu früh Ueberflüssigen werden nicht Ivie der tätige Cornelius äußern, als die Achtzig chon überschritten waren: „Ich würde mich baß ärgern, wenn ich nicht jeden Tag jünger würde." Ost möchte ich flehend meinen Geschlechtsgenossinneu zurufen: Habt Zeit! Bedenkt, wie viel Schönheit wir Menschen in das Leben zu tragen haben! Bedenkt, daß unwiderbringlich der Augenblick ist! Bedenkt, daß nicht nur Möbel, Kleider den Wert des Lebens entscheiden! Bedenkt, daß ein rascher Entschluß oft die beste Weisheit ist! Bedenkt, daß die Tage der Möbel, der Kleider allmählich auch für Euch ihre Bedeutung verlieren! Bedenkt, daß Ihr schnell Almosenempfänger werdet, wie sparsam auch immer Ihr zu wirtschaften verstandet, wenn Ihr beit Augenblicken nicht bett rechten Inhalt zu geben vermögt! Bedenkt, Ihr Frauen, bas Alter! Ihr, die Ihr nicht Zeit inbet, dem Dasein Fülle und Glanz zu geben. Bedenkt, las Leben ist ein Netz aus Gewohnheit gewoben. Webt o, daß Eure Möbel nicht staubfreier bleiben als Eure Seelen. Bedenkt, wie oft Ihr Zeit habt, ein „gutes Kleid" anzu- pafsen, und wie wenig Minuten Ihr einem „guten" Buche widmet. Bedenkt, was das Wertvollste ist! Für das habt Zeit. Man erfährt meist ausführlicher von den Schaden, die die „zu Geniale" im Hause verschulden, als von den Mängeln, unter denen die Familien der zu Exakten leiden. Liebe schwemmt man eben so gut durch Seisenwasser zum Hause hinaus als durch Geist; das Zuviel ist in jedem Fall vom Uebel. Im Reiche der Hausfrau sollte Maßhalten erstes Gebot sein. Daß eine Speise durch ein Lot zu viel verdorben werden kann, wissen bie „Tüchtigen" — wie man ein Leben verbirbt, wissen sie nicht. Eine gute Hausfrau sein, bedeutet viel! Eine gute Mutter fein, ist etwas Großes! Ideale Gattinnen seid Ihr deshalb noch längst nicht, Ihr Vorzüglichen! Wie tuaneher seufzt über seine brave Frau. Und mit Recht. Seid weniger brav. Denkt schärfer. Handelt selbständiger. Flieht die Masse! Habt weniger Eile! , Im Traume gewahrte ich dieses: Auf einer frühltugs- blninigen Aue sah ich zahllose vor der Zeit Gealterte knien, die Arme flehend auswärts gerichtet. Sie schluchzten und richteten bie Blicke erwartungsvoll in die Höhe. Ihre Stimmen drangen zu mir, diese müden Stimmen, die da unablässig stammelten: „Kehrt zurück, ihr einst achtlos vergeudeten Augenblicke!" Plötzlich glaubte ich Millionen leuchtender Punkte vom Himmel fallen zu sehen, die sich rasch in der klaren Luft verloren. In seltsamen -tonen klang es durch den Aether — rauschend wie zerschellende Wogen: Wir haben keine Zeit — keine Zeit — keine — keine Zeit. Mühevoll richteten sich bie Gebeugten auf und schlichen lautlos heim, zurück in ihre leeren Tage. *' E i n B a b y v o n 110 P f u n d. Newyork beherbergt etwas, was man beinahe ein Weliwiinber nennen könnte, ein 25 Monate altes Mäbchen, bas ein Gewicht von nicht weniger als 110 Pfiinb hat. Die Heine Riesenbaine heißt Abelina Guitilla und ist bas Kinb eines Schneiders, der im vierten Stock einer sechsetagigen Mietskaserne wohnt. Das Mammutbaby kann in verschiedener Hinsicht als enw Art Retvrd- brecherin angesehen werden. Adelina schlaft nie weniger als vierzehn Stunden am Tage, und obwohl sie erst zwei Jahre und einen Monat alt ist, schreit fie doch selten. Adelina wog, als sie auf die Welt kam, nur wenig mehrmals andere Kinder. Aber sie wuchs zum Schrecken ihrer Ettern mit erstaunlicher Schnelligkeit, wav Wmiderkind 'st bereits von vielen Aerzten untersucht worden. Die Gelehrten haben aber nichts anderes als das enorme Gewicht de? Babys feststellen können. Dabei ißt Adelina nicht so Mel, wie^in Anbetracht ihres Gewichtes erwartet werden konnte «w fitzt mit ihren Eltern am Tisch und genießt alles was jene m sich nehmen. Im letzten Winter gewann Adelina aus &«l»3X»S d°u erfteu Preis, d» fie filt bas fchiu-r«, priichiigst? und wunderlichste «nde«-rt wurde. Und du sie noch immer munter weiter wachst, so hat sie alle Ju§- sicht, in kurzem die erste Riesendame der Welt zu werden. * Eine A mm e, die — raucht u u d triril t. Auf einer Polizeiwache in Paris spielte sich eine Humoristische Siene ab. Marie Leboyadet, eine Bäuerin ans einem Dorfe der Bretagne, war nach der fraiizösischen Hauptstadt ge- kommen, um sich einen Dienst als Amme zu suchen. Sie | hatte ihre Ersparnisse in Höhe von 300 Franks mit- 408 gebracht; mit dem Gelbe wollte sie sich zunächst zweckmäßig equipieren, um int äußeren nicht hinter ihren Kolleginnen zurückzustehen. Marie Leboyadet war Bei_ einer bekannten Familie abgestiegen und hatte sich am nächsten Tage auf den Weg gemacht, um ihre Einkäufe zu besorgen. Mit Paketen reich beladen, ließ sie sich, von dem Wege ermüdet, auf einer Bank der Place du Procadero nieder. Bald gesellte sich zu der Ahnungslosen ein junger Mann, der mit ihr zunächst ein Gespräch anknüpfte, dann plötzlich die Pakete ergriff und auf und davon lief. Die Bestohlene war über den frechen Raub um so trostloser, als sich in einem der Pakete ihr Geldbeutel mit zwanzig Franks Inhalt befand. Em Schutzmann brachte die Weinende nach dem nächsten Polizeirevier, wo sie den Tatbestand zu Protokoll gab. Soeben wollte sie sich, beruhigt durch die Erklärung der Beamten, daß man den Dieb schon fassen werde, entfernen, als mehrere Schutzleute einen merkwürdigen Arrestanten unter lautem Hallcch und Singen hereinführten. Eirr Mann mit großem Schnurrbart, die Zigarre im Munde, hatte sich in das Kostüm einer Amme gesteckt und in truiikenem Zustande mit dieser Maskerade auf der Straße allerlei Unfug verübt. Kaum hatte Marie Leboyadet diese rauchende und betrunkene „Amme" erblickt, als sie ausrief: „Das ist der Dieb!" Auf diese Weise kam die Bestohlene schnell zu ihrem Eigentum. Das Geld aber hatte der Dieb vertrunken. * All zu große Begeisterung. Aus Newwrk wird uns berichtet: Auch freudige Begeisterung kann schädlich werden. Joseph C. Butler, Grubenbesitzer und Millionär aus Cincinati, reiste nach 'Colorado und hielt sich dabei auch in Chicago auf. Er ist ein begeisterter Roosevelt-Bewunderer und während der großen Rede von Lodgc, die so ungestüme Begeisterung entfachte, begann Butler aus Leibeskräften Hurrah zu schreien. Er tat das eine Viertelstunde, >ogar eine halbe, aber dann mußte er aufhören, denn er brach erschöpft zusaramen und verlor, als er in Colorado eintraf, das Bewußtsein. Trotz aller ärztlicher Fürsorge war die Folge seines allzu großen Enthusiasmus nicht mehr abzuwenden und am nächsten,Tage starb Butler als Märtyrer seiner Begeisterung. Denn die Aerzte stellten fest, daß der Tod nur auf die Ueberanstrengung beim Hurrahrufen tzurückzufübren fei!!! * Ein glasäugiger Löwe. Einer der Löwen, mit welchen Bostock täglich in der Londoner ungar. Ausstellung Vorstellungen gibt, wird sich von nun ab mit einem Glasauge dem Publikum vorstellen. Das Tier verletzte sich neulich während der Vorstellung int Kampf mit einem der anderen Löwen und bekam infolge dessen eine Entzündung am Auge, die die Entfernung des Augapfels notwendig machte. Herr Bostock ließ darauf von einem Optiker ein Glasauge anfertigen, und dieses wurde heute morgen vor Beginn der Vorstellung von einem Tierarzt eingesetzt. * Schmetterlingszuchtan st alten. Bei ihrer außerordentlichen Mannigfaltigkeit an Formen und Farbeit sind Schmetterlinge bekanntlich ein besonders beliebter Gegenstand kindlicher Sammelluft: aber auch die Naturforscher sind bestrebt, an der Hand möglichst umfassender Sammlungen die Vertreter dieser interessanten Tierordnung zu studieren. Es ist daher begreiflich, daß man — so schreibt Dr. A. Gradettwitz in einem prächtig illustrierten Artikel, den die Zeitschrift „Ueber Land und Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) im 18. Heft bringt — daran gedacht hat, auch Schmetterlinge auf künstlichem Wege aufzuziehen. Die erste Schmetterlingszuchtanstalt ist vor einer Reihe von Jahren von dem englischen Jnsektenforscher William Watkitts in Eaft- bonrne, einem kleinen Hafen des Aermelkanals, angelegt worden; sie besteht im wesentlichen aus einem mit Blumen, Sträuchern und Bmunen bepflanzten, und eine Fläche von etwa 4000 Quadratmetern einnehmenden Gelände, das vor den Meereswiitden geschützt und allseitig von einem hohen Gitter umgebeit ist und auf dem mehrere Tausende den verschiedensten Arten angehörenden Insekten sich in voller Freiheit tummeln, um von den Sammlern au hohen Preisen augekauft zu werden. Im Laufe der letzten Jahre sind nun auch in Frankreich ähnliche Anstalten entstanden, deren bekannteste die von Dr. Hugues in Chomsrac und von Herrit Andre in Macon gegründeten sind. Dem Raupenzüchter bietet sich außer feinem Absatz an Sammler auch die Möglichkeit einer industriellen Verwertung seiner Produkte. So werden Damenhüte zuweilen mit Schmetterlingen garniert, freilich nicht, ohne daß eine besondere Präparierung des Insektes vorherginge. Ferner lassen sich aus Schmetterlingen nach geeigneter Behandlung Broschen Herstellen, und schließlich kann man sie zusamtnen mit gepreßten Pflanzen zur Herstellung farbiger Fensterscheiben benutzen. Mehrere französische Raupenzüchter widmen ihre Haupt- aufmerkfamkeit gewissen exotischen Seidenspittnern. Ihr Streben geht dahin, die Spinner im Lande so vollkommen heimisch ztt machen, daß sie in den Wäldern wild fortkontmen könntett und man nur die Gespinste von den Bäumen abzunehmen brauchte, um außeMrdetttliche billige Seide zu erhalten. Derartige Versuche sind zum Beispiel mit dem Ailanthusspinner — Attacus cynthia — mit Antherea yamamayn und mit Attacus vrizaba gemacht worden, die sich in unserm Klima sowohl im Zimmer wie im Freien leicht aufziehen lassen, wenn man sie aus Holunder-, Efchen- vder Ligusterzweigen unterbringt. Erziehung. ~ TO. Gesundheitspflege für die Jugend von Do. I. Wetgl. Verlag von PH. L. Jung, München. Preis 30 Psg. Der Münchener Schularzt Dr. I. Weigl gibt hier der Jugend ein Büchlein in die Hand, in dem sie in die Grundregeln der Gesundheitspflege eingeführt wird. Das Büchlein enthält folgende fünf Hauptartikel: Reinlichkeit, Abhärtung, Uebung, Mäßigkeit und Erholung. Wir können nur wünschen, daß es bei tmserer Schuljugend Eingaitg finden möchte. Naturwissenschaftliches. — Sajö, Prof. Karl, Krieg und Frieden im Ameisen st aat. Reich illustriert. In Farbendruck-Umschlag gehe'tet 1 Mk. Verlag des „Kosmos", Gesellschaft der Naturfreunde (Geschäftsstelle: Franckhsche Verlagshandlung), Stuttgart. — Die Jnsektenwelt ist tote ein Kaleidoskop, das, too immer man hineinblickt, die mannigfaltigsten und überraschendsten Verhältnisse und Lebensbilder auftoeist. Die Kerfe haben sich tatsächlich alle Möglichkeiten des Lebens zugeeignet, und too überhaupt ein tierisches Leben bestehen kann, dort sind sie gewiß an der Arbeit, sich und ihren Nachkommen die Existenz zu sichern. Für bett Laien sind besonders die wunderbaren Erscheinungen äußerst interessant, die sich Bei den Ameisen und Bienen abspielen, z. T. des- halB, weil die „Staaten" dieser Jmmentiere und das Ge- baren der sechsfüßigen „Bürger" dieser lebhaften Gemeinschaften so überraschend an menschliche Verhältnisse erinnern. In dieser Hinsicht stehen die Ameisen allen übrigen Insekten voran, und so manches, was man ihrem rastlosen Tun abgelauscht hat, ist für den ersten Augenblick geradezu unglaublich. Das Sajösche Werkchen bespricht dieses rege Leben in seinen wichtigsten und fesselndsten Erscheinungen und führt dem Naturfreunde in leicht verständlicher Weise diejenigen Betrachtungen vor, die sich bis jetzt als begründet erwiesen haben. Goldene Worte. Nicht an allen Orten Sprossen alle Frenden, Nicht an allen Orten Alle Blumeit auf. Glücklich, wenn du immer Pflücktest jede Blume, Pflücktest jede Freude, Wie der Ort sie bot. Rückert. * Die Völker sterben an der Zivilisation. An ihr wird zugrunde gehen, was nicht imstande ist, auf sie einzttgehen. Sie ist der Tod der Unzivilisierbaren. * Rocholi. Das Ergebnis einer jeden echteit Kritik befestigt, iiidem sie die Herrschaft der falschen Autorität stürzt, die Macht der wahren. , R. v. Jhering, Tie vornehmen Naturen, die nicht ztt leben wissen, ohne zu verehren, sind selten. Rätsel. Mit e diircheilt es detitsche Gauen, Trägt Lasten stolz auf seinem Rücken, Doch ist ihm'nicht zu sehr ztt trauen, Wenn Lenzwind sprengt des Winters Brücken. Mit a lehrt es auf eigne Art, Daß große Macht oft schnell verloren, Dem Größten seiner Zeiten ward Zum Domizil es einst erkoren. Gießen. P. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nu nun er: 1. Macedoitien, 2, Orange, 3. Leopard, 4. Tiber, 5. Kuba, 6. Edith, Moltke — Harden. Redaktion: P. Witiko. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckeret, R. Lange, Gießen.