tlr.52 M8 TOäTÜ Q_®. [WOISW |Äm ''MkMOl BHfiT t n Kelmutß von Lovlen. Roman von Ursula Zöge von Manteuffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Meder klang leises Pochen an ihrer Tür und fragend« Stirn- men murmelten iritb gedämpfte Schritte entfernten sich: Luise ist gar nicht da! — sagte Frieda. Luise ist gar nicht da! —- Ja, wie nun, wenn Luise wirl- lich gar nicht da wäre? Das Wort fiel ihr wie ein scharf brennender Funke in die Seele. Sie kehrte sich um, sah nach der Tiir und ihre «lugen weiteten sich, als sähe sie dort etwas Entsetzliches. Den starren Blick auf dies unsichtbare Etwas geheftet, ging sie ihm gleichsam nach, langsam, griff plötzlich mit beiden Händen haschend in die Luft und fiel dabei auf die Küiee. Sv blieb sie liegen, die Stirn gegen den Bettpfosten gepreßt, die Hände über dein Kvpf verschlungen. Was sie jetzt empfand, das empfand sce gleichsam körperlos. Sie wußte nicht mehr, wo sie war und hatte alle Gewalt tibcr ihre Glieder verloren. Ihre Seele schien sich losgelöst zu haben, um einer nahenden, feindliche» Gewalt ebenbürtig , entgegentreten zu können. Es war ein Zustand, wie er nur bei höchster Nervenüberreizung eintritt — aber als sie daraus erwachte, war alle Verzweiflung und alle Aufregung von ihr gewichen, sie erhob sich, strich sich mit der Hand über die Stirn und sprach halblaut, in müdem, ruhigem Ton, als spräche sie zu jemand, der ihr zu hörte: „Es ist ja alles Unterhandeln umsonst. Dreh' es, wend' es, Ivie du willst, sieh es so an oder so, es konmit nichts anderes dabei heraus, nichts —- nichts — nichts' — Es gibt nur diesen Weg. Was sagst du, Gotthard? — Die'Last tragen helfen? Ja, wenn du aber selber die Last bist? Wie soll das dann zugehen? — Du bist so gescheit und doch so dumm .... Dn predigst halbe, Maßregel,:. Ein rettender Gedanke romnrt dir aber nicht. Mir aber kommt er und nun will ich dir danken, daß du mir die Augen geöffnet hast. Lohs, er sprach Unrecht, er sagte, ich liebte nur mich. Ich liebe dich mehr als mich — du wirst's nie glauben, denn du wirst es nie erfahren, aber es ist so." Nun ging sie, obwohl ihr die Kniee zitterten und die Zähne wie im Frost zusammenschlugen, durchs Ziurmer bis an den Spiegel, brachte Haar und Anzug in Ordnung, betrachtete sich, lächelte ironisch und legte etwas Rot auf. Dann zog sie ihre Jacke au, letzte den Hut aus und nahm all ihre Kunst zu Hilfe, um die letzten Spuren des durchsvchteuen Kampfes zu beseitigen. Endlich mit gelte, sie. Das nahm ihr hier niemand übel. Julchen kam denn auch alsbald heraufgeeilt. Sie mußte nun meinen, daß ore Schwester soeben von einem Gang zurückgekehrt sei, denn a.urfe nahnr langsam den Hut wieder ab, während sie fragte: „Schläft der Vater noch?" — liegt sehr ruhig und spricht nicht, aber schlafen tut er nm)t. Ich, wirr schon zweimal oben, aber du bist wohl fortge- wejen^. Der Doktor war da und will abends wiederkommen." „So. Diese Nacht ivünsche ich beim Vater zu wachen." "§7 Werden Bruder und Frieda nicht zugeben!" „Zch denke doch. Bitte Gotthard, er möge auf einen Augenblick zu ntir heraufkommen, willst du? Sage, ich ließe ihn herzlich bitten, herzlich!" — und als die Kleine. bereitwillig. forteilen wollte, strich, sie ihr mit dem Finger .an der schnmlen Kinder- Wange herab: „Dir tat ich nichts — nein, dir nichts!" — sagte sie. Halb ängstlich, halb verwundert sah das Kind sie an und lief daun aus der Stube. Allein geblieben, gestattete sie sich nicht ntehr, ihre Miene zu veränderir, vor den» Spiegel stehend, zwang sie ihrem Gesicht den ruhigen, traucrvolleu Ausdruck auf, den die Gelegenheit forderte. All ihre Schauspielkunst wäre umsonst gelernt gewesen, wenn ihr diese jetzt nicht beistand. Als sie zufrieden mit sich war, setzte sie sich, ans Fenster und wartete. Ihr Bruder kam. Sein Schritt knirschte über die Hölzdiele draußen, fast ruckweise trat er ein, ajls koste es ihm einige moralische Püffe, sah sich flüchtig in dein von Modeparfüms durchdufteten, mit Flittertand aufgeputzten Zimmer um und fragte hart: „Was willst du?" — Dabei sah er sie an und wunderte sich über den Ausdruck sanfter Ergebung in ihrem Gesicht. „Ich wollte dir nur sagen, Gotthard, daß ich alle deine Anklagen erwogen^ habe und eingesehen, daß ich dir von Herzen zu danken habe. Ich bin in mich gegangen und habe, mein hartes Herz und meine Selbstsucht erkannt. Was ich noch gut machen kann, soll geschehen, das glaube mir. Mein Mann soll nie darüber zu klagen haben, daß ich ihn nicht ganz verstünde und nrcht vor allein sein Wohl im Auge hätte. — Nochmals danke ich dir, Gotthard!" Er wurde nun doch fast verlegen. „Bist du so schnell bereit, dein Unrecht ciitzuseheil und gut zu machen, so tut mirs leid, daß ich so hart —" „Nicht hart genug, mein Lieber. Was ich da hören mußte, war bittere Wahrheit, das habe ich eingesehen." Er trat näher, lieber sein unschönes Charaktcrgeficht glitt eine weiche Regung. Sie erkannte den Blick ivieder, den er als Knabe für sie gehabt hatte, die düsteren Augen unter den buschigen Brauen schimnrerten sie wußte, daß sie dem so wild erstrebten Ziel nahe gerückt war, aber in ihrer Seele ivar kein Raum mehr firr triumphierendes Glück. Es ivar wieder so seltsam bezeichnend für ihr «ganzes Lebeir und ihr ganzes krankhaftes Sein, das auch hier Erfolg befitzentwertend wirkte. Eben hatte sie nur das eiiie Streben, daß auch, dieser hier nie ahnen möge und deshalb nie verraten könne, daß sie freiivillig gehen wollte. Gotthard hatte unwillkürlich die. Hand ausgestreckt und sie legte die ihre hinein. „Laß uns beide diese Nacht beim Vater wachen," sagte sie, „er wird sich freuen, so oft er uns ansieht." Er nickte nur, denn unten rollte ein Wagen, und aus dem Fenster blickend, sah er den Doktor ins Haus gehen. „Weshalb rieft ihr nicht beit alten Doktor Meier?" fragte sie plötzlich, „der kennt doch den Vater seit so lange." „Der ist gestorben. Sein Nachfolger ist aber auch gut. . . ich muß gehen." Sie ließ ihn gehen und folgte erst, als er außer Hörweite lvar. Dann gstng sie ans Treppengeländer und lauschte. Der Arzt blieb lange im Krankenzimmer, doch endlich hörte sic ge- «h.> 206 dämpfte Stimmen und lief die Stiege herab. Grade kam- er aus der Tür, gefolgt von Friede., versuchte möglichst zuversichtlich auszusehen und redete der Besorgten Mut zu: „Hoffen wir das beste — hoffen wir das beste — ich kann nicht verhehlen, hast die Schwäche groß ist, aber fahren Sie nur mit den Kräftigungsmitteln fort, liebes Fräulein — nur Mut!" Luise stand im Schatten und sah sich den behäbigen, ältlichen Mann an. Er hatte kleine, zwinkernde Augen, einen grauen Stoppelbart und fehl ganzes, etwas derbes Auftreten, Kleidung und Stiefel, verrieten den Landarzt. Als er ihr ein rotes, harrn- loses Gesicht zuwandte, wußte sie es schon. Er ist grade, was sie braucht. \ „Darf ich Sie einen Augenblick sprechen?" fragte sie, sowie Frieda die Tür der Krankenstube hinter sich geschlossen hatte. Er erschrak fast, denn er hatte die schmale, dunkle Gestalt gar nicht bemerkt. „Ich bin Frau von Loysen," sagte sie und öffnete dabei die Tür zur Schlafkammer der Schwestern. Umhertastend fand sie Schwefelhölzchen und zündete eilt Licht gn. Dabei sprach, sie schon erklärend: „Ich möchte Sie nämlich bitten, meine Lungen zu untersuchen. Ich fühle mich nicht wohl." „Und das Kuite von den Lungen? Hm, hm — na ja, gnädige Frau, sehen ein bißchen sehr zart aus. . . aber wir wollen doch Nicht gleich denken —" „Ich denke gar nichts, aber ich weiß, daß ich schwache Lungen habe." Er hatte schon ein Hörrohr hervorgeholt, polierte daran 'herum und bat sie, ihr Weid zu öffnen. D-abei sah er etwas wichtig und geschmeichelt aus. „Ihr Vertrauen ehrt mich, gnädige Frau, darf ich also mal horchen?" Er horchte und pochte und horchte und sagte dann beruhigend: „Ei nun, da ist aber nichts Bedenkliches zu spüren — auch nicht der geringste Katarrh; ’n bißchen schwach sind sie schon, «ber das braucht Sie nicht zu ängstigen. Nun möchte ich mir aber auch noch das Herzchen ausbitten — nicht daß ich dem Herrn Gemahl in seine Rechte pfuschen wollte," spaßte er gemütlich — „nur so'n bißchen horchen — so — haben wir schon. Ja." Hierauf hatte sie gerechnet. Sie wußte es, daß sie einen Hertzsehler hatte, und es lag ihr daran, daß sich dieser Mann, >,der morgen tviederkommt", davon überzeugte. „Hm!" — machte er nur, als er mit seiner Untersuchung fertig war. „Nun? Was ist? Mein Herz ist nicht gesund •— sagen Sie es nur grad heraus." „Na, na, nur nicht erschrecken. So'n kleines Fehlerchen ist da, aber meine liebe, junge Frau, damit können Sie achtzig Jahr alt toerben." „Das denke ich mir fein Vergnügen," sagte sie leichthin, >,können Sie mir bis dahin ein Mittel zur Linderung der Herzbeschwerden geben?" Er ließ sich dieselben beschreiben, riß dann ein Matt aus seinem Notizbuch, kritzelte einige Linien und ermahnte dabei: „Vor allem hübsch ruhig leben. Radeln, Reiten, Schlittschuhlaufen vermeiden. Seine Bergtouren machen. Habe Ihnen hier ein Trünkchen verfchrieben, wonach sich die Beschwerden bessern werden." „Danke. Nun möchte ich Ihre Zeit nicht länger in Anspruch nehmen." Er verbeugte sich mehreremal und verabschiedete sich: „Auf Wiedersehen morgen früh." Sie suchte in ihrem Portemonnaie, sand ein Goldstück und reichte es ihm, während sie dachte: Wenn du mich morgen wieder- siehst — wo werde ich dann sein? — Eine plötzlich aufsteigeude Ängst schnürte ihr die Kehle zu, sie schloß die Tür und saß lauge regungslos beim Schein der flackernden Kerze. Dabei glitt ihr Blick an den Wänden auf und ab und über die einfache Einrichtung der Schlafkammer. 'Hier hatte sie und Frieda einst geschlafen, Julchen hatte jetzt ihren Platz eingenommen, aber über der schmalen Bettstelle hing noch das Christusbild, welches der Vater ihr zur Konfirmation geschenkt hatte. Das hatte sie nicht mitgenommen, als sie das Elternhaus verließ. Endlich erhob sie sich und ging ins Krankenzimmer, um sich zur Nachtwache anzubieten. Es ward beschlossen, daß sie sich mit Frieda ablösen solle. Gotthard wollte die ganze Nacht aufbleiben. So saß fte denn mit ihm in der stillen Stube, in welcher ein Nachtlicht schwachen Schein verbreitete. Nach Ablauf jeder Viertelstunde starch sie auf, befeuchtete die Lippen des Kranken mit Wein oder lauschte auf seine schwachen Atemzüge. Ihr ganzes Wesen war ruhig und sicher. Der Kranke nahm willig das Vorgeschriebene, aber er öffnete kaum die Augen. Tat er dies aber. so bewies ein freundliches Aufleuchten, baß ihn das Zusaw.'-nen- seiu der Geschwister freue. Die Zwei sprachen nicht viel zusammen, und was sie sagten, bezog sich meist auf die Verordnungen des Arztes. So schlichen die Stunden hin, langsam, langsam. Endlich, um drei Uhr, trat Frieda ein und winkte der Schwester, zu gehen. Luise erhob sich schweigend, sie beugte sich noch einmal wie forschend über den Vater und küßte, unbemerkt von den anderen, seine Hand, bann wandte sie sich zu den Geschwistern. „Gute Nacht," flüsterte sie und reichte ihnen die Hand, wohl berechnend, daß der Druck nicht heftig, sondern still und ruhig sei. Gotthard ging mit ihr bis an die Tür. „Ich will dir leuchten," sagte er, „du hast ja kein Licht und die Treppe ist steil." Er entzündete ein Wachshölzchen und ging so neben ihr hinaus. „Luise," sagte er zögernd, „ich war zu hart — ich war's!" „Ich danke dir's," sagte sie ruhig — „Härte tat mir not." Sie standen oben, er öffnete ihr die Tür und zündete ihr das Licht an. „Gute Nacht," sagte sie, „ich bin sehr müde." „Wirst du schlafen können?" „Ich denke, ich kann es. Und wenn jetzt nicht, bann in den Morgenstunden." „Du sollst nicht gestört werden. Gute Nacht. Vergiß nicht das Fenster zu schließen." „Das bleibt offen. Ich bin's so gewöhnt." Also ging er und sie stand wartend, schlich dann. bis ans Treppengeländer und sah hinab und beobachtete mit weitauf- gerissenen Augen, wie im rötlichen Dunstkreise des brennenben Wachslichtchens die Gestalt des Bruders tiefer und tiefer versank und endlich verschwand. (Fortsetzung folgt.) Auf der Fahrt nach Deutsch-süd-Mst-Afrika. Von Stadtbaumeister Braubach. (^Original-Artikel der „Gieß. Fam.-Bl."). IV. (Schluß.) Unsere weitere Fahrt führte uns nach den Stationen Schackals- kuppe und Buchholzbrunnen, die beide Wasfer haben. Erstere ist interessant durch die steil aufsteigende Felskuppe, die oben eine alte, weit ins Land schauende Signalstation trägt- Unterwegs sahen wir ans dem Wagen eine Herde Springböcke und eine Stranßenfamilie, Hahn, Henne und 8 Kücken. Während früher öfters Wild von der Bahn aus geschossen wurde, ist dies jetzt streng verboten. In Bnchholzbrunnen trennte sich die Expedition; während unser Ingenieur mit Mannschaft und Gepäck nach der nächsten Station Brackwasser weiter ging, um von da den Transport per Achse nach der Raute zu leiten, machten die attbereu Herren einen Abstecher nach Bethanien. Bei der Weiterfahrt des Zuges gabs ein kleines Intermezzo. _ Unsere Jungen, die einem zurückbleibenden Herrn bei der Sichtung des Gepäcks halfen, hatten das Signal zur Abfahrt versäumt. Den langen Isaak beförderte ich noch, indem ich ihn am Rockkragen packte, auf den bereits fahrenden Zug, die beiden anderen blieben zurück. Sie erhielten einen Begleitschein und trafen mit einem späteren Zuge richtig am Bestimmungsort ein. In Buchholzbrunneit waren wir um die Mittagszeit angekommen. Wir kochten und hielten gemeinsames Mittagsmahl, wobei zum erstenmal unsere Konserven- kisten in Gebrauch kamen. Gegen zwei Uhr fuhren wir mit der Maultierkarre des Landesgeologen und in dessen Begleitung nach Bethanien. Die Maultierkarre war ein zweirädriger leichter Reisewagen mit Schutzdach aus Segelleinen, bespannt mit 6 flotteni Maultieren, die hier zu Lande wunderbarer Weise Esel genannt werden. Die Karre führte ein ■ Bur, während ein Hottentot an feiner Seite mit der Schwippe einer Peitsche mit langer Schnur und etwa 5 Meter großem Bambusstiel die Tiere unter fortwährendem Zurufen antrieb. Auf diese Weise ging die Fahrt flott von statten und wir langten auf der teilweise recht steinigen Pad gehörig durchgerüttelt gegen 5 Uhr in Bethanien an. Unterwegs hatten wir Gelegenheit, eine Hotten- tottentoerft mit ihren bienenkorbartigen Pontoks zu besichtigen. Die Pontoks werden aus Reisig und dünnen Aesten hergestellt und mit alten Hafersäckeu, Zeltbahnen oder Decken überzogen. Geräumig ist so ein Haus gerade nicht, doch Raum ist in der kleinsten Hütte .... In Bethanien fanden wir Unterkunft im alten Lazarett.- Ein eisernes Bettgestell, darauf unsere Decken, war unsere Lagerstatt. Wir machten, nachdem wir den Reisestaub abgeschüttelt hatten, dem Distriktschef und seiner Gattin unsere Äufwar- tung. Herrlich ist der Distriktsgarten angelegt und unterhalten, hier sieht man, was Liebe zur Natur und Fleiß zu Stande bringen können. In dem Garten sahen wir alle. — 207 Wir trafen die Karre jedoch nicht , in erwarten sollte. Abend ivium W4. i1-1'-- '"-•'7 ----. r bereits mit Mittag nach der nächsten Station Sandverhaar gefahren, wo uns eine von der Bauleitung zur Verfügung gestellte Karre erwarten sollte. Wir trafen die Karre jedoch Nichttn Sandverhaar, da sie einige Kilometer werter nach der Bauspitze, dem Ende der fertigen Eisenbahn, vorgegangen war. Wir stiefelten bei furchtbarer Hitze etwa 2 Kilometer durch den Sand nach dem Tierkraal von Lenz u. Co. Ein Konduktor ließ uns von hrer auf einer Steinkarre, eine andere stand nicht zur Verfügung, nach der Bauspitze bringen. An diese Fahrt über holprige Klippen, an die Püffe und an die Sonnenglut werden mein Kollege und ich noch lange denken. Schon auf dem Wege kam uns unsere Mit 8 Maultieren bespannte, von unserem Meßgehilsen, von Nation Bur, und einem Kapjungen geführte Reisekarre entgegen. Gott dankend, daß wir noch völlig heil waren, verließen wir unsere Steinkarre, bestiegen die Reisekarre und dahm ging es, zum erstenmal auf eigene Faust und auf eigene Verantwortung, ms Nntzgemüse angepflanzt, auch schöne Wcmlaubengänge, und vräcktiac Palmen. Welch em Genug nach all der Oede, den Klippen und dem Sand, diese herrlichen grünenden Garten. Bethanien liegt an einem kleinen Abhang und hat , natürlich/ Quellen, die ziemlich reichlich fließen und bei richtigem Ausschluß noch mehr Wasser bringen dürsten,. Der älteste Garte" ist der Missionsgarten mit herrlichen Baumen,^z. Zt. aber nicht so gut gehalten wie der Distriktsgarten. In der echt deutschen Häuslichkeit des Distriktschefs verbrachten wir auge- -nebme aemütliche Stiinden, an die wir uns stets dankbar er- n rn werdm Am nächsten Morgen machte, ich einen Ritt ins Knnkivtal nach Aurochns, nm einen für einen Sperrdamni evva in Fruge kommenden Platz zu besichtigen Gegen Abend verabschiedeten wir uns von unseren lieben Wirten und fuhren, noch einen Blick auf das glückliche Bethanien werfend, tn die beginnende Dämmerung gen Brackwasser zu. Herrlich war diese Fahrt bet der etntretenden Kuhle, sinkenden Tageslicht sahen wir die umliegenden Höhenzüge von der untcrgehenden Sonne prachtvoll beleuchtet. Diese wechselnden Lichter, diese wunderbaren Farbentöne, die kein Meister der Palette dannen könnte, entzücken das Auge und greisen mit ihrer eigenartigen Schönheit ans Herz. . „ . Einige Momcter vor Brackwasser machten wrr Halt und schlugen unser Nachtlager im Freien auf, das erste Mal unter afrikanischem Himmel. Wir blieben etwas vor Brackwasser, da man die Nähe der Ausspannplätze gern meidet. Es gibt dort gewöhnlich Sandpannen, eine Art Wanzen, in deren lebhafter Ge- sellschast es sich nicht allzu gut ruht. Nach kurzem Abendessen wickelte sich jeder in seine Decken und versuchte zu schlafen. Ist das Land auch ruhig, so hat man doch, eine Waste, sei es Browningpistole oder Karabiner, neben stch. Dte Maultiere werden an die Karre gebunden, die Schwarzen zünden etn mächtiges Feuer an, und eigenartig berühren den still Daliegenden dte in dem zuckenden Feuerschein hin und her huschenden Gestalten und das Stampfen der Tiere. Lange lag ich an jenem Abend noch wach, betrachtete den wunderbaren Sternenhimmel, und die Gedanken wanderten zu Weib und Kind in der fernen Heimat, nach der liebgewonnenen Stadt Gießen. Allmählich verglomm das Feuer und Schlaf senkte sich aus die müden Augen. Von der Seite her ertönten die lauten Atemzüge meines landwirtschaftlichen Kollegen. Mit der Zeit gewöhnt man sich an diese Nachtlager im Freien und' schläft in den Decken und mit dem Sattel als Kopfkissen so gut wie tm Bett., Auf der Pad, d. h. auf der Reise, wie überhaupt in Süd-West wird früh aufgestanden, stm 5 Uhr ließen tvir Kaffee kochen, anspannen und setzten unsere Fahrt nach Brackwasser fort, wo wir gegen 7 Uhr ankamen. -öin allgemeinen reist man hier nur in den frühen Morgen- und in den Abend- und Nachtstunden. In der heißen Zeit von etwa morgens 10 Uhr bis nachmittags 4 Uhr schonen sich am besten Mensch und Tier, wenn sie ruhen. , In Brackwasser traten wir wieder unseren Ingenieur, der inzwischeir das Gepäck gesammelt und zum Transport hergerichtet hatte. Unsere Begleiter kehrten von Brackwasser nach ihren Standquartieren zurück. Der landwirtschaftliche Sachverständige und ich gedachten noch den Umweg über Keetmannshoop zu machen, während unser ^ngenteur mit dem Transport direkt nach der Raute gehen wollte Für den Transport hatten wir einige Eselswagen erbeten, die am gleichen Tage wie wir, unter Führung eines Polizeisergeanten in Brackwasser eintrascn. An Arbeitskräften stellte uns dm Bauleitung 10 Kapjungen zur Verfügung. Es sind dies Kaffern, Mischlinge usw., die in Kapstadt für den Etsenbaynbau angeworben werden, da es hier an den nötigen Arbeitskräften gebricht. Das Gepäck wurde am andern Tag verladen und gegen ..... konnte der Ingenieur seine Reise antreten. Wir waren fremde Land hinein. Der wandelmond April. Irgend jemand hat einmal gesagt, der April sei unter den Monaten, was der Spatz unter den Vögeln ist — etn rechter Gassenjunge. Das wird jeder gern unterschreiben, der ichon unter seinen flegelhaften Allüren, unter seinen unberechenbaren Launen, seinen kapriziösen Einfällen gelitten hat. Wen hat er, nicht schon mit verführerischstem Sonnenschein in sommerlicher Kleidimg tn» Freie gelockt und dann mit Hagel und Schnee oder «türm und Regen und Gewitter, wie gestcri?, überrascht? Wer kennt ntdft dte Straßenszenen, wo Damen und Herren ihren vom plötzlichen Wtnd^ stoß entführten Hüten oder Schirmen nachlaufen, verzweifelt, da» der übermütige Kobold sie ihnen immer wieder entfuhrt, wenn sie sie eben erhascht zu haben glauben?. Aber wer hat nicht auch schon am eigenen Leibe empfunden, wie peinlich es ist, jo unerwünscht und unfreiwillig Gegenstand von jedermamls Vergnügen zu sein? Diese oft so vollständig unvorhergesehmen Witterungsumschläge haben viele Volkssprichwörter im Gefolge gehabt, von denen alle mehr oder mitiber witzig die ^zdee vertreten, bm; bet „April macht, was er will". Ein derbes österreichisches Versltm schiebt einzelnen übel beleumundeten Wetterheiligen die Schuld zu: Sankt Jörg und Sankt Marx Dräuen ost viel Args. Philippi und Jakobi San auch noch zwa Grobi; Aber die drei auf Azi Dös sau die größten Lumpazi! womit die drei Eisheiligen im Mai gemeint sind, die die «cijulo betret ii tragen fallen, baß ber 95onnentonb feinem 9 c am en yauitg so wenig Ehre macht. . 9)1 er fwär big ift e§, ba$ nur bie Dom Ätlantiichen ^sean beein^ slußten Länder unter diesem Wechsel leiden. Spanien, Italien, das südliche Ungarn und Dalmatien haben warme Tage oder wenigstens gleichmäßige Witterung und empfinden dte Launen des Grasmonds, wie ihn der Holländer nennt, nicht. Dm Angelsachwn nannten den April eastermonadth, Ostermonat, eme Bezeichnung, die auch Karl der Große eingeführt wissen wollte; andme erfanden die charakteristische Benennung Wandelmond. Doch hat sich bet uns nach dem aprilis des alten römischen Kalenders der jetzige Name eingesührt, der sich von dem lateinischen apertre- er- öffnen — aMeitet, weil tn ihm das Erwachen des Frühlings Die mancherlei Tücken und Launen des Aprils berechtigen der übertragenden Ausdruck für wetterwendische Meinungen, und Ansichten, wie auch „Nprilwetter" bezeichnend für verandn:lmhe, schnell wechselnde Stimmung ist. Dieser neckische Charakter mag auch Veranlassung zu bett «biUJc&e^ett fettt. Die Franzosen „donnent un poisson d'avrtl , dte Engländer machen dm neckten zunt „april-fool" und wir amüsieren un» damit, am 1. April unsere Freunde „m den April zu schulen . er» einzelnen Gegenden hütet man sich vor dem 1. April als einem Unglückstag, und vermeidet es, eine Reise, >nitUii ter nehmen zu beginnen, eine Ehe zu schließen An dlesem ^age auS brechende Krankheiten gelten für tödlich und schlimmer, weil matt den davon Betroffenen uberglaubischm weise nicht die rechte Pflege, entgegenbringt. Aber das Lebm hat so viel Gelegenheit, uns tn den April zu schicken, daß es sich nicht an das Datum zu binden braucht. Wir erfreuen uns an den Scherzen zu Beginn des Monats, wm wir überhaupt det übermütigen Gesellen nicht in der, Reihe seiner N^er?^Edwin möchten. Wir stimmen ent in dte Worte des Leipzigers Edwin Bormann: , „ Drum schelte, wer immer ihn schelten will. Ich liebe und lobe mir meinen April, Und wenn er die Dächer uns faustdick beschneit, 's ist halt des Jahres Flegelzeit. Beeinflussung des Haarwuchses durch Suggessiou ist die neueste Entdeckung auf diesem noch so wenig erforschtem Gebiet. Eine Tatsache, die häufig zu den Dchauer- erzählungen von „lebendig Begrabenen" Anlaß gegeben hat, ist, daß die Haare an Leichen noch längere Zeit, also unabhängig von jeglicher Gehirntätigkeit, tvachsen. Um so merkwürdiger ist«, daß trotz dieser scheinbaren Unabhängigkeit doch der menschlichie Wille über das Wachstum des Haares zu gebieten Vermag. Sem vor kurzem in Gießen zugezogenen praktischen Arzt Dr. -a H-nmr ist diese sensationelle Entdeckung zu verdanken: Bet einem jungen Mädchen, das unter seiner Behandlung eine schwere Krankheit durchzurnachen hatte, erschienen die ersten Anzeichen des sogen. Wcichselzopfcs, einer langsamen aber innigen Verfilzung der Haare, die durch Wachsen und geringe Pflege während des Krankenlagers entsteht. Das Haar einfach wie in ähnlichen Fallen, kurz abzuschneiden, war, da es sich um eine schwere Kopfkrankheit handelte, untunlich und nicht ohne Gefahr für das Leben der Kranken. So entschloß sich Dr. La Fuier es mit der Suggestion zu versuchen, in der er ihr, nachdem er das Mädchen m hstpnotischeu Schlaf versetzt hatte, die Suggestion-Einflüsterung gab, daß das Haar sich nicht verfilzen, aber auch nicht weiter wachsen solle. Es war dies ein blvßer, durch die ungünstigen Umstande bedingter Versuch, aber - von größtem Erfolg gekrönt! - Um seine deckung wissenschaftlich zu verwerten, und um seine Erfahrungen und Versuche zu erweitern, ließ er seinen beiden KUaben-rm Alter von 6 und 8 Jahren — die Haare auf 6 Millimete. ver Wrzen, und suggerierte ihnen, daß ihr Haar nicht mehr wachsen solle, und so geschah es! Während die Kinder sonst alle^ä Tage oder 3 Wochen im Sommer zum Friseur mußten. r-"> wrs Haar 208 N. W. Bld. Rätsel. Ich komm aus Indiens Wunderland, Bin Jederiuann gar mohlbekannt. Fast Alle sehn, ich sag's vermessen, Mich gern sogar beim Mittagessen. Gibst du mir einen Kops mit ®, Dann ich schon hoch im Alter steh: Doch setzst ein P du für das G, Ich viele nach nur streben ich; Ja, «nancher setzt sein Leben eilt, Damit ich rnög fein eigen sein. Auflösung in nächster Nuinmer. ölnslösung des Bilderrätsels in voriger Nummert Rauch ist alles irdische Wesen. Redaktion: P. Wittko. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl 'scheu Universttäts-Buch- und Steindrnckerei, R. Lange, Gießet in rötet gewissen Kürze zu Erhalten, war dies nun int ganzen Jahr ql‘rf tibcr rwemtal nötig, denn, nach kürzerer oder längere! "v.. kommt dabet auf die Empfäiigltchkeit des einzelnen mbi|n‘irZt,V rtl! fT'f fcW‘icf’t fid> bie Suggestion ab und muß, uin ivtrstam , zu Metbcn, erneuert werden. Durch häufige Sug- gestion aber tst es -- tote Dr. La Fnier uns initteitte — möglich ö machen, daß Iahte lang kein Schermesser an Haar oder Bart gescht zu werden braucht! — Für die Friseure ist dies eilt recht empfindlicher schlag, um so mehr, als Dr. La Fnier für eilte «uggestwn nur das geringe Honorar von 3 Mark nimmt, das , v'Ze ^ng des Rasier- und Haarschneide-Abonnements o ? rn und au^rdem die Ansteckungsgefahr von Hautkrankheiten, SlÄ ausschließt! - Dr. med. La Fnier wohnt Schulstraße Ar. 8, I., wo er auch täglich seine Sprechstunden und Zwar vorläufig, um seiner Entdeckung Verbreitung zu verschaffen, unentgeltlich abhält. Der Schatzgräber vom Cinhof. (Bei Staden). Schon mancher hat sein Glück verspielt. Der nicht im Zaum die Zunge hielt; Btt Reichtum schon nianch' andrer kant. Weil er zur Zeit in Zucht sie nahm. Beim Einhoi liegt im Wieseugrund Ctn reicher Goldschatz bis zur Stund', Und Wern, den inan am Hang gebaut, Ruht heut' noch dort in eigner Haut. Vor Alters hier ein Kloster stand, Tie Mönche bettelten durch's Land' Versunken ist das Kloster nun, Im Boden seine Schätze ruhu. Wer je die Schätze heben ivill, Der bleib' dabei hübsch mäuschenstill, Em einzig Wörtchen unbedacht Umsonst die ganze Arbeit macht. Walpurgis nachts zur Geisterstund' | Grub dort ein Bursch' im Erlengrund. Am Bach die Pappeln rauschend stehn, Vor'm Mond her graue Wotken gehn. Als ihm, von Arbeit ganz erhitzt, Ein Kessel Gold entgegenblitzt, Die Sctnpp' er fix beiseite setzt: „Gottlob", tief er, „reich bin ich jetzt!" Kaum sprang vom Munde ihm das Wort, Da war auch schon der Kessel fort And an der Schippe klirrend hing Nur noch ein roft’ger Kesselring. Dr. Carl Pusch. I Eveinigen, nm den Listen zu widerstehen, durch die die Ernten r;» unter ihre Herrschaft zu bringen suchen Er hebt Zum ^ L Augenblicke, ivv die Fran „'gleiches Recht" ich mmt feuw höhere Ansprüche zu stellet b eg rrö n Nach der Behauptung des „Mladence" gehört ein aroZ Zn des toetbltchen Geschlechts zur Partei derer! die mit dem Ent! | wicklungsgang der modernen Frauenbewegung unzufrieden und daher von seiner Partei sind. Dinge, die die Männe! fest Gene- V, omtrZ TebZ 3,a gemacht hätten, würden in dem der Maae ' M mit ihnen befassen, zu Gegenständen der Klage. Was Manner niemals auch nur als eine Gunst zu beanspruchen sich entfalten ließen, das verlangten die Frauen als *«.«« --»! di-!- W-i!° Mb'ÄibÄÖ I ZmZsZ-rnT'r/Z "gliche Recht", das die Losung ihres brfS? b ' tcbeutc ln Wahrheit das Recht auf mehr und besseres, als irgend em anderer habe. * 58 Grad Wärme in London. Wie man uns aus London meldet, zeigte sich der letzte Dienstag, als ein idealer Frühlingsanfang. Die Sonne sandte ihre Strahlen wie im schönsten Sommer auf die Straßen herab. Das Thermometer stieg int Laufe des Tages beständig. Um 8 Uhr 37 Minuten morgens wurden 37 Grad Wärme registriert, und um 12 Uhr mittags waren es schon 58 Grad. — Für Uneingeweihte muß allerdings hinzugefügt iverden, daß es sich hier nicht um Zentigrade oder gar Reaumur handelt, sondern um Fahrenheit. 37 Grad Fahrenheit entsprechen 3 Grad Celsius und 58 Grad Fahrenheit 15 Grad Celsius, m ?usel Student (nachts an der Haustür, zum Vorübergehenden): „Ste, guter Freund, möchten Sie mir nicht meinen Kneifer aufheben, der mir hinunter gefallen ist. . . sonst verliere ich's Schlüsselloch wieder!" , T Noeturno. Frau Ernst Neumann führt ihren ange- trunkenen Mann nach Hause. Frau Krause: „Nanu, Frau Neu- mann. Sie machen sich da wohl 'nen Spaß?" — Frau Neumann: „Nem, es ist mein voller Ernst!" IJermikMea« * Die Flitter wo ch e n int gelt. In origineller Weise werden zwei englische Brautleute, die beide passionierte Radfahrer smd, ihre Flitterwochen verbringen: in einem leichten klemen Lemwandzelt. Dies Flitterwochenzelt ist kürzlich in London ausgestellt worden und es ist in der Tat eine Wohnstätte, wie sie einfacher und handlicher kaum gedacht werden kann Zusammengerollt wiegt der ganze „Bau" nur etwa fünf Pfund. Die beiden künftigen Galten haben sich bei einer größeren Radtour kennen gelernt und ihre Vorliebe für das freie Lagerleben knüpfte das erste Band der Sympathie zwischen ihnen. Als spater die Liebe hinzutrat und der Entschluß zu Erraten, da entstand auch die Absicht, ihr Eheleben auf dieselbe Weise zu beginnen, in der sie sich kemten gelernt hatten- unter leichtem, luftigem Zeltdach. .„Ich habe dies Zelt für die Flitterwochen extra anfertigen kaffen", so erzählt der Bräu- ! tlgam. „Es ist größer wie ein gewöhnliches Zigeunerzelt, und ! tut nächsten Mai wird es zum erstenmal zeigen, ob es röt I Mtes Heim sein kann. Das Zell und das Gepäck wird auf unferen Radern angeschnallt: alles zusammen wiegt kaum 30' r -Wunb. Unmittelbar nach der Trauung werden wir auf dem Rad I unsere Hochzeitsreise beginnen." Die,Revolutio n der Junggesellen. Während die Frauen in dein Kampfe um die Erweiterung ihrer Rechte auf \ Linie siegreich Vordringen, beginnt sich nun doch auch der Widerstand auf der anderen Seite entschiedener zu organisieren. recht origineller Form unternimmt dies eine neue tschechische Zeitschrift, die sich „Mladence", zu deutsch „Der Junggeselle" nennt und als ihr Programm die. „Emanzipation des Mannes von der Weibersklaverei" bezeichnet. Ter Programmartikel des „Junggesellen" macht den Vorschlag, daß die unverheirateten Männer im ganzen sich zu einer festen Phalanx Matrosenlied. Dort bläht ein Schiff die Segel, Frisch sanft hinein der Wind! Der Anker wird gelichtet, Das Steuer flugs gerichtet, Nun fliegt's hinaus geschwind. Ein kühner Waffervogel Kreist grüßend nm den Mast, Die Sonne brennt herunter, Nianch Fischt ein blank und munter Itmgaufelt keck den Gast. Wär' gern hineingesprungen. Da draußen ist mein Reich 1 Ich bin ja jung von Jahren, Ta ist's mir nur um's Fahren, Wohin? Das gilt mir gleich! Friedr. Hebbel. Aphorismen. Es gibt auch Leute mit geistigem Embonpoint. Auch zu den Toren des Erfolges gibt es Dietriche. Die Schule des Lebens kennt keine Ferien. * Dein Ruf gleicht deinem Schatten; oft geht er dir voraus, ost nach; bisweilen ist er größer, bisweilen kleiner als du. (Ans den Blättern für Sporthumor.)