1807 Aommstag den Z8. Wärz eX i l-:| I I Dem Irrlicht nach. Rom.au do« Alexander RSmsr. Nachdruck vtzrösleÄ (Fortsetzung.) Während dieses kleinen, neckischen Geplänkels zwischen Vater ttnb Tochter schaute Doktor Villatte angelegentlich auf seinen Teller, und beachtete sogar Sylvias Manöver, welche seine Aufmerksamkeit fesseln sollten, nicht. Als er dann endlich aufblickte, trafen seine Augen gerade m Sie Ernas, und sie erschraken beide und wendeten die Blicke rasch wieder voneinander ab. Sylvia bemerkte es und s ah ganz verblüfft drein. Trieb Erna Koketterien mit dem Doktor? Sie hatte eigentlich gemeint, Villatte, der so hübsch lustig sein konnte, wenn sie sich mit ihm neckte, und der auf alle ihre Torheiten und Einfälle einzugehen pflegte, langweile sich bei seinen ernsthaften, gelehrten Gesprächen mit Erna. Er nahm nur Rücksichten auf die Tochter des Hauses. Dieser Abend brachte ihr viele Rätsel. 2. Kapitel. Unterdessen bewegte sich Roderich unter einer Hochflut wechselnder Empfindungen anderer Art, nichts ahnend von den neuesten Ereignissen im Elternhause, im Salon der Frau Klovp-Wengstern. Es ging dort heute abend besonders lebhaft zu. Die Dame deS Hauses, zu deren Günstlingen sich Roderich zählen durfte, )atte ihnr gleich bei seinem Eintritt vertraut, daß die Gräfin Wolfer- ding, Gemahlin eines schlesischen Magnaten, ihr ihren Besuch zugesagt. Sic hatte versprochen, nach dem Diner beim Grasen Luckner, ehe sie sich zum Tee nach Pillnitz, wo der Hof jetzt residierte, begab, ein Stündchen vorznsprechen. Frau Klopp-Weugstern schwärmte für die Gräfin Wolkerding, welche sie in einem Bade kennen gelernt, und der sie seitdem in ihrem Teil allerlei Ausmcrksamkeiten und Liebesbeweise hatte zukommen lassen. Sie hatte ihr erst kürzlich eine bedeutende Summe geschickt zur Gründung eines Siechenhauses aus ihren Gütern, begleitet von einem Band ihrer Gedichte, und die vornehme Dame nahm das mit einer so bezaubernden Liebenswürdigkeit an. „Sie sollen sie kennen lernen, Walldorf, Sie vor allen werde ich ihr vorstellen. Sie, mein Heißsporn, mein junger, feuriger Aar", sagte die erregte Dame und drückte vertraulich seine Hände. Die mit Perlenschnüren umwundene Sammettoque — ein malerischer, altmodischer Kopfputz, aber Frau Klopp-Wengstern liebte das Altertümliche — wackelte auf ihrem schwarzen, glatt gescheitelten Haar, die Perlenquasten bewegten sich stürmisch. Ein Schal aus persischem Stoff legte sich ihr quer über Schultern und Brust, gleich einer Adjutantenschärpe, und bildete den Schmuck für das einfache, aber schwere schwarze Seidenkleid. Roderich behielt seine kühle, überlegene Miene bei, das war bei ihm Prinzipsache, sie kleidete ihn und wirkte. „Sie sind heute so persisch, meine Gnädige", sagte er lächelnd, »,immer apart, aber immer genial, immer schön." „St.! St." machte die Dame und hob mit gezierter Bewegung ben Zeigefinger, „dem Dichter der Myrza-Schaffylieder zu Ehren — auch er kommt heute." Ja, es wurde eine erlauchte Versammlung. „Und dann erwarte ich noch einen, den Sie auch kennen.. ■' Walldorf, einen Schulfreuno von Ihnen, unfern Pariser Be» ■ rclytrrftarter, Herrn Paul Hendricks." Rodercchs Stirn zog sich zusammen, als ob er erst Nachdenken müsse, und der Name ihm nicht erinnerlich sei. „Paul Hen- drichs", widerholte er gedehnt, „ach so! Ja — der Sohn des jüdischen Bankiers." „Ja, er ist von jüdischer Abkunft, aber schon seine Eltern ließen sich iaufun", beeilte die Dame sich zu versichern, „und, mein Gott! Sie müssen rhn doch kennen, er verkehrte ja in Ihrem Hause, hatte, wenn ich nicht irre, einmal ein großes tendre für Ihre kleine Pflegeschwester Sylvia, das süße Geschöpf. Ach! — ich sehe ihn noch auf einem Kinderball bei Ihnen mit ihr herumwirbeln — sie tanzte wie eine Elfe, das entzückende, kleine Ding." „Run ftcilick kenne ich ihn", gab Roderich zu, „man vergißt nur die Menschen, tvenn sie einem lange Jahre nicht vor die Augen kommen." „Aber Sie haben doch seine Pariser Briefe gelesen, in der Nationalzeitung, mitunter auch in unseren Blättern. Robert Waldmüller sagt mir, sie seien über die Maßen geistvoll und pikant." Roderich zuckte die Achseln. „Man kann nicht alles lesens meinte er. „Hendrichs kommt direkt von Paris, geht auch dahin zurück" plauderte die Dame weiter, „er lebt da in sehr exflusiven Kreisen, mitten unter bedeutenden Geistern. Turgenjew ist sein Freund, seine musikalischen Kenntnisse haben ihn mit Goldmark, Saint-Saöns in Beziehungen gebracht, seine Musikkritiken werden anerkannt und gerühmt. Hatten Sie nicht auch die Absicht, nach Paris zu gehen?" „Freilich, ich denke in nächster Zeit den Plan zur Ans- führung zu bringen." Roderichs Mienen waren nachdenklich geworden. Die Erwähnung des jüdischen Schulfreundes hatte ihn zu Anfang wenig angemutet, die Persönlichkeit desselben war ihm keinen Augenblick aus dem Gedächtnis entschwunden. Eigentlich hatte er sich immer über den „dreisten Judenjimgen" — so nannte er ihn damals — geärgert. Auf der Schulbank überflügelte er alle, sein blitzschnelles Erfassen, sein enormes Gedächtnis, sein durchdringender Verstand gaben ihm eine Neberlegenheit in der Klasse, die Roderichs Neid von jeher aufstachelte. Auch seiner Schwärmerei für Sylvia erinnerte er sich noch — bah! Das hatte nicht lange gedauert und öic Kleine hatte nie Notiz davon genommen. Aber — wenn der Paul jetzt in Paris so fest int Sattel saß, gerade in den Kreisen, wo er auch Terrain gewinnen mußte, bann lohnte sich's wohl, daß man Notiz von ihm nahm. Der Salon füllte sich jetzt. Lauter bekannte Gesichter, der enge Kreis den treu Verschworenen. Da war Wolfgang Kirsch, der ungeschlachte Hüne mit dem roten Gesicht und dem strohgelben Haar und Bart, Roderichs eiftigster Anhänger. Er war ein armer Schlucker und lag in beständiger Fehde mit den Leitern verschiedener Taaesblätter, welche entweder sei» 186 Artikel nicht nahmen, oder nicht vollgültig bezahlten, und die rr dann in grimmem Haß mit seiner Feder bekämpfte. „Ha! Roderich! Bruder in Apoll, guten Abend! Sieh da — da brennt's mir am Herzen, Wonne und Zagen ob deines Opns, das du uns heut vortragen willst. Großartig ist's natürlich, großartig wie du selbst bist vom Wirbel bis zur Zehe, aber — aber — na, du weißt es, man zittert ja doch ob des Erfolges in einer so dummen, so albernen, von Hohlköpfen bevölkerten Welt, wie die unsere." Der Hüne schüttelte Roderich die Hände, daß die Gelenke krachten, verbeugte sich dann linkisch vor der Wirtin, mtb zog sich mit seiner struppigen Mähne einstweilen in einen Winkel zurück, beit er dann später verließ, um rechtzeitig zu klatschen oder zu brüllen, je nach Bedarf. Man gruppierte sich — auf die Gräfin Wolferding konnte mau nicht warten, sie hatte sich das entschieden verbeten, da sie, ihren Besuch zwischen zlvei Hoffeste einschiebend, ihre Zeit nicht bestiinmt feststellen konnte, Paul Hendrichs war auch ein unpräziser Gast, und Badenstedt — ja, mit Gewißheit war auf den nie zu rechnen. Also, es würde beschlossen, zu beginnen. Zuerst wünschte die Dame des Hauses eine Ode vorzutragen, eine alttcstamentliche Ode von „den Tränenweiden an den Wassern Babylons". Es !var ein Pult für sie und Roderich — die beiden beute abend Vortragenden — hergericktet, auf einer erhöhten Estrade, eine mit Rosaschirm versehene Lampe verbreitete dort magisches Licht. Elisabeth Spies, eine Nichte der Hausfrau, bediente die angebetete Tante, reichte ihr die große, aus einem türkischen Schal gefertigte Tasche, welche in unverfänglicher Umhüllung die teuren Manuskripte enthielt. Diese allen näheren Freunden wohlbekannte Schaltasche begleitete die Dame überall hin, verriet nichts durch ihr harmloses Ausfeheu asts nützliches Kleidungsstück und befähigte doch ihre Trägerin, von ihren Gaben mrtzuteilen, wo Bitten sich dafür erhoben. Elisabeth mischte die Limonade und ihre Hände zitterten. „Ach! Tantchen, es ist so rührend, so ergreifend schön, id; empfinde schon im Voraus die Schauer des Erhabenen." In der Nichte Augen glänzten Tränen. „Du kleines, junges, bewegliches Ding!" Frau Klopp-Weng- stern tätschelte die Wange des Mädchens, „ja — bei der Jugend, bei der Jugend, die noch ihre Ideale hat, finden wir uns am besten verstanden." Die Jugend und die Ideale Fräulein Elisabeths ließen sich von einem nüchternen Standpunkt aus vielleicht anfechteu, die dreißig waren sicher überschritten, und in den Augen flackerte mitunter so etwas Unruhiges und Unstätes, als ob die Ideale am Verglimmen seien. Jetzt aber räusperte sich die Dichterin und begann; sie war nicht Sächsin, sondern Ostpreußin und hatte die breite Aussprache ihrer Provinz, die paßte nicht zu dem Pathos des rragischen Stoffes. Ja, da sie den Dialekt in ausgeprägtem Maße sprach, so fiel der ganze Vortrag etwas ins Komische, mochte man von dem Gedankeninhalt und rhythmischen Schwünge des Versmaßes halten, was man wollte. Feierliche Stille herrschte einen Augenblick, nachdem sie geendet, dann brach >u>nemgedümmte Beifallsfalve los. (Fortsetzung folgt.) Kus der Jugendzeit Erinnerungen eines alten Gießeners. Aus der Gymnasial- und Studentenzeit. I. Ich bin in Gießen 1835 geboren. Mein Vater war damals Nat am dortigen Hofgericht und blieb es 35 Jahre (weil er als alter Burschenschafter ein steifes Rückgrat behalten harte). Ich selbst *) Die bevorstehende Jubelfeier der Hess. Landes- Universitär und des Gießener Gymnasiums veranlaßten uns, einen alten Gieße nerBurschenschafter, der zuvor das Hi.sge Gymnasium besuchte, aufzuford'rn, s ine Erinnerungen aus der Schul- und Universitätszeit für die „Gieß. Fam.-Bl." nieoer- Kuschreiben. Wir hatten die Freude, daß unserer Aufforderung freundliche Folge geleistet wurde, und so sind wir denn in der Lage, eine Serie von Artikeln unseren Lesern darzubieten, die einen schätzbaren Beitrag liefern zur jüngsten Geschichte nicht nur unserer beiden obersten Bildungsanstalten, sondern auch unserer Stadt. Sie werden, davon sind wir überzeugt, weit über Gießen hinaus, in ganz Oberhesfen, ja im gesamten Großherzogtnm Beachtung finden. — Aehnliche Beiträge von kürzerer Fassung würden Nns ebenso willkommen sein. D. Red. des „Gieß. Anz." war 67 Jahre in Gießen. Dies ist meine Legitimation als alter Gießener. Als ich mit sieben Jahren als Schüler der zweiten Vorbereitungsklasse des Gymnasiums eintrat, befand sich das letztere in dem später Burkhardtschen Hause, Ecke Sonnen- st r a ß e und Neuen Baue.. Die Schulräume waren niedrig und düster, auch nicht sehr geräumig. Es wurde daher ein neues G y m n asialgebäudeam Brand errichtet, das jetzige, neuerdings umgebante Kreis amt. Die Einweihung fand im Herbst 1842 statt. Am Nachmittag der Einweihungsfeier zog das ganze Gymnasium aus den Schiffenberg, wo es recht fröhlich hergegangen sein soll. Noch in die Zeit des alten Gymnasiums fiel der große Brand in Steinbach. Mein Vater hatte mich dorthin mitgenommen. Wir kamen spät nach Hause und ich träumte ein halbes Jahr lang jede Nacht von Brand und Brand! Wir hatten in der Vvrbereitungsklasse zwei sehr liebe Lehrer, die Kandidaten Diehl und Koch (der leider früh starb). Ich lernte sehr eifrig und erhielt zu Ostern 1843 ein Prämium, Hauffs Märchen, hellgrün eingebunden, tote alle Prämien, das mir von meinem Großvater einen Kronentaler (2 fl. 42 Er.) eintrug. Natürlich strebte ich itach einer gleichen Würdigung meiner Verdienste in der ersten Vorbereituttgsklasse, erwartete solche ganz bestimmt, und meine Tränen flössen reichlich, als trotz sehr guter Zensur das Prämium und folgeweise auch der Kroneutaler ausblieb. Dieser Fehlschlag meiner Hoffnungen übte einen recht schlimmen Einfluß auf meine Weiterentwickelung aus. Mit dem Wegfall des (pädagogisch unrichtigen und deshalb auch später verworfenen) Antriebes verminderten sich Fleiß und Eifer. Dazu war die Persönlichkeit des Klassenführers der Sexta, Herrn Dr. H., in keiner Weise danach angetan, bei den Schülern Lust und Liebe zur Arbeit zu erwecken und zu steigern. Au die Stelle der Güte und des Wohlwollens der Lehrer bet Vorbereitungsklassen trat Spott und Härte, manchmal eine geradezu grausame körperliche Züchtigung bei verhältnismäßig geringfügigett Vergehen. Ich habe niemals ein ansmuuterndes, wohlwollendes Wort von ihm gehört. Er war infolgedessen bei den Schülern gründlich unbeliebt. Wie weit dies ging, ist daraus zu entnehmen, daß Dr. H. mehrfach von Schülern zur Feier ihres Abgangs aus dem Gymnasium die Fenster eingeworfen bekam. Ich für meine Person war seht froh, als ich den Herrn durch meiste Versetzung nach Quinta zunächst los wurde. Er meinte zwar bei meiner Versetzung: „Na, schwarze Seele, es wäre besser für dich, wenn du noch ein Jahr bei mir bliebest." Obwohl sich der Klassenführer, Dr. Heinrich Rumpf, alle Mühe mit mir gab, obwohl er mich, wie alle seine Schüler, mit wohltuender Freundlichkeit behandelte, (andererseits auch keinen Unfug duldete), kam ich nicht vorwärts. Mein Vater hatte auch keine Zeit, sich viel um mich zu bekümmern. Er stand damals mitten in der deutsch- katholischen Bewegung, wie sie durch Rouge hervorgerufen. Seine freie Zeit war der Veröffentlichung verschiedener Streitschriften y eroibmet Ich mußte daher der Quinta ein zweites Jahr widmen. Ich wurde zwar zu Ostern 1847 nach Quarta versetzt. In der Person des neuen Klassenführers, eines Dr. L., verlor ich den Halt, den ick in dem Wohlwollen des Herrn Dr. • Rumpf und an dem Respekt vor ihm gehabt hatte. Dr. L. war ein sehr unsympathischer Mensch und Lehrer, wenn auch in anderer Weise wie Dr. H. Er hatte ein unangenehmes Aeußere; lang und dürr mit verlebtem Gesicht, eingefallener Schläfe, dünnem Haare, spitzer Nase, erschien er wie die Ruine eines Menschen. Es war kein Blut in ihm und es ekelte mir, wenn er mir mit feinen langen knöchernen Fingern auf hackte, was er mit Vorliebe tat. Ekelhast war auch der unangenehme Dust, der von ihm ausging und der ihm einen sehr wenig parlamentarischen Spitznamen verschaffte. Dazu eine dünne, unklare Stimme, die nicht aus der Kehle zu ivollen schien und eine Sprachfarbe, die alle a- und o-Laute nach dem- u klingen ließen. „Nu, du hust ju wieder dea Cusur nicht präparirt, du gehst zwui Stunden in den Kutzer." Nun hatten wir außer Latein auch Deutsch Bei ihm. Ich sollte ein Gedicht lernen, mußte es erst vorlesen, und da ihm das nicht gefiel, las er es selbst als Muster vor. Hurch Muatter drußen pucht es, geh luß ben Munn Hern in, es wuird ein müder Pilger, der sich verirrte suin. Grüß Gutt du schmucker Krieger, nimm Plutz an unserem Tisch, der Trunk ist klur und Helle, das Brod ist wuiß und frisch. (Langsam mit erhobener Stimme:) Es ist nicht Trunk nuch Spuise, wonach es Not mir tut, duch su ihr suid Huns lliler, so will' ich ui er Blut. 1 Bei den letzten Worten, die er heraus schrie, schnappte ihm die Stimme über. Nun mußte ich schon während des Lesens das Lachen verbeißen, und meinen Nachbarn ging es gerade so. Wie ihm aber die ohnehin dünne Ssimme in die Fistel ging, da war kein Halten mehr. Ich platzte heraus und die ganze Quarta fiel mit harmonischem Gelächter ein. Dr. L. hatte sonst keinen Blutstropfen im Gesicht. Da bekam er aber doch enteil roten Kopf. Als sich die Klasse ein wenig beruhigt hatte, schrie er wütend: „K. du gühst vier Stunden in den Kutzer und die ■ 1 M-rzc Klnsie,zwui.!/ — 187 Bei Hans Euler Hatte ich es gründlich nut Dr. L. verdorben. Nun war an die Vorbereitungsklasse ein Lehrer gekommen, dessen Schwager war der Bereiter Dr. K. und wegen seiner Lange das Lokomotivrohr genannt wurde. Dr. K. gab seine Reit- ftunbe» in der Universitätsreilbahn mit Brand. Wenn wir um vier Uhr aus der Stuirde kamen, blieben wir an der Reitbahn stehen und sahen zn. Dabei mag es nicht sehr ruhig hergegangen sein. Darüber ärgerte sich das Lokomotivrohr. Wahrscheinlich angestachelt von seinen: Schwager trat er eines Tages unter uns Jungen und forderte uns auf, weiterzugehen. Der Mann ging uns nichts an. Es erhob sich ein Gemurmel, das schließlich in ein Gejöhle überging. Das Lokomotivrohr war wütend, er konnte aber nichts machen, er kannte die Namen nicht, die Jungen zogen daher vor, sich zu verduften, ehe die anderen Lehrer kamen. Ich ging mit einem kleinen Trupp meiner Kameraden. Hinter uns her kam das Lokomotivrohr. Da soll ich ihm nun die Zunge herausgestreckt haben, merkwürdigerweise, während ich ihm den Rücken drehte. Das Lokomotivrohr hatte auch nichts davon wahrgenommen, und es war zufällig auch nicht wahr. Als angeblicher Rädelsführer aber und weil ich nach der Denunziation eines Mitschülers dem Lokomotivrohr die Zunge herausgestreckt haben sollte, und dies auch noch leugnete, wurde ich zu einem Tage Karzer verurteilt. Am Tage, nachdem ich die Strafe abgesessen, erklärte ich einen: Mitschüler, der mich mit der Strafe anfzog, diese sei völlig ungerecht gewesen, ich habe nichts .Schlimmeres getan, wie die anderen Jungen auch. Für diese Aeußerung, wegen der mich der liebe Kamerad alsbald denunzierte, erhielt ich weitere sechs Stunden Karzer. Das (neben verschiedenen Sünden, die ich auf dem väterlichen Kerbholz hatte) veranlaßte meinen Vater, mich, nachdem ich meine sechs Stunden abgesessen, aus dem Gymnasium zu nehmen. (Fortsekung folgt.) Ostereier. Von Ottilie Thein. Nachdruck verboten. Die Sitte bet' bunten Ostereier geht durch ganz Deutschland, sie sind bekannt als Geschenke, die zur Osterzeit besonders an die Kinder verteilt werden. Man hat diese Sitte wohl von der älteren Fastendisziplin abgeleitet, welche den Genuß der Eier untersagte, und konnte darin schon Veranlassung liegen, am ersten Tage, an dem der Genuß wieder gestattet war, sich gegenseitig damit zu beschenken. Die Fastenzeit erschien dem damaligen Volke als eine harte Probe der Enthaltsamkeit und erst eine Bulle des Papstes' Julius VI. im Jahre 1555 erlaubte die Eier als Fastenspeise. Man feierte die Rückkehr der Eierspeisen nach dem Auihören der Fasten zu Ostern. Man kann sich denken, mit welche Freude unsere Vorfahren, die den Tafelfreuden nie abgeneigt gewesen sind, dieses stets beliebte Nahrungsmittel wieder begrüßten. Es wurde sogar eine religiöse Festlichkeit daraus; man begab sich am Karfreitag und Ostertage in die Kirche, um die Eier weihen zu lassen. Daher der Gebrauch, dieselben als Geschenke zu verteilen und sie durch Färben und Bemalen zu verschönern. Die Legende vom Osterhasen, der den Kindern die hübschen, bunten Eier zum Feste legt und schenkt, ist echt deutschen Ursprungs. Sie werden aber nicht allein gefärbt, sondern: häufig mit passender: kleinen Reirnen versehen, auch lvandeln sie sich in Zucker-, Schokoladeir- rmd Marzipan-Eier um, rvorauf sie rwch mit viel größeren!. Jubel ihrem Versteck entnommen werden. Das sogen. „Osterratschen" leitet vielfach den Brauch des Ostereier- suckpms ein. Was die Weihnachtsglocke bei der Weihnachtsbe- scherung ist, das ist die Osterratsche, eine Art Knarre, beim Suchen der von den Kindern so sehnlichst begehrten Ostereier. Wir ratschen, wir ratschen Den englischen Gruß, Daß jeder Christ beten muß! Fallt nieder, fallt nieder Auf euere Knie, Betet drei Vaterunser Und drei Ave Marie! Dieser Vers wird halb gesungen und chalb gesagt, wenn die Eier versteckt sind und das Suchen beginnen soll. Zunr Färben der Eier gibt es ganz verschiedene Arten; so z. B. geben Zwiebelschalen, die vor dem Kochen Nm die Eier gebunden werden, gelbe Flecken, Malven färben dunkelbraun, Kaffeezusatz zum Wasser macht sie dunkel- oder hellbraim, Blaro- hvlH gibt rote, Lackmus blaue, Lindenblütentee mattrosa Eier. Sprnatwasser verleiht den Eiern eine schöne grüne Farbe. Werden die Eier nach dem Kochen mit einer Speckschwarte abgerieben, so sehen sie wie poliert ans. Man kann Devisen auf der Schale anbringen oder Schrift mit Scheidewasser austragen. Gerade in alter Zeit Pflegte miau auf den reich geschmückten Ostereiern sinnige Inschriften anzubringen, die sich auf das hohe Fest bezogen oder einen Glückwunsch oder, eine christliche Wahrheit zum Ausdruck brachten. Nachstehend eine kleine Auslese: lieber Ostern kein Fest, lieber des Adlers kein Nest. Lebe rein, arbeite sein. Das klebrige haß Gott besohlen sein! In Lieb und Leid sei Gott allzeit Deii: Hüls' und Trost und Seligkeit! Dein'n Ein- und Ausgang stets bewjahr'! Der Herr durch seiner Engel Schar. Wer Gott herzlich vertrauen kann, Der ist ein unverdorbner Mann. Vor nichts nimm dich bei Tag und Nacht So sehr als vor dir selbst in acht! Der Jugend Lob sich mehret. Wenn sie das Alter ehret. Auch die Kinder sehen auf den bnntgefärbten oder Schokvladen- eiern gerne ein Berschen und dürft«! daher folgende kleine Sprüche willkommen sein: Wer sich bci Tisch recht brav benimmt, Für den ist dieses Ei bestimmt! Deii: Heft und Buch soll immer sein Wie's Osterei so weiß und rein! Der kleine, lustige Osterhas Legte hier ein Ei ins Gras. Osterhäschen läßt Gretchen und Erich sagen, Sie möchten sich von heut an besser vertragm! Warum faß der Hase wohl Heute ganz versteckt im Kohl? Ei, ich weiß, er bracht' herbei Unserin Kind ein Osterei. Osterhäschen hat zur Nächt Sich ein schönes Nest gemacht, Legte bunte Eierlein Für mein Fritzchen dann hinein. O, Luischen, sieh nur an, Was der Osterhase kann. Grüßen läßt er dich aufs beste, Und drei Eier wär'n im Neste. Osterhase ist so frei, Schenkt dir hier ein buntes Ei. Dieses Ei, mein liebes Kind, Soll erinnern dich geschwind. Daß der Herr, vom Tode frei, Ostern anferstanden sei. rc. ic. Wie das Aussuchen der vom Osterhasen gelegten Eier eine alte Sitte ist, so kennen wir «auch das Eierspiel und dieses namentlich in Süddeutschland und ganz besonders, in Baden. Das Eierfpiel der Kinder besteht darin, daß dieselben eine größere oder kleinere Zahl hartgesottener Eier mit aus den Spielplatz bringen; während nun das eine Kind das spitze Ende des Eies Ihrem Widerpart hin hält, schlägt dieser ebensalls mit dem spitzen Ende dagegen. Wird die Spitze lädiert, so wird das Ei gedreht und die Prozedur beginnt von neuem. Der, dessen Ei mindestens auf der einen Seite oder ganz heil bleibt, ist Sieger und bekommt als Preis das zerschlagene Ei. Dazu wird gewöhnlich gesungen: „Das Ei hat gelegt ein Huhn! Wer es zerbricht, der iß es nun!" Das Osterei ist auch ein Symbol der Liebe. In Tirol gibt die Braut den: Bräutigam Ostereier, die am Sonnabend vor Ostern beim geweihten Feuer rot gesotten sind, um den Bund der Herzen zu festigen. Ehedem beschenkte!: sich Liebende auch mit Ostereiern, welche vom Priester geweiht und ebenfalls mit Versen beschrieben waren. Hier ein Beispiel: Ich, du, das Ei, Wir sind unser drei. Teilen wir das Ei, Bleiben unser zwei. Einen !vir uns zwei, Bleibt's bei einerlei. Mch weit mehr Gebräuche knüpfen sich an die Sitte des Ostereis; es' würde aber zu weit führen, selbige noch alle einzeln auszuführen. Möge ein jeder darnach trachten, den Zauber der Dftora zu erfassen, dann wird er auch ein fröhliches Fest begehen. Ostsvbräuche hier und da. Von Alma Gruber. Nachdruck verboten. Zu Beginn der christlichen Zeitrechnung war Ostern der Anfang des neuen Kirchenjahres. Um diese Zeit erwacht b:e Natur aus ihrem Winlerfchlafe; die Vöglein stimmen Jubellieder an; die Blumen sprießen in reicher Menge hervor; die vom Eise befreiten Gewässer rauschen munter dahin. Die Natur ersteht in neuer Kraft, wenn wir zu Ostern mit Freude und Dank das Auferstehungsfest des Herrn der Welt begehen. Auch unsere Vorfahren empfanden die Wiederbelebung der Natur frohen Herzens und brachten der Göttin Ostara, die ihnen den Frühling verkörperte, in der Gestalt von Freudenfeuern Dank dar. — 188 — Das Üjt zu Ehren gegebene Fest fandauf Hügeln und Bergen, aber auch in dichten Hainen statt. Bei der Rückkehr des sehnlich erwarteten Lenzes loderten die Freudenzeichen überall auf. Von jener Zeit her hat sich diese uralte Sitte noch bis zum heutigen Tage erhalten. Lange, ehe diese Feuer zur öfter feier angezündet werden sollen, ziehen die Kinder und Heranwachsenden jungen Leute von Hails zu Haus, um einen Beitrag zur Beschaffung des Holzes und Reisigs zu erbitten. Was sie nur an brennbarem Material beschaffen können, wird zu einem großen Hausen zusamniengetragen; je mehr desto besser, ein um so helleres Feuer kann von ihrer Freude berichten. In Thüringen, am Harz, in den Oldeilburger niid Bremer Landen wäre Ostern ohne Osterfeuer nicht zu denken. An manchen Orten tanzt das junge Volk um den bremienden Holzstoß herum. In Thüriilgen führt es.einen besonderen Tanz, eine Art Fackelreigen, auf: Dazu haben die Knaben lange Stangen mit Werg umwickelt itnb mit Teer getränkt. Diese gewähren im brennenden Zustande einen ganz prächtigen Anblick. Mit der Asche dieser Osterfeuer bestreuten unsere Vorfahren sehr gern die Felder, um sie, wie sie meinten, dadurch besonders ertragreich zu machen. Wie dem Volke nun ein Osterfest ohne Osterfeuer fein richtiges Freudenfest bedeuten iuürbe (ganz von seiner tiefen und ernsten Bedeutung als Uuferstehungstag des Herrn abgesehen), so darf es an ihm unter keinen Umständen an Eiern fehlen. Bekaniltlich legt der Osterhase sie und zwar nicht allein die gewöhnlichen, schlichten Eier, sondern auch solche aus Zucker, Schokolade unb Marzipan. Wie selig sinb die Kinder, wenn sie die chuntgefärbten, mit Sprüchen verzierten oder auch mit Zuckerguß geschiriückterl Eier aus ihrem Verstecke herarlsholen! In manchen Gegenden werben am Ostersonntage Spiele veranstaltet, in denen die Eier eilte große Rolle spielen. Es ist erstaunlich, wie viele Eier mancher ohne Schaben essen kann. Mancher ist aber auch schon von dem Uebermaß schwer erkrankt. Als ein törichter Aberglaube ist der Brauch zu bezeichnen, in er Frühe des Ostersonntags, ehe noch die Sonne aufgegangen ist, „Osterwasser" zu holen. Auf dem Wege dahin und zurück darf jedoch kein Wort gesprochen werden, sonst geht die vorzügliche Wirkung verloren. Wer sich nämlich mit diesem, in aller Stille und Heimlichkeit geholten Wasser (wenn es auch nur aus dem Dorfteich ist) wäscht, beseitigt dadurch alle Fehler seines Antlitzes und wird mit jedem Tage schöner. — So der Volksglaube, d r auch behauptet, daß das Osterwasser für eine ganz unge- wöhnlich lange Zeit frisch bleibe. Goldspitzen. (Sitte Modeplauderei. Tie Launen der Mode sind wie die eitler schönen Frau c^utbe dann am reizendsten, wenn sie Unerwartetes, Ueber- raschendes bringen. So kommt von Paris die Kunde, daß die Goldspitze als Aufputz für elegante Abend- und Tinertoiletten wieder in Aufnahme gelangt. Weit über hundert Jahre sind verflossen, seit die Mode des 18. Jahrhunderts die Goldspitze als Kleiderbesatz wieder ab geschafft hat und daß sie bet uns als Verzierung, von Kirchenparamenten, kostbaren Möbeln und Thronhimmeln oder Masken- und Theaierkostümen ein im allgemeinen wenig beachtetes Dasein führte. Und doch hatte die Goldspitze als pomphafte Zwillingsschwester der weniger glänzenden, aber weit gediegeneren echten Leinenspitze während der Zeit von etwa 1350 bis 1750 eine große Rolle gespielt. Indessen datierten ihre ersten, freilich sehr einfachen Anfänge von weit früher. Es dürfte kaum allgemein bekannt sein, daß das älteste Stück Goldspitze, das auf die Nachwelt gekommen ist, aus der durch den Vesuv gleichzeitig mit Pompeji verschütteten Stadt Hereulanum stammt. Es ist geschwärzt und halb vermodert, aber der Metallfaden ist noch deutlich zu erkennen. Nicht viel jünger kann ein anderes Stückchen Goldspitze sein, das bei Warcham in England in einem Hünengrabe gefunden wurde. Aus den nächsten Jahrhunderten sind uns keine Spitzenfunde bekannt; wohl aber ist aus allerlei Verträgen und Edikten des 14. Jahrhunderts zu ersehen, daß die Gold- und Silberspitze ein äußerst beliebter Zierrat war. Allerdings geht aus den Benennungen des Besatzes nicht ganz klar hervor, ob darunter wirkliche Spitzen oder festere Gutmpen und Galons verstanden wurden. Doch darf man annehmen, daß die Anfertigung der Spitze in Griechenland frühzeitig bekannt war, denn in einem Inventar des Besitzes der Herzöge von Burgund im Jahre 1393 findet man schon als Besatz Silberspitze aus Cypern angeführt. 11m dieselbe Zeit wurden in England bereits- Edikte gegen den Luxus erlassen, in denen u. a. genau festgestellt war, wer Goldspitze tragen durfte und in welcher Breite sie fein mußte. Nach Italien soll die Kunst, Goldspitzen herzustellen, tot 15. Jahrhundert durch flüchtige Byzantiner gekommen sein, die, von den vordringenden Türken verjagt, ihre Zuflucht in den übrigen europäischen Ländern surren. Wie es scheint, faßten die Italiener für die ihnen noch ziemlich neue Art von Verzierung schnell eine wahre Leidenschaft, denn 1476 dekretierte der Senat Venedig, daß kein „Punto Aria" weder aus Flachs noch aus Gold- oder Silberfaden als Schmuck an Vorhängen oder Bettzeug benutzt werden dürfte, und um dieselbe Zeit fand der große Savona- vola es notwendig, den Nonnen der Florentiner Klöster, den Vorwurf zu machen, sie verschwendeten ihre Zeit damit, Goldspitzen zum Schmuck der Häuser der Reichen anzu- sertigeu. Bon Italien kam die Mode der Gold spitzen zur Zeit der Bolois mit den Medici nach Frankreich. Dort wurde ein ungeheurer Luxus damit getrieben. So trug Heinrich Hl. 1577 bei der Versammlung der General staaten im Blois 4000 Hards echter Goldspitzen an sich. Heinrich IV. suchte, durch Edikte den übermäßigen Luxus zu bekämpfen, und gab durch seine einfachen Ge- wohnheüen das beste Beispiel, aber schon unter seinem Nachfolger Ludwig XIII. nahm die Verschwendungssucht wieder überhand und man verzierte mit der kostbaren Goldspitze Handschuhe, Schuhe und Stiefel. Selbst der geizige Mazarin hinterließ unter anderem eine Bettdecke ans rosa Moire mit breiten Goldspitzeu besetzt. Erst unter Ludwig XIV, wurde am Anfang des 18. Jahrhunderts die Spitze für gewöhnlich und geschmacklos erklärt, kam mrs der Mode und verfiel in einen beinahe zweihtmdertjährigen Dornröscheu- schlaf, aus dem sie eine Laune des modernen Geschmacks nun erweckt hat, oer sie noch dazu einem praktischen Zweck dienstbar macht. Um nämlich tief ausgeschnittene Kleider zu hohen Kleidern umzuarbetten, wird aus sehr feinfädiger Goldspitze ein Sattel angefertigt, dessen unterer Rand durch eine leicht eingereihte Spitze begrenzt wird. Tie Aermel werden dann aus Volants von Goldspitzen hergestellt. So aufgearbeitete Toiletten büßen von ihrer ursprünglichen Eleganz nichts ein. Zu dunklen Stoffen wird Goldspitze, zu Hellen Silberspitze bevorzugt. E. v. H- Ter Sohn des Milchpantschers. Lehrer: »Also, Michl, wenn eure Kühe täglich 80 Liter Milch geben und ihr zu Hause ein Drittel davon braucht, wieviel könnt ihr dann noch in die Stadt lahren?" Michl: »Herr Lehrer, dös derf i net sag'nk" (Aus der «Jugend^ Rätsel. (Nachdruck verboten.) Wer mich mit N als Spielzeug wählh Ten hab' ich grausam oft gequält. Und doch, wo eine Wunde klafft, Hab' stets ich guten Rat geschafft. Jetzt siehst du mich mit T im Haupt. Ta ist mein Geißelhieb erlaubt; Er spornt zu bess'ren Tater: an. Ein Tor, wer's nicht vertragen kann. Raubst du mir nun des Hauptes Zier, Verbleiben mir der Zeichen vier. Einst herrscht' ich kühn aul Burg unb Schloß, Sitz' heut' noch gern aus hohem Roß. Wenn du mein Wort nun rückwärts liesh Ein märchenschöues Weib dich grüßt. Zu ihr verzehrte sich in Sehnen Der Weltenherrscher der Hellenen. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummert Z 8 K o c 1 b h a Zobel pelz 8 c h 1 epper Klapphorn e p o ler z r n Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verla» der B rühl'schea UuwersUätS-Buch» und Stetndruckerei. R. Lange, Gtetz«,