Ar-176 MU ■ -I "I MW 1 W jlLuuT I I WW ZU Auf der eigenen Spur. Kriminalroman von Otto Hoecker- (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.! Leonie wehrte entrüstet ab. „Wo denken! Sie hin, das war ja alles nur Scherz. Andreas würde eine solche Handlungsweise auch niemals gebilligt oder gar ihr Borschub geleistet haben. Er war nur galanterweise darauf eingegangen, weil er es für einen Scherz gehalten hatte. Wie er nun aber den Menschen entdeckte, erschrak er, weil er sich doch bei ihm wegen der Schlüssel erkundigt hatte. Damals war er noch Mieter bei dem Mann gewesen;, er ist aber kurzerhand ausgezogen, weil ihm sein Treiben immer mißfiel. Nun meinte er, ich sollte dafür sorgen, daß der Mensch niemals wieder Zutritt bekäme; er begreife überhaupt nicht, lute er in einem Hause, wie das unsrige, als Lohndiener habe Beschäftigung finden können. Das versprach ich ihm gern. Wir gingen dann tanzen und dachten nicht mehr an das Vorkommnis. Um so mehr entsetzte ich mich, als Andreas nach Beendigung des Festes wiederkam und mir berichtete, er habe den Menschen r'u halb besinnungslosem Zustande auf der Straße aufgelesen und nach einer Droschke bis zum Potsdamerplatz gebracht. Dort habe er erst erkannt, mit wem er es eigentlich .zu tun habe. Doch schon unterwegs habe der Mensch immer so verfängliche Redensarten gebraucht, von einem guten Fang gesprochen und sich seiner Schläue gerühmt. Andreas war die Befürchtung nicht losgewvrden, daß da etwas nicht in Ordnung sei. Erinnere ich mich recht, so hat er, als er sich gerade von den Eltern verabschiedete, den Menschen durch eine offene Tür wahrgenommen, wie er gerade vom oberen Stocke, wo er garnichts zu suchen hatte, heruntergetaumelt gekommen war, und bei einzelnen der aufbrechenden Gäste unliebsames Aufsehen erregt gehabt hatte. Da hatte ihm Andreas schon Nacheilen wollen, ihn aber in der Dunkelheit verfehlt. „Nun war er gekommen, uni mir seine Befürchtungen mitzuteilen und mich zu bitten, Papa zu unterrichten, damit dieser Nachsehen könnte. O hätte ich es doch getan!" schluchzte sie plötzlich wieder haltlos auf. „Dann wäre vielleicht alles anders gekommen. So schämte ich inich entsetzlich. Ich konnte mir auch nicht denken, daß ein Mensch so raffiniert sein und in einem überfüllten, hellerleuchteten Hause einen solchen Einbruch wagen könnte. Das sagte ich auch Andreas und er stimmte mir schließlich bei, wir plauderten noch ein wenig und dann ging er. Er sagte noch, er wollte den Menschen mit. nächsten Tage aufsuchen, denn er traute ihm nicht und halte ihn zu allem fähig." Hansemann hatte sich erhoben. Was er da gehört, erschien ihm wichtig genug, um sofort auch Witte darüber zu vernehmen. >,Gedulden Sie sich kurze Zeit", wandte er sich an Leonie. „Ich Iverde in dieser Sache sofort Erhebungen einziehen. Sie warten am besten hier auf meine Rückkunft." Das Mädchen nickte stumm; sie war zu erregt und ängstlich, um irgend einen selbständigen Gedanken fassen zu können. Der Rat dagegen begab sich eilig nach seinem eigenen Zimmer zurück. wo er ThomMen in Gesellschaft des Gefangenen antraf. Dee erstere erschien geärgert, und das mit gutem Recht; hatte Witte doch auf keine seiner Fragen sich eingelassen, sondern Schweigen bewahrt. t. i, Die ihm jetzt von HansemanN gestellten Fragen erfüllten ihn mit Erstaunen, da ihm nicht recht klar war, woher dieser seine Kenntnis nahm; er beantwortete sie jedoch unumwunden und ohne Zögern. Ja, er sei heimlich mit Leonie Selten- bach verlobt; das müßte der Rat übrigens wissen, denn er, der Maler, habe aus seinem Herzen nie eine Mördergrube gemacht. Daß der Geheimrat gegen eine derartige Verbindung gewesen sei, stimmte ebenfalls ; doch er habe sich durchaus nicht auf einen schroff ablehnenden Standpunkt gestellt, sondern in sprunghafter Launenhaftigkeit das Verhältnis bald nachsichtig übersehen/ bald darüber gewitzelt oder es als gesellschaftliche Unmöglichkeit hingestellt. Allerdings habe Leonie, die verwöhnte, an keinen Widerspruch gewohnte Tochter ihres Vaters, immer scherzend gegen diesen geplänkelt und ihm lachend erklärt, sie werde ihm doch noch die Einwilligung abzwingen. So sei sein, des Malers, Verhältnis im Selkenbachschen Hause ein gar merkwürdiges gewesen; er habe sich füglich als unoffizieller Schwiegersohnskandidat betrachten können. „Nun passen Sie mal auf", meinte Hansemann, der wiedep vor seinem Schreibtisch Platz genommen hatte. „Es wird behauptet, daß sie sich mit Ihrem damaligen Zimmerwirt Schuhmacher ins Einvernehmen wegen Anfertigung von Nachschlüsseln, die zum Arbeitszimmer und Kassenschrank des Geheimrats passen sollten, gesetzt haben sollten. Wie ffeht's damit?" „So, das wissen Sie auch bereits?" fragte Witte befremdet zurück. „Nun, dann muß Ihnen auch bekannt sein, daß es sich um einen Scherz handelte. Geheimrat Selkenbachs Art ist — wie soll ich gleich sagen — nun, kurz heraus, sie ist prahlerisch. Er rühmte sich gern seiner Macht über andere Menschen, besonders bei Tische, wenn seine Intimen um ihn gruppiert saßen. Da kam er häufig auf die Geschäftspapiere in seinem Kassenschrank zu sprechen, deren Inhalt ihm die Gewalt verleihe, mindestens ein Dutzend angesehene Persönlichkeiten ins Zuchthaus zu senden. Leonie drohte ihrem Vater scherzend, ihm die Papiere auszuspannen und sie ihm erst wieder zurückzugeben, wenn er in unsere Verlobung eingewilligt haben würbe. Einmal kam sie mir mit der Aufforderung, ihr die bewußten Nachschlüssel zu verschaffen, weil sie ihrem Vater gegenüber auftrumpfen wollte." „Wurde Ihnen denn nicht klar, daß Sie einen solchen Aust trag zurückweisen mußten?" „Herr Rat, Sie haben leicht moralisieren", entgegnete Witte treuherzig. „Seien Sie aber in Leonie Selkenbach verliebt und lernen Sie deren allerliebste Sprudellationen erst näher kennen, dann werden Sie anders urteilen. Ganz offen, Herr Rat, von mir dürfte sie noch 'was anderes verlangen." „Ich hab Leonie Selkenbach halt lieb", fuhr Andreas Witte fort, „und ein heißes, junges Blut bin ich auch. Das halte aus die Dauer der Teufel aus, das Mädel msag mich und ich mag das 702 Madel . . and da soll totoit sich kasteien, weil der Geldsack Vicht will. Da fomimt man auf mordsverrückte Gedanken." „In solcher Stimmung wendeten Sie sich an Ihren ehemaligen Zimmerherrn?" „So muß cs wohl gewesen sein. DaS ist schon einige Monate zurück und damals konnte ich den Schuhmacher gut leiden. Wissen Sic, der Kerl hat eine Suade gehabt, dem- hat man nur immer znhören mögen. Erzählen hat er können, das muß man ihm lassen, ungeheuer interessant — ansschneidcn freilich auch und ein miserabler Tropf ist er auch gewesen, doch dahinter bin scherst später gekommen. Damals dachte ich mir in meiner mitteilsamen Natur nichts Schlimmes dabei, von meinem Wcrhältnis zu plaudern... das habe ich ja auch mit dem Fräulein Tochter nicht anders gehalten; wem das Herz voll ist> dem geht der Mnnd leicht über. Na, da habe ich's auch mit den Nachschlüsseln so hingeschwatzt, weil Schuhmacher doch ein sehr geschickter Kunstschlosser Ivar. Ich habe ihn selbst nach Wachsabdrücken Schlüssel anfertigen sehen, das ging wie spielend und waren doch die schwierigsten! Kombinationsschlösser. Hinterher sind mir freilich Bedenken' aufgestiegcu, wozu der Mann die .Schlüssel wohl gebraucht haben mag." „Brachten Sie ihm einen Wachsabdruck der beiden Schlösser?" „Nicht daran zu denken, Herr Rat. Es handelte sich ja nur um eine Caprize meiner Brant und ich habe ihr die Sache bald genug ausgeredet." „Nun gewahrten Sie Schuhmacher neulich als Lohndiener im Selkenbach'schen Hause beschäftigt?" „Ich erschrak nicht wenig, wie ich den Mann erblickte, zu- nml er einen falschen Schnurrbart trug, wie um nicht erkannt zu werden. Das war gewiß auffällig." „Nahmen Sie denn an den Selkenbachschen Festlichkeiten nicht regelmäßig teil? Schuhmacher war an jenem Abend bereits zum drittenmal tut Hause als Lohnkellner beschäftigt." „Leicht möglich, Herr Rat. Es war gar viel Dienerschaft im Hanse, nun gar bei einer Veranstaltung. Zudem hatte ich ja immer mit Aufführungen und dergleichen zu tun, da kam ich in der Regel erst zu später Stunde in die eigentlichen Festsäle. Neulich abends sah ich ihn; er war offenbar schon angetrunken." „Sie wiesen ihn zurecht?" „Angehaucht habe ich ihn. Die Geschichte mit dem Schnurrbart gefiel mir nicht. Er meinte freilich, den hätte er nur vorgesteckt, um nicht erkannt zn werden. Also so 'ne Art von Künstlerstolz!" Er lachte knrz dazu. „Der Mann war im Frackanzug?' „Wie die Selkenbachschen Diener alle. Er trug auch weiße Wae ss." „Ta ist Ihnen Wohl ausgefallen, daß er Ihren' Frack auf dem Leibe trug?" „Offen gestanden, Nein. An so 'ne Gemeinheit dachte ich Nicht. Schließlich sieht ein Frack wie der andere aus." „Bemerkten Sie an Schuhmachers Auftreten int Selken;- bachschen Hanse sonst etwas Auffälliges?" „Allerdings. Es war vielleicht halb drei und alles im Aufbruch begriffen. Ich stand gerade bei einer Gruppe, und zwar dergestalt, daß ich durch die offene Flügeltür über die Freitreppe bis nach dem obersten Stockwerk schauen konnte. Da hatte ich die Empfindung, als sähe ich droben schattengleich einen Mann Nus der behutsam geöffneten Tür zum Arbeitszimmer des Ge- Deimrats kommen, die Tür wieder schließen... ich war so tu Anspruch genommen! von den Herrschaften, daß ich nur ganz mechanisch sah und mir nichts dabei dachte, plötzlich seh ich Schuhmacher, wie er die Obertreppe heruntergetaumelt kommt .— knallvoll, Herr Rat, es war direkt widerwärtig. Nun rempelt er einige Damen an^-wird auch noch grob, schreit und benimmt sich flegekhaft. Es-war die reine Panik. Die um mich stehenden Damen flüchteten entsetzt beiseite. Ich mußte beistehen, sie beruhigen, während die Dienerschaft den Flegel packte und die Treppe herunter schleifte. Erst als ich meine Damen los geworden, kam ich überhaupt dazu, uachzudenken und es mir klar zu machen, daß ich Schuhmacher gesehen, wie er sich aus des Geheimrats Arbeitskabinett getastet. Das gab mir einen Riesen- schreck. Sofort schoß mir's durch den Kopf, daß er sich meine vertrauensseligen Plaudereien zn Nutze gemacht und es auf einen Diebstahl abgesehen Haben könnte. Ich also hinunter, um den Burschen anzuhalten. Drunten im Vestibül erfuhr ich von dem Hausmeister, daß der Filou schon seit fünf Minuten hinausge- wvrfen worden sei. In der Hoffnung, ihn noch zu treffen, flitzte ich ans dem Hanse. Unterwegs wurde ich ruhiger." „Nun stolperten Sie aber doch über den Menschen an der Ecke der Hildebmndstraße .... Da müssen Sie doch gewußt haben, wen Wie vor sich hatten? Wie reimt sich das mit Ihrem späteren. Ausruf an der Droschke: „Sic siud's — Sie?" zusammen?" „An den Menschen, den Schuhmacher, dachte ich wirklich nicht mehr. Der Wohnt doch beim Stadtbahnhvf Bellevue und mußte die Hofjäger-Allee einschlagen, wollte er nach Hanse kommen. Er konnte ja auch die Straßenbahn benutzen, die dort kreuzt. Ich bin ja auch die Allee hinanfgemnnt, bis ich außer Atem war. Wie ich dann die Tiergartenstraße wieder zurück- schritt, iha dachte ich nicht mehr an den Burschen. Mit deut Betrunkenen, den ich da aushvb, wußte ich freilich auch nicht, was anfangen. Es war zu dunkel, um ihm in das Gesicht sehen zu können. Was er dabei vor sich hinlallte, ließ auf keinen Lohnkellner schließen — er tat sehr vertraut, nannte mich unausgesetzt lieber August und erklärte, eine Million in der Tasche zu tragen. Ich gestehe, als ich am Potsdamer Platz in meinem Schützling den sinnlos berauschten Schuhmacher erkannte, da! war ich einfach baff. Der Ekel überwältigte mich und ich machte, daß ich fortkam. Nach einer kurzen Weile kam mir freilich wieder besserer Rat. Ich hatte mir unterdessen das scheinbar? sinnlose Geschwätz des Trunkenen zusainmengereimt. Dazu kamen die von mir selbst gemachten Wahrnehmungen. Doch auf fcent Potsdamer Platz war von einer Droschke weit und breit nichts mehr zu sehen. Ich beschloß deshalb, Selkenbachs von meinen Wahrnehmungen alsbald zu unterrichten. War wirklich etwas gestohlen, so kannte ich den Dieb und dessen Wohnadresse." „Sie begaben sich also nicht direkt nach Hanse, sondern machten einen weiten Umweg über die erst von Ihnen verlassene Selkcnbachsche Villa, betraten deren Garten vielleicht um dreiviertel Vier und verließen ihn wieder um etwa sechs Uhr." „Wer sagt Ihnen denn das?" versetzte der Maler ganz verblüfft. Hansemann hatte, voir dem anderen unbemerkt, Kommissar Thommen schon vor einer Weile einen heimlichen Auftrag erteilt, der diesen aus dem Zimmer entfernt gehabt; jetzt, als sich die Tür öffnete und Thommen in Begleitung einer weiblichen Gestalt anstauchte, deutete der Rat nach der letzteren: „Dort steht Ihre Alibizeugin. Bedanken Sie sich bei ihr, denn halten Ihre Angaben die Nachprüfung aus, so sind Sie noch vor heute abend ein freier Mann." (Fortsetzung folgt.) Auf der Aahrt nach AeutsÄ-Süd-Weji-Zfrika?) Von Stadtbaumeister Br a n. b a ch. II. Sonntag an Bord. Abends hatte ich mich kaum zur Koje biegeben, da schallte mir der Ruf „Hermes, Heraus" ins Ohr. Mein Reisegefährte weckte mich, damit ich den Anblick der Einfahrt itt den Hafen von Las! Palmas, einer der kanarischen Inseln, nicht versäume.- Nnd in der Tat, herrlich war es. Längere Zeit fuhren wir an den Bergen der Fusel entlang. Aus den an den Abhängen erbauten Dörfchen und einzelnen Häusern blickten uns freundlich Tausende von Lichtern entgegen. Roch in den ersten Morgenstnnden warfen wir im Hafen Anker. Kaum war es Tag; ich eilte an Deck und war überwältigt von dem Anblick, der sich mir bot. Eingeschlossen von hohen Bergen, die mich in ihrer kahlen Nacktheit an die Pappdeckelberge der Ausstellnngspanoramen erinnerten, lag der Hafen im Glanze der Morgcnsoune. Und lebhaft ging es um uns herum zu. Hunderte von Händlerbooten umschwärmten uns, alles Mögliche feilbietend. Da gab es herrliche Früchte, Nüsse, prächtige Decken, Papageien, Schnitzwaren usw. Dabei ein unendliches Geschrei. , Im Hafen lagen viele Schiffe, darunter das Schulschiff „Großherzogin Elisabeth". Flott war es, wie die deutschen Jungen im schmucken Boot den Hafen durchkreuzten und! auch bei uns anlegten. Nicht weit von uns lag ein großer italienischer Dampfer, der eine Unmenge Auswanderer nach' Südamerika an Bord hatte. Doch unsere Sorge galt der Frage: können wir an Land und uns die Herrlichkeit in' der Nähe ansehen? Bald Ivar die Frage in bejahendem! Sinne entschieden und nun hieß es, die drei Stunden! auszunntzen. Hier zeigte sich unser liebenswürdiger Schiffsarzt auf der Höhe. Nach längerer Debatte mit einem sonnverbrannten spanischen Führer brachte der Doktor einen Ausflug zustande, der den Teilnehmern lauge im Gedächtnis haften wird. Um 8y2 Uhr wurden wir mit einer Dampf- barkasse an Land gebracht; auf bereitstehenden Wagen ging es in schlankem Trab nach der etwa 6 Kilometer entfernten Stadt Las Palmas, vorbei an niederen HäuseM *) Der erste Artikel erschien in unserer Nr. 270, I. Blatt, 703 — mit meistens geschlossenen Fensterläden, entgegen tarnen uns Steinkarren, Wagen hochbeladen mit Früchten, Eselsretter risw. Die Straße >var in entsetzlichem Zustande, und unser Wagen, den zwei feurige Pferdchen zogen, machte die gewagtesteir Sprünge. Mit Wehmut gedachte ich der so oft und nicht zu Unrecht geschmähten Gießener Straßen, auf denen es sich doch noch zehnmal besser fährt. Von dem Hafen fährt arrch eine Dampfstraßenbahn nach der Stadt, doch verzichteten wir auf die Benutzung dieses schmutzigen Beförderungsmittels. Prächtig waren die Bananen- und Palmengärten, an denen wir vorübereilten. Die Hauptstadt der in spanischem Besitze befindlichen Insel zieht sich reizend an den Berghängen hoch. Unser erstes Ziel war die hochgelegene schöne Kathedrale. Dann besichtigten wir die Markthallen und kauften uns unglaublich billiges Obst. Nachdem wir im Hotel Continentale einen Rotwein El Tinto, der auch iuie Tinte schmeckte, versucht hatten, war es Zeit an die Heimfahrt zu denken. Schon während der. Hinfahrt waren den Wagen kleine dunkeläugige Burschen erstaunlich weite Strecken nachge- lanfen und baten um einen „Groschen". Warf man ihnen .ein kleines Geldstück. zu, so schlugen sie Rad und riefen „Viva la Germania"; nur mit Mühe wurden wir diese zähen Burschen los. Auffallend gut hat mir das spanische Militär in seinen sauberen blau und weiß gestreiften Anzügen gefallen. Auf. der Rückfahrt hörten wir bereits die weithin schallende Dampfpfeife unseres Dampfers, der die Ausflügler an Bord rief. Am Hafen besuchten wir noch einen Basar, in dem verschiedene Einkäufe gemacht wurden, und dann brachte uns die Dampfbarkasse tvieder an Bord. Um das Schiff herum war es noch lebhafter wie am frühen Morgen. Außer den Händlern ivaren auch Boote mit kleinen nackten Jungen da. Die kleinen Kerle tauchten nach ins Meer geworfenen Geldstücken und brachten diese mit fabelhafter Geschicklichkeit ans Tageslicht. Bald erreichte der Handel und das Feil- schen mit den Händlern seinen Höhepunkt. Kurz vor unserer Abfahrt sanken die Preise gewaltig, ja es wurde noch gekauft, als unser Schiff sich schon langsam bewegte. Irr kleinen Körben wurde an einem dünnen Strick das Geld zu den Händlerbooten hinabgelassen und dann mit den gleichen Körben die erstandene Ware an Bord geholt. Kurz vor uns hatte der italienische Dampfer den Hafen verlassen und kam dicht vor uns vorüber. Ein Zurufen und Tücherschwenken; mögen die Auswanderer im fernen Süden ein glückliches Los finden. Gegen zwölf verließen wir das schöne Las Palmas; noch einige Stunden ging es aic beit Bergen entlang, aus der Ferne grüßten der Pick von Teneriffa unb bann gewannen wir bie hohe See. Das nächste Laub, bas ivir sehen werden, wird deutsche .Erde sein, denn vor Swakopmund legen ivir nicht mehr an. Bis Swakopmund aber" sind es noch 14 volle Tage. Um bas Leben möglichst abwechselnb zu gestalten, hat sich ans beit Reisenben ein Vergnügungsausschuß gebilbet. Balb zeigte sich besten Tätigkeit, beim am schwarzen Brett war ein Anschlag, baß demnächst ein Ball au Bord stattfinden werde. Das Promenadendeck ivar prachtvoll init Fahnen lind Lampions geschinückt. Aus der Druckerei an Bord war eine geschmackvolle Tanzkarte hervorgegangen; somit alles aufs Beste vorbereitet. Der Ball selbst ist trotz der großen Hitze wundervoll verlaufen. Der Dampfer besitzt zioei Maschinen von je 2500 Pferdestärken; verfeuert werden in einem Tage 72 000 Kilogramm Kohlen. Als Heizer fungieren lauter Araber, die jeweils an der Ostküste Afrikas angeworben werden. Wieder kam ein Sonntag heran, diesmal fand am Vormittag evangelischer Gottesdienst statt, den ein Missionar abhielt. Aut Abend passierten wir den Aequator. Eine „Aequatortaufe" sand nicht statt, doch wurde das Ereignis bei einem Faß Bier gefeiert. Man sollte glauben, wir würden durch die Hitze belästigt, doch ist die Temperatur durch den ständig herrschenden Wind erträglich. Dieser Tage wurden von der Vergnügungskommission Sportspiele an Deck veranstaltet; es wurde mit Gummiplatten nach 'Nummerbrettern geworfen; sogen. Hahneukämpfe sowie Stangenkäinpfc zwischen den Herren vergnügten die Zuschauer sehr. Die Damen versuchten sich im Schweinsauge zeichnen, im Nadel einfädeln und anderem mehr. Die Spiele trugen viel zur Unterhaltung Und Belustigung der Passagiere bei. Heute ist Geburtstag dep Kaiserin und wir fahren in vollem Flaggenschmuck. Langsam rückt nun die Zeit heran, in der man cm das Packen der Koffer denken muß; auch heißt es, alle Briefschaften fertig stellen, damit sie noch vor Swakopmund abgegeben werden können. So gibt es noch viel zu tun und wenn ich diese Zeilen dem ans Deck hängenden mit dem Reichsadler gezierten Briefkasten einverleibe, trennt uns nur noch eine kurze Zeit von dem Anlaufen in Swakop- ntund. Dort verläßt der größte Teil der Passagiere den „Feldmarschall", um ihr Glück in unserer Kolonie zu suchen. Mein Reisegefährte und ich haben dann noch einen Reisetag bis Lüderitzbucht, dann heißt es auch für uns, der See Lebewohl zu sagen und unfern Weg ins Innere zu suchen. __ Reue tzhxzenLrizitäten der Mode. Man mag unserer Mode auch noch so wenige Vorzüge lasten, den der Vielseitigkeit wird man ihr nicht bestreiten können. Aus allen Stilen und allen Jahrhunderten sucht sich der kapriziöse Sinn der inoderneu Frau exotische Wmt- der heraus, und deshalb wird auch die neueste merkwürdige Zusammenstellung nicht überraschen: Heiligen- schein und Antike. .Daß unsere schönen Magdalenen ihres frommen Wandels wegen von einer Aureole umflossen werden, wird man deswegen nicht anzunehmen brauchen. Der „Heiligenschein" ist nur eine besondere Form des Haarschmucks, die in Paris zuerst aufgetaucht ist und nun in Amerika besondere Verbreitung findet. Der fashionable „Heiligenschein" ist nur eilt schmaler Reif von Gold oder Filigransilber, mit Edelsteinen und Brillanten besetzt, der sich über einem Nackenkamm erhebt. Mr. Kamm wird in das hochaufgenommene Haar gesteckt und nun leuchtet der große Reif, der über dem Kopfe schwebt, mit seinem hellen Leuchten und funkelndem Blitzen über die gewellten Lockenmasseu hin und webt einen anmutigen Heiligenschein um das Gesicht der schönen Trägerin. ©» ist der „Heiligenschein" eigentlich eine ganz einfache, wenn auch recht kostspielige Sache; eilt mit Perlen, Diamanten oder Türkisen besetzter prachtvoll gearbeiteter Kamm, an dessen Spitze ein großer Goldreif befestigt ist. Aber wenn er über der Frisur thront, macht er einen geheimnisvollen und fast mystischen Eindruck. Mit dieser Mode, die einen mittelalterlichen feierlichen Glanz erwecken möchte, tritt zu gleicher Zeit eine antiquisierende Strömung auf, die ihr Ideal in den athenischen Jungfrauen des Parthenon- Frieses erblickt. Bekanntlich haben bei der Aufführung der Oper „Aphrodite" die griechischen Kostüme großes Aufsehens erregt und von der Bühne aus ist dann diese malerische ideale Tracht auch in die Salons gedrnngen. Die bekannte Sängerin Mary Garden hat dann Peplum und Sandalen nach Amerika gebracht und manche Töchter der neuen Welt tragen heute, wenn sie in allerneuesten Chick brillieren wollen, zu dem Heiligenschein ans ihrem Haupt über einem mattleuchtenden Unterkleide ein kühn drapiertes Spitzengewebe und zeigen ihre nicht zu kleinen Füße in freier Bewegung in schön gebundenen Sandalen. Eine andere Neuerung im Schmuck, die von Amerika ausgeht, ist das „B l u in e n a r in bau b". Es besteht aus einem schwarzen Banb, das um bas Gelenk gelegt wird und an dem eine wirkliche Rose oder eine andere Blume, in grüne Blätter eingebettet, befestigt ist. Diese Neuheit ist wohl die anmutigste unter den wunderlichen Blüten, die moderne Exzentrizität in diesem Jahre wieder treibt; jedenfalls wirken diese dein Arm angeschntiegten Bluuien schöner als die kostbaren Blütenzweige, Blätter und Buketts auA Juwelen, die man ebenfalls häufig am Handgelenk befestigt sieht. Vermischtes. * Von seltsamen Kostbarkeiten erzählt eine cngh Zeitschrift. Der wertvollste Violinbogen der Welt ist wohl der> den Paganini bei seinem Abschiedskonzert führte und der später in Verdis Besii? kam. Paganini hatte den Bogen als em Geschenk von seinem Lieblingsschüler, dem Grafen bi Eessolc, erhalten. Schon mehrfach sind Riesensummen umsonst für die Reliquie geboten worden; man schätzt ihren Wert auf 600 0UU Mark. Für ein goldenes Hundehalsband wurden am Anfang des 704 18. Jahrhunderts von einent Edelmann einmal 11000 Mark angelegt. Die John Hopkiusuniversität in den Vereinigten Staaten rühmt sich, das teuerste Thermometer zu besitzen; es ist das sog. Professor Bowland-Thermometer, dessen Gradzeichen so fein sind, daß man sie nur mit der Lupe erkennen kann. 40 000 Mk. wird als Wert dieses Instrumentes angenommen. Der Nähmaschinenfabrikant Singer hat sich das Vergnügen gemacht, für ein Opernglas 240 000 Mk. anzulegen. Natürlich sind die teuersten Linsen verwendet, aber durch diese allein wäre der hübsche Preis nicht gerechtfertigt; das „Glas" ist aus lauterem Golde und von einer Lyra bekrönt, die völlig ans Saphiren und Diamanten gefügt ist. Damenhüte sind meist an und für sich nicht billig, wenigstens behaupten das viele Ehemänner, aber auf diesem Gebiete hat jüngst eine hübsche junge Frau, sehr wider ihren Willen, den Rekord ausgestellt. Sie bezahlte ihren Hut mit einem Lotterielos, das der Modist an Zahlnngsstatt anzunehmen sich erbot. Das Los kam später mit 300 000 Mk. heraus. Die Dame wollte nun wenigstens etwas von dem Reichtum abbekommen, allein der Hutmacher kannte wenig Erbarmen, fertigte sie mit 5000 Mk. ab und erhielt so für seinen Hut 295 000 Mk. Vierwaldstättersee.*) Wo ernste Männer kühn zusaminentraten, An demokratisch hochverdächt'gcin Ziele — In Prosa nicht, nein, kühn int Jambenstile — Erneutes Kämpfen heimlich zu beraten; Wo Tell sich freute seiner Schützentaten, Da sind jetzt Polobälle Projektile, Da sausen im Rekord Automobile Und abends trägt den Rauchrock man zum Braten. Wir wandern weiter — bis auf halber Strecke Sich ein Hotel zeigt, ziveitcn Ranges nur. Hier wird gezecht, das sieht man "gleich, bis eins! Man dehnt sich faul in weicher Sofaecke, Leert Literkrüge hellen Schweizerweins, Ihr Mädchen" dort, ein Prost! Hier ist Kultur! ------- Hermann Uhde-Bernays. *) AuS der neuesten Nummer der Atünchener „Jugend" Kunst. — Der Kunstwart. Halbmonatschau für Ausdruckskultur auf allen Lebensgebieten. Herausgeber: Dr. h. c. Ferdinand A v e n a r i u s. Verlag von Georg D. W. Callwey in München. (Vierteljährlich 4 Mk., das einzelne Heft 75 Pfg.). — Inhalt des zweiten Novemberheftes 1907; Denkmäler-Gedanken. Vom Herausgeber. — Eichendorfs. Von Franz Diederich. — Psychologische Musikästhetik. Von Paul Moos. — Lose Blätter: Aus Eichendorffs: Wandern, Dichten und Kämpfen. — Rundschau: „Entwicklung" — auf Draht (A. Bonus), Poesie als Lebenslust, Neue Erzählungen (K. Schultze), Nochmals Theobald Kerner, „Li- liencrons" Jahresbericht (Avenarius), Berliner Theater (F. Düsel), Eichendorfs in der Tonkunst (A. I. Boruttau). Nochmals: Weingartner und die moderne Musik (A. Vogel), Epithalamia (Avenarius), Der „Deutsche Werkbund" (I. A. Lux), Photographien- schutz und staatliche Beihilfe (Avenarius). Die Zerstörung Marburgs. Nachtrag (F. Bock). ZumHardenschenPro- z e s s e (Avenarius), Das Kind und die Zeitung (E. K'alk- schmidt). Von den Mitarbeitern des Kunstwarts. — Bilder- und Notenbeilagen: Gerard Terborch, Das Konzert. Fr. Ed. Eichens, Bildnis Eichendorffs. Max Klinger, Eros und Psyche. Der Dichter Homer. Zwei Abbildungen: Maschinenmöbel. Robert Schumann, Zwielicht. Hans Pfitzner, Zum Abschied meiner Tochter. Erich I. Wolff, Gebet. Künstlerische Kinderbücher. 7- Der bewährte Kinderbücherverlag von Jos. Scholz in Mai uz ist auch in diesem Jahre seiner Devise treu geblieben: „Für die Jugend das Beste". Hier aher hat man weder Mühe noch Kosten gescherit, hervorragende Meister für das Kind in künstlerische Tätigkeit zu setzen. Da kann die Jugend beispw. ein Album voll Künstlerpostkarten (Mk. 1.25 und Mk. 0.50) nach Vorlagen von Meister Hans Thoma ausmalen. Sehr zu begrüßen ist es, daß auch dem Kindersang in einigen reizvoll ausgestatteten Heften eine freundliche Stätte bereitet wurde, so in, dem von Ernst Liebermanns Kunst geschmückten „Kindersang- Heimatklang", von denen jetzt zwei neue Hefte (Band III und IV, je Mk. 1.—) vorliegen. •— Nun zu den eigentlichen Bilderbüchern für die Kleinsten. Dort ist das liebe Großoktavbuch „Das macht Spaß", ein Bilderbuch mit drolligen Versgeschichtchen don Franz Mahler und reizenden, bunten Bildern von Otto Gebhardt (Mk. 2.—). Dem Buche schließt sich eilN anderes würdig vn: „Schlimme Streich' von Hans und Grete, Liese, Fritz und Ernst und Käthe". Reime und Bilder von Arpad Schmidhammcr (Mk. 2.—). Wir kennen diesen Küilstler schon aus seinen schönen Märchenbildern, die er früher für den Verlag zeichnete. Hier folgt er mit Glück, ohne Nachahmer zu sein, den Spuren des Struwelpeter-Dichters und gibt in Bild und Reim sehr nützliche und ulkige Erzählungen von Hans, dem Frechdachs, vom Rutsche- fritz, von. der neugierigen Käthe, der fahrigen Grete, Ernst/ dem Leckermaul und der eitlen Liese. Der alte schlesische Berggeist aus dem Riesengebirge wird auch einmal wieder lebendig in dem Buche: „R ü b e z a h l", ausgewählte Sagen und Schwänke/ erzählt von Siegfried Beck, der viel hübsches von dem Schreck des Riesengebirges weiß, mit Bildern — es sind eine Reihe ganzseitiger, bunter darunter — von Robert Engels-München (Mk. 3).: Liebe für unsere tierischen Mitgeschöpfe in die Kindesseele zu verpflanzen, ist eine der wichtigsten Aufgaben zur Erziehung des Gemüts. Dem kommt das Buch „Gute Bekannte aus dem Tierreiche", textlich zusammengestellt von Wilhelm Kotzde und mit ganzseitigen Tierbildern von Karl Kappstein versehen, entgegen.! Es liegen bereits zwei Bände dieses Bilderbuches (je Mk. 1.—) vyr^ Weihnachts-Literatur. — Deutsche Literaturgeschichte von Dr. Karl Storck. Vierte und fünfte vermehrte Auflage. Mit einem. Titelbild. Stuttgart. Muth'sche Verlagshandlung. Preis getiv Mk. 6.—. Durch geschickte Einteilung des Riesenstosfes ist es dem Verfasser gelungen, im Rahmen eines Bandes die Entwicklung unserer nationalen Poesie von ihren Anfängen bis zur allerjüngsteu Gegenwart zu schildern. Das Buch ist ein int ganzen! ziemlich zuverlässiger, wenn auch ein wenig oberflächlicher, nicht in die Tiefe dringender Führer ditrch unser deutsches Schrifttum! und besonders durch die moderne Literatur. — Ein elegantes, kleines Geschenk für Damen ist der auch in diesem Jahre wieder erschienene tzaude & Speuersche Dame it - A l m a tt a ch (42. Jahrg. für 1908. Verlag von Haube & Speuer, Berlin). Das mit Goldschnitt, Elfettbeiupapier, Titelbild, Bleistift und Visitenkartentasche ausgestattete Büchlein vereinigt in sich Taschenkalender, Notiz- und Tagebuch in zierlicher. Form. Der Almaitach enthält ein Kalendarium mit einem Verzeichnisse aller Feiertage, ein Tagebuch mit Wochensprüchen, dcu> Raum für Eintragungen bietet, eine Familien-Gedeuktasel, einen Geburtstag- und Namenstag-Kalender, Kässen-Uebersichten für 12 Monate und eine Genealogie aller europäischen Regentenhäuser.! Eine Erzähluug erhöht den Reiz des Büchleins. (Preis 2 Mk.). Aphorismen. Von Helene Berg. Der Schlüssel zur Liebe ist das Vertrauen. — Die Kette, mit der du Liebe fesselst — die Achtung. * Arbeit ist die beste Medizin für wunde Seeleit--oder das gesündeste Betäubungsmittel. Kindertränen: schimmernde Tautropfen, die eilte Sonne wegküßt --- Tränen der Großen: Perlen, die in ein Meer der Schmerzen fallen. Wer nicht den Segen des Leides ergründet und dabei stille wird — der kann auch nie den Begriff wahren Glückes verstehen. Ter Inhalt eines Frauenlebens heißt: Geben! Laut rühmt die Welt des Mannes Kraft: Zu wagen — lind schweigt vom Heldenmut der Frau; er heißt: Entsagen. Durch die dimkelsten Tore des Lebens geht der Mensch allein! Charade. Wenn dir einmal das Erste widerfährt, Rust jebermnmt: „O wie bedauernswert!" Doch ich, der Zweite, wage keck uitd munter Dies Erste ost vom höchsten Fels herunter. Und Allen, die mich so als Ganzes sehen, Erscheint der Anblick unvergleichlich schön. Ich bin zugleich ein Jüngling und ein Greis Mein Puls ist rasch, mein langes Haar schneeweiß, n, Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Magischen Quadrats in voriger Nummer: E E A E 8 E L E E 1 S A L 8 E Redaktion: P. Wittko. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.