1907 m •sg K WZ H MM ■ SLL?MM* SW Auriken unter der Asche- Roman von M. Proßnib (M. Nörcnberg). Unbefugter Nachdruck wird gerichtlich verfolgt. (Fortsetzung.) 11. Kapitel. Veltlingen hatte, im Gegensatz zu seiner Gattin, eine sehr schlechte Nacht gehabt. Ruhelos hatte er sich stundenlang auf seinem Lager umhergewrrfen, immer von dem entsetzlichen Verdacht gefoltert, den die Lindstrom so geschickt in ihm zu wecken gewußt hatte. Und als sich der Schlaf doch endlich eingestellt hatte, war er schwer und unerquicklich gewesen. Früher als sonst war der Baron wach. Aber kaum hatte er sich ordentlich ermuntert, so kamen auch die schrecklichen Gedanken uneder, die ihn ob seiner Vertrauensseligkeit verspotteten. Wie sehr er sich jauch dagegen wehrte, der Verdacht blieb. Und allmählich drehte auch der sich nur um den einen Punkt: „Hatte Dagmar wirklich von Uchdvrf Briefe erhalten?" Das wäre ja schon der erste Beweis ... Langsam schritt Bewingen nach dem Ankleiden nt das kleine Speisezimmer, in dem er und Dagmar gewöhnlich gemeinsam das erste Frühstück einnahmeu. . r Ungeduldig wartete er auf ihr Erscheinen, aber eine Viertelstunde nach der andern verging und sie kam nicht. Endlich überbrachte ihm Anim die Bitte, ins Schlafzimmer zu kommen. Hastig eilte er dorthin. Die Baronin war bleich und augenscheinlich sehr erregt, aber sie wußte sich trotzdem zu beherrschen. Ein rührender Liebreiz ging voll ihrem traurigen Gesichtchen aus. Veltlingen sah und empfand den wohl. Aber gleichzeitig stieg auch der blinde Zorn von neuem in ihm empor, daß sie gewagt hatte, ihn so zu betrügen. „Ich habe dich hierher bitten lassen, Magnus," begann Tagmär mit leiser Stimme, „weil ich hoffe, daß wir hier unbelaufcht sind. Ich mochte nicht, daß das, was ich dich jetzt fragen will, noch andere Ohren hören." Sie machte atemschöpfend eine kleine Pause. Tas Herz schlug ihr bis zum Hals. . „Reizende Art der Inquisition," bemerkte SMttirrgett bissig. „Wenn ich nun über nicht gesonnen bin, mich wie ein Schuljunge von dir ausfragen zu lassen?" Tagmar sah ihn ernst an. „Ich glaube nicht, daß du deiner Gattin die Antwort, oder' richtiger, die Erklärung verweigern wirst, weshalb du gestern der Gräfin Lindstrom gestattet hast, mich, deine Frau, so namenlos zu beschimpfen?" Veltlingen sah sie erstaunt an. „Woher weißt du das?" „Bitte, das tut nichts zur Sac^." Sre hob abwehrend die Hand. „Also du gibst zu, es- geduldet zu haben, daß die Gräfin mich schnöde verdächtigte? Magnus, wie konntest du das tun?" „Weshalb hast du mir nie von deiner Korrespondenz mit Uchdvrf erzählt?" srstg er aufs Gradewvbl zurück. „Ich Habe nie mit Uchdvrf korrespondiert!" Herb und verächtlich bogen sich ihre Mundwinkel abwärts'. Er sah es wohl. Tas reizte ihn namenlos. „Tas ist dein Glück! Ich wüßte nicht, was ich sonst getan hätte." - , Unruhig ging er ein paar Schritte auf und ab. Seme Stimme klang heiser und brüchig vor Aufregung. „Ich warne dich noch einmal, Tagmar, laß dich nicht mit Uchdvrf ein." Wie von einem Peitschenhieb getroffen, sprang sie vost ihrem Stuhl enttwr. „Pfui!" Nur dieses eine kleine Wort. Aber.es lag eine grenzenlose Empörung darin. Und dann, nach einer kurzen Pause, die Veltlingen dennoch lang wie die Eivigkeit erschien, begann sie zu reden. Eigentümlich leise iind doch klar verständlich fielen die Worte von ihren bleichen Lippen. „So hältst du das Versprechen, ivelches du mir damals in Lugano gabst, Magnus? So fest glaubst du an meine Treue, daß jedes aufreizende Wort eines niedrig denkenden Menschen in deinen Augen mehr wiegt, als mein Schwur am Altar? Ich meine, der hätte dir genügen sollen. Schlimm genug, daß er das nicht tat. Was hilft es, dich nochmals darauf hinzuweisen? Tu gljaubst meinem Wort ja doch nicht — denn sonst hätte es dir genügt." Sie holte tief Atem, und als Veltlingen noch immer schwieg, fuhr sie bitter fort: „Aber was nutzt alles Reden? Tu trauft mir ja doch nicht. Gehe nur wieder zu der Gräfin. Die totrb dir sicher wieder höchst geschickt allerhand Schlechtigkeiten von nkir zu sagen wissen. Glaube aber nicht, daß ich mir das gefallen lassen werde..." „Ha," unterbrach er sie spottend, „das sollte dir wohl passen, jetzt schnell einen bequemen Scheidungsgrund — und dann in die Arme des andern! Nein, mein Engel! So haben wir nicht gewettet. Einen Skandal will ich um jeden Preis vermieden haben. Tas weite dir ein für allemal. Du hast mir vorhin deine Tugend in einem so hellen Licht gezeigt. . ." „Ich wünschte, du hättest daran geglaubt," flüsterte Tagmar beinah wnlos. Sie hielt sich nur noch mit Anstrengung aufrecht. In dem krampfhaften Bemühen, ihrer Erregung Herr zu werden, konnte sie es aber doch nicht hindern, daß ihr große, schwere Tränen über die Wangen rollten. Veltlingen sah das wohl, aber es war ihm in diesem Augenblick völlig gleich- 8Ut JM! Was heißt Tugend bei euch Weibern!" stieß er brutal hervor. „Da kenne ich mich aus. Da machst du mir nichts weiß, meine Teure. Da hat jede — aber auch jede ihren Preis" Und als er ihre großen von Abscheu gefüllten Äugest auf sich gerichtet sah, fuhr er in sinnlosem Zorn fort, „oder! soll ich dir das vielleicht noch näher erklären?" „Nein, klang es herb zu ihm hin. „DaS ist nicht nötig); Ich beuge mich darin völlig deinen — Erfahrungen. Aber wenn du denn doch mit solcher Entschiedenheit sagst, eine jede von uns sei feit, so laß mich das dahin ergänzen — so guüwiü die Fronen haben auch die Männer ihren Preis!" Er wollte beleidigt auffahren, doch schon fuhr sie mit eigentümlichem Nach- — 438 — druck fort: „Oder fvlt ich dir die Münze nennen, für welche du zu haben bist? Es ist dein wilder, unsinniger Ehrgeiz! Deshalb nahmst du mich — den Liebling der Herzogin — wenn — wenn es nur der Gedanke an die Fürstin allein gewesen ist. Ah, wie ich dich darum verachte!" Sie klammerte sich plötzlich fest an ihren Stuhl. Ihr war so entsetzlich schwindlich, aber das ging schnell vorüber. „Ich will ja gar nicht abstreiten, daß du mich daneben nicht anch rwch gern gehabt hast — aber die Hauptsache. . ." Sie vollendete nicht, sondern trat langsam vor die große Psyche, neben der auf einem schmalen Tischchen die ziselierte Truhe stand. Schweigend nahin sie den kleinen Schlüssel aus ihrem Geldtäschchen und steckte ihn in das Schloß. Mit lautem Knack sprang auf. Sie bog den Deckel zurück, um die Perlenschnüre herauszuuehmen. Da schlug Beltlingens (stimme an ihr Ohr. „Mso das gestehst du mir wenigstens noch zu, daß ich dich „daneben" auch noch gern gehabt habe?" Tagrnar wandte den Kopf und sah ihn traurig an. „Ja, gehabt habe." Sie nahm die Perle» heraus und legte sie auf das Tischchen. Ohne daß sie es bemerkte, glitt ein Briefülatt dabei zu Boden. Veltlingen sah es und hob es auf. „Und du hältst es für völlig ausgeschlossen, daß ich dir auch jetzt noch gut bin?" suchte er wieder einzulenken, in dem peinlichen Gefühl, über das Ziel hinausgegangen zu sein. Ein Gemisch von Zorn und Unsicherheit lag auf seinem Gesicht. „Ja," klang es ihm hart entgegen. „Denn ich bin der Ansicht, daß Liebe ohne Achtung nicht bestehen kann." Er zuckte zusammen. „Und daß man eine Frau nicht achtet, der man Wiche Tinge zutraut, wie du mir vorhin vorwarfst, ist doch klar." rj., Als er verlegen vor ihrem ernsten Blick die Augen niederschlug, ftelen sie jaus das Briefblatt, welches er mechanisch zwischen den Fingern drehte. Anfangs sah er darauf nieder, ohne doch eigentlich zu sehen, dann ging ein Zug ungläubigen Erstaunens über sein Gesicht. „Du hast also wirklich keinen Brief von Uchdorf?" Lauernd fuhr sein Blick zu ihr hin. „Nein," antwortete sie zerstreut, und kramte unruhig in der Truhe. Er beobachtete sie gespannt. Wie schlecht sie sich verstellen konnte. ..., suchst du eigentlich so ängstlich?" inquirierte er spöttisch. „Vielleicht den Brief dieses — Galans?" 7^^nus!" rief Dagmar empört, „meinen Vater laß aus dem Spiel. Sie strectte gebieterisch die Hjand nach den- Schreiben aus. „Gemach, gemach, meine Liebe," sprach Veltlingen höhnend, „du erlaubst Wohl, daß ich diesen „väterlichen Erguß" zu deiner und memer Erbauung laut zu Ende lese. — „Hab' also noch n.leine heißgeliebte Dagmar, tausend Dank für das Gluck, welches du Mir gegeben, und glaube ich bin dein, w aIIe Seit bei» Achatz Uchdorf." — „Reizend!" kuschte Veltlingen empört. „Was hast du. mir darauf zu Men? herrschte er Dagmar zu. Sie sah ihn wie irr an. „Woher weißt du das? Zeig' mir den Brief," flüsterte sie Heiser. Sie stützte sich schwer auf die Tischplatte. „Das ist Nicht der von Papa." „Nmn, das ist nicht der von Papa," sprach Veltlingen ihr nach Er wußte gar nicht, daß er das sagte, während er ihr das Schreiben gab. 8 2riff Dagmar danach. Aber kaum hatte sie einen Blick darauf geworfen, so ließ sie die erhobene Hand sinken Bor ihren Augen tanzte und flimmerte plötzlich- alles. Angstvoll faßte sie sich au den Kopf. War sie denn verrückt geworden, oder affte fre ein Traum? Sre wußte es doch ganz genau, daß sie das Schreiben ver- brannt batte —- damals — in jener Nacht, als sie den unglück- ss/MU Entschluß faßte, Beltlingens Werbung anzunehmen. Um 2™ • kam der Brief hierher? Der einzigste, den sie je von Uchdorfs Hand erhalten hatte. . EAUg nach Atem ringend, sah sie von neuem auf das Blatt, « ar8»uS ihr noch immer hinhielt. Aber sie konnte trotz ^Anstrengungen nichts erkennen, denn plötzlich waren sie wieder da diese sonderbaren grüngelben und roten Fiinken, die ms»0’;0 r- snrrige Räder um sie her tanzten. Nicht wahr . . ." flüsterte sie tonlos, dann sank sie schwer hinten über. ^Trte .?er Kammerherr auf die wie leblos Da- 4. JL ' hna k blkte er zur Klingel. Grell tönte ihr Klang rJÄ 9MY-aU8‘ m ä Tranz und Anna ängstlich herbeikamen, befahl Wettlingen, Dagmar aufs Bett zu legen. Vorsichtig hoben die Leute die Kranke empor, während Veltlingen den Bries in feine Rocktasche gleiten ließ. Dagmar atmete schwach, aber sie war ohne Bewußtsein. Ratlos sah Anna zu dem Kammerherrn auf. Der Kammerherr war leichenblaß. Klirrend setzten seine zitternden Hände das Riechsalz auf die Marmorplatte nieder, welches er von Zeit zu Zeit Dagmar hingehalten hatte. „Franz! Der Diener kam aus dem Nebenzimmer. „Sofort nach Greifswald an Professor Mattissen telephonieren." „Befehl, Herr Baron." (Fortsetzung folgt.) Aus der Studentenzeit. Er nnerungen eines alten Giesjeners. or „ _ (Fortsetzung.) Aus meinem ersten e>eme)ter erinnere ich mich namentlich an einen Ausflug nach der großartigen Ruine der Burg Greifen- stein, die heute, wo mimt bis an deren Fuß fahren kann, wohl tedem Studenten bekannt ist. Damals gab es weder eine Gießen- Colner, noch eine Lahnbahn, und ein Wage» würde sehr teuer geworden fern. Mau mußte daher die Tour „auf Schusters Rappen machen, wie es hieß. Wir waren nachmittags über Wetzmr bis Katzenfurt gegangen. Außer mir die beiden Re- dakteure des Gambrimis, neben Frau und B. Ernst Tues, ein Künstler von Gottes Gnaden, der erst Theologie, dann Forst- wis.senscyaft studierte und dann nach Stuttgart zog, um sei» Zeichnen- und Kvmpositionstalent in den Dienst der Holzschneidekunst zu stellen. In Katzenfurt, wo wir übernachteten, kamen wir zu einer großen israelitischen Hochzeit, die in dem Wirlshttus gefeiert und bet welcher getanzt wurde. Unter denl weiblichen Teil befanden sich einige sehr schötre Mädchen und wir nahmen daher die Einladung, mitzumachen, gern an. Wir tanzten flott bis gegen chiitternacht und gingen dann mit unseren Tänzerinnen zur Ab- kiihlung auf die Straße. Tort trafen wir den Nachtwächter, wie er bte_ zwölfte Stunde abrief. Freund B. nahm ihm Horn und spieß ab und versah tadellos sein Amt. An jeder Straßenecke ließ er das Horn ertönen und den Vers: „Hört ihr Herrn und laßt Euch sagen, die Glocke hat zwölf geschlagen. Bewahrt das ^euer und das Licht, daß Niemanden ein Leid ge- geschupt. ^edesmal gaben wir drei dann zweistimmig ein frisches studentenlied zu. Unsere Schönen amüsierten sich königlich und auch die Katzenfurter machten gute Miene zum bösen Spiele. Andern morgens zogen wir, leider allein, hinauf auf Burg und Feste Grelsenstem. Von ihr wird erzählt, daß Marschall Türenne sie vergeblich belagert Habe. Einem Parlamentär wurde an ledern Tor^ein Dbschredsttunk kredenzt. Es waren deren so viele, daß der Sendling betrunken ins Lager zurückkehrte. Als er von der stärke der Festung und weiter erzählte, wie es ihm ergangen, soll Türenne die Belagerung aufgehoben haben Ter Greifmsteiner ließ dann an deut letzten Tor, durch welches Lstv Pjarlamentär die Feste verließ, den Spruch an- brtngeii: „Greifenstein, du edles Haus; nüchtern hinein und voll heraus." Der hohe Doppelliiriii und die »tüchtigen Trümmer geben heute noch ein Zeugnis von der Stärke der Burg. Der Franzose muß aber doch nicht viel haben vertragen können. Einem Gießener Studio toäre das jedenfalls nicht passiert. Auf der Ruine hat man eine prächtige Aussicht ins Dilltal, nach dem, Tünsberg und Hohensolms sowie nach dem Vetzberg itnd Gleiberg bei, Gießen. Die Stadt selbst kann man nicht sehen, wohl aber die Hohe des Seltersberg. Ich fragte einen Bauersmann, wie weit man es auf direktem Wege nach Gießen rechne. Er meinte siebe» Stunden. Als ich ihm sagte, daß ich vor einigen Jahre» mit meinem Vater nur sechs Stunden gebraucht habe, erwiederte er: „Das glab aich, als Sie noch ein Jüngling waren." Ich war damals wenig über 18 Jahre alt: Es scheint aber, als ob die Landleute überhaupt keinen Maßstab für Schätzung des Alters eines" Menschen hatten. Wenigstens ist es mir wenige Jahre danach passiert, daß ich, in Gesellschaft einer Dame, die mehr als noch einmal so alt war wie ich, von einem Hinterländer Bürgermeister gefragt wurde: „Das is wohl die Fvaa". Wir gingen (an jenem Tage noch nach dem weniger bekannten, aber sehr fehenswürdigen Beilfleiner Felsenmeer und Burg Beilstein, von da über die Dianaburg nach Hause. Das war ein Weg von etwa über neun Stunden. Wieviele Gießener Studenten machen heute noch solche Touren? Wenige wissen auch, daß man von deut Gleiberger Burgturm aus fünfzehn alte Burgen und Schlösser überschauest und daß man alle diese nebst weiteren zwanzig, die nicht sichtbar sind, in wenigen Tagestouren von Gießen aus besuchen kann. Eine lohnende und jedem Studierenden sehr zu empfehlende T p g e s t o u,r ist die durchs Biebertal über Königsberg und Hohensolms nach Greifenstein. Von da über das, stelsenmeer, Beilstein, Mehrenberg nach Weilburg, oder von Benstein über die Dianaburg nach Ehringshausen; Nachmit-^ tagstouren: Braunfels, Tiergarten, Philippstein, Freienfels, Weilburg, oder Staufenberg, Nordeck, Frauen- 439 berg Marburg, oder Lich Kloster Arnsburg, Münzenberg, Butzbach, Hausberg, Kleeberg, Langgöns, oder Biebertal, Königsberg, Alte- bergskopf durch das Vlasbacher Tal, Hermannstein, Wetzlar. Mit Freuden gedenke ich auch einer Exkn eipe in dem herr-- licherr Walde links von der Licher Chaussee, zu der mir mit fliegenden Fahnen und den Trinkhörnern, im Train der Löwe- kopp mit einem mächtigen Faß Bier auf dem Handwagen, hinaus- gezogen. Man muß nicht denken, daß bei allen diesen Zerstreuungen die Studien not gelitten hätten. Ich habe niemals fleißiger die Kollegien besucht, jals in dem ersten Semester, und das will viel heißen, wenn man bedenkt, daß sich unter diesen drei phila- fophische befanden: Einleitung in die Philosophie, Logik und Raturrechte. Mehr zu tun, konnte mir allerdings selbst mein Vater nicht zumuten. Tas erste Semester schloß mit einem solennen Kommers auf der Bddenburg zur Feier des zweiten stiftungsfestes ab. Tiefer hervorragend schöne Platz Hat von Anfang an und noch auf eine Reihe von Jahren hinaus zur Abhaltung unserer Stiftungsfeste, beziehungsweise Kommerse gedient. Derjenige desSommev- semesters 1853 zeichnete sich besonders durch zahlreiche Teil- nahme, auch von Auswärtigen, namentlich Helvetier von Bonn, durch die Begeisterung und die große Einmütigkeit der Teilnehmer, nicht minder aber durch die große Gemütlichkeit aus. Ter musikalische Teil lag in der Hand einer sehr tüchtigen KUapp- fchaftskapelle, die bis spät in den Morgen hinein ihre Weisen ertönen ließ. Es Ivar der erste feierliche Landesvater, den ich mitmachte, er hat einen unauslöschlichen Eindruck bei mir hinterlassen, im Gegensatz zu dem durch die Markomannen gestörten. Ich kneipte mit einigen Vcrbindungsgenossen durch (wie ich dies stets getan habe), darunter Freund B. Es gab auf der Badenburg keine andere Schlafgelegenheit als die sogenannte „Totenkammer" und der Heuboden. Sie war von vielen auch nur aufgesucht worden, um ein paar Stunden Schlaf zu finden. Es war eine herrliche Sommernacht und sie verging uns rascher als wir geglaubt. Am frühen Morgen nahmen wir ein erfrischendes Bad in der Lahn. Dann begaben wir uns daran, die Schlafenden zu wecken. Als Totenkammer diente ein großes Genrach im zweiten Stock. Freund B. mit der Schärpe um die Schulter und dem Kvmmersschläger in der Hund, zog voran, hinter ihm drein ein Bergknappe mit einer Posaune, dann kamen die wenigerr Ueberlebenden. So stiegen wir in die Dotenkammer hinauf. Tie Schläfer lagen kreuz und quer auf dem Stroh, über das Bettücher ausgebreitet waren. Das Wecken wurde auf die Weife vollzogen, daß der Knappe jedem Einzelnen den Posaunenton ins Ohr erschallen ließ. Tie Wirkung war drastisch. Die Angeülasenen fuhren in die Höhe, rieben sich die Augen, wußten nicht wäs mit ihnen vorgiug und sanken dann wieder aufs Stroh zurück, bis ein zweiter Posauycu- schall sie vollständig ermunterte. Nachdem wir so den Weckruf hatten ertönen lassen, zogen wir in umgekehrter Ordnung die Treppe hirqab. Freund B. ging hinter mir her, hielt den Schläger gesenkt und plötzlich spürte ich, wie die Klinge mir ganz sacht durch die rechte Wade ging. So hatte ich meinen zweiten Kvmmersstich, diesmal aber an der unrechten Stelle und mit intensiverer Wirkung. Denn er verursachte zwei Löcher in der Wade und dann noch verschiedene in den Beinkleidern. Es war nicht so schlimm, wie es meinem Freund B. vorkam, dessen verblüfftes Gesicht mir mehr Spaß machte, als sbte Wunde Schmerz. Der dicke Qualster, der Mediziner zu segn behauptete, verband das Bein, und damit war für mich die Sache erledigt. Tas Katerfrühstück schmeckte mir ausgezeichnet. Dasselbe zog sich bis 'in den Nachmittag hinein. Als die Anderen heimgingen, merkte ich aber doch, daß es mit dem Gehen nicht gut gehen! wollte. Ich ersuchte daher den Täter, mir das „Karlche mit den Harsch" zu bestellen, das brachte mich denn auch heim, jedoch nicht ohne daß wir vorher noch einen guten Trunk zusammen getan hätten. Wir saßen am Rande des Eisenbahneinschnitts, und mir kdm es plötzlich vor, als ob die Erde bebte. Als ich jedoch als Tatsache zu behaupten wagte, fuhr mir das liebe Kürlche mit den Worten in die Parade: Ach, was Erdbebe, du bist besöffe. — Ich war es übrigens nicht. (Fortsetzung folgt.), j KoHrvattyauserr. Es war etwas zweifelhaftes Wetter, als wir ausbrachen, den neubegründeten Luftkurort Hochwaldhausen im Vogelsberg kennen zu lernen. In HartmannsHain, ergoß denn auch der Himmel einen reckst eindringlichen Segen über uns, dessen Folgen wir noch lange über Herchenhäin hinaus, wo er aufhörte, zu spüren hatten. Unter den Folgen war aber auch manche gute. Zunächst hatten wir Humor genug — wir waren einige Herren und Damen — uns die Stimmung nicht verderben zu lassen. Und dann wurden wir auf der Herchenhainer Höhe auch durch einen wundervollen Anblick belohnt: Auf der einen Seite flutete blendendes goldenes Sonnenlicht über die Wauen Taunusberge. Nachher anderen Seite hin zog düstergrollend das Univetter ab, dessen einen , Ausläufer wir noch zu spüren bekommen hatten. Zwischen dem finsteren Osten und dem lichten Westen aber spannte sich weithin in leuchtender Farbenpracht ein doppelter Regenbogen. Ihn so ganz zu überschauen, von einem Fußpunkt bis zum andern und bis zum Gipfel seines schönen Halbkreises hinauf, das war ein seltener Genuß. Links schien er aus dem feuchtschimmernden Gras der Wiese herauszu- flammen, rechts erhob sich ernst gravitätisch eine einzelstehende hohe Tannengruppe von dem herrlichen Lichts ab. Und unter diesem geivaltigen Bogen breitete sich dann weithin die Bergwelt aus, die den Vogelsberg umlagert: Rhön, Spessart, Taunus! Wie schrumpften aber alle diese irdischen Großen zusammen vor der einen, unermeßlichen himmlischen! Der Eindruck war so großartig feierlich, daß man wohl begreifen konnte, wie schlichte Völker einer unwissenderen Zeit ein religiöses Symbol aus diesem Bilde machen konnten. Schließlich, ist es nicht auch ein Symbol für uns geblieben, die wir durch eine eindringlichere Kenntnis der Naturerscheinungen und ihrer Gesetze die unfaßbare unantastbare Erhabenheit der grenzenlosen Welt nur umso deutlicher empfinden müssen? Allmählich erlosch der himmlische Glanz. Der Weg ging weiter durch die Bergwiesen, die in seltener Ueppigkeit prangten. Ein zahlloses Heer duftender Blumen war über sie hin zerstreut. Die leuchtendgelbe hohe Arnika montana nickte uns überall zu. Ihr besonders sind ja diese Höhen Heimat. Aus dem prachtvollen Hochwalde antwortete ein helles, deutliches Echo unserem Singen und Rufen. Der Rauch von Kohlenmeilern stieg an mehreren Stellen über dem sanft gewellten Laubmeere auf: ein Zeichen der Menschenherrschaft über die Naturgaben und -Kräfte auch in dieser grünen Einsamkeit. Allmählich wurde es Abend- Nun kamen wir an die Schwarzbach. Schäumend rauschte das geschwinde Wasser über die dunklen Basaltblöcke, geschäftig, als hätte es keine Zeit zu verlieren: Menschen und Tiere und die Mühlen im Tale warten auf dasselbe und die Flüsse auch, die Fulda und Werra, die seine Kraft brauchen, schwerbelastete Schiffe zu tragen. Hier auf der luftigeu Höhe aber ließen sich Moose und Farren üppig wuchernd, von seinen blitzenden Perlen besprühen und schlanke, hochragende Buchen streckten die durstigen Wurzeln nach ihm aus und rauschten ihm dankbar zu mit den hellgrünen freundlichen Blätterkronen. W!elch herrliche Plätzchen zum Sinnen und Träumen an heißen Sommertagen, wenn hier Glut und Glanz der Sonne zu wohligem Schatten gedämpft und zu erquickendem Duste abgekühlt wird! Wir traten ins Freie. Da lag nun vor uns, von künstlerischem Geschmack errichtet, der Anfang des geplanten Kurortes: Das Haus des Begründers, Direktor Berlit, unb ein größeres, feinbehaglicbe^ Gasthaus. 3hn Laufe der Jahre soll sich nach wohldurchdachtem Plane die Reihe anderer Gebäude anschließen. Sanft neigt sich das Gelände, von kurzem harten Berggras bestanden, mit dunkeln, schweren Felsblöcken übersät, nach dem kaum ein Viertel- ftündchen entfernten Ilbeshausen. Ein Zeichen der fortgeschrittenen Technik, daß auch in diese Bergeshöhe hinein die bequeme Schiellenstraße führt, lieber die Wiese hin wurden eben die Rinder nach Hause getrieben: schwerfällig, weit zerstreut, ab und zu noch ein Gräslein rupfend oder einen Truilk aus der Schwarzbach nehmend, trabten sie abwärts. Die Poesie des Abends Weitete sich dann über der Landschaft aus: In der Ferne das Rhöngebirge verschwamm mehr und mehr tut Blaugrau des Hummels. Im Dorf leuchteten die ersten Fenster von Lampenschein. Auch im Gasthause ging es zum Essen und in der einsamen Stille draußen hörte man nur noch das Rauschen und Plauschen des eilenden Bergbachs. Altch wir mußten schließlich der materrellen Stärkung gedenken, um die am Tage verausgabten Kräfte zu ersetzen. Und es geschah mit nicht geringerem fröhlichen Verständnis, als die Aufitahme der ästhetischen Landschaftseindrucke zuvor. Die nassen Füße wurden in geliehenen Strümpfen und Pantoffeln rasch wieder warm und trocken, und so blteh von der bösen regnerischen Ueberraschung am Ende nichts, als die Erinnerung an die herrliche Berglandschaft unter dem Regenbogen. Als wir botttt am späten Abend noch emmal vor das Haus traten, da blitzten uitd funkelten Wer uns die Sterne, auch sie in der köstlich reinen Atmosphäre hundertmal schöner und klarer, als man sie drunten durch die Stadtlust 440 sieht, auch sie hier oben so umfassend und ungehindert über die ganze hohe Himmelshalbkugel hin zu überschauen, wie sonst nirgends. Da stand „der ewig ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht", der Polarstern und auf beiden Seiten im gleichen Abstand beschrieben die gewaltigen Sternbilder der Kassiopeja und des großen Bären ihre Kreise. Der Aequator des Himmels leuchtete in den drei hellfunkelnden Gürtelsternen des Orion auf. lieber dem schwarzen Waldrande aber stand in eigenartig dunkelrotem Scheine der Nachbar und Wandergefährte unseres irdischen Planeten: der Mars. Böse^ sollte einst sein Schein den abergläubischen Menschen bedeuten. Und schwer wäre es auch uns heute nicht, seine Erscheinung auf böse, blutige Taten zu deuten. Aber wir sind ja hier heraufgestiegen in die reinen Lüfte der Bergwelt, um einmal frei zu werden von all dem Druck und Nebel, den uns der Alltag drunten so oft auf die Seele legte. Die Sterne wollender Menschheit nichts Böses. Wenn nur die Menschen untereinander sich nicht soviel Böses und Schreckliches meinten antun zu müssen. Und dann fiel mir der Ausspruch Ellen Keys ein: „Wer darf unter dem Sternenhimmel sagen, daß es an Lichtpunkten in seinem Dasein fehle?" Oder jenes Wort Kants: „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mrr und das moralische Gesetz in mir!" Dr. Strecker- Ein Dutzend Eßregeln. 1. Die Mahlzeiten (mindestens drei im Tag) sollen nicht überhastet heruntergeschlungen, sondern langsam und mit Muße -eingenommen werden, damit die Speisen genügend gekaut und eingespeichelt in den Magen kommen. 2. Ter Mundspeichel ist der erste Verdauungssaft, der sich zu der in der Mundhöhle in einen Brei verwandelten festen Nahrung hinzngesellt und die Vorverdauung bewirkt. Bei langsamem Essen ergießt sich Mnndspeichel in größeren Mengen, wodurch die chemische Umwandlung von Nahrungsbestandteilen befördert wird. 3. Manche Speisen wie z. B. Wse und hartgekochtes Ei sind nur dann schwerer verdaulich, wenn sie in zu großen Stücken verschluckt werden. 4. Bei schlechten Zähnen und schwachem Magen, bei Kindern Und Greisen ist die Verwendung der Nahrung in Breifvrm vorteilhaft für die bessere Verdauung. 5. Suppen ohne Zutzaten — Fleischbrühen — haben die Wirrung des Arrreizes sauf die Schleimhaut der Verdauungsvrgane und dadurch einer Vermehrung des Verdauungssaftesl 6. Tas Trinken bei Tisch sollte möglichst beschränkt werden, weil es in größeren Mengen die Berdauungssäfte allzusehr verdünnt und schwächt. Wein, oder Bier genieße man zuin Essen am besten gar nicht oder nur in ganz bescheidenem Maße, weil durch den Alkoholgehalt derselben die Verdauung der Speisen verlangsamt wird. . s?- Der nach der Mahlzeit etwa sich einstellende Durst wird durch Obst oder Früchte oder durch den Genuß eines Glases guten Trmkwasters etwa eine Stunde nach dem Essen gestillt. ._ 8. Das Schlafen nach Tisch — der sogen. Mittagsschlaf — m luv.gewöhnlich zu vermeiden, dagegen Ruhe bei ganz leichtem Lesestoff zu empfehlen. . . Abends soll nicht zu spät gegessen werden, damit nicht der 'Scgfof dadurch leide. Ein gefüllter Magen arbeitet auch rm Scylafe, deshalb stört, er diesen. Die letzte, nicht zu große Mahlzeit sollte etwa drei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden. , .- b0. Tie Speisen und Getränke seien weder zu kalt noch zu KbsU'stveil dadurch die Schleimhaut des Verdauungsapparates Ueletbtgt iüttb. Temperaturgrenzen von unten nach oben acht und 36 Grad Reaumur. Bei Auswahl der Speisen ist auf Schmackhaftigkeit und Abwechslung zu sehen, weil sonst leicht Widerwillen und Appctit- storung emtreten. , Am Winter sei die Nahrung reicher an Wärmequellen lmehr Fette und Mehlspeisen), während im Sommer Gemüse und cis L regelmaßrger und dem stärkeren Wäsferbedürfnis des Körpers entsprechend, auch in erheblicheren Mengen genossen zu werden verdienen. vermischLer. u ™ m *■ aus Weizen. Eine Erfindung von weit- Bedeutung will der englische Techniker William Carr gemacht haoen,. der die technische Welt dadurch überrascht hat, daß er Kautschuk und Gummi aus Weizenkörnern herstellt. Ein reiner Zufall führte Carr zu dieser Erfindung. Als kleiner Junge hatte er, wie so viele, die Beobachtung gemacht, daß, wenn er Weizenkörner kaute, sich in seinem Munde eine spezifisch gummiartige Masse bildete. Von dieser ersten Erfahrung ging er aus und fand, daß, wenn man auf Weizen Ptyalin, eine chemische Substanz, die sich irrt Speichel findet, einwirken läßt, eine Art Gummi entsteht. Ptyalin ist ein Gährungserreger und bildet mit Stärke eine unter dem Namen Dextrose allgemein bekannte Substanz, die ihrerseits wieder in Gummi überführt werden kann. Tie Lösung des Problems lag aber in zwei Fragen: In welchem Verhältnis müssen die beiden Substanzen zu einander stehen und wie kann Ptyalin in genügender Menge beschafft werden? Versuche ergaben, daß Schweine Ptyalin in großen Mengen erzeugen und damit war die praktische Frage gelöst. Die verschiedenen existierenden Gummiarten sind fehr zahlreich und umfassen eine lange Kette von dem dünnflüssigen Material, aus dem regendichte Röcke hergestellt werden, bis zu dem harten widerstandsfähigen Material des Golfballes. Carr hat auch diese Frage gelöst, daß er jeden Härtegrad feststellcn kann und zwar durch die einfache Methode des rechtzeitigen Unterbrechens des Prozefses. Sechs Artm von Gummi war das Resultat, und sie werden zu folgenden Zwecken verwandt: für Regenröcke, für Schläuche und ähnliche Gegenstände, für Automobilreifen, als Substitut für Linoleum, für Parkettersatz und schließlich für Golfbälle. Wenn man allerdings in Betracht zieht, daß so vi.ele Versuche, einen Gummi- oder Kautschukersatz zu finden, erfolglos waren, müßte man sich auch Carrs Erfindung gegenüber skeptisch Verhalten. Doch bietet der bei dem Getreidegummi mit Erfolg durchgeführte Vulkanisationsprozeß Gewähr, daß in der Tat dieser Gummi vollkommen den natürlichen zu ersetzen imstande ist, da man-bis jetzt nur drei Substanzen kennt, nämlich den natürlichen Gummi, Guttapercha und den in Frage kommenden Weizengummi. — An die jungen Mädchen beim Austritt aus der Schule richtet sich ein Flugblatt des „Vereins für Ver- besserung der Frauenkleidnng" irr Stuttgart mit folgender eindringlichen Mahnung: „Bald zählst du nun zu den Erwachsenen und bekommst lange Kleider. Pflichten treten an dich heran, denen die kindlichen Spiele weichen mitffett. Aber fürchte nicht, daß nun Frohmut und heiterer Sinn auch ein Ende haben. Beides kannst du dir in jeder Lebenslage bewahren und in jedenr Alter. . Eine Hauptsache ist aber dabei ein gesunder Körper, und zu feiltet: Kräftigung mußt du in erster Linie eine vernünftige Kleidung wählen. Trage also niemals ein Korsett, denn daS bringt Bleichsucht, Magenleiden und alle möglichen Krankheiten, die dir das Leben verbittern und dich untauglich zu deinem Berufe machen. Ehre auch darin den Willen deines Schöpsers, daß du die Biegsamkeit und Kraft, die er deinem Körper verliehen Hat, nicht mit harten Kvrsettstäben, mit festem Rockbund und engem Gürtel unterbindest. Lungen, Magen und die Organe des Unterleibes darfst 'du damit nicht gewaltsam zusammenpressen. Auch das lose angelegte Korsett ist schädlich. Jeder gesunde Körper ist stark genug, sich ohne Korsett aufrecht zu halten. Nur durch das Kvrsettragen verliert er dazu die nötige Muskelkraft. Zu alldem ist bie Korsettfigur häßlich, weil sie naturwidrig ist. Aerzte, .'Künstler und erfahrene Mütter haben das klar bewiesen und raten dir zu einer Kleidung, die zugleich gesund und schön ist und bie nicht teurer ist als eine andere." Silbenrätsel. a, a, a, con, dolf, gra, he, ing, köpf, li, moh, na, nit, ra, rac, reu, su, sul, var, wer. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen acht Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt ivcrden, daß die Anfaugs- buchstaben, von oben nach unten, und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, die Namen eines italienischen Komponisten und den Titel einer Oper derselben bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Ein Konditorei-Erzeugnis. 2. Männlichen Vornamen. 3. Afrikanischen Volksstamm. 4. Hohen Staatsbeamten im alten Rom. 5. Geistiges Getränk. 6. Eine Gefteinsart. 7. Ehemaliges Königreich. 8. Ein Gewürz. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummer: Wenn die Rosen aufgebläht, Geht der Lenz zu Ende; Wenn die Sonn' am höchsten glüht, Naht die Sonnenwende. Rückert. Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universttäts-Buch» und Steindruckerei, R. Langem Gießen.