Arciiag den 26. Juki (ssf ; 7 V‘, MZW s fei läÜU M AuaKtN unter der Ascke, Roman von M. P r o ß n i tz (M. Nörenberg). Unbefugter Nachdruck wird gerichtlich verfolgt. (Fortsetzung.) „Ter fliegt durch die Luft, Herr Baron!" „Unsinn," entgenete Uchdorf energisch. Aber ihm schien die Geschichte auch sonderbar. Er hatte das Tier noch mit seinen eignen Augen gesehen, ahnungslos, was für eine unheilbringende Bedeutung dem Erscheinen des Hundes beigelegt wurde. Tas erzählte Franz ihm erst mit einem gewissen graulichen Behagen, als Beltlingen sich nach unten begeben hatte. ~ Erregt schritt der Kammerherr in seinem Schreibzimmer auf und ab. Mehr denn je war er geneigt, den Aeußerungen der Lindstrom 511 glauben. Schien doch seinem ängstlichen Gemüt der graue Hund schon die Katastrophe anzukünden, die, wenn die Behaptungen der Gräfin auf Wahrheit beruhten, unweigerlich hereinbrechen mußte. Er sah nach der Uhr. Es war die höchste Zeit auf die Galerie zu gehen, wenn er Fredine nicht warten lassen wollte. Er schellte dem Diener. „Wo sind die Herrschaften?" „Seine. Hoheit arbeitet in seinem Zimmer, Ihre Hoheit schreibt in der Bibliothek Briefe. Frau Baronin ist auch in der Bibliothek." „Schön," nickte Beltlingen. Tann sah er den Diener ernst an. „Ich will nicht, daß die — Sache von vorhin bekannt wird! Verstanden?" „Befehl, Herr Baron!" Aber eine Stunde später wußte es doch das ganze Schkrß- gesinde. Ter graue Hund war da gewesen! Die Mädchen saßen mit hochroten Köpfen da und kreischten ängstlich bei jedem ungewohnten Geräusch auf, und die Diener gaben sich verzweifelte Mühe, männliche Tapferkeit zu zeigen, aber sie sahen auch scheu an den dunklen Ecken vorbei. Es lag wie Unheil in der Luft. Darüber war sich das Personal einig. Hastig eilte Beltlingen unterdessen nach der Galerie. Zu seiner Enttäuschung fand er Fredine nicht dort. In kluger Berechnung erschien sie erst etliche Minuten nachdem ihre scharfen Ohren sein Kommen erlauscht hatten. Der Kammerherr, dem die kurze Zeit des Wartens eine Ewigkeit zu sein deuchte, war von einet unglaublichen Erregung. Seine Stimme klang heiser und gepreßt, als er gedämpft sagte: „Ich fürchte, Ihre Vermutungen gehen nicht fehl in der an- tzedeuteten Richtung." „Uni; woraus schließen Sie das?" war die gespannte, mit mühsam verhehlteni Triumph gegebene Antwort. Beltlingen, viel zu sehr von dem eben Erlebten erschüttert, erzählte ihr die Spukgeschichte. Mm liebsten hätte die Gräfin über solche Narretei hell aufgelacht. Aber sie war klug genug, sich das nicht merken zu lassen. Anscheinend gedanken- Verloren blickte sie auf die alten Wappenschilder. „Woran denken Sie, Gräfin?" Sie sah ihn ernst, fast traurig an. „Ob es wirklich möglich ist, daß eine Beltlingen vergessen kann, was sie dem Namen ihres Gatten schuldig ist. Ich sehe ja Ihre begreifliche Empörung, Ihren Zorn, lieber Baron," fuhr sie hastig fort, „und ich kann mir aus einmal gar nicht denken, daß ich ernstlich eine solche Vermutung hegte." Ihre Worte überstürzten sich förmlich, so eifrig suchte sie Dagmar jetzt weiß zu waschen. Sie hatte damit grade das rechte Mittel gewählt, seinen Zorn immer mehr anzustacheln. Hastig flogen Rede und Gegenrede zwischen ihnen her, während die Gräfin mit scheinbarer Aufmerksamkeit die Wappen betrachtend, die Galerie entlang schritt. An der Querseite blieb sie stehen. „So fragen Sie doch einfach Ihre Gattin, ob Uchdorf ihr nie geschrieben hat," hetzte sie geschickt weiter. „Fch für meine Person glaube es ni. . . . O Gott, was war das?" unterbrach sie sich plötzlich angstvoll. „Tas hörte sich ja an wie ein Todesröcheln," vollendete sie scheu. Beltlingen horchte. Ganz deutlich ließ sich jetzt ein leises, kratzendes Geränsch vernehmen. „Mäuse," versuchte er Fredine zu beruhigen. Aber sie verließen doch, wie auf Verabredung, alle beide hastig die Galerie. Wenige Augenblicke später trat Dagmar, blaß wie eine Lilie, aus der geheimen Tür. Taumelnd hielt sie sich an dem Rahmen fest. Tas, was sie da eben vernommen hatte, war wirklich mehr, als sie ertragen zu köirnen glaubte. Ihr armer Kopf war _ifyr plötzlich so wirr und schwer, daß sie gar nicht mehr wußte, wo sie sich befand. Es dauerte eine geraume Zeit, bis sie wieder so weit war, sich auf alle Vorgänge besinnen zu können. Richtig! so war es gewesen. Sie hatte für den Herzog das Pergament holen wollen, in dem die Geschichte von Anna Christina ausgezeichnet stand. Ein Flüstern in der Nähe der Geheimtür hatte sie plötzlich erstaunt aufhorchen lassen. Wußte noch jemand um das Versteck? Leise hatte sie die Tür geöffnet. Drinnen war nichts zu sehen, aber das Flüstern war deutlicher geworden. Und als sie durch das Auge der Anna Christina blickte, sah sie Beltlingen und die Gräfin vor sich stehen. Dagmar schauerte zusammen. Wie war es nur möglich, daß Magnus solche Verdächtigungen seiner eigenen Gattin litt. Sic kam sich unsagbar erniedrigt und entwürdigt vor. Und an den Mann war sie nun fürs Leben gekettet! O, über den schmählichen Bankerott ihrer Ehe. Ach daß sie einen Weg wüßte, die bittere Pein zu enden! Aber der Gedanke, wie diesem jammervollen Zustand ein Ende zu machen sei, kam ihr — jetzt — noch nicht. Völlig benommen von der niederschmetternden Entdeckung stieg mehr und mehr das Gefühl der Hilflosigkeit in ihr empor. Sie sah verzweifelt umher. Ach, von den stummen Wänden kam ihr auch keine Antwort, kein Rat. „Wenn der Vater noch lebte!" dachte sie sehnend. Wer sollte ihr beistehen in dieser Not? Fremde Augen in das Elend sehen zu lassen, schien ihr undenkbar. Sie sann hin und her. Ta war niemand, dem sie sich anvertrauen konnte. Ter laute Ton des Gong riß sie plötzlich, aus diesem Sinnen, 434 — Sie erschrak. Ihren Besuch hatte sie völlig, vergessen. Nun zwang die gebieterische Wirklichkeit sie zum Zusammennehnien. Tie Gäste durften es doch nicht merken, wie es in ihr aussah — nein — durften nicht! Was ging das die Fremden an? Sunt zweitenmal ertönte der Gong. Dagmar faltete einen Augenblick ärgerlich die Brauen. Zu dumm, daß sie heute teilt Rot aufgelegt hatte! Nun wurde man ihre Blässe bemerken. Sie eilte hastig die Treppe hinab. Im Speisesaal waren schon alle versammelt. Verlegen entschuldigte sie sich bei der Herzogin, doch die wollte von der angeblichen Unhöflichkeit nichts wissen. „Hausfrauensorgen," meinte sie liebenswürdig. Dann setzte man sich. Aber das Gespräch wollte trotz der erlesenen Speisen nicht recht in Fluß kommen. Veltlingen bemühte sich zwar krampfhaft^ die Herzogin zu unterhalten, aber das spöttische Lächeln Fredines erinnerte ihn immer wieder an das, woran er jetzt durchaus nicht denken wollte. Dagmar hingegen unterhielt sich mit scheinbarer Ruhe. Aufmerksam lauschte sie den Erzählungen des Herzogs, aber ihre Finger^drehten, ohne daß sie sich dessen bewußt war, in nervösem Spiel Brotkügelchen. Uchdorf war der einzigste, der das bemerkte. Mit heimlicher Verwunderung fragte er sich, ob lediglich das Erscheinen des | grauen Hundes das gedrückte Benehmen des Ehepaares veranlasse? Wieder und wieder sah er verstohlen zu Dagmar hin. Und jedesmal sand er ihr Aussehen blasser. Er begriff gar nicht, daß Veltlingen das nicht auffiel. Ihm war es längst klar, daß sie sich auch körperlich elend fühlte, denn von Zeit z» Seit rann, deutlich sichtbar, ein leises Sittern über ihren Leib. i Uchdorf saß wie auf Kohlen. Er litt förmlich mit Dagmar, die ungeheueren Anstrengungen bemerkend, durch die sie fich krampfhaft aufrecht hielt. Mit zitternder Hand führte sie dann und wann das Glas an die Lippen. Wohl schien ihr der Wein dann jedesmal neue Kraft zu verleihen, aber der Rittmeister merkte doch, wie sie aufatmete, als die Tafel zu Ende war. Ausfallend langsam ging sie am Arm des Herzogs aus der ! Tür. Je näher sie jedoch dem Wohnzimmer kam, desto fester wurde ihr Schritt. Der gräßliche Schwindel, der sich vorhin ihrer bemächtigen wollte, schien vorüber zu gehen. Aber sie lehnte sich doch noch vorsichtig an ihren Schreibtisch, während sie dem Herzog die kunstvollen Elfenbeinschnitzereien zeigte, die Magnus ihr auf der Hochzeitsreise geschenkt hatte. Und dann war es auf einmal wieder da, das atemraubende Schwindelgefühl, aber stärker als vorher. Sie hörte die Frage des Herzogs nur wie saus weiter Ferne. Näher und näher kam eine große Wolke auf sie zu. Ein erstickendes Angstgefühl bemächtigte sich ihrer. Sie wollte rufen und konnte es nicht. Und dann hörte sie plötzlich ein furchtbares Sausen und Brausen . . . Mit leisem Aechzen glitt sie zur Seite. Erschrocken sprang Uchdorf hinzu. Er kam grade recht, die Ohnmächtige in seinen Armen aufzufangen. Als Dagmar endlich wieder die Augen ausschlug, sah sie zu ihrer Verwunderung das gutmütige Gesicht der Herzogin über sich gebeugt, die ihr vorsorglich, eine Decke überbreitete. „Liegen bleiben, Kindchen," sprach die hohe Frau mit mütterlicher Zärtlichkeit, „Ihre Jungfer bleibt bei Ihnen. Nein, nein, wir werden uns ganz gut ohne Sie behelfen," wehrte sie freundlich ab, als Dagmar etwas dagegen sagen wollte. „Und wenn Sie sich soweit gekräftigt fühlen, um in Ihr Schlafzimmer gehen zu können, so ziehen Sie sich ruhig ohne feierliche Verbeugung zurück." Sie nickte ihr im Hinansgehen noch einmal freundlich zu. Als Dagmar dann cmdlich im Bett lag, schloß sie erschöpft die Augen. Tas Auskleiden war ihr noch nie so lang geworden wie heute. Sie fühlte sich noch immer so unsagbar matt. Ehe sie sichs versah, kam der barmherzige Schlaf. Und das war gut. . . Tief und traumlos schlief sie die ganze Nacht. Sie merkte iveder das Subettgehen ihres Gatten, noch sein ungewohnt frühes Aufstehen. , Verwundert rieb sie sich die Augen, als Anna gegen neun mit einem leichten Frühstück erschien. „Frau Baronin sollten doch heut vor dem Ankleiden etwas essen," mahnte die Treue besorgt. «>. f^shvrsam löffelte DagMar die Schochlade und ah vÄtche ™ ^6.5U1 Anna ging unterdessen hin und her, die Suchen [ Ium Ankleiden herausnehmend. _ werden Frau Baronin heute zum Diner anziehen? öelbe 'SumtHeib ? Dann müssen aber noch die Perlen herausgelegt werden." Dagmar nickte gleichmütig. Ach, das war ihr so einerlei! Tenn wie durch Saubergewalt standen auf einmal die Vorgänge des gestrigen Abends vor ihrem geistigen Auge. Sie sah hastig nach der Uhr. Schon neun. Immerhin blieb ihr noch genügend Seit zu einer Unterredung mit Magnus, denn mit den Hoheiten wurde erst das Gabelfrühstück gemeinsam eingenommen. Sie sprang eilig auf. „Machen Sie recht schnell, Anna. Frisieren können Sie mich nachher. Jetzt nur die Haare zu einem Knoten drehen." Verwundert gehorchte das Mädchen. In schweigender Hast ging das Ankleiden von statten. Tann schickte Dagmar zu ihrem Gatten, mit der Bitte, sie im Schlafzimmer aufzusuchen. Tort waren sie unbeobachtet und ungestört. Und das wollte und mußte Dagmar sein zu der ernsten Unterredung, die her- betzuführen sie fest entschlossen war. — (Fortsetzung folgt.) De cerevisia Gissensi. (Vom Gießener Bier.) Ihr seligen Kommilitonen der verflossenen Jahrhunderte, wenn ihr jetzt wieder niederstieget zur Lndo- viciana und fändet alles so verändert und verschönt, sagt an: Um was würdet ihr uns am meisten beneiden? O, ich ahne eure Antwort. Wohl sind heute der Wissenschaft stolze Lehrsäle und Anstalten bereitet, wie ihr sie nie gekannt, und leichter und fruchtbringender ist unter der Leitung bewährter und berühmter Lehrer der Zugang zu dem lebendigen Born der freien Forschung geworden: aber wenn ihr an das armselige Dünnbier denkt, mit dem ihr dereinst gezwungen wäret, eure Studien zu befeuchten, so scheint euch das heutige Gießen geradezu das gelobte Land zu sein, da in ihm nicht nur Hof-, Augustiner- und andere Bräue, Pilsener und Kulmbacher fleußt, sondern auch die einheimischen Gambrinusgaben von achtungge-, bietender Güte sind. Ja, sie hatten es schlecht in puncto cerevisiae, unsere akademischen Altvordern. Wohl uns, daß wir Enkel sind! Denn offen gestanden — schon beim oberflächlichen Studium der^ altgießener Bierverhältnisse drängt sich unwillkürlich, aber . zwingend die unheimliche Vermutung auf, daß die Bezeichnung „Dünnbier" noch viel zu gut, zu edel für die Stoffe sei, in denen zu kneipen sich jene gezwungen sahen. Schon in den ersten Jahren der jungen Hochschule hören wir bewegliche Klagen über das miserable Bier. Wiederholt wenden sich die Studenten mit der flehentlichen Bitte um Abhülfe an den Senat, ja an den Landesherrn. Es werden auch Verordnungen erlassen, aber was helfen sie? Serenissimus kann zwar seinen Studenten Exer- zitienmeister aller Art, wie sie sie nur wünschen, verschaffen: aber sein Wort erweist sich ohnmächtig, ihnen auf die Dauer für einen wirklich trinkbaren Tropfen zu annehmbarem Preise zu sorgen. „Darmstädter Verordnungen und Gießener Bier Dauern von morgens bis mittags vier," lautete ein alter Spottvers. Auch der Wein war unter aller Kritik. Aber in der Not frißt der Teufel Fliegen, und so haben sich auch schließlich unsere Musensöhne an das Zeug gewöhnt. Gute Mägen müssen sie freilich gehabt haben. Von Zeit zu Zeit raffen sic sich auf und suchen durch die Obrigkeit eine Besserung der Bierverhältnisse herbeizuführen. Wie es scheint, stets ohne Erfolg. Man kann, ohne sich in eine ermüdende Schilderung der Einzelheiten einzulassen, ruhig behaupten, daß bis zu den ersten Dezennien des 19. Jahrhunderts das Gießener Bier, schlecht, sehr schlecht war. Eine Aenderung trat erst ein, als Balthasar Loos den ersten Felsenkeller erbaute. Denn jetzt konnte das Bier lagern, reifen, mit einem Wort: es gab jetzt Lager-- bier. Balthasar Loos war der Besitzer der berühmten Loosschen Wirtschaft in der Marktstraße (jetzt Schmückers Nachfolger), die aus drei Teilen bestand, dem „Riemen", der „Gabel" und dem „Höfchen". Das „Höschen" (jetzt Lager von Piftors Nächst) diente als Sommerlokal; lokal-, patriotische Schwärmer haben seine intimen Reize sogar über die des Heidelberger Schlosses gestellt. Der 6. Juli 1840 nun war der denkwürdige Tag, an dem Balthasars Felsenkeller eingeweiht wurde. Ganz Gießen war auf den Beinen. Von „'s Loose Heefche" aus bewegte sich zunächst ein Gambrinuszug, an dem sich die vier Korps (Hassia, Starkenburgia, Teutonia, Rhenania) und fast die 435 — Aus der Studentenzeit. Er nnerungen eines alten Gießeners. kFortsetzung.) Cine stete Quelle unfreiwilliger Komik hatten wir an unserem „Stiefelfuchs", der auf der Kneipe bediente und den Leuten die Kleider und Stiefel reinigte. Er war in ganz Gießen bekannt unter dem Namen „L ö w e k o p p" ; int gewöhnlichen Leben hieß er Tensfelder. Er war mit seiner gelben struppigen Mähne und seinem grotesken Gesicht das Urbild aller von Benedix, Mosental und Anderen int Sinne gesetzten Stiefel fü ch s e. „Co u le urd ie n er" gab es damals noch nichts Wenn „Löwekopp" mit Würde verkündigte: „Meine Herrn das Fäßche hat sich geneigt", oder wenn er auf den Stuhl gestellt wurde und eine Rede auf die Germania hielt, so war dies von einer grotesken Kvmik, deren zwerchfellerschütternder Wirkung sich ttiemand entziehen konnte. Beinahe noch komischer war es, wenn Freund E., genannt Toni, zur Abwechslung den „Löwekopp" mit seinem blühenden Unsinn kopierte. Leider war die Zeit der Fidelität nur sehr knapp bemessen. Um Eilf Uhr war Polizeistunde, bald nach deren Eintritt erschien die Polizei und gebot „Feierabend", und wenn es der Erdmann und der Bogel waren, die den Tienst hatten, dann gab es bei ihrer Wiederkehr kein entrinnen. Diese beiden Hüter der öffentlichen Sicherheit machten uns viel zu schaffen, sie waren so schlimm, daß wir die beiden hinteren Seitenkegel, die beim „Kumm sch er en" am Schwersten zu „holen" waren, Erdmann und Bogel nannten. Ihnen verdankten wir auch den damals berühmten Gar- tentüren-Prozeß, in welchen ich nur zufällig persönlich nicht verwickelt war. Einige von unseren Leuten hatten in der Bierlaune eines Nachts, als 7ie nach der Kneipe noch einen Bummel nm die Schoor machten, alle Gartentüren zwischen dem Walltor und dem Neuwegertor ausgehoben und in den Schoor- graben geworfen. Ohne Erdmann und Bogel wäre es nie herausgekommen, daß gerade unseren Leuten diese schreckliche Tat zur Last fiel. Der Gambrinns brachte damals in famoier Silhouette die beiden, wie sie die Täter verfolgen mit dem Zusatz: „Wir heften uns ian ihre Sohlen, das finstere Geschlecht der N a ch t". „ Früher wurden derartige Eingriffe in die Integrität fremden Eigentums vor dem Univerf-tsisgericht rektifiziert, später gab es Polizeistrpfen, die nicht .. streng bemessen waren. Zum erstemnale wurde ein derartiger Studentenstreich kriminell behandelt. . . _ .,, . „ Tie Missetäter kamen vor das Provinzialstrafgericht, das damals im Busch'schen Garten tagte, und da es erschwerende Umstände gab, wie Sachbeschädigung in Bereinigung Mehrerer, fortgesetztes Vergehen, Verstocktheit und Mangel an Reue, so wurde bet Sündenbock zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. „Es rast der See und will sein Opfer haben." Tie übrigen Angeklagten mußten wegen mangelnden Beweyes ^frei- gesprochen werden, und das deshalb, weil der einzig iui|;cnbe Zeuge bei der Verhandlung das Zeugnis rechtmäßig verwei- geirte, da er selbst einer der Mitschuldigen war, die Angeklagten sich selbst nicht zu belasten brauchten und nur der Eine vereinbarungsgemäß zugestand, die Schandtat begangen zu haben. Wir unbeteiligte Berbindungsgenossen faßten die Sache weniger schwer auf wie das Gericht und führten die Missetäter in bereitstehenden Wagen im Triumph diitch die Stadt nach der Kneipe. Tie rächende Nemesis mürb: sich wohl oder übel nut dem einen Opfer haben begnügen müssen, wenn nicht dem Zeugnis^- verweigerer nachträglich der Prozeß gemacht worden wäre. Er kam mit drei Tagen durch. Es war zufällig der Redakteur des Gambrinns und Vater der obenangedenteten Zeichnung und des Witzes über Erdmann und Vogel. Er hat in seinem Leben selbst manchen Missetäter zur Verantwortung gezogen, denn er ist vor einigen Jahren, leider zu früh, als Landgerichtsrat in Marburg gestorben. . , , . Ter Haupt Held des Dramas verbüßte icine Strafe un Karzer; dies Privileg hatte er als Student noch, tragikomisch ist, dsaß derselbe viele Jahre als oberster Polizeibejamter in Gießen fungierte und noch der Vorgesetzte von Erdmiann und Vogel in ihren alten Tagen war. Unter seinem Regime ist 'es mit der Feieriabendstnnde nicht mehr so streng gehalten worden, ohne daß deshalb der Grobeunfugs- paragravh hätte häufiger angewendet werden müssen, wie Iraner. Ich glaube wenigstens die Erfahrung gemacht zu Haven, daß die Sperren Studenten umso unternehmungslustiger mären, je früher sie von der Küeipe auf die Straße kamen. Auch Freund Fr. ist vor wenigen Jahren verstorben. Er ist seiner alten Germania stets treu geblieben. Als wir im ^ahre 18/6 die suspendierte Burschenschaft wieder ms Seben riefen, haben wir alte Sperren bie mit den jungen Leuten äutreffenbe in feinem Bureau beraten und festgesetzt. Es pasiierte uns damals, daß wir in dem alten Gebäude am Kanzleiberg^ in welchem sich Pvlizeiämt, Kreisamt und Stadtgericht befanden, iul Eifer nicht merkten, daß das unbewohnte Gebäude abge* schlossen worden wjar. Wir hätten die Nacht über dort zu- bringen müssen, wenn ich 'nicht zufällig einmal wahrgenommm Hütte, daß das alte gothifche Burgtor am Heidenturm nur durch gesamte sonstige Studentenschaft beteiligten, nach dem neuen Lokal gegenüber Liebigs Laboratorium. Gambrinns (der Rhenane Sackreuter) saß in Hemdsärmeln, Koller und Kanonen rittlings auf einem großen Faß, das aus einem Ochsenivagen lag. Daneben ritt der Starkenburger Diesfen- bach ebenfalls in Hemdsärmeln, und hinter dem Wagen kopierte der Rhenane Kaufe, aus einem Mülleresel reitend, die dicke Wirtin. Oben auf dem Felsenkeller waren schon zahlreiche Ehrengäste, darunter die Professoren Liebig, Balser, v. Löhr, Umpfenbach u. a- anwesend. Als der Zug ankam, hielt der Teutone Knapp eine witzige Bierrede, in der er Balthasar Loos als den Begründer einer neuen Gießener Bier-Aera feierte. Dann kommandierte der Rhenane Schuchard mit dem Sprachrohr des Turmwächters einen Riesensalamander auf Balthasar, bei dem auf Kommando in einer Minute zwei Ohm Bier vertilgt wurden. Eine Aendernng trat aber um jene Zeit auch darin ein, daß der Schoppen Bier statt 2i/2 hinfort 3 Kreuzer kostete. Schon im Jahre 1835 hatte Loos diesen Preisausschlag einführen wollen, hatte aber damit nur erreicht, daß das „Loose Hefche" in Verruf fuhr, und die Studenten, statt zu ihm, zu seinem Konkurrenten Reiber gingen. Erst die Verbesserung des Bieres konnte die Preiserhöhung rechtfertigen. Die anderen Brauer beeilten sich,. Balthasar Loos' Beispiel zu folgen, und besonders an der Hardt wurden viele Lagerkeller eingerichtet. Aber ausreichend war die Bierverforgung unserer Hochschule darum noch lange nicht. Denn mochte das - Lagerbier auch einen unbestreitbaren Fortschritt gegen früher darstellen, so hatte es den einen großen Fehler — es wurde jedes Jahr zu früh all, weil nicht genug davon da war. So mußte man sich denn, da die Zufuhr von auswärts schon wegen der damaligen hohen Transportkosten nur sehr gering fein konnte, stets einen gewissen Teil des Jahres über mit JNngbier behelfen, und das schmeckte durchaus nicht prächtig. Diese Kalamität hat sich, trotzdem neue Brauereien (z. B. die Mienbrauerei) entstanden, bis in die Mitte der siebziger Jahre erhalten. Im Wintersemester 1860/61 hatten wir hier einen regelrechten akademischen Bier st reit. Wie kam das? Während der Herbstferien hatten die gesamten Gießener Bierwirte beschlossen, den Preis für den Schoppen Bier von 3 ans 3i/2 Kreuzer zu erhöhen. Die gesamte Studentenschaft war bei der Rückkehr auf die Hochschule über diese unliebsame Neuerung äußerst erregt. Das wollte man sich nicht gefallen lassen. Der SC. berief deshalb auf den 14. November nachmittags 3 Uhr eine allgemeine Studenten- versammlung in den Leibfchen Saal. Man beschloß, unter keinen Umständen Bier zum Preise von 3i/2 Kreuzer zu trinken. Dagegen sollte alsbald eine Deputation zum Brauer Jhring nach Lich abgeheu, um von ihm die Lieferung des Bieres zum alten Preise an sämtliche student. Korporationen zu erlangen. Diese Beschlüsse wurden von den Studenten selbst durch Zettelanschläge an den Straßen bekannt gemacht. Kaum hatten dies die Gießener Brauer vernommen, so beschlossen sie, ebenfalls eine Abordnung zu Jhring zu schicken, um ihn für ihre Preiserhöhung zu „keilen". Aber die Studenten kamen ihnen zuvor und schlossen mit Jhring tatsächlich den alten Preis ab. Da nun alle Gießener Korporationen nur Jhringsches Bier tranken, so mußten die Gießener Brauer wohl oder übel bald wieder zu dem alten Preise zurückkehren. Als dann Gießen immer mehr Bahnverbindungen erhielt und die auswärtige Konkurrenz durch Errichtung von Filialen allmählich hier festen Fuß faßte, da war für den Biertrinker die frühere alljährlich wiederkehrende Sauregurkenzeit des Biergeuusses glücklich beseitigt. Unsere heimischen Groß- und Klein-Brauereien aber haben sich ihrerseits in edlem Wettbewerb' befleißigt, in Anlage und Betrieb stets aus der Höhe der Zeit zu bleiben, und können mit Recht stolz auf ihre Erzeugnisse fein. Kein Zweifel also: wenn heute der Geist eines zech- frohen Gießener Studenten von ehedem wieder zur alma mater Ludoviciana herniederstiege, er würde, allerdings angesichts der heutigen Preise mit einem bedenklichen Blick auf seinen Geldbeutel, schmunzelnd seufzen: Maxime hnw (pi aqipuaq twsiwm lUfö) iZvastsa ovris-wM crnqiqut um euer Bier.) ' R. 435 e»teit Querbaum von Innen geschlossen war. So entkamen wir glücklich nach dem Botanischen Garten. Wie die Hüter des Gebäudes sich erklärten, daß das Tor andern Tags- offen stand, ist nicht bekannt geworden. Ans 'Himmelfahrt 1853 machten wir einen Ausflug nach Wetzlar. Dort trieben wir natürlich allerlei Unfug, warfen Geld und Gebäck unter die Kinder, sodaß es Kald eine Art Auflauf gab, machten einen Umzug durch die Stadt u. s. w. Im Schützeugvrten etablierten wir eine feine Kneipe, an der die mit nus befreundeten Einjährigen des damals in Wetzlar tzaruisonierenden Jügerbataillons teilnahmen. Es war schon spät, als wir uns auf den Heimweg machten. Es war auch Zeit, denn die Wetzlarer männliche Jugend hatte sich in offenbar feindseliger Absicht um uns versammelt. Wahrscheinlich wäre es auch entsprechend früheren und späteren Vorgängen zu Tätlichkeiten gekommen, wenn die Einjährigen die tatenlustigen Wetzlarer Jünglinge nicht im Zaune gehalten hätten. Auch andere Burschenfahrten in kleiner Gesellschaft wurden unternommen, meist zu Fuß, manchmal aber auch zu Wagen. TieLohukutscherdynastieHuhn war damals noch im Entstehen. Ter Großvater des Inhabers der jetzigen großen Kutscherei besaß schon in den vierziger Jahren ein Chaischen, das sogenannte „Schm alzpfä nn ehe n", mit einem Pferdchen, das er zärtlich liebte. Der Alte mit seinen grünsammeten Kniehosen, -Lstulpstiefeln, roter Weste und grauer Juppe, steht mrr noch in lebhafter Erinnerung aus meiner vorstudentischen Zeit, wie er bei einer Fahrt nach Heibertshausen meine Großmutter über eine Pfütze trug, damit das Pferdchen es nicht zu schwer hatte, den Wagen durch die Pflitze und den Schmutz zu bringen. _ ^ohn war nun das allbekannte Karlchen, sprich „Kaltche H u h n, der eigentlich Heinrich hieß. & hatte sich eine Äwav bessere Chaise angeschafft und zwei Pferde, die wir wegen ihrer Magerketv em Karlche seine Hersch (Hirsche) nannten, die auch als solche tut Gambrtnus verherrlicht worden sind. Das Karlche war unser Leibkuffcher und ist es bis an sein seliges Ende geblieben. Da Ijatte es allerdings zwölf Pferde im Stall und hatte vorher , schon femem «ohn Karl einen schönen Landauer ■ und .das schönste Paar Pferde mitgegeben, als dieser sich selbständig machte. . Äulm pumpte die Fahrten und hatte daher immer Zuspruch. Wsar das Maß , voll, so erschien er früh morgens V, u,sU -oitben, dann hieß es cassa cassa, und wenn der Bruder Studw irgendwie konnte, ließ er das Karlche nicht im Stich. Es war Har, daß ich aus meinen mir väterlicherseits züer- Bannten oO Kreuzer Taschengeld keine Chaisenfahrten und sei es guch nur als vierter Insasse bezahlen konnte. Gefahren mutzte, Mer doch manchmal ioerden und es ivar nicht wunderbar, daß eines Tages das Karlche bei meiner guten Mutter erschien U"d eine nicht unbedeutende Rechnung präsentierte, deren Rich- trgkett ich anerkannte. Sie wurde mit den Worten beglichen: '.'Vcrr Huhn, ,etzt pumpen Sie aber meinem Sohne nicht mehr, ich bezahle nicht noch einmal." Tas Karlche bedankte sich, m der Dnre drehte er sich aber noch einmal herum nnd sagte SL1?";.»d«rtch Ntchpnmpe der boc. ! (Das Karlche stand mit allen Leuten auf Du.) 2ch fürchte, daß trotz der mütterlichen Warnung mir das Karlche noch manche Fahrt gepumpt hat. _ J™, fe?« Bundesbruder und Vetter erzählte mir, daß A^nds nur rascher nach Hanse zu kommen sich einen UwmEi % kutschierte selbst. Ta eine Abendfitzung vorausgegangen war, schlief mein Vetter ein nnd ebenso das Kvrlche auf dem Bock. Die Pferd" gingen sachte von, der Chaussee ab ins Felde Nach längerer Zeit" Vetter^auf 0€te8clt' wachte mein fetter auf und rief „et Karlche wo sind wir denn?" Die sbftwort lautete: Dumm Oos, wo wern nter fei, in kibngetis ein alter Gießener Zärtlichkeits- eme Metzgersftau, die alte Peppler'u ander«^die begrüßte meine kleineren Geschwister nie anders, als mrt dem Wort „lieb Oe ft" । anter?ärlche Huhn barg sich ein behalten $eS6:aIb b«ben wir es auch in gntent Andenken Di- wir übrigens unsere Burschenfahrten zn Fuß. da^ii weitere Umgebung von Gießen bot dazu die beste Veranlassung. (f^rtf folgt.) Bermischtes. umfassende Autialko hol-Ausstellung totro mrt dem V. Deutschen Abstineiiteutage und der 18. Jahres- ersammlung von Deutschlands Großloge II in Flensburg r- M-’-r 30‘ d. I.) verbunden sein. Sie wird in den sämtlichen unteren Sälen des Flensburger Kunstgewerbemuseums | jur Darstellung gelangen und dürfte die umfassendste Veran- I Haltung dieser Art sein, die bisher in Deutschland getroffen ivurde. I Ei» Raum wird nur der Antialkohol-Literatur, nach Wissenschaft- lichen Gesichtspunkten geordnet, gewidmet fein; der Bekämpfung des Alkoholismus durch die Schule wird ebenfalls ein Zimmer für sich dienen, und einige Beispiele aus der Praxis werden zeigen was bereits in der Aufklärung der Jugend geschieht. Nahe an hundert Tafeln und Tabellen und viele der besten Modelle werden die verschiedensten Seiten der Alkoholftage in anschaulichster Weise darstellen und nicht zum letzten wird auch in mehreren Sälen ge= äetgt toerben,, in welch umsichtiger und energischer Weise von den E "Allgemeinen deutschen Zentralverbande zur Bekämpfung des Alkoholismus" vereiiiigten Vereinen zum Wohle unseres gesamten Volkes gegen den Alkoholismus gekämpft wird. Während der -rauer der Ausstellung werden eine Reihe Führungen durch be- tanute Sachverstüiidige geleitet werden. Eine Ausstellung alkoholfreier Getränke findet bei dem Umfange, den diese Industrie ge- nommen hat, int Zusammenhänge mit der oben genannten Aus- Mluna mcht mehr statt. Schon auf dem Abstinententage in Dresden 1905 war man an den Vorstand des „Allgemeinen Deutschen Zentralverbandes zur Bekämpfung des Alkoholismus" Mit der Bitte herangetreten, die damalige Ausstellung zu einer ^danderausstellung zu gestalten. Nachdem sie jetzt zu einer nm- fastenden Uebersicht über das weite Gebiet der Alkoholftage aus- gewachsen ist, wird sie vom September gegen Erstattung der entstehenden Unkosten allen deutschen Städten zur Ver- fligung gestellt,die sie auf einige Zeit zu erhalten wünschen. Nahrere Auskunft erteilt darüber der Leiter der Ausstellung Tr. phil. R. Kraut-Hamburg 29. Deutsche Heimkehr. (Aus der in New-York erscheinenden Hessen-DarmstädtischenZeitung.) Nun rüst' zum letzten Kreuzzug ich; Nun will ich heimwärts fahren; Jn's Herze mir das Heimweh schlich Mit meinen weißen Haaren; Nahm Abschied einst so flink und schnell. Als wüster fahrender Gesell; Das war in jungen Jahren. Wohlan, du rascher Meereswind? Trag' stark mich durch die Wogen; Ihr Segel, schnell! Geschwind, geschwind! Nur heim, nur heim gezogen, Schon knirscht das Kiel im weißen Sand; Grüß Gott, grüß Gott, mein deutscher Strand: Du bleibst mir doch gewogen I Horch, wie die Nordsee grollt ihr Lied, Horch, wie die Tannen rauschen, Horch, wie durch's Feld der Frühling zieht Mit liebem leisen Lauschen: Sah wohl im heißen Sonnenbrand, Mit Halmenschmuck manch' ander Land: Mag doch mit keinem tauschen! Hei, wie int Dust die Linde steht Am Brunnen vor dem Tore, Hei, wie mit ihrem Tüchlem weht Die Lene und die Lore. In roter Glut die Heide blüht: Zum Himmel hoch die Lerche zieht; Gelt, klingt's nicht traut zum Ohre? Da bist btt ja, mein alter Rhein; Bald wird dein Wein gelesen; Dann will im letzten Abendschein Ich einmal noch genesen. Schau', wie uom Berg das Denkmal winktz Horch, wie die deutsche Zunge klingt: Bin recht ein Narr gewesen. Daheim, daheim! O Gott sei Dank! Nun mag's wohl Winter werden; Wie sucht' ich, ach, mein Glück so lang Umsonst an fremden Herden; Und tu' ich einst "die Augen zu, Leb', Heimat, wohl! Ich schlaf' in Ruh' In lieber deutscher Erden. ErgänzimgsräLfel. W. n. d.. R. s. n . u. g. b. ü. K.. t . e. L.n. z. . nd.; W.. n . i. S.. n' .a. öch.. e. g. ü. t, N.h. ,.e .o.n.n.e.be! Rückert. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer. Juli, August; Julia (Juli-tza). Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühi'schen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R, Lange, Gießen.