Mittwoch den 25. Kepiemder ♦f» KM II W WA !W r s n Auf der eigenen Spur. Kriminalroman von Otto Hoeckcr- (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Dev Polizeirat hatte während des laut geführten Gesprächs die Wagentür geöffnet. Wie er nun den Kops in das Wageninnere steckte, fuhr er auch schon hastig zurück. „Das riecht entsetzlich nach Chloroform!" äußerte er. Dabei glitt sein suchender Blick über die Kissen und die den Boden deckende Strohmatte. Auf der Matte lag eilt zerknittertes, schmutzig-weißes Taschentuch. Als der Rat es aufhob, nahm er einen vvm Tuche ausgehenden Chloroformgeruch wahr. Ein flüchtiger Blick ließ ihn die gestickten Initialen erkennen: „A. W." las er. Das Taschentuch entsprach genau dem in der Fracktasche des Toten vor-- gefundenen. Es fühlte sich noch feucht an, als sei eine große Menge Flüssigkeit darüber gegossen worden. Diese mochte indessen auch aus einer Flasche getropft sein, welche unverkorkt, bedeckt von dem Taschentuche, auf der Strohmatte gelegen war. Wie Hansemann die Flasche aushob und die aufgeklebte Etikette las, ging ein behäbiges Lächeln durch seine Züge. Es war eine durchsichtige Glasflasche von der Abt, wie sie in -Apotheken verwendet werden; die Adresse einer solchen fand sich auch auf dem Etikett: „Askanische Apotheke. Ecke König- grätzer und Köthen-Straße." Auch der übrige Inhalt des Etiketts war gedruckt. So ein grinsender Totenschädel, flankiert von den Worten „Vorsicht", „Gift" und „äußerlich"; ferner die Bezeichnung „Chloroform" und der Datumvordrnck. Letzterer war ausgefüllt und wies den 29. Oktober auf. Das war aber der gegenwärtige Tag; folglich konnte die Flasche Chlorosorml erst wenige Stunden zuvor in der.Askanische«! Apotheke verabfolgt worden sein. Prüfend hob der Rat xbie Flasche gegen das Tageslicht. Bis auf wenige Tropfen war sie völlig leer. Ihr geringer Inhalt roch gleichfalls betäubend nach Chloroform! Sorglich wickelte der Rat die Flasche in das ausgefundene Taschentuch und fügte Nuch den kleinen Kvrkpsropfcn bei, welchen Rokohl inzwischen gleichfalls von der Fußmatte anfgelesen hatte. „Das dürfte die bewußte Dummheit sein, welche auch dem schlauesten Halunken unterzulaufen pflegt", bemerkte er sarkastisch, die Fundstücke deut Detektiv Nix zur Aufbewahrung übergebend. Er wendete sich an den Fuhrherrn. „Sie werden das Interesse, welches wir an Ihrer Droschke nehmen, sofort verstehen, erkläre ich Ihnen, daß in verwichener Nacht darin; ein schweres Verbrechen, aller Wahrscheinlichkeit nach sogar ein vorbedachter Mord, begangen wurde", äußerte er, den Fnhr- herrn dabei scharf betrachtend. Dieser stutzte, ersichtlich betroffen; jedoch frei und offen begegnete er dem bis zum Scelengrundc spürenden Blick des Kriminalisten. „Ein Mord?" rief er mit nur mühsam unterdrückter Stimme. „Ja, wie ist! das nur möglich? Wev soll, das getan haben?" „Das eben ist die uns beschäftigende. Frage", gab Hansemann zurück. Nach Ihrer Erklärung ist der Kütscher, welcher die. Droschke gewöhnlich fährt, erkrankt?" „Sehr schwer sogar; er dürfte es überhapt nicht uiehr lange machen, meint der Hausarzt. Der Alte ist nämlich Lungenpfeifer! im letzten Stadium. Ich habe ihn seither auch nur aus Mitleid beschäftigt. Graßuick ist ,ein hoher Siebenziger und für das Fuhr-, geschäft längst nicht mehr tauglich. Er wohnt übrigens im Garteuhause bei mir . . . wenn Sie ihn sehm wollen?" „Nachher", entschied der Rat und wendete sich an Nokohl. „Der von Ihnen heute nacht ungehaltene Kutscher war jung und kräftig?" „Zuverlässig, Herr Rat", bestätigte der Schutzmann. „Bei Nacht ist so 'ne Schätzung freilich imMer schwierig. Ich glaube indessen, der Mann war erst ein Zwanziger, blond und bartlos. Er hatte 'ne hohe, Helle Stimme, und Kräfte wie'n Bür." „Das trifft auf Grasnick nicht zu. Der alte Mann spricht zittrig, dabei kann er kaum mehr auf den Vock klettern", erklärte Eilenburg. „Vielleicht hat er einen Sohn?" Der Fuhrherr verneinte kopfschüttelnd. „Wer mag denn da die Droschke angespannt und gefahren haben?" wollte der Rat wissen. „Sagen Sie mir's nur, dem Bengel will ich helfen!" ereiferte sich der Fuhrherr. „Jedenfalls kann nur eine mit der Oertlichkeit vertraute Person in Betracht kommen." „Zweifellos!" bestätigte der Fuhrherr. Er deutete auf einige Hundehütten, deren Bewohner vorhin bei dem Auftauchen der Beamten scharfen Laut gegeben hatten. Ich halte des Gesindels wegen Bluthunde; die sind äußerst scharf und auf den Mann dressiert. Sie sind zuverlässiger wie menschliche Wächter, dabei auserlesene Hündinnen und darum unbestechlich. Ich habe dieses Geschäft nun schon an die zwanzig Jahre, ohne daß etwas passiert wäre; besonders seitdem cs ruchbar geworden ist, daß di« Hunde vor Jahren einmal einen Futterdieb nächtlicherweile beinahe zerrissen haben." „Das sollte unsereiner wohl bleiben lassen", bestätigte Meinecke, welcher der Unterredung gelauscht hatte. „Das sind ver. . . . Bestien. Ich bin wohl an die 12 Jahre bei Herrn Eisenburg und die Biehcher kennen mich recht gut . . . Tagsüber _ lassen sie sich auch streicheln von mir. Laufen sie dagegen nachts frei herum, möchte ich ihnen nicht unter die Zähne geraten.... höchstens noch der junge Herr dürfte cs wagen, . . . doch der ist ja verreist", schloß er zögernd mit einem erschrockenen Blicke auf seinen Brotherrn. Hansemann entging die dunkle Röte nicht, die plötzlich die stolzen Züge des Fuhrherrn durchflutete. „Der junge Herr?" fragte er stutzig. „Wen Meinen Sie damit?" „Es handelt sich um meinen Sohn aus erster Ehe", erklärte Eilenburg statt' des betreten verstummenden Arbeiters, der unter dem flammenden Zornesblick seines Herrn wie ein geprügelter Hund dastand. „Nun — und?" beharrte der Rat, als auch der andere wieder, verstummte. „Gott, Sie mögen cs hören, meine Schände ist ohnehin offenbar", lautete nun die gepreßte Entgegnung des Fuhrherrn, der •mit völlig verfinstertem Gesicht dastand. „Der Bursche hat über meinen ehrlichen Namen Schande gebracht. Eines Raufhandels wegen wurde er verurteilt und gegenwärtig macht er seine Strafe in Plötzensee ab." Er sprach abgewendet, wie unter großem seelischen Zwange. Es war ihm' anzusehen, wie das demütigende Bekenntnis ihn in seiner Eigenliebe herabsetzte. „Entschuldigen Sie nur, Herr Eilenburg", stotterte Meinecke unterwürfig. „Es ist mir so hcrausgefahren. Ich dachte mir Nichts Schlimmes dabei." Doch seine begütigenden Worte gossen nur Oel inS Feuer. „Scheren Sie sich an Ihre Arbeit!" unterbrach ibn der Fuhr- Herr aufgebracht. Im selben Augenblick wandte er sich schon brüsk an den Rat. „Ich habe alle Hande voll zu tuir. Haben Sie lwch eine Frage an mich?" „Allerdings", meinte Hansemann überrascht. „Ich deutete Ihnen bereits an, daß in dem Wagen hier heute Nacht ein Verbrechen verübt wurde. Das Opfer liegt int Leichenschauhause und harrt der Identifizierung. Wir haben begreiflicherweise hohes Interesse an der Feststellung, wer diese Droschke unbefugt benutzt und bei der polizeilichen Feststellung sich fälschlich für den Fuhrherrn Gottlieb Knaie ausgegeben hat." Mittlerweile hatte Hansemann den im Wagen ausgehängten Tarif näher betrachtet. Nun wendete er sich mißbilligend an Ro- kohl. „Das hätten Sie übrigens auch schon heute nacht wahr- nehmen können. Hier steht deutlich: In Firma Gottlieb Knake und darunter in kleinerer Druckschrift der Name des jetzigen Firmeninhabers Richard Eilenburg." „Es war dunkel, Herr Rat, und dann kam die Geschichte mit dem Trunkenen dazwischen —" „Schon gut", schnitt Hansemann die Rechtfertigung des Verlegenen ab. „Jedenfalls verursacht uns Ihre Unaufmerksamkeit eine Menge Scherereien. Bis auf weiteres muß der Wagen zu unserer Verfügung stehen", erläuterte er hem Fuhrherrn. „Zu seiner Bewachung werde ich hier den Schutzmann zurücklassen. Im übrigen hätte ich noch einige Worte mit Ihnen zu sprechen. Das geschieht wohl am besten nicht hier auf dem Hofe." „Ich 'bat die Herren vorhin schon, mit nach meinem Kontor zu kämmen", meinte Eilenburg achselzuckend. „Was gafft Ihr hie müßig .... marsch, an die Arbeit!" herrschte er das lauschende Personal an, das unter seinen Worten schleunigst auseiri- anderstob. Erhobenen Hauptes schritt er, gefolgt von den Beamten, dem Gartenhause zu. 5. Kapitel. Das Kontor lag im Erdgeschoß. Einige Stufen führten zu einer 'Glastür, durch welche man direkt in ein geräumiges nüchtern ausgestattetes Geschäftszimmer trat. An den Wänden befanden sich Tarife und Lohnkarten; dazwischen Schränke und Revosi- torien. Zwischen beiden Fenstern stand ein Doppelpult, an welchem mit dem Rücken nach der Eingangstür eine schwarzgekleidete, jugendlich schlanke Brünette über ein dickleibiges Hauptbuch gebeugt saß und eifrig schrieb. „Verzeihe die Störung, Marie, doch hier sind einige Herren von der Polizei, welche in einer Untersuchungssache Auskunft wünschen", sagte der Fuhrherr gleich beim Eintreten; sich an die Schreibende wendend. Dann kehrte er sich zu den ihm auf dem Fuße Folgenden. „Meine Frau, zugleich meine rechte Hand im Geschäft", stellte er mit ersichtlichem Stolz vor. Der Rat glaubte ein flüchtiges Zusammenzucken der jungen Frau wahrzunehmen; als sie ihm indessen im nächsten Augenblick das Gesicht zuwendetete, blickte er in ein gleichgültig kühles Frauengesicht von regelmäßiger Schönheit. Um die feinen Lippen der Ansatz eines konventionellen Lächelns; die klugen grauen Augen dagegen ernst und mit fragendem Ausdruck auf die Beamten gerichtet. Doch im gleichen Moment veränderte sich der Mienenausdruck der jungen Frau auch schon wieder. Ein leichtes Rot durch- .huschte die bleichen Wangen und in ihren.an Schwermut gemahnenden Blick trat ein warmer Schimmer. Verbindlich erhob sie sich und schaute erwartungsvoll den Rat an'. Dessen Mienenspiel wies nicht weniger Ueberraschung auf. Erst hatte er mit zweifelndem Ausdruck die junge Fran angeschaut, nun aber schritt er auch schon mit herzlich aufgehellten Zügen, weit die Arme ausgestreckt, auf sie zu. „Das nenne ich eine wirkliche freudige Ueberraschung !" meinte er jovial, immer wieder die ihm zögernd überlassene Rechte der jungen Frau schüttelnd. „Fräulein Marie, sind Sie es denn Wirklich? . . . pder Frau Marie, muß ich jetzt Wohl sagen. So hat meine Hermine also doch mit ihrer Behauptung Recht behalten, Sie müßten noch hier in Berlin sein und sie habe Sie schon wiederholt aus der Entfernung gesehen, ohne Sie indessen ansprechen zu können !" „Ich bin schon seit zwei Jahren wieder in Berlin", berichtete die junge Frau, immer noch ein schwaches Rot in den ernsten Zügen, „Mutter konnte Vaters Heimgang nicht lange überleben — da stand ich ganz allein." „Die lieben Eltern sind tot — beide tot?" rief der Rat iN ehrlicher Betroffenheit. „Mein Himmel, wie schrecklich . . . aber warum gaben Sie kein Lebenszeichen von sich?" setzte er vorwurfsvoll hinzu. Eifrig wendete er sich an den mit verständnisloser Miene danebenstehenden Fuhrherrn. „Sie müssen nämlich wissen, Ihre liebe Frau ist die beste Freundin meiner Tochter. Durch lange Jahre lebten wir mit den Eltern Tür an Tür . . . liebe, prächtige Leute. Ein Jammer, daß sie so früh haben! heimgehen müssen! Die beiden Mädels waren unzertrennlich. Sogar ins Lette-Jnstitut gingen sie gemeinschaftlich und machten dort dieselben Kurse durch. Ich darf wohl sagen, das junge Frauchen hier war uns wie ein anderes Töchterchen . . . daßl meine gute Frau gleichfalls heimgegangen ist, wissen Sie wohl auch nicht?" unterbrach er sich fragend, während seine Mienen sich umdüstertcn. (Fortsetzung folgt.) Die Erobcrrmg des LrrftmssreS. Auf dem 79. Deutschen Naturforscher- und Aerztetag zu Dresden sprach der Straßburger Gelehrte Prof. Hevgesell über die Eroberung des Luftmeeres. Ein eigentlicher Fortschritt in der Luftschiffahrt war erst am Ende des vorigen Jahrhunderts zu konstatieren. Die Physik der Atmosphäre war in eine gewisse Stagnation getreten, da die Beobachtungen der Erdoberfläche nicht hinreichend erschienen, um die komplizierten Gesetze der atmosphärischen Maschine zu erforschen. Aus diesem Grunde macht, sich an verschiedenen Stellen das Bestreben geltend, nicht nur in der Tiefe, an der Grenze zwischen dem Gestein und dem gasförmigen Elemente, sondern auch in größeren Höhen physikalische und meteorologische Beobachtungen zu machen. Zahlreiche wissenschaftliche Luftschiffervereine wurden gegründet. Man ging bald daran, durch gleichzeitige Aufstiege zu experimentieren und gründete die internationale Kommission für wissenschaftliche Luftschiffahrt, deren Vorsitzender der Vortragende ist. Bon vielen Stellen Europas steigen seither nicht nur regelmäßig Drachen, sondern auch bemannte und unbemannte Ballons mit Registrierinstrumenten empor. Noch immer war aber die räumliche Ausdehnung der Aufstiege verhältnismäßig klein. Die Hauptanfstiege fanden in Europa und Amerika statt, während die weiten Flächen zwischen den Kontinenten, die Meere, so gut wie unerforscht blieben. Es erwies sich nötig, auch auf dem Meere mit Hilfe von Drachen und Ballons die Atmosphäre zn erforschen, wofür die Schiffe von großer Bequemlichkeit waren, da man durch die Bewegung des Schiffes die Windverhältnisse leicht regulieren kann. Die ersten Aufstiege auf dem Wasser wurden vom Redner 1890 auf dem Bodensee und später von dem Amerikaner Rotzh auf dem Atlantischen Ozean vorgenommen. Erst als es dem Redner gelang, den Fürsten von Monaco für diese Idee zu interessieren, wurde eine systematische Ausbildung dieses Zweiges der Luftschiffahrt erzielt. Zunächst wurde die Passatregion im Atlantischen Ozean erforscht. In zwei Expeditionen wurde die Atmosphäre in niedrigen Breiten (bis etwa 29 Grad) dnrch Drachen- und später auch durch Freiballon-Aufstiege bis zu einer Höhe von 10000 Meter erforscht. Dem Vortragenden gelang cs, ebenso wie über dem Kontinent kleine Registrierballons in kolossale Höhen empor,;»senden und — was die Hauptsache ist — wiederzufinden. Zahlreiche weitere Expeditionen (Teisseran de Bort, die Expeditionen der Schiffe Planet und Möwe auf Befehl des Kaisers risw.) folgten der des Fürsten von Monaco. Die Internationale Kommission für wissenschaftliche Lnft- schiffahrt in Mailand im Jahre 1903 beschloß nun die gleichzeitige Erforschung der nördlichen Hemisphäre .durch besondere Expeditionen über dem Lande und dem Meere im folgenden Jahre zu versuchen. Ende Juli dieses Jahres wurden 30 Expeditionen ausgerüstet, um teils auf dem Laude, teils ans dem Ozean die Forschungsinstrumente emporzusendcn. Hoch im Norden (etwa unter dem 80. Breitengrad) war Redner mit dem Fürsten von Monaco tätig; weiter im Süden (in der Nähe von Island) das deutsche Vermessungsschiff Möwe; noch, weiter südlich eine deutsche Privatexpedition unter Führung des Hauptmanns a. D. Hildebrandt; in der Nähe der Azoren befand sich ein Kreuzer der französischen Marine; nördlich vom Aequator befand sich das Ex- peditionsschisf des Herrn Teisseran de Bort; fern'er machte die italienische Flotte auf dem Mittelländischen Meer, die russische auf der Ostsee und dem Schwarzen Meer Aufstiege. Landaufstiege wurden, abgesehen von dest europäischen Aufstiegsstationen, in Sibirien, Amerika usw. gemacht. Alle diese Expeditionen waren mit mehr oder weniger Glück tätig, um die meteorologischen Verhältnisse um den ganzen Pol herum gleichzeitig mit großer Ge- nauigkeit zu bestimmen, wodurch wir zum erstenmale ein synoptisches Simultanbild der meteorologischen Vorgänge der Atmosphäre bis zu großen Höhen rings nm den Nordpol erlangt haben. Die Wissenschaft beherrscht also bereits durch ihre Beobachtungs- instrumente die Atmosphäre bis zu großen Höhen, sodaß auch in diesem Sinne von einer Eroberung gesprochen werden kann. Mit Ballons erreichten die Forscher Prof. Berson und Siiring 10 800 Meter, ein Straßburger Registrierballon stieg zu der gelvaltigen Höhe von 25800 Meter, während mit gefesselten Drachen die immerhin respektable Höhe von 6000 Meter erreicht wurde. Alle Bestrebungen konzentrierten sich nunmehr darauf, die Atmosphäre auch dem menschlichen Verkehre zu gewinnen. Während der Kugelballon schon 100 Jahre alt ist, wurde erst in den letzten Jahren eine intensive Tätigkeit entfaltet, um ein lenkbares Luftschiff zu konstruieren. Im wesentlichen muß man hierbei zwischen denr starren und nichtstarren System unterscheiden. Das erstere wird durch bett Grasen Zeppelin, das nichtstarre System durch P a r s c v a l und Lebaudy vertreten. Es ist ein großer Fehler, behaupten zu wollen, das; das eine System richtig und das andere falsch ist. Alle diese Systeme führen zum Ziele, oder Haben schon zu demselben geführt. Es gibt lenkbare nichtstarre und lenkbare starre Ballons. Die Erfolge von Parseval, Zeppelin und Lebaudy sind bekannt. Alle diese Ballons sind lenkbar, stabil und imstande, eine gewisse Zeit in der Lnft zu bleiben und haben große Geschwindigkeiten erzielt, wenn auch das eine oder das andere System natürlich den Vorrang behauptet. Die Frage, ein lenkbares Luftschisf zu bauen, ist schon seit mehreren Jahren gelöst. Eine andere Frage ist cs, ob die existierenden lenkbaren Lustschiffe schon alle Forderungen erfüllen, die man stellen muß, wenn das lenkbare Luftschisf wesentlich praktischen oder anderen speziellen Zwecken dienen soll. Da sind allerdings die Leistungen sehr verschieden. Die wichtigste Frage, die der Stabilität des Ballon- körpers während der Fahrt, ist wohl für alle Systeme gleichmäßig gelöst ; alle Systeme versehen ihre langgestreckten Flugkörper nach den Vorschlägen des französischen Obersten Renard mit sogenannten Stabilitätsflächen, die am hinteren Teile des Luftschiffes angebracht sind. Am besten eignet sich hierfür das starre System. Die wichtige Frage der Erhaltung der Form der Luftschiffe ist nur mit besonderen Mitteln bei den nichtstarren Flugschiffen zu erzielen; insgemein wird dies Nach dem Vorgang von Dupuy de Lome durch Ballonetts erzielt (im Innern des Ballons enthaltene kleine Luftsäcke, die vou außen durch einen Ventilator stets mit Luft gefüllt werden und so durch den Jnnendruck das Flugschiff straff erhalten). Direkt gelöst ist diese Frage bei dem starren System, welches durch sein äußeres Gerippe die starre Form verbürgt und keines Hilfsmittels bedarf. Was die Frage der Motoren und Propeller betrifft, so befinden sich diese bei den meisten nichtstarren Ballons an der Gondel, also unterhalb des eigentlichen mit Gas gefüllten Tragkörpers. Diese Anbringung der Propeller ist sehr ungünstig, da sie nicht im Mittelpunkte des Luftwiderstandes liegt und so eine unruhige Bewegung des Ballons, ein Stampfen veranlaßt wird. Das starre System dagegen gestattet ein festes Verbinden der Gondel mit dem starren Flugkörper und auch einen festen Uebertragungsmechanismus der Motorbewegung auf die Propeller- bewegung und das Anbringen der Propeller dort, wo sie am wirksamsten sind, am eigentlichen Tragkörper, in der Richtungshöhe des Truckmittelpunktes. Das nichtstarre System hat vor dem starren nur den Vorzug, daß man damit kleinere Flugschiffe bauen kann; das starre System erfordert stets das Ueberschreiten eines gewissen Größcst- nlinimums. Graf Zeppelin arbeitete sofort mit einem verhältnismäßig großen Flugschiffe; während das Parsevalsche Flugschiff noch eine Länge von 30 Meter besitzt, ist das Zeppelinsche über 100 Meter lang. Soll aber ein möglichst leistungsfähiges Luftschiff hergestellt werden, das wirklich die Luft beherrscht, so muß gesagt werden, daß kleine Luftschiffe (mit 1000 bis 2000 Kubikmeter Gasinhalt) niemals mehr als einige Stunden werden in der Lnft bleiben können. Die Versuche der französischen Militärluftschifser sind in dieser Beziehung beweiskräftig. Auch das Lebaudysche Schiff wird bald an Größe das Zeppelinsche erreicht haben. Tie Vergrößerung der Luftschiffe hängt auf das innigste mit dem Bestreben zusammen, möglichst große Geschwindigkeiten und möglichst lange Fahrtdauer durch große Aktionsradien zu erzielen. Ein Luftschiffsystem, welches eine solche Größe besitzt, daß es mehrere Motoren mitführen tarnt1, wird nicht nur die größere Geschwindigkeit, sondert: auch die größere Betriebssicherheit habest. Das Versagen eines Motors, welches ein kleineres Luftschiff direkt steuerlos und betriebsuufähig macht, ist in diesem Falle von keiner großen Bedeutung, da der andere Motor genügt, um das Luftschiff lenkbar zu halten und den anderen Motor zu reparieren. Vor allem aber gewähren der doppelte Motor und der größere Gasinhalt die Gewähr eines großen Aktionsradius. Das Par-, sevalsche und das Lebaudysche Luftschiff werden kaum eitrc größere Fahrtdauer alszehn Stunde st besitzen, während das Zeppelinsche me hr er e Tage in! der Luft feilt kann und dadurch Entfernuugen von 2000 bis 3000 Kilometer mit der größten Leichtigkeit beherrscht. Der Redner ist aus diesen Gründen ein Anhänger des starren Systems, ohne jedoch dem Bau von kleineren Luftschiffen, welche mehr dem Sport oder anderen speziellen Zweckest dienen sollen, entgegenzutreten. Der Vortragende schloß mit folgenden Worten: Die Eroberung der Atmosphäre ist eigentlich schon im 20. Jahrhundert erfolgt. Wir beherrschen mit unseren wissenschaftlichen Instrumenten die Atmosphäre bis zu den größten Höhen; wir haben auch bereits lenkbare Luftschiffe, die durchaus imstande sind, diese Höhen zu durchkreuzen. Das neue Gebiet ist tatsächlich bereits erobert; nur befinden wir uns noch in demselben Zustande, wie Pioniere in einem teilweise noch unbekannten Lande. Es wird noch vieler Versuche und vieler Studien bedürfen, damit tvir die neue Heintat, die uns in vielen Teilen noch fremd ist/ ebenfalls so gnt und so genau kennen lernen, wie das alte Land: die alte Mutter Ende. Die DreschMafchmen des AlLertmus. Kulturgeschichtliche Skizze von C. I. Stahl. Die Dreschmaschine ist ein für die Landwirtschaft der Neuzeit so wichtiger Faktor geworden, daß man ohne sie im Hinblick auf die gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse eine geregelte Ackerwirtschaft geradezu in Frage stellen müßte. Hätte man keine Dreschmaschinen, so würde in vielen Gegendest der ganze landwirt-i schaftliche Betrieb ins Stocken geraten. Bor wenig mehr als einem Jahrhundert aber wußte man von Dreschmaschinen so gut wie nichts, sämtliches Getreide mußte in der Weise, wie es noch hin und wieder bei kleinen Landwirten in weltfernen Gegenden, wie z. B. in den Bergorten des Westerwaldes, in den Gegenden zwischen Dillenburg und Biedenkopp vorkommt, mit dem Flegel auf der Tenne ausgedroschen werden und der Taktschlag der Drescher, der tagtäglich von frühester Morgenstunde bis zum Anbruch der Dunkelheit ertönte, gab dest Landwirtschaft treibenden Gegenden in der Zeit vom Schlüsse der Ernte bis zum Frühlingsanfang ein besonderes Gepräge. DaS von der Hand bewerkstelligte Trennen der Früchte voM Halm ist schon so alt wie das Menschengeschlecht, doch hat man schon in den allerfrühesteu Zeiten versucht, die mühsame und zeitraubende Arbeit durch mechanische Vorrichtungen oder rascher zum Ziele führende Verfahren zu fordern und so konnte es nicht ansbleiben, daß man schon vor Jahrtausenden Dreschmaschinen kannte, deren Konstruktion allerdings mit der der heutigen nicht die etttfcrttteste Aehnlichkcit hat. ,, , , Das älteste Verfahren des Dreschens bestand wohl bann, daß man das Getreide büschelweise nahm und es mit Sille eures Knüttels ans einer Unterlage von Holz oder totem bearbeitete. Spater breitete man cs in größeren Schichten auf dem Boden aus und bearbeitete cs mit Ruten und langen Stockest und aus der Kombination der Rute oder des Stockes mit dem ursprünglichen Knüttel entstattd der Flegel, der sich bis in unsere Zeit htnetst ci’Ijielt Aber in größeren landwirtschaftlichen Betrieben genügte vin- fach die Tätigkeit des Dreschflegels nicht; man samt schon int frühesten Altertum darauf, die Drescharbeit zu beschleumgett und kam zunächst darauf, sie auf Tiere zu übertragen, so daß diese! das Getreide austrateii. Schon zur Zut Israels wurden dazu Ochsen verwandt, die Römer bedicitten sich der Pferde,uno Vvst Ochsen sowohl als Pferden wurde in Deutschland noch bis unter die Mitte des vergangenen Jahrhunderts herein in größeren land- wirtschaftlicheu Betrieben das Getreide ausgetreten. Mit dem Zeitpunkte aber, ttt dem man Tiere .zur Drescharbeit verwendete, tau elften auch mechanische Vorrichtungen hierzu die Dreschmaschincu des Altertums, auf,,, die sog- Dreschwalzen, die wir bei Aegyptern, Karthagern und Romern tn spater teilweise! veränderter Form finden. Die Dreschwalze oder der Dresch- f(Mitten war also der Vorläufer unserer heutigen Dreschmaschine schon im alten Orient, in Griechetiland, Rom, — doch Nicht bet den Germanen und zwar itt einer seiner gebräuchlichen Formen in einer nicht zu verkennenden Uebereinstimmuna mit dem toystem 568 unserer Stistendreschmaschine, wenigstens der Häuptidee nach., Der Hauptteil dieser alten Dreschmaschinen bestand nämlich in einer mit einer großen Anzahl von Feuersteinsplittern besetzten Walze oder einem starken Brette, die über das in dünner Schicht auf einer dazu vorbereiteten Bvdenslüche eusgebreitete Getreide gezogen wurden und durch ^Reibung die Körner aus der Aehre entfernten. Auf dem Dreschschlitten saß der Lenker der Zugtiere, nach Bedarf wurde ersterer noch mit Steinen beschwert. In Schottland hat sich der Dreschschlitten bis weit in die Neuzeit hinein erhalten. Er wurde dort von den Bauern nach einem eigenen Verfahren selbst angefertigt in der Weise, daß man em geeignetes Stück Holz eine gewisse Zeit lang bis es aufgeqnollen tvar, ins Wasser legte, dann die Steinsplittcr in das weiche Holz cintricb und dieses wieder an der Sonne trocknete, bis es, zusammengeschrumpft, die eingeschlagenen Stifte mit unübertrefflicher Zähigkeit festhielt. Neuere Untersuchungen wollen den Dreschschlitten sogar schon der vorgeschichtlichen Menschheit zuweisen. Buruoulf ist nach g enauer Untersuchung, zu dem Resultat gekommen, daß die griechische Halonistra (Dreschschlitten) schon im vorgeschichtlichen Hellas bekannt gewesen sei; auch die römische Trachea, analog der Halonistra ist jedenfalls nur eine Nachbildung der letzteren, die ihren Ursprung im alten Orient hatte. Die Römer benutzten neben der Trachea ein schon mehr vervollkommnetes Instrument, das sie von den Karthagern übernommen hatten, das plostellnm punicum, eine Dreschwalze, die man heute noch in Italien kennt. Mit dieser wird nicht nur das Getreide aus den Achren entfernt, sondern gleichzeitig auch das Stroh zu Häcksel zerkleinert. In Deutschland hat dieses Gerät Eingang nicht gefunden, wahrscheinlich weil cs den Zwecken unseres Landstrichs nicht entsprach; denn der Germane nützte von jeher das Stroh in anderer Weise als die Bewohner der südlichen Länder, hauptsächlich als Streu und Lager und besonders auch zur Bedachung der Wohnstätten und Gebäulichkeiten. Hierzu hätte ihm das zermalmte Stroh nicht dienen können. Versuche, Dreschmaschinen anzufcrtigcn, wurden des öfteren schon im Mittelalter gemacht, doch ohne Erfolg. Erst im 17. Jah-r- hudert war es einem Mühlenbauer gelungen, eine solche zu konstruieren, die das Dreschen in gleicher Weise besorgte, wie dies mittelst des Flegels geschah. Die Grundidee dieser Maschine war die, daß ein von der Hand, bezw. mit Hilfe einer Hebelvorrichtung verschiebbarer Dreschboden, auf dein das Getreide ausgebreitet war, unter einer mittelst Wasserkraft betriebenen Walze hin und he.rgeschoben wurde und eine Anzahl an dec Walze angebrachten Flegel mit ganz kurzem Stiel, die mit der Walze kreisten, das Getreide schlugen, ebenso wie es auch der Flegel in des Dreschers Hand tut. Erfolge wurden aber mit dieser Maschine nicht erzielt, sie kam also sehr bald wieder außer Gebrauch. Auch die int 18. Jahrhundert in England zahlreich gemachten Versuche zur Konstruktion einer Dreschmaschine blübcu ohite Erfolg, bis 1785 der Schotte A. Meikle in Tyrringham ein brauchbares Modell einer solchen zustande brachte, die schließlich in unserer heutigen Schlagleistendreschmaschine als verbesserte Form itoch besieht. Welch ein Unterschied ist aber zwischen unserer heutigen Dampfdreschmaschine und ihrer vorgeschichtlichen Vorläuferin! Welches Zeitraumes bedurfte es aber auch, bis die Menschheit endlich dazu kam, ein Hilsswerkzeug zu erfinden, das, wie der Augenschein in den stets gemachten Versuchen lehrt, scholl vor Jahrtcnchende«. der ganzen Menschheit ein Bedürfnis kvar. VSL'MZ?chSSS. * Graf Zeppelin wird im Laufe des nächsten Monats mit dem Bau eines neuen Ballons beginnen, der sein jetziges Luftschiff noch an Größe übertreffen wird. Die einzelnen Teile des neuen Fahrzeuges sind bei Manzell (Württemberg) aufgestapelt. Die Probefahrten mit dem neuen Luftschiff werden voraussichtlich Ende September beginnen. An Neuheiten zeigt es außer Veränderungen des Steuers auch Anwendung eines Scheinwerfers und die Einrichtung einer Telefunken-Station. Wie es heißt, besteht die Absicht, die Probefahrt, an der etwa 10 Personen teilnehmen werden, bei günstiger Witterung von Friedrichshafen bis nach Stuttgart und zurück auszudehnen. * DieHochzeit derHundertjährigen. Aus' New- York wird berichtet: Endlich hat John Bürden seine Jugendgeliebte Miß Rose Mc Guire als Gattin heimgeführt. Es war wohl auch Zeit, denn John ist heute 101 Jahre alt und seine Braut steht hart vor ihrem Zentenarsgeburtstag. Vor 80 Jahren haben die beiden sich kennen und lieben gelernt und sich verlobt; aber der Widerspruch von Roses Eltern vereitelte ihre Lrebespläne und die Braut wurde von den unerbittlichen Eltern "ach England geschickt, um John zu vergessen. Der schnürte sein Bündel und zog verbittert westwärts; es war zur Zeit der großen kalifornischen Goldfunde, und das Glück, das ihn in Redaktion: $. Wittko. der Liebe betrogen hatte, war ihm wenigstens in Bezug auf seinen Geldbeutel günstig, denn als reicher Mann kehrte er nach Tennessee zurück. Vor kurzem gab er ein großes Fest, das auch in den Zeitungen besprochen wurde; die Notiz ging-in englische Blätter über, und so kam es, daß John eines schönen Frühlingsmorgens einen Brief ans Ettgland bekam: „Sind Sie derselbe John Bürden, der vor langer Zeit in Nashville lebte?" Seine treue Rose war es, die ihm schrieb; 99 Jahre zählte sie nun,. und ihrer Liebe treu war sie unvermählt geblieben. Eilends erneuerte John seine Werbung von dazumal, Rose nahm sie an, und in Nashville hat. nun endlich die feierliche Vermählung stattgesunden. Eine große Menge hatte sich versammelt, um dem festlichen Akte beizuwohnen, und auf derselben Stätte, da einst die Liebenden als jugendfrohe Menschenkinder sich heimlich trafen, um zärtliche Worte zu tauschen, war das Zelt aufgeschlagen, in dem der Geistliche nun den Bund segnen konnte, den sie einst nicht schließen durften. Der brave John scheint übrigens sich seiner Leidenschaft zu Miß Rose nicht ganz sicher gewesen zu sein, wie sie ihrer Liebe ztt ihm, denn itt den 80 Jahren der Zwischenzeit ist er zweimal in den heiligen Ehebund getreten, und zweimal wurde er Witwer. John, der 101jährige, zählt übrigens keitteswegs zu jenen Reklamegreisen, mit denen in Amerika allerlei geschäftssüchtige Fabrikanten für ihre patentierten Nahrungspräparate Stimmung machen, unb, auch die Abstinenzler können den rüstigen Greis nicht für sich in Anspruch nehmen. Denn mit Stolz beruft er sich darauf, daß er seit seinem 17. Lebensjahre dem Rauchen nicht entsagt habe, und auch „ein Tröpfchen Bier beim Mittagessen" ist ihm zeitlebens nie zuwider gewesen. So jung fühlen sich die „jungen" Gatten, „als ob sie Fünfziger wären", und freudig hoffeit sie, noch viele Jahre lang das spät, aber endlich doch gekommene Glück froh und gesund genießen zu können. Goldene Worte. Stündlich sehe ich, daß man sich ans diesem Strome _ des Lebens ans Ufer retten, drinnen mit allen Kräften arbeiten/ oder ersaufen muß. Goethe an Frau von Stein. Man muß so leben, als kömtte jedermann sehen, was in unserer Seele vorgeht. Seneca. Frage nicht, was and're machen: Acht auf deine eig’nctt Sachen, Neimck, Verbitt're dir das junge Leben nicht. Verschmähe, was dir Gott gegeben nicht! Badenstedt.; Ureisrätsel. Heute dielen wir unseren Lesern wiederum ein Preisrätsel dar und setzen dafür folgende drei Preise aus: 1. Ein vorzügliches Porträt Seiner König!. Hoheit des Groß Herzogs in vornehmer Rahmung. Das wild kann tn der Expedition des Gieß. Anz. besichtigt werden. 2. Schillers Werke in vierLexikon-Oktavbänden elegant gebunden, reich illustriert. 3. Dos Buch vom gesunden und kranken H a N ö t i c r. Leichlvcrständlicher Ratgeber , Pstrdc, Rinder, Schafe, Schweine. Hunde und Geflügel zu schützen und zu heilen. Aus der Praxis für die Praxis bearbeitet von Prob Tr. L. Steuert. 4. neu bearb. Auflage mit 357 Abbildungen und einem Anhang über Viehkauf und -Verkant, Pflege der AntzstellungStierc, Vieh- transport und -Versicherung. Berlin, Paul Parey, 1907. Tas Rätsel lautet: Tas Erste gibt die Menschenwürde, Wem kühn cS in der Seele wohnt; Doch wers entbehrt, trägt eine Bürde Und kein Erfolg fein Streben lohnt. Das Zweite ist von edlem Klange, Ein Wort, das jeder lobt und preist; Es klinget in des Volks Gesänge Und stärket Körper Dir und Geist. Tas Dritte, niemand möcht' cs missen. Es ist der schönste Aufenthalt; Es ist ein fanites Ruhekissen Selbst in der ärmlichsten Gestalt. Das Ganze öffnet seine Pforte Im Land der Hessen an dem Rhein; Du hast's, wenn die gegebnen Worte Tu fügst zu lieblichem Verein. A. A m m a n n. Lösungen werden bis ginn 9. Oktober entgegengenommen. Sw sind zu adressieren „An die Redaktion der Gießener F a m i l i e n b l ä t t c r." Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer! Liebe macht blind. ,________ - . . - - .....- ,, X.X...L .»i-iiri .ii , ..rin. II ------- _a-_ Rotationsdruck und, Verlag h,sr..B r ü h l5!cbe«. Universttäts-Buckst und. Steindruckerei. N, Lange, Großen..