Wsrrkag den 23. Aezemö? ^PMLS M« SB ^WWW^WÄ iB’Motpk^w rrtWUiiHtf wjöSjj^wä ^wMmUHIi&rnW'>xS M M Weilmachtsmärchen, Von Kur d Laß Witz. Nachdruck verboten. < Schluß.) Die Schritte des Mannes waren längst verklungen, und noch immer schwieg die Tanne. Denn sie dachte nach, und das ging nicht so schnell. Endlich aber sagte sie zum Rauhreif: „Ich habe doch recht. Du meintest, der einsame Mensch könne dieses Fest nicht feiern. Dieser Mensch aber ist einsam, und er feiert es doch. Er richtete den Baum auf in seinem Herzen, und er ging davon wie ein Festesfroher, denn er traute auf die Verheißung des Sterns." „Und ich habe doch auch recht," antwortete der Rauh- reif milde und setzte Kristall an Kristall auf den dunkeln Tannennadeln. „Jener Mann war eben nicht einsam. Das gerade ist die Verheißung dieser Nacht, daß der Mensch nicht verlassen ist. Du darfst nur das. Zusammensein nicht so ängstlich deuten wie das Beieinanderstehen der Bäume im Walde. Die Menschen haben noch ein andres Zusammen als durch den Raum und durch die Wirkung des Natnr- gesetzes. Einsam ist nur der, der ohne Menschenliebe ist, ob das nun die Liebe des Dichters sei, oder die Liebe von Eltern und Kind, oder von Freunden, oder zu irgend der Geringsten einem, dem das Wunder des Menschenseins gegeben ist. Solch ein Armer kann den Baum nicht aufrichten. Wer aber nach der Menschenliebe sich sehnt, dem werden die Lichter glänzen. Denn ivas sonst nur dem Dichter gewährt ist, das gab die heilige Nacht einem jeden, erfüllt zu sehen sein Vertrauen, zu erleben der Liebe Macht in tiefster Menschenbrust. Und das ist die Freude, die ins Menschenherz zieht in der Weihenacht. Darum traute der Mann auf den Stern." Die Tanne besann sich und sprach dann leise: _ „Das wäre ein großes Wunder, das den Menschen in dieser Nacht geschenkt ist. .Hat es denn nicht immer die Liebe 'gegeben? Haben die Menschen itidjt immer darauf getraut? Warum knüpfst du dies Geheimnis an die heilige Nacht?" „Freilich", erwiderte der Rauhfrost, „immer siud Menschen gewesen, die das Gute taten itnt der Liebe willen, viele doch aber nur um des Gebotes willen. Und dann fragt der Mensch nach des Gebotes Ursprung und Erfolg, worauf er seine Zuversicht stütze. Sonst gleicht seine Tat enern Samenkörnchen, die der Gunst der Winde anvertraut sind, ob sie einen Boden finden, darin sie wurzeln können. Außer dir liegen die Bedingungen, ob dein Geschlecht gedeihe; über dir schwebt das große Gesetz des Lebendigen, Und du bist ihm ait§ geliefert, wie es mit dir verfahre. Du weißt nicht, was das Gesetz will, denn du bist sein Werk." „Mn gut, was kümmert es mich ?" | „Aber den Menschen kümmert es. Wohl mag er dem Gesetz folgen, das von ihm das Gute fordert, aber es konnte ihm nicht genügen, daß es außer ihm lag als ein Gebot. Denn er verlangt nicht nur das Leben, er verlangt Freiheit und Würde. Und die konnte er nicht eher gewinnen, bis in der Menschheit das Flammenwort aufblitzte: das fordernde Gesetz, das bist du selbst; du willst es und du allein trägst die heilige Verantivortung für seine Erfüllung; bis die Stunde kam, da das Gesetz Mensch ward. Es muß der Mensch geboren werden, in dem die Fülle der Gottheit lebt, daß er freiwillig auf sich nimmt, das Gesetz zu erfüllen bis in den Tod. In allen Menschenherzen muß die klare Mahnung geschrieben sein: Das Recht des Lebens erwirbst du nur, indem du für die Menschheit lebst. Das ist deine Freiheit und deine Würde." „Und das geschah in der heiligen Nacht?" fragte die Tanne. „Auch von der Zeit mußt du dir das Wesen der Men- schon freier denken als dein Blühen und Früchtetragen. Sein Ziel ist dem Menschen gewiesen W jeder Zeit und überall, wo das hohe Wort in ihm redet: Ich bin frei, denn ich nehme das Gesetz auf in meinen Willen. Aber das ist eine Tat, so groß und gewaltig, daß sie dein kleinen Menschen nicht so leicht gelingen kann. Es ist eine Idee, die ihm bewußt werden muß." „Höre auf, Rauhreif!" rief die Tanne. „Du wehst hier nicht durch die Seele eines tiefsinnigen Menschen, du wehst iit der Mitternacht um Tannenzweige. Was soll das mir?" „So denken auch der Menschen viele: Was soll das mir? Was tue ich mit einer Idee? Und darum, damit sie wirken kann, die Idee, in allen Menschen, zu allen Menschen, muß sie gewandelt werden in ein Gefühl. Sie muß lebendig werden in Menschenherzen, in Sehnsucht, Hoffnung und Vertrauen. Dieses Gefühl ist die Liebe zur Menschheit. Und lebendig wird es den Menschen an den erhabenen Beispielen, die in ihrer Geschichte auftauchen. Aus ihnen strömt in die Gemüter oie Gewißheit: Es ist möglich! Aus ihnen quillt die Hoffnung: Es wird gelingen. Von ihnen verbreitet sich das Vertrauen: Dein Ringen ist nicht vergebens! Es gibt eine unendliche Liebe zur Menschheit, der der Sieg gehört über alle Not des Lebens. Es gibt eine unendliche Zukunft. Erringe sie!" „So ist es dies," fragte die Tanne, „woran die Men- schen in oieser Nacht sich mahnen?" „Sie knüpfen das Fest der Menschenliebe an das erhabenste Beispiel, damit ihnen immer aufs neue erweckt werde der Ruf: Ihr gehöret einander!" „Nun denn," begann die Tanne imd; langem Schweigen, „so will ich das Fest den Menschen lassen. Mir ist es zu groß." „Du hast wohl recht," sprach der Nauhreif leise. „Doch mußt du nicht glauben, daß es zu groß sei für die Men- U 758 - eilt großer Weihuachtsbaum?" quiekte „Mutter, was ist Wvänzel. r i ein Weihuachtsen'gel?" fragte Samt- Lebkuchen und Marzipan?" rief Lang- „Nun aber endlich Ruhe," inahute die eintretende Mutter, „sonst tragen die Weihnachtsengel alles wieder fort und ihr Habt daS Nachsehen." Gehorsam legten sich Friß und Lottchen' in ihre Kissen zurück. .Aber noch einmal rief Lottchen den schon halb schlafenden Bruder an: „Tu, Friß, ich glaube. Per im Zimmer ist auch ein Weih- Nachtsengel. Es rauschte eben." Fritz erimmterte sich sofort, Hielt den Atem au und flüsterte leise und ehrfurchtsvoll: „Ja, ich hörte es auch, wir wollen schnell noch einmal beten." An- ddchtig sprachen sie ihr Abendgebet und lauschten dann, sich fest an den Händen haltend, auf das vermeintliche Flügelranschen, vis der Sandmamk endlich die müden Augen der Kleinen schloß. Jedoch nicht ein Weihnachtsengel verursachte das Geräusch, sondern- drei allerliebste junge Mäuse, die eiligst zur Mutter fort» liefen. Bei dieser, einer alten, fetten Maus, angelangt, fetzten sich alle drei auf ihre Hintersüstchen, fuchtelten' wild mit den Vorder- plötchen, schlugen mit den schon hübsch langen Schwänzlein erregt auf den Erdboden, und mit den piependen, quiekenden Sümmchen schrieen sie laut durcheinander. „Mutter, was ist ' " ' fellchen. „Mutter, was ist daS kleine Knabberchen'. Die alte Mailsmama hielt sich lachend die Ohren zu. „Meine lieben Kinder, das sind viele Fragen ans einmal. Ich will sie euch aber beantworten. Mitten im Winter, wenn es recht kalt ist und draußen friert und schneit, so daß wir armen Mause kein Körnchen finden, dann feiern die Menschen ein Fest, das neunen sie Weihnachten. Dann Ivird ein grüner Tanneu- baum genommen, ihr wißt doch, die Taute Waldmaus wohnt unter einem solchen' großen, großen Baume, der wird bunt ausgeputzt, mit Zuckerzeug behängt und mit brennenden Kerzen besteckt. Eine Kdrze ist das, !vas ihr heute zu Abend gegessen habt." „Und das ich gar nicht gern esst, ich will Zuckerzeug!" rief weinerlich das kleine Knabberchen. „Sei ruhig, mein Kind, du erhältst auch solches; nur nb- warteir und brav feitt", tröstete die Mutter ihr Jüngstes. Tann fuhr sie fort: „Unter diesem Baum steht ein langer Tisch mit vielen, meist leider nicht eßbaren Dingen, die sich die Menschen gegenseitig zum Geschenk machen. Auf jedem Platze jedoch befindet sich ein Teller"----dabei schnalzte sie mit der Zunge, wedelte mit dem laugen Schwanz-e, so daß die Kinder nnt ihren runden, kleinen Augen erschreckt die verzückte Mutter anstaunten, bis Mabbercheu, das ein wenig vorlaut und verzogen War, vor Aufregung schrie: „Mutter,was für ein Teller?!" ,-Fch mochte so einen Teller haben", jammerie das Jüngste, pnd Samtfellchen und Langschwänzel stimmten bittend ein. „vi", meine Lieblinge, ihr sollt alles haben', toemt ihr versprecht, recht brav zu sein", versprach die Mausmama. Ate Mauslern konnten nachher gleich Fritz und Lottchen lange vor Aufregung nicht eiuschlasen und träumten wie diese von ben kommenden Herrlichkeiten.-----— Endlich war der Weihuachtstag angebrochen. Als nun völlige Stille im Haust herrschte, so daß man au- nehmen konnte, Haß alle schliefen, filhrte die Mausmama die drei Geschwister bis M das Loch. „Nun loartet hier ganz still, bis ich wiederLuume", sagte sie. „Ich werde, erst untersuchen, ob die Lust rein ist." Damit huschte sie fort. Erwartungsvoll harrten die Kleinen. Nein, wie lange nur die Mutter ausbleibt! Schon ganz verzappeln wollten sie vor Ungeduld, besonders Knabberchen. Als sich aber die Nücksthr der Mutter länger und länger verzögerte, konnte es Knabberchen nicht mehr aushalten, und irwtz der Bitten der Geschwister — husch, da war es zum Loche hinaus, um der Mama ein Stück enigegenzulausen. Es blieb aber gar nicht weit vom Loche plötzlich stehen. Ha! Welch köstlicher Geruch entströmte dort dem Gittcrhäus- chen! Knabberchen ging mit erhobenem Näschen näher heran. „Wenn ich doch nur ein ganz kleines Stückchen hätte von dem, was da so gut riecht", dachte es. „Tas allerliebste Häuschen haben gewiß die zwei Kinder Fritz und Lottchen heute geschenkt bekommen, mit etwas sehr Wohlschmeckenden darin; weshalb soll ich nicht auch Listen?" Gedacht — getan! Plötzlich gab es einen Knall! Knabberchen war gefangen! Durch das Geräusch erschreckt, sprang mit einem grossen Satze die bicFe Mausmama vom Tische und lstf wie aus der Pistole geschossen, ohne sich umzusthen, gleich bis hinein in das Loch. Sie hatte die Leckerbissen erst auf ihre Güte geprüft und war so emsig, bei dieser angenehmen Arbeit gewesen, dass ihr die AnwesenheitKnabberchens vollständig entgangen sah, sie sich erstaunt nach ihrem Jüngsten um, als Langschwänzel fragte: „Knabberchen ist wohl gleich im Weih- nachtszimMer geblieben?" Ta dämmerte eine schreckliche Ahnung iw. der armen Mäusemutter auf, und ganz entsetzt sprach sie: „Kinder, Kinder, ich glaube, unser Knabberchen ist verloren! Jetzt^kommt nur mit." Schleunigst liefen alle dem Unglücksorte zu. Da faß nun das ungehorsame kleine Geschöpf, dicht bei dem, köstlichen, noch unberührten Speck, und weinte dicke Tränen. „Liebe Mama, ich ivill es nie loiedertun! Ach, liebe Mama, hilf mir heraus!" schluchzte es und steckte die Pfötchen bittend durch das Trahtgitter. „Mein Knabberchen, ich kann dir ja nicht helfen", wehklagte die Mutter und rang verzweifelt die Borderpsoten. Samt-- fellchen und Lang schwänzet weinten bitterlich mit. Tas waren traurige Weihnachten! Die ganze Nacht saßen sie um KNabberchens Gefängnis herum und waren ganz trostlos. Als der Morgen, dämmerte, nahmen sie Wschied. Gar nicht trennen konnten sie sich, bis plötzlich kleine, trippelnde Schritte hörbar wurden. Mit einem letzten Jammerblick entfloh die Miiusemutter mit den ihr noch gebliebenen zwei Kindern. Lottchen, nur mif dem Nachtröckchen bekleidet, war ins Zimmer getreten. Tie Kleine, die beim Morgengrauen aus- gewacht war, hatte es im Bett nicht länger gelitten, sie mußte unbedingt Nachsehen, ob auch noch alle Herrlichkeiten da waren. Ach — zn schon war alles. Gerade wollte sie leise das neue Püppchen aus der Wege heben,, als sie das Manschen in der Falle erblickte. „Nein, wie lieb!" sagte sie für sich und trat näher, um den kleinen Gefangenen genauer zu betrachten. Me scheu und ängstlich sich das Tierchen in die Ecke drückte. Lottchens Herz quoll vor Mitleid über, und schnell eilte sie an den Tisch, nm für das Geschöpfcheu ein Stückchen Lebkuchen zn holen. „Aha, da hat sich ja was gefangen! Na warte, Spitzbube, deine, letzte Stunde hat geschlagen!" rief eine harte Stimme, nämlich die Stimme von Jette, dem Dienstmädchen, das eben erst erschien, um Feuer zu machen. Und schon kam sie herzu und griff nach der Falle. „Was willst du mit dem Mäuschen machen?" fragte die Kleine, argwöhnisch. „Na, ertränkt wird das Mausetier. Wozu habe ich beim die Falle aufgestellt!" „Jette! Nein, das darfst du nicht tun!" fchrie Lottchen ganz außer sich, .und blitzschnell rannte sie in das elterliche Schlafzimmer, obwohl dort wahrscheinlich noch niemand wach war. „Mama, hör doch nur, die böse Jette will das arme Mäuschen umbringen", schluchzte Lottchen, „sag ihr, sie darf es nicht! Nicht wahr, nein', Mama! Tas Christkindchen hat auch die Aiere lieb und wäre gewiß sehr ööfe, wenn das Mäuschen sterben sollte! Ich will auch etwas von meinen Spielfachen geben. Nur laßt das Mäuschen leben!" Tie Mutter „war m-unter geworden und hörte lächelnd zu, dann Nahm sie das aufgeregte Kind gerührt in die Arme und streichelte die tränenfeuchten, heißen Bäckchen und fagte: n. ,,Mein gutes Kind, eigentlich müßte man alle die kleinen Naschmäulchen wegfangeu. Weil aber Weihnachten ist nud du gar fo sehr für das Mäuschen bittest, sei ihm diesmal das' Leben geschenkt. Erhalte dich uuK, lieber Gwtt, mit deinem Herzchen voll Erbarmen." Hochbeglückt eilte Lottchen erst zu Jette und dann zu ihrem scheu. Denn sich, das gerade ist das tiefe Geheimnis ber heiligen Nacht: Was zu verstehen fo groß ist, daß es der Menschen selbst nur wenige erfassen, das ist so einfach zu erleben, daß es in jedem Kinder herzen auf» leuchtet. Willst du's verstehen, so brauchst du Gründe. Aber die Liebe braucht sie nicht. Der Glaube braucht sie nicht. Sie sind durch sich selbst und tragen die Freude in sich selbst. Und um der Freude willen strahlen deine Schwestern im Lichterschmuck." „Sie mögen strahlen. Ich bin eine Tanne im Park. Ich freue mich des Lichts, das nun kommen ivird. Mögen vie Menschen sich dessen freuen, das sie haben." „Und doch," sprach der Rauhveif, „wenn morgen die erstell Sonnenstrahlen durch''Die Nebel brechen, ivirst auch du leuchten im Festesschmuck. Die Eisuadeln krönen dein Haupt mit Demantglanz. Denn nicht umsonst streift mein Atem durch Meuschenherzen ivie durch Winterfluren. Auch du gehörst zu der großen Einheit, die lebt und webt im rastlosen Wandel der Zeit, auch du bist gewachfen, damit das werde und bestehe auf Erden, dem alle Wesen dienen: Liebe!" Wie dis Wänskeir; Weihnachten feierten. Bon Tru de Klg ußuvanN. Nachdruck verboten. Fritz und Lottchen wollten Tjfeuie gar nicht eiuschlasen. Immer wieder fingen sie an zu sagen: „Einmal werden wir noch wach, heissa, dann ist's Weihnachtstag!" Und daun plauderten erregt die lebhaften Sümmchen und malten sich in prächtigen Farven die morgen zu erwartenden Weihiiachtsherrlichkeiten aus. „Tu, Lotte," sagte Fritz, „im Eßzimmer, im Büfett riecht's Mächtig fein nach Lebkuchen' und Marzipan." -.»Ja, und im Salon habe ich schon einen großen, großen Weihuachtsbaum gesehen und sogar die golduen Flügel der Weihnachtsengel rascheln gehört, glanbe ich." —769 — Mu dH Fritz. Und während die Kindler angekleidet wurden, gerieten sie das fernere Schicksal des Mänschcns und beschlossen, die Falle in der Nahe des Mauseloches Zn öffnen und rings um dasselbe eine Wand von Süßigkeiten yi bauen, die sich das Mäuschen holen sollte. Und so geschah cs. Während Fritz und Lottchen! die Herrlichkeiten „vor dem Mauseloch ansbanten und warteten, daß die Mäuse sich daran gütlich tun Werben, feierte Knabberchen mit ihrem Mütterchen, Samifellchen und Langschwänzel ein seliges Wiedersehen! Tabei erzählte es die tzauzen Erlebnisse und Pries das mitleidige Lottchen. Lauge noch saß die wiedervereinte, glückliche Maussamilie eng aneinander geschmiegt beisammen, bis der Hunger die Mausmama zum Ausgehen zwang. Wer aber beschreibt ihr freudiges Erstaunen, als sw, draußen «ngelangt, sich dem Berge von Süßigkeiten gegenüber sah. Sie wähnte sich zuerst im Schlaraffenland. Dann rief sie ihre Kinderchen herbei, und vereint mit diesen wurde alles ins Mauseloch geschleppt, auch nicht ein Krümchen vergessen. Das war ein vergnügtes WeihNachtsscst! Sie sangen und sprangen und aßen sich so dick, daß sie beinahe geplatzt wären!!------ Nachher sind sie in das Schlafzimmer zu den Kindern gegangen und wollten sich bei Lottchen und Fritz bedanken. Aber die schliefen wie die Murmeltiere und hörten nichts davon. Weihnacht. Weihnachten, Weihnacht! Hochheiliger Klang! Auf, armes Herz, sei nimmer bang! Selig lausche der Himmelsknnd: Christ ist geboren in nächtlicher Stund! Ehre sei Gott in der Höhe! Wach auf, o Seele, wach auf, hab Bedacht Palmen zu streuen in heiliger Nacht. Die Wege bereite! Voll jubelnder Freud' Den Herrn einpfange! Er kommt ja heut, Zn segnen die Menschheit. Hosianna! Läutet, ihr Glocken, die Weihnacht ein! O läutet allen in's Herz hinein, Ein Echo weckend gleich himmlischem Sang. Weihnachten, Weihnacht! Hochheiliger Klang! Hosianna! Friede auf Erden! Gießen. Anna Wiedefeld. VssinZschtes. * Das goldene Vlies gilt seit dem grauen Alter- 1U!N als das Sinnbild eines wunderbaren Preises für schwere Ilbcnteuer als das ersehnte Ziel aller Glücksritter. An Jasons Mrgonautenzng, wie an einen Vorläufer seiner eigenen geplanten Orient- und Kreuzfahrt dachte daher wohl auch Herzog Philipp der Gute von Burgund, als er 1429 den Orden vom Goldenen Vlies 'lüftete als einen! Lohn für christliche Rittertugend. Jn- lolge der burgundisch-habsburgischen Verschwägerung hat sich der Orden in einen österreichischen und einen spanischen Zweig Keteilt, und dem spanischen Wappen ist 'seitdem als Zierde die Kette des Ordens mit daran hängendem goldenem Widdcrfell beigefügt. Tas Widderfell ist mit einem mitten um den Leib gehenden goldenen KNoten au der Kette befestigt. Bon diesen Wappen scr Krone Spaniens befindet sich in Rone, ganz nahe bei dem Sitze der spanischen Botschaft, eine eigentümliche Wiedergabe. Tort liegt eine Apotheke, die als Lieferantin der genannten Botschaft an ihrer Schau-Auslage das spanische Wappen prächtig in Glasschmelzmalerei angebracht hat. Leuchtend heben sich die bunten Farben von dem schwarzen Grund, und am Fuß des Wappens glänzt an goldener Kette daS goldene Blies — doch nein, das ist ja gar kein Widderfell mit krauser Wolle, krummen Hörnern und dichtem Wollenschwanz, das ist ja unverkennbar, .glich ohne genaueres Zusehen, ein leibhaftiges Schwein! Man verzeihe das harte Wort, aber es entspricht der Wahrheit. Ein fettes, rundes Schwein mit glatter Spcckharit, lustig gedrehtem Riugelschwänzchen, dielen Schinken, spitzen Oehrehen und breitem Rüssel. So hängt es fröhlich au, der goldenen Kette zum Schmuck des spanischen Wappens seit Jahren, und niemand scheint bis jetzt Anstoß daran genommen zu haben, selbst der nebenan wohnende Botschafter nicht. Wie kam der geschickte Glasmaler zu diesent Quiek-pro-quo? Denn geschickt war er und hat sich nicht etwa unabsichtlich in ben Tierformen vergriffen, sondern hat zweifellos' mit vollem Bewußtsein ein Schwein malen wollen, so ähnlich und lebenswahr, nne je eines in den Fliegenden Blattern oder von Wilhelm Busch gezeichnet worden. Hat er einen grausamen Simplizissimuswitz machen wollen, oder hat er ben Wlbder seiner Vorlage nicht verstanden oder endlich das fette S.chwM W würdiger gehalten als den dummen Schafbock? Wer weiß? Vielleicht ist aber der Maler ein den- kender moderner Mensch, der die Heraldik zeitgemäß verbessern wollte, und da heutzutage niemand mehr ans goldene Blies glaubt, wohl aber viele eilt goldenes oder silbernes Glücks- schveinchen an der llhrkette oder am Armband tragen, so hat er, kurz entschlossen das spanische Wappen mit diesent allgemein verständlichen Symbol geschmückt und damit der Krone Spaniens in künstlerischer Form seine Glückwünsche dargebracht. — Nichtheiß essen. Ein großer Fehler ist der, daß man zu heiß ißtmnd oft auch schnell heiß und kalt durcheinander ißt und trinkt. Wenn man bedenkt, daß der Magen mit einer seinen Haut ansgekleibet ist, die ebensowohl ihre EmPfindungsnerveit hat !vie unsere äußere gröbere Haut, und wenn man sich vergegenwärtigt, welche unangenehmen Folgen sich einstellen, sobald man nur einen Löffel voll heißer Suppe ans die äußere Haut, zum Beispiel die Hand- oberfläche schüttet, mag man wohl schnell darüber ins Klare koinmen, daß das allzu heiße Essen üitb Trinken ebensowohl tote das schnelle Durcheinandergießen von heißen und kalten Speisen und Getränken den Magenwänden mit der Zeit schweren Schaden bringen muß. * Egoist. „Sie sind auf der Hochzeitsreise? Wo ist beim Ihre Frau?" — „Ja für zwei hat's nicht gelangt, da bin ich allein gefahren." Kindermund. Der gehürute Siegfried. Bruder Fritz erzählt beim Mittagessen voller Begeisterung von Jung-Siegfried, von dem sie heute in der Schule „gehabt" haben; der vierjährige „Bubi" hört mit vsseuem Mäulchen eifrig zu. — Als die Mutter ihn zu Schlafengehzeit vergebens in der ganzen Wohnung sucht, entdeckt sie ihn schließlich in der Speisekammer, aber in welchem Zustande! Seine Kleiduttgsstücke liegen nn der Tür, und der kleine Kerl steht im Adamskostüm vor dem Steintopf voll Sutter und streicht mit den glänzenden Häudett über Hals und Brust, die auch tote lackiert ausseheu. — „Ihre Himmels willen, Bubi, was machst du da?" — „Ach, Mammi, ich wollte bloß so unbesiegbar werden wie der Siegfried. Und der war doch so, weil er sich mit Tracheusett einschmierte. Nu wollt' ich seh'n, vb so'n Fett auch hilft!" — Der Schutzmann. Hans geht feit einigen Tagen zur Schule und berichtet getreulich zu Hanse seine Erlebnisse. In der Panse hat er „nur gefrühstückt". Mutter: „Hast du nicht' auch init den Jungen gespielt?" Hans: „Nein, ich bin nur allein herumgegaugen, ich mußte doch erst aufessen". (Er ist nicht gern' beim Essen gestört.) Mutter: „Es ist doch hübscher, wenn du auch mit den anderen Kindern spielst." Am nächsten Tage: Hans: „Mutter, ich habe heute in der Panse ein Spiel erfunden, bei dem man auch essen kann." Mutter: „Was denn?" Hans: „Schutzmnuu." Mutter: „Ta mußtest du wohl unartige Junge« einfangen?" Haus: „Nein." Mutter: „Oder hast du vielleM durchgehende Pferde aufgchalten?" Haus: „Auch nicht. Ich bin nur herumgegaugen und habe auf alle acht gegeben und habe ruhig dabei gegessen." Mutter: „Und die anderen Buben? Sind die von dir sortgelaufen oder was?" Haus (triumphierend): „Bewahre! Tie haben ja gar nicht gewußt, daß ich Schutzmann bin.--" Kunst. — Ein Hauptwerk moderner Knnst-Bergla- s u 11 g. Anfang Oktober d. Js. wurde die nach Entwurf von Prof. Otto Wagner erbaute Kirche der uieberösterreichischeu Landes- Heil- und Pslegeanstalt bei Wien eröffnet. Ihr Haupischmuck sind die nach ganz neuen Prinzipien in Kunst-Berglasung aus- gesührten Fensterdekorationeu. Einer der Modernsten, Prof. Koloman Moser-Wien, ist der Autor derselben. Er hat damit gezeigt, daß auch fü£ teilt kirchliche Zwecke man nicht notwendig an der alten leeren Schablone sestznhalten braucht. Ter Kirchen- verwaltung, die e§, „zuließ", daß nach den Pläueu eines der größten Neuerer die Kirche erbaut und von Koloman Moser geschmückt wurde, gebührt alle Auerkeunuug. Man müßte sie sogar bewundern, wenn nicht doch zum Schluß eilte andere Gesinnung bei ihr durchgekommen und die Beziehungen zn Koloman Moser, dem auch die Ausführung des Altarbildes und verschiedener Mosaik-Dekorationen übertragen war, nicht abgebrochen worden wären, lieber den Lauf der llnterhaubluugeu und die Schwierigkeiten, die sich bet Ausführung seiner Pläne eittgegcn- stellten, berichtet Koloman Moser in beut Dezemberheft bcr Darm- stäbier Kunstzeitschrift ,Deutsche Kunst und Dekoration". Tas Heft ist zum größten Teil mit ganz vortrefflichen Wiedergaben her ausgeführten Fenster uub bcr später abgelehnten Altarbilder und Mosaiken belegt. Da die Fenster, sowohl auf der Außen- wie auch auf der Innenseite günstig wirken sollten, waren dem .Künstler mancherlei Beschtänlüngen auferlegt. Auf jede Art von Malerei mußte er verzichten; lediglich durch charakteristffche Führung der Bleilinien und passend ausgewählte GlaSsorten sind alle Details und die reiche Wirkung erzielt. Wenn man auch nicht zu jeder Lösung „Amen" sagen kann, muß man doch zugeben, daß hier ein durchaus selbständiger Künstler ein kraftvolles Werf geschaffen, das alle Beachtung verdient. Das Tb- — 760 zeiuberheft der „Deutschen Kunst und Dekoration" (Verlagsanstalt Alexander Koch-Darmstadt) enthält iueiter: Plastiken, Modelle zu einem Krematorium mit Urnen-Friedhof, Musterungen für Gelvebe und Papier, Schmucksachen, Stickerei-Entwürfe, Lederpressungen, Kleinplastik in Porzellan und einen Bericht über die Ausstellung von Kleidern in der Kölner Flora, der mit einigen trefflichen Abbildungen illustriert ist. Das Heft enthält 95 meist ganzseitige Abbildungen. Wsihuachtsliteratttr. — Der Arzt seiner Ehre. Ein Drpma in vier Akten oon Calderon de la Barca. Für die deutsche Bühne übersetzt und bearbeitet von Rudolf Presber. (Concordia Deutsche Verlags-Anstalt, Hermann Ehbock, Berlin W. 30.) — Presber hat in einem lesenswerten Vorwort zu seiner Bearbeitung des Cal- dervn'schcn Dramas auseinandergesetzt, woher es kommt, daß dieses an poetischen und dramatischen Schönheiten reiche Werk sich bis heute' nicht die deutsche Bühne erobern konnte. „Cal- deron", so schreibt Presber, „war Katholik, Zeitgenosse eines der verwegensten Bühneiiarchitektcn, Hofmann und Günstling eines überaus prunkliebenden spanischen Königs. Ter zum Hof- kaplan aufgerückte Jesuitenschüler füllte seine Dramen mit brünstigem Glauben. Ter Lieblingspoet Philipps IV. jagte nach ungewöhnlichen Bnhneneffektcn, die dem erfindungsreichen Maschinenbauer Cosimo Loti, einem Architekten der Szene von unerhörter Kühnheit, den Vorwand zu immer neuen Wundern der Technik geben sollten. Der geschmeidige Hofmann spielte allzu gern mit schillernden Phrasen einer glatten höfischen Beredsamkeit. Das starre Dogma, der verwirrende Prunk, die über- schweugliche Phrase erdrücken für unser deutsches und modernes Empfinden die theoretisch immer wieder gerühmte, praktisch so selten erprobte Schönheit der Calderonschen Dramen, bereit der Fruchtbare über hundert mehr improvisiert, als in behutsamer Arbeit ersonnen hat". Von diesen Fehlern hat nun Presber das in der Erfindung so starke Drama behntfam gesäubert. Er hat die Trochäen Calderons in deutsche Blankverse gewandelt, hat eine dürftige, komische Figur getilgt und eine andere ernstere, frei erfundene dafür eingeführt, hat szenisch Unausführbares in die Erzählung gelegt, einige Nebenrollen kräftig gekürzt, und das Charakterbild anderer verstärkt, hat einige im Original nur angedeutete wertvolle Motive unterstrichen und das für unser modernes Gefühl unannehmbare Ende der Tragödie neu und versöhnend gewendet. Er hat damit ein wertvolles Stück, sowohl dramatischer wie poetischer Arbeit geleistet und das Drama zweifellos nicht nur dem modernen Scjcr als abgerundetes Kunstwerk nah gebracht, sondern auch für die Wirkung auf der Bühne gewonnen. Daß die Verse, wo sie Calderon nachbilden aber auch wo sie Eigenes geben, klangschön und formvollendet sind, braucht für Alle, die Presbers Gedichte kennen, nicht erwähnt zu werden. — David, König von Israel. Schauspiel in vier Auszügen von H u g o G r e i u e r. Wischan u. Burkhardt in Halle. Der eigentliche Wert dieser Dichtung liegt in der Hereinziehung andrer biblischer Geschichten und Gestalten zur Veranschaulichung der Davidsgeschichte, — und ganz besonders in der psychologischen Motivierung. Nach Greiner ist Bathseüa dem David bereits früher begegnet; die beiden jungen Herzen waren damals einander zu- geflogen, aber der Mund hatte geschwiegen. Nun lodert die Liebe zu Heller Flarüme auf, als Uria seine Gattin dem König vorstellt. Nicht Sinnengier, . sondern Eifersucht veranlasst den König, den von einem Ränkeschmied am Hofe entworfenen Bluk- befehl auszufertigen. — Und als endlich dem David das Gewissen erwacht ist, besteht er mitsamt Bathfeba die höchste Probe auf die Echtheit ihrer Liebe, — David in offenem Bekenntnis und Bereitschaft zum Verzicht auf die geliebte Gattin, Bathfeba in dem Entschluß, dem Könige, auch wenn er zum Bettler würde, die Treue zu halten. Nathan verkündigt die Barmherzigkeit Gottes, “ Volke um jubelt, durch einen Regenbogen als Gnaden- Zelchen Gottes gegrüßt, zieht der König, nach Niederwerfung des durch Absalom erregten Aufruhrs, geläutert in seine Burg. — Sie Sprache ist kraftvoll, schlicht und wohlklingend. — Die Union. Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart legt auf der Kinder Weihnachtstisch „Ottilie Wilder mut Hs A us gew ählte Ingend erzählnngen". Die besten Kmdergeschichten Ottilie Wilderimiths, ausgewäylt von ihrer Tochter Adelheid Wildermnth. Mit zahlreichen Bildern', kart. 3 Mk.) Turch die Herausgabe einer billigen Auswahl der Jugend-Erzählungen unserer besten Jugendschriftstelleriir kommt die Verlags- Handlung den Wünschen weitester Kreise entgegen. Tie gemüt- volleu Kindergeschichten von Ottilie Wildermnth sind in der deutschen Kinderstube längst heimisch geworden, und cs darf daher auch der neue Band einer freundlichen Aufnahme sicher sein, o r. 6Jemann’S Kunstkalender ist seit mehreren Zähren vielen Kunstfreunden ein lieber und willkommener Freund, dessen regelmäßige Wiederkehr zum Weihnachtsfeste bestimmt er» /virh. Aich) diesmal hat er sich wieder eingestellt, für chchaltfahr 1908, und an feinen Tagesbildern, dem unendlichen Lterche der Universalgeschichte der Künste entnommen, werden sich i viele auch im neuen Jahve alltäglich ergötzen. Nur eines sek endlich einmal rückhaltlos festgestellt: das Titelbild ist leider das alte süßliche; es ist seit Jahnen das am wenigsten erfreuliche des ganzeil Kalenders. Rätsel. Hört man eins, so beugt das Haupt, Wer in Erhrsurcht daran glaubt. Klingt uns aber das zweite Wort, Sehnst du aus der Stub' dich fort; Und das ganze zeigt dem Geist Bilder schönster, reiner Freude; Jedes Kind sich glücklich preist, Tönt des Ganzen Festgeläute. E, R. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: Specht, Pech. Unser Weihnachts-Preisrätsel. ElivaS metjr als anderthalb Hundert richtige Lösungen unseres Weih- uachts-Preisräljels sind uns bis Sainsiag mittag zugegangen, aber auch en. ein Dutzend falscher Lösungen. So meinten einige das Richtige getroffen zu haben mit „Schlittschuhen", andere mit „Christ- baum und Neujahr" oder mit „Schnee und Eis", wieder andere mit „Schneeschlittenbahn", mit „Eisschuhen", „Weilmachtsbilder- buch", „Weihnachtsbaum", „Fastnachtsball" rind „Weihnachtsball". Einer schreibt als Lösung: „Ein schönes Eis aufs neue Jahr". Einzelue dieser Einsender nähern sich ja ziemlich der richtigen Lösung, diese aber ist allein „Schneeball". Zwei Mädchen aus Allcndors a. d. Lumda, Oltilie und Marie E i m e r, brachten das ganz nett in folgende Verse: Es tanzt in der Lust der „S ch n e e", Die Jugend aus den: „B a l l". Der „S ch u e e b a l l" fliegt in die Höh', Doch trifft er nicht überall. Hübscher' noch reimte der Vater eines kranken Gießener Bübchens: Mein Iunge und der erste Schnee. Die Engeleiu schütleku die Bettchen mtS, Die Federn stieben im Wind; Sie säuseln zur Erde, und: Ei, der Taus', Cchncestocken sind es fürs Kind. Verzuckern die Straße, den Garten, das Dach, Die Fensterbank, alles int Nu. Mein Heinzchen öffnet das Fenster, und: „Ach, Lieb' Mutier, 's liegt Schnee hier, siehst Du?" Die Händchen, die kleinen, sie formen gewandt Und geschwind den rundlichen Ball, Schon fliegt er, geschleudert mit sicherer Hand, Hinüber an Nachbars Stall. lind Schneeball aus Schneeball fliegt tueiler die Bahn, Bis leer von Flocken der Stellt. Mit letichienden Augen schattis Bübchen mich an: „Gelt, Vater, das war aber sein!" Und obendrein hat noch der kleine Kranke, Fritz Kneipp in Gießen, Steinstr. 88, im Bett die Lösung niedergeschrieben. Dalür soll er einen Preis bekommen. Er erhält: Rübezahl, ausgeivählte Sagen mtb Schwänke, mit reichem Bildschmuck, Auch die beiden Allendorfer Mädchen sollen bedacht werben. Sie erhalten: Gute Bekannte aus b e m Tierreiche. (Tierbilber), Ferner fallen Preise zu: Gg. Bellos, Gießen, In Löbers Hof 6: Hans Tunichtgut. Ilse v. Dewitz, Gießen, Süd-Anlage 4: Kindersang — Heimat- klang. Mathilde Erle, Gießen, Steinstraße: Kindersnng — Heimatklang. Karl Fabel, Kroidors: DaS macht Spaß. Hedwig Räder, Clintbach: Gute Bekannte aus deut Tierreich. Ludwig S ch m i b t II., Steinberg: Deutscher Kinbersreund. Liddy Sievers, Gießen, Gartenstraße: Schlimme Streich' von Hans unb Grete, Liese, Fritz unb Ernst mtb Käthe. Anna Storck, Rockenberg: Der SBunbergcirten. Kalender für dis Jugend. Karl Strack, Leihgestertt: Aus fertten Zoi>eit. Originalberichte berühmter Forscher. Karl Wiener, Gießen, Bergftr. II: Künstler-Postkarten zum Attsmalett. Die Bücher ligen in unserer Geschäftsstelle zum A b» holen bereit. Nach entfernter liegenden Orten tuerbcit die Preisbücher gesandt werdeti. Redaktion: P. Wittko. — Rotationsdruck mtb Verlag der Brühl 'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.