Mttwoch den 23, Januar 1907 A7X fff V H I» M Kl ßl I f t ? ,,v "v ■ W 1 H Menschenkeöen, die lügen. Roman von H. E h r h a r d t, Veriasserin von „Mittellose Mädchen' Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) „Mein Kompliment, Hanna t" sagte er, näher tretend, und die schöne Nichte auf die Stirn küssend, „du hast deine Leute vortrefflich gezogen, sie kamen durch mein plötzliches Erscheinen keinen Moment aus der Fassung, ich konnte sofort in einem Fremdenzimmer Toilette machen--Nun, was sagst du dazu, kleine Hexe?" „Ich freue mich, Onkelchen, aber überrascht bin ich eigentlich gar nicht. Ich kenne doch deine Art, du mußt immer ein bißchen in der Welk herumfcchren, sonst ist dir nicht wohl." Er lachte. Dann ließ er «rcü beit Anwesenden vorstellen. Ms er die junge Baronesse entdeckte, lvar die Ueberraschung auf seiner Seite. Er druckte ihr herzlich die Hand. „Hanna steigt abermals eine Stufe höher in meinen Augen I" sagte er mit galanter Anzüglichkeit. Marga errötete leicht unter dem wohlgefälligen Blick, der ihre blühende Gestalt streifte und stammelte etwas von Hannas Güte, sie einzuladen. Sie fühcke eine seltsame Beklemmung in sich aufsteigen, die sie schnell verwand, da der Rittmeister sich bald in angeregtem Gespräch mit der übrigen Gesellschaft befand, die er interessant von seinen weiten Reisen unterhielt. Tressenberg, der noch weniger als seine Schwester von der Welt gesehen hatte, war ziemlich bald aufgestanden und hatte, gewiß gelangweilt, das Zimmer verlassen. Im Rauchzimmer stand er hinter den Skat spielenden Herren und kibitzte. Erst, als die Töne des wundervollen Bechstein- slügels lockend durch die Räume klangen, schlenderte er wieder nach jener Richtung. An der Tür des Musikzimmers lehnte er sich gegen die Wand. Drinnen setzte soeben Hannas bestrickend süße Sopranstimme ein. Sie sang die schwermütige und zugleich leidey- schaftliche Schumannsche „Frühlingsfahrt". Alles lauschte in atemlosen Schweigen und stürmischer Beifall lohnte ihr. Walter von Poseck war kaum fähig gewesen, sie zu begleiten, war es doch das erste Mal, daß er sie singen hörte seit jenen unvergeßlichen Sommertagen. Ihre Stimme hatte an Tiefe des Ausdrucks gewonnen, wohl durch die Liebe, welche unterdes in ihr Herz eingezogen war. Eben trat ihr Mann heran. Er nickte seiner Frau zärtlich zu und klopfte den Freund auf die Schulter. „Famos, Alterchen! Meine Frau wird ja glücklich sein, dich wiederzuhaben, nicht, Liebling? Heut hilft kein Leugnen, denn der Onkel ist als Zeuge zur Stelle, daß du einmal behauvtet hast, niemand als Poscck könne dich ordentlich begleiten." Hanna sah unbefangen fröhlich drein. „Aber ich leugne ja gar nicht, Schatz, ich behaupte es sogar noch heut. Und haben wir dir dein Lieblingsliedi etwa nicht schön vorgetragen?" „Ganz vollendet, Frauchen, dank dir auch schön." Hanna wollte sich abwenden, um zu ihren Gästen zurück- zukchren, da sagte der blonde Offizier bittend: „Bin ich wirklich schon entlassen, Frau Hannu? Keine Zugabe?" Sie lächelte ihn verheißungsvoll an. „Wenn es Ihr Lieblingslied gilt, ja!" Seine ehrlichen Augen leuchteten freudig auf. „Darf ich wirklich? Dann singen Sie mir noch das Lied, das ich als erstes von Ihren Lippen hörte: Ich kam vom Walde hernieder." Und schon griff er die ersten Akkorde der Begleitung.. Der Landrat trat, scherzend mit dem Finger drohend, beiseite. Er freute sich an dem guten Einvernehmen der beiden Menschen, die feinem Herzen so nahe standen. Als Hanna ihr Lied zu Ende gesungen, widmete sie sich noch ein wenig den älteren Herren, die ihren Skattisch verlassen hatten, um die schöne Hausfrau singen zu Horen. Rittmeister Kronau hatte sich zu Marga gep'tzt und sprach eifrig in sie hinein. Er hatte wirklich ein faible für sie von Hannas Hochzeit her. Die anderen Herren benutzten die Abwesenheit des jungen Mädchens, um Frau von Klast durch ein paar stark gewürzte Skandalgeschichten zu erheitern. Sie vertrug so was, man nahm vor ihr kein Blatt vor den Mund, nannte alle Dinge beim rechten Namen. Sie tat desgleichen und sprach ungeniert über die heikelsten Angelegenheiten. Dabei war ihr Lebenswandel tadellos und ihren Mann vergötterte sie geradezu. Der Oberst verabschiedete sich nun, er ging immer am frühesten fort. Er war sehr solide, eine einfache strenge Soldatennatur, die noch aus der alten Schule der ernsten Kriegsjahre hervorgegangen war. Tie anderen gingen nach einer halben Stunde auch, es war unterdes zwölf Uhr geworden. Joachim von Tressenberg fand lange keinen Schlaf in dieser Nacht. Es verfolgte ihn allerlei. Die Anwesenheit seiner Schwester, die ihn täglich mit der Landrätin zusammenführen würde, beunruhigte ihn bei längerem Nachdenken immer mehr. Es war lächerlich, aber er hatte Angst vor dieser Hanna Gerhardt. Er witterte die nahende Gefahr. Noch ein anderer schlief nicht viel in dieser Nacht und bas war Ernst Kronau. Bis zum Morgengrauen lief er in seinem luxuriösen Zimmer auf und ab'. Er kämpfte mit einem großen Entschluß; er wollte heiraten. Seit Hanna das Haus verlassen, war es mit seiner Schwester nicht mehr zum Aushalten. Sie war eine wandelnde Trauerweide. 50 Früher hatte das süße Gesicht und das Helle Lachen der vergötterten Nichte das gar nicht erst in den Vordergrund treten lassen, sie hatte ihn umschmeichelt und er hatte inmter ein wenig verliebt mit ihr getändelt und sie verwöhnt wie eine junge Frau. Er hatte schon manchmal bereut, nicht den Versuch gemacht zu haben, sie wirklich als solche für immer in Balldorf festzuhalten, obgleich seine Verhältnisse nicht im Einklang standen mit ihren großen Ansprüchen. Er brauchte momentan sogar Geld verteufelt nötig. Er hatte stets über seine Verhältnisse gelebt. Von der Landwirtschaft verstand er als einstiger Offizier herzlich wenige seine Beamten hatten immer völlig freie Hand gehabt und trotzdem er noch Glück mit solchen gehabt, waren die Erträgnisse des Gutes doch von Fahr zu Jahr geringer geworden. Es ging so nicht mehr lange werter. Entweder mußte er ein ganz anderes Leben beginnen oder eine Frau nehmen, die ihm ein beträchtliches Vermögen in die Ehe brachte. So leicht war eine passende Partie nicht für ihn zu finden, der verwöhnte Frauenkenner beanspruchte nebenbei noch sehr viel mehr, all jene Eigenschaften, die Marga von Tressenberg in sich vereinigte. Er hatte eigentlich ein fabelhaftes Glück. Das Schicksal bot ihm ja geradezu Gelegenheit, sich noch eine junge, hübsche und reiche Frau zu erobern. Zwar stand der alte Tressenberg im Rufe eines verbissenen Geizhalses, aber er war unbestritten in glänzenden Verhältnissen, da mußte f.r wohl der einzigen Töchter eine anständige Mitgift geben. Zuerst wollte er sich an Hanna wenden. Ehe er am nächsten Tage weiterreiste, Hütte er eine längere Unterredung unter vier Augen mit seiner Nichte. Sie hörte ihm ganz ernsthaft zu, aber als sie dann in ihrem Boudoir allein war, mußte sie hell auflachen. Sie fand diese späte Heiratsabsicht des Onkels sehr komisch. Vor ihrem Manne, den sie natürlich in das Geheimnis einweihte, spielte sie mit viel Geschick die zärtliche Nichte, die nicht recht wußte, sollte sie »em Onkel noch ein Eheglück gönnen oder die armen, enttäuschten Verwandten bedauern, die seit Jahren in der Hoffnung auf den Erbonkel und zum Teil von dessen Güte lebten. „9iit, laß dir darum noch keine grauen Haare wachsen, Lieb!" tröstete der Landrat gutmütig, „wart' erst ab, ob deine Freundin ihn nimmt. Das scheint mir nicht gerade wahrscheinlich. Außerdem hatten wir doch einstmals Walter Ihr Mann warf einen bezeichnenden Blick zur Seite, wo Isa Bauer und die kleine Roessel mit Leutnant Schmieder und dem Grafen Scherrentin plauderten, und legte lächelnd den Finger an die spöttischen Lippen. „Pst, es sind junge Mädchen da." Fran von Klast nickle gleichmütig mit dem Kopfe. „Dacht' ich mir's doch. Wenn Herr von Eppen schon leise spricht, ist es allemal etwas ganz tolles. Aber, Rittmeisterchen, das müssen Sie mir unterwegs erzählen — so schön's hier ist, jetzt heißt es scheiden" Sie erhob sich seufzend aus ihrem bequemen Stuhl, damit das Zeichen zu allgemeinem Aufbruch gebend. Sie waren abends noch zu einer kleinen Gesellschaft bei dem Oberstabsarzt ihres Regiments geladen. Fast in der Tür prallten die Fortgehenden, denen nur Schmieder und P-oseck sich nicht angeschlossen hatten, mit dem Freiherrn von Trestenberg zusammen, der wie alle Stammgäste des Hauses zu dieser Stunde ohne Anmeldung eintrat. Es entstand noch ein kurzer Aufenthalt. „Sie sind heute abend auch dein» Oberstabsarzt, Baron?" „Ja, gnädige Frau!" „Also auf baldiges Wiedersehen!" „Auf Wiedersehen!" Tressenberg verbeugte sich und sah auf Isa, die bei der plötzlichen Begegnung tief erglüht war und deren Erscheinung in einem mattgrauen Tuchkostüm heute wieder besonders reizvoll wirkte. Trotzdem bemerkte der junge Offizier, daß sein Herz bei ihrem Anblick ganz ruhig blieb, daß er ihr gut war, wie einer Schwester, aber daß er sie nicht mehr begehrte. Es war nur die Sehnsucht des Einsamen gewesen, die ihn zu ihr gezogen, der leichte Glücksrausch des Menschen,, der arm an Liebe gewesen und sich plötzlich geliebt sieht. Es war eine Täuschung gewesen oder ein Mißverständnis, ihm war es gleich — er liebte sie nicht mehr. Er dachte mit keinem Gedanken mehr an ihre Schönheit, als er Hanna Gerhardt gegenüber saß Die junge Frau trug ein duftiges, blaßgrünes Reformkleid und sah halb wie eine Nixe, halb wie ein bildhübsches, unschuldiges Backfischchen aus' in dem losen, fließenden Gewände, das sich weich um ihren schlanken Körper schmiegte. Schmieder ließ unter halb gesenkten Lidern keinen Blick von ihr und Walter von Poseck hatte sich neben sie auf ein niedriegeS Taburett gesetzt, das es aussah als läge er ihr für sie bestimmt — er hat sich ihr auch gestern abend schon Auffallend gewidmet." „Ach, das ist nur seine angeborene Liebenswürdigkeit." Hanna empörte sich direkt bei dem Gedanken, daß ein Mann, der sie geliebt, sich unter ihren Augen für eine andere ernstlich interessieren könnte. Sie war aber schließlich doch der Meinung ihres Mannes, daß Marga in ihrem Hause erst einige Wochen ihr Leben und ihre Jugend recht genießen sollte, ehe Ernst Kronau mit der schicksalsschweren Frage an sie herantrat. XI. Nun waren diese Wochen des Vergnügungsrausches ver- tzangen. Marga von Trestenberg war unter heißen Dankes- tränen in ihre öde Heimat zurückgekehrt, ahnungslos, welche kleberraschungen ihr dort bevorstanden. Der hastenden Gesellschaftssaison in St. folgte eine stillere Zeit, m der Hanna Gerhardt als willkommene Abwechslung gemütliche Tee- stunden in ihrem Boudoir eingerichtet hatte. Von fünf Uhr nachmittags ab ging man zwanglos da aus und ein. Noch immer führte der Winter ein strenges Regiment mit plötzlich wiederkehrendem Frost und starken Schneefällen, da war es doppelt behaglich in den warmen, eleganten, blumendurchdufteten Räumen. An einem frostigen Märztage Hütte sich nur ein kleiner 'Kreis um den einladenden Teetisch in Hannas Salon versammelt. Frau von Klast rekelte sich schon seit einer Stunde auf ihreni Stammsitz, einem zierlichen Schaukelstuhl, der Hausfrau gegenüber, die ebenfalls in nachlässiger Haltung in einem Sessel lehnte. Der Rittmeister von Klast saß neben dem dicken Eppen, der ihm gedämpft irgend etwas erzählte. „Sprechen Sie doch lauter, Herr Rittmeister!" mahnte die neugierige kleine Frau, sich energisch hin und her wippend, „es ist doch sicher eine schauderhaft interessante Geschichte," zu Füßen. Sie war einen Moment aufgestanden, um ihrem neuen Gaste eigenhändig eine Tasse Tee aus dem Samowar einzuschenken und reichte sie ihm hinüber. Trefsenberg durch- lubr es wie ein glühender Strom, als die weichen, schlanken Finger Anfällig 'die seinen berührten und die durchsichtig feine Tasse schwankte einen Moment in seiner Hand. Dre Landrätin bemerkte es natürlich, ignorierte es aber ebenjo selbstverständlich. Sie ivaudte sich lächelnd wieder Poseck zu, der soeben sagte: „Es ist doch recht schade, daß die Theatergeselljcqaft schon weggeht, gerade jetzt, wo die Saison aniänat, tot zu werden." Hanna nickte. . , „Es waren sogar immer riesig amüsante Abende! Wenn ich denke, wie ich in Maria Stuart' über den kleinen Grafen gelacht habe, der damals geradezu geistreich witzig war. Der arme Schiller hat sich entschieden im Grabe umgedreht." „Wird er wohl schon öfter getan haben", bemerkte Schmieder ttocken, „ich selbst, habe in meiner früheren ost- preußischen Garnison mal über eine Aufführung des ,Don Carlos' Tränen gelacht und das will bet mir schon etwas! heißen." „Ja, Sie haben sich fabelhaft in der Gewalt, Herr Leutnant!" Hanna warf ihm einen Blick zu, den man bei jeder anderen kokett genannt haben würde, „das merkt man so recht, wenn Sie der Damenwelt gegenüber kühl wie em Eisblock bleiben. Die kleine Naive hat sich auch, scheint's, vergebens die Augen nach Ihnen ausgeblickt." Der schöne Offizier blickte flüchtig zu Tressenberg hinüber und sagte dann ruhig: „Ich habe keine Lust, die chronique skandaleuse um einen neuen Fall zu bereichern. Voriges Jahr hat sich die hübsche, kleine Naive einer anderen Truppe die Pulsadern aufgeschnitten wegen so einer Liebelei, besser, man hält die Finger davon, was Treßenberg?" (Forts, folgt.) 51 „Sherlock Kolms" an der Arbeit. Vor etwa fünf Jahren rief in dem Pfarrdorfe Wyrley im Norden Englands eine Reihe von Verstümmelungen auf der Weide befindlicher Pferde und Kühe eine außerordentliche Aufregung hervor. Für geraume Zeit verging kaum eine Woche, ohne daß einem Pferde in der Nacht der Bauch aufgeschlitzt und an Kühen gleich schreckliche Verstümmelungen vorgekommen wären. Von dem Täter konnte man keine Spur finden. Nach einiger Zeit aber liefen bei der Polizei der Bezirksstadt anonyme Briefe ein, welche den Verdacht vmf Herrn Georg Edalji lenkten, der als Rechtsanwalt in Birmingham praktizierte, wohin er täglich Morgens mit der Bahn fahr und von wo er am Abend wieder gegen sechs Uhr nach Wyrley zurückkehrte. Er wohnte daselbst mit seinem Vater, dem Vikar des Ortes, zusammen. Der Rev. Edalji war ein geborener Parse, der aus Indien nach England gekommen war, daselbst Theologie studiert hatte und in die englische Staatskirche eingetreten war. Sein Sohn studierte mit Auszeichnung auf der Universität in Cambridge und wurde schließlich, wie gesagt, Rechtsanwalt. In dem Dorfe und in dem Psarrbezirke selbst gab es einige Leute, die damit nicht einverstanden waren, daß man ihnen einen „Farbigen", als den sie den Parsen bei seiner dunklen Hautfarbe hielten, zum Seelenhirten eingesetzt hatte, und dieses Gefühl machte sich in anonymen Zuschriften Luft, die Beschimpfungen und Drohungen enthielten. Als Georg noch ein Knabe war, enthielt einer dieser Briefe die Drohung, daß er seinen Verfolgern nicht entgehen werde, und daß sie nicht ruhen würden, bis er ruiniert sei. Als nun der Verdacht der Polizei auf den jungen Rechtsanwalt hingelenkt war, scheint auch bei dem Inspektor die Voreingenommenheit gegen den „Farbigen" eingezogen zu sein und dies erstreckte sich balo auf die ganze ihm unterstehende Polizeimannschaft. A ls einmal nachts wieder einem wertvollen Pony in einem abgelegenen, von Hecken umgebenen Felde der Bauch ausgeschlitzt und das Tier tot auf- gesunden worden war, wurde ein Verhaftsbesehl gegen ihn erwirkt und am Abend fand sich die Polizei in dem Pfarrhause ein, nahm eine Durchsuchung vor, wobei der Rock und dir Hose, die Edalji am Vorabend getragen, mit Beschlag belegt wurden; mau führte ihn als Gefangenen ab. Es wurde von dem Polizeiinspektor sestgestellt, aber nicht im Pfarrhause, daß der Anzug feucht sei und daß sich aus demselben einige Haare von der Farbe des getöteten Pferdes und an dem Aermelrand zwei kleine Blutflecken sanden. Die Untat mußte gegen drei Uhr morgens vollführt worden fein. In der Nähe des Tatortes hielten drei Detektivs Wache. Das Pfarrhaus war auch die ganze Nacht von Detektivs umgeben. Edalji behauptete, von einem eiustündigen Spaziergang auf der Norfstraße um zehn Uhr nach Hause gekommen zu sein; er schlief mit seinem Vater in demselben Zimmer, und dieser bestätigte, daß sein Sohn die ganze Nacht im Bette geruht habe und erst um sieben Uhr morgens aufgestanden sei. Die Dienstboten erklärten gleichfalls, daß das Haus verriegelt und verschlossen gewesen und daß niemand dasselbe während der Nacht verlassen habe. Die Polizisten, die das Haus bewachten, gestanden auch zu, d aß niemand nach zehn Uhr aus- oder eingegangen sei, und die Detektivs, die auf dem Felde wachten, hatten auch den Täter nicht bemerkt. Trotzdem wurde Edalji unter Anklage gestellt, und als ihm der Prozeß gemacht wurde, von den Geschworenen schuldig befunden und von dem Richter, der „diesen scheußlichen Verbrechen gegenüber" keine mitbetuben Umstände zuließ, zu siebenjähriger Zuchthausstrafe verurteilt. Das Urteil rief in den weitesten Greifen eine peinliche Ueberraschung und große Entrüstung hervor, und eine viele Tausende Unterschriften zählende Petition wurde eingereicht, blieb aber wirkungslos, obzwar sie von den maßgebendsten Persönlichkeiten, die Edalji genau kannten, mit unterzeichnet war. Die Zweifel über die Gerechtigkeit des Urteils blieben aber bestehen, und der Fall tauchte immer wieder von Zeit zu Zeit in der Presse auf; nachdem Edalji drei Jahre seiner Strafe verbüßt hatte, wurde er plötzlich vor einigen Monaten auf die Weisung des Ministers des Innern hin aus der Haft entlassen, ohne daß irgend welche Gründe dafür abgegeben wurden. Edalji ist natürlich damit nicht gedient und seinen Freunden auch nicht; der berühmte Verfasser der Detektivgeschichten von „Sherlock Holmes", Sir Conan Doyle, hat sich nun der Sache angenommen und selbst die Untersuchung angestellt, die überraschende Tatsachen zutage gefördert hat. Es ist so gut wie sicher, wie er feststellt, daß die anonymen Briefe, die Edalji verdächtigen, von derselben Hand geschrieben sind, die das gleiche tat, als er noch ein Knabe war und seinem Vater gedroht wurde, er würde ruiniert werden; ein weiterer Umstand ist, daß zngestandenerweise der beschlagnahmte Rock nur ganz schwach feucht war, wie es nach einem Abendspaziergange der Fall fein kann, und daß bann in diesem Rock eingewickelt ein Stück der frisch ausgeschnittenen Pferdehaut nach der Polizeistation geschafft und dann dem Gerichtsarzt der Rock zur Untersuckmng übergeben wurde, was das Vorhandenfein der zwei Blutflecke und der Pferdehaare, was die Hauptbeweisstücke gegen Edalji bildeten, sehr natürlich erklärt. Dazu kommt noch ein weiterer höchst wichtiger Umstand: die große Kurzsichtigkeit Edaljis, die es ihm in der stockfinsteren Nacht bei der Schwierigkeit des Weges, der über einige Bahnlinien, Hecken und Stacheldrahtzäune führte, ganz unmöglich machte, den Platz zu erreichen und unbemerkt zu bleiben. Die ganze Presse hat die Sache aufgenommen und sieht man der weiteren Entwickelung der Dinge, bei denen die Polizei schwer kompromittiert erscheint, mit Spannung entgegen. Are Kuße, ein Urvolk in den Wäldern von Palembang auf Sumatra. Bericht in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Es war im Jahre 1827, als nach Europa zum erstenmal die Kunde drang von einem Volke, das in nahezu wildem Zustande in den Wäldern Sumatras Hause und an die äußerste Grenze dessen heraureiche, was man noch als „Mensch" bezeichnen könne. Dieses Nrvolk, die Knbe, hielt sich in derartig tierischer Scheu von jeder Berührung mit der Außenwelt fern, daß sogar beim Tauschgeschäft die Händler sie nicht zu Gesicht bekamen. Der Knbe legte seinen Tauschgegenstand an einem bestimmten Orte nieder und entfernte sich dann schleunigst, den harrenden Händler durch Anschlägen an einen hohlen Baum vom vollzogenen Rückzug benachrichtigend. Dieser begab sich dann an ben. Tauschplatz und legte seine Gegengabe nieder, um sich ebenfalls wieder zurück- zuziehen. Fand letztere Gnade vor den Augen der Knbe, so nahm er sie an sich, und das Geschäft war abgeschlossen. Andernfalls nahm er sein Eigentum wieder zurück und verschwand im Dunkel des Urwalds. Kein Wunder, daß über dieses Urvolk die abenteuerlichsten Angaben weitergegeben wurden. Wenn sie auch durch die Forschungen des Engländers Forbes etwas eingeschränkt wurden, so war es doch auch ihm nicht möglich, dem scheuen Menschenschlag näherzukommen und genaueres über sein: Lebensweise zu berichten. Auch Hofrat Dr. B. Hagen, Direktor des Museums sür Völkerkunde in Frankfurt a. M., der am Abend des 18. Januar über die Kube berichten konnte, hatte trotz langjährigen früheren Aufenthalts auf Sumatra keine Kunde von ihnen zu erlangen vermocht. Erst als er vor zwei Jahren den bereits im Jahr 1895 mißlungenen Versuch zur Ersorschung des Kubelandes und -Volkes wiederholte, kam ihm ein günstiger Zufall zu Hülfe. Die holländische Regierung führte nämlich gerade wieder einen langwierigen Kleinkrieg gegen ihren bereits früher niebergetoerfenen Wibersacher, den Sultan von Djambi. Da dieser die Kube als Kenner des Urwalds zu Pfadfindern benutzte, entzog ihm die Regierung dieses wertvolle Material, indem sie das ganze Volk, soweit erreichbar, zusammentrieb und gewaltsam kolonisierte. Vier Monate später kam der Berichterstatter dort an und hatte nun die seltene Gelegenheit, diese „zahmen" Kube sowoW, als auch ihre interessanteren wilden Brüder eingehend zu studieren. Das Verbreitungsgebiet der Kube wird durch die beiden Flüsse Musi, an dessen Mündung die Hafenstadt Palembang, und Tyambi eingefchlossen. Das ganze Gebiet ist 250 Km. lang und 200 Km. breit. Die gesamte SeelenzaHl des Volkes beträgt etwa 3000, von denen 2000 bereits angesiedelt sind. Die übrigen sichren ein Waldleben primitivster Art. CH rakteristische anthropologische Kennzeichen sind die starke zentrale Wölbung der Stirne (Kreuzgesicht), die Platte Nase, schmale Ober- und etwas vorsprcngende Unterlippe, sowie der fast vollständige Mangel an Gesichtsbehaarung. Trotz ihrer bedeutenden Intelligenz leben fit in einem Zustand der Unkultur, der seinesgleichen nicht hat. Bon religiösen Anschauungen sindet man, abgesehen , vielleicht von einigen Zauberformeln zur Gesundung Kranker, keine Spur. An Kleidung kennen sie nur den Rindenschurz. Eine ständige Wo ha nung ist ihnen fremd: einige abgebrochene Zweige werden aus den Boden gelegt, und die Schlasstütte ist fertig. Den ganzen Tag über sind sie im Urwald unterwegs, um allerlei Egoares zu suchen. Bon Getreideanbau (Reis) und Halten von oaustteren haben sie keine Ahnung. Trotz des Häuschen Borwmmens wuder Tiere ist ihre Bewaffnung äußerst armselig. Em zwölf ^uß langer Wurfspeer scheint mehr die Stelle unseres Spazurstotts em» zunehmen, als zur Wehr zu dienen. Da sie vor Wasser die größte Scheu empfinden, so sind sie auffallend stark von Hautkrankheiten heimgesucht. Selbst ihre Ursprache tft ihnen völlig m Vergessenheit geraten und dafür das Malansche emgedrungen. Auch nehmen sw an den Berührungspunkten mit der Augenwelt nach und nach malayische Kultur und muhammedamsche Religion an. Geld ist ihnen unbekannt, ihr Handel (Guttapercha, Kautschuk, Rotang) beschränkt sich auf Tausch. Ihre Geschälte vermittelt ein Malaie, der ihr ganzes Verttauen genießt und sie rücksichtslos ausbeutet. Als hervorstechendste Charaktereigenschaft fallt neben ihrer lächerlichen Furchtsamkeit die fabelhafteste Gntmiitigkett auf. — SLIM Lichtbild« wurden typische Vertreter dieses ärmlichen Köller letzen s nebst ihren Wohnstätten vorgesührt. Phonographische Vorführungen von Liedern mtb Zauberformeln der Kubes vervollständigten weiterhin den interessanten Vortrag. Veeinksch-ss. * Die Geburt von Zw illingskindern wird auch ini zivilisierten Europa von manchem ohnehin mit Nachkommen- schast reich gesegneten Familienvater nicht gerade mit stürmischer Freude begrüßt; es dürste aber wenig bekannt sein, wie übel sie bei einzelnen Völkerschaften anderer Erdteile ausgenommen wird. Bei den wilden Stämmen Afrikas gilt sie als ein großes Unglück. In Loango an der Westküste sucht man den Zorn der Götter zu versöhnen, indem man Mutter mtb Kinder opfert. In Old Calaba gelten Zwillinge als Ungeheuer, und die Mutter selbst ist es, die als erste ihren Tod verlangt. Sie packt sie in einen irdenen Topf und setzt sie in diesem im Walde aus. Die Apono-Neger betrachten die Zwillingsgeburt gleichfalls als eine Unheildrohung. Die Kinder werden zwar nicht getötet, müssen aber mit der Mutter zusammeil eine gesonderte Hütte bewohnen und werden wie diese selbst von allen gemieden. Erst nach sechs Jahren gilt der Zauber für gebrochen, und Mutter und Kinder kehren zum Stamme zurück. Die Wazaramo-Neger verkaufen die Zwillinge oder setzen sie in den Dschungeln aus; die Mukälaka werfen tvenigstens eius der Kinder den Hyänen vor. An der Sklavenküste und am oberen Nil gilt die Zwillingsgebnrt hingegen wieder für ein großes Glück und wird mit Musik und prächtigen Gastmählern gefeiert. An der Goldküste in der Landschaft Fetu werden Zwillinge von einerlei Geschlecht großgezogen, bei verschiedenem Geschlecht muß ein Kind sterbett. Die Hottenwtten be- grüßen die Zwillütge mit vieler Freude, besonders wemt es Knaben sind. Die Guyana-Indianer halten die Zwillingsgeburt für eine große Schande, und die unglückliche Mutter tötet oft das eine Kind, um dem öffentlichen Hohn und — der Auspeitschung — zu entgehen. Auch am Orinoco huldigt man dieser Ansicht. Bei den Antis-Jndianern in Peru wird das jüngere Zwillingskind lebendig begraben, weil eS nach allgemeiner Ansicht ein „Kind des Teufels" ist. Auch in Neuholland in Australien wird das eine von den Kindern dem Tode geweiht, und zwar bei verschiedenem Geschlecht der Knabe. Die alten Mexikaner glaubten, daß eines der Kinder, wenn beide am Leben blieben, einmal die Eltern töten müßte, daher wurde eines sofort nach der Geburt den Göttern geopfert. * Frauenleistungen an der Schreibmaschine sind, Jüte man aus einer interessanteti Zusamtttenstellung in einem englischen Blatte erfährt, geradezu erstaunlich. So brachte es ein Fräulein Mary Pretty aus Washington fertig, in einer Sitzung von sechs Stunden 20 400 Worte, zu „tippen". Diese Leistung ist um so bemerkenswerter, wenn matt hört, daß die juttge Dame ein ihr ganz unbekanntes mtb schwer leserliches Manuskript abgeschrieben hat. Beinahe noch größer war die Leistung von Fräulein James Wright in Newcastle, die in sieben Stunden 28 944 Worte schrieb, ohne auch nur eine. Pause zu machen ober eine Erfrischung jit sich zu nehmen. Ihr wurde das Manuskript in die Maschine diktiert. Erstamtlich war die Arbeit einer Miß Sherman aus Liverpool, die einen Roman von 80 000 Worten mit solcher Akkuratesse und Genauigkeit abgeschrieben hat, daß sie nur drei Fehler machte, und zwar einen orthographischen Fehler, einen falschen Akzent und ein förnnma an unrichtiger Stelle. Den Gipfelpunkt aber hat entschieden Fräuleitt Gladys Walker aus London erreicht. Die junge Dame ist nämlich vollständig erblindet und schreibt trotzdem, nach Diktat natürlich, 5000 Worte in einer Stunde und vierzig Minuten ohne, jeden Fehler. Sie selbst unterhält ein großes Sehreibmaschinenburernt und kamt zu gleicher Zeit fünf ihrer Angestellten in die Maschine diktieren. Demgegenüber muß allerdings festgestellt werden, daß es auch unter ben Männern Virtuosen auf der Schreibmaschine gibt. Die höchste Leistung mit 119 Worten tu der Minute tturrbe. von einem geivissen Stnbfe(t' in London erreicht. * Der Wert des gründlichen Kauens der Speis e n ist durch Experimente, die in der letzten Zeit mit den Studenten der Universität Aale an gestellt worden sind, aufs schlagendste ertoiefen worden. In den Vereinigten Staaten ist es tn letzter Zeit Mode geworden, Menschen als Versuchskaninchen zu benutzen mtb an ihnen die Bekömmlichkeit von Speisen und Getränken festzustellen, und so Ivar es naheliegend, auch die Frage des Kauens auf gleiche Weise zu ergründen. Das Resultat hat ergeben, daß Gladstone, Englands großer Staatsmann, recht hatte, als er es sich zur Lebensregel tuachte, jeden Bissen 36mal ,herum" zu innen. Unter Aufsicht von Professor Irving Fisher be- ledigten sch neun Studenten zwanzig Wochen lang an dieser Probe aufs Gxempel. Es stand den Studenten völlig frei, von der reichbesetzten Tafel zu essen, was und soviel sie wollten, nur mußten sie sich zum Langsamessen und gründlichen Kauen verpflichten, eilt Experiment, das jeder an sich selbst ohne die geringste Unbequemlichkeit erproben kann. Im Laufe der Zeit wurden sorgfältige Messungen bezüglich des Gewichtes, der Stärke und Ausdauer der Beteiligten vorgenommen, und am Ende der ersten zehn Wochen ergab sich, daß acht der jungen Leute an Ausdauer um die Hälfte zugenommen hatten. Ihre geistige Leistungsfähigkeit war in gleicher Weise erhöht. Der neunte hatte die Vorschriften nicht befolgt, war körperlich und geistig auf gleicher Stufe wie anfangs geblieben und lieferte ebenfalls den Beweis für die Richtigkeit der Boraussetzungen. Am Ende der zwanzig Wochen war die Leistungsfähigkeit jener acht genau auf das Doppelte gestiegen, ebenso hatten sie an Stärke mtb Gewicht bedeutend zugenommen. Ihre übrige Tageseinteilimg und Beschäftigung war genau dieselbe geblieben, sie hatten ihren Studien obgelegen und keine anderen als die üblichen Leibesübungen vorgenommen. Man darf also nach dem in Aale erzielten Resultate behaupten, daß der Mensch bei langsamem Essen und gründlichem Kauen an Körper- unb Geisteskraft zunimmt. Außerdem machten alle acht Studenten die Erfahrung, daß ihre Freude am Essen täglich zunahm, was an -und für sich schon von Wichtigkeit ist, da der Mensch nicht nur essen soll, um sich am Leben zu erhalten, sondern er soll es auch gern tun. Cmgegangcne Bücher. (Besprechung erfolgt nach Auswahl. Eine Verpflichtung zur Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt eingesandter Bücher wird nicht übernommen.) — Darwin, Charles, „Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl oder die Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampf ums Dasein". Nach der Nebersetzung von I. V. Carus und der letzten englischen Ausgabe bearbeitet von Dr. Heinr. Schmidt. Volksausgabe. Preis kart. 1 Mk. Stuttgart, Alfred Körner. — Beiträge zur Literaturgeschichte. Herausgeber: Hermaim Graes. Heft 7: Strauß und Torney, Lulu von. Die Dorfgeschichte in der ntobenten Literatur. 40. S. — Heft 8: Busse, Karl, Dr. Konrad Ferdinand Meyer als Lyriker. 32 S. — Heft 9: Graef, Hermann. Nikolaus Lenau. 40 S. — Heft 10: Degen, Richard, Dr. Der lutherische Charakter in Goethes „Faust". 32. S. — Heft 11: Engelhard, Karl. Karl Ernst Knodt. 32 S. — Heft 12; PlatteUsteiner, Richard, Dr. Peter Rosegger. 35 S. — Heft 13: Burggraf, Julius. Das Erwachen und Werden des Dichters in Schiller. 48 S. — Heft 14: Graef, Hermann. Annette von Droste-Hülshoff. 48 S. — Heft 15: Bieder, Theobald. Friedrich Hebbel. 40 S. — Heft 17: Eschen, M. von. Parcival und Faust. 56 S. — Heft 18: Wilbrandt, Adolf. Ulrich Braeker, der arme Mann im Tockenburg. 26 S. — Heft 19: Graef, Hermann. Wilhelm Hauff. 32 S. — Heft 21; Pompecki, Bruno. Robert Reinick. 44 S. — Heft 22: griedrich, Paul. Friedrich Nietzsche als Lyriker. 36 S. (Leipzig, erlag für Literatur, Kunst und Musik.) SttbenEfel. Nachdruck verboten.-. a, be, bei, ben, bert, bo, d, da, c, er, go, Iia. li, ne, pel, m«a, se, st, re, z, ze. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen sieben Wörter gebildet und derart unter einander gesetzt werden, daß die Aniangs- bnchstabeu von oben nach unten, und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, ein geflügeltes Wort ergeben. ES bedeuten aber die einzelnen Wörter der Reihe nach Folgendes: 1. Männlichen Vornamen. 2. Frauenfigur aus einem Schitter'schen Drama. 3. Kulturpflanze. 4. Kostbares Kleidungsstück, 5. Eine Blume. 6. Ein Nagetier. 7. Astronomische Bezeichnung. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Ergänzttngsrätsels in voriger Nummert Laß, Pilger, Sorge ans dem Spiel, Sie mache dich mcht bang; Htenieden braucht der Mensch nicht viel. Dies Wen'ge attch nicht lang. iRebuttioni Ernst Heß. — Notattousdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts-Buch- «nd Sietnbruderet. R. Lange, Dietz«.