Samstag den 22- Juni >w; WM MW U ■ MW kJ f M Jun Ken unter der Asche- Roman von M. Proßnitz (M. Mircnberg). Unbefugter Nachdruck wird gerichtlich verfolgt. (Fortsetzung.) Es war ein farbenprächtiges, lebensprühendes Bild, welches sich dem aufmerksamen Beschauer darbot. Glänzende, ordenge- schmückte Offiziers- und Hosuniformen, brillantenblitzende Frauen- gestaltcu, jugendfrische Modchenerscheinungen — und über dem allen der strahlende Glanz der elektrischen Kronen, bereit gelbliches Licht weithin seinen verklärenden Schimmer spendet^ Tagmar sah sich bald von einer Schar von Bekannten umringt, unter denen Hans von Schmieden, dieser bei allen Kameraden beliebte und von den meisten gründlich verwöhnte Leutnant, wie gewöhnlich das Wort führte. Seine glühendste Fähnrichsliebe war übrigens die „himmlische" Tagmar gewesen, was diese auch sehr wohl wußte. Daß er neuerdings auf dem besten Wege war, sich wieder einmal zu verlieben, ging aus den zahlreichen Neckereien der Kameraden unschwer hervor. Rittmeister von Sprenger schien besonders viel Vergnügen daran zu finden, Schmieden scherzend die Aussichtslosigkeit seiner Liebe, vorzuhalten. Doch der ließ sich nicht verblüffen. Und als ihm die Sache gar zu bunt wurde, erklärte er euergisch: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf," machte der lachenden Dagmar eine Verbeugung und trat mit ihr zum Tanz an, just in dem Augenblick, als Veltlingen, welcher die letzte Aeußerung des Leutnants mit Erstaunen und leisem Unbehagen gehört hatte, sich ihr nähern wollte. Prüfend blickte er den beiden nach. Doch bald glättete sein Gesicht sich wieder. Welch wunderschöne Figur Dagmar doch beim Tanzen machte, mit welcher Leichtigkeit und. Anmut sie dahin zu schweben schien. Stolz, als ob sie schon sein eigen fei, sah er sich um. Wie ihr die Herren bewundernd nachsahen! So mußte es auch sein für die zukünftige Baronin Veltlingen. Er blickte von ihr zu der Gräfin Lindstrom herüber. Seine Hoheit hatte wirklich recht. Tie war gar nicht mit Dagmar, diesem königlichen jungen Weibe zu vergleichen! — Eifrigst sprach die Gräfin Lindström währenddessen auf ihren Kavalier ein, der sich ihr mit den Worten genähert hatte: „Darf ein völlig Fremder wohl an Ihre Güte die Bitte richten, ihn ein wenig in der Gesellschaft zu orientieren, Gräfin?" Ah, wie gern sie das tat! Mit Witz, Geschick und ein klein wenig Uebertreibung zeichnete sie, oft in kürzen Worten, ein treffendes Bild der Besprochenen, sodaß Uchdorf mehr als einmal ihre Bemerkungen mit leisem Lachen begleitete. Ta war er wahrhaftig an eine höchst amüsante Erzählerin gekommen! Und wie brillant die Gräfin dabei aussah. Ihre Augen leuchteten in innerem Feuer, ihr Antlitz war lebhaft und angeregt. Tie vollen roten Lippen zeigten beim Sprechen zwei Reihen blendend-weißer kleiner Zähne — !vie Perlenschnüre dachte Uchdorf, und dabei schweifte sein Blick unbewußt Von neuem zu Schmiedens Partnerin. Wie die ihn an jene unvergeßlich schöne Zeit in Blanstedt erinnerte! Merkwürdige Achulichkeit! Et wandte sich wieder zu der Gräfin. „Wer ist eigentlich jene stattliche Blondine, die dort neben Schmieden steht? Veltlingen nähert sich ihr soeben." Tie Angeredete streifte mit prüfendem Blick sein Gesicht. Wie unbewegt das war. Irrte sie sich, wenn sie eben einen besonders herzlichen Ton in seiner Stimme zu hören glaubte? Scheinbar unbefangen sah sie aus. „Aber Herr von Uchdorf! Wenn das die schöne Fischeritt hörte!" Und als sie sein verdutztes Gesicht bemerkte, fuhr sie mit klingendem Lachen fort: „Um Gotteswillen, verratet Sie mich nicht Ihren Kameraden. Ich erlauschte," log sie kecklich weiter, „neulich zufällig diese Bemerkung von ihnen über Baroneß Rolfsen. Ich glaube übrigens nicht, daß sie so sehr nach einer guten Partie angelt. Das scheint mir wirklich arge Uebertreibung zu sein." „Gewiß, Gräfin, das scheint mir auch so!" war seine spöttische Entgegnung, während seine Augen unverwandt auf Dagmar ruhten, die eben voll gewinnender Freundlichkeit Veltlingen für die Rosen dankte. Lächelnd hob sie darauf die herrlichen! Blumen empor, um ihren köstlichen Duft einzuatmen. Uchdorf preßte zornig die Lippen zusammen und wandte sich brüsk um. Also das war im Laufe der Jahre aus Tagmar, seiner Dagmlar geworden, deren Bild er so treu im tiefsten Winkel seines Herzens aufbewährt hatte. Wie getreu, das fühlte er jetzt nur zu deutlich an der Enttäuschung, die ihn bei den Worten der Gräfin ergriffen hatte. Was nutzte es, daß sein Verstand ihm zuraunte: „Ueberzeuge dich doch erst, ob das, was dir da gesagt wird, auch auf Wahrheit beruht!" Ach, die Hoffnung durfte er ja nur wenige kurze Minuten, hegen. Tann siah er es nur zu deutlich, das sinnbetörende Lächeln der schönen — Fischerin, deren höchster Wunsch eine reiche Heirat sein sollte! Nun, das Ziel schien sie ja beinah erreicht zu haben. „Immer zu, Baroneß, meinen Segen haben Sie!" Höhnisch und ingrimmig flüsterte er die Worte vor sich hin. Ein bitteres Lächeln ging über sein Gesicht. ZuM zweitenmal narrte ihn das Glück! Jetzt, wo er nach Jahren die Jugendgeliebte wiedcrsah, wo er in der Lage war ihr eine gesicherte, ja glänzende Zukunft bieten zu können, jetzt war es zu spät... Ein unsinniger Zorn quoll in ihm empor. O, daß doch sein Herz auch so ein elender Aschenhaufen wäre, wie das ihre zu sein schien. Tenn lieben konnte sie diesen alten, ivenit gleich noch leidlich konservierten Höfling doch unmöglich. Eine Verstandes- Heirat also — ohne einen Funken von Liebe. Wer ihm dasvon der heißblütigen, warmherzigen Tagmar gesagt haben würde, wie hätte er den ausgelacht! „Nanu, Uchdorf, so ernst?" Gemütlich ergriff ihn der dicke Sprenger am Arm. „Haben Sie denn eigentlich schon, die schöne Dagmar begrüßt?" „Nein." Hart und schroff klang es zurück. „Nicht?" vertvunderte sich der andere. „Na denn kommet Sie mal schlettttigst ran, Verehrtester. So grobe Vernachlässigungen ist die durchaus nicht von uns gewöhnt!" — 362 — „Ich wollte da nicht stören." Er sah bezeichnend zu Velt- lingen hin, welcher sich noch immer angelegentlichst mit Dagmar unterhielt. „Nanu, mm: nid)’ gleich beißen, mein Lieber. Wenn Sie die haben wollten, mußten Sie früher aufstehe::!" meinte der ahnungslose Rittmeister. „Ich hab' mich übrigens schon mit dem Gedanken ausgesöhnt. Wird eben ein nettes Haus mehr fein wo mau verkehrt." „Ja, du!" dachte llchdorf ingrimmig, während er höchst energisch von. Sprenger durch das Gewühl zu Dagmar bugsiert wurde, die kühl und nachdenklich in den Saal blickte. Und dann trafen sich plötzlich ihre beiden Augenpaare — ein kurzer, schreckhafter Blick. Wie jähes. Erkennen blitzte es in Dagmars Zügen auf, dann sah sie wieder still und ruhig aus. Mit behaglichem Lachen näherte Sprenger sich. „Hier, Baroneß, die neueste Aquisition unseres Regiments. Rittmeister von Uchdorf, weit gereister Herr, erst Afrika, dann China, jetzt die Zierde der dritten Schwadron. Bißchen mager, sonst ganz stattliche Erscheinung. Augen braun, Nase'schmal, Mund klein, kurzum Rassegesicht. Hier ist der Verbrecher!" Mit komischer Feierlichkeit trat der Sprecher nach diesen Worteir zurück. Dagmar niifte ihm freundlich zu. Dann reichte sie Uch- dvrf mit scheinbarer Gelassenheit die Hand, während sie mit leiser Stimme sagte: , hat mich also doch nicht mein Auge getrogen, als ich vorhin in Ihnen einen alten Bekannter: wieder zu erkennen glaubte." Uchdorf verbeugte sich schweigerrd. Ter Hals war ihm wie zugeschuürt. Wie kühl und rrrhig sie das sagte! Kein Tor: in Stimme, der ihm audeutele, daß sie sich auch soi:st noch der Vergangenheit erinnere. Nicht ein Funke mehr von jenem feurigen Empfinden, das sie damals für ihn hegte. Narr der er gewesen war trotz alledem was die Lir:dsiröm ihm vorhin vor: ihr sagte, doch noch mit einer gewissen heimlichen Freude, einer frohen Erwartung ihrer Begrüßung entgegen gesehen zu haben. Tor, dreifacher Tor! Die heiße Liebe war erloschen, ausgebrannt, zu Asche gewordeu, bei ihr loeuigstens war kein Funke mehr Vorhände::, der da zündete! Fort also mit allem weichmütigen Empfinden. So gut wie sie solche Reguugeu mit Erfolg zu bekämpfen wlißte, konnte er das auch. Tenn daß i:e das verstand, zeigte sie ihn: ja nicht nur durch die kühle Gelassenheit eben, sondern wohl noch mehr durch die Art, wie sie sich die Huldigungen des Kämmerherr:: gefallen ließ. — . Straff richtete Uchdorf sich empor und jetzt klang seine Stimme genau so kühl und unbewegt wie vorhin die ihre, als er langsam antwortete: „Es ist mir eine unverhoffte Freude, Baroueß, Sie so plötzlich vor mir zu sehen, eine ehrliche Ueberraschuug, denn da ich erst seit drei Tagen hier bin, hatte ich noch nichts von Ihrer Anwesenheit bei Hofe gehört." Jäh war der Freudenschein in Dagmars Äugen bei feinen WEei: erloschen. Ein Schatten flog über ihre regelmäßigen Zuge. Fest krampfte sie die Hände um den Blumenstrauß. Wie geschickt Uchdorf seine Worte wählte! O, er konnte ruhig sein. Sie verstand ihren Sinn vollkommen. Unbesorgt, mein Lieber, wenn dein Gefühl für sie erloschen ist, so ist Dagmar Rolfsen viel zu stolz, nun auch nur das Leiseste von ihrem Empfinden dir gegenüber zu verraten. Und ihre Züge hat sie gottlob gelernt zu beherrsche::. Fest liegt die Maske ruhiger Gleichgültigkeit vor ihrem Gesicht! — So fest, daß selbst Uchdorf an sie glaubt. Uud als er nach kurzer Unterhaltung zurücktritt, um ehrfurchtsvoll dem Herzog Platz zu machen, da geht er mit innerlichem Erstaunen fort. Wie könnte aus der ehemals so lebensfrische::, herzensfrohen Dagmar eine so marmorkalte Weltdame werden? In halber Bewußtlosigkeit hörte Dagmar, daß der Herzog sie anredete, ohne doch zu begreife::, was der hohe Herr sagte. Mühsam zwang sie ein Lächeln auf ihr totenblasses Gesicht.' während ihre Gedanken immer nur um den einen Punkt kreisten'. „Da geht er hin, fremd und kalt, der Mann, nach dem du noch immer im tiefsten Winkel deines Herzens eine heimliche Sehnsucht empfandest, von den: du dachtest, daß er dich ebenso- penig vergessen habe wie du ihn!" Aas also war das heißgewünschte Wiedersehen. —■ „Unb find' ich dich nach Jahren wieder,*) So ist's eh: fremd Bo rüber gehn, ßin kurzer Blick, ein flüchtig Grüßen, . -• Als hätten wir uns nie gesehn." ■JÄ; Gma Rittet, Gedichte. • Unbewußt sprachen chre Lippen die traurigen Worte des p,:edes vor s:ch hu: So, grade so wars auch bei ihr! Sie seufzte verswhlen, während sie mit großen Augen in das Gewühl der Tanzenden starrte. Da der Herzog auf seiue scherzende Bemerkung keine Antwort erhielt, bog er sich näher zu ihr hin. „Finden Sie nicht auch, Baroueß?" Dagmar fuhr erschrockeu zusammen, mit einem Blick, als ob :hr Geist aus himinelweiter Ferne zurückkehre „Gewiß, Hoheit!" Unbewußt zog sie dabei die Stirn in Falten. Ter Herzog sah befremdet auf. Wie müde und abgespannt sie aussah' „Fühlen Sie sich schlecht, Baroueß?" frug er besorgt, während ein teilnehmender Ausdruck in seine klugen Augen trat. „Unsagbar, Hoheit. Ich hab- heftige Kopfschmerzen," entgegnete Dagmar matt und ziemlich am Ende ihrer Selbstbeherrschung. „Dann ziehei: Sie sich schleunigst zurück!" entschied der Herzog kurz. „Was würde Ihre Hoheit sagen," wandte Dagmar ein. „Ich werde Sie bei meiner Mutter entschuldigen. Kommen Sie, Baroneß." Er reichte Dagmar den Arm. Sie stützte sich schwer auf ihn. Ehrfurchtsvoll bildeten die Paare eine Gasse. Schweigend schritt der hohe Herr hindurch, die totenblasse Hofdame am Arm. Neugierige Augen blickten ihnen nach. . . Als sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte, stand Tag- mar aufatmend still. Daun hob sie ihre schönen, von verhaltenen Tränen schimmernden Augen mit einen: Ausdruck u:v- endlicher Dankbarkeit zu dem Herzog empor. „Ich danke Eurer Hoheit." Statt aller Antwort winkte der Herzog eilig ihrem Lakaien: „Dettmaun, den Mantel." Sorgfältig legte er dann selber den feibenen Umhang über ihre schlanken Schultern. „Ich bringe Sie noch nach oben." Ohne eine Entgegnung abzuwarten, nahm er von neuem! ihren Arm. Langsam folgten sie bem voraufeilenden Diener, der, nachdem er rasch die Krone in Dagmars Salon angezündet hatte, leise das Zimmer verließ. Abschiednehmend reichte der Herzog Dagmar die Hand. „Hoffentlich sind Sie morgen wieder hergestellt, Baroneß!" „Das erwarte ich zuversichtlich. Eure Hoheit." ,-,Dann leben Sie wohl für jetzt, und — ein schalkhafter Zug flog über sein Gesicht — „soll ich vielleicht einen Gruß be-: stellen?" Einen Augenblick zögerte die Gefragte mit der Antwort —- kaum einen Atemzug lang — bann klang es rrrhig und gefaßt von ihrer: Lippen: „Ich wäre Eurer Hoheit dankbar." „Sehr wohl, Fräulein Diplomat, und gute Besserung!" Geräuschlos fielen die dunklen Türvorhänge hinter der hohen Gestalt des Herzogs zusammen. Nachdenklich schritt der Fürst die Treppe hinab. Achtlos glitt sein Blick an den wartenden Lakaien vorüber, die bei seinem plötzlichen Erscheinen verlegen schwiege::. Sonderbar, was mochte die sonst so kühle Dagmar so erregt haben, daß sie derartig aus ihrer gleichmäßigen Ruhe gebracht war, dieser stillen Gelassenheit, die ihm stets als etwas besonders Anziehendes an dem schönen Mädchen erschienen war? „Frappierter Sekt." So unrecht hatten die Spottdrosseln mit dieser Bezeichnung nicht. Es lag ein leiser, kaum zu beschreibender, prickelnder! Reiz in der hoheitsvollen Gelassenheit ihres ganzen Auftretens. Ter Vergleich paßte wirklich, nur hätte der Herzog noch das Wort gut hinzügefügt wissen mögen, dem: schlecht frappierter Sekt schäumt über. . . Sichtlich geschmeichelt nahm Veltliugen kurz vor den: Souper durch den Herzog den Gruß Dagmars entgegen, von welchem kein 28ort den scharfen Ohren Uchdorfs entging. „Demnach scheint die böse Welt doch recht zu bekommen mit ihren Voraussagungen," lächelnd sah die neben ihm stehende Frediue ihn au. . „W!as Kittinert uns das, Gräfin? Darf ich die Ehve haben. Sie zur Quadrille zu führen?" Tie Hofdame strahlte. Stolz reckte sie ihr zierliches Figürchen empor. Ah, der heutige Ball verlief glänzend! (Fortsetzung folgt.) 363 Ale Maurrntäuze in der Lüneburger Kkide. Bon Thies, Hannover. Tie Tanzvergnügungen in den Dörfern nahe der Großstadt unterscheiden sich in nichts von denen der Städte, der nivellierende Einfluß der Großstädte hat hier jede ländliche Eigenart vernichtet. Nur in den ländlichen Bezirken abseits der großen Städte und Verkehrsstraßen bestehen noch die alten Bauerntanze ut ihrer Terb- Üeit und Ursprünglichkeit. In dem unweit von Hannover gelegenen hessischen Kreise Rinteln und dem Fürstentum Schaumburg-Lip^e haben sie besonders ihre ursprüngliche K>rm bewahrt, noch verstärkt durch die eigenartige bunte Tracht des weiblichen Teils der -be- völkeriing. Neben den bei der Landbevölkerung wohlbekannten und beliebten' städtischen Riindtänzen werden dort die alten Bauerntanze besonders gepflegt, und die Lust erreicht ihren Höhepunkt, wenn der Tänzer sein Mädchen in die Höhe wirst, worauf dasselbe mit einem kräftigen Juchzer antwortet, der in tonem Tonfall an den Schreckruf eines Mädchens erinnert, an dem unvermutet eme ihr aber doch nicht Weiter unangenehme Zärtlichkeit verübt wird. Diese ländlichen Feste werden mit besonderer Borlreoe von tonst immer in die strenge Form konventioneller «itte elngezwangten Großstädtern besucht, um dort zu beobachten, daß wahre Lust und Freude nur unter Ausschließung leben Zwanges m ungebundener Freiheit gedacht werden kann; auch,Maler und Malerinnen VM- weilen dort gern, um das Volk tit seiner Derbheit, Ursprunglrcykeit und Lust kennen zu lernen und die alte bunte Traust, die ihrs ursprüngliche Form bewahrt hat, zum Gegenstand ihrer Studien 5U '"luch^ in der Lüneburger Heide sind bei der,Bevölkerung die alten Tänze ihrer Voreltern, nicht in Vergessenheit ,geraten. Das kann auch gar nicht anders fein, denn bei diesen ranzen kann ba^ Volk seiner ungebundenen Ausgelassenheit die Zugel schießen lassen, alle singen beim Tanzen, auch die, Musikanten, ^myzer ertönen, mit den Füßen wird getrampelt, die Tänzerinnen lassen sich manche kleine Zärtlichkeit dabei gefallen, der Lust tut eS keinen Abbruch, wenn die Musikanten infolge übermäßigen Zuspruchs geistiger Getränke ihren Instrumenten gar jämmerliche Tone ent- loFeu, und neben den Hellen Stimmen der Mädchen und Frauen zu beibfit ©■eiten des TlmzsMteZ nuf bet ves rbnueru bre Kühe und Ochsen brüllen. , In der Lünebrirger Heide wurde ut alter Zeit ganz besonders viel getanzt, viel mehr als heutigen Tages. Früher war fast tn jedem Kirchdorf der Heide Jahrmarkt, und bei ledern Wirt un Orte Tanzmusik, regelmäßig wurde ferner am zweiten Festtage der großen christlichen Feste im Kirchdorfe getanzt, es, kam dann wohl vor, daß die Jugend ihre Tanzlnst nicht bändigen koniite und schon vor Beendigung des Nachmittagsgottesdienstes die Musekanten ausspielen ließ, und daß zum Entsetzen aller der Pastor erschien und Ruhe gebot. Das in der Heide so beliebte Scheibenschießen wurde meist mit einem Tänzchen beschloßen. Dann gav - es noch Tanzvergnügungen, an denen sich besonders die Verheirateten neben der Juugmannichäft beteiligten, ^n den t tonen Dörfern wurde häufiger in der Gewißheit, daß die obrigkeitliche Genehmigung zum Tanzen ihnen verweigert wurde, ohne diste Erlaubnis getanzt, man war dann aber auf der Hut vor Ueber- raschungen und Ueberrumpelungen durch den Bogt; sobald er tn der Nähe des Torfes auftauchte, wurde der Musikantentlsch, tn eine enttegene Ecke gestellt,- die Bier- und Branntweinglaseü ivurden versteckt und die Tanzenden verbargen sich tn Schuppen und Ställen. Nachher nahm das Vergnügen seinen Fortgang Diese vielen Tanzbelustigungen wurden noch vermehrt durch das Erntefest, Fastnacht (FaUahm), Hochzeiten und, andere fröhliche Anlässe. Tie Musik beschränkte sich meist auf Violine und Baßgeige. Tie Tanzlnst war aber so groß, daß häufig noch am Sonntag abend eilt Tänzchen veranstaltet wurde, wobei man sich mit einem geblasenen Kamm begnügte. Diesem Uebermaß von Ezlust hat die Regierung durch auhaltendes Versagen der! Erlaubnis gesteuert. In alter Zeit waren die bunten Tänze bevorzugt, gleichbedeutend mit dem altdeutschen Reihentanz. Tie Auswahl war hier groß, beliebt waren Contretänze, wie „Lustig vorm Wh , „Cuntra Tweetritt" und „Droitritt", „Cuntra mit de Wuidmohl und viele andere. Bei Cuntra mit de Windmöhl 6ilbeten vier Mädchen mit dem Rücken aneinanderstehend eine „Windmühle, während ihre vier Tänzer sich als Windmühlenflügel um sie drehten und mit den Händen klappten. — Zu den bunten Tänzen wurde fast immer gelungen. Tiefe Tänze wurden gegen Bezahlung an dem Musikantentisch bestellt, das Bezahlen wechselte ab, wer über wenig Geld verfügte, sah zu, daß er sich nie an den Musikantentisch herantanzte, und konnte dann mit ein paar Groschen in der Tasche sich die ganze Nacht vergnügen. Getanzt wurde durchweg im Sommer in Hemdsärmeln und linksum. Die Singweisen zu den bunten Tänzen waren von den Musikanten gedichtet und von ihnen in Musik gesetzt. Zu einem Schottischen wurden gern folgende Lieder gelungen: „En oler Buer von föstig Jahren, De wol geern sind Freustück sparen, Gele Arskm, wite Bohiien, gele Arfken, wite Bohnen, Gele Arfken was sin Clör (Couleur), was sm Clor, Ach, wenn't doch Man ers Middag toör." ™.,.. Bei der letzten Strophe: „Ach, wenn't doch man ers Middag .JvSr," „setzte d.ieMe Mhgeige ttn. 1. 2. 3. 4. In Scharrl staht se dünn." f . Tie Bauern in Scharrl im Kreise Soltau hatten früher äus- gezeichnete Holzbestände, durch die leichtsinnige Mirtichast ihrer Kinder und Eiikel waren die schönen Holzbestände arg gelichtet, die Bewohner der benachbarten Dörfer kühlten nun ihr Mütchen durch dieses Spottlied an Scharrl. Ein Inhaber der weitbekannten Firma Breiding u. Sohn in Soltau hat in Scharrl Grundbesitz erworben! und dieses kleine Sieb vor der Tür seines herrschaftlichen Landhauses anbringen lassen. — Beim Rheinländer wurden folgeuoe Lieder bevorzugt r „Erst up den Hacken, un denn up de Tön, O, Mudder, wo geiht doch de Rheinländer schön.' „De Scheerensliper Oppermann, De kam mit sin'n Küren au, Nn gah ick hen na Selig, na Selig, Da sünd de Scheeren billig." „Lütje bau dil't man, Lütje bau du t man, Du kriegst ja gor keinen betern Mann." „Wenn hier en Pott mit Bohnen steiht, lind da en Pott mit Brie, Dann lat ick Brie und Bohneii stahn, Oder auch: „Lott is död, Sott is död, Jule liegt im Starben, Tat is god, bat is god, Dann gift wat tau Arben." Ein anderes beliebtes Lied: „Mit den Füßen geht es trapp, trapp, trapp. Mit dm Händen geht es klapp, klapp, klapp, Mudder, Mudder, wat is bat? Deern, du kriegst mit be FÄrtaug wat." Ein weiteres: „Eduard, füng an to stricken, O, wo is denn min Mariekm, Up den Saal, np den Saal, Tanzen will fe noch enmal." Noch eins: „Heinrich, de dicke fette, Tanzt fick bat dm Doimerwedder, Mit sin Teutschen up de Bein, Tat gilng ganz verdmbelt sein." , Im Kreise Soltaii wurde zum Schottischen bann noch folgechf des Spottlied gesungen: „Wenn't allerwegen düster is, In Scharrl schient be Sünn, Wenn allerwegen de Böm dick steiht, Und griep na miner" Marie." . „ IM Kreise Burgdorf wurde auch öfter zum Rhepilander gesungen: _ „SyroP her, syrop her, Honig, dm mag ick nieh mehr."--- Beim Walzer warm besonders folgende Lieder beliebt: N.ach der Melodie von Feinsliebchen mein unter’m Rebmdach: „Hatten Lma mit be Newelkapp, Kiek mal tum Feiistcr ritt, Mak apen Mal diu Etelschapp, Min Magen bellt ganz tut." w Ober" „As ufn Großvader be Großmiidder nahm. ■ Ein anderes Lied aus dem Kreise Soltau lautete so: „Hans Hering, Hans Hering, hast Du nnsen lüften " (Krisch an nicht sechste Ick seih em gistern Abend na Scharrl hen teihn. Mit sin'n körten Rock, mit sin'n lüften Bem n, Min Lev Tag hev ick sön'n lüften Kirl mch seihn." b^"",',Tat Du min Schützten bist, bat Du wol weW, , Kmnm hüt Abend, kumm hüt Abmd, feg. mick Bescheid.^ Noch ein anderes: . , „Feiiisliebchcn mein unter’m Rebmdach, Erhör mein heiß.s Fleh'.i, Es hat geregnet den ganzen Tag, V Laß mich nicht länger stehn. Wohin ich blicke, kein Obdach mehr, ’ Der Magen ist "ausgehungert so sehr. Feinsliebchen mein unter'm "Rebendach, Erhör mein heißes Fletzu." SBeint Galopp war der „Pst-Pst" und der Trichinengalopp besonders beliebt: m 1. „Wmi, be Brog am stech* An'ne Eck und ffeit’t., Ganz bedräuwt, Weil hei glauwi Sin Katrin hat em verlalen, Doch Katrin, be Popp Matt bat Finster op: Krischan kumm; IKÄ flitu «! «r . 2. „Trum esset nicht von diesem Schwein, Es möchten drin Trichinen fein, , Drum esset nicht von diesem Schwein, — 364 — Webaftiürt: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätZ-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen. veVmZfchSsK. * Die tapferen grauen von Argos. Einst hatte der Spartanerkönig Kleomenes einen großen Teil der Aegiver in jofsener Fcldschlacht getötet und rückte gegen Argos an, um sich der Stadt zu bemächtigen. Da flößte die Dichieriit Telesilla, ein weiblicher Tyrtaeus, plötzlich ihren Mitbürgerinnen wie durch einen göttlichen Hauch einen mehr als männlichen Mut ein. Tele- silla vermochte es, die Schönen ihrer Vaterstadt zur Verteidigung ih er bedräu ten Herde und Altäre zu entflammen. R sch ent* schlossen besetzten die kühnen Amazonen unter der Anführung Telesillas die Mauern und Festungswerke der Stadt, zwangen zunächst Kleomenes die Belagerung anfzugebeu und jagten seinen Regieruugsgenossen Demeratus, der bereits einen Teil von Argos eingenommen hatte, wieder zu den Toren hinaus. Als so die Stadt errettet war, iourdert die gefallenen Heldinnen neben der öffentlichen Heerstraße begraben. Denjenigen Heroinen aber, Ivel* 6)en vergönnt war, ihre Heldentaten zu überleben, wurde gestattet, alljährlich am Gedächtnistage der Befreiung von ArgoS ein Fest zu begehen, das den Namen des Spottfestes erhielt, weil an diesem Tatze die Männer in Franentracht, die Fr aueit in' Männergewändern erschienen. Noch zur Zeit Plutarchs, des großen Biographen römischer und griechischer Helden, wurde das Spottfest feierlich begangen, sodaß die lange Dauer desselben die unauslöschliche Dankbarkeit der Männer von Argos bezeugt. Ein Dnettroman. Mau l Langenscheidt, „Um Nichts!" Verlag Dr. P Langenscheidt, Gmß-Lichterfelde-Ost. Es ist ein gallenbitterer Ge- schmack, mit dem wir von dem Werke scheiden, aber seine Bitternis in Arznei. Bor Jahren rief ein Gemälde von Ernst te Werbt ,,unt Nichts!" Bewunderung hervor. Das Bild stellte eine Duell- fjene dar und übte durch seine Realistik eine mächtige Wirkung ?us den Beschauer aus. Die Deutung des Bildes fiel nicht schwer. Um Nichts! Em — Nichts hat den folgenschweren Streit herauf- aber das junge Leben ist einem gesellschaftlichen Jra tom geopfert worden. An dieses Bild mußte ich denken, Roman „Um Nichts!" beendet hatte. Während Lben £m. "iuntzes Blut" im Zweikampf das W es hier ein Major a. D., der vor der Pistole des Mngeren Gegners fällt. Tie Verwicklungen, die zu dem Mode. — In dieseit Sommermonaten wird wieder ein Toiletten- gegenstarid getragen, der unsere Mütter und Großmütter reizend kleidete, der große, wehende Schleier, die duftige Echarpe. Locker um die großen Hüte genommen, trägt man an der See Schleier riesenhaften Umfanges. Für die Straßenwiletten gibt man natürlich nicht die herrlichen Spitzen dem Wind und Regen preis, sondern man hat die hübschesten, abgepaßteir, gepunkteten und geblümten Tüllgewebe, auch Tüll mit Spitzelt oder mit Bandbesatz zur Auswahl. Die Lipperheidesche „Modenwelt" behandelt diese Mode ausführlich. — Ein wichtiges Kapitel der modernen Frauenbewegung behandelt Ilse Fmpan-Akunian, die Novellistiii, in einer Erzählung: „Tie Preisarbeit", welche in dem erstell Maiheft der „Mode von heute" beginnt. Auch sonst ist der literarische Teil dieser anziehenden, Vornehmelk, in Frankfurt a. M. erscheinenden Mode- und Frauen-Zeitschrift wiederum reich an fesselnden Beiträgen, von i)eiten in erster Linie der neue Abschnitt der Lebenserinnerungen der Königin von Rumänien: „Perthes" zu nennen ist. Unter dm weiterett Mitarbeitern finden wir Schulte vom Brühl, Paul Grobem, Clara tont Sydow, Sofie Schulz- Euler und andere, die Rvvelletten und Mandereielt der „Mode Volt heute" zur Verfüguikg gestellt. Für Abwechslung sorgen die Rubriken: „Aus dem Knnstgebiet", „Ereignisse und Erlebnisse aus der Frauenwelt", „Aus der Gesellschaft", „Ter Jnteresseitkreis des Kindes" (mit Märchm, Gedichten, Rätseln, Spielen), „Kinderpflege", „Küche und Haushalt", „Schönheits- und Gesundheitspflege", auch der die Frauenwelt interessierenden literarischen Erscheinungen ist gedacht. An Wert und Reichhaltigkeit steht dem literarischen Teil der Mvdeieil mit zahllosen Originalabbildungen, Vorlagen und Entwürfen für jung und alt, für sämtliche Ansprüche gleich, alles geschieht, um die „Blöde von heute" zu dem beliebtesten und eigenartigsten Frauenblatte zu gestalten. Duell führen, schildert der Autor so überzeugend, daß man — selbst als Gegner — diesen Zweikampf entschuldigen und für an* gebracht erachten könnte. Und dennoch liegt eine furchtbare, unfaßliche Tragik in dem Geschick des alten Offiziers, der gehofft hatte, einen glücklichen Lebensabend im Kreise der Seinen zu verleben, und nun auf diese erschütternde Weise aus der Welk scheiden muß. Paul Langenscheidt hat uns eine Erzählung aus dem Offiziersleben beschert, die nicht nur in diesen Kreisen, sondern auch in allen anderen mit Bewegung gelesen werden wird. Sonst geiht saun Leben futsch. Denn bat Swin, bat het Trichin'»!" Besonders beliebt war in alter Zeit der Tanz mit dem bekannten Liede: „Herr Schmidt, Herr Schmidt, Was kriegt denn Julchen mit. 'En Schleier und 'en Federhut, Der kleid't dem Mädchen gar zu gut" Hierbei erreichte die Lust 'ihren Höhepunkt. Tänzer und Tänzerinnen faßten sich mit gekreuzten Händen an, der eine Fuß wurde vorgestellt, bei dem Gesang „Herr Schmidt" fand ein Wechsel der Fußstellung statt, bei dem nächsten „HerrSchmidt" wieder und so fort, bei der zweiten Hälfte des Liedes tanzte man die Diele hinunter. Ein bekanntes schönes Tanzlied war auch: „Hänschen seit im Schoststen und flicke sine Scharch, Da kam en wackert Mäken an und seih so nipe tau, . O Hänschen, wenn Du freien tont, so freie doch nur mick, Ick hev 'en blanken Taler, den will ick geben dick. Hans nimm fe nich, Hans nimm se uich, so hat 'en [scheiben Fant, Tat schadet nich, hat schadet »ich, bat wa.rv at wäer gand." Oder: „Omer Salbe np, sm er Salbe np, dann ward ct wäer gaub." Gesungen wurden auch noch folgende Lieder: „Wenn't Pingsten iS, weun't Pingsten is, daun flacht [ufe Bader 'en Bock, Daun danzt use Muddcr, bann banst unfe Mudder, „ [in ören bunten Rock." Oder: „Komm tanz mit mir, komm tanz mit mir. Ich hab' eine bunte Schürze für." — Zn „Faßlahm" wurde am Sonntag und Montag getanzt, am Montag kleideten sich bann einige Tänzer ans, setzten Masken auf und gingen mit Musik von Haus zu Haus, mit Krügen auf dem Rücken, in die sie die ihnen von den Bauersrauen gespendeten Schinken, Würste und Eier legten, die am Abend verzehrt wurden. Tie Ausgekleideten nahmen auch wohl eine „Gaffel" mit, mit der sie bann selbst Schinken unb Würste aus dein „Wiem" herunterholten, wenn nach ihrer Ansicht die Spende der Bäuerin zu dürftig ausgefallen war. Der Geiz mancher Bäuerin fand dadurch seine Berichtigung. Nach dem gemeinschaftlichen Abendessen nahm der Tanz seinen Fortgang, Als kleiner Knabe hatte ich immer große Angst vor diesen fratzenhaften Gestalten und flüchtete mich immer aus den „Hühnerwiem". Die Tanzvergnügungen wurden abwechselnd, soweit sie nicht rn den Wirtshäusern ftattfanbeu, auf den Dielen der Bauernhöfe abgehalten. Besonders feierlich und weihevoll wurde das Erntefest begangen; die Dorfschönen stellten einen schönen, besonders ausgeschmückten Erntekranz in dem Bauernhause her, in dem im letzten Jahr das Erntefest gefeiert war, mit Musik wurde der Kranz in feierlichem Umzuge in das neue Festhaus gebracht, um hier an bevorzugter Stelle bis zum nächsten Jahre aufbewahrt zu werden. , Der Wandel der Zeit hat diese alten schönen Sitten und Gebrauche unvorteilhaft' verändert. Ter betreffende Bauer hatte zu diesem Erntefest geschlachtet und gebacken, Brer und Branntwein gaben die jungen Burschen Tie Unkosten wurden durch Beiträge, zu denen auch öfter pte Tänzerinnen beisteuerten, gedeckt. Leder totste fast immer mit demselben Mädchen. Wenn die Tänzer beim Konter antraten, klatschten sie in die Hände, unb dte Tanzerinnen gesellten sich zu ihren Tänzern. Aus Eifer- suchteleicn entstehender Streit und Zank, der nur fcu oft in blutige Schlägereien ausartet, gehörte daher in der Heide zu den größten Seltenheiten. 8 , „ Tie städtischen Rnndtönze sind in den Dörfern der Heide beliebt und bekannt, aber wenn die Tanzleidenschaft dieJugend M immer größerer Lust und Freude hinreißt, dann kommen dte alten Tänzer zu ihrem Recht, und die Freude keimt bann reine Grenzen mehr. Charade. Das Erste bereitet dir Wohlbehagen Durch schattige Kühle an sonnigen Tagen. Das Zweite holt bald, wenn du sröhnst dem Genuß, Dein Geld und dein Gut und dich selber zum Schluß. Das Ganze verdrießlich beim Rundianze brummt; Doch kommt eS zur Ruh', ist es plötzlich verstummt. Auch ist es als Meister der Töne bekannt, Der Hunderte reizender Walzer erfand. W. Auflösung in nächster Nummed.s Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Wien — Wein.