1907 IreMrg den 19 Zpril 13 SBS R- I« MMWV WjiWs Hm SW MS! m Jem Irrlicht nach. Roman von Alexander Römer. Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Sie war in einen Stuhl gesunken lind verhüllte ihr Gesicht. Tie heftige Erregung machte sich in unartikulierten Schluchzlauten Luft. Erna saß ihr still gegenüber. Wie war es möglich, daß jemand sein eigen Elend, solch ein Elend eines verfehlten, schuldbeladenen Lebens in hochtönenden Worten aussprach, und doch war ein gut Teil wahrer Empfindung und wahrer Tai- sachen unter dem ldmödienhaften Wesen heut verborgen. Welch ein entsetzliches Dasein schleppte die Unglückliche weiter! In Erna stieg daneben der wvhlbegründete Verdacht auf, daß nicht ihr Gatte sie, sondern daß sie ihn verlassen, wie die Ratten ein sinkendes Schiff. Verdiente ein solches Wesen Mitleid? Und doch regte sich Erbarmen in Ernas Herzen. All ihr eigen Leid versank und erblaßte vor diesem düstern Lebensbild. Hier war aller Glanz, den ein gütiger Gott einst über sie mit reichen Gaben ausgeschüttet, erblichen, verunreinigt, durch den Schmutz der Erde geschleift. Und zu dieser Frau gehörte Sylvia! Wie war sie zu schützen? Vielleicht gewährten nur Villattes Arme ihr sicher diesen Schutz. Wugte er schon um diese neueste Enthüllung und hatte er darum seine Werbung beschleunigt? Wenn Sylvia ihn lieben könnte, wäre sie geborgen — nein, es war übermenschlich, von ihr zu verlangen, daß sie das wünschen sollte, ihm Sylvia als Gattin, diese als Schwiegermutter wünschen. Frau Zernial erhob sich, ter Paroxismus war vorüber. Sie fing an, wieder nach ihrer Weise die nächste Zukunft zu überdenken. „Sylvia ist verwöhnt," sagte sie in völlig verändertem Ton, „sie hat die Neigungen einer Prinzessin: was hat Doktor Villatte ihr eigentlich zu bieten? Ich muß ws von meinem eigenen Geschick und an das meines Kin'es denken. Es wäre mein Tod, wenn ich dächte, sie sollte entbehren." „Sylvia hat sich einzig zu fragen, ob sie ihn liebt," sagte Erna schroff, „dann wird sie an seiner Seite nichts vermissen." „Nichts vermissen — da» heißt, sie wird angewiesen sein, zu schein hauszuhalten, die Tretmühle im engen Geleise zu drehen." „Tante, lvillst dir sie lieber auch in das verzehrende Element leiten, wo ein Aschenhausen der Rest ist?" „Erna, du bist ein schreckliches Mädchen!" „Mag sein, aber es handelt sich -nicht um mich, sondern um Sylvia jetzt. Ueberlaß sie mir heute abend." Die Tante erhob sich mit einem Stoßseufzer und ging. Erna trat leise an Sylvias Lager. Sylvia schlief. Ihre Mangen waren fieberhaft gerötet, ihr Atem ging unruhig. So fand sie wenigstens Vergessenheit. Erna beneidete sie beinahe um ihre schwächere Natur, welche dem ersten Stoß erlag. Sie ließ die Vorhänge herab, zündete ein Nachtlicht an und ging hinunter. Sie tvollte die Jungfer zu Sylvia hinauf schicken. dainit sie bei der Fiebernden bleibe, und sah diese mit dem Kntscher auf dem Hofe vor dem Eingangstore stehen. Sie öffnete die Haustür und rief das Mädchen. Als sie ihr die nötigen Weisungen gegebetl und in den Hai'sflur zurücktrat, fiel ihr eine Männergestalt auf, welche im Bogen des Torwegs stand. Es war sehr finster draußen, die Gaslaterne der Straße warf nmt einen unsicheren Schein über die zunächstliegenden Gegenstände, die Gestalt beugte sich vor und der Schein des Lichtes fiel auf sie. Ein Sittern fuhr durch Ernas Körper, sie stand einen Moment wie gebannt. Ein heftiger Windstoß fegte durch den inuern Hof, schleuderte die Weinranken an der Einfassungsmauer empor und schlug den schweren Türflügel, den Erna noch gehalten, hinter ihr zu. Tie gestalt bewegte sich, kam näher, stand vor ihr. Es war Doktor Villatte. „Fräulein Erna!" hörte sie seine leise, erregte Stimme dicht an ihrem Ohr. „Welch ein Trost, daß ich Sie finde. Mich trieb eine tödliche Unruhe hierher. Sie wissen natürlich — wo ist Sylvia? W -rum läßt man mich ohne Nachricht — was darf ich hoffen?" Er hatte ihre Hand ergriffen und sah ihr leidenschaftlich bewegt, bang fragend, in die Augen. Ja — was durfte er hoffen — sie wußte nichts — wenigstens nichts Bestimmtes — und von ihren Lippen erwartete er sein Urteil. Nach ihres Herzens Meinung durfte sie ihm nicht antworten. „Sylvia liegt oben und fiebert," sagte sie langsam. Er ließ jählings ihre Hand los und taumelte zurück. „Es ist nichts Bedenkliches," beeilte sie sich hinzuzufügen, „und was sie aufgeregt hat, war nicht allein Ihre Werbung. Ich fürchte vielmehr, daß mein Vater sie unabsichtlich durch seine Art verletzt hat, und dann — ich weiß nicht, ob Sie von dem Neuesten unterrichtet sind — Sylvia hat ihre Mutter gefunden." Villatte atmete tief auf. „O, das hat man ihr heute schon gesagt," murmelte er; „ich hoffte, an ihrer Seite zu fein, wenn die Enthüllung über sie kam — wer konnte das tun? fe war ja grausam, unverantwortlich! Fräulein Erna, konnten Sie das nicht verhüten?" ©ein Ton klang vorwurfsvoll, ein wilder Schmerz äußerte sich tu seinen Mienen und Worten. Erna schwieg einen Moment. Sie sollte wachen über das Wesen, das er liebte, von ihr forderte er das — er hatte keine Ahnung, was er forderte. „Ich konnte cs leider nicht verhüten", entgegnete sic dann völlig beherrscht, „ich erfuhr Überhaupt zu spät^ von allen Vorgängen: haben Sie jetzt Geduld und beruhigen Sie sich, morgen, wenn Sylvia gesammelter ist und sich erholt hat, wird sie mir ihr Herz öffnen." „Morgen — noch eine lange Nacht, noch einen halben Tagt vielleicht," murmelte er. „Fräulein Erna, Sie wissen nicht, wie mir zu Mut ist — hat Sylvia denn mit Ihnen gar nicht gesprochen?" „Nein!" ES kam zögernd von Ernas Lippen. Das liebende Mädchen von Sylvias mitteilsamem Charatter, das eben i*it Antrag des Geliebten erfährt, hätte Wohl nichts anderes gehört imb empfunden als ihr erfülltem Sehnen und .Hoffen, und der Schwester in der ersten Stunde ihr Glück tier traut. Mußte er das nicht herausfühlen? Ader seine Augen hingen nur gespannt an ihrem Munde. „Ich hatte sehr viel zu tun, Roderich reist morgen, ich Mußte seine Sachen ordnen und packen." Es kam so gezwungen Und hölzern heraus nach ihrer Meinung, diese leere, hohle Erklärung einer unbegreiflichen Tatsache, aber er schien sie gelten zu lassen und sagte nur hastig: „Also Ihr Herr Bruder reist morgen schon?" Als ob der Umstand ihm das Herz erleichterte. „Ja — er entschloß sich plötzlich, heute mittag, dazu." „Plötzlich? Heute mittag?" In Billattes Zügen flammte es auf wie Morgenrot der Hoffnung. Eine Ahnung von allerlei vorgefallenen Dingen tagte in seiner Seele, dem süßen, lieben Mädchen mochte von verschiedenen Seiten arg zugesetzt sein. Aber dies tötete nicht seine Hoffnungen, im Gegenteil — Sylvia lag vielleicht jetzt oben und sehnte sich nach der Erlösung in seinen Armen. Erna suhlte wieder, wie so ost schott früher, jede seiner Em- pfindungen nach. Sie hatte ihnt Hoffnung gegeben anstatt Ent- täuschung, und sie glaubte nicht an sein Glück? So half sie mit, ihn zu betrügen, ihit tnii entern Gewebe von Unwahrheit zu umspinnen. Sie Hütte ihm laut zurufen mögen: „Rette dich beizeiten, reiße dein Herz los aus unheilvolletl Banden!" Wer — sie stand da und schüttelte ihm die Häirdc und ließ ihn bei seinem Glauben. Der schwere Flügel des Einfahrtstores knarrte in seinen Angeln, Billatte sah sich um. Er tvünschte, hier heute abend nicht gesehen zu werden. Es war Roderich, der nach Hause kam und an ihnen vorüber mußte. Es gab kein Ausweichen mehr. Billatte lüftete flüchtig den Hut und schritt deut Ausgangstor zu, Roderich blieb stehen und sah ihm mit grimnligem Blick nach. Dann wandte er sich zu Ertm. „Hm — ein Stelldichein hier im Dunckeln zwischelt dir und dem glücklichen Bräutigam? Eine Situation, die auch nicht jedem Manne passen würde. Solltest du etwa Sylvia auch noch pressen? Ich rvar einmal der Meinung, du hättest selbst ein faible für den Schulmeister." Erna war glühend rot geworden, was Roderich gottlob in der Dunkelheit nicht gewahrte. „Sieh nach deinen Worten," sagte sie kurz. Roderich warf den weiten Mantel und Rembrandthut in der Vorhalle ab und fuhr mit der Hand durch sein üppiges Haar. Seine Züge trugen nicht den hochmütigen und selbstzufriedenen Ausdruck, der sie gewöhnlich kennzeichnete. Er sah aufgeregt und abgespannt aus. „War das eine Hetzerei heute," sagte er; „kaum zu be- vMiigen. Papa hat dir natürlich gesagt, daß ich schon morgen reise. Ob meine Koffer vom Boden geholt sind?" ,^Jch habe, soweit ich vermochte, bereits gepackt," entgegnete Erna kühl; „willst du mir vielleicht fa-gen, warum du Hals über Kopf reisen mutzt?" Roderich sah sie einen Moment halb unschlüssig an, dann schlang er seinen Arm in den ihren und zog sie die Treppe hinauf. „Erna, du bist viel zu gut für uns alle; tote nett von dir, daß bn für mich gesorgt hast. Ich versichere dich, ich bin halb tot von allen Aufregungen dieses Tages." Er ösfnete die Tür seines Zimmers, wo die Gasslammen brannten und zwei Koffer beinahe schon gefüllt standen. Allerlei Gegenstände, zur Wahl ausgebreitet, lagen iwch umher. Erna trat mit ihm ein, zeigte ihm, was sie geschafft, und reichte ihm ein Verzeichnis her Sachen, welche bereits in den Koffern lagen. „Das übrige mußt bitt bestimmen," sagte sie, „ich erwartete vergebens von dir einige Mule, du warst ja den ganzen Nachmittag unerreichbar." „Ach, laß das, das ist ja alles schön und gut und furchtbar nebensächlich. Bor allen Dingen, wie geht eg Sylvia?" „Sie ist sehr erschüttert uttd fieberte, als ich sie vorhin verließ." „Fieberte?" Roderich ftlhr wild auf und schritt dann in einer ruhelosen, aufgeregten Manier aus und ab. „Papa ist ein Barbar," stieß er in abgebrochenen Sätzen' hervor, „er hat die grausamsten Dinge gesagt! Er kann sie doch unmöglich triefen! Billatte mit Gewalt an den Hals werfen wollen — sie ist bis dahin verhätschelt und verwöhnt worden wie eine Prinzessin," „Roderich — Sylvia war hier bei dir henke mittag, waH hat sie dir vertraut? Ich weiß aus ihrem Munde nichts." Roderich hielt in seinem hastigen Gang inne und starrte die Schwester verstört an. Dann fuhr er wieder mit den Händen durch - das Haar und sträubte es in die Höhe. „Vertraut? Das liebe, kleine Ding," sagte er leise, und in seinem Ton bebte verhaltene Leidenschaft, „sie flüchtete sich in meine Arme, das gequälte, verschüchterte Vögelchen. Sylvia ist ein liebreizendes Geschöpf, Erna — ich — ich habe sie ja bislang als Schwester betrachtet — in jüngster Zeit erst erwachten in meiner Seele andere Empfindungen — und sie liebt mich, das arme Ding — sie malte sich die Zukunft iu ihrer kindischen Weise." „Roderich, du — du liebst Sylvia —■ und doch —" In Ernas Geist tummelte sich ein Chaos, in jedem Wort, in jeder Miene verriet sich Roderichs Leidenschaft, und eS lagen doch keine unüberuriudlichen Hindernisse zwischen ihnen. Aber Roderichs Züge hatten sich versinstert. „Ja, Liebe — Liebe," sagte er; „wer ist wohl so glücklich, seiner ersten Liebe folgen zu dürfen! Ich glaubte, du seiest in dem Punkt verständig. Soll ich mich jetzt etiva binden, wo hundert andere Dinge mir am Herzen liegen? Die Freunds in Paris erwarten mich, Goldmark ist für mich interessiert worden — Hendrichs depeschierte vorhin sehr entgegenkommend — ich erwarte Großes von meinem dortigen Aufenthalt." Erna sah ihn verständnislos an. „Ich verstand vorhin, daß du Sylvia liebtest," sagte sie. „Mach mich nicht wild." rtef Roderich in ausbrechender Hestigkeit, „es hat heute den ganzen Tag schon genug in mir gestürmt. Meinst du nicht, daß es auch mir aufflammt, das Bild eines Glücks, das hundert andere üeftiedigt? Aber ich wehre mich dagegen, ich kann nicht alles aufgeben, was mich über die Gewöhnlichkeit erhebt, kann nicht dem Ruhm, dem göttlichen Streben entsagen, um nur glücklich zu sein. Was ist denn Glück?" „Und diesen Ztveifel, dies .» Zwiespalt nennst du Liebe?" fragte Erna. „O, Roderich, was du so nennst, ist nur ein Rausch." „Rausch? Erna, als ob du von solchen Dingen mikreden könntest, du ruhiges Hausmütterchen! Wenn du einmal heiratest, tust du es mit weiser Ueberlegung, nach allen Regeln althergebrachter Sitte, und wenn dein Gatte ist wie du, wirst du gewiß sehr glücklich. Bon dieser Flammenglut, welche mir die Seele verzehrt, hast du keinen Begrisf." „Arme Sylvia! Diese Flammenglut erwärmt ihr Leben nicht, sie zerfällt in Asche vor dem Altar deines Götzen. Dm hältst dich sür einen Künstler, stioderich, du bist es nicht, Ter göttliche Genius jagt nicht nach Ruhm und Ehre. Die, welche deiner Eitelkeit schmeicheln, betrügen dich!" Erna stand hochaufgerichtet vor dem Bruder, ein seltsames, hoheitsvolles Feuer stammte in ihren Augen, das Licht der Wahrheit glänzte darin. „Ich mag es nicht hören, Bruder, wenn du von Liebe redest," fuhr sie fort. „Ist so die Liebe der Männer beschaffen? Tann sind wir arme Mädchen zu bedauern, deren ganzes Sein, in dem einen Gefühl aufgeht." IFonietzung folgt.) Schneeglöckchen. Eine Frühlingsgefchichte von Reinhold Ortmann. Das Haus des Stellmachers Hühndorf ist das allerletzte; in dem lang gestreckten schlesischen Gebirgsdorfe — eine elende, windschiefe Baracke, von der mans nicht recht begreift, daß ne sich noch immer in ihren morschen Verbänden halten kann. Wo »en winzigen Fensterchen die Scheiben fehlen, sind sie mit Pulver verklebt, aber man wird des armseligen Flickwerks kaum gewahr vor der Fülle von roten und blauen und weißen Blumen, die Sommer und Winter hinter den kleinen Fenstern blühen. Draußen an der Hauswand lehnen ein paar einsame Wagenräder, ent Stapel roh zugeschnittener Bretter und ein alter, ausgedceutw Pflug, dessen Eisen schon seit vielen Jahren der Rost zersrtßtz Man kann wahrhaftig nicht behaupten, daß des Stellmachers Haus einen wohlhabenden oder anmutigen Eindncck macht, Nicht einmal malerisch ist es in seiner Baufälligkeit und Armut. , Und doch ist die vornehme junge Frau noch tmntei eine Weile vor Hühndorfs Hause stehen geblieben, wenn ihr Spaziergang sie hier zum Dorf hinausführte. Aber es waren uid)t die stillen, bewegungslosen Blumen hinter den geflickten Fenstern, die ihre Austnerksamkeit fesselten, sondern die lungen, lebendigen Menschenblüten, daran in der Stellmachers Baracke wahrlich kein Mangel ist. , . _ . ,, „ Man weiß gar nicht recht, wieviel Kinder die Hühndorfs eigentlich haben mögen. Denn wenn sich ihrer auch ein hwws | Dutzend draußen vor dem Hause herumtreibt und herum tu gelt. — 227 — Wie sie so weit entfernt ist, daß W Gekreisch der Aühndors- Kinder nur noch gedämpft zu ihr hinüberklingt, schilt sie sich freilich töricht wegen solcher Schwäche. Und sie geht wieder langsamer, um in vollen Zügen die milde, balsamische Lust einzuatmen, die jCtiuä den Tannenwäldern an den Berglehnen herniederweht. Das ist die Lust, die auch ihrein Rudolf Genesung bringen wird, wie sie hier schon Hunderten Geneftmg gebracht hat. Ihre Seele ist voll Dankbarkeit gegen die große allgütige Heilkünstlerin Natur, und sonnige Zukunftsbilder erfüllen ihre Phantasie. Noch hat sie das Glück nicht kennen gelernt, und kaum einer ihrer Mädchenträume ist Wirklichkeit geworden. Der schlanke, übcrzarte Gelehrte mit dem seinen, durchgeistigten, aber,, ach, so bleichen Gesicht war wohl schon nicht mehr ganz gesund gewesen, als sie ihm in der Blüte ihrer achtzehn Jahre zum Altar folgte. Und ihre Flitterwvcheir waren schrecklich unterbrochen worden durch den Blutsturz, mit dem seine schwere Krankheit begann. Seitdem hat sie ihre ehelichen Pflichten nur twch als treue Pflegerin erfüllt. Und ihre Glückstage sind die Tage gewesen, an denen ein schwacher Hoffnungsschimmer die graue Rächt der Trübsal zu erhellen schien. Nun ist wieder so ein Glückstag gekommen, und diesmal — diesmal kann die Hoffnung unmöglich trügen. Unablässig klingt es ihr wie eine wmrdersame Verheißung im Ohr, was fte in ihrer Mädchenzeit so ost gesungen: „Nun, armes Herze, sei nicht bang, „Nun muh sich alles, alles wenden." Und sie hätte beinahe laut anfgejnbelt, als sie plötzlich hart am Wege an einer schneefreien Steile ein kleines weißes Biumlein gewahrt — ein Schneeglöckchen — den ersten wirklichen Verkünder des erlösenden Frühlings. Natürlich hat sie sm, auch schon gebückt, es zu pflücken. Aber an dem einen ist ihr's nicht genug. Einen ganzen Strauß der lieblichen Lenzkuider will sie Rudolf mitbringen, damit sie auch ihni die beglückende Botschaft zuläuten: Nun muß sich alles, alles wenden. Und Mit dem Eifer eines Kindes beginnt sie zu suchen. — Es ist nicht leicht, auch nur ein bescheidenes Sträußchen zusammenzubringen, denn es sind ivohl lediglich die allervorwitzigsten unter diesen unscheinbaren und doch so anmutigen Kindern Floras, die schon jetzt ihre Köpfchen 311 erheben wagen. Die junge Fran klettert zwischen den Steinen umher und ihre Fütze sind langst vom Schneewasser durchnäßt. Aber ihre Mühe wird doch immer lvieder belohnt. Just, wenn sie schon alle Hoffnung ausgeben will, findet sie noch eines und immer noch eins. Das Bundelchen weißer Bluten in ihrer Hand ist nach und nach wirklich zum Strauß geworden. Und jetzt fällt ihr a>ich ein, daß es doch wohl Zeit geworden sei, umzukehren. , „ Sie sieht auf die Uhr und erschrickt. Volle anderthalb Stunden schon ist sie fort. Und sie weiß, wie peinlich es „Rudolf ist, wenn er sie beim Erwachen nicht in seiner Nahe findet. Mit beflügelten Schritten tritt sie bei beginnender Dämmerung den Heimweg an. Und wie die Schatten um sie her immer tiefer sinken, da schwindet allgemach alle Freudigkeit uns Hoffnungs- Helle aus ihrem Herzen. Sie weiß iiicht» ivas sie dazu zwingt, aber — so eilig sie's auch hat — jetzt muß sie vor dein Haus« des Stellmachers für einen Augenblick rastend verweilen. Dre Kinder sinelen nicht mehr draußen im Freien, und schwacyer Lichtschein füllt schon von drinneil durch eins der halbverklebten Fenster. Sie kann der Versuchung nicht widerstehen und blickt hinein. Da sitzen sie alle aus roh gezimmerten Bänken um den langen, ungedeckten Tisch, die Händchen gefaltet zum frommen Gebet, das ihnen ihre kümmerliche Abendfuppe Würzen soll. Oben, wie sich's gebührt, haben die Ettern ihren Platz, mrd der Schimmer des armseligen Lämpchens fällt eben ans des Stellmachers geftmd.'s, bärtiges Aittlitz, wie er sich in Vaterstvlz und Vaterfreude über den Säugling im Arm seines Weibes beugt. Da steigt es der jungen Frau draußen vor dem Fenster wie ein Schluchzen in der Kehle. Em Schleier legt sich vor ihre 2tugen, und sie wendet sich hastig ab. Den Weg durch das Dorf aber legt sie langsam, ganz langsam zurück, obwohl sie ja weiß, wie sehnsüchtig der kranke Gatte ihrer wartet. Und mm bat sie das hohe, palastartige Gebäude der Heft- anstalt erreicht. Ihre nassen Kleider mögen die schuld daran tragen, blaß es ihr so schwer fällt, die Treppen zu ersteigen. Gerade als sie die Tür des Zimmers erreicht hat, in dem sie Rudolf weiß, tritt der junge Assistenzarzt heraus, und mit einer fast erschrockenen Bewegung wehrt er ihr den Em gang. „Weshalb, Herr Doktor?" fragt sic erstaunt. „Schläft dem» mein Mann noch immer?" „ . „Ja, gnädige Fran", erwidert et nut gepießter Stimme. „Er schläft sauft und toljig." Und wie sie ihn ansieht, weiß fte alles. . Aber sie schreit nicht auf und zerzaust sich nicht rn Wilden«! Schmerze das Haar, als sie an das Lager des Toten tritt.. Ein verklärendes Lächeln ist auf seinem seinen, durchgeistigte Gesicht, das niemals schöner war als tn dieser Stunde des Todes. Er hat den irdischen Frühling nicht mehr gesehen, aber er ist eingegangen in daS Land, darmnen es keine Sehnsucht nrehr gibt nach Veilcheuduft und Lercheusang, in das glückliche, heftige Land des ewigen Friedens. Sie steckt ihm ihren Schireeglöckchenstranß in die gefalteten Hände und finit neben dem Bett in die Knie. aus der allezeit offenen Tür erschallt doch 'immer noch ein luftig krähendes Kinderstimmchen. Und lustig sind sie alle, beinahe so lustig, als sie rotbäckig und schmutzig sind. Es ist, als ob die alte, hinfällige Baracke so voll wäre von Fröhlichkeit, daß man tron Zeit zu Zeit einen Teil davon hinauslassen muß ins Freie, um nicht int Uebersluß zu ersticken. Die Huhn- dorf-Kinder sind ohne allen Zweifel schon mit lachenden Gesichtern auf die Welt gekommen. Und das konnte auch gar Nicht anders fein, denn ihre Mutter, die mit jedem neuen Sprößling nur Poller und üppiger zu erblühen scheint, .blickt aus den hellsten und lachendsten Augen in die Welt, die man je in einem rundeii, hübschen Frauengesicht gesehen. Und der Stellmacher singt vom Morgen bis zum Abend, gleichviel ob es ein Sonntag ist mit schlesischem Himmelreich zum Mittagbrot ober einer von seinen vielen, in keinem Kalender verzeichneten Fasttagen, >vo er den Leibgurt um ein beträchtliches enger schnallen muß, weil es nicht einmal zu Schmalz und Kartoffeln langte Dieser Neberfluß an Gesundheit und Fröhlichkeit ist es, der deit Schritt der schönen jungen Frau jedesmal stocken läßt, wenn sie an des Stellmachers Hause vorüber kommt. In den ersten Wochen ihres Aufenthalts in dem Dorfe ist das beinahe täglich geschehen. Denn wenn ihr kranker Gatte, den sie in die weltberühmte Heilanstalt begleitet hat, seinen Mittagsschlaf hielt/ war sie ihres schweren Pflegerinneridienstes auf eine Stunde ledig. Und dann wanderte sie lieber auf der Landstraße zum Dorf hinaus, statt sich in den prächtigeti,'wohlgepflegten Anlagen zu ergehen, wo bleiche Gesichter, hohle Wangen, und fiebrisch glänzende Augen sie auf Schritt und Tritt an das traurige Geschick des geliebten Mannes erinnern. , Aber nur für eine kurze Zeit konnte sie sich diese tägliche Erholung gönnen. In den Tagen, da die letzten Blätter fallen, waten sie angekommen, und mit dem ersten Schnee hatte sich der Zustand des kranken jungen Gelehrten so verschlimmert, daß sie es nicht mehr über sich gewann, ihn auf eine Stunde oder länger zu verlasseii. Monatelang ist sie kaum von seinem Lager gewichen, und wenn sie jetzt an diese schrecklichen Wintermonate in deut fremden Hause zurückdenkt, ist ihrs, als könne alles nur ein wüster, schwerer Traum gewesen sein, so voll von Angst und Herzeleid sind sie gewesen. ,v Mit dem Frühling wird es besser werden, haben ihr die Aerzte tröstend versichert. Aber der Frühling kommt so spät hier in den Bergen, und der Schnee türmt sich so hoch, daß man meint, er könnte nimmer und nimmer wieder vergehen. „Haben wir denn noch immer kein Tauwetter?" hat der Kranke sie an jedem neuen Morgen gefragt. Und nur zu oft, wenn sie beklommenen Herzens verneinte, hat er mit tiefem Aufseufzen hinzugefügt: „Daun werde ich den Frühling sicherlich nicht mehr erleben. Und einmal — einmal hätte ich ihn doch so gerne noch gesehen." Aber nun ist er über Nacht gekommen, der Tauwind, vor dessen warmem Hauche die gewaltigen Schneemassen zusehends dahinschmelzen. Seit wenigen Tagen erst weht er ins Tal hinein, und sckpii lugt es hier und dort tote frisches Grün zwischen dem Weiß hervor, dessen blendende Reinheit sich in ein schmutziges Grau gewandelt hat. . Die Prophezeiung der Aerzte aber scheint sich auf eine fast wuitderbare Weise zu erfüllen. Mit dem ersten warmen Tage hatte sich das Befinden des jungen Professors auffallend gebessert. Natürlich ist er noch viel zu schwach, nm das Bett zu verlassen; aber der Husten hat mit einem Male beinahe ganz aufgehört, das Fieber ist geringer geworden und die quälenden Anfälle von Atemnot stellen sich nur noch in viel längeren Zwischenräumen ein. , „Gewiß, es ist besser", hat der Arzt der glückstrahlenden jungen Frau auf ihre Frage bestätigt, und daß er es mit enter so eigentümlich emften Miene und mit so seltsamem Zögern getan, hat sie in der Freude ihres Herzens nicht bemerkt. Seit gestern hat sich auch der laug entbehrte stärkende Mittags- schlaf wieder eingestellt, und sie braucht sich kein Gewissen daraus zu machen, wenn sie den friedlich Schlummerndeit auf ein Stündchen. hinter der Obhut der bezahlten Wärterin läßt, und zum erstenmal wieder den Weg einschlägt, der an Hühndotss Hause vorüber führt. Natürlich haben die Stellmachers-Leute an diesem schönen. Mildwarmen Vorfrühlingstage wieder eine Menge überschüssiger Lustigkeit hinauslassen müssen ins Freie. Und um die alte Baracke herum ist ein Toben und Tollen und Schreien, als wären nicht nur unten auf der Erde, sondern auch oben in den Lüften Dutzende von Hühndorfs pausbäckigen, lungenkräftigen Kindern. An der offenen Tür aber steht die Hausfrau, ärmlich und nicht eben sehr sauber angetan, aber prangend in Gesundheit und Lebensfülle, ein kleines, lebendiges Büitdelch.-n im Arm, das ihr der Storch wohl um Weihnachten herum in die oft benutzte Wiege gelegt haben mag. Freundlich lachend grüßt sie zu der vornehmen Dame hinüber. Die aber bleibt heute nicht stehen, sondern beschleunigt im Gegenteil fast unwilllürttch ihren Schritt. Ist ihr's doch, als habe beim Anblick dieses aller Not und Armut spottenden Familienglückes eine harte Hand nach ihrem Herzen gegriffen und es zusammengepreßt, daß sie für einen Moment geradezu körperlichen Schmerz empfindet. 228 **>' In ihrem Ohr aber Aingtz es seltsamerweise noch immer: „Nun, armes Herze, sei nicht bang. Nun muß sich alles, alles wenden." Vermischtes. • Eine Kaiserin im Kloster. Englische Blätter bringen die Mär, die abessinische Kaiserin Taitu sei auf ihre alten Tage — wie dies bei früher lebenslustigen Damen öfter geschieht — bigott geworden und wolle ins Kloster. Ob dies wahr ist, wisien wir nicht; jedenfalls erzählt uns ein Kenner Abessiniens in der „Gazzetla del Popolo", daß ihre Majestät ..... nicht zum erstenmal den Schleier nimmt. Ihr Leben ist in der Tat wie ein Roman, frei nach Boccaccio. Am Hofe des berüchtigten Wüterichs Theodoros, wo Prinzessin Taitu ihre Kindheit und Jugend verbringen muß, heiratet die dercinstige Kaiserin den mit Theodoros nahe verwandten General Voide Gabriel, aber der Negus unterbricht die Flitterwochen in etwas ungewöhnlicher Weise, indem er Taitu für sich selbst in Beschlag nimmt und sie bald mit Liebenswürdigkeit, bald mit der Grausamkeit des Sklavenhalters behandelt. Nach Theodoros Tode frei, heiratet sie den General Takle Georgis, von dem sie zu einem anderen Würdenträger Dschanteri Udie überschwenkt. — Leider passiert der jungen Gattin dos Malheur, daß der neue Negus, Johannes, ihren momentanen Ehemann verhaften läßt, worauf Taitu — zum ersten Male — ihren Schmerz in den Klostcrmauern von Debra Neri begräbt. Lange hält es diese an höchst moderne europäische Vorbilde erinnernde abessinische Prinzeß im Schleier nicht aus — sie geht nach Schoa und heiratet dort den größten Elegant des Landes, einen General mit dem unaussprechlichen Namen Zeccaragadschu, der bei Menelik, dein damaligen König von Schoa, großen Einfluß besitzt, denn seine schöne Schivester Befanü ist Meneliks Maitresse. Aber, o weh — es geht der armen Taitu wie gewöhnlich. Zeccaragadschu prügelt sie durch, bis sie ihm durchgeht, und zwar ... zu Menelik, den Taitu scheinheilig um Auskunft über ihren in Meneliks Diensten stehenden Bruder Ras Olie bittet. Natürlich ist der alte Ton Juan Dienelik sofort Feuer und Flamme, und das Ende vom Liede ist, daß Menelik Taitu zu seiner rechtmäßigen Gemahlin macht. Dies geschieht im April 1883, in Taitus 33. Lebensjahre. Seither sitzt Taitu an des Negus Seite als kluge und noch immer stattliche Kaiserin, die ihrem Gatten sogar bis auf das Schlachtfeld von Adria folgte und bereit war, sich den Tod zu geben, wenn das Glück dem Feinde gelächelt hätte. * D i e moharnmedanische Welt von herrte. Die im April vorigen Jahres in Kairo tagende Konferenz der an der Mohammedanermisiion interessierten Gesellschaften hat, wie der soeben erschienene Bericht ergibt, auch versucht, durü> Schätzung den Umfang der Herrschaft des Islam in der Welt sestzustellen. Danach gibt cs in Ländern, die unter christlicher Herrschaft stehen, 161 Millionen Mohammedaner. Von diesen komnien auf britisches Gebiet 81,6 Mill., auf französisches 29,3, auf niederländisches 29,8, auf russisches 15,9 Millionen, auf die übrigen christlichen Mächte 5 Mill. Unter nichtchristlicher Herrschaft stehen weiter 34 Millionen und unter mohammedanischer Herrschaft 38 Millionen. Nach Erdteilen fallen aus Europa 5, auf Afrika 59 und auf Asien 169 Millionen Mohamniedaner. Nach Dr. Warnecks Urteil sind diese Zahlen durchschnittlich etwas zu hoch gegriffen. Die Gesamtzahl der Mohammedaner dürfte nur 210—220 Millionen betragen, nicht, wie die Konferenz in Kairo annahm, nahezu 233 Millionen. ♦ Nichts bleibt vom Wandel der Zeiten verschont. So scheint auch das Ende der Gondel in Venedig gekonimen zu sein. In der „Voss. Ztg." liest man darüber: Die Gondel ist Venedigs Symbol gewesen durch die Jahrhunderte des Ruhmes hin bis in die Zeiten des Verfalls, und die wunderliche Form ihrer langschnäbeligen Schlankheit gehört für uns notwendig zu dem Bilde der Lagunenstadt. Nachdem sie tm 15. Jahrhundert auf einen Befehl des Dogen hin ihre schwarze düstere Gestalt erhalten hatte, brachte sie einen melancholischen Unterton in die heitere Pracht der Feste; sie läßt das Venedig der Verschwörungen und geheimen Morde in der Erinnerung anklingen, und als letztes Symbol der einstigen majestätisch ernsten Würde zieht sie ihre schattenhafte Spur in den silbrig schimmernden Mastern dahin. Doch nun verdrängen die Motorboote den Gebrauch der Gondel, und die reichen Venezianer legen sich lieber ein Benzin- oder Petroleumboot zu, das sie viel schneller zum Ziele bringt als das altertümliche Schiff ihrer Vorfahren. Für die Gondolieri, die einst des Tasto Stanzen sangen, ist eine schwere Zeit angebrochen, und bald werden nur noch wenige von ihnen übrig sein, um dem poetisch schwärmenden Fremdling eine historische Sensation zu bereiten, während prustend, zischend und pfeifend die Motorboote zwischen den ruhig niederblickenden Palästen und Kirchen hin- und hersausen. * Rückgang des Bauerntums. Nach der eidgenössischen Volkszählung von 1906, die die Bevölkerung nach dem Berufe darstellt, ist ein steter Rückgang der bäuerlichen Bevölkerung in der Schweiz zu konstatieren. Während 1870 noch von je 100 Personen 45 der Landwirtschaft angehörten, waren es 1880 nur noch 41, 1888 nur noch 40 und 1900 gar nur noch 33 (Argon 1900: 40, 1888: 46), Einzig bei Jnnerrhoden zeigt sich eine Zunahme des landwirtschaftlichen Anteils der Bevölkerung. "Lako n ischer Bureau traten st il. Jin Dezember vorigen Jahres mußte der Vorstand eines bayerischen Amtsgerichts, wie die „M. N. N." berichten, ein Inventarverzeichnis zur Nachprüfung an die Negierungsfinanzkammer einsenden. Zufällig ergab eS sich, daß ein Paket Nägel, daS im Laufe des JahreS seiner Bestimmung gemäß verwendet worden war, in diesem Verzeichnis weggelassen wurde. Nach Ablauf der üblichen nicht allzu knappen Frist kam das schneidige Monitum: „Betreff: Inventar. Es ist umgehend anher zu berichten, wo die Nägel sind. £., k. Regierungsrat.* Der biedere Oberamtsrichter, der kein Freund vieler Worte war, schickte die Entschließung gegen seine Gewohnheit mit der nächsten Post zurück rmd begab sich befriedigt an seinen Stammtisch im Kasino. Sein Bericht lautete: „Kurzer Hand zurück. Sie sind vernagelt. P., k. Oberamtsrichter," Was für ein Gesicht der Herr RegierungSrat machte, als er diese lakonische Antwort las, darüber findet sich in den Akten kein Vermerk. Die Chronik berichtet aber, daß jener Oberamtsrichter wegen des Inventars nie mehr em Monitum erhielt. » Das Gesinde. Dame: O, ich rufe bei uns zu Hause nie nach den Dienstboten; ich klingle immer. — Herr: Gibt es denn da nicht sehr viel Mißverständnisse? Dame: O nein, gar nicht, einmal gilt für die Zofe; zweimal für die Köchin; dreimal für den Diener; viermal für meinen Mann, Bilderrätsel. (Nachdruck verboten.) Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer r Hummer, Rümmer. Redaknon: Ern st Hetz. — Row.nonsdruck und Verlag der B rü hl'fchen Universrläts-Buch- und Siemdruckeret. St, Sanae, Gtetze»