Sarnsiag den 19. Januar ®gf yu M | 'fsh; w •I Wenschenteöerr, die lüget?. Roman von H, Ehrhardt, Verfasserin von „Mittellose Mädchen" Nachdruck verboten. (Fortsetzung.)' Er Hatte bett Tischwalzer, den ihm Isa auf sein Bitten schon tagelang vorher zugesagt hatte, vergessen. VIL i Noch oft später, wenn er dann zurück dachte, wie furcht- bär beschämt er sich damals gefühlt hatte, dann erwachte jimmer von neuem ein förmlicher Haß in ihm gegen Die schöne kindliche Frau, in deren Nahe er seiner Kavalrerspflich- ten, die ihm bet Isa mehr als nur Das bedeuteten, hatte vergessen können. Er konnte sich kaum entschließen, im landrätlichen Hause seinen Besuch zu machen und als er's endlich tat, atmete er erleichtert auf, als der in lichtblaue Livree gekleidete fDiener sein geläufiges: „Die Herrschaften werden sehr bedauern, sind aber soeben ausgesahren!" sprach, Langsam begab er sich auf den Heimweg. Er ging in tiefe Gedanken versunken vahin. Ihm war hundeelend seit jener neulichen Ballnacht, so der richtige moralische Katzenjammer. Als er damals aus dem kleinen Gemach, in den Saal gestürzt war, sein Versäumnis noch, aut zu machen, war !Jsa nicht mehr zu finden gewesen. Aus sein vorsichtiges Fragen hin hatte ihm endlich Eva von Roessel die gewünschte Auskunft erteilt, daß sie zwar nicht die Hüterin ihrer Freundin sei, aber zufällig wisse, Isa habe sich wegen Unerträglicher Kopfschmerzen nach Hause begeben müssen. Das hatte seine Stimmung noch verschlechtert und eine gewisse Erbitterung und Selbstverachtung in ihm wachsen lassen, die sich nach außen hin in hochmütigem Trotz zeigte. Als er Isa das erste Mal in einer größeren Gesellschaft wieder sah, siel seine Entschuldigung wegen seiner neulichen ^Nachlässigkeit so kalt und gezwungen aus, daß der glück- !seligscheue Ausdruck, mit dem das Mädchen seinem Nahen entgegen gesehen hatte, sich in kühl gemessene Liebenswürdigkeit wandelte. Nach, ein paar Worten, die in ihrer Gleichgültigkeit beiden das Herz zusammenkrampften, war Jet von ihr geschieden, ohne im Lauf des Abends noch einmal ihre Gesellschaft zu suchen. s Seitdem wich er ihr überhaupt aus, denn obgleich er Mttgst gemerkt, daß Isa die Gründe für ihre damalige Wucht selbst nicht wußte und ihr Benehmen bitter bereute, hätte sein Stolz es nie und nimmer zugelassen, sich ihr jin ernstlichem Werben noch einmal zu nähern. Auch jetzt wachte er lieber einen Umweg, um nicht an der Wohnung Hauptmann Bauers Vorbeigehen zu müssen, wo unter weißen Spitzenvorhängen sich, der dunkle Kopf Isas über eine Arbeit zu neigen pflegte. Als der junge Offizier gemächlich die Promenaden- Zstrgße entlang schlenderte, veranlaßte ihn der.helle Silber- kon eines nahenden Schlittengeläutes, sich umznweudeni Im nächsten Moment flog das leichte Gefährt, in dessen schwarze Pelzdecken sich die reizende Gestalt der jungen Landrätin schmiegte, an ihm vorüber. Kutscher und Diener in schwarzen Pelzkragen und Mützen, von dem Rücken der feurigen Rappen über dem! silbernen Glockenspiel schwad-weiße Federbüschel wehend—। darüber eine klare, winterliche Mittagssonne, die rotes Gold aus dem Haarreichtum der schönen Insassin des Schlittens lockte. Tressenberg war mit der Rechten blitzschnell an die Pelzmütze gefahren. Eine fliegende Röte huschte bei dem freundlichen Gegengruß Hanna Gerhardts über seine farblosen Wangen. Während er dem eleganten Gefährt nachsah, überkarN ihn ein wütender Zorn auf sich selbst, oaß er schwach genug gewesen war, jemals einem Menschen, und noch dazu einer Frau, die ihm eine Fremde war, sein wahres Wesen zu. zeigen. Als er damals den ihm verhaßten Beruf angetreten, der eine Kluft aufgerissen zwischen ihn: und all dem, was' ihm des ernsten Strebens wert gewesen, der ihm die Pforten seiner erträumten Zukunft für immer geschlossen hatte, nur, weil er bei niemandem Verständnis gefunden für sich und seine nach geistiger, freier Arbeit dürstende Seele, da hatte seine Bitterkeit den Wunsch gezeitigt, daß fortan lein ganzes Leben eine einzige Lüge sein sollte gegen all diese egoistischen, teilnahmlosen Menschen, die erbarmungslos eines anderen Schicksal nach eigenem Gutdünken zu formen wagten. Er hatte sich gefreut, sie alle zu hintergehen. Und nun eine einzige halbe Stunde, traumhaft rosiges Dämmerlicht, verführerischer Blumenduft und die Nähe eines jungen, schönen, warmfühlenden Weibes — und das ganze Gebäude seiner Lügen lag wie ein Kartenhaus, umgeweht vom Hauch eines Mundes. Hanna Gerhardts Erscheinung war für ihn die lebendige Verkörperung einer zwiefachen Demütigung, die jener denkwürdige Ballabend ihm bescherte. Der Schlitten hatte in einiger Entfernung gehalten und die Landrätin, welcher der rasch vom Bock gesprungene Diener behülflich gewesen war, auszusteigen, war in bad. Haus getreten, dessen Parterrewohnung Tressenberg bewohnte. Der Diener war auf dem Trottoir stehen geblieben und unterhielt sich mit dem Kutscher, welcher üt tadelloser Haltung dasitzend, beständig den Eingang des Hauses im Auge behielt. Als der Offizier sich näherte, drehte der Diener sich um und stand dann halb erfreut, halb verlegen Tressenberg gegenüber, ungewiß, wie er sich benehmen sollte. In des Offiziers Gesicht malte sich grenzenlose lieber*, raschnng. . „Franz!" sagte er, den jungen Menschen mit dem ehrlichen, hübschen Gesicht erkennend, „wo kommst du", et verbesserte sich, „wo kommen Sie denn her?" 42 Der Angeredete hatte freudestrahlend die Pelzmütze von dem Blondkopf gerissen. „Lassen's der Herr Baron nur bei ,du' — ich bitt' recht schön", es klang so treuherzig, „und was das Herkommen anbelangt, so bin ich schon seit anderthalb Fahren im Dienst des Herrn Landrat, zuerst in R., als er noch unverheiratet war, da hatte ich die Pferde unter mir und mußte den Herrn bedienen — später, als die gnädige Fran ins Haus kam und mehr Dienerschaft, bin ich in bte Zimmer gekommen, weil die gnädige Frau meinte, ich stelle mich ganz geschickt au." Er war rot geioorden bei seinem Eigenlob und das ehrliche Herz zitterte ihm dabei vor Freude über das leutselige Entgegenkommen des Offiziers, dessen Spielgefährte er'einst gewesen ivar und von dem doch eine ganze Welt ihn trennte. „Es gefällt dir gut, Franz?" Dem Freiherrn war das du geläufig', er hatte seine Untergebenen nie anders genannt. Der Gefragte bejahte lebhaft. Nach ein paar Wechselreden über das Ergehen von Franzens Eltern fuhr Joachim flüchtig an den Mützenrand und ging ins Hans. Der Kutscher, der die ganze Zeit über bewegungslos Mit dem indolenten Gefichtsausdrnck eines Menschen, der Nichts zu hören und zu sehen scheint, auf seinem Sitze verharrt hatte, blickte ihm gleichgültig nach. Er war kein Ge- suhlsmenscy — mochten die Herrschaften ihn behandeln, wie }ie wollten, wenn sie nur anständige Trinkgelder gaben. )b ihn einer dabei anlächelte, darauf pfiff er. Und etwas von oben herab hörte er sich die Lobeshymne an, die der gefühlvolle Dorfjunge auf diesen Freiherrn von Tressenberg sang, dem der Hochmut greifbar deutlich auf dem blassen Gesicht stand. Er war doch ein rechter Tölpel, der Franz, das nicht sehen. In seinem Zimmer angelangt, warf Dressenberg sich auf die breite, mit einem weißen Fell und mehreren großen Seidenkissen bedeckte Chaiselongue, nahm von dem niedrigen Bambustischchen daneben eine Zigarette und starrte rauchend gegen die Zimmerdecke. Regenbogenfarbige Lichtflecke malten sich dort oben an der reichen Stuckverzierung, wohl von einem spiegelnden Glas herrührend. Das Zimmer war schon an und für sich sehr elegant ausgestattet, lieber den hohen Türen prangten geschnitzte Aufsätze, die Wände waren mit einer geschmackvollen, einfarbigen, grünen Tapete bedeckt und der Fußboden zeigte einen glänzend braunen Anstrich. Zwischen die beiden hohen, von bunten Chenille- Portieren verhangenen Fenster war der eichene Diplomatenschreibtisch gerückt, der elegantes Schreibgerät trug. Die Mitte nahm eine große Photographie des bekannten Bildes „Frühlingshoffen" ein, das Joachim sich gekauft, weil er in dem neben dem Genesenden gehenden Mädchen eine Mehnlichkeit mit Isa Bauers Zügen zu finden meinte. An der Pfeilerwand, so daß der Blick des am Schreibtisch Sitzenden immer darauf fallen mußte, hing ein Blechschild, hinter dein sich zwei Speere kreuzten, darauf voll Marga gemalt das Wappen der Trejsenbergs, eine rote Rose im silbernen Kreuz auf blauem Felde, darüber ein Ritterkopf mit geschlossenem Visier, aus dem drei Pfaufedern herauswuchsen. Die Enden der bunten Portieren waren in gefälligem Falteilwurf darunter gerafft. In der ganzen übrigen Einrichtung des Zimmers sprach sich das Bestreben aus, das Vorhandene durch geschickte kleine Kunstgriffe zu verschönern und ein Ganzes von vor- Uehm gediegener Wirkung daraus zu schaffen. Aus jedem Gegenstand schrie förmlich die krankhafte Sehnsucht nach Harmonie und Schönheit, nach dem warmen Verständnis, das unsere eigenen vier Wände uns gleichsam entgegen zu bringen vermögen, sobald es uns gelungen ist, ihnen den Stempel unserer Eigenart aufzudriicken. Weich, beinahe rosig, fiel das Licht von draußen in das Gemach und kämpfte mit den bläulichen Schleiern des Ziga- rettenrairchs, die in Schlangenwindungen zur Decke Mnauf- zogen. In ihren süßlichen Nikotinhauch niischte slch der Duft eines Veilchenparfüms und der starke Geruch von Juchtenleder. Vor der Tür klingelten jetzt die Schlittenglocken. Als sei es ein Marmsignal gewesen, so hastig sprang der junge Offizier von seinem Lager auf — bte brennende Zigarette entfiel ihm — er achtete nicht darauf, daß sie am Boden fortglinrmte, sondern trat rasch ans Fenster, Aber draußen stand Franz noch immer in wartender Haltung neben dem Schlitten 7^-..von seiner Herrin keine Spux., ‘ griff nach ihrer Hand und drückte seine c das Wiort danke ich dir." Wange daran, „für mich begreifen." „Nun, tch begreife dich. „Mutter!" er rr,ff (Fortsetzung folgt.) Tressenberg stampfte wütend mit dem Fuße auf. Was war er doch für ein Narr! Er ärgerte sich, wenn er nur an diese Hanna Gerhardt dachte und tat slch die Schmach an, womöglich aus ihretr Anblick zu lauern. Wie kam er bloß auf diese Idee! Er war doch kein altes Weib, das neugierig hinter der Gardine stand. Ein ekelhafter Geruch von verbranntem Fell unterbrach seine Reflexionen. Die glimmende Zigarette hatte bereits ein recht ansehnliches Loch in einen weißen Fellteppich gefressen. Auch das noch! Er trat das kleine Feuer aus, warf sich dann mit einem Mick wieder auf das Ruhebett und schloß die Augen. In derselben Mitmte reichte Hatlna Gerhardt der alten Mlitter ihres einstigen Verehrers die kleine Hand zum Abschiede. Frau voll Poseck, bereit gtttes Gesicht vor Freude strahlte, ließ es sich nicht nehmen, ihren Besuch bis zur Treppe zu begleiten, obgleich die junge Frau energisch dagegen protestierte. Die Justizrätin blieb sogar so lange stehen, bis Hanna an der Treppenbiegung noch einmal grüßend zurückwinkte iutb dann verschwand. Jetzt erst trippelte sie in ihr warmes Zimmer. Die Knie zitterten ihr, sie mußte sich setzen. Mit gefalteten Händen lehnte sie nun in ihrem Stuhl am Fenster, vor sich das Bild des Sohnes, ihres Mgottes. Sie nickte ihm teilnehmend zu. „Mein armer Junge!" flüsterte sie, „mein armer Junge!" Tie Stunde ivar gekommen, da sie seine Leidenschaft begriff. Als Walter, wie so oft, muh an diesem Tage in der Dämmerstunde bei ihr erschien, war sie beinahe erstaunt, ihn so völlig getröstet heiter zu finden — er war sogar in ganz besonders guter Stimmung. Er hatte Hanna in Behinderung ihres Mannes auf die Eisbahn begleiten dürfen und sie hatte ihm dann auf dem Heimweg von dem Besuch bei seiner Mittler erzählt, den sie allein noch einmal nachgeholt, weil fie bei ihrem ersten Besuch mit ihrem Mantte die Jnstizrätin nicht zu Hause getroffen hatte. „Und tch konnte es doch nicht mehr erwarten, Ihre gute Mutter, von der Oskar mir schon so viel erzählt, kennen zu lernen." In ihre schönen Augen waren Dräuen getreten, als sie leise hinzugefetzt hatte: „Wie glücklich können Sie sein, eine solch liebe, gütige Mutter zu besitzen, tch habe dte meine kaum gekannt." Er hatte ihr wortlos die kleine Hand geküßt und nie war ihm seine Mutter teurer gewesen, als in diesem Moment. Und nun saß er vor ihr, von dem brennenden Wunsche beseelt, ihr Urteil zu hören über die Frau, die unbewußt dem Mutterherzen einst schwere Sorge bereitet hatte und doch wollte ihm Hannas Name nicht über die Lippen. Auch die Justizrätin empfand die gleiche Scheu in noch verstärktem Maße. Wußte sie doch nicht, wie weit der Sohn sich schon emporgeruitgen hatte, ob sein sorgloses Wesen nicht nur Blaske war, ob ihm nicht atts dem nner- wartetett Wiedersehen mit der so Heißbegehrten eine Gefahr erwachsen war, an deren Konsequenzen die Greisin nur schaudernd zu denken wagte. Großer Gott, nur das nicht, es war ihre Pflicht als Mutter, ihn zu toartteit, sein Inneres klar zit sehen. Sie gab sich einett gewaltsamen Ruck. „Frau Lanörat Gerhardt war übrigens heute früh ein Viertelstündchen bei mir!" sagte sie endlich, als ob ihr das eben erst einfiele. In der Dämmerung sah sie nicht, daß sein heiteres Gesicht ernst wurde. „Nun, wie gefällt sie dir, Mutter?" Atemlose Spannung lag in der einfachen Frage. Tie Justizrättn kämpfte einen kurzen Kampf, aber ihre Wahrheitsliebe siegte. „Weißt du, was du mir Mer M derselben Stelle einmal sagtest, mein Junge?" „Wenn du sie je kennen lernen lvürdest, du würdest — 43 Are Kämpfe in den Karrasösrgerr. Nachdruck Verbote; Wue bedeutsame Publikation wird in den nächsten Tagen die Presse verlassen: der Bericht des Großen Generalstabes über den Hottentottenkrieg aus den im Verlage von Mittler & Sohn in Berlin erscheinenden Vrertehahrshesten sur Truppenführung und Heereskunde. Wir sind in der Hage, heute schon aus bem Kapitel „Die Kämpfe am Auob und m den Karrasbergen" unseren Lesern die interessantesten Eprsoden mU- teilen zu können. Aus den amtlichen Telegrammen, dre dre Nachrichten über den Verlauf der Kämpfe in Südwestafrrka bekannt- geben läßt sich auch nicht annähernd erkennen, mit welchen Schwre- rigkeiten die Niederwerfung des Ausstandes durchgeführt werden mußte Jetzt, wo der Große Generalstab auf Grund der Gefechtsberichte und die Aussagen der inzwischen gefangenen Großleute der Hottentotten ein objektives und umfassendes Bild der Ereignisse liefert, kann man erst ermessen, was unsere Truppen in dem dreijährigen Ringen mit einem zähen und grausamen Gegner geleistet haben. . Die Schilderung der Kämpfe in den Karrasbergen umsatzt dre konzentrischen Operationen gegen Hendrik Witboi und Stürmaim, die Führer der Hottentotten und der Qrlogleute im Namalande. Am 1. Januar 1905 hatte die Abteilung des Majors Meister als cüte der zur Einkreisung des Feindes ansgcsandten Kolonnen den Vormarsch über Witkrams nach Groß-Nabas angetreten. An den Wasserstellen bei Groß-Nabas wurde der Feind vermutet. Um 5 Uhr abends bezog die Kolonne in einer von Natur aus starken Stellung ein Lager. Am nächsten Morgen wurde der Weitermarsch augetreteu. Bor dem Abmarsch konnten glücklicherweise Wasserwagen, Wasserfäcke und Feldflaschen mit irischem Wasser wenigstens teilweise gefüllt werden. Gegen 6 Uhr morgens erhielt die Spitze von mehreren Klippen heftiges Feuer auf nahe Entfernung. Es wurden die drei Kompagnien der Abteilung entwickelt, der Feind räumte daraufhin die Stellung. Aber nachdem die Abteilung kaum 300 Meter zurückgelegt hatte, schlug ihr auf 2—300 Meter heftiges Schnellfeuer entgegen. Der Gegner hatte seine Stellung nur verlassen, um in einer verschanzten, festungsartigen anderen um so zäheren Widerstand zu leisten. Er hielt einen klippenreichen, in der Front fast sturmfreien Höhenzug besetzt, der sich von dem höheren Dünengelände nach dem Flußtal allmählich herabsenkte. Hier stand Stürmann mit einem Teile feiner „Gottesstreiter" und den Orlogleuten, während Hendrik mit dem größten Teile der Orlogleute in die Dünen gegangen war, um die linke Flanke der Deutschen anzugreisen. Die Wasserstelle befand sich hinter der Front der Abteilung Stürmanns. Im ganzen zählte der Feind etwa 1000 Gewehre mit reichlicher Munition, war den Deutschen demnach um das Fünffache überlegen. .Es war klar, daß es hier einen ernsten Widerstand zu brechen galt. Das feindliche Feuer war von Anfang an so heftig, daß an ein weiteres Vorgehen nicht gedacht werden konnte. Die Kompagnien richteten sich, wo sie gerade lagen, hinter felsigem Geröll ein und erwiderten das Feuer. Die feindliche Linie hatte mittlerweile eine Ausdehnung von 4 bis 5 Kilometer, und das kleine Häuflein des Majors Meister schien von der Ueberzahl erdrückt werden zu müssen. Die Verluste nahmen mehr und mehr zu. Besonders hatte die Artillerie zu leiden. Gleich zu Beginn des Gefechtes war der Batterieführer Leutnant Oüerbeck gefallen, kurz darauf der Abteilungskommandeur Major v. Nauendorfs tödlich verwundet worden. Isaak und Lukas Hans, die später vernommenen Großleute der Hottentotten, erzählten, daß sie mit ihren Ferngläsern die chemischen Offiziere in der Feuerlinie erkennen und wahrnehmen konnten, daß sie nicht schossen, sondern Ferngläser benutzten. Die Stellen, an denen Offiziere lagen, wurden den Schützen der Hottentotten dann bezeichnet und deren Feuer dorthin gelenkt. Obwohl die Sonne heiß herniederbrannte, hatte die Gefechtsfähigkeit der Truppe sicher noch nicht gelitten, da es möglich war, tagsüber sie zum Teil mit frischem Wasser zu versehen. Allein im Laufe des Nachmittags begannen sich die Wassersäcke und Wagen zu leeren. Gegen ß Uhr nachmittags wurde der letzte Trunk Wasser gereicht, —- dann war's zu Ende, und nun stellte der schrecklichste Feind afrikanischer Kriegsführung, der Durst die Widerstandskraft der braven Truppen auf eine furchtbare Probe. Mit Einbruch der Dunkelheit tvitrbe etwas Brot in die Schützenlinie gereicht, aber keiner vermochte es zn schlucken, die Zunge klebte allen am Gaumen. Bor allem litten die Verwundeten unter dem Wassermangel. Major v. Nauendorff lebte mit seinem Unterleibschuß noch über 24 Stunden. Er bot, von Durst und Schmerz geplagt, 1000, dann 10 000 Mark für einen Schluck Wasser. Als ihm der selbst verwundete Sergeant Wehinger den letzten Schluck Rotwein aus seiner Feldslasche anbot, da wies er den heißersehnten Trunk mit den Worten ab: „Trinken Sie das selbst, lieber Kamerad, Sie müssen wohl noch zu Ihrem Geschütz zurück, mit mir ist's doch bald aus!" Die Truppen verbrachten die Nacht, das Gewehr im Arm, in der Schützenlinie, jeder zweite Mann durfte schlafen; aber vor brennendem Durst vermochten nur wenige den ersehnten Schlummer zu finden. Am nächsten Morgen entbrannte das Gefecht von neuem. Im Laufe des Vormittags gestaltete sich die Lage immer ernster. Die Verluste steigerten sich, der Zustand der in der prallen Sonne in nahezu dreißigstündigem ununterbrochenem Kampfe liegenden halbverdursteten Schützen wurde immer bedenklicher. Mehrere Leute hatten bereits begonnen, das anfgefangene Blut getöteter Pferde zu trinken. Eine Anzahl Hitzschläge war eingetreten, einzelne Leute wurden vor Durst wahnsinnig. Hier und dort stürzten sie, delirierend Gebete ansstoßend, vor, um die Wasserstelle allein zn stürmen. Sie büßten den Versuch mit dem Leben. Und höhnend hielt der Feind seine eigenen wohl- gesüllten Wassersäcke empor und rief laut zu den Halbverdursteten hinüber: „DeutsäMann sehr durstig, — gutes Wasser hier!" Um Mittag erschien dein Major Meister die Lage sehr ernst. Kampffähige Leute aus der Schützenlinie zn nehmen, um nach Wasser zn suchen, war bei der Ueberlegenheit des Feindes nicht möglich, jedes Gewehr war dringend nötig. Durch Versprechen reicher Geschenke gelang es ihm schließlich nach vieler Mühe, einige eingeborene Ochsentreiber zu bewegen, im Flußtal weiter rückwärts nach Wasser zu suchen. Nachdem ein Vorstoß des Gegners auf ein Geschütz zurückgewiesen worden war, ließ der Kampf auf beiden Seiten an Heftigkeit nach und das Feuer wurde nur matt unterhalten. Es trat eilt Zustand fast bewußtloser Erschöpfung ein, und die Widerstandskraft der mit deut Mute der Verzweiflung Ringenden schien gebrochen. Da endlich, in der höchsten Not,. nahte die Rettung. Es war den auf die Wassersnche gesandten Eingeborenen geglückt, etwas rückwärts im Anobtale eine Wasserstelle ausfindig zu machen. Sofort wurde ein Wasserwagen unter Führung eines Unteroffiziers entsandt. Sobald die ersten Wassersäcke in die Schützenlinie gelangten, kehrten den ermatteten Kriegern neues Leben, Mut und Kraft zurück. Allein noch ernstere Proben sollten von der Widerstandsfähigkeit der Brave.« gefordert werden. Gegen Abend erhielt Major Meister die Meldung, daß zahlreiche Hottentotten im Rücken der Kolonne das Flußtal gekreuzt hätten. Es war klar, bet Gegner nützte seine Ueberlegenheit ans, um auch noch gegen den Rücken der kleinen deutschen Schar vorzugehen. Die Lage wurde äußerst kritisch. Dazu begannen die Qualen des Durstes von neuem, denn das wenige Wasser war bald ausgetrnnken und frisches konnte bei der im Rücken drohenden Gefahr nicht geholt werden. Das Herannahen des Obersten Deimling mit feiner Kolonne wurde sehnsüchtig erwartet und — schon senkte sich die Dämmerung hernieder — da vernahm man plötzlich Kanonendonner, — Deimling nahte I Alle atmeten erleichtert auf. Das Feuer wurde trotz der herannahenden Dunkelheit lebhafter und verstummte erst gegen Mitternacht. Als der Tag dämmerte, hatten die Deutschen zu ihrer größten Überraschung bemerkt, daß die Besatzung der Dünen in der linken Flanke verschwunden war. In der Front hielt dec Gegner noch mit starken Kräften fest. Er hatte ohne Zweifel in der Nacht die Orlogleute in den Rücken der Deutschen entsandt. Deren Lage wurde verzweiflungsvoll. In dem Führer reifte nun der Entschluß zu einer rettenden Tat, die Sieg oder Unter» gang bringen mußte. Die Wasserstelle Nabas sollte gestürmt werden. Major Meister befahl den Hauptmann Richard und mehrere andere Offiziere zu sich, um ihnen Anordnungen für die Ausführung des Sturms zn geben. Einzelne waren indes schon so erschöpft, daß fie kaum dem Befehl nachkommen konnten. Oberleutnant Grüner mußte von zwei Mann getragen werden, von denen der eine delirierte, Leutnant Klewitz, welcher den Sturm mit den frischesten Leuten vom Flußtal aus unternehmen sollte, fiel in eine schwere Ohnmacht und mußte zunächst zwei Stunden in ärztliche Behaiwlung gegeben werden. Leutnant Zwicke mußte von vier Mann gehalten werden, da er laut delirierend auf den Major eindrang und ihn erschießen wollte! Gegen 11 Uhr vormittags wurden die Seitengewehre ans» gepflanzt und nunmehr erhob sich die stark gelichtete Linie znm letzten Sturmlauf — allen voran der tapfere Hauptmann Richard. Ein mörderifches Feuer schlug den Stürmenden entgegen. Der Feind schien seine Stellung behaupten und den Kampf Mann gegen Mann aufnehmen zu wollen. Als er aber die von Wilder Entschlossenheit und Todesverachtung erfüllte Schar, deren zum Stoß gefällte Bajonette in der Sonne blitzten, immer näher auf sich znkommen sah, brach plötzlich seine Widerstandskraft zn- ~.*s» 44- ** Litevarrsche-. t „Paterschiffe" vereinigen von Schiffstypen jüngsten Altegyptische Hieroglyphen Nachdruck verboten. (Jedes Bild bezeichnet den Anfangsbuchstaben seines Namens, z. B, Sonne ---- S, Glas — G, re. Die Vokale find zu ergänze». Auflösung in nächster Nummer, Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer- Narrenhände besudeln Tisch und Wände. sammen: in wilder Flucht und läut schreiend verließ er seine Stellungen. Die Wasserstelle Groß-Nabas war genommen. Es wär eiu Kanipf ausgefochten worden, wie er schwerer und aufreibender, aber auch ruhmvoller wohl selten je zuvor gekämpft worden ist. Jener Sturmlauf mit den halbverdursteten, durch ein 54stündiges Gefecht erschöpften Truppen ist eine Tat, die ihresgleichen in her Kriegsgeschichte sucht. Meyävs Großes Konversatio'nMitriroK, Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neu- bearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen auf über 18240 Seiten Text mit mehr als 11000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und aus über 1400 Jllustrationstafeln (darunter etwa 190 Farbendrucktaseln und 300 selbständige Kartenbeilagen), sowie 130 Lextbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Ml. (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig.) — Vom „Großen Meyer" liegt nun der 15. Band vor, und damit ist dieser Schrittmacher der Bildung bis zum Stichwort „Plakatschrrften" gediehen. Bietet sich uns zwar Tag für Tag häufig genug Äeranlassung,dieses Wunderbuch in Gebrauch zu nehmen, so beschäftigen wir uns beim Erscheinen jedes neuen Bandes doch gern einmal besonders mit ihm. Was uns zunächst am meisten fesselt, sind die Abbildungen. Im 15. Band zählten wir, von den Textbildern abgesehen, an Tafeln allein ' 49 schwarze und 19 farbige, zu denen sich noch 19 vorzügliche Karten gesellen. Wir haben diesmal die Erweiterung der neuen Auflage gegen beit bezüglichen Abschnitt der vorangegangenen in bildlicher Beziehung geprüft und konnten dabei wesentliche Verbesserungen und reichliche Neuerungen feststellen. So nennen wir zwei Porträttafeln, die „Deutschen Philosophen" und „Physikern" gewidmet gib und uns von großen Zeitgenossen ». B. Kuno Fischer und ilhelm Wundt oder Wilhelm Röntgen und William Thomson im Bilde vorführen. „Ozeanische Altertümer" zeigen uns zwei neue, in historischer, naturwissenschaftlicher und kultureller Beziehung höchst interessante Tafeln, und militärischem Gebiete gehören an die Beilagen „Panzerlafetten" sowie „Panzertürme und Panzerbatterien". Die fünf Tafeln „Panzerschiffs vereinigen ungemein anschauliche Abbildungen von Schiffstypen jüngsten Datums, und das gewissenhafte Fortschreiten nut den Errungenschaften der Technik bekunden die Illustrationen zum Artikel „Papierfabrikation", die völlig neue Bilder aufweisen und uns im Verein mit einer sehr geschickten Darstellung den Werdegang des Papiers verständlich machen. An karwgraphischen Abbildungen sind neu ausgenommen: im Text eine solche des Panamakanalss und auf Beilagen eine instruktive „Jndustriekarte von Oesterreich" sowie eine Darstellung der „Hauptindustrieländer Oesterreichs", die beide mit fünf anderen Karten und zwei Textbeilagen über Oesterreichs Wachstum und seine Fürsten einer 69 Spalten langen Monographie dieses Landes zur Stütze dienen. Fügen wir noch hinzu, daß zwei Tafeln „Pfahlbauten" und drei solche mit Darstellungen der „Pferderassen" fast durchgängig neue Einzelbilder erhalten haben, und ein Blatt mit vier „Dhänologischeu Karten", auf denen uns die zeitliche Entwicklung des Pflanzeu- lebens im Laufe deS Jahres graphisch veranschaulicht wird, zum Teil den Stand von 1905 vergegenwärtigt, so dürfte über den bildlichen Teil das wesentlich Neue gesagt sein. Daß der jüngste ■ Band auch in textlicher Beziehung auf der Höhe steht, haben uns zahlreiche Stichproben bewiesen. Wir können also auch ihm mit bestem Gewissen volles Lob spenden. — In der bekannten Sammlung „Volksbücherei" im Berlage von Max Hesse in Leipzig gelangten wiederum eine Reihe neuer Nummern zur Ausgabe. Da ist zunächst Wilhelm Weigand mit zwei Novellen „Anselm der Hartheimer" und „Sirene" (Nr. 337 bis 338) vertreten: ihm folgt Heinrich Laube, dessen 100. Geburtstag wir kürzlich feierten, mit einer spannenden Erzählung aus der Theaterwelt, „Louison" (Nr. 334/336), (das Vorbild hierzu soll die Schauspielerin Katharina Schratt gegeben haben). Es folgt Johannes Scherr, „Die Tochter der Luft" (Nr. 328/331), Der Preis jeder Nummer beträgt 20 Pfg. Vermischtes. * Hygkene in der Kleidung der Kinder ist ein wichtiges Kapitel, doch wird diesem leider nicht immer die nötige Beachtung geschenkt. Wir meinen jetzt nicht die Beschaffenheit der Anzüge hinsichtlich des Schutzes gegen Kälte und Näsle, sondern das durchaus notweichige öftere Wechseln und Lüsten der Kleider. Gerade hierin wird nicht wenig gesündigt. — Welch häßlichen Geruch bringt das Kind oft mit dem Schulanzuge aus dem überfüllten Klassenzimmer mit heim, zumal im Winter, wenn die Fenster nicht dauernd offen gehalten werden können. Und nun gar an nebeligen oder regnerischen Tagen, wenn die Kleiderstoffe naß geworden sind! Dann beachte man auch, wie ost die Kinder — besonders Knaben — beim Spiel mit Staub und Schmutz in Berührung kommen. Die größten Pfützen sind nach des Kindes Ansicht doch gerade am schönsten, um mitten hinein zu patschen, und wie sieht hernach der Anzug aus? Man sollte die Kinder stets dazu anhalten, daß sie gleich nach der Rückkehr von der Schule den Anzug wechseln und dafür in den Spiel- und Hausanzug schlüpfen. DaS ist auch weit sparsamer, denn da kann manch älteres Kittelchen aufgetragen werden. DaS Schulkleid aber hat Zeit, gut auszulüften. ES kann gehörig gereinigt und gebiirstet werden, ehe es wieder aus den kleinen Körper gezogen wird. Das Spielkleid aber erholt sich am Vormittag von all seinen Strapazen. * Wie eine Pflanze erfriert, hat Professor Wiegand von der Cornell-Universität aufs neue Untersucht. Nach seinen Feststellungen erfolgt der Frosttod eines Gewächses dadurch, daß den Zellen das Wasser entzogen und außerhalb der Zelle in Eis verwandelt wird. Diese Eisbildung trocknet die Zellen aus, und das eigentliche Leiden der Pflanze besteht also im Wassermangel der Zellen, sodaß die Kältewirkung nicht etwa unmittelbar ihre Erkrankung oder ihren Tod verursacht. Jede Pslanzenzelle verlangt einen gewissen Gehalt an Wasser, und wenn das Wasser ihr soweit entzogen wird, daß dieser Gehalt nicht mehr vorhanden ist, muß sie sterben. Daraus ergibt sich, daß die Abtötung einer Pflanze oder einzelner ihrer Teile durch die Hitze eigentlich auf dem gleichen Wege erfolgt, wie durch die Kälte. Wahrscheinlich kann das Protoplasma, dieser Urstoff des Lebens, seinen zarten Bau nicht länger erhalten, wenn nicht eine gewisse Zahl von Massermolekülen zu seiner Bildung vorhanden ist. Dieser Satz dürfte auf die tierischen Gewebe ebenso zutreffen wie auf die pflanzlichen. Bei den meisten Pflanzen liegt dieser kritische Punkt des Wassergehalts der Zellen so hoch, daß er schon sehr bald nach der Eisbildung überschritten wird, fodaß die meisten Pflanzen schon bei ganz geringem Frost zugrunde gehen. Es gibt aber auch Pslanzenzellen, die mit so wenig Wasser auszukommen vermögen, daß eine sehr niedrige Temperatur erforderlich ist, um sie zu töten. Wenn man auch die Bakterien, wie es gewöhnlich geschieht, zu den Pflanzeuwesen rechnet, so findet man bei ihnen eine ganz außergewöhnüche Widerstandsfähigkeit gegen die Külte, da manche von ihnen sogar einen Aufenthalt in flüssiger Luft zu überstehen vermögen. Besonders geschützt sind gegen die Külte die Winterknospen der Manzen, die sogar 12 bis 17 Grad Kälte aushalten können, ehe sich Eiskristalle in ihrem Gewebe zu bilden beginnen. * Pan ik durch ein en H a arzo p f. Während einer Hochzeitsfeier in einem Dorfe an der Werra spielte die Musrk gerade einen der schönsten Walzer, und das junge Ehepaar schwenkte im Krerse herum, als zwei junge Mädchen zu ihrem Schrecken unter einer Bank ein haariges Etwas, zwei Finger lang, hervorgucken sahen. Eine Ratte! . Eine Ratte! gellte es aus beider Munde, und eiligft retirierten sie auf einen Tisch. Gerade als habe der Blitz, eingeschlagen, so zündeten diese Worte. Alle Tänzerinnen suchten schnell das Freie zu gewinnen; eine Kellnerin, die gerade mit einer neuen Ladung ankam, ließ diese mit einem grellen Schrei fallen. Die Männer ergriffen Stöcke und hieben auf die Ratte ein, die aber keine Bewegung machte: man drehte die Stöcke nm, und zum Vorschein kam ein Haarzopf, den eine der Schönen beim Tanze verloren hatte. Mit einem Siegesgeheul wurde die Trophäe an den Kronleuchter ge- hängt. Die Tänzerinnen griffen nach, ihren Köpfen, (wer die Eigentümerin meldete sich nicht. Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universttäts-Bucb» und Steindruckerei, R. Langem (Bteßofc II». Jl IJ »■■I1IM . .. —— I W t Mt»