"Mittwoch dett 16. KUBer ff 4 1907 — M. 154 lil 1* W sMWW A^MWW Auf der cißeuea Mut. Kriminalroman von Otto Hoeckcr- (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Sie hielt in ihrer Beschäftigung inne und sah zu ihnr auf. „Du meinst Herrn Witte! Nein, Papa, darüber magst du unbesorgt feilt. Ich gestehe offen, seine Persönlichkeit interessiert mich stark, ebenso wie seine mir gezollte Aufmerksamkeit mich beglückt. Doch an das, an was nun du anspielst, habe ich noch nie gedacht ... ich bin doch keine Wetterfahne!" stieß sie empfindlich hervor. . . „Das heißt", setzte sie hinzu, seinem gutmütig listigen Lächeln begegnend, „was du da wieder im Sinne hast, trifft auch nicht zu, ans deinem Herrn Walden mache ich mir noch Ivenigcr ... ja, das ist gewiß wahr!" rief sie und stampfte wie zur Bekräftigung mit dem zierlichen Fuße auf. „Schon recht, iltinchmr," entgegnete ich Vater gemütlich. „Dieser Herr Witte üt Ehren. Doch so ein windiger Farbenkleckser . . . na, ich danke, der wäre mir gerade der Richtige als Schwiegersohn." Er schüttelte sich förmlich. „Bom Bildermalen verstehe ich freilich nichts, ich meine aber, es bringt meistens mehr Ruhm als Geld ein. Davon wird dein Witte wohl auch keine Ausnahme machen, überhaupt die Malerei", fuhr er unter unablässigem Paffen fort, „so was ist ja ganz nett, bcrteibt man cs so, wie du etwa. Malt zum Zeitvertreib nette Bildchen, die kosten nichts als das bissel Oel und den Rahmen, sehen dafür aber prächtig in der guten Stube aus. Doch als Lebensberuf — das ist eigentlich gar kein Beruf, am wenigsten für 'nen Mann. Man muß doch anderen nütze sein. Was nützt nun so'n Maler, ob man ein Bild hat oder i icht, ist ganz Wurst. Da lobe ich mir noch 'n Anstreicher, der kriegt wenigstens jeden Quadratfnß, den er vollpinselt, bezahlt. Mit den Kunstmalern dagegen ist das so ’ne Sache. Mit dem Mund überheben sie sich über uns Normalmenschen und die Stieselsohlen sind kaput." > Hermine war längst wieder gelassen geworden,' sie wußte wohl, daß es sich nicht verlohnte, sich über Fragen der Kunst mit ihrem Vater auseinanderzusetzen. Aus deut Unteroffiziersstande hervorgegangen, hatte er mit eisernem Fleiße viele Bildungslücken ergänzt und sich vermöge feiner Tüchtigkeit bis zu seiner heutigen leitenden Stellung emporgeschwungen. In seinem unausgesetzt tätig verbrachten Bienenleben hatte er dagegen keine Zeit gefunden, auch mit den schönen Künsten sich anzufreunden. Wie die meisten aus kleinen Verhältnissen Hervorgegangenen empfand auch er über alles, was mit Kunst zu- sammcnhing, im Herzensgründe redliche Verachtung. Schweigend hatte Termine- den Tisch abgeräumt und die bunte Würfeldecke übergelegt; als sie sich nun mit einer Handarbeit ihrem Vater wieder zugesellte, meinte sie: „Ich mag Herrn Witte darum so gern leiden, weil er trotz feiner hohen Begabung natürlich geblieben ist, „Ich freue mich jedesmal, wenn er zu uns kommt. Doch du magst ganz unbesorgt fein, in deinem Sinne denkt er gar nicht an mich — und ich nicht au ihn. Wir sind gute Kameraden, die sich an ihrem harmlosen Kunstgeplauder wechselseitig herzlich erfreuen . . . um ganz offen zu fein, doch du darfst es ihm nicht wieder sagen. Witte steht sehr gut mit einer sehr schönen und reichen Dame, die mit mir dieselbe Malklasse besuchte ... ich erzählte dir schon von ihr . . .Leonie Selkeubach" — „Schon wieder dieser Name!" brummte der Rat überrascht. „Doch nicht die Tochter des Geheimrats aus der Tiergartenstraße?" „Eben diese," entgegnete das Mädchen, das auf des Vaters Zwischen-Bemerkung nicht geachtet hatte. „Sie sind heimlich verlobt, wagen sich jedoch dem Vater nicht zu entdecken, zumal Witte noch immer hart um seine Existenz ringen muß." „Das begreife ich nun wieder nicht!" warf Hansemann ein. „Er ist doch in die Mode gekommen, warum pinselt er da nicht drauf los, daß (iy'e Schwarte knackt? Nun könnte er so'n Schmarren doch an den Mann bringen. Doch dies Künstlervolk bleibt immer unpraktisch, sucht Stimmung, Motive, die richtige Beleuchtung . . . und läuft dabei mit den Händen in den Taschen bummelig herum und läßt die günstige Zeit verstreichen . . . mir ist iwch ganz flau, denke ich an die schreckliche Quasselei von neulich abend, wo er hier in der Stube saß und von Italien erzählte. Das mag ja soweit eine ganz nette Gegend fein, obwohl die Polizeiverhältnifse dort geradezu unglaublich schauderhaft sind, mir steigen immer die Haare zu Berge, kommt ’ne Requisition aus Rom oder Neapel. . . aber die Verhimmelung und die verrückten Ausdrücke, wo die der Mensch nur hernimmt und wie ich daun fragte, was er in den drei Jahren eigentlich in 8wm getrieben, auf gut deutsch gearbeitet habe, erwiderte mir der Uuglückswurm, Studien zu einem Bilde habe er gesammelt . . . oder gar Vorstudien, die wären aber noch nicht reif, als ob sie lagern müßten wie harter Käse!" Er schlug die Hände zusammen und wendete sich dann in ehrlicher Entrüstung an feine mit gelassenem Lächeln ihm zu- hvreirde Tochter. „Na, weißt, Minchen, für die Sorte Obst danke ich. Deine Worte haben wir ’nen Stein vom Herzen gewälzt . . . ich war schon dabei, zu argwöhnen, eben weil mir die Geschichte mit Walden werkwürdig vorkam ... na Gottlob, so'n windiger Farbenktekser wäre kein Mann für 'ne königlich preußische Beamtentochter, die an ihre 20 Emchen Wochengeld gewöhnt ist und davon nicht 'mal Schmuh machen zu können behauptet!" Auflachend umschlang Hermine feinen Nacken und setzte sich zutraulich neben ihn auf die Sofalehne. „Du bist köstlich, Papa!" scherzte sie. „Weißt Du auch, daß mir Witte's Worte von neulich Tag und Nacht nachgegangen sind? Sie erschlossen mir eine neue Borstellungswelt, die ganz anders ist, als was mir bisher der Alltag brachte. Im Geiste ging ich mit ihm durch das alte Rom, sah aiis den Trümmern des nüchternen Heute die bilderreiche, farbenfrohe Anmut, die in gigantischem Ringen himmelwärts steigende und zuletzt alle menschlichen Maße weit übertreffende Entwickelung versunkener Epochen wieder zum Leben erwachen. Ich begriff, daß die Menschen von gestern, die hochgemut zu erbauen wußten, was noch als Trümmerschutt uns zur Bewunderung zwingt, Seelen besaßen mit tönenden, leuchtenden Schwingen, sstr deren Siegerflug durch die Ewigkeits-Prob-! Tenie jene trennende Kluft nicht gähnte, die uns erden'gewohnte Verstandsinenschen niederhält." „Sei so gut und mach mich nicht verrückt!" unterbrach der anfänglich mit offenem Munde gestandene Rat höchst prosaisch den Redestrom, der an ihren eigenen Worten sich Begeisterndem „Nun fängst du auch schon an, die Quasselei muß wohl ansteckend wirken . . . nee, mein Zuckerschnutchen, dafür hab' ich nn’ mal kein Verständnis. Sei lieber so gilt und hole mir aus dem Küchenspind noch ’ne Flasche Bier, es können auch drei feilt!" Wie sie wieder neben ihm stand und den dunklen Trank ins Glas goß, streichelte er ihre weiche und doch arbeitsgewohnte Hand. „Was die lieben Fingerchen alles zuweg bringen!" meinte er schmunzelnd. „Köstliche Nudeln und feine Stickereien, Strümpfe stopfen und Klavier spielen, na ja, das haste von der Mutter selig und für die Grütze da drinnen" — er tippte neckisch mit dem Finger an ihre klare, energisch geformte Stirn — „da werde ich wohl verantwortlich zeichnen müssen. Doch die Malerei — der Daust weist, wo Du die her hast, von mir ganz bestimmt nicht!" Gut gelaunt legte er den Arm um ihre Hüfte. „Willst Du mir eine Freude machen, Minchen, so behandelst Du den armen Walden wieder 'n bißchen gnädiger . . , na, darum brauchst! du nicht gleich ’ne Schnippe ziehen. Er hat ’ne Zukunft vor sich der Junge . . . 'was anderes wie so’n Farbenklekser ... na ja, er hat auch 'was gelernt, richtig studiert . . . erst auf Arzt und wie er klatschen wurde, da hat erS Gesetzmachen und Rechtsverdreheu gelernt." Das vorige Unmntsgesühl wollte Hermine überkommen: doch sie schluckte es tapfer hinunter, reckte ihr zierliches Figürchen zu ihm, auf und lachte schelmisch. „Weißt Du, was Du bist, Papa? Ein Kuppler bist Du. Du kannst wohl Deine einzige Tochter nicht schnell genug los werden?" „Na Minchen, es ist so nach und nach Anschlußzeit für Dich geworden," brummte Hansemann offenherzig. „Uebrigens rate 'mal, welche Neuigkeit ich für Dich habe!" unterbrach er sich, her Vorgänge am verflossenen Tage sich entsinnend. „Gib Dir Nur keine Mühe," fuhr er dann lachend fort, ihr erstauntes Gesicht bemerkend. „Du errätst es nimmermehr. Also Ijöre und staune: Mariechen Rönnenkamp habe ich heute ganz unverhofft getroffen. Sie ist schon über zwei Jahre wieder in Berlin und, wie es scheint, recht gut und glücklich verheiratet." „Nicht möglich, Marie hier? Und das sagst Du mir erst jetzt, Du böser, lieber Papa?" rief das Mädchen, in Eifer geratend. „Aber so erzähle doch. Wo trafst Du sie und warum besuchte sie uns nicht schon längst?" „Das mußt Du sie selbst fragen," wich ihr Vater aus, „sie versprach mir, uns demnächst aufzusuchen. Sie ist jetzt die Frau des sehr wohlbekannten Fuhrherrn Eilenburg." „Wetten wir, daß ich ihn gleichfalls kenne?" frohlockte Hermine, in die Hände klatschend. „So täuschte ich mich also doch nicht, als ich Marie erst kürzlich wicderzusehen vermeinte und zwar unter den Linden. .Sie fuhr in einem Einspänner, es war zwischen Licht und Dunkel. In ihrer Gesellschaft befand sich ein junger, blonder, seingekleideter Herr, mit bartlosem, interessantem, aber etwas hochmütigem Gesicht, fast zu jung für meine Freundin Marie. Also das ist ihr Mann? — Einfach großartig !" „Nun schau einer den geschulten Detektivblick!" scherzte ihr schmunzelnder Vater. „Aber versehen hast Dn Dich doch. Eilenburg ist nämlich ein reifer Fünfziger, ein wahrer Hüne cm Gestalt, mit einem mächtigen Schwarzbart und dröhnendem Baß." „Nein, so 'Ms!" erstaunte sich Hermine. Sie hatte ihren früheren Platz wieder eingenommen, saß mit im Schoß gefalteten Händen und blickte ihren Vater erwartungsvoll an. ,Ja, wer ist denn aber der junge, zierliche blonde Herr dann? Sie sprachen so eifrig, dabei so . . . so wenig höflich miteinander, als ob sie sich stritten —• gerade wie Mann und Frau." „Na, Kleine, Du hast Dir ja schon recht nette Ansichten über den Ehestand gebildet!" neckte ihr Vater. „Doch wer wirdS gewesen sein? Vermutlich ein anderer. Eilenburg wars sicher nicht; ich schilderte Dir bereits dessen Aussehen. Er scheint feilt Frauchen übrigens auf den Händen zu tragen, was ihm in Anbetracht feiltet: Körperkraft nicht sonderlich schwer fallen dürfte," setzte er lachend hinzu. Nun ließ seine Tochter mit Drängen nicht nach, er mußte berichten. "Zuerst geschah dies in aufgeräumter', lachender Weise. Dann, als er es füglich nicht vermeiden konnte, auch die Veranlassung zu erwähnen, die ihn überhaupt in das Haus des Fuhrherrn geführt, wurde er allmählich ernster. Ohne es eig-ent» lich zu wollen, vergaß er bald ganz den ursprünglichen Gesprächsstoff und segelte bald mitten auf der Hochflut seiner neuesten Brufssorgen. Er fand in Hermine eilte aufrichtige Zuhörerin. Auch sie geriet bald darauf derart in Eifer, daß sie bald aufhörte, nach der Jugendfreundin zu fragen. Wie sich nun herausstellte, hatte sie bereits vor des Vaters Heimkehr einen ausführlichen Bericht im „Lokal-Anzeiger" gelesen, dessen Reporter sich die gute Gelegenheit nicht hatte entgehen lassen. Der Rat griff nach dem Blatte. „Unaufgeklärter Droschkenmord", las er gleich auf der ersten Seite im echten Reporterdeutsch, fettgedruckt; darunter die ziemlich deutlich wiedergegebene Abbildung des Toten; natürlich mit dem Schnurrbart. Seufzend legte Hansemann die Zeitung wieder beiseite. „Nun denke Dir 'mal die verzwickte Lage", fuhr er fort. „Zwischen dem Mörder und dem Droschkenkutscher müssen geheimnisvolle Beziehungen bestehen. Würde man sich sonst so große Mühe mit der Beschaffung der Droschke gegeben haben! Man rechnete offenbar so: der Tote wird gefunden. Niemand weiß, wer er ist und wo er den Tod erlitten hat. Eine Umfrage bei sämtlichen Droschken- besitzern, falls man überhaupt auf einen solchen Gedanken kommt, bleibt resultatlos, weil ja Eilenburg von der Verwendung des zeitweise außer Dienst gestellten Wagens nichts wissen konnte. Dieser Kalkül war richtig; er scheiterte nur an zwei Zufälligkeiten, einmal der Aufmerksamkeit des Schutzmannes Rokohk, der die Droschkennummer notierte, ferner an dem Umstande, daß durch rigeud ein bisher unaufgeklärtes Vorkommnis der Kutscher sich verhindert sah, einmal die Droschke wieder nach ihrem' Stand zn verbringen, ferner sie zu reinigen und das Wageninnere ans etwaige Indizien abzusuchen. Ich wiederhole also: Mörder und Kutscher steckten höchstwahrscheinlich unter einer Decke. Wer ist nun der Kutscher? Eilenburg senior sagt selbst, nach Lage der Sache käme nur er in Betracht und allenfalls auch sein Sohn. Der Vater will und wird es nicht gewesen sein, er ist ein Ehrenmann; das ist nun der Sohn nun wieder nicht, doch er sitzt in Plötzensee hinter Schloß und Riegel. Er kann's darum auch nicht gewesen fein." „Bleiben wir beim Fuhrherrn," unterbrach ihn Hermine, die ganz bei der Sache war. „Käme er ernstlich in Betracht, so hätte er ganz gewiß für die Reinigung der Droschke gesorgt; ebenso wäre es ihm eine Kleinigkeit gewesen, Taschentuch und Chloroformslasche aus dem Wageninnern zu entfernen." „Gott ja, Kind, das kann man sich an den Fingern abzählen! Bliebe nur der Sohn, also Unmöglichkeit Nummer zwei." Hermine schaute plötzlich auf. „Weißt Dn so gewiß, daß er wirklich in Plötzenfee fitzt?" verlieh sie einer plötzlichen Eingebung auch schon Ausdruck. Stutzig schaute Hansemann sie an. „Wie meinst Dn das, liebes Kind?" „Du sagst selbst Papa, Vater oder Sohn — einer von beiden 'muß es gewesen sei. Da es der Vater nicht wahr, muß es der Sohn getan haben, und da ihm dies unmöglich wäre, fäße er hinter Schloß und Riegel, so sitzt er einfach nicht i n Plötzenfee. Ich dächte, gar so ungeheuerlich wäre die Annahme nicht, daß Eilenburg sich der Strafabbüßung zu entziehen verstanden Hat. Um Geld und gute Worte findet sich leicht ein Stellvertreter."' (Fortsetzung folgt.) KemeittsamerSchulvf such von Kuaökn nndWä)chr'tt Nachdruck verboten. Auf dem K o n g r e ß f ü r h ö h e r e F r a u e n b i l d u n g zu Kassel sprach u. a. Frau Marian ue Web'er aus Heidelberg über den gemeinsamen Schulbesuch von Knaben und Mädchen. In ihrem Vortrag führte die Rednerin aus, daß uns heute vor allem der Umfang, die Gründe und der Erfolg des gemeinsamen Unterrichts interessieren. Bis jetzt hat er sich tn den Ländern, in denen er eingeführt wurde, aufs beste bewährt. So sind z. & in den Bereinigtest Staaten 98 Prozent aller öffentlichen Schulen beiden Geschlechtern zugängig. Zwar besteht in 46 Proz. der Privatanstalten noch der getrennte Unterricht, abdr diese Schulen werden nur von 70 Proz. der Kinder besucht. Man steht allgemein dort auf dem Standpunkt, daß die echte Kameradschaftlichkeit nur bei dauerndem gemeinsamen Unterricht tn der Jugend wachsen könne. Den ablehnenden Aeußerungen, daß z. B. der gemeinsame Unterricht eine unzufriedene Rivalität erzeuge, oder daß die langsamere Fassungsgabe und die größere Faulheit der Küaben in einem gewissen Alter auf die Mädchen' nachteilig wirke, daß einerseits die Konstitution der Mädchest geschwächt würde und im Interesse ddr sog. Differenzierung — 61 bet’ Geschlechter eine Trennung wünschenswert erscheine, könne man folgendes entgegenhalten: Der gute Ton wirb durch eine moralisch hochstehende Lehrerschaft geschaffen. Man richte den Willen "auf die gleichen Ideale, man messe die Kinder mit denselben ethischen Normen: die Mädchen verlieren durch den gemeinsamen Unterricht nichts von ihrer Mädchenhaftigkeit, sie werden nur die größere Reizbarkeit ihres Temperaments besser beherrschen lernen. Bei den Knaben wird die Roheit unb Rücksichtslosigkeit gemildert werben. Dem Einwand, daß sich nur die nordischen Völker mit ihreni ruhigeren, kälteren Temperament für die Coedukation eigneten, Hält Rednerin das italienische Schulwesen entgegen. Italien hat den Mädchen die höheren Knabenschulen geöffnet und bis jetzt die besten Resultate erzielt. Nur Deutschland hat den dahinzielenden Bestrebungen eine gewisse Schwerfälligkeit entgegengebracht. Nur in Baden wurde in 1900 das erste Mädchen in die Knabenschule ausgenommen und seit 1905 besteht dort die allgemeine Zulassung, aber nur für begabte Mädchen. Die Rednerin las mehrere Berichte von Badenser Gymnasialbirektoren vor, aus denen hervor- geht, daß der gemeinschaftliche Unterricht nur Vorteile und keinerlei Nachteile gebracht hat. Was die sexuell-moralische Seite anbelangt, so scheinen alle Erfahrungen dafür zu sprechen, daß auch hier nicht die geringsten Schwierigkeiten vorliegen. Die Moral wird aber unterstützt durch das Einpflanzen des Gedankens, daß Heimlichkeiten, die sich vor den Augen der Eltern und Lehrer verbergen müssen, unehrenhaft sind. Natürlich dürften sich moralisch schwache, oder hysterisch veranlagte Mädchen nicht an dem gemeinschaftlichen Schulbesuch beteiligen. Ebenso würde man gut tun, ihn nur für solche geistig und körperlich veranlagte Mädchen zu fordern, die ihm gewachsen sind. Es ist festgestellt, daß ein Teil der Mädchen nicht allein mit den Knaben gleichen Schritt zu halten vermag, sondern daß sie die Knaben sogar noch überflügeln. Als unklar und irreleitend muß auch die große Differenzierung der Frau abgelehnt werden, die Kraft selbständigen Denkens und Wollens kann bei beiden Geschlechtern erreicht werden. Zwar ist der gemeinsame Unterricht nicht der einzig- vollkommene Weg und es fragt sich, ob es nicht ratsamer ist, zunächst alles Gewicht auf die Errichtung möglichst vieler Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen zu legen und die Mischschulen vorläufig als Notbehelf anzunehmen. Vor allem muß erstrebt werden, daß an Mischschulen auch Lehrerinnen angestellt werden. Die Eröffnung, der höheren Knabenschulen ist der erste Schritt zur geistigen Befreiung der Frau. Diese unentwickelte Form des gemeinsamen Unterrichts müssen wir zunächst für alle wünschen, die dafür veranlagt sind. Fichte hat schon vor hundert Jahren den gemeinsamen Unterricht gefordert. Einer der Wege zur Entwickelung der Persönlichkeit ist daher vielleicht, wenn unsere Jugend neben dem elementaren Boden, den die Natur ihr vorge- zeichnct hat, mehr als bisher in geistiger Weise miteinander verkehrt, indem sie sich zu gemeinsamem Streben um die höchsten Kulturgüter zusammenfindet. Der Vortrag wurde mit starkem Beifall ausgenommen. Nach mehrstündiger Debatte wurde schließlich die ursprüngliche Resolution der Kommission mit großer Mehrheit angenommen, die folgenden Wortlaut hat: Die Frauen erklären den gemeinsamen Unterricht von Knaben und Mädchen für eines der zweckmäßigsten Mittel sowohl zur Lösung der Frage höherer Frauenbildung, als auch zur Entwicklung verfeinerter Beziehungen der Geschlechter. Sie fordern die Zulassung von Mädchen zu deu höheren Knabenschulen nach dem Vorbild mehrerer deutscher Bundesstaaten, wie Baden, Württemberg, Hessen, Elsaß-Lothringen, Sachsen usw. (zunächst vor allem an < denjenigen Orten, die den Ausbau der höheren Mädchen- - schulen durch die Errichtung von Vorbereitungsklassen - für das Universitätsstudium nicht ermöglichen können oder . wollen). > Allerdings vertreten sie den Standpunkt, daß die Norm des gemeinsamen Unterrichts erst dann erreicht ist und sein erziehlicher Einfluß für Mädchen und Knaben erst dann voll zur Geltung kommen kann, wenn an gemischten Schulen auch Lehrerinnen wirken. 5' — Vermssrhte». * T i e unzufriedenen Menschenkinder, die sich über die bei uns herrschenden Hitzen beklagen (in diesem glorreichen Sommer wird das allerdings keinem vernünftigen Menschen einfallen) und in einem Backofen zu leben glauben, wenn das Thermometer einmal in der Sonne auf 34 oder 35 Grad steigt, sollten einmal an die entsetzlichen Temperaturen denken, unter welchen ihresgleichen in anderen Ländern leben müssen: es wird ihnen dann sofort eine kalte Brise über den Rücken laufen. In Orlsansville in Algerien hatten die französischen Soldaten das Vergnügen, das Thermometer mehr als 46 Grad im Schatten anzeigen zu sehen. Ein Offizier machte bei einer solchen unmöglichen Hitze die Wette, daß auf dem Postwagenverbeck zwei Eier durch die bloße Einwirkung der Sonnenstrahlen gargekocht werden würden; die Eier wurden in einen Topf gelegt, der neben dem Postillon stand, und waren nach einiger Zeit tatsächlich hart gekocht. . . . In manchen algerischen Oasen steigt das Thermometer nicht selten auf mehr als 50 Grad int Schatten. An den Grenzen der Sahara versammeln sich ganze Stämme, um den töd- lichert Einwirkungen der Sonnenglut zu entgehen, zehn Meter unter der Erde in Höhlen, die rings um einen Brunnen liegen. In der Sahara des Tuarag hat Tuverrier das Thermometer in der Sonne auf fast 68 Grad steigen sehen! Und selbst die, welche unter so surchtbaren Hitzen leiden, können einen Trost haben, wenn sie an die in manchen Gegenden herrschenden entsetzlichen Kälten denken. In Sibirien — so lesen wir in den „Lectures pour tous" — variiert die winterliche Temperatur zwischen 24 und 30 Grad unter Null, und in Sibirien liegt auch die kälteste Stadt der Welt Werchojansk. Es gibt hier keine Steinhäuser: alle Hütten sind aus Holz gemacht. Ter Ackerbau ist beinahe ganz unmöglich; man sieht nichts als magere Weideplätze. Tie mittlere Wintertemperatnr stellt sich auf 49 Grad unter Null; manchmal ist das Thermometer aber auch schon auf 61 Grad unter Null gefallen. Am allerunglücklichsten aber sind jene Gegenden, in welchen man aus den alles versengenden Sommerhitzen nur herauskommt, um sofort in unerträgliche Wittterkälten hineinzugeraten. In gewissen Gegenden Mittelasiens hat mau 40 bis 50 Grad über Null im Sommer, und, zum Ausgleich, 40 bis 50 Grad unter Null im Wiuter. * Die Fettleibigkeit des Mannes und Fettbeinigkeit der Frau. Die Anlage von Fett bei den beiden Geschlechtern soll nach den Untersuchungen von Dr. Rosenfeld (Mediz. Klinik) nicht in der gleichen Weise erfolgen. Während man beim Mann wohl von einer Fettleibigkeit sprechen kann, liegt die Sache bei dem weiblichen Geschlechte anders, denn hier lagert sich das Fett mehr unterhalb der Hüften ab, sodaß Rosen- seld dafür den Ausdruck Fettbeinigkeit gebraucht. Interessant ist die Erklärung, die er für diese Erscheinung gibt. Er sucht sie in den Kleidungsuntcrschieden und behauptet, daß es insbesondere der Druck des Korsetts bei eleganten Damen sei, der eine Anhäufung des Fettes in der Taille unmöglich macht. Dadurch, daß dieser ein beständiger ist, wird bei sich stark schnürenden Damen die eigentümliche Körperform bedingt, denn er verhindert die Ablagerung des Fettes in den geguetschten Zellen. Dieses weicht nach den Gegenden aus, wo der einengende Druck nicht vorhandeic ist, und so kommt cs zu der Ablagerung von Fett am Gesäß, an den Hüften und an den Beinen. Auch am Oberkörper scheint der Druck der Kleidung die Feitzellen schon zn beeinträchtigen. — Weshalb überhaupt die Bauchgegend einen Vorrang als Fetilagerstätte besitzt, ist nicht ganz ftargelegt. — Bei der Bollbusigkeit indes handelt es sich nach Rosenfeld in den meisten Fällen nicht um Fettablagerung, sondern um eine enorme Vermehrung des Gewebes der Brustdrüsen. * Die h ö ch st e Miete der Welt. Nerm Gesellschaften, die mit der Stahlkorporation der Vereinigten Staaten in Verbindung stehen, haben der Hudson-Tunnel-Gesellschast in New- york vier Stockwerke abgemietet, für die sie den höchsten Mietspreis zn zahlen haben, den man bis heute kennt, ^edes dieser Stockwerke kostet 12 000 Pfund Sterling Miete, so daß bte Gesellschaften jährlich 48 000 Pfund Sterling Miete zu zahlen haben. Sie mußten dabei auf zehn Jahre hinaus mieten. * Ein Ahasver. Unter diesem Titel schretbt tu der „Hilfe" der Oldenburger Schriftsteller Georg Ruseler folgendes: Es klingt wie ein Lustspiel, und ist doch eine Tragödie. Er war kein Verbrecher, nein, obgleich ihn bte Welt dafür M halten schien, und ■ seine Frau Ivar sogar ent sehr braves Weib. Er hatte weder Bomben geworfen noch Depositen unterschlagen, oder eine Kasse ausgeraubt, und dennoch sand er aus Erden keine bleibende Statt. Alle halben Jahre mußte er seinen Stab weitersetzen, und überall, wo er geweilt hatte, hieß es: „Ein guter Mann, eine tüchtige Frau — aber —aber!" . . . Man konnte ihm 616 — sonst Wirklich nichts v'orwerfen. Er war ein vortrefflicher Bürger. Er bezahlte seine Steuern wie ein reicher Mann, obgleich es ihm schwer fiel: ja er gab dem Staat sogar noch mehr als der Reiche, denn auf seinen Gaben beruhte des Staates beste Kraft. Er war ein friedlicher Mensch, ein sehr friedlicher sogar. Er Ning nicht in die Volksversammlungen, schrieb nicht für die Zeitungen, er streikte nicht — und merkwürdig, er hatte immer etwas zu mäkeln. Es war wie ein Verhängnis . . . Heute geht der Mann wieder von Haus zu Haus. Da haben wir's! Ein Bettler scheint er zu sein! — Vielleicht! — Bescheiden pocht er an die Türen. Jede Tür wird aufgetan. Man hört auch seine Bitte, sieht sein scheues, gedrücktes Wesen: aber man zuckt die Achseln, macht die Tür wieder zu, und er bleibt draußen. Da wandert er mit schwerem Herzen weiter. Er sucht ohne Unterlaß und kann doch nichts finden; er sucht eine bleibende Stätte und niemand will ihn haben. Verzweifelnd seht er sich am Wege auf einen Stein, und Tränen fließen auf seine harte. Hand . . . Aber die Welt hat vielleicht trotz alledem recht: Er ist dennoch ein Verbrecher — der Mensch hat mehr als ein halbes Dutzend Kinder! Neus Bücher. 28. September—4. Oktober. (Besprechung erfolgt nach Auswahl. Eine Verpflichtung zur Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt cingesandter Bücher wird nicht übernommen.) Friedrich Spiel Hagen, ausgewählte Romane. Fünf Bände. Enth. Problematische Naturen, Sturmflut, Was will das werden?, Sonntagskind, Stimme des Himmels, Opfer, Freigeboren. Leipzig, L. Staakmanu. Meyers Volksbücher, Nummer 1467—1483. Preis jeder Nr. 10 Pfg. 1467—1471: Freiligrath, Gedichte. 1472—1474. Hclnwlt, deutsche Geschichte. 1475—1478: Das Nibelungenlied, übersetzt von 'Simrock. 1479—1480: Nieritz, der Kantor von Seeborg. 1481—1482: Nieritz, Alexander Menjiiwff. 1484—1487: Stahr, Weimar und Jena I. 1488—1490: dass., II. 1483: Nieritz, der Paukcndok- tor, der Kreuzturm zu Dresden. Volksbücher der Deutschen D i ch te r-Gedächtnis-Stiftung. Heft 15, Ludwig Anzengruber, Der Erbonkel und andere Geschichten, Pr. 25 Pfg., geb. 55 Pfg. Heft 17, Ilse Fragan-Aknnian, Die Last, Pr. 25 Pfg., geb. 55 Pfg. Heft 20, ^Ernst Jahn, Die Mutter, Pr. 20 Pfg., geb. 50 Pfg. Hamburg- Großborstel, Verlag der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung. Musen-Almanach auf das Jahr 1908. Leipzig, Verlag für Literatur, Knust und Musik. Erdmann G r a e s e r, Lotte Glimmer. Humoristischer Roman aus dem Berliner Leben. 8. Anfl. Berlin N. W. 87, Hermann Seemann Na Hf. Preis 1 Mk. D r. Her m a n n P ach nicke, Die Mecklenburgische Ber- fassungsfrage. Parchim, Hermann Freise. Preis 50 Pfg. Dr. Julius Reiner, Zarathustra. 3. Anfl. Berlin, Herrn. Seeinaun Nachf. Preis 1 Mk. Oska r M n s e r, Der Ultramontanisumus und das Zentrum. .Eine Studie, Lahr i. B., Moritz Schauenburg, Preis 1.80 Mk. Mode und Hans. Illustriertes Moden- und Familien- Jvurnal, 24. Jahrg., Nr. 1. Berlin W. 57, Kurfürstenstraße 15/16. Preis vierteljährlich 1 Mk., init Moden-, refp. Handarbeit- Kvlorits 1.25 Mk. ; P h. B u x b a u m. Bon Jägern und Wildschützen. Erzählungen aus dem Odenwälder Volksleben. Band l, die Heckenrose. Band 2, Der Golddvgel (Bibliothek vaterländischer Sagen und Erzählungen, Vd. 7 u. 8). Gießen, Emil Roth. Preis je 1.50, geb. 2 Mk. Arthur Dix, Afrikanische Berkehrspolitik. Berlin, Hermann Paetel. Preis 2.50 Mk. Offizielle Automobil-Tourenkarten des Kaiserlichen Automobil-Clubs. Nr. 58, Kassel—Marburg—Frank- mrt a. M. Str. 75, Frankfurt a. M.—Würzburg—Nürnberg. Berlm u. Gwgau, Karl Flemming, A. G. Preis je 1.50 Mk. . D r.m eh. Poltner, Die Ernährung des kranken Menschen, msbes. der Magen- und Darmleidenden. Oranienburg, Wilhelm Möller. Pu. 1 Mk. Du Julius Reiner, Moses und sein Werk, Berlin, Herm. Seemann Nachf. Preis 1 Mk. Ernst Eckstein, Gesammelte Schulhumoresken. Neudamm, I. Neumann. Preis 3 Mk. Bruno Bolger. Moderne Reklamekuust. Handbuch der üeuzeitlcchen Jnsertions- und Propagandatechnik. Stuttgart, Schwabachersche Verlagsbuchhandlung. Preis 3.60 Mk. Süddeutscher Staffelfahrplan „F i x". Süddeutsches Kursbuch. Winter 1907/08. Mannheim, Stern-Ell- veich u. Co. Preis 50 Pfg. Bilz,, Goldene Lebens regeln. Dresden-Radebeul, Vilz Verlag. Preis 2 Mk. Ernst Frcnke, Führer durch die Unfallversicherung des Deutschen Reiches. Berlin W. S., Franz Wahlen. Pr. 50 Pfg. (ttt Partien billiger). ■ stech er ts Armee-Einteilung,und Quartierliste des Deutschen Reichsheeres und der Kais. Marine. 48. Jahrg, herausgeg. am 1. Oft. Berlin S. W. 11. Karl Sigismund. Preis 50 Pfg. Robert Saudeck, Dämon Berlin. Roman. BerlinW.50, Concordia Deutsche Verlagsanstalt, Hermiann Ehbock. Preis 4 Mk. Karl Rosner, Sehnsucht. Roman. 3. Ausl. Berlin, Hermann Ehbock. ■ Preis 4 Mk. Mr Bauernfreund. Kalender für 1908. Straßburgs Ludwig Götz. HKUsinfchriftött aus Drtschafterr des Kreises Kirchhain. (Originalbcitrag des Gieß. Anz.) 1. Ach, ivas sind die Zeiten schiver Hier auf dieser Erden, Keiner hat fein Geld nicht mehr, WaS soll das noch werden. Sagt dem Kaffee gute Nacht, Er kost' Geld und Zocker, Er verderbt auch den Geschmack Und macht den Beutel locker. Eßt lieber, was den Magen füllt, Rindsleifch, Suppe, Grütze, Wenn cs mir ben Hunger stillt, Dieses ist auch nütze. 2. Wer feine gute Milch verkauft Und mit den Kindern schlechte saust, Wer Bntterlieferante ist Und selber Atargarine frißt, Wer schlechtes Äuslandsfutter gibt Und hinterher zu klagen liebt, Daß er verschleudern muß die Körner, Der ist ein Rindvieh ohne Hörner. * w 8. Mer baut au? der Straßen, Der muß Federn lassen. 4. TieS Haus ist mein und doch nicht mein," Wer nach mir kommt, ivirds auch so sein. 5, Ihr Mauerslent, fügt Stein auf Stein, Braucht Winkeln,aß nnd Senkel, Ihr baut ja nicht für mich allein, Ihr baut auch für den Enkel. GoldLKe Worte. Lebe mit den Besten, ob sie nun vor Jahrhunderten lebendigen Fleisches waren oder ob sie heute herumwandeln; gefalle dir nicht unten im „Teich, sondern nach oben ringe dich hinauf, zu den Meistern über dir hinausschauend, dabei aber hinunterhorchend auf die Stimmen der Zeit, die da konnnen und gehen. Ad. Wilbrandt. * Glücklich? — Wer ist denn glücklich? O, blicke nicht nach dein, was jedem fehlt. Betrachte, irnS noch jedem bleibt. Goethe. Jedes aufgegebene Vorurteil, das der Mensch durch Geburt, Lebenskreis- Gewohnheit besaß, ist ein Schritt zum wahren Glücke hin. _____ Hilty. Rätsel. Tas Erste rüst mit hellen, Klange Ter Sehnsucht leisen Laut in mir; Der Deutsche preist es im Gesänge Als seines Landes Lust und Zier. Es spendet uns der Seele Frieden lliib füllet uns mit frischen, Mut; Ach, nirgends weilt es sich hinieden So traulich als in seiner Hut! In zwei nnd drei wird hoch bewundert Der Geistesheld und große Mann, Doch sotten ist es, daß von, hundert Wir treffen einen solchen an. Ilnd freundlich bietet uns das Ganze In, Becher eilte Gabe dar, Die uns erquickt beim Frühlingsglanze Mit ihrem Duste wunderbar. A. A m m a n n. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Citatenrätsels in voriger Nummerr Des Menschen Wille, das ist sein Glück. Redaktion: P. W tttfo. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Brich' und Steindruckerei, R. Lange, Gkeßen.