Morttag den 14. Oktober 1907 W ■ 8SH Auf her Ligeneu Spur. Kriminalroman von Otto Hoecker- (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Den können Sie in Ihren: Bureau vornehmen. Er ist auf morgen früh neun Uhr bestellt." „Sehr wohl, Herr Nat." Er erhob sich und blieb nach einein Schritte gegen die Tür wieder stehen. „Schade, daß Walden die Bildkarten wieder hiuaufgeschafst hat, ich werde sic wohl brauchen — na, ich kann sie mir ja wieder holen." „Nicht nötig, lassen Sie die Signalements nur an Ort und Stelle. Unser Kreisphysikus hat heute Aufnahmen von dem Toten gemacht, die vorzüglich ausgefallen sein sollen; sie zeigen ihn mit und ohne falschen Schnurrbart. Ich denke, nach diesen Photographien werden Sie am leichtesten operieren können." „Sehr wohl, Herr Rat." Wieder marschierte der Kvmmissar einige Schritte nach der Tür, um sich dann abermals umzudrehcn. >,Ein Ersuchen noch, Herr Rat," meinte er räuspernd. Hansemann, der sich bereits seiner Unterschriftsmappe wieder zugewendet, blickte auf. „Nun, was wäre sonst noch, mein lieber Thommen?" „Ließe es sich nicht einrichten, daß Walden von meiner Tätigkeit in dieser Sache nicht unterrichtet würde?" fragte der KvmMissar gedämpft. Hansemann warf ihm einen befremdeten Blick zu. „Aber warum das? Ihr Ersuchen verstößt gegen das Prinzip des Handinhandarbeitens ebensowohl, als gegen die einfachste Kollegialität." „Herr Rat, ich habe meine guten Gründe," bemerkte Thommen, ohne sich beirren zu lassen. „Ich kenne den Ehrgeiz dieses jungen Mannes, er will sich auszeichnen und darum alles allein machen; erwürbe es nicht lassen können, sich in meinen Auftrag einzumischen, erführe er von diesem . . . und ich habe meine eigenen Methoden, die keine fremde Einmischung vertragen." „Ach so," versetzte der Rat, „das ist was anderes. Ich dachte schon, die Ihnen von mir mitgeteilten albernen Bemerkungen Rvkohls hätten Sie beeinflußt." „Ich kann mich nicht entsinnen," meinte der Kommissar mit einem solch erstaunten Gesicht, daß sein Vorgesetzter laut auflachen mußte. „Na, Rokohl will doch wahrgenommen haben, daß der Begleiter von heute nacht in Erscheinung und Stimme unserm Walden auffällig geähnelt haben soll," bemerkte der Rat dann. Thommen prustete heraus. „Nichts für ungut, Herr Rat, aber ich sagte es ja schon vorhin, in allem, was Beobachtungsgabe verlangt, ist unser braver Rokohl ein gediegener Schafs- kopf . . na, das Gesicht möchte ich gesehen haben, das unser tugendhafter Walden schnitt . . . so'n Pech, sür'n verkappten Gurgelabschneider gehalten zu werden . . . nein, der Rokohl ist wirklich 'n Esel . . . Walden hat eben/ne elegante Dutzend- gestalt und 'auch 'n Organ wie 'n Offizier . . . im Ueberrock und obendrein bei Nacht sieht jeder Leutnant in Zivil ähnlich ans . . . Bleibts also bei der Versicherung? Hab ich keinen Erfolg, möchte ich mich von Walden nicht gern auslachen lassen, int andern Fall wird ihn:- nichts von seinem Verdienst abgeknappst, vermag ich auch mein Scherflein zur Entdeckung des Schuldigen beizutragen." „In Eottesnarnen, ja!" sicherte der Rat in komischer Verzweiflung zu. „Sie sind 'n schrecklich hartnäckiger Mensch, Thomi- men . . . doch fischsten Sie im Dunklen, Walden soll davon nichts zu erfahren bekommen . . . und nun Gott befohlen. Ich habe noch zu unterschreiben und dabei wartet meine Tochter zu Hause längst mit dem Nachtessen auf den Papa!" Doch er hatte kaum einige Unterschriften geleistet, als es' schon wieder an der Tür pochte. Diesmal war es eine Ordonnanz aus Berlin N., welchü dem Rat eine von der Witwe Hildenbrand empfangene Photographie ihres Sohnes Friedrich Wilhelm überbrachte. „Der Herr Leutnant läßt dem Herrn Rat sagen, die Witwe Hildenbrand hätte zu dem Herrn Leutnant gesagt, sie hätte es schon im' März dem Fuhrmann Eilenburg gesagt, daß sie es ihrem Sohne immer gesagt habe, er brauche sich nicht mehr auf Nachhause zu besinnen, machte er noch einmal böse Streiche ;. .und der Herr Leutnant läßt dem Herrn Rat sagen, die Witwe Hildenbrand hätte noch gesagt, sie würde es gleich auf dem Revier sagen, wenn ihr Sohn sich unterstände, nochmals nach Hause zu komme::. Sie wollte keine Gemeinschaft mehr mit ihm haben." Der Nat atmete auf, als der Schutzmann seine unterwegs sicherlich wiederholt repetierte Ansprache beendet hatte. Er nahm das Bild in Empfang und meinte jovial: „Sagen Sie Ihrem Leutnant, ich hätte gesagt, was die Witwe Hildenbrand gesagt hätte, das sei recht vernünftig. Verstanden? Na, dann kehrte marsch!" . • Der Schutzmann zog mit nicht recht geistreichem Gesicht ab; er wußte nicht recht, ob er sich ärgern oder freuen sollte. Schließlich entschied er sich für das erstere und schnauzte den ersten Eckensteher unterivegs ganz fürchterlich an. Der Rat aber betrachtete flüchtig die Photographie; sie stellte einen jungen fadblonden Menschen- mit nichtssagenden Zügen und frechen Spatzenaugen dar. „’ne richtige Berliner Range!" brummte der Rat vor sich hin, als er das Bild in seinem Schreibtisch verschloß. Dann entsann er sich, daß die Chloroformflasche nebst Rezept, sowie das in der Droschke aufgefundene Taschentuch noch der Wegschließung harrten. Er hatte beide zwischen die Doppelfenster gelegt, um sie auszulüften; nun er sie zur Hand nahm, schien Dm das Tuch immer noch unerträglich nach Chloroform zu riechen. „Ber .... Wirtschaft.• knurrte er, „den Gestank wird man zeitlebens nicht mehr los. . Aergerlich warf er sie in ein selten benutztes Schubfach; dabei klemmte sich das Tuch und gerade der Zipfel nut dem Namenszug kam nach außen zu liegen. „A. W." las Hansemann unwillkürlich laut, während er auch den Zipfel des Tuches m das Schubfach stopfte und dann dieses abschloß. „Na, wenn sich's nicht gerade um Taschentücher dieses John Baker — ober wir der Kdrl bei Lebzeiten geheißen haben mag, handelt, so dürften wir gut tun. Leuten einiges Interesse entgegenzubringen!, deren Namen die Anfangsbuchschben „A: W." ausweisen." — 610 — W trällerte leicht vor sich hin, als er nun sein Arbeits- riminer verließ, uni stark verspätet den Nachhauseweg anzn- tvetetk. - 9. K a p i t e l. Die Hansemannsche Wohnung befand sich in einem der modernen Mietshäuser arnj.Friedrichshain. Er hatte die erste Stockwerkhälfte inne, eine Flucht geräumiger, praktisch angelegter Simmet, mit vertiefter Loggia und Balkon nach der Straßenfront, deren gegenüberliegende Seite von den zu breiten Alleen geformten Schattenbäumen des Border'parks beständen wurde. Bereits ging der Laternenmann mit hurtigen Schritten seiner lichtfveundlichen Verrichtung nach, als der Rat sein gemütliches, mit einem gewissen Luxus ausgestattetcs Heim betrat. Kaum hatte er die Außentnr aufgeschlossen und war in den inneren Wohüungskorridor getreten, als auch schon wie ein Wirbelwind, lachend und scheltend zugleich, eine allerliebste Blondine im schmucken Hauskleide mit vorgesteckter weißer Schürze auf ihn zugeeilt kam und ihn mit herzlichem Kusse begrüßte. „Endlich, Papa, heute Hast Du mich wieder eine Ewigkeit tvarten lassen!" empfing ihn das hübsche, schlanke Mädchen, ein Schelmenlächeln um die vollerblühten Lippen, in den Ber- gißmeinnichtaugen den Widerglanz eines allzeit frohen, sinnigen Gemüts. „Eigentlich sollte ich nun schelten, denn ich hatte prachtvolle Kalbskoteletts gerichtet, dazu Deinen vielgeliebten Blumenkohl —" „— schön bekrustet mit brauner Butter darüber und dazu jedenfalls Deine köstlichen Petcrsilienkartofseln," ergänzte ihr Vater mit einem genußvollen Mundspitzen, während er sie an der Hand faßte und neben ihr in die als Eßzimmer dienende Berliner Stube trat. Dort brannte schm: die Gashängelampe über dem appetitlich gedeckten Tisch und neben der gewöhnlich von dein Heimgekehrten eingenominenen Sofaecke strebten vom Bodenteppich die gedungenen Hälse einiger Flaschen Petzenhvfer. Auch ein stickereiverbrämtes Nauchtischchen, sorglich Zigarrenkistchen, Tabaksbeutel und kurze Meerschaumpfeise darauf geordnet, stand gerichtet und harrte der Benutzung. Schmunzelnd kniff der Rat seiner Tochter in die blühende Wange. „Herminchen, hier ist's wieder mal riesig gemütlich. Du verwöhnst mich in unverantwortlicher Weise. Was soll da mal aus mir Mümmelgreis werden, bist du erst glücklich unter der Haube . . . und wer weiß, wie bald die Glock' erschallt!" scherzte er. Sie hielt ihm bittend den Mund zu, während der frohe Sonnenschein aus ihren Zügen vorübergehend schwand. „Nun bist Du nicht nur unpünktlich, sondern auch unartig, Papachen!" schmälte sie. „Ich heirate überhaupt uiemals . . . und am wenigsten schon bald." „Das nenne ich eine strategische Einschränkung!" meinte Hansemann lachend, indem er sich in der Sofaecke znrecht rückte. „Nun gib mir mal eine nicht zu knapp bemessene Probe deiner Kochkunst. Ich habe tüchtigen Hunger mitgebracht. Eigentlich hätte Walden mitkommen sollen, doch Kollege Kneift hielt ihn zurück. Na, er kommt wohl noch aus'n Sprung," Das hübsche Mädchenantlitz Ivar von neuem ernst geworden. „Was kümmert mich das!" entfuhr es ihr schnippisch. „Deinen Walden salze Dir nur ein . . . aus dem mache ich mir nicht viel!" sagte sie und mit den Fingern schnippend eilte sie hurtig in die Küche hinaus, um bald darauf mit den zierlich ange- gerichteten Speisen zurückzukehren. „Ach, wie trügerisch sind Mädchenherzen!" empfing sie der Vater mit neckischem Geträllcr, was an sich kein besonderer Genuß war, zumal sein Organ schon beim Sprechen stark verfettet klang. Er verstummte auch gleich wieder und ließ sich von seiner Tochter vorlegen. „Sage 'mal Minchen, was hast Du in letzter Seit eigentlich mit Walden vor? Da stimmt etwas nicht," fragte er kauend. „Ihr wäret doch früher ein Herz und eine Seele. Das hat sichtbar abgeflaut." Er goß Bier ein und nahm einen tüchtigen Schluck. „Veränderlich, dein Name ist Weib!" zitierte er dann wieder. Seine Tochter ließ sich beim Essen nicht stören; erst nach einer Weile meinte sie: „Ich mitt Dir was sagen, Papa, Walden mag eht ganz vorzüglicher Kriminalbeamter sein, doch gerade die zu diesem Amt notwendigen Eigenschaften stoßen mich menschlich ab." „Oho!" Erstaunt legte Hansemann Messer und Gabel nieder. „Nun sieh mir 'mal einer so'n Kücken! Du vergissest wohl ganz, daß ich auch zum Bau gehöre?" „Das ist doch wohl ganz was anderes, Papa, du weißt Beruf und Privatleben zu trennen." „Sieh mal an . . . und das versteht Walden nicht?" Er faltete die Hände Wer dem wvhlgerundeten Bäuchlein und zwinkerte seiner Tochter schelmisch zu. „Da hast du ja eine merkwürdige Entdeckung gemacht. Seit wann erscheint dir denn Walden in weniger rosigem Lichte?" Sie hielt ihm bittend Wer den Tisch die Hand hin. „Laß uns darüber doch das schöne Essen nicht kalt werden. Was soll ich gegen Walden haben? Wir sind uns ja ganz fremd . . . völlig fremd!" wiederholte sie mit großer Betonung und einem mißglückenden Versuch, gleichgültig zu erscheinen. „Ich . . . ich mag ihn nur nicht mehr leiden, das ist alles!" betonte sie, dabei sichtlich schon mit Tränen kämpfend. Der Rat hatte seine Mahlzeit beendet, faltete das Mundtuch zusammen und lehnte sich nun tiefer in die Sofaecke, dabei liebevoll besorgt den Blick auf seine Tochter gerichtet. „Ich will dir was sagen, Minchen, mir machst du nichts weis" brummte er dann. „Wetten wir, du bist ihm gram, weil er sich in der letzten Zeit gar so selten macht." Hermine lachte nervös auf und mißhandelte dabei ihr schön gesticktes Serviettenband. „Bilde dir blos keine Schwachheiten ein, Papa!" stieß sie hervor. „Ob Herr Walden kommt oder nicht, das läßt mich völlig kalt. Ich vermisse ihn jedenfalls nicht!" Ihr Vater lachte. „Warte nur. . . du. . . du kleine Komödiantin!" drohte er. „Wetten wir, daß die Gnadensonne wieder heller scheint, wenn ein gewisser Herr Kommissar sich in Bälde vorstellt und den Grund seines Ausbleibens höchst stichhaltig zu erklären weiß? Na, na, schüttle nur nicht so energisch mit dem Kopse. Mußte er uns die letzten Wochen über vernachlässigen, so konnte er wirklich nicht anders, er hatte bombenmäßig zu tun." Doch seine Tochter schien keiner Ueberzeugung zugänglich; man sah es ihr an, wie sie tapfer gegen die aufguellendcn Tränen kämpfte. „Du irrst dich, Papa," sagte sie im Gegensatz dazu in kühlem Ton. „Ich habe es dir immer schon sagen wollen, daß deine Anspielungen inhaltlos sind. Ich sang und musizierte mit Herrn Walden, ich lies; mir seine Aufmerksamkeit gefallen, weil du ihn auszeichnetest und große Stücke auf ihn hältst. . . nun er sich zurückzuziehen wünscht, berührt mich das nicht weiter." Dabei lachte sie wieder auf, konnte aber nicht verhindern, daß es unnatürlich genug klang. Der Rat war. gerade dabei, sich die geliebte Meerschaumpfeife micht echtem Latakin zu stopfen. Nun er- sie glücklich entzündet hatte, paffte er würzige Rauchwölkchen vor sich hin und sah durch den rasch sich bildenden Tabaksgualm auf seine einen Apfel schälende Tochter. „Sei mal aufrichtig, Minchen," meinte er stutzig. „Trägt an deiner Gefühlsänderung das Anf- tauchen dieses interessanten Deutschrussen mit seinem jungen Allerweltsruhm nicht auch etwas Schuld?" (Fortsetzung folgt.! Aie Siifisinrche zu Wimpfen. Die Stiftskirche St. Peter zu Wimpfen hat vom 13. bis zum 15. Jahrhundert eine tiefgreifende Erneuerung durchzumachen gehabt. Die ehemalige frühromanische Kirche war ein Zentralbau gewesen in der Art des noch heute so erhaltenen Aachener Münsters. Sechs durch Bogen miteinander verbundene Pfeiler trugen die Obermauer des Mittelraums, um den sich ein Umgang mit Empore herum-, legte. Tie äußere Umfassungsmauer erschien zwölfeckig. De'-- Umgang erweiterte sich nach Osten zu einer größeren' und zwei kleineren seitlichen Apsiden als Choranlage, nach Westen zu einer Vorhalle mit zwei Seitentürmen und einer riesigen Mittelnische. Diese Vorhalle ist erhaltest bezw. von 1901 bis 1903 wiederhergestellt worden. Vor der Kirche lag ein Paradies mit einem kleinen Torhaus, dessen Reste wenigstens freigelegt worden sind. Die an die Vorhalle sich schließende gotische Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit zwei Türmen in den Ecken zwischen Chor und Querhaus, sowie mit zwei Nebenapsiden an den Ostseiten der Querhausflügel. Die Nordseite zeigt außen Bruchsteine und schlichte Formen, die Südseite geglättete Quadern und reichere Ausstattung, vermutlich französischer Einfluß. Dieser Unterschied ist entweder in einem Wechsel in der Bauleitung begründet oder darin, daß die Südseitö bewußt zur prächtigen Schauseite bestimmt worden wär. Die Fialen und die Nischen der Chorstrebepfeiler habest nur zum Teil ihren einst geplanten Bildschmuck erhalten. tatsächlich vorhanden ist ein Johannes der Täufer und eine Bischofstatue. An der Südseite ist das Portal und das vielleicht zu mächtige Riesenfenster darüber auf das reichste ausgeschmüüt, ebenso die Waudflächeu mit Vlend- arkaden, Galerien und . Giebel, der Figurenschmuck stellt einen Auszug aus den Bilderkreisen dar, die auf großen französischen Figurenportalen gewöhnlich Vorkommen; leider ist die Ausführung später eingeschränkt und abgekürzt worden. Nicht zusammengehörige oder sicher sür die Innenausstattung bestimmte Figuren sind hier zusammengestellt, mehrere vorgesehene Plätze überhaupt uicht besetzt worden. Alle Figuren waren wohl bemalt, zweifellos die des Portals, sie sind nicht so fein wie ihre französischen Vorbilder sondern derber und massiger. Daraus, daß die Westwand nicht in einem Zuge gebaut ist, muß man schließen, daß eine Unterbrechung des Baues und eine Abweichung vom früheren Plane eingetreten ist. Der Umbau hatte beim Chor begonnen, als er bis zum Westbau gelangt war, müssen die Mittel so knapp geworden sein, daß von einem Neubau desselben abgesehen und der noch stehende Westbau der alten Kirche mit dem neuen Langhause, das an die Stelle des alten Zcntralbaus getreten war, verbunden wurde. Das Innere der Stiftskirche wirkt eigenartig schön durch das breite Mittelschiff, durch die weiter auseinander gerückten Pfeiler und durch die fast halbkreisförmigen Bogen des Langhauses, dem sich das etwas ältere Querhaus in einem Gusse mit dem Chor anschließt; der letztere ist durch seine überaus glänzende Architektur besonders imposant, und wäre es noch mehr, hätte er seine herrlichen Glasfenster behalten, die bis auf einen kleinen Rest in das Darmstädter Museum gewandert, hier allerdings nicht übel ersetzt sind. Hervorzuheben ist der schöne, große Altar, eine Arbeit von Dominikanerkonversen (um 1770) und das reiche Sakramentshäuschen aus dem 16. Jahrhundert, unter Bildhauerwerken eine Pieta, leider neu und grell bemalt, unter Holzschnitzereien eine ausdrucksvolle heilige Katharina (um 1500) und ein gleich guter St. Sebastian am Pfeiler. Bon besonderem Reiz ist der nahe Kreuzgang, sowohl durch die ganze Anlage, wie durch die wunderschönen Arkaden mit gotischem Pfosten und Maßwerk, durch die reichen Darstellungen auS Tier- und Pflanzenwelt (z. B. ein Vogelnest) an den Kapitellen im Ostflügel, der, dem 13. Jahrhundert entstammend, um eilt bis zwei Jahrhunderte älter ist als die übrigen Flügel. Won anderen Stiftsgebäuden ist zu erwähnen die romanische Stiftskellerci, die alte Dechanei von 1614, die schmucke Benefiziatenwohnung, die große neue Dechanei von 1763 (jetzt ein Gasthaus) mit schönem Portal und das elegante Küstodengebäude. Verhältnis der Schauspielkunst zum Drama. Unter diesem Titel erschien unlängst im Berlage von Pöschel und Kippenberg in Leipzig eine „Feldmesserarbeit" von Arthur Rothenburg-Mens. Im Vorwort sagt der Verfasser: „Ich suche die Schauspielkunst von ihren rein literarischen (abstrakten; Rücksichten so weit als möglich zu befreien und empfehle ihr, durch eine schön und charakteristisch abgestimmte Körperlichkeit den Sinnen ein Fest zu bereiten, und den Verstand der Zuschauer auf Umwegen einzuholcn — im Gegensatz zur Literatur, die den Verstand anspannt, um auf diesem Umwege die Phantasie des Lesers einzuholen." Daß er mit dieser Verrückung des Schwerpunktes der Schauspielkunst auf dem rechten Wege ist, dafür sprechen^die großen Erfolge und die tiefen Eindrücke ausländischer Schauspielertruppen, neuerdings namentlich der Russen, die mau im vorigen Jahre auch in Frankfurt sah, — einem Publikum gegenüber, das die Sprache nicht versteht, und doch das Geschaute begreift. Diese Tatsache ist auch gleich ein Stützpunkt für des Verfassers Erklärung von dem spezifischen Wesen der Schauspielkunst, das er „in dem suggestiven Temperament, dargestellt und reguliert durch Pantomime oder dramatische Gebärdenkunst, zu erkennen glaubt, die ihrerseits wieder durch Wört und Bühuendekoratum gedeutet wird." ,,, r , , Die Gottheit verfährt stets mathematisch — sagt Plato. Und — so deduziert der Verfasser weiter — „der höheren Mathematik ist auch das stilisierende, raumtechnische Grundprinzip der Schauspielkunst verwandt —• von der Raumphantasie uno deren geschmackvoller Anwendung allein hängt die Bewältigung und Wirkung des poetischen Dramas auf der Bühne ab". Im Anfang war der Gestus (nicht das Wort)--. Der ursprüngliche Ausdruck des Affekts ist der „Gestus". Der Gestus ist die Lyrik des Schauspielers. Wie in jedem großen dramatischen Dichter ein großer Lyriker steckt, so herrscht auch in jedem großen Schauspieler eilt großer Gestuskünftler oder Mimiker (Pantomimist). Das „Wort" gehört einer späteren Stufe an. Auf dem Verhältnis von Gestus, Wort und Bühnendekoration beruhen die Wirkung und das Wesen des modernen Theaters. Der Gestus ist jedoch für den Schauspieler die Quelle des Wortes und des Bühnenbildes. Vortrag auf der Szene und szenische Ausschmückung haben für den Schauspieler nur den Wert von lyrischen Entladungen des Gestus. Das mimische Künstvermögeu, Dichterwort und Bühnenbild als Erscheinungsformen des Gestus richtig einzuschätzen und zu bewerten, die phautasicvolle Ausnutzung von Wort und Szenenraum vermittelst 'des Gestus ist das, was der Verfasser Raum- Phantasie nennt. „Von "dieser haben Gestus und Wort und Bühnendekoration ihre Weihe zu empfangen. Mit Hilfe des Gestus behandelt die Raumphantasie die ihr untertane Szenenwelt als Bild und Rhythmus — sie haucht dem Bühnenraum die Seele des Gestus ein und erhebt ihn durch diese Beseelung zu einem dramatischen Organisnius, ermöglicht so überhaupt erst die Harmonie des rhythmisch-plastischen Gesamteindrucks--die leblosen Tinge erwacheii zum Scheinleben, und dieses gesteigerte Dasein teilt sich dem Zuschauer mit. Wie der dichterische Genius nicht die Siebe, sondern den Traum von und die Sehnsucht nach der Liebe besingt, so beginnt auch der Zauber der Schauspielkunst erst da, wo die Raumphantasie dem Affekt feine poetische Atmosphäre, sein von Bild und Rhythmus, von Stimmung und Idee gesättigtes Ensemble schafft." Der Verfasser rührt damit, wie er mit Recht behauptet, an eins der tiefsten Probleme der Sun ft schlechthin und der Schau- spielkunst iin besonderen. Der Schauspieler ist in erster Reihe ein Darsteller, dem das Wort zwar ein vorzügliches Kunstmittel, das der sorgsamsten Pflege bedarf, das aber da, wo das darstellerische Talent versagt, nicht aus der Not helfen kann. Schön sprechen kamt jeder intelligente Mensch lernen — die Dar> stellungskunst ist eine besondere Begabung, die zwar entwickelt, aber nicht angelernt werden kamt, in ihr offenbart sich ein spezifisches Talent. Sehen wir näher zu. Der Mensch lebt in Vorstellungen; alles Denken, Sprechen, jede Lebensäußerung bezieht sich auf Vorstellungen, auf bereits gewonnene oder neu empfangene — alles, selbst die abstrakteste Gedankenwelt wird zum Bilde, erscheint dem Menschen gegenständlich und kommt zmtächst in Mienen und Ge- berden, die sich auf Gegenstände beziehen, zum Ausdruck. Diese Geberdettsprache ist schneller, beredter als das Wort, sie schtveigt nie im lebendigen Menschen — sie motiviert, sie beseelt erst das Wort, gibt ihm seinen besonderen Sinn: durch den „Gestus" erhält das Wort feinen Rhythmus, seine Melodie. Der Schauspieler muß sich in die Borstellungswelt her darzustellendcn Person hineinleben — er muß, sozusagen, sehen, was er spricht, lute er seine Mitspieler und die ganze Szenenwelt als erregende und bewegende Elemente im Auge behalten muß. Anschaulichkeit tst das erste Erfordernis alles künstlerischen Schaffens. Für den Schauspieler besteht sie in der Beherrschung aller Ausdrucks- mitiel für die inneren Vorgänge in den dramatischen Gestalten — auf den Grund der Seele muß er uns schauen machen, und da gibt es keinen Stillstand, ebensowenig wie im Kreislauf des „Erst wenn aus dem Mutterschoß bet Raumphantasie der Gestus in den Bühneuraum gestiegen ist" — heißt es bei Rothenburg- Mens — „fließen die seelische Wärme und die Getsteskrast des Darstellers 'in seine Umwelt über — — auch die leblosen Dinge erwachen zum Scheinleben, und dieses gesteigerte Da,etn teilt sich dem Zuschauer mit. Erst die Durchdringung und Erfüllung des dichterischen Materials, der Worte mit Raumphantasie macht die Worte zum wahrhaft schauspielerischen Eigentum — erst da, wo das Psychische in sichtbar-sinnbildhafte Aüßenvorgange gesammelt ist, und wo der Gestus zum „Dialogue enterteur" totrb, befinden wir uns int eigentlichen Bannkreis der Schauspielkunst. Die prägnante Art, in der hiermit ausgesprochen tst, was als Grundbediitgung aller schauspielerischen Tarstellungskunst zu gelten hat, gibt der Schrift ihren Wert und ihre Bedeutung. Wo die „mimische Kvnzentratiouskraft, getrieben von auto;uggeittven Nerven", fehlt, da können weder literarisch-phtlosophtsche Bildung, noch tatsächliches Wissen einen Ersatz bieten, und alle schauspieleret bleibt Gaukelei und Mummenschanz, und ohne lenes speztstmm ist weder ein Schauspieler, noch ein anderer Künstler möglich. Der Verfasser verwahrt sich gegen den Vorwurf, er mißachte das Wort, weil er nicht das Wort, sondern den Gestm- als das elementare Mittel der Schauspielkunst anerkannt wißen wtil. Dem- aeqcitiiber muß um so rückhaltloser darauf hmgewtesen werden, daß nichtsdestoweniger der Schauspieler ebenso tote der Dichter zum Mehrer und Wahret der Reinheit und Schönheit des Wortes, dem hohen Symbol menschlicher Intelligenz berufen tst — gewiß eine der würdigsten künstlerischen Aufgaben! Aber dte formale Schönheit des Wortes ist etwas rein Aeußerltches — lebenmg wird 612 das Wort erst durch die darstellende Kraft des Schauspielers; ttforin diese besteht, ist 'bereits gesagt. Um über das Wesen der „Naumphaniasie", soweit die Szene, der dekorative Apparat dabei- in Frage kommt, keinem Mißverständnis zu begegnen, sei noch besonders darauf hingewiesen — gewiß auch im Sinne Rothenburgs —, daß die dekorative Kunst sich dem Schauspieler unterzuordnen hat, ihm nur zum darstellerischen Mittel dienen darf, nichts für sich soll gelten wollen; je diskreter und einfacher diese Außendinge, ein desto wirksameres Mittel werden sie dem Schauspieler. Die Schauspielkunst muß auf Grundlage ihrer Ursprünglichkeit erneut imb vertieft werden, ohne in Einseitigkeit und Zersplitterung ihrer Mittel zu verfallen. In den Händen einer nach solchen Grundsätzen sich heranbildenden Schauspielergeneration liegt einzig und allein die Reform der Bühne — sie wird kommen, wenn wir dazu reif sind. * Das Neueste von den Moden. Aus Paris wird uns geschrieben: Tie volle Pracht der eleganten Toiletten, die den Pariser Straßenbildern ihren höchsten Reiz verleiht, beginnt sich allmählich wieder zu entfalten. Tas mondäne Publikum ist vom Landaufenthalte zurückgekehrt, zahlreiche Fremde stellen sich ein und so wogt denn, umrahmt von dem letzten starkfarbigen Leuchten des herbstlichen Laubes, eine vielgestaltige Buntheit durch die breiten Avenuen. Sommerlich helle Töne mischen sich schon mit der dunkleren Ernsthaftigkeit der nahenden Winterkleidung; zwischen den lichten, duftig garnierten Sommerhüten tauchen die Herbsthüte aus mit ihren schweren Samtdrapierungen und den vollen Farben des Filzes. Die Hüte geben überhaupt dem neuesten Modebild einen besonderen und originellen Akzent. Strohhüte sind ganz verschwunden, und die Formen der „Demi-saison" präsentieren sich in Filz und Samt, mit stolzen Federn und kühnen Aigretten. In diesen ersten Kreationen der neuen Hutmode lassen die Pariser Putzmacherinnen ihrer Phantasie gern freien Lauf; sie versuchen, bizarre und geschmackvolle Eigenheiten durchzusetzen, die sie dann wieder verschwinden lassen, wenn die allgemeine Mode ihnen nicht folgt. So ist jetzt eine entschiedene Wneigung gegen die Clocheform zu konstatieren, die man sich während des langen Sommers recht übergetragen und übergesehen hat. Man sieht Hüte mit ganz schmalem Rand und sehr hohem Kops, ganz umsponnen von leuchtendem Samtband, und durch eine an der Seite getragene Aigrette abgeschlossen. Tann treten barettartige Hüte aus mit sehr breiten Rändern, einem Gewoge nickender Federn und einer blitzenden Schnalle an der Seite mehr vorn. Andere Formen zeigen als Garnierung Girlanden von großen Samtrosen in purpurnen und braunrötlicheu Tönen; große Aigretten scheinen sich überall durchsetzen zu wollen. Tas Violett, das die Lieblingsfarbe des Sommers war, verklingt allmählich; statt dessen erscheint das freundliche Nattier-Blau in einer etwas gedämpften Nuanee, ein volles Rosa, ein stumpfes Grün. Ueberhaupt kann man als Hauptfarben der neuen Mode Abtönungen in Blau, Grün, Ocker- und Bernsteingelb bezeichnen. Sehr viel sieht man Schleier von schwarzen Chantilly-Spitzen mit schmalem Rand und dann von Tüll mit großen Tupfen, die in Seide gestickt find und mit der Farbe des Hutes harmonieren. Pelze wagen sich hie ünd da schon hervor und man sieht in den Wagen elegante Colliers von weichem feinen Fuchspelz. Ueberhaupt werden weiche schmiegsame Pelze bevorzugt, uud den Höhepunkt des Schicken erreichen die stollenartigen Krawatten aus Zobel und Hermelin, ganz gleich auf beiden Seiten gearbeitet, die sich eng um den Hals schmiegen und mit ihren beiden langen Enden nach vorn und nach hinten herunterfallen. In den Automobilen, die in ihrer vornehmen Einrichtung wie entzückende Spiegelzimmer aussehen und einer schönen Toilette die herrlichste Umrahmung bieten, sieht man auch schon kostbare Gesellschaftstoiletten. Worth bringt eine neue Form des Prinzeßkleides, die ziemlich lose gearbeitet ist und die Taille etwas höher markiert. Mit ihm wetteifert Redfern, der sich diesmal die stolze Aufgabe gestellt hat, eine noch losere Form, die den drapierten Gewandungen der griechischen Kleidung angenähert ist, in die Salons einzuführen. Andere exotische Erfindungen bleiben nicht zurück. Die lockeren, losen Linien, die man anstrebt, führen auf die kapriziös geschürzten „Panniers" der Rokokozeit, und man bringt unterhalb der Hüften eine Bauschrmg des Rockes ein, die sehr kokett wirkt, aber wahrscheinlich erst im nächsten Sommer von den Modedamen aufgenommen werden wird. Großer Luxus wird mit kostbaren Besätzen, besonders mit dem Schmuck von Perlen und Edelsteinen getrieben und eine reiche Amerikanerin hat sich drei kostbare Toiletten anfertigen lassen, die nur den Fonds für einen überreichen Schmuck von Juwelen darbieten. Es sind das eine Perlen-, eine Smaragden- und eine Rubincn-Robe. *®er Roman eines Kindes. Aus Moskau wird uns berichtet: Wie ein Roman klingt die Geschichte der seltsamen Schicksale, die die kleine Tochter eines Offiziers während des Krieges im Osten von der Seite der Eltern riß, die sie Mn, nach Jahren, dank einem glücklichen Zufall toieberfanbett.; Während des Krieges war der Offizier zeitweilig in Laio-Yang stationiert und hier besuchte ihn seine Frau mit dem kleinen Töchterchen. Sie gerieten in den Strudel unerwarteter Ereignisse, es kam der Rückzug der russischen Armee und unmittelbar darnach überfielen raubende Tschuntschusen das Haus, in das Mutter und Kind sich geflüchtet hatten. In der Panik wurde das Kind von den Angehörigen getrennt und fiel den Räubern in die Hände. Ein Zufall fügte es, daß dieselbe Tschuntschusen-' bände kurze Zeit darauf von einem Detachement russischer Truppen aufgerieben wurde und lumter den Gefangenen sand man auch das kleine Mädchen. Man nahm sich des hilflosen Wesens an. Besonders (einer der Soldaten, ein gutmütiger Geselle, namens Gritzko, beschäftigte sich mit der Kleinen, beschützte sie mit säst mütterlicher Liebe, und als er kurze Zeit darauf verwundet wurde, nahm er seinen kleinen Pflegling mit heim nach Moskau/ Nachdem der Verwundete genesen war, bemühte er sich, seinen Broterwerb zu finden. Umsonst, nirgends bot sich ihm eine Anstellung und bald geriet er in bitterste Not. Trotzdem kam ihm nie der Gedanke, sich von seinem kleinen Pflegling zu trennen, und was er durch Betteln und kleine Gelegenheitsdienste erwarb, teilte er ehrlich mit seinem Schützling. Aber die Entbehrungen wie der Mangel an Nahrung uud Kälte warfen den ehemaligen Soldaten bald nieder und vor kurzem erlöste ihn der Tod von feilten Qualen. Hilflos blieb das kleine Geschöpf zurück. Die Eltern der Kleinen hatten indessen überall nach ihrem verlorenen' Kinde forschen lassen; aber nirgends fand sich eine Spur und sie mußten zu der Ueberzeugung gelangen, daß das Kind ein Opfer des Tschuntschusenüberfalles geworden und gemordet worden sei. Vor einigen Tagen ereignete sich nun vor dem fashionablenj Cafö Philpoff, das jeder Moskauer kennt, eine rührende Szene. Vor der Tür hält eine elegante Equipage, ein Offizier springt heraus und ist einer vornehmen Dame beim Aussteigen behilflich. Ein kleines Bettlerkind drängt sich ihnen entgegen und streckt flehend die kleine Hand hin. Tie Dame öffnet ihr Portemonnaie/ um dem armseligen Geschöpf ein Almosen zu reichen. Dabei erweckt ein unbestimmtes Etwas ein dem Kinde ihre Aufmerksamkeit. Sie beugt sich nieder, schaut der Kleinen nahe ins Gesicht, nur einen Augenblick — dann aber hörte man einen lauten Freudenschrei und die Mutter schloß ihr Kind in die Arme *DerBriefeinesDien st Mädchens. Von einem Dienstmädchen ans der Pfalz ist dieser Tage der nachfolgende wörtlich abgeschriebene Brief bei einem württembergischefi Stadtschultheißenamt eingelaufen: „Hochgeehrter Herr Oberstatzanwald. „Ersuche gefälligst rechte meiner Glagsache, die gegen Wilhelm M. Angestrebt ist. „Ich übe küine Rache sondern suche Gottes Ehre und mein Rech ich bin eine tüchtige Ehrenhafte Person habe auch sonst ein gut Talend u bin ein Mädchen ohne Tadel „Meine Herrschaften ivaren imer zufriden ich war imer Golderlich es ist noch nihi über mich zu seiftzen u zu Glucken gewesen ich bin stetz ein Muster der Dienstboten. „Das ich eine Martirin war Sind beweise von je 2 uebest Vulern bei St Sowie bei M. „HochactUngvol L. St. „Sehe dankent einer erqwickeuten Nachricht engegen „Euere kumervol Leidente L. St." Goldene Worte. Mit Wahrheit ist man überall der Welt, Sowohl den Bösen, als den Frommen, Beim ersten Augenblick nicht sehr willkommen. Denn niemand will, daß ihm die Kappe schellt. Seume. Lieben uns die Frauen, so verzeihen sie uns alles, selbst unsere Vergehen; lieben sie uns nicht, so verzeihen sie uns nichts, selbst unsere Tugenden nicht. Balzac. Citatenrätsel. Aus jedem der folgenden Citate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich em neues Citnt ergibt: 1. Wohltätig ist des Feuers Macht, Wenn sie der Mensch bezähmt bewacht. 2. Den Menschen adelt, den tiesgesunkcnen, das letzte Schicksal. 8. Der Wille lockt die Taten nicht herbei. 4. Das hat die Freude mit dem Schmerz gemein, daß sie die Menschen der Verminst beraubt. 6. Es ist eine alte Geschichte, doch bleibt sie ewig neu. 6. Nie kommt ein Unglück ohne sein Gefolge. 7. Das Glück ist eiiie leichte Dirne. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer. Freier. RedaktionW Schtatiorlsdruck und Vertag der