1907 6' W ZLW Dem Irrlicht nach. Roman von Alexander Römer. Nachdruck verboten!. (Schluß statt Fortsetzung.) 22. Kapitel. Es sind wieder drei Jahre verflossen, und es ist Hochsommer, wie im Anfang unserer Erzählung. Die Strahlen der sinkenden Sonne vergolden die blitzenden Knaufe auf den Türmchen der Walldorffchen Villa, aber heute-steht kein übermütig lachendes Mädchenherr da oben auf der höchstjen Turmgalerie, wie damals. Sylvia sitzt unten im Garten und hält ein liebliches schlafendes Kind in ihrem Schoß. Sie hat sich erholt; ihre Wangen sind wieder rund geworden, und die eingesunkenen Augen wieder klar. Auch ihre Brust hat sich gekräftigt, sie singt ein Wiegenlied von Schubert, und ihre Stimme klingt voll und innig. Sie ist es nicht gewahr geworden, daß von unten ein Herr den bekannten Laubengang entlang gekommen und in einiger Entferung von ihr stehen geblieben ist. Er schaut mit einem merkwürdigen Ausdruck auf die Gruppe. Jetzt legt Sylvia den Kleinen — es ist ein Bübchen — in den neben ihr stehenden Wagen, unb schickt sich an, denselben durch den Garten nach dem Hause zu schieben. Ta erblickt sie den Lauscher. Ein leichtes Rot fliegt über ihr Gesicht. „Ah! Herr Hendrichs!" ruft sie sichtlich befangen. Paul tritt rasch näher. „Der kleine Bub schläft ja, können wir nicht ein Weilchen hier draußen bleiben?" meint er. Sylvia sieht nach ber Sonne. „Noch ist sie nicht hinunter," bemerkt sie; „Erna ist sehr ängstlich, sie meint, es schade dem Kinde, wenn es nach Sonnenuntergang im Freien ist. Aber ist es nicht ein herziges kleines Gefchöpfchen?" Sie biegt voll Stolz die Kissen zurück und zeigt das rosige Gesicht des kleinen Schläfers. „Ja, natürlich," entgegnet Paul, aber unerhört oberflächlich, >,die ersten Kinder sind immer Wunderexemplare." „Ach! Sie sind unausstehlich." Sie wendet sich schmollend von ihm ab. „Wie geht es der Kommerzienrätin heut?" fragt Paul^ Sylvias Augen füllen sich plötzlich mit Trüben. Sie schüttelt wortlos den Kopf. „Schlecht," sagt sie dann gepreßt; >,ach! Herr Hendrichs, es wird auch nicht Mehr besser." „Hm" — er sieht teilnahmsvoll auf sie herab. „Der Verlust trifft Sie am allerherbsten, Fräulein Sylvia. Die Fran Professorin hat i hren Wann und ihr Kind, ihr sieht man ja das Glück aus den Augen leuchten, — und der Kommerzienrat — ihm wird die treue Lebensgefährtin fehlen, aber ich glaube —" „Er geht zu Erna und Villatte stach Leipzig," ergänzt Sylvia, „sobald Mama die Augen geschlossen hat. Dann ist ihm hier alles verleidet." ! , >,Unb Sie, Fräulein Sylvia?" »Ach ? Nun» ich 'bin djann tvikdtzl heimatlos. — Djgrf ich es beklagen? Waren diese Jahre, wo ich wieder sg viel Liebt, geben durste, nicht ein unverdientes Glück ftir mich?" „Sylvia, bist du noch im Garten?" Es ist Ernas Stimme, welche von der Veranda herunter schallt. Sie selbst eilt mit raschem, elastischem Schritt durch die gewundenen Gänge des Gartens und steht bald vor den beiden. „Ach! Sie sind's, Herr Hendrichs, ich hörte dasStimmen- gemurmel. Lassen Sie sich nicht stören, es ist wunderschön heut abend. Ich wollte nur meinen Buben hereinholen. Nein, nefit, Sylvia, bleib du noch draußen, dir ist die frische Luft sehr nötig. Mama schläft, ich komme eben von ihr." Paul Hendrichs hat mit seinem Ausspruch vorhin recht gehabt. Erna ist nicht wieder zu erkennen, so hat das Glück ihre Züge verklärt. Selbst die Sorge um die Mutter dämpft den Ausdruck nicht ganz. Seit zwei Jahren ist sie Billattes Gattin, und er hat in ihr die Gefährtin gefunden, die ihn ganz ausfüllt. „Weißt du wohl, Geliebte," meinte er einmal, „daß, wenn ich Sylvia geheiratet hätte, es trotz unserer ehrbaren Naturen auf einen geistigen Ehebruch hiuausgelaufen wäre? Du warst mir schon die Seelengefährtin, als Sylvia noch meine Braut war." Sylvia ist jetzt freilich auch eine andere. Sie hat denken gelernt und hat sich zu demütiger Selbstchsigkeit durchgekämpft. Sie ist für die geliebte Pflegemutter, welche die eigene Tochter entbehren mußte, eine treue Pflegerin geworden, sie hat versucht zu sühnen unb zu vergelten. Fran Kommerzienrätin kränkelt seit langer Zeit, jetzt ist das Leiden ein schweres unb unheilbares geworden. Sylvia steht nicht zu schwarz, wenn sie das Ende ins Auge faßt. Erna ist mit dem schlafenden Kinde in das Haus gegangen, Sylvia und Paul schreiten u nten im Laubengauge auf und ab. Sylvia atmet mit Beftiedigung die frische kühle Abendlust, ihr liegt die Pflege der Kranken einzig ob; Erna ist mit dem Gatten nur für ein paar Tage hier, sie hat ihren Pflichtenkreis im eigenen Hanse. Manila Walldorf ist bei all ihrer Liebe für Sylvia, oder eben deswegen — anspruchsvoll inbezug auf ihre fortwährende Gegenwart, und so verfließen Sylvias Tage am! Krankenbett.. Jetzt reden sie unb Paul eifrig zusammen. Sie liest sein Buch „lieber das Gewissen", das so viel Aufsehen gemacht hat in Gelehrten- unb in Laien kreisen. Ein scharfer Denker zergliedert da das Meuscheuherz. Paul lebt erst seit einem! Jahr wieder in Dresden, er cst der Fremde ncüde geworden, Heimatssehnsucht hat ihn gepackt. Ueberdies sind seine Eltern in kurzen Zeiträumen hinter einander gestorben, Erbschaftsangelegenheiten haben seine Gegenwart erfordert. „Ich habe lange geglaubt, daß ich kein lebendes Wesen zu meiner Glückseligkeit brauchte," sagt er jetzt; „ich liebe die Einsamkeit, mir waren die Menschen nur interessant, wie mir jede Form des Lebens interessant ist, aber —" „Aber?" Sylvia sieht ihn an und lächelt. Ihr Mick drückt eine unbegrenzte Bewunderung für ihn ans. „Aber" — Paul vollendet lachend seinen Satz, „ich komme zu dem Schluß, daß dex Mensch — jeder ohne Ausnahme —. 338 — doch ein Gesellschaftstier iss, und sich seiner Natur nicht entäußern kann." . „Wir erleben e s noch, daß Sie heiraten," ruft Sylvia fröhlich und lacht dabei auf, als sei das an und für sich ein ganz wunderlicher Gedanke. Er schaut sie prüfend und verstohlen von der Seite an. „Sie sind eingeweiht in meine Gedanken über das Gewissen der Krauen," entgegnet er, „und was ich von feminini generis im allgemeinen halte; da meinen Sie, es sei ftir mich ein doppelt bedenklich Stück, zu tun, wie alle Welt?" Sie nickt. „Ja, das ist es," bestätigt sie. Er steht plötzlich still, und auch sie hemmt verwundert ihren Schritt. „Wir täuschen uns aber," sagt er in ganz verändertem Ton, „wenn wir uns einbilden, daß je einer von uns eine Ausnahme von der allgemeinen menschlichen Regel bilden könne, daß die Elementargewalt, auf der unser Menschentum beruht, je einen verschone. Jedem kommt seine Stunde." „Auch Ihnen?" Sylvia ist befangen geworden und ernst; solche Erregung hat sie bei ihrem Begleiter noch nie gesehen. „Auch mir." Sein Ton klingt seltsam, dumpf. Sylvia wendet sich jetzt zu ihm und zwingt sich zu der harmlosesten Miene. „Wie mich das freut," sagt sie leise und innig, „wer ist es? Ich bin wirklich gespannt zu hören, welches Mädchen Ihnen genügen konnte." Er erwidert ihren fragenden Blick ernst und forschend, als wolle er in_ ihrer Seele lesen. „Sie erraten das wirklich nicht?" entgegnet er beinahe schroff. Ein dunkles Rot färbt jetzt ihre Züge. „Ich? Wie kamr ich das erraten?" „Sylvia!" er stockt einen Moment, und fährt dann hastig fort: „Sie haben geliebt, stürmisch und so tief, wie Ihre Natur es damals gestattete. Ich habe Ihren Schinerz um den Toten gesehen und den echten Ton der Leidenschaft von Ihren Lippen gehört. Ich weiß auch, Sie sind wieder geliebt worden, aber von einem Herzen, in dem der Egoismus die höheren njib reineren Triebe erstickte. Er ist daran zugrunde gegangen, und Ihnen erging es nicht besser, wenn nicht unsichtbare Mächte Sie rettend erhoben. Ich bin kein filreitg Rechtgläubiger, „Das Gewissen" hat Ihnen mein Glaubensbekenntnis enthüllt, aber all mein Grübeln über den dunklen Welträtseln hat mir nichts geoffenbart als die Gewißheit, daß eine, unserer Fassungskraft entrückte Macht über uns iss, und unser Leben bestimmt. Nennen wir sie Gott. Und dieser Gott ist Liebe — und wo das, was wir mit unseren armen Erdenzungen so nennen, uns im irdischen Abglanz entgegentritt, da spüren wir den Hauch eines unirdischen Glückes, einen Hauch dessen, was die Gläubigen Seligkeit nennen. Und wo wir es mit reinen Händen fassen, da sind wir über die Erde erhoben." Paul schweigt, Sylvia sieht ihm wortlos in die sonderbar leuchtenden Züge. „In jener Stunde in Rom," fährt Paul leiser mit vibrierender Stimme fort, „als ich Sie von Roderichs Leiche fortführte, und Sie sich nur noch den Tod wünschten, da — als ich nach meiner Ausfassung des Lebens Ihre Lage erwog und mit Ihrem Gefühl sympathisierte, — da ist es über mich gekommen, jenes unerklürbare Geheimnis, die eine Seite des dunklen Welträtsels, wo der Verstand ein Nichts ist, und allein das Gefühl herrscht. Ich, der kühle Skeptiker, dessen Blut und Sinn, allen Weibern gegenüber unberührt geblieben, dessen Herz sich unter allen Einflüssen seinen gleichmäßigen Schlag bewahrt hatte, ich wurde von einer fremden Gewalt erfaßt. Ich hielt es für Mitleid, — so unbekannt es mir auch war in dieser Form, — dann für etwas Krankhaftes, Vorübergehendes, durch Nervenüberreizung Erzeugtes — drei Jahre sind vergangen und es ist noch da. Sylvia, wie sollen wir es nennen? Liebe!?" Sylvia stand starr und totenbleich; ihr zitterten alle Glieder. Paul nahnr ihren Arm und schlang ihn unter den seinen; sie gingen weiter, den Laubengang hinab. „Sie sind heimatlos, einsam, wenn die Kranke da drinnen stirbt," sagte er rascher und hassiger, als vorhin, „neben der! Schwester, als Zeugin ihres Glückes, sind Sie überflüssig, die Not könnte Sie in meine Arme treiben. Das darf nicht sein.. Ich bin nicht zufrieden mit einem Ja, wie Sie es einst Villatte gaben, prüfen Sie sich. Ich weiß, daß Ihre erste Liebe einem! andern gehörte, das stört mich nicht — es war die nie zur! Vollreife gelangte, ungesund verkümmerte Knospe Ihres Mädchen- Herzens. Jetzt sind Sie ein bewußtes, leid- und lebenserfahrcncs! Weib. Von diesem fordere ich meine Antwort." Sylvia löste ihren Arm aus dem seinen, und stand zitternd, schwer atmend vor ihm. „Ich kann mich nicht fassen," stammelte sie, „es ist nicht möglich — Sie — Sie —" ! „Täusche ich mich? Bin ich durch die narkotische Wirkung dieses rätselhaften Trankes berauscht worden wie so viele andere? Sind Sie noch das haltlose, vom Winde hin nnd her gezerrte Wesen, das Sie einst waren? oder sind Sie die, Äs welche ich Sie jetzt sehe — geläutert, gefestigt, unter den Schlägen des Schicksals stark geworden? Die Lüge, welche einst Ihr Leben verdunkelte, Ivar nicht aus Ihrer Natur heraus geboren, sie war nur durch die Verhältnisse gewaltsam erzeugt — jetzt sind Sie frei zur Wahrheit." „Paul! Paul! Sie sind furchtbar. Ihren» skeptischen Geist würde die Wahrheit jetzt als Lüge erscheinen, ich — ich kann nicht mehr Ihrer wert sein." Sie verhüllte ihr Gesicht und wollte Hinwegeilen. Er hielt sie zurück mit starkem Arm. „Nicht so — ich bin kein mißtrauischer Zweifler, und — ich bin nicht berauscht. Sehen Sie mir ins Auge — dieser zitternde Schein ist Wahrheit — Sylvia! Sylvia!" Er riß sie in seine Arme und sie schluchzte an seinem Halse. Schritte auf dem Kiessand störten sie auf. Villatte kam den Weg entlang, Paul ließ Sylvia aus seinen Armen. „Villatte, kommen Sie, — Sie sollen der erste sein, der es erfährt — der Spötter geht unter die Toren — ich habe mir Sylvia erobert." Villatte stand einen Angenblick sprachlos, er, auch Erna, niemand hatte an eine solche Möglichkeit gedacht. Paul Hen- drichs, der Fischblütige, der Weiberfeind, ihn hielt man für den eingefleischtesten Ehehasser. Dann reichte Villatte rasch den Verlobten beide Hände hin. „Ich gratuliere — gratuliere aus vollent Herzen! Was wird Erna dazu sagen?" Erna war sehr freudig überrascht. „Hendrichs wirbt um! Sylvia? Mein Gott! wie man sich in einem Menschen täuschen kann. Er schien mir unzugänglich für jeden weiblichen Reiz. Aber Sylvia findet an ihn» einen sicheren Führer durchs Lebert. Wie mich das freut!" Am Krankenbette der Kommerzienrätin stand eine Stunde später das verlobte Paar. Ueber das abgezehrte Gesicht der Leidenden, welches der Todesengel schon gezeichnet hatte, flog ein! Freudenschein. „Gott segne euch!" sagte sie, „jetzt sterbe ich ruhig." Sylvia barg ihr Antlitz in den Kissen der Lagerstatt, sie fühlte die zitternde Hand auf ihrem Scheitel und den Strom von Liebe, der von dieser scheidenden Seele aiisging, eine Liebe, welche sie behütet hatte von ihrem ersten Denken an.. „Mutter! meine Mutter!" stammelte sic. „Sie werden gut und nachsichtig mit ihr sein," sagte die Kranke leise zu Paul, der sich ergriffen über sie beugte, „sie ist keine von den Starken, die allein gehen können." Paul drückte ihr wortlos die Hand. Er kannte Sylvia undi wußte, was er von ihr fordern durfte. Ter alte Kommerzienrat kam eben von einem Spaziergang nach Hause, als Erna ihm diese überraschende Neuigkeit mit-? teilte. Er war sehr still geworden und völlig verändert gegen! früher, seit Roderichs Tod hatte er sich von den Geschäften zn-i rückgezogen; er hatte keine Freude mehr am Gelderwerb. „Wofür soll ich noch arbeiten," pflegte er zu sagen, wenn Erna gemeint, die Untätigkeit schaffe ihm Grillen, „die Zahlen! sind mir zuwider." „Ich dachte, sie würde meinen Roderich nie vergessen," sagte er jetzt rm ersten Augenblick. „Aber freilich — uns ist damit eine Sorge vom Herzen genommen." Es war ihm doch im ersten Jahr schwer geworden, Sylvia! wieder täglich um sich zu sehen. Er konnte nicht los von dem! Gedanken, daß sie ihm das schwere Leid ins Haus gebracht habe. Aber sie war Roderichs Vermächtnis! .Er hatte sie geliebt, und sie ihn. Sylvia ertrug die oft kühle Behandlung, ja ein gelegentliches Uebersehen ihrer Person von seiner Seite mit großer Demut. Tie Mama gab ihr ja daftir doppelte Zärtlichkeit. Und allmählich gewöhnte sich der alte Herr au ihre Nähe. Als Erna nach halbjähriger Abwesenheit zum erstenmal als junge Frau wieder im Elternhause weilte, lieh er sich schon her-- bei zu ihr zu äußern: „Sie will es redlich versuchen, dich' im Hause zu ersetzen. Als ob ihr das gelingen könnte. Aber man muß ja den guten Willen loben." Freilich, da Erna einmal ausgeschieden war, mußte mast sich wohl mit ihrer Stellvertreterin behelfen. Sylvia war ist auch in der Pflege der Mama unermüdlich, und sie schritt sogar so. weit vor, daß sie dem! Kvmmerzienrat die Pfeift! 339 — anbrennen und den Kaffee in der richtigen Mischung präsentieren durfte. Er ehrte gnädig den guten Willen. Jetzt schüttelte er wiederholt den Kopf. „Tiefer überkluge Hendrichs," meint er, „der Menschen und Dinge durch die allerschärfsten Brillen sieht, der läßt sich vvn der Sylvia noch anketten — es ist unglaublich. Rü — wenn —" Er vollendete den Satz nicht, Erna wu&te, woran er dachte: Daß seine Lebensgefährtin, mit der er sich in späteren Fahren erst recht treu zusammengefnnden hatte, von ihm gehen werde, unb wie Sylvia ihm dann eine Last gewesen wäre. „Gott gebe seinen Segen dazu!" sagte er aus voller Brust. Er trat an Ernias Seite in das Wohnzimmer, wo die Verlobten sich befanden. Aber sie blieben lauschend an der Tür stehen. Paul saß am Flügel und begleitete ein Mendelssohnsches Lied, welches Sylvia sang. Es dünkte selbst den alten Kommerzienrat, als habe er nie Aehnliches gehört. Sylvias Stimme, jetzt rein und voll, in guter Schule gebildet, hatte ein ganz eigenartiges timb-re gewonnen. Eine tief bewegte Seele strömte da, mit den Mitteln vollendeter Kunst ansgestattet, diese herrlichen Töne aus; Sylvias Antlitz leuchtete wie das einer Verklarten, Paul hielt den Blick zu ihr emporgerichtet, und sie hatten beide die Eintretenden nicht bemerkt. Er erhob sich, als sie geendet, und auch ihn erkannte mian kaum wieder, als er jetzt zu ihr sprach: „Sylvia! jetzt bist du an dem Ziel, dem du einst in brennender Sehnsucht nachjagtest. . Jetzt würdest du auf jeder Bühne, in jedem Kvnzertsaal einen Beifallssturm entfesseln, und un- gemessene Triumphe feiern können. Willst du es noch? Frage dich noch einmal darum. Aus mein Urteil kannst du dich verlassen, und — frei sollst du sein." „Paul! Paul! bist du noch Zweifler? Was kümmern mich solch trügerische Lorbeeren, wenn sie wirklich zn erringen wären — mir ist heut gegeben worden über all mein Bitten und Verstehen." Der Kommerzienrat und Erna schlossen leise die Tür. „Ich will ihnen lieber später gratulieren," meinte der alte Herr. „Ich hätte es im Leben nicht geglaubt, daß in die Sylvia noch so viel rechtschaffene Vernunft kommen könnte." Itnacr Zustände vor 90 Ialjren L (Unberechtigter Nachdruck verboten.) Jena d. 26 ten Januar 1817 (1818!). Liebes Lottchen! . Für Ihren letzten Brief danke ich Ihnen recht sehr; ich hoffe daß der meinige Sie jetzt von Ihren Unpäßlichkeiten her- gestellt vorfinden werde. Diese haben Sie wahrscheinlich dem Zugwinde zn tierbauten, welcher in Ihrer Eltern Hause ost zu seyn pflegt. Mit den Frieseln aber, von denen Sie schreiben, daß sie bey 'Ihnen uM sich griffen, ist nicht zu spaßen; die muß man sich vom Leibe halten, und das werden Sie hoffentlich auch gethan haben. Ich bin mehrere Wochen lang auch nicht wohl gewesen, es scheint als wenn ich mich an Lust, Wasser und Lebensart hier noch nicht ganz gewöhnen könne; doch ist es jetzt etwas besser; und da ich anfangs zu Paris etwas ähnliches empfand, so hoffe ich auch, daß es sich noch wieder verliehren werde. Ich habe mich zwar voin Lesen dadurch nicht abhalten lassen, doch hat es mir manche unangenehme Stunden gemacht. '■ 1 Seit dem Anfänge der Kollegin nach Michaelis sind wir hier denn alle fleißig gewesen, und es ist nicht viel besonders merkwürdiges vorgefallen. Beym Reformationsfeste, welches hier auch lange geschert Ward, mußten ich und der Vvn Rostok hieher berufene Professor Konopak, nach beendigtem Gottesdienste in der akademischen Kirche, uns zu den ausgesetzten Becken an den Kirchenthüren stellen; und die für den hiesigen Frauenverein bestirnten Gaben in Einpsang zu nehmen. Wir erhielten 100 Thaler, und bekamen dann vvn der Frau Erbgroßherzogin, mit welcher Sie mich ein wenig schelmisch necken zn müssen glauben, als Obervorsteherin des Frauenvereins ein Danksagungsschreiben dafür. Das hatten wir denn auch verdient, denn wir musten bey sehr üblem Wetter, in Schuh und Strümpfen, den Huth un- term Arm, lange an den Thüren stehen, und das Anprellen der ganzen Menge aushalten, welches besonders alsl der Stn- dentenzug herausstürzte so heftig ward, daß Wir kaum unser» Posten behaupten konnten. Studentenspektakel erleben wir hier am Markte ost; besonders halten sie es hier mit dem. Anzünden großer Feuer in der Nacht. Kürz vor Weihnachten feierten sie Blüchers Geburtstag, illuminirten erst, und hielten. eilte Rede auf dem Markt, und zündeten daselbst darnach ein großes Feuer an, welches die ganze Nacht durch brannte, und dessen Flammen hoch 'über die Häuser wegschliigen. Dazu schleppten sie alles zusammen, was sie habhaft Werden konnten, Fensterläden, Wein-! Wer, Beckerschilder, Hausthüren, und bey einem meiner Kollegen; räumten sie dessen Auditorium aus, 'und verbrannten alle dazu gehörige Tische und Bänke. Um das Feuer tanzten sie herum! und sangen: Ein stehes Leben führen wir. In der Neujahrs-, nacht Ward wieder so ein Feuer angeschürt, obgleich von dem! vorigen her schon eine Menge auf dem Kareer saß, und da bey unaufhörlich mit Pistolen und Flinten aus den Fenstern geschossen; auf dem Markte kästen sie sich so Wacker, daß ich es auf meinem Zimmer hören konnte. Einem Professor, welcher nicht sehr beliebt ist, warfen sie seine sümtlichen Fenster an allen Seiten des Hauses mit faustgroßen Steinen ein, und Wieder^ holten nach einigen Tagen das Experiment, als die Fensterlt Wiederhergestellt waren. *) Es werden hier auch 'abwechselnd Balle und Koncerte gehalten. Erstere werden von den Studenten veranstaltet, daher ich 'denn auch mehreremale da gewesen bin, flehlich nur als Zuschauer; es fehlt immer so sehr an Damen, daß gewöhnlich nur der dritte Theil der Tänzer, welche sämtlich Studenten sind, welche bekommen kann. Tie Kvncerte sind sehr besucht; es wird ;Bokal- und Instrumentalmusik gemacht; ein Fräulein! (beim Mamsels giebt es hier nicht mehr) Lüder, Tochter des Professor Lüder singt öfter, hatte aber neulich das Unglück stecken zu bleiben. In der Pause ist ein schrecklicher Lärm; alles steht auf und läuft durch einander und schwazt. Fast wäre ich Koneertdireetor geworden, wozu Sie mir Wohl nicht mal Fähigkeit zutrauen; nnd doch War es so. Die Köncerte sind nämlich auch akademische Unternehmungen, und stehen alssolchö. unter der Direetion eines Professors, welcher einen Musikdirector unter sich hat. Da nun der Professor Bachmann bisheriger Direetor fein Amt niederlegte, so muffe ein neuer ein- freten, und gewöhnlich übernimmt es einer der jüngsten. Es würde daher an mich gekommen sehn, wenn nicht mein Kollege Fries sich dazu erboten hätte, obgleich ‘er noch weniger als ich etwas von der Musik versteht. Die Studenten fingen dort auch oft Körners che Lieder in vollem Chor, die sich aber im Zimmer fast ein Wenig zu fürchterlich ausnehmen; z. B. Lützows Wilde Jagd, wozu sie eine eigene Melodie haben. Uebrigens habe ich viel zu thuu, und würde Ihnen Wenn dies nicht Wäre schon früher geantwortet haben. Ich bin des Abends gewöhnlich froh daß ich die Feder nur einmal Weg legen kann. Das Spazieren ist hier jetzt sehr schwer, da es fast immer regnet, und die Umgebungen der Stadt so schmutzig sind daß man kaum durchkomnien kann. Die Natur hat hier für die Gegend viel gethan, aber die Menschen desto, weniger; was jene nicht besorgt, bleibt unbesorgt. Von dem! was in Pommern vorgeht erfahre ich sehr wenig; mein Voten hat auch viel zu thun und schreibt eben nicht ost. Bey meinem' Kollegen Prof. Fries, welcher mit mir in einem Hause wohnt, haben wir gestern einen kleinen Hugo Fries getauft, wöbet) eine ziemlich zahlreiche Gesellschaft zugegen war. Kürten gespielt wird hier gar nicht. Der Geheimerrath Göthe, welcher sich hier jetzt meistens 'aufhält, läßt mich oft des Abends zu sich rufen, damit ich ihm die Zeit vertreibe mit Erzählungen aus meinen Morgenländischen Schriftstellern. Sie Werden ihn als den jetzt berühmtesten Dichter Deutschlands ohne Zweifel auch kennen. Er ist Minister in Weimar, und man muß ihn Ihr Exeellenz titu- Kreit. Er ist aber immer sehr gnädig und freundlich. Liebes Lottchen, leben Sie recht wohl, erzählen Sie mir bald wieder etwas von Ihnen, und bleiben Sie Ihrem Entschlüsse treu. Ihr aufrichtiger Freund ü. Diener H. G. L. Kose gart en. * Jena d. 20 ten Junh 1818. Mein geliebtes, theuerstes Lottchen! . . . Hier ward der vorgestrige Tag, als der Jahrstag der Schlacht My Waterlo, von den Studenten sehr seyerlich begangen. Schon mehrere Wochen vorher hatte sich die sogenannte Wehrschaft, ein Theil der Burschenschaft, alle Abende irrt Exer- ciren und Schießen geübt, Wobey solche Studenten das/Conte mando führten, Welche gedient hatten, und iwch bey der Schlacht von Waterlo gegenwärtig gewesen sind. Am Abend vor dem' 18 ten theilte sich die Wehrschaft in zwey Haufen; der eine zog aus der Stadt, und blieb die Pacht auf de» Bergen, um ein feindliches Heer vorzustellen: der andre blieb als Beiatzung! *) Auch in einem Weiteren Briefe an Lottchen vom 30 Julyj 1'818 'berichtet Kosegarten: Vor einiger Zeit Wurden unsere Studenten etwas aufsässig gegen uns, weil wir sechs hatten rele-i gieren müssen, wegen gewaltsamen Ueberfalls und Verwüstung! flnes Wirtshauses. Mit lautem Geheul zogen sie zu Hunderten durch die Stadt, und beschlossen sich an den Mitgliedern des akademischen Senates zu rächen Wegen jenes Urtheiles; inzwischen die Ermahnungen ihrer Vorsteher, und eine Rede welche der Hofrath Fries an sie hielt, beruhigten sie doch soweit, daß sie sich damit begnügten, dem Universitätsämtmann seine sämtlichen Fenster einzuwerfen und ihm ein brüllendes Pereat zu bringen. Fries und ich, die Wir am! Markte wohnen, hatte» uns sonst jauch schon auf einen guten Steinregen gefaßt gemacht. 840 in t>e$ Stadt; alte waren mit Flinten bewaffnet und hatten auch Trommelschläger und Trompeter unter sich. Frühmorgens ward jxn der Stadt; alle waren mit Flinten Lemafnet und hatten auch has Zwätzener Thor, da der Feind schon gegen dasselbe im Anmarsch war. .Das Thor ward gestürmt, wobei sie sich eine Viertelstunde herum schossen, und allerleh Manö-vres ausführten; . die Besatzung zog sich ans den Markt zurück, die feindlichen Jäger folgten ihr, und' schossen nun in allen Straßen; endlich traf die feindliche Hauptarms auf 'dem Markte ein, und Hier erhob sich ' darauf eine Hauptschlacht, wobey denn tüchtig ge- fnatft ward. Auch aus den Fenstern tvard den ganzen Tag über geschossen. Der Feind zog siegreich durch die Stadt, und kehrte zuletzt mit voller Musik zurück, und gab Freudensalven lauf dem Markte, woraus zum Beschluß Lützvws wilde Jagd gesungen ward. Darauf hielten der Geheime Hofraty Luden und' der Hofrath Fries zwey 'öffentliche Vorlesungen über den Gegenstand des Tages. Nachmittags! zog die ganze Burschenschaft auf den Markt, fmtff ihr Bundeslied, und darauf hielten der Student Rüdiger und ein andrer, Reden. Uni fünf Uhr ward geturnt und gefochten, und abends begaben sich kille .auf die sogenannte Landveste am Ufer der Saale, wo sie unter den illmninirtenj Banmalleen hemm marschirten. Bey den Anstrengungen und der großen Hitze wurden sie zuletzt so matt, daß sie beynahe vor Müdigkeit umsielen. . . Lebewohl iind gedenk Deines treuliedenden Freundes H. G. L. Kosegarten. Vermischtes. —- Welche Bedeutung hallen die Luft- und Sonnenbäder für hie Frauen? Wo Luft und Sonne hiukommt, da kommt der Arzt nicht hin. Das' ist ein Ausspruch, der viel Wahres enthält. Auf dem Lande, wo es an frischer Luft nicht fehlt, wo die Sonne in fast alle Winkel der Wohn- Enme dringen kann, wo die Menschen sich viel im Freien aufhalten, sehen wir meist gesunde, frisch .aussehende Menschen. Anders in der Großstadt, wo die Straßen eng, die Wohnungen Kein nnd düster sind und wo jahraus jahrein kein Sonnenstrahl Vordringen kann, da begegnen wir viel körperlichem Elend, da sind die Brutstätten für alle möglichen Krankheiten, wie Meich- sucht, Skrofulose, Tuberkulose, englische Krankheit u. dergl. Also Lust und Licht, das sind die beiden Heilfaktoren für die meister unserer kränkelnden Frauen. Luft in Form von Luftbädern, Licht in Form von Sonnenbädern. Lust und Sonnenlicht wirken anregend auf Blutzirkulation und Stoffwechsel, und wenn wir bedenken, daß die meisten Krankheiten der Frauen und Mädchen hauptsächlich auf einer Störung beider Funktionen beruhen, so müssen wir zu der Ueberzeugung kommen, daß durch Lust- und Lichtbäder die besten Erfolge in der Beseitigung dieser Krankheiten zu erzielen sind. Tie praftische Erfahrung lehrt weiterhin, daß das Luftbäd meist die TarmMigkeit anregt und den Appetit hebt. Besonders überraschend ist 'die Wirkung des Luftbades auf den Gemütszustand; mürrische, menschenscheue Personell oder solche, die an Gemütsdepressionen leiden, die imm.'t toit trüben Gedanken geplagt sind, Geratet in eine fröhliche Stimmung, werden mitteilsam und zutraulich, ja sogar übermütig. Tie Wirkung auf die Stimmung macht sich schon nach Mehreren Luftbädern geltend. Blutandrang stach dem Köpfe, ein Uebel, das bei Frauen sehr häufig vorwmmt, verschwindet im Lustbade. rasch; jauch Krampfadern werden, besonders bei kühler Temperatur, zusehends dünner. Unseren bleichsüchtigen und blutarmen Mädchen, aber auch unseren schwachbrüstigen und unentwickelten Frauen können Licht- pnd Luftbäder nicht Vst genug empfohlen werden. Unsere Leser nnd Leserinnen, die sich die wohltuende Wirkung der Sonne zugute fo muten lassen wollen, machen wir auf die Luft- und Sonnenbadnummer der '„Körperkultur", Berlin SW. 47, aufmerksam. — Die K inematogr st sth en-Schaustellungen, so schreibt der KUnstwart, kommen immer tiefer herunter. Die Technik als solche könnte ein köstliches Mittel der Bolkserztehung int besten Wortsinn sein, nnd als sie begann, sah es fast aus, als wollte man sie in rechter Weise benutzen. Da lejid) es Naturbilder, die wirklich schön lvaren, ich entsinne mich z. B. an Aufnahmen von der Meeresbrandung an einer Felsenküste; es war, als lüftete aus ihr ein Hauch der See den Saal. Auch die Aufnahmen aus dem Tier- und Menschenleben gaben wirklich Schönes; tote herrlich zeigten sich die Pferdeleiber beim Nahen einer Reiier- abtetlung!, wie versetzten die Aufnahmen von der Lokomotive des Zuges erfrischend in das Hinstürmen durch die Landschaft, tote köstliche Idyllen brachten die Aufnahmen spielender Kinder, die sich unbdlauscht glaubten!' Mit" meinem Vorschläge, die Entwicklung des Kinematographen tu dieser Richtung auszubauen, und wenn man einmal „spielen" wollte, durch Zusammenfassung zeitlich entfernter Ausnahmen etwa das Aufblühen von Blumen, das 'Wachstum dort Tieren, das! Fortschreiten von. Bauten, den Wechsel der Jahreszeiten in der Landschaft ztt zeigen (was! alles bei einigem guten Willen technisch ein Leichtes ist), bin ich aber bei den Herren Geschäftemachern vorläufig noch gründlich durchgefallen. Die Naturaufnahmen verschwanden tnehr und mehr zugunsten alberner „Arrangements" von Schauspielern dargestellter, sogenannt „humoristischer" oder „sensationeller" Szenen, deren Komödistnterie den Menschen von Geschmack lattgweilte oder abstieß. Und jetzt sind wir bereits bei der Spekulation? stuf sadistische Triebe angelangt. Lesen wir darüber bett folgenden Bericht aus dem Berliner Lokalanzeiger: „Die Internationale Kinentatographen- und Lichteffekt-Gesellschaft m. b. H. in Berlin hat vor einiger Zeit fein Preisausschreiben für neue, sensationelle Films erlassen. Den ersten Preis trug eine Bilderserie davon, die den vielversprechenden Titel führt: „Gin Volksgericht am Mittelalter" oder: „Die Zeit des Schreckens und des Grauens". Dargestellt ivird darin die Geschichte eines Bürgermädchettch das ein Ritter aus Rache für die Abweisung seiner unehrenhaftett Anträge als Hexe denunziert hat. „Gin Hexengericht findet statt, die ganze Schreckenskammer der Folterungen wird' mit 'liebevoller Natttrtreue vorgeführt, zuletzt erfolgt die Verbrennung des Opfers auf dem Scheiterhaufen. Schon schlagen die Flammen höher und höher. . . sie lecken und züngeln an ihrem Gewände. . . Die Unglückliche windet sich unter entsetzlichen Qualen — verkohlt hängt schließlich ihr Leichnain auf dem Scheiterhaufen." Die Firma, die diesen „Schauerroman ohne Worte" vertreibt, kann bereits triumphierend bekannt machen: „Anerkennung über Anerkennung, Order auf Order war bis heute das Resultat dieser Aufnahme! Ungezählte Exemplare dieses Films wurden nach England, Frankreich, Holland, Belgien, Rußland usw. und überseeischen Ländern geliefert. Gin Zugstück ersten Ranges!" — Scheint es überflüssige auf die Gefahr solcher volksverrohenden, dem niedrigsten Sensationskitzel dienenden Schaustellungen hinzuweisen?" Und so wären wir auf dem schönsten Wege, die Kinematographenbilder zu einer Art sichtbarer Kolportage-Schundromane sich ettttvickeln zu sehen — wenn wir uns das auf die Dauer gefallen ließen. Einsamkeit. Ich war im Wald und sog in vollen Zügen Des Friedens heil'ge Rahe ein; Nichts störte meine stillen Träume, Ich war beglückt: ich war allein l Ich pries de§ dunkeln Haines hehre Weise, Nichts Fremdes schreckte weit und breit. Ich sann und schrieb dann voll Begeist'rnng nieder Eilt Loblied auf die Einsamkeit. Und als das letzte Wort ich ausgezeichnet Und froh das Ganze übersah, Hätt's einem Freunde gern ich vorgelesen, Doch, ach, es war ja niemand da! Wiesbaden. A tt g. A in m ann Leiterrätsel. Die Buchstaben aabeeeeeefgh iiiikkkllmnnnnopsu sind in die Felder nebenstehender Leiterfigur derart einzutragen, daß die Sprossen derselben, von oben angekangen, Folgendes ergeben: 1. Einen Dichter. 2. Ein Mineral. 3. Ort in der Schweiz. 4. Musikalisches Instrument. Die beiden Seitenbalken der Leiter sollen, von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort bezeichnen. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummer r Was ich wünscht vor manchem Jahr Hat das Leben mir nicht beschert, Aber es hat mich dafür gelehrt, Daß mein Wunsch ein thörichter war. Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersttäts-Bnch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.