Montag den W. Ium CI WW Eid 81 Dem Irrlicht nach. Roman von Alexander Römer. Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) >,Es tut mir leid, gnädige Frau, auch das noch ausrichten zu inüssen," sagte er. „Ihre Verwandten wünschen Sie für den Augenblick nicht zu sehen, auch Fräulein Sylvia bittet, ihr Ruhe zu gönnen. Sie dürfen ihnen das nicht verargen, dieser Todesfall ist sehr hart und traurig — ein so blühendes, hoffnungsvolles Leben — da ist man nicht imstande, laute Szenen zu ertragen. Es ist doch mit Bestimmtheit anzunehmen, daß Ihre Zusanlmeukunft mit den Verwandten unter den.obwaltenden Verhältnissen stürmischer Natur würde." „Unerhört — unglaublich — und der Graf, was soll ich dem Grafen sagen?" Frau Cölestine war außer sich. „Befehlen Sie, daß ich Ihnen über des Herrn Grafen Verhältnisse genauere Details bringe? Ich stelle mich der gnädigen Frau ganz zur Verfügung. Aber schon bei Ihrer näheren Bekannten hier, der Signora Luigia Ambrogi — ich sah Sie häufiger in der Gesellschaft dieser Dame — dürften Sie bei gründlicher Nachfrage allerlei erfahren. Die Donna stand eine Zeit lang i n einem zärtlichen Verhältnis zu dem Herrn Grafen, Md brach mit ihm, als seine Kpsse nicht mehr reichte, ihre weitgehenden Ansprüche zu befriedigen." „Mein Herr!" Paul zuckte die Achseln und lächelte. „Signora — wir sind im schönen Land Italien, wo die Herzen leicht glühen rind leicht erkalten. Ich sollte denken, daß Ihnen dergleichen nicht fremd wäre. In einem wechselvollen Leben, wie dem Ihrigen, macht man viele Erfahrungen." Frau Zernial erhob die Arme gen Hinrmel. „O, diese entsetzliche Welt! Sie ist unrein und verderbt durch und durch. Auch meine lieben Verwandten durchschaue ich, sie wollen mich ausstoßen, wieder von meinem Kinde trennen, von meiner armen, süßen Sylvia. Was — was soll denn aus mir werden?" Paul schwieg ein paar Minuten. „Sie sprachen es vorhin aus," begann er dann, „wie der Kultus in der katholischen Kirche Sie anzicht, wie klösterliche Weltabgeschiedenheit Sie lockt. Nach einem Leben, wie dem Ihren, begreife ich das vollkommen, vielleicht — würde ;■— wenn Sie an eines Klosters Pforte klopften, dort auch für Sie die Ruhe zu finden sein, welche Ihrer Tochter in der alten Hemmt tvartet." Frau Zernial verhüllte ihr Antlitz und schluchzte jetzt herzbrechend. Tie ergiebigen Tvanenfluten brachen hervor. Unter all dem Kvmödienspiel und der künstlichen Alteration gähnte die grause, kalte, nackte- Wirklichkeit sie an. Die letzten, hohl aufgeführten Zukunftsschlösser brachen zusammen. Sylvia, ihr eigen Fleisch und Blut, riß sich von ihr los, sie stand wieder, glleiu, ohne irgend einen Halt im Leben. Sie. hatte nach Genuß, nach immer neuen Erregungen und Freuden gejagt von ihrer Jugend an, nach immer neuen Stützen gegriffen, wo sie den Halt verloren — und keine hatte ihr ge-, halten. Jetzt blieb ihr nur noch die Religion — sie sollte ja unfehlbare, ewige Trösterin sein — und ihr offenbarte sie sich am besten in der FvrM, Ivie sie die alte Mutterkirche bot, mit ihrem Mystizismus und bequemer Priestervermittlung. Sie war auch eine mpter dolorosa mit den sieben Schwertern in ihren,! Herzen, zu den Füßen der heiligen Jungfran fanden sich iwch Wunder, noch Rettungen. In Frau Zernials Gehirn tuminelten sich alle diese Gedanken, aber als sie aus ihren, Tränenparoxismus nufblickte, sah sie wieder diesen schrecklichen Menschen, der so kalt und unbeweglich blieb bei all ihrem! Elend. Es war zum Rasend-i werden. Sie wäre gerne rasend geworden in diesem Äugens blick, wenn es sich nur hätte bewerkstelligen lassen. Aber es war nicht genügend Raum und Möglichkeit dazu. Wenn sie nur hätte sterben, plötzlich tot Umfallen, oder ihr Gegenüber erwürgen können. Was sollte sie beginnen, die arme, überlistete Frau. Paul erhob sich jetzt, seine scharfen Ohren vernahmen! draußen ein Stimmengemurmel, das schon seit einer kleinen Weile vor der Tür erklang, und jetzt wurde leise gepocht. Tie Türe öffnete sich behutsam und das Gesicht des Abbate Lucci erschien in dein Spalt. Paul eurpfahl sich rlasch, der geistliche Freund war jetzt der beste Gesellschafter der verstörten Dame. Ter seine Priester grüßte höflich und Fran Zernial flog ihm mit erhobenen Händen und einein Schrei entgegen. „Oh! Santa padre! Jl mio Salvatore!" Paul entschlüpfte während der stürmischen Begrüßung. .Er war herzlich sroh, daß seine heikle Mission l>eendet ivar. 21. Kapitel. Unter den hohen Zypressen neben der Pyramide des Cestius senkten sie einen blumenbedeckten Sarg in die Erde. Eine kleine Gruppe von Männern umstand das offene Grab. Die Sonne schien hell. In dem kleinen, stillen Winkel blühte und duftete es. Ter alte, weißhaarige Herr starrte trostlos hinab in die Gruft, die seinen blühenden Sohn aufnahm, und ivarf die ersten Schollen Erde auf den Sarg. Ein Wurm hatte den kräftigen; Baum an der Wurzel zernagt, Lebensüberdruß in voller Lebensfülle! Ein unverständlich Rätsel für viele. Nur sein Vaterherz erkannte den WuriN, den er selbst in Verblendung und eitlem Stolz mit groß gezogen, und der nun alles Edle und Gute zer^ nagt und zerfressen. Professor Villatte stützte den alten, wankenden Mann, feig weiches Herz schmolz in Mitgefühl. Im Hotel saßen Erna unö Sylvia in tiefen Trauerkleidern. Sylvia hatte sich eben erst vom Lager erhoben. Sie fieberig beständig und der herbeigeholte Arzt war der Ansicht, daß für sie eilte Entfernung aus der römischen Luft sobald als möglich dringend geboten fei. Heute nachmittag sollte sie Abschied nehmen von derMuttev,- morgen wollte sie reisen, heim in das traute Haus, heim zn Mama Wialldprf. .Es war .ergreifend für Erna, zu sehen, ivie — 33 4 — Sylvias verheerte Züge sich belebten mit einem matten Freuden- schimmev hßi Nennung dieses Namens. Als Ersatz für den Bruder kam die Schwester wieder ins Haus, sie, die Roderich sterbend den Seinen ans Herz legte. Sein Brief an Sylvia ließ die ersten Blicke in seine Seele tun, die er früher nie ganz erschlossen. Er hatte von jeher nur Sylvia geliebt, und mit ihr wäre er ein anderer, ein Glücklicher geworden. Erna unternahm es wiederholt, dein geknickten Vater, der sich jetzt unter dem Druck dieses schweren Unglücks über die Gebühr anklagte, zu beweisen, wie Roderichs freie, eigene Wahl ihnt fein Glück verschloß. Seine Eitelkeit brachte ihn zu Fall. Aber der Vater sagte sich bitter, Wenn er diese weniger genährt, ja energischer unterdrückt hätte, und selbst sich nicht so eitle Ziele mit dem Sohn gesteckt, es wäre wohl anders gekommen. Während anr Nachmittag die gefiirchtete Abschicdsszene zwischen Sylvia und ihrer Mutter sich abspielte, blieben Erna und Villatte im Nebenzimmer, zu Sylvias Schutz, wie Erica sich gusdrückte. Sie selbst wollte Tante Cölestin« nicht sehen. „Es geht über meine Kräfte," sagte sie und sic hatte recht. Ihre Kbäfte waren auch durch diese Tage auf das äußerste angespannt. Sic hörten durch die Türe Fpau Zernials pathetische Stimme. Sie nahm sich aber augenscheinlich zusammen; man hatte ihr gesagt, wie schwäch Sylvia sei, und ihr Aussehen mochte ihr das bestätigen. Sylvia fand die Mutter ganz als Büßerin, als Konvertitin, als Magd der heiligen Jungfrau. „Ter hochverehrte Mann, der Abbate Lucci, hat mich aus meiner tiefsten Qual errettet und erhoben," sagte sie, „und mir den ferneren Weg gewiesen." Sie war auch in Trauergewandung gehüllt, und schwarze Schleier flatterten um ihr Haupt. „Wo die Welt und mein eigen Kind mich verstößt und verläßt, nimmt die Kirche mich auf. Sie gibt mir den Frieden, den die Welt nicht zu geben vermag. Ich werde für dein« Sünden beten, mein armes Kind." Sylvia hörte aus ihren Reden nur heraus, daß sie sich nicht weiter auslehnte, und in gewissem Sin» zufrieden war, und das war ihr eine Erlösung. „Was willst du beginnen, Mutter?" sagte sie leis«. „Die Rente vom väterlichen Erbteil, ich überweise sie dir gern, im Walldorsschen Hause bedarf ich ja für mich nichts." „Ich danke dir, mein Kind, — auch ich bedarf nichts weiter. Im Kloster zur ewigen Anbetung sind« ich meine Ruhestätte, ich trete morgen als Novize ein. Ewige Anbetung — erhabenster Gedanke! Die Welt mit ihren Schmerzen versunken, der Himmel offen!" Sie richtete ihre Augen in fanatischer Glut nach oben und bekreuzte sich andächtig. Sylvia seufzte. Vielleicht war es für den Moment wirkliche Begeisterung bei der Mutter, sie war ja solcher Ting« fähig, und int Kloster sicher aufgehoben — besser als auf den unruhigen Straßen des Lebens. Sylvia fühlte sich zu elend, um weitere Einwendungen zu machen, sie küßten einander und schieden. Villatte hielt im andern Zimmer Ernas Hand fest in der seinen, sie lehnte ihren müden Kopf an seine Schultern „Gottlob!" sagten sie aus einem Munde. Und da beugte sich Villatte zu ihr nieder und küßte ihre Lippen zuin erstenmal. Sie ruhte einen Moment weltvergessen in seinem Arm, dann richtete sie sich auf und schüttelte den Kopf. „Co also wirst du mein," sagte sie, „in dieser dunklen, traurigen Zeit. Und ich habe dich so lange Jahre geliebt." „Erna!" Er sank vor ihr nieder, und küßte immer wieder ihre Hände. „Ich weiß, ich verdiene solch überschwenglich Glück nicht." „Doch — du verdienst es, wenn einer, so du. Gott gebe, tzaß du es att meiner Seite findest." (Fortsetzung folgt.) Äugend. Novelle. (Schluß.) „Friedrich, deine Großmut ertrage ich nicht, nimm mir doch nicht fyie Möglichkeit, mich vor mir selbst zu reinigen. Laß uns versuchen, uns ein neues, andres Glück zu bauen. Nur laß mich dich noch einmal so glücklich machen, wie ich es von Anfang an erstrebt habe; erst wenn ich dich wieder werde lächeln sehen, werde ich mich wert fühlen, io eitet zu leben. Friedrich, versuche es mit mir, gib mich dem Leben zurück." Ao stammelte das junge Weib in rührendem Flehen, währettd Tränen aus erloschenen .Augen aus sie herniederfielen. Sie ahnte ja nicht, daß sie seinem Herzen in dieser Hilflosigkeit nur noch begehrenswerter wurde; aber er hatte nicht die Kraft, ihr, die nicht zu überzeugen war, bett letzten Trost zu nehmen, auch nicht die Kraft, sie zu verlieren. Es gab nur einen Weg, der sie einander erhalten konnte, er wollte ihn gehen. Ein gemeinsames Leid verband sie und würde sie stützen auf chwerer Bahn. Mühsam hob er die vor ihm Knieende zu sich empor, nahm ihren Kopf zwischen seine heißen Hände und sagte gepreßt: „Wir wollen es versuchen." Dann saßen sie lange stunim nebeneinander, jeder seinen eigenen trüben Gedanken nachhängend, bis sich Elisabeth hastig erhob und mit einem leisen „auf Wiedersehen" das Zimmer verließ. Als sie gegangen, war es mit Friedrichs Fassung vorbei. Er wußte, daß er nicht die Kraft haben würde, zu entsagen und daß ihre Nähe sein Verlangen nur stets aufs neue entfachen würde. Aber sie ganz verlieren, wäre ihm das nicht erst recht unmöglich gewesen? Nein, er wollte den Kampf mit der Naturgewalt aufnehmen und seinem Liebling das Leben wieder begehrenswert machen, sollte auch fei» Herz dabei verbluten. —• Voll Freude bemerkte Erich in den nächsten Tagen, daß Elisabeths Wesen freier wurde, daß sie sich wieder mehr mit den Kindern beschäftigte und ein leises Lächeln zuweilen ihren Mund umspielte. Es wär für die drei Menschen eine schwere Zeit, die nun folgte. Was Elisabeth an einem Tage mit Zartheit aufgebaut hatte, schien bei dem nächsten Zusammensein wieder zerstört. Es schnitt ihr in's Herz, wie heldenhaft Friedrich mit sich kämpfte und wie infolge der seelischen Erregungen sein Leiden zunahm. Sie litten beide namenlos. Oft blieb Elisabeth mehrere Tage aus, um ihn zur inneren Ruhe konnnen zu lassen und schickte ihm statt dessen die Kinder, aber auch dies hatte nicht die erhoffte Wirkung; dann hatte sich die Sehnsucht nach ihr so gesteigert, daß es ihm schwerer denn je wurde, sich zu beherrschen. Es waren glücklich qualvolle Stunden, die die beiden tapferen Menschen da miteinander verlebten. Zuweilen lag eine seltsam« Ruhe über Friedrich, die Elisabeth freudig für ein Anzeichen seelischer Genesung hielt, die in Wahrheit aber nur Physisch« Erschöpfung war. Die Schmerzen, die ihn sonst wenig gequält hatten, traten häufiger auf und sein Leiden machte so rapide Fortschritte, daß Elisabeth es sich nicht mehr verhehlen konnte, daß er der Auflösung entgegen ging. Tann wieder gab sie sich der Hoffnung hin, wenn tagelang ein Stillstand cintrat und er sogar heiter schien. Wenn er jetzt starb, dann war sie eine Mörderin . . . Das durfte doch nicht geschehen, sie mußte ihm den Tode abringen. So lebte sie zwischen Hoffnung und Entsagen hin und her geworfen, sich auch körperlich dabei aufreibend. ©riet) konnte diese stumme Qual seines Weibes schließlich nicht mehr mit ansehcn und forderte eine Erklärung für ihr rätselhaftes Wesen. Er sah in ihr jetzt nur eine Kranke und glaubte sich daher nicht mehr an fein Versprechen gebunden. Auf alle Vorstellungen antwortete sie jedoch nur mit stummem Kopfschütteln oder sie sagte nur mit schmerzlicher Innigkeit: „Ich liebe dich, wie nichts auf der Welt." Tann brachte er ihr die Kinder herein und vereinte seine Bitte mit den zarten Stimmen: „Wir wollen dir helfen, Mutter", dann u infaßte sie Mann und Kinder mit heißer Zärtlichkeit und wohltätige Tränen lösten die dumpfe Spannung in ihr aus . . , aber Worte fand sie nicht. , „Elisabeth, wir müssen Abschied nehmen", begrüßte sic Friedrich eines Tages, indem er ihre schmal« Hand an die Lippen zog. Verständnislos sah sie ihn an, dann mit einem Blick seine verfallene Gestalt umfassend, ging ihr eine Ahnung jener inhaltschwere» Worte auf. , _ . „Friedrich", rief sie erschüttert, „weißt du, daß du mich nachziehst in das Grab? Ich darf ja nicht weiter leben mit dieser ungesühnten Schuld. Du mußt leben, für mich leben,---- für Erich leben", murmelte sie fast unhörbar. Ein schmerzliches Zucken ging über ferne durchsichtig schmal gewordenen Züge. „Für Erich leben", hallte es in feinem, Herzen nach. _ „ _ .. , , ,,, „Kind, meine Zeit ist um, des langen Lebens Leid habe ich zu tragen vermocht, der kurze» Spanne Glück bi» ich unterlegen.'- Nach einer Pause fuhr er mühsam fort: „Laß uns heute voneinander Abschied nehmen, du sollst mich nicht Wiedersehen, in vollem Bewußtsein will ich von dir scheiden und dich segnen für deine Liebe." Und dann mit versagender Stimme: „Küsse mich, meine Jugend." Mechanisch willfahrte sie seinem Wunsche, mechanisch gehorchte sie dem schwachen Wink seiner Hand, sich zu entfernen/ wie eine Nachtwandlerin schleppte sie sich nach Hause und brütete dumpf vor sich hin. , Erich war verzweifelt und hielt es nicht zu Haus« aus. War das wirkliche Liebe, wie Elisabeth immer und immep wieder versichert«, wenn sie durch ihr hartnäckiges Schweigen so viel Unglück über alle bracht«? Liebt« sie vielleicht ■ • • •' aber nein, er schämte sich dieses .Zweifels. Aber was war eS.6 Am nächsten Tage sagte er verstört und so schonend tote 335 — möglich, er wußte, daß es sie tief schmerzen würde, daß Friedrich Arndt tot sei. Entsetzt starrte sie ihn an. „Tot", s chrie sie auf, „tot", wiederholte sie, ihn krampfhaft schüttelnd. Dann brach sie in ein wahnsinniges Lachen aus. .Erschüttert stand Erich vor ihr. „Tot, tot", murmelte Elisabeth fortwährend vor sich hin. „Elisabeth, du liebst Friedrich Arndt, du hast mich betrogen. Von nun ab sollst du nicht mehr mit Fragen belästigt werden." Dann verließ er müden Schrittes das Zimmer, die Tür fest in's Schloß drückend, hinter der sein Glück zerschellt war, an einer Lüge. Er begab sich in sein Zimmer, schob den Riegel vor und ließ sich wie betäubt in seinen Sessel vor dem Schreibtisch fallen, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Frohes Kinderlachen scholl aus dem abseits gelegenen Kinderzimmer. Stunde um Stunde verrann. Als es ganz dämmerig geworden war, erhob sich Elisabeth. Tie Melancholie, die ihren Augen sonst etwas Verhaltenes gegeben hatte, war verschwunden und ein fester Entschluß, lag in den jetzt ganz klaren Blicken. Es schien wie eine Erleichterung über sie gekommen zu sein nach der entsetzlichen Spannung der letzten Wochen und den noch qualvolleren letzten Stunden. Nun galt es noch das Letzte zu tun. Sie tastete nach Streichhölzern, zündete die Lampe an, setzte sich an ihren Schreibtisch und schrieb an Erich. All die Qualen der letzten Monate zogen, während sie schrieb, mit unheimlicher Klarheit an ihrer Seele vorüber, wie in einem Spiegel sah sie die ganze Größe ihrer Schuld, ihrer Liebe und dann das Letzte, Furchtbare, Erichs Zweifel an ihrer Treue. Was unausgesprochen auf dem Grund ihrer Seele getobt hatte, machte sich jetzt in einer großen Beichte Luft. Jetzt würde Erich ihren Worten Glauben schenken. Schon fühlte sie sich wie eine Erlöste. „Vergib mir, Geliebter", schloß sie ihre Zeilen, „ich bin so ganz dein, wie ich es zu jeder Stunde unsres gemeinsamen Lebens gewesen bin. Dies schwöre ich dir." Ohne ihn noch einmal durchzulcsen, schloß sie den Brief und legte ihn adressiert auf die Platte des Schreibtischs. Dann löschte sie die Lampe, band ein Tuch um die Schultern, trat leise an die Betten der schlafenden Kleinen, beugte sich betend über sie, stahl sich aus dem Zimmer, die Treppe hinunter, aus dem Hause. Das schlechte Wetter-.und die trübe Straßenbeleuchtung erleichterten es ihr, von den Menschen unbeachtet zu bleiben. Gesenkten Kopfes, unaufhaltsam hastete sie vorwärts; doch vor dem Hause Friedrich Arndts machte sie Halt, verweilte kurze Zeit unter dem Fenster, hinter dem das lag, was von soviel Glück und Qual noch übrig war, und woran sie kein Anrecht mehr hatte, hob die Hand zum letzten Gruß, murmelte: „Jetzt wirst du entsühnt, Friedrich Arndt" und stahl sich wie eine Verbrecherin davon. Weiter und weiter eilte sie, hinaus aus dem Leben, in die Nacht hinein. Unbekanntem entgegen. München Vera Elisa. Tas merkwürdigste Buch der Welt. Nachdruck verboten. Eine ganz besonders merkwürdige Erscheinung bildet das monumentale Werk, das den stolzen Namen „Talmud"- Lehre trägt, in der Weltliteratur. Wer kennt es nicht? — wer aber kennt es wohl? Von der einen Seite verehrt, geheiligt und zur göttlichen Offenbarung gestempelt, von der anderen hingegen verfolgt, verachtet, geschmäht und als das Buch des Teufels gekennzeichnet. Von den einen zum Born der Tugend und zum Kompendium des gesamten Wissens erhoben, von den anderen als Quell alles Lasters und als Sammelstelle alberner Spitzfindigkeiten herabgewürdigt. Kaum gibt es ein theologisches Werk, in dem der Talmud nicht Erwägung fand, und doch ist es gerade ein gelehrter Theologe (der Kapuziner Henricsu Sey- nensis), der von einem Rabbiner, namens Talmud, spricht, also nicht einmal weiß, daß der Talmud ein Buch ist. Und auch jetzt noch, in unserem Jahrhundert, wo die assyrisch-babylonischen Keilschriften und die Hieroglyphen Aegyptens für uns keine Mysterien mehr bergen, ist der Talmud immer noch eine terra incvgnita für den gebildeten Laien. Und doch, obgleich niemand von seinen Gegnern in seine Tiefen drang!, obgleich keiner seiner Bekämpfer seinen Inhalt kannte, wurde er verfolgt und geächtet wie kein anderes literarisches Erzeugnis auf der ganzen Erdfläche. Bereits im Jahre 553, also kurz nach seinem Abschluß, wurde er vom Kaiser Justinian durch eine besondere Novelle verboten, und so. fuhren Kerrscher der Kirche und, des Staats in einer Reihe von tausend Jahren fort, dieses Buch zu Verfolgen und seine Existenz zu vernichten. Allein, gleich seinen Verfassern^ und seinen Anhängern legte auch der Talmud ein« gewaltige Zähigkeit und eine ungeheure Widerstandsfähige keit an den Dag, obgleich Kaiser un& Päpste sich gegen ihn vereinigt und ihn unzählige Male konfisziert hatten, ob- gleich Scheiterhaufen für ihn errichtet wurden, es gelang dennoch nicht, ihn zu vertilgen, nicht einmal einen einzigen Buchstaben verschwinden zu lassen. Den Talmud als das unschätzbare, über alles erhabene, alle Schütze der Wissenschaft und Moral umfassende Werk darstellen, ä la Em. Deutsch, ist nicht nur Schönfärberei, sondern eine direkte Täuschung sittlich anfechtbare Stellen rechtfertigen — ist eine Mohrenwäsche, in alberne Erzählungen und Ammenmärchen einen tiefen Sinn hineinbringen — eine Sisyp-hosarbeit. Diejenigen aber, die einzelne anfechtbare Steilen aus diesem gewaltigen Riesenwerk heraussuchen, die harmlose Stellen aus ihrem Zusammenhang reißen und ihnen eine falsche Deutung geben, wodurch sie es zum Zerrbild, zur Karikatur, zur Zielscheibe des Hohns und der Verachtung niachen, sind ganz erbärmliche Wichte und ehrlose Betrüger. Der Talmud ist eine Sammlung von Debatten, Lehren', Sentenzen, Erzählungen, Anekdoten re., von denen viele, —i wohl der größere Teil — sehr sinnig und lehrreich, viele' aber, — nach unseren Begriffen, albern und banal sind, das' ganze aber bildet ein schätzbares, sogar fast unschätzbares Werk von höchstem literarischen und kulturhistorischen Interesse. Dieses Buch ist eine Fundgrube von weitesten Dimensionen, in dem jeder das findet, was er zu finden wünscht. Vornehmlich ist es ein Gesetzbuch, welches das, synagogale unb das bürgerliche Recht der Juden behandelt, also der Theologie und der Jurisprudenz gewidmet, jedoch findet auch jede andere Wissenschaft, ob Medizin oder Ge- Ste, ob Philologie oder Agrikultur, in ihm einen Beitrag. igle doch ein schlesischer Gelehrter gerade für dies« Tage einen Vortrag „Faust des Talmuds" an. lieber me Ethik und Moral des Talmuds sind ganze Bücher geschrieben worden, manche Anthologien seiner Sprüche und Sentenzen machen ihn zum Ideal menschlicher Vollkommenheit, aber auch jenes verächtliche, verabscheuenswürdige Zerrbild, das andere von ihni geben, hat, wenn auch nur teilweise, seine Stützpunkte. Manche Verteidiger des Talmudsj z. B. M. L. Rodkinson, Professor B. Kraatz behaupten, die sittlich anfechtbaren Stellen im Talmud wären nicht echt, sondern spätere Einschiebungen seiner Gegner, um ihn in den Augen Andersgläubiger verächtlich zu machen, lieber die Unwahrheit dieser Rechtfertigung verlohnt es sich kaum ein Wort zN verlieren, der Talmud wurde so niedergeschrieben, wie er uns vorliegt, spätere Einschiebungen, abgesehen von den halachischen Zusätzen der Saburäer, sind in ihm nicht enthalten. Wer aber kann es ihm zur Last legen, wenn sein« Redaktoren, die das Werk in Eile und Ueberstürzung niedergeschrieben haben, auch manches ausgenommen haben, was lieber fortgelassen werden sollte? Uebrigens dürfen diese orientalischen Literaturprodukte aus den ersten Jahrhun- derten durchaus nicht nach unseren heutigen Begriffen beurteilt werden; eine ähnliche Lese würde sich auch sogar aus den Kirchenvätern zusammenstellen lassen. Und was! die moralisch anfechtbaren Stellen betrifft, so sind sie meist Privatansichten, ihnen lassen sich leicht entgegengesetzte gegenüb erstellen. Die Wissenschaft aber will weder die Lichtseiten, noch die Schattenseiten dieses Riesenwerks hervorheben, für sie ist es in seinem ganzen Umfang ein Monumentalwerk von höchstem literar- und kulturhistorischen Interesse. Vielleicht tragen diese Ausführungen dazu bei, Ueber- schätzung und Verdammung dieses merkwürdigsten Buches der Jahrtausende in gleicher gerechter Würdigung auszu-- schließen. Aethiopicus quidam. Gutes im Stille». Arm und krank — von dcr Bedeutung dieser beiden Worte können sich wohl die Allerwenigsten von denen, die diese Zeilen lesen, eine der Wirklichkeit entsprechende Vorstellung machen,- beim, soweit wir auch gekommen sein mögen in sozialer Fürsorge — es fällt dem, der mit den Verhältnissen vertraut ist/ doch immer wieder auf, daß eine noch nicht überbrückte Kluft die Welt der in guten Verhältnissen lebenden Fran von der Welt des Armen trennt, des Armen, der nichts besitzt als die Kraft feiner Hände, und über den die bittere Not hereinbricht, sobald, diese Krast durch Krankheit oder durch das. Alter gelähmt wird» 336 — Mr besuchen wohl einmal unsere Waschfrau, Mündern uns im fHUett über die Enge des Rahmens, in der dies kleine Leben sich wbspielt, und gehen achtlos vorüber an den Stätten der Not, die in schlechten Kammern hoch oben unterm Dach wohnt. Allerdings, man ist Mitglied von den verschiedensten gemein- nützigen Vereinen und zahlt alljährlich — nicht immer freudig — seinen Beitrag. So unentbehrlich die Vereine für das Gemeinwohl sind, der Einzelne sollte doch persönliche Fühlung suchen mit.dieser fremden Welt. Freilich, wer mit ungeübtem Auge da hineinblickt, wird fich oft genug peinlich beriihrt fühlen Yon der Form, die die Armut oft annimmt, denn statt des bleichen, wilden Dulders, den du zu sehen erwartest, triffst du rauhe, -erbitterte Menschen an, die an oft selbstverschuldetem Leid schwer- trägen, und die den freundlichen Dank, auf dm du hoffst, weder empfinden noch äußern können. Aber du läßt dich nicht abschrecken und ich will dir einen Weg zeigen, auf dem du gutes im stillen tun kannst. Der „Allgemeine Verein für Armen- und Krankenpflege" (Evang. Schwesternhaus, Johannesstraße 7) bittet dich um ein Mittagessen, wöchentlich einmal für einen armen Kranken. Das Opfer ist nicht groß, das dir auferlegt wird: am Abend kommt der „Suppenzettel" zu dir ins !pau§ geflogen, damit du dich für den folgendm Tag darauf einrrchten kannst. Er bittet dich nur um einen Teller Suppe und ein Stückchen Fleisch mit Gemüse; und am Mittag des nächsten Tages kommt dann ein blasses Kind oder ein altes, gebeugtes Frauchen, um das abzuholen, was du, liebe Hausfrau, in der Güte deines Herzens für den dir zugewiesenen Kranken bestimmst. Bist du freundlichen Sinnes, so überzeugst du dich vorher, ob deine Gabe für eine Wöchnerin oder für einen von schwerer Krankheit Genesenden, für ein schwächliches Kind oder einen Alten, der nichts mehr verdienen kann, bestimmt ist, und gewiß richtest du dich beim Kochm ein wenig danach ein. Ist die Woche verstrichen und der „Snppenzettel" kommt dir wieder ins Haus, so fragst du wohl teilnehmend wach dem Kranken, für den du zu sorgen hast, und bist du guten Willens und verständnisvoll genug, so suchst du vielleicht auch auf audere Weise sein hartes und trauriges Los zu mildem, jedenfalls gewinnst du einen Einblick in Lebenslagen, von deren wirklichem Vorhandensein du bis jetzt vielleicht keine Ahnung hattest. Und ist dein Auge erst geöffnet, so wird deine Hand nicht untätig bleiben wollen, du möchtest Schmerzen lindern, Tränen trocknen helfen, und so spinnen sich ganz leise und allmählich die Fäden an, die zu der persönlichen Fühlung führen, von der ich vorhin sprach, und ohne welche Mildtätigkeit und Barmherzigkeit doch nur leere Begriffe ohne Inhalt und Wert bleiben. VsL'Mßfchtsr« * Elektrisches Licht als Vertilger schad kicher Insekten. Die Beobachtung, daß sich an jeder in warmer Sommemacht brennenden Lampe Insekten anfinden, hat bereits vor Jahrhunderten den Gedanken nahegelegt, Feuer anzuzünden, von denen Insekten angelockt und verbrannt toerden sollten. Neuerdings hat man auch den elektrischen Scheimverfer hierzu verwandt. Ueber den Erfolg mit demselben berichtet Professor Dr. Eckstein in dem Band „Die Tiere als Feinde der Kultur", mit dem der erste Band von Hans Kraemers Monumentallverk „Der Mensch und die Erde" (Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W., Lieferung 60 Pfg.) abschließt. In der wissenschaftliche Gründlichkeit mit gemeinverständlicher Darstellung in glücklichster Form verbindenden Art und Weise, die neben der glänzenden Illustrierung besondere Vorzüge dieser hervorragenden Publikation sind, behandelt Professor Dr. Eckstein die Frage nach dem Nutzen des elektrischen Lichtes für die Insektenvertilgung. Um letzteren festzustellen, hat man in der ostpreußischen Oberförsterei Lyck Versuche mit einem elektrischen Scheinwerfer gemacht, indem Man zugleich Jnhaustoren aufstellte, die Luft aus dem Lichtkegel dicht vor der Lampe einsaugten. Direkt vor der Lampe hatte man ein Netzwerk feiner Drähte ausgespannt, die rotglühend waren und jedes Insekt töteten, das sie berührte. Wären daher die Nonnen der Lichtquelle zugeflogen, so wären sie alle vom Lichtstrom mitgerissen und vernichtet worden. Auf diese Weise wurden aber in 8 Nächten nur 38 000 Nonnen gefangen, während von 15 Frauen und ebensoviel Kindem an zusammen 3 Arbeitstagen 64 200 an den Stämmen hastende Nonnen durch Zerquetschen getötet wurden — eine Leistung, die auch pekuniär weit billiger war, als die des Scheinwerfers. Das nächtlich leuchtende Licht, auch das elektrische, hat sich demnach bisher nicht vorteilhaft bei der Vertilgung von Schädlingen verwenden lassen. Seine Verwendung beruhte nämlich auf dem Grnndirrtum, daß tarnt bisher glaubte, die Insekten witrden von der Lichtquelle iangelockt. Sie werden vielmehr erschreckt und fliegen damt umher, ohne jenen geheimnisvollen Drang zu besitzen, den der Bolks- taund der „Motte" zuschreibt, die „ins Licht fliegt". . * Die neueste Gefahr. „Du Frau, was Ist denn mit Unserem Freund Müller passiert? Früher hat sich jedermann üm ihn gerissen und jetzt grüßt ihn fast nieinand mehr!" — »,Der hat in der letzten Schwurgerichtssitzung tzinen Zeugen Machen müssen, UM da hat ihn der Verteidigt, Um den Gauner frei zu bringen, derart heruntergerissen, daß sich kein Mensch mehr mit ihm zu verkehren getraut!" Literarisches. — Ludw i g II. von B a h e r n, der Romantiker auf dem Königsthrone, von Hans Steinberger. Mit 32 Textillustrationen und 10 Vollbildern. Preis '4 Mk. Verlag von F. Speiser in Prien am Chiemsee. Der Verfasser hat sich bemüht, in dem vorliegenden Buche das Lebensbild König Ludwig II. populär und pietätsvoll darzustellen. Tie hervorragende Stellung des Königs zu den Wissenschaften und 'bie epochemachende Bedeutung seines Mäeenatentums für das bayerische Kunstleben ist in dem Schlußabschnitte voll und eingehend gewürdigt. Besonders er- ivähnt sei auch noch die elegante Ausstättung und der reiche Bilderschmuck. Weisers. — Etn Ncuc§' Führerwerk voM Harz. Die Ber- bandsfchrift des Harzer Verkehrs-Verbandes- präsentiert sich in neuem Gewände. Die erste Abteilung stammt aus der bewährten Feder von Hans Hoffmann und ist'mit zahlreichen Illustrationen/ die uns den Harz im Bilde vvrführen, geschmückt. Wer diese Hofstnannsche Harzbeschreibung liest, muß Lust bekommen, den Park Norddeutschlands — wie der Harz vielfach bezeichnet wird — aufzusuchen, umsomehr da die Verbindungen nach den verschiedenen Harz-Einbruchspforten wie Goslar, Halberstadt, Nordhausen rc. in dem diesjährigen Svmmerfahrplane so günstig wie nur möglich sind. Der zweite Teil ist die praktische, die Führerabteilung. In übersichtlicher Weise gibt das Buch an dieser Stelle Auskunft über alles, was sowohl der Harzwanderer, der auf Schusters Rappen über Berg und Tal zieht, wissen muß, wie auch über das, was dem Erholungsbedürftigen, der sich an einem bestimmten Platze fcstzusctzen beabsichtigt, zu wissen nottut. Aufzählungen von Spaziergängen und größeren Touren vervollständigen den textlichen Teil, der schließlich noch bei jedem einzelnen Orte durch eine Routenkarte unterstützt wird. Gerade diese vierzig Uebersichtskarten sind für den Fremden das besonders wertvolle an dem Buche. Dieser sog. „Blaue Harzführer" ist vom ersten Schriftführer des Harzer Verkehrsverbandes, Hosbuchhändler. Rud. Stolle,- Bad Harzburg, kostenfrei zu beziehen. Der Zufall. O tmbeständ'ger Zufall l Dem Schmetterlinge Gleichst du in deinem Wesen, Dem losen Dinge, Das in den Lüsten Sich hebt und wiegt und stutzet Nach Bluinendüsten. In tvechselvollen Farbeit Aul deinem Kleide, Bald schlicht tutd grau, bald prächtig Wie Samt ttnb Seide, So streust du Segen Und Leid in toller Laune Auf deinen Wegen. Dem, der dich möchte haschen Mit kühnem Sinne, Glückt's kaum, daß er dich fange Und dich gereimte. Du flatterst sicher Um ihn, er vernimmt nur Dein Spottgekicher. Meist schenkst du deine Gnade Deut Ahnungslosen Und überschüttest ihn mit Den schönsten Rosen. Mit frohent Munde Preist er dich dann tutd feiert Des Glückes Stunde. Wiesbaden. Aug. Ammann, Ergänzungsrätfel. W . s . ch re.. sch. e . o. m.. ch. m I.. r H. t. a. L. b. n . i. n. ch. .. sch.. t, . b. r .sh.. .. ch . a. ü. g. l. h. t, ..ß .ei. W..sch e.. t.b..ch..rre.r! Geibel. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Arithmogriph in voriger Nummer: Jiili — Uri — la — Isis — Ur - Siut — Sir — litus — Ulm — Kttrn — Mur; Julius Sturm. Redaktion: Ernst 6e6. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei» R, Lange, Gießen»