MksrrLirg den 7. GKfoöek W Ä Va '* - hpt-Qp, WWAKK WZsMS-MS SS Z Auf der ligenea Spur. Kriminalroman von Otto Ho eck er. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Gleich darauf kehrte der Beamte mit den im Revier' befindlichen Personalien des Verschwundenen zurück. „Karl Wilhelm Aildenbrand", verlas er» „Mer 22 Jahre, Größe 1,75 Meter, Augen blau, Gesichtsfarbe bleich, Haare blond, bartlos. . ." „Nun das träfe ja auf Ihren Mann zu?" meinte der Rat. sich an Rokohl wendend. Dieser nickte. „Je mehr ich mich besinne, desto bestimmter nröchte ich sagen, daß der Kutscher von letzter Nacht ähnlich ausgefchaut hat." „Na also, da hätten wir vielleicht einen Fingerzeig . . wann ist der Bursch verschwunden?" erkundigte er sich weiter. „Zuletzt meldete er sich hier auf dem Revier am Donnerstags, den 22. Februar dieses Jahres", stellte der Wachtmeister fest. „Am 1. März blieb er aus und seitdem hat er sich unsichtbar gemacht . . . wir sind übrigens derb hinter ihm her gewesen", fuhr er fort, des anderen Gedankengang erratend. „Ich glaube nicht, daß er noch in Berlin ist, sonst würde er schon erwischt worden sein." „Das beste ist wohl, Sie suchen die Witwe Hildenbrand auf und sehen zu, ob Sie nicht ein Bild ihres Sohnes erhalten können", ordnete der Revierleutnant an. „Gerade was ich meine", fiel Hansemann beifällig ein. „Würden Sie wohl den Kutscher von heute nacht nach einem solchen Bilde wieder erkennen?" fragte er Rokohl. „Herr Rat, cs war dunkel. Ich glaube nicht." „Ach was, Sie sind ein. . ." Der Rat behielt es für sich, was der Schutzmann seiner Meinung nach war. „Jedenfalls wollen wir diese Fährte bearbeiten. Ich erwarte näheren Rapport und womöglich ein Bild noch heute in Weinern Bureau." Damit verfügte sich der Rat in ziemlich verärgerter Stimmung nach dein Wagen zurück, um darin die Fahrt nach dem Leichenschauhause fortzusetzen. Unmittelbar vor ihn: war auch Walden in dem düsteren Gebäude eingetroffen. „Nun, haben Sie die Bilder aus dem Verbrecheralbum mitgebracht?" wendete sich Hansemann sogleich an den Detektiv. Statt einer Antwort händigte der Gefragte seinem Vorgesetzten die drei von ihm zuvor hergerichteten Bildkarten aus. Es geschah dies völlig ruhig, anscheinend gleichgültig, und doch hätte ein schärferer Beobachter, als dies der eben völlig von seinem lebhaften Interesse in Anspruch genommene Rat war, ungeheure ner- vöse Spannung in den auffallend bleichen Zügen des jungen Detektivs wahrnehmen müssen. Mit den Bildern in der Hand begab sich Hansemann, gefolgt von seinen Begleitern, sofort in den engen Raum, in welchem der Tote inzwischen untergebracht worden war. Aufmerksam betrachtete der Rat bald die wächsernen Züge des Toten, bald die Bildnisse in seiner Hand; dann atmete er erleichtert auf. „Endlich ein positives Resultat, sei es noch so unscheinbar!" rief er. „Ich beglückwünsche Sie zu Ihrem scharfen Personengedächtnis, lieber Walden — nun haben wir wenigstens die Identität dieses Burschen festgcstellt!" Die Bilder wanderten von Hand zu Hand und erweckten bei sämtlichen Beschauern dieselbe Meinung. „Besonders das letzte Bild, hier die Pariser Aufnahme, ist sprechend ähnlich!" rief der Rat. Suchend las er auf dem ange- llebten Streifen. „Das ■ S3iG> ist erst im letzten Sommer aufgenommen worden. Darum ist auch die aus Paris stammende Kleidung noch ganz neu." „Merkwürdig!" brummte Rokohl. „Je länger ich den Toten ansehe, umso bekannter kommt er mir vor... ich hab's, Herr Rat. Ich glaube der Mann ist Schauspieler oder so 'was. Ich habe ihn schon spielen sehen . . . ich meine sogar im Bellealliance- theater ... da war so 'ne Theatergesellfchaft und da hat er mitgemimt" — Er schaute dein Vorgesetzten über die Schulter und las den Streifen an der Bildkarte ab. „Warten Sie mal, Herr Rat. Das war im April... da hat er alle Tage mitgespielt. Ich hatte abends immer Aufsicht im Theater. . . gewiß, da habe ich ihn oft am Bierbüfett schwadronieren hören. Ich habe selbst mit ihm gesprochen. Könnte ich mich nur entsinnen! Er sprach immer von großen Erfindungen, die er gemacht haben will. . . und die Narbe da !vill er als Student bei einer Säbelmensur bekommen haben ... ich meine, sein Name liegt mir auf der-Zunge . . . er hat aber hier gewohnt und da kann er doch im APribnichtist Paris > gewesen sein." „Also ein Zeichen, daß Sie sich irren müssen!" warf Walden ein, der bis dahin wie unbeteiligt dabei gestanden war; sein Ton klang schärfer, als er tvvhl beabsichtigte. ~ „Nein, ich erinnere mich ganz gut!" widersprach der Schutzmann gereizt. „Ich kann mich garnicht irren. Ich werde mich im Bellealliancetheater erkundigen". „Tun Sie dos", ermunterte Hansemann, der im übrigen den Auslassungen des Schutzmanns nur ein unaufmerksames Ohr geliehen hatte. Die amtlichen Daten waren so genau und klar, daß seiner Meinung nach die Identität des Toten nachgewiesen war< „Schon möglich, daß Ihr Mann dem Toten hier ähnlich sah." „Aber die Narbe, Herr Rat!" beharrte Rokohl hartnäckig bei seiner Meinung. „Der Schauspieler hat sie auch gehabt." „Nun, dann erkundigen Sie sich. Der Mann wird sich ermitteln lassen — ja, das wird ganz gut sein", wendete er sich an Walden, diesem die Bildkarteu wieder einhändigend. „In einer solchen Sache geht man am besten sicher vielleicht; nehmen Sie die Angelegenheit besser selbst in die Hand." Walden lachte nervös auf. „Ich verkenne nicht den Pflichteifer des Mannes", meinte er mit einem geringschätzigen Blick auf Rokohl. Doch er scheint ziemlich PhantasielEgabt zu sein—, meinte er nicht auch große Aehnlichkeit mit mir und dem Begleiter des später Ermordeten finden zu sollen?" Wieder lachte er kurz auf. .Las W auch jetzt noch!" entführ es dem Schutzmann, welchen das absprechende Urteil des anderen mächtig verdroß» „Sogar die Stimme kommt mir bekannt vor." Run lachte auch Hansemann. „9!a, na, vergalloppieren Sie - iS ff 4 sich nur nicht!" meinte er gutmütig spottend. „Bedenken Sic immer Iven Sie vor sich haben." Der Zurechtgewiesene wurde rot. „Ich meine ja auch nur, die Aehnlichkeit ist mir ausgefallen — ich behaupte ja nicht, das; der Herr da mit —" „— mit dem Begleiter von heute nacht indentisch ist?" fiel Walden wegvoerfend ein. „Das möchte ich mir auch hübsch verbeten haben!" Ihre Blicke trafen sich unfreundlich! geheime Gegnerschaft witterte einer beim andern. Der Detektiv würde seinem Unmut noch mehr Ausdruck verliehen haben, hätte sich der Rat nicht beschwichtigend ins Mittel gelegt. „Friede Ihr Herren, wir haben wichtigeres zu tun, als über Aehulichkeiten zu sprechen, die in einer Großstadt tagtäglich vorkoinmen und in unserem Falte völlig gegenstandslos sind." Er legte vertraulich die Hand auf Waldens Arm, der inzwischen unmutig die Bildkarten wieder eingesteckt hatte. „Wir können vorläufig den Beweis als erbracht sehen, daß dieser in verwichener Nacht in der Unglücksdroschke gewaltsam ums Leben gekommene Manu identisch mit dem von den ausländischen Sicherheitsbehörden schon seit Jahren steckbrieflich verfolgten Einbruchsspezialisten ist. Freilich beschämend für uns, das; der Mensch sich zu Lebzeiten unbehelligt hier in Berlin aufgehalten und sogar in öffentlichen Theatern auftreten konnte", bemerkte er mit einem scherzhaften Augenzwinkern gegen Rokohl hin, der seine unmutsvolle Miene beibehalten hatte. „Na, immerhin besser, unser Mann ist zu spät, als garnicht entdeckt worden." Er wendete sich wieder eifrig an den Detektiv. „Die Spezialität des Menschen ist es also gewesen, in reiche Privathäuser gelegentlich der in diesen veranstalteten Festlichkeiten sich einzuschleichen und an Kostbarkeiten zu stehlen, was ihm unter die Finger kam?" Walden nickte; er schien gleichfalls noch verärgert. „Ich glaube, der Mann hat in letzter Nacht seine letzte Gastrolle gegeben, um beim Bilde zu bleiben", bemerkte er trocken. „Kom- merzicnrat Selkenbach hat durch das Telephon bereits wiederholt nach Ihnen gefragt. Der Herr hat es augenscheinlich eilig, mit Ihnen zu konferieren." Der Rat stutzte. „Selkenbach . . . ach/das ist ja der Mann, welcher in verwichener Nacht die grosse Gesellschaft gab." Walden hatte von Anfang an der Leiche geflissentlich den Rücken gekehrt; auch jetzt wies er nach ihr mit flüchtigem Achselzucken. „Vermutlich ist er von dem Manne da in letzter Nacht gehörig gerupft worden." „Mag zutreffen. Vermutlich hat der Mann alsdann nicht allein gearbeitet, sondern Helfershelfer gehabt. Diese mögen ihn berauscht gemacht und beseitigt haben — offenbar haben sie ihn; auch geraubte Wertsachen wieder abgenommen", meinte der Rat nachdenklich. „Trifft das zu und wurde ein dunkler Ehrenmann vom anderen abgetan, so müßte man diesen Helfershelfern eigentlich Dank wissen, statt sie zu verfolgen, denn ihre Tat befreite die Welt vion einem gefährlichen Halunken...... Hni hm", unterbrach er sich sinnend, „was dann freilich der auf solch unerklärliche Weise aus dem Eilenburgschen Hause in der Tegelerstraße verschwundene Kutschwagen mit dieser brutalen Geschichte zu tun haben kann, erscheint mir immer schleierhafter — und doch muß die Droschke auf das Opfer mit Vorbedacht gewartet haben. Mehr noch! Die Wahl der Verbrecher muß gerade auf diesen Wagen, von dem sie wußten, daß er unbenutzt stand und sein Fehlen darum schwerlich wahrgenommen werden würde, gefallen sein. Der Mörder dieses Mannes muß also mit den im Eilenburgschen Hause herrschenden Verhältnissen genau । vertraut sein — und dabei scheint der Fuhrherr den Namen eines ehrlichen Mannes nicht nur im Munde der Leute zu führen, sondern ihn wirklich zu verdienen." „Gehen Sie in JWn Schlußfolgerungen nicht zu weit, Herr Rat. Der Zufall treibt gerade in unserem Beruf oft die wunderbarsten Blüten. Sehen wir ganz von der immerhin vorhandenen Möglichkeit ab, daß das uns hier beschäftigende Verhängnis und der Wagen, will sagen der Lenker desselben, in keinerlei Wechselwirkung zueinander stehen, so muß der Kutscher — und dies ist sicherlich der Mann, der Wagen und Pferd entführte, nicht gewußt haben, daß man ihn nur bemüht hatte,. um ein bereits geplantes Verbrechen umso sicherer und ungestörter ausführen zu können", gab Walden ztl bedenken. „Gewiß, das alles sind nur vorläufige Annahmen, schillernde Seifenblasen, welche schon der nächste rauhe Wirklichkeitshauch zerplatzen mag", stimmte Hansemann bei. Doch vorläufig folge ich meiner kriminalistischen Witterung — und die sagt mir, daß zwischen . Droschke und Mord ein innerer Zusammenhang besteht; die Untat geschah in ihr nicht nur zufällig." (Fortsetzung folg!) Der Hexenprozeß zu Grerffcnstein 1643—1645. (Nachdruck verboten.) Vor mir liegt ein Aktenband aus dem fürstlichen Archiv zu Braunfels mit der Aufschrift. „D er Hexen- prozeß zu Greiffenstein 1643—45". Das Studium des etwa 200 Schriftseiten umfassenden Buches gewährt einen Einblick in jene düstere Zeit am Ausgang des 30 jährigen Krieges, in der in all dem sonstigen Jammer und Elend der Hexenglaubc und die Hexenverfolgung die krassesten Formen annahmen. Haß, Habgier, Denunziation, Folter und vor allem Dummheit waren die Giftpflanzen, die den Hexenglauben nährten. Unsägliches Leid wurde durch den unglückseligen Hexenwahn über weite Gegenden Deutschlands heraufgeführt; rücksichtslos vernichtete die Folter Familienglück und Menschenleben. Auch unsere engere Heimat hat lange Zeit schwer geseufzt unter den Geißelhieben verblendeter und unmenschlicher Hexenrichter. Man lese nur G. Schäfers „Hexe von Bingenheim". Dieser Roman malt ein düsteres Bild jener schrecklichen Zeit. Nirgends bot den Verfolgten sich Schutz und Hilfe; vor allem nicht im Schoße der Kirche, die diese Art der Barbarei besonders förderte. Wissenschaft und Rechtspflege waren ebenfalls bon- dem Hexenwahn ergriffen. Das möge aus der in dem Greiffensteiner Prozeß von der Jur ist en-Fakultät der Universität zu Mainz gegebenen Entscheidung hervorgehen. Das Skriptum lautet: Alls; Wihr T e c a n u s vnndt Andere Doctores der Juristen F a c n l t ä t in der Universität M e i n tz mibt besonderem Bleich ersucht worden, Vnnßer rechtlich Gutachten zu eröffnen, waß uemblich vorgesetzte FaetiDelineationem in puncto verdächtigen Zauberei; Lasters nach Anleitung der Rechten ahm nähesteu ftirzuenehmen vnndt zu st a t n i r e n sein mögte, derowegen so haben Wihr daßelbe rechimeßig begehren in keinen weg verweigern, sondern dem willfährig statt geben wollen vnndt siutemahlen Wihr dann reiflich erwogen, daß au- gezogene Jnquisitin Anna von langer Zeith hero, unter dem gemeinen Mann ihres ortlch, deß verdamblichen Zauberet; Lasters halber einen Bösen Leymunth auf sich geladen und behalten, Neben beme dießelbe knrtz vorher durch verschiedene vmb gleichen Verdachts willen zur Hofften gezogene Personen, be- nantlich Ellß, Clauß Cumps, Elißabethen und Otilien, zuemahln mit anzihung übereinstimmender v e st i r t e r Vmbständeu, für eine ihrer Hexische mitgespielin angegeben worden, Unbt welche sämmtlich auch hernachs solche ihre so gnet: so Peinlich abgelegte benunciationeS bin* cf) bie Stattet ünnbt scibtlicOen allerdingß ohnewiederrueslich beßtädiget haben. So dann virtens hierzu noch weiters Khombt, daß neben berührtem gemeinem. Geschrei; vnndt nominationiby andere mehr a d m o nie u ta, vnndt argwöhnische Vermuthmaßung eoncurriren, funtilen vnndt midtlaufen, Insonderheit daß Erster und Zwehte beetjbigte Zeugen außgesagt, waß gestallt Sie gehört und gesehen, daß allß vor Jahren, wirbt der Hochwohlgebohrne Graff Hannß Conradt von Solms; zwohr krankhliegendt, iedoch wieder Menmglichst starke Hoffnung zur reconvalesceutz, Buudt wieder des; damahlß gebrauchten Barbierersdohin beschehenes höchstes C o n t st a t i r e n, das; selbige Leibßonpeßlichkeit nemblichen, dasern Gott anderß nicht sonderbohr Unglückh zuschickte, Seiner Grafflichen Gnaden ahm Leben nichts schaden mürbe, gleichwohlen die;elbe gohr balden so plötzlich vmbgeschlagen, vnndt darauf Thothß verblichen. Solcher unglückhaffter Fürst vnndt damahm von dero Grässlicher Gemahlin vnndt Jrer Wittibn Niemandt anuderß sehe beyge- weßen Warden, dann! allein dieser beschreyten A n ne n, allß waß welche nicht allein Seine Grässliche Gnaden ,elb,gen lob- würdigsten Andenkens kurtz vor ihrem abschredt, sondern auch dero Gemahlin einen verdacht und argivohu geworffen, wegen eines; beni' wuschen nach mitt Gift «ungefüllten Weckß, den Sw Anna ohnvermerkt inß Zimmer eingebracht, vnndt wovon der Herr Graff eine Schnitten in wein genetzt geilen, gestrackst aber darauff angefangen haben sollt, sich sehr übel äuegeocn, dahero auch von hochwohlermelter Grässlichen Wittib die Ju- guisitin mit zornigem Gemueth gleichsamb in ipso flagranti Crimine behendt anßm Gräsflichen Gemach verstoßen vnndt Memiglichßt verbotteu worden, daß man selbige mit mehr inß Gemach einlaßen solte, Item Fünftens noch ein Soldat Jacob Giß i n r a t o bekant. Nach beme etwa waß eine Zeith Seine Hausfraue bey Jhro Annen gantz frisch vnndt ge- sundt zue Gast gemeßen, dieselbe wiederheimbkhommendt sich incontinenti im Leib anfangen zue klagen, vnndt solches biß ahn Ihr absterben geharret, Nuhn aber diese vnndt dergleichen Theillß von sich selbsten alleinig vnndt ©ine alHs adminieulis, vnndt allßo vielmehr coniunctim zue- samen tringenbe Jndicia nach verordtuung sowohl der Pein-' lichen Halßgerichtsordtnung Caroli V. allß fünften G.e- — 595 — T'tyiUis und Theater in Japan. Von Fred F r e d y - Gießen. (Original-Artikel der „Gieß. Fam.-Bl"). Es war an einem kühlen Herbstmorgen des Jahres 1903, als unser Schiff mit verlangsamter Fahrt an der Nordspitze der Insel Nippon vorbei in die Tsngarstraße einfuhr, dann Kurs änderte und im Hafen von Hakodate Anker warf. Hakodate ist eine der größten Städte Japans und wir glaubten daher im Hafen, der einer der sichersten ist, die Mntter Natur geschaffen hat, eine ansehnliche Handelsflotte vorzufinden; doch nur ein einziger Dampfer der Kiuschu-Nippon-Gesellfchaft lag vor Anker, alle anderen Fahrzeuge waren Fischerflotten, große und kleine Zam- pans und Dampfpinassen. Hakodate liegt gänzlich außerhalb der Sphäre des Handelsbetriebes, hat überhaupt keinerlei Verbindungen mit dem ausländischen Handel. Großer Fischreichtum und der unerschrockene Mut der Schiffsleute, sich in ihren kleinen Fahrzeugen selbst auf hohe See zu wagen, wo der Fang viel lohnender ist, haben die Fischerei in hohe Blüte gebracht, und große Räuchereien an der Küste verarbeiten das Material. Bis uns die kleine Dampfpinasse eines Schiffsmaklers an Land gebracht hatte, war es Mittag geworden. Da es in Hakodate kein deutsches Konsulat gab, fielen Meldungen und Komplimentierbesuche weg, und ivir konnten unsere Globetrottertätigkeit beginnen, bummeln, hören, sehen und staunen. Denn es war interessant und schön zugleich, eine japanische Stadt kennen zu lernen, die, wenig bedacht mit europäischer Kultur, heute noch kein Ansiedelungspunkt für Ausländer ist. rr„_ Was beim Landen sofort jedem Besucher auffallt, i)t der Mangel an Steinbauten; bis auf einige massive Lagerschuppen und ein größeres japanisches Hotel sieht man nur kleine Holzhäuser. Gerade angelegte Straßen führen vom Kai aus in das Innere der Stadt und fast jedes Wohnhaus hat sein kleines Gärtchen mit Koniferen und Zierpflanzen. Ein gar freundlicher Eindruck war es, den die ganze Stadt sofort aus uns machte, wozu nicht zuletzt die raffinierte Sauberkeit der Japaner beitrug. . , . Ein Teehaus war bald gefunden und tm Geiste, nicht ohne Ironie den alten Spruch zitierend: „Japan ist das Land, wo die Blumen ohne Duft, die Blüten ohne Früchte, und die Mädchen ohne Liebe sind" — betrat ich den Borgarten dieses Hauses. , Mit einem tiefgedienerten „Ohaio!" kam mir eine alte Japanerin entgegen in schwarzem Kunono und mit noch schwärzeren Zähnen. Das gelbe runzelige Gesicht strahlte vor Vergnügen, wahrscheinlich über die Aussicht, einen p-renl- meinen beschriebenen Rechten vnndt dero Praeticanten einhelligen Lehr allerdingß trisftig seindt, daß nicht allein auf solche weyß Eine häuffig g r a n i r t e Person gefänglich angenommen, sondern auch in en entum mitt Peinlicher Frag möge angegriffen werden, Hirumb so entschließen Wihr Vnnß nochmahln gleich gestallt dahin, daß die. oberwehnte Anna den nechßten zur Hassten gebracht, vnndt dann nachgchendts, wo Sie guetlich nichtß bekennen wolte, oder die wieder Sie Vorkommens Jndicia hieroberßteller moßen mitt bestandt nitt ableinen, sondern allein in genere Jhro Verschuldt vergeben würde, wohl könne vnndt möge t o r q u i r t werden, maßen zue- mohln nichtß hindern thuet, Ob schon fast ein Jeder von ob- ernannten Ornzeugen von einer besonderen Thath deponirt vnndt allßo protestiby singularibh wollten geachtet werden, dann dorausf diese antwort ist, daß von der Bezeugen de- p o s i t i o n e s vnndt Aussagen zu einem endt vnndt beweißthumb einer Thath sich wenden, allßdann solche Betrüger nicht pro singularibh gehalten werden, Vnndt daß dieße Vnnßere resolution den Gemeinen beschriebenen Kahserlichen Rechten vndt Peinlicher Halßgerichtsordtnnng ähnlich vnndt genieß sehe, So haben Wihr zue Verkhundt, daß es Bnnßer gewöhnlich Jnsigill hirauffgetruekt, So geschehen Meintz den 2. Octobris 1643 L. S. Decanus, Senior vnndt anndern Doctores der Juristen Facultät in der Universität Meintz. In dem Grciffeusteiuer Hexenprozeß wurden 15 Personen — 11 Frauen und 4 Männer — nach „peinlicher Anklage wegen Mordes, Hexerei, Zauberei, Ehebruchs uitb Giftmischerei" zum Tode verurteilt uud nach vorangegauge- nem Zwicken mit glühenden Zangen verbrannt. Hungen. S t a u b a ch. den erwischt zu haben, dem es auf ein paar Aen, gleich zwei Mark, nicht aukam. Die vielgerühmte Sauberkeit bewirkt, daß man mit der Zeit, wie die Bewohner des Hauses selbst, ganz instinktiv die Schuhe vor der Tür auszieht, um sie mit einer Art Strvhpautoffel zu vertauschen. Und das nicht mit Unrecht. Aitf den feinen Strohmatten, die den ganzen Boden der Zimmer bedecken, schläft, ißt und arbeitet der Japaner. Was nran iit den japan. Teehäusern nicht bekommt, ist Tee. Den größten Absatz erzielen Wein, Limonade und Asahibier, ein nach deutscher Art gebrautes Helles Bier. Nachdem mich die Alte grinsend in das Gastzimmer komplimentiert hatte, bestellte icb mir eine Flasche Limonade und Zigaretten. Die, Alte brachte es. Und als ich mir eine der dünnen, stark parfümierten Papyros anzündete, summte ich unwillkürlich aus Jones „Geisha" den Mi- mosawalzer: „Tanz' du kleine Geisha du!" Da klatscht die Alte plötzlich ein paarmal in ihre Hände. Also die Frau kannte die Melodie und ich erfuhr erst später, daß es überhaupt keinen Japaner gibt, der die „Geisha" nicht kennt. Die Alte aber hatte eben den Mimosawalzer für einen „Wink mit dem Zaunpfahl" gehalten und verständigte durch Klatschen ihre jungen Dainerc. Eine dünne Holztür wurde beiseite geschoben und herein spazierte im Trippelschritt, bekleidet mit farbenprächtigen Kimonos, ein halbes Dutzend der kleinen „Mädchen ohne Liebe". Nun hatte ich die Wahl; mich mit allen sechsen zu unterhalten, wäre über meine Kraft gegangen. Ich suchte nach der hübschesten, winkte diskret und die fünf übrigen machten kehrt wie eine Korporalschaft gut einexerzierter Soldaten, und verschwanden dort, von wo sie gekommen. Hinter ihnen aber schob die Alte, so süß, als es ihr möglich war, lächelnd, die Tür von außen zu. — Ohne Prüderie und Stolz saß klein Kaita, wie sich meine „Mimosa" nannte, bald neben mir, bald auf meinem Schoß und radebrechte in: süßesten Deutsch-Englisch ein ums andere Mal: „Ci heff jn lieb, süsse Satz!" Dann griff sie zu einem Saitenspiel, ähnlich dem unserer Gitarre und fing graziös an zu rupfen. Das sah sehr hübsch aus — aber diese Töne! Mir machte Kaitas Gebaren, das die Absicht, mich zu animieren, stark durchleuchten ließ, viel Spaß. Ich ging auf alles ein, trank schließlich Wein und rauchte noch mehr Zigaretten, bis mich meine Uhr belehrte, daß es Zeit zum Ausbruch sei. Ich bezahlte meine Rechnung, eine Summe, für die ich hätte bei Dresse! in Berlin dinieren können, und ging, begleitet von dem lieblichen „Gaio" Kaitas. Als ich mich an der Gartenpforte nochmals umsah, stand die Alte in der Tür und zeigte mir ihre schwarzen Zähne. Wo mögen die sein, die einst aus diesem Mund das „süsse Satz" hörten? Nach Miike zu reiten, war es zu spät geworden. Es ist das größte der japanischen Kohlenbergwerke, wo übrigens tertiäre Kohle abgebaut wird, im Jahre ea. 400 000 Tonnen. Jede Stadt Japans hat ihr Theater. Di,e Industrieausstellung zu Osaka beherbergte seinerzeit sogar vierzehn Bühnen. In einer Sackgasse, die das sonst freundliche Straßenbild vermissen ließ, fanden wir den Musentempel. Man denke sich auf tlnseren Juxplätzen eine große Schaubude, mit der dicken Besitzerin an der Kasse, den Ausschreiern nnd bunten grellen Plakaten; denke sich statt der Dicken einen Japaner mit einem Hallunkengesicht an der Kasse und statt der Plakate Fahnen, und man weiß, lute ein japanisches Theater von außen sich präsentiert. Beim Eintritt fällt dem Besucher zunächst die Dunkelheit, ja die Finsternis auf, tue in dem ganzen Raume herrscht. Nach längerem Verweilen gewöhnt man sich jedoch daran und kann seine Umgebung unter cheiden. Während die vorderen Plätze einfache Pettsch- bänke anfweisen, die etwas tiefer liegen, ist der übrige Raum nur mit Strohmatten bedeckt. Hier sitzt nun gro,; und klein, alt und jung üt atemloser Spannung. Die Bühne weist ein regelrechtes Proszenium auf, das arell bemalt mit altjapanischen Bildern, unter anderem auch Masken zeigt, die denen der griechischen schauspieler sehr nahe kommen. Vergebens suchte ich nach einem Vorhang. Da ei» Gongschlag, noch einer und die Bühne öffnet sich. Der Vorhang ist aus Holz und wird gleich einer Schiebetür nach rechts und links auseinandergeschoben. Was ich zunächst sah, war ein gewöhnlich eingerichteter 596 — Wohnraum. Da ertönt Musik von undefinierbaren Instrumenten und unterbrochen von lauten Gongschlägen. Man denke sich Moll- und Dur-Töne zu einem Klang ohne Harmonie und Takt. Japanische Musik! Melodien empfindet unsereins nicht. Jetzt wird Leben auf der Bühne. Ein Darsteller in altjapanischer Rüstung schreitet auf die Szene, macht ein fürchterliches Gesicht und fuchtelt mit den Armen in der Luft umher. Ein dröhnendes Lachen quittiert seinen Auftritt, dann erscheinen junge Mädchen und führen einen Tanz auf rund um den Krieger, andere kommen dazu, Kämpfgetöse, Schreien, Fechten mit riesigen Schwertern, wieder Tanz— der Vorhang fällt! Der erste Akt ist vorüber. Als ich eine halbe Stunde später dem Hafen zu- schlenderte, fiel mir eine Zeitungsnotiz ein, die ich irgendwo gelesen hatte: Ein japanischer Theaterleiter und Gelehrter hat Goethes „Faust" übersetzt und beabsichtigt das Gedicht in Japan aufzuführen. Armer Goethe, oder vielmehr armes Japan! Denn was man dort als „Faust" vossetzen wird, dürfte eine gar armselige, lächerliche Karikatur wer- den. Im Geiste sah ich Dr. Faust mit dem lichten japanischen Spitzbart, eine mächtige Hornbrille auf der Nase und dem Schreibpinsel in der Hand. Ich sah Mephistopheles mit einer altjapanischen Frisur, die Teuselsmaske über den Kopf gestülpt und ein Schwert an der Seite, so breit wie eine Männerhand. Sah Mutter Marthe mit runzeligem Gesicht, ohne Haare und mit schwarzen Zähnen — Puh! — Und hörte Goethes göttlich schönen Geisterchor: „Schwindet rhr dunkeln Wölbungen droben —" gegurgelt und gekluckst von japanischen Mimen. Alles haben sie uns nachgemacht in den letzten dreißig Jahren, alles sich zu eigen gemacht, was Europäer erfanden und erdachten; doch am Thespiskarren ziehen "können sie nicht, da sind sie Asiaten geblieben. Am Abend stand ich an Bord unseres Schiffes und schaute hinüber nach den kleinen weißen Lichtchen, der Nachtbelench- tung Hakodates, und ahnte nicht, daß das vier Fahre später nichts weiter als ein rauchender Trümmerhaufen sein würde. VeZkMZsÄMS. * Eine Insel als Hochzcitsgeschenk. Aus Madrid wird berichtet: Alfons XIII. hat dieser Tage das Hochzeitsgeschenk in Augenschein genommen, das ihm loyale Landeskinder gemacht haben. Es handelt sich um die Insel Cord eg ad a, die in Galizien in der Bai von Arosa gegenüber den Häfen von Pillagarcia und Carril liegt und die für den Sommerausenthalt des Königspaares eingerichtet werden soll, da die Sommerresidenz in Sau Sebastian Privateigentum der Königin-Mutter ist. Es ist kaum eine schönere Stätte an der spanischen Küste zu denken als diese Insel, die von einer üppigen südlichen Vegetation völlig überspannen wird. Auf der etwa sechs Kilometer im Umkreise messenden Insel wohnten bisher einige Fischerfamilien, insgesamt 70 Personen in 18 Häusern, die jedoch das Angebot der reichen Spanier, die ihrem König ein so großartiges Geschenk machen wollten, gern annahmen und ihre kleinen Besitzungen unter der einzigen Bedingung verkauften, daß die Kapelle der Encarnacion, ein berühmter Wallfahrtsort, unangetastet bliebe. Für 600 000 Pesetas ging die Insel an die neuen Besitzer über. Der König nahm dieses wertvolle Geschenk, das ihm unter Vorlegung von Albums und Plänen angeboten wurde, mit lebhaftestem Danke entgegen und sandte sofort den Marquis Viana und den Architekten Ripvlles zu der Insel, um eine geeignete Stelle für den Bau eines Schlosses auszu- fuchen. Er selbst hat sich dann an der Ausarbeitung der Pläne zu seiner Sommerresidenz, die ein richtiger Palast in dem Mischstil von christlicher und arabischer Kunst werden soll, der für die spanische Architektur charakteristisch ist, sehr lebhaft beteiligt. Die ganze Insel soll zu einem Park umgewandelt und ein großer Anlegeplatz für Schiffe geschaffen werden. * Di ejapanische Meltaus st ellung. Die japanische Regierung plant eine große Ausstellung, die in Tokio am 1. April 1912 eröffnet werden und bis zum 31. Oktober dauern soll. Sie wird zwar nur den Namen „Große Ausstellung Japans" tragen; aber trotz dieser Beschränkung im Titel will die japanische Regierung dem Unternehmen einen allgemeinen und internationalen Charakter geben, und sie hat die Absicht, die verschiedenen Völker zur Teilnahme einzuladen, möglichst umfassende Ausstellungen zu veranstalten. Die Regierung wird einige ihrer Gebäude für bestimmte Sonderausstellungen hergeben, vorzüglich für solche, die mit den Wissenschaften und den Künsten in Zusammenhang stehen, aber auch für Ausstellungen von Maschinen und praktischen Anwendungen der Elektrizität. Nach dem gegenwärtigen Plan soll ein Terrain von 100 Hektar dieser Ausstellung eingeräumt werden, von dem zwölf Hektar mit Gebäuden bedeckt werden sollen. Die japanische Regierung ist indessen nicht abgeneigt, diesen Plan noch zu erweitern, um allen an sie herantretenden Ansprüchen zu genügen. Präsident der Ausstellung wird der Prinz Füshimi sein, der erst kürzlich eine Reise nach Europa gemacht hatte. * D e r C u l i n a n - D i a m a n t, welchen General Botha dem König Eduard zum Dank für die dem Transvaal gewährte Autonomie verehrt sehen ivill, wiegt 3025 Karat im ungeschliffenen Zustand,' und wurde beira Transport nach England für 400 000 Pfund Sterling, also für zehn Mill. Kronen, versichert. Ter Culinan ist der größte bisher gefundene Diamant, auch wenn der Schliff ihn mehr verlieren macht als der Durchschnitt des Diamanten verliert, nämlich zwei Drittel seines Gewichtes. Abgesehen von den Steinen, welche die indischen Fürsten besitzen, und welche in Europa nicht gesehen und nicht beschrieben wurden, ist der größte bekannte Diamant der Orlow an der Spitze des russischen Zepters. Er wiegt 1943/4 Karat und wurde 1794 für eine Leibrente von 4000 Rubeln, einen Adelsbrief und die bare Summe von 450 000 Rubeln verkauft. Ter Regent oder Pitt im französischen Kronschatz ist der nächste an Größe, Schönheit des Schliffes und reinen Wassers. Er wiegt 1363/4 Karat und wurde von einem Matrosen an den Gouverneur des englischen Forts St. George, Pitt, verkauft, der ihn an den Herzog von Orleans weitergab. Zur Zeit der französischen Revolution war er an den Berliner Kaufmann Treskow verpfändet. Ausgelöst zierte er den Tegen- knops Napoleons I. Als dritter wird der Florentiner mit 1391/2 Karat angeführt, den Karl der Kühne in der Schlacht bet Granson verlor, und der heute an der österreichischen Kaiserkrone prangt. Bekannter als alle ist der Kohinor, der sich im englischen Kronschatz befindet, vor dem ersten Umschleifen Großmogul hieß und 270 Karat wog, von einem venezianischen Schleifer verdorben wurde, und seine volle Schönheit erst wieder erhielt, als er in seine neue Form auf lOßVio Karat geschliffen wurde. * Literarisches. — Heinrich Hart: Gesammelte Merke, Band I. Gedichte — Tut und Na Hila — Nimrod. Vollständig in vier Bänden. Verlag von Egon Fleischel u. Co., Berlin W. 35. — Heinrich Hart, dem allzufrüh verstorbenen Dichter der, Menschheit- Lieder und gefeierten Berliner Theater-Kritiker, ist eine groß angelegte Publikation gewidmet, welche von seinem Bruder Julins in Verbindung mit einigen Freunden der Brüder, darunter Wilhelm Boelsche und dem leider nun auch schon dahingegangenen Wilhelm H 0 l z a m e r, eben herausgegeben wird. Der eben erschienene erste Band der Publikation bringt die Gedichte, die eine stattliche Reihe erlesener Perlen enthalten, sowie die sehr farbigen Gesänge: „Tul und Nahila" und „Nimrod" aus den Menschheitsliedern. Wir werden auf dieses hochbedeutsame Lebenswerk eines ersten Dichters, der zu Unrecht als Poet lange nicht so hoch wie als Schriftsteller geschätzt worden ist, nach Erscheinen der folgenden drei Bände wohl noch znrückkommen. C'Lgänzuugsrätsel. W . . n 91 . m . . n . . . st . . . ch e . . e S . . g . d . ü . . t, u . f . e . d . . L . . d . . ch a „ u . ü . l . t . s b . l . g . t . n, a . . ei. . f . r . . r r . et .1 an. Greif. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: Vorgang, Vorrang, Vorhang. .Redaktion:,P.. W t t tky. und Verlag der B r ü b l 'schen.Universitäts-Buch- und,SteindrrMerrst R. Lange, Gießen,