WiiLrvoch den 6 Aebruar • ü; w MMW ! Mff rxlSOl mJ ivl MLL ll i' i H Menschenleben, die tilgen. Roman von H. Ehrhardt, Derlastcrin von „Mittellose Mädchen" Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Herr von Eppen hatte ein sannischcs Lächeln um die Lippen, als er in den Lichtkreis der Tür trat — er grüßte die rasch an ihm vorbei eilende Frau sehr kordial mit amüsiertem Augenblinkern. „Nanu, ich habe gestört, wie's scheint, Herr Leutnant!" meinte er drinnen im Zimmer gut gelaunt. Trcssenberg war sehr reserviert, ganz junger Leutnant. _ „Durchaus nicht, Herr Rittmeister, es war etwas Geschäftliches, was Frau Kreß zu mir führte und das ist erledigt." Er hätte nm keinen Preis verraten wollen, auf welche Weise er die Bekanntschaft der hübschen, leichtsinnigen Frau gemacht habe, denn er wußte, daß die Herren Rittmeister öfters ihren Offizieren daS Vorbereiten zur Kriegsakademie verboten, weil sie fürchteten, das Jnteresfe für den täglick-en Dienst könne dabei erlahmen. Er mußte also still sein und es sich gefallen lassen, daß der Rittmeister lachend sagte: „Na, die Frau Kreß kennt inan ja. Aber nehmen Sie sich in Acht vor ihr, Trcssenberg, sie ist eine rabiate Person." Der junge Offizier verneigte sich formell. „Besten Tank für die Warnung, Herr Rittmeister, aber ich habe mit der Frau absolut nichts zu schaffen, was mich zur Vorsicht mahnen könnte." „Na, schon gut." Ter Rittmeister glaubte ihm natürlich kein Wort. So ein Duckmäufer! Aber er tat seinem jungen Offizier den Gefallen, das Thema abzubrechen und aus den Zweck seines Besuches, eine ihn persönlich berührende Angelegenheit zu kommen. XV. Hanna Gerhardt sah sich am Ziel ihrer Wünsche. Tressenberg hatte bei dem Wiedersehen in Valldorf zum ersten Male seine freudige, leidenschaftliche Erregung nickst bemcistern können, er vermochte sic dsurch die kühle Ruhe nickst mehr zu täuschen. Uber sie waren nie auch nur einen Augenblick allein. Tressenbcrg selbst war nicht im Schlosse, sondern in einem naheliegenden Dorje einquartiert und es war nicht einmal stlbst- vcrständlich, daß er sich täglich dort sehen ließ. Ihm war es eine Qual, sie unter den vielen leichtlebigen, verliebten Offizieren zu beobachten und er begriff den Landrat nicht, der ruhig allein in §t. saß, weil ihm der Manövertrubel nicht sympathisch war. Allerdings hatte die junge Frau auch den bösesten Zungen gegenüber ihren guten Ruf zu schützen gewußt. Neben Adele Kronau saß noch eine schöne, alte Dame mit schlohweißem Haar und gütigcii Augen au der täglichen verspäteten Mittagstafel: Frau von Pojcck. Hanna hatte so lange gebettelt und geschmeichelt, Ernst Kronau so liebenswürdig eingeladen, daß sie nicht anders gekonnt, als Hanna den erbetenen mütterlichen Schutz zu gewähren. Sie fühlte sich mit ihrem feinen, nachsichtigen Verständnis für die Jugend sehr wohl in dem übermütigen Kreise und die Offiziere sckstvärmlen geradezu für die Mutter ihres beliebten Kameradem Besonders aber der Hausherr widmete sich ihr fast ausschließlich. Der Verkehr mit 6ient flotten Osfiziersvolk hatte feinen Reiz für ihn verloren, er war solid geworden. „Er wird alt, der gute Kronau!" sagten die jungen Herren seiner Bekanntschaft, ohne zu ahnen, welch jugendlich heißes Empfinden cs war, das ihn innerlich so gewandelt hatte. Tresfenberg bemerkte diese Wandlung natürlich auch und beurteilte sic richtig. Der Rittmeister schien ihm bei näherer Bekanntschaft sehr sympathisch und er hätte nichts dagegen gehabt, ihn als Schwager zu begrüßen, wenn er nicht Hanna Gerhardts Onkel gewesen wäre. Zwischen der vergötterten Frau und ihm noch eine verwandtschaftliche Vertraulichkeit — dann sank auch die letzte Schranke zwischen ihnen. Und davor fürchtete er sich grenzenlos. Er wußte noch nicht die ganze Größe der Gefahr, vor der er stand. Aber er hatte doch ein gewiß erleichtertes Gefühl in der Brust, als er zu den letzten Gcsechtsübungcn, die sich nun schon ziemlich entfernt von Valldorf abspielten, anszog. Morgen und übermorgen waren die letzten großen Biwaks angcsagt, dann kam der Heimritt in die Garnison, der Herbsturlaub--eine wochenlange Trennung, die ihm gleichsam als ein barmherzige- Verzögern irgend einer drohenden Katastrophe schien. In der Nacht war ein Gewitter niedergegangen und hatte den fast unerträglichen Staub der letzten Tage gelöscht. Aber die Sonne stach entsetzlich. Die Offiziere, die Mannschaften — alles strömte von Schweiß. Eine Menge Zuschauer hatte sich eingefunden. Neben mehreren herrschaftlichen Equipagen hielt auf einer kleinen Anhöhe auch eine Dame zu Pferde — das mußte jedenfalls Hanna Gerhardt sein. Der Freiherr bezwang sich und ritt in der Ruhepause nicht hinüber, während die anderen Offiziere alle zu ihrer Begrüßung hinstürmten. Als sie zurück- kchrend an ihm vorbeigalopierren rief Graf Schcrrenlin ihm zu; „Frau Gerhardt läßt Ihnen sagen, Sic sollen heut noch mal zu Tisch kommen!" Joachim nickte. Er mußte natürlich hin. Grund zur Absage gab es nicht. Da sein Quartier ganz in der Nähe lag, sein Bursche bereits seine Sachen zum Umziehen bereit gelegt hatte, so war er schon nach einer halben Stunde zu Pferde, Fahrgelegenheit hatte er so schnell nicht, auf dem Wege nach Balldorf. Ist der Luft lag die druckende Schwüle eines nahenden Gewitters. Im Westen stieg cs dunkel auf und einzelne Vorläufer des Wolkengebirges begannen schon die Sonne momentan zu verdüstern. Es donnerte fern und leise. Der junge Offizier ritt in Nachdenken versunken, die Chaussee entlang und beachtete das hcraufziehendc Wetter nicht. Erst als er in den zu Balldorf gehörigen Wald einbog, merkte er, daß es beinah finster geworden. Der Himmel hatte sich rasch völlig umzogen und nun fuhr in die dumpfe atemlose Stille des Waldes der erste brausende Windstoß des nahenden Unwetters. Tressenberg ließ fein Pferd galoppieren, denn er war noch eine gute halbe Stunde von dem Gutshaus Balldorf entfernt und gerade 78 nicht sehr angenehm berührt von der Aussicht, naß dort anzukommen. Er war erst eine kurze Strecke in dem Tempo geritten und eben an einem Querweg ang.'langt, als er sein Pferd plötzlich ungestüm zurückriß, daß das erschrockene Tier einen Moment kerzengerade auf den Hinterbeinen stand und es nur der Reitkunst Joachims gelang, es zu einer Biegung nach rechts zu veranlassen. Bon dort kam den dämmerigen Waldweg entlang Hanna Gerhardt, gefolgt von Franz, den sie als unentbehrlich nach Balldors mitgenommen hatte und der sie nuf ihren Ritten stets begleitete. Sie mochte sich wohl mit Bekannten ein wenig länger ausgehalten haben, daß sie erst jetzt auf oem Heimwege war. Und sie war eben>o wie er schutzlos der Unbill des Wetters preisgegeben! Tas erste Gefühl, was der junge Offizier bei ihrem Anblick cmpfanö, war eine heiße Angst um dieses kostbare geliebte Leben, das er mit seinem eigenen bezahlt hatte und das vor dem kommenden Regen zu schlitzen er nicht einmal seinen Mantel zur Hand harte. Die junge Fran sah aber ganz und gar nicht geängstigt aus. Schon von weitem rief sie mit ihrer hellen unbefangenen Stimme: „Famos, daß ich Sie treffe, Baron. Sie müssen mir Gesellschaft leisten, wenn Sie nicht etwa vorziehen, pudelnah zu werden. In fünf Minuten sind wir unter Dach und Fach." Ein erneuter Windstoß verwehte ihre letzten Worte und bauschte ihr weißes. Reitkleid wie eine Uchte Wolke auf. Er hatte schon kurz vor ihr sein Pferd gewandt und kam an ihre Seite. „Natürlich ist es mir ein Vorzug, Sie begleiten zu dürfen, gnädigste Frau, selbst, wenn cs nicht unter ein schützendes Dach wäre." Er sprach aus seiner Augst um sie heraus und daher hatte seine Stimme eine Wärme, die sie noch nie an ihm bemerkt. Ein rascher heißer Blick flog durch den Spitzenschleier über seine Gestalt. Er saß brillant im Sattel mit der eleganten Sicherheit mnd Geschmeidigkeit des vollendeten Reiters. Auf seinem stolzen ernsten Gesicht lag verschonend der Abglanz der freudigen Erregung, welche sein Inneres erfüllte. Hanna war in dem Moment wirklich besinnungslos verliebt in ihn. So wie sie es nie für möglich gehalten. Das unerwartete Zusammentreffen mit dem begehrten Mann, der ihr so geschickt auszuweichen wußte, versetzte sie in einen wahren Rausch. Sie jauchzte laut in den Aufruhr der Elemente hinein und ein triumphierendes Zucken lief über ihr Gesicht, als jetzt dicht vor ihnen der geweihgekrönte Giebel eines einstöckigen Hauses auftauchte. Der Seitenflügel war wohl erst später angebaut worden, er zeigte hohe, dicht verhangene Fenster. In der Tür erschien knixend die rundliche Fürstersfrau, schon die Schlüssel zu den Jagdzimmcrn in der Hand. In einem der großen Räume, welche der Rittmeister für sich und seine'Jagdgäste mit allem Komfort hatte einrichten lassen, saßen Hanna und ihr Begleiter sich bald darauf gegenüber. Durch das weitgeössnete Fenster strömte der würzige Atem des Waldes, klatschend fielen draußen die ersten schweren Tropfen nieder. Hanna hatte Hut w»d Handschuhe abgelegt und sich auf der mit tiesschwarzem Bär.usell bedeckten Chaiselongue niedergelassen. Die cmporgenommene Schleppe des Reitkleides eng nm die Knie gewickelt, zeigte sie ein schmales Füßchen im gelben Reitstiefel. Ihre schlanken weißen Hände bogen die kostbare Reitgerte hin und her. Dabei plauderte sie allerlei harmloses törichtes Zeug. Sie kritisierte die Gefechtsübungen und lachte über den dicken „Eppen". „Er ist mit seinem fetten Gaul den einen Hügel förmlich heruntergekollert. Und der kleine Graf Scherrentin sei vom Pferde herab der ältlichen heiratslustigen Tochter eines Gutsbesitzers unsreiwillig in die Arme geflogen." „Das hätte ein gelungenes Sujet für seinen Apparat gegeben." Tressenberg hielt sich in ziemlicher Entfernung von ihr. Dies Tete-a-Tete mit der heiß begehrten Frau stellte ungeheure Ansorderungen an seine Selbstbeherrschung. An ihm zitterte alles vor zurückgedrängter Leidenschaft. Nun fing sie an, ihn durch scheinbar harmlose Neckereien zu quälen. Ob er sehr viel Liebesbriefe aus St. bekäme, ob er schon wieder „was" habe und mit wem und ob er vielleicht irgend eine Dorfschönheit zum Selbstmord veranlassen würde. Er bemühte sich, auf ihre Neckereien einzugehen, aber sie fühlte doch heraus, daß sie ihn damit peinigte. Als jetzt mit Blitz und Donner zugleich der Sturm eine Wassergarbe bis weit ins Zimmer schleuderte, ging er zum Fenster herüber und schloß es sorgfältig. Dann blieb er stehen und starrte düster in den Regen hinaus. Die junge Frau musterte ihn kopfschüttelnd. „Wissen Sie in meiner Gesellschaft wirklich nichts besseres zu tun als einen verregneten Wald zu studieren?" fragte sie etwas gereizt. Er wandte sich sofort um und kam nachlässig herüber. Dicht vor ihr lehnte er sich an einen hohen Sessel und sah aus ernsten Augen auf ihre weiße Gestalt nieder. „Unsere Gefangenschaft wird nicht mehr lange dauern!" sagte er ruhig. „Der Sturm treibt das Gewitter rasch vorüber." Ein spöttisches Auflachen antwortete ihm. Hanna schleuderte die Reitgerte von sich und hob den Kopf. Wie ein goldenes Schlängle:« ringelte es sich durch ihre grünen Augen. „„Tor!" Halblaut, aber ganz deutlich kam's über ihre roten, lächelnden Lippen. Tas Wort fuhr ihm durch die Glieder gleich einer lodernden Flamme. Eine Glutwelle färbte sein blasses Gesicht. Und neben der glühendsten Leidenschaft kam eine unbändige verzweifelte Wut in ihni auf gegen dieses junge verführerische Weib, das mit lächelnder Ruhe sein Herz zerfleischte. , Seine ganze Beherrschung verließ ihn. Er kniete vor ihr nieder, umschlang sie, hob sie empor in seinen Armen, und drückte sie au sich. „Joachim!" stammelte sie, ihr Gesicht an das seine pressend. Er stöhnte auf, wie zu Tode getroffen. In einer Sekunde drängte sich in seiner Brust unsägliches Glück und rasender Schmerz über seine Schwachheit zusammen. „Barmherziger Gott!" schrie er gequält, „laß mich doch sterhen mit dem Klang dieses Wortes im Ohr." Sie umschlang ihn fester. „Nicht sterben, Geliebter nein, leben und glücklich fein." Hanna dachte nicht mehr an die spöttische Abwehr, von der sie sich einst so viel Vergnügen erträumt — sie dachte nur an seine Küsse. Und nun küßte er sie wild, glühend, wie ein Mensch, der die Brücken hinter sich abgebrochen hat und sein mahnendes Gewissen betäuben will durch berausckwnden Trank. Hanna erzitterte. Mit verträumten Augen hing sie an seinem Gesicht. Und da war es ja auch, das alte zärtliche Leuchten in seinen goldbraunen Augen, nur tausendmal verstärkter, inlensiver. In dem Moment war all ihre egoistische Kälte, ihre berechnende Vernunft verschwunden. Sie war nur noch das Weib, das als einzigen Lebenszweck betrachtet, den Mann ihrer Liebe glücklich zu machen. Zweiter Teil. 1. Auf das bunte, welkende Herbstlaub war der erste Flocken- gruß des Winters gerieselt und Marga von Tressenüerg sah mit Grauen eine lange, öde, dunkle Zeit vor sich, in der Schloß Loßwitz auch äußerlich von Schnee und Eis umgeben sein würde, als Hanna Gerhardt ihr noch einmal die Hand zur Rettung bot. Sie schrieb, alles Vergangene ignorierend, einen liebenswürdigen Brief an die Freifrau und bat sie, ihr Marga zu senden, damit sie ihr bei den Vorbereitungen zu einem Wohltätigkeitsbasar und bei diesem selbst hülfreiche Hand leisten könnte. Tie Freifrau war klug genug, einzusehen, daß Marga in dem landrätlichen Hause allein Gelegenheit haben konnte, sich auch ihren Wünschen gemäß zu verheiraten und so langte das junge Mädchen acht Tage vor dem Basar bei oer heiß geliebten Freundin an. Sie weinte bitterlich, als Hanna sie in die Arme schloß, aber diese ließ sich auf keine weiteren Erörterungen ein. Sie haßte Rührszenen. Sie brachte das Gespräch aus den bevorstehenden Basar, der all ihr Sinnen und Trachten momentan zu beherrschen schien. Er mußte glänzend werden. Ter Landrat hatte die ganze innere Ausstattung des Sales im Ständehause auf seine Kosten genommen, sämtliche Verkäuferinnen aus den ersten Gesellschaftskreisen sollten kostümiert er- f deinen. Endlich war der große Tag da. Ter landrätliche Saal bot ein märchenhaft schönes Bild. Die Wände waren reich mit Tannengrün geschmückt. Ein zierlicher, bunt bemalter Kiosk nahm die Mitte des großen Raumes ein. Ueber seiner runden Kuppel schwebte der goldene Halbmond. Zwei junge, kokette Hauptmannsfrauen im Türkinnenkostüm machten dort bei Zigarren und Zigaretten glänzende Geschäfte. In einem schwarz-rot drapierten Zelt luden zwei Komtessen aus der Umgegend, die eine tiefbrünett im grellroten, die andere lichtblonde im schwarzen Satanellakostüm zum harmlosen Roulettespiel ein. Unaufhörlich rollte die kleine Kugel unter dem Lachen und Scherzen der Spielenden. Auch am Büfett, hinter dem die Damen in altdeutscher Tracht hantierten, ging es sehr lebhaft zu. Die Offiziere waren meist soeben erst von ihrem Herbsturlaub zurückgekehrt, frisch, slolt und gutgelaunt—■ fie ließen sich den Spaß etwas kosten. Hanna Gerhardt hatte mit Marga zusammen auf allgemeinen Wunsch die stets bevorzugte Stelle in der Blumenhalle zugesprochen erhalten. Für diese war eine Ecke des Saales in eine riesige Laube aus Blattpflanzen und blühenden Gewächsen verwandelt. Aus dem tiefen, satten Grün des Hintergrundes heraus leuchteten die Gestalten der Neiden Freundinnen schlank, licht und rein, wie jene keuschen, römischen Vestalinnen, welche das heilige Feuer hüteten. Weicher, blendend weißer Seidenstoss fiel in schimmernden Falten an ihnen hernieder, goldene Bänder hielten das lose Gewand in der Taille zusammen, umsäumten den Rand desselben, den runden Ausschnitt, die weiten geschlitzten Aermel, welckw bei jeder Bewegung die mit Goldspangen geschmückten Arme frei ließen. Sie trugen beide die Haare gelöst, nur in Scheitelhöhe vou einem Brillantkamm gehalten. Um Margas ernstes Gesicht flimmerte das krause, lichte Blondhaar wie ein Heiligenschein. Sie sah ganz anders aus wie früher. Aus dem frischen, blühenden, gesunden Mädchen war ein blasses, stilles Geschöpf geworden, das sich nur mühsam zur Heiterkeit und Unbefangenheit zwang. Als Hauptmann von Poseck, der mit dem schönen Schmieder den Saal durchmusterte, sie erblickte, krampfte sein warmfühleudes Herz sich zusammen. Sein einstiges Mißtrauen gegen sie verschwand, wandelte sich in ein ungeheures, zärtliches Mitleid um, wie es der Mann oft für ein schwaches, hilfloses, unglückliches Weib empfindet und das in den meisten Fällen die Mutter einer echten, dauernden Liebe wird. Er trat rasch auf sie zu und begrüßte sie mit unbefangener Herzlichkeit. Ihre Finger zitterten leicht, als sie die gewünschten roten Rosen für ihn zusammenüand und sic ihin hinreichte. Er hielt ihre Hand mit dem Sträußchen einen Moment fest. „Warum sind Sie so fremd gegen mich, Baronesse Marga?" fragte er warm, „wir waren doch so gute Freunde," Sie senkte die blonden Wimpern. „Fremd, Herr Hauptmann?" sagte sie schüchtern, „das bin ich doch wirklich nicht, ich habe oft an Sie gedacht." Tann, als ob ihre letzte Bemerkung sie reute, zog sie hastig ihre Hand zurück und wandte sich mit rosig glühenden Wangen einer alten Dame zu, die ein Veilchenstrüußchen verlangte. Als sie sich möglichst unbefangen wieder dem Offizier zuwandte, neigte er sich über den trennenden Tisch und bot ihr die Rosen. Im ersten Moment wehrte sie ab und erneut überzog jähe Glut ihr schmales Gesicht. In ihm wallte eine heiße Zärtlichkeit auf. Wie er diese stolze, mädchenhafte Zurückhaltung an ihr liebte! „Nehmen Sie, bitte, die Rosen, Baronesse, zum Zeichen, daß Ihre Worte vorhin keine bloße Phrase waren. Sie machen mich sehr glücklich damit." Seine Augen unterstützten die Bitte — diese treuherzigen, braunen Augen — sein ganzes Fühlen lag darin. Margas Pulse begannen fieberhaft zu hämmern. Mit einem geflüsterten Dank nestelte sie die Rosen in ihren Gürtel. Ein warmer Blick lohnte ihr — dann verneigte Poseck sich grüßend und mischte sich unter die drängende Menge. tFortiekung folgt.) Zur H» ychologie des WolKstiedes» In der nächsten Zeit wird die Volksliedersammkung, deren Herausgabe der Kaiser angeordnet hat, nach jahrelanger Vorbereitung erscheinen. Als willkommener Beitrag zur Einführung in die Materie kommt soeben ein Buch aus dem Berlage von B. G. Teubner in Leipzig, „Psychologie der Volksdichtung" von Otto Bockel, dessen interessanter Inhalt das ganze Gebiet des Bolks- „ erschöpfend umfaßt uind sein Wesen, seine Entstehung und Au^brertung untersucht. Böckel hat sich streng an das Volks- maßlge gehalten, trotzdem ja die Versuchung oft nahe gelegen haben Mag, auf das Gebiet der Kunstdichtung überzuspringen. Wre zener Volkvsanger der Tataren naiv meint: „Bevor man erregt cst ist kem Wort da", so kann man wohl sagen, daß, da alle Dcchtung ursprünglich mit Gesang verbunden war, der Gesang m^,!^"E^bung der seelischen Erregung, dem Ueberschwang des Gefühls verdankt. Alles, was der Naturmensch an Freud und Le,d erfahrt, was ihn erschüttert oder erfreut, ihn reizt oder abschreckt, das entlockt ihm gesangartige Laute. Er handelt instinktmäßig, genau ebenso wie das Tier oder das Kind, die auf alle von außen kommenden Anregungen mit Lauten antworten. Diese unartikulierten Laute, die den unvermittelten und ungetrübten Ausdruck des Gefühls darstellen, nennen wir „Rufe"; in ihnen liegt der Kern dessen, was wir als Volksgesang, Volksdichtung oder Volkslied bezeichnen. Daß die seelische Erregung die Mutter alles Gesanges ist, zeigt das Benehmen der Naturvölker, das heißt aller derjenigen Menschen, bei denen sich das Gefühl noch in frischer Unmittelbarkeit, nnbeeinslußt durch die Macht des Denkens,, beobachten läßt. So vollzieht sich unmittelbar unter der Einwirkung des Gefühls ein unbewußtes Singen und Dichten. „Mi Diene kost" sagte eine italienische Volkssängerin, nach einer Wendung in ihrem Gesänge befragt. Dieses: „Es kommt mir so ein" ist der treffende Ausdruck für das unbewußt im Halbtraum sich vollziehende Dichten. Aus dem reichen Inhalt des fesselnden Buckes greifen wir hier das Kapitel „Spottlieder" heraus, dessen Frische und Ursprünglichkeit vielleicht am besten die Art kennzeichnet, in der Böckel seinen Stoff meistert. Spottlieder gehören zu den ursprünglichsten und ältesten dichterischen Erzeugnissen des Menschen- geistes. Vielfache Spuren altindischer Spottlieder sind schon in der Rigveda nachtveisbar. Diese Spottsucht lebt noch in Indien fort. Die Sänftenträger Südindiens empfinden ein besonderes Vergnügen dabei, dem europäischen Insassen ihrer Sänften Spottlieder vorzusingen, die ihn und seine Eigenschaften tüchtig durchhecheln. Die Germanen waren Freunde eines derben Spottes. Als die Teutonen am römischen Lager vorbeizogen, riefen sie den verschanzten Römern zu, „ob es nichts an ihre Frauen ausznrichteu gäbe?" Das war echter Kriegerspott. Besonders ausgeprägt war die Spottlust bei den Westgermanen. Auch in der Politik mögen im frühen deutschen Mittelalter schon Spottlieder der Parteien ausgegangen sein, um mißliebige Gegner zu schädigen. So sollen aus die Wahl Rudolfs von Schwaben zum Gegenkünig Heinrichs IV. Spottlieder verfaßt sein. Auch sonst geschieht derartiger Schimpfgesänge im Mittelalter Erwähnung; ba jedoch nichts erhalten ist, läßt sich über Inhalt und Form nichts bestimmtes mitteilen. Viele Spottlieder hat die Reformation ins Leben gerufen. Nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz bekämpften sich die Parteien mit Spottversen, die wie Speere herüber und hinüber flogen. Es war eben nicht nur eine geistig tief bewegte Zeit, sondern es war auch die Blütezeit des Gesanges. Deshalb ward alles, was die Gemüter bewegte, zum Liede. Tie holländischen Patrioten, die den ursprünglichen Namen „Gueusen" jBettler) zu ihrem Ehrentitel erhoben, sangen ein Spottlied auf den Herzog von Alba nach der Weise des Liedes vom alten Hildebrand. Als Napoleons Gewalt auf dem Zenith stand, wagte sich das Spottlied angesichts der scharfen Zensur der Franzosen kaum hervor. Die Vaterlandsfreunde verbissen knirschend ihren Zorn. Aber der ersehnte Tag kam. — Als Napoleons Macht endlich zusammenbrach, da rang sich zuerst der Spott aus der Brust der unterdrückten Deutschen los, da wurde der Spott als Waffe gegen den Korsen mit Vorliebe gehandhabt; das einzige, was im Bolksgesange haftete, waren einige schwache Spottverse aus den Imperator, die noch heute gesungen werden. An der Spitze der Berufsspötter marschierten von jeher die Kriegsleute. Ihrer rauhen Art entsprach es, sich mit dem Gegner auch im Spott zu messen. Als geistige Angriffswaffe hat das Spottlied von jeher Pflege unter den Soldaten gefunden. War es doch schon im deutschen Altertum Reckenart, den Gegner mii Spott zu ärgern und die eigene Wut zu erhöhen, bevor man ihm mit der Waffe zu Leibe ging. Die Landsknechte fochten nicht nur aus dem Schlachtfelde mit ihren Gegnern, den schweizerischen Reisläufern und sranzösischen Aoenturicrs ntandjen harten Strauß, sie teilten auch in Spottliedern Hiebe aus, die nicht unerwidert blieben. Und wie konnten diese wetterfesten Haudegen singen! Vornehmlich sangen sie „weit und breit den Eidgenossen zu Leide", denn diese waren ihre Mitbewerber und fast immer ihre Gegner. Das letzte echte volksmäßige Spottlied, das aus Soldatenmund erscholl, war das Kutschkelicd vom Jahre 1870, in Ton und Fassung ein echter Sproß der alten, derben kriegerischen Spoitgesünge; wie diese, ungeschlacht in der Komik, wenig wählerisch in der Satire, aber kurz und packend, das einfache Soldatengemüt ansprechend und belustigend. Kutschkes Spott ist uralter Soldatenspott. Man hat ihm die Ehre angetan, ihn in alle möglichen Sprachen zu übersetzen — ganz unnötig, denn der Kriegerspott ist allen Völkern eigen, jedes Volk belustigt sich im Kriege aus Kostei» seiner Gegner. Aus der Fülle der Spottlieder ragen einige ganz besonders bezeichnende heraus: Lieder auf Pfaffen und Schreiber, auf bestimmte Gewerbe, und die Satiren auf menschliche Schwächen und Gebrechen. Spottlieder auf lüsterne oder sonstige nichtsnutzige Pfaffen sind bereits im Mittelalter vielfach gesungen worden und es wäre deshalb verkehrt, sie mit der religiösen Bewegung in Verbindung bringen zu wollen. Ihr Zweck war derselbe, der alle Spottlieder des Volkes schafft: es sollen hier ' 80 schlechte Vertreter einer guten und gerechten Sache gegeißelt und unmöglich gemacht werden. Diese Pfaffenfpottlieder galten deshalb nur einzelnen Persönlichkeiten und Auswüchsen. Das älteste Spottlied dieser Art, das erhalten ist, entstammt einem Liederbuch des 15. Jahrhunderts, das einst dem Wvlslein von Lochamer gehörte. Tast solche Spottgesänge keine antireligiöse Tendenz haben, das beweist die Tatsache, das; sie gerade in katholischen Ländern am häufigsten zu finden sind, während protestantische Länder diese Art von Spottliedern seit Jahrhunderten kaum mehr kennen. Die Schreiber waren als Männer des grünen Tisches an sich schon dem praktischen Volke unerwünscht; als Träger eines vielschreibenden (römischen) Fremdrechtes mußten sie doppelt verhaßt sein. Dazu kam ihre Ueberhebung und Liederlichkeit. Manch windiger Fant von der Feder wie jener Heinrich Kunrad, den seine Geliebte im Korbe hängen ließ (siehe „Feuersnot" von Wolzogen- Straußl forderte zum Spotte geradezu heraus. So klang's und sang's denn dem scheelangesehenen Fcdervolk bald zum Hohne. Spottverse aus die liederlichen Abenteuer der „stolzen" Schreiber waren im Anfänge des 16. Jahrhunderts im Schwange, und noch 1669 sind sie beliebt und gern gesungen. Das herausfordernde Auftreten der Schreiber machte sie eben allgemein unbeliebt und lächerlich. Das Leben und die Besonderheit der Gewerbe, die früher, rm Zeitalter der Kleinmeisterei, weit mehr als heute hervortrat, hat manchen Spottvcrs hervorgerufen. Die verschiedenen Berufe liebten es, sich meinauder zu reiben. Zwar ist im wesentlichen kein Gewerbe von Spott frei geblieben, doch hat sich die Spottsucht hauptsächlich auf eine Anzahl Gewerbe beschränkt, die ohnehin schon in der überlieferten Bolksauffasfung durch Sprichwörter oder sprichwörtliche Redensarten als minderwertig gekennzeichnet waren. Ob das mit Recht oder Unrecht geschah, sei dahingestellt. Wir müssen die Tatsache verzeichnen, daß die am meisten verspotteten Gewerbe die der Schneider, Müller und Weber sind. An sie schließt sich ja nach Nation und Volksauffassung noch eine Anzahl Gewerbe an, die aber glimpflicher davonkommen. Dem Spotte fast ganz entzogen sind die Berufe des Pfluges und des Schwertes, die beiden ursprünglichen und weltgeschichtlich bedeutenden Stände der Menschheit. Für die Schneider hat das Volkslied meist heiteren Spott übrig. Daß man sie mit Meckern des Ziegenbocks ärgerte, ist ein alter Ulk, dessen schon eine Streitschrift des 17. Jahrhunderts gedenkt. Der Schnciderspott ist nicht auf Deutschland beschränkt, er geht weiter: Bretonen, Basken zum Beispiel kennen ihn ebenfalls. Kommt der Schneider nttch glimpflich fort, so wird der Müller in der Volksdichtung fast mit Härte behandelt. Biele Volksliteraturen zeigen hier übereinstimmend die gleiche Schärfe und Verdammung. Der Spott auf die Weber ist schon im deutschen Volkslied des 16. Jahrhunderts nachweisbar. Aber auch andere Gewerbe werden nicht verschont. Abraham a Santa Clara, der satirische Prediger des 17. Jahrhunderts, erwähnt Spottverse auf Fischer, Zimmerleute, Maurer, Soldaten, Kutscher und Fuhrleute. Nach Art der Volksdichtung wird der Spott nicht direkt ausgesprochen, sondern einer dritten Person in den Mund gelegt. Weit verbreitet und viel variiert ist ein Spottlied auf verschiedene Gewerbe, wobei die abfällige Beurteilung derselben einem heiratslustigen Mädchen in den Mund gelegt wird. An jedem Freier hat es etwas auszuschen. Auch der Landmann kommt nicht ganz ungerupft davon. Dem Bauer wirft das deutsche Volkslied seinen Geiz gegenüber seinen Arbeitern vor. Schier unendlich ist die lange Reihe komischer Gestalten, die das Volkslied der Nationen zum Narrentanze antreten läßt, de» Meister Spott mit der Peitsche in der Hand anführt. Es gibt teilt Laster und keine menschliche Schwäche, die nicht in diesem Reigen ihre Vertreter hätte. Und über alle diese komischen Gestalten har sich der Bolksspott in unzähligen Liedern ergossen. ______ I. C. L. Kunst. — „D e k o r a t i v e K u u st". Zeitschrift fü r angewandte Kunst, herausgegcbeu von Hugo Bruckmaun. X. Jahrgang, Heft 4 und 6. Januar und Februar 1907. Bcrlagsanstalt F. Bruckmann A.-G., München. —Eine Studie.über „Peter Behrens und die Raumästhetik seiner Kunst" bildet den Inhalt des Januar- hestes, dem zur Erläuterungn zahlreiche Abbildungen von seinen in Dresden ausgestellten Arbeiten beigefügt sind. Diese Räum: werden hier zum ersten Male veröffentlicht und lassen erkennen, wie sehr Behrens Kunst immer mehr zu monumentaler Wirkung hindrängt. Eine willkommene Ergänzung bieter die Reproduktionen von Schülerarbciten der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule, He unter Behrens Leitung sich in wenige» Jahren zu einer Musteranstalt entwickelt hat. Welckw Bedeutung aber der kunstgewerblichen Erziehung, ja dem Kunstgewerbe überhaupt beizumessen ist, darüber spricht Hermann Muthesius in seiner im Februarhest aogedruckten Eröffnungsrede zu den Vorlesungen über modernes Kunstgewerbe an der Handelshochschule in Berlin. Was der Vorkämpfer auf kunstgewerblichen Gebiete hier über die kulturelle Bedeutung, über den erzieherischen Einfluß des Kunstgewerbes sagt, verdient die Beachtung aller, die an den Fragen unserer Zeit nicht teilnahmslos vorübergehm. Von aktuellem Interesse ist ebenfalls Ernst Schurs Aussatz „Weimar als Kunststadt", der über die vielbesprochenen Vorgänge i.rm Weimaraner Museum, die Rodin-Asfäre und den Rücktritt des Grasen Keßler Authentisches berichtet. Von denk reichen Bilderschmuck des Heftes nennen wir die Abbildungen des Landhauses „Hvitträsk", das sich die finnischen Architekten Gesellius, Lindgren und Saarinen in der Näh: von Helsingfors bauten, die von den Münchener Malern Robert Engels, Julius Diez und Alexander Salzmann geschaffenen Kunstverglasungcn für das Rathaus in Remscheid, Ernst Riegels kostbare Preisgefäße für das Herkomer-Rennen und das XV. Deutsche Bundesschießen, die neuen Münchener Brückenbauten mit ihren prächtigen Skulpturen, moderne Stickereien und Gartenanlagen — kurz ein Heft, das vom Neuen von der Reichhaltigkeit und Gediegenheit dieser Zeitschrift, aber auch von dem Siegeslauf der modernen Bestrebungen zeugt. Gesundheitspflege. liebet „Körperkultur des Kindes" sprach unlängst in Berlin vor der Vereinigung „Die Kunst im Leben des Kindes" Dr. med. P. Järschkh. Der Vortragende leitete seine lehrreichen Ausführungen mit anatomischen Vetrackstunoeu über den Körperbau des Menschen ein und wie- nach, daß die Kulturmittel, die unser Leben und die heutige Schule erfordern, unbebingt zu einer Verkrüppelung des menschlichen Körpers und feiner Hauptbestandteile führen müssen. Durch vernünftige Schulung und Hebung müsse schon der Körper des Kindes in richtiger Weise gestärkt und in seiner natürlichen Schönheit erhalten und fort- gebildet werden. Bon höchster Bedeutung für die gesunde Entwicklung des Körpers sei die Muskelarbeit, denn sie erhöh: die Triebkraft des Herzens und fördere den Blutnmlauf. Auch die Atmung und die für sie notwendigen Organe seien von größtem Einfluß auf das Körperleben de» Menschen. Durch gymnastische Hebungen würden die Temperamente erzogen und die Aufmerksamkeit, Geistesgegenwart und Selbstbeherrschung im Menschen gefördert. Wenn man aber diese Erfolge erzielen wolle, dürfe man sich keine Hemmungen durch störende Kleidung und andere Dinge auferlegen, weshalb es am praktischsten und der Gesundheit am meisten förderlich sei, wenn derartige Hebungen in völlig nacktem Zustande und im Freien ausgeführt würden. Unter dem Antrieb von Licht und Luft würden die durch dir Mode und eine ungesunde Kultur erzeugten Schäden und Verkrüppelungen des menschlichen Körpers erst richtig entdeckt, und der damit behastete Mensch würde desto mehr angespornt, diese Mißstände zu beseitigen. So sei auch für die Entwicklung des Kindes die Nackt-Gymnastik die beste Methode, da sie sich der natürlichen Veranlagung am meisten nähere. Weiter müsse dann der Unterricht der Kinder im Freien erfolgen, und so ergäben sich aus diesen Anfängen alle weiteren Vorteile iiibezug aus vernünftig? Nahrung und Kleidung. Die Erziehung zur Lebenskunst müsse das Prinzip der Kindercrziehung werden. Dadurch würde ein gesundes Geschlecht herangebüdet werden, dem auch nationales Denken und Empfinden eigen sein würde, und als helfen schönstes VorbUd uns das Volk der alten Griechen noch heute vorschweben tönne. Magisches Dreieck Nachdruck verboten. -----------—-—■ In die Felder nebenfteüenbev Figur stutz । | die Buchstaben e e e, i i i i, k, ro m, r r. b s » --derart einzutragen, daß die einander entime« chenden wagerechten und senkrechtkit diechm gleichlautend Folgendes bebrüten: __1. Einen Wirtschailegegeitsiaud. 2. Aegypistche Gottheit. —--- 8. Berg in Ungarn. 4. Fürwort. —— 5, Emen Buchstaben Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Tauschrätsels in voriger Nummerr Nobel, Uhr, Rebel, Nicht, Llukel, Regen, Mieder, Auge, Cify, llöube, Teller, Kopf, Auster, Rund, Nagd; Hunger maeht zahin. Redaktion; Ernst Heß. — Rotationsdruck und Vertag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Sieurdruckeret, SU Hange, Dtetze»