M. 148 1907 ZZs Samstag den 5. Mioöer 1 1 MWW E Auf der eigenen Spur. Kriminalroman von Otto Hoecker- (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Bit Weihnachten werden es zwei Jahre", berichtete der Revierleutnant nach kurzem Nachdenken. Sein Sohn diente noch Beim Train. Man sprach damals viel über den unvorhergesehenen, sprunghaften Einfluß des Fuhrherrn. Man witterte dahinter so etwas wie bevorstehende Enterbung des einzigen Sohnes, zumal gerade damals die Beziehungen zwischen Vater und Sohn sehr gespannte waren; Eilenburg jun. durfte sich während dieser Dienstzeit beim Kvmmiß nicht im Vaterhause blicken lassen. Selbst! unsere Stammtischrunde, die der Fuhrh-err zu jener Zeit noch regelmäßig besuchte, überraschte er mit einer vollendeten Tatsache, indem er sich als neugebackenen Ehemann zu erkennen gab und Rheinwein auffahren ließ. Zu jener Zeit wurde viel darüber geredet. Man will erfahren haben, daß der Vater seiner jetzigen Frau, die ihm vordem die Haushaltung geführt, als Vertreter einer Versicherungsgesellschaft Gelder unterschlagen und, um sich der strafrechtlichen Verantwortung zu entziehen, Selbstmord begangen habe." Hansemann ließ einen pfeifenden Laut hören; nun glaubte er sich das plötzliche Untertauchen der jungen Frau und deren ihm bisher unbegreiflich erschienene Zurückhaltung bei ihrem unvermuteten Wiedersehen erklären zu können. „Wissen Sie vielleicht darüber Genaueres anzugeben?" erkundigte er sich interessiert. Der Revierleutnant verneinte. „Es ging nur ein unbestimmtes Gerede. Der Mann soll in Görlitz beamtet gewesen sein, wenigstens zuletzt, als seine durch lange Jahre fortgesetzten Unterschlagungen ans Tageslicht gezogen wurden. Frau und Tochter sollen den letzten Groschen hergegeben haben, um die Schande nicht öffentlich werden zu lassen. Auf mich selbst! hat die junge Fran bei ihrer Liebenswürdigkeit immer einen gedrückten, scheuen Eindruck gemacht, als nage ihr etwas am Herzen, das ihr alle Lebensfreudigkeit raube. Doch da halte ich Sie mit der Wiedergabe müßigen Geklatsches vor ungleich Wichtigerem zurück, Herr Rat!" glaubte er sich entschuldigen zu müssen. „Durchaus nicht", widersprach Hansemann, „zumal ich den Vater der jungen Frau früher persönlich gekannt zu haben glaube. Seit Jahren habe ich ihn freilich völlig aus den Augen verloren gehabt. Zu jener Zeit war er Subdirektor einer Lebensversicherung und ging später in gleicher Eigenschaft nach Görlitz. Doch Ihre Andeutungen entsetzen mich geradezu. Ich hielt Rön- neukamp für das Muster eines pflichtgetreuen, zuverlässigen Beamten." „So lautete Frau Eilenburgs Mädchenname", bestätigte der Leutnant. „Es mag sich somit wohl um einen früheren Bekannten von Ihnen handeln, Herr Rat. Ich bitte übrigens nicht zu vergessen, daß ich mich nur zum Verbreiter gänzlich unbestätigter Gerüchte gemacht habe. Ich möchte Frau Eilenburg durchaus nicht zu nahe treten. Sv wenig ich sie auch persönlich näher kenne, halte ich sie dock durchaus der höchsten Achtung würdig." Rat Hansemann beruhigte ihn lächelnd. „Ich kenne sie selbs? gut genug, um Ihrem Urteil beipflichten zu können. Was halten Sie aber nun von diesem unerklärlichen Borkomnmis. Als Revier-, Vorstand kennen Sie den Stadtteil besser als ich und können leichter! beurteilen, ob in der Umgegend zweifelhaftes Gesindel wohnte welchem ein derartiges Wagestück wohl zuzutrauen wäre." „Ja und nein, Herr Rat. Finanzgrößen siedeln sich in der Nachbarschaft des Gesundbrunnens nicht an. Anrüchige und bei sich bietender Gelegenheit wohl auch gefährlich werdend. Elemente finden sich im Stadtviertel gerade genug. Droschke! und Pferd kann indessen nur ein mit den örtlichen! Verhältnissen' wohl Vertrauter, den zudem auch die Hunde respektieren, vom! Hofe entfernt und wieder dahingebracht haben. Es hat sich ja auch um keinen Raub gehandelt — Wagen und Pferd wurden an Ort und Stelle zurückgebracht." „Na, das habe ich nun bis zum Ueberdruß gehört!" ent-, rüstete sich Hansemann. „Da sich zu den Hunden nur Vater und Sohn wagen durften, so muß einer von diesen unbedingt die Hand im Spiel gehabt haben — und da der Sohn in Plötzensee sitzt> sy —" „— kann nur der Vater in Betracht kommen", ergänzte der Leutnant. „Doch das ist nach Lage der Sache völlig ausgeschlossen." Hansemann hielt sich die Ohren zu. „Wir gehen mit unserer! Logik immer int Kreis herum, es ist um blödsinnig zu werden! Zugestanden, auch auf mich Hat der Fuhrherr einen durchaus hvnnetten Eindruck gemacht." „Eilenburg scheint mir Nwnigstens noch nicht der Mann zu sein, der einfach zweck- oder kopflos handelt. Kütschiert Has er die Droschke nicht, das wissen wir bereits. Er könnte sie alsp nur zu einem ihm vielleicht selbst unbekannten Zwecke hergeliehen haben und will nun nicht mit der Sprache heraus, weil er für sich selbst Verwicklungen fürchtet". „Das würde Eilenburg nicht davon abhalten, die Wahrheit zu bekennen. Er ist viel zu einsichtsvvll, um fich nicht sagen zst müssen, daß ein derartiges Vertuschen schließlich nur ihn schädigen könnte. Nebenbei ist der Mann zumindest halber Millionär/ Die Führte geben Sie getrost auf. Nach meiner festen UeBey, zeugung weiß Eilenburg uirt die nächtlichen Abenteuer seiner Droschke nicht mehr, als Sie oder ich!" „So baldowern Sie die Chose wenigstens aus!" platzte der Aergerliche los. „Haben Sie den Befehl der Zentrale ausge-, führt und die Schutzleute Ihres Reviers über auffällige Vor°, gäuge in letztverflossener Nacht befragt? Hier in der Gegend! müssen Droschke und Führer doch bekannt sein!" „Von meinen Leuten wußte niemand etwas zu melden. Sie dürfen nicht vergessen, Herr Rat, daß die Droschke jedenfalls schon in den frühen Abendstunden vom Hof ausgcspannt wurde.". „Der Meinung sind Sie also auch?" meinte Hansemann stutzig'. „Dabei will Eilenburg noch am späten Slbend selbst die; Runde gemacht und alles in schönster Ordnung angetroffen haben." „Sein Wort in Ehren. Er wird sich indessen mit einem Rundblick begnügt und weder Wagenpark noch Pferdebestand 590 durchge zählt haben. Wäre der Wagen in nachtschlafender Zeit entfernt worden, so hätten die Hunde sich durch ihr Bellen bemerkbar machen müssen; zu solch uugewohnter Stunde würden sie auch bei Eilenburgs persönlichem Erscheinen Laut geben. Ich entsinne mich, Klagen von der Nachbarschaft über lautes Gebell entgegengenommen zu haben. Das geschah regelmässig, wenn eine plötzliche Nachtfuhve verlangt wurde, die Eilenburg dann persönlich Herrichten mußte. Er erklärte mir, daß die Hunde sich in solchen Fällen nicht beruhigen lassen. Folglich muß die Droschke schon zu einer Zeit entfernt worden sein, wo auf deu Straßen noch reger Verkehr herrschte, der das Htmde- gebell übertönt haben mag." „Natürlich!" stimmte der Rat bei. „Schutzmann Rokohl hier hat die Droschke ja kurz nach Mitternacht schon auf dem Potsdamer Platz inahrgenommeu . . . um von der Tegelerstraße dorthin zu gelangen, hatte sie ohnehin eine Stunde nötig." „Mindestens eine Stunde!" meinte der Leutnant. „Folglich muß sie gleichzeitig mit den drei Nachtdroschken, von denen Eilenburg mir sagte, vom Grundstück fortgefahren sein." Mit einem nervösen Auflachen hielt der Rat inne. „Doch damit kommen wir keinen Schritt weiter, einerlei ob der Fuhr- herr geblunkert oder Wagen und Pferd wirklich ohne sein Bor- Wissen wegeskamotiert wurden. Wir müssen mit unseren Nachforschungen beim anderen Ende beginnen und herauszubekommen suchen, wer die Unglücksdroschke wieder auf den Hof zurückzubringen und auszuspannen vermochte, ohne die Hunde dadurch zum Belle» zu veranlassen ... ist Ihnen vielleicht ein Mann namens Graßnick bekannt?" unterbrach er sich fragend. „Den kennt im Viertel jedes Kind, der alte Mann ist ein Original, einer der wenigen Berliner Droschkenkutscher, wie sie jetzt nur noch in den Witzblättern weiter leben . . . übrigens eine ehrliche, brave Haut." „Er soll das Fuhrwerk bisher gefahren haben, nun aber schwer krank sein. Seine Familienverhältnisse kennen Sie nicht näher?" „Ich nicht, doch vielleicht mein Wachtmeister, der ist sozusagen eine wandelnde Chronik des Stadtteils." Der Herbeigerufene kannte Graßmann genau. „Eiu alter, guter Kerl, grob wie Bohneustroh, doch dabei seelensgut. Er hat viel im Leben durchzumachen gehäbt. Seine Kinder starben ihm bis auf eine verwitwete Tochter, die ihm nun die Haushaltung führt." „Das weiß ich bereits", unterbrach ihn Hansemann unwirsch. >,Doch da die Frau für uns wohl kaum in Betracht kommt"-- „Die Witwe Hildenbrand hat einen Sohn", meinte der wohlbeleibte Wachtmeister, „'ne rüde Bolle, sozusagen." „Ah!" Der Rat zeigte plötzlich Interesse. „Und dieser .Sohn" — „Eine verdächtige Nummer, Herr Rat", berichtete der Wachtmeister. Daiw wendete er sich an seinen Vorgesetzten. „Erinnern Sie sich, Herr Leutnant? Wir haben wegen dem Burschen viel Schreiberei gehabt. In Dresden haben sie ihm wegen Taschen- diebstählen ’n, paar Jahre aufgebrummt und dann ihn hierher ab- geschobeN, weil er seinen Unterstützungswohnsitz in Berlin hat." Der Leutnant nickte. „Gewiß erinnere ich mich. Der Schlingel steht unter Polizeiaufsicht. War nicht seine Mutter hier und bat himmelhoch, man möchte Eilenburg keine Anzeige machen, da sonst ihr alter Vater vielleicht gar um's Brot käme?" „Stimmt, Herr Leutnant. Wir taten ihr den Gefallen, weil der Bengel zu arbeiten anfing und sich auch jeden Donnerstag pünktlich hier auf dem Revier meldete. Doch daun blieb er plötzlich aus . . . wie vom Erdboden weggeblasen war er. Wir haben ohne Erfolg wiederholt Haussuchung in der Wohnung seiner Mutter nach ihm veranstaltet. Er muß sich dünne gemacht haben." „Das interessiert mich wirklich", schaltete Hausemann ein. Der.Bursch kennt sich wohl auch im Eilenburg'schen Hause aus?" „Das ist wohl möglich. Mutter und Großvater wohnen ja im Hause." „Er dürfte schwerlich viel in die Ställe gekommen sein", widersprach der Leutnant. „Ich entsinne mich nun, damals vertrauliche Rücksprache mit Eilenburg genommen zu haben. Der weih genau, was er von dem Menschen zu halteu hat. Ich glaube, er ließ deu Großvater nur mit Rücksicht auf dessen Alter und persönliche Ehrenhaftigkeit weiter im Dienst und int Hause wohueu. Bor die Augen durfte ihm der Bursch jedenfalls nicht kommen. Schlagen Sie doch einmal nach", beauftragte er den Wachtmeister, hber Herr Rat interessiert sich für die Daten," (Fortsetzung folgt.). Kus dem Schülsrleörn dcsKymrrastrrms iu Kietzen. Zur dritten S'äkularfeier. «Schluß.» Doch wieder zurück zum Ausgangspunkte. Neben dem vervollkommneten Rollenlesen sind die Vorträge kleinerer, abgeschlossener Dichtungen zu erwähnen. Gerade dieses letztere Cha- rakteristikunt derselben brachte es mit sich, daß die Versuche, auf diesem Gebiete etwas Tüchtiges zustande zu bringen, nur von wenigen Genossen unternommen wurden; in einem lyrischepischen Gedicht sind mehrere Charaktere, verschiedene Stim- miiugeu zum Ausdruck zu bringen, und dazu gehört schauspielerische Beanlagung. Rezitationen, die diesen Namen verdienten, hörten wir daher nur von Volker, Beowulf und Harald. Ich führe an: „Des Säugers Fluch" (V), „Kraniche des Jbhkus" (B.), „Die Glocke" (V.), „Abschied von Galizien" (H.), „Die Frühlingsfeier" (B.) und „Der Taucher" (SB.). Soweit unsere Tätigkeit als literarischer Verein. Wie entwickelte sich der Verein als solcher? Der Grenzpunkt, von Ivelchem an eigentlich erst von einem Verein, einem Bund, gesprochen werden kamt, ist die Jnkrafttretung des Balls. Die Zeit vor demselben ist in dieser Hinsicht trübe. Das Wesen eines geschlossenen Vereins beruht in der sicheren Organisation und Leitung, welche tioit allen Mitgliedern unbedingt anerkannt wird. Tie oberste Leitung und Vertretung lag auch bei uns in den Händen des Präses bezw. des Jarls. Mit der Entwicklung seiner Stellung und Machtbefugnis ist daher auch zugleich die des Vereins, als solchen, gegeben. — Bei der Gründung war der Präses weiter nichts als nichts: er wurde uur für eine Woche gewählt, also ganz demokratisch, was beachtenswert ist, und zwar mit der Motivierung, „daß er keine zu große Gewalt gewinne". Diese Gewalt bekant er denn auch tvirklich nicht, selbst dann nicht, als man sich entschloß, ihn auf 14 Tage, ja sogar darnach auf vier Wochen zu wählen. Indessen wurde das höchste Amt zuerst doch nur „auf Probe" vergeben; der „vier- wöchentliche" toutbe dann, als die Probe glücklich bestanden war, beihehalten-bis Weihnachten 1883. Aber—- das muß zugestanden werden — es konnte eine solche republikanisch-demokratische Re- gieruugssorm bei der geringen Mitgliederzahl keine anarchistischen Zustände herbeiführen. Die kleine Republik einigte sich auch wieder, wenn Privatstreitigkeiten sie aus den Fugen zu bringen drohten. Denn in der Stellung der Glieder zu einander und zu dem Ganzeu bestaudeu in jenem goldenen Zeitalter noch keine Differenzen, es blühte in der Tat der reinste Demokratismus. Aber gerade in dieser Zeit fand die Gesellschaftlichkeit ihren größten und schönsten Ausdruck, herrschte das freieste und un- gezwuugenste Lebe»; eine Fahrt, fünf Sätze und ein Gelage sind aus dieser Zeit zu koustatiereu. Nachdem aber nun der Balk geschaffen war, der ja seiner Natur nach mehr das Mustere, Verfassung, Disziplin re. ins Auge fassen mußte, und nachdem neue Genossen hinzugetreten waren, da erst tvurde der Verein wirklich ein Verein, ein Bund. Die Verfassungsreform mürbe nun klar ausgesprochen, sie ist im Namen des „Jarl" vollkommen ausgedrückt, nämlich die altgermanische Verfassung, das altgermauische Königtum. Die Versammlung der „Freien" flieht über dein „Jarl", aber der Jarl hat die Vertretung und die Exekutive. Er leitet das Ganze, alle Geschäfte und trägt dafür die Verantwortung; und die ist ihm auch oft genug aufgebürdet wordeu. — Eine feste Grcmdlage bestand somit, auf welcher die literarische Tätigkeit sich frei entfalten konnte. Es mußte schon ein gewaltiger Stoß sein, der den Bau hätte erschüttern können. Die Festigkeit der einmal angenommenen Gestalt zeigt sich darin zunächst, daß die neuen Elemente sich sehr rasch eiulebten in den „Wikingergeist", ohne daß es auch uur direkter Einwirkung bedurft hätte. Ueberhaupt war der Begriff der Einheit, des festen, sreuud- schaftlicheu Zusammenhalteus und -gehens der Genossen in jedem schon sehr früh entwickelt. So schrieb Ende des ersten Quartals bereits der damalige Schriftwart Beowulf: „Ich muß hier betonen, daß der Wikiugerbuitd über das Thing hinaus be- stehen soll, daß er nicht mit Samstag Abend acht Uhr aufhört, bis er nm nächsten Samstag, in ewigem Sinken und Steigen, sich wieder auftut." Der Buud hatte auch sein eigenes Heim, die „Grotte", die keinem andere'» Zwecke als de» Zusautmen- künften diente; wir waren wirklich ei» Verein, als Verein feierten wir ferner Herders und Goethes Geburtstag, und das Jnlfest, vielleicht die schönste unserer Festlichkeiten. — Und nun die Idee, der Geist, der unseren Bund belebte, der ihm das charakteristische Gepräge verlieh? Einen literarischen Verein nannten wir uns und verstanden auch ursprünglich darunter, was man gewöhnlich darunter versteht, einen Verein, bet in seinen Zusammenkünften literarische Werke liest, sie bespricht, daneben auch wohl Aussätze und Vorträge über Themen aus der Literatur verlangt. Mit der Schaffung des Balks aber trat eine ganz andere, erweiterte und vertiefte Anschauung an die Stelle der gewöhnlichen. Es imtrbe uns allen klar, wenn es auch niemand ausgesprochen hat, daß unser Streben und Zu- sammeuwirkett sich bewege auf dem weiten Gebiet der Vernunft/ oder allgemeiner des Geistes. Die Beziehungen des vernünftigen, geistigen Menschen ztt ber Welt, zum Dasein, zu dem einzelnen Individuum aufzufinden und zu erklären, das war, in höherem 691 — Sinne ausgefaßt, unser Bestreben. Denn was kommt in der Literatur anders zum Ausdruck, als jene Beziehungen? Die Literatur eines Volkes ist der Niederschlag seines geistigen Lebens, die Gesamtliteratur reflektiert das Bild der Welt. Philosophie und Literatur sind ein innig verbundenes Schwesternpaar. Was jene mit tiefem Ernst nach den Gesetzen des Denkens auf- deckt und nötigenfalls beweist, das spricht im Gewände der Dichtung, Gemüt und Geist ergreifend, zu uns. Das Ewigseiende, Etvigsichgleichbleibende, was Philosoph und Dichter suchen und verkünden, das weht uns aus der Literatur entgegen und das wollten wir auf uns wirken lassen zum Heil und Nutzen unseres geistigen Lebens. Daß wir dabei den künstlerischen Gesichtspunkt nicht aus dem Auge ließe», versteht sich ganz von selbst; denn die Kunst bahnt den Weg zum Ideale, indem sie die Idee versinnlicht. — Auf einem Gebiete aber zog uns jener ph-ilosophisch- „sagende" Geist stark und mächtig an — in den Sagen vom deutschen Götter- und Heldentum. Hier liegt Poesie verborgen, Kraft und Tiefe des Gemüts, denkender Geist und Sinn für das Hohe und Reine. Und die, welche diese Sagen schufen, von Welt-, Götter- und Menschengeschick, es waren Deutsche, die Wikinger des deutschen Altertums karmten und pflegten sie. Ich hoffe, daß diese hier vorgetragenen Gedanken nicht allein die ineinigen sind, bezw. gewesen sind, sondern daß sie allen Genossen aus der Seele gesprochen sind. Leider war uns die Zeit zu kurz bemessen, um sie zur vollen Reife zn bringen; dies bleibt der Zukunft überlassen, an alle Genossen aber, denen es Ernst war mit ihrem Wikingertum, ergeht die Mahnung, da fortzufahren, wo sie aushören mußten, damit ein stärkerer, mit größerer Freiheit und Mitteln ausgestatteter Wikingerbund unsere Ideen voin höchsten Ideal zu lebensfähigem Ausdruck bringt, damit der Wikingcrbund ein Bund fürs Leben werde. Dazu ver- helfeu die Götter!" Mancher Humpen, gefüllt mit edlem. Rebenblut, wurde bei dieser nächtlichen Feier dem ewigen Andenken an den nun durch innere Notwendigkeit getrennten Jugend- und Freundschaftsbund geweiht. Wohl alle hatten dabei int Innersten das Bewußtsein, daß ein gleich inniges Zusammenleben in irgend einer, anderen Form nicht wieder zustande kommen werde. Wie sich mehrere Wikinger später wieder zusammenfanden, um den alten Bund als „literarischen Verein" an der Universität wieder aufleben zu lassen, aus dem sich später eine Re fo rmbursch ens ch aft entwickelte, gehört nicht mehr zur Geschichte des Gymnasiums, sondern zu der der Hochschule und ist längst in einem eigenen Werk geschildert worden, dem wir diese Schilderung zum großen Teil entnehmen. Zum Schlüsse wird ioohl jeder mit uns einstimmen, wenn wir sagen, daß der „Wikingerbund" dem Gießener Gymnasium nicht zur Unehre gereicht, war er doch nicht, wie die meisten Schülerverbindungen, lediglich eine Küeipgesellschaft, sondern eine Bereinigung zu höheren, edleren Zielen, in der Arbeit und Streben gefordert und willig gegeben wurde. Der Geist, der in dem Bunde herrschte, spricht sich so recht in nachstehendem, der Chronik desselben entnommenen Gedicht aus: „Ein hohes Ziel ist es, das zu erreichen Mir uns bestreben, und ein schönes Ziel; Und kostet es uns auch der Mühen viel, Wir werden nie und nimmer rückwärts weichen. Und unser ernstes Streben soll's bezeugen, Daß !vir nicht treiben eitles Kinderspiel. Dann !vird auch uns'res Schiffes sich'rer Kiel Sich niemals der Gewalt des Sturmes beugen. Won Goethe's Genius ein Funke nur Mög' uns den Weg zum hohen Ziel erhellen, Und Schiller's hehrer Geist zeig' uns die Spur. Doch sollte, fern noch unser'm Ziele, schon An Klippen unser Schiff einstmals zerschellen. Dann war das Streben selbst der schönste Lohn!" Aenentage am Kanal La Manche. Von Max Bayrhammer. Original-Artikel der „Gieß. Familienblätter". „Wie romantisch ist doch das Leben eines Schau- Pielers!" Wie oft hört man diesen Ausspruch von fernstehenden. .Denn Auftreten jeden Abend, Proben fast jeden Vormittag und nachmittags Unterricht erteilen ist ein Vergnügen eigener Art. Und dabet ist jetzt die Hühnerjagd Sie sehen also, Herr Redakteur, daß wir Schauspieler momentan nicht zu beneiden sind. Gewiß macht uns unser Beruf Freude, und man erträgt viel im Dienste einer großen Sache, aber wenn man bei diesem herrlichen Wetter über den Schminkkasten hinweg nach irgend einer hübschen Ansichtskarte schielt, die in der Theatergarderobe zur Erinnerung an schöne Ferientage an der Wand hängt, so kann man das dem Schauspieler wahrhaftig nicht übel nehmen. . . Da hängt z. B. in meiner Garderobe eine Ansichtspostkarte von Knocke sur mer, die mir mein lieber Kollege Alois Wohlmuth, den Sie in Gießen unterdessen auch kennen gelernt haben, nach England sandte. Knocke! Es war doch fein, wenn auch das Wetter uns ab und zu im Stich ließ! , Als wir anfangs Juli der Bahn in Knocke entstiegen, meine Frau und ich, und in der offenen Tram nach den Hotels am Meer fuhren, da hatte ich unwillkürlich den Gedanken: nun freue ich mich aber auf den Sylvester-Punsch! So kält war es! Aber amüsiert haben wir uns doch famos. Ich will Ihnen einmal das kleine Seenest, zwischen Heyst und der holländischen Grenze an der belgischen Littoral gelegen, beschreiben, wenn Sie es noch nicht kennen solltest. Das heißt, zu der Beschreibung wähle ich einen der wenigen Tage mit schönem Wetter! Lachender, wolkenloser Himmel blaut über der weißgelblichen Dünenlandschaft mit ihrem matten, spärlichen Grün. Die strahlende Sonne läßt in verwirrendem Silber- geftmkel ihre Reflexlichter auf den Wellen spielen. Die gischende Brandung der Flut spritzt an den schwarzen Quadern der Buhnensteine auf und weit, weit hinaus dehnt sich das blaue Meer in scheinbar majestätischer Ruhe. Die „Segler der Lüfte", die flatternden weißen Möven schießen pfeilschnell herab in das Wasser und heben sich wieder und eilen gaukelnden Flugs landeinwärts über die Dünen und wieder zurück. Ein Gefühl ahnender Ferne, bas die Phantasie über den sichtbaren Horizont hinaus beschäftigt, hebt einem unwillkürlich die Brust. Es ist, als ob' uns eine unbestimmt« Sehnsucht immer weiter fortzöge, trach Ländern, die man noch nicht kennt. Diese Stimmung befällt mich in Wagners „Holländer" und im leichteren Genre — in der „Geisha", lieser lieblichen Operette, die ich sämtlichen andern Operettest vorziehe. Doch zurück zur Strandlandschaft: sie hält einen auch wieder fest in dem beseligenden Gefühl der Weite, der Helle. Es gibt ein — klein-air-Glück, wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf! Und das Leben abends auf dem Digue. Alle Sprachest hört man durcheinander: viel Französisch, sehr viel Englisch und am meisten — Deutsch. Das rauschende Meer, über dem die weißlich-gelbe Mondsichel auftaucht, ist in ein härtesi Stahlblau gekleidet. Die kleinen Fischerhäuser, vor denen irgend ein wetterbrauner Seemann sein Pfeifchen raucht, leuchten in ihrem letzten Rot, ein Zittern, Raunen und Summen durchschwirrt die hohen Tünengräser, denen ah und zu ein wilder Lapin in ein Sandloch entschlüpft. Aber auf deut Digue geht es noch lebhaft zu: es ist die tägliche Abeudpromenade nach dem Souper. Blonde und schwarze Lockenköpse weiblichen Geschlechts, die von niedlichen Holländerhäubchen umrahmt sind, kokettieren im Schutze des Abends. Flatternde weiße Kleidchen der Backfische" und drollige Switer der Kinder (NB. Die Mädchen unter zehn Jahren toerben hier gewöhnlich in Bubenkleider gesteckt) geben den farbigen Kontrast zur dunklen Klei- bnng des „gesetzten" Alters, soweit nidjt der weiße Strandanzug der Herren oder eine Dame in „höheren Semestern" in Weiß eine Ausnahme machen. Ganz in der Ferne zeichnest sich die Silhouetten von Dampfern ab, die ihre Rauchwolken friedlich in den Abendhimmel kräuseln. Wie wir später erfahren, sind diese friedlich vvrbeiziehenden Fahrzeuge japanische Kriegsschiffe, die den Russeir im letzten Kriege abgenommen toorbcn sind und nun vom Flottenbesuch in Kiel in die Heimat zurückkehren. Jetzt blitzen die Leucht- türme auf und senden ihre beweglichett Strahlen nach allen Gegenden der Windrose und gleichzeitig beginnt das allabctidliche Klavierkonzert, das eine eingeborene Kstockeriu nach Art einer Drehorgel zum Spielen bringt für 10 Centime das Stück. Sie nimmt unglaublich schnelle, direkt 592 „Mottl"-Widrige Tempi. Einmal hat sie den Pilgerchor aus dem „Tannhäuser" in einem wahren Galopp-Tempo heruntergerast, worauf sie natürlich schnell „sammeln" ging. Am Abend darauf drehte ich den „Pilgerchor" (NB.! gratis! Es War das meine einzige künstlerische Tätigkeit Während der Ferien) ä la Mottl! Das verbat sie sich. Sie verdiene dabei zu Wenig. Man hätte unterdessen zwei Stücke spielen können. . . . Und doch hat das entsetzliche Klavier auch seine gute Seite: es spielt nämlich auch Tänze. Und Wenn die kleinen Kinder, zu zweien und vieren, beim Mondenschein oder Meerleuchten im Tanz sich drehen, so ist das ein entzückender Anblick. Allmählich verstummt die Musik. Man plaudert noch ein Wenig, „Evening", „Good Nigght", „von soir", „gute Nacht" schallt es da und dort und die Kurgäste streben in ihre Hotels. Wir nach dem sauberen „Grand Hotel Palace". Dort aber hat sich ein nettes Völkchen durch Zufall zusammengefunden, alle von der Kunst. Um einen gemütlichen Tisch sitzen sie da beisammen: die Prense-Matzenaner und ihr Gatte, der Münchener Gesanglehrer Preuse, die Soubrette Brunner und Alois Wohl- muth von München, der Schreiber dieses aus Frankfurt, die Altistin Rohr-Renard von Köln, Frau Elfriede Bayr- hammer von Kassel, der Buff-Tenor Dr. Kuhn von Darmstadt, der englische Geigen-Virtuose Ritchie und damit auch der Theaterarzt nicht fehlt, Dr. Doutrelepont aus Köln mit seiner hübschen Gattin. Wohlmuth erzählt Geschichten aus dem Dachauer Moos, Bahrhammer mit Vorsicht aufgenommene Jagd-Abenteuer, die Matzenauer aus ihrer steirischen Heimat und Frau Elfriede Bahrhammer knabbert Bonbons. Selbstverständlich Werden einige schöne Tage auch zu Ausflügen in die Umgegend benützt, so z. B. nach dem entzückenden Sluis im benachbarten Holland. Dort giebt sich die ganze Badegesellschaft aus den belgischen Badern Rendezvons. Sluis ist Wegen seiner Antiquitätenläden sehr beliebt; man handelt dort alte Ringe, Ketten, Broschen ein, Wenn auch die Verständigung mit dem biedern Eo.oschmied etwas schwer fällt. Außerdem schmuggelt man Tabak. Spät nachts fährt man mit der Kleinbahn über Westchapell nach Knocke zurück und dampft die unredlich erworbene Zigarre mit vielem Behagen. Sehr malerisch ist bei Sluis der große Kanal, der sich in gerader Linie durch das Land zieht. Bisweilen gleitet ein bunter Kahn darauf, und vom jenseitigen Ufer grüßt ein verwitterter Kirchturm, schwerfällig und massiv. Ein nicht mehr in Gebrauch befindlicher Leuchtturm ragt auf. Er rührt vielleicht noch aus .der Zeit her, da der jetzt versandete Meerbusen des Zwyo (von dem Dante übrigens schon berichtet) noch von den Wogen des Meeres ausgefüllt war. Bei der Heimfahrt grüßten Wir im Geist das stille, melancholische Brügge, das hier in der Nähe liegt und das wir tags- zuvor besuchten. Ein kleines Genrebildchen will ich hier noch knapp zeichnen. Im Hintergrund die Ziska-Mühle (anch ein Ausflugsort, wo man ausgezeichneten Kaffee und sehr gute Waffeln erhält). Der Kaffeetisch ist eben tut Garten abserviert. Auf einer frisch gemähten GarrenWiese strecken vier oder fünf kleine Obstbäume ihre mageren Aeste zum Himmel. Zwischen diesen Bäumchen fliegen flatternde weiße Kleider hin und her: die „Brangäne" (Frau Matzenauer) und „Nedda" (Frl. Brunner) der Münchener Hofoper, die „Herodias" (Frau Rohr) des Kölner Stadttheaters und die „Kleopatra" (Frau Bayrhammer) der Kasseler Hofbühne spielen — Kämmerchen vermieten mit einigen anderen Damen der Gesellschaft. Ein lautes Lachen erfüllt die Luft, als ob alle diese „seriösen" Künstlerinnen eben der Schulbank entronnen wären. Inzwischen plündert Wohlmuth die umliegenden Schifferhäuschen nach „Antiquitäten" aus. Dr. Kuhn aber und ich hantieren mit Pinsel und Kohle und vor unseren Farbenkästen ist keine Windmühle sicher.-- Eines schönen Tages sitzen meine Gattin und ich auf einem Dampfer, der uns nach England fährt. Meine Frau Wehrt sich tapfer gegen die Seekrankheit. Kunststück! Neptun ist sehr galant gegen sie: kein Lüftchen regt sich, kein Wölkchen zeigt sich, leine einigermaßen bedrohliche Welle schäumt auf. Doch als wir abends den saftigeit Wiesenduft Englands eiilzusaugen hofften, das Mastengewirr der Themse hinter uns hatten, und die ersten Sterne aufgeblitzt waren, änderte sich das Wetter. Als wir an der Towerbrücke, deren unheimliches Riesendrahtgespinst nur verschwommen im Nebel aufragte, landeten, fing es zu regnen an. Trotzdem fuhren- wir auf den luftigsten Höhen eines „bus" (sprich bäs), tote der Engländer seinen „Omnibus" abkürzt, nach unserm Hotel am Finsbury Square. Am andern Tag beim Erwachen ein entsetzlich schlechtes Wetter! Was sollen wir zuerst beginnen in London? Da sagte meine blonde Lebensgenossin: „Heute wird das n eue Sta d ttheater tu Gie ßeu erö ffnet. Vor allem senden wir ein G l ü ck w u n s ch t e l e g r a m m nach Gießen an den Theaterverein und Steitigoetter." Meine Frau hatte ausnahmsweise recht. Denn wenn das alte Theater auch äußerlich recht primitiv war, ist durch das Zusamntenwirken des Theatervereins und Steingoetters der modernen Literatur ein schönes Betätigungsfeld cingeräumt worden, was man nicht von allen Hoftheatern behaupten kann. Daß Mutzenbecher in Wiesbaden die „Hedda Gäbler" brachte, ist allerdings eine rühmliche Ausnahme. Wir drahteten also Heil und Segen dem lieben Gießen! Dann aber stürzten wir itns in all die Größe Londons. Dieses Riesenleben in der Millionenstadt, diese schweigende, zielbewusste Energie des Verkehrs, diese überragenden Eindrücke, ich erinnere nur an die Nationalgalerie, die Paulskirche, die Westminster Abtey mit ihren Fürsten- und Königsgräbern (auch ein Schauspieler ruht dort: Irvings den ich noch vor acht Jahren in Petersburg sah), der unheimliche Tower, die breitflutende Themse, das Britische! Museum, der Hyde-Park mit seinen eleganten Equipagen, der schöne Menschenschlag (wie einfach kleidet sich die Engländerin gegen die Französin): das alles wird tms unvergeßlich sein! Wir hatten unwillkürlich das Gefühl: das ist ein Volk, das zusammenarbeitet ohne Kleinlichkeit und Engherzigkeit, mit einem Ewigkeits-Willett, ein Volk, das man nur näher kennen lertten muß, um es zu schätzen und zu lieben! Vermischte». * Tie Hundertjahrfeier des Kuverts. Dck gegenwärtig Hundertjahrfeiern Mode sind, werden wir bald eilte sehr interessante, von der man bis jetzt noch nicht gesprochen hat, begehen können: die Hundertjahrfeier des Briefumschlages. Hundert Jahre sind verflossen, seitdem ein Papierfabrikant in Brighton — Brewes hieß er — die Brief- umschläge in ihrer gegenwärtigen Form in den Handel brachte. Tie Briefumschläge sind also, gleich dem Zylinderhut, eine englische Erfindung, Man darf nun aber nicht glauben, daß die neue Erfindung sich sofort dnrchgesetzjj habe; sie brach sich vielmehr nur sehr langsam Bahn und fand auf dem europäischen Festlande erst um 1850 allgemeine Verbreitung. Früher — alte Herrschaften wissen das noch ganz gut — faltete man das nur auf einer Seite beschriebene? Briefpapier recht langsam und sorglich zusammen, verschloß den zwei- oder dreifach gefalteten Brief mit Siegellack oder mit sogenannten Oblaten und setzte die Adresse ans die unbeschrieben gebliebene Blattseite. Wie fern doch das alles zu liegen scheint und war doch noch zu Großvaters Zeitest allgemeiner Brauch! Logogriph. Umwandlung, Werden und Entstehen, Verderben oder Untergchn, Kurz, was auch immer sich ereignet, Man durch ein Wort mit „g" bezeichnet. Wird drin ein „r" zu finden sein, So räumst du's wohl den Damen ein; Und soll ich dir Thalia zeigen, So muß mit „h" es auswärts steigen. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rösselsprungs aus voriger Nummer. Im Hause, wo die Gattin sicher waltet, Da wohnt allein der Friede, den vergebens Im weiten du da draußen suchen magst. Unruh'ge Mißgunst, grimmige Verleumdung, Verhöhnendes, parteiisches Bestreben, Nicht wirken sie aus diesen heil'gen Kreis. Vernunft und Liebe hegen jedes Glück, Und jeden Unfall mildert ihre Hand. Goethe. Redakstsn r W« W t t t k o. — Rotationsdruck und Werlau der BrüLl'schen Universttäts-Buch- und Steindruckerei- R. Lanae, Gießen.