1307 a> g SKT W S ffl Junkeu unter der Asche- Roman von M. Proßnitz (M. Nörenberg). Unbefugter Nachdruck wird gerichtlich verfolgt. (Fortsetzung.) Schlug die Hoffnung, welche sie auf den Kammerherrn setzte, fehl, dann blieb ihr in der Tat nichts anderes übrig, als — Frau Rad ach zu werden, nicht einmal — von — Radach. Aber Velt- lingen zeigte sich bisher ihren Wünschen sehr geneigt. Tas betonte er jetzt auch wieder. „Es würde ihm eine besondere Freude sein, das zu ver- Vntteln, wenn er auch nicht begreife, warum seine hochverehrte Freundin solchen Wert darauf lege." Mit ihrem bezauberndsten Äugenaufschlag hatte Fredine ihm vielsagend entgegnet: „Wenn das arme Herz doch nicht sprechen darf, lieber Baron . . da muß man eben den Verstand walten lassen. Oder glauben Sie, daß ich noch einmal das große Los gewinne? Mein Schneiderwünscht es' sehnlich st!" Veltlingen sah sie an. „Pardon, Gräfin, er wünschte es." Blitzschnell senkte sie die Lider, damit er nicht das triumphierende Aufleuchten ihrer Augen sah. Sie tat, als ob sie seine letzte Aeußerung nicht verstanden. „Ich kann also auf die Erfüllung meines Wunsches rechnen?" fragte sie mit anscheinender Ruhe. „Auf die Erfüllung aller Ihrer Wünsche," entgegnete er feurig, und nach einer Pause setzte er sinnend hinzu: „wpnn ich nur Ihre Vorliebe für den Lichtrat begreifen könnte." Fredine sah argwöhnisch nach der Tür. Raschelte es nicht eben hinter dem Vorhang? Sie horchte noch einen Augenblick, ehe sie mit leisem Lachen meinte, „desto mehr verstehe ich seine Vorliebe für mich zu würdigen." Sie wurde plötzlich ganz ernst. „Lassen wir doch einmal die Maske fallen, lieber Baron. Lediglich in Freundschaften zu schwelgen, hat auf die Tauer doch nur dann Sinn, wenn die — pekuniären Verhältnisse danach sind. Ich liebe cs nun einmal, in der Equipage zu fahren und ein großes Haus zu machen. . . und Radach kann mir das bieten. . ." Veltlingen lachte. „Sie sind von einer köstlichen Offenheit, Gräfin. Also den ürmen Radach gedenken Sie als — Portemonnaie zu heiraten? Was soll dann aus unserer Freundschaft werden?" Sie sah ihn mit fpöttisch zusammengekniffenen Augen an. „Werden?" p Und dann sprang sie plötzlich empor. „Hörten Sie nichts? Eben klappte doch die Tür!" „Bewahre," behauptete Veltlingen mit anscheinender Ruhe, über es war ihm doch ungemütlich zu Sinn. Tas fehlte grade, daß jemand gehorcht hätte. Er stand auf und schob die Portieren zurück. Es war niemand zu sehen, nur lag die Tür lose an- tzelehnt. Der Kümmerherr zog sie zu. Er sah unruhig und erregt aus. Der fatale Gedanke, belauscht zu sein, drängte sich ihm immer wieder auf. Er war froh, als die Uhr endlich fünf schlug. Fredine sah ihn erstaunt an, als er Miene machte, so ungewöhnlich früh zu gehen. Ihr Erstaunen verwandelte sich jedoch in heftigen Schrecken bei seiner Behauptung, ausdrücklich nur auf ein Stündchen eingeladen zu sein. Unruhig ging sie, als Veltlingen fort war, im Zimmer umher. Wenn Radach doch nur erst da wäre. Tie Uhr zeigte schon ein Viertel auf sechs. Er kam doch sonst stets vorder angegebenen Seit; aber es wurde sechs und er kam noch immer nicht. In ihrer Besorgnis schrieb sie ihm endlich einige Zeilen. Förmlich erleichtert icrtmcte sie auf, als sie die Antwort in Händen hatte. Also ein Versehen seines Dieners! Gleichzeitig entschuldigte Radach sein Mchtkommen für die nächsten Tage. Ter Gräfin wpr das ganz recht. Vielleicht konnte sie ihm dann schon die erhoffte Botschaft bringen. . . Es war -cttoa eine Woche später, als sich Veltlingen zur Mittagszeit in vollster Gala bei Fredine melden ließ. Ein Blick in sein strahlendes Gesicht verriet ihr sofort den Grund seines Kommens. Sie beglückwünschte ihn auf das herzlichste. Aufgeregt und ein wenig verlegen küßte Veltlingen ihr die Hand. „Ich habe Sorge," meinte er auf ihren fragenden Blick, „baß ich eine Fehlbitte tue, wenn ich, ankuüpfend an Ihre Aeußerung vom Spazierenfahren, meinen bescheidenen Dank durch die Jucker auszudrückcn wage, die Sie in Veltlingen bewunderten, Gräfin." Fredine überlegte sekundenlang. Tann hob sie mit gut gespielter Trauer den Blick. Ihre Stimme klang weich und eigentümlich verschleiert, ols sie leise erwiderte: „Lieber Freund, das geht wirklich nicht. Ganz abgesehen von den erheblichen 'Unterhaltungskosten, ohne die es nun einmal bei eigner Equipage nicht abgeht, was sollen die Leute denken?" Er zuckte ungeduldig die Achseln. „Erstens ist das gleichgültig, Gräfin, und zweitens werden Sie einem so treuen Freunde doch nicht wegen der Leute diese Bitte abschlagen. Kutscher, Stall und Fourage ist bereits auf ein Jahr gemietet. Und was dann wird — ist wohl Sache des braven Radach, dem Sie übrigens schon heute mitteilen können, was er morgen doch aus dem Kabinett erfährt, die allerhöchste Bewilligung seines Gesuches." „Bester Baron," murmelte Fredine mit einer anscheinend vor Bewegung halb erstickten Stimme, „wie soll ich Ihnen für all Ihre Güte danken?" (Sie hatte offenbar vergessen, daß Veltlingen einen erheblichen Anteil imt seinem Erfolg ihrer Geschicklichkeit zuschieben mußte.) Er bog fein welkes Gesicht ganz nahe zu ihr hin. „Mir?" Sie wandte schweigend den Kopf zur Seite, ein lockendes Lächeln um die schwellenden Lippen. Er sah sie leidenschaftlich an, herrische Bitte in den flackernden Augen. — 458 Da hob sie langsam den gesenkten Blick, immer das gleiche verheißungsvolle Lächeln um den kleinen brennendroten Mund. „Mein Freun. . . Sie hielt inne. „Wer klopft da?" Ihre Jungfer meldete Frau von Fink. Schnell gefaßt eilte die Gräfin ihrem Gast entgegen. „Wie reizend, liebe, gnädige Frau. Ich hatte schon so lange nach Ihrem Besuch ausgesehen. Nun, gute Taten werden auch belohnt," scherzte sie. „Ta kann ich Ihnen gleich.eine frisch gebackene Exzellenz vorführen." Frfau von Fink beglückwünschte Wettlingen lebhaft. Er empfahl sich bald. „Also abgemacht, Exzellenz," rief Fredine ihm nach, als er schon halb zur Tür hinaus war, „auf meiner ersten Spazierfahrt mit den neuen Pferden begleiten Sie mich." Frau von Fink horchte hoch auf, als Fredine von ihrer „Neuerwerbung" sprach. Und als sie nach Hause kam, hielt sie ihrem Gatten einen eindringlichen Vortrag über die Klatschsucht der Menschen, welche die wohlhabende Gräfin Lindstrom zerrütteter Finanzen zu bezichtigen wagten. Aber der Major schüttelte ungläubig den Kopf. „Mir tut die arme Frau von Veltlingen leid." Er d!achte an Sprengers Bemerkungen, die ihm zufällig zu Ohren gekommen waren.--- In ruhigem Gleichmaß verflossen Dagmar unterdessen die Tage. Ihr körperliches Befinden hatte sich längst in hochcr- freulicher Weise gebessert und ihr seelisches Gleichgewicht nahm ebenfalls von Tag zu Tag mehr zu. Daß sic dies zum größten Teil dem ruhigen, würdigen Zuspruch des Geistlichen zu danken hatte, verhehlte sie sich auch keineswegs. In ihrer beschaulichen Ruhe genoß sic mit unbesagbarem Behagen die Stille des Landlebens, dessen Reize sie noch nie in dem Maße zum Bewußtsein gekommen waren. Weniger denn je begriff sie ihren Gatten, der sich freiwillig in die Enge des Hof- und Stadtlebens begab. . Zu derselben Zeit, wo Veltlingen Fredine die Jucker schenkte, saß Dagmar in ihrem Schreibzimmer und las kopfschüttelnd einen Brief von ihrer Freundin, der ihr mit merkwiirdiger Dringlichkeit einen Aufenthalt in der Residenz anriet. Tie Baronin konnte sich schließlich der unheimlichen Empfindung nicht erwehren, die sich ihrer immer mehr bemächtigte, je öfter sie den Brief von Kathi las. „Wenn der Arzt nicht dringend gegen dein Reisen ist, so konnn," lautete der Schluß des sonderbaren Schreibens. Mit einer entschlossenen Bewegung richtete sich Dagmar endlich empor. Es war doch das Einfachste, sich telephonisch mit dem Professor in Verbindung zu setzen. Dessen Entscheidung mußte sie sich j!a doch unterwerfen. Da der nichts gegen die Fahrt einzuwenden hatte, wurden alle Vorbereitungen dazu ge- ttvffen. Am andern Morgen wollte Dagmar reisen. Um noch einmal so recht die ländliche Stille und Ruhe zu genießen, ließ die Baronin sich das Abendessen unter den Linden vor der Haustür servieren. Wie schön es hier war! Behaglich blieb sie sauf ihrem Platz, während der Diener lautlos das Geschirr wcgräumte. Tie Luft war still und warm. Leise zirpten die .Heimchen in den Büschen, piepte ab und zu ein Vögelchen int Traum. Als der Diener ging, rief Dagmar ihm nach, das; Anna zu ihr kommen solle. „Jfawahl, Frau Baronin." Der Mann trat ins Haus. Dagmar sah ihm nach. Es war doch schon recht dunkel. Kaum bis zum Schloß konnte man sehen. Wie große, schwarze Niesen standen die hohen, alten Linden da. Silbern lag das Mvndlicht lauf ihren Kronen, während unten auf den Wegen alles in tiefe, undurchdringliche Finsternis' gehüllt schien. Kein Strahl drang durch das dichte Laub. Sinnend schweiften Dagmars Augen zu dem Teich herüber. Auch er l-ag dunkel und unbeweglich da. Wie jein großer, schwarzer Tintenfleck, dachte sie, unwillkürlich über diese Idee lachens Liangsäm stjeg der Mond endlich scher den Wipfeln der Baums empor. Neugierig spiegelte er fein volles, rundes Antlitz in dem unbewegten Wasser des Teiches, die ganze Umgebung in seine weichm, silberblauen Schleier lMlend. Dag- W Lunch sich gar nicht losreißen von diesem zauberhaften Aw- Llick. Wie wunderschön Las war! Annas Kommen störte sie endlich in ihrem Sinnen. Sie begann ihr einige Anweisungen für die Reise zu geben. Doch schon stach bei: crikit Worten zeigte das Mädchen mit scheuem Gesicht nach dem Teich. Unwillkürlich holgten Dagmars Augen der angegebenen Rich- knstg, stnd Was sch sah, ließ ihr ein leises Grauen den Rücken tzerunterrinnen. Leichte Nebel schienen plötzlich über dem Wasser zu schweben, die Baronin fühlte ganz deutlich ihre feuchte Kühle. Aber das war es nicht, was sie mit solchem immer stärker werdenden Grausen erfüllte. Wie gebannt starrteit sie und das Mädchen auf diesen grauweißen Dunst, aus dem sich deutlicher und immer deutlicher eine weibliche Gestalt abhob, deren weite, schleppende. Gewänder fast den Spiegel des Teiches berührten. Angstvoll hielten die beidcit Frauen den Atem au, während ihre Augen unverwandt auf die sonderbare Erscheinung blickten, die sich plötzlich mit einer leichten Drehung herumwendete. Langsam, ganz langsam schwebte sie dem Schloß zu. Deutlich sahen es die beiden Frauen. Und auf einmal war sie fort. . . Wortlos, wie gelähmt' vor Schreck, stjarrten sie noch immer auf die weitgeöffneten Fenster des Herrenzimmers. War sie dort verschwunden? Anna brach endlich das unheimliche Schweigen. „O 'Gott, Friau Baronin, die graue Frau!" Leise und scheu tönten die Worte zu Dagmar hin. „Das bedeutet ein Unglück, Frau Baronin sollten doch lieber morgen nicht reisen." „Unsinn," verwies Dagmar die Erregte energisch, aber ihr war gar nicht so ruhig zu Mut, wie sie sich den Anschein zu geben suchte, Nannte sie doch nur zu gut die unheilvolle Bedeutung, welche die Leute dem Erscheinen der grünen Frau bei- legten. Matt und abgespannt erwachte die Baronin frühzeitig nach schlecht verbrachter Nacht. Als sie dann aufgestanden war, trug es auch grade nicht zu ihrer Beruhigung bei, daß die Dienstboten alle mit Gesichtern umherliefen, als ob jeden Augenblick ein Unglück hereinbrechen müßte. Mit aller Energie versuchte sie sich die nebelhafte Erscheinung aus dem Sin.n zu schlagen. Es war ein vergebliches Bemühen. Djas unheimliche Gefühl drohenden Unheils blieb . .; Aus der Studentenzeit. Er nnerungen eines a!ten Gießeners. (Schluß.) Auch die edle Frau Musika tat diesen Studien noch in meinem letzten Semester nicht unbedentenden Abtrag. Jherings, durch und durch musikalisch und ent ausgezeichneter Klavierspieler, war der tätige Urheber eines nicht geahnten Aufschwunges der darniederlie- genden musikalischen Verhältnisse Gießens. Er stellte; sich an die Spitze des Konzertvereins und brachte cs da hm, daß Künstler ersten Ranges zu den Konzerten berufen wuröcm führte Kammermusikabende ein und fand dabei nach und^nach die freudige Unterstützung des gebildeten Publikums der «tadt Gießen. , . .. , Ende August sollte das zweite m lttelrheini, che Musikfest in Darmstadt stattfinden. Jhering im Verein mit Prof. Gustav Baur, bem verstorbenen Präsidenten unseres pkad emis che n G es an g v er eins, veranlaßte, daß dieser zu dem Fest eingeladen wurde. ■. , . Schon vorher hatte mich der Veretn mehr in Anfpruch genommen, als meinem Vater lieb war. Ende, des Wintersemesters 1855/56 chatten wir ein Cäcilienfest zum 100jährigen Geburtstage Mozarts veranstaltet, das sich allerdings mehr durch Gemütlichkeit als durch musikalische Leistungen auszeichnete. Bon Mainz waren uns nun nicht lange vorher zwei -sangesichwestern zugegangen, die trotz ihrer Jugend infolge ihrer kräftigen «ttm-; men und hervorragenden musikalischen Begabung bald feste stutzen des Sopran unb'beg Alt geworden waren. So frisch wie tyre Stimmen war auch ihr ganzes Wesen, und es konnte nicht fehlen, daß sie etwas mehr Leben in den weiblichen Teil des Vereins brachten, in welchem bis dahin einige ältere Damen den Ton! anzugeben als ihr Vorrecht in Anspruch genommen Hatten. Allgemeines Vergnügen erregte es, als die SchweWrn uns. verkündeten, daß sie heute auf Mozarts IMjährigem Geburts--, tag ein kleines Brüderchen beLmmen hätten. Diese sympathischen Erscheinungen waren vielleicht mit dch Veranlassung, daß ich. auch im Sommer 1856, mehr wie, es. sonst der Fall gewesen sein würde, an der Tätigkeit des Berems und seinen Veranstaltungen teilnahm. So erinnere ich mich eines sehr schönen Ausflugs der Vereins im Sommer 1856 auf die Badenüurg, von welchem wir erst in der Morgeudämmerung zurüa-, kehrten. — Und nun kam die Kunde, daß wir an dem bevorstehenden! Musikfest in Darmstadt teilnehmen sollten. Es handelte sich vornehmlich um die Aufführung des Handlichen! Messias. Da gatt es zu üben und zu Wen, 'wenn, wirj bei dieser mch Ehren bestehen sollten. , , Tüotz 'väterlicher Einwendungen und ttotz der Nahe der vorstehenden Fakultätsprüsung zog ich denn auch mit unseren? Verein Ende August gelt Darmstadt und habe dort so herrliche Eindrücke empfangen, daß ich sie um alle Examina der Welt in ineiner Erinnerung nicht missen möchte. Wir waren Wer hundert, der NlchmMe Teil^eM MUWtM — 459 — Vermischtes. * Wichtige Ratschläge zur Verlängerung des Lebens. Man kann ohne geringe Muhe eine Reihe von Vorschriften beobachten, die in ihrer Gesanitwirkung wobl aeeiauet sind, zur Verlängerung des Lebens beizu-, tragen^was^ja bekanntlich der'sehnlichste ffmisch bielev Menschen ist. Ein Arzt, der unermüdlich mit Schrift und Wort dafür eintritt, daß sich die Menschen Muhe geben sollen, in naturgemäßer Weise ihr Leben zu verringern, ist Dr. Weber in London, der es selbst zu dem hohen Alter von über 80 Jahren gebracht hat, und sich. "och heitte einer beneidenswerten körperlichen und geistigen FrMfi erfrent. Die Grundsätze, die er dabei ver,olgt, entnehmen wir der „Zeitschrift für Physikalische »nd Diätetische rapie" wobei wir gleichzeitig erwähnen, daß die Gesamts ausführungen in Buchform bei Kruger u. Co-, Leidig, er^ itfiienen sind. Weber tritt dafür em. 1- Alle ^rgane uno, Wnebe des Körners in voller Kraft zu erhalten durch tag- ttcke Bewegung im Freien, unterstützt durch Atmuugs-und avmnastische Uebuiigen. - 2. Mäßigkeit zu halten Mi Essen, Trinfptt und alleii körperlichen Genusseil. — 3. Für reich- lick>e reine Luft im Hauch zu sorgen und sich täglich solange als möglich in freier Lust aufzuhälten. - 4. Die Wider, bmudskrait des Körpers gegen Krankheiten möglichst zu Wtm und die Neigung zu erblichen Krankheiten zu bekämpfen. — 5, Früh zu Bett M gehen und früh! aufzu- beschlagen; bei Deuter hatte ich durch gute Arbeiten im Zwtl- prozeßpraktikmn des letzten Semesters einen Stein im Brett. Nur Jhertng, für den ich am meisten gelernt und in dessen Fach ich am meisten zu wissen glaubte, legte meine Schwäche in den Pandekten durch 'verflixte Kteuz- und Querfragen schonungslos bloß und machte-mit klar, daß mein Wissen eitel Stückwerk sei. Er sah Mir wohl meine Verlegenheit an, denn zum Schlüsse machte er nut mir einen Scherz, der mir das beruhigende Gefühl gab, daß er mich doch nicht durchfallen lassen werde. Wir sollten nämlich am Schlüsse noch eine Pandektenstelle interpretieren. Zunächst wurde mir das Corpus juris in die Hand gegeben und Jhertng sagte: „Nun, Herr Kandidat, schlagen Sie einmal auf lex sp und so viel." Ich schlug ans. „Haben Sie es?. Nun lesen SieVerblüfft las ich die Worte „et etiam". Du Professoren lächelten, Ihering klappte das Buch zu, und die Herren zogen sich zur Beratung zurück. Tann verkündeten sie nur, daß ich im Schriftlichen drei, im Mündlichen vier, Gesamtnote drei Ich war über die schlechte Note. un Mündlichen dvch et- ftouitt, nicht aber weil ich deren Richtigkeit bezweifelt hatte, sondern weil meine beiden Leidensgenossen, die nach meiner Meinung und auch nach derjenigen der Korona ledenfnus nicht besser geantwortet hatte wie ich, einen glatten dreier erhielt und auf ihr Gramen sogar die Doktorwürde erhielten. Doch ich war froh, daß ich überhaupt bestanden hatte und meine Freunde trieben mir üblicher Weise den Cylinder —. ich hatte vorsorglich einen alten meines Vaters auf — geradeso gründlich ein und ließen es sich bei meinem Examenssaßchen geradeso gut schmecken. So War ich denn nun Philister geworden, als ob. ich gleich den beiden anderen einen Treier erhalten hatte. Ich verließ die Lndovieiana dankersüllten Herzens^ ’-e-ie hatte mir mehr gewährt jals ein genügendes Examen: neuen vielen frohen Stunden einen freien Blick für das Ganze, die Zuneigung, einiger lieben Freunde, einen regen Sinn für das als gut und recht Erkannte und das Bewußtsein, daß ich eine gewonnene lieber, zeugung niemals verleugnen würde. Bessere Gaben kann die Alma mater ihren Lindern nicht gewähren. Gaben, die für das ganze Leben ihren Wert bepalten und die sie stets aufs neue ans diejenigen ihrer Junger auSige. schüttet, die sich lischt genügen lassen an dem Einsammeln dep für den späteren Beruf notwendigen Kenntnisse und nicht bte Hauptsache in vorübergehenden Genüssen finden, sondern, höheren Gewinn für ihr Leben erstreben. . . Mir ist die Freude zuteil geworden, dies an meinen Lohnen und vielen jungen Freunden zu erleben, welche, in den fangen Fassten meines Gießener Aufenthalts an nur vorubergezogen sind. Ich habe auch gefunden, daß für jenes streßen die Teilnahme an einer der verschiedenen Korporationen, wie sie das studentische Leben von jeher erzeugt httt, nur von Nutzen lern kann, sofern die damit verbundenen Aeußerlichkeiten nicht zur Hauptfache weiden Ich wenigstens verdanke meuter Buriwenschaft vieles und habe daher nie aufgehört, ihr meine rege Teilnahme entgegen. °U^r®a6 viele gleich mir in Liebe und Dankbarkeit der Zeit gedenken, in welcher sie der Lndovieiana angehorten, das beeisen die Tausende, die jetzt zu deren Jubiläum aus allen Teilen Deutschlands! umd weiterher zusaminenstromen. ^hnen allen gilt Ser Gruß, mit dem ich die vorstehenden Erinnerungen mW meuter, Studentenzeit beschließe. 5VV- »er Leiter des musikalischen Teiles des Festes, Musikdirektor ' Mangold war mit uns sehr zufrieden. Wir bildeteii^auch einen stattlichen und nicht den schlechtesten Teil der 700 Langer und O"Obwohl" der jüngst verstorbene Stockhausen in der Probe erklärte, wegen Heiserkeit nicht singen zu können (in Wirklichkeit fühlte er alsbald, daß seine Stimme den kolossalen Raum des alten Darmstädter Zeughauses nicht ausfullte), und als Notbehelf ein Mannheimer Opernsänger, für ihn einsprang, war doch die Ausführung des Mos las mustergültig, Als der Hallelujachor rerthingen war, verlangte die gesamte Zuhörerschaft dessen Wiederholung, und hörte stehend den Chor nochmals an, um dann in einen begeisterten Jubel auszubrechen. Wer. sehnliches einmal miterlebt hat, kann es nie vergessen! Em derartiges Erlebnis bringt auch die Teilnehmer naher. Wir Gießener fühlten uns solidariscy, ast gehörten wir einer Familie an. Es leben noch einige Gießener Damen, die das Fest mitgemacht Haven und die mir das bestätigen.werden. Das zweite Konzert brachte bei einem Orchester von 150 Mitwirkenden, meist Künstlern, eine herrliche Wiedergabe der C-Moll -Symphonie von Beethoven in einer Vollendung, wie ich sie nie wieder gehört habe., Bei dem Balle in her vereinigten Gesellschaft harten toit Gießener einen besonderen kleinen Saal inne, in dem es gemütlicher herging als in dem überfüllten Tanzsaal. Es wurde ideal gewesen fein, wenn mir nicht nebenher die Obhut von fünf Cousinen und Quasicousinen aiwertraut .gewesen wäre. Diese mußte ich laber schon frühzeitig Heimbringen, während wir Gießener bis zum Morgengrauen zusammen blieben. «... ~ , . Am dritten Tage vormittags gab uns d« Ltadt Tarmstadt etn Waldfest auf 'der Ludwigshöhe, an welchem Tausende teilnahmen, und das von dein schönsten Weiter begünstigt wurde. Man lagerte in zwangslosen Gruppen weit hin in dem herrlichen Buchenwalde, den die Weisen eines' tüchtigen Munkkorp- durchrauschten. Wein und Bier flößen in Strömen, die melancholischen Volkslieder ertönten, die bekanntlich die Deutschen mit Vorliebe singen, wenn sie -am fröhlichsten gesinnt sind. Plötzlich rief jemand: „Wo ist Baut, der Gießener Professor? Er muß eine Rede halten." Und „Baut, Baur", pflanzte sich der Ruf durch den Wald fort. Es dauerte nicht lange, so wurde er aus enter entfernten Gruppe im Triumph auf den Schultern einiger kräftiger Sangesbrüder herbeigeschleppt und auf der Rednerbuhne niedergestellt. Und in den wenigen Augenblicken, tue ihm der nicht sehr ernstliche Protest gegen diese Vergewaltigung gewährte, disponierte er und hielt dann eine Rede, formvollendet, voll Witz und Humor und dichterischem Schwung auf die ^atm- ftäbter Frauen, die brausenden Beifall fand und die zu den Besten gehörte, was ich in diesem Genre ui meinem langen Leben gehört habe. Wir Gießener hatten alle Veranlassung, stolz auf unseren Führer zu sein. . „ . Das Fest schloß mit einem großartigen Feuerwerk un ©arten des „Chausseehauses", desgleichen ich noch nie geschaut. Mit dem letzten sinkenden Stern, mit der Plötzlich ent- tretenben Ruhe der Dunkelheit nach all dieser Feuerpracht begleitendem Lärm wurde ich mir bewußt, daß es mit der Herrlichkeit der Studentenzeit vorüber sei, und zmn erstenmal nahm das bevorstehende Examen den Charakter eines drohenden Unheils an. Ich würde den Rückweg wahrscheinlich in sehr melancholischer Stimmung angetreten haben, wenn mir nicht em freundliches Geschick die jüngere meiner Mainzer «angesschwestern in den Weg geführt hätte, die im Menschengewühl von ihren Angehörigen getrennt worden war und die ich nun nach der. aus der entgegengesetzten Seite Darmstadts gelegenen Wohnung ihrer Verwandten geleiten durste. Sie verscheuchte mit ihrem leo- hasten Geplauder die finsteren Geister und ließ mich bedauern, daß ihre Wohnung nicht noch weiter abgelegen war. Ich ließ inich 'noch einige Tage von einer Frank,urtev Quasieousine ( so nenne ich die Eousinen. meiner, wirklichen; Cousinen) fesseln, die mit großer Liebenswürdigkeit eine ausgezeichnete Ausbildung int Gesänge und Klavierspiel verband, nut der ich alle Bethvvenschen und einige Mozarische Symphomen vierhändig durcharbeitete und die niir alle Bethovenschen und Schubertschen Lieder Vvrsang, welche ich zu hören wünschte und begleiten konnte. , , . Dann meldete ich mich eines Tages ziemlich kleinlaut bet meinem gestrengen Vater als wiederangekommen. Er wetterte gehörig über meinen Leichtsinn, wunderte sich über meine Kvck- eit, ins Examen gehen zu wollen, und pwphezeihte mir als sicher, daß ich durchsallen werde. .. So schlimm ist es nun allerdings nicht geworden. Aber ich war mit meinen Professoren einverstanden, daß ich mehr hatte wissen können. Ich wurde exmatrikuliert. Meine Abgangszeugnisse waren gut, nur das Heidelberger zeigte einen klemm So stieg ich Kenn eines Tags ut Frack und Cylinder nach filtern zu meinem Erstaunen ziemlich guten schriftlichen nu,, mündliche Examen. Kanzler, Birnbaum ervffnete den Reigen. Bei ihm brauchte ich nicht vwl zu sagen,,, er,^sor^ dm Beimbi wvrtunü feiner Fragen mit bet grÜTiblid)cit Oclcljii j # .di.e 'er Ur mir. vernrißie;bei WasserscAeben Mr. M zremlM.g. t — 460 — Men und die Stunden des Schlafes ästf 6 Vis 7, höchstens Bz zu beschränken: — 6. Die Haut in gesundem Zustand zu erhalten durch tägliche Bäder und Abwaschungen. — 7. Die geistigen Fähigkeiten durch regelmäßige Beschäftigung zu starken. — Weiter empfiehlt er 8. Erziehung des Gemütes zur Teilnahme, Freudigkeit, Gemütsruhe und hoffnungsvoller Lebensanschauung. 9. Erweckung des Pflichtgefühls rn allen Verhältnissen des Lebens und eines starken'Willens, welcher den Menschen zwingt, die Leidenschaften zu bekämpfen, das Rechte zu tun und Schädlichkeiten, wie Al- Mol, zu vermeiden. — Diese Vorschriften sind nicht schwer. Wrr wünschen, daß es recht viele unter unseren Lesern geben möge, die einmal wenigstens einen Versuche machten, sie zu befolgen. ^."I^ichkeit der Tuberkulose. Während man Z'uher die Ansicht hatte, daß die tuberkulösen Keime schon vor der Geburt auf das Kind übergehen könnten, so daß im wahrsten Sinne von einer Vererbung der Tuberkulose die Rede sein mußte und sonnt die Kinder Tuberkulöser, früher oder später, dem Untergang geweiht wären, finden ivir jetzt inehr und mehr die gegenteinge Anschauung vertreten. Auf Grund von Unterstichungen $ar Md Eind hat Bossi nach seinen Ausführungen im „Archiv für Gynaekologie" einwandssrei festgestellt, daß der Ueber- gang des Keimes der Tuberkulose oder der Koch'sche Bazilluss pou den Eltern auf das ungeborene Kind int allgemeinen bei der Wenschlichen Gattung fast niemals vorkommt. Indes können die von tuberkulösen Muttern geborenen Kinder sehr wohl von dem N^uloftn Gifte ergriffen sein, welches' sich in der Plazenta, Mutterkuchen) anhauft und von da auf das Kind vergehen kann? Diese ttiberkulweu Gute bestehen wahrscheinlichausden Stoffwechsel- prvdukten der Tuberkelbazttlen und verursachet: bei dem Ueberaanqe puf das ungeborene Kind jenen Zustand zurückgebliebener Entwicke- lung und,organische Schwäche, welche eine Aufnahme der Mn- steckungskermein den ersten Lebensmonaten begünstigt. Ter erste also, Kampf gegen die Tuberkulose zu beginnen hat, ist der Geburtshelfer, denn er ist imstande, schon zu einer Beit dagegen vorzugehen, wo die Anlage dazu verringert und die Ge- i5vr nrrt allen lenen Mitteln beseitigt loerden kann, welche die ärztliche Prophylaxe und Hygiene vorfchreibt. Wir betonen noch- £n Mv für sich, sondern eine Yv"£. .vwse Kpapkheit leichter empfängliche Veranlagung vererb- •VlU, l|l. * Eine beachtenswerte Hausinschrift aus den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts findet sich ^an^dem Giebel eines Bauernhauses im Osnabrückschen. „Erbaut" ohn' Bier und Branntewein, Soll dieses Haus ein Zeugnis sein, Daß Mauermann und Zimmermann Auch ohne Branntwein bauen kann." Daß heute diese hausbackene Wahrheit mehr und mehr Von unseren Handwerkern erkannt wird, beweist u. a. die große Zahl derselben, die sich dem Guttemplerorden nach einer Statistik votk Dr. med. Schönenberger angeschlossen Sprachecke des Allgemeinen Dcutscheu Sprachvereins. Fort und weg. Zu den Mitteln feinerer stilistischer Unterscheidung rechnet man neuerdings auch die verschiedene Verwendung von fort und weg. Danach gebraucht man „fort" nur zur Bezeichnung eines Hergangs, der eine Fortsetzung, eine Förderung in sich schließt, entsprechend der Verwandtschaft des Wortes mit „vor, vorn, vorwärts"; wogegen man „weg" anwendet, wo man eine vollständige Beseitigung, ein gänzliches Verschwinden ausdrücken will, oder wo wenigstens gerade darauf das Hauptgewicht gelegt werden soll. Was „weg" ist, ist „aus dem Wege" geräumt. Es war ja auch schon bisher gar nicht üblich, „weg" in dem Sinne der Fortsetzung aufzufassen, wohl aber wird umgekehrt das „fort" jetzt von vielen auch zur Bezeichnung des Verschwindens, Aufhörens yerangezogen, also mit „weg" gleichgestellt. Dessen sollte man sich jedoch enthalten. „Bitte fahren Sie fort" wird der Vorsitzer einer Volksvertretung dem durch Zwischenrufe gestörten Redner zurufen; wenn dieser aber zu lange spricht, kann es leicht vorkommen, daß infolge übermäßiger' Ausdehnung der Sitzung ein Eisenbahnzug dem nach Hause strebenden Abgeordneten gerade vor der Nase wegfährt. Der Bahnhofvorsteher wird rhm dann, wobei . er die Sache nur vom Standpunkte Ves ganzen Betriebes würdigt,'bedauernd erklären: „Der Zug ist schon fort", d. h. er fährt weiter seinen Gang, er ist befördert, was aber dem säumigen Reifenden herzlich' gleich- gultrg ist. Für rhn ist der Zug eben „weg". Er ist für rhn rn „Wegfall" gekommen. Man meide also besser auch das Wort „fortfallen" und sage z. B. „dies'fällt künftig weg".- Ost wird es ja zweifelhaft sein können, was richtiger sei: es kommt eben auf die jeweilige Auffassung des Sprechenden oder Schreibenden an. Folgende weitere Beispiele mögen den Unterschied noch klarmachen: Ein Unternehmen wird fortgeführt, ein Gefangener weggeführt; in einer Zeitung wird die Besprechung einer Tagessrage oder ein Roman fortgesetzt, die Stühle im Saale werden weggefetzt (gleich hinausgesetzt); man läßt sich in der Leidenschaft fortreißen, in dem Maße, daß man seinem Gegner einen Gegenstand' aus den Händen wegreißt. Es hat jemand im Geschäft sein gutes Fortkommen, obwohl ihm aus der Ladenkasse ab und zu etwas wegkommt. Endlich noch das Beispiel: die Depesche ist längst fort, d. h. zur Beförderung auf dem Telegraphenamt aufgegeben; aber: die Depesche ist weg, ö. h. das die Drahtung enthaltende Schriftstück ist verschwunden, z. B. verlegt. Eine Erörterung hierüber findet man in dem Buche von Th. Matthias „Sprachleben und Sprachschäden" (3. Aufl. S. 30), und auch auf S. 15 und 52 der empfehlenswerten Schrift: „Zur Schärfung des Sprach- gefiihls. 200 fehlerhafte Sätze mit Verbesserungen und sprachlichen Bemerkungen." Von Hermann Dünger. — 3. Aufl. 1907, Verlag des Allstem- Deutschen Sprachvereins. Preis 1,60 Mk. (Brüns.). Gruß an meine alma mater Ludoviciana. Singweise: „Rattensänger." Nagende Burgen int Abendstrahl, Fruchtschwcre Felder int weiten Tal, Schimmernder Lahnstrom, erlenumsäumt, Wo wir der Jugend Tratnn eiitst gelrätmtl, Wo wir gesuugett, gelacht und gescherzt, Wo wir die Lore aut Tore geherzt. Trauliches Städtchen, wälderumkräitzt, Ins vierte Jahrhtmdert dein Ruhin nun erglänzt: „Dir, Gießen, btt alte Musenstadt, Ein vivat, crescat, floreat!“ Der Burschenehre, dem freien Wort Warst btt stets Heimat und sichrer Hort. Mit Waffenklirren unb srohem Sang Zogen wir Burschen Straßen entlang: Manchmal zum Hörsaal, öfter zum Bier, Häufig zum Fechten, oft atich zu „ihr", Gut jebem Mädel, treu unserm Band, Trett rmserem Fürsten, deut Vaterland. „Hoch, alma mater, du blickest zurück Auf dreihundert Jahre in jubelndem Glück." Blühe und wachse in ferneste Zeit, Bleibe der Freiheit der Forschung geweiht! Wo Liebig, tuo Dietz einstens lehrte und sprach, Sei sür ewige Zeiten ein Aräopag Ter Wahrheit, der Tretie, der Freiheit, des Rechts, Der Wohlfahrt, des Glückes, des Menschengeschlechts! Ruhmvoll, wie deine Vergangenheit war, Sei deine Zukttnft für immerdar! „Ludoviciana, des Hessenlands Zier, Dankbare Söhne huldigen dir." H. V. W e i d i g, Newark, N.-J. Gießen, S.-S. 1880 bis W.-S. 1882. Gestorben 27. Juni 1906. Scherz-Charade. Wenn Hinz und Kunz auch kein Talent besitzen, Die Kraft der beiden Ersten ausztmützen, So spürten sie doch lebhaft das Verlangen Des Oeftern gute Bissen ztl empfangen. Sie spielten uteist den Kranken, ächzten kläglich Unb speisten selbst beim Gutsherrn gratis täglich. Da gab es jüngst bas Zweite, ein Gericht, Ganz nahrhast ztvar, boch schmeckt es ihnett nicht. Sie woltteu's in bes Gtttsherrn Stiefel schütten, Da war's bei dem mit bet’ Geduld am Dritten. Er rief voll Wut: „Ihr Lumpen seid baZ Ganze! Hinaus! Euch bring' ich aus den Schwtmg mit Glanze!" Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Numnierr Wer will, verinag. Rcbaltiott: P. W it tko. — Rotationsdruck unb Verlag ber Brühl 'scheu Universitäts-Buch- unb Steiabruckcrei, R. Laitge, Gießen.