1906 Strmslüg den 28 JfiJ; W gl!j] m Sfei W» JÜll ll 'j U« Ich, W«WM Mittellose Mädchen. Roinan von H. E h r Hard t. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Sie hat vor kaum einer Stunde eine Depesche bekommen, eine Todesnachricht von einem Bruder, da ist sie Hals über Kopf weg." Sie hatte nun glücklich ihr Taschentuch gefunden und wischte ein paar heuchlerische Tränen von ihren Wimpern. „Also deshalb — das arme Ding!" dachte Trautendorf, ohne eine Miene seines Gesichtes zu verändern. Fran von Brockhaus' Worte waren ihm nun ganz klar, unheimlich klar war auch ihm, daß diese Todesnachricht zu rechter Zeit gekommen war. Mit hochmütiger Fassung sprach er ein: „Ach, wie bedauerlich! Meine Empfehlungen den Herrschaften,' unter diesen Umständen möchte ich keinesfalls |töT6n.// Dann schritt er straff aufgerichtet die Treppe hinab. Tie kleine Zofe, deren Tränen schnell getrocknet waren, sah ihm kopfschüttelnd nach. Tas war nun schon der zweite heut, der im Helm angerückt ivar und zuerst nach Fräulein Meridies gefragt hatte. Was das zu bedeuten hatte, wußte das gewitzigte Mädchen ganz genau. Sie wunderte sich nur, was eigentlich ent diesem kindischen, blonden Ding so unwiderstehlich war, daß die Männer sich alle so um sie hatten, trotzdem sie keinen roten Heller besaß. Nach einer Viertelstunde hatte sie Gelegenheit, noch einmal den schwarzen Kopf zu schütteln, denn da brachte ein Laufbursche, der sehr erhitzt und sichtlich schuldbewußt aussah, einen Strauß für Fräulein Meridies, der von der „Gnädigen" mit einem: „Machen Sie damit, was Sie wollen, Betty", zurückgewiesen wurde und demgemäß in dem kleinen Mansardenstübchen der Zofe duftete und verwelkte. 14, Als Fritz Trautendorf auf die Straße trat, ivaudte sich sein Blick fast mechanisch nach deut Ziffernblatt der Tnrm- uhr und ein unendlich bitterer Zug lagerte sich um seinen hübschen Mund unter dem flotten schwarzen Bärtchen. Die Uhr zeigte acht Minuten nach ein Uhr. Und diese wenigen Minuten schienen ihm wie lange Jahre voll Schmerz und Enttäuschung, die in ihrer Schwere fein Haupt gebeugt hatten. Also betrogen! Betrogen gerade da, wo er zum ersten Male fein ganzes Herz gegeben hatte. Er, dessen Glück bei beit Frauen ein förmlich sprichwörtliches war, dem Jede sich freudig in die Arme geworfen hätte. Neben feinem Schmerz um Suses Verlust bäumte sich auch noch die Eitelkeit empor und streute ihr ätzendes Gift, in die blutende Wunde. Eine maßlose Aufregung ^Herrschte ihn und trieb ihn vorwärts. Um etwaigen Bekannten auszuweichen, verließ er das Innere der Stobt und nahm den Weg in der Richtung nach dem Stadtteiß der Industrie und des Proletariats. Es begann seinsprühend zu regnen. Ter Märzwintz wehte eisig. Er ging immer weiter. An hohen Mietskasernen vorüber, ans deren kahlen, schmutzigen Fenstern die Armut grinste, ans deren .Kellerwohnungen Grünzeugladen und! Destillen ihre ekelhaften Gerüche den Passanten entgegen-! hauchten. Verwahrloste Kinder, die im Rinnstein nach irgend welchen Schätzen suchten, starrten ihn offenen Mundes an, ein kleiner Knirps, rotgefroren nnd zerlumpt, zog die schmierige, mottenzerfressene .Krimmermütze. Der junge Offizier dankte mechanisch. Tie anderen Kinder kicherten wie über einen guten Witz. Hin und wieder tat sich zwischen den hohen Häusern' ein weiter Fabrikhof auf, ziegelrote Gebäude lagen ver- räuchert und mißfarben unter dem grauen Regenhimmel. Innen fauchten und zischten die Dampfmaschinen, klapperten die Webestuhle, pochten die Hämmer. Aus den hohen Schloten wälzten sich schwarze Rauchwolken, die Lust verfinsternd und verpestend. Arbeiter in blauer Bluse begegneten dem ruhelos Weiterwandernden, rückten widerwillig, aber doch mit dem ihrem Blute eingeimpften Respekt vor der Uniform, die Mütze, Fabrikmädchen, blasse, müde Geschöpfe! mit frechem, frühreifem Gesichtsansdruck, blickten dem hübschen, düster dreinschanenden Offizier ungeniert nach, stießen sich mit dem Ellenbogen und tauschten flüsternde Vermutungen. Was der hier in der Vorstadt wollte? 1 Das wußte Trautendorf selbst nicht, er folgte dem instinktiven Drange, dem auch das Tier folgt, das sich mit seiner Todeswunde in den verstecktesten Winkel schleppt. Auch in ihm starb ja etwas, in ihm wand sich die verratene Liebe im Todeskampf. Nicht einen Augenblick kam ihm zunächst der Gedanke, daß Suse vielleicht gar nicht so schuldig war, als cs ihm schien. Er vergaß der vielen Beweise ihrer Liebe, die sie ihm in ihrer kindlichen Impulsivität so offenkundig gegeben, und in denen er einen ganz besonderen Reiz ihres Wesens gefunden hatte, er dachte nur an Fran von Brockhans' Worte, daß er ihr ein willkommener Teckmantel für ihr sündiges Verhältnis zu dem „Vetter" gewesen. Frauen handeln in solchen Fällen anders; sie werden nicht nur lausend Entschuldigungen und stichhaltige Gründe für ein sie verletzendes Verhalten des geliebten Mannes finden, sie suchen auch in der Vergangenheit nach jedem Wort, jedem Blick, jeder Zärtlichkeit, die ihnen Liebe und Treue bewiesen, und schöpfen daraus Trost und Hoffnung, und das alte Vertrauen. Melleicht verurteilt der Mann deshalb so rasch, weil er das Leben genauer kennt, weil er in Schmutz und Tiefen desselben gesehen hat, ja vielleicht hinabgestiegen ist, an denen der Kleidersaum einer reinen' Frau nicht einmal vorüberstreifen sollte. Und Suse, seine kleine, kinderhafte Suse hatte den Saum ihres weißen Gewandes so häßlich befleckt. 242 „Tas dachte ich allerdings nicht — dann ist es ja ;ier Hpß sip La «vti Ul oieiem k)-aii rann oas nrcyr fcyaoen. Also Offen frei Wenn nirfnÄ S.Ärden Weg hert gegen Offenheit, ich. machte mich heute früh, eben), jrei. „4verm Du nichts dagegen lach betitelte ick Dick, ick >Me -Dn. ttltr PiHP Kr> frhXvoy im CSiofnt «inf itcy«;4ltY.n'i „Sprich!" Tie Blicke der beiden Männer kreuzten sich in jähem Verstehen. ... „ „Was hast Tn mir von meiner — von Fräulein Mc- Jn seinem | ridies zu sagen?" fragte Trautendorf, da der Offizier ver- ' und kam zu ihm herüber. Seine Stimme war , . seinen Augen stand ein empörtes Aufflammen. Plötzlich ging ein Zucken durch seinen schlanken, sehnigen Körper und mit einem stöhnenden Laut schlilg er beide Hände vors Gesicht, Leutnant Bittner- war ausgestandeu. „Na nu, Fritz!" mahnte er, und der Erregung des an-- deren gegenüber wirkte seist Phlegma fast komisch, „nur nicht gleich den Kopf verlieren. Sie hat Dich also doch, wenn mich nicht alles trügt, heut, etrenlos verlassen. Ra, fahre nur nicht gleich wieder auf, setz' Tich hierher und hör' mir ruhig zu. Ich werd' vielleicht etwas ausführlich sein, aber in diesem Fall kann das nicht schaden. Also Osfen- man deutlich das hohe Organ der Sekretärswitwe, die mit ihrem Jungen zankte, weil seine beschmutzten Stiefel die frischgescheuerte Küche nicht respektiert hatten, dazwischen! das trotzige Gemurmel einer Knabenstimme, fern ries eine Kuckucksuhr die fünfte Nachmittagsstunde. „Tn hattest ein Anliegen an mich?" brach Trauteudorf dhs peinliche Schweigen, nachdem er sich gleich Bittner eme Zigarette entzündet hatte, und machte Miene, sich dem Freunde gegenüber zu setzen. „Ein Anliegen? Das weniger. Ich wollte Dir nur etwas erzählen. Ich sah Dich vor vier Stunden ungefähr ans Hauptmann von Brockhaus Tür treten — so — wie ich Dich jetzt noch traf — im Helm. Nimm mir's nicht übel, wenn ich vielleicht indiskret bin, aber Tu kamst mir sehr erregt vor. Du bemerktest mich nicht einmal, respektive Tu sähest nicht in die Droschke, in der ich dicht an Dir vorbeifuhr." Er stäubte die Äsche seiner Zigarette in eine flache Altsilberschale auf dem Tische vor sich und zögerte, sich besinnend, wie er das, was er sagen wollte, am passendsten in Worte kleiden könnte. Endlich fuhr er langsam> schwerwiegend fort: „Ich hatte Fräulein Meridies gerade auf den Bahnhof begleitet." frei. „Wenn Tu nichts dagegen hast, begleite ich Dich, ich kam soeben von Dir, ich habe etwas mit Dir zu besprechen." ,, -Kotzes Grubenunglück ui Oberschlesieu. In der Kieo- pyaogrnbe durch Explosion stickiger Gase ein Bergbau- beflissener, zwei Steiger und fünf Bergleute getötet, ein höherer Bergbeamter, der zur Untersuchung eingefahren Ivar, om.'vCre Jergleute mehr oder weniger schwer verletzt. Tie Leicheu smd noch nicht geborgen." Der Bergbaubeflissene hieß Franz Meridies. Ihr zoruDer! ' wrailtendors maß den gleichmütig neben ihm Um- tel/renben mit einem mißtrauischen Empfinde,!, das er rasch verwarf. Wie sollte auch die Mgelegenheit, welche der mnif .W öu besprechen hatte, gerade Suse ^/ridies betreffen? Gleichgiltige Worte wechselnd, legten „Np^in^e ^lrecke bls zu Trantendorfs Wohnung zurück, aber sm merkten beide, daß ihre Gleichgiltigkeit erzwilugen war. Üben in dem dämmerigen Zimmer drückte Bittner /«St- r'I e.n’ei* und beobachtete schweigend das finstere Gesicht biw Freundes. dessen erste Frage an den Burschen gewesen, ob keine Briefe gekommen seien, und der jetzt unrnlua ab und zu ging, den Wasfeurock mit der Litewka Es war ein einziges kurzes Wort, aber es verriet so viel von dem Inneren des Sprechenden, daß Bittner wie in Bestätigung einer Mutmaßung vor sich hinnickte und nun sichtlich freier weiter sprach: „Ja, ich! Und damit wir wissen, wie wir miteinander stehen und ob es Dir von Wert ist, meine heutigen Erlebnisse zu hören, so laß mich als Freund zuerst eine Frage au Dich richten. Tu liebst sie, Fritz?" Trautendorfs Gesicht war auffallend blaß in der trostlos grauen Beleuchtung des Regentages. Er hatte sich nicht gesetzt, sondern lehnte an dem schmalen hohen Gewehr-- schrank in der Nähe des Fensters. „Ich babe mich gestern ans dem Balle mit ihr verlobt", sagte er kurz, wie mit Anstrengung. Nun wars der Jüngere, der sich verfärbte. Ein leichter cp ~Cab. „Ach laß mich, ich muß nach habe, ich will — na zum Kuckuck, ich will eben . „.Kannst Tu haben, alter Freund!" Der rotblonde Offi- Ww Tu, nur eine Stunde früher im Helm auf, um Fräulein Meridies zu fragen, ob sie meine Frau werden wolle." „Du auch?!" Trautendorf hob den in die Hände gestützten Kopf, aus- richtiges Erstaunen in dem gebräunten, hübschen Gesicht. Sein Rivale lächelte etwas verlegen. „Nun ja, ich auch. Du hast Dich in letzter Zeit ja blutwenig um mich gekümmert, Fritz, da kouutest Du schließlich nicht verlangen, daß ich Dir mein Vertrauen schenkte. Vielleicht wirst Du es seltsam finden, daß ich den Mut zu meiner Werbung hatte — so blind bin ich dock- gewesen, daß ich Deine Courmacherei nicht bemerkte — aber, nimm's nicht übel — Tu hast doch schon vielen Damen toll den Hof gemacht und leine geheiratet — und Fräulein Meridies war immer so lieb und freundlich und Ein Erschauern rann ihm über den Körper. Sie hatte getanzt, wahrend der Bruder im tiefen Schacht der Erde einen schrecklichen Bergmannstod erlitt. Wie furchtbar erschütternd mochte das aus ihr junges Gemüt gewirkt haben. Tas zärtliche Beschützergefühl für sie rapg sich gewaltsam- in ihm empor. In seinen Zorn mischte sich die Weichheit mitfühlenden Schmerzes. Wie mochte dem sonnigen glückstrahlenden Geschöpf, das ihm gestern -nbelnd am Halse gehangen, heute zu Mut sein, da diese unerwartete Trauerbotschaft sie ans dem erborgten Glanz ihres hiesigen Lebens so plötzlich in die Armseligkeit 'yrcr Existenz zuruckfchleuderte? . Auf einmal kam ihm, da er zu ruhigerer Ueberlegung Pehr’nnfip"h’nfi tu E': banke, eine Hoffnung. Lag es nicht I Milli wars ver hungere, ver jiaj versarvre. kin-tp ü'ir u.!> bnk paar aufklärende | Kampf matte sich in seinen unschönen Zügen. hatte? Sie hatten sich doch „Tuö buchte'ich «lteidiiigö ° ' mm ihm °k,Lut brefer Nacht, und wollte sie die Tänschi- I unnötig, daß ich weiter rede - “ s m S g^ennbcE fortsuhrcn, so würde sie das Ereignis ~ ~ bes Balles docg nicht stillschweigend aus der Welt schaffen. ,. , Es ritz ihn förmlich empor. Er zahlte und ging. Eine fieberhafte Unruhe beflügelte seine Schritte. I., stinr„u WeiGswchte es wie schüchternes, zagendes Hoffen, daß I legen schwieg, E.-f Gehörte nur em Mißverständnis gewesen sei, daß heiser, in sei Suse ihm geschrieben haben nnb alles sich aufklären würde ' ' Kurz vor seinem Hause rannte er an eiiker Straßenecke fast gegen den langen Bittner, der ebenso in Gedanken Vertieft wie er, nur ruhigerer Gangart des Weges kam. ^'0 brennt's denn?" meinte dieser in seiner phlegmatischen Art und hielt den Kameraden arr beiden! Firmen fest. Seine Gedanken drehten sich in peinigender Selbstqual i vertauschte und nach Zigaretten luLte Nm> löschend.""' MefC,t Punkt, jedes andere Empfinden aus- sich dem. vaunAos Mitzenden . Erst als eilte körperliche Schwäche ihn plötzlich fast« "Itein, b es se r?ü ch t" ?st' j a 'n och m p aeimg tainneln lreß, erinnerte er sich, daß er nöch so gut wie ^ut. Sie könnet? aeNu MülL" Ö ä' etlWS ^nießen .nutzte, sollte Die beiden Männer waren allein. Einen Moment ten ihm jetzt physische Uebelteit. Aufatmend trat er in das erste Restaurant, das ihm vertrauenerweckend erschien. Er sah sich nicht getäuscht. Es war ein gemütliches, sauberes Lokal mit einigen wenigen Besuchern, die dem behäbigen Burgerstaude angehörten und ihrer Leibesfülle wegen der schädlichen Mittagssiesta durch einen Skat auswichen. Der durch die Uniform zu fieberhafter Eile angestachelte Kellner bediente ihn gut und geräuschlos. Die (Stifte tat seinen erregten Nerven wohl. Tas schmackhaft zubereitete Essen verzehrte er mit wirklichem Hunger. Dann bestellte er sjch noch em Glas „Münchener" und griff nach den Zeitungen, Neber Kellner dienstbeflissen gebracht hatte. Er las oberflächlich mit häufig abschweifeiiden Gedaiiken, bis ihm in einer gesperrt gedruckten Depesche der Name Meridies aussiel. — 243 kameradschaftlich zu wir — da dachte ich — es ,olL rw gleich fein, selbst wenn sie Dich nur nimmt, weil ihr der Sperling in der tz>and lieber ist als die Taube auf dem T«che — Mer ich schweife zu w-eit ab, lassen >vir das ruhen. ,, . (Fortsetzung folgt.) Entwickelt den MärchsnsimU Frühlinq und Sommer sind dem.Elternhause tüchtige Helfer im Erziehen. Sie schaffen draußen im Freien unbegrenzte Möglichkeiten zum selbsterst'nnrncn Spiel, und das Spiel ist des Kindes felbstgewaUter und klügster Erzieher, weil es cm freies and gesteigertes Entfalten der Mäste bedeutet. Die Jahreszeit der kurzen Tage verändert diesem Erzieher das Feld; sie kann es ihm nicht ganz draussen im Freien u ehmen, aber sic legt doch den häuslichen Erziehern größere Verpflichtungen zum leitenden Eingreifen aus. Wie viele Menschen aber mögen es sein, die den Sinn dieser Pflichten richtig erfassen? Wie viele denken wohl daran, das; man gut zum Ziele koinmt, wenn man den sommerlichen Erziehungserlrag unmittelbar ausnutzt. Der Sommer bringt das Kind, das Stadtkind namentlich, nabe an die Natur heran, an die Natur von Feld, Wald, Berg, Baum, Strauch, Halm, Stein, Saud, Getier, an soviel ungezählte Formen und Farben der Natur in allen Größen und Mischungen. Die Welt des Kindes hat sich erweitert, bereichert; kindliche Romantik hat das Neugelernte, Neuersahrene naiv gedeutet unb geordnet. Das ist der Schatz, den das Kind mit in den Winter hin ein nimmt, ein Piund, mit dem der Erzieher arbeiten kann. Arbeiten sollte, wie ein kluger Rechner, aber so selten bewußt zu arbeiten versteht! Denn was das Kind da aus dem Sommer, an sinnlichen Natureindrücken als Gewinn seiner Seele mitgebracht hat, das sind die Elemente unserS deutschen Märchenschatzes, Wo. im .Volke der Rätursin» lebendig ist, da lebt die Luft am Märchen, lebt das Märchen selbst. Mit geschärftem Natursinn aber tritt daS Kind in den Winter ein. lind der Winter wiederum ist die Zeit der Bilderbücher, die Zeit des Lesens, des Erzählens, und für so viele Eltern die Zeit der Ratlosigkeit, wie sie den geistigen Hunger ihrer Kinder am besten stillen sollen. Sie stehen selbst dem reichen Angebot des erzieherisch geprüften guten Huchstoffs für die Kindheit ost noch verzagt gegenüber. Aber da fänden sie sie nun ein hilfreiches Mittel, ihrer Verlegenheit zu entrinnen, wenn sie die Bücher vor allem ans ihren Naturgehalt hin wählen würden. Deshalb eben, weil diese Forderung, Natur- gehalt zu geben, sich dort am ursprünglichsten erfüllt, ist es gait, das; sie immer wieder zum alterprobten Märchenbuch greifen, wenn sie nicht ein und aus wissen und gar die Geduld verlieren. Und wir brauchen die Wirkungen unserer alten lieben Märchen heute in Wintertagen mehr denn je, weil die theater- kapitalistische Betriebsamkeit in frivolster Weise die Märckieuueig- nng des weihnachtlich gestimmten Menschen ausbeutet und alljährlich ungezählten Scharen von Kindern mit ost geradezu barbarischen Greneltaten den Märchensinn verwirrt und verdirbt. Zwei Stunden lang wird ein falscher flitternder Prunk den Kinder- augcn vvrübergeführt, und vom gesunden, einfachen, uaturdnstig- geheimnisvolleu Herzenswohllaut des echten Märchens ist kaum ein Hauch nnsgesangen. Versuche, die Märchen-Aufführungen aus eilte bessere Bahn zu bringen, sind im Werke, aber es itrirb Zeit brauchen, bis sie der geschäftlichen Spekulation das Feld abgewinnen. Also besteht die Notwendigkeit, auch mit noch anderen Mitteln Gegenwehr zu üben. Ein gutes Mittel wäre etwa die Einführung von Märchenabenden in großen weihnachtlich gezierten Sälen. Dem kindlichen Gemüt entgegenkommende Erzählung, durch Lichtbilder ergänzt, durch das gesungene Weihnachtslied in seiner Traulichkeit gesteigert, das könnte, von geschicktem Erziehersiun vorbereitet, günstige Wirkungen erzeugen. Ludwig Richter, Moritz Schwind, Otto Spechter, Hans Thoma, Heinrich Vogeler haben vvrgesorgt, dem kindlichen Auge Märchenkunst im Bilde zu bieten. Märchen ku n st! Denn darauf kommt es an, das, was dem kindlichen Geiste geboten wird, aus künstlerischem Quell zu schöpfen, llud, wo solche Mnrchenabeube nicht zu schaffen sind, da gibt es andere Mittel, das kindliche Märchenbegehren zu befriedigen. Das Geld, das der Besuch einer dieser greulichen sogenannten MärchenvorstellungeN kostet, ist tausendmalbesser angelegt in einem der Märchenbücher von Grimm, Mchstein, Wider- fen, die, sämtlich mit gutem Bildsckmuck versehen, wohlfeil, zu erstehen sind, oder auch in einer Reihe Von Märckmbilderbogen, wie sie sich in den Reihen der Stück für Stück nur zehn Pfennig kostenden Münchner Bilderbogen finden. Mögen die Eltern Überall begreifen, daß eine Kulturförderung in dem Mahnruf steckt: Entwickelt den Märchensinn! Wie sag' ich's meittem Dienstmädchen? Neber dieses Heikle Thema spricht sich eine erfahrene Haus-- frau in der praktischen Wochenschrift „Fürs Haus" wie folgt aus: Es ist für gebildete Frauen furchtbar schwer, die jungen Mädchen auf ihre groben Verstöße aufmerksam zu machen; man fühlt, wie peinlich solcke Zurechtiveistingen empfunden werden und schiebt dieselben von Tag zu Tag hinaus. Natürlich wird die Sache dadurch immer schlimmer, denn unsere Geduld nimmt gewöhnlich bei einer ost ganz geringen Veranlassung ein Ende, und wir weisen das Dienstmädchen in dieser Stimmung gereizter zurecht, als es sonst geschieht. Die Gescholtene erwidert nun ebenfalls gereizt, „sie hätte doch bis heute cs nicht anders gemacht, sie Mine aus einmal nichts mehr recht machen zn können" nsw. Ist man aber auf diesem Standpunkt augelangt, so dauert es gewöhnlich nur noch kurze Zeit, bis die Katastrophe, der Bruch, eintritt. Durch 'Schaden wird man klug. Ich habe mir ein kleines Büchlein angeschafft und in dasselbe alle, auch die drastischsten Verstöße, die ich schon erleben mußte, notiert. Es heißt z. B.: Das Mädchen hat morgens sauber gewaschen und frisiert, das Zimmer zu betreten. Das Waschen an der Wasserleitung (sehr beliebt) ist untersagt. Beim Bringen des. Frühstücks ist oer Morgengruß zn bieten, beim Aufträgen des Mittagessens guter Appetit zu wünschen, vor dem Znbettegehen i)t gute Nacht zu sagen. Für alle' erhaltenen Speisen, ebenso siir alle außergewöhnlichen Hilfeleistungen ist zu danken. Zu in Servieren, Bettenmachen unb Besuchempfangen sind weiße Schurzen nötig, sonst farbige. Ehe man etwas anher dem Hause Holt, überhaupt bie Wohnung verläßt, hat man es zn nielbeit. Klatschereien im Hause oder über bie letzte Herrickait machen keinen günstigen Eindruck. Bei allen Auskünften unb Antworten bleibe man strenge bei ber Wahrheit. Es, ist schöner, etneit großen Fehler, einen Wchenunfäll aufrichtig zu gestehen, als eine falsche Ausrede oder dumme Beschönigung zu gebrauchen. Pünktlichkeit ist eine Hauptsache. Auf alle Anordnungen und Ansprachen seitens der Herrschaft ist Antwort zu geben; man soll nicht sitzen bleiben, wenn man augeiprocken wird. Besuche empfängt man folgendermaßen nsw. , Dieses Anstandsbüchlein übergebe ick einem nemuitrelenden Dienstmädchen mit den Worten: Ich bin zwar überzeugt, dast Sie die in diesem Heft enthaltenen Regeln bereits wissen und befolgen, lesen Sie jedoch noch einmal alles durch, damit 'sie nichts davon vergessen oder zu sagen brauchen: das habe ich nicht gewußt. Auf diese Weise erspare ich dem lungeu Dmg ;edes beschämende Gefühl und bringe ihr doch das Wünschenswerte bei. VesmiMLe». M D i e preußischen Millionäre. Rach der kürzlich erschienenen Statistik der preußischen ErgäuzimgZsteuer-Ber- anlagung für bie Jahre 1905/07 ist Wiesbaden diejenige preußische Stadt, welche verhältnismäßig bie, meiste n Millionäre in ihren Mauern beherbergt. Aus je 10000 Einwohner kommen dort 20,7 Millionäre. Ebenfalls relativ viele Millionäre wohnen in Frankfurt a. M., 17,9 ans 10 000 Einwohner, Charlottenburg 17,8 unb Bonn 12,3. 5 bis 10 Millionäre unter je 10000 ihrer Einwohner zählen bie Städte Düsseldorf (8,1), Aachen (7.2), Berlin (6,7), Elberfeld (6,1), Köln (5,9), Potsdam (5,4) unb Hana u (51). Alle übrigen selbständigen Stadtkreise können nur weniger als 5 Millionäre unter 10000 ihrer Einwohner aus- weisen; Königshütte, Kattowitz, Schweidnitz, Oppeln und Insterburg besitzen überhaupt keine so seltene Menschen. Absolut genommen ist bie Zahl der Millionäre in Berlin (1308) natürlich am größten; es folgen Frankfurt a. M. nut 584, Charlottenburg mit 381, Köln mit 255, Wiesbaben nut 208 Düsseldorf mit 193, Breslau mit 161, Magdeburg unb Hannover mit je 107, Bonn mit 101 unb Aachen mit 100 Millionären. Die übrigen Stadtkreise haben weniger, mS 100 Millionäre ausznmeisen, einige zählen, wie schon gesagt, überhaupt keine. In den selbständigen preußischen Stadtkreisen wohnen 5510 Millionäre, während ans dem Lands 1899 gezählt tumben. »Der Bräutigam im Käfig. Daß es den amerila- uitcheu Männersitteu selbst in den gebildeten Ständen maiich- mal nicht an einer gewissen, dem Europäer iinverstanblichen Brutalität fehlt, davon legt ein Vorgang Zeugnis ach ber sich, wie man uns aus Newyork berichtet, vor wenigen-vagen in New-Carlisle im Staate Ohio ereignete. Dort hatte sich ein gewisser Mr. A. M. Snyder mit einer Miß Emma Gribbling ans Cincinnati verheiratet, ohne fernen Klub- genossen — er gehörte einem Juiiggeselleuklub an -- davon Mitteilung zu machen. Als sie davon hörten, bcsichwsfen lie, sich zu rächen unb sie führten diese Absicht aus eine zwar originelle, aber recht rohe Weise aus. Sie mieteten etneit großen Tierkäsig, luden ihn auf einen zweispämugen Wagen und fuhren damit vor das Kontur des armen, ahtutttgslofen Mr. Snyder, Trotz seines heftigsten Widerstandes über- wältigten sie ihn und trugen ihn in den Käsig hinein, an deni grosse Pappschilder angebracht waren, ans denen zu lesen stand, dass er für ungebührliches Benehmen bestraft werde. Der Käsig war von innen erleuchtet, und so fuhren sie den Unglücklichen durch alle Straßen der Stadt, während andere Klubnütglicder ihn zu beiden Seiten begleiteten und dabei mit allerlei Musikinstrumenten einen infernalischen Lärm verübten, der natürlich fnicht verfehlte, eine dichte Menge von Zuschauern herbeizulochen. * D i e Küchen der Fürsten und der amerikaN. Krösusse bergen große Reichtümer. Namentlich trifft dies für den englischen, russischen, spanischen und persischen Hof zu. Die Küche deS englischen Königshauses in Windsor enthält fast für 40 000 Ml. Kupfergeräte und für 146 000 Mk. Silber- und silber- beplaltete Gerate. Schon Georg III. gab 200 000 Mk. sür Ein- richtungsgegenstände aus, die meist mt§ Eichenholz sind und sehr im Werte gestiegen sind. Weit kostbarer aber ist die Küche des Zaren. Bald nach seiner Thronbesteigung gab Kaiser Nikolaus I. 1600 000 Mk. für die Umgestaltung und Einrichtung der .Küchen im Winterpalast in Petersburg aus. Alle Geräte siiid aus gediegenem Silber; darunter bcsinden sich vierzig Schmorpfannen, von denen jede einen Wert von 800 Mk. besitzt. Die Gewürzkästchen sind aus massivem Gold, und das kaiserliche Wappen ist daraus eingeschniue». Die Kochherde und Bratöfen sind mit Silber eingefaßt. Die Kosten für den Umbau der Küchen betrugen 600 000 Mk., da durchweg reiner, schwarzer Marmor zur Verwendung gelangte. Zu der Ausstattung der Küche gehören dreitausend Silberlössel und ein goldener Bralrost, ivelcher schon unter Katharina II. gebraucht worden sein soll. Der Küchenchef bezieht ein jährliches Gehalt von 160 000 Mk., seine sechs Nnterköche haben Gehälter von 20 000 bis 80 000 Mk. Insgesamt belaufen sich die jährlichen Küchenkosten deS Zaren aus 2 400 000 Mk. Die teuerste Küche nach dieser hat der spanische Ho>. Die Kochgeräte haben dort allein einen Wert von 300 000 Alk. Die wertvollste Küche der Welt besitzt jedoch der Schah voll Pclsien in Teheran. Sogar die Kochtöpfe sind mit Gold überzogen, und die an der Tafel' des Herrschers gebralichten Teller und Schüsseln sind aus echtem Gold und mit (Sbetfteincn besitzt. Man schätzt ben Wert der gesamten Küche>reinrichtnng aus mehr als 20 000 000 Mk. Neben diesen fürstlichen Küchen kommen an Kostbarkeit höchstens noch die der anlerilanischen Milliardäre in Betracht. Die Einrichtung der Baiiderbiltschen Küche in Ncw- Borf soll 2 000000 Alk. gekostet haben, fast die Halste dieser Summe lst sur Kochherde und Kochgeräte ausgegebe.il ivordcu. Diese 33er- {a)iDei:biiitg ivird indessen von John ?lshburr;, einem kalisornischen Aliillnnilliouär, noch übertroffen, Ashbury baute sich einen prächtigen Wohnsitz in der Nähe von Philadelphia, und gab sür Küche und Keller allein 6 000 000 Alk. aus. - Studentenfutter oder Sludenlenkonfekt heißt be- tannüich die Mischung von Mandeln »iid Rosinen. Ter Ausdruck ist cnisiallend, weit jene Näscherei, die gewöhnlich am Schlüsse voii Gastinählern gereicht ivird, in dem eigentlichen Studentenleben, wenigstens in dem heutigen, scheinbar gär keine Rolle spielt. Erich Schmidt hat in einer Abhandlung in der Zeitschrist für Bolks- innde zur Erklärung dieser Bezeichnung Stellen angeführt, unter anderem an? Zedlers Universallcxilon vom Jahre 1744 die Stelle: vStudentenlonfelt ivcrden Alandeli! und Rosinen genannt, iveil von solchen die Geivüptzkrämer sonderlich guten Abgang haben." Zur Begründung dieses guten illbsatzes iveist nun im ne>iesten, 'oebe>> erschienenen Host der Zeitschrift für Deutsche Wortforschung I. Etosch auf das Lied aus Goethes Diivan (Schenkenbuch 14) nm, m dein irische - andeln al? Mittel gegen den Katzenjammer genannt werden: Schenke: Welch ein Zustand, Herr, so späte — Schleichst du heut aus deiner Kammer: Perser nennens Bidamag Luden, Deutsche sage»: Katzenjammer. Dichter: Laß miet) jetzt, geliebter Knabe! Mir will nicht die Welt gefallen, Nicht der Schein, der Duft der Rose, Nicht, der Sang der Nachtigallen. Schenke: Eben das will ich behandeln. Und ich denk, es soll mir klecken; Hier, genieß hie frischen Mandeln, Und der Wein wird wieder schmecken usw. -lls Stosch von diesem Gedicht zu Freunden sprach, wurde ihm erzählt, daß noch heute in manchen Zecherkreisen dem Genüsse von Ilandelu eine günstige Wirkung zugeschrieben werde, aber mct)t gegen den Katzenjammer, sondern gegen den Rausch. Daher sollen ut manchen Studentenverbindungen den Füchsen Mandeln Kommers mitgegeben werden. Auch in Brants „Narrenschiff" tiscl t der Wirt den Schlemmern Atandeln auf. Die Rosinen sind wohl nur ^hmzugkingt, um die trockenen Atandeln genießbarer zu machen, So werden auch bei Brant die Mandeln zusammen mit Feigen gegeßen. Daher laßt sich wohl begreifen, warum Mandeln und Rosinen schon tun die Mitte des 18. Jahrhunderts bei den Studenten so großen Absatz fanden, daß sie deshalb Studenten, futter oder Stiidentenkonsekt geimnnt wurden. Und noch ein zweites durfte sich erklären, weshalb nämlich dieses sogenannte Sludentenfutter bei Gastereien oft den Nachtisch bildet: die Mandeln sollten rirsprimglich den Rausch vertreiben, den sich in arobianischen Zeiten die Gäste bei Tische zu holen vflegten. Mit dieser Erklärung des oft gebräuchlichen Nachtisches dürste Stofch das Richtige getroffen haben. Literarisches. — Illustrierte Geschichte der Deutscheu Literatur von Pros. Dr. A. Sälzer. 18. und 19. Lieferung. Boll- standrg in etwa 25 Lieferungen ä, 1 Mk. Allgemeine Verlags- Gesellschaft in. b. Sq. in München. — In diesen Lieferungen führt uns der pivrscher in die wichtige 7. Literaturperiode ein. Diese Emlesiungen zu den einzelnen Hauptabschnitten gehören zu den besonderen Vorzügen des Salzerschen Werkes; sie sind klar, übersichtlich, geistreich, und mitunter neu und original in der Anf- fnjsung. Wie Salzer hier die Ensivicklung der deutschen Rc- uasilance-Dichtung darstellt und wie er ihrem Grüiider, dem Schlesier Märtin Opitz, unter wägender Verteilung von Licht und Schatten gerecht wird, zeigt, wie er den gewaltigen Stoff be- herrscht und ihn lebendig zu gestalten weiß. Daß er die Historie und Kulturgeschichte mehr in den Rahmen seiner Betrachtungen gezogen hat, als das gemeinhin geschieht, kommt der Arbeit wohl zugute. Illustrativ reiht sich dieses Werk den besten Darstellungen der Literatur, die wir besitzen, ebenbürtig an; cs entspricht hier den höchsten Anforderungen, die an die moderne Bibliographie gestellt lverden können. Die zahlreichen Reproduktionen der wichtigsten Schriftdenkmäler sind mit peinlicher Genauigkeit ansgeführt. Einzelne der ganz- und doppelseitigen Tafelbilder, z. B. eine Doppelseite aus der kostbaren Liederhandschrift der Kgl. Bibliothek zu Berlin, können an Neberein- stimmung mit deni Original und an Farbenpracht kaum noch überboten sverden. Die Initialen am Anfang eines jeden Kapitels sind nach berühmten Originalen geschnitten; erhalten wir doch, dadurch ein Bild der mittelalterlichen mönchischen Kunstausbildnng. Nehmen wir alles in allem, so findeil wir in dem Werke eine große Fülle des Anregenden und Belehrenden, so daß wir seinem Fortgänge mit wachsendem Interesse entgegensehen. Kunst. — Albrecht Dürer. Bon Dr. Rudolf Wustmami, („Aus Natur- und Geisteswelt". Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens 97. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. (VI. u. 100 'S.) Oktav. Geb. 1.25 Mk. — Dieses Büchlein ist keine Biographie. Vielmehr will der (Verfasser, unterstützt durch eine Reihe Abbildungen, eine knappe, zusammenfafseude Erzählung von Dürers Schaffen geben. Zu diesem Zweck gruppiert er' die Werke deS Meisters nach bestimmten Gesichtspunkteil, sucht sie dem ästhetischen Empfinden des Beschauers nahe zu bringen und aus Dürers künstlerischer Entwickelung zu erklären. . So werden dessen Selbst- und Angehörigenbildnisse, die Zeichnungen zur Apokalypse, die Darstellungen von Mann und Weib, des Marienlebens, die Stiftungsgemälde, die Radierungen von Rittertum, Trauer und Heiligkeit sowie die wichtigsten Werke aus der Zeit der Reife behandelt. Auch 'Dürers literarische Arbeiten sind in die Darstellung einbezogen. Wer in das seelische und künstlerische Vermögen des Meisters einzudringen wünscht, der wird in diesem Büchlein einen trefflichen Führer finden. Giiterrätsel. In die Felder neben« stehender Figur sind die Buchstaben aa.aa.ccd deeeeeeeoeggi iiilllmmmmnnn unnrgsssttvv derart einzutragen, daß die senkrechten und wagerechten Reihen gleichlautend Folgendes ergeben: 1. Amerikanischen Staatsmann. 2. Sagenhafte Königin. 3. Geschiehtzum Wohleder Allgemeinheit. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bexirbilds in voriger Nummer: Der Fuchs steckt unmittelbar über dem liegenden Jungen, die Schnauze nach oben gestreckt, der buschige Schweif bis zum Spaten links unten reichend. Redakuon: Ernst Heß. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniverstlätZ-Buch- und Eteindruckerei, R. Lange, Dießen.