BBS K Jew Wahren, Edlen, Schönen. Ein Großstadtroman von Fedor v. Zobeltitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Er drückte kräftig die Rechte Priestaps, der fast ein wenig verlegen war. Der stürmische Jubel, mit dem Nina ihn begrüßt hatte, klang noch in seinem Herzen nach. Mein Gott, war das denn möglich I Sie freute sich, da sie ihn wiedersah — und freute sich sichtlich aufrichtig, mit glücklichem Lachen rind einem frohen Ausdruck im Auge: sie trog nicht. Nein, das war kein Komüdienspiel. Noch jetzt lag eine warme Räte auf ihren Wangen, und da Priestap zu ihr hinüberschaute, wandte sie den Blick ab. Da stieg auch in ihm eine wohlige Freude auf. Ersah: sie war das brave Mädchen geblieben. Die Jacke war nichts Köstliches und der Hut trug keine Pariser Marke; weder BrillantboutonS noch glitzernde Ringe; die Handschuhe schlecht gewaschen, das Kleid ein billiges Fähnchen. Priestap war seelenssroh; es ging wie junger Frühling durch fein Herz. Er erwiderte warm den Händedruck Imhoffs. Frau Laura nötigte nach vorn; sie hatte zu ihrem Entsetzen bemerkt, daß auch noch der volle Mülleimer in einer Ecke stand. Auf die Reinlichkeit der Liesegang war niemals Verlaß. „Also nun endlich die DroschkeI" rief Imhoff. „Herr von Priestap, es liegt in unserem Plane, auf einem Viersitzer den Grünewald zu erstreben. Also eine echte Berliner Landpartie. In Hubertusstock oder in Onkel Toms Hütte oder ivo es uns paßt, halten wir und schlagen unsere Zelte auf. Meine Frau hat bereits einen sogenannten Jreßkober zusammengepackt; es gibt in der Hauptsache hart gesottene Eier. Wir tragen uns mit der Hoffnung, daß Sie die Einladung, uns zu begleiten, nicht ablehnen werden." „Ach nein, Herr von Priestap I" sagte Nina und schlug die Hände zusammen. „Sie müssen mitkommen — bitte, bitte, bitte!" Harrr; verneigte sich. „Aber gewiß und gern," antwortete er. „Nur ... ich wollte es eigentlich umgekehrt machen; ich ivollte Sie gehorsamst bitten, mich zu begleiten. Ich habe meine Wagen unten." Nina stand schon am Fenster. „O Gott," rief sie, „eine offene Equipage mit Kutscher und Diener in grün und gold! Die Equipage grau ausgepolstert, es ist eine Pracht! Und das da vorn, Herr von Priestap, was ist das für ein Wagen? Er hat nur zwei Räder und sieht schunklig aus, und hinten fitzt ein kleiner Junge mit wenigstens zweihundert runden Knöpfchen an seiner Samtjacke l O Gott! ..." Imhoff und seine Frau standen nun gleichfalls am Fenster Md luaten hinab. „Es ist ein Gig," sagte Imhoff, „und hinten drßf sitzt der Groom." „Es ist ein gewöhnlicher Dogcart," bemerkte Priestap. „Wenn Sie nichts dawider haben, würde ich mir erlauben, Fräulein Nina zu fahren, und ich dachte, Sie, Herr Imhoff und Frau Gemahlin und Madame Liesegang würden in dem Landauer Platz nehmen —' „Die Liesegang auch?" fragte Frau Laura, ganz geblendet von der Schönheit des Landauers. „Herr von Priestap, Sie sind von großer Liebenswürdigkeit, aber ich weiß nicht — die Liesegang — Claudius, sollen wir die Liesegang mitnehmen? Sie ist nicht gerade gesellschaftsfähig, Herr von Priestap." „Rufe die Liesegang", entschied Imhoff. „Es spricht hier nicht das Gesellschaftliche mit, sondern das Herz des, Barons . . ." Das schöne Wort ivar noch nicht gefallen, da hatte Nina bereits die Küche gestürmt und schrie: „Liesegang, mach' Dich fertig, Fafner, ’S>u sollst rnitkommen! Zieh' Dein Seidenes an und stecke den Riß mit Nadeln zu, darüber das große Tuch, das karrierte; kannst meinen Winterhut aufsetzen, der steht Dir — r. her, ich will Dir helfen. . . Liesegang, Tu fährst in einem Landauer in den Grünewald, und ich in einer Dogkarre, hinten mit einem Broom. Wer uns begegnet, hält uns für etwas Gräfliches; ich wollte, Tora Held sähe uns oder dis Stiegler, die platzen vor Neid. Lresegang, ich bitte Dich, beeile Dich! Wasch' Dir nicht erst die Hände, ziehe, die ' Handschuh' drüber und behalte sre an. Ich hol' meinen Hut; Du mußt ihn nur seststecken — wenn der Wind in die Federn fährt, plustert die eine Seite sich manchmal auf Die Liesegang ivar so konsterniert, daß sie gar nicht sprach. Aber als sie die Ehrung begriffen hatte, die man ihr erweisen wollte, scheuchte sie wie ein großes schwarzes Huhn von dannen, das Serdene überzuwersen und sich fein zu machen. In den Grünewald — und in einem Landauer! Es dämmerte ein Stück Jugend in der Men auf, das lag weit zurück. Sie war so verwirrt, daß sie alles verkehrt machte. Sie fuhr mit dem rechten Fuß in den linken Schuh, und die zitternden Hände wollten die Kleiderhaken nicht finden. Aber da kam Nina und half ihr und putzte sie schön heraus . . . Es gab für Imhoff nur Eines noch zu bedenken. Priestap! und Nina vornweg in dem Dogcart, das konnte ausfällig werden. Doch Frau Laura tröstete ihn. „Laß' doch die Kinder!" sagte sie. Da reckte sich Imhoff. Das Wort „die Kinder" tat ihm Sr wohl- Es zauberte ihm eine glänzende Zukunft vor. gen. „Mein Schwiegersohn, der Baron von Priestap^ sprach er in Gedanken zu sich, ohne daß die Lippen sich bewegten. Wer laut sagte er und kopfnickend: „Du hag 122 recht, Laura: lassen wir die Kinder. Warum sollen sie sich Nicht amüsieren!? . . ." Nun war alles so weit. Der Diener stand am Schlage des Landauers. Frau Laura stieg zuerst ein: in der Man- tille mit dem Jettbesatz, stark rauschend und sich behaglich blähend auf den grauseidenen Polstern. Dann kam die Liesegang im Schwarzseidenen und in dem karrierten Umhang, den Nina geschickt drapiert hatte, um Lückenhaftes zu verdecken. Imhoff niusterte die Me mißtrauisch. Ter Hut schwankte ihrem Kopfe, und die Handschuhe hatten leere, eigentiinuich zusammengewirbelte Fingerspitzen; das Schwarzseidene knisterte verdächtig. Die Liesegang war keine adlige Begleitung; aber man konnte annehmen, sie sei eine verarmte Tante, vielleicht eine Stiftsdame aus ganz gutem Kaufe: die haben zuweilen etwas Verwunderliches. Imhoff nahm auf dem Rücksitz Platz, schaute auf sich herab und freute sich, dag er gut aussah. Seit einiger Zeit ließ er sich den Schnurrbart stehen; der paßte aber nicht recht in sein Gesicht. Er trug ihn nun schräg gestutzt Inte der Große Kurfürst; das gab der Physiognomie Eigenart. „Sitzen die Kinder schon?" fragte er seine Frau. Ja, die saßen. Nina mußte sich sesthalten; sie fand das Wägelchen sehr wacklig. Wer dennoch war sie selig. Ihr Gesicht glänzte, und im Uebermaß ihrer Freude berührte ihr Arm warm und kosend den Priestaps. Sie war dem jungen Manne so dankbar. Sie wollte auch recht nett zu ihm fein. Nun ging es flott durch den Tiergarten. Nina reckte sich stolz. Sie fand das ungeheuer chic, diese Fahrt im Dogcart (sie sprach immer nur die erste Silbe aus und ließ die zweite leicht fallen, weil sie sich über den Ausdruck nicht so recht sicher war). Pricstap kutschierte, die weiße Leine straff in der Hand, und hinten saß Pfiff, der Groom, mit übereinandergeschlagenen Armen, wie es sich gehörte, und regungslosen Zügen. Ter Rappe in der Scherendeichsel warf die schlanken Beine und kokettierte nut dem hübschen Kopf, ließ die Kandare im Gebig klirren und streute Schaumflocken umher. Hinterher kam der Landauer. Frau Laura, gio acht, daß dir der Hochmut nicht allzusehr in den Kopf steigt! Getviß ist die Mantille mit dem Jettbehang noch tadellos und paßt zu der Eleganz des Wagens; aber du legst doch den Kopf ein wenig zu stolz in den Nacken, Frau Laura, und zu sehr spiegelt sich in deinen Zügen der Triumph über den Sieg der Vornehmheit wieder. Schau' Claudius an, der spielt den Eleganten, als sei ihm das ziveite Natur. Ms fahre er täglich mit grüngoldenen La- kaien spazieren, so lehnt er in den Polstern, etwas blasiert, im Mund die erloschene Zigarette, mit blinzelndem Auge, gleichwie gelangweilt, die Menge musternd — ein sehr fen: mn: man könnte glauben, ein kaiserlicher Staatsrat v.,.1 der russischen Botschaft. Etwas Russisches hat auch Frau Liesegang an sich. Fremdartig nimmt sie sich aus, mit dem karrierten Schultertuch und mit Ninas vorjährigem Federhut, der bald auf die rechte Kopshälfte rutscht, sich bald zum linken Ohre hinabneigt: sie könnte einem uralten Staropengeschlechte angehören und vielleicht eine Fürstin Kropotkin fein, die nach einem langen Lebeil in asiatischem Luxus Nichts mehr auf das Aeußere gibt . . . Hollah... da biegt eine Droschke um die Ecke, und dav scharfe Auge Tante Lauras entdeckt Bekannte. „Clciu- ^us — Giesecke!ii,nb Held!" ruft sie, „in einer Droschke zweiter Klasse!" . . . Claudius lächelt verächtlich, mit einem lafsigepi Zug vornehmer Weltmüdigkeit um den Mund, und gewaltiger bläht Laura sich auf. Nun gleicht sie tvirklich einem großen Puthahn, und die roten Anemonen auf ihrem Hur scheinen sich zu strecken wie des Tieres schwellender Kamm. Nur die Fürstin Krapotkin bleibt gleichgiltig wie zuvor, als habe sie, die alles genossen, keinen Sinn mehr ftir das Leben von heute . . . Vorn grüßt Ninck freundlich, wenn auch mit unverkennbarem Siegesjubel im Antlitz, UnP P^st'stcist senkt die Peitsche. Starres Erstaunen liegt auf Gieseckes feistem Gesicht, und aus deii Flammenaugen ?or.a lodert heller Neid. Tante Laura neigt mit Wurde den Kopf, und Imhoff schlenkert mit dem abgezogenen Handschuh eine kurzen Gruß nach der Droschke hin- % '"®te ssticht!" jubelt Laura. „Er auch", sagte Claudius gleichmütig. — 7,0 <3ct, es war eine Triumph fahrt für die Imhoffs, denn auch der Zufall wollte ihnen wohl. Es war ein herrlicher Sommertag unb halb Berlin auf ben Beinen. Aus dem Kur für, len dämm fuhr Herr von Keepen vorüber. Da trafen sie auch auf den und jenen Kollegen; Arigo Rafaäli wandelte träumerisch durch die Menge; inmitten des Menschengewühls vor dem Eingang zu einer Ausstellung stand der Zeilen-Kuappe und hielt Ausschau nach interessanten Geschehnissen. Und die beiden Wagen brausten weiter, dem! Grünewald zu, zwischen Gärten und Billen hindurch, biA der Föhrenwald sie umfing. Ta plötzlich schrie Tante Laura auf: „Ach Mlmacht —, jetzt ist es zu spät!" . . . „Was ist los?" fragte Imhoff, „Claudius, die Liesegang hätte mich wohl daran erinnern können, aber sie denkt an gar nichts. Wir haben Unfern Futterkorb stehen lassen." Tie Liesegang kreischte leise auf und stieß mit ihrem prähistorischen Sonnenschirm den Kutscher in den Rückenr er möge umkehren, man habe das wichtigste vergessen. „Nichts da — weiterfahren!" befahl Imhoff. „Es ist besser so. Dieser Futterkorb war für eine andere Umrahmung des Gegenständlichen gedacht. Hart gekochte Eier und ein Landauer mit Seidenpolstern, das verträgt sich nicht. Liesegang, laßt Euer leises Wimmern. Ist es denn nicht zu erzielen, daß Ihr die Handschuhe völlig anzieht, wie schickbare! Menschen tun? Die Fingerspitzen baumeln so zwecklos! herum; Laura, ich bitte Dich, nimm Dich, ihrer ein wenig 011. Kinder, da drüben, das ist das Jagdschloß Grünewald-. Wenn man so denkt unb beachtet das Heute: warum soll es,nicht möglich sein, Laura, daß wir auch noch einmal unsere alten Tage in einem Schlosse beenden? Ein ChLteau d'Espague — aber ich träume gern. Baronin Nina als Schlossherrin — nun, warum nicht?! ... Ob die Kinder da vorn auch keine Dummheiten machen?!" . . . Er stieß Laura mit dem Knie an, und sie lächelte, und beide dachten das gleiche. Im Dogcart plauderten die „Kinder" fröhlich miteinander und waren glückliche Leute. „O ja, Fräulein Nina", sagte Pricstap, „es ist wunderschön da unten im Süden. Ja, ich bin viel herumgekommen, ich kenne alles. Die Provence mit ihren alten! Städten ist das wahre Zauberland; da umspinnen einen, tausend Träume. Und dann Marseille mit feinem bunten Leben und Biarritz mit seinem köstlichen Wellenschlag und! den gelben Felsen am Meer. Aber man darf nirgends allein fein. Ich war allein und wurde noch dazu krank. Krank in der Fremde ist eutfetzlich. Ich habe ja auch hiev keine liebende Hand zur Pflege; aber in der Fremde fühlt man die Einsamkeit doppelt, ^ft es nicht merkwürdig, Fräulein Nina, daß ich mir niemals einen wahrhaftigen Freund erwerben konnte?" „Wie kommt das? Tas ist doch seltsam", sagte Nina, und ihre Gedanken weilten bei einem neuen Herbsthute, den sie ganz deutlich vor sich sah. „Ja, wie kommt das? Ich weiß es nicht. Ich bin weich und anschlußfähig. Ich habe eigentlich immer ein großes Zärtlichkeitsbedürfnis gehabt —" „Ach", sagte Nina und lächelte süß. „Ich habe auch immer Sehnsucht nach Freundschaft; aber nie — nie habe ich einen wirklichen Freund besessen. Sogenannte in Massen. Einmal bot Hammer, der Bou-- meister, mir seine Freundschaft an: in so ehrlicher Art,- daß mir das Herz überquoll. Wer wir kamen nicht so recht zusammen. Gott weiß, warum nicht; es lag wohl an keinem. Hammer hat ewig mit feinem Bau zu tun: da stört' ich nicht gern. Ich habe mich immer unsäglich einfam gefühlt. . ." (Fortsetzung folgt.) Wirkung der Musik aus das körperliche Befinden Bon Dr. Otto Gotthilf. (Nachdruck verboten.) Von nevvösen Personen wird häufig bemerkt, daß sie bei musikalischen Ausführungen eine bedeutende Erleichterung ihres Leidens verspüren. So sollen, um einige bekannte Persönlichkeiten als Beispiele anzuführen, der alte Minister Gladstone, ferner Englands erster Philosoph Herbert Spencer und auch die letzte Kaiserin von Oesterreich in der Musik stets ein Mittel zur Lindttung ihrer neuralgischen Schmerzen gesunden haben. Schon die Alten kannten den merkwürdigen Einfluß der Musik auf das Nervensystem und das körperliche Befinden. Gellius erzählt in seinen „Gallischen Nächten" (IV, 13), feit alter Zeit herrsche allgemein der Glaube, daß alle, Menschen, die an Ischias (Hüftweh) litten', ihre Schmerzen gelindert fühlten, wenn sie sauste Flütentöne hören. Er selbst habe in einer Schrift des griechischen Schriftstellers Theophrast gelesen, daß die Wirkung des — 128 Schlangenbisses durch gehörig abgemessene Töne der, Mote vereitelt werde. Auch der griechische Philosoph Demokrit zeige in einem Buche, daß Uötenspiel bei vielen Krankheiten Heilung bringe. Gellius selbst läßt deutlich erkennen, daß er diesen Glauben für begriindet hält, denn er schließt mit den Worten: „So groß ist die Verwandtschaft zwischen Körper und Seele des Menschen, und deswegen auch die Verwandtschaft zwischen den Gebrechen und Heilmitteln der Seele und des Körpers." In neuester Zeit haben verschiedene Forscher dreien therapeutischen Einfluß der Musik auf experimentellem Wege mit Hilfe der jetzt Jo vervollkommneten physiologischen Apparate 6etU®£ J^Trachaiwsf hat durch den Mosso'schen Kraftmesser nachgewiesen, daß eine heitere Musik die Hebkraft der Muskeln verniehrt, während eilte langsame, traurige Melodie (in Moll) den umgekehrten Einfluß ausübte. Ferner nahmen bei regelmäßig fortgesetzten Klingelsignalen die Kohlensüure-AuAfcheidung und Sailerstossaustiahme zienllich bedeutend zu, es trat eine Steigerung des gesamten Stoffwechsels ein. , Ein amerikanischer Arzt hat einen besonderen Induktionsapparat konftruieri, der in beliebig raschtönende Schwingungen versetzt werden kann. Er fand nun, daß beim Klingen des hohen C manche nervöse Kopfschmerzen alsbald zunr Schivlnden gebracht wurden. Also müssen die Schwingungen der Schallwellen deS. hohen C in der den Patient umgebenden Luft auf seine Nerven günstig einwirken. ™ ... Mch auf das Gefäßshsteni macht sich der Einfluß der Musik geltend durch Beschleunigung der Herzschläge, Aenderungen m Blutdruck und Respiration. Im allgemeinen werden PulS und Atmung verlängert; diese Verlängerung nimmt aber Meder ab, wenn dasselbe Musikstück länger andauert oder häufiger wiederholt wird (der Nervenreiz wird unwirksam). Werden mehrere Töne einzeln zu Gehör gebracht, so kann man an Puls' und Atninng Verlängerungen oder Verkürzungen wahrnehmen, je nachdem ob sie angenehme oder unangenehme Empfindungen Hervorrufen: int ersten Falle tritt Verlängerung, im letzten Verkürzung ein. Daher werden im Laufe des Vortrages ganzer Kompositionen verschiedene Einwirkungen wahrgenommen. Ebenso schwanken dabei die Spannungsverhältnisse des Blutgefäßsystems hin und her. Auch bei Aenderungen ip der Stärke der Musik macht sich leb- haster Wechsel des Pulses' geltend, je nach der Stärke vom Pia- uissimo zum Fortissimo. Da man wissenschaftlich alle Lust- und Unlustgeftihle der Nerveueiuwirkung auf das Blutgefäßsystem zuschreibt, (Erröten aus Scham, Erbleichen vor Angst), so würden auch hier die Pulsveränderungeu das erste sein, durch die dann unsere Stimmung, unser subjektives Befinden beeinflußt wird. In der Praxis bat mau die günstige Wirkung der Musik ja schon bei Geisteskranken mehrsach erprobt und bewährt gefunden. Ob sie sich auch wirklich zur erfolgreichen Behandlung bestimmter nervöser Leiden eignet, müssen erst Weitere therapeutische Versuche zeigen; wahrscheinlich reagieren darauf nur die Nerven musikalisch veranlagter Personen in merkbarer Weise. Das städtische „Häuferbitch." Je älter unsere Städte werden, desto ärmer werden sie an erhaltenswerten Architekturen aus der Vergangenheit. Gewiß hat unsere Zeit andere Bedürfnisse als die früheren Jahrhunderte, aber damit ist nicht gesagt, daß die Vergangenheit in allem und jedem nicht wert sei, weiter zu bestehen. Unter unseren städtischen Architekten wächst ein Geschlecht heran, das immer mehr „internationale Kunstbegriffe" pflegt und leider nur selten Gelegenheit nimmt, auch auf der bodenständigen heimischen Kunst da zu fußen, wo praktische, iind apart künstlerische Rücksichten dies durchaus erwünscht erscheinen lassen. Wie unnennbar wäre der Verlust für die heimatliche Architektur, wenn — um nur em Beispiel herauszugreifen — der Stil beS hessischen Hauses verloren ginge Und umgekehrt: mit welcher J-reude wird cs von allen iudividnell schaffenden Architekten und kunstsinnigen Bürgern empfunden, daß einzelne der hessischen Architekten ansangen, den lieben alten Hausväterstil ihrer Städtchen nicht nur so wie er ist zu retten, sondern ihn neu zu beleben, ihren Individualismus hmemzu- bringen und die praktischen Ansprüche der modenien Zeit ihm einzupassen. Das find in Wahrheit neufchöpferische Knllurtaten bester Art. Wie fetten begegnen Wär aber solchen? Die es wohl am meisten angehen sollte: die städtischen Bauämter und Baukommissionen, sehen vielfach mit gelassener Ruhe zu, Wie das Alte niedergebrochen wird, um dem „modernen Komfort" Raum zu machen. Es gibt Städte mit klangreichen Namen, die kaum noch ein paar Dutzend alter individuell geprägter Außen- und Jnuenarchitefturen aufzuweisen haben. Mit einem fast unerklär- lich-en! Zerstörerfanatismus hat man alte Fassaden, Erkerchen, Giebelaufbauten, Treppenhäuser, Holzdecken, Wandtäfelungen, Kamine nsw. heruulergerissen und erschreckend nüchterne Mietkasernen und glänzend kahle Kaufläden „neu hergerichtet". Die so entstandenen künstlerischen Verluste beginnt man allmählich bitter zu empfinden, und der „Tag für Denkmalspflege" hat einen besonderen Ausschuß eingesetzt, der sich die Erhaltung bezw. die Aufnahme älterer bemerkenswerter Bürgerhäuser zur Aufgabe machen soll. W wird wohl poch recht lange dauern, ehe die Tätigkeit dieses Ausschusses in! alle Städtlein dringt. Darum ist es geboten, den soeben entwickelten Gedanken zu werterer Verbreitung zu bringen, ehe noch mehr unrettbar verloren geht. In jeder Stadt — es gibt hier keine Ausnahmen, weil überall etwas Erhaltenswertes vorhanden ist — sollte die Anlegung eines besonderen, mehr oder Weniger umfangreichen städtischen „Häu- serbliches" ins Werk gesetzt werden, wie es u. a. tnJW stanz i. .B. der Vollendung entgegengeht. Die dortige Stadtverwaltung beschloß schon vor Ja^en aus Anlaß der Huudert- aeier ihrer Zugehörigkeit zu Baden die Herausgabe eines erbliches, d. h. eines Buches, das in Wart und Bild cme genaue Darstellung der charakteristischesten Außen- und Juuen- Architekturen von Konstanz gibt, also alles'desseni, was m ben Konstanzer Bürgerhäusern historischen, kunsthistorischen und oai>- technischen Wert für die Zukunft hat, möglichst Mit den zugehörigen maßstäblichen und querschnittlicheu Details, C» foll nämlich nicht nur ein Buch von der Vergangenheit werden, sondern gleichzeitig auch ein Handbuch für daS praktische Studium des modernen Architekten. Konstanz hat für diesen Zw^ck die respektable Summe von 10 000 Marc bereitgestellt, ein Beweis dafür, wie hoch man die Sache dort bewertet. Nicht überall wwt> man über solch einen Jubiläumsbetrag verfugen, auch incht überall solche Vorarbeiten besitzen, Wie in Konstanz, wo schon vor vierzig Jahren der kunstverständige Burger I. Marmor an 900 Häuser in einem besonderen Buche inventarisierc hat Aber gerade darum ist es anderwärts an der Leit, m gleicher W l vorzugehen, ehe es zu spät ist. Stadtbaurat swaumani^wank- furt a. M., der Berichterstatter des bez. Ausschusses, Wito zu jeder Auskunft bereit sein. — J‘- Praktische Kuufterziehrmg im englischen Volke. Wir haben im allgemeil-en nicht Ursache, die deutsche Arbeit ankünst- lcrischer Kultur geringer einznschätzen, als die Englands. Ek»ir das Gegen- teil. Aber der unentwegt auf das Praktische gerichtete Sinn des Eng länders hat da doch innerhalb dieser an Umfange nach geringeren Arbeit mancherlei Zweckmäßiges zustande gebracht, von dem wir Deuche lernen können. Und dies Lernen war ja immer unsere starke Sme. Horen wir heute Bon Manchester Alt Mussum, das wirklich einmal em „Museum fUr ^8wn"der^Häßlichkeit der englischen Industriestädte (London cinbegris- sen), kann sich nur der einen Begriff machen, der sie gesehen ha.. sie sind so ungemütlich ausgedehlit, daß der Zusammelihang in ihrem sozia Leben fast unmöglich wird. Die Vermögeliden luoqnen weit draußen m Villeukolomen und nchmen die Stadtzentr-ll nut Warenhäusern, Kontoien und den sür das Leben des Gemeinwesens unentbehrlichen oiftutlichen Bauten in Beschlag. Die Mittelklasse bewohnt die besser siimerten Vor- städte an der Peripherie der Stadt, und die ArbeMr, die nut Aüchlcht auf ihren Erwerb nahe der Stadtmitte wohnen müssen, sehen sich M Wohnviertel zusammengcdrängt, die — meistens von der klimatisch un- günstigsteu Sektion des Stadtkreises ausgehend — sich ohne Übergang mit jenen Vorstädten verschmelzen, in denen die Fabriken ihre Schornsteine erheben und alle Vegetation weit hinaus verbannen. In «ner solchen Vorstadt, einer Mischung von Wohn- und Fabrikviertel, ist das Manchester Art Museum entstanden. Daß es nicht allen,: «mi Stal - der Kunst, sondern der Mittelpunkt des gelsilgen Lebens der Nachoarschast geworden ist, dafür sind Methoden nötig gewesen, die von viel Einsicht und Tatkraft der Mnsenmsleiter zeugen. Das Museum ist m eniem alten, herrschaftlichen Wohnhause untergebracht, das, an den früheren Charakter der Gegend gemahnend, an sich von historischem Interesse ist, oyne i-doch durch eine prunkvolle Auffahrt und anspruchsvolles Äußeres bedruckend auf den Befncher einznwirken. Die Ausstellnngszimmer sind klein und schlicht getüncht. Vergebens würde man hier nach Marmor und go.dgerahmtm, mächtigen O-lgemälden suchen. Alles ist einfach und b-sche,d°n . Jeder Gegenstand ist mit einem Zettel versehen, der über Meles Auskunft gibt, zu dem feine Betrachtung anregt. Neben persischen Keramiken steht man ganz gewöhnliche Schweizer Tonkrüge hier ausgestellt, um zu zcrgeu, daß Billigkeit und rohe Ausführung gefällige Farbe und Ornamentik nicht ansschließt. Die Bildnisse berühmter Männer sind tn kleinen Llthogra phien zusammengestellt. In einem Zimmer, das dem Tlerlebcn gewidmet ist sieht man statt der üblichen Jagd- und Schlachtstücke einfarbige Litho ar'avhien, die Lebensweise der Tiere illustrieren und — entschieden cm interessanter Verslich - Nachbildungen Dürerscher Zeichnungen unb japa- iiische Holzschnitte. An den Fenstern sind 8>°süberdeckte Blumenkasten angebracht die das ganze Jahr hindurch jede Woche frisch gestillt em glänzendes Anschannngsbild tion der Vegetation der Jahreszeiten geben. Alle Bilder, welche das Pflanze^leben, seltene NaMr-rscheinungen, GJckstch^, klassische und gotische Kunst b handeln, sowie Darstellungen der «ee, der Hausgeräte verschiedener Völ ker unb Zeiten, der religiösen Kunst und anderes sind in Gruppen zusammengestellt. Einige Prozesse der bildenden Kunst wie Lithographie, Holzschnitt, Holzschnitzerei, sind m ihrem ganzen Verlause mit den dazu gehörigen Werkzeugen veranschaulicht; die Veglett- - zettel geben Über alles Ausschluß. Ein Zimmer ist für dieAnder bestimmt. Hier ist einiges von dem Schönsten zu finden, was englische Künstler an Bilderbüchern und Blättern für die Kinder geschaffen. Auch ^.ndwlg Richter ist hier vertreten, wie überhaupt nationale Grenzen tn der ganzen Ausstellung nicht gezogen sind. Ein anderer mtereffanter Versuch ist dli Zusammenstellung der Wiedergaben einer Landschaft durch verschiedene &S(er aber in Oetfd)kbtncn 3ed,niten. Doch ich will nicht mit wetteren Aufzählungen ermüden, sondern lieber kurz zusammeufassen, was dieses Museum mit den genannten AuSstellungsmethoden erreicht. Einmal die 11 !'l i'i 1 124 Vermisstes • ' Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Handelsschule, FTTTTTn ' ' I n ü ■■ Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlas der Brüh l'icken Unwersttäts-Buch- und Steindrucke«^ R, Langem Gtetzea» die Prachtent! ip, stellt fett.. Ein Musterbild einer ( . . bot z. B. die von Mist Louist. .. Rechtsanwalt Sattevlee, der gegenüber seiner Braut nur über ein bescheidenes Vermögen verfügte, sich aber doch eine glänzende Stellung errungen hatte. Die Zeremonie dauerte nur eine Viertelstunde: aber für diese kurze Spanne Zeit war ein Aufwand von 450 000 Mark gemacht worden, so daß also, tote in den Zeitungen betont würbe, jede Minute 30 000 Mark gekostet hatte. Nicht weniger als 2500 Gäste wohnten der Feier bei, und das Gesamtvermögen, das diese stattliche Schar repräsentierte, betrug etwa 4000 Millionen Mark — etwa zehnmal tBr Gewicht in Gold, wie dte gewissenhaften Chronisten der New- Aorkcr Blätter berechnet haben. Für den Empfang, der der Trauung folgte, war das am Madison Square gelegene Haus des Milliardärs in einen wahren Feenpalast verwandelt worden. VersteÜ-Rätsel. Nachdruck verboten. Man suche ein Sprichwort, dessetr einzebte Silben in folgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an" in „Wanderer". Waldmühle — Dreitzigerausschntz — Negeuwetter — Leumund — Rattenfänger — Haselnuß — Schwabenstreich — Lett« Hammel — Jnnnngsmetster — Gerichtskosten — Etsenbahuzug — Thunfisch. Auflösung in nächster Nummer. Reinste auf 20000 Mark lautet«. Eine der prächtigsten Hochzeiten aber, die das verwöhnte Newhork miterlebte, war die von Miß Mary Amelia Dveed mit Dr. Ambrose MaginniS. „Ent ganzer Stock", schrieb ein begeisterter Berichterstatter, „war zu« Aufstellung der Hochzeitsgeschenke nötig. Da sah man mehr! Silber- und Goldgeschirr und Juwelen, als ein chalbes Dutzend Juweliere in ihren Lüdetr auslegen können. 3 Millionen Mark ist nur eine mäßige Schätzung deS Wertes, den diese Hochzeits- geschenke darstellten." * Der Schneeschuh. Iw allgemeinen wird jetzt zwischen Ski und Schneeschuh nicht mehr unterschieden, obgleich beides ursprünglich nicht dieselbe Bedeutrmg gehabt hat. Der aus denk Nvrwegtschen stammende Ski (der Norweger spricht das Wort wie Schi aus) ermöglicht eine leichte, gleitende Bewegung, wie die eines Schlittschuhläufers auf dem Eise, die verhältnismäßig wenig Anstrengung erfordert, wenn der Schnee tief und weich genug ist.- Mit dem eigentlichen Schneeschuh dagegen ist nur ein ziemlich mühsames Gehen möglich. Die Schneeschuhe sind so breit, daß sie den Träger zu einem recht unbeqrremen Spreizen der Beine zwingen, namentlich wenn er von untersetzter Statur ist. Der! Ski dagegen ist bekanntlich sehr schmal und bietet vermöge seiner Länge doch eine größere Berührungsfläche mit dem Schnee als der mehr nach der Art eines Ballschlägers geformte Schneeschuh. Der Ski besteht aus einem schlanken Streifen von hartem! elastischen Holz, gewöhnlich Eschenholz, von 8—9 Fuß Länge.« Die Breite ist nur um ein Geringes größer als die der Sohle des Fußes, und die Dicke übersteigt an keiner Stelle die Stärke von einem Zoll um einen wesenllichen Betrag. Nach vorn verengt er sich zu einer Spitze, die aufwärts gebogen ist, während! das hintere Ende in ähnlicher Weise, aber in geringerem Grade, abwärts gekrümmt ist. Ein geübter Schneeschuhläufer kann auf ebenem Grunde bequem 8 bis 10 Kilometer in der Stunde zurück- legen, erreicht aber beim Abwärtsfahren weit größere Geschwindigkeiten. Eine Fortbewegung von 30 bis 40 Kilometern, auf die Stunde berechnet, wird unter günstigen Verhältnissen nicht als übertrieben betrachtet. Eine so schnelle Bewegung auf einer nachgiebigen Fläche, unter der sich ungesehene Hindernisse, befinden können, ist selbstverständlich nicht frei von Gefahr. Immerhin sollen in Norwegen die Skis allgemein benutzt werden, sogar von Kindern beim Gang zur Schule und «von Postboten auf ihren! Rundgängen. Dort sind Unfälle angeblich äußerst selten, wenn nicht ganz unbekannt, aber in anderen Gebieten ist leider ziemlich häufig von solchen zu hören. Ohne Zweifel trügt die große Höhe der Schneedecke, die im Winter die ganze skandinavische Halbinsel bedeckt, sehr wesentlich zur Sicherheit des SchneeschuhmufenK bei.. Je tiefer der Schnee ist, desto geringer ist nämlich auch die. Gefahr von unsichtbaren Hindernissen, und wenn auch zuweilen ein Sturz vorkommt, so geht er in der Regel gut aus, weil eben alles gleichmäßig mit Schnee gepolstert ist. In den Alpen sind! tödliche Unfälle beim Schneeschuhlaufen in größerer Zahl vorgekommen, namentlich im Gefolge von Lawinenstürzen. *Die größte Höhle Europas. Als vor einigen Monaten aus der Schweiz die Nachricht kam, daß im Kanton! Schwyz eind besonders große Höhle entdeckt worden wäre, mag wohl mancher diese Künde als unglaublich ausgenommen haben. Man hat sich zu sehr daran gewohnt, die seit so laugen Zeiten von Kulturvölkern besiedelten Länder Europas und nun gar die alljährlich von unzähligen Fremden besuchte Schweiz für ganz durchforscht zu halten, als dap man auf eine solche Entdeckung hätte gefaßt sein sollen. Es stellt sich nun aber heraus, daß nicht nur jene Nachricht ganz zutreffend gewesen ist, sondern daß die Auffindung der neuen Grotte ein Ereignis von ungewöhnlicher Bedeutung darstellt. Der emsige Höhlenforscher Profeffor Mertel aus Paris, der tvohl alle bedeutenden Höhlen Europas besucht und manche neue aufgefunden hat, ist alsbald auch an die Erkundung der neuen Schweizer Höhle gegangen und hat; jetzt, wie wir der Zeitschrift „Die Welt aus Reisen" entnehmen, festgestellt, daß sie nach der bisherigen Kenntnis die größte ist ganz Europa ist. Zudenk hat er noch nicht einmal ihre ganze AuÄehnung ermitteln können, obtvohl er über 7 Kilometer weit durch die unterirdischen Räume vorgedruugen ist. ■ In den einzelnen Teilen der Höhle fand sich eine Anzahl Keiner Seen. Sie Tapisserien, die die Wände bedeckten, kosteten allein zwei Mionen Mark, und 40000 Mark batte man für Blumen auf- gewandt. Für die Ausschmückung der Kirche zahlte Morgan 60 000 Mark; das Brautkleid kostete 20 000 Mark, der Troussecm, in dem mehrere Kleider mit Goldtuch, Edelsteinen und seltenen, alten Spitzelt besetzt Waren, 200 000 Mark. Der „altmodische" Hochzeitskuchen !vog einen viertel Zentner und enthielt zwei kostbare Ringe für ein junges Mädchen und einen Junggesellen, einen goldenen Fingerhut und einen goldenen Junggesellenkuopf; die Glücklichen, die die Ringe fanden, sollten heiraten, während die Fürder des Fingerhutes und des Knopfes zur Ehelosigkeit verdammt fein sollten. Die Aufzählung der Geschenke, die die Brant erhielt, füllte mehrere der Riesenspalten amerikanischer Zeituttgen. Ihr Vater schenkte ihr Wertpapiere int Betrage Von 4 Millionen Mark, ein palastartiges Hans am Hudson, eine Diamantentiara, ein Diamantkollier, ein Schmuckstück aus perlförmigen Brillanten, das zum Schmuck der Corsage bestimmt war; und unter den zahllosen Geschenken von anderen Seiten waren ganze Kasten timt Gold- und Silbergeschirr, kostbare Gemälde und Tapisserien, Kunstgegenstände und Raritäten, die das alte Europa zur Erhöhung des- Glanzes hatte hergeben müssen. Allgemeine Bewunderung erregten auch die Gefchettke, die Miß Darcy bei ihrer Vermählung mit Mr. Nutting vor einigen Jahren erhielt. Unter den Schmucksachen sah man eine Schnur ans 400 verschieden großen und in der Farbe wundervoll gegeneinander abgetönten Perlen, ein kostbares Halsband aus Perlen und Diamanten in Würfelform mit einem herabhäng enden sehr großen Stein von prächtigem Lüster, ein Halsband und Ohrringe aus Diamanten und Türkisett und eine ,utm