Mittwoch den 26. September 1906 > WM MME WWW lOir W HMüÄl I «ziBFiaaegraacec WM ■ Im Manne des Geßeinmisses. Roman von H. v. Raesfeld. Nachdruck verboten1. (Fortsetzung.) Diejenigen, die glücklich genug waren, Einladungen zu erhalten, konnten sich sicher darauf verlassen, künftig die Welt zu ihren Füssen zu haben; die keine erhielten, mußten damit zufrieden fein, ausserhalb des Zauberkreises zu bleiben. Lord Wayne war zu verständig und viel zu gebildet, um sich über die Sache aufzuregcn; nichts konnte seinem Adel etwas hinzufügen, nichts etwas davon nehmen. Aber er war gespannt darauf, ob die Herzogin von Chislcdon seiner Frau Karten schicken würde. Es war allgemein bekannt, das; Lady Wayne, einer guten alten englischen Familie entstamme, daß sie aber keine Aristokratin von Geburt sei. Lord Wayne war gespannt, ob diese Nachricht auch bis zu den Mächtigen auf Belvoir gedrungen, und ob sic es ivohl verhindern ivcrde, dass seine schöne Gemahlin Zulassung zu dem Zauberkreise finde. Wenn ja, so konnte cs natürlich für die Waynes einerlei sein, wer ihnen Anerkennung zollte, oder wer sie ignorierte, aber die Tatsache wäre doch nicht ganz angenehm für Lady Wayne gewesen. Er saß und grübelte über die Sache nach, als Miß West und Lady Evelyn das Zimmer betraten. Sie ging auf ihren Gemahl zu und legte ihnr liebkosend die Hand auf die Schulter. „Woran denkst du, Mortimer, daß du so ernst auS- siehst V „Ich dachte gerade daran, ob Ihre Durchlaucht von Chislcdon uns für diesen ihren Elite-Ball wohl Karten senden wird/' Lady Evelyn hob ihr schönes Haupt stolz empor. „Ich würde mich nicht überwältigt fühlen, Mortimer, wenn sic das tüte. In meiner Meinung übertrifft kein Raine, kein Titel das „Wayne von Kcnninghall" an Würde." Lord Wayne lachte, als ob ihn diese Worte sehr belustigten. „Ich hatte keine Ahnung, daß du so mutig und feurig seiest. Run, du wirst bestimmt deine eigene Meinung gegenüber der Herzogin aufrecht erhalten, was noch keine Dame in diesem Erdcnivinkel hier getan hat." „Ja, das kann ich gegen die ganze Welt, seht, wo ich deinen Namen als Schild bcsitze", sagte sie, unb wieder lächelte ihr Gemahl über die zarte Nöte, die ihr dabei ins Gesicht stieg. Plötzlich wurde dies Gesicht purpurrot — eine plötzliche Erinnerung durchzuckte sic. Was berechtigte sie, so stolz zu sprechen? Beide, Gemahl und Schwester, sahen die Veränderung, die leichte Verlegenheit, die vorübergehende Verwirrung. Lord Wayne glaubte, sein gcsnhlszartes Werb be,ürchtc vielleicht, zu frei gesprochen zu haben. Marian West verstand den Grund der Verwirrung besser. , Es liegt liicht viel daran", sagte Lord Wayne dann und lächelte. „Vielleicht hast du Recht, Evelyn; es kann fein, daß Lady Wayne von Kcnninghall auf vollkommen gleichem Fiiße mit Ihrer Durchlaucht von Chisledon steht. Jedoch ist es einmal Mode, sic als die Königin der Graf- schast zi, betrachten. Wir müssen der allgemeinen Strömung folgen, denke ich." , Sie hörte aufmerksam zu, und wahrend er sprach, begann eine Idee in . ihrem Gemüte Form und Gestalt an- zunehmen. Sie beschloß, diese Oberherrschaft nicht anzucr- kennen, ja, ben von der Herzogin eingenommenen Platz für sieh zu gewinnen. Sic selbst wollte die Königin der Gefell- schast sein. Sic wollte solche Volkstümlichkeit gewinnen, daß alle Huldigung und Bewundernng ihr zufallen sollte. Marian achtete die nächsten Tage ebenfalls gespannt darauf, ob die Karten nicht fmneii. Dies fehlte allein noch, um daS Glück ihrer Schwester zu krönen. Sie hätte sie nicht gcrii übergangen sehen möge», bloß weil sie nicht der Geburt nach zum Adel gehörte. Wenige Tage später ivar ihr Herzenswunsch erfüllt. Ein großes Kouvert, mit der Herzogskrone der Chisldons, kam an; es enthielt die Einladungskarten, und zwar nicht nur für Lord und Lady Wayne, sondern aiich für Miß West. „Willst du hingehen, Marian?" fragte die jüngere Schwester lächelnd. „Doch, ieh möchte gern einmal in meinem Leben elivas Derartiges sehen und mitmachen. Ich gehe hin." _ Lord Wayne zeigte cin gewisses gespanntes Interesse für die Toilette seiner Gemahlin. „Glücklicherweise", sagte er, „sind deine Juwelen-Schatnllen in ausgezeichneter Ordnung". „Ich werde keine Diaiiiaiiten tragen", erklärte Lady Wayne mit großer Bestimmtheit. „Die Herzogin wirb die ihrigen sicher voll und ganz entfalten; und du weißt ;a, Mortimer, daß ich die Absicht habe, eine furchtbare Silvalin von ihr zu werden. Ich wit( mich nicht mit ihr vergleichen, sondern einen vollständigen Gegensatz zu ihr bilden." . Wieder lachte Lord Wayne und erklärte, sein langes Weib bringe täglich neue Charakterzüge zur, Entfaltung. Nie fic[ es ihm oder irgend einem andern auf, daß dies rastlose Weser, nur die Folge eines unruhigen Gemütes, einer zerfahrenen, aufgeregten Seele ivar; daß cs lediglich eine Zerstreuung und Aufregung, ein Mittel, unbequeme Gedanke» loszuwerben, sein könne. 666 — eigener großer Höhe zu — nie, was man freundlich nennt. Weise an sich, als ob sie sich von so würde er bei meinem Tode und Kenninghall erben; doch ich mich segnen nnd mir viele eigene vielleicht am besten den Chisledon. Sie war familiär und vertraulich Sie hatte eine Art und Schatten eines Thrones gelebt. (Fortsetzung folgt.) 6. Kapiteb. Lady Wayne macht sich eine weitere Feindin. Das große Ereignis sollte endlich vor sich gehen. Es war der Abend des Balles auf Belvoir. Das Gerücht hatte viele wunderbare Geschichten über den Herzog in Umlauf gesetzt. Er war so äußerst freundlich, so leutselig; er schien solches Gefallen an den Leuten zu haben, die er bereits cm* pfangen. Ec lobte die Landschaft, die Grafschaft, und zwar so fein und aristokratisch. Die noch nicht eingeführt waren, verlangten danach, ihn zu sehen; die ihn einmal gesehen, verlangten nach einer Erneuerung ihres Vergnügens ; die nicht eingeladen worden, ivaren erbittert und redeten ingrimmig über Vorurteile und Kastengeist. Lord Wayne hatte Miß West ein prachtvolles perlgraues Seiden-Kostüm zum Geschenk gemacht; dazu tnig sw Schmucksachen aus purem Golde. Weder übermodern, noch altmodisch, iveder Jugend heuchelnd, noch Alter karrikiercnd, sah Miß West aus, wie und was sie war: eine Dame aus guter Familie. Lord Wayne war ordentlich stolz auf ferne ruhige, gesetzte Schwägerin. Keine Feder hätte Lady Waynes Toilette volle Gerechtigkeit widerfahren lassen tönnen; sie ivar einfach ein Triumph iveiblicher Klciderkimst. Das Kostüm war aus weißer scide und weißen Brüsseler Spitzen, mit Scharlach-Volants, letztere so wirkungsvoll arrangiert, daß niemand ivußtc, wo das Weiß aufhörte oder das Scharlach anfing. Der prachtvolle Schmuck von Opalen und Rubinen stand wundervoll zu dem Kostüm. „ „ Kein Frisur-Aufbau verunzierte die vollkonunene Schönheit des königlichen Hauptes. Das golbigbrmme Haar fiel in flutender Fülle auf die marinorweißen glänzenden Schultern hoffe, der Himmel wird Söhne schenken", fagte er „Hat er sich vielleicht daran lächelnd. Aber sie lächelte nicht mit. gewöhnt, sich als deinen Erben zu betrachten?" „Gott bewahre! Ich bin doch kein alter oder halbivegs alter Mann. Er konnte sich doch denken, daß ich noch mal heiraten würde," Ein ganz gedankenvoller Blick lag in ihren Augen. Lord Wayne fuhr fort: „Woran denkst du, Evelyn? Welche Idee hat dich gefaßt und dich so ernst gemacht?" „Ich dachte daran", versetzte sie langsam, „daß, wenn Mrs. Wayne jemals dem Gedanken nachgehangen, ihr Mann könne dein Nachfolger werden, wie sehr sie mich dann nicht muß leiden können." Ihr Gatte lachte abermals. „Das ist nicht wahrscheinlich. Ich halte es nicht für möglich, daß jemand dich kennen und doch nicht leiden können soll. Verlaß dich darauf, Isabel behandelt die ganze Sache philosophisch. Man kann^ von niemandem erwarten, daß er Junggeselle bleibt, bloß um seinen nächsten Verwandten gefällig zu sein." Dennoch, trotz seiner munteren Worte und seines herzlichen Lachens, kam Lady Waynes Gemüt zu der sicheren Ueberzeugung, daß sie an ihrer Verwandten eilte Feindin habe, vor der sie sich hüten müsse. „Wenn ich keinen eigenen Sohn als Nachfolger hätte, Lord Wayne werden und _.a_____ G „ andern Hera blasse. Ihr Benehmen war das einer Hofdame, die in unmittelbarer Nähe, im Woltt Hlatmfo r sch erjag. Röutgeubelenchtnttg des Magens. Dozent Dr. Holz kn echt aus Wien gab in einem Vortrage einen Üebcrblick darüber, wie er durch Heranziehung der Rontgeir- untersuchung zu der Annahme gekommen ist, daß das, was wir bis jetzt für die normale Form, Lage und Größe des Magens gehalten haben, recht weit vom normalen Verhalten dieses Organs entfernt ist, und daß 'sich ein normaler Magert m größerer Frequenz fast nur beim Kinde findet, schon in den Kindcrrayren, bei Mädchen früher als bei Snabeit, tritt eine Veränderung ein, welche im wesentlichen eine Dekmung in die Längsrichtung t|f. Die entfernte Ursache dieser Veränderung ist die Muskelschwache der Bauchwand, eine Teilerscheinung allgemeiner Musrelschwache/ dieselbe, welche dem Leibe, die verbreitete, unschöne Form gibt. Nicht mehr festgehalten und getragen irn straff gespannten ^em, dehnt sich der mit Speisen wie früher belastete Magen in bie Länge. Namenswerte Beschwerden müssen daraus nicht entstehen, so daß meist jede Behandlung überflüssig ist; und den Hervosen, herab. _ „Arme Herzogin", äußerte Lord Wayne mit komischem Bedauern, als er sein schönes, junges Weib sah. „Ich glaube, noch heute abend können wir ihre Herrschaft als beendet und die deinige als begannen betrachten." Myladys unvergleichlich schönes Gesicht war, lebhafter wie üblich, als sie die auf Belvoir anwesende, strahlende Versammlung sah. Hier war ein Ziel diese glänzende Welt sich zu Füßen zu bringen. Während der Hinfahrt hatte sie gegrübelt, wie wohl die Herzogin sein werde. Jetzt, wo sie vor ihr stand, gestand sie sich ein, daß ihre Durchlaucht von Chisledon keine gewöhnliche Gegnerin sei. Obwohl Deutsche von Geburt, sprach sie doch englych mit vollkommenem Accent. Sie bewillkommnete Lord und Lady Wayne überaus warm, obgleich mit einer gewissen höfischen, würdevollen Herablassung, die sie nie verließ. Diese beiden Worte „höfische Herablassung" bezeichneten ganzen Charakter der Herzogin von immer anmutig und huldvoll, nie »Die Herzogin hat niemals eine Nebenbuhlerin gehabt", j sagte Lord Wayne. „Sie ist hier zu Lande absolute Herrscherin gewesen und zwar so lange, daß sie cs nicht begreifen würde, in ihrer Herrschaft gestört zu werden." „Es ist oft etwas sehr Gefährliches um mitgeteilte Macht", gab Lady Evelyn mit vieldeutigem Lächeln zurück. Sie schien sehr interessiert für dies ihr erstes Auftreten auf Belvoir; und als ihr Gatte später an diesem Tage in ihr Ankleidezimmer ging, fand er sie über den geöffneten Juwelen-Schatullen in Nachdenken versunken. Bei seinem | Eintritt blickte sie zu ihm auf. „Mortimer", sagte sie ruhig, „hierbei ist nichts, was mir gefällt. Perlen gehen immer mit Weiß und Einfachheit, Diamanten mit Pracht, Opale allein haben nicht Charakter genug, Rubinen sind zu feurig. Weißt du, was ich gern möchte?" Sie erhob ihr schönes Gesicht mit so strahlendem Lächeln zu ihm, daß er fühlte, er könne sein ganzes Vermögen für ein einziges Juwel dahingeben und es ihr schenken. „Du sollst es haben," versetzte er zärtlich, „emcrlet, was es ist." „Ich möchte einen Schmuck aus Opalen und Rubinen gemischt, er würde einzig und sehr schön sein. Ich sah einmal einen Opal- und Rubin-Ring; er fiel mir auf als die reizendste Kombination von Edelsteinen, die mir je vor Augen gekommen." „Ich will sofort zu Trench u. Cutter, unseren Juwelieren, schicken. Du sollst genau das haben, was du willst." Sie dankte ihm so, wie er am liebsten Dank von ihr entgegennahm. „A propos, Evelyn," sagte er dann, „ich vergaß, Dir zu sagen, ich empfing heute morgen Nachricht von Algernon; er und Isabel kommen zu dem Ball ebenfalls herüber." Myladys schone Stirn runzelte sich kaum merklich. Sie konnte Isabel Wayne nicht leiden und hatte das instinktive Gefühl, daß sie an ihr eine heimliche Feindin hatte, obwohl der Anschein ja durchaus für das Gegenteil sprach. „Es wäre mir lieb," fuhr ihr Gatte fort, „wenn du ihnen heute abend schreiben und sie gleichzeitig einladen wolltest, eine oder zwei Wochen hier zuzubringen. Der arme Algy ist mit Geld gerade nicht sehr.überbürdet." Sie sah ihm ins Gesicht. „Mortimer, gestern hörte ich jemanden sagen, Algernon Wayne fei dein Prüsumptiv-Erbe. Was sollte das heißen?" welchen daraus, tote aus jeder kleinsten Störung währe Qualen entspringen, steht die Mehrzahl der Betroffenen gegenüber, welche des leichten Truckgefühls nach den Mahlzeiten usto. gar mcht achten. Jnr mittleren Lebensalter sind ungefähr 80%o von bieder Veränderung in ziemlich' hohem Grade betroffen, und gerade dieser Umstand hat die Erkenntnis gehemmt, daß das normale Verhalten eine Rarität sein soll, will so schwer tn unser Denken gehen. Aber gerade dieses Denken, fährt Redner fort, versprecht noch manche Früchte zu tragen. In ttoch manch einem Gebtet, in dem zur Zeit über die Storm Unetntgkett besteht, werd die Erwägung der Möglichkeit Früchte tragen, daß die Kulturmenschheit, um leben zu können, mancherlei ans Pathologische grenzende Anpassungen vollziehen muß. Nach dieser allgemeinen Ueber- sicht bespricht Redner eingehend die Mechamk des Zustandekommens der Dehnung, ihre Abgrenzung von anderen Krankheitsbildern des Magens und wie sie anderseits den Boden für, zahlreiche Magenerkrankungen ohne grobe anatomische Wandveränderungen wird, und gibt Details über den räumlichen und zeitlichen Ablauf der Verdauung in den normalen % Liter-Inhalt fassenden, seine Aufgabe in einer Stunde bewältigenden Magen — über die Bedeutung der Suppe als erste Speise, über die Funktion der Schließmuskel am normalen Magen u. a. m. Heber die Behandlungen der Magen-Darmerkrankungen mit Köhlensünre-Maflage machte Dr. Walter Klemm Mitteilungen. Der Vortragende erklärt die Wirkung der Kohlensäure, zunächst, indem das Gas vernichtend auf Krankheitskeime, erweiternd auf die Blutgefäße, anregend auf die Nervenendigungen einwirkt und in Verbindung mit der Massage von muskelkräftigendem Einfluß auf die damit behandelten Organe ist. Es ist daher auch die nächste Wirkung dieser Behandlung ein sofort auftretendes Gefühl behaglicher Jnnenwärme, welchem Mußerungen normaler physiologischer Funktionen des Organes folgen. Der, vom Vortragenden hierzu konstruierte Apparat ermöglicht die feinsten Abstufungen in der Dosierung und jedwede, mit der Gasblähung etwa verknüpfte Gefahr vollständig ausschließt. Die Massage des Magetts bot bisher vielfach nicht befriedigende Ergebnisse, da das Organ der massierenden Hand im Leib answeicht und so schwer zugänglich ist. Vor zwei Jahren wurde daher ein toefentlicher Fortschritt auf diesem Gebiete durch die Blähung des Magens zu Massage- zwecken mittels Luft aus der R i e g e l s ch e n Universitätsklinik in Gießen gebracht. Der Luftblährmg fehlen jedoch die sämtlichen Vorzüge der Kohlensäure. Außerdent erseht das desinfizierende Gas vielfach die unbequemen und, häufig nicht unbedenklichen Ausspülungen der Organe mit Flüssigkeiten. Von Magenkrankheiten, welche in besonders günstiger Weise nach dieser Methode behandelt wurden, sind zu nennen: die schlaffen Senkungen, die Erweiterungen, die narbigen Zerrungen oder Schnürungen, die herabgesetzte oder erloschene muskuläre Energie des Organs, sowie Herabsetzung bezw. Erlöscheit der Saftabsonderung des Magens: andererseits auch manche Fälle von Magensaftfluß oder Uebersänre des Magens (ein Begriff, den der Vortragende in die medizinische Nomenklatur eiugeführt hat), Magenentzündungen, sowie die verschiedenartigen Erkrankungen desselben. _33et Erkrankungen des Dickdarmes sind die Blähsucht, Erschlaffung und Senkung des Organs, Krampfzustände in demselben, akute und chronische Katarrhe bezw. Entzündungen, Schleimkolik, Mast- darmentzündung, Blutruhr des Dickdarms, tuberkulöse und andere Geschwüre desselben in ost erstaunlich kurzer Zeit und vollständig durch diese Behandlung zu heilen. Der Vortragende glaubt, da das Gas rasch ebenfalls in den Dünndarm aufsteigt, dasselbe auch zur Behandlung von Dünndarmerkrankungen, ja sogar von Typhus dringend empfehlen zu sollen. Bei Blinddarmenizündttuge» gegen welche der Vortrageirde gleichzeitig mit dem Pariser Prof. Robin Behandlung durch Massage usw. empfohlen hatte, rät derselbe dringend, gestützt auf zwei von ihm bisher so behandelte Fülle, zur äußerst vorsichtigen Anwendung dieses Verfahrens. Mastdarmfisteln endlich gelangen unter Einwirkung des Gases zur vollständigen, vperationslosen Ausheilung, was dieser Methode auch auf dem Gebiete der Chirurgie und anderer Krcmk- heiten ein weites Feld eröffnen dürfte. Die Anregung zu seinen Versuchen mit Kohlendioxyd war von dem Prof. Achilles Rose der Aerzte-Akademie in Newyork ausgegangen. Dieser hat das Gas bereits bei Erkrankungen der Schleimhäute in der Nase, bei Tränensackeutzündnng in der Scheide, im Mast-, sowie im Dickdarme, und insbesondere gegen Mastdarmfisteln angewandt. Die Hinzunahme der Massage, sowie die Uebertragung^ des Verfahrens auf die Behandlung der Magenkrankheiten ist dagegen eigenste Nettarbeit des Vortragenden. Zum Schluffe sei noch erwähnt, daß die abstinenten Aerzte auf dem Naturforscher- und Aerztetage folgenden internationalen Aufruf gegen des» Alkoholgenutz verbreiteten: „Angesichts der wachsenden Verheerungen, welche durch den stetig zunehmenden Alkohvlkonsum verursacht werden, fühlen wir, die Vertreter des ärztlichen Standes in der Abstinenzbewegnng, uns verpflichtet, folgendes vor aller Welt zu erklären: Die Wissen- jchast hat bewiesen, daß der Alkohol auch in mäßigen Dosen Störungen der Hirnfunktionen hervorruft, daß er die Kritik, die Willenskraft, den ethischen und ästhetischen Sinn lähmt, die Selbstbeherrschung Herabsetzt. Deshalb soll man einsehen, daß der Alkohol ein Gift ist und denselben nicht länger den Nahrungsstoffen zuzählen. Die Wissenschaft hat ferner festgestellt, daß der fortgesetzte Genuß alkoholischer Getränke die Resistenz unseres Körpers gegen Erkrankung aller Art, insbesondere Infektionskrankheiten herabsetzt und die Lebensdauer verkürzt. Menschen, die sich vollständig aller alkoholischen Getränke enthalten, haben eine größere Leistungsfähigkeit und Ausdauer bei allen körperlichen und geistigen Arbeiten, erkranken seltener und genesen rascher, insbesondere von Infektionskrankheiten, als die mäßigen Trinker. Jede körperliche und geistige Arbeit wird vollkommener und geschickter ausgeführt bei vollkommener Abstinenz. Alle gegenteiligen Angaben haben sich bei genauer Prüfung als Illusionen erwiesen, hervorgerufen durch' die alkoholische Lähmung der Urteilskraft. Die größte Gefahr des gewohnheitsmäßigen Alkoholgenusses aber ist die Degeneration der Rasse. Die Nachkommen der Gewohnheitstrinker erben eine allgemein minderwertige Konstitution, namentlich ein geschwächtes Nervensystem. Diese Gefahr wird in neuerer Zeit insbesondere dadurch gesteigert, daß auch das weibliche Geschlecht allmählich mehr und mehr unter den Einfluß der allg. Trinksitte gerät. Solange die Frauen an den Trinksitten sich nicht beteiligten, erbte jeder doch toenigstens zur Hälfte noch gesundes Blut. Seit aber die Mütter der kommenden Generation mitbetroffen werden von der chronischen Vergiftung, ntuß die Entartung in erheblich schnellerer Progression verlaufen. Die Trinksitten erzeugen nicht bloß bet denen, die ihnen unterliegen, über kurz oder lang Entartung, Armut, Krankheit, Laster, Verbrechen, Wahnsinn und Tod, die Trinksitten gefährden oft genug auch diejenigen, die sich für ihre Person niemals vor ihnen beugen. Es kommen jährlich Tausende um durch die Trunksucht und die Trunkenheit anderer. Wir erinnern an die vielen Unglücksfälle, die durch Trunkenheit veranlaßt tuerben, an die Eisenbahntmsälle, an die Schiffbrüche, an die Unglücksfälle auf den Bauplätzen, in den Fabriken, in den Werkstätten. Wir erinnern an die Verbrechen, die in der Trunkenheit verübt werden, en die endlosen Fälle von Körperverletzung und Totschlag. Wir erinnern an die unzähligen Familien, welche mißhandelt werden durch ein trunksüchtiges Familienhauvt. Wir erinnern nochmals an die Hunderttausende, die infolge Trunksucht bereits krank und elend geboren werden, welche mit ihrem Elend der ganzen Gesellschaft zur Last fallen, tvelche ihr Elend vererben auf Kinder und Kittdeskinder. Deshalb ist es nicht bloß eine Pflicht gegen die Mitmenschen, es ist eine Pflicht der Selbsterhaltung für jeden Menschen, mitzuwirken zur Abschaffung aller alkoholischett Getränke, und zwar bur^ das eigene Beispiel, durch die totale Abstinenz. Wir sind überzeugt, daß sich nach Beseitigung des Alkohols auch andere Ursachett menschlichen Elends leichter werden unter- drückett lassen, daß die Totalabstinenz wesentlich beitragen wird zur Lösung der großen sozialen Probleme. Unterzeichnet ist dieser bemerkenswerte Ausruf von mehreren hundert Aerzten aus allen zivilisierten Staaten. VeLmrschiss. * Zeitunglesen als vorbeugendes Mittel gegen geistige Erschöpfung empfahl der Vorsitzende der englischen „Vereinigung der Sanitütsinspektoren", Sir James Crichton Broivne, in einer Ansprache, die er in einer Versammlung der Vereinigung in Blackpool hielt. Vor allen Dingen soll das Zeitungslesen gegen die typische nwberne Krankheit, bis nervöse Müdigkeit, helfen. Sir James sagte darüber: „Ich sage. es mit voller Ueberlegung, daß die Zeitung, mit allen ihren Fehlern, eines der Bollwerke zur Erhaltung unserer Gesundheit in der gegenwärtigen Zeit ist. Es bildet das Gegenmittel gegen die nertienaufrcibenbe Arbeit zu selbstsüchtigen Zwecken; es gibt den Blödsichtigen einen weltweiten Horizont. . . . Es ist in seiner Tragik und in seiner Komik wahr und wirklich, während der Roman nur Vortäuschung ist. Es bringt uns kurze Abrtsse des Lebens in Form von Plaudereien. Es liefert Helden dutzendweise. Es gibt uns leicht verdauliche geistige Nahrung. . So mancher Mann ist vor Schwermut und Trübsinn nur durch seine Zeitung gerettet worden. Wollte man die Zeitungen abschaffen, so müßte man gleichzeitig die Irrenhäuser vergrößern. Die enalische Presse stellt sich natürlich spröde und tut so, als ob sie "dieses Lob nicht in seinem vollen Umfang annehmen könnte, verbreitet sich dann aber tiefgründlich in Einzelheiten, nm zu beweisen, daß Sir James doch recht hat. Beispielsweise, so wird ausgeführt, tocitn der ermüdete Städter, der sonst tn seiner Beschäftigung aufgeht und sich dabei aufreibt,, in den Ferien an die See reift, nimmt er aus Langeweile em Zeitungsblatt zur Hand, das er bann sorgfältig burchzustudieren Zeit hat, und habet erhält er so viel Anregungen, baß er von sich uttb fernen kleinen Sorgen völlig abgelenkt wirb. Jeben Tag entrollt ferne Zeitung ein neues, und manchmal sogar ein interessantes Weltbild vor ihm und vertritt auf diese Weise an ihm die Stelle des 668 Einfluß Auflösung des Magischen L I N A E L I S A Dieb Dhr Wurst Alba Hose» Wagen lUm Leid Tadel Dreiecks in voriger Nummer: ISA N A 0 Preisrätsel.*) (Tauschrätscl.) Nachdruck verboten. Die Anfangsbuchstaben nebenstehender Wörter sind mit anderen Buchstaben derart zu vertauschen, daß man ebensoviele neue Wörter erhält, deren Ania gsbuchstaben einen modernen Dichter und den Titel eines seiner Trancen bezeichnen. Hammer Enkel Bund Fuge Hebel Rest Ober- Wache Redaknon: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlaa der Brübl'fcken Nnwersitäts-Buch- und Steindruckerei. N. Lange. Gieße«. Kunst. — Bon Dr. Paul Ernst, dem bekannten Dramatiker und früheren Dramaturgen des Neuen Düsseldorfer Schauspielhauses (nicht zu verwechseln mit dem „Flachsmann" Otto Ernst) brachte die mit gründlicher Theatersachkenntnis geleitete Berliner Wocaen- schrist „Schaubühne" einen recht lesenswerten Artikel über „Die Stadtthenter und das Drama". Ernst kommt zu recht bitteren Schlußfolgerungen. Nachdem er, einige schwer durchführbare Reformen vorgeschlagen hat, fällt er,ein sehr scharfes Urteil über Stadtverwaltungen und Stadttheaterdirektoren: „Für ein neues Schlachthaus werden Magistrat, Stadtverordnete und Aufsichtsbehörde sofort einen Mehrzuschlag von zehn Prozent bewilligen, aber nicht ein Prozent für die Aussicht, die Vürger durch die Kunst zu edleren Menschen zu erziehen. Nun wird aber bei dem heutigen System ganz unverantwortlich mit dem Geld; gewirtschaftet: man kann in der Regel anuehmen, daß in einer Stadt, deren Oberbürgermeister vielleicht 1.2 000 Mark Gehalt hat, der Stadttheaterdirektor 50 000 Mark verdient. Da der heutige Durchschnittsdirektor geringere Fähigkeiten, Bildung und Arbeitslast hat als ein Obcrbiirgermeister, so ist eine solche Generosität tvirklich nicht am Platze. Die Ersparnisse, welche durch eine einfache, vernünftige Regelung dieser Zustande gemacht wurden, machen mehr aus, als die geforderten Reformen kosten. Werd die Stellung eines Direktors an einem Stadttheater frei, so entsteht bei den gänzlich unerfahrenen städt. Behörden eine große 93erlcGcnI)eit/ ivofret Titcttt einen neuen 9jlnnii ucljmcu foil, weil frier feine regelmäßige Laufbahn mit der notwendigen nachzu- weisenden Vorbildung und de» erforderlichen Kenntnis,en vor- bandeir ist Man denke sich nur, was der Manu alle» tonnen oll' Oper und Schauspiel leiten, musik-und literaturverstaudlg feht und ein Urteil über Sänger und Schauspieler haben; den Fundus verwalten und Regie führen, geschäftlich berechnen und ein sehr großes Personal von Künstlern, Handwerkern und Ar- beiterir beherrschen. Zu dieser Stellung, welche übermenschliche Fähigkeiten und Kenntnisse beansprucht, melden sich dann cm, Anzahl Schauspieler oder Regi,seure, der Zufall der persönlichen Beziehung oder des gänzlich sachuukundlgen Urteil _> der Verwaltung entscheiden, welcher dieser Bewerber angenommen wird." Paul Ernst meint schließlich, daß gerade durch die --taot- toeater. die aufblüheuden Talente gefördert werden mußten.. Es geschehe aber nicht, da die Bühnenleiter meist nicht die richtigen Männer dafür seien. _ ~ w ~ •—• Die Galerien Europas. Verlag von E. Al. Seemann, Leipzig. Lieferung 7-9 Preis im Abonnement te 3 Mk„ Einzelpreis je 4 Mk. — Das Andenken Rembrandts hat auch in diesem Werke eine Würdigung gesunden, bei der zugleich die künstlerische Leistungsfähigkeit des Dreifarbendruckes cme schwere Probe zu bestehen hatte. Denn so viel steht fest: Eine Technik, die dem Farbenzauber Rembrandts nahe kommt und den vollen Eindruck seiner erhabensten malerifcyen Symphonien nngeichwacht auf den Beschauer zurückstrahlt, darf Mi rühmen, nicht nur die beste Stütze der Kunstwisienschast, sondern auch das vor- uehmste Mittel zur Erziehung, des malerischen Gefühls zu seiu. Das 8. Hest der „Galerien" ist ein L>vnderhest zum Jubiläum Rembrandts. Es wird eingeleitet mit der wundervoll gelungenen । Reproduktion der „Staalmeesters". Es folgen dann die Äaupt- stücke Rembrandt'scher Kunst aus den Galerien zu Petersburg, Amsterdam und Kassel, unter dcuen als die kostlichsten bie „^udei- braut" des Rijksmuseums, die kleine Landschaft ebenda und die entzückende Familie der Kasseler Galerie genannt. seien. — Nicht nur an Rembrandt selbst, sonderii auch an den übrigen Meistern der holländischen Kunst muß sich vornehmlich die Leistungsfähigkeit des farbigen Reproduttionsverfalwens erproben, weil diese Kunst in erster Linie rein malerisch ist. Man betrachte daraufhm I das Nikolausfest von Jan Steen in Heft 7, die „Werde mit Biel/ | von Paulus Potter, eins der schönsten Stucke des RiiksmuseumS in Heft 9 oder das kulturhistorisch interessante Bild de- ^an I Dan der Heyden „Der Dostr zu Amsterdam , defseu Reproduttion: I gleich tonig lüie das Original ist. Eine besondere Berücksichtigung hat in diesen Lieferungen auch das holländischeSittenbild ge- l funden, zu dem der Wiener Kunstgelehrte Dr. Gustao Gluck einen | literarischen Beitrag gibt. Zu diesem Theuia finden wir außer dem schon genannten Bild von Steen Reproduktionen von L-et.r I Uertszen und dieBauernkirmeß des Pieter Breughel m der Wiener Galerie. — Aber auch die italienische Kunst ist reich vertrete,-: Der Johannes des Andrea del Sarto cn der Pitti-Galerce, Piero di Cosimos „Ferucci" m London, Dosso Dossis „Circe der Galleria Borghese, Moronis „Schneider', Costas "Verkündigung, und Tizians „Aguaviva" seien u. a. hervorgehoben. Al^eckst. D - rers „Kirschenmadonna" endlich repräsentiert m diesem Kreifevon Süd- und Nordländern die Kraft deustchcr Kunstweife, obwohl m I gerade dieses Bild Dürers mit zu denen gehört, die deutlich den | Einfluß Italiens erkennen lassen. Geistes- und Seelenarztes, der den müden, gehetzten, modernen I Menschen Schritt um Schritt der Gesuildimg entgegenfuh-t. | "Ä - Universität der Modc". Aus Newhork wird von einem "groß angelegten Plan berichtet,, dessen Ausnihrung bei der jährlichen Versammlung der amerikaniscyen Schneider I beschlossen worden ist. Es handelt sich um cme „Universität der | Mode , ein großes BildungSinstitut zur Erziehung des Ge- | schmacks und zur Verfeinerung der Torlettrnkunst. Ae^stePrai- U.,f,n hiefer Universität wird Elizabeth A. C. A5l)ite ]em, em- i iunne Dame von künstlerischem Geschmack, die einen der vorirehm- I HSw in der fünften Avenue lettet Sie ha berMs in iUelbesuckiten Vorlesungen über Mode und Kleivi.ng ihre -m- i aabu a a s künstia Profe sorin bewiesen. Die Gründung geht von "den ^bedeutendsten Nkodefirmcii Newyorks aus und wird von den leitenden Modedamen der Gesellschaft untersetzt. Mfaug svnhntn'hcr bereits werden die BOrr.esun.gen der neuen. ITittocxfit(it | Linnen und zwar werden au die Hörer und Studenten nicht ncrinae Anforderungen gestellt. Wer zugelassen werden will, | ntufe ^bereits über die Anfaugsstadien der Ausbildung hinaus fein. | Er bat durch ein glaubwürdiges Zeugnis zu erhärten, oder - durch ein Examen zu beweisen, daß er bereits cme gewisse Ge- | waudtheit und Erfahrung in Praxis und Theorie der Schneider- 1 ftmft besitzt Die Professoren führen dann ihre Schuler m du. | Ben Mysterien der Toilettenkunde ein und machen ihnen die wissenschaftlichen und künstlerischen Unterschiede klar, durch die j fiif> das bloße Kleider machen von den „vollendeten Schöpfungen j Ler Modenkunst unterscheidet. Der Modenstudent must einer Kursus in Anatomie durchmachcn, denn für den Schneiderilt bte Kcniitnis des menschlichen Körpers mindestens ebenso wichtig wu | für den bildenden Künstler. Weitere Vorlesungen, behandeln ! so wichtige Themen wie Harmonie und Zusammenstimmen der | Farbenwerte, künstlerische Beurteilung des Stoffmaterials, f^ c- Komponieren von Toiletten, Zeichnen, Zuschneidm usw. C ne Reihe von 22 Vorlesungen führt in die Geschrchte der Mode n, andere Vorträge behandeln das Leben berühmter Dandys und Modedamen oder führender Dsilettenkunuler Die technischen Kurse werden in den Ateliers der großen Newhorker Modesalons stattfinden. Berühmte europäische Autoritäten aus dem Gebiete der Mode sollen eingeladen iverben, an der neuen Universität zu lelyren und zu wirken. „Newhork ist schon setzt die bestgekleid^te Stadt der Welt", so erklärte stolz die Präsidentin. Die Gründung unseres Instituts wird nun Newhork m Sachen der Mode zmn Mittelpunkt der Welt macheir, zu dem, alle,nach Höherem streuen- I den Studenten der Schneiderkunst hinströmerr werden, wie die jungen Maler nach Paris und bte Gesangschuler nach Mailand. * Eine, d er's ein bis l a n d en N er v en fehlt. Eme Herrschaft in Augsburg sollte ein Dienstmädchen vom Lande erhalten Statt dessen kam aber, wie die „Augsb. Abendztg. schreibt, folgender Brief: „Geehrte Frau B.! , Sie werden schon verzeihen, daß ich nicht einstehe. Ich war« ,a doch gleich wieder ausgestandn, und warum wäre ich ausgestaud, weil Sie mich hiiltergangn habn, und habil mir nur 2 Kruder zugestanden, derweil hab» Sie aber 5 Kinder, lauter kleine, daß waren also,^ch, der Herr, die Frau und 5 Kinder das wären al>o 8 Ltuck Kopie. Nein, das kann ich nicht mach». Es habn auch g,agt, daß so viel z Wascheii gibt, und alles ohne Waschmaschine rcq bm so Nicht recht feit, da kannich das viele Herumpritscheln uberhaubts nicht brauchen. Ich kann nur in einen ruhigen Blaz enistehn, der so viel wie nröglich Kinderlos ist tve-l Ich auch aufs kochen drallste, daß ich in der Küche was lernen und was sehen tonn und das kann mau in den Kinderbläzeii niemals, weil man andere Arbeit genug hat. Und tvenn die Kinder recht eikensinnig smd, muß man sich auch recht ärgern und das darf ich alles nicht vom Doktor aus weils mir ein bisl an den Nerveil fehlt und im Kopf, andern ich meinen Brief schließe, bin ich ihre liebe ergebene Lisette e>ci) . . *) Lösungen sind mit Aufschrift „Preisrätsel-Lösung" versehen, innerhalb acht Tagen an die Redattion der „Gießener F a m t lie u b lät t er" eiiizusendem