1806, 8 MU LLL ■ W HM MW Jem Wahren, ßdten, Schönen. Ein Großstadtroman von Fedor v. Zobeltitz. (Nachdruck Vorboten.) (Fortsetzung.) Ter Prinz saß in der Sofaecke. Er aß und trank, aber doch nur mechanisch. Seine Gedanken wanderten. Freda und er tvaren zusammen ausgewachsen: arme Fürstenünder aus einem uralten Geschlecht. Auch noch ein uraltes Schloß war da, mit Zinnen und Türmen und eseuunwankien Mauern uitb einer wirklichen Zugbrücke. Sonst nicht viel mehr. Bier Schwestern Fredas wanderten in ein Fräulein-- stift; da war eme Prinzessin Lubomirska die Tomina, und es ging fromm und sehr vornehm zu. Freda hatte Angst vor dem Stift und ivar auch von größerer Weltlichkeit als ihre Schwestern. Ta sollte sie denn heiraten, und die Mutter hielt llmschau. Fürstlichen Geblüts sollte der Gatte sein und auch reich. So etwas fand sich nicht. Es sanken die Ansprüche, und als ein Graf kam mit großen Mitteln, wurde ihm nicht die Tür verschlossen. Heros war Gast aus der Hochzeit, der vergnügteste unter den Gästen. Wer daheim schloß er sich ein und weinte bitterlich. Das war vier Jahre her. Inzwischen hatte sich mancherlei begeben. Ter Walsunger Arenstern war auf einer Jagd tobhd) verunglückt. Ter Fürstentitel ging infolge kurioser Familienbestimmungen auf einen Agnaten in Belgien über; aber der Erbe des reichen Besitzes wurde Heros. Er saß in der Sofaecke und spürte: jeder Bissen des erbetenen Butterbrotes ging wie ein schwerer Stern durch seine Kehle. „Schmeckt es, Vetter?" fragte Freda. „Ausgezeichnet", log Heros. „Schenk' nur noch tuten Tropfen Rotspon ein. Aber nichts mehr zu essen. Erne von Deinen Zigaretten, Freda, ivenn ich bitten dar,, ^a, Freda, es scheint mir auch: zu dieser Limonaden-Prurzesirn paßt Du wenig. Ich begreife Eugen nicht; hab', es rhm auch gesagt. Wo kommt dies Fürstenkind her? Wir tot) ] cn doch alle," daß ihre Urgroßmutter Seiner Majestät Kvnrg Jeromes Begnadete ist. Ich begreise Eugen nicht." „Weil Tu ihn noch immer nicht kennst, Heros. Ern Mensch vor dem andern. Eugen fühlt sich glücklich in ferner Dienstbarkeit. Mein Gott, es gibt doch solche Leute. Besinnst Tu Dich auf den alten Fürsten Urach? Schaltete tote em Souverän auf seiner Herrschaft und war selig vor Freude, als Allerhöchste Girade ihn zum Oberstkämmerer mit allen Rechten eines Oberhoftafelvorschneiders ernannte. Natürlich wäre Eugen lieber an den kaiserlichen Hof gekommen. Aber da waren alle Stellen besetzt, und im Hofmarschallamt lagt man keinen Neuling heran. So griff er denn zu." Heros schüttelte noch immer den Kopf. „Secks tote es sei. Jtch ißönitte es nicht. Noch dazu bei dreser entsetzlichen! Prinzessin mit ihrer Bigotterie und ihrer '/ „Halt, Heros", fiel Freda ein, Md es flog, ein mattes Lächeln um ihren Mund. „Tu warst von jeher ein wilder Heide. Immer war Dir der Olymp lieber als der Felsen! Petri, und Dein Weihrauch dantpfie auf, vieler Götter Altären. Wer Tu mußt nicht unbillig sein. Nicht alle Pietisten sind Heuchler." , Heros sprang heftig auf. „Freda, wtr wollen nicht streiten. Ich ehre jeglichen Glauben, ehre Mohamed und auch Buddha. Ob Pietismus, ob Orthodoxie, ob Harnack ober der Pastor Kuaak — ich ehre, was ehrlich ist. Aber die Unehrlichkeit hasse ich. Und ich. kann mir ntcht denken, daß Eugen die puritanischen Ansichten seiner teuren Hoheit teilt. Tas hat mit dem lieben Gott nichts zu tun. Tas ist Alfanzerei und Götzenkult, bloß, daß die Götzen weder niedliche Nymphen sind noch lustige Thyrsusträger, sondern Molochsbilder mit glühendem Nachen, bereit, zu verschlingen, wer sich ein fröhliches Gemüt erhalten will und das Wetb um des Weibes willen lieb hat! Ach, beste Freda, rede mir nicht. Im Grunde genommen denkst Tn wie ich Bist kein Heidenkiud, aber doch auch ein lustiger Weltmensch den das Lachen besser kleidet, als der barmende Blick. Ueberall im Leben ist ein 'Ausgleich vonnöten. Es muß Heilig« geben und solche ohne Gloriole. Meinem persönlichen Gei schmack nach sagst Tn mir mehr ohne die gloriose Kopf-, bedeckung zu; ich müßte denn das Sankt Elmsfeuer Tetnes. Nothaars als Heiligenschein gelten lassen. . ." Er stand vor Freda und sah ihr in die Augen. Es waren nicht mehr die alten Augen mit ihrem hellen Sonnen« flimmern und dem wohligen Zauber froher Sorglosigkeit. Es lag Fremdes in ihnen: kein tiefer und nagender Schmerz, aber etwas Verschleiertes. Daß Freda an der Seite Eugens kein glückliches Leben führen könne, schien Heios gewiß. Und wie er so vor ihr stand, schlich sich Wärme und Wehmut in sein Herz, und auch sein Auge wurde trübe. Freda sah seinen Blick und wurde verlegen. Ihr« Wangen färbten sich dunkler, ihre Finger hasteten spielend über die bunten Franzen des Tafeltuches. „Lieber HeroS," sagte sie, „es ist etwas Hübsches um eine starke Individualität. Aber sie schleift sich zuweilen ab. Wollte ich in meiner Ehe nicht die Nachgiebigere sein, dann — doch lassen wir meine Ehe! . . . Erzähle mir lieber etwas von dem neuen Theater. Das interessiert mich brennend. Wie findest Du Herrn von Seeben?" „Greulich/ erwiderte Arenstein. Er hatte sich wieder gesetzt und stäubte die Asche seiner Zigarette ab. „Aber das ist persönliches Empfinden, Noch ist das Fundament nicht gelegt, und schon regen sich die Eifersüchteleien. Da-.. Haus wird prächtig werden; dafür bürgt das Genie Hammers. Vielleicht gar zu prächtig als Hülle für einen Kern, der sich immerhin erst entwickeln muß." „Das heißt, Du hast Befürchtungen, daß man dem Theater, mit zu hohen Ansprüchen entgegenkominen wird — so ,Ja. Ich habe die Pläne gesehen. Es wird in der Tat ein Wunderbau — und Hammer spart nicht. Ec will der Kunst einen Luxustempel errichten. Das ist alles recht gut und schön. Es i|t auch genug Geld da: zum Teil hat man es zinslos gegeben. Aber wie ich Hammer kenne, wird es immer noch nicht reichen: es wird zu Nachforderungen kommen, und trotz aller Geschenke werden die Zinsen in die Höhe schnellen wie das Thermometer im Hochsommer. Und bann, furchte ich, wird man inwendig knappsen. Das wäre das Schlimmste . ." Gräfin Freda fragte nach allerlei. Je einsamer sie sich daheim fühlte, um so mehr interessierte sic sich für die Außenwelt, vor allem für die Bühne, für Oper und Schauspiel und das Leben der Künstler. Sie behauptete, das liege ihr im Bliite. Ihr Großvater mütterlicherseits war einer der ersten General-Intendanten in Beilin gewesen, und ihre Mutter bewahrte noch Briefe von Mozart, Jffland, der Unzelmann, von Gluck, der Bigano und anderen Berühmtheiten ans der Hinterlassenschaft des alten Herrn. Als Mädchen hatte Freda and) zuweilen bei Liebhaberaufführungen mitgewirkt und starkes schauspielerisches Talent gezeigt. Das hatte ihr viel Freude gemacht. Aber ihr Gatte war dagegen, daß sie sich an den gelegentlichen Wohltaiigkeitsoorstellungcn der Berliner Hofgesellschaft beteiligte; Prinzeß Luise liebte es nicht, daß man in heiterem Bühnenspiel um das Mitleid warb. Da war sie denn schon froh, wenn der Hofmarschall ihr den Thealergenuß nicht allzu sehr beschränkte. Sie hatte einen Logenplatz in der Oper, ging auch zuivcilen, nur von ihrer Zofe begleitet, in die Privattheater. Dann und wann holte ihre Freundin, die junge Gräfin Wesdehlen, sie ab; oft auch Heros. Darüber hatte Frehlinghaus anfänglich freilich den Kops geschüttelt. Aber Arenstein besaß eine eigentümliche Macht über ihn. Wenn ec mit spöttischem Livpenzucken sagte: „Mach' Dich nicht lächerlich, Eugen," so schwieg der Graf, grunzte nur iroch und zupfte achselzuckend an seinen Bärten. So gestattete er selbst das Nesidenztheater, aber nur gegen ehrenwörtliche Verpflichtung, sich im Hintergründe der Loge halten zu wollen. Freda war erstaunt gewesen, als sie hörte, daß ihr Gatte dem neuen Theaierunternchmen nahegetreten war. In seinen Mußestunden beschäftigte er sich sonst nur mit genealogischen Arbeiten; er schrieb eine Geschichte seiner Familie, besaß eine recht hübsche Wappensammluug und trug allerhand Kollektaneen zusammen. Dafür hatte er reges Verständnis, sich auch eine Zeitlang mit dem Gedanken getragen, sich um eine Stelle im Heroldsamt zu bewerben. Wer das Theaterinteresse war ihm doch erst in letzter Zeit aufgegangen. Heros behauptete, auf höheren Befehl. Prinzeß Luise wollte als Reformatorin auftreten. Tas war grotesk. Wer schaden konnte es nicht. Sie bildete vorläufig das vermittelnde Medium zwischen den Unternehmern und dem Hofe, von dem mau anfänglich Schwierigkeiten wegen der Konkurrenz zur Königlichen Oper gefürchtet hatte. So aber hieß es plötzlich-, auch der Kaiser nehme lebhaften Anteil an dem neuen Prachtbau, der in der alten Bia triumphalis Berlins erstehen sollte, und habe sogar die Absicht, der Eröffnung des Hauses beizuwohnen. Tas war viel wert. Dafür konnte man den Grafen Frehlinghaus als Vertreter der Prinzeß Luise immerhin „mit Versprechungen füttern" — jo drückte Heros sich aus. Ä-rcnstein blieb nicht mehr lange. Er berichtete, daß der Gras entschieden gegen den Kabaretbesuch sei. „Was kem Unglück ist, Freda", fügte er hinzu; „Tn stellst Dir das ^amüsanter vor, als es tatsächlich ist. Dafür ver'preche ich Dir, Billets zur sh Veite Gnilbert zu besorgen, die in nächster Woche erwartet wird. Ich habe sie in Paris gehört; das wird Dir mehr Spaß machen. Und nun geh' ich auf und davon. Habe Dank für die Zehrung und die'Plauder- stunde, Freda. Addio." , Bustle ihre Hand. „Addio, Vetter", wiederholte die Grasur. „Komm' bald einmal wieder. Wann kehrst Tu nach Walsungen zurück?" „Erst in einigen Wochen. Der Berliner Frühling hat auch ferne Reize. Ich denke so ungefähr zur selben Zeit abzurersen wre Du." „Tu bist ein lieber Kerl!" rief sie ihm nach. Er stand schon an der Tür, wandte sich aber i!vchmals um und nickte ihr z«. <$$ sah sie int Glanze des Sonnenscheins, der durch das Fenster flutete und ihren Rotkopf mit Gold umsponn. Ten Eindruck dieses Bildes nahm er mit. 7. Urban Hammer war heute früher aufgestanden als sonst. Tas Frühanfstehen liebte er nicht. Vor elf Uhr vormittags war er noch Mumie; so behauptete er. Tann erwachte allgemach eine Gehirnzelle nach der anderen. Um bi« Mittagsstunde war er ein fähiger Mensch. Wer heute sollte die Grundsteinlegung erfolgen. Da mußte er schon zwischen neun und zehn aus dem Bette. Ties Bett stammte aus der Zeit Louis' Quinze. Die Vorhänge darüber waren Arazzi aus Florenz. Ein Trio von drei Hellebarden (Maximilianische Zeit) trug- die Handtücher. Ter Spiegel mit den Glasroseu über der Toilette stammte aus einem Palazzo Venedigs. Tie Kupfer an den Wänden waren Bouchers und Fraaonards. Ter ungeheure, eichengeschnitzte Kleiderschrank hatte einstmals in einem Nürnberger P-atrizierhause gestanden. Tie Morgenschuhe vor dein Bette waren zerrissen und die Wasserkanne auf dem Waschtisch hatte einen Sprung im Henkel, sodaß sie nicht ohne Gefahr zu benutzen war. Tie niederen Einzelheiten in der Wirtschaft übersah Hammer. Wer zuweilen wütete er doch. Er saß am Frühstückstisch, drückte auf die elektrische Birne, die vom Kronleuchter herabhing, und brüllte dabei mit gewaltiger Stimme: „Genoveva! . . . Genoveva! . . . Haiduckenweib!" Genoveva trat ein:, keine fein-gräfliche Erscheinung, sondern eine starke Dame in fraglich sauberer Morgentracht, mit rotem gutmütigen- Gesicht, blanken Augen und einem ausgeprägten Schnurrbartsanflug auf der Oberlippe. „Signore", sagte sie, „wat wieder vor eine Gesrei!" „Mat, wat, wat, wat", schrie Hammer dennoch- weiter. „Ich schreie aus Notwendigkeit. Schau' her, Genoveva! Wer hat die Ecke aus diesem geflochtenen Porzellankorb herausgebrochcn? Wer ist ein Tolpatsch? Wer zertöppert meine erlesensten Kostbarkeiten? He?!" Tie Alte neigte sich über den Tisch, und ihre dunklert Aügen flogen umher; dabei zuckte sie fortwährend mit den Schultern, sodaß ihre starke Büste hüpfte. „Wat zerribrocken?" sagte sie. „Diese kleine Bisken? Tio mio — und so eine Gebrulle! Kauf' ick neu. Quanto costa quefta — ?" „Mehr als Dir lieb sein dürfte, Du Auflauf. Das ist königliches Porzellan mit dem alten Brande. Und das Geheimnis des Geflechts ist verloren gegangen. Das ist unbezahlbar." „Äck wat", sagte die Alte. „Genoveva, gewöhn' Dir Dein „toat" ab; Du machst mich nervös. Ich habe hundertmal befohlen, daß meine Kostbarkeiten nicht in Gebrauch genommen, nicht einmal angerührt werden sollen. Tu zwingst mich noch dazu, mich zu verheiraten." Ta stemmte die heilige Genoveva die Hände auf die gewaltigen Hüften und entgegnete: „Eirateu! Eirate Tu. Aber icke bleibe! Icke abe Dir auf meine Arme gezunkelt, als Du nock eine Piccolo bambino gewest und abe Dir das Leben geerrettigt bei Deine swere Kranksein: erst Zarlack, dann Tiphterium, dann in die Lunge, intereinander als kleine Kind —- und icke abe Dir gepflogen. Darum bleibe icke aut Drohst Du mir mit die Eirat? Wat? P-rego, meine söne signore, eirate nur; aber bringe mir eine, die mir gefallt! Haft Tu versteht?" ,,'raus!" schrie Hammer. „Wat? Smeist Du mir 'raus?!" „Ja, Landgräfin, geh'; ich vergeb Dir alles. Du bist ein Lindwurm, doch ich zürne Dir nicht mehr. Ich erneuere nur meine gehorsamste Eingabe: laß' Deine Pfoten von meinem Porzellan und Glas. Kaufe Steingut für den Hausgebrauch oder Panzerplatten. Geh', Weib, Du bist mein Kismet. Ist das Fräulein schon da?" Genoveva schmunzelte und legte ihre fleischige Hand auf die Schulter des Baumeisters. (Fortseimng folgt.) Mozariiana. Züge und Episoden aus dem Leben des Meisters von O. L e e d e. lNachdrnck verboten.) Der 27. Januar des Jahres 1906 bringt uns die 150. Wiederkehr ieues Tatzes. an totidtan einst Wolfgang Amadeus Mozart, — 51 — der liebmAwürbigste und anmutigste aller deutschen Tondichter zu Salzburg das Licht der Welt erblickte. Nicht nur in den musikalischen Fachkreisen, nein, auch überall dort, wo menschliche Herzen und Seelen sich von der „Eintracht süßer Töne" gerührt und ergriffen fühlen, wo man die unvergleichlich zierliche Filigranarbeit Mozart'scher Schöpfungen und die bestrickende Melodik derselben nach Gebühr zu schätzen und zu bewundern weist — und wo toiiie das nicht der Fall'? — wird man jenen bedeutsamen Gedenktag nicht vorübcrgchen lassen ohne in öffentlicher Jubelfeier oder stiller Würdigung den Manen jenes „Lieblings der Grazien und Musen" ein Huldigungsopfer darzubringen. Alten Archiven und Bibliotheken, den Schatzkammern der Vergangenheit, entsteigen nun wiederum zahllose Erinnerungen aus dem Erdenwallen des Meisters, wie si-> gewissenhafte Chronisten seiner Zeit zu Nutz und Frommen späterer Geschlechter auf das' Papier bannten, und in vielen kleinen Zügen und Episoden ernster oder heiterer Art, wird so das Bild des Unsterblichen, dem die Welt Werke von unschützbarem Werte verdankt, den kommenden Generationen in lebendiger Frische erhalten. Auch die nachfolgenden Zeilen bezwecken nichts anderes, als den zahllosen Verehrern Mozart'scher Musik die Gestalt und Wesenheit des populären Tondichters durch Mitteilung von Zügen und Episoden aus seinem Leben menschlich noch näher zu rücken. Der Musiksinn,, den der kleine Mozart übrigens mit seiner uni einige Jahre älteren Schwester Maria Anna teilte, offenbarte sich schon sehr frühzeitig bei dem Knaben. Mit fünf Jahren komponierte er bereits am Klavier kleine Stücke, mit b Zähren lernte er Violine spielen und als der Vater nunmehr mit seinen beiden Kindern Konzertreisen unternahni, da setzte „Wolferll, wie der Kleine vorzugsweise von den Angehörigen genannt wurde, die Welt durch seine wahrhaft Phänomenalen Leistungen in Helles Erstaunen. Eine Anzeige, die auf das öncntliche Auftreten des siebenjährigen Mozart hinweist und deren Wortlaut der Nachwelt erhalten geblieben ist, läßt die Vielseitigkeit des „Wunderkindes" am besten erkennen. Es heißt da: _. ,, ,„Frankfurta. M., den 30. August 1763. . Tfa allgemeine Bewunderung, welche die noch niemals in solchem Grade weder gesehene noch gehörte Geschicklichkeit der zwei Kinder des Hochfürstl. Salzburgischrn Kapellmeisters Herrn L e o p o l d M o z a r t in den Gemüthern aller Zuhörer erweckt, hat Die bereits dreimalige Wiederholung des nur für einmal angesetzten Eoncerts nach sich gezogen. — Ja, diese allgemeine Bewundernng und das Anverlangcn verschiedener großer Kenner und Liebhaber ist die Ursache, daß heute Dienstag den 30. Aug. tn „1?L,®cOerfitoert Saale auf dem Liebfrauenberg Abends um 6 Uhr, aber ganz gewiß das letzte Conccrt sein wird; wobei das Mägdlein, welches im zwölften, und der Kiiab', der im siebenten Jahre ist, nicht nur Concertcn auf dem ClavestiN oder Flügel, und zwar ersteres die schwersten Stücke der größten Meister spielen wird, sonderil »er Kn ab' wird auch ein Conccrt auf der Violine spielen, bei Synfonicn mit dem Klavier accompagniren, das Manual oder die Tastatur des Klaviers mit einem Tuche gänzlich verdecken, und auf dem Tuche so gut spielen, als ob er die Klaviatur vor Augen hätte; er wird ferner in der Entfernung alle Töne, die man einzeln oder in Accordcii aus dem Klavier, oder auf allen nur denk- lichen Instrumenten, Glocken, Gläsern und Uhren usw. an- zugcben im Stande ist, genausr benennen. Letzlich wird er nicht nur auf dem Flügel, sondern auch auf einer Orgel (so lange man zuhören will, und aus allen, auch den schwersten Tonen, die man ihm benennen kann) vom Kopfe phantasicren, nm zu zeigen, daß er auch die Art, Orgel zu spielen, versteht, die von der Art, den Flügel zu spielen, ganz unterschieden ist. Die Person zahlt einen Ueinen Thaler. Man kann Billets im goldenen Löwen haben." Trotz all' der Ehrungen, die' ihm auf seinen Wanderfahrten zuteil wurden, bewahrte sich der kleine Mozart doch eine cnt- zticiciide kindliche Frische und Natürlichkeit. So sprang er einst der Kaiserin Maria Theresia, die ihn mitsamt dem Vater und der Schwester zu einem Konzert in die Hofburg befohlen hatte, beim Eintritt in das Gemach ohne weiteres auf den Schoß, legte die Arme um den Hals der Monarchin und küßte die hohe Frau zum Entsetzen der Hofgesellschaft herzhaft ab. Tie Kaiserin, weit entfernt davon, diese stürmische Begrüßung übelzunehmcn, druckte den lebhaften Knaben an sich, unterhielt sich in ihrer gütigen Weise längere Zeit aufs freundlichste mit ihm und maaite ihm endlich ein prächtiges Kleid zum Geschenk. Wenige Tage nacy dieser Audienz hatte der kleine Wolfgang Gelcgen- heit, einem Konzert in der Hofburg lauschen zu dürfen, bei welchem Kaiser Joseph einige Stücke aus der Violine vortrug, t J.u bcr .Kapellmeister Wagenseil am Klavier begleitete. Plötzlich, Mitten in einer Pianissimv-Stelle, ertönt die Helle Stimme des Knaben: „Tas war falsch!" Starr vor Schreck blickt das Auditorinni auf den ungebetenen kleinen Kritiker, Kaiser Joseph aber läßt sich nicht stören, sondern spielt mit einem Lächeln um die Lippen weiter, bis sich auf einmal wieder- um "Wolferl" mit einem begeisterten „Bravo!" „Bravo!" hören laßt. Da senkt der Kaiser, das Spiel abbrechend, den Bogen und nickt dem freimütigen kleinen Kerl freundlich zu. Ja, er tritt sogar. einige Augenblicke später vor den jugendlichen Rezensenten hm und fordert ihn auf, etwas zu spielen. Klein- Mozart laßt sich auch nickst lange nötigen; — als aber Kaiser ^oseph sich anschickt, ihm eigenhändig die Noten umzuwenden, memt der junge Virtuose, treuherzig zu dem Monarchen aufblickend: „Laß Tn lieber beit Kapellmeister Wagenseil mit hin- eiNstheil, der vcrstelst's!" Ter eilte Empfang bei Maria Theresia und das gütige Wesen der Kaiserin hatten aus Wolfgang Amadeus einen großen Eindruck gemacht, denn als er im Alter von etwa 8 Jahren gelegentlich eines Aufenthaltes in Paris der schönen Marquise von Pompadour eine ähnliche Begrüßung angedeihen lassen wollte, von dieser aber unter abwehrender Geste zurückgeschoben wurde/ meinte er, die kindliche Stirn in ernste Falten legend mit aufrichtigem Unwillen: „Wer ist Sie denn, daß Sie mich mcht küssen will? Hat mich doch auch die herrliche Kaiserin geküßt!"--- Rührend war die Liebe, mit der Mozart an seinen Eltern, besonders aber an dem strengen Vater hing. So hatte er beispielsweise ein kleines Liedchen zu Ehren desselben komponiert, das er ihm allabendlich vor dem Schlafengehen vorsang. Ter Vater mußte dann die zweite Stimme übernehmen und wenn das eigenartige Duo zu Ende war, küßte der Kleine »en geliebten Herrn Papa aufs zärtlichste ab und begab sich zufrieden zu Bett. Tiefer eigenartige kindliche Huldigungsakt dauerte, wie uns ein zeitgeiiöffischer Schriftsteller berichtet, Jahre hindurch, -und fand erst seinen Abschluß, nachdem Mozart das 10. Lebensjahr vollendet hatte. Eigentümlich war die Furcht, die der Tondichter als Kind vor der Trompete empfand. Er begann, sobald der Kiang einer solchen allein, ohne die Begleitung anderer Instrumente, sein Ohr traf, an allen ©Hebern zu zittern, ja schon der bloße Anblick einer Trompete reichte hin, ihm ein derartiges Entsetzen einzuflößen, daß er die Flucht ergriff. Dem alten Mozart, der seinem Sohne, wie schon gesagt, eine anßerorbeilllich strenge Erziehung zuteil werden ließ, war diese Idiosynkrasie unbegreiflich, er hielt dieselbe lediglich für kindische Uebertreibung und beschloß, den Keinen Wolfgang ein für allemal von dieser „Marotte" zu heilen. Eines Tages veranlaßte er nämlich den Hoftrompeter Andreas Schlackstner, ihn in feiner Wohnung auszusuchen, mit der Bitte, er möge doch dem Jungen unverhofft „etwas vorblafen". Schlachtner leistete dein Wunsche Folge, aber die Wirkung des Gewaltstreiches war eine beängstigende. . Schon bei den ersten Tönen bedeckte heller Angstschweiß die Stirne des Knaben, der ans Respekt vor seinem, von ihm allezeit schwännerisch verehrten Vater gegen dessen Willen das Zimmer nicht zu verlassen wagte. Eine Weile zwang sieh der Kleine, das Trompetcngesch-metter anzuhören, während sich Angst und Grauen in seinem blassen Gesichtchen spiegelten, dann aber drückte er die Hande an die Ohren und kroch mit zitternden Gliedern in ben äußersten Winkel beS' Zimmers. Von Mitleid ergriffen stellte der Hoftrompeter das Blasen endlich ein, da das Kind in Krämpfe zu verfallen drohte, und rief das unglückliche Opfer väterlicher Erziehungsversuche zu sich. „Es kam Dir wohl vor, wie das jüngste Gericht?" fragte Schlachtner und strich dem Knaben gutmütig über das Haupt, „aber der Herr Vater hatten es nun einmal so befohlen." — „Nach Gott kommt gleich der Herr Papa", entgegnete der kleine Wolfgang leise und küßte zärtlich die väterliche Hand. (Schlutz folgt.) Wom Seelenlcbctt der SterSenden. In der „Occult Review" spricht Mabel Collins von dem „größten seelischen Ereignis, das wir keimen", vom Tode, und teilt sehr interessante Erfahrungen mit, die sie au vielen Totenbetten gemacht hat, wenn die Sterbenden in einem letzten Aufffackern der Lebensgeister noch ein letztes Mal mit gebrochenem Auge der irdischen Welt sich zuwandten. Sie ist der Ansicht, daß die Seele aus leichten schwingen dem Körper in das „un- bckaniite Land, aus dem kein Wanderer wiederkehrt", voraufi- ffiege. Der Geist ist gewöhnlich schon in seliger Verklärung der Ewigkeit. hingegeben, rnenn der Leib noch in den Banden des Todes ringt. .So erzählt^ sie von dem Tode eines einfachen Matrosen, der sich vor dem Sterben als vor etwas Ernsthaftem und Unbekanntem sehr fürchtete. Er war noch jung, und als ihm der Arzt sagte, daß er nicht lange mehr zu leben habe, stieß er einen schrecklichen Verzweiflungsfchrei aus. Aber diese erste Erschütterung verging, er ergab sich allmählich in sein Schicksal, und hatte nur noch etwas Furcht, weil ihm allerlei Sünden entfielen, die er begangen hatte. Er grübelte nun darüber nach, was wohl mit ihm geschehen werde, wenn seine Pulse zu schlagen anf- hörtcii und das Leben verliffche; so sank er allmählich in Starrheit und Bewußtlosigkeit; aber kurz, bevor er endete, flüsterte er mit mühsamer Stimme: „Nun ist alles gut; ich kann heraus. Sie werfen mir ein Seil von oben herunter; an dem kann ich mich Heraufziehen". In den langen Zeiten der Bewußtlosigkeit lockert so die Seele die engen Bande, die sie so lange in dem Haus deS Körpers festhielten; die Phantasie des Kranken erfüllen Bilder seligen Aufschwebens, einer Befreiung von jeder Erdenschwere; der Raum weitet sich zu Visionen des Sternen» Himmels. Wer in langer und schauriger Einsamkeit am Bett der Sterbenden gewacht bat, der glaubt bisweilen auf dem starren — 59 — Redaktion: ErnstHeN — Rotationsdruck und Verlas der BrüLl'lcken Unwersttäts-Buck- und Stelndruckerei. R, Lange, ^LteßM. ist! die Scheidung gegenüber dem Rheinfranken, der ja mit dm Cbatten stammverwandt, ein direkter Nachkomme chattijchcr Aus» Wanderer ist. Doch ist nach dem Major v. Pfister, dem geniesten Kemier der chattifckien Dialekte, aum hwrnoch eine sichere una möglich: der Chatte sagt Wach, Lach, Hob, aber: das, was, es derRheinsranke Waif/LeifHof, bat, watet "F-emdarttg dem Dialekt nach stehen die Rhcmgauer. Poster halt sie sur Alemannen, welche hinter dem Gebück dem Andrang der Chatten $rÖ* äfX i?ungS-Reklame ist zu einem ivichtigen Faktor unseres gesamten Wirtschaftslebens geworden. Vielen Tagenden in Handel und Industrie ist sie das Mittel zur Forderung chr^r Zwecke. In weiten Kreisen sieht man deshalb dem mn diej Jahreswende erscheinenden ZeitungRatalog der Annoncen-Expedttlon mu dolf Moise stets mit besonderem Interesse entgegen Ls,ist das unentbehrliche Handbuch des Inserenten. In übersichtlicher Amnch- nung enthält er alle auf den Annoncenteil der Zeitungen, Zeitschriften und Fachblättcr bezüglichen, Angaben, und gibt elbst dem Laien die Möglichkeit, die Jnscrtwnskosten einer bestimmten Anzeige für eine beliebige Zeitung aufs genauere zu berechnen oder eine ihm zugehende Rechnung nachzuprufen. Die^> wiro ermöglicht durch Ru do l f M o ss e's N orm a l z e ilenm e ss er, welcher der soeben erschienenen 39. Auflage 2ettungs-Kata- logs in einer gänzlich neuen, gesetzlich geschützten Form bei gegeben ist. Die weitere Ausgestaltung des Katalogs zur Schreibmappe mit Notizkalender dürfte jedem Empfänger^willkommen sem ebenso die Beigabe eines Sonderheftes nut Dpezialkarten der! einzelnen Landesteile Deutschlands nebst Karten von Oesterreich- Ungarn und der Schlveiz. Wird durch den Inhalt des Zcttungs- kataloges die führende Stellung der Firma Rudolf Mosse aus dem Gebiete des Amivncenwesciis dokumentiert, so gibt Druck unv geschmackvolle Ausstattung des.Katalogs ein Bild.von der Leistungsfähigkeit der Buchdrucker« dieser ^Firma. Dle Vertretung MosseS in Gießen hat die Brühlsche Uiuvcriitäts-Druckerei. 88* ** S ML'SÄMSMhWs ZKZ es w 'S feie soll men das befchreioen? m'iue ickiwebt ein leuchtendes GGR ficrSr Eben noch war es ganz nahe großer, g.uhcnd.r und h a diese Visionen hatte, »S S*ä Ä LH-" --d».»- üch». lich niemals etwas ton dem heiligen Gral gehört. — Geschichte des dentschenZeitungschesens bmr den ersten Anfängen biS zur Wiederaufrichtung des Deutschen Sßißit Siibtoict © n 11) 11t o n. 5) r i 11 e t S3 ß 1t b. Zeitungswesen seit 1814. Gr. Oktov. Brosch. 7.50 Mk. — Eme Geschichte des deutschen Zeitungswesens gab es bisher noch nicht. Wiederholt ist es unternommen worden, eme solche zu schreiben, aber immer wieder ist die Arbeit unvollendet geblieben. So wird denn das Werk des im journalistischen Berufe ergrauten Elberfelder Redakteurs Ludwig Salomon zum erstenmal cm großes vollständiges Bild von der Entstch'.mg und Enttnicclung des deut- scheu Journalismus entwerfen und damit eine langst empfundene Lücke in unserer historischen Literatur ausfullen. Cm ganz neues, bisher nur flüchtig hie und da gestreiftes Gebiet der schichte unserer Bildung wird uns dabei eröffnet, dw öffentliche Meinung sehen wir von ihrem erzten Emporwachsen bis zu ihrem heutigen Einflüsse sich entwickeln, ja daS ganze mühevolle Ringen und Mmpf«. der letzten drei Jahrhunderte zieht m «nem eigentümlich scharfen Spiegel an uns vorüber; denn mit einer Geschichte des deutschen Zeitungswesens bietet sich uns auch zugleich ein Spiegelbild unserer gesamten nationalen,Entwickelung, ^er dritte Band behandelt die Zeit von 1814 bis l»c0. Er bietet zum erstenmal ein breites nnd farbenprächtiges Bild vom deutschen Journalismus dieser bewegten Zeit und eröffnet gleichsam eme neue Provinz unserer vaterländischen Gcscyichte, inbem er äluttnt* beslrebungcn und Kultnrbewegiingen ^ergt, die bisher lmim beachtet wurden. Ans unser nationales Denken und Empfinden fallt d..b.i^oft^ein gai z^ Reuest? auf musikalischem Gebiete an der ftrmb haften will, aber die hohen Kosten für die neuesten Koiw- pojitionen scheut, dem raten wir, auf das bekannte Blatt i e Muiik-Mappe" zu abonnieren. Das neueste, soeben von der Verlagsbuchhandliing W. Vobach u. Co., Berlin-Leipzig-Wieir, herausgegebene Heft 14 enthält diesmal lauter Tanze, von denen Srö b ‘ neueste Opus von S. Translateur, „Wiegen und wogen", hervorgehoben sei. ^er textliche Teil, mit Slluftrattone« acschmückt bringt eine Biographie des bekannten Karl Löwe. Abwechselnd bringt die „Musik-Mappe" em Heft nut Liedern, Tänzen und Salonstücken. Rätsel. Nachdruck verboten. Ein Fisch bin ich, mein Fleisch ist sehr beliebt; Du findest schwerlich mich in trüben Teichen. Schreibst du vor meinen Namen noch em Zeichen, Werd' eine Pflanze ich, die großen Nutzen giebt. m. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Königspromenade in voriger Nummer: Ein rechter Baum, der gute Fruchte trägt, Der wünscht nicht seine Blüten sich zurucke; Und wem ein männlich Herz im Bchen chlagt, Seuizt nicht mit Wehmut nach der Kindheit Glücke. Rückert. Für diö Jugend. nu hie Wochenschrift für Knaben und Mädchen MuttcNa nÄ'^Ju g en d (He rau s geb er Gedrg Gellert, ®er(mr^ niTrShntfi in ihrer Nummer 5 des 2. Jahrgangs ausgesckMebeu. «ntpkg« hxaegnen wir unter den ständigen Mitarbeitern Namen Klange, wie: Victor Blüthg en, Ludwig ^cltt Dabn den Naturforschern W. Bölsche, Dr. L c?e ck' Rm Mrektor des Berliner Zoologischen Gartens, dem Mrc'Admttal v Werner, dem ehemaligen Gouverneur von Ostafrika C v. Liebert usw. Da sind die. Erzählungen: „Em Gottcsaericht" „PlowPlon" und „Treu m Gefahr .. Letztere schstd-rt d'e Erlebnisse eines deutschen Bauernburfchen IM letzten Jndi merktteae. „Die Entwicklung des Fernsprechwesens" von^ den vrenfängen bis zur Gegenwart, mit Bildeswmua; »DaS Erdbeben in Süd-Italien" wird ebenso wie Eme Refletoch dem föfibhnf" mit Bildern veranschaulicht. »Die Xevenswem ocr Suttfi'i" interessiert ebenso wie die durch Illustrationen ver- anichaulichie Vorführung „Physikalischer und chemischer Experv mente"' Die Neuerung Rr „Rechtskunde für die Jugend" nnd die Rubrik „GesundheitNehre" finden Anklang ^enwerftmeu ilm i,-c ftilderaekchmückten „Technischen Aufsätze , , oie u^ug^- ichaffenen Abteilungen „Bildende Kunst" und die ,,Musik-Beilagen W® Ä sich . die »N-»e--n Nachrrchttn" an, dw innerer Juaend die wichtigsten Begebenhecken aus aller -petr mitt"ilen cs folgen „Handarbeiten", Gedichte, Goldene Worte, botanische Aussätze, die Lustige Ecke mit »Uber n. Rätsel Spwtt, Fragen, Neue Bücher und Vrieflasteii. — „DeutlCplands ^ugeuoc ist die billigste (wöchentlich 10 $fs.) tliuflrtcrtc ^ugcnd-uvvchen- schrift. (Verlag C. Regenhardt, Berlin W. 35.) * Eine Feindin des Küssens. Amelia Stone, eme - junge amerikanische Primadonna will der Buhne eme Zett lang den Rücken kehren, um gegen das Küssen aus der Buhne zu pro- testieren Die Sängerin erhielt ton ihrem Direktor den